Es duftet nach frischem Schlierseer Bauernbrot – Hennerer Hof Schliersee

Ich backe gerne Brot. Sogar am Campingplatz auf dem Grill liebe ich es, frische Semmeln zu machen. Ein Sauerteigbrot habe ich aber bisher nie gebacken. Angelika vom Hennerer Hof bietet Brotback-Seminare an und hat mich gefragt, ob ich nicht mal Lust hätte, teilzunehmen. Unser IT-Karl vom Schliersee Magazin ist auch dabei ‒ das verspricht ein informativer und dabei lustiger Nachmittag zu werden.

 

 

 

Sauerteig und Brotgewürze

Angelika hat in ihrer Stube alles liebevoll hergerichtet. Hennerer-Schürze umbinden, und los geht’s. Zuerst machen wir einen Vorteig. Das vorbereitete Mehl muss gesiebt, die Buttermilch und das Wasser abgemessen werden. Karl hat echtes Schliersee-Wasser dabei. Seine persönliche Geheimzutat für gutes Gelingen. Angelika betont, dass das Brot auch mit Hennerer-Wasser perfekt wird. Sie zeigt uns genau, wie man einen Vorteig macht, und auch, dass man fürs Brotbacken Zeit braucht, damit es am Ende gut wird. Sie weiht uns in die Geheimnisse des perfekten Sauerteigs ein und erzählt, welche Brotgewürze für sie in ein echtes Schlierseer Bauernbrot gehören. Zu viel will ich dir an dieser Stelle nicht verraten, du kannst ja selbst einen Kurs bei Angelika belegen, und ich will nicht alles vorwegnehmen.

Nur so viel: Ich bin seit dem Kurs bei Angelika Fan von Schabzigerklee geworden. Den kennt man hauptsächlich aus den Südalpen, er gibt beispielsweise dem Vinschgerl seinen besonderen Geschmack. Der Schabzigerklee wächst aber auch beim Hennerer, blüht blau und kommt als grünes Pulver ins Brot. Unbedingt probieren!

 

Das Brot braucht Zeit zum Gehen

Nach dem Kneten muss der Teig „gehen“. Zeit für uns, einen Cappuccino mit Zwetschgendatschi auf der Terrasse zu genießen. Brotbacken beim Hennerer ist tatsächlich entspannend. Nach einer Weile ist der Teig gewachsen und wird noch mal mit einer bestimmten Technik geknetet, damit ein wunderbares Krustenbrot entsteht. Das Brot kommt, bis der Ofen die richtige Temperatur hat, noch in einen klassischen Gärkorb, bekommt auf seiner Unterseite einen Brotstempel und verschwindet dann im Ofen. Der ihs-Stempel (ihs: Kurzform des Namens Jesus) verziert das Brot traditionell, um Gott zu danken.

Das Brot ist knusprig, duftet und schmeckt – mhhhhmmmmm ‒ sauguad!

Danke, Angelika, für den tollen Nachmittag, ich kann ein Brotback-Seminar bei dir wirklich empfehlen. Das ist für Gruppen genauso interessant wie für Einzelpersonen. Außerdem ist es ein richtig schönes Geschenk für eine liebe Person.

 

 

Hennerer Hof

https://www.hennerer.com/kulinarisches/brot-backen/

Du bekommst im Hennerer Hof eine Einführung in die Brotbackkunst der Bäuerin Angelika, lernst, verschiedene Brotarten zu backen, bekommst Rezepte und ein Sauerteigbaby und darfst natürlich deine Backwaren mit nach Hause nehmen. Viel Spaß und gutes Gelingen!

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee