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Drei Tipps für Regentage in Schliersee

 

Tipp #1 Markus Wasmeier Freilichtmuseum

An Regentagen das Markus Wasmeier Freilichtmuseum zu besuchen, ist schon deshalb eine gute Idee, weil es etwas ruhiger ist als sonst. Das altbayrische Dorf ist einfach ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. In den Höfen könnt ihr euch auch immer wieder aufwärmen oder unterstellen. Bei meinem Spaziergang am Sonntag brannte sogar das offene Feuer im Lukashof. Im gemütlichen Wirtshaus „Zum Wofen“ könnt ihr es euch so richtig gutgehen lassen. Das selbst gebraute Museumsbier solltet ihr unbedingt versuchen.

Aktuelle Veranstaltungen:

  1. Oktober | Erntedankfest mit Messe

 

Tipp #2 Einfache Wanderungen rund um Schliersee

Bergpfade können im Regen rutschig sein und sind auch nicht empfehlenswert bei nassem Wetter. Aber wir haben viele Wanderwege in Schliersee, die gut begehbar sind, wie etwa Forststraßen oder asphaltierte Strecken.

Schliersbergalm | Gehzeit von Schliersee etwa 1:15 h (Seilbahnfahrt möglich)

Obere Firstalm |Gehzeit vom Spitzingsattel etwa 45 Minuten

Untere Firstalm | Gehzeit vom Spitzingsattel etwa 45 Minuten

Albert-Link-Hütte | Gehzeit von Spitzingsee Ort etwa 20 Minuten

An Regentagen ist eine gemütliche Hütte am Ziel für mich noch wichtiger als bei Sonnenschein. Zum einen als Belohnung und zum anderen zum Aufwärmen. Die heiße Schokolade und der Kuchen schmecken nach einer Wanderung im Regen gleich doppelt gut.

Tipp #3 Eine kostenlose Busfahrt mit der Schlierseer Gästekarte

Warum an einem Regentag nicht einfach in einen Bus einsteigen, die vorbeifliegende Landschaft beobachten und einfach mal nichts tun?

Für unsere Schlierseer Gäste, die eine Gästekarte besitzen, ist das sogar kostenlos. Ihr könnt mit der Wendelstein Ringlinie von Neuhaus aus zweimal mit und zweimal gegen den Uhrzeigersinn um den Wendelstein fahren. Die Fahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden, dann seid ihr wieder zurück in Neuhaus. www.wendelstein-ringlinie.de

Auch die Buslinie nach Kufstein bietet sich für eine Schlechtwettertour an. Allerdings braucht ihr dafür den ganzen Tag Zeit. Zweimal am Tag fährt der „Kufstein-Bus“ in beide Richtungen. Der Probebetrieb geht noch bis 29. September 2019. https://www.rvo-bus.de/oberbayernbus/view/freizeittipps/ausflugsbusse/ausflugsbus_schliersee_kufstein.shtml

Was ihr dann in Kufstein alles machen könnt, habe ich zusammen mit Kuramtsleiter Mathias Schrön diesen Sommer schon für euch ausprobiert. https://magazin.schliersee.de/buslinie-von-schliersee-nach-kufstein-gestartet-einsteigen-bitte/

 

 

➡️ Und wer jetzt nass und durchgefroren ist, der geht am besten in die Vitalwelt Schliersee ins monte mare Schliersee: Sauna, Wellness und Schwimmbad/Vitaltherme!

https://www.monte-mare.de/de/schliersee.html

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Neueröffnung Almcafé Müller in der Mühl in Schliersee

Bereits im letzten Herbst habe ich dem Hühnerhof „Müller in der Mühl“ von der Familie Hinterseer einen Besuch abgestattet. Damals hat mir Sepp Hinterseer seinen Hühnerhof vorgestellt.

https://magazin.schliersee.de/frische-eier-von-gluecklichen-huehnern-in-schliersee/

Seitdem brutzeln bei mir nur noch Eier von der Familie Hinterseer in der Pfanne. Damals waren nur 500 Hühner im Stall, inzwischen sind es doppelt so viele. „Jetzt sind wir ausgebucht“, lacht Marinus Hinterseer.  Die neue Herde – mit den jüngeren Hühnern – ist jetzt 30 Wochen alt. Alles im Stall funktioniert automatisch. Die frisch gelegten Eier laufen auf Förderbändern raus und werden dann von Hand sortiert. Aber auch Futter, Wasser, Temperatur, Luftfeuchtigkeit und Licht werden automatisch geregelt. 18 Grad ist Wohlfühltemperatur für die Hennen. Etwa 800 Eier legen sie insgesamt am Tag, kaufen könnt ihr diese im kleinen Hofladen direkt am Hühnerhof oder auch bei REWE in Hausham. Auch hausgemachte Nudeln und Brotzeiteier (= gekochte Eier) bekommt ihr im Hofladen.

 

 

Neues Almcafé

Ganz neu ist das Almcafé. Stolz zeigt mir Schreiner Manfred von der Schreinerei Manfred Pannermayr die frischgeschreinerte und gerade eingebaute Theke. Ich setze mich zu ihm auf die Terrasse, probiere einen Mandarinen-Schmand-Kuchen und trinke dazu einen Cappuccino aus einer imposanten Siebträgermaschine. Der Espresso kommt von der Kaffeerösterei Rafael und wird nur wenige Kilometer entfernt frisch geröstet.

Traumhafter Kuchen

Die Stimmung auf der Terrasse ist entspannt, und ich komme gleich mit den Gästen am Nachbartisch ins Gespräch. Auch bei schlechtem Wetter ist das Almcafé eine gemütliche Adresse, die neue Einrichtung schaut sehr einladend aus. Eines der Fenster eröffnet Einblicke in den Hühnerstall, so könnt ihr die Hühner im Stall beobachten.

Zur Krönung des Nachmittags nimmt mich Marinus mit ins Freilaufgehege der Hühner. Anfangs war ich etwas unsicher, sprich ängstlich, aber die 500 Hühner haben sich offensichtlich über meinen Besuch und die Abwechslung gefreut und mich dann übermütig in die Zehen gezwickt. Jedes Huhn hat hier vier Quadratmeter Auslauf. Denen geht’s gut, das steht fest.

Das Almcafé hat nur am Wochenende und ab 13:00 Uhr geöffnet. Momentan ist es sicher noch ein richtiger Geheimtipp. Die Familie Hinterseer will erstmal keine Werbung machen und langsam in das Ganze hineinwachsen.

Ein richtiges Wohlfühlplatzerl!

 

 

Familie Hinterseer

Müller in der Mühl

Mühlweg 1

83727 Schliersee

Tel.: 08026/20074

 

Hofladen

7:00 – 19:00 Uhr

 

Almcafé Müller in der Mühl

Wochenende ab 13:00 Uhr

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Bistro am Hachlbach

Dolce Vita in Neuhaus/Josefstal ‒ TC Neuhaus am Hachlbach e. V. hat einen neuen Wirt

Wer die Anlage des TC Neuhaus am Hachlbach e. V. betritt, dem weht sogleich ein verlockender Duft in die Nase ‒ der letzte Italienurlaub und Dolce Vita lassen grüßen. Zu verdanken ist dies Andrei Hiriza, dem neuen Pächter des Tennisstüberls des TC Neuhaus am Hachlbach e. V. Der 34-jährige Rumäne ist gelernter Koch und lebt seit 2004 mit seiner Familie in Deutschland.

Zuvor war er drei Jahre in Italien in der Nähe von Napoli tätig, um die Kunst der Pizzabäckerei von der Pike auf zu lernen. Und das schmeckt man: Seine selbst gemachte Pizza mit ihrem knusprig-krossen Boden ist ein Traum! Doch nicht nur das ‒ Andrei köchelt, brutzelt, brät und backt mit Herzblut und Leidenschaft sowie den allerfrischesten Zutaten nicht nur italienische Köstlichkeiten. Neben Pizza, Pasta & Antipasti begeistert er seine Gäste auch mit seinen schmackhaften Burgern, Salaten und selbst gebackenem Brot. Überhaupt kann der sympathische Rumäne fast jeden kulinarischen Wunsch erfüllen.

Dass es ihm mit seinem Unterfangen ernst ist, merkt man bereits bei der Küchenausstattung. Neben einem Hightech-Pizzaofen findet sich dort eine wunderschöne Siebträgermaschine von La Pavoni. Mit der aus Norditalien stammenden Signora macht Andrei hervorragenden Espresso und Cappuccino. Dazu schmeckt ein selbst gemachter Kuchen oder ein Dessert.

Das Ganze wird abgerundet durch eine reichhaltige Auswahl alkoholischer und nichtalkoholischer Getränke.

Der Gastraum bietet 40 Sitzplätze. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen lädt der Terrassenbereich mit seinen rund 30 Sitzplätzen und Lounge-Bereich unter der herrlichen Kastanie sowie einem Rundum-Blick auf die kämpfenden Tennisspieler und die atemberaubende Kulisse der Brecherspitz zum Verweilen ein.

Für Kinder ist ein kleiner Spielplatz mit Schaukel und Sandkasten vorhanden, und zwischendurch freuen sich die Kleinen sicherlich über ein Stück Kuchen oder ein Eis.

Andrei ist glücklich mit seiner neuen Aufgabe und bewirtet mit Freude nicht nur die Vereinsmitglieder ‒ Einheimische wie Touristen sind jederzeit herzlich willkommen!

Übrigens: Für private Events und Feiern kocht Andrei auf Wunsch. Alle Speisen sind auch ZUM MITNEHMEN.

 

 

Am Samstag, 20.07.2019, feiert Andrei ab 17:30 Uhr seine große Eröffnungsparty im Bistro des TC Neuhaus am Hachlbach e. V. und freut sich darauf, möglichst viele Gäste mit seinen Kochküsten begeistern zu können. An diesem Tag werden ab 10:00 Uhr außerdem einige Matches um die ersten drei Plätze der Clubmeisterschaft im Einzel ausgetragen, sodass nicht nur kulinarisch, sondern auch sportlich etwas geboten wird.

 

Bistro TC Neuhaus

Aurachstraße 30

83727 Schliersee

Tel.: 08026/71800

Mobil: 0151/29859708

Öffnungszeiten Bistro mit durchgehend warmer Küche:

Mo.‒S0. von 10:00‒22:30 Uhr

Mittagskarte Mo.‒Fr. (außer an Feiertagen): 11:00‒14:00 Uhr

 

 

Angela Braun Angela Braun

Freiberufliche Lektorin, aufgewachsen in Franken, lebt und arbeitet seit 2005 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Schliersee/Neuhaus, begeisterte Tennisspielerin, Leseratte und Liebhaberin alles Schönen („Deswegen sind wir ja am Schliersee gelandet!“)

 

 

 

Machen Hühner glücklich? Das Schliersee Magazin fragt nach.

Fröhlich dank Federvieh?! – Schauspielerin Isabella Rossellini hält welche, Hollywood-Star Barbra Streisand auch. Hühner sind der neue Haustier-Trend, so sagt man. Sogar ein eigenes Sachbuch berichtet „Vom Glück, mit Hühnern zu leben“ (Callwey Verlag, 2019). Angeblich sorgen die gefiederten Gartenfreunde nicht nur fürs Frühstücksei, sondern auch für gute Laune bei ihren Besitzern. Aber machen Hühner wirklich glücklich? Ich frage eine, die es wissen muss: Angelika Prem, meine wunderbare Kollegin beim Schliersee Magazin und BBV-Ortsbäuerin vom Hennererhof.

 

 

Sandra Leu: Super, dass ich vorbeischauen darf, liebe Angelika. Beim „Hennerer“ tragt ihr das Huhn ja schon im Namen. Wie viele Hühner leben bei euch auf dem Hof?

Angelika Prem: Wir halten momentan 100 Hennen, keinen Hahn. Nach den gängigen Vorschriften hätten wir sogar Platz für bis zu 500 Hühner. Aber so viele Eier könnten wir gar nicht verarbeiten.

Sandra: Wie nutzt ihr eure stallfrischen Eier?

Angelika: Die fleißigen Hennen beliefern uns mit frischen Eiern für unser Bauernhofcafé. Von den handgemachten Kasspatzen, Kuchen und Torten bis hin zum Frühstücksei für unsere Feriengäste – für all diese Gerichte verarbeiten wir die Eier von unseren Hennen. Natürlich werden auch unsere Schlierseer Nudelspezialitäten im Hofladen damit zubereitet. Und wir verkaufen sie klassisch im Karton zum Mitnehmen.

Sandra: Wie lange dauert es denn überhaupt, bis ein Huhn Eier legen kann?

Angelika: In der Regel legen Hühner ab der 18. Lebenswoche Eier. Am Anfang sind die noch ein bisschen kleiner, später haben die Eier ihre „normale“ Größe. Meist kommen die Hühner in ihrer 16. Lebenswoche aus der Zucht zum Bauern und haben dann erst mal Zeit, sich einzugewöhnen.

Sandra: Gibt’s denn ab und an Hahnen- beziehungsweise Hennen-Kämpfe?

Angelika: Nein. Wichtig ist, dass die Hühner immer gemeinsam kommen. Dass sie aus einem Wurf stammen und von Anfang an miteinander aufwachsen. Was man nicht machen sollte, ist: Bestandshühner und neue Hühner mischen. Dann gibt’s Stress im Stall.

Sandra: Wie baut man als Mensch eine gute Beziehung zu einem Huhn auf?

Angelika: Ein Huhn muss man genauso erziehen wie ein Kind. Den Hühnern zeigt man ganz am Anfang, wo die Legenester sind und wo das Futter steht. Wenn die Hühner gerade frisch vom Züchter gekommen sind, dann muss man sich erst einmal kennenlernen. Sechs- bis achtmal am Tag bin ich dann im Stall. Denn Hühner sind auch total neugierig. Und jedes Huhn hat einen eigenen Charakter, das ist sehr interessant: Das eine Huhn ist ein bisschen frecher, das andere ist ganz brav. Und ein Huhn habe ich, das hockt sich aufs Fensterbrett und lässt das Ei einfach fallen. Alle anderen gehen ins Legenest.

Sandra: Was braucht ein Huhn, um sich wohlzufühlen?

Angelika: Hühner brauchen ihren festen Rhythmus. Gegen 6:00 Uhr wachen die auf. Und wenn sie von der Stange steigen, bekommen sie erst einmal Schüsseln mit Frühstücksbrei in unserem Wintergarten. Dann haben sie schon mal einen warmen Bauch. Am Vormittag legen sie ihre Eier bis gegen 9:30 Uhr. Und danach brauchen sie Beschäftigung, das ist total wichtig.

Sandra: Womit beschäftigen sich Hühner tagsüber?

Angelika: Wir bieten ihnen verschiedene Möglichkeiten: Hühner lieben es zum Beispiel, in Sand und Erde zu baden. Das reinigt ihr Gefieder, da putzen sie sich gegenseitig. Wir haben ein Sandbad im Freien und ein überdachtes in unserem Wintergarten. Dort liegt auch Heu aus, da können sie sich mit beschäftigen oder sich zurückziehen, wenn es ihnen draußen zu heiß wird.

Sandra: Haltet ihr eine bestimmte Hühnerrasse?

Angelika: Ich nenne diese Hühner „die Braunen“. Das ist eine ganz alte Züchtung. Da sind ganz schöne Tiere dabei und weniger schöne. Das ist wie bei den Menschen: sehr unterschiedlich. Aber unsere „Braunen“ sind besonders freundlich und zugänglich. Das mögen auch Kinder.

Sandra: Warum ist es für Kinder so interessant, mit Hühnern zusammen zu sein?

Angelika: Weil die Hennen ein ganz feines Gespür haben für kleine Kinder. Hühner nehmen ihr Gegenüber ganz genau wahr, die merken, ob jemand aufgeregt ist oder entspannt. Als unser Loisl klein war, haben wir ihn in den Buggy gesetzt und zu den Hennen reingestellt. Er hat sich die ganze Zeit mit denen beschäftigt – locker drei bis vier Stunden. Bis heute versteht der Loisl die Sprache der Hühner. Und wenn er mit den Hennen redet, das ist ganz was anderes! Unser Sohn hat auch selbst mal Eier mit Bruthennen ausgebrütet. Das ist natürlich ein super Erlebnis. So hat er beobachten können, wie die kleinen Küken geschlüpft sind. Dass die von innen klopfen, bevor sie das Ei aufpicken. Dadurch hat er einen ganz engen Bezug zu den Hennen.

Sandra: Was ist dein liebstes Erlebnis mit Hühnern, Angelika?

Angelika: Für mich ist es immer schön, am Abend in den Stall reinzugehen und einfach zu beobachten, was passiert. Gegen 20:00 Uhr marschieren die Hennen von alleine wieder nach drinnen. Bis die dann alle auf den Stangen hocken, bis jede ihren Platz gefunden hat, das ist total spannend. Da bin ich wirklich manchmal eine Viertelstunde im Stall und schaue zu, wie die Hennen „ins Bett“ gehen und einschlafen. Dann geht das Licht aus – und gut!

Sandra: Jetzt mal ehrlich, Angelika: Machen Hühner wirklich glücklich?

Angelika: Also für mich schon. Die beruhigen sehr, da kommt man runter vom Stress. Die machen wirklich glücklich. Ganz klar: Ja!

Sandra: Vielen Dank für die spannenden Einblicke in euer Nest, liebe Angelika.

 

 

 

Glückliche Hühner und stallfrische Eier gibt es hier:

 

Hennererhof // Familie Prem
Hennererstraße 36
83727 Schliersee
Tel.: +49 (0)8026 922 99 64

E-Mail: info@hennerer.com

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Restaurant Seyfrieds in Schliersee: Verwöhnprogramm für Gaumen und Augen

Ein feiner Schrobenhausener Spargel. Eine gefüllte Hähnchenbrust mit Aprikose und Salbei. Dazu hausgemachte Sauce Hollandaise und Salzkartoffeln. Serviert auf edlem Geschirr und in lichtdurchfluteten Räumlichkeiten. Im Seyfrieds – dem kulinarischen Neuzugang im Herzen von Schliersee – trifft Küchenkunst auf Tischkultur. Kommen Gaumen- und Augenschmaus an einem liebevoll gedeckten Tisch zusammen.

 

 

Restaurant trifft Pâtisserie

„Wenn ich dem Gast etwas Gutes gebe, kommt er mit etwas Gutem zurück.“ – Getreu diesem Motto haben Jannett und Florian Seyfried Mitte Mai das „Seyfrieds“ in der Schlierseer Bahnhofstraße eröffnet. Die gehobene Gastronomie vereint Restaurant und Pâtisserie unter einem Dach: Nachmittags gibt es eine Auswahl an hausgemachten Kuchen. Mittags und abends lockt Küchenchef Florian Seyfried mit Köstlichkeiten wie gebeiztem Lachs, im Rauch serviert, mit einem knackigen Rösti, frisch gebratenem Saiblingsfilet mit Blattspinat, Risotto und Weißweinschaum oder schonend geschmortem Ragout vom Bio-Kalb mit Shiitake-Pilzen, Pak Choi und Serviettenknödeln. Auf der Speisekarte stehen Gerichte aus saisonalen Zutaten, die der Küchenchef mit Liebe und Weile zubereitet.

 

Hausgemachte Saucen, Fonds und Brühen

„Das Gute braucht Zeit“, erklärt Florian Seyfried. Das fängt für den gelernten Koch schon bei den Grundlagen seiner Gerichte an. Ob Saucen, Brühen oder Fonds: „Die mache ich alle selbst, da kommt nichts aus der Tüte. Für meine Rinderbrühe lasse ich frisches Gemüse und Kalbsknochen zirka zwölf bis 16 Stunden köcheln.“ Und auch das Tomatenmark als Saucengrundlage wird für den harmonisch-würzigen Geschmack eigenhändig in der Pfanne angeröstet.

 

Sorgfältige Zubereitung und besondere Gewürze

Gelernt hat Florian Seyfried sein Handwerk in einer Klinik für traditionelle chinesische Medizin in Rosenheim: „Wir haben da viel mit alternativen Kochverfahren gearbeitet, weniger Röststoffen.“ Die bekömmliche, sorgfältige Zubereitung und besondere Gewürze beeinflussen seine Arbeit bis heute. Ob er denn viel Ingwer verwende? Der sei häufig Bestandteil seiner Gerichte, sagt Florian Seyfried und lacht: „Aber nur in ausgekochtem Zustand, sodass er gut verträglich ist.“

 

Zutaten aus der Region

Die Sorgfalt im Detail spiegelt sich auch in der Auswahl der Zutaten: „Bei Fleisch- und Milchprodukten ist uns Bioqualität wichtig“, sagt Service-Chefin Jannett Seyfried. Ihr Fleisch beziehen die Seyfrieds von der Bio-Metzgerei Juffinger aus Thiersee, der Käse kommt von der Bio-Hofkäserei Obermooser aus Irschenberg. Bei Fisch vertrauen die beiden Gastronomen der jüngst eröffneten Fischerei in Schliersee. Und das Walnussbrot kommt von der Bäckerei Zanger. Gemüse und Obst liefert Früchte Jähne. Und besondere Gewürze und Gewürzmischungen sind von Herbaria aus Fischbachau. „Wir setzen auf Regionalität, schließlich haben wir tolle Anbieter hier in der Gegend“, so Jannett Seyfried.

 

Bei der Renovierung selbst mit Hand angelegt

Ein halbes Jahr lang haben die Seyfrieds das historische Wirtshaus Wendelstein renoviert. Haben selbst mitangepackt, die Heizungsgitter mit der Wurzelbürste geschrubbt, alle Steckdosen und Fenstergriffe von Hand abgeschraubt und gereinigt und viel Zeit investiert, um die Fensterrahmen weiß zu streichen. Jetzt fällt schon am Eingang auf, wie sehr die blauen Glasmosaikfenster in der Tür strahlen, wie hell und wohnlich der ganze Raum wirkt.

 

Schön essen gehen heißt auch: schönes Ambiente

Jannett Seyfried hat die Inneneinrichtung stilsicher und behutsam modernisiert, neue Tische und Stühle ausgewählt, schönes Geschirr und Stoffservietten eingekauft und kleine Schieferplättchen für Butter und Brot bereitgestellt. „Uns haben die Räumlichkeiten von Anfang an total gefallen“, sagt die Chefin des Hauses. „Die zwei verschiedenen Ebenen: vorne die bodentiefen Fenster, die ein Wintergartengefühl erzeugen, hinten die holzvertäfelten Sitzecken im modernen Landhausstil.“ Schön essen zu gehen, habe schließlich auch viel mit einem schönen Ambiente zu tun, so Jannett Seyfried.

 

Seyfrieds heißt: „Wir stehen dafür mit unserem Namen.“

Dass sie ein Händchen für ihre Gäste hat, hat die gelernte Kosmetikerin in der gehobenen Hotellerie unter Beweis gestellt. Etwa im Hotel Fährhaus auf Sylt oder im Lanserhof Tegernsee – wo sie zuletzt als stellvertretende Leitung der Dermatologie tätig war. „Das Seyfrieds in einem Wort steht für: Leidenschaft“, sagt Jannett Seyfried. „Der Wunsch nach einem eigenen Restaurant war bei uns schon so lange da. Jetzt trägt es sogar unseren Namen. ,Seyfrieds‘ heißt für uns: Wir stehen voll dahinter, wir stehen mit unserem Namen dafür.“

 

Besondere Getränke zu hausgemachtem Kuchen

Auch am Nachmittag freuen sich die beiden auf Gäste. Schließlich steht Florian Seyfried schon vormittags in der Küche, um hausgemachte Kuchen zu backen. Dazu servieren die Seyfrieds Kaffee von Seeberger in Bioqualität und aus fairem Handel. „Jetzt im Sommer darf es aber auch mal ein kühler Eistee sein“, empfiehlt Küchenchef Florian Seyfried. „Der wird bei uns frisch zubereitet mit Saft, Sirup, Minze und Früchten.“ Eine weitere Spezialität des Hauses: der Matcha-Tee – traditionell aus Teepulver angerührt und mit Milch aufgegossen.

 

Neu im Seyfrieds: Sonntags-Brunch

Dass die beiden Gastronomen sich gerne etwas Neues einfallen lassen, beweisen sie auch mit ihrem Brunch, der ab Pfingsten immer sonntags ab 9:00 Uhr serviert wird. Auf der Karte stehen drei Brunch-Variationen à la carte – Klassisch, Süßes oder Gourmet. Außerdem weitere Leckereien wie ein hausgemachtes, geröstetes Müsli mit Joghurt und Früchten oder warmer Haferbrei mit Apfel und Goji-Beeren.

Und auch in puncto Veranstaltungen sind die Seyfrieds vorbereitet: „Wir können hier Gesellschaften bis zu 80 Person bewirtschaften – von der Hochzeit bis zum runden Geburtstag ist vieles denkbar“, verrät Jannett Seyfried. Die ersten Stammgäste haben die beiden schon gewonnen: „Sich mal so richtig schick machen und mit dem Partner schön essen gehen – ein paar Gästen hat das so gut gefallen, dass sie gleich zwei- oder dreimal da waren.“

 

 

 

Seyfrieds – Pâtisserie & Restaurant

Bahnhofstraße 4

83727 Schliersee
Tel.: 08026/38 71 805

 

E-Mail: mail@seyfrieds-kochkunst.de

Web: www.seyfrieds-kochkunst.de

 

Öffnungszeiten

Mi.‒Sa.: 11:30‒22:00 Uhr

So.:           9:00‒18:00 Uhr, Brunch von 9:00–14:00 Uhr

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Saisoneröffnung der Taubensteinbahn ‒ Seilbahn-Nostalgie

Die Taubensteinbahn ist in die Sommersaison gestartet. Nach einem langen Winter fährt sie endlich wieder, die nostalgisch anmutende Bahn von 1972. Damals rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in München in Betrieb genommen, hat sie noch heute den gleichen liebevollen Charme wie damals. In etwa zwölf Minuten bringt sie euch in Vierergondeln zur Bergstation in 1.616 m Höhe.

 

 

„Normalerweise öffnen wir schon am 1. Mai, aber da konnten wir noch nicht aufmachen, da so viel Schnee war“, sagt mir Sepp von den Alpenbahnen Spitzingsee. Oben an der Bergstation liegt immer noch einiges an Schnee. Wer jetzt zum Wandern geht, sollte unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten, da man in den höheren Lagen noch auf große Schneefelder treffen kann. Auch die umliegenden Berge leuchten weiß in der Sonne ‒ im Kontrast zum hellen Grün des Frühlings sieht das wunderschön aus.

Heute schaue ich ins Taubensteingipfelstüberl. Kata begrüßt mich freundlich und erzählt mir von ihren hausgemachten Spinatknödeln und Kuchen, und sie empfiehlt mir ihre hausgemachte Limonade, die wirklich sehr gut schmeckt. Dass das Taubensteingipfelstüberl die höchste Essendorfer Schmankerl-Station von Deutschland ist, sehe ich sofort. Katas Mann trägt ein „Kraut Gegen Dummheit“-T-Shirt. Ich muss schmunzeln. Ich erinnere mich, wie mir Andi Essendorfer vor zwei Jahren erzählt hat, dass das „Kraut Gegen Dummheit“ hier oben im Taubensteingebiet entstanden ist (https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/). Kata sagt mir, dass sie mit den Essendorfer Gläschen kocht – sie nimmt unter anderem „Native Man“ für ihre Salatsoßen, was himmlisch schmeckt, versichert sie mir.

„Immer Sommer haben wir viele Kinder hier oben“, sagt Kata und freut sich, dass nach so einem langen Winter endlich die Sommersaison anfängt. Ein Kinderspielplatz ist direkt vor dem Haus, die Aussicht für die Erwachsenen ist atemberaubend, und der liebe Dalmatiner freut sich auch schon auf euch. Zum Taubensteingipfel sind es nur 25 Minuten. Momentan liegt noch einiges an Schnee auf dem Weg.

 

 

Eine Fahrt mit der nostalgischen Taubensteinbahn ist schon fast Kult. Für mich viel schöner als die neuen, modernen Bahnen. Einfach einmal hinauf fahren und die Aussicht genießen.

 

Taubensteinbahn

Alpenbahnen Spitzingsee

Spitzingseestraße 12

83727 Schliersee-Spitzingsee

Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Frühlingshafte Ostermärkte in Schliersee

Am ersten und zweiten Aprilwochenende finden in Schliersee wieder zwei Ostermärkte statt. Am 6. und 7. April könnt ihr den Neuhauser Ostermarkt vom Neuhauser Nachmittagstreff im katholischen Pfarrheim St. Josef und am 13. und 14. April den Schlierseer Ostermarkt im Forum in der Vitalwelt besuchen. So ein Marktbesuch lässt sich wunderbar mit einem Frühlings-Spaziergang rund um den See verbinden. Die Schlierseer Cafés und Restaurants haben ihre Terrassen hergerichtet und freuen sich auf euch.

Auf dem Neuhauser Ostermarkt erwartet euch Osterdekoration wie Ostergestecke, Osterkerzen, Palmbuschn und Türkränze. Zusätzlich werden selbst gemachte Marmeladen und Bastelarbeiten angeboten. Mit Kaffee, Kuchen und Suppe könnt ihr euch verwöhnen lassen. Der Reinerlös wird für einen guten Zweck gespendet!

 

6. und 7. April 2019

Kath. Pfarrheim St. Josef

Josefstaler Straße 2

Ab 10:00 Uhr

 

Auf dem Schlierseer Ostermarkt im Forum der Vitalwelt zeigen regionale Anbieter Produkte rund um das Osterfest, etwa religiöse Volkskunst, Holzarbeiten, Spirituosen, Speck, Bücher, Karten, Kerzen, Strick- und Filzartikel, Schmuck, Süßes, Türkränze, Gestecke und Pflanzen. Für Kinder gibt es die Möglichkeit, am Nachmittag österliche Gestecke zu basteln. Der Ostermarkt in Schliersee wird von der Volkshochschule Schliersee veranstaltet und findet immer am Wochenende vor Ostern statt

 

13. und 14. April 2019

Forum der Vitalwelt Schliersee

Perfallstr. 4

11:00‒18:00 Uhr

 

 

Mein Tipp: Ihr möchtet mit euren Kindern an Ostern Eier färben? Frische Eier von glücklichen Schlierseer Hühnern bekommt ihr bei Sepp Hinterseer am Geflügelhof im Mühlweg in Schliersee. Einfach an der Ortseinfahrt nach Schliersee direkt nach dem Kirchbichl rechts abbiegen und über die Schranke zum Geflügelhof der Familie Hinterseer fahren. Die Beschilderung ist nicht zu übersehen.

Familie Hinterseer

Müller in der Mühl

Mühlweg 1

83727 Schliersee

Tel.: 08026/20074

Öffnungszeiten: 7:00‒19:00 Uhr

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

The Culinary Art Café – eine Kaffee-Oase in Neuhaus am Schliersee

Am 15. Dezember 2018 haben Caroline Yazkan-Dobiey und Amir Yazkan das süße Café in der Bayrischzeller Straße Nr. 3a in Schliersee-Neuhaus eröffnet.

Hier wird hohe Kaffeekunst betrieben. Sonja, die gute Seele des Cafés, und Caro haben extra in der Kaffeerösterei Supremo in Unterhaching ein Barista-Training absolviert, um mit Hilfe ihrer Profimaschine ihren Gästen richtig guten Kaffee anbieten zu können.

Und das schmeckt man sofort: Selbst ich, die ich zu meiner Schande gestehen muss, dass ich normalerweise zwei Löffel Zucker in meinem Cappuccino versenke, genieße diesen Kaffee zu meiner eigenen Überraschung völlig ohne Zucker. Er hat eine leicht kakauige Note und schmeckt einfach zum Niederknien.

Amir eröffnete bereits mehrere Restaurants und Cafés u.a. in Berlin und kann daher auf einen breiten Erfahrungsschatz zurückgreifen. Außerdem ist er als Immobilienentwickler tätig und arbeitet am liebsten in einem Café, anstatt in einem kühlen, sachlichen Büro. Daher kann man ihn im The Culinary Art Café oft antreffen, wenn er nicht gerade seinen Geschäften in Berlin oder Kroatien nachgeht.

Nachdem Caro und er nach ihrer süßen kleinen Tochter nun einen Sohn bekommen haben, beschlossen sie, ihren Kindern in Schliersee ein behütetes Zuhause auf dem Land zu geben. Und so kamen sie auf den Gedanken, direkt unter ihrer Wohnung ein Café als „2. Wohnzimmer“ einzurichten. Die Möbel kommen größtenteils aus Berlin und wurden von den beiden beim liebevollen Stöbern auf Antikmärkten und bei Antiquitätenhändlern entdeckt. Die Bar wurde von Amir selbst gebaut. Sie ist aus Altholz aus einem Altbau in Berlin-Kreuzberg. Keiner weiß, was dieses Holz schon alles gesehen hat und nun treffen sich die Gäste aus Schliersee an der Theke.

Sonja managt das Café nach dem Konzept von Caro und Amir. Sie bietet ihren Gästen hohe Barista- und Pâtisseriekunst mit französischer Confiserie an. Eine pure Versuchung sind die feinen Macarons und Eclairs. Zum Frühstück erhalten Sie französische Croissants, die exakt 17 Minuten lang gebacken und danach 20 Minuten geruht haben. Jede Lage ein knuspriger Genuss… Zukünftig wird es auch Bircher Müsli mit frischem Obst, Avocado-Ei im Glas, Thunfisch Wrap, Hähnchen-Avocado-Baguette, Lachs Bagle, Bananen-Walnuss-Kuchen und noch allerlei Köstlichkeiten mehr geben. Frisch gepresste Säfte vervollkommnen den gesunden Genuss. Auf hochwertiges, gesundes Essen und Nachhaltigkeit legen Caro und Amir besonderen Wert.

The Culinary Art Café ist übrigens ein Café mit Delikatessenverkauf. Außer frischem Obst finden Sie hier u.a. Olivenseife, Honig, Datteln vom Toten Meer, Gewürze aus Jerusalem, Halva und Tachinisoße. Eine gute Möglichkeit, das eine oder andere exotische Mitbringsel zu erstehen.

Im Café fühlt man sich tatsächlich wie in einem Wohnzimmer. Es gibt kleinere Tische, aber auch ein Sofa und einen langen Tisch mit Barhockern, die echte Kaffeesäcke als Hussen haben. Die Sitzmöglichkeiten sind so angeordnet, dass sich auch Gespräche über mehrere Tische hinweg ergeben können. Hier fühlen sich sowohl die Skifahrer, welche vor der Abfahrt einen frühen Kaffee genießen möchten, als auch Familien mit Kindern, Senioren und Geschäftsleute wohl. Ein Nachbar meinte letztens: „Ich liebe den Orient und hier habe ich ihn Zuhause gefunden.“ Andere finden es wunderbar, dass sie mit den Nachbarn nun nicht mehr nur auf der Straße sprechen können, sondern jetzt auch ein gemütliches Plätzchen für einen Ratsch haben. Auch englischsprachige Gesprächsrunden durfte ich dort bereits erleben.

Es ist also für Jeden etwas dabei – probieren Sie es selbst aus…!

 

The Culinary Art Café
Caroline Yazkan-Dobiey und Amir Yazkan
Bayrischzeller Straße 3a
83727 Schliersee-Neuhaus
Telefon: 08026 6079692

Öffnungszeiten:
Täglich von 7:00-18:00 Uhr
Mittwoch ist Ruhetag
Das „2. Wohnzimmer“ kann auch nach 18:00 Uhr für private Feiern reserviert werden!

 

 

https://www.facebook.com/events/1006926336178100/

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Café-Wirtshaus Brunnhof – der Windbeutel-Geheimtipp im Josefstal

Der goldene Herbst zeigt sich von seiner schönsten Seite. Die Sonne strahlt, und die bunten Blätter der großen Buche im Garten vor dem Café-Wirtshaus Brunnhof rascheln im Wind. Im Sommer muss es einfach herrlich sein, im Schatten des riesigen Baumes zu Mittag zu essen oder einen Kaffee und ein Stück Kuchen zu genießen. Trotz der Sonne ist es um diese Uhrzeit noch ein bisschen zu kühl, um mich ins Freie zu setzen, und deshalb gehe ich hinein in die gemütliche Gaststube mit Kamin, wo mich Sabine und Nikolaus Gasteiger, die Wirtsleute, herzlich begrüßen. Im Hintergrund vernehme ich aus den Lautsprechern die zarten Klänge von Harfe, Gitarre, Hackbrett und Kontrabass – ein Volksmusikstückl, gespielt von der Probstbichl Musi mit Sabine Gasteiger an der Harfe und Nikolaus Gasteiger am Kontrabass.

Ich setze mich an einen der Holztische in der Nähe des Kamins. Nikolaus Gasteiger empfiehlt mir einen selbst gepressten „ATQ“. Ich stutze und schaue ihn fragend an. Lachend antwortet er mir: „Gell, jetz‘ wissen‘S ned, wos a ATQ is!“[1] Ich muss zugeben: Er hat recht. „Des is a Apfel-Trauben-Quitten-Saft, aus’m Obst, des do hinter‘m Haus wachst“[2], klärt er mich auf, während er mir ein Glas davon serviert. Der naturtrübe Saft, gespritzt mit etwas Wasser, schmeckt herrlich fruchtig, nicht zu süß und nicht zu säuerlich. Nikolaus Gasteiger erzählt mir, dass er und seine Frau Sabine großen Wert darauf legen, möglichst viele Produkte aus eigenem Anbau zu verwenden. Und so gibt es, saisonal wechselnd, zum Beispiel selbst gepressten Saft oder hausgemachte Sirups aus Holunderblüten, Zitronenmelisse, Pfefferminze, Waldmeister oder Brennnessel, serviert als Schorle oder Spritz. Sabine Gasteiger fügt schmunzelnd hinzu: „Aber den Brennnessel-Sirup traut si ned a jeder probier’n.“[3]

Ich blättere durch die Speisekarte. Mehrere Windbeutel-Kreationen und etwa fünf bis acht verschiedene, von Sabine Gasteiger frisch zubereitete Kuchen und Torten stehen zur Auswahl. Da fällt mir die Wahl nicht ganz leicht. Passend zur Jahreszeit entscheide ich mich aber schließlich für eine heiße Schokolade und den Herbst-Windbeutel, gefüllt mit Apfelmus, Vanilleeis, Schlagrahm und Eierlikör und staune nicht schlecht über dessen Größe, als ihn mir Sabine Gasteiger an den Tisch bringt. Sobald der Winter im Josefstal Einzug hält, gibt es den Sahne-Windbeutel auch wieder mit heißer Kirsch-Zimt-Soße und Walnusseis ‒ und manchmal sogar als herzhafte Variante mit Gulasch. Es ist also nicht übertrieben, den Brunnhof als Windbeutel-Geheimtipp im Josefstal zu bezeichnen.

 

Aber nicht nur süße Kreationen stehen auf der Karte, sondern auch eine kleine, aber feine Auswahl an warmen Speisen, die Nikolaus Gasteiger gerne mit frischen Kräutern aus der Kräuterspirale im Garten verfeinert. Vor acht Jahren haben der Koch und die Konditorin den Brunnhof in Josefstal übernommen, nachdem sie vorher bereits 22 Jahre das Café Kögl in Fischhausen geführt haben. „Mia ham vui Stammgäste, de scho seit über 30 Jahr kemman und vorher a scho bei mei‘m Opa warn“[4], erzählt Sabine Gasteiger stolz. Der Brunnhof eignet sich mit dem großen Gastraum und dem gemütlichen Stüberl auch ganz wunderbar für Geburtstagsfeiern, Taufen oder andere Festlichkeiten und ist dank der Übernachtungsmöglichkeiten im ersten Stock ein ebenso idealer Ausgangspunkt für Wander- oder Skiurlaube.

 

 

Also, ab ins Josefstal! Die Familie Gasteiger freut sich auf Ihren Besuch!

 

 

Café-Wirtshaus Brunnhof
Aurachstraße 1
83727 Schliersee
Tel: 08026/7283

info@cafe-brunnhof.de

Öffnungszeiten:
11:00–18:00 Uhr, Di. und So. auch abends
Do. und Fr. Ruhetag (im Sommer nur Fr.)

 

[1] Gell, jetzt wissen Sie nicht, was ein ATQ ist!

[2] Das ist ein Apfel-Trauben-Quitten-Saft, aus dem Obst, das dort hinter dem Haus wächst.

[3] Aber nicht jeder traut sich, den Brennnessel-Sirup zu probieren.

[4] Wir haben viele Stammgäste, die schon seit über 30 Jahren kommen und vorher auch schon bei meinem Opa waren.

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Obere Firstalm am Spitzingsee: Neuer Glanz in uriger Berghütte

Das Knarzen der alten Balken beim Betreten, das Gefühl von uriger Hüttenatmosphäre und die Seele der Oberen Firstalm wollte Marcus Votteler erhalten. Er ist froh, seinen ersten Gedanken – einen Neubau – verworfen zu haben.

Und das Ergebnis der fünfmonatigen Kernsanierung?

Aus 17 Zimmern mit 90 Betten sind 15 Zimmer mit 48 Betten geworden. So bleibt viel mehr Zeit für den Gast, und das ganze Haus ist auf dem neuesten Stand: neue Böden, neue Decken, ein neues Dach, neue Technik im ganzen Haus und eine neue Küche. Jedes der Zimmer ist mit einem modernen Bad, WLAN, Fernseher und Tablet ausgestattet. „Wie man es eben auf der Hütte erwartet“, lacht Marcus. Wer entschleunigen will, zieht einfach den Stecker. Doch das Tablet ist schon ganz praktisch, es liefert in der Früh die Zeitung, Wandertipps und Ausflüge, das Wetter, die Speisekarte des Hauses und natürlich auch das Schlierseer Online Magazin. Statt den „Massen“-Lagern unter dem Dach findet ihr jetzt zwei große Familienzimmer für je bis zu sechs Personen mit Bad und einer traumhaften Aussicht. Die Resonanz ist gigantisch. Letzte Woche fragte ein Gast nach Duschmarken, da konnte Marcus nur grinsen: „Schauen Sie sich das Zimmer erst mal an!“, hat er nur geantwortet. Am nächsten Morgen beim Frühstück entschuldigte sich dieser Gast bei Marcus: „Das mit den Duschmarken nehme ich zurück! Nie hätte ich gedacht, so ein schönes Zimmer zu bekommen.“

Mit einem Strahlen im Gesicht

„Die Gäste gehen mit einem Strahlen, die Begeisterung ist groß, so macht Arbeiten richtig Spaß“, erzählt mir Marcus. Die Sanierung hat viel Arbeit und viele Nerven gekostet, sich am Ende aber definitiv gelohnt. Unter der Woche kann er jetzt die Tagungen besser unterbringen, und am Wochenende bleiben mit der geringeren Bettenzahl einfach mehr Zeit und Komfort für den einzelnen Gast. Neben den beliebten Hüttenklassikern wie Spinatknödel und Kaiserschmarrn steht bei ihm auch ein veganes Gericht auf der Karte: „Paprika mit Couscous auf Tomatenragout“ – man muss auch auf einer Berghütte mit der Zeit gehen. Der Cappuccino schmeckt hervorragend. Den Kuchen liefert die regionale Bäckerei Gritscher aus Neuhaus. Im Gastraum haben etwa 200 Gäste Platz, die Terrasse fasst noch mal das Doppelte. Feiern, Tagungen, Hochzeiten – hier seid ihr bestens aufgehoben. Ein toller Ort für eine Auszeit. Einfach gemütlich entspannen oder durch unsere Schlierseer Berge wandern.

 

 

Und die Obere Firstalm ist nicht nur für Urlauber zu empfehlen. Hier möchte ich jetzt auch mal übernachten!

Mein ganz besonderer Tipp: Dieses Jahr an Silvester wird es nach 30 Jahren kein Menü mit Band und Reservierung geben. Die Obere Firstalm hat also für alle bis nach Mitternacht durchgehend in ganz lockerer Atmosphäre geöffnet. Optimal für einen zünftigen Rodelausflug ins neue Jahr.

 

Obere Firstalm

83727 Spitzingsee

Tel.: 08026/73 02

http://www.firstalm.de

 

 

Anreise: Mit dem Auto zum Spitzingsattel (gebührenpflichtiger Parkplatz) und dann in 45 Minuten zu Fuß über die für Autos gesperrte Forststraße zur Oberen Firstalm. Wer übernachtet, kann sein Gepäck nach Vereinbarung abholen lassen.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee