Meine Hot Spots am Schliersee und Spitzingsee!

Griaß eich!

Am Samstagmorgen hab ich mich aufg‘macht, um euch zu meinen persönlichen Hot Spots am Schliersee und am Spitzingsee mitzunehmen.

 

 

Die erste Station ist morgens um 9:00 Uhr der Spitzingsee, und was soll ich sagen: Man merkt langsam, wie der Tag mit Spaziergängern und Wanderern am See erwacht. Ich ging etwas am Ufer entlang, und egal, wo ich mich befand, ich sah immer interessante Perspektiven. Rund um den See war auf einmal Leben, was natürlich auch das tolle Wetter bewirkte. Der Spitzingsee ist mit seinen ca. 3,33 km Umfang für fast jeden zu bewältigen und bietet von jeder Seite wunderschöne Naturperspektiven.

Weiter ging‘s zu den Josefstaler Wasserfällen. Herrlich, wenn man den kurzen Weg durch den Wald rauf geht und von Weitem schon das Rauschen des Wassers hört. Diese Wasserfälle sind für Jung und Alt und sommers wie winters schön anzusehen. Wenn man weiter die Natur genießen möchte, geht man den schmalen Weg ca. 100 m weiter rauf, wo man dem zweiten Wasserfall begegnet. Etwas weiter oben kommt man auf eine herrliche Almwiese, die im Sommer zum Picknick einlädt. Gleich dort findet man auch den Bockerlbahn-Weg. Wer sich für eine längere Wanderung entscheidet, kann hier abbiegen Richtung Spitzingsattel und Brecherspitz.

Danach radelte ich Richtung Stögeralm. Der Weg dort rauf ist etwas steil, mithilfe meines E‑Bikes aber schaffbar. Oben angekommen, wird man mit einem tollen Ausblick belohnt.

Man sieht herrlich über den See, und auch die Natur ist einfach traumhaft von dort oben.

Mein Weg führt mich weiter Richtung Kurpark und Lauber Beach. Dort findet man immer Ansichten, die sich festzuhalten lohnen. Mein Favorit ist derzeit die Skulptur von Otto Wesendonck ‒ der Feuervogel im Spiegel von Helios. Egal, von welcher Perspektive man ihn betrachtet, er sieht immer anders aus.

Am Lauber Beach ist es herrlich, in der Sonne einen Kaffee zu trinken und am Bootssteg über den See zu blicken.

Dann ging‘s weiter zum Kirchbichl. Dort oben muss man einfach mal sein, der Blick über Schliersee ist einfach traumhaft.

Ich radelte weiter die Straße Richtung Hennerer Hof. Kurz davor links bin ich gern und lege mich in die Hängematten bei der kleinen Krainsberg-Kapelle. Dort oben sieht man auch schön zum See und kann die Ruhe und Stille genießen.

Ein Muss ist natürlich auch die Schliersbergalm. Der Blick von dort oben ist einzigartig. Ich weiß gar nicht, wie oft ich da schon war, aber man findet immer neue Blickwinkel zum Fotografieren.

Man kann den Schliersberg gut mit einer Wanderung verbinden oder wie ich mit der Bergbahn „erklimmen“.

Eine meiner Lieblingsperspektiven ist natürlich auch St. Leonhard in Fischhausen-Neuhaus. Eine kleine Kirche mitten im Grünen, umgeben von Kühen.

Rundherum um den Schliersee findet das Auge immer was, was einen zum Fotografieren inspiriert. Ich liebe es am Tag wie auch in der Dämmerung bei Sonnenuntergang, wenn alles langsam schlafen geht und die Sonne hinterm See „gute Nacht“ sagt.

Und wenn man dann noch den Ort bei Nacht sehen möchte, geht man noch auf den Weinberg. Die Kapelle St. Georg bietet einen herrlichen Blick rund um den See.

Natürlich gibt es noch viele Perspektiven zu erwähnen, ganz wichtig natürlich auch die Burgruine Hohenwaldeck, die ich leider nicht mehr geschafft habe, die aber einen Abstecher wert ist.

Ich hoffe, euch haben meine Ansichten und Perspektiven gefallen.

Wenn ihr das nächste Mal am See seid, fangt mal eure persönlichen Perspektiven ein, und ihr werdet sehen: Jeder sieht sie anders, aber alle sind gleich schön.

 

 

Der Schliersee und Spitzingsee laden einfach ein zum Festhalten.

 

Pfiats eich, bis demnächst

 

 

Sabine Hartmann Sabine Hartmann

Geboren in Ingolstadt als echte Schanzerin. Zweitheimat Schliersee. Naturmensch mit Leidenschaft zur Fotografie

 

 

 

Leonhardifahrt 2019 in Schliersee | Mit viel Stolz alte Tradition leben!

Mit Liebe und Stolz präsentierten sich die Schlierseer bei der gestrigen Leonhardifahrt von der Ortsmitte in Schlierseer zur Wallfahrtskirche St. Leonhard in Fischhausen. Auch das Herbstwetter zeigte sich von seiner schönsten Seite. Der warme Föhnwind wehte die bunten Blätter von den Bäumen, und auch die Sonne zeigte sich immer wieder. 54 Gespanne waren aus dem ganzen Landkreis gekommen, um sich den Segen für ihre Rösser abzuholen. Das Klappern der Hufe auf der Teerstraße, das Bimmeln der Glocken am Pferdegeschirr und auch die Blasmusik kündigte die Prozession schon von Weitem an. Hin und wieder kamen auch die Goaßlschnalzer zum Einsatz. Zahlreiche Besucher säumten den Weg und bewunderten die festlich gekleideten Trachtengruppen, Gebirgsschützen, Schalkfrauen, die geschmückten Truhen- und Motivwägen sowie die gestriegelten und herausgeputzten Rösser.

 

 

Nachgefragt: Was sind denn eigentlich Schalkfrauen?

https://magazin.schliersee.de/tag/schalkfrauen/

Rund eine Dreiviertelstunde dauerte die Fahrt entlang des Sees bis nach Fischhausen. Gleich bei der Ankunft an der Kirche St. Leonhard segneten Pfarrer Hans Sinseder und Diakon Alois Winderl die Pferde. Im Anschluss wurde auf der Wiese hinter der Kirche ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Zum Abschluss zog die Prozession noch mal um die Wallfahrtskirche, die Pferde wurden erneut gesegnet, und der Zug teilte sich dann, je nach Heimatort, in Richtung Bayrischzell und Fischbachau oder Schliersee. Im Schlierseer Bauerntheater trafen sich dann viele der Trachtengruppen, um gemeinsam den Tag ausklingen zu lassen. Es wurde gelacht, gefeiert und getanzt – für den richtigen Takt, sorgte die Schlierseer Blasmusik.

 

 

Vielen lieben Dank an alle Mitwirkenden, dass ihr dieses Erbe „Leonhardi“ seit Generationen bewahrt und weiterleben lasst. Es war ein schöner Tag für uns alle. Für alle Einheimischen, „Zugroasten“, Urlauber, Tagestouristen und auch für mich als „rasende Reporterin“ vom Schliersee Magazin.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Leonhardi – eines der schönsten Feste des Jahres in Schliersee

„Leonhardi ist eines der schönsten Feste des Jahres hier in Schliersee“, sagt Leonhard Markhauser. Eigentlich kein Wunder bei dem Vornamen: „Leonhard“. Tatsächlich ist Hartl mit Leonhardi aufgewachsen, und er war immer schon, auch als Kind, mit dabei. In seiner Familie lebt diese Tradition seit vielen, vielen Generationen. Die Pflege des Brauchtums ist auch Hartl sehr wichtig, und die Traditionen an seine Kinder weiterzugeben steht für ihn im Vordergrund. Natürlich sind seine Kinder genauso beim Leonhardi-Ritt dabei, wie auch sein Vater.

 

 

Heute hat Hartl den Pferden probeweise das Geschirr angelegt. „Die Pferde müssen sich an das Geschirr und auch an das Bimmeln der Glocken gewöhnen“, sagt er. Das Pferdegeschirr stammt aus dem Jahre 1895, dazu besitzt Hartl noch die Urkunde und den Kaufvertrag. Damals hatten seine Vorfahren einen guten Ochsen nach Ungarn verkaufen können, und von diesem Geld haben sie sich dann ein Leonhardi-Festtagsgeschirr geleistet. Das war schon damals etwas ganz Besonderes. Normalerweise haben die Bauern für Leonhardi ihre gebrauchten Alltags-Pferdegeschirre geputzt und hergerichtet. Das Festtagsgeschirr der Familie Markhauser ist eine echte Rarität.

Grundsätzlich wurden die Geschirre aus Leder hergestellt, um es den Pferden so angenehm wie möglich zu machen. Bbeim Festtagsgeschirr findet man neben viel Messing, auch Symbole.

 

Das rote Schweißtuch „Wenn das Pferd geschwitzt hat, wurde es abgerieben, damit es sich nicht erkältete.“

Der Dachs „Das Dachsfell war ein Symbol für gewonnenes Dachsfett, für die Lederpflege und zum Hufe einschmieren.“

Der Pferdekamm „Der Messingkamm wurde zum Frisieren benutzt.“

 

Die drei Symbole gehören unbedingt zu einem Festtagsgeschirr. Das Geschirr setzt sich aus Spitzkummet und Strängen zusammen. Das Kummet muss dem Pferd richtig passen. Es ist gepolstert und darf nirgends drücken oder scheuern. Es verteilt die Zugkraft sinnvoll auf Brustkorb, Schultern und Widerrist (das ist der erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken). Dadurch wird die volle Zugkraft des Pferdes nutzbar. Das Hintergeschirr ist heute eigentlich nicht mehr üblich, da die Fahrwege besser sind und die Wägen gute Bremsen haben. Früher, wenn es leicht bergab ging, hat man das Pferd mit den Zügeln zurückgenommen, und das Pferd hat den Wagen praktisch mit dem Hinterteil gebremst. Wenn ihr bei uns am Sonntag zur Leonhardi-Fahrt geht, schaut euch doch die verschiedenen Geschirre einmal an und vergleicht.

Leonhardi ist eine Leidenschaft für Hartl. Ihr findet ihn nicht nur bei der Schlierseer Leonhardifahrt. Er ist auch über die Landkreisgrenzen hinweg unterwegs. Aber am schönsten ist es für ihn natürlich in seiner Heimat Schliersee.

 

 

Nachgefragt: Kann jede Gemeinde eine Leonhardi-Fahrt ausrichten? Nein, eine Gemeinde muss eine Leonhardi-Kirche oder Leonhardi-Kapelle besitzen, um einen Leonhardi-Ritt zu veranstalten.

Leonhardi-Ritt Schliersee am 03. November 2019 ab 9:00 Uhr mit Start am Schlierseer Bahnhof

Bundesstraße B307 im Bereich Schliersee von 8:00 – 13:00 Uhr gesperrt

 

Der Anderlbauer am See

Familie Markhauser

Fischhauser Straße 5

83727 Schliersee

https://www.anderlbauer-am-see.de/

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps November 2019: Farbenfrohe Erlebnisse in Schliersee

über dem Nebelmeer die Sonne zu genießen, ist sicher einer der besten Gründe, uns im November zu besuchen. Aber ich möchte Ihnen auch ein ganz besonderes Highlight bei uns in Schliersee ans Herz legen: den Leonhardi-Ritt am 03. November 2019. Leonhardi ist einer der ältesten christlichen Bräuche Bayerns.

Herausgeputzte Rösser, festlich gekleidete Trachtler und feierlich geschmückte Truhenwägen erwarten Sie. Die herbstliche Wallfahrt mit Pferdesegnung beginnt um 9:00 Uhr am Bahnhof in Schliersee. Wie Ihr perfekter Leonhardi-Tag aussehen kann, erfahren Sie bei uns im Schliersee Magazin. 

 

Für einen Schlechtwetter-Tag habe ich einen ganz persönlichen Tipp für Sie. Wir haben in der Vitalwelt Schliersee letzte Woche die Ausstellung „100 Jahre Bockerlbahn Schliersee“ eröffnet.

Tauchen Sie ein in eine aufregende Zeit nach dem Jahrhundert-Föhnsturm am Spitzingsee vor hundert Jahren. Viele große Schwarzweiß-Fotos auf großen Plakatwänden, verschiedene Werkzeuge und sogar original Kleidungsstücke und andere Gebrauchsutensilien aus dieser Zeit können bewundert werden. Auch eine Bildschirmdokumentation sowie ein aktueller TV-Beitrag über den Bockerlbahn-Wanderweg können Sie auf einem großen Bildschirm betrachten. Die gesamte Ausstellung will Ihnen einen Eindruck vermitteln über das Ausmaß der damaligen Naturkatastrophe sowie die damit verbundenen Mühen und mit welcher großartigen Leistung alle Beteiligte bei der Neuhauser Bockerlbahn gearbeitet haben.

Die Bockerlbahn-Ausstellung kann täglich bei freiem Eintritt besucht werden. Ich freue mich über Ihr Feedback. Schicken Sie mir gern eine E-Mail

 

Freuen Sie sich auch schon auf den Winter?

 

Haben Sie Ihren Winterurlaub in Schliersee schon gebucht? Ich kann Ihnen etwas verraten: Wir in Schliersee starten am 30. November mit der Museumsweihnacht am Schlierseer Heimatmuseum in die Weihnachtszeit. Nach dem Besuch auf dem Christkindlmarkt können Sie im Anschluss, im neuen Saal des Heimatmuseums, das Konzert „Advent is a Leucht’n“ besuchen.

Es spielen und singen Christine Horter, Lisa Schöttl und Uschi Bommer ab 19:00 Uhr adventliche Klänge aus der Heimat und aus verschiedenen Ländern der Welt. Die Karten kosten 8 Euro und sind bei uns in der Gäste-Information in der Vitalwelt Schliersee erhältlich. Ich hoffe, Sie lassen sich so von uns schon ein wenig auf die Weihnachtszeit einstimmen.

 

Genießen Sie die letzten schönen Tage in der warmen Herbstsonne und freuen Sie sich mit mir auf einen schneereichen Winter hier bei uns am Schliersee und Spitzingsee.
Ich hoffe, wir sehen uns!

 

P. S.: Kennen Sie schon Sabine Hartmann? Sie ist seit Kurzem in unserem Redaktionsteam vom Schliersee Magazin und nimmt Sie in ihrem ersten Beitrag ganz früh am Morgen mit um den Schliersee.   

 

 

Mathias Schrön Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Mein perfekter Leonhardi-Tag in Schliersee | 03. November 2019

Leonhardi ist einer der ältesten christlichen Bräuche in Bayern. Auch in Schliersee gehört der Leonhardi-Ritt zu den wichtigsten Tagen im Brauchtumsjahr. Eine gute Gelegenheit, echte Schlierseer Tradition zu erleben. Herausgeputzte Rösser, festlich gekleidete Trachtler und feierlich geschmückte Truhenwägen erwarten euch. Sonne ist natürlich die beste Voraussetzung für einen Leonhardi-Ritt, aber auch ein mystischer Novembertag mit Nebelschwaden, der den Blumenschmuck der Pferde und die Trachten der Schlierseer ganz besonders herausstrahlen lässt, kann wunderschön sein.

 

 

Die Schlierseer sind stolz auf ihre Tradition und freuen sich auf viele Besucher.

 

# Tipp 1 Mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen

Die Bundesstraße B307 ist an Leonhardi von 8:00‒13:00 Uhr gesperrt. Wenn ihr mit dem Auto nach Schliersee fahren wollt, müsst ihr früh unterwegs sein. Aber auch vor und nach der Straßensperre ist mit Behinderungen durch Pferdegespanne zu rechnen, die aus den Nachbargemeinden an- und abreisen. Bitte nehmt Rücksicht. Die Pferdegespanne werden immer begleitet, es sind also auch viele Menschen zu Fuß auf der Straße unterwegs. Bitte unternehmt keine gefährlichen Überholmanöver.

Ihr seid zu spät dran, und die Straße nach Schliersee ist bereits gesperrt? Es gibt eine Umleitung durch das Leitzachtal, aber wenn ihr schon in Hausham seid, könnt ihr das Auto auch auf dem P+R-Parkplatz am Bahnhof Hausham oder auf dem Großparkplatz „Glück Auf“ abstellen und entweder zu Fuß nach Schliersee laufen (30 Minuten entlang der Schlierach) oder die BOB nach Schliersee oder Fischhausen-Neuhaus nehmen.

Am besten reist ihr gleich mit der BOB an, denn genau am Bahnhof Schliersee stellt sich der Pferdezug auf, und ihr seid sofort mitten im Geschehen. Schon hier könnt ihr die Pferde und die festlich geschmückten Truhenwägen bewundern. Die Pferdewallfahrt geht am Schliersee entlang auf der Seestraße nach Fischhausen zur Leonhardikirche, wo die Segnung und der Gottesdienst unter freiem Himmel stattfinden. Dort könnt ihr auch eine kleine Brotzeit kaufen (Wiener mit Semmel). Bequem geht die Heimreise dann am Ende des Leonhardi-Tages mit der BOB direkt von Fischhausen-Neuhaus.

Ein besonderes Erlebnis: Mit der Schlierseeschifffahrt zur Leonhardifahrt

Abfahrt Vitalwelt zur Seestraße 9:00 Uhr | Abfahrt Seestraße zur Leonhardifahrt 9:30 Uhr

Rückfahrten ab Fischhausen zum Schlierseer Hof etwa 11:00 Uhr, 11:30 Uhr und 12:00 Uhr (Fahrpreis pro Teilstrecke 3 Euro, Kinder 2 Euro) (https://www.schlierseeschifffahrt.de/)

 

# Tipp 2 Die schönsten Foto-Spots

Die schönsten Foto-Spots sind für mich:

+ Bereits beim Aufstellen des Zuges, da man viel Zeit zum Fotografieren von Details hat

+ Vor dem Bauertheater am Maibaum mit der Kirche St. Sixtus im Hintergrund

+ Bei der Segnung vor der Leonhardikirche in Fischhausen

+ Beim Umritt über das Feld hinter der Kirche

 

# Tipp 3 Nach dem Leonhardi-Umzug ins Wasmeier Museum | Freier Eintritt

Der Leonhardi-Tag ist traditionell der letzte Saisontag im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. An diesem Tag ist der Eintritt frei. Eine gute Gelegenheit für ein Mittagessen im Wirtshaus „Zum Wofen“. Lasst euch mit bayerischen Schmankerln und frisch gebrautem Museumsbier verwöhnen. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist immer einen Besuch wert, und vielleicht kommt ihr auch mit dem einen oder anderen Reiter oder Gespann-Fahrer ins Gespräch, die treffen sich nach dem Umzug nämlich auch alle hier (https://www.wasmeier.de/).

 

# Tipp 4 Nach einem langen Tag an der frischen Luft: In der Sauna erholen und den Stau umgehen

Falls ihr doch mit dem Auto gekommen seid, lasst euch ein bisschen Zeit mit der Rückfahrt. Je später ihr die Heimreise antretet, desto entspannter wird sie. Ein gemütliches Abendessen, etwa im Ratskeller, und ein anschließender Saunabesuch machen den Tag bei uns in Schliersee perfekt. Die Sauna im monte mare Schliersee ist sonntags bis 21:00 Uhr geöffnet (https://www.monte-mare.de/de/schliersee.html).

 

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Die Schlierseer Waschnuss

Nachwachsende Waschmittel aus der Natur

Ja, in Schliersee gibt es die heimische Bio-Waschnuss, nämlich die Waschnuss aus der heimischen Rosskastanie, als ökologische Alternative. Die Nutzung hält die Haut gesund und entlastet die Umwelt. Ihre Verwendung als Naturwaschmittel steckt jedoch noch in den Kinderschuhen, und nicht selten landen diese hochwertigen Waschressourcen ungenutzt auf dem Komposthaufen. Paradoxerweise erfreut sich die weitgereiste indische Waschnuss zunehmender Beliebtheit und wird als natürliche Waschressource importiert. Sie ist eine gute Waschalternative, doch hinterlässt ihre Vermarktung einen tiefen ökologischen Fußabdruck. Deshalb lautet mein Lieblingsspruch bei den Kräuterführungen: „Warum in die Ferne schweifen, wenn das Gute so naheliegt.“

 

 

Der Schliersee hat eine einzigartige Kastanienallee rund um den See. Einfach nur den goldenen Herbst genießen und dabei unsere Waschmittel selbst sammeln. Das hört sich doch gut an.

Die Rosskastanie ist ein alter Kulturbaum und gehört zu den Seifengewächsen. Der Gehalt an 8-15 % Saponinen (8‒15 %) weist eine ähnliche Waschkraft wie die indische Waschnuss auf. Ein Kilogramm getrocknete und pulverisierte Rosskastanie deckt den Jahresbedarf einer Person an Waschmitteln und ersetzt acht Kilogramm an konventionellen Waschmitteln.

Saponine heißen die natürlichen Seifenstoffe in der Rosskastanie. Diese waschaktiven Naturtenside schäumen beim Kontakt mit Wasser, machen das Wasser weich und lösen Fette sowie Verschmutzungen. Allein die Rosskastanie konzentriert in sich um die 30 Saponin-Verbindungen. Charakteristisch für alle Saponine ist ihre reinigende, erweichende, schleimlösende und desinfizierende Wirkung. Jedes Saponin hat aber auch eine spezifische Heilwirkung: So stärken die Aescine (Hauptwirkstoff) in der Rosskastanie Venenwände und sind ganz besonders bei Neurodermitis, Allergien und sensibler Haut sehr gut verträglich.

Die natürlichen Seifenstoffe in der heimischen Waschnuss können universal als Wasch-, Putz- und Reinigungsmittel verwendet werden. Sie lassen sich mehrmals zum Waschen verwenden und sind dadurch besonders sparsam im Gebrauch. Um die Saponine freizusetzen, müssen die Kastanien klein geschnitten oder pulverisiert werden. Je kleiner die Stücke, umso schneller und gründlicher können sich die Saponine auflösen, und umso besser ist das Waschergebnis.

Heute  möchte ich euch gerne zeigen, wie einfach es ist, mit unseren heimischen Schätzen zu waschen.

Man nehme fünf bis zehn frische Kastanien, schneide sie in kleine Stücke, fülle die heimische Waschnuss in kleine Leinensäckchen und gebe sie in die Waschmaschine. Die Temperatur sollte nicht höher als 50 °C sein. Nach dem Waschgang hänge ich das Säckchen zum Trocknen auf, denn es reicht für bis zu drei Waschgänge.

Geeignet ist diese Methode für alle Naturfasern wie Baumwolle, Leinen, Wolle oder Seide. Besonders die Buntwäsche erhält somit lange ihre Farben.

Um auch den Vorrat lagerfähig zu machen, gebe ich die frisch geernteten Rosskastanienfrüchte durch den Fleischwolf und nutze die Restwärme des Backofens zum Trocknen. Anschließend kann das Ganze mit einem Mixer zu Pulver verarbeitet werden. 50 Gramm getrocknetes Rosskastanienpulver mit einem Liter Wasser mischen und in ein Schraubglas geben. Gut schütteln und durch ein Feinsieb filtrieren. Die klare Flüssigkeit wie Flüssigwaschmittel verwenden.

 

 

Viel Erfolg und Spaß mit unserer heimischen Waschnuss wünscht euch das Schliersee Magazin!

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Sabine Hartmann ‒ meine Morgenrunde um den Schliersee!

Servus, ich bin die Sabine und die Neue im Team vom Schliersee Magazin.

Ich bin gebürtige Ingolstädterin, eine waschechte Schanzerin.

Seit über einem viertel Jahrhundert bin ich irgendwie mit Schliersee verbandelt. Das heißt, der Opa meines Mannes lebte schon hier, und so zog es die Generationen immer wieder mit. Was natürlich auch von Vorteil ist, so kann man auch so viel Zeit, wie man hat und möchte, hier am schönen Schliersee verbringen. Und insgeheim denke ich oft: „Irgendwann bleib i moi hier …!“

 

 

Heut nehme ich euch mit zu meiner Morgenrunde. Mit dem Fahrrad zeige ich euch, wo es für mich besonders schön ist. Wobei der Schliersee ja rundherum ein Traum ist. Morgens, wenn er erwacht, noch still und starr ist, kann man beobachten, wie langsam das Leben einkehrt ‒ einfach schön.

 

Kurz über die Straße, und schon bin ich am See.

Schön, wenn man morgens an den Bootshäuschen vorbeikommt und ein wenig weiter an den Weiden den Kühen beim Frühstück zusehen kann. Oft habe ich auch meinen Kaffee dabei und genieße den ersten Schluck in der Morgensonne. Und ja, auch den ersten Joggern und Spaziergängern begegnet man und begrüßt sie mit einen freundlichen „Servus“. Beim Fitnessparcours sind die Liegen schon in der Sonne und laden zum Verweilen ein, was auch ich mache. Besonders mag ich die Luft am Morgen, sie ist herrlich frisch und klar.

Weiter geht’s entlang am See, vorbei am Campingplatz, ein kurzes Stück durch den Wald, und schon ist man am Kurpark. Die ersten Gäste schlendern schon an der Promenade entlang, die Enten frühstücken gemütlich, und unerschrocken und plötzlich grüßt mich freundlich eine Dame mit der Bitte, ich solle doch ein Foto von ihr machen. Natürlich mach ich das gerne, was uns dann auch in ein nettes Gespräch führt.

Beim Bootssteg stehen schon die ersten Wanderer und warten auf das Schiff.

Ich schwinge mich aufs Fahrrad und radle meine letzten Meter Richtung Strandbad. Dort angekommen, verweile ich kurz auf ‚meiner‘ Bank, die ich oft aufsuche, um dort den Ausblick zu genießen.

Dann geht’s wieder heim. Zufrieden von der Morgenrunde, begehe ich den weiteren Tag mit einem frischen Kaffee, und wer weiß, eventuell geh i ja dann nachmittags noch mal um den See.

 

 

Hoffentlich haben euch meine Morgeneindrücke gefallen, und wir lesen uns wieder hier oder sehen uns mal morgens mit einen freundlichen „Servus “oder „Grias di“ am See.

 

Pfiats euch, bis boid

 

 

Sabine Hartmann Sabine Hartmann

Geboren in Ingolstadt als echte Schanzerin. Zweitheimat Schliersee. Naturmensch mit Leidenschaft zur Fotografie

 

 

 

Wanderlust statt Alltagsfrust – ein Werktagsausflug an den Spitzingsee

Herbstzeit ist Wanderzeit, und wenn die Sonne von einem blitzblauen Himmel leuchtet, macht es gleich doppelt so viel Freude. Die Wanderung zur Oberen Maxlraineralm im Spitzingseegebiet ist auch für untrainierte Bergfreunde zu bewältigen und gewährt traumhafte Ausblicke, ein großartiges Alpenpanorama und uriges Hüttenflair.

 

 

Wer mit dem Auto anreist, parkt am besten am kostenpflichtigen Wanderparkplatz neben der Dorfkirche in Spitzingsee. Von dort sind es nur ein paar Meter zur Schranke neben der Gaststätte „Alte Wurzhütte“. Nach dem Passieren der Schranke zweigt nach ein paar Metern eine geteerte Forststraße nach links Richtung Rotwand und Taubenstein ab. Bereits nach ein paar Metern bergauf hat man einen guten Blick hinab ins Tal auf die pittoresken Valepper Almen und die beliebte Albert-Link-Hütte. Nach ca. 30 Minuten erreicht man die Untere Maxlraineralm, die nicht bewirtschaftet ist.

Unmittelbar danach biegt nach rechts ein Weg zur Oberen Maxlraineralm ab. Die schmale Schotterstraße schlängelt sich durch lichten Hochwald und offenbart zwischen den Bäumen immer wieder grandiose Aussichten auf die umliegenden Berggipfel und Almwiesen. Der ausgebaute Weg endet an der Talstation eines kleinen Skilifts unterhalb des mächtigen Taubenstein-Gipfels. Ab hier sind Trittsicherheit und festes Schuhwerk gefordert! Neben dem steilen Wiesenhang führt ein unbefestigter Pfad über Wurzelwerk und verstreute Felsbrocken durch den schattigen Bergwald bis knapp unterhalb der Hütte.

Die Obere Maxlraineralm ist ganzjährig geöffnet und bietet ihren Gästen ein gemütliches Ambiente mit großer Sonnenterrasse und allerlei kulinarischen Schmankerln. Wer länger bleiben möchte, kann sich eines der gemütlichen Gastzimmer im Dachgeschoss reservieren.

Auf rund 1.500 Metern Höhe präsentiert sich ein Ausblick, der in den Oberbayerischen Alpen seinesgleichen sucht: Wie Perlen auf einer Schnur reihen sich die Alpengipfel aneinander, und an klaren Tagen reicht die Sicht Richtung Süden bis zum Gipfel des Ortler in Südtirol und Richtung Westen bis zur Zugspitze.

Wer nach der rund eineinhalbstündigen Wanderung noch nicht genug hat, kann von der Maxlraineralm aus noch zahlreiche weitere Touren ins Rotwandgebiet oder auch zum Gipfel des Taubensteins unternehmen.

Allen anderen empfiehlt sich die Talfahrt mit der nostalgischen Taubenstein-Kabinenbahn, deren Bergstation von der Alm aus in etwa zehn Gehminuten zu erreichen ist.

 

 

Obere Maxlraineralm

Matthias Schmidlin

Obere Maxlraineralm 1

83727 Spitzingsee

matthias_schmidlin@yahoo.com

Mobil: 0172/600 30 29

Tel.: 08026/7382

www.obere-maxlraineralm.de

 

Wandertipps im Netz:

https://www.hoehenrausch.de › huetten › obere-maxlraineralm

https://planetoutdoor.de/touren/wandern/obere-maxlraineralm

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Knieschonendes Wandern in den Schlierseer Bergen – Tipps von unserem Gästeführer Wolfgang Haas

Beim Wandern bei uns in den Schlierseer Bergen geht es immer wieder bergauf und bergab. Das kann eine große Belastung für die Knie sein. Hier drei Tipps von unserem Gästeführer Wolfgang Haas, wie ihr eure Knie entlasten könnt und so mehr Spaß an der Bewegung im Freien haben werdet.

 

 

#1 Die Bergbahn ins Tal nehmen

Das Bergaufgehen ist für die Knie eher unproblematisch. Ihr könnt also eure Knie ganz einfach entlasten, indem ihr einen Gipfel in der Nähe einer Bergbahn wählt und bergab mit dem Sessellift oder der Gondel fahrt. Bei uns in Schliersee gibt es die Schliersbergbahn, die Taubenstein-Kabinenbahn und die Stümpflingsesselbahn. Unbedingt schon vorher die Tour genau planen und die Betriebszeiten der Bergbahnen beachten. Alternativ könnt ihr eine Route wählen, die anspruchsvoll im Aufstieg und gemütlicher im Abstieg ist. Wählt den spannenden Bergpfad hinauf und die „langweilige“ Forststraße hinunter. Eure Knie werden es euch danken.

#2 Wanderstöcke benutzen

Wanderstöcke entlasten nicht nur eure Knie, sie helfen euch auch, das Gleichgewicht zu halten, und unterstützen die Wirbelsäule und die Muskulatur. Die Wanderstöcke werden gleichzeitig vorne aufgesetzt, das entlastet eure Kniegelenke. Denkt daran, die Länge der Wanderstöcke anzupassen ‒ je nachdem, ob ihr bergauf oder bergab geht. Wir haben zwei Fachgeschäfte in Schliersee, die euch gerne beim Wanderstock-Kauf beraten.

Intersport Berauer in Schliersee

Smartino in Neuhaus

#3 Wahl der richtigen Bergschuhe und Gehtechnik

Die Wahl der Bergschuhe ist entscheidend. Im Idealfall sind die Schuhe gut gedämpft. Hier kann auch eine entsprechende Einlage helfen. Einen besseren Halt für Fuß und Bein geben die richtigen Wanderstrümpfe. Lasst euch in einem unserer Fachgeschäfte beraten, wir haben drei kompetente Ansprechpartner in Schliersee.

 

 

Intersport Berauer in Schliersee

Schuhhaus Riepl in Schliersee

Smartino in Neuhaus

TIPP: Denkt daran, die Schuhe auf kürzeren Strecken einzulaufen, bevor ihr euch auf eine mehrstündige Wanderung macht.

Auch die richtige Gehtechnik ist entscheidend. Mit der Verlagerung des Körperschwerpunkts nach vorne beim Bergaufgehen könnt ihr den Gang stabilisieren und so auch die Knie entlasten. Bergab solltet ihr euch auch leicht nach vorne beugen – in Richtung Tal. Das Gewicht liegt so auf der kompletten Fußsohle. Zuerst solltet ihr mit der Ferse aufsetzen und dann den ganzen Fuß abrollen. Die Knie solltet ihr nicht durchdrücken, sondern das Gewicht mit den Oberschenkeln abfangen.    Macht lieber kurze Schritte als lange. Das gibt außerdem zusätzliche Stabilität.

TIPP: Je schwerer der Rucksack, desto mehr werden eure Knie belastet. Nehmt wirklich nur das Wichtigste im Rucksack mit.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Von Schwabing an den Schliersee: „entspannbar“ bietet Massagen, die berühren

Wer Entspannung sucht, wird am Waldesrand in Schliersee-Neuhaus fündig. Ganz am Ende der Krettenburgstraße – dort, wo viele Wanderer ihren Aufstieg zur Brecherspitz beginnen, steht ein kleines, feines Häuschen: die „entspannbar“. Was von außen anmutet wie ein besonders elegantes Gartenhäuschen, birgt im Inneren weder Rasenmäher noch Heckenschere. Vielmehr steht eine Massageliege inmitten des hellen und mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Raums. Seit April bietet Monika Mangold an diesem besonderen Ort „Massagen, die berühren“ an.

 

 

Monika Mangolds Massagepraxis begann mit einer Krise: Die gebürtige Münchnerin war als gelernte Arzthelferin lange Jahre in einem medizinischen Labor, dann bei einer Krankenversicherung und später bei einer großen Rückversicherung tätig. Doch irgendwann stellte sie fest: „Ich war schon lange nicht mehr glücklich im Großkonzern. Ich wollte nicht mehr an den Schreibtisch!“

 

Vom Schreibtisch an die Massageliege

Die Entscheidung für ihre heutige Passion, Entspannungs- und Wohlfühlmassagen, fiel nach einem Auslandsaufenthalt in Singapur. „Mein Mann und ich kehrten nach zwei Expat-Jahren nach München zurück. Gutes Essen, wenig Bewegung bei dem heißfeuchten Klima – wir waren total unsportlich, kamen schnell aus der Puste.“

 

Monika Mangold schenkte ihrem Mann einen Personal Trainer, schon bald fanden die beiden Eheleute Gefallen an den Laufeinheiten in Münchens Grüngürteln: „Wir haben ganz klassisch mit Pulsuhr laufen gelernt. Ich habe alle Infos aufgesaugt wie ein Schwamm. Am Ende jeder Einheit waren wir völlig k. o., aber super glücklich!“

 

Die heilende Kraft der Berührung

Die neu entdeckte Freude an der Bewegung und Entspannung führte Monika Mangold 2006 zu einer Ausbildung als geprüfte Wellness-Trainerin an die Paracelsus-Schule in Rosenheim: Klassische Massage, Fußreflexmassage und Entspannungstechniken wie etwa progressive Muskelentspannung nach Jacobson standen auf dem Stundenplan. „Wir haben auch Klangschalen- und Hot-Stone-Massage gelernt, aber das war nicht mein Ding“, sagt Monika Mangold. „Meine Leidenschaft galt von Anfang an der klassischen Massage – später erweitert durch Fortbildungen in hawaiianischer Massagekunst und Faszienmassage. Eine gute Massage braucht keinen Wellness-Schnickschnack.“

 

Schon bald war Monika Mangold klar: „Ich mache mich selbstständig!“ Schließlich habe einer ihrer allerersten Sätze als Kind gelautet: „Monika selber kann‘s! – Aussagen wie ‚Geht nicht‘ oder ‚Gibt’s nicht!‘ treiben mich auf die Palme.“ Mit Entschlossenheit und Durchhaltevermögen nahm Monika Mangold die anfänglichen Hürden, als sie 2008 die „entspannbar“ gründete.

 

Individuelle Wohlfühlmomente

„Innerhalb unserer Ausbildung sollten meine Kollegen und ich unsere Zukunft aufzeichnen: Die anderen haben Bilder von Sonne und Palmen gemalt. Ich zeichnete einen Grundriss auf meinen Zettel: ein Kunde, ein ganzes Studio.“ Das Konzept für die „entspannbar“ war geboren. Denn die kleine, feine Massagepraxis bietet individuelle Wohlfühlmomente: „Selbst, wenn ich in einen Fünf-Sterne-Wellness-Bereich gehe, dann weiß ich: Alle anderen sitzen auch da. Wo bleibt da die Exklusivität? Meine Kunden wissen, dass sie die ‚entspannbar‘ ganz für sich haben und ich mich ganz und gar auf sie konzentriere, dass dieser Moment nur für sie da ist.“

 

Terminstress ade, ankommen und entspannen

Ob Schulter-Nacken, ganzer Rücken, Fußreflex oder vom Kopf bis zu den Zehen: Wer für 60 Minuten Massage kommt, bleibt schon auch mal deutlich länger bei Monika Mangold: „Meine Kunden bekommen nach der Massage eine Tasse Tee, und auch für eine Plauderei ist immer Zeit. Im Sommer steht ein Liegestuhl neben der Hütte, und wer mag, kann die Massage mit Blick in den Wald nachwirken lassen.“ Die ruhige, fast verwunschene Lage am Waldesrand von Schliersee-Neuhaus sorgt dabei für einen zusätzlichen „Kopf-frei-Effekt“.

 

Auf Wunsch zelebriert Monika Mangold ihre Massagen auch in der hawaiianischen „Lomi Nui“-Tradition: „Die Massagegriffe sind fließend, und ich arbeite nicht ganz so kräftig wie bei der klassischen Massage. Weil sowohl die Massageliege als auch das Massageöl angewärmt werden, ist das gerade in der kalten Jahreszeit eine Wohltat“, erklärt Monika Mangold.

 

Nicht nur toll, sondern auch tragfähig

Bei all der Liebe zu den schönen, entspannten Momenten des Lebens – Monika Mangold ist eine, die gerne den Überblick behält: Ihr erstes Ladenlokal in Schwabing war keine Bauch-, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung: „70 Quadratmeter in zentraler Lage – da habe ich erst mal ausgerechnet, was ich verdienen muss, damit ich das stemmen kann.“ Geholfen habe ihr, dass sie Jahre zuvor bereits ein IHK-Abendstudium in Betriebswirtschaft abgeschlossen habe: „Bei aller Leidenschaft für Massagen, bin ich vor allem Unternehmerin und muss kaufmännisch denken und handeln.“

 

Das Wissen aus ihrer Gründungsphase gibt die Geschäftsfrau heute auch an andere weiter. Mit „entspannbar consulting“ begleitet sie Einzelunternehmer in der Gesundheits- und Wellness-Branche, die ihr Unternehmen auf- und ausbauen wollen. „Gemeinsam überprüfen wir, ob eine Geschäftsidee nicht nur toll, sondern auch tragfähig ist. Wir schauen auf alles, was es braucht, um erfolgreich zu sein.“

 

Am Schliersee machte es „pfffffft …“

Beinahe zeitgleich mit dem beruflichen Neuanfang fanden Monika Mangold und ihr Mann 2006 das Grundstück in Schliersee-Neuhaus – ein echter Zufallstreffer! Beim Besichtigungstermin standen sie vor einem urigen, eingewachsenen Häuschen mit verwildertem Garten und verliebten sich in den Platz am Waldesrand: „Ruhig, gute Luft, wir haben uns hier sofort sauwohl gefühlt.“ Über die Jahre wurde ihr Rückzugsort dann mehr als ein Wochenenddomizil: „Jedes Mal, wenn ich nach Schliersee rausgefahren und am Bahnhof in die Waldschmidtstraße abgebogen bin, hat es innerlich ‚pfffffft‘ gemacht. Das war ein Gefühl von Erleichterung, von Druck rauslassen.“

 

Kundenurteil: Sehr ‚entspannbar‘!

Heute stehen auf dem Grundstück in der Krettenburgstraße ein modernes Holzhaus und Monika Mangolds „entspannbar“: „Wenn ich oben am Fenster stehe und auf das kleine Häuschen schaue, dann weiß ich: Ich hab alles richtig gemacht“, freut sich Monika Mangold. Seit April dieses Jahres leben sie und ihr Mann fest in Schliersee-Neuhaus. Neben Touristen und Gästen aus der Gemeinde kommen auch ehemalige Kunden aus München zur Massage: „Die finden’s super hier in Schliersee. Im wahrsten Sinne des Wortes: sehr entspannbar!“

 

Yoga „ohne Schnickschnack“

In Zukunft möchte die Neu-Schlierseerin ihre Marke noch ganzheitlicher denken: Schon im Angebot ist Einzelunterricht in Yoga – „ohne Schnickschnack und für Menschen, die sich auf sich selbst konzentrieren wollen“. Dazu besucht Monika Mangold ihre Kundinnen daheim, denn: „Ich finde: Du brauchst eine gewisse Ruhe, um zu dir selbst zu kommen.“

 

Speziell für „griffige“ Figuren hat Monika Mangold eine eigene Yoga-Bekleidungslinie entwickelt – und spricht derzeit mit möglichen Partnern über deren Umsetzung. „Ich gehe bei allem, was ich mache, davon aus: Wenn ich selbst Kunde wäre, wie möchte ich behandelt werden, was würde mir gefallen? Mein Beruf ist für mich immer auch Berufung.“

 

 

entspannbar® ‒ Massagen, die berühren
Monika Mangold
Krettenburgstraße 17a
83727 Schliersee

 

Tel.: 0174/318 93 06
E-Mail: willkommen@entspannbar.com
Web Massagepraxis: https://www.entspannbar.com
Web Beratung: https://www.entspannbar-consulting.com

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.