Über das Sagfleckl zur Baumgartenschneid (1.448m)

Die Wanderung auf die Baumgartenschneid (1.448 m) zählt zu den abwechslungsreichsten Touren rund am Schliersee. Ausgangspunkt ist der Wanderparkplatz am Hennererhof auf etwa 800 Metern Höhe. Gäste mit Gästekarte parken hier kostenlos. Für alle anderen kostet die Tageskarte 6 Euro, vier Stunden – für diese Tour in der Regel ausreichend – 2 Euro. Alternativ kann die Wanderung direkt am Bahnhof Schliersee begonnen werden, wodurch sich Strecke und Höhenmeter entsprechend verlängern.

Vom Parkplatz führt der Prinzenweg in Richtung Westen. Der Forstweg ist zunächst gut begehbar, weist jedoch später ab der Abzweigung zum Sagfleckl immer wieder wurzelige und schmalere Passagen auf. Eine gewisse Trittsicherheit ist daher erforderlich. Für kleinere Kinder ist die Tour nur bedingt geeignet, da insbesondere im weiteren Verlauf steilere und ungesicherte Abschnitte folgen und auf dem Weg zum Gipfel keine Einkehrmöglichkeiten vorhanden sind.

Über das Sagfleckl auf rund 1.180 Metern wird das Gelände alpiner. Hier nimmt die Steigung spürbar zu, der Steig wird schmäler und führt in mehreren Kehren bergauf. Insgesamt sind vom Hennererhof bis zum Gipfel rund 650 Höhenmeter zu überwinden. Die reine Gehzeit beträgt je nach Kondition etwa drei Stundem für Auf- und Abstieg.

Der Gipfel der Baumgartenschneid bietet ein weites Panorama über den Schliersee und die umliegenden Voralpen. Von hier aus bestehen mehrere Möglichkeiten zur Tourenerweiterung: Der Übergang zum Riederstein ist ebenso möglich wie der Abstieg in Richtung Galaun und weiter nach Tegernsee. Auch die Kreuzbergalm sowie die Gindelalm können in die Route eingebunden werden; beide Almen sind in den Sommermonaten bewirtet.

Die Tour eignet sich gut für Wanderfreunde und ist auch mit bergerfahrenen Hunden problemlos machbar. Festes Schuhwerk wird aufgrund der teils steilen und wurzeligen Abschnitte dringend empfohlen.

Nach der Rückkehr bietet sich insbesondere am Wochenende eine Einkehr im Café am Hennererhof an. Zudem können im hofeigenen Laden regionale, selbst hergestellte Produkte wie Nudeln, Sirups oder Marmeladen erworben werden. Die Wanderung verbindet sportliche Herausforderung mit aussichtsreichen Gipfelblicken und vielseitigen Erweiterungsmöglichkeiten – ein Klassiker im Schlierseer Wandergebiet.

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Schlierseer Februar-Rückblick: Winter und Frühling zugleich

Der Februar in Schliersee war besonders abwechslungsreich. Wenn du jetzt zurückdenkst, fühlt es sich fast so an, als hätten wir mehrere Jahreszeiten und ganz unterschiedliche Stimmungen in nur vier Wochen erlebt. Los ging es mit vielen kleinen Faschingsveranstaltungen. Weiberfasching im Terofal: Besonders schön war der Weiberfasching im Gasthof Terofal. Mit großartiger Band und fantasievollen Kostümen war die Stimmung einfach mitreißend. Und wer nicht dabei war, sollte sich den Termin fürs nächste Jahr unbedingt vormerken. Es lohnt sich. Weiberfasching im Terofal 2026

Auch die Party „Fantastische Zirkuswelt“ der Gäste-Information Schliersee zusammen mit dem TSV Schliersee am Rosenmontag war wieder grandios. Am Bahnhofsvorplatz unterhielt die Band Schliersee Brass mit Stimmungsblasmusik. Clowns, Tiere, Dompteure, ein Billettl-Abknipser und sogar zwei Zirkusdirektoren sorgten für echtes Zirkusgefühl, bevor die Faschingsfreunde in einem kleinen Umzug gemeinsam hinunter zum Sportplatz weiterzogen. Dort wurde ausgelassen weitergefeiert.

Kaum war der Fasching vorbei, meldete sich der Winter eindrucksvoll zurück. Ein Spaziergang um den Spitzingsee ist im Winter immer ein Highlight. Aber wenn es frisch geschneit hat, ist es besonders schön. Grödel an und los geht’s. Auch unten in Schliersee ist es noch einmal alles richtig weiß geworden. Im Kurpark habe ich sogar einen kleinen Buben auf Skiern gesehen.

 

Traditionelles Biikebrennen im Schlierseer Ratskeller: Eine besonders schöne Veranstaltung war auch heuer im Februar wieder das Biikebrennen im Schlierseer Ratskeller. Als am 21. Februar das Biikefeuer im Biergarten brannte, wehte für ein paar Stunden ein Hauch von Nordsee durch Schliersee. Chefkoch Michael, der von Sylt kommt, kennt die Tradition aus seiner Heimat. „Auf Föhr heißt es immer, die Biike sei höher als auf Sylt. Aber wir sind hier auf 770 Metern und feiern damit das höchste und südlichste Biikebrennen Deutschlands. Und natürlich gehört ein klassisches Grünkohlessen dazu.“ Zum Grünkohl gab es ganz klassisch Kassler, Kochwurst, Schweinebauch, Bratkartoffeln und Senf und es hat einfach hervorragend geschmeckt. Ein Stück norddeutsche Tradition, das auch bei uns in den Bergen seinen ganz eigenen Reiz hat.

Und dann, fast wie ein Versprechen, kamen in der letzten Februarwoche plötzlich die ersten Frühlingstage. Die Sonne hatte Kraft und die Temperaturen kletterten weit nach oben. Vielleicht hast du dich auf eine Bank gesetzt und einfach nur die Wärme genossen? Nach Regen, Schnee und Frost fühlten sich diese Tage wie ein kleiner Vorgeschmack auf das an, was bald kommt. Die ersten Blümchen im Schlierseer Kurpark kannst du schon jetzt entdecken.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Gemeinsam durch den Januar in Schliersee – ein Rückblick

In den vergangenen Wochen war rund um Schliersee viel los. Viele kleine und größere Ereignisse haben wir vom Schliersee Magazin zeitnah auf Social Media begleitet. Damit nichts verloren geht und du nichts verpasst, fasse ich sie hier gesammelt zusammen.

Mit dem Anbaden am 1. Januar 2026 am Campingplatz Schliersee begann das neue Jahr mutig und gemeinschaftlich. Bei eisigen Temperaturen wagten zahlreiche Teilnehmer den Sprung ins kalte Wasser. Redakteurin Silke war dabei: https://youtube.com/shorts/mjCuSC99Ugk

Am 3. Januar habe ich Günther am Pfannilift besucht. Perfekt für die ersten Schwünge im Schnee und mit herrlichem Ausblick auf den Schliersee.

Der Lift ist derzeit am Nachmittag geöffnet. Weitere Informationen gibt es unter https://www.maier-schmotz.de/skilift

 

Auch überregional war Schliersee präsent. Am 5. Januar startete die neue Rekordstaffel der Landarztpraxis mit neuen Gesichtern. Viele Zuschauer kannten die ersten beiden Folgen bereits von der Fan-Premiere im November hier bei uns im Schlierseer Bauerntheater. Täglich unter der Woche um 19:00 Uhr auf Sat.1 oder als Stream bei Joyn!

Ein besonderer Höhepunkt folgte am 6. Januar mit dem Neujahrsempfang im Rathaus Schliersee. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer lud an Heilig Drei König zum Austausch ein. Für ihn war es der letzte Neujahrsempfang nach fast zwanzig Jahren im Amt. Mit der Sixtusnadel der Gemeinde wurden Ilse Faltermeier und Margot Wolf für ihr langjähriges Engagement in der Nachbarschaftshilfe ausgezeichnet.

Vielen Dank auch an die Sternsinger. Mit viel Einsatz sammelten sie fast 6000 Euro unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und brachten den Segen in viele Häuser.

Sportlich wurde es am 17. Januar beim Eisstock-Gemeindepokal im Natureisstadion Freudenberg. 19 Teams aus Schliersee traten gegeneinander an. Die Gemeinde Schliersee verteidigte ihren Titel erfolgreich und alle feierten anschließend gemeinsam im Ratskeller Schliersee.

 

Am 22. Januar stand noch einmal die Sicherheit im Mittelpunkt. Am Schnapperbeach übten die Wasserwacht Schliersee, die Wasserwacht Miesbach und die Feuerwehr Schliersee gemeinsam den Ernstfall auf dem Eis. Vielen Dank für den interessanten Einblick in eure ehrenamtliche Arbeit für uns alle!

Ich habe die Schlierseer Wasserwacht zusätzlich Mitte Januar auf der Wachstation besucht und über die gefährliche Eislage berichtet. Der Beitrag ist hier zu finden:
https://magazin.schliersee.de/schliersee-gefaehrliche-eislage/

Ich bin gespannt auf dein Feedback. Je nachdem, wie der Rückblick ankommt, werden wir solche Monatszusammenfassungen künftig regelmäßig im Schliersee Magazin veröffentlichen. Schreib mir gerne eine E-Mail: magazin@schliersee.de

 

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Wenn die Pisten leuchten: Nachtskilauf am Spitzingsee

Gestern Abend war ich beim Nachtskilauf am Spitzingsee und ich kann dir gleich sagen: Das ist Wintersport mit ganz besonderem Zauber. Heute um 18:30 Uhr geht es wieder los!

Schon die Auffahrt mit der Stümpflingbahn fühlt sich im Dunkeln fast magisch an. Lautlos schwebst du nach oben, während unter dir die Lichter kleiner werden und über dir mit etwas Glück die Sterne funkeln. Danke an dieser Stelle auch für den netten Ratsch im Lift. Oben angekommen wartet die bestens präparierte, rund zwei Kilometer lange Abfahrt, die im Licht der Flutlichtanlage regelrecht leuchtet. Die Pisten waren griffig und in sehr gutem Zustand. Die Stimmung war richtig cool. Viele junge Leute, kleine Gruppen und eine entspannte Atmosphäre machten den Abend zu einem echten Erlebnis. Für eine kleine Pause trifft man sich ganz automatisch an der Schirmbar der Lyra-Alm direkt an der Talstation. Ein heißer Drink, gute Gespräche und der Blick auf die beleuchtete Piste gehören hier einfach dazu und runden den Abend perfekt ab.

Der Nachtskilauf der Alpenbahnen Spitzingsee findet immer donnerstags und freitags statt. Informiere dich vorab am besten über aktuelle Schneeverhältnisse, Öffnungszeiten und Preise unter:
https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/

Das könnte dir gefallen: Wenn du jetzt Lust bekommen hast, solltest du dir Mittwoch, den 21. Januar 2026, unbedingt vormerken. An diesem Abend findet am Stümpfling ein ganz besonderes Nachtskilaufen statt. Gemeinsam mit funktionelles.de lädt SLYRS zu einem exklusiven Event ein, das Genuss, Action und soziales Engagement verbindet.

Dich erwartet ein SLYRS Tasting direkt am SLYRS Mountain Lager, Drinks und Brotzeit an der Schirmbar sowie Oakley mit aktueller Goggle-Kollektion vor Ort. Auch die Bergwacht Schliersee ist mit dabei. Das Highlight des Abends ist der wohltätige Zweck: Die gesamten Ticketeinnahmen gehen an die Bergwacht Schliersee. Mit deinem Beitrag unterstützt du die Anschaffung neuer Skihelme und Oakley-Goggles, die die Sicherheit der Einsatzkräfte im Winterdienst entscheidend verbessern.

Tickets bekommst du in der SLYRS Destillerie oder auf funktionelles.de. Die Plätze sind begrenzt, deshalb gilt: First come, first serve.
Ticket online kaufen: Smartino Nachtskifahren am Stümpfling/Spitzingsee am 21.01.2026 | Wachs & Skipflege | Wintersportausrüstung | Ausrüstung

Bitte beachte, dass du zum Nachtskilauf nicht mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen kannst.

Judith Musterfrau

Judith Weber

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Schliersee: Gefährliche Eislage

Als ich heute Morgen zur Wachstation der Wasserwacht Schliersee komme, sieht das Eis nicht mehr so gut aus wie noch vor ein paar Tagen. Der See taut sichtbar. Ich sehe dunkle Stellen, feuchte Flächen, erste Aufbrüche. Das Eis ist schneebedeckt. Genau das ist besonders gefährlich. Deshalb hat die Wasserwacht Schliersee an diesem Wochenende Bereitschaft.

Wenn das Eis in Schliersee trügt

Am Steg erklärt mir Wasserwacht-Vorstand Alexander Grahammer die aktuelle Lage. Das Eis sei derzeit sehr unsicher. Es gebe Löcher im See, viele davon durch Schnee verdeckt. Man könne nie sicher sagen, wo das Eis trägt und wo nicht. Eis gefriert nicht überall gleich. Strömungen, Quellen und unterschiedliche Wassertiefen sorgen dafür, dass sich die Tragfähigkeit innerhalb weniger Meter stark verändern kann. Wer hier einen Schritt wagt, geht ein unkalkulierbares Risiko ein.

Auch wenn es in den kommenden Tagen wieder kälter werden sollte, bleibt diese Unsicherheit bestehen. Auf dem Schliersee kannst du dir nie ganz sicher sein. Eine scheinbar geschlossene Eisfläche bedeutet keine Sicherheit. Das Eis verändert sich ständig und trägt nicht gleichmäßig. „Man ist schneller eingebrochen, als man meint“, erinnert Alexander. Genau deshalb ist der Appell eindeutig. Geh bitte nicht aufs Eis. Auch dann nicht, wenn es wieder mehr friert.

Was tun, wenn jemand einbricht?

Vize-Vorstand Thomas Schaffarzyk erklärt mir, was im Ernstfall zählt. Wenn man selbst einbricht, ist das Wichtigste, Ruhe zu bewahren und zu versuchen, wieder aus dem Eis herauszukommen. Auf keinen Fall sollte man unter dem Eis tauchen. Der Weg zurück nach oben ist nicht mehr zu finden und lebensgefährlich. Siehst du, dass jemand ins Eis eingebrochen ist, gilt eine klare Regel. Abstand halten und sofort den Notruf über die 112 absetzen. Versuche niemals, selbst aufs Eis zu gehen, um jemanden zu retten. Die Gefahr einzubrechen, ist viel zu groß.

Tipp: Schlierseer Natureisstadion Freudenberg

Gerade weil der Wunsch nach Wintererlebnissen verständlich ist, nutze ich die Gelegenheit für einen wichtigen Hinweis. Wenn du Schlittschuh laufen möchtest, geh bitte ins Natureisstadion. Stefan öffnet es derzeit täglich und richtet das Eis für dich her. Dort kannst du sicher deine Runden drehen. Da es ein Natureisstadion ist, kann natürlich nur bei entsprechender Witterung geöffnet werden. Immer aktuell erfährst du auf Instagram, ob Stefan Eis machen kann.

Zum Abschluss erzählt mir Jugendleiterin Isabella Britze von der Jugendarbeit der Wasserwacht. Kinder und Jugendliche lernen hier nicht nur Schwimmen und Rettungstechniken, sondern auch Verantwortung, Teamgeist und Respekt vor dem Wasser. Wir haben schon ausgemacht, dass wir uns im Sommer noch einmal treffen. Dann mit den Kindern und Jugendlichen. Da siehst du mehr von der Arbeit, die oft im Hintergrund passiert, aber die Grundlage für alles ist, was im Ernstfall zählt. „Wir sind das ganze Jahr sind 24/7 für dich da!“, betont der technische Leiter der Schlierseer Wasserwacht, Tobias Schaffarzyk.

Mehr Informationen: Wasserwacht Schliersee – Ortsgruppe der Wasserwacht Bayern

 

Vielen Dank, liebe Schlierseer Wasserwacht für eure ehrenamtliche Arbeit für uns alle!

 

 

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Hohenwaldeck-Runde

Heute ist dein Herbsttag in Schliersee. Die Luft ist klar, das Licht weich und warm. Viele Bäume haben schon ihr Laub verloren, doch die wenigen Kronen mit Restblättern leuchten jetzt umso intensiver. Nutze diese Tage, bevor der erste Schnee kommt, für eine kleine Wanderung.

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Hohenwaldeck-Runde

Starte am Unterleiten-Parkplatz und gehe über die Teerstraße zur Oberleiten und weiter über die Almwiesen in Richtung Hohenwaldeck. Ich bin erst nach Mittag unterwegs. Das ist erstmal kein Problem, da die Sonne herrlich die Almwiesen anleuchtet. Im Wald wird es schattig und der Pfad steigt stetig an, bevor er dann am Hang entlangführt. Du solltest hin und wieder stehen bleiben und zurückschauen, denn zwischen den Ästen blitzt immer wieder Schliersee durch. Dann erreichst du die Burgruine Hohenwaldeck. Sie wurde vor einem Jahr nach einer längeren Sanierungsphase wiedereröffnet und auch die Informations-Tafeln, die Geschichte erklären und Geschichten erzählen, stehen nun. Es ist spannend ein wenig in die Geschichte einzutauchen. Plötzlich zieht Nebel durch die Bäume. Die herrliche Novembersonne scheint nur noch auf die Kirche St. Martin in Westenhofen. Das Lichtspiel ist vom Aussichtspunkt besonders schön anzuschauen. Der mystische Nebel in den Bäumen passt zur Burgruine. Der Abstieg nach Fischhausen ist steil, deshalb sind feste Schuhe sind Pflicht. Mit Stöcken gehst du entspannter und sicherer, besonders wenn feuchtes Laub die Wurzeln verdeckt. Unten gehst du am See entlang zurück nach Schliersee. Die Dämmerung kommt schneller als gedacht. Pack dir eine kleine Stirnlampe ein, wenn du wie ich erst nach Mittag losgehst.

Und nimm dir eine Brotzeit mit. Ich habe diesmal bei Cristian im Jennerwein am Schlierseer Bahnhof belegte Semmeln gekauft und sie am Aussichtspunkt an der Hohenwaldeck mit Blick über den Schliersee gegessen. In der Natur schmeckt eine Brotzeit doch immer besonders gut. Dazu am besten ein heißer Tee oder Kaffee aus der Thermosflasche.

In Zahlen: Du kommst auf etwa sechs Kilometer, rund 250 Höhenmeter und ungefähr zweieinhalb Stunden Gehzeit mit Fotostopps. Diese Runde verbindet Almwiesen, einen Waldpfad über Wurzeln, eine Prise Geschichte und den Uferweg am Schliersee.

Judith Musterfrau

Judith Weber

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Zehn Jahre Schliersee Magazin: Geschichten für Urlaubsgäste und Einheimische

Zum 10-jährigen Jubiläum unseres Schliersee Magazins habe ich mit unserer Redakteurin Judith gesprochen, stellvertretend für das gesamte Redaktionsteam. Vor zehn Jahren wurde das Magazin von der Gäste-Information Schliersee entwickelt. Was ursprünglich als Angebot für unsere Gäste gedacht war, ist heute auch für viele Einheimische eine feste Adresse im Netz.

Judith, wenn du auf zehn Jahre Schliersee Online-Magazin zurückblickst: Welche Artikel oder Online-Projekte sind dir bis heute am meisten im Kopf geblieben und warum?

Besonders hängen geblieben ist mir der Artikel „Almbutter von der Oberen First“. An diesem Drehtag war ich von Anfang an dabei: erst beim Melken, dann beim Buttern. Zum Abschluss habe ich mit Margareth auf der Oberen First bei einer Brotzeit die frische Almbutter genossen. Überhaupt bedeuten mir alle Geschichten viel, in denen es um Traditionen und Landwirtschaft in Schliersee geht. Sehr gerne denke ich aber auch an das Skijöring zurück, über das ich zweimal berichten durfte. Trotzdem wäre es nicht richtig, mich auf ein Thema zu begrenzen, weil ich über so viele unterschiedliche und spannende Menschen und Dinge berichten durfte. Mein Jubiläums-Reel von A – Z zeigt die große Bandbreite. Gerade diese Vielfalt macht für mich den Reiz am Schliersee Magazin aus. Als Projekt ist auf jeden Fall der Online-Adventskalender für mich etwas Besonderes. Er hat mir noch mehr Freiheit gegeben, mir selbstständig die Themen zu erarbeiten und die Adventskalendertürchen mit Leben zu füllen. Heuer schon zum siebten Mal.

Wie hat sich deine Arbeit als Redakteurin in diesen zehn Jahren verändert, zum Beispiel durch neue Technik und Social Media?

Seit Ende 2016 hat sich meine Arbeit stark verändert. Damals haben wir begonnen, zu den Artikeln vermehrt Videos zu produzieren. Nach und nach sind aus Beiträgen mit Text und Fotos Beiträge geworden, zu denen fast immer auch ein Video gehört. Mein erstes Video habe ich im Schlierseer Strandbad gedreht. Wir posten die Artikel auf Social Media, was oft große Reichweiten bringt. Ich mache gerne Fotos und ich schreibe auch sehr gerne Texte, aber Videos mache ich am liebsten. Sobald ich von einem Videodreh nach Hause komme, setze ich mich ans Laptop und schneide, einfach weil ich es gerne mache.

Inzwischen begleitest du das Schliersee Magazin seit zehn Jahren. Wie hat sich das Magazin in dieser Zeit entwickelt?

Unser erstes Redaktionsmeeting fand vor zehn Jahren im Forum der Vitalwelt statt. Damals hatten die Ideengeber des Schliersee Magazins, Kuramtsleiter Mathias Schrön sowie Daniel und Karl, in die Gäste-Information eingeladen. Ich bin seit diesem ersten Treffen dabei und habe Schritt für Schritt miterlebt, wie sich das Schliersee Magazin entwickelt hat. Auch die Anzahl der Redakteure hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert, insgesamt waren wir über fünfzehn. Ich freue mich, dass vor etwa einem Jahr Simon Pertl von der Gäste-Information Schliersee, unterstützt von der Auszubildenden Franziska Greil, die Redaktionsleitung übernommen hat. Die beiden bringen frische Gedanken ein und gemeinsam entwickeln wir die Ideen weiter. Vor zehn Jahren hatten wir vor allem unsere Urlaubsgäste im Blick. Inzwischen folgen uns auch viele Einheimische, weil wir beispielsweise aktuell über Veranstaltungen und Neueröffnungen berichten. Das freut mich sehr.

Was bedeutet dir persönlich das Schliersee Magazin? Gibt es Erfahrungen oder Begegnungen aus diesen zehn Jahren, die du ohne das Magazin nie gemacht hättest?

Im Laufe der zehn Jahre durfte ich viele Schlierseer kennenlernen. Mich begeistert, mit wie viel Freude die Menschen ihre Berufe ausüben und unsere Traditionen leben. Ich bin sehr dankbar, dass ich das dokumentieren darf. Ganz besonders möchte ich mich bei Kuramtsleiter Mathias Schrön bedanken, der mir sein Vertrauen geschenkt hat und mit dem ich viele der Themen erarbeitet habe. Seine Art, Schliersee zu denken und zu erzählen, hat mich geprägt und begleitet mich bis heute in meiner Arbeit.

Vielen lieben Dank für das Gespräch, Judith.

Ich bedanke mich beim gesamten Redaktionsteam für zehn Jahre Schliersee Magazin. Es ist zu einem festen Bestandteil unseres Gemeindelebens geworden und begleitet hoffentlich weiterhin viele Menschen in Schliersee und unsere Urlaubsgäste.

 

Franz Schnitzenbaumer

Franz Schnitzenbaumer

Erster Bürgermeister von Schliersee seit 2006

Almabtrieb von der Ankelalm 2025

Gestern war Almabtrieb von der Ankelalm (1311 Meter) bei uns in Schliersee. Die drei Landwirte und ihre Helfer machten sich mit ihren festlich geschmückten Tieren auf den Weg ins Tal zum Probsthof, Ehardhof und Schnapperwirt. Mit etwas Abstand sind die Gruppen gut im Tal angekommen. Da der Almsommer unfallfrei verlaufen ist und es keine Todesfälle gab, wurden die Tiere feierlich „aufgebuscht“. Das ist eine besondere Freude!

Die erste Gruppe (Probsthof) kam über die Waldschmidtstraße zum Bahnhof Fischhausen- Neuhaus.

Hier noch ein Short von der zweiten Gruppe (Familie Stöger): Almabtrieb von der Ankelalm

Leider habe ich die letzte Gruppe der Familie Leitner vom Ehardhof verpasst. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese wertvolle Tradition bewahren und lebendig erhalten.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Fünf neue Trails für Bike-Fans: Center of Gravity öffnet in Schliersee

Der Gravitationssportverein e.V. hat mit dem Trailcenter „Center of Gravity“ ein echtes Highlight geschaffen, das den Mountainbike-Trail- und Endurosport in Schliersee auf ein neues Level hebt. Ich war beim Fototermin oben am Trailhead dabei.

Fünf Trails am Probstboden

Fünf abwechslungsreiche Trails, jeweils rund 600 Meter lang, warten auf sportliche Abenteurer: mal flowig, mal technisch, mal mit Airtime-Möglichkeiten. Alle enden am Probstboden und über bestehende Forstwege geht es bequem wieder zum Start. Wer das fahrtechnische Können mitbringt, kann so bis zu drei Kilometer puren Trailspaß erleben.

Starkes Miteinander

Das Projekt zeigt, wie gut Mountainbiker, Grundstücksbesitzer und Gemeinde zusammenarbeiten können. Ziel ist es laut Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer, den Sport nicht zu verdrängen, sondern in geordnete Bahnen zu lenken. Hintergrund sind Beschwerden von Grundstückseigentümern über Fahrten quer durch den Wald, beschädigte Bäume und Erosionsschäden. Das „Center of Gravity“ bietet dafür eine Lösung, die allen Beteiligten zugutekommt. Es ist ein beispielgebendes Projekt, getragen von großem Engagement und einem starken Miteinander. „Das Engagement des Vereins ist unbeschreiblich“, lobte Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer den Gravitationssportverein. „Es ist das Ergebnis harter Vereinsarbeit und unzähliger ehrenamtlich geleisteter Stunden“, ergänzte Tobias Nussbaumer, Vorsitzender des Gravitationssportvereins. Entstanden ist das Trailcenter in enger Kooperation mit den Bayerischen Staatsforsten Schliersee, der Gemeinde Schliersee und der Regionalentwicklung Oberland (REO). „Die Schaffung eines attraktiven und offiziellen Freizeitangebots für Trail-Sportler ist ein wichtiger Beitrag zur Lenkung des Erholungs- und Sportbetriebs in unserer Region“, betonte Marius Oeller, stellvertretender Betriebsleiter des Forstbetriebs Schliersee. „Wir sind offen für solche Projekte.“

Ein besonderer Dank geht auch an die Regionalentwicklung Oberland (REO) mit Thorsten Schär für die Unterstützung von Anfang an, an Förster Gerhard Waas sowie von Seiten der Gemeinde an Simon Pertl für sein Engagement. Solche Projekte leben von diesem Miteinander.

Übrigens: Tobias Nussbaumer freut sich, wenn ihr den Zustand der Trails über den QR-Code vor Ort bewertet: „Das hilft uns, die Trails optimal in Stand zu halten.“

Die Nutzungsbedingungen und mehr Informationen zum „Center of Gravity“ und zum Gravitationssportverein gibt es unter: Gravitationssportverein, der Verein für Mountainbiker aus dem Landkreis Miesbach

Danke an meine beiden Nachbarn Sebastian und Basti für die Bike-Videos!

 

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.