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Unsere Gärtner machen Schliersee bereit für den Sommer

Heute ist „Geranienpflanz-Tag“ in Schliersee. Reiner Pertl und sein Team haben sich für den heutigen Tag das Pflanzen der Geranien für die Liegenschaften, wie beispielsweise Rathaus, Kindergarten und Bauerntheater, vorgenommen. Das sind insgesamt 700 Geranien, die zuerst gepflanzt und dann im Ort verteilt werden müssen. Gegossen werden die Geranien dann von den jeweiligen Hausmeistern.

 

 

Ein Tipp von Gemeindegärtner Reiner: „Für das Pflanzen von Geranien solltest du unbedingt warten, bis alle Eisheiligen durch sind“, empfiehlt er und lacht. Er ist tatsächlich dieses Jahr ein paar Tage früher dran, aber der Wetterbericht sagt keinen Frost voraus, so kann er es wagen. Grundsätzlich ist aber das Abwarten der Eisheiligen empfehlenswert. Letztes Jahr beispielsweise kam mit den Eisheiligen noch mal der Schnee zu uns. Das mögen Geranien nicht so gerne.

Die Eisheiligen heißen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia. Sie sind in der Zeit vom 11. bis 15. Mai 2021.

 

„Vor Nachtfrost bist du sicher nicht, bevor Sophie vorüber ist.“ (Bauernregel)

Das Bestücken der Blumenkästen ist nach dem Rosenschneiden der Anfang des Schlierseer Gartenjahrs für die Gärtner. Danach werden die Tröge im Ort mit einjährigen Pflanzen bestückt. Allerdings müssen das Pflanzen sein, die auch – anders als Geranien – Regen vertragen. Es folgen das Bepflanzen und auch die Pflege der Beete im Kurpark, Rasenmähen und Heckeschneiden. Es gibt immer etwas zu tun.

 

Wer kennt ihn nicht, den Schlierseer Kurpark?

Perfekt hergerichtet und dazu den Blick über den See in die Berge – wahnsinnig schön ist unser Schlierseer Kurpark. Wenn du durch Schliersee fährst, achte in den nächsten Monaten einmal auf die vielen üppig blühenden Balkonkästen mit Geranien an den traditionellen bayerischen Hausfassaden der öffentlichen Gebäude. Zuerst müssen die gerade frisch gepflanzten Geranien natürlich wachsen, aber im Sommer sieht das dann traumhaft schön aus.

 

 

Danke, liebe Gärtner, dass ihr Schliersee so hübsch macht.

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps Mai 2021: Anbaden, E-Bike und Testzentrum

Servus aus Schliersee,

endlich ist der Frühling auch bei uns angekommen. Die Berge sind noch weiß, aber unten am Schliersee sprießen die Blätter, die Blumen blühen in allen Farben und die Vögel singen wieder.

 

 

Der Schliersee selbst ist allerdings noch sehr frisch ‒ sieben Grad hat er etwa. Redakteurin Susi Viehweger hat die Wassertemperatur für Sie schon einmal ausprobiert und sich in den frühlingshaft kalten Schliersee gewagt.

 

 

Ich hatte Ihnen letzten Monat von der Jubiläumsausgabe unseres Magazins schöne zeiten erzählt. Gerne können Sie diese noch immer bei mir in der Gäste-Information in Schliersee kostenfrei bestellen. Senden Sie einfach Ihre Kontaktdaten an tourismus@schliersee.de und mein Team schickt Ihnen die 50. Ausgabe von schöne zeiten gerne nach Hause.

Im Heft finden Sie anlässlich des Jubiläums einen Fotowettbewerb. Sandra Wild, die Redaktionsleiterin von schöne zeiten, stellt diesen Fotowettbewerb im Schliersee Magazin vor. Vielleicht haben Sie tolle Fotos aus der schöne zeiten-Region? Stöbern Sie doch in Ihren Urlaubsfotos der vergangenen Jahre, das steigert auch sicher die Vorfreude auf einen Urlaub bei uns. Ich freue mich sehr auf Ihre Bilder ‒ natürlich besonders auf die von Schliersee! https://magazin.schliersee.de/schoene-zeiten-kreative-fotografen-gesucht/

 

 

Sie wollen uns besuchen kommen, sobald es geht? Haben Sie schon einmal an eine andere Anreise als mit dem Auto gedacht? Schliersee-Magazin-Redakteurin Angelika Prem ist mit ihrem E-Bike den Radweg von Holzkirchen nach Schliersee geradelt. Das hat im Internet großes Interesse ausgelöst. Ich selbst bin schon mit dem E-Bike über die Alpen geradelt. Warum den Urlaub nicht mal anders gestalten und die Hinfahrt mit dem E-Bike oder dem normalen Rad einbinden? Um eine weite Strecke zu überwinden, können Sie bequem auch die Bahn als Unterstützung nutzen. Viele Wege führen zu uns nach Schliersee.

Der Tag, an dem wir Sie hier wieder begrüßen dürfen, scheint in greifbare Nähe gerückt. Ich freue mich schon. Bleiben Sie gesund!

 

P.S.: Wussten Sie, dass wir zusammen mit dem BRK Schliersee und dem medius ein Corona-Schnelltestzentrum mit umfangreichen Öffnungszeiten an der Vitalwelt eröffnet haben? 

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Eisbaden im Frühling im Schliersee

Vielleicht könnt ihr euch an meine Eisschwimm-Session im Herbst erinnern. Da hatte der Schliersee etwa warme zwölf Grad.

Das Thema Eisbaden ist diesem Winter ja nahezu eskaliert. Wenn man #eisbaden auf Instagram sucht, findet man Unmengen an Posts von Leuten, die sich bei unterirdischen Temperaturen ins Wasser wagen. Am besten hat mir gefallen, wie Harry G dem Trend nachgegangen ist und in Katzenshorts sein Immunsystem gestärkt hat.

 

 

Ich bin jemand, der gern Dinge ausprobiert und auch relativ geübt ist mit kaltem Wasser ‒ zumindest im Sommer durch das Baden in Gebirgsbächen. Eine Freundin hatte mir bereits vor über einem Jahr von der Wim-Hof-Methode erzählt: „Sprenge deine Grenzen und aktiviere dein volles Potenzial“, zum Beispiel mit der Kraft der Kälte. Deshalb wollte ich diesen Hype natürlich auch mitmachen. Allerdings habe ich es den Winter über nicht geschafft, in den See zu gehen. Immer war ich zu müde oder mir war ohnehin schon kalt. Aber jetzt, wo die ersten Krokusse sprießen, hat mich die Vorfreude auf die Badesaison gepackt und ich bin in den Schliersee baden gegangen.

Erfrischende sieben Grad Celsius hatte das Wasser erst. Ein schönes Stück kälter als damals im Herbst.

 

 

Lange habe ich es auch nicht ausgehalten und ich war sehr dankbar für die Sonnenstrahlen, die meine Haut nach dem Bad recht schnell wieder erwärmt haben.

Danach habe ich mich richtig gut gefühlt. Belebt, gut durchblutet und auf jeden Fall erfrischt.

 

 

 

 

Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Community Managerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.

 

 

 

Hallo Frühling – willkommen in Schliersee

Der Frühling ist da. Heuer hat es ein bisschen länger gedauert, aber er ist jetzt da.

Mein kleiner Rundgang durch Schliersee auf der Suche nach ganz besonders schöne Frühlingsplatzal. Viele Frühlingsblüher recken und strecken sich in der Sonne, genauso wie viele Sonnenanbeter.

 

 

In den Vorgärten blüht es überall, die ersten Schmetterlinge fliegen. Vogelgezwitscher und fleißige Nestalbauer können jetzt in ganz Schliersee beobachtet werden. Es ist wunderschön, wie zufrieden Gäste und Einheimische diese schönen Sonnenstunden genießen.

 

Ganz einfach

 

De Sonn aufsteign sehn

Ausm Finstern der Nacht,

duchn Tau barfuaß gehen,

wenn der Tag grad aufwacht,

 

Derlebn, wia im Früahjahr

Se alls wieder rüahrt

Und de Welt jedn Tag

Lebendiger wird,

 

An am Bach dort sitzn

Und d‘Füaß hänga nei,

‘n Wasser nachschaugn

Und traama dabei,

 

Am Kind, am kloana,

zuaschaugn. wia‘s spuit,

wia eahm aa des Kloanste

als was Bsonders no guit,

 

Des alls, des kost wirkli

überhaupts gar koa Geld

und bringt doch vui Liacht

und vui Freud in de Welt.

(Gedicht von Helmut Zöpfl)

 

 

Wir vom Schliersee Magazin schicken euch allen sonnige Frühlingsgrüße.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Kulinarische Osterbräuche in Schliersee

Der Frühling ist da, auch wenn es bei uns momentan noch ein wenig  winterlich aussieht. Allein schon der Gedanke an das Frühjahr lässt Kinder- und auch Erwachsenenherzen höher schlagen. Wie war es denn mit den besagten kulinarischen Osterbräuche in Schliersee? Ich erzähle euch heute, wie ich es als Kind gelernt und erlebt habe ‒ und diese Osterbräuche möchte ich gern weitergeben.

 

 

Übrigens, Ostern ist das höchste christliche Fest, noch vor Weihnachten. Wir feiern die Wiedergeburt des neuen Lebens, die Auferstehung. Die Natur erwacht.

 

Die Ostereier als Sinnbild des Lebens stehen in allen verschiedenen Variationen natürlich an erster Stelle. Ob gefärbt, aus Schokolade oder als Kuchenform ‒ wir alle lieben Ostereier. Am Morgen des Ostersonntag mit den Kindern Eier zu suchen ist einer der schönsten Bräuche. Im Weihekörbchen hat mein Vater, der auch Mesner war, immer die Eier angepiekt, damit die Weihe des Pfarrers besser ins Ei kann.

 

Das Osterlamm. Die Schlierseer Familien backen zu Ostern gern das zuckersüße Osterlamm. In den Schlierseer Bäckereien wie Zanger, Gritscher und Guggenbichler gibt es auch sehr schöne zu kaufen. In der christlichen Tradition steht das Lamm als Zeichen des Lebens. Jesus Christus ist das Lamm Gottes, das den Tod überwunden hat. Symbolisch wird ein Osterlamm geschlachtet oder eben gebacken.

 

Das Osterbrot. In meiner Kindheit hatten wir in der 40-tägigen Fastenzeit ganz auf Süßigkeiten und süße Leckereien verzichten müssen. So war Ostern stets ein ganz besonderes Schmankerlfest und wir freuten uns sehr darauf. So ist in Schliersee das Osterbrot süßlich. Wir brauchen Mehl, Eier, Milch,  Rosinen, Mandeln, Salz, Schmand, Zucker und Hefe ‒ und viel Liebe.

Wir backen aber auch für unsere Tiere ein herzhaftes Osterbrot, das sie zusammen mit Salz am Ostersonntag ins Futter gemischt bekommen. Es bringt Segen und Gesundheit für das ganze Jahr und außerdem lieben die Tiere dieses ganz besondere Zuckerl.

 

Osterschinken oder Osterfleisch genannt. Unser Osterschinken hängt momentan noch im Räucherschrank. Von der eigenen Haussau, schmeckt er ganz besonders gut. Nach dem Räuchervorgang wird der Schinken im Brotteig eingeschlagen und nochmals gebacken. Ein köstliches Schmankerl, das es auch ab Karfreitag in unserem Hofladen am Hennererhof zu kaufen gibt.

 

Die Osterkerze gehört natürlich auch dazu. Gerne basteln wir unsere eigene Osterkerze, die am Osterfrühstückstisch für die Familie brennt. In der Osternacht, am Osterfeuer, wird sie das erste Mal angezündet.

 

 

Alles zusammen wird dann am Ostersonntag im Körbal in die Kirche getragen, um es weihen zu lassen. Das gemeinsame Osterfrühstück mit den Osterschmankerln ist für uns ein ganz besonderer Höhepunkt an Ostern.

 

Wir vom Schliersee Magazin wünschen euch allen eine ganz besonders schöne Osterzeit.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Tipps März 2021: Der Frühling bringt Hoffnung in Schliersee

Servus aus Schliersee,

die Sonne schickt gerade ungewöhnlich warme Sonnenstrahlen nach Schliersee. Die Vögel zwitschern wie im Mai und die ersten Frühlingsblüher sprießen aus dem Boden. Die Freude über den Frühling ist dieses Jahr noch ein bisschen größer als sonst und voll gepackt mit Hoffnung. Hoffnung auf Tourismus, auf Urlauber und Restaurantbesuche – auf ein normaleres Leben.

 

Während hier unten am Schliersee die Sonne den ganzen Schnee hat verschwinden lassen, herrscht am Spitzingsee oben noch Winter. Ich habe die Redakteurin Susi Viehweger mit Alex Römer, einem der Schliersee Ranger, die seit diesem Jahr in den Schlierseer Bergen unterwegs sind, losgeschickt. Mit dem Auftrag „Sensibilisieren und positiv lenken“ sollen diese Ranger auf die Sportler in den Schlierseer Bergen zugehen. Ziel ist es, durch freundliche Appelle mehr Schutz für die Natur zu erreichen – das ist uns wichtig in Schliersee.

 

Sie vermissen einen Restaurantbesuch in Schliersee? Wir sehnen uns auch nach Schlierseer Gemütlichkeit bei einem geselligen Abendessen im Restaurant. Als kleinen Trost bieten viele Schlierseer Gastronomen einen Liefer- oder Abholservice an, damit wir uns ein Stück Schlierseer Lebensqualität nach Hause holen können. Meine Redakteurinnen haben das Angebot getestet. So sind Sie bestens vorbereitet, wenn Sie uns wieder besuchen können. Was mögen Sie am liebsten? Überraschende Poke Bowls, die Ihnen nach Hause geliefert werden?

 

 

Deftige, bayerische Schmankerl vom Ratskeller in der Rebowl – nachhaltig verpackt? Ein Frühstück ans Bett von der Whiskey Destillerie Slyrs, das in einem kompostierbaren Karton geliefert wird?  Oder lieber ein stilvolles italienisches Menü aus dem Aqua Ristorante in Schliersee? Sie haben die Wahl beim Mahl bei uns in Schliersee. Ich hoffe, ich kann Ihnen mit den vielen Schmankerl die Vorfreude auf Ihren Urlaub bei uns in Schliersee steigern.

Ich freue mich schon, wenn der Tourismus wieder starten kann. Die ersten Frühlingsboten machen mir Hoffnung.

Bleiben Sie gesund!

 

P.S.: Wussten Sie schon, dass egal auf welcher Seite Sie nach Schliersee reinfahren, ein Verkaufsbus der Albert-Link-Hütte steht und Sie mit frischen Backwaren, Wildsalami und Käse versorgt? Unsere Redakteurin Angelika Prem stellt das im Lockdown entwickelte Konzept vor.

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Das Frühlingsgetränk für die Kinder ‒ Löwenzahnschorle

Aus der Schlierseer Kräuterküche

Löwenzahn – die Heilpflanze mit langer Tradition

 

Bei Gartenbesitzern ist der Löwenzahn eigentlich recht unbeliebt, in der Volksheilkunde dagegen genießt der Löwenzahn ein sehr hohes Ansehen.

Momentan leuchten die gelben Blüten auf den grünen Schlierseer Bergwiesen und zeigen uns den Frühling mit der vielfältigen Farbenpracht in vollen Zügen. Für mich ist der Löwenzahn ein treuer Begleiter und symbolisiert pure Lebensfreude und geballte Lebensenergie.

 

Für Mensch und Tier ist der Löwenzahn eine wertvolle Pflanze zum Stärken des Immunsystems. Sie dient als stoffwechselanregende sowie leberstärkende Kraft und bringt neuen Schwung in den Körper. Was ganz besonders hervorzuheben ist, sind die Bitterstoffe. Mein Lieblingsspruch während meiner Kräuterführungen lautet: „Gib dem Körper Bitteres, damit er süß wird.“ Für die Leute, die immer grantig sind, ist Löwenzahn ganz besonders gut. Hier gilt der Spruch: „Was ist denn dem über die Leber gelaufen“ ‒ Löwenzahn ist für die Verdauung super und regt Leber und Galle an. Bei meinen Kräuterführungen erlebe ich immer wieder, dass gerade die Teilnehmer, die Verdauungsprobleme haben, immer wieder zum Löwenzahn greifen. Alles, was wir für unsere Gesundheit brauchen, wächst direkt vor unserer Haustür und im Garten.

Über den Löwenzahn und wie vielseitig er ist, durfte ich schon mal für die Zeitschriften „LandAPOTHEKE und LandIDEE einen sehr schönen Beitrag verfassen. Von der Blüte bis zu den Wurzeln kann vieles verwendet werden.

Damit das Beschäftigen mit unseren heimischen Kräutern auch Spaß macht und das Endprodukt dabei noch schmeckt, habe ich heute ein ganz besonderes Rezept zum Nachmachen.

 

 

Die Löwenzahnschorle – ein süßes Frühlingsgetränk, das Kinder lieben.

Löwenzahnsirup Grundrezept:

20 schöne geöffnete Löwenzahnblüten

750 ml frisches Quellwasser

250 ml Orangensaft

1 frische Bio-Zitrone

1 kg Bio-Rohrohrzucker

 

Zubereitung:

Um die Mittagszeit ernte ich auf unserer Wiese oder im Garten die wunderschön leuchtenden gelben wunderschön Löwenzahnblüten. Anschließend zupfe ich die Blütenblätter vom Blütenboden ab (damit sie nicht ganz so bitter sind). In der Zwischenzeit wird das Quellwasser mit dem Orangensaft, dem Saft der Bio-Zitrone und dem Bio-Rohrzucker in einem Topf gegeben und zum Kochen gebracht. Diese kochende Zuckerlösung gießen wir über die vorbereiteten Löwenzahnblütenblätter und legen sofort einen Deckel darauf, damit die ätherischen Öle nicht verloren gehen. Nach 48 Stunden wird der Ansatz durch ein Baumwolltuch gegossen. Jetzt kann der fertige Löwenzahnsirup für die Frühlings-Limo sofort verwendet werden. Je nach Geschmack ein wenig Löwenzahnsirup in ein Glas geben und mit Wasser aufgießen. Ein köstlicher Durstlöscher. Für die großen Kinder und Genießer ein wenig Sekt dazugeben ‒ und fertig ist der Aperitif.

 

 

Für die Vorratshaltung wird der Sirup nochmals  kurz auf 80 °C erhitzt und in sauber sterilisierte Flaschen abgefüllt und sofort mit Twist-off-Deckel verschlossen. Er hält sich mindestens ein Jahr, bis es wieder neuen Löwenzahn gibt.

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Verarbeiten des Löwenzahns wünscht euch aus der Schlierseer Kräuterküche eure Angelika vom Schliersee Magazin.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Schlierseer Frühling im Glas ‒ eingelegte Löwenzahnknospen

Der Frühling zeigt sich in Schliersee gerade von seiner schönsten Seite. Die Wiesen sind wunderbar grün, und überall blüht Löwenzahn. Während sich die meisten Gärtner über den Löwenzahn im eigenen Garten ärgern, leuchtet er auf den Wiesen erfrischend gelb und erfreut das Auge.

 

 

Löwenzahn ist auch gesund

Von der Blüte bis zur Wurzel – du kannst alle Teile des Löwenzahns in der Küche verwerten. Löwenzahn ist sogar gesund, denn er enthält reichlich Vitamin C und Magnesium. Ich sammle heute nur die noch verschlossenen Knospen des Löwenzahns und lege diese in Essig ein. Sauer eingelegte Löwenzahnknospen ‒ ein Schmankerl, das jeden bayerischen Antipasti-Teller aufpeppt. Das geht einfach und ist dennoch etwas Besonderes.

 

Zutaten:

1 Handvoll Löwenzahnknospen
100 ml Wasser
100 ml naturtrüber Apfelessig

Salz, Pfeffer

Einweckglas

 

So geht’s: Wenn du genügend Löwenzahnknospen gesammelt hast, musst du sie waschen und trocken tupfen. Dann kannst du sie mit Salz bestreuen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag das Salz abspülen und die Mischung aus Wasser und Apfelessig kurz aufkochen. Wenn du magst, kannst du auch noch Zwiebeln, Knoblauch oder Kräuter hinzufügen. Dann die Löwenzahnknospen kurz in der Essig-Wasser-Mischung blanchieren und in sterile (ausgekochte) Weckgläser füllen. Kühl lagern.

Etwa zwei Wochen später sind die Knospen durchgezogen und der Frischekick für deine Brotzeit oder deinen Vorspeisenteller.

So kannst du dir den Schlierseer Frühling konservieren und zu einem späteren Zeitpunkt genießen. Viel Spaß!

 

 

TIPP: Wenn du schon Löwenzahnknospen sammelst, nimm doch ein paar mehr mit und schwenke sie ganz kurz in Butter. Mit Salz und Pfeffer würzen – das schmeckt auf frischem Bauernbrot himmlisch.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Grünes Gold – Schlierseer Bärlauchpesto

Wenn du momentan durch die Schlierseer Wälder wanderst, strömt dir überall eine kräftige Knoblauchnote entgegen. Der Bärlauch wächst in Hülle und Fülle.

Vitaminreich, gesund und einfach bei uns in der Natur zu ernten. Der Bärlauch enthält sogar Substanzen, die das Immunsystem stärken.

 

 

Nicht mit Maiglöckchen verwechseln

 Wer den Bärlauch selbst sammeln möchte, sollte jedoch aufpassen. Er kann leicht mit den giftigen Maiglöckchen und den ebenso giftigen Herbstzeitlosen verwechselt werden. Und das kann richtig gefährlich werden. Wer also zweifelt, sollte lieber zum Gemüsehändler seines Vertrauens gehen. Auch im gut sortierten Supermarkt findest du Bärlauch.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Bärlauch zu verwenden. Ich mag am liebsten Bärlauchpesto. Das kannst du wirklich leicht selbst herstellen und dir so den Schlierseer Frühling nach Hause holen.

 

Mein Lieblingsrezept:

2 Bund Bärlauch
50 g Pinienkerne (oder Walnüsse)
100 g Parmesan
100 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Den Bärlauch waschen und trocken tupfen, die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett leicht anrösten und den Parmesan mit einer Reibe frisch hobeln. In einem Mixer alle Zutaten zu Pesto verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Gläschen abfüllen.

Das Bärlauchpesto schmeckt zu Pasta genauso wie zu einem frischen Bauernbrot.

 

 

Besonderer Tipp: Andreas Essendorfer hat Bärlauch-Meerrettich im Programm. Das ist der Kick für deine Sahnesoße zum Tafelspitz. https://www.essendorfer.de/search?sSearch=b%C3%A4rlauch

Viele Produkte rund um den Bärlauch bekommst du auch bei Angelika im Hennererhof in Schliersee. Auch Bärlauchpesto! https://www.hennerer.com/

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Rund um den Schliersee – bleibt gesund und optimistisch.

Für alle, die Schliersee gerade vermissen, habe ich mal wieder ein Video gemacht. Heute nehme ich euch mit auf einen Spaziergang rund um unseren schönen Schliersee.

 

 

Es war wunderschön frühlingshaft in den letzten Tagen. Der Schnee auf der Brecherspitz wird langsam weniger. Auch die Wiesen rund um den Schliersee werden langsam immer grüner, und die Kühe grasen wieder auf der Weide. Die Bäume treiben aus, es blüht und summt am Wegesrand. Die Obstbäume blühen genauso, wie die Forsythien oder die Schlüsselblumen am Wegesrand.

Die Parkplätze an der Vitalwelt sind leer, Polizeiautos patrouillieren die Straßen. Wer sich aufmacht zu einer Seeumrundung, ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Es gespenstisch ruhig bei uns in Schliersee. Es fahren auch nur wenige Autos auf der Seestraße entlang des Sees. Wäre diese Stille „natürlich“, wäre sie wahrscheinlich sogar ganz schön. Da die Stille aber „verordnet“ ist und nur durch die Ausgangsbeschränkung zustande kommt, ist sie für mich bedrückend. Ich freue mich schon jetzt auf die Zeit, wenn ihr alle wieder hier sein dürft und Schliersee wieder zum Leben erwacht.

 

 

Der Spaziergang um den Schliersee ist trotzdem wie immer wunderschön. Die wärmende Sonne, die tollen Ausblicke und die Bewegung an der frischen Luft stimmen mich positiv.

Bleibt gesund!

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee