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Mehrtagestour mit Hüttenübernachtung

Wandern am Schliersee

Die Monate September und Oktober sind fantastische Wandermonate. Tagsüber nicht mehr so heiß wie im Hochsommer, noch kein Schnee und noch relativ lange Tage.

Wenn du schon immer mal mit dem Gedanken einer Mehrtageswanderung gespielt hast, solltest du es unbedingt ausprobieren.

Hier kommt ein Vorschlag für eine anspruchsvolle Dreitagestour mit Übernachtungen in Berghütten.

 

Was packe ich in meinen Rucksack:

Du solltest einen Rucksack mit einem Volumen von ca. 25‒30 Litern auswählen, damit du alle wichtigen Utensilien reinbekommst und nicht jeden Morgen Tetris spielen musst.

Für die Übernachtungen auf der Hütte benötigst du einen Schlafsack (hier reicht dieses Jahr wegen der Corona-Bestimmungen leider kein Hüttenschlafsack), deinen Kulturbeutel mit kleinem Handtuch, Zahnputzzeug und persönlichen Hygieneartikeln. Zudem solltest du dicke Socken oder Hüttenschuhe als Hausschuhe einpacken, denn es ist nicht nur angenehm, nach einem langen Wandertag abends die Bergschuhe auszuziehen ‒ diese müssen sogar abgelegt werden.

Du solltest unbedingt eine Regenjacke und eine warme Jacke (Daune, Primaloft) dabeihaben, das Wetter in den Bergen kann sich schnell ändern. Lange Hose, kurze Hose, zwei T-Shirts und ein Longsleeve.

Ich würde dir einen Satz trockene Klamotten für die Hütte nahelegen und was zum Schlafen. Generell empfiehlt sich Kleidung aus Merinowolle, denn diese neutralisiert ihren Geruch unterwegs.

Dünne Handschuhe und Mütze sollten auch im Rucksack sein, genauso wie eine Stirnlampe, Sonnencreme und ein kleines Erste-Hilfe-Set. Ein Handy gehört auch zur Notfallausrüstung und bietet zusätzlich die Option als Fotoapparat für bleibende Erinnerungen.

Du solltest einen Ausweis bei dir haben und etwas Bargeld, da man auf vielen Hütten nicht mit Karte bezahlen kann.

Für deine Tagesetappen solltest du mindestens einen Liter zum Trinken dabeihaben. Deine Flasche kannst du ‒ wann immer möglich ‒ zwischendurch auffüllen.

Du solltest dir überlegen, mit Wanderstöcken zu gehen. Das entlastet deine Beine und bietet Sicherheit und Stabilität, vor allem, wenn die Beine langsam müde werden.

Vergiss nicht einen Regenschutz für den Rucksack!

Auch wenn du vorhast, mittags einzukehren, würde ich etwas Proviant als Notreserve einpacken (Riegel, Nüsse oder Ähnliches).

Am wichtigsten sind die Wanderschuhe. Es ist weniger ratsam, mit ganz neuen Schuhen auf eine Tour dieser Größenordnung zu gehen. Trage bequeme, möglicherweise wasserdichte Schuhe mit gutem Profil. Auch ordentliche Socken sind nicht zu vernachlässigen (hier reichen dir zwei Paar).

 

Die Route:

Schwierigkeit: schwer

Länge: 38,2 km

Höhendifferenz: 2600 Hm

Empfohlene Jahreszeit: Mai‒Oktober

Ausgangspunkt: Bahnhof Neuhaus

Endpunkt: Bahnhof Neuhaus

   

 

Gesamt: 38,2 km, 2600 Hm

  • Tag 7 km, 900 Hm
  • Tag 11 km, 770 Hm
  • Tag 20,2 km, 930 Hm

 

 

1. Tag: 7 km, 900 Hm

Wir starten am Bahnhof in Neuhaus (kostenpflichtige Parkplätze sind am Bahnhof verfügbar). Wir suchen uns den Weg durch Neuhaus bis zum Beginn des Forstwegs durch den Dürnbachwald, der uns recht steil in Serpentinen zur Ankl-Alm (1311 m) bringt. Hier gibt es momentan nur Getränke zur Selbstbedienung.

Weiter geht es über den Nordgrat auf einem alpinen Steig (Trittsicherheit erforderlich) auf die Brecherspitz (1685 m), einen der markantesten Gipfel der Region und bereits vom Schliersee aus sichtbar. Hier erleben wir unser erstes Gipfelglück mit hochragendem Gipfelkreuz und einer Aussicht auf zwei Seen: den Schliersee und den Spitzingsee. Der Eintrag ins Gipfelbuch sollte nicht vergessen werden.

Hier haben wir mit den höchsten Punkt unserer Tagesetappe erreicht, und es geht nun nur noch bergab. Wir folgen dem Weg Richtung Westen. Nun ist ein kurzer Abstecher zu Freudenreichkapelle möglich (tolles Fotomotiv), bevor wir hinabsteigen zur Oberen Firstalm, wo wir die erste Nacht „am Berg“ verbringen.

 

2. Tag: 11 km, 770 Hm

Der zweite Tag startet gemütlich. Zuerst geht es bergab vorbei an der Unteren Firstalm und weiter bergab bis zum Spitzingsee. Entlang des Nordufers gelangen wir zum Spitzingsattel, bevor es wieder anstrengender wird.

Hier beginnt der Anstieg hinauf zur Schönfeldhütte (1410 m) ‒ einer lohnenden Einkehr ‒ und weiter zum ersten Gipfel des Tages: dem Taubenstein (1692 m). Hier sind die größten Strapazen des Tages schon hinter uns. Der Panoramaweg führt uns ohne große Höhenunterschiede bis zum Rotwandhaus und zum Rotwandgipfel (1884 m), dem höchsten Punkt unserer gesamten Tour. Die zweite Nacht verbringen wir im Rotwandhaus. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend.

 

3. Tag: 20,2 km 930 Hm

Der letzte Tag hat es noch mal in sich. Am Morgen des dritten Tages geht es wieder zuerst gemütlich bergab zurück zum Ort Spitzingsee auf einer Forststraße, die im Winter eine hervorragende Rodelbahn ist. Kurz der Valepp flussabwärts folgend, zweigt schon bald der Wanderweg zum Stolzenberg (1609 m) ab. Steil bergauf, zuerst auf einem Forstweg zu den Haushamer Almen, bald frei bis auf den Stolzenberg, der tolle Ausblicke bietet. Von dort folgen wir dem Wanderweg über den Rotkopf, die Jagahüttn, Stümpfling, Suttenstein bis zum Bodenschneidgipfel (1669 m). Hier bietet sich uns ein beeindruckender Blick ins Nachbartal auf den Tegernsee.

Letzte Einkehrmöglichkeit ist dann das Bodenschneidhaus (1365 m), bevor wir uns auf den Weg zurück ins Tal machen. Der Rückweg ist nicht mehr schwierig oder technisch, hauptsächlich Forststraße und am Ende am Dürnbach entlang bis zum Ausgangspunkt Bahnhof Neuhaus.

Der Bach bietet sich an, um die erschöpften Füße nach dieser langen Tour zu kühlen.

Wem die letzte Etappe zu lang ist, kann diese noch aufteilen, eine Nacht im Bodenschneidhaus verbringen und die Runde am vierten Tag beenden.

Die Übernachtungshütten müssen unbedingt vorher kontaktiert und ein Bett vorab reserviert werden!

 

Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Wanderabenteuer und Berg heil!

 

 

Susanne Viehweger Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Community Managerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.

 

 

 

Die digitale Wandernadel der Alpenregion Tegernsee Schliersee

110 Stempelstellen findest du bei uns in der Alpenregion Tegernsee Schliersee. Ein Stempelkissen suchst du vergebens. Ganz neu, auch bei uns in Schliersee, ist der digitale Wanderpass. Mit der Handy-App SummitLynx sammelst du deine Gipfel digital. https://www.summitlynx.com/de/ Einfach anmelden und loslaufen. Im Menü findest du den Punkt „Wandernadel“. Dort kannst du sehen, welche Wanderziele wie viele Punkte bringen. Außerdem erhältst du einen Überblick, wo du schon warst, wie viele Punkte du bereits gesammelt hast und wie viele dir noch fehlen. Mit der App wird dein Smartphone zum digitalen Wanderpass. Wichtig ist, das GPS auf dem Smartphone einzuschalten, Internet brauchst du nicht – die App funktioniert auch offline. Wenn das Netz einmal nicht mitspielt, werden deine Ziele zwischengespeichert und später hochgeladen, so gehen keine Punkte verloren. Außerdem findest du digitale Stempelstellen in den Bergen; dort kannst du dich über einen QR-Code mit deinem Handy „einstempeln“.

 

 

Echte Wandernadel als Belohnung

Wenn du genügend Punkte gesammelt hast, kannst du dir deine Wandernadel analog in den Tourist-Informationen im Landkreis Miesbach abholen. Auch das Team der Gäste-Information Schliersee mit Kuramtsleiter Mathias Schrön freut sich auf deinen Besuch. „Die ersten Wandernadeln wurden bei uns auch bereits abgeholt. Die Wanderung digital zu tracken, ist perfekt ‒ eine echte Wandernadel am Ende in den Händen zu halten, ist dann aber auch etwas ganz Besonderes“, sagt Mathias Schrön. Bronze (20 Punkte), Silber (30 Punkte) und Gold (50 Punkte) gilt es zu erwandern. Die Punkte für die einzelnen Ziele variieren je nach Schwierigkeitsgrad der Tour. So macht das Wandern gleich noch mehr Spaß. Auch der Austausch mit anderen Wanderern und Gipfelerklimmern, etwa mit dem Hochladen von Gipfelfotos, über die App steigert den Ehrgeiz.

 

 

Im „App Store“ oder in „Google Play“ nach SummitLynx suchen, installieren und die App starten. Natürlich geht auch die Anmeldung über Facebook.

Android: https://play.google.com/store/apps/details?id=at.bluesource.summitlynx.activities

iOS: https://apps.apple.com/at/app/summitlynx-gipfelbuch-wandernadel/id545968374

 

Großer Dank geht an die Alpenregion Tegernsee Schliersee, die das Projekt auf die Beine gestellt hat. Ein Gewinn für Einheimische und Urlauber. Viel Spaß beim Wandern in Schliersee!  https://www.tegernsee-schliersee.de/die-digitale-wandernadel

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schliersee vor 100 Jahren: „Holztod“ ‒ ein Roman über den Föhnsturm am Spitzingsee

Holztod ist kein Sachbuch, ich wollte einen historischen Roman schreiben, angelehnt an die reale Geschichte von Schliersee“, erzählt Peter Augustin aus dem Landkreis Ebersberg. Er hat als Kriminalhauptkommissar gearbeitet. Nach seiner Pensionierung inspirierte ihn eine Wanderung auf dem Bockerlbahnweg dazu, einen Roman über das Leben der Schlierseer nach dem Föhnsturm 1919 und die Bockerlbahn zu schreiben. Zahlreiche Schautafeln entlang der ehemaligen zwölf Kilometer langen Bahntrasse von Neuhaus über den Spitzingsattel bis hinter zur Waitzinger Alm geben mit Geschichten und Fotos einen Eindruck über den Bau der Bockerlbahn und die harte Arbeit, die damit verbunden war.

 

 

Eine Meisterleistung

Vor 100 Jahren fegte im Januar ein Föhnsturm über das Spitzingseegebiet und riss sehr viele Bäume nieder. Bereits im Februar, nur sechs Wochen nach dem Jahrhundertsturm, lag ein Plan für den Bau einer Schmalspurbahn vor. Der Bau der Bockerlbahn war damals eine technische Meisterleistung. Mit dem Föhnsturm hatte sich das Leben in Schliersee schlagartig geändert. 4.000 Menschen kamen in den Ort, um das Holz möglichst schnell vom Spitzingsee herunterzuholen, damit es nicht vom Borkenkäfer befallen wurde. Mehr als 300.000 Holzstämme wurden mit der Bockerlbahn ins Tal befördert.

 

Schurken und Halunken

Ausgangspunkt ist für Peter Augustin die reale Geschichte von Schliersee. Aber er schreibt nicht nur über Tatsachen und Fakten, sondern erzählt vielmehr mit liebevollen Details Geschichten über das Leben der Menschen in der damaligen Zeit. „Damals waren auch etliche kriminelle Halunken unterwegs“, lacht er. „Das Interessante für mich war, einen Protagonisten nach dem anderen zu entwickeln“, erzählt mir Peter Augustin.

Mit dem Buch „Holztod“ kann man eintauchen in die Zeit nach dem großen Sturm, der in Schliersee alles veränderte.

Ergänzt wird das Ganze mit einem Auszug aus dem Buch „Neuhauser Bockerlbahn“ von Gerald Wehrmann, der sich rein auf Fakten über die Bockerlbahn bezieht. Die vielen schönen historischen Fotos gestalten den Roman noch anschaulicher.

„Selbstvergessen saßen sie nach der erschütternden Nachricht still vor ihren Bierkrügen. Allerdings begannen sich alsbald aufgeregte Diskussionen zu entwickeln. Alles drehte sich um die wütende Naturgewalt, um das tote Holz und den genauso toten Mann zwischen den zerschmetterten Bäumen. Die dralle Traudl, beliebte Stammkellnerin seit Jahren, musste noch einige Halbe und Schnäpse mehr auftragen als sonst zu der Zeit. Die Männer zündeten neue Zigarren an und Pfeifen wurden mit frischem Tabak gefüllt. Die Luft in der Gaststube war bald von dichten Rauchschwaden schwanger. Vom Qualm wie mit Watte umhüllt, verloren die Lampen beträchtlich an ihrer Leuchtkraft. Im Moment dachte keiner ans Heimgehen, zu schwer hatte die Nachricht vom Holztod, dem unbekannten Mann ihre eigene, gleichwohl auch die dörfliche Ruhe aus dem Gleichgewicht gebracht. Ungeachtet aller Biermüdigkeit fiel es den Dörflern nach später Heimkehr schwer ruhigen Schlaf zu finden. Mancher lag lange wach, wälzte sich im Bett herum, hatte unruhige und dunkle Träume.“ („Holztod“ von Peter Augustin)

 

 

Tipp: Begib dich selbst auf die Spuren der Bockerlbahn und wandere vom Bahnhof in Neuhaus bis zur Waitzinger Alm. https://www.tegernsee-schliersee.de/a-bockerlbahnweg Reise nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Wenn du mit dem Auto kommst, kannst du am Neuhauser Bahnhof parken.

 

Das Buch ist im Bauer Verlag erschienen, in der Gäste-Information Schliersee und überall im Handel erhältlich.

https://www.verlag-bauer.de/index.php?pg=oberbayerisches_seenland.php&artid=327&todo=show_details

 

Reinblättern? https://www.verlag-bauer.de/flippingbook/holztod/files/assets/basic-html/index.html#52

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Sonnenaufgangstour zum Jägerkamp

Ich habe mich dazu entschieden, dir meine absolute Lieblingstour zu zeigen. Nämlich zum Jägerkamp (1.746 m), von dem man die beste Aussicht auf unseren Schliersee hat. Noch dazu in einem ganz besonderen Moment: wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Als kleine Motivation: Ich bin selbst kein Frühaufsteher, und man braucht etwas Überwindung, um in der Dunkelheit loszuwandern. Aber: Es lohnt sich! Am besten gehst du am Abend zuvor früh ins Bett und richtest dir dein Gepäck schon fertig zusammen. So sparst du dir Zeit und kannst noch etwas länger schlafen. Das Wichtigste ist ausreichend Essen und Trinken, ein weiteres Must-have ist eine helle Stirnlampe. Wenn du gerne fotografierst, brauchst du eine Kamera. Bitte rechne genügend Gehzeit mit ein, da du ja pünktlich zum Sonnenaufgang da sein möchtest. Ich bin um 03:00 Uhr losgegangen und war um circa 05:00 Uhr oben am Gipfel. Du brauchst also jeweils circa zwei Stunden. Erkundige dich vorher im Internet, wie das Wetter wird, und informiere dich über die genaue Zeit des Sonnenaufgangs.

 

Aufstieg

Ausgangspunkt ist linker Hand der Parkplatz am Spitzingsattel (Parkgebühr 5 €).

Es ist insgesamt eine mittelschwere Wanderung, da man oft auf steinigen Wegen unterwegs ist. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind also Voraussetzung!

Du startest in südlicher Richtung und steigst den Hang über viele Serpentinen hinauf. Du gelangst in den Wald, von dem der Pfad weiterhin bergauf führt, bis du den Wald verlässt und dann den oberen Weg Richtung Schönfeldhütte wählst. Du folgst dem Weg, bis du ein paar kleinere Almhütten erreichst, und gehst weiter bis zur Schönfeldhütte. Von da aus nimmst du die linke Verzweigung zu den oberen Schönfeldalmen, die unterhalb des Jägerkamps liegen. Nach den Almen geht es deutlich bergauf. Nun müsste es auch schon dämmern ‒ leg deine Stirnlampe aber erst ab, wenn es hell genug ist. Die Steigung und die schroffe Beschaffenheit des Pfades solltest du nicht unterschätzen.

Bei der Verzweigung biegst du links ab und wanderst in die Einsattelung von Benzingspitz und Jägerkamp hinauf Richtung Gipfel. Mit etwas Glück kannst du wie ich sogar Gämse sehen! Hast du alles zeitlich gut geplant, schaffst du es pünktlich zum Sonnenaufgang.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Mach es dir am Gipfelkreuz gemütlich und genieße die Aussicht. Ich habe mir selbst einen Kaffee mitgenommen und etwas Obst. Auf solchen Höhenmetern ist es recht windig, weshalb ich mir noch etwas Wärmeres angezogen habe. Dann heißt es warten, bis endlich die Sonne blutrot emporsteigt und der Himmel in warmen Orange- und Rosatönen zu brennen scheint.

Du kannst den Schliersee von oben sehen, den Wendelstein und die Aiplspitz in der Richtung, wo die Sonne aufgeht, und hinter dir das ganze Karwendelgebirge und noch viel mehr. Dieses Naturschauspiel wird dich sicher genauso beeindrucken wie mich.

 

Abstieg

Beim Abstieg kannst du den gleichen Weg wieder zurückgehen oder alternativ als Rundweg über den Südwestgrat und über die Jägerbauernalm. Möchtest du eine anspruchsvolle Bergwanderung machen, kannst du auch die Aufstiegsroute zum Jägerkamp über die Schönfeldhütte mit der Aiplspitz kombinieren.

 

 

 

 

Anna Menhart Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

Es regnet? Wolkenverhangener Himmel? Auf in die Schlierseer Berge!

Und wer Glück hat, wird auch noch mit Sonne belohnt, in meinem Fall wenigstens kurz. Im Regen zu einer Wanderung aufzubrechen, kostet schon etwas Überwindung. Aber geschützt durch Regenbekleidung und wasserfeste Schuhe, ist es eigentlich ganz schön. Mein heutiges Ziel ist der Grünsee.

 

 

Ich wandere vom Parkplatz an der Stümpflingbahn am Spitzingsee entlang und dann vorbei an der Albert-Link-Hütte über die saftig grünen Almwiesen zum Waldrand. Am Wegesrand bimmeln die Kühe, und das klingt im Regen viel mystischer als bei Kaiserwetter. Andere Wanderer sind nicht unterwegs. Aber das wundert mich auch nicht. Es schüttet. Sobald ich den Wald erreiche, geht die Forststraße steil bergauf zu den Haushamer Almen. Der Nebel steigt zwischen den Bäumen auf, und ich genieße die Ruhe. Die bunten Blumen auf der Almwiese leuchten im Regen besonders schön. Nasse Spinnennetze schauen mit den Regentropfen aus wie kleine Kunstwerke. Von den Haushamer Almen ist es nicht mehr weit zur Grünsee-Alm, und auch die meisten Höhenmeter sind geschafft. Von hier hast du eine wunderbare Aussicht auf die Rotwand und die umliegenden Berge. An der Grünsee-Alm musst du dich links halten (Beschilderung zum Rosskopf geht nach rechts), das Schild ist schlecht lesbar.

 

Die Wolkendecke reißt auf

Die Wolkendecke reißt auf, und es hört auf zu regnen. Die letzten 350 Meter geht es über die Almwiese, und genau in dem Moment, als ich den Grünsee erreiche, kommt die Sonne heraus und lässt den See in seinem herrlichen grünen Licht erleuchten. Ich genieße einen Kaffee und eine Brotzeit aus meinem Rucksack und beobachte das Wolkenspiel, das den Grünsee abwechselnd in verschiedene Grüntöne taucht. Spontan entscheide ich mich, doch noch den Rosskopfgipfel zu besteigen, da sich das Wetter so positiv verändert hat. Oben am Rosskopf angekommen, hat sich die Sonne leider bereits wieder verzogen, und es ist ungemütlich stürmisch. Ich genieße trotzdem kurz den atemberaubenden Rundumblick, bevor ich mich wieder auf den Weg ins Tal mache.

 

Ausrüstung: Regenbekleidung und wasserfeste Schuhe mit einer rutschfesten Sohle sind Pflicht. Wanderstöcke helfen dir zusätzlich, wenn es rutschig ist. Gamaschen hindern den Regen, wenn er sehr stark ist, vor dem Eindringen in deine Schuhe. Vergiss die Handschuhe nicht. Gerade jetzt im Frühling kann es bei Regenwetter noch empfindlich kalt sein, und wenn du Wanderstöcke benutzt, wirst du schnell an den Fingern frieren. Auch an eine Regenhülle für deinen Rucksack solltest du denken.

 

Gehzeit: Bis zum Grünsee brauchst du ganz gemütlich eineinhalb bis zwei Stunden, und es sind etwa 300 Höhenmeter zu überwinden. Da ich selbst im Regen viel fotografiere, bin ich auch nicht besonders schnell unterwegs.

 

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Mit einem Fuß im Ausland – zu Fuß vom Spitzingsee nach Österreich

Dass Wanderwege bei uns über die grüne Grenze nach Österreich führen, ist ganz normal. Jetzt, während der Corona-Pandemie, sind die Grenzen geschlossen. Natürlich darf man dann auch nicht einfachmal so nach Österreich wandern. Ich habe schon davon gehört, dass die Grenzpolizei sogar Wanderwege kontrolliert.

Aber hin zur Grenze zu wandern, ist erlaubt ‒ und dahin nehme ich dich heute mit.

 

 

Los geht es am Spitzingsee, dann an der Albert-Link-Hütte und dem Blecksteinhaus vorbei durch die Valepp. Wunderschön schlängelt sich der Bach durch das Gebirgstal. Nach etwa zwei Stunden erreichst du das Gasthaus Valepp (geschlossen). Dann folgst du der Beschilderung zur Erzherzog-Johann-Klause. Ich mache noch einen Abstecher zur katholischen Bergkapelle Maria Hilf von 1710. Pfarrlich gehört die Kapelle zum Gebiet der Pfarrei St. Josef in Neuhaus. Sie thront auf einem Felssporn über der Valepp. Weiter geht es in Richtung Österreich vorbei an der Ochsenalm. Die Alm liegt wunderschön inmitten der bunten Almwiesen. Ich durfte letztes Jahr den Regisseur des BR-Films „Die Sennerin“ kennenlernen. Der Film wurde auf der Ochsenalm gedreht, und ich finde ihn sehenswert.

 

Zu meinem Beitrag:
https://magazin.schliersee.de/tag/ochsenalm/

Direkt zum Film:
https://www.br.de/mediathek/video/bayern-erleben-09022020-die-sennerin-av:5dfb5c4f3d7366001a21d6a5

 

 

Von Schliersee zu Fuß nach Österreich

Von der Ochsenalm sind es noch etwa 30 Minuten bis zur österreichischen Grenze. Zuerst geht es über die Almwiesen und dann noch ein kleines Stück durch einen Wald. Normalerweise würde ich eher achtlos an dem Grenzstein vorbeilaufen. Jetzt ist es ein besonderer Moment für mich. Ich beschließe, hier einen Kaffee zu trinken – aus der Thermoskanne. Ich laufe ein paar Schritte nach Österreich, es fühlt sich seltsam an, aber besonders.

Auf dem gleichen Weg geht es wieder zurück nach Spitzingsee.

Mit einigen Pausen und genießerischen Momenten würde ich etwa sechs Stunden einrechnen.

Die Almwiesen der Valepp kurz vor dem Spitzingsee leuchten bei meiner Rückkehr golden im Abendlicht. Ein Traum.

 

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Bergwiesen, Waldpfade, alte Gemäuer und Badestrand – eine sehr abwechslungsreiche Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck in Schliersee

Heute wandere ich mit dir vom Ufer des Schliersees zu den ältesten Gemäuern bei uns – zur Burgruine Hohenwaldeck.

 

 

Vom Strandbad geht es über eine Teerstraße zu den Höfen der Oberleiten. Hier folgst du der Beschilderung nach rechts über wunderschöne Almwiesen mit einem traumhaften Ausblick über den Schliersee. Hier solltest du unbedingt eine kleine Pause einlegen und die Landschaft genießen. Danach führt der Weg stetig steigend durch den Wald. Bei 1058 m ist der höchste Punkt erreicht. Jetzt geht es leicht bergauf und bergab zur Ruine. Die alten Mauern der Burgruine Hohenwaldeck verführen zum Klettern, aber das ist nicht nur gefährlich, sondern inzwischen auch vom Forstbetrieb Schliersee verboten. Die Verletzungsgefahr durch loses Mauerwerk ist zu groß. Der Anblick der hohen Mauern versetzt mich sofort zurück ins 13. Jahrhundert, in dem die Herren von Waldeck die Burg auf dem Bergsporn 209 m über dem Schliersee errichtet haben. Leider wurde die Burg Hohenwaldeck 1480 durch einen Felssturz zerstört, und so kannst du nur noch die Überreste der Burganlage bewundern. Ebenfalls beeindruckend ist der Aussichtspunkt mit zwei Bänken und einem Kreuz, der etwas unterhalb der Ruine liegt und einen atemberaubenden Ausblick bietet. Es gibt kaum einen schöneren Platz für eine Brotzeit direkt über dem Schliersee. Von der Ruine folgst du jetzt der Beschilderung nach Neuhaus, der Pfad führt steil und ausschließlich durch den Wald bergab. Entlang des Weges stehen mehrere Tafeln des „Geschichts- und Naturwanderwegs zur Burgruine“. Wenn du aus dem Wald herauskommst, geht es über Wiesen runter zur Straße und zum Ufer des Schliersees. Jetzt kannst du entscheiden, ob du der kürzeren Strecke des Ostufers folgst oder den längeren Weg auf der Westseite des Sees abseits der Straße wählst. Nach insgesamt etwa drei Stunden bist du wieder am Strandbad.

 

 

Das ist für mich eine der abwechslungsreichsten kurzen Wanderungen bei uns in Schliersee.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Auf stillen Wegen über dem Schliersee – Kühpass (1109 m)

Heute nehme ich dich mit auf einen ruhigen Weg über dem Schliersee, den Westerberg Höhenweg. Während man auf den meisten Wanderwegen in Schliersee immer Menschen trifft, bin ich auf dem Höhenweg zum Kühpass oberhalb des Sees ganz allein unterwegs. Ich treffe nur ein Reh, das durch die mit Bärlauch bewachsenen Wälder springt.

 

 

Im Frühling mag ich den Höhenweg besonders gern. Es ist nicht mehr so grau und kahl wie im Winter, aber trotzdem kannst du immer wieder einen Blick durch die Bäume auf den See erhaschen, der heute ganz besonders schön türkis leuchtet. Der Ausblick vom Kühpass ist atemberaubend.

Ich starte am Campingplatz und folge der Beschilderung zum Westerberg Höhenweg. Es geht zuerst in Richtung Hennerer, nach dem Stauweiher aber folgst du der Beschilderung links bergauf. Der Weg verläuft einfach, unkompliziert und gut beschildert den Berg hinauf und dann weiter durch den Wald vorbei am Krainsbergkogel. Hier kannst du immer wieder Teile des Schliersees zwischen den Bäumen sehen. An der Abzweigung nach Schliersee zur Rixner Alm (eine Möglichkeit, die Tour spontan abzukürzen) folgst du weiter der leicht steigenden Forststraße. Nach einiger Zeit geht diese in einen schmalen Pfad über und steil hinauf zum Kühpass (1109 m). Hier an der Bank solltest du unbedingt eine Pause einplanen, um den Ausblick zu genießen. Hinunter geht es über den Kühpasssteig zum Dürnbach und weiter auf der Forststraße in Richtung Fischhausen. Von dort kannst du den Weg entlang des Schlierseer Westufers zurück zum Campingplatz wählen.

 

 

Nimm dir genügend Zeit, um die Natur zu genießen. Ich habe vier Stunden gebraucht, aber viele Pausen zum Fotografieren eingelegt.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wandern mit Kindern ‒ ein Nachmittag auf der Stockeralm

Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug auf die Stockeralm. Das ist eine wunderschöne Lichtung oberhalb der Josefstaler Wasserfälle in Schliersee-Neuhaus. Die zirka halbstündige Wanderung bietet viele Entdeckungen am Wegesrand und ist besonders mit Kindern gut zu gehen. Wichtig zu wissen: Ihr solltet trittsicher sein und benötigt festes Schuhwerk – am besten Wanderschuhe –, da einzelne steile Anstiege und enge Wegpassagen zu meistern sind.

 

 

Los geht’s im Josefstal im Schlierseer Ortsteil Neuhaus. Einfach der Josefstaler Straße bis zum Ende folgen.


Immer am Wasser entlang

Schon auf den ersten Schritten des Weges begleitet euch das Rauschen des Hachlbachs. Kleine Wasserratten werden jetzt schon die erste Pause einlegen wollen – und runter ans Flussufer klettern. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

Weiter geht es über eine sonnenbeschienene Lichtung, bevor ihr eintaucht in die Kühle des Waldes. Hier umfängt euch der feine Wassernebel des Hachlbachs. Millionen von Wassertröpfchen ‒ in dieser Intensität nur entlang fließender Gewässer zu erleben. Zeit, eure Lungen mit frischer Luft zu füllen. Der Energie des Wassers nachzufühlen. Und selbst in den Fluss zu kommen.

 

Kraftvolles Schauspiel der Natur

Nach etwa zehn Minuten Fußweg erreicht ihr den ersten der Wasserfälle. Er ist auch gleich der imposanteste. Wenn ihr ganz nah rangeht, könnt ihr die Kraft des Wassers spüren, dem ohrenbetäubenden Rauschen des herabstürzenden Hachlbachs lauschen. Besonders für Kinder ist das ein beeindruckendes Naturschauspiel. Auch hier gilt wieder: stehen bleiben und staunen.

 

Steiler Aufstieg mit lohnendem Ausgang

Direkt vom Fuße des ersten Wasserfalls führt euch der Wanderweg W14 über einige steile Abschnitte hoch auf die Stockeralm. Je nach Fitness benötigt ihr noch mal 15 bis 20 Minuten für diesen Abschnitt. Es gibt viel zu sehen: Wasserbecken und Stromschnellen, steil abfallende Felswände, über die das Wasser springt, Felsfurchen, in die sich der Hachlbach tief eingegraben hat.

Am Ende des Weges tretet ihr aus dem Schatten des Waldes hinaus aufs Weidegebiet der Stockeralm. Sie ist zwar nicht bewirtschaftet. Die breiten grünen Wiesen bieten aber ausreichend Platz für eine kleine Brotzeit – und für ganz viel Wasservergnügen. Denn der Hachlbach verläuft an dieser Stelle super flach über die Lichtung und ist – mal abgesehen von seiner eisigen Kälte im Frühjahr – sehr gut zugänglich.

 

Steinmännchen im Flussbett

Zum Spielen und Träumen verlocken auch die Steinmännchen, die Besucher aus den Kieseln des Bachs im Wasser gestapelt haben. Das ist eine wunderbar meditative Beschäftigung. Ihr konzentriert euch auf den Moment und kommt zur Ruhe.

Die Kinder und ich haben auch einige Steine aufeinander gestapelt – natürlich immer mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Natur. Denn wir wollen ja weder Bodenerosion auslösen noch den natürlichen Lebensraum der Alpen zerstören.

 

 

Jetzt wünschen wir euch all das Glück der Steinmännchen für diese wilde Zeit. Bleibt gesund ‒ und vielleicht bis bald auf der Stockeralm!

 

Anreise

Um zu den Josefstaler Wasserfällen zu gelangen, folgt ihr der Josefstaler Straße im Schlierseer Ortsteil Neuhaus bis fast zum Ende. Nach der Bäckerei Gritscher (rechte Seite) ist linkerhand der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Bergsehnsucht – Bleib fit!

Ich weiß, du vermisst die Berge und möchtest am liebsten das nächste schöne Wetter ausnutzen, um eine Bergtour zu unternehmen. Leider lässt die aktuelle Situation nicht zu, dass wir Ausflüge in die Berge machen. Ich möchte dir über diese Zeit hinweghelfen und dir ein kleines Workout vorstellen, mit dem du dich zu Hause fit halten kannst.

Speziell auf das Wandern abgestimmte Übungen, die deinen Körper auf die nächste Tour – nach Corona – vorbereiten. Wenn du dieses Workout regelmäßig machst, wirst du nach der Krise am Berg nicht mehr aufzuhalten sein.

Viel Spaß mit HAPPY MOVING OUTDOORS!

 

Los geht’s mit dem Bergsteiger

Starte im Liegestütz. Die Arme sind gestreckt und die Schultern sind über den Händen. Der Körper bildet eine gerade Linie. Ziehe nun abwechseln die Knie Richtung Brust. Hier kannst du auch schneller werden. Achtung, anstrengend!

 

Als nächstes der Squat – die klassische Kniebeuge

Aus dem etwas über hüftbreiten Stand gehst du in eine tiefe Kniebeuge. Hier ist es wichtig das Körpergewicht auf den Fersen zu haben, um eine Überlastung der Knie auszuschließen.

Als Variation kannst du beim Aufrichten ein Knie anheben und in der Diagonalen mit dem Ellbogen zusammenführen. Die Seiten abwechseln.


Dritte Übung – der Vierfüßler

Gehe in den Vierfüßlerstand. Achte dabei darauf, dass sich deine Knie etwa hüftbreit direkt unter der Hüfte befinden. Nun hebe abwechselnd ein Bein an und strecke es nach hinten aus, bis es eine Waagrechte mit deinem Rücken bildet. Als Variation hebe die Knie leicht vom Boden ab und führe die Übung aus dieser Position aus durch. Wer möchte, kann den diagonalen Arm dazunehmen. Achtung, wackelig!

 

Weiter geht es mit dem Seitstütz

Stütze dich seitlich auf einen Ellbogen und die Knie ab. Halte diese Position. Wenn du es schwieriger möchtest gehe auf die Füße. Als Variation kannst du nun das obere Bein abheben. Um Dynamik ins Spiel zu bringen, ziehe das obere Knie Richtung Brust und strecke es wieder aus.

 

Zum Abschluss noch was zum Ankurbeln des Pulses – der Burpee

Gehe in die Liegestützhaltung (gerne nur auf die Knie), führe einen Liegestütz durch. Springe anschließend mit beiden Beinen gleichzeitig vor zu den Händen und absolviere einen Strecksprung, so hoch du kannst. Dann direkt wieder einen Liegestütz, vorspringen, Strecksprung usw.

Achtung, sehr anstrengend!

 

Viel Spaß daheim beim Fithalten.

 

 

Susanne Viehweger Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Community Managerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.