33. Sixtus ALPENTRIATHLON Schliersee – Der Alpenmythos für Triathleten am 12. Juli 2020!

Presseinformation, München 11.11.2019

Ein absolut herausfordernder Triathlon vor einer extrem schönen Alpenkulisse? Diese wohl einmalige Kombination trifft in Deutschland schon immer auf den Sixtus ALPENTRIATHLON  Schliersee zu. Der Klassiker unter den deutschen Triathlon-Veranstaltungen geht in die nächste Runde. Der Startschuss für die 33. Auflage des Sixtus ALPENTRIATHLON Schliersee fällt am 12. Juli 2020. Der Anmeldestart ist für den 18. November geplant. Der Alpentriathlon über die Olympische Distanz (1,5 Kilometer Schwimmen, 40 Kilometer Radfahren, 10 Kilometer Laufen) gilt unter Kennern als Mythos. Denn der Star des Events ist die Strecke. Geschwommen wird im Schliersee, die Radstrecke führt hinauf auf den 1.127 m hohen Spitzingpass und die Laufstrecke führt rund um den Spitzingsee.

Die Erinnerungen an den Juli dieses Jahres sind noch taufrisch. Bei den Frauen setzte sich Überraschungssiegerin Lisa Marie Wilmsman aus Holzkirchen ganz knapp mit 37 Sekunden vor Renate Forstner durch. Bei den Herren zeigten die Profis Sebastian Neef und Thomas Tietz ihre Klasse, Platz drei ging an den Schlierseer Andreas Lenz, der damit neuer Landkreismeister wurde.

„Es ist geil, dass man sich hier das Finish so hart erkämpfen muss. Da muss jeder erst einmal durchkommen, ganz egal wie die Konkurrenz ist“, hatte Profi Sebastian Neef wohl die treffenden Worte für den Sixtus ALPENTRIATHLON Schliersee nach seinem dritten Sieg im Juli 2019 gefunden. „Jeder der hier ins Ziel kommt, hat meinen größten Respekt“, zeigte sich der 30 Jahre alte Regensburger von der Strecke und vom Gesamtpaket der Veranstaltung sichtlich angetan.

Was den Sixtus ALPENTRIATHLON Schliersee aus der Masse der Veranstaltungen heraushebt, wurde in der Tat ziemlich deutlich. Die Schwimmstrecke im smaragdgrün schimmernden Schliersee gilt als einmalig. Herausforderung und Highlight des Tages gleichermaßen ist der Anstieg zum 1.127 m hohen Spitzingpass, vier Kilometer lang und durchschnittlich 9 Prozent steil. Wenn das Ende der Radstrecke am Spitzingsee erreicht ist, sind 853 HM geschafft. Die finale Laufstrecke ins Valepp und rund um den wildromantischen Spitzingsee ist einfach nur wunderschön, aber durchaus wellig. Auf den 10 Kilometern sind 176 HM zu bewältigen. Die Athleten selbst bezeichnen den Triathlon-Klassiker in Oberbayern als einen der härtesten und gleichzeitig schönsten Kurzdistanz-Triathlons, die es in Europa gibt. Kein anderer Triathlon über die Olympische Distanz dürfte herausfordernder sein und gleichzeitig für ein derartiges Alpenfeeling sorgen. Ein echtes Alleinstellungsmerkmal.

Der Anmeldestart für den Sixtus ALPENTRIATHLON Schliersee 2020 ist für den 18. November 2019 um 12.00 geplant.

Alle Infos und den Link zur Anmeldung gibt es in Kürze auf: https://alpentriathlon-schliersee.com

 

Kontakt Presse & Kommunikation:

PLAN B event company GmbH
Julia Conrad
E julia.cornad@planb-event.com
M +49 151 550 101 51

Foto: Andi Frank

 

 

Mathias Schrön Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Leonhardifahrt 2019 in Schliersee | Mit viel Stolz alte Tradition leben!

Mit Liebe und Stolz präsentierten sich die Schlierseer bei der gestrigen Leonhardifahrt von der Ortsmitte in Schlierseer zur Wallfahrtskirche St. Leonhard in Fischhausen. Auch das Herbstwetter zeigte sich von seiner schönsten Seite. Der warme Föhnwind wehte die bunten Blätter von den Bäumen, und auch die Sonne zeigte sich immer wieder. 54 Gespanne waren aus dem ganzen Landkreis gekommen, um sich den Segen für ihre Rösser abzuholen. Das Klappern der Hufe auf der Teerstraße, das Bimmeln der Glocken am Pferdegeschirr und auch die Blasmusik kündigte die Prozession schon von Weitem an. Hin und wieder kamen auch die Goaßlschnalzer zum Einsatz. Zahlreiche Besucher säumten den Weg und bewunderten die festlich gekleideten Trachtengruppen, Gebirgsschützen, Schalkfrauen, die geschmückten Truhen- und Motivwägen sowie die gestriegelten und herausgeputzten Rösser.

 

 

Nachgefragt: Was sind denn eigentlich Schalkfrauen?

https://magazin.schliersee.de/tag/schalkfrauen/

Rund eine Dreiviertelstunde dauerte die Fahrt entlang des Sees bis nach Fischhausen. Gleich bei der Ankunft an der Kirche St. Leonhard segneten Pfarrer Hans Sinseder und Diakon Alois Winderl die Pferde. Im Anschluss wurde auf der Wiese hinter der Kirche ein feierlicher Gottesdienst abgehalten. Zum Abschluss zog die Prozession noch mal um die Wallfahrtskirche, die Pferde wurden erneut gesegnet, und der Zug teilte sich dann, je nach Heimatort, in Richtung Bayrischzell und Fischbachau oder Schliersee. Im Schlierseer Bauerntheater trafen sich dann viele der Trachtengruppen, um gemeinsam den Tag ausklingen zu lassen. Es wurde gelacht, gefeiert und getanzt – für den richtigen Takt, sorgte die Schlierseer Blasmusik.

 

 

Vielen lieben Dank an alle Mitwirkenden, dass ihr dieses Erbe „Leonhardi“ seit Generationen bewahrt und weiterleben lasst. Es war ein schöner Tag für uns alle. Für alle Einheimischen, „Zugroasten“, Urlauber, Tagestouristen und auch für mich als „rasende Reporterin“ vom Schliersee Magazin.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Leonhardi – eines der schönsten Feste des Jahres in Schliersee

„Leonhardi ist eines der schönsten Feste des Jahres hier in Schliersee“, sagt Leonhard Markhauser. Eigentlich kein Wunder bei dem Vornamen: „Leonhard“. Tatsächlich ist Hartl mit Leonhardi aufgewachsen, und er war immer schon, auch als Kind, mit dabei. In seiner Familie lebt diese Tradition seit vielen, vielen Generationen. Die Pflege des Brauchtums ist auch Hartl sehr wichtig, und die Traditionen an seine Kinder weiterzugeben steht für ihn im Vordergrund. Natürlich sind seine Kinder genauso beim Leonhardi-Ritt dabei, wie auch sein Vater.

 

 

Heute hat Hartl den Pferden probeweise das Geschirr angelegt. „Die Pferde müssen sich an das Geschirr und auch an das Bimmeln der Glocken gewöhnen“, sagt er. Das Pferdegeschirr stammt aus dem Jahre 1895, dazu besitzt Hartl noch die Urkunde und den Kaufvertrag. Damals hatten seine Vorfahren einen guten Ochsen nach Ungarn verkaufen können, und von diesem Geld haben sie sich dann ein Leonhardi-Festtagsgeschirr geleistet. Das war schon damals etwas ganz Besonderes. Normalerweise haben die Bauern für Leonhardi ihre gebrauchten Alltags-Pferdegeschirre geputzt und hergerichtet. Das Festtagsgeschirr der Familie Markhauser ist eine echte Rarität.

Grundsätzlich wurden die Geschirre aus Leder hergestellt, um es den Pferden so angenehm wie möglich zu machen. Bbeim Festtagsgeschirr findet man neben viel Messing, auch Symbole.

 

Das rote Schweißtuch „Wenn das Pferd geschwitzt hat, wurde es abgerieben, damit es sich nicht erkältete.“

Der Dachs „Das Dachsfell war ein Symbol für gewonnenes Dachsfett, für die Lederpflege und zum Hufe einschmieren.“

Der Pferdekamm „Der Messingkamm wurde zum Frisieren benutzt.“

 

Die drei Symbole gehören unbedingt zu einem Festtagsgeschirr. Das Geschirr setzt sich aus Spitzkummet und Strängen zusammen. Das Kummet muss dem Pferd richtig passen. Es ist gepolstert und darf nirgends drücken oder scheuern. Es verteilt die Zugkraft sinnvoll auf Brustkorb, Schultern und Widerrist (das ist der erhöhte Übergang vom Hals zum Rücken). Dadurch wird die volle Zugkraft des Pferdes nutzbar. Das Hintergeschirr ist heute eigentlich nicht mehr üblich, da die Fahrwege besser sind und die Wägen gute Bremsen haben. Früher, wenn es leicht bergab ging, hat man das Pferd mit den Zügeln zurückgenommen, und das Pferd hat den Wagen praktisch mit dem Hinterteil gebremst. Wenn ihr bei uns am Sonntag zur Leonhardi-Fahrt geht, schaut euch doch die verschiedenen Geschirre einmal an und vergleicht.

Leonhardi ist eine Leidenschaft für Hartl. Ihr findet ihn nicht nur bei der Schlierseer Leonhardifahrt. Er ist auch über die Landkreisgrenzen hinweg unterwegs. Aber am schönsten ist es für ihn natürlich in seiner Heimat Schliersee.

 

 

Nachgefragt: Kann jede Gemeinde eine Leonhardi-Fahrt ausrichten? Nein, eine Gemeinde muss eine Leonhardi-Kirche oder Leonhardi-Kapelle besitzen, um einen Leonhardi-Ritt zu veranstalten.

Leonhardi-Ritt Schliersee am 03. November 2019 ab 9:00 Uhr mit Start am Schlierseer Bahnhof

Bundesstraße B307 im Bereich Schliersee von 8:00 – 13:00 Uhr gesperrt

 

Der Anderlbauer am See

Familie Markhauser

Fischhauser Straße 5

83727 Schliersee

https://www.anderlbauer-am-see.de/

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps November 2019: Farbenfrohe Erlebnisse in Schliersee

über dem Nebelmeer die Sonne zu genießen, ist sicher einer der besten Gründe, uns im November zu besuchen. Aber ich möchte Ihnen auch ein ganz besonderes Highlight bei uns in Schliersee ans Herz legen: den Leonhardi-Ritt am 03. November 2019. Leonhardi ist einer der ältesten christlichen Bräuche Bayerns.

Herausgeputzte Rösser, festlich gekleidete Trachtler und feierlich geschmückte Truhenwägen erwarten Sie. Die herbstliche Wallfahrt mit Pferdesegnung beginnt um 9:00 Uhr am Bahnhof in Schliersee. Wie Ihr perfekter Leonhardi-Tag aussehen kann, erfahren Sie bei uns im Schliersee Magazin. 

 

Für einen Schlechtwetter-Tag habe ich einen ganz persönlichen Tipp für Sie. Wir haben in der Vitalwelt Schliersee letzte Woche die Ausstellung „100 Jahre Bockerlbahn Schliersee“ eröffnet.

Tauchen Sie ein in eine aufregende Zeit nach dem Jahrhundert-Föhnsturm am Spitzingsee vor hundert Jahren. Viele große Schwarzweiß-Fotos auf großen Plakatwänden, verschiedene Werkzeuge und sogar original Kleidungsstücke und andere Gebrauchsutensilien aus dieser Zeit können bewundert werden. Auch eine Bildschirmdokumentation sowie ein aktueller TV-Beitrag über den Bockerlbahn-Wanderweg können Sie auf einem großen Bildschirm betrachten. Die gesamte Ausstellung will Ihnen einen Eindruck vermitteln über das Ausmaß der damaligen Naturkatastrophe sowie die damit verbundenen Mühen und mit welcher großartigen Leistung alle Beteiligte bei der Neuhauser Bockerlbahn gearbeitet haben.

Die Bockerlbahn-Ausstellung kann täglich bei freiem Eintritt besucht werden. Ich freue mich über Ihr Feedback. Schicken Sie mir gern eine E-Mail

 

Freuen Sie sich auch schon auf den Winter?

 

Haben Sie Ihren Winterurlaub in Schliersee schon gebucht? Ich kann Ihnen etwas verraten: Wir in Schliersee starten am 30. November mit der Museumsweihnacht am Schlierseer Heimatmuseum in die Weihnachtszeit. Nach dem Besuch auf dem Christkindlmarkt können Sie im Anschluss, im neuen Saal des Heimatmuseums, das Konzert „Advent is a Leucht’n“ besuchen.

Es spielen und singen Christine Horter, Lisa Schöttl und Uschi Bommer ab 19:00 Uhr adventliche Klänge aus der Heimat und aus verschiedenen Ländern der Welt. Die Karten kosten 8 Euro und sind bei uns in der Gäste-Information in der Vitalwelt Schliersee erhältlich. Ich hoffe, Sie lassen sich so von uns schon ein wenig auf die Weihnachtszeit einstimmen.

 

Genießen Sie die letzten schönen Tage in der warmen Herbstsonne und freuen Sie sich mit mir auf einen schneereichen Winter hier bei uns am Schliersee und Spitzingsee.
Ich hoffe, wir sehen uns!

 

P. S.: Kennen Sie schon Sabine Hartmann? Sie ist seit Kurzem in unserem Redaktionsteam vom Schliersee Magazin und nimmt Sie in ihrem ersten Beitrag ganz früh am Morgen mit um den Schliersee.   

 

 

Mathias Schrön Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Mein perfekter Leonhardi-Tag in Schliersee | 03. November 2019

Leonhardi ist einer der ältesten christlichen Bräuche in Bayern. Auch in Schliersee gehört der Leonhardi-Ritt zu den wichtigsten Tagen im Brauchtumsjahr. Eine gute Gelegenheit, echte Schlierseer Tradition zu erleben. Herausgeputzte Rösser, festlich gekleidete Trachtler und feierlich geschmückte Truhenwägen erwarten euch. Sonne ist natürlich die beste Voraussetzung für einen Leonhardi-Ritt, aber auch ein mystischer Novembertag mit Nebelschwaden, der den Blumenschmuck der Pferde und die Trachten der Schlierseer ganz besonders herausstrahlen lässt, kann wunderschön sein.

 

 

Die Schlierseer sind stolz auf ihre Tradition und freuen sich auf viele Besucher.

 

# Tipp 1 Mit öffentlichen Verkehrsmitteln anreisen

Die Bundesstraße B307 ist an Leonhardi von 8:00‒13:00 Uhr gesperrt. Wenn ihr mit dem Auto nach Schliersee fahren wollt, müsst ihr früh unterwegs sein. Aber auch vor und nach der Straßensperre ist mit Behinderungen durch Pferdegespanne zu rechnen, die aus den Nachbargemeinden an- und abreisen. Bitte nehmt Rücksicht. Die Pferdegespanne werden immer begleitet, es sind also auch viele Menschen zu Fuß auf der Straße unterwegs. Bitte unternehmt keine gefährlichen Überholmanöver.

Ihr seid zu spät dran, und die Straße nach Schliersee ist bereits gesperrt? Es gibt eine Umleitung durch das Leitzachtal, aber wenn ihr schon in Hausham seid, könnt ihr das Auto auch auf dem P+R-Parkplatz am Bahnhof Hausham oder auf dem Großparkplatz „Glück Auf“ abstellen und entweder zu Fuß nach Schliersee laufen (30 Minuten entlang der Schlierach) oder die BOB nach Schliersee oder Fischhausen-Neuhaus nehmen.

Am besten reist ihr gleich mit der BOB an, denn genau am Bahnhof Schliersee stellt sich der Pferdezug auf, und ihr seid sofort mitten im Geschehen. Schon hier könnt ihr die Pferde und die festlich geschmückten Truhenwägen bewundern. Die Pferdewallfahrt geht am Schliersee entlang auf der Seestraße nach Fischhausen zur Leonhardikirche, wo die Segnung und der Gottesdienst unter freiem Himmel stattfinden. Dort könnt ihr auch eine kleine Brotzeit kaufen (Wiener mit Semmel). Bequem geht die Heimreise dann am Ende des Leonhardi-Tages mit der BOB direkt von Fischhausen-Neuhaus.

Ein besonderes Erlebnis: Mit der Schlierseeschifffahrt zur Leonhardifahrt

Abfahrt Vitalwelt zur Seestraße 9:00 Uhr | Abfahrt Seestraße zur Leonhardifahrt 9:30 Uhr

Rückfahrten ab Fischhausen zum Schlierseer Hof etwa 11:00 Uhr, 11:30 Uhr und 12:00 Uhr (Fahrpreis pro Teilstrecke 3 Euro, Kinder 2 Euro) (https://www.schlierseeschifffahrt.de/)

 

# Tipp 2 Die schönsten Foto-Spots

Die schönsten Foto-Spots sind für mich:

+ Bereits beim Aufstellen des Zuges, da man viel Zeit zum Fotografieren von Details hat

+ Vor dem Bauertheater am Maibaum mit der Kirche St. Sixtus im Hintergrund

+ Bei der Segnung vor der Leonhardikirche in Fischhausen

+ Beim Umritt über das Feld hinter der Kirche

 

# Tipp 3 Nach dem Leonhardi-Umzug ins Wasmeier Museum | Freier Eintritt

Der Leonhardi-Tag ist traditionell der letzte Saisontag im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. An diesem Tag ist der Eintritt frei. Eine gute Gelegenheit für ein Mittagessen im Wirtshaus „Zum Wofen“. Lasst euch mit bayerischen Schmankerln und frisch gebrautem Museumsbier verwöhnen. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist immer einen Besuch wert, und vielleicht kommt ihr auch mit dem einen oder anderen Reiter oder Gespann-Fahrer ins Gespräch, die treffen sich nach dem Umzug nämlich auch alle hier (https://www.wasmeier.de/).

 

# Tipp 4 Nach einem langen Tag an der frischen Luft: In der Sauna erholen und den Stau umgehen

Falls ihr doch mit dem Auto gekommen seid, lasst euch ein bisschen Zeit mit der Rückfahrt. Je später ihr die Heimreise antretet, desto entspannter wird sie. Ein gemütliches Abendessen, etwa im Ratskeller, und ein anschließender Saunabesuch machen den Tag bei uns in Schliersee perfekt. Die Sauna im monte mare Schliersee ist sonntags bis 21:00 Uhr geöffnet (https://www.monte-mare.de/de/schliersee.html).

 

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schlierseer Geschichte erleben | Ausstellung 100 Jahre Bockerlbahn in der Vitalwelt Schliersee

Am Samstag eröffneten Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Kuramtsleiter Mathias Schrön die Ausstellung „100 Jahre Bockerlbahn“ in der Vitalwelt Schliersee.

Ab Montag, 28. Oktober 2019, ist diese Ausstellung bei freiem Eintritt täglich zu besichtigen.

 

 

Vor hundert Jahren fegte im Januar ein Föhnsturm über das Spitzingseegebiet, und nach zwei weiteren Stürmen im März und Juli lagen schließlich etwa 300.000 Bäume entwurzelt oder umgeknickt am Boden. Es musste schon nach dem ersten Sturm schnell Abhilfe geschaffen werden, um Schädlingsbefall und Fäulnis zu verhindern. Bereits im Februar, nur sechs Wochen nach dem Jahrhundertsturm, lag ein Plan für den Bau einer Schmalspurbahn vor. Bestehen blieb sie nur bis 1922. Als das Holz abtransportiert war, wurde die Bahn wieder demontiert. Vom Bahnhof in Neuhaus (Zuganbindung nach Schliersee und Bayrischzell) ging die Waldbahn über die Stockeralm, den Spitzingsattel, die Wurzhütte, das Blecksteinhaus bis zur Waitzinger Alm. Heute befindet sich auf der 12 km langen Strecke der Schmalspurbahn ein Wanderweg – der Bockerlbahnweg. Auf zahlreichen Tafeln entlang des Weges könnt ihr viel über die Geschichte der Neuhauser Bockerlbahn lernen. Den Flyer hierzu bekommt ihr bei uns in der Gäste-Information Schliersee.

Es mussten damals sogar Felsen weggesprengt werden, um die Gleise zu verlegen.

Vor der „Neuen Wurzhütte“ geht unser Weg bei der Tafel 10 nach rechts in Richtung „Rosskopfhaus“, auf der alten Trasse oberhalb der Valepper Almen am Almboden vorbei und einige Zeit später durch einen aus dem Felsen gesprengten Trassendurchbruch. Eine Tafel (Nr. 11) zeigt die ehemalige Dampflok bei der Fahrt durch diesen Felsdurchbruch.“

(Freunde der Bockerlbahn)

TIPP: Ein ganz besonderes Highlight ist der Originalwaggon, der auf dem Wanderweg als Anschauungsobjekt steht und echtes Bockerlbahn-Feeling vermittelt. Diesen haben die Freunde der Bockerlbahn 2014 in Norddeutschland ausfindig gemacht und aufgestellt.

Gearbeitet wurde damals mit den einfachsten Mitteln, wie etwa der Wiegsäge, Sapie oder Axt. Diese Gegenstände könnt ihr in der Ausstellung in der Vitalwelt Schliersee besichtigen. Lasst euch zurückversetzen in das Jahr 1919: Die vielen großen Schwarzweiß-Bilder vermitteln einen echten Eindruck wie hart diese Arbeit damals gewesen sein muss.

Die Ausstellung widmet sich auch Dr. Jörg von Hertlein (1927 – 2014), einem großen Förderer der Bockerlbahn. Seine täglichen Spaziergänge hatten ihn inspiriert, die Bockerlbahn wieder in Erinnerung zu rufen. Er begann nach alten Fundamenten der Brücken und nach Gleisresten zu suchen und machte schon bald Vorträge über die Neuhauser Bockerlbahn. Ihm ist es zu verdanken, dass die Bahn nicht in Vergessenheit geraten ist.

Zusätzlich läuft in der Ausstellung eine Bildschirmpräsentation und ein Film über die Bockerlbahn, den das Bayerische Fernsehen bei uns im Frühjahr gedreht hat.

Diesen Film könnt ihr auch hier gleich online anschauen: https://www.br.de/mediathek/video/wandern-am-spitzingsee-auf-den-spuren-der-bockerlbahn-av:5cf92faac6ded500133bd32b

Ich war beim Drehtag dabei: https://magazin.schliersee.de/tag/bockerlbahn/

Die Ausstellung 100 Jahre Bockerlbahn Schliersee ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Nachhaltig aus Holz und mit vielen großen Bildern wurde sie von Kuramtsleiter Mathias Schrön konzeptioniert, grafisch perfekt umgesetzt von Renate Holzmeier und bei der Umsetzung unterstützt von Reiner Pertl.

 

 

Bis Weihnachten täglich in der Vitalwelt Schliersee zu besichtigen. Nicht verpassen!

Vitalwelt Schliersee

Perfallstraße 4

83727 Schliersee

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Der Schlierseer Skulpturengarten

Seit Oktober 2018 – seit dem 11. Kulturherbst – stehen im Kurpark am See Skulpturen von verschiedenen Künstlern und begeistern viele Gäste und Einheimische gleichermaßen mit ihrem abwechslungsreichen Ausdruck. Die Kunstwerke wirken jeden Tag und zu jeder Tageszeit unterschiedlich auf den Betrachter ‒ sei es bei Mairegen, herbstlicher Nebelstimmung, mit Schneehauben versehen, je nachdem, wie die Sonne steht, oder bei stürmischer Wolkenstimmung, die über den See hinwegzieht.

Alle aufgestellten Kunstwerke stammen von Bildhauern, die in den vergangenen Jahren während des Kulturherbstes Ausstellungen gezeigt haben. Die Skulpturen, die im Kurpark zu sehen sind, stammen von Tobel (Steinbildhauer), Georg Brinkies (Holzbildhauer), Otto Wesendonck (Bildhauerei in Bronze und Edelstahl) und Stefan von Reiswitz (Bronze).

 

 

Hier die Beschreibungen der Ausstellungen von 2018 und 2019:

TOBEL, 2 Steinskulpturen „Pirouette“ (Kalkstein, direkt am Seeufer) und „Eternity“ (Granit, im Gras)

Steinbildhauer

„Um Stille in meinen Skulpturen zu erzeugen, muss ich eine Menge Krach machen!“

Tonnenschwere, Millionen Jahre alte Steinblöcke – das ist die Welt des Bildhauers TOBEL. TOBELs Arbeiten unterscheiden sich grundlegend von der traditionellen und industriellen Steinbearbeitung. TOBEL gestaltet nicht die äußere Form, sondern bearbeitet die monolithischen Steine in ihrem Inneren. So schafft er materialentleerte, reduzierte Hohlräume, die gleichzeitig Positivform und Negativabdruck sind. TOBEL ist ein international preisgekrönter Künstler. Unter anderem hat er 2018 in Argentinien den großen Preis der Bildhauer-Biennale „Gran Ganador“ gewonnen. Seine Werke stehen in taiwanesischen Museen, chinesischen Städten oder koreanischen Gärten. Mittlerweile finden sich TOBELs Skulpturen in 25 Ländern dieser Erde.

Zu Hause in Valley veranstaltet TOBEL zusammen mit seiner Frau Christiane Ahlhelm seit 2013 internationale Bildhauer-Symposia. Das Gelände, die SKULPTUR-LICHTUNG, ist das ganze Jahr über zu besichtigen.

 

 

 

Georg Brinkies Holzskulptur „Zwei unter einem Himmel“

Bildhauer

„Jeder vom Menschen geschaffene Raum ist plastisches Ereignis, jedes Haus ist eine begehbare Skulptur, jeder Garten, jeder Weg, jeder Tisch, jeder Stuhl ist menschliche Sprache, in deren Mitte zunächst die schöpferische Idee steht …“

Der 1953 geborene Münchener Georg Brinkies lebt und arbeitet heute in Neuhaus. Nach seiner Ausbildung zum Holzbildhauer in Berchtesgaden entschloss er sich, an der Kunstakademie München bei Prof. Ladner ein Studium der Bildhauerei zu absolvieren. Brinkies ist Mitglied des BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) München und Oberbayern. Neben seinen öffentlichen und privaten Aufträgen begann er 2003 mit seiner Ausstellungsarbeit.

 

 

 

Otto Wesendonck, Bildhauerei in Bronze und Stahl „Feuervogel im Spiegel von Helios“

Meine bildhauerische Arbeit entsteht aus meiner Leidenschaft zum lebensvollen Raum. Ich forme Abläufe und Entladungen von plastischen Energien und gieße und baue sie in rhythmischer Gestalt. Bronze und Edelstahl bilde ich so zu Trägern von Licht, Bewegung und Zeit aus dem Bedürfnis, der Zeit einen Leib, ein Maß, einen Körper zum Anfassen und Begreifen zu geben – anders als in der Musik, aber wohl aus ähnlichen Beweggründen.

 

 

 

Stefan von Reiswitz, Bronze „Esel“

Der Bildhauer Stefan von Reiswitz (1931‒2019) ist aufgewachsen in Ruhpolding und München mit Feriensitz in Neuhaus. Er lebte und wirkte seit Jahrzehnten in Málaga. Leider ist er in diesem Sommer verstorben.

Stefan von Reiswitz verband in seinen Arbeiten als Maler und Bildhauer den Schalk und das Fröhliche seiner bayerischen Heimat mit dem Schwermütig-Eleganten des spanischen Südens. Wenn er im Sommer aus seiner andalusischen Wahlheimat Málaga nach München kam, verbrachte er auch immer Zeit in Schliersee. Sein Verständnis von einem bildenden Künstler beschreibt von Reiswitz wie folgt: „Ein Maler muss dumm sein, sonst wäre er nicht Maler geworden, sagte mein Vater. Ich war da anderer Ansicht. Ein Maler kann fast alles. Er baut Wohnhäuser, errichtet Triumphbögen, zeichnet verantwortlich für Kirchen und Paläste. Selbst die Kuppel von Sankt Peter in Rom hat ein Maler entworfen.“

Rom führte Stefan zu Plastik. Als Ehrengast 1986 in die Villa Massimo eingeladen, begeisterten ihn die antiken Statuen bei seinem dortigen Aufenthalt. Es entstanden im Anschluss zahllose Arbeiten in Bronze. Die Stadt Málaga ließ ihn einen großen öffentlichen Park mit seinen Figuren gestalten. Namhafte Galerien u. a. in Salzburg, München, Madrid sowie Museen im In- und Ausland stellten ihn aus.

 

 

 

http://www.tobel.org/

http://brinkies.com/

http://www.wesendonck.de/

http://www.stefanvonreiswitz.com/

 

Mein Tipp: Einfach mal um die Skulpturen rumgehen, stehen bleiben und Details entdecken, die Perspektive ändern und die Licht- und Schattenspiele auf sich wirken lassen.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Big Band-Sound und Swing-Genuss – ein Konzert der Extraklasse

Bekannte Swing-Legenden und junge Nachwuchsmusiker aus dem Oberland treffen sich am kommenden Donnerstag, den 24. Oktober, auf der großen Bühne im „Waitzinger Keller“, dem Miesbacher Kulturzentrum. „Swing at its Best – Gunter Greffenius Quartett und Groove Merchants“ ist ein Konzertprojekt, das es in dieser Form im Landkreis noch nie gegeben hat.

 

 

Swing, Standards, Blues und Improvisationen

Mitinitiatorin ist Uli Birkelbach aus Schliersee. Für die begeisterte Saxophonistin ist das Konzert ein Herzensprojekt. Sie möchte damit die Bekanntheit der Musikschule Schlierach-Leitzachtal fördern, die auch zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene aus dem Raum Schliersee besuchen. Deshalb ist die Zusammenarbeit mit dem renommierten „Gunter Greffenius Quartett“ für sie eine besondere Ehre. Die weltbekannten Vollblutmusiker Thilo Wagner (Piano), Gary Todd aus New York (Kontrabass) und Michael Keul (Schlagzeug) haben sich 2011 zum „Gunter Greffenius Quartett” zusammengeschlossen. Unter der Leitung des Jazz-Vibraphonisten Dr. Gunter Greffenius, der auch einst die Münchener Kultband „Munich Swing Stars“ gründete, spielen die Künstler nicht nur reinrassigen Swing, Standards, Balladen, Blues und eigene Kompositionen, sondern auch kreative Improvisationen.

 

Big Band der Musikschule im Vorprogramm

Doch wie kam es eigentlich zur Zusammenarbeit mit der renommierten Swing-Band? „Ich kenne und schätze Gunther seit Jahren, war bereits mehrfach Gast seiner Auftritte, und bei einem Treffen im Frühjahr habe ich ihn dann einfach gefragt, ob unsere Big Band mit ihnen auftreten darf – er hat sich einen unserer Auftritte sogar persönlich vorab angesehen“, erzählt Uli Birkelbach. Der versierte Jazz-Musiker lud die jungen Musiker daraufhin ein, bei dem Miesbacher Auftritt des Quartetts als Vorband zu spielen.

Seit einigen Monaten nun wird in den Räumen der Musikschule, die ihren Hauptsitz in Hausham hat, aber auch über Unterrichtsräume in Miesbach verfügt, fleißig geprobt. Zur Big Band „Groove Merchants“, die in diesem Jahr ihr fünfjähriges Jubiläum feiert, zählen rund 20 Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Sie treffen sich einmal pro Woche und üben ihr umfangreiches Repertoire. Von Jazz, Blues, Rock und Pop bis hin zu Funk und Soul dürfen sich die Zuhörer auf so manchen Klassiker und Ohrwurm freuen. Sogar eine Sängerin gehört zu den “Groove Merchants”. Uli Birkelbach konnte für das Projekt außerdem Musikerfreunde aus Schliersee, Hausham und Niederbayern  für die noch fehlenden Stimmen im Trompeten und Posaunensatz gewinnen. Ein Percussion-Spieler kommt sogar extra aus Schwaben – gelebter Zusammenhalt unter Musikern

„Für die Kinder und Jugendlichen ist es schon ein tolles Erlebnis, vor Publikum zu spielen und die ganze Begeisterung und die Emotionen hautnah mitzuerleben“, sagt Uli Birkelbach. Ihr Sohn ist mit dem Alt-Saxophon ebenfalls ein Mitglied der Big Band. Besonders der Jazz werde ein bisschen vernachlässigt in der Musikerziehung, findet die engagierte Musikliebhaberin. „Am Jazz schätze ich vor allem die Möglichkeit der Improvisation. Und ohne das unglaubliche Engagement unseres Band Leaders Daniel Friederich und die finanzielle Unterstützung der Altgelt-Stiftung wäre so ein Band-Projekt nicht realisierbar.“

 

Musikalische Erziehung seit 40 Jahren

Seit 40 Jahren sorgt die Musikschule Schlierach-Leitzachtal für die musikalische Erziehung von Kindern, Jugendlichen und Erwachsenen aus Schliersee und den angrenzenden Nachbargemeinden. Über 800 Schüler werden derzeit von 20 qualifizierten und staatlich  geprüften Lehrkräften in musikalischer Früherziehung, Gesang und zahlreichen Instrumenten unterrichtet. Die jüngsten Musikschüler sind zwei Jahre alt, die ältesten im Rentenalter. Gefördert wird die Einrichtung von den Gemeinden, der Kreissparkasse Miesbach/Tegernsee und vom Freistaat Bayern. Doch damit eine solche Einrichtung bestehen bleibt, braucht es nicht nur Fördergelder, sondern vor allem musikbegeisterte Schüler.

„Musik ist einfach eine Bereicherung für das ganze Leben“, bekräftigt Uli Birkelbach. Aus diesem Grund setzt sie sich mit ganzem Herzen für den Erhalt der Musikschule ein – ausschließlich ehrenamtlich. Ein Engagement, das Nachahmer sucht.

Wer also die talentierte Big Band der Musikschule Schlierach-Leitzachtal einmal live hören und erleben möchte und auch noch ein Faible für echten Swing hat, gespielt von hervorragenden Profi-Musikern, der sollte das Konzert „Swing at its Best – Gunter Greffenius Quartett und Groove Merchants“ am 24. Oktober um 20:00 Uhr im Waitzinger Keller in Miesbach besuchen.

 

 

Kartenverkauf:

Karten sind im Kulturzentrum Miesbach unter Telefon 08025/7000-0 oder per E-Mail unter ticket@waitzinger-keller.de erhältlich, außerdem an allen bekannten Vorverkaufsstellen von München Ticket, unter www.muenchen-ticket.de sowie unter www.eventim.de. Kurzentschlossene kommen einfach eine Stunde vor Veranstaltungsbeginn an die Abendkasse.

 

Fotos: Laura Boston Thek

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Kirchweihbräuche rund um Schliersee

Kirchweih wird in Schliersee ganz liebevoll „Kirta“ genannt und ist ein zusätzlicher Feiertag bei uns.

Am dritten Sonntag im Oktober wird auch in Schliersee der Allerweltskirta gefeiert. Jede Kirche wurde einem ganz besonderen Kirchenpatron geweiht: die Sixtuskirche (6. August), die Westenhofener Sankt Martinskirche (11. November), Sankt Josef (19. März) in Neuhaus, die Weinbergkapelle Sankt Georg (21. April) und die Leonhardikirche (6. November) in Fischhausen. Unsere Oma hatte immer folgenden Spruch auf Lager: „A gscheider Kirta dauert bis zum Irta und, duad es si schicka, dann bis zum Migga“ (Ein gescheiter Kirchweihtag dauert bis zum Dienstag und, wenn es passt, auch bis zum Mittwoch). In Altbayern gehen die Uhren wirklich a bissal anders …

 

 

Als ich noch ein kleines Mädchen war (Ende der 1960er-Jahre), freuten wir uns immer riesig auf das Kirchweihwochenende. Da gab es Essen in Hülle und Fülle, es wurde gefeiert und getanzt, und das ganze Dorf war auf den Beinen. Die Kramerin hatte extra ihren kleinen Kramerladen für den Kirchweihsonntag für die Kinder in ein süßes Paradies verwandelt. Es gab Lebkuchenherzal, Zuckerstangen, Zuckerwatte, Wundertüten … Kaum vorstellbar in der heutigen mit Konsum überhäuften Zeit. Bei uns Bauernkindern und -familien war am Kirchweihwochenende die Erntezeit eingefahren. Die Speis war voll mit Eingemachtem, das Kellerlager mit Kartoffeln, Gelbe Rüben, Zwiebeln und Kraut bestückt. Die Haus-Sau und das Geflügel waren geschlachtet, insbesondere die Kirchweihgänse oder -enten. Das Bier floss in Strömen, und jeder konnte sich mal richtig satt essen. Dabei durften auch die Schmalzgebäcksorten wie Kirtanudeln, Schneeballen, Striezl und Kiachän nicht fehlen.

 

 

Kirchweihsonntag begann mit einem schönen Festgottesdienst, und hier war wirklich jeder Dorfbewohner anzutreffen. Denn anschließend ging es für die Männer zum Frühschoppen zum Wirt, und wir Kinder durften endlich zur Kramerin und unser Herzal holen. Die Mutter kochte den Festtagsbraten. Leberknödelsuppe in Rinderbouillon, danach Kirchweihente mit Kartoffelknödel und Blaukraut.

Nach dem Mittagessen gings zum Kirtahutschn ‒ eine bayerische Schaukel aus einem großen, dicken Holzbrett, die mit zwei Ketten in der Tenne hing und extra für Kirchweih aufgebaut wurde. Leider wird dieser schöne Brauch wegen der Haftungsgeschichten nur noch sehr selten oder eben ganz privat durchgeführt. Am Abend ging es für die Erwachsenen zum Kirchweihtanz.

Montags hatten wir Kinder schulfrei und gingen stattdessen mit der ganzen Klasse zum Kirtahutschn.

Kirchweih 2019 in Schliersee:

  1. Oktober ‒ Kirchweihsamstag
  • Von 19:00 bis 24:00 Uhr in der Vitaltherme. Evening-Chill-out. Genießen Sie Cocktails, leckere Burger und Snacks. Der Eintritt beträgt nur 7,50 € pro Person.
  1. Oktober ‒ Kirchweihsonntag
  • Historischer Handwerkermarkt im Markus Wasmeier Freiluftmuseum. Das ganze Wochenende wird getöpfert, es werden traditionelle Dirndl geschneidert, prächtige Trachtenhaarnadeln gefertigt usw.
  • 8:00 Uhr Eucharistiefeier in der St.-Martin-Kirche Schliersee-Westenhofen
  • Kulturherbst Schliersee: Gerhard Polt und Markus Ederer, „Ach Europa“, Kartenvorverkauf bei der Gäste-Information Schliersee oder über muenchenticket.de
  • Kulturherbst Schliersee: Alejandro Calderón Jaffé – Vernissage, Atelier am Schliersee, Neuhauser Str. 4

 

  1. Oktober ‒ Kirchweihmontag (oberbayerischer Feiertag)
  • Traditioneller Kirtamontag: Enten- und Gänseessen im Markus Wasmeier Freiluftmuseum (im Wirtshaus Zum Wofen)
  • Viele Schlierseer Wirtschaften bieten die typischen Kirchweihschmankerl an.
  • Bunter Nachmittag der Schlierseer Nachbarschaftshilfe. Alle Gönner und Helfer sind herzlich eingeladen zu Kaffee und Kirtagebäck.
  • Gindelalmen: musikalischer Nachmittag mit den bekannten Kirtaschmankerl
  • Almkirtatanz mit den Raffemoser Musikanten in der Gschwandbachalm ab 18:00 Uhr

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Die Kirche St. Bernhard am Spitzingsee und ihre bewegte Geschichte

Ein bisschen düster und abweisend wirkt die katholische Kirche St. Bernhard in der Ortsmitte von Spitzingsee. Komplett aus grauem Stein erbaut, trotzt sie seit Jahrzehnten den rauen Wetterbedingungen in den bayerischen Bergen. Doch wer glaubt, dass diese Kirche steht schon seit Jahrhunderten an ihrem Platz steht, irrt. Die Grundsteinlegung des massiven Bauwerks fand am 22. August 1937 statt. Initiator des Baus war der damalige Schlierseer Ortspfarrer Adalbert Obermayer. Schon damals erfreute sich das Spitzingseegebiet bei Wanderern und Wintersportlern großer Beliebtheit. Die Menschen pilgerten in Scharen in das kleine Bergdorf und sollten dort auch die Gelegenheit zur Zwiesprache mit dem Herrn erhalten.

 

 

Doch der Bau gestaltete sich schwierig. Die politischen Verhältnisse erforderten zähe Verhandlungen mit den nationalsozialistischen Machthabern. Sie bestimmten, dass aus Spargründen als Baumaterial nur am Berg gebrochener Stein und dort geschlagenes Holz verwendet werden dürfen. Die Handwerker machten sich dennoch mit Feuereifer ans Werk und begannen nach den Plänen des Münchner Architekten Friedrich Haindl mit dem umfangreichen Bau.

 

Der Turm stürzte ein

Am 15. Juni 1938 geschah jedoch ein Unglück: Durch wolkenbruchartige Regenfälle stürzte der frisch errichtete Turm in sich zusammen. Verletzt wurde damals zum Glück niemand. Schon drei Monate später löste sich ein großer Steinblock aus dem wiederaufgebauten Turm und zerschlug das Baugerüst. Diesmal wurden drei Arbeiter verletzt. Als Ursache ermittelte man damals die Verwendung von minderwertigem Zement.

Im Herbst des Jahres 1938 waren die Baumaßnahmen dann abgeschlossen, und die Gemeinde Spitzingsee konnte die feierliche Einweihung der Kirche mit Kardinal Michael von Faulhaber in festlichem Rahmen feiern. Gewidmet ist die Kirche übrigens dem heiligen Bernhard von Mentone, dem Schutzheiligen der Alpenbewohner, Alpenwanderer und Bergsportanhänger.

 

iobsbotschaft für die Dorfbewohner

Im Jahr 1942 erreichte die Einwohner des Dorfes am Spitzingsee eine Hiobsbotschaft: Die NS-Organisation „Energie und Kraft“ beabsichtigte, eine 17 Meter hohe Staumauer nahe der Alten Wurzhütte zu errichten. Das Wasser des Sees sollte auf diese Weise gestaut und zur Energiegewinnung genutzt werden. Um dieses Projekt zu realisieren, sollten die Dorfbewohner umgesiedelt und die Kirche St. Bernhard sowie die umliegenden Häuser und Gehöfte abgerissen werden. Doch zum Glück konnte das Projekt bis zum Kriegsende 1945 nicht mehr verwirklicht werden, und der Ort Spitzingsee blieb erhalten.

Die heftigen Winde und starken Schneelasten setzten der steinernen Kirche in den letzten Jahrzehnten arg zu. Deshalb wurde sie in den 1990er-Jahren aufgrund umfassender Renovierungsarbeiten für einige Zeit geschlossen. Am 1. Juni 2000 erstrahlte das Äußere und Innere der Kirche in neuem Glanz und war wieder für die Öffentlichkeit zugänglich.

 

Ein Segen für die Bergmenschen

Das Besondere im Innenraum des Gebäudes ist die trapezförmig gewölbte Holzdecke mit einer Inschrift, die den Bergsegen Papst Pius XI. – der ein begeisterter Alpinist war ‒ wiedergibt:

„Segne, Herr, die Seile, Stöcke, Pickel und alle Ausrüstung der Bergsteiger, auf dass sie durch ihren Gebrauch, an steilen und abschüssigen Höhen und Wänden, auf eisigen Gletschern und im Toben der Stürme vor Absturz und jeglicher Gefahr gesichert seien, glücklich die Gipfel erklimmen und heil zu den Ihren wiederkehren.

Schirme, Herr, durch die Fürbitte des Hl. Bernhard, den Du als Patron der Almen und Alpenwanderer auserwählt hast, diese deine Diener und gewähre ihnen in Deiner Huld, dass sie im Bergsteigen unserer Höhen auch auf den Berg gelangen, der da ist Christus, unser Herr, Amen.“

(Auszug Schlierseer Orts-Chronik)

 

 

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!