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Ein Herbsttag zum Verlieben!

Heute nehme ich euch mit auf einen Herbsttag zum Verlieben.

Morgens um 7:00 Uhr bei 0 °C am See. Der Nebel wird langsam verscheucht von der Sonne und sie kämpft sich den Weg frei Richtung See. Es ist eine stille und mystische Stimmung, die immer wieder fasziniert.

 

 

Die Bergspitzen werden geküsst von der Sonne, langsam erscheint der See in ihr.

Richtung Schliersee werden die Strahlen immer wärmer und intensiver. Der Ort liegt bereits sehr in der Sonne, und ich mache mich auf zum Morgenkaffee. Herrlich ist es in der Früh am See und im Kurpark.

 

Dann packe ich meine Wanderschuhe. Mein Ziel ist die Schliersbergalm. Heute gehe ich von der Unterleiten hoch. Der Weg geht herrlich durch den Wald, Stück für Stück nach oben, und man sieht bei jedem Schritt die Baumspitzen näherkommen.

Oben angekommen, begeistert mich wie immer dieser herrliche Blick über den See.

Eine kurze Rast mit einer Brotzeit muss natürlich sein.

Beim Abstieg kann ich es nicht lassen ‒ wie oft habe ich diesen See schon von dieser Perspektive fotografiert? Unzählige Male, aber es ist immer wieder schön.

 

Kaum auf der Teerstraße angelangt, geht es links Richtung Hochburg. Ein kleines Stück, dann den Waldweg hoch ‒ und wieder dieser Ausblick. Ein Träumchen, wenn nicht zwei.

 

Jetzt packt mich der Durst, und ich laufe weiter auf Richtung Lauber Beach. Das ist auch so ein Anziehungspunkt am See. Ich genieße immer wieder den Blick vom Ufer aus über den See.

 

So ein Tag müsste einfach mehr Stunden haben.

Langsam geht die Sonne unter, und die letzten Strahlen liegen über dem See, bevor sie hinter den Bergen verschwinden.

 

Und dann wird es wieder leise, und der Ort erstrahlt im Lichtermeer.

Der Mond sagt noch kurz Hallo, dann verschwindet auch er hinter den Bergen und flüstert leise: „Gute Nacht, Schliersee.“

 

 

Ich hoffe, ihr habt euch auch wieder verliebt … wie ich. Immer wieder aufs Neue.

 

Bis bald am Schliersee, gute Nacht.

 

 

 

Sabine Hartmann

Geboren in Ingolstadt als echte Schanzerin. Zweitheimat Schliersee. Naturmensch mit Leidenschaft zur Fotografie

 

 

 

Sonntags-Tipp: Frühschoppen im Ratskeller mit der Huabaoim Musi

Ab sofort spielt die Huabaoim Musi bis zur Schlierseer Ratskeller Wiesn jeden Sonntag zum Frühschoppen – von 11:00 bis 14:00 Uhr. Bei schönem Wetter im Biergarten und bei schlechtem Wetter im Restaurant.

 

 

Was ist eigentlich ein Frühschoppen? Traditionell ist der Frühschoppen das Zusammentreffen des Stammtischs, sonntags nach der Kirche, bei Bier, Brotzeit und bayerischer Musik. Solche geselligen Runden ziehen sich gerne bis in den Nachmittag. Wem die morgendliche Maß oder das erste Weißbier des Tages vor dem Mittagessen zu früh ist, gönnt sich erst mal was Deftiges aus der Schmankerl-Küche vom Ratskeller.

 

Hast du schon Appetit?

Genau das Richtige für Sonntagmittag sind das Bierbratl vom Susländer Schwein oder der ofenfrische Schweinsbraten mit Kruste, Kartoffelknödel und Kraut-Speck-Salat. Unentschlossene können je eine Scheibe bestellen. Oder du probierst dich durch die Brotzeitkarte? Wurstsalat mit roten Zwiebeln und Landbrot, Obazda mit Brezn, kalter Braten mit frischem Kren oder Bratensülze mit Bratkartoffeln? Bayerischer wird es nicht. Aber der Ratskeller kann neben traditionell auch vegetarisch und modern. Wie wäre es mit Kichererbsen-Pflanzerl mit Meerrettich-Dip? Oder für die Junggebliebenen einen Beef-Burger aus Wagyu-Rindfleisch in Zangers Krusti-Semmel mit Ratskeller Pommes? Du siehst, es ist für jeden etwas dabei. Nimm einfach Platz im „griabigen“ Biergarten bei Sonnenschein oder in der Gaststube des Ratskellers und lass dich von der Huabaoim Musi in die Welt der bayerischen Musik entführen.

 

 

Frühschoppen jeden Sonntag von 11:00 Uhr bis 14:00 Uhr mit der Huabaoim Musi

Die Huabaoim Musi findest du auf Instagram unter: @huabaoim_musi

 

RATSKELLER SCHLIERSEE

Restaurant & Biergarten

 

Gastgeber: Petra Schobel & Matthias Gercken

Rathausstraße 1a

83727 Schliersee

 

Tel.: 08026/92 05 800

 

E-Mail: office@ratskeller-schliersee.de

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag–Sonntag: 11:00 bis 23:00 Uhr

Biergarten-Sperrstunde: 22:00 Uhr

 

Warme Küche: 11:30 bis 21:00 Uhr

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ein Lieblingsplatz | Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist für mich tatsächlich zu einem Lieblingsplatz in Schliersee geworden. Ich war für dich vor der Eröffnung dort und habe Markus getroffen. Er freut sich riesig, dass es am 12. Juni 2021 nach einem langen Winter endlich wieder losgehen kann.

 

 

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist immer schön, zu sehen, mit viel Liebe Markus Wasmeier sein Freilichtmuseum betreibt. Gerade leuchten die Wiesen um das Museum in allen Farben. Das merkt auch Markus an. „Die Wiesen sind gerade der Wahnsinn“, betont er. Nach dem kurzen Video-Dreh setze ich mich auf eine Bank und genieße die Ruhe. Die Hühner kommen zu mir gelaufen. Es ist wie in einer anderen Zeit. Alle Sorgen verschwinden. Ich freue mich schon jetzt auf die erste gemütliche Brotzeit im wunderschönen Biergarten. Der Sommer kann kommen.

 

Ein Schmankerl für alle Kinder: Freier Eintritt!

Für Markus steht fest: Die die Kinder mussten in der Corona-Pandemie besonders leiden. Deshalb haben Kinder bis einschließlich 15 Jahre im Markus Wasmeier Freilichtmuseum diese Saison freien Eintritt! Das wird auch die Eltern freuen.

 

 

12. Juni 2021: Endlich wieder geöffnet

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist ab dem 12. Juni wieder für dich geöffnet ‒ und auch der gemütliche Biergarten lädt dann zum Verweilen ein.

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

https://www.wasmeier.de

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

Tel.: 08026/92922-0

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10:00–17:00 Uhr

Montags ist nur an Feiertagen geöffnet.

Bei einer Inzidenz unter 50 besteht derzeit keine Test- und Reservierungspflicht!

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Brotzeit to go | Schliersee zum Mitnehmen

Bei einer Rast eine Brotzeit aus dem Rucksack holen zu können, ist ein ganz besonderes Gefühl der Belohnung. Die „Gipfelhalbe“ mit Speck, Käse und Wildsalami sowie einem Bauernbrot ist ein Hochgenuss. In Schliersee findest du verschiedene Anlaufstellen für Brotzeitschmankerl.

 

 

Ich habe ein Verkaufsfahrzeug der Albert-Link-Hütte, den Hühnerhof in Schliersee und den Hennererhof besucht. Wichtig bei allen Angeboten, die ich gefunden habe: Wenn du statt einem „fertigen“ Togo-Angebot eine Brotzeit machen möchtest, ist es praktisch, wenn du ein Brotzeitbrettl und ein Messer dabeihast. Ich bin zum Testessen an den See gefahren. Am Osterwochenende könnte bei uns rund um den Schliersee einiges los sein. Aber eine gemütliche Brotzeit geht auf einem Bankerl abseits der Besucherströme genauso und schmeckt umso besser. Bitte pass auf dich und andere auf und nimm Rücksicht.

 

Eine Bitte: In Schliersee werden täglich die Mülleimer geleert. Trotzdem sind manche durch den vielen Verpackungsmüll durch das Togo-Geschäft schnell voll. Bitte nimm deinen Müll – wenn möglich – wieder mit. Wirf ihn niemals in die Landschaft. Danke!

 

 

 

+++ Albert-Link-Hütte

Der Verkaufsbus an der Ortsausfahrt Hausham und in Aurach ist an Ostern am Samstag ab 10:00 Uhr geöffnet

Der Verkaufsbus an der Schranke Richtung Valepp am Spitzingsee hat Karfreitag, Karsamstag, Ostersonntag & Ostermontag ab 10:00 Uhr geöffnet

Der Grill an der Albert-Link-Hütte ist am Ostersonntag und Ostermontag ab 11:00 Uhr angeheizt. Es gibt Thüringer Rostbratwürste (sowie Gulasch- und Linseneintopf)

Die Albert-Link-Hütte verkauft frisches Brot aus dem Steinbackofen, Wildsalami, Speck, geräucherten Butterkäse, Bergkäse und allerlei Süßes. Perfekt für eine Brotzeit.

Albert-Link-Hütte | Facebook

 

 

 

+++ Hühnerhof Schliersee

Wenn du nach dem Kirchbichl am Ortseingang Schliersee gleich rechts über die Schranke fährst, kommst du zum Hühnerhof Schliersee der Familie Hinterseer.

Hier bekommst du gekochte bunte Ostereier für deine Brotzeit.

Der kleine Hofladen mit verschiedenen Leckereien und frischen Eiern von glücklichen Schliersee Hühnern hat täglich von 7:30 bin 18:30 Uhr geöffnet.

Der Hühnerhof am Schliersee. Das perfekte Ei und vieles mehr. (huehnerhof-schliersee.de)

 

 

+++ Hennererhof

Idyllisch gelegen im Ortsteil Hennerer abseits des Trubels. Vom Hennererhof kannst du zu vielen Wanderungen starten. Der perfekte Ort also, um dich mit einer Brotzeit einzudecken. Der Hofladen ist gut sortiert, Angelika und Hans sind supernett und beraten dich gerne. Viele Artikel stellen sie selbst her. Sohn Alois ist Metzgermeister und das hausgemachte Geräucherte und die Schweinskopfsülze von eigenen Schweinen sind etwas ganz Besonderes. Der Käse kommt von der Bio-Hofkäserei Obermoos bei Irschenberg. Das Dinkel-Bauernbrot macht Angelika selbst. Ich durfte letztes Jahr an einem Brotbackseminar von ihr teilnehmen. Das hat sehr viel Spaß gemacht. Wenn es die Corona-Pandemie wieder zulässt, solltest du das unbedingt auch ausprobieren.

 

Es duftet nach frischem Schlierseer Bauernbrot – Hennerer Hof Schliersee – Schliersee Magazin

Ab Karfreitag gibt es zusätzlich zum regulären Angebot hausgemachten Osterschinken, gefärbte Eier und Hefegebäck – solange der Vorrat reicht.

Willkommen beim – Hennererhof in Schliersee

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Almbutter von der Oberen First

Mittwoch ist immer mein regulärer „Buttertag“, schreibt mir Margreth. „Komm doch rauf auf die Alm!“ Ich freue mich, ich darf dabei sein.

 

 

Wir treffen uns am Nachmittag auf der Oberen First. Zuerst wird Kuh Hanni gemolken. Sie gibt etwa sieben Liter Milch. „Das ist gar nicht so schlecht für eine Kuh, die den ganzen Tag auf der Weide ist und nicht mit Kraftfutter ernährt wird“, erklärt sie mir. Butter macht sie aus acht „Mahlzeiten“. Hanni wird zweimal am Tag gemolken. Da Margreth in ihrer Alm Stroh hat, kann sie die Milch der letzten Tage wunderbar kühl halten. Die Milch kommt als Erstes in eine Zentrifuge, die den Rahm und die Magermilch trennt. Einen Teil von der Magermilch bekommt der Kleinste, der Sohn von Hanni. Der freut sich sichtlich über die Milch. Das hölzerne Butterfass mit Kurbel wird zuerst in heißes Wasser eingeweicht, damit es dicht wird, und dann mit eiskaltem Wasser ausgespült, damit es der Butter nicht zu warm wird. Sowieso eine Herausforderung bei den heutigen hochsommerlichen Temperaturen. Dann füllt Margreth den Rahm ins wassergekühlte Butterfass und kurbelt so lange, bis die Butter fest ist. Dabei wechselt sie sich mit ihrer Freundin Leoni ab, die zu Besuch ist. Leoni würde auch gerne einen Sommer auf einer Alm verbringen. Indem sie Margreth immer wieder über die Schulter schaut und mithilft, kann sie wunderbar erste Erfahrungen sammeln.

 

Die Buttermilch schmeckt himmlisch

Die Buttermilch, die sich durch das Schleudern von der Butter getrennt hat, gießt sie ab. „Das verlängert auch die Haltbarkeit der Butter“, sagt sie. Um sicherzustellen, dass keine Buttermilch mehr in der Butter ist, wird sie mit kaltem Wasser gewaschen.

TIPP: Buttermilch von Süßrahmbutter schmeckt süß und ganz anders als die Buttermilch, die du aus dem Supermarkt kennst. Wer die Gelegenheit bekommt, diese auf einer Alm probieren zu können, sollte sich unbedingt ein Glas bestellen. Allerdings fällt beim Buttern viel weniger Buttermilch ab, als ich dachte. Frische Buttermilch auf einer Alm zu bekommen, ist also etwas ganz Besonderes.

 

Jede Butter ein kleines Kunstwerk

Jetzt wird das restliche Wasser aus der Butter herausgeschlagen, dann wird die Butter geknetet. Gekonnt schleudert Margreth die Butter von der einen Hand in die andere, und das Wasser spritzt über die Terrasse. Es ist ein wenig zu heiß heute und die Butter sehr weich. „Die ist viel weicher als sonst“, sagt Margreth ein wenig besorgt. Sie füllt sie in ein wunderschönes Holzmodel (eine oft kunstvoll verzierte Holzform, um Butter nach ihrer Herstellung eine kompakte, ansehnliche Form zu geben). Dann streift sie die überflüssige Butter ab und klopft das Holzmodel auf den Tisch, um die Butter in Form zu bringen. Dann landet die Butter mit dem schönen Vogelmotiv auf einem Pergamentpapier. Fertig! Am Ende kommen elf Butterstücke mit 180 Gramm heraus. Bei einer anschließenden Brotzeit mit selbst gemachtem Käse, Speck, Gurken, Radieserl und Tomaten darf ich die Butter probieren. Sie schmeckt kurz gesagt: „Sauguad“!

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Mit dem Board übers Wasser ‒ die besten SUP-Plätze am Schliersee

SUP – drei Buchstaben, ein wunderbares Lebensgefühl: Wer den Schliersee mit dem Standup-Paddle-Board – kurz: SUP – erkundet, kann ganz neue (See-)Seiten entdecken. Ob Seespielplatz oder Lauber Beach, ob Ostufer Schliersee oder Strandbad, ob Campingplatz, Rixner Alm oder Südufer: Vom Wasser aus gewinnt ihr neue Perspektiven auf altbekannte Locations – und erschließt euch den See mit einer Extraportion Wellenspaß und herrlich erfrischendem Urlaubsgefühl. Hier gebe ich euch einen Überblick über die besten Ein- und Ausstiegsstellen rund um den Schliersee. Auf die Bretter, fertig, los!

 

 

 

Im Osten

 

>> Ostufer Schliersee: Board-Liebe trifft Biergarten.

 

 

 

Ein Board, ein Paddle – und los geht der Wasserspaß? Nicht ganz so schnell, sagt Jan Flörcken vom Ostufer Schliersee. Der SUP- und Kajakverleih am – eben! – Ostufer des Schliersees legt Wert darauf, dass alle Gäste auch sicher und sinnvoll auf ihrem Brett vorwärts kommen. Wer eines der 25 SUPs ausleihen möchte und zu den Anfängern beim Standup-Paddling zählt, der bekommt erst einmal eine professionelle Einweisung.

 

Auf einem eigenen Schulungs-Board zeigen Jan Flörcken und sein Team die richtige Paddle-Haltung und verschiedene Steuerschläge. Außerdem gibt’s Tipps für die erste Tour auf dem Wasser: „Wir empfehlen unseren Gästen, immer erst einmal gegen den Wind rauszupaddeln, um dann, wenn die Kräfte nachlassen, mit dem Wind wieder reinzukommen“, verrät Jan Flörcken.

 

 

Rauf auf die Rampe, rein in den Schliersee

 

Das Ostufer Schliersee besitzt einen eigenen Seezugang mit gut zugänglicher Rampe. Wer seinen Kräfte nicht schon vor dem SUP-Ausflug strapazieren will, dem helfen Jan und sein Team übrigens sehr gerne, „das Board die paar Meter runter in den See zu tragen“. Weiteres Plus: Sowohl Besucher mit Gästekarte als auch die Schlierseer erhalten 20 Prozent Rabatt auf die Verleihgebühr.

 

Ob nach einer gepflegten Rundtour um den See oder einem Kurztrip auf die Insel Wörth: Wer vom Wellenreiten Appetit bekommen hat, gönnt sich (am Wochenende) ein Schmankerl vom Grill und ein Kaltgetränk im neuen gemütlichen Biergarten des Ostufers.

 

Übrigens: Wer eine Schliersee-Überquerung der Superlative wagen will, benötigt sieben Mitfahrer. Auf dem sogenannten Mega-SUP des Ostufer-Verleihs haben bis zu acht Personen Platz.

 

Tipp: Beste Location, um sich ein gutes SUP direkt am Wasser zu leihen. Und sich bestens vorbereitet in den SUP-Spaß auf dem Schliersee zu stürzen.

 

Ostufer Schliersee

Neuhauser Straße 2

83727 Schliersee

https://ostufer-schliersee.de

 

 

>> Strandbad Schliersee: Wasserspaß trifft Lebensfreude  

 

 

 

Mal schnell auf einen herrlich sahnigen Eiscafé anlanden? Oder die SUP-Tour mit einem erfrischende Gin Chilla in der Mini-Lounge beschließen? Das Strandbad Schliersee verbindet Wasserspaß und Lebensfreude. An zwei verschiedenen Strandabschnitten könnt ihr mit eurem SUP anlegen. Achtung: Bitte unbedingt Rücksicht nehmen auf die Badegäste, die Jugendlichen am Sprungturm und die Kleinsten im abgezäunten Nichtschwimmerbereich.

 

Ob auf der überdachten Sonnenterasse, im schattigen Biergarten oder direkt auf dem Holzsteg über dem Wasser: Für den großen Hunger nach eurem kleinen Wellenabenteuer serviert das Strandbad frische Fleisch- und Fischspezialitäten vom Grill, knackige Salate oder Gerichte aus dem Wok. Einer meiner Favoriten für hungrige SUP-Fahrer ist der Salat mit Rinderfiletstreifen.

 

Tipp: Perfekter Platz, um eine abendliche SUP-Tour ausklingen zu lassen – mit einem leckeren Kaltgetränk und dem Blick auf den Sonnenuntergang am See.   

 

Strandbad Schliersee

Seestraße 29a

83727 Schliersee

https://www.strandbad-schliersee.de

 

 

Im Westen

 

>> Campingplatz Schliersee: Lebe lieber barfuß.

 

 

 

„Wenn du nicht barfuß bist, bist du overdressed“, steht auf einem handgefertigten Holzschild. Ein Spruch, der die Stimmung am Badestrand des Campingplatzes Schliersee ganz wunderbar auf den Punkt bringt: Denn hier trifft lässige Entspanntheit auf unaufgeregten Bulli-Lifestyle. Aus der gleichnamigen Bulli-Beach-Bar serviert das Campingplatz-Team ab nachmittags feine Cocktails. Nach einer anstrengenden SUP-Tour dürft ihr euch herrlich faul in einen der bunten Liegestühle sinken lassen. Ahhh – Entspannung! Ohhh – dieser Blick – zum Beispiel auf die Schlierseer Sankt-Sixtus-Kirche!

 

Auf der Holzterrasse weiter hinten schmecken zum Beispiel der Chili-Burger oder die Falafel mit Avocado-Dip besonders gut nach einem Ausflug mit dem SUP. An Land gehen könnt ihr bequem über die kleine Seespitze, dort fällt das Ufer besonders flach ab. Bitte Rücksicht nehmen auf die anderen Badegäste.

 

Tipp: Bester Spot, um nach einer frühen SUP-Tour die Strahlen der Morgensonne einzufangen – und das Aloha-Feeling in euch zu wecken.

 

Campingplatz Schliersee

Westerbergstraße 27

83727 Schliersee

https://www.camping-schliersee.de

 

 

>> Rixner Alm: Bayerisch. Herzhaft. Echt.

 

Wer hier nach einer SUP-Partie einkehrt, weiß, was er geleistet hat. Früher stand an dieser Stelle eine „Winterstube“, in der die Holzknechte nach ihrer Arbeit in Wald und Forst zur Ruhe kamen. Jetzt bietet die Rixner Alm auch Zuflucht für müde SUP-Fahrer – oder solche, die eine ehrliche bayerische Brotzeit mit Obadzda und Zwiebeln oder einen leckeren Kuchen auf der Sonnenterrasse genießen möchten. Leicht erhöht gelegen, behaltet ihr den See im Blick – und entscheidet spontan, wann es euch weiter aufs Wasser zieht. Anlanden könnt ihr über die flachen Strandabschnitte unterhalb der Alm.

 

Tipp: Idealer Ort, um dich mit einer klassisch-bayerischen Brotzeit nach dem Wassersport zu stärken.

 

Rixner Alm

Westerbergstraße 40
83727 Schliersee

http://rixnerhof.de/rixneralm.html

 

 

Im Norden

 

>> Nordufer: Ein SUPer Platz für alle Fälle.

 

 

 

Der Allrounder unter den Schlierseer SUP-Plätzen: Ideal für Anfänger oder Fahrer, die ihr Brett mit ausreichend Platz und Blick auf die wunderschöne Bergkulisse zu Wasser lassen wollen. Aber Achtung: Rund um den Anlegesteg der Schliersee Schifffahrt ist besondere Vorsicht geboten. Sorgt bitte unbedingt dafür, dass ihr den Ausflugsbooten nicht in die Quere kommt.

 

Vom Nordufer aus fahrt ihr in der Regel mit dem Wind in Richtung Südseite des Sees. Bitte genug Kraft einplanen, denn zurück in den Norden paddelt ihr entsprechend gegen den Wind. Nach einer entspannten Runde übers Schlierseewasser schmeckt ein Kaltgetränk am Seekiosk Lauber Beach herrlich. In den Liegestuhl sinken lassen, Beine von dir strecken und verweilen.

 

Besonders gut geeignet ist das Nordufer auch für Familien. Denn während Mama oder Papa den Wasserspaß auf dem Board genießen, kann der Nachwuchs sich auf dem wunderschönen Seespielplatz austoben – natürlich in Begleitung, versteht sich.

 

Übrigens: Wer kein eigenes Board dabeihat, findet die nächstgelegene SUP-Ausleihe bei Intersport Berauer in der Rathausstraße.

 

Tipp: Vielseitiger Startpunkt für die ganze Familie. Idealer Platz, um mit Blick auf die wunderschöne Bergkulisse loszupaddeln.

 

Lauber Beach

Perfallstraße 4b

83727 Schliersee

https://www.schlierseeschifffahrt.de

 

Intersport Berauer

Rathausstraße 17

83727 Schliersee

https://www.intersport.de/haendlersuche/sportgeschaefte-bayern/83727-schliersee-intersport-berauer/

 

 

Im Süden

 

>> Südufer: Wasserspaß pur rund um die Fischerhütten.

 

 

 

Die Schlierseer Fischer wussten schon, wo es schön ist. Denn die urigen Fischerhütten am Südufer des Sees im Ortsteil Fischhausen besitzen ihren ganz eigenen Charme. Auch ungeübte SUP-Fahrer können hier einfach zu Wasser gehen, denn der Strandabschnitt ist ausreichend breit. Gut erreichbar von Fischhausen aus ist die Insel Wörth. Dort lässt sich ein besonderes Highlight entdecken: die Sandbänke. Mit weißem Sand und türkisblauem Wasser wähnt ihr euch fast in der Südsee. Aber Achtung: Bloß nicht auf Grund laufen!

 

Tipp: Idealer Platz, um einfach und sicher abzulegen und anzulanden. Guter Startpunkt in Richtung Insel Wörth.  

 

Südufer Schliersee

83727 Schliersee-Fischhausen

 

 

SUP – das heißt auch: Sicher & umsichtig paddeln

 

Ob Schwimmer oder SUPer, ob Segler oder Schlauchbootfahrer: Damit wir alle gemeinsam eine gute Zeit auf dem See haben, bitten wir euch:

 

Meidet den Kurpark bei euren Wassersportaktivitäten. Unmittelbar am Kurparkufer befindet sich eine Laichschutzzone – ein Rückzugsort für heimische Fisch- und Entenarten. Baden, SUPen und andere Wassersportaktivitäten sind hier verboten.

 

Nehmt Rücksicht aufeinander. Wer sein SUP aufbaut, benötigt ausreichend Platz. Achtet insbesondere zu Stoßzeiten am See darauf, dass ihr euer Brett nicht versehentlich den Badegästen auf dem Handtuch neben euch um die Ohren haut.

 

Fahrt vorausschauend. Mal schnell den Kurs der Schliersee Schifffahrt kreuzen? Oder ein waghalsiges Überholmanöver mit Badegästen oder einem Segler eingehen? Lieber nicht! Achtet auf die anderen Wassersportteilnehmer um euch herum. So können schmerzhafte Zusammenstöße vermieden werden.

 

Informiert euch, wie’s geht. Den Wind – meist aus Nordwesten kommend – unterschätzt? Das Paddle verloren? Ins Wasser gestürzt? Wer zum allerersten Mal auf einem SUP steht, sollte sich professionell einweisen lassen, zum Beispiel beim Team des Ostufer Schliersee. Nicht nur die SUP-Technik ist wichtig. Informiert euch auch zu den Besonderheiten des Sees – Untiefen oder Sandbänke. Denn mit Sicherheit gleitet ihr am entspanntesten übers Wasser.

 

Achtet auf die Sturm-/Gewitterlampen. Rund um den See befinden sich Wetterwarnleuchten, die bei aufziehenden Unwettern orange blinken. Sollte dies der Fall sein, paddelt bitte umgehend zurück ans Ufer. Oder stecht gar nicht erst in See.

 

HAPPY SUP-ing!

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Es regnet? Wolkenverhangener Himmel? Auf in die Schlierseer Berge!

Und wer Glück hat, wird auch noch mit Sonne belohnt, in meinem Fall wenigstens kurz. Im Regen zu einer Wanderung aufzubrechen, kostet schon etwas Überwindung. Aber geschützt durch Regenbekleidung und wasserfeste Schuhe, ist es eigentlich ganz schön. Mein heutiges Ziel ist der Grünsee.

 

 

Ich wandere vom Parkplatz an der Stümpflingbahn am Spitzingsee entlang und dann vorbei an der Albert-Link-Hütte über die saftig grünen Almwiesen zum Waldrand. Am Wegesrand bimmeln die Kühe, und das klingt im Regen viel mystischer als bei Kaiserwetter. Andere Wanderer sind nicht unterwegs. Aber das wundert mich auch nicht. Es schüttet. Sobald ich den Wald erreiche, geht die Forststraße steil bergauf zu den Haushamer Almen. Der Nebel steigt zwischen den Bäumen auf, und ich genieße die Ruhe. Die bunten Blumen auf der Almwiese leuchten im Regen besonders schön. Nasse Spinnennetze schauen mit den Regentropfen aus wie kleine Kunstwerke. Von den Haushamer Almen ist es nicht mehr weit zur Grünsee-Alm, und auch die meisten Höhenmeter sind geschafft. Von hier hast du eine wunderbare Aussicht auf die Rotwand und die umliegenden Berge. An der Grünsee-Alm musst du dich links halten (Beschilderung zum Rosskopf geht nach rechts), das Schild ist schlecht lesbar.

 

Die Wolkendecke reißt auf

Die Wolkendecke reißt auf, und es hört auf zu regnen. Die letzten 350 Meter geht es über die Almwiese, und genau in dem Moment, als ich den Grünsee erreiche, kommt die Sonne heraus und lässt den See in seinem herrlichen grünen Licht erleuchten. Ich genieße einen Kaffee und eine Brotzeit aus meinem Rucksack und beobachte das Wolkenspiel, das den Grünsee abwechselnd in verschiedene Grüntöne taucht. Spontan entscheide ich mich, doch noch den Rosskopfgipfel zu besteigen, da sich das Wetter so positiv verändert hat. Oben am Rosskopf angekommen, hat sich die Sonne leider bereits wieder verzogen, und es ist ungemütlich stürmisch. Ich genieße trotzdem kurz den atemberaubenden Rundumblick, bevor ich mich wieder auf den Weg ins Tal mache.

 

Ausrüstung: Regenbekleidung und wasserfeste Schuhe mit einer rutschfesten Sohle sind Pflicht. Wanderstöcke helfen dir zusätzlich, wenn es rutschig ist. Gamaschen hindern den Regen, wenn er sehr stark ist, vor dem Eindringen in deine Schuhe. Vergiss die Handschuhe nicht. Gerade jetzt im Frühling kann es bei Regenwetter noch empfindlich kalt sein, und wenn du Wanderstöcke benutzt, wirst du schnell an den Fingern frieren. Auch an eine Regenhülle für deinen Rucksack solltest du denken.

 

Gehzeit: Bis zum Grünsee brauchst du ganz gemütlich eineinhalb bis zwei Stunden, und es sind etwa 300 Höhenmeter zu überwinden. Da ich selbst im Regen viel fotografiere, bin ich auch nicht besonders schnell unterwegs.

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Almauftrieb vom Anderlbauernhof in Fischhausen auf die Untere First im Spitzingseegebiet

Heute Morgen klingelt mein Wecker früh. „Um 5 Uhr ist der Kaffee fertig, und dann geht es los!“, steht in der Nachricht von Hartl Markhauser vom Anderlbauernhof. Die Eisheiligen sind gerade vorbei, die Wiesen sogar oben am Spitzing sattgrün ‒ Zeit, die Tiere auf die Alm zu bringen. Von der Weide in Fischhausen werden die Kälber durch Neuhaus die Spitzingstraße hinauf getrieben und vom Sattel weiter zur Unteren Firstalm.

 

 

Für Hartl, aber auch für seine Sennerin Irmi, die mit ihrer Familie den Sommer über oben auf der Alm lebt und die Tiere versorgt, ist der Almauftrieb ein besonderer Tag im Jahr. Nach einem langen Winter geht es jetzt wieder hinauf. Für Irmi ist es der zweite Almsommer. Spontan war sie vor drei Jahren eingesprungen, nachdem eine Sennerin ausgefallen war. Jetzt freut sich die ganze Familie auf einen weiteren Almsommer.

 

Endlich wieder Kuhglocken auf der Weide

Manchmal bin ich mir nicht sicher, wer wen treibt. Die Kälber legen ein enormes Tempo vor. „Die wollen unbedingt rauf auf die Alm, weil es dort so schön ist“, lacht Hartl. Da es noch sehr früh ist, sind kaum Autos unterwegs. Nur das Läuten der Glocken durchbricht die Stille. Etwa zehn Kilometer und etwas mehr als 500 Höhenmeter müssen zurückgelegt werden – von Mensch und Tier. Ausgestattet mit Stöcken, leiten die Helfer die Kälber in die richtige Richtung. Geschickt springen die Kinder dem Almvieh hinterher, wenn eines ausbüchsen will. Nach knapp zwei Stunden kommen wir oben an. Die Kälber kommen zuerst für zwei Wochen zum Eingewöhnen in eine eingezäunte Weide. Dann dürfen sie zusammen mit dem Milchvieh vom Nachbarbauern die große, weite Weide entdecken. Alle sind froh, die Kälber sicher auf ihre Almwiese gebracht zu haben. Die Sennerin Irmi und Hartl laden alle Helfer noch zu einer Brotzeit in die Alm ein. Von der Terrasse können wir die ersten Wanderer beobachten. Es ist Wanderwetter, und alle zieht es in die Berge. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen müde und freue mich auf einen Nachmittag auf dem Balkon in meiner Hängematte.

 

 

Tipp: Urlaub auf dem Bauernhof | Ein Urlaub auf dem Anderlbauernhof ist etwas ganz Besonderes. Hier lernst du das unverfälschte Bauernhofleben kennen. Große Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, ein Ausflug zur Alm oder der tägliche Umgang mit den Tieren. Du kannst sogar im Stall dabei sein und mithelfen. Bitte informiere dich vor der Buchung über eventuelle Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

https://anderlbauer-am-see.de/

 

Danke, Agnes und Hartl Markhauser, für die Verpflegung und den Einblick in eure Arbeit als Almbauern.

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ruhig und verwunschen – das Tufttal in Schliersee

Heute nehme ich dich mit durch das grüne und verwunschene Tufttal. Wir parken auf dem Hennerer Parkplatz und laufen in Richtung Bodenschneid. Langsam, aber stetig geht es bergauf entlang des Bachs.

 

Feen, Elfen und Kobolde

Ich habe selten so viele verschiedene Grüntöne gesehen. Gestern hat es geregnet, und gerade kommt die Sonne heraus. Die moosbewachsenen Bäume sind eine Faszination für sich. Stundenlang könnte ich hier fotografieren und die verwunschenen Bäume entdecken. Ich glaube nicht an Feen, Elfen oder Kobolde. Aber wenn es sie doch gibt, dann leben sie sicher hier in diesem Wald. Das Gurgeln, Glucksen und Rauschen des Bachs und die wenigen einzelnen Sonnenstrahlen, die durch den Wald dringen, verstärken die mystische Atmosphäre.

Zurück über den Lahner Höhenweg

Nach einiger Zeit gelangen wir zur Unteren Krainsbergeralm. Auf einer Bank machen wir Brotzeit. Wir lauschen dem Vogelgezwitscher und genießen die Sonne auf der Almwiese. Von hier geht es entlang der Weide weiter bergauf in Richtung Bodenschneid. Wenig später im Wald zweigen wir allerdings nach rechts in Richtung Hennerer über den Lahner Höhenweg ab. Der höchste Punkt liegt auf 1.150 m Höhe. Aussicht gibt es hier nur wenig, aber der Bergwald ist herrlich. Die frischen hellgrünen Blätter leuchten in der Sonne. Runter geht es durch das Stadeltal zurück zum Hennerer. Nach etwa zweieinhalb Stunden sind wir zurück am Parkplatz. Die Strecke ist ungefähr sieben Kilometer lang. Eine einfache Wanderung, die du auch gut bei schlechtem Wetter machen kannst. Alle Wege sind gut beschildert.

 

 

TIPP: Wenn du jetzt noch Schmankerl vom Schliersee mit nach Hause nehmen willst, solltest du bei Angelika in ihrem Hennerer-Hofladen reinschauen. https://www.hennerer.com/

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wandern mit Kindern ‒ ein Nachmittag auf der Stockeralm

Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug auf die Stockeralm. Das ist eine wunderschöne Lichtung oberhalb der Josefstaler Wasserfälle in Schliersee-Neuhaus. Die zirka halbstündige Wanderung bietet viele Entdeckungen am Wegesrand und ist besonders mit Kindern gut zu gehen. Wichtig zu wissen: Ihr solltet trittsicher sein und benötigt festes Schuhwerk – am besten Wanderschuhe –, da einzelne steile Anstiege und enge Wegpassagen zu meistern sind.

 

 

Los geht’s im Josefstal im Schlierseer Ortsteil Neuhaus. Einfach der Josefstaler Straße bis zum Ende folgen.


Immer am Wasser entlang

Schon auf den ersten Schritten des Weges begleitet euch das Rauschen des Hachlbachs. Kleine Wasserratten werden jetzt schon die erste Pause einlegen wollen – und runter ans Flussufer klettern. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

Weiter geht es über eine sonnenbeschienene Lichtung, bevor ihr eintaucht in die Kühle des Waldes. Hier umfängt euch der feine Wassernebel des Hachlbachs. Millionen von Wassertröpfchen ‒ in dieser Intensität nur entlang fließender Gewässer zu erleben. Zeit, eure Lungen mit frischer Luft zu füllen. Der Energie des Wassers nachzufühlen. Und selbst in den Fluss zu kommen.

 

Kraftvolles Schauspiel der Natur

Nach etwa zehn Minuten Fußweg erreicht ihr den ersten der Wasserfälle. Er ist auch gleich der imposanteste. Wenn ihr ganz nah rangeht, könnt ihr die Kraft des Wassers spüren, dem ohrenbetäubenden Rauschen des herabstürzenden Hachlbachs lauschen. Besonders für Kinder ist das ein beeindruckendes Naturschauspiel. Auch hier gilt wieder: stehen bleiben und staunen.

 

Steiler Aufstieg mit lohnendem Ausgang

Direkt vom Fuße des ersten Wasserfalls führt euch der Wanderweg W14 über einige steile Abschnitte hoch auf die Stockeralm. Je nach Fitness benötigt ihr noch mal 15 bis 20 Minuten für diesen Abschnitt. Es gibt viel zu sehen: Wasserbecken und Stromschnellen, steil abfallende Felswände, über die das Wasser springt, Felsfurchen, in die sich der Hachlbach tief eingegraben hat.

Am Ende des Weges tretet ihr aus dem Schatten des Waldes hinaus aufs Weidegebiet der Stockeralm. Sie ist zwar nicht bewirtschaftet. Die breiten grünen Wiesen bieten aber ausreichend Platz für eine kleine Brotzeit – und für ganz viel Wasservergnügen. Denn der Hachlbach verläuft an dieser Stelle super flach über die Lichtung und ist – mal abgesehen von seiner eisigen Kälte im Frühjahr – sehr gut zugänglich.

 

Steinmännchen im Flussbett

Zum Spielen und Träumen verlocken auch die Steinmännchen, die Besucher aus den Kieseln des Bachs im Wasser gestapelt haben. Das ist eine wunderbar meditative Beschäftigung. Ihr konzentriert euch auf den Moment und kommt zur Ruhe.

Die Kinder und ich haben auch einige Steine aufeinander gestapelt – natürlich immer mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Natur. Denn wir wollen ja weder Bodenerosion auslösen noch den natürlichen Lebensraum der Alpen zerstören.

 

 

Jetzt wünschen wir euch all das Glück der Steinmännchen für diese wilde Zeit. Bleibt gesund ‒ und vielleicht bis bald auf der Stockeralm!

 

Anreise

Um zu den Josefstaler Wasserfällen zu gelangen, folgt ihr der Josefstaler Straße im Schlierseer Ortsteil Neuhaus bis fast zum Ende. Nach der Bäckerei Gritscher (rechte Seite) ist linkerhand der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.