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Christmetten in Schliersee und Neuhaus 2020

Heuer ist alles anders als in den letzten Jahren. Damit Einheimische und Gäste informiert sind und bei hiesigen Christmetten „dabei sein“ können, hat sich das Schliersee Magazin etwas überlegt:

 

 

Judith Weber vom  Schliersee Magazin macht am 24. Dezember um 18:00 Uhr von der Christmette und am 25.12. um 18:00 Uhr von der Messe in der Sixtus-Kirche einen Livestream.

Der Link dazu: https://www.facebook.com/schliersee/

 

Für die Schlierseer sind die Gottesdienstzeiten um Weihnachten, also wann und wo etwa eine Christmette besucht werden kann, nachstehend kurz zusammengefasst.

 

Katholische Christmetten:

 

Aufgrund der geltenden Abstandsregeln ist die Teilnehmerzahl bei den Gottesdiensten eingeschränkt; teilweise ist ein Besuch nur nach vorheriger Anmeldung möglich. Die Gottesdienstzeiten wurden so gelegt, dass Sie um 21:00 Uhr zu Hause sein können.

Heiliger Abend, 24.12.:  

St. Sixtus:   Kinder-Christmette im Kurpark        15:30 Uhr     >   mit Anmeldung

St. Josef:  Kinder-Christmette im Innenhof d. Pfarrzentrums 16:30 Uhr 

St. Sixtus,    Christmette (Livestream mit Schliersee-Magazin-Redakteurin Judith Weber)                                                  18:00 Uhr                                >   mit Anmeldung

St. Martin:        Christmette               18:00 Uhr                                >    mit Anmeldung

St. Sixtus:         Christmette               19:30 Uhr                                >    mit Anmeldung

St. Josef:          Christmette               19:00 Uhr                                >    mit Anmeldung

St. Bernhard:   Christmette               19:30 Uhr                                >    mit Anmeldung

 

  1. Weihnachtstag, 25.12.: 

St. Martin:     Festgottesdienst                   9:00 Uhr 

St. Josef:         Festgottesdienst                   11:00 Uhr 

St. Sixtus:       Festgottesdienst (Livestream mit Schliersee-Magazin-Redakteurin Judith Weber)

18:00 Uhr                  >  mit Anmeldung

Anmelden können Sie sich bis zum 22.12. zu den jeweiligen Büroöffnungs­zeiten unter der Tel.-Nr. 08026/6578 für St. Sixtus sowie unter der Tel.-Nr. 08026/7280 für St. Josef. Mit einer ausgewählten Platznummer finden Sie Ihren Sitzplatz. Die Plätze müssen fünf Minuten vor Beginn des Gottesdienstes eingenommen sein!

Den Link für die Livestream-Gottesdienste entnehmen Sie ab dem 24.12. auf unserer Homepage: http://www.pv-schliersee-neuhaus.de und https://www.facebook.com/schliersee/

Infos mit freundlicher Genehmigung von der Pfarrei Schliersee (Frau Klothen).

 

 

Evangelische Gottesdienste an Weihnachten in Schliersee–Neuhaus

Heiligabend 24.12.

Studienzentrum für evangelische Jugendarbeit  15:30 Uhr       Familiengottesdienst

Kurpark Schliersee, Musikpavillon                        17:00 Uhr       Christvesper


Apostel-Petrus-Kirche Neuhaus                            19:30 Uhr      Christmette                           < mit Anmeldung

 

1.Weihnachtsfeiertag

Apostel-Petrus-Kirche Neuhaus                           10:30 Uhr    < mit Anmeldung

In diesem Jahr ist alles ein wenig anders ‒ so auch unsere evangelischen Gottesdienste an den Feiertagen! Hierfür bitten wir um telefonische Voranmeldung im Pfarramt unter 08026/7332.

Infos mit  freundlicher Genehmigung des evangelischen Pfarramts Schliersee-Neuhaus (Frau Oberleitner).

 

 

Einen friedvollen Heiligabend und wunderschöne Weihnachtsfeiertage im Kreise der Familien wünscht Euch allen von ganzem Herzen

das Schliersee Magazin!

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Ein Traumhaft schöner Tag am Spitzingsee

Heute war ich am Spitzingsee spazieren.

 

 

Nachdem ich durch die Nebelwand von Schliersee-Neuhaus kommend durch war, erwarteten mich die Sonne und die herrliche Natur rund um den Spitzingsee. Der Spitzingsee liegt auf 1080 m und hat eine Uferlänge von insgesamt ca. 3 km. Ein traumhaft schöner Tag, ich konnte mich gar nicht sattsehen. Diese Spiegelungen im See, diese Ruhe und die warmen Sonnenstrahlen. Normalerweise brauchst du etwa eine Stunde für einen ganz gemütlichen Spaziergang ‒ bei mir kann es schon bis zu drei Stunden dauern, da ich immer wieder stehen bleiben muss, um die Natur in vollen Zügen zu genießen.

Die Bäume, zum Teil ganz weiß überzuckert, glitzerten im Sonnenlicht. Ständig konnte ich neue Ecken entdecken, die wunderschön zum Krafttanken und zum Verweilen einluden. Die erste Adventswoche in einer ganz außergewöhnlichen Zeit. Hier traf ich nur einheimische Schlierseer, die sich an den Schönheiten am Spitzingsee erfreuten.

Gerne möchte ich auch für unsere Gäste diese schönen Momente zum Einstimmen in die Adventszeit in die Welt hinausschicken.

 

 

Bleibt‘s gesund, wir sehen uns wieder nach der Corona-Pause am Schliersee.

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Waldbaden in Schliersee – ein Vormittag mit Natur-Coach Irmi Baumann

Ein bisschen Esoterik im Grünen. Menschen, die Bäume umarmen. Und eine große Portion Hokuspokus. So oder so ähnlich habe ich mir lange Zeit Waldbaden vorgestellt. Weit gefehlt, weiß Irmi Baumann. Als Natur-Coach und Resilienztrainerin begleitet sie Menschen, die durch die Begegnung mit der Natur zur Ruhe kommen, sich entspannen und nachhaltig ihre Gesundheit fördern möchten. Ich war einen magischen Morgen lang mit ihr im Wald in Schliersee unterwegs – und habe dabei jede Menge gelernt. Über das Waldbaden. Aber auch über mich selbst.

 

 

 

Beginnen wir von vorne, liebe Irmi: Was ist eigentlich Waldbaden?

 

In Japan spricht man von „Shinrin-Yoku“, also dem Eintauchen in die Waldatmosphäre. Frei übersetzt: Waldbaden. „Shinrin-Yoku“ ist dort schon seit Jahren fester Bestandteil der staatlichen Gesundheitsvorsorge. Weltweit haben viele Wissenschaftler dazu geforscht – und unabhängig voneinander herausgefunden: Ein Aufenthalt im Wald senkt nachweislich den Blutdruck, reguliert den Puls, reduziert auf natürliche Weise Stresshormone und stärkt so unsere Abwehrkräfte. Gerade in unserer westlichen Gesellschaft ist Waldbaden also eine sehr effektive Methode, um Stress abzubauen, gelassener zu werden und über die Begegnung mit der Natur wieder zu sich selbst zu finden. Der Wald hat ganzheitliche positive Auswirkungen auf Körper, Geist und Seele.

 

Was nehme ich mit, wenn ich zum Waldbaden gehe?

 

Das Schöne am Waldbaden ist, dass wir gar keine große Ausstattung brauchen. Wir benötigen einfach nur den Wald und bequeme, wetterfeste Kleidung – gerade in der kalten Jahreszeit, damit du nicht auskühlst. Vielleicht einfach ein Stirnband mitnehmen und Handschuhe. Und dann kann’s schon losgehen.

 

Wie läuft das ab, wenn ich mit dir zum Waldbaden gehe?

 

Wir treffen uns zum Waldbaden an einem schönen Waldstück – und laufen erst einmal los. Viele verwechseln Waldbaden mit einem Spaziergang, aber es ist viel mehr als das. Es geht darum, unsere Sinne zu aktivieren, achtsam zu sein – und die Stille zu genießen. Wann hören wir denn mal wirklich richtig zu oder nehmen Geräusche wahr? Während wir so durch den Wald schlendern, erleben wir uns und unsere Sinne in ganz anderen, neuen Dimensionen. Und kommen dabei zur Ruhe.

 

Wichtig ist, dass Waldbaden frei von Bewertungen und festgesteckten Zielen ist. Es geht nicht darum, wie beim Joggen ein messbares und wenn möglich steigerungsfähiges Ergebnis zu erzielen. Vielmehr ist es ein Training – mit Übungen aus dem Natur-Coaching sowie aus der Natur- und Wildnispädagogik, die die Wirkung des Waldes auf unsere Gesundheit unterstützen sollen.

 

Was für Übungen kann ich ganz konkret beim Waldbaden machen?

 

Du kannst zum Beispiel mal eine Handvoll Blätter, Zweige, Nadeln vom Waldboden aufnehmen und daran riechen. Wann nimmt man sich sonst die Zeit, diesen herrlichen erdigen Gerüchen nachzugehen? Oder du schnupperst das frische Harz, das an der Baumrinde hinunterläuft. Du kannst ein Stück Borke berühren und dich fragen: Von welchem Baum stammt das eigentlich? Du fährst mit der Hand durch eine dicke, weiche Schicht Moos. Oder du tauchst einmal ganz bewusst ein in die Geräuschkulisse des Waldes. Am Anfang nehmen wir nur die lauten Töne wahr, die ganz nah an uns dran sind. Aber mit der Zeit können wir dann sogar das Rauschen des Windes in den Baumwipfeln wahrnehmen. Es gibt so viele verschiedene Möglichkeiten, den Wald mit allen Sinnen zu erfahren.

 

Barfuß durchs Laub oder lieber in Wanderschuhen – was empfiehlst du?

 

Das Barfußlaufen gehört auf alle Fälle zum Waldbaden dazu. Toll ist es, den Waldboden wirklich an den Fußsohlen zu spüren, unsere Basis und Balance zu trainieren. Ein bisschen ermöglicht uns das, wieder Kind zu sein. Da sind wir so viel barfuß gelaufen. Wann machen wir das heute noch?

 

Wo kann man denn rund um Schliersee am besten Waldbaden – hast du Tipps für unsere Leser?

 

Waldbaden ist total unkompliziert und funktioniert im Prinzip in jedem Wald, auch in ganz kleinen Waldstücken. Hier in Schliersee empfehle ich gerne den Rhonberg oberhalb der Schliersbergalm. Da kann man ganz schön reingehen, da gibt es überall verwunschene, kleine, stille Pfade. Oder beim Hennerer loslaufen durch den Wald in Richtung Baumgartenschneid. Am Spitzingsee findet ihr sehr viele Möglichkeiten zum Waldbaden. Und von Neuhaus aus könnt ihr in Richtung Aurach loslaufen, das ist auch ganz zauberhaft.

 

 

Vielen Dank für die vielen Anregungen, liebe Irmi!

 

Mein Tipp: Wer Lust bekommen hat, selbst einmal das Waldbaden auszuprobieren, ist bei Irmi Baumann an der richtigen Adresse. In Schliersee bietet sie auf Nachfrage Gruppen- oder Privatkurse an. Ihr erreicht sie und ihr Angebot als Natur-Coach und Resilienztrainerin über ihre Website unter www.irmibaumann.de.

 

Ich kann das Waldbaden in Schliersee unbedingt empfehlen. Gerade im Herbst ist dies ein wunderbar erdendes Naturerlebnis.

 

Natur-Coach Irmi Baumann

Website: https://www.irmibaumann.de

Tel.: 0172/1009571

E-Mail: hallo@irmibaumann.de

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Schliersee leuchtet | Lichterglanz 2020

Schliersee wird im Dezember weihnachtlich in Szene gesetzt

Leider kann aufgrund der Corona-Pandemie der beliebte Schlierseer Weihnachtszauber nicht stattfinden. Trotzdem will die Gemeinde Schliersee ihre Bürger und Gäste in der Adventszeit in eine schöne weihnachtliche Stimmung versetzen. „Die Zeiten sind dunkel, deshalb wollen wir etwas Helligkeit und Licht nach Schliersee bringen“, erklärt Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer.

 

 

Den ganzen Dezember wird Schliersee an verschiedenen Stellen illuminiert. Schliersee leuchtet. Es wird ein Weihnachtsbaum am Ortseingang auf dem Kirchbichl erstrahlen. Darauf freue ich mich besonders. Das Rathaus, die Sixtus-Kirche, die Ludwigsbüste auf dem Weinberg und das Bauerntheater werden angestrahlt, und es werden auch Weihnachtsbäume aufgestellt. In Neuhaus wird der Kurpark beleuchtet und am Spitzingsee die Kirche Sankt Bernhard im Lichterglanz erstrahlen. Aber keine Angst, wir wollen keine kitschige amerikanische Weihnachtslandschaft, sondern eine dezente Beleuchtung. Von Einbruch der Dunkelheit an bis 22:00 Uhr wird es im Dezember ein bisschen heller in Schliersee.

 

Aufruf an die Schlierseer

„Wir wünschen uns, dass Sie mitmachen!“, sagt Franz Schnitzenbaumer und ruft somit seine Bürger dazu auf, ebenfalls etwas zur weihnachtlichen Stimmung in Schliersee beizutragen. Es wäre schön, wenn möglichst viele Schlierseer ihre Häuser, Balkone oder Gärten sanft beleuchten.

Vielleicht haben wir das Glück, dass es im Dezember schon schneit und alle unsere Lichter den Schnee festlich glitzern lassen.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ein Wochenende am Schliersee

Ja, ich habe es mal wieder geschafft und mir ein wunderbares Wochenende am Schliersee gegönnt.

 

 

Samstagmorgen, es ist 7:00 Uhr, und es regnet. Das hält mich nicht ab, in meine Joggingschuhe zu springen und mich auf den Weg zum See zu machen. Husch über die Straße, und schon hört es zum Regnen auf.

 

Los geht’s Richtung Neuhaus … die Luft ist herrlich frisch, und am See machen sich die ersten Fischer ans Angeln. An den Bootshäusern vorbei, treffe ich schon auf die ersten Jogger und Spaziergänger.

Kurz durch den Fitnessparcours und schwupps rauf auf den Weg weiter Richtung Campingplatz, wo die ersten Camper zum Frühstück erwachen. Ein freundliches „Gmorgn“, und weiter geht’s.

 

Am Kurpark treffe ich die ersten Wanderer, die gerade vom Zug kommen und sich aufmachen Richtung Berge. Ein kurzer netter Smalltalk mit einer Schlierseerin mit Hund, und es geht weiter nach Hause … der Kaffee und die Dusche warten.

 

Nachmittags geht’s mit dem Fahrrad Richtung See. Am Lauber Beach sitze ich gerne, genieße einen Aperol und die schöne Aussicht dazu. Dort am Bootsverleih sind sie heute ziemlich beschäftigt … ein Traumtag eben.

Ich mag das Leben am See, die Menschen, die Touristen und die unterschiedlichen Gespräche dazu.

 

 

Auf dem Heimweg setze ich mich noch auf eine Bank beim Strandbad, wo ich nicht lange allein bin. Ein paar Schlierseer kommen zum Baden ‒ wie jeden Tag im Sommer trifft man sich hier … hier kennt man sich, und auch ich bin sofort im Gespräch über Menschen, Touristen, Baden, Autos und was noch so einfällt.

 

In der Ferne hört man es grummeln, die ersten Gewitterwolken ziehen auf, und ich ziehe mich in meine Wohnung zurück. Kurz darauf gibt es einen kurzen und sonnenuntermalten Schauer, der eine wunderbare Luft und eine atemberaubende Wolkenstimmung bringt, sodass es mich wieder zum See zieht.

 

 

 

 

Ich fotografiere gerne einfach alles hier, vor allem liebe ich Sonnenuntergänge.

 

Am Sonntagmorgen geht’s mit dem Rad auf Frühstückssuche. Die ersten Cafés sind um kurz nach 9:00 Uhr schon voll und mit Leben gefüllt. Ich lande dann wieder am Lauber Beach. Dort habe ich ein schönes Plätzchen entdeckt und genieße die Morgensonne.

 

Kurz darauf begebe ich mich in den Kurpark, wo die Stadtkapelle Miesbach spielt, der ich und einige andere gerne lauschen.

 

Ein herrlich sonniger Tag zieht mich nachmittags zu Fuß rund um den See.

Und da ist sie wieder, meine Kuchenlust. Beim Seegarterl gibt es heute frischen Datschi mit Streusel ‒ da kann ich nicht widerstehen. Danach geht’s barfuß weiter am See, es ist herrlich warm.

 

 

Der Rundweg ist einfach wunderbar. Man ist zügig rum und befindet sich mitten in der Natur.

 

Im Kurpark verweile ich gerne noch und beobachte das Leben.

 

Danach steht noch Gartenarbeit an ‒ von allein macht die sich nicht.

Man merkt langsam, aber sicher, dass die Tage kürzer werden. Abends, wenn alles still ist, ist es auch sehr schön, am See zu verweilen.

 

Und immer wenn es heimwärts geht, muss ich zum Café Jennerwein und Kuchen/Torten mitnehmen. Das ist schon ein Ritual ‒ ohne geht es nicht.

 

So ein paar Tage am See sind immer traumhaft, auch wenn sie mit etwas Garten- und Wohnungsarbeit verbunden sind … aber es ist es auf alle Fälle wert, hier zu verweilen und zu genießen.

 

Ich wünsche euch allen auch schöne Tage am See!

 

Bis zum nächsten Mal

 

 

 

 

Sabine Hartmann Sabine Hartmann

Geboren in Ingolstadt als echte Schanzerin. Zweitheimat Schliersee. Naturmensch mit Leidenschaft zur Fotografie

 

 

 

Bergwiesen, Waldpfade, alte Gemäuer und Badestrand – eine sehr abwechslungsreiche Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck in Schliersee

Heute wandere ich mit dir vom Ufer des Schliersees zu den ältesten Gemäuern bei uns – zur Burgruine Hohenwaldeck.

 

 

Vom Strandbad geht es über eine Teerstraße zu den Höfen der Oberleiten. Hier folgst du der Beschilderung nach rechts über wunderschöne Almwiesen mit einem traumhaften Ausblick über den Schliersee. Hier solltest du unbedingt eine kleine Pause einlegen und die Landschaft genießen. Danach führt der Weg stetig steigend durch den Wald. Bei 1058 m ist der höchste Punkt erreicht. Jetzt geht es leicht bergauf und bergab zur Ruine. Die alten Mauern der Burgruine Hohenwaldeck verführen zum Klettern, aber das ist nicht nur gefährlich, sondern inzwischen auch vom Forstbetrieb Schliersee verboten. Die Verletzungsgefahr durch loses Mauerwerk ist zu groß. Der Anblick der hohen Mauern versetzt mich sofort zurück ins 13. Jahrhundert, in dem die Herren von Waldeck die Burg auf dem Bergsporn 209 m über dem Schliersee errichtet haben. Leider wurde die Burg Hohenwaldeck 1480 durch einen Felssturz zerstört, und so kannst du nur noch die Überreste der Burganlage bewundern. Ebenfalls beeindruckend ist der Aussichtspunkt mit zwei Bänken und einem Kreuz, der etwas unterhalb der Ruine liegt und einen atemberaubenden Ausblick bietet. Es gibt kaum einen schöneren Platz für eine Brotzeit direkt über dem Schliersee. Von der Ruine folgst du jetzt der Beschilderung nach Neuhaus, der Pfad führt steil und ausschließlich durch den Wald bergab. Entlang des Weges stehen mehrere Tafeln des „Geschichts- und Naturwanderwegs zur Burgruine“. Wenn du aus dem Wald herauskommst, geht es über Wiesen runter zur Straße und zum Ufer des Schliersees. Jetzt kannst du entscheiden, ob du der kürzeren Strecke des Ostufers folgst oder den längeren Weg auf der Westseite des Sees abseits der Straße wählst. Nach insgesamt etwa drei Stunden bist du wieder am Strandbad.

 

 

Das ist für mich eine der abwechslungsreichsten kurzen Wanderungen bei uns in Schliersee.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wandern mit Kindern ‒ ein Nachmittag auf der Stockeralm

Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug auf die Stockeralm. Das ist eine wunderschöne Lichtung oberhalb der Josefstaler Wasserfälle in Schliersee-Neuhaus. Die zirka halbstündige Wanderung bietet viele Entdeckungen am Wegesrand und ist besonders mit Kindern gut zu gehen. Wichtig zu wissen: Ihr solltet trittsicher sein und benötigt festes Schuhwerk – am besten Wanderschuhe –, da einzelne steile Anstiege und enge Wegpassagen zu meistern sind.

 

 

Los geht’s im Josefstal im Schlierseer Ortsteil Neuhaus. Einfach der Josefstaler Straße bis zum Ende folgen.


Immer am Wasser entlang

Schon auf den ersten Schritten des Weges begleitet euch das Rauschen des Hachlbachs. Kleine Wasserratten werden jetzt schon die erste Pause einlegen wollen – und runter ans Flussufer klettern. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

Weiter geht es über eine sonnenbeschienene Lichtung, bevor ihr eintaucht in die Kühle des Waldes. Hier umfängt euch der feine Wassernebel des Hachlbachs. Millionen von Wassertröpfchen ‒ in dieser Intensität nur entlang fließender Gewässer zu erleben. Zeit, eure Lungen mit frischer Luft zu füllen. Der Energie des Wassers nachzufühlen. Und selbst in den Fluss zu kommen.

 

Kraftvolles Schauspiel der Natur

Nach etwa zehn Minuten Fußweg erreicht ihr den ersten der Wasserfälle. Er ist auch gleich der imposanteste. Wenn ihr ganz nah rangeht, könnt ihr die Kraft des Wassers spüren, dem ohrenbetäubenden Rauschen des herabstürzenden Hachlbachs lauschen. Besonders für Kinder ist das ein beeindruckendes Naturschauspiel. Auch hier gilt wieder: stehen bleiben und staunen.

 

Steiler Aufstieg mit lohnendem Ausgang

Direkt vom Fuße des ersten Wasserfalls führt euch der Wanderweg W14 über einige steile Abschnitte hoch auf die Stockeralm. Je nach Fitness benötigt ihr noch mal 15 bis 20 Minuten für diesen Abschnitt. Es gibt viel zu sehen: Wasserbecken und Stromschnellen, steil abfallende Felswände, über die das Wasser springt, Felsfurchen, in die sich der Hachlbach tief eingegraben hat.

Am Ende des Weges tretet ihr aus dem Schatten des Waldes hinaus aufs Weidegebiet der Stockeralm. Sie ist zwar nicht bewirtschaftet. Die breiten grünen Wiesen bieten aber ausreichend Platz für eine kleine Brotzeit – und für ganz viel Wasservergnügen. Denn der Hachlbach verläuft an dieser Stelle super flach über die Lichtung und ist – mal abgesehen von seiner eisigen Kälte im Frühjahr – sehr gut zugänglich.

 

Steinmännchen im Flussbett

Zum Spielen und Träumen verlocken auch die Steinmännchen, die Besucher aus den Kieseln des Bachs im Wasser gestapelt haben. Das ist eine wunderbar meditative Beschäftigung. Ihr konzentriert euch auf den Moment und kommt zur Ruhe.

Die Kinder und ich haben auch einige Steine aufeinander gestapelt – natürlich immer mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Natur. Denn wir wollen ja weder Bodenerosion auslösen noch den natürlichen Lebensraum der Alpen zerstören.

 

 

Jetzt wünschen wir euch all das Glück der Steinmännchen für diese wilde Zeit. Bleibt gesund ‒ und vielleicht bis bald auf der Stockeralm!

 

Anreise

Um zu den Josefstaler Wasserfällen zu gelangen, folgt ihr der Josefstaler Straße im Schlierseer Ortsteil Neuhaus bis fast zum Ende. Nach der Bäckerei Gritscher (rechte Seite) ist linkerhand der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Die Josefstaler Wasserfälle: Winterwanderung im Josefstal

Wenn du Lust auf eine erholsame und leichte Wanderung im Winter hast, kannst du dich, so wie ich es getan habe, auf den Weg zu den Josefstaler Wasserfällen machen. Der Besuch dort bietet mehrere einzigartige Stationen, welche jedes Mal abhängig von Tages- und Jahreszeit auf neue Art und Weise die Faszination der Natur zeigen. Ich bin nach der Arbeit noch dort hingefahren ‒ du  kannst also auch nach Lust und Laune aufbrechen, wann du gerade Zeit hast.

 

 

Die Anfahrt

Ganz vorneweg: Wenn du mit dem Auto kommen möchtest, darfst du nur auf gekennzeichneten Flächen parken, aber du hast auch die Möglichkeit, mit dem Zug oder dem Bus zu fahren. Daher empfehle ich dir, wenn du mit dem Auto kommst, eher an einem ruhigen Nachmittag die Wanderung anzutreten. Die Josefstaler Wasserfälle befinden sich in Neuhaus, am Ende vom Josefstal. Von dort, wo ich geparkt habe, waren es nur einige Minuten bis zum Wegweiser.

 

Die Wanderung

Entlang des Hachlbachs gehe ich durch den wundervollen Wald den Wasserfällen entgegen. Fast komme ich mir vor wie in einem Zauberwald, die Gegend lädt zum Träumen ein. Es dauert nicht lange, da erreiche ich den ersten und  größten der Wasserfälle. Ich bin erstaunt über das laute Rauschen und die gewaltigen Wassermassen, die den zwölf Meter hohen Felsen hinunterstürzen. Nach einer kleinen Pause gehe ich weiter den Weg, der mich oberhalb der Wasserfälle entlangführt. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als ich die vielen weiteren Kaskaden sehe. Relativ am Ende entdecke ich noch einen recht eindrucksvollen Wasserfall, zu dem ich ein kleines Stück hinabsteige. Direkt davor setze ich mich eine Weile hin und spüre ab und an ein paar Tropfen, die mir durch den kühlen Bergwind ins Gesichts geweht werden. Vielleicht findest auch du diese Stelle und verweilst dort einen Augenblick.

 

Das Ziel

Nach einem etwas steileren Abschnitt bin ich auf einer Freifläche oben angekommen. Idyllisch plätschert der Bach vor der beeindruckenden Bergkulisse entlang. Wenn du dort ebenfalls angelangt bist, hast du viele Möglichkeiten. Entweder gehst du den gleichen Weg wieder zurück, oder du wanderst über eine Brücke noch zur Stockeralm. Diese ist zwar unbewirtschaftet, aber dennoch ein schönes Ziel. Von dort aus kannst du über die Spitzingstraße einen Rundweg machen oder ‒ wenn du eine längere Wanderung unternehmen möchtest ‒ auch Richtung Spitzingsattel und Brecherspitz gehen. Da es bald dunkel wird, spaziere ich wieder zurück und trete erfrischt meinen Heimweg an.

 

 

Meine Tipps

Ich rate dir, selber Essen und Trinken mitzunehmen, im Winter zum Beispiel einen warmen Tee. Außerdem ist es optimal, feste Schuhe zu tragen, da der Weg zu Beginn recht vereist und rutschig ist. Zudem ist eine Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlenes ist umweltschonend und außerdem praktischer.

 

Mein Fazit

Egal, ob du viel oder wenig Zeit zur Verfügung hast: Diese Wanderung kann zeitlich beliebig geplant werden. Auch denn du eine Familie mit kleineren Kindern hast oder im Rentenalter bist, ist diese Route perfekt. Unabhängig von Zeit und Alter: Mit dieser Winterwanderung kannst du nichts falsch machen!

 

 

Anna Menhart Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

Schlierseer Geschichte erleben | Ausstellung 100 Jahre Bockerlbahn in der Vitalwelt Schliersee

Am Samstag eröffneten Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Kuramtsleiter Mathias Schrön die Ausstellung „100 Jahre Bockerlbahn“ in der Vitalwelt Schliersee.

Ab Montag, 28. Oktober 2019, ist diese Ausstellung bei freiem Eintritt täglich zu besichtigen.

 

 

Vor hundert Jahren fegte im Januar ein Föhnsturm über das Spitzingseegebiet, und nach zwei weiteren Stürmen im März und Juli lagen schließlich etwa 300.000 Bäume entwurzelt oder umgeknickt am Boden. Es musste schon nach dem ersten Sturm schnell Abhilfe geschaffen werden, um Schädlingsbefall und Fäulnis zu verhindern. Bereits im Februar, nur sechs Wochen nach dem Jahrhundertsturm, lag ein Plan für den Bau einer Schmalspurbahn vor. Bestehen blieb sie nur bis 1922. Als das Holz abtransportiert war, wurde die Bahn wieder demontiert. Vom Bahnhof in Neuhaus (Zuganbindung nach Schliersee und Bayrischzell) ging die Waldbahn über die Stockeralm, den Spitzingsattel, die Wurzhütte, das Blecksteinhaus bis zur Waitzinger Alm. Heute befindet sich auf der 12 km langen Strecke der Schmalspurbahn ein Wanderweg – der Bockerlbahnweg. Auf zahlreichen Tafeln entlang des Weges könnt ihr viel über die Geschichte der Neuhauser Bockerlbahn lernen. Den Flyer hierzu bekommt ihr bei uns in der Gäste-Information Schliersee.

Es mussten damals sogar Felsen weggesprengt werden, um die Gleise zu verlegen.

Vor der „Neuen Wurzhütte“ geht unser Weg bei der Tafel 10 nach rechts in Richtung „Rosskopfhaus“, auf der alten Trasse oberhalb der Valepper Almen am Almboden vorbei und einige Zeit später durch einen aus dem Felsen gesprengten Trassendurchbruch. Eine Tafel (Nr. 11) zeigt die ehemalige Dampflok bei der Fahrt durch diesen Felsdurchbruch.“

(Freunde der Bockerlbahn)

TIPP: Ein ganz besonderes Highlight ist der Originalwaggon, der auf dem Wanderweg als Anschauungsobjekt steht und echtes Bockerlbahn-Feeling vermittelt. Diesen haben die Freunde der Bockerlbahn 2014 in Norddeutschland ausfindig gemacht und aufgestellt.

Gearbeitet wurde damals mit den einfachsten Mitteln, wie etwa der Wiegsäge, Sapie oder Axt. Diese Gegenstände könnt ihr in der Ausstellung in der Vitalwelt Schliersee besichtigen. Lasst euch zurückversetzen in das Jahr 1919: Die vielen großen Schwarzweiß-Bilder vermitteln einen echten Eindruck wie hart diese Arbeit damals gewesen sein muss.

Die Ausstellung widmet sich auch Dr. Jörg von Hertlein (1927 – 2014), einem großen Förderer der Bockerlbahn. Seine täglichen Spaziergänge hatten ihn inspiriert, die Bockerlbahn wieder in Erinnerung zu rufen. Er begann nach alten Fundamenten der Brücken und nach Gleisresten zu suchen und machte schon bald Vorträge über die Neuhauser Bockerlbahn. Ihm ist es zu verdanken, dass die Bahn nicht in Vergessenheit geraten ist.

Zusätzlich läuft in der Ausstellung eine Bildschirmpräsentation und ein Film über die Bockerlbahn, den das Bayerische Fernsehen bei uns im Frühjahr gedreht hat.

Diesen Film könnt ihr auch hier gleich online anschauen: https://www.br.de/mediathek/video/wandern-am-spitzingsee-auf-den-spuren-der-bockerlbahn-av:5cf92faac6ded500133bd32b

Ich war beim Drehtag dabei: https://magazin.schliersee.de/tag/bockerlbahn/

Die Ausstellung 100 Jahre Bockerlbahn Schliersee ist meiner Meinung nach sehr gelungen. Nachhaltig aus Holz und mit vielen großen Bildern wurde sie von Kuramtsleiter Mathias Schrön konzeptioniert, grafisch perfekt umgesetzt von Renate Holzmeier und bei der Umsetzung unterstützt von Reiner Pertl.

 

 

Bis Weihnachten täglich in der Vitalwelt Schliersee zu besichtigen. Nicht verpassen!

Vitalwelt Schliersee

Perfallstraße 4

83727 Schliersee

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Von Schwabing an den Schliersee: „entspannbar“ bietet Massagen, die berühren

Wer Entspannung sucht, wird am Waldesrand in Schliersee-Neuhaus fündig. Ganz am Ende der Krettenburgstraße – dort, wo viele Wanderer ihren Aufstieg zur Brecherspitz beginnen, steht ein kleines, feines Häuschen: die „entspannbar“. Was von außen anmutet wie ein besonders elegantes Gartenhäuschen, birgt im Inneren weder Rasenmäher noch Heckenschere. Vielmehr steht eine Massageliege inmitten des hellen und mit viel Liebe zum Detail eingerichteten Raums. Seit April bietet Monika Mangold an diesem besonderen Ort „Massagen, die berühren“ an.

 

 

Monika Mangolds Massagepraxis begann mit einer Krise: Die gebürtige Münchnerin war als gelernte Arzthelferin lange Jahre in einem medizinischen Labor, dann bei einer Krankenversicherung und später bei einer großen Rückversicherung tätig. Doch irgendwann stellte sie fest: „Ich war schon lange nicht mehr glücklich im Großkonzern. Ich wollte nicht mehr an den Schreibtisch!“

 

Vom Schreibtisch an die Massageliege

Die Entscheidung für ihre heutige Passion, Entspannungs- und Wohlfühlmassagen, fiel nach einem Auslandsaufenthalt in Singapur. „Mein Mann und ich kehrten nach zwei Expat-Jahren nach München zurück. Gutes Essen, wenig Bewegung bei dem heißfeuchten Klima – wir waren total unsportlich, kamen schnell aus der Puste.“

 

Monika Mangold schenkte ihrem Mann einen Personal Trainer, schon bald fanden die beiden Eheleute Gefallen an den Laufeinheiten in Münchens Grüngürteln: „Wir haben ganz klassisch mit Pulsuhr laufen gelernt. Ich habe alle Infos aufgesaugt wie ein Schwamm. Am Ende jeder Einheit waren wir völlig k. o., aber super glücklich!“

 

Die heilende Kraft der Berührung

Die neu entdeckte Freude an der Bewegung und Entspannung führte Monika Mangold 2006 zu einer Ausbildung als geprüfte Wellness-Trainerin an die Paracelsus-Schule in Rosenheim: Klassische Massage, Fußreflexmassage und Entspannungstechniken wie etwa progressive Muskelentspannung nach Jacobson standen auf dem Stundenplan. „Wir haben auch Klangschalen- und Hot-Stone-Massage gelernt, aber das war nicht mein Ding“, sagt Monika Mangold. „Meine Leidenschaft galt von Anfang an der klassischen Massage – später erweitert durch Fortbildungen in hawaiianischer Massagekunst und Faszienmassage. Eine gute Massage braucht keinen Wellness-Schnickschnack.“

 

Schon bald war Monika Mangold klar: „Ich mache mich selbstständig!“ Schließlich habe einer ihrer allerersten Sätze als Kind gelautet: „Monika selber kann‘s! – Aussagen wie ‚Geht nicht‘ oder ‚Gibt’s nicht!‘ treiben mich auf die Palme.“ Mit Entschlossenheit und Durchhaltevermögen nahm Monika Mangold die anfänglichen Hürden, als sie 2008 die „entspannbar“ gründete.

 

Individuelle Wohlfühlmomente

„Innerhalb unserer Ausbildung sollten meine Kollegen und ich unsere Zukunft aufzeichnen: Die anderen haben Bilder von Sonne und Palmen gemalt. Ich zeichnete einen Grundriss auf meinen Zettel: ein Kunde, ein ganzes Studio.“ Das Konzept für die „entspannbar“ war geboren. Denn die kleine, feine Massagepraxis bietet individuelle Wohlfühlmomente: „Selbst, wenn ich in einen Fünf-Sterne-Wellness-Bereich gehe, dann weiß ich: Alle anderen sitzen auch da. Wo bleibt da die Exklusivität? Meine Kunden wissen, dass sie die ‚entspannbar‘ ganz für sich haben und ich mich ganz und gar auf sie konzentriere, dass dieser Moment nur für sie da ist.“

 

Terminstress ade, ankommen und entspannen

Ob Schulter-Nacken, ganzer Rücken, Fußreflex oder vom Kopf bis zu den Zehen: Wer für 60 Minuten Massage kommt, bleibt schon auch mal deutlich länger bei Monika Mangold: „Meine Kunden bekommen nach der Massage eine Tasse Tee, und auch für eine Plauderei ist immer Zeit. Im Sommer steht ein Liegestuhl neben der Hütte, und wer mag, kann die Massage mit Blick in den Wald nachwirken lassen.“ Die ruhige, fast verwunschene Lage am Waldesrand von Schliersee-Neuhaus sorgt dabei für einen zusätzlichen „Kopf-frei-Effekt“.

 

Auf Wunsch zelebriert Monika Mangold ihre Massagen auch in der hawaiianischen „Lomi Nui“-Tradition: „Die Massagegriffe sind fließend, und ich arbeite nicht ganz so kräftig wie bei der klassischen Massage. Weil sowohl die Massageliege als auch das Massageöl angewärmt werden, ist das gerade in der kalten Jahreszeit eine Wohltat“, erklärt Monika Mangold.

 

Nicht nur toll, sondern auch tragfähig

Bei all der Liebe zu den schönen, entspannten Momenten des Lebens – Monika Mangold ist eine, die gerne den Überblick behält: Ihr erstes Ladenlokal in Schwabing war keine Bauch-, sondern eine betriebswirtschaftliche Entscheidung: „70 Quadratmeter in zentraler Lage – da habe ich erst mal ausgerechnet, was ich verdienen muss, damit ich das stemmen kann.“ Geholfen habe ihr, dass sie Jahre zuvor bereits ein IHK-Abendstudium in Betriebswirtschaft abgeschlossen habe: „Bei aller Leidenschaft für Massagen, bin ich vor allem Unternehmerin und muss kaufmännisch denken und handeln.“

 

Das Wissen aus ihrer Gründungsphase gibt die Geschäftsfrau heute auch an andere weiter. Mit „entspannbar consulting“ begleitet sie Einzelunternehmer in der Gesundheits- und Wellness-Branche, die ihr Unternehmen auf- und ausbauen wollen. „Gemeinsam überprüfen wir, ob eine Geschäftsidee nicht nur toll, sondern auch tragfähig ist. Wir schauen auf alles, was es braucht, um erfolgreich zu sein.“

 

Am Schliersee machte es „pfffffft …“

Beinahe zeitgleich mit dem beruflichen Neuanfang fanden Monika Mangold und ihr Mann 2006 das Grundstück in Schliersee-Neuhaus – ein echter Zufallstreffer! Beim Besichtigungstermin standen sie vor einem urigen, eingewachsenen Häuschen mit verwildertem Garten und verliebten sich in den Platz am Waldesrand: „Ruhig, gute Luft, wir haben uns hier sofort sauwohl gefühlt.“ Über die Jahre wurde ihr Rückzugsort dann mehr als ein Wochenenddomizil: „Jedes Mal, wenn ich nach Schliersee rausgefahren und am Bahnhof in die Waldschmidtstraße abgebogen bin, hat es innerlich ‚pfffffft‘ gemacht. Das war ein Gefühl von Erleichterung, von Druck rauslassen.“

 

Kundenurteil: Sehr ‚entspannbar‘!

Heute stehen auf dem Grundstück in der Krettenburgstraße ein modernes Holzhaus und Monika Mangolds „entspannbar“: „Wenn ich oben am Fenster stehe und auf das kleine Häuschen schaue, dann weiß ich: Ich hab alles richtig gemacht“, freut sich Monika Mangold. Seit April dieses Jahres leben sie und ihr Mann fest in Schliersee-Neuhaus. Neben Touristen und Gästen aus der Gemeinde kommen auch ehemalige Kunden aus München zur Massage: „Die finden’s super hier in Schliersee. Im wahrsten Sinne des Wortes: sehr entspannbar!“

 

Yoga „ohne Schnickschnack“

In Zukunft möchte die Neu-Schlierseerin ihre Marke noch ganzheitlicher denken: Schon im Angebot ist Einzelunterricht in Yoga – „ohne Schnickschnack und für Menschen, die sich auf sich selbst konzentrieren wollen“. Dazu besucht Monika Mangold ihre Kundinnen daheim, denn: „Ich finde: Du brauchst eine gewisse Ruhe, um zu dir selbst zu kommen.“

 

Speziell für „griffige“ Figuren hat Monika Mangold eine eigene Yoga-Bekleidungslinie entwickelt – und spricht derzeit mit möglichen Partnern über deren Umsetzung. „Ich gehe bei allem, was ich mache, davon aus: Wenn ich selbst Kunde wäre, wie möchte ich behandelt werden, was würde mir gefallen? Mein Beruf ist für mich immer auch Berufung.“

 

 

entspannbar® ‒ Massagen, die berühren
Monika Mangold
Krettenburgstraße 17a
83727 Schliersee

 

Tel.: 0174/318 93 06
E-Mail: willkommen@entspannbar.com
Web Massagepraxis: https://www.entspannbar.com
Web Beratung: https://www.entspannbar-consulting.com

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.