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Carl Schwarz – ein musikalischer Tausendsassa

Ich weiß ein kleines Tal … ‒ so lautet der erweiterte Titel des bekannten Schlierseer Liedes, das Carl Schwarz unserem Ort gewidmet hat. Das Volkslied in bayerischer Mundart erzählt von der unbandigen[1] Schönheit unserer Gegend und dem hiesigen Brauchtum. Die getragene Melodie und die warmen Harmonien lassen den Zuhörer die Idylle und Ruhe rund um den Schliersee geradezu spüren. Mit anderen Worten: Carl Schwarz hat eine wunderschöne Liebeserklärung an Schliersee niedergeschrieben.

Am 9. Februar 1891 wurde Carl Schwarz, der seinen Namen anfangs mit „K“ und später mit „C“ schrieb, in München geboren. Er begann im zarten Alter von sieben Jahren, Zither zu spielen, und übte fleißig, denn, so schrieb er einmal selbst: „Als ich zum erstenmal das Tegernseer Bauerntheater sah […], war ich begeistert, besonders von den Zwischeneinlagen des Zitherterzetts, denn Musik liebte ich über alles. Mein einziger Wunsch war, auch so spielen zu können.“[2] Mit 15 Jahren bekam er ein Engagement als Zitherspieler in der Schweiz. Während seines vierjährigen Aufenthalts in Zürich erlernte er das Streichmelodion, auch Streichzither oder Schoßgeige genannt – ein typisches, aber sehr selten gespieltes Instrument der alpenländischen Volksmusik ‒, und entwickelte sich über die Jahre zu einem Virtuosen auf seinen Instrumenten.

„Im April 1910 kam ich zu den Schlierseern, die gerade in München im Deutschen Theater gastierten“[3], schrieb Carl Schwarz. Bis etwa Ende der 1920er-Jahre, unterbrochen vom Ersten Weltkrieg, tourte er mit dem Ensemble des Schlierseer Bauerntheaters durch Deutschland, Österreich-Ungarn und die Schweiz – und das nicht nur als Musiker, sondern auch als Darsteller: „Ich spielte auch Naturburschenrollen, aber die Hauptsache war mir […] doch die Musik.“[4] Später bereiste er mit seinem Schwarz-Trio ganz Europa, nahm in den 1930er-Jahren sogar Schallplatten in London auf und war für die jungen Musiker ein großes Vorbild, „eine Größe, ein absoluter Chef, der sich um alles gekümmert hat“, wie sich Kurt Halletz, musikalischer Leiter beim Bauerntheater Schliersee, erinnert.

Nach dem Zweiten Weltkrieg beendete Schwarz seine Laufbahn als Berufsmusiker, blieb aber der Musik und der Schlierseer Bühne bis zu seinem Tod am 7. November 1969 treu – als Leiter der Schlierseer Heimatabende, bei denen er als Musiker und Ansager mit komödiantischem Talent sein Publikum begeisterte. Karl B. Kögl erzählt: „Carl Schwarz war ein musikalischer Tausendsassa. Ich habe ihn als Bub und Jugendlicher viele Male beim Schlierseer Heimatabend als grandiosen Zitherspieler, Sänger und Moderator erlebt.“

In Würdigung seiner Verdienste um den Ort und als Komponist des Schlierseer- und des Spitzing-Liedes wurde Carl Schwarz 1959 zum Ehrenbürger von Schliersee ernannt. Außerdem erinnern die Carl-Schwarz-Straße, unweit des Schlierseer Strandbades, und die vom Fremdenverkehrsverein Schliersee auf der Hochburg angebrachte Gedenktafel an den Musiker und Komponisten. Carl Schwarz‘ letzte Ruhestätte befindet sich auf dem Friedhof der katholischen Kirche St. Sixtus in Schliersee und trägt die sympathische Inschrift „I bin im Himmi drobn u. werd euch alle lobn“[5].

 

 

Quellen:

s’Schlierseer-Büchl. Zum 25-jährigen Bestehen des Schlierseer Bauerntheaters, Hrsg. Dr. Ernst Hohenstatter, im Selbstverlag Der Schlierseer, München 1918, S. 26‒28.

Schliersee 779–1979. Eine Chronik zum Jubiläum, Hrsg. Markt Schliersee, November 1978, S. 99/100, 253, 288, 291, 294.

 

[1] Bayerisch für unbändig, unbeschreiblich.

[2] s’Schlierseer-Büchl. Zum 25-jährigen Bestehen des Schlierseer Bauerntheaters, Hrsg. Dr. Ernst Hohenstatter, im Selbstverlag Der Schlierseer, München 1918, S. 27.

[3] s’Schlierseer-Büchl. Zum 25-jährigen Bestehen des Schlierseer Bauerntheaters, Hrsg. Dr. Ernst Hohenstatter, im Selbstverlag Der Schlierseer, München 1918, S. 27.

[4] s’Schlierseer-Büchl. Zum 25-jährigen Bestehen des Schlierseer Bauerntheaters, Hrsg. Dr. Ernst Hohenstatter, im Selbstverlag Der Schlierseer, München 1918, S. 28.

[5] Bairisch: Ich bin im Himmel oben und werde euch alle loben

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Werner Bochmann – der Filmkomponist, der sein Zuhause am Schliersee fand

Kennen Sie ihn, den Schwarzweiß-Filmklassiker Die Feuerzangenbowle mit Heinz Rühmann aus dem Jahr 1944? Höchstwahrscheinlich! Denn auch heute noch ist diese Filmkomödie fast jedermann ein Begriff. Weniger bekannt dagegen dürfte sein, dass die Musik zu diesem Film aus der Feder von Werner Bochmann stammt, der über 50 Jahre in Schliersee lebte und arbeitete.

Werner Bochmann wurde am 17. Mai 1900 in Meerane, Sachsen, geboren und lernte bereits zu Schulzeiten Klavierspielen. Nach dem Abschluss der Oberrealschule begann er, der Vernunft halber, zunächst ein Chemie- und Mathematikstudium in Dresden. Doch die Liebe zur Musik war letztlich stärker. Bochmann brach sein Studium ab und widmete sich ganz der Musik. Das Kompositionsstudium bei Joseph Gustav Mraczek und Franz Schreker finanzierte er sich durch das Erteilen von Nachhilfestunden in Mathematik.

Nach dem Studium verdiente er sich sein Geld zunächst als Korrepetitor an der Oper in Dresden und dann als Pianist beim Orchester von José Soler, mit dem er durch Europa tourte. Bochmann erzählt darüber: „Jahre, bevor mir der ,Einstieg‘ in die UFA-Karriere glückte, fiel die Entscheidung für die Unterhaltungsmusik, als ich unversehens in das argentinische ,Orchestra tipukta‘[1] des großen José Soler engagiert wurde. Dort war der Pianist ausgefallen. Zunächst in einem Münchener Konzertcafé, dann in vielen Großstädten lernte ich in dieser interessanten Position alles kennen, was das Repertoire spanisch-argentinisch-brasilianischer Folkloremusik zu bieten hatte. Kein Wunder, dass ich mich eines Tages auch als Komponist auf diesem Spezialgebiet versuchte, und als ich das erste Dutzend UFA-Filme komponiert hatte, machte ich meine ersten Aufnahmen mit dem ,Tango-Orchester Werner Bochmann‘ bei COLUMBIA.“[2]

Sein erster großer Kompositionserfolg gelang ihm 1929 mit dem Slowfox I Called to Say Good Night, der nach längerer, erfolgloser Suche nach einem Verlag schließlich in Amerika von Irving Berlin verlegt wurde und zum internationalen Erfolg wurde. Ab 1933 arbeitete Bochmann dann für die Filmgesellschaft UFA und komponierte im Laufe seiner langen Karriere unzählige Lieder, Bühnenstücke sowie Filmmusiken, mit denen er die Zeit des Tonfilmschlagers prägte. Zu seinen bekanntesten Liedern zählen sicherlich Der Theodor im Fußballtor, das in der Interpretation von Theo Lingen im gleichnamigen Film zum Evergreen wurde, sowie Heimat deine Sterne aus dem Film Quax, der Bruchpilot. Durchweg von Erfolg gekrönt waren auch seine Kompositionen für Ilse Werner, deren Talent zum Singen und Pfeifen Werner Bochmann durch einen Zufall entdeckte. 1967 wurde Bochmann mit dem Bundesfilmpreis in Gold, 1984 mit dem Bundesverdienstkreuz 1. Klasse sowie 1985 mit dem Paul-Lincke-Ring ausgezeichnet.

Im Artikel des SPIEGEL-Verlags Eine „Spiegel“-Seite für Werner Bochmann (http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44435584.html) aus dem Jahr 1949 berichtet Werner Bochmann in überaus erheiternder Weise über sein Leben als Filmkomponist, das nicht immer so angenehm war, wie man es sich vielleicht vorstellt. Als Bochmann diese Zeilen niederschrieb, lebte er bereits in Schliersee, das er noch während des Zweiten Weltkrieges zu seiner Wahlheimat auserkoren hatte und wo er die Ruhe fand, die er für seine Arbeit brauchte. In seinem Haus am Schliersberg wohnte er bis zu seinem Tod am 3. Juni 1993. Werner Bochmann wurde auf dem Friedhof St. Sixtus in Schliersee beigesetzt.

Die Schlierseer schätzen ihren „Hauskomponisten“[3], wie er auf der Internetseite des Schlierseer Singkreises liebevoll genannt wird, sehr. Karl B. Kögl, der Leiter des Schlierseer Singkreises, erzählt: „Er war ein sehr liebenswürdiger und bescheidener Mann.“ Zum 100. Geburtstag Werner Bochmanns wurden ihm zu Ehren im Schlierseer Bauerntheater unter Leitung von Timm Tzschaschel zwei sehr erfolgreiche Konzerte gegeben. Mit dem Lied Vom Schliersee bis zum Spitzingsee hinterließ Bochmann auch eine Hommage an seine Wahlheimat Schliersee. „Ich selbst singe dieses Lied bei den Kurkonzerten Klingendes Schliersee – Tausend Takte gute Laune, begleitet von den Unterleiten-Musikanten“, berichtet Karl B. Kögl. Außerdem erinnern die Werner-Bochmann-Straße östlich des Schlierseer Bahnhofs sowie eine vom Fremdenverkehrsverein Schliersee gestiftete Gedenktafel auf der Hochburg an den berühmten Komponisten.

 

 

Quellen:

https://www.meerane.de/beruehmte-meeraner-werner-bochmann.html

http://www.spiegel.de/spiegel/print/d-44435584.html

https://de.wikipedia.org/wiki/Werner_Bochmann

https://www.singkreis-schliersee.de/schlierseer-komponisten/werner-bochmann/

UFA Autorenporträts – Werner Bochmann, Thema: Mit Musik geht alles besser, Manuskript und Moderation: Helmuth M. Backhaus (Gesamtdauer 65:05), UFA-Musik- und Bühnenverlage, München

[1] Druckfehler? Vermutlich „Orchester Typica“ oder „Orquesta tipica“.

[2] Quelle: https://www.meerane.de/beruehmte-meeraner-werner-bochmann.html.

[3] Quelle: https://www.singkreis-schliersee.de/schlierseer-komponisten/werner-bochmann/.

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Inselfest im Schliersee 2018

Am Sonntag war Inselfest auf der Insel Wörth im Schliersee. Nach zahlreichen geschlossenen Veranstaltungen in den letzten Monaten öffnete der Inselwirt Michael Sechehaye sein Gasthaus für alle zu einem lockeren Sommerfest. Da ich bei einem seiner Vorgänger acht Jahre lang auf der Insel gearbeitet habe, ist es für mich ein ganz besonderer Lieblingsplatz mit vielen schönen Erinnerungen. Es fühlt sich immer noch ein bisschen so an, als sei es meine Insel. Klar, ein „kleines Stückerl“ gehört auch mir, denn die Insel ist im Besitz vom Freistaat Bayern.

Sonnenschein und Insel-Weiße

Am letzten Sonntag bin ich dann mit meinem aufblasbaren Kajak hinübergepaddelt. Unten am Inselstrand lagen SUPs, Ruderboote, und auch ein Segelboot parkte am Steg, aber die meisten Gäste waren mit dem regulären Rundfahrtschiff gekommen. Die Stimmung war angenehm entspannt. Überall auf der Wiese standen Tische und Liegestühle. Alle freuten sich über die Sonne, denn am Tag vorher hatte es noch in Strömen geregnet, und keiner hatte mit einem schönen Sonnentag gerechnet. Peter Voice und sein Begleiter schafften mit Gitarre und Gesang eine tolle Atmosphäre. Der Blick von der Insel über den See hinüber zur Brecherspitze und zum Jägerkamp war – wie schon immer – wahnsinnig schön. Michael Sechehaye und sein Team servierten Chiemgau-, Pork- und Slyrs-Burger mit Süßkartoffel-Pommes – dazu eine im Flugwerk Feldkirchen gebraute Insel-Weiße. Als Nachspeise zauberte Küchenchef Patrick Coudert ein Duett von dunklem Schokoladenmousse mit Waldbeeren und Ricotta-Mango-Crème. Dazu duftenden Cappuccino aus der Siebträgermaschine. Ein Schlierseer Inseltraum. Draußen auf der Terrasse lagen die Gäste in den Liegestühlen mit einem Beeren-Spritz in der Sonne. Es war ein buntes Treiben auf der Insel, und ich habe mich sehr wohlgefühlt. Eine gelungene Veranstaltung an einem traumhaften Platz.

Wenn Michael nächstes Jahr wieder ein Inselfest macht, bin ich sicher wieder mit dabei. Es war einfach ein schöner Sonntag für alle. Danke dafür!

 

 

 

Und wann fahrt Ihr mal auf die Insel?

Wer gerne „mal wieder“ oder auch „zum ersten Mal“ die Insel mit seinem Gasthaus erleben möchte, für den gibt es momentan zwei Termine:

am 26.10.2018 das Bier-Menü und am 30.11.2018 das Advents-Menü auf der Insel Wörth.

Gerade auch diese etwas dunkleren Tage im Herbst oder auch leicht weihnachtlichen Tage mit den ersten Schneeschauern auf der Insel sind toll. Ganz besonders für Romantiker zu empfehlen.

Insel Schliersee

www.insel-schliersee.de

Insel Wörth 1

83727 Schliersee

Tel.: 0170/62 06 106

 

 

Karl Bergkemper Karl Bergkemper

Begeisterter Schlierseer, Musiker und Internet-Schraubenzieher. Der technisch orientierte "Beutebayer" der Redaktion - immer für Ideen zu haben, die Schliersee weiterbringen

 

 

 

Die Sterne im Schlierseer Musikantenhimmel

Die Schlierseer Blasmusik unter der Leitung von Wolfgang Mundel verzaubert die Musikfans vom Feinsten.

Erleben Sie bayerische Freude und Tradition, die mit ganzem Herzblut gelebt wird. Im Schlierseer Paradies ist dies einzigartig. Der Zusammenhalt sowie das Miteinander zwischen Jung und Alt sind bei den Schlierseer Musikern etwas ganz Besonderes.

Auszeichnungen für die Musiker:

Wolfgang Mundel – 25 Jahre Musikmoasta – Leitung der Schlierseer Blasmusik

Mühlbauer Thomas – 25 Jahre Mitglied – 1. Vorstand

Haslinger Andreas – Goldenes Musikabzeichen für besondere Dienste (er ist immer da, wenn jemand gebraucht wird)

Sophie Avril – D1 Bronze – Leistungsabzeichen

Maria Haslinger – D2 Silber ‒ Leistungsabzeichen

Bernd Wecera – 15 Jahre Mitglied

 

 

Hier könnt ihr sie erleben:

 

Datum Veranstaltung
31. Mai Donnerstag Fronleichnam Schliersee
01. Juni Freitag Eröffnung Gartenzauber Vitalwelt 19:00 Uhr
03. Juni Sonntag Fronleichnam Neuhaus
15. Juni Freitag Reil Katharina 80. Geb.
16. Juni Samstag Widmann Klaus 60. Geb.
17. Juni Sonntag Kurkonzert/Standkonzert Neuhaus 11:00‒12:00 Uhr
25. Juni Montag Rauner Helmut 80. Geb.
27. Juni Mittwoch Hans Wetzl 80. Geb.
01. Juli Sonntag Trachtenjahrtag 09:00‒15:00 Uhr
12. Juli Donnerstag Schmetterer Bernd 80. Geb.
12. Juli Donnerstag Heimatabend
13. Juli Freitag Grillfest Altersheim ab 15:00 Uhr
19. Juli Donnerstag Standkonzert 19:30 Uhr Spitzingsee
28. Juli Samstag Seefest Heimatabend
02. August Donnerstag Standkonzert 19:30 Uhr Neuhaus
04. August Samstag Brunnenfest
15. August Mittwoch Blasmusik goes Rock
16. August Donnerstag Waldfest Skiclub ab 17:00 Uhr
19. August Sonntag 25 Jahre Schlierseer Blasmusik
26. August Sonntag Böhm Gerhard 80. Geb.
12. September Mittwoch Färber Mandi 70. Geb.
16. September Sonntag Kurkonzert Vitalwelt 11:00 Uhr
13. Oktober Samstag Almbauertag Heimatabend/Festzelt Seewiese
14. Oktober Sonntag Almbauertag 09:00‒15:00 Uhr/Festzelt Seewiese
17. Oktober Mittwoch Altmann Richard 70. Geb.
31. Oktober Mittwoch Hörmann Hans 80. Geb.
01. November Mittwoch Allerheiligen
04. November Sonntag Leonhardifahrt
14. November Mittwoch Reil Adalbert 70. Geb.
18. November Sonntag Volkstrauertag, 10:30 Uhr
24. November Samstag Jahresgottesdienst
03. Dezember Montag Maier Veronika 70. Geb.
17. Dezember Montag Wunderle Peter 70. Geb.

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

SLEARS – Schliersees Hardrock-Band – ein Interview mit Tom Käser zum Erscheinen der neuen Single „Haven“

Seit 24.11.2017 ist die neue Single „Haven“ der Hardrock-Band „Slears“ weltweit erhältlich.

Als ich letzte Woche das Video von „Haven“ auf Facebook entdeckt habe, war mir sofort klar, dass ich Kontakt zu Tom Käser, einem der Gitarristen der Gruppe, Kontakt aufnehmen muss.

Das ist richtig gute Musik! Und das nicht allein: Die Jungs kommen aus Schliersee, Neuhaus und Umgebung – alles Oberlandla! Und: Im Video spielt der Schliersee eine Rolle!

Am Telefon wurde ich super sympathisch und entspannt von Tom begrüßt – trotz Kindergeburtstag mit Familientreffen im Hintergrund. Daraus entstand dann das folgende Interview:

Ulli: Hallo Tom, seit wann gibt es die Gruppe SLEARS, und wer gehört alles dazu? Wie habt ihr euch gefunden?

Tom: Hallo Ulli!

SLEARS gibt es seit 2006. Ein stabiles Line-up haben wir seit 2011, das heißt, wir spielen seit 2011 in folgender Besetzung:

Peter Kandlinger – Gesang,

Tom Käser – Gitarre,

Gustl Berauer – Gitarre,

Andi Eichinger – Bass,

Daniel Rasquin – Schlagzeug.

Gefunden in dem Sinn haben wir uns eigentlich nicht. Gustl, Andi (besser bekannt als Oache von den „Oache Brothers“) und ich machen alle schon seit den 90er-Jahren Musik und kennen uns auch schon ewig. Wir haben halt vorher nie zusammen in einer Band gespielt, aber des Öfteren dieselbe Bühne geteilt. Und irgendwann wird der Kreis an Musikern, die Bock auf Hardrock haben, relativ klein. Und so haben wir uns eben 2006 zusammengetan.

Ausnahme: unser Schlagzeuger Dany und unser Sänger Peter.

Unser Basser Oache war zu dieser Zeit mit der „Kirchdorfer Musi“ weltweit unterwegs und hat auch viel bei anderen Festzelt-Combos ausgeholfen. Wir waren bei SLEARS gerade auf der Suche nach einem neuen Schlagzeuger. Und da hat der Oache auf dem Cannstatter Wasen zusammen mit‘m Dany gespielt. Direkt nach dem Auftritt hat er mich angerufen, dass er noch nie mit so einem (O-Ton) „Wahnsinns-Drummer“ gespielt hat. Der Rest ist Geschichte.

Beim Peter, unserem Sänger, war es etwas unspektakulärer. Er ist uns von einem gemeinsamen Freund (Peter Mödl, auch aus Schliersee) empfohlen worden. Umso überraschter waren wir, als wir Peter das erste Mal gehört haben. Die perfekte Stimme für unsere Musik!

 

Ulli: Woher kommt euer Name, und was verbindet euch mit Schliersee?

Tom: Unser Name geht auf die Idee von unserem damaligen Bassisten Tobi Egger zurück. Er hatte in der Chronik von Schliersee gelesen, dass der Schliersee dort zum ersten Mal unter dem Namen Slyrs auftaucht. Das muss so ca. 2004 oder 2005 gewesen sein. Wir haben das einfach ein bisschen „verenglischt“ – und so entstand SLEARS. Großer Vorteil war (und ist), dass dieser Name ein Kunstwort ist und nirgends existiert. Einen Nachteil hat die Sache allerdings: Wenn man bei Google „SLEARS“ eintippt, wird einem immer alles Mögliche von Britney Spears vorgeschlagen – aber kennt diese Frau irgendwer???

 

Ulli: Eure Single „Haven“ ist seit  24.11.2017 weltweit erhältlich, und das Video spielt u. a. in Schliersee. Von was handelt der Song, und warum habt ihr euch für Schliersee als Drehort entschieden?

Tom: Die Idee hinter der Nummer war, dass jeder irgendwie auf der Flucht ist. Vor was auch immer. Ziel dieser Flucht ist wohl in den meisten Fällen ein sicherer Hafen (altenglisch: „haven“). Der Text lässt viele Interpretationen zu. Man könnte (wie im Video) vor einer schweren Krankheit fliehen. Auch das Thema „Flüchtlinge“ spiegelt der Text gut wider, obwohl das eigentlich gar nicht geplant war (zum Zeitpunkt der Entstehung des Textes war das in Deutschland und Bayern noch gar kein Thema). Schlussendlich muss wohl jeder für sich selbst entscheiden, vor was oder wem er flieht und wie er den Text deutet.

Die Aufnahmen am Schliersee passen gut ins Konzept des Albums. Nahezu jedes Lied hat auf irgendeine Weise mit Wasser zu tun. Außerdem wollten wir diesmal mehr in den Fokus rücken, dass wir aus dem Oberland sind, und haben nahezu alles im Oberland produziert. Dazu passt auch gut die Partnerschaft mit der Textilienfirma „Oberlandla“ (www. oberland.la).

 

Ulli: Wird es auch ein neues Album geben?

Tom: Natürlich! Unser neues Album wird „Turbulent Waters“ heißen und am 23.03.2018 via Cargo Records erscheinen. Zum ersten Mal mit einer Plattenfirma im Rücken, ist das ein Riesenschritt nach vorne für uns. Das Album ist wesentlich abwechlungsreicher und moderner als das letzte von 2014.

 

Ulli: Welche Alben gibt es bisher von euch?

Tom: Von uns gibt es eine 5-Track-CD mit dem Titel „Stormy Roads Ahead“ von 2008. Unser erstes richtiges Album ist 2014 erschienen. Es heißt „Far Away From Getting Somewhere“. Seit 2014 haben wir mit denselben Leuten zusammengearbeitet wie auch heute noch. Besonders zu erwähnen sind Christian Mundel vom Retro Cube Studio, Mika Jussila vom Finnvox Studio in Helsinki und unser Verleger Carsten Enghardt.

 

Ulli: Ihr kommt aus Schliersee und Umgebung, seid also alle aus dem Bayerischen Oberland. Unsere Leser würde sicherlich interessieren, was eure Lieblingsplätze in Schliersee sind. Wo könnte man eventuell auf euch treffen, und warum gerade dort? J

Tom: Da kann ich natürlich nur für mich sprechen: Mein absoluter Lieblingsplatz am Schliersee ist der Brecherspitz-Gipfel. Treffen könnt ihr mich regelmäßig im Winter beim Skifahren am Spitzingsee. In diesem Winter wahrscheinlich in erster Linie bei der Martina Loch, weil unser Sohn dort seinen Skikurs macht. J

 

Ulli: Ich wünsche euch einen Riesenerfolg mit der neuen Single! Bei eurem nächsten Live-Auftritt bin ich ganz sicher mit dabei!

Tom: Das freut mich sehr! Unser nächster Auftritt im Landkreis Miesbach wird voraussichtlich unsere CD-Präsentation irgendwann im Frühjahr 2018 sein. „Erscheinen Sie, sonst weinen Sie!“ J

 

Ulli: Vielen Dank fürs Interview.

 

Für diejenigen, welche gerne streamen: SLEARS ist mit „Haven“ auf allen gängigen Streaming- und Download-Portalen vertreten:

Itunes: http://apple.co/2zR65bx
Apple Music: http://apple.co/2AToulw
Amazon: http://amzn.to/2hLmHej
Spotify: http://spoti.fi/2johbef

 

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Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Evening-Chill-out im monte mare Schliersee – ein ganz besonders entspannendes Erlebnis

Eigentlich war ich nach einem anstrengenden Arbeitstag und gefühlten 100 gelaufenen Kilometern im altbayerischen Dorf recht müde und wollte nur noch auf meine Couch. Aber ich hatte mich bereits im monte mare angekündigt, um den Evening-Chill-out in der Vitaltherme kennenzulernen. Also hieß es für mich Badezeug packen und wieder raus in den kühlen Herbstabend.

Als ich schließlich das Schwimmbad betrete, empfangen mich eine wohlige Wärme, gedämpftes Licht und sphärische Klänge … Fast unmittelbar stellt sich ein Wohlfühlgefühl bei mir ein, und ich verfalle in den Entspannungsmodus. Im Innenbereich des Schwimmbads stehen unzählige Kerzen, welche gelbes und rotes Licht verströmen. Lichtspiele und eine Diskokugel tauchen die gesamte Umgebung in wechselnde Farben über blaue, rosa und grüne Farbschattierungen. Weiche Lounge-Musik hüllt mich ein und entführt mich in ihre Klangwelten. Sie gefällt mir und auch anderen Badegästen sehr gut, sodass wir nachfragen, ob sie auch als CD erhältlich ist. Das ist leider nicht der Fall, was bedeutet, dass wir schon allein wegen der guten Musik wiederkommen müssen.

Im 25-Meter-Schwimmbecken lassen sich die Badegäste ganz entspannt auf Luftmatratzen und riesigen Schwimmsitzen treiben oder von ihrem Partner durch das Wasser bewegen. Eine riesige Matratze in Form einer Wassermelonenscheibe verschafft mir zwar zunächst Schwierigkeiten beim Besteigen, ist aber unglaublich bequem.

Da ich kaum etwas gegessen habe, nutze ich die Möglichkeit, einen Schlierseer Berg-Burger zu verspeisen und dazu einen „Sex on the Beach“-Cocktail zu trinken. Im Anschluss möchte ich das Außen-Solebecken testen. Wunderbar warmes Salzwasser umschmeichelt mich, und das beleuchtete Becken sorgt für ganz besondere Lichtreflexe. Ich liege in blutrotem Wasser, und über mir kann ich das Sternbild Kassiopeia am schwarzen Nachthimmel erkennen. Die Farbe des Wassers wechselt zu tiefem Blau, und Dampfschaden wabern über der Oberfläche. Und zu guter Letzt finde ich mich in einer grünen Lagune wieder. Das Szenario mutet mystisch an und versetzt einen fast in eine andere Welt …

 

Nach drei Stunden mache ich mich tiefenentspannt und erholt auf den Heimweg – mit dem festen Vorsatz, bald wieder für einen Evening-Chill-out ins monte mare zu kommen.

 

Der Event mit Lounge-Musik findet jeden Samstag von 19:00-24:00 in der Vitaltherme statt. Der Eintritt beträgt pro Person 7,50 Euro.

 

 

monte mare Schliersee in der Vitalwelt

Perfallstraße 4
83727 Schliersee
Tel.: 08026/92090-0
E-Mail: schliersee@monte-mare.de

Internet:

Evening Chill Out

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Erfolgreich und trotzdem bodenständig – der Schlierseer Schauspieler Ben Blaskovic

Wenn er vom stressigen Alltag abschalten möchte, geht Ben Blaskovic am liebsten zum Wandern in die Schlierseer Berge. Der 29-Jährige ist Schauspieler und hat am Schliersee seine Kindheit verbracht. Dass er einmal einen künstlerischen Beruf ergreifen und darin auch noch erfolgreich werden sollte, davon war er als Kind weit entfernt. Seine Eltern zogen nach der Geburt seiner Schwester vor über vierzig Jahren von Nordrhein-Westfalen nach Neuhaus und galten damals als „Zuagroaste“. Ein „Makel“, den auch der kleine Ben damals deutlich zu spüren bekam: Aufgrund seiner Herkunft wurde er von seinen Spielkameraden gehänselt.

Als er mit sechs Jahren das Schlagzeugspielen und später das Gitarrespielen lernte, nahm er sich vor, darin richtig gut zu werden. „Ich dachte mir, denen werd ich’s schon zeigen“, erzählt er mit einem Augenzwinkern. Nach der Grundschule wechselte er auf das Gymnasium Miesbach, und von da an spielte seine „norddeutsche“ Herkunft keine Rolle mehr. Er spielte im Schulorchester und in der Bigband und fand in der Musik seine erste große Leidenschaft.

Mehr oder weniger durch Zufall gründeten einige seiner Schulkameraden dann eine Theater-AG am Gymnasium, und Ben machte mit. Seine erste große Rolle bekleidete er in dem Klassiker von Friedrich Dürrenmatt „Der Besuch der alten Dame“. Das gab den Ausschlag: Der Berufswunsch Schauspieler stand fest. Sein Handwerk lernte er durch privaten Schauspielunterricht in München, Berlin und Los Angeles. Seine erste Fernsehrolle bekam der smarte Darsteller im ARD-Dauerbrenner „Marienhof“. Von da an ging‘s steil bergauf mit der Karriere. Ben Blaskovic spielt in zahlreichen Serien mit, wie „Rosenheim Cops“, „Hubert und Staller“, „In aller Freundschaft“ und demnächst auch in „Soko Kitzbühel“. Außerdem war er in großen Fernsehfilmen und sogar schon im Kino zu sehen. Seine Engagements führen ihn durch ganz Europa, sogar in der Karibik durfte er schon für eine Folge des „Traumschiffs“ vor der Kamera stehen.

Seine „wahre Leidenschaft“, das Musikmachen, hat er neben all seinem Erfolg aber nie aufgegeben. Als Singer-Songwriter tritt er regelmäßig auf verschiedenen Bühnen auf. Ein kurzer Ausflug ins Produzentenfach führte ihn im vergangenen Jahr beruflich in seine Heimat. Bei dem Kinofilm „Nesseltal“ fungierte Blaskovic als Schauspieler, Drehbuchautor und Produzent. Gedreht wurde die unheimliche Geschichte unter anderem im Gebiet rund um den Schliersee. Premiere feiert der Film an Halloween in München.

Ben Blaskovic ist gut im Geschäft. Allein in diesem Jahr hat er ein Pensum von rund 100 Drehtagen zu bewältigen, auch für sein neuestes Projekt: Die RTL-Serie „Lifelines“. Darin übernimmt er die Rolle des Bruders der Hauptfigur.

Doch wann immer er Zeit findet, zieht es ihn an den Schliersee zu seiner Familie und in die geliebten Berge. Denn seine Heimat ist und bleibt ihm wichtig, ob im Sommer zum Wandern oder im Winter zum Skifahren.

Und seine drei Lieblingsplätze in Schliersee hat er uns auch verraten:

der Gipfel der Brecherspitz, die Badebucht in Fischhausen und das Restaurant des Schlierseer Strandbads zum „Burger-Essen“.

 

 

www.benblaskovic.com

 

Copyrights Bilder:

Wanderbilder Tegernseer Hütte – Katrin Nicols
Portraitbilder bunter Pulli, Cappi, grauer Pulli – Daniela Pfeil
Segelbilder – privat
Bilder mit blauem Dakine Cappi – Adrian Winkler
Wanderbilder Winter Kesselalm – privat

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Petterson und Findus

Für Kinder und Erwachsene, für Groß und Klein, spielt das Figurentheater Ingolstadt auf Einladung der Gäste-Information Schliersee die Abenteuer vom Tüftler Petterson und seinem jungen Kater Findus mit Musik und Gesang nach.

Die Vorstellungen finden am Freitag, den 11. August und am Donnerstag, den 24. August jeweils von 11:00 Uhr bis 12:00 Uhr im Forum in der Vitalwelt Schliersee, Perfallstr. 4, 83727 Schliersee statt.

Der Eintritt ist frei.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Ein Schlemmerparadies – Sonntagsbrunch auf der Insel im Schliersee

Ich war schon oft auf der Insel im Schliersee und habe mich mit der Familie oder Freunden hier  zum Sonntagsbrunch getroffen. Allein schon die Überfahrt vom „Festland“ auf die Insel weckt in einem ein Stück Urlaubslaune. Das Schiff fährt um 11:00 Uhr am Steg vor der Vitalwelt ab und erreicht die Insel etwa 10 Minuten später. Dort angekommen geht es einen kurzen Weg die Anhöhe hinauf zum Wirtshaus, welches zum Bayerischen Hof in Miesbach gehört. Bei schönem Wetter kann man auf der großen Südterrasse mit Blick auf den See und die Berglandschaft Platz nehmen. Es gibt auch einen kleinen Aussichtsturm, von welchem man eine gute Sicht in alle Richtungen hat und mit ein bisschen Glück auch den ein oder anderen Wildvogel beobachten kann. Die urige Blockhütte auf der Wiese kann für private Veranstaltungen gemietet werden.

Für mich ging es heute statt um 11:00 Uhr bereits um 9:00 Uhr von Fischhausen aus mit dem wirtshauseigenen Boot Richtung Insel. Es war eine spannende Überfahrt im Aprilwetter mit viel Wind. Die Gischt spritzte durch die Luke ins Boot und wir haben uns in Decken gewickelt. Der Ausblick durch die Glasfront des Bootes war berauschend. Hier konnte ich bereits einen Teil des Teams der „Insel im Schliersee“ kennenlernen. Lauter hoch motivierte junge Menschen, denen man sofort anmerkt, dass sie mit Freude und Spaß dabei sind.

Ein eingespieltes Team, wo jeder seinen Part genau kennt und die Zusammenarbeit reibungslos verläuft. Bei Musik werden die Tische eingedeckt und die vielfältigen Speisen vorbereitet. Alles ist liebevoll und mit einem guten Blick für´s Detail dekoriert. Ein köstlicher Duft und die Farbenvielfalt der angebotenen Gerichte lassen mir das Wasser im Mund zusammen laufen. Die erfrischende Basilikum-Ingwer-Limonade steigert meine Vorfreude noch. Endlich ein Ruf: „Das Boot hat angelegt.“ Das Serviceteam versammelt sich zu einem Willkommenskomitee und begrüßt die Gäste mit einem Inselspritz mit Waldbeeren.

Lassen Sie sich von den Fotos Appetit machen und fahren Sie demnächst einfach auch mal auf die Insel im Schliersee. Mein über 80-jähriger Vater meinte vor seiner Abfahrt, dass es ein gelungener Tag war und der Schliersee trotz Aprilwetter immer eine Reise wert ist.

Insel im Schlierse
Insel Wörth 1
83727 Schliersee

Inselmanagerin: Evamaria Lehnert

Telefon: +49 (0)8026 9299588
Telefax: +49 (0)8026 9299587

E-Mail: insel@bayerischerhof-online.de
Internet: http://www.dieinselimschliersee.de/de/schlierseeinsel/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Ein Stück Schlierseer Musikkultur: Timm Tzschaschel und die „Plauderei am Klavier“

Klaviermusik ist leise zu hören, als ich vor der Haustür von Timm Tzschaschel stehe und mehrfach vergeblich auf den Klingelknopf drücke. Eigentlich sind wir ja zu einem Gespräch verabredet an diesem sonnigen Wintertag in Schliersee, aber über die Musik scheint der Dirigent mich vergessen zu haben. Und dann öffnet sich plötzlich die Tür, und Timm Tzschaschel begrüßt mich strahlend. Ich werde ins Musikzimmer geführt und darf mich direkt neben dem stattlichen Flügel auf der Couch niederlassen. Die Bücherregale an den Wänden reichen bis zur Decke und sind gefüllt mit Literatur über seinen Lieblingskomponisten: Wolfgang Amadeus Mozart. „Mozarts Musik ist geistreich“, erklärt er mir voller Begeisterung. „Seine Kompositionen bestechen durch unfassbare Vollkommenheit.“

Der studierte Musiker lebt seit 31 Jahren am Schliersee. Seit über 20 Jahren lädt er rund siebenmal pro Jahr ins Bauerntheater zu seiner „Plauderei am Klavier“ ein. Je nach Lust und Laune referiert er über verschiedene Komponisten, Opern und andere Themen rund um die Musik. Zwischendurch spielt er immer wieder ein paar Takte am Klavier und lässt seinen Gedanken freien Lauf. Manchmal greift er aber auch ganz handfeste Aspekte aus dem Alltag auf. Blitz und Donner zum Beispiel, oder Naturkatastrophen, immer begleitet von passenden Tönen und Akkorden. Im Gegensatz zu anderen Veranstaltungen sitzen die Besucher an diesen Abenden auf der Bühne und dürfen den Pianisten und sein Instrument aus unmittelbarer Nähe erleben. Das ist „Musik zum Anfassen“ sozusagen. „Die Leute schätzen diesen besonderen privaten Rahmen“, erzählt Tzschaschel denn auch. Meist kämen etwa 50 Personen, darunter viele Stammgäste, aber auch regelmäßig Gäste von außerhalb.

Freilich ist das nicht sein einziges Standbein. Seit zwölf Jahren leitet der 74-jährige Vollblutmusiker den Schlierseer Alpenchor und seit Kurzem auch den Tegernseer Männerchor. Vor allem die Arbeit mit den Sängern vom Alpenchor macht ihm großen Spaß, weil „die wirklich gut singen“. Er sei immer wieder begeistert vom Talent seiner Schützlinge, die ihr Können bei zahlreichen Auftritten mehrmals pro Jahr unter Beweis stellen.

Hin und wieder übernimmt Tzschaschel auch die Aufgabe des Dirigenten bei Konzerten in seiner Heimatgemeinde. Jedes Jahr Anfang Januar organisiert er ein großes klassisches Neujahrskonzert im Schlierseer Bauerntheater. „Die Musiker leihe ich mir dann gerne vom Salonorchester Bad Wiessee aus.“

Geboren in Berlin und aufgewachsen im Rheinland, studierte Timm Tzschaschel in Köln an der Musikhochschule. Schon damals wollte er unbedingt ins Dirigentenfach. Sein erstes berufliches Engagement führte ihn nach Lübeck. Stationen in Stuttgart und Wien folgten. Als er mit seiner Frau Bettina, einer Sopranistin, und seinen zwei Kindern schließlich nach einem vierjährigen beruflichen Aufenthalt in Thailand nach München kam, entschloss sich die Familie für einen Umzug aufs Land. Die Wahl fiel auf Schliersee, und das hat er nie bereut: „Meine Schlierseer Heimat bedeutet für mich weites Land“, sagt Tzschaschel und kann nicht verstehen, warum sich manche „Norddeutsche“ in den Bergen „eingesperrt“ fühlen. Wenn Besuch kommt, unternimmt das Ehepaar Tzschaschel gern einen Spaziergang zu ihrem Lieblingsplatz: einer Bank oberhalb ihres Hauses an der Schlierseer „Oberleiten“.

Für Timm Tzschaschel bedeutet Musik alles. Ohne sie geht es nicht. Das versucht er auch seinen Schülern, denen er privat Klavierunterricht erteilt, nahezubringen. „Musik soll einfach Freude machen, auch wenn man später beruflich etwas ganz anderes macht.“

Ans Aufhören denkt der „Musikspinner“, wie er schon mal liebevoll von Kollegen und Mitstreitern genannt wird, noch lange nicht. „Manchmal, wenn ich zur Probe nach Tegernsee aufbreche, sage ich schon zu meiner Frau, dass es jetzt auch gemütlich wäre, auf dem Sofa zu sitzen und einen Krimi anzuschauen. Aber dann macht‘s doch wieder Spaß zu musizieren“, gibt er lächelnd zu.

Zum Glück, denn ohne Timm Tzschaschel und sein musikalisches Engagement wäre Schliersee auf jeden Fall um ein Stückchen Kultur ärmer.

Aktuelle Termine der „Plauderei am Klavier“ mit Timm Tzschaschel im Schlierseer Bauerntheater sind unter www.schliersee.de zu finden.

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!