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Mit Schlierseer Kindl in die Welt der bayerischen Biere eintauchen

„,Ich möcht’ gern an Biersee, so groß wie den Schliersee.‘ So besang Franzl Lang eine Utopie, der wir mit der Gründung vom Schlierseer Kindl ein Stück näherkommen wollen.“ (Schlierseer Kindl Bier)

 

 

Schlierseer Bier-Tasting am 24. September 2022

„Wir wollen in Schliersee nicht nur Bier brauen, sondern auch über die Welt des bayerischen Biers erzählen“, sagt Gregor Weinhart und freut sich auf das erste Bier-Tasting am 24. September 2022 in der Schlierseer Vitalwelt. Diplom-Biersommelier Robert Strobel führt durch den Abend mit sechs verschiedenen Bieren (Probiergröße). Er macht Biergeschichte lebendig und erzählt Spannendes vom Hofbräuhaus bis zum Oktoberfest:

„Wie kam es zum Weltruf des bayrischen Bieres? Welche Stationen gab es dorthin? Ist das Brauwasser in Oberbayern überhaupt für jedes Bier geeignet? Welche Rolle spielte das Bier in der europäischen Geschichte? Wir trinken uns durch die bayrische Geschichte zusammen mit dem Bayrisch Hell, dem Münchner Dunkel, Bockbieren und vielen weiteren Spezialitäten. Diplom-Biersommelier Robert Strobel führt eineinhalb Stunden durch den Abend und fachsimpelt (auf Bayrisch: gscheid daherreden) mit den Gästen und beantwortet alle Fragen.“ (Schlierseer Kindl Bier)

24.09.2022 19 Uhr | Preis für Bierverkostung, Breze, Obazda: 25 Euro

Anmeldung unter: https://www.bierladen-schliersee.de/bier-erlebnis

 

Jahrhundertelange Tradition mit Hefe

Seit fast 150 Jahren ist die Familie Weinhart in Schliersee fest verwurzelt. Bereits 1876 gründete sie eine Bäckerei im Ort, die bis vor ein paar Jahren für gutes Brot, Semmeln und Brezn im Ort bekannt war. Nun soll die Tradition mit dem Schlierseer Kindl Bier fortgeführt werden. „Bereits seit fünf Generationen lassen wir die Hefe für uns arbeiten“, sagt Gregor Weinhart. Mit der Lust auf gutes Bier und der Idee, dieses selbst zu brauen, fängt die Geschichte vom Schlierseer Kindl Bier 2016 an. Zuerst wurde Bier für Freunde und Familie gebraut, dann folgten die Ausbildung zum Bierbotschafter (IHK), Diplom-Biersommelier (beim Ausbildungs- und Beratungsinstitut Doemens) und diesen Sommer die Eröffnung des Bierladens. Derzeit wird das traditionelle Helle von der regionalen Genossenschaftsbrauerei Gut Forsting gebraut. „Unser künftiges Weißbier und die Saisonbiere sollen aber schon bald hier vor Ort in Schliersee gebraut werden“, freut sich Gregor. Er ist ein echtes „Schlierseer Kindl“ und Tradition ist ihm besonders wichtig. „Wir lieben unsere Heimat – die Berge, den See und ihre Bewohner“, betont er. Der kleine Laden in der ehemaligen Bäckerei hat immer samstags geöffnet. Selbstverständlich erhält man sein Schlierseer Kindl inzwischen bei Getränke- und Supermärkten in der Region, aber wer bei Gregor direkt kauft, kann zugleich noch ein wenig übers Bier fachsimpeln. „Wir haben Stammkunden, die sich wöchentlich ihr Sixpack bei uns auffüllen“, erzählt er. Der Austausch mit den Schlierseern und den Gästen liegt Gregor besonders am Herzen.

„Wir haben ein klares Ziel vor Augen: Wir wollen handwerklich gebrautes Bier mit einer starken lokalen emotionalen Bindung zum Ort Schliersee anbieten – natürlich, ursprünglich und charakterstark. Selbstverständlich gebraut nach dem Bayerischen Reinheitsgebot und nur mit besten Zutaten aus Bayern.“ (Schlierseer Kindl Bier)

 

 

 Schlierseer Kindl Bier

Miesbacher Straße 8

83727 Schliersee

https://www.bierladen-schliersee.de/

Samstag, 10:00–14:00 Uhr geöffnet

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

36. Alt-Schlierseer Kirchtag am 7. August 2022

Mit bunt geschmückten Holzbooten ging es am Sonntag für die Alt-Schlierseer Trachtengruppe zu Ehren der Sankt-Sixtus-Kirche von Fischhausen nach Schliersee.

 

 

 

In acht festlich geschmückten Booten

Selten präsentiert sich Tradition so bunt, authentisch und lebendig wie beim Alt-Schlierseer Kirchtag. Zum Patronatsfest der Sankt-Sixtus-Kirche in Schliersee ging es wie in früheren Zeiten, als es die Uferstraße noch nicht gab, mit bunt geschmückten Booten von Fischhausen entlang des Ostufers zum Kurpark in Schliersee – begleitet mit Musik vom Gießenbachklang aus Kiefersfelden. Der Brauch stammt aus dem 17. Jahrhundert und wäre beinahe verloren gegangen. Er ist lediglich durch alte Stiche und Bilder belegt. Eine schriftliche Überlieferung gibt es nicht.

 

Alt-Schlierseer Kirchtag – ein Zeugnis gelebten Brauchtums

Der Alt-Schlierseer Trachtenverein hat diese Bootsprozession vor mehr als 30 Jahren wiederbelebt und als Tradition zu Ehren der Pfarrkirche Sankt Sixtus erhalten. Sie ist jetzt wieder fester Bestandteil im Schlierseer Brauchtumsjahr. Genannt werden Die flachen Holzruderboote werden Plätten genannt. Sie sind aus reinem Lärchenholz gebaut und werden mit einer besonderen Technik, nur mit einem einseitigen Ruder, vorangetrieben. Das ist gar nicht so einfach. Zu Ehren des Alt-Schlierseer Kirchtags werden die Boote liebevoll mit Blumen geschmückt. Schon aus der Ferne wurde der Bootsumzug für die Wartenden im Kurpark durch Böllerschüsse vom Weinberg angekündigt. Empfangen wurden sie dann von befreundeten Trachtenvereinen, Musikgruppen und zahlreichen Besuchern. Sehr schön anzusehen waren die historischen Gewänder, die nicht nur die Alt-Schlierseer Trachtengruppe zu diesem besonderen Tag trug. Auf einem Steg stand Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und begrüßte die Trachtler im Kurpark und half ihnen aus den Booten. Begleitet wurde die Ankunft von einem Standkonzert der Niklasreuther Blaskapelle und einem Weißwurst-Frühschoppen. In einem Kirchenzug gingen alle gemeinsam zur Kirche Sankt Sixtus.

 

Kloane Kirta im Schlierseer Bauerntheater

Nach dem Patroziniumsgottesdienst in der Sankt-Sixtus-Kirche ging der Festzug durch den Ort zum Bauerntheater am Terofalplatz. Hier wurde mit bayerischer Tanzmusik von der Agatharieder Tanzlmusik bis spät in den Nachmittag gefeiert. Ehrengäste dieses Jahr waren die stellvertretende bayerische Ministerpräsidentin Ilse Aigner und Landrat Olaf von Löwis mit seiner Frau.

 

 

 

Zeitplan 2022

 

09:00 Uhr: Überfahrt mit den Booten

10:00 Uhr: Empfang am Kurpark

10:45 Uhr: Kirchenzug

11:00 Uhr: Festmesse

12:00 Uhr: Festzug

12:30 Uhr: Mittagessen – Bauerntheater

14:00 Uhr: Fischschiaßn und Tanz

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Palmbuschen binden – Tradition bewahren

Der Schlierseer Frauenbund bereitet sich auf Palmsonntag vor: Fleißig werden Waxlawa und Baumkatzl geschnitten, der Buchs wird auf die richtige Länge gebracht und gebunden. In manche Palmbuschen wird Hartriegel eingeflochten. Hartriegel ist ein besonders festes Holz und soll das Kreuz von Jesus darstellen. Zum Abschluss werden die Palmbuschen noch mit Bändern in den Kirchenfarben Geld und Weiß verziert.

 

 

Die Stimmung der Damen des Schlierseer Frauenbundes ist entspannt. Jede hat ihre Aufgabe. Es wird gelacht, geratscht und gebastelt. Eine Atmosphäre, die das Gefühl vermittelt, dass man auch dazugehören und Palmbuschen binden möchte. Wichtig ist allen, dass die Tradition erhalten bleibt. Der Erlös des Verkaufs geht in diesem Jahr an die Ukraine.

 

Nachgefragt: Was ist Waxlawa? „Waxlawa“ ist der bayerische Ausdruck für Stechpalme – „Wax“ ist bestes Bairisch; es bedeutet „spitz oder stachlig“, und „Lawa“ heißt Laub. Quelle: https://www.miesbach-tourismus.de/stechpalme-baum-des-jahres-2021 Was sind Baumkatzl? „Baumkatzl“ ist der bayerische Ausdruck für Palmkätzchen.

 

Lange Tradition in Schliersee

Das gemeinsame Palmbuschen-Binden für Palmsonntag, eine Woche vor Ostern, hat in Bayern eine sehr lange Tradition. Erinnern sollen die Palmbuschen an die Palmzweige, mit denen die Menschen damals Jesus zujubelten und ihn als Retter Israels feierten. Mit dem Palmsonntag beginnt in der Katholischen Kirche die Darstellung des Leidensweges Christi mit dem Einzug in Jerusalem. Am Palmsonntag werden auch in Schliersee die Handsträuße geweiht, und gemeinsam gehen die Schlierseer Katholiken in einer Prozession vom Schlierseer Heimatmuseum zur Sankt-Sixtus-Kirche. Verkauft werden die schönen Palmbuschen des Schlierseer Frauenbundes vor und nach den Gottesdiensten am Sonntag, den 10. April 2022, in den Kirchen Sankt Sixtus in Schliersee und Sankt Martin in Westenhofen. Der geweihte Palmbuschen wird zu Hause im Herrgottswinkel am Kruzifix befestigt oder aufgestellt. Palmbuschen vom letzten Jahr werden am folgenden Ostersonntag im Osterfeuer verbrannt.

 

Mein persönlicher Tipp: Am Palmsonntag kannst du in Schliersee bayerische Tradition erleben. 10:00 Uhr St. Sixtus Eucharistiefeier – Segnung der Palmbuschen am Kindergarten Kleine Heimat im Anbau des Schlierseer Heimatmuseums – anschließend Palmprozession zur Kirche mit „Esel Seppi“.

 

 

Frauenbund Schliersee

Erste Vorsitzende: Annemarie Huber

Kurweg 10

83727 Schliersee

Tel.: 08026/4679

 

Katholische Kirchenstiftung St. Sixtus Schliersee

Lautererstr. 1
83727 Schliersee

Telefon: 08026/6578

 

http://www.pv-schliersee-neuhaus.de/

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps März 2022: Bereits drei große Veranstaltungen in Schliersee geplant

Servus aus Schliersee.

die ersten Schneeglöckchen und Krokusse spitzen auch bei uns in Schliersee schon durch den Schnee. Die milde Sonne lässt den Schnee langsam schmelzen. Kennen Sie das Gefühl? Mit der warmen Jahreszeit kommen die Frühlingsgefühle. Apropos Frühling:

Haben Sie schon Ihre Lieblingsunterkunft für Ihren Urlaub in Schliersee gebucht? Gerne schicken wir Ihnen unser Gastgeberverzeichnis zu oder schauen Sie digital in Ruhe zu Hause auf unsere Webseite www.schliersee.de.Lassen Sie sich für Ihren Urlaub in Schliersee inspirieren und buchen Sie jetzt.  

 

 

Wir in Schliersee hoffen auf möglichst viele Traditionsveranstaltungen sowie Wald- und Seefeste in diesem Jahr. Drei große Veranstaltungen stehen bereits fest. Los geht es am 21. Mai 2022 mit dem Schliersee Lauf und Walk. Freuen Sie sich auch schon auf den feinen Kaiserschmarrn im Ziel nach dem Rennen? Sie können aus unterschiedlichen Lauf- und Walking-Strecken rund um den Schliersee wählen. Auch ich werde, wie versprochen, beim zehnjährigen Jubiläum teilnehmen. Eine sportliche Steigerung kommt am 17. Juli mit dem ersten 1. Bitburger 0,0 %-Triathlon nach Schliersee.

Wussten Sie, dass der beliebte Schlierseer Alpentriathlon wieder zur Bundesliga gehört? Hier können Sie sich mit den Besten der Szene messen und mit der steilen Auffahrt zum Spitzingsee Ihre Grenzen testen. 

 

 

Ich persönlich freue mich besonders auf den Schlierseer Gartenzauber, der vom 26. bis 29. Mai 2022 vom Schlierseer Gartenbauverein im Kurpark veranstaltet wird. BR-Gartenexperte Andreas Modery moderiert die bunte Gartenausstellung an der Aktionsbühne.

Wir erwarten viele interessante Fachvorträge und etwa 50 Aussteller rund um das Thema Garten. Seien Sie dabei, wenn es im Schlierseer Kurpark noch ein bisschen mehr blüht und duftet als sonst. Meine Redakteurin Judith Weber stellt Ihnen in den nächsten Monaten nach und nach Aussteller im Schliersee Magazin vor.

 

 

Wenn ich Ihnen so von unseren Veranstaltungen vorschwärme, versetzt mich das direkt in Sommerstimmung. Aber bei uns am Spitzingsee liegt noch ausreichend Schnee für Wintersport.

Das sollten Sie nicht verpassen. Kommen Sie uns spontan besuchen und genießen Sie die Frühjahrssonne. Die Lifte im Skigebiet Spitzingsee laufen!

Ich hoffe, wir sehen uns!

 

 

P.S.: Wir gratulieren unserer Schlierseer Biathletin Vanessa Hinz und dem Schlierseer Langlauf-Bundestrainer Peter Schlickenrieder zu ihren herausragenden Erfolgen bei Olympia. Sie sind unsere Vorbilder für die Schlierseer Helden von morgen. Lassen Sie sich von der Freude am Wintersport inspirieren. Heute, am 1. März 2022, findet ein Biathlon-Einsteigerkurs statt. Anmeldung in der Gäste-Information Schliersee.

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Tipps Januar 2022: Die bezaubernden Seiten des ❄ Winters in Schliersee entdecken

Ein gutes neues Jahr aus Schliersee,

haben Sie Neujahrsvorsätze? Welche Ziele stecken Sie sich für 2022? Haben Sie sich für das neue Jahr vorgenommen, sich mehr an der frischen Luft zu bewegen? Dann sind Sie in Schliersee genau richtig. Die Schlierseer Natur freut sich darauf, von Ihnen entdeckt zu werden.

Selbst wenn die Sonne nicht scheint, tut ein ausgedehnter Winterspaziergang auf den zahlreich ausgewiesenen Wegen durch den Wald oder um einen unserer beiden Seen unheimlich gut.

Zusätzlich haben wir Ihnen auch diesen Winter wieder ein sehr umfangreiches Aktivprogramm zusammengestellt.

Dieses können Sie mit der Schlierseer Gästekarte selbstverständlich kostenfrei nutzen. Sie können sich auf Langlaufen, Biathlon, Waldbaden, Fackelwanderungen und Märchenspaziergänge freuen. Leider kann ich Ihnen aufgrund der Corona-Pandemie nicht sagen, ob und unter welchen Bedingungen diese Kurse stattfinden können. Ich persönlich bleibe zuversichtlich und kann Ihnen versprechen: Wir sind bereit. Die Skilifte der Alpenbahnen Spitzingsee laufen bereits seit vor Weihnachten unter 2G. 

 

 

Die Schneeverhältnisse sind gut. Wenn Sie lieber Touren gehen möchten, haben wir im Schliersee Magazin immer wieder wertvolle Tipps für mehr Sicherheit ‒ beispielsweise von Alex Römer, Lawinenexperte vom Lawinencamp Bayern. Er ist auch als Ranger für das Landratsamt Miesbach im Spitzingseegebiet unterwegs und weiß, wie man unsere heimischen Tiere im Wald am besten schützen kann. Bitte beachten Sie unbedingt das neue Wildschutzgebiet rund um die Rotwand. Auch hierzu wird Alex Römer bald im Schliersee Magazin informieren.

 

 

 

Gelebte Tradition

Ich persönlich freue mich auf viele geplante Veranstaltungen im neuen Jahr. Ich hoffe, dass unsere vielen Traditionsveranstaltungen wie der Altschlierseer Kirchtag oder Leonhardi wieder stattfinden können. Die Tradition hält uns in Schliersee zusammen.Wir leben unsere Tradition, und ich hoffe, Sie können mit dabei sein. Aber auch beliebte Veranstaltungen wie der Schlierseer Gartenzauber, der Alpentriathlon, der Schliersee Lauf oder das Seefest sind perfekte Gelegenheiten, uns in Schliersee zu besuchen.

Für treue Schliersee-Fans versenden wir auch in diesem Jahr den aktuellen Kalender, der wieder in Zusammenarbeit mit Fischbachau und Bayrischzell in unserer Alpenregion Tegernsee Schliersee entstanden ist. In den Kalender können Sie vielleicht gleich Ihren Urlaub in Schliersee eintragen.

Senden Sie mir einfach eine E-Mail an tourismus@schliersee.de, verraten Sie mir, was Sie mit Schliersee verbindet, und mein Team schickt einen Kalender direkt zu Ihnen nach Hause.

Genießen Sie die bezaubernden Seiten des Winters in Schliersee oder am Spitzingsee und tanken Sie Energie bei uns. Ich wünsche Ihnen ein erfolgreiches und gesundes neues Jahr.

Bleiben Sie zuversichtlich.

Ich freue mich, wenn wir uns in Schliersee sehen.

 

P. S.: Sie möchten einen Blick zurück werfen? Meine Redakteurin Judith Weber hat ihr Schliersee-Jahr 2021 für Sie in Bildern zusammengestellt. 

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Jahresrückblick 2021 Schliersee | Sehnsucht nach der heilen Welt

Ich habe mich bei meinem diesjährigen Rückblick auf das Schliersee-Jahr für ein etwas anderes Video entschieden als die Jahre zuvor. Die Sehnsucht nach der heilen Welt ist auch in Schliersee größer geworden. Ich fokussiere mich bei meinem Blick zurück auf dieses Jahr auf schöne Bilder. So ist eine Slideshow mit 50 Fotos aus 2021 entstanden.

 

 

Viele Lichtblicke auch im zweiten Corona-Jahr

Das Jahr in Schliersee war tatsächlich geprägt von Lockdown, Absagen und Stau. Ja, wir hatten Probleme mit Vollsperrungen und Stau durch die Sanierung der Bahnübergänge. Ja, die Lockdowns haben auch uns eingeschränkt. Und ja, die Absagen von Traditionsveranstaltungen haben uns sehr wehgetan. Aber wir leben hier in einem bayerischen Paradies ‒ und das dürfen wir nicht vergessen. Auch für mich hat sich die Arbeit ein wenig verändert. Anstatt die unterschiedlichsten Veranstaltungen in Schliersee zu begleiten, musste ich mich mit Absagen für Veranstaltungen, dem Schnelltestzentrum, dem Impfbus und dem Stau beschäftigen. Trotzdem gab es viele positive Lichtblicke. Mehrfach durfte ich ins Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Für mich persönlich immer eine Auszeit vom Alltag. Zwischen den alten Höfen und den Tieren ist die Welt tatsächlich ein bisschen mehr in Ordnung. Deshalb freue ich mich auf Treffen mit Markus immer besonders. Schön war es auch, die Schlierseer Blasmusik beispielsweise auf der Ratskeller Wiesn und bei Kurkonzerten hören zu dürfen. Als ich in der Vorweihnachtszeit eine Aufnahme für den Schlierseer Adventskalender mit der Schlierseer Blasmusik vor dem beleuchteten Rathaus machen durfte, wurde mir eines besonders bewusst: Die vielen Traditionsveranstaltungen haben auch dieses Jahr wieder sehr gefehlt. Weitere Lichtblicke für mich waren der Schlierseer Kulturherbst und auch der Schlierseer Adventskalender.

Ich persönlich wünsche mir, dass unser Leben im nächsten Jahr wieder ein bisschen leichter wird. Und ich hoffe, dass wir uns wieder mehr auf die konzentrieren, die mitmachen. Die Menschen, die Abstand halten, aufeinander aufpassen und sich testen und impfen lassen. Aber auch die Menschen, die Wildschutzonen beachten, die ihren Müll nicht liegen lassen und die nicht mit dem Mountainbike über die Almwiesen brettern.

Für mich ist das die große (leise) Mehrheit der Menschen.

 

Ein großes Dankeschön

Danke an alle, die das Schliersee Magazin lesen, Videos auf Facebook anschauen, liken, kommentieren und teilen. Die Menschen, die mich auf der Straße ansprechen oder ein Feedback per E-Mail senden. Danke an alle meine Schliersee-Magazin-Kolleginnen und -Kollegen für die Meetings und Beiträge sowie an Karl für die technische Umsetzung und mentale Unterstützung.

Danke an unseren Kuramtsleiter Mathias Schrön für zahlreiche Brainstormings in der Gäste-Information und an die Gemeinde Schliersee mit Franz Schnitzenbaumer, die das Schliersee Magazin erst ermöglicht.

Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer hat diesen Herbst einmal gesagt: „Wenn mich jemand frägt, für was Schliersee steht, sage ich: Schaut’s ins Schliersee Magazin!“ Dieser Satz macht mich persönlich sehr stolz. Dieses auch weiterhin zu erfüllen, daran arbeiten wir hart, aber mit Freude.

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps September 2021: ☁ Herbst ‒ die schönste Zeit des Jahres in Schliersee

Servus aus Schliersee,

der Herbst kommt nicht mit „Pauken und Trompeten“ wie der Sommer. Liebevoll sagen wir: „Es herbstelt!“ Manchmal liegt der Morgennebel schon Ende August über dem See. Die ersten Blätter färben sich, es wird früher dunkel und ein kühler Wind bläst uns um die Nase.

Langsam verabschieden sich die heißen Sommertage und der Herbst beginnt. Schön ist er bei uns in Schliersee, der Herbst! Der September ist zugleich der Start in die Wandersaison. Zum ersten Mal bietet die Gäste-Information einen geführten Spaziergang zum Thema „Waldbaden“ am 10.09.2021 an.

 

 

Sie vermissen die Schlierseer Traditionsveranstaltungen?

Ich auch. Aber Sie haben die Möglichkeit, die Schlierseer Blasmusik, die Miesbacher Stadtkapelle, das Akkordeonorchester und die Schmankerlmusi mit dem Schmid Zwoagsang aus Kiefersfelden bei einem unserer beliebten Kurkonzerte zu erleben.

Genießen Sie traditionelle Musik vor der wunderschönen Kulisse des Schlierseer Kurparks mit Blick über den See in die Berge. Bayerische Livemusik können Sie auch jeden Sonntag im Ratskeller erleben. Zum Frühschoppen spielt von 11:00‒14:00 Uhr die Huabaoim Musi. 

 

 

Wenn Sie einen Urlaub bei uns im Oktober planen, habe ich gute Nachrichten für Sie: Das Kulturkarussell dreht sich endlich wieder. Perfekt, um Natur und Kultur zu verbinden. Tagsüber können Sie die Schlierseer Berge entdecken und die Zeit in der Natur genießen. Abends lassen Sie sich in einem der vielen Schlierseer Restaurants verwöhnen und tauchen dann in faszinierende Kultur-Highlights ein.

Das Programm ist gewohnt bunt und vielfältig und führt in über 16 Punkten im Bereich Theater, Kabarett, Lesungen, politisches Gespräch und Musik in allen Facetten durch den Oktober. Zusätzlich finden in der Vitalwelt und im Heimatmuseum zwei Ausstellungen zum Thema „Berge“ statt. Tickets erhalten Sie selbstverständlich in der Gäste-Information in der Vitalwelt Schliersee oder online über www.muenchenticket.de.

 

Ich freue mich, wenn Sie uns in Schliersee besuchen kommen. Bleiben Sie gesund!

 

PS.: Wussten Sie, dass Kinder und Jugendliche bis 15 Jahre in dieser Saison kostenlosen Eintritt in das Markus Wasmeier Freilichtmuseum haben? Unter dem Motto „Kinder – Die kleinen Helden dieser Zeit“ möchte Markus Wasmeier Ihnen und Ihren Kindern in dieser schwierigen Zeit eine unbeschwerte Auszeit vom Alltag bereiten.

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Dankbar und mit Blumen geschmückt ins Tal | Die Vorbereitungen laufen | Almabtrieb von der Unteren First

Die Almbäuerin Irmi verbringt mit ihrer Familie den zweiten Sommer auf der Unteren First. Auch sie weiß: Ein unfallfreier Sommer auf der Alm in den Bergen ist keine Selbstverständlichkeit. Als Zeichen der Dankbarkeit für einen guten Sommer auf der Alm und dem dazugehörigen Hof unten im Tal schmücken die Almbauern ihre Tiere für den Weg nach Schliersee.

 

 

Während sich die Almabtriebe in manchen Gegenden zu einem Touristenspektakel mit Markt und Dorffest entwickelt haben, erwischt man die kleinen Gruppen bei uns in Schliersee eher zufällig. Fast jede Alm geht an einem anderen Tag und zu einem anderen Zeitpunkt hinunter. Liebe und Arbeit stecken die Almbauern aber genauso viel in die Dekorationen. Der Almabtrieb ist eine sehr alte Tradition in Schliersee, und die ganze Familie hilft mit, alles liebevoll vorzubereiten.

 

Zu Gast auf der Unteren First

Als ich die kleinen Krepp-Blumen in allen Farben und ordentlich sortiert in einem Karton entdecke, frage ich schmunzelnd: „Macht ihr das alles selbst, oder bestellt ihr die Blumen im ‚Almbauern-Großhandel?‘“ Jetzt lacht auch Almbäuerin Irmi. Natürlich werden auch die bunten Krepp-Blumen selbst gemacht. Der Almabtrieb ist ein Drei-Generationen-Projekt. Die Kinder helfen beim Sammeln vom Almenrausch, Irmi bindet den ganzen Tag, und der Opa vom Anderlbauernhof stellt geschickt die Bänder für den Kopfschmuck her und steht mit Rat und Tat zur Seite. Er ist ein echter Profi, wenn es um Almabtrieb geht. Ich kann ihm ansehen, dass es ihm Freude macht, die Tradition weiterzugeben. Auch Markus, Irmis Sohn, hilft mit und lernt dabei, wie man Buschen bindet. Für mich ist es ein entspannter Nachmittag auf der Alm mit Kaffee und einem netten Ratsch. Die Dekorationen rechtzeitig fertig zu bekommen, bedeutet aber tagelange Arbeit für alle anderen und gleichzeitig auch den etwas wehmütigen Abschied von einem schönen Almsommer. Denn jetzt geht es nicht nur für die Kälber zurück ins Tal, auch Irmi und ihre Familie tauchen wieder ein ins „normale Leben“.

 

+ Figuren: Die Figuren haben ein Grundgerüst aus Holz oder Metall. Zur Verwendung kommen dann Almenrausch, Waldrebe und Erika. Als Highlight bindet Irmi ein paar Silberdisteln von der eigenen Almwiese mit ein.

+ Buschen: Die Buschen sind Äste des Wachholders. Zur Verzierung werden bunte Krepp-Blumen eingebunden und außen ein paar Krepp-Bänder befestigt.

+ Fotzenkranz: Die Fotzenkränze werden um den Kopf der Kälber gelegt. Sie sind fast zwei Meter lang und werden aus Almenrausch gebunden.

 

 

Vor ein paar Wochen habe ich den Almabtrieb von der Oberen First als Livestream begleitet. https://www.facebook.com/338250920131/videos/312821326684463 Diese Woche bin ich beim Almabtrieb von der Unteren First auch wieder dabei. Tradition ist uns sehr wichtig in Schliersee, und die Absage fast aller Brauchtumsveranstaltungen fällt uns sehr schwer. Umso schöner ist es, die kleinen traditionellen Höhenpunkten miterleben zu können. Gerne kannst du von überall auf der Welt online und live mit dabei sein. https://www.facebook.com/schliersee

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Es duftet nach Heu auf der Unteren First

Wie schön, dass es bei uns noch Almen gibt, auf denen das Heu traditionell mit Handarbeit gemacht wird. Zugegeben, gemäht hat Hartl die Weide an seiner Alm auf der Unteren First mit seinem Motormäher. Da das Sonnenwetter dieses Jahr ständig von Regentagen unterbrochen wurde, war es gar nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt zu finden, damit das Gras auch ausreichend trocknen konnte. Am Freitag war es dann so weit.

 

 

Mit der ganzen Familie

Mit seinen Kindern fährt Hartl zu seiner Alm, und zusammen mit Sennerin Irmi und ihrer Familie wird das Heu von Hand zusammen gerecht, in der Schaufel des Traktors gesammelt und hinauf zur Alm gefahren. Das Heu wird hier noch traditionell mit dem Rechen von der Wiese geholt. Durch die kleine Luke im Dachboden kommt das Heu mit dem Traktor auf den Heuboden. Armin, Irmis Mann, nimmt das Heu in Empfang und verstaut es dann platzsparend. Eine staubige Angelegenheit in dem engen Dachboden. Das Heu wird als Zufütterung für die Kälber verwendet. Wenn die sieben Kälber morgens und abends reinkommen, bekommen sie erst mal Milch. Dann wäscht Irmi ihnen die Füße, damit sie sieht, ob sie sich aufgekratzt haben, und dabei bekommen sie dann Heu. „Das ist auch gut für den Magen“, erklärt mir Irmi. Die Arbeit in der brütenden Sonne ist schweißtreibend, trotzdem kann Hartl die Liebe zur Landwirtschaft seinen Kindern vermitteln. Nach getaner Arbeit bringt die Oma Kaffee und Kuchen aus dem Tal, und die Kinder veranstalten mit viel Geschrei eine Wasserschlacht. „Darauf haben sich die Kinder am meisten gefreut“, sagt die Oma.

 

Traditionelles Heumachen

Hartl erzählt mir, dass viele Almbauern heute ihr maschinell geerntetes Heu aus dem Tal auf ihre Almen bringen und so die anstrengende Handarbeit umgehen. Er selbst möchte für seine Alm die Tradition erhalten. „Wenn ich im Tal mit meiner Arbeit fertig bin, dann mache ich das hier oben richtig gerne“, sagt er. „Da ist schon sehr viel Individualismus dabei“, ergänzt er lachend. Er macht die Arbeit mit Leidenschaft. Auch dass die ganze Familie zusammenhilft, zeigt, dass hier Tradition erhalten bleibt.

Für Irmi und ihre Familie ist es der zweite Almsommer. Sie betreuen sieben kleine Kälber, die noch Milch bekommen, 68 Jungrinder, zwei Pferde, zwei Schweine, 14 große Schafe, sieben kleine Lämmer und 16 Hühner.

 

 

Tipp: Urlaub auf dem Bauernhof | Ein Urlaub auf dem Anderlbauernhof ist etwas ganz Besonderes. Hier lernst du das unverfälschte Bauernhofleben kennen. Große Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, ein Ausflug zur Alm oder der tägliche Umgang mit den Tieren. Du kannst sogar im Stall dabei sein und mithelfen. Bitte informiere dich vor der Buchung über eventuelle Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

 

https://magazin.schliersee.de/almauftrieb-vom-anderlbauernhof-in-fischhausen-auf-die-untere-first-im-spitzingseegebiet/

https://anderlbauer-am-see.de/

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Corrados Eiswagen – ein Stück italienische Eismacher-Geschichte am Schliersee

Wenn die Sonne hoch über dem Schliersee steht, die Wasseroberfläche zum Glitzern bringt und die Leute in Scharen ans Seeufer eilen, um sich zu sonnen, zu baden oder die Kinder am Spielplatz toben zu lassen, ist auch Corrado Soccol mit seinem Eiswagen nicht weit.

 

 

Seit er vor wenigen Monaten das Eiscafé „Dolomiti“ in Schliersee übernommen hat, macht sich der Eismacher aus dem Val di Zoldo bei schönem Wetter auf den Weg zum See. Im Bereich des Spielplatzes, unweit der Vitalwelt Schliersee, postiert er seinen Eiswagen mit dem beige-braun gestreiften Dach, um Groß und Klein mit seinem hausgemachten „Gelato“ zu verwöhnen. Vor allem die Kinder erwarten ihn dann schon sehnsüchtig, erzählt Corrado freudestrahlend: „Kaum aus dem Wasser, kommen sie zu mir, um sich ein Eis zu holen. Es ist einfach schön, die Zufriedenheit in den Augen der Kinder zu sehen!“

 

Etwa von März bis Oktober bleibt der Italiener bei uns in Schliersee. In den Wintermonaten zieht es ihn zurück in seine Heimat in den Dolomiten. Diese Art der Saisonarbeit hat eine lange Tradition. Schon Ende des 19. Jahrhunderts zogen Eismacher aus der Region Venetien den Sommer über in den Norden, um ihre Eiskreationen in ihren Eiskarren anzubieten – lange bevor nach dem Ersten Weltkrieg die ersten „Eisdielen“[1] eröffnet wurden.

 

Auch Corrados Urgroßvater Nikolaus Soccol zog als Eismacher in den Norden und ließ sich schließlich um 1894 in Wien nieder. Dort lernte auch Corrado als 16-Jähriger von seinem Cousin das Eismachen. Danach arbeitete er in verschiedenen Orten in ganz Deutschland. „Der Süden hat mir immer gefallen“, sagt Corrado, und deshalb ist er jetzt bei uns in Schliersee. „Es ist ein wunderbarer Ort. Ich habe mich sofort verliebt“, schwärmt er und verteilt weiter sein mit Liebe und Leidenschaft hergestelltes Eis. Sechs verschiedene Eissorten passen in den Eiswagen, der mit einem Stromaggregat und nicht mehr mit großen Eisblöcken wie die Eiskarren seines Urgroßvaters gekühlt wird – und doch führt Corrado mit dem etwa 20 Jahre alten Gefährt hier bei uns am Schliersee ein Stück weit die Tradition seiner Eismacher-Vorfahren fort. Sehr zur Freude der Badegäste am Ufer des Schliersees! An diesem Tag hat Corrado die Sorten Vanille, Stracciatella, Schokolade, Banane, Erdbeere und Maracuja dabei. Ich lasse mir eine Kugel Maracuja auf der Zunge zergehen und muss sagen, das Eis schmeckt wunderbar fruchtig! Einfach perfekt an diesem heißen Sommertag!

 

 

Wer mehr Auswahl sucht, einen „Caffè“ oder einen Eisbecher genießen möchte, der findet Corrado und seine Mitarbeiter im Eiscafé „Dolomiti“ in der Lautererstraße 10.

Und ganz egal, ob am Eiswagen am Seeufer oder in seiner Eisdiele – Corrado freut sich auf Ihr Kommen!

 

 

Eiscafé Dolomiti

Lautererstr. 10

83727 Schliersee

 

Geöffnet täglich 10:00–22:00 Uhr

https://www.facebook.com/EiscafeDolomitiSchlierseeBayern

 

[1] „Der Erste Weltkrieg hatte dem italienischen Eisverkauf in Deutschland ein vorläufiges Ende gesetzt. Erst Ende der 1920er-Jahre kehrten die italienischen Eismacher wieder zurück. Inzwischen war der Eisverkauf in mobilen Eiskarren jedoch durch Verordnungen eingeschränkt, sodass die Eiskonditoren gezwungen waren, ein eigenes Lokal zu eröffnen. Da sich die meisten Eisproduzenten ein solches allerdings nicht leisten konnten, fanden sie eine andere pragmatische Lösung: Sie meldeten kurzerhand Eisgeschäfte in ihren eigenen Wohnungen an. Dabei verkauften sie das Eis aus einem Fenster im Erdgeschoss und befestigten Holzdielen unterhalb des Fensters: Der Name „Eisdiele“ war geboren.“ Quelle: https://dah-bremerhaven.de/eismacher/, „Wie das Eis nach Deutschland kam …“.

 

 

 

Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.