Chayenne Loch geht beim virtuellen Alpentriathlon in Schliersee an den Start

Aufgrund der erneuten Absage des legendären Alpentriathlons in Schliersee hat sich der Skiclub Schliersee in Zusammenarbeit mit der Gemeinde Schliersee dazu entschieden, den Sportlern wieder eine Alternative zu bieten und den Sport in der Region auch in Corona-Zeiten anzukurbeln.

 

 

Sie haben zum zweiten Mal den virtuellen Alpentriathlon auf die Beine gestellt. „Der erste virtuelle Triathlon im letzten Jahr war ein großer Erfolg und wir waren mit der Resonanz mehr als zufrieden“, so Martina Pomper, 2. Vorsitzende des Skiclubs. Bei dieser Version des Alpentriathlons ist man größtenteils auf den Originalstrecken unterwegs, nur selbst organisiert und mit eigener Zeitmessung. Es wird im Schliersee geschwommen, den Spitzig raufgeradelt und oben um den Spitzingsee gelaufen. Die Strecken sind teilweise sogar beschildert.

 

Auch beim eigentlichen Veranstalter Plan B (www.planb-event.com) ist die Freude groß, dass der Skiclub erneut in die Bresche springt. „Wir finden es super, dass sie das Event am Laufen halten“, betont Annika Stephan von Plan B.

 

„Es ist ein wunderbares Herantasten an den ‚Alpenmythos‘, an den Triathlon-Klassiker, einer der schönsten Kurz-Distanz-Triathlons, die es in Europa gibt“, meint der Bundestrainer Langlauf und Skiclub-Mitglied Peter Schlickenrieder (Peter Schlickenrieder | Facebook), der auch selbst dabei sein wird. Denn man kann den ganzen Juli lang so oft man möchte auf die Strecken gehen, auch einzelne Disziplinen, also Teilstrecken, sind möglich und gehen in die Wertung ein. Man kann sich natürlich auch als Staffel anmelden oder mit einem E-Bike, wenn man Bedenken bei der doch sehr anspruchsvollen Radstrecke hat.

 

Chayenne Loch (Cheyenne Loch | Facebook), ehemalige Leistungssportlerin im Snowboarden und langjähriges Mitglied im SC Schliersee, ist nun, nach ihrem Karriereende, auf der Suche nach neuen Herausforderungen. Da ist der virtuelle Triathlon genau das Richtige. Sie wird sich auf die Radstrecke begeben und freut sich heute schon darauf, wenn sie oben am Schild „Spitzingsattel“ ankommt und den mächtigen Anstieg sowie die Höhenmeter mit dem Rad geschafft hat.

 

Teilnehmen können alle, die Lust haben ‒ ohne Altersbegrenzung. Eine Vereinsmitgliedschaft ist nicht notwendig. Die Teilnahmegebühr ist auf Spendenbasis und fließt in die Jugend- und Nachwuchsarbeit.

Anmeldung ist möglich auf der Homepage des SC Schliersee  Skiclub Schliersee e.V. – Schlierseer Alpentriathlon – virtual Race ). Hier gibt es auch alle nötigen Informationen zur Veranstaltung.

 

 

 

 

Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Community Managerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.

 

 

 

Lust am Lesen | Kleine Veranstaltungsreihe von Schliersee liest

Die geplanten Veranstaltungen von Schliersee liest im letzten Jahr mussten aufgrund der Corona-Pandemie verschoben werden. Jetzt präsentiert Vorstand Christoph Seidenfus vom 24. bis 27. Juni 2021 eine kleine spannende Veranstaltungsreihe rund ums Lesen. Mit Anmeldung!

 

 

Genaue Infos zu Uhrzeiten, Veranstaltungsorten und Anmeldung findest du unter www.schliersee-liest.de und Karten bekommst du bei der Gäste-Information Schliersee sowie bei Patrick in der Schlierseer Bücheroase.

 

24. Juni 2021 | Waldlesen mit Förster Gerhard Waas

Förster Gerhard Waas liest mit Kindern im Wald auf dem Gelände des Schlierseer Waldkindergartens aus Büchern über den Wald. Der Erlös geht an unseren Schlierseer Waldkindergarten.

 

25. Juni 2021 | Haiku-Werkstatt im Forum in der Vitalwelt

Am Vormittag besucht Ingo Cesaro die Schüler der Grund- und Mittelschule Schliersee, um sie in die Welt der japanischen „Haiku-Kunst“ einzuführen. Am Nachmittag ist Ingo Cesaro im Forum der Schlierseer Vitalwelt; ausgestellt werden die Werke an einem Baum im Schlierseer Kurpark. INGO-CESARO.DE – Bibliophile Editionen, Anthologien, Lyrik und Haiku

„Haiku (jap. 俳句; Plural: Haiku, auch: Haikus) ist eine traditionelle japanische Gedichtform, die heute weltweit verbreitet ist. Das (oder der) Haiku gilt als die kürzeste Gedichtform der Welt. Japanische Haiku bestehen meistens aus drei Wortgruppen von 5–7–5 Silben (genauer: Moren), wobei die Wörter in den Wortgruppen vertikal aneinandergereiht werden.“  Quelle Wikipedia

Beispiel:

 

Eine Feder bleibt

mir vom Vogel in der Hand.

Der Wind wird sichtbar.

 

 

26. und 27. Juni 2021 | Büchermarkt Forum der Vitalwelt | Lions Club

Kleiner Büchermarkt vom Lions Club Miesbach-Holzkirchen in der Vitalwelt. „Neben vielen aktuellen Romanen und Taschenbüchern eine gut sortierte antiquarische Abteilung, ein umfangreiches Bavaria-Sortiment, Reiseliteratur und Bildbände aus aller Herren Länder und zum Vergnügen der kleinen Besucher eine ständig wachsende Reihe von klassischen und aktuellen Kinderbüchern.“

https://www.lc-mb-hk.de/programm-2020-2021/

 

 

27. Juni 2021 | Spaziergang durch Schliersee mit Märchenerzählerin Ursula Weber

Schliersees sagenhafte Geheimnisse ‒ ein anregender Spaziergang mit Geschichten

„Manch heitere, aber auch manch schaurige Geschichte erzählt man sich im Schlierseer Sagenschatz. Da ist von lebenslustigen Wilderern die Rede, von rachsüchtigen Grafen und von tollpatschigen Wallfahrern. Auf dieser zweistündigen Runde sind wir jenen Sagengestalten auf der Spur. Die Tölzer Erzählerin Ursula Weber lässt dabei die Geschichten von damals auf amüsante und spannende Weise lebendig werden.“ Ursula Weber, Wanderbuch-Autorin & Erzählerin

Erzählkunst vom Feinsten – ERZÄHLZAUBER (erzaehlzauber.de)

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ein Lieblingsplatz | Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist für mich tatsächlich zu einem Lieblingsplatz in Schliersee geworden. Ich war für dich vor der Eröffnung dort und habe Markus getroffen. Er freut sich riesig, dass es am 12. Juni 2021 nach einem langen Winter endlich wieder losgehen kann.

 

 

Ich weiß, ich wiederhole mich, aber es ist immer schön, zu sehen, mit viel Liebe Markus Wasmeier sein Freilichtmuseum betreibt. Gerade leuchten die Wiesen um das Museum in allen Farben. Das merkt auch Markus an. „Die Wiesen sind gerade der Wahnsinn“, betont er. Nach dem kurzen Video-Dreh setze ich mich auf eine Bank und genieße die Ruhe. Die Hühner kommen zu mir gelaufen. Es ist wie in einer anderen Zeit. Alle Sorgen verschwinden. Ich freue mich schon jetzt auf die erste gemütliche Brotzeit im wunderschönen Biergarten. Der Sommer kann kommen.

 

Ein Schmankerl für alle Kinder: Freier Eintritt!

Für Markus steht fest: Die die Kinder mussten in der Corona-Pandemie besonders leiden. Deshalb haben Kinder bis einschließlich 15 Jahre im Markus Wasmeier Freilichtmuseum diese Saison freien Eintritt! Das wird auch die Eltern freuen.

 

 

12. Juni 2021: Endlich wieder geöffnet

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist ab dem 12. Juni wieder für dich geöffnet ‒ und auch der gemütliche Biergarten lädt dann zum Verweilen ein.

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

https://www.wasmeier.de

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

Tel.: 08026/92922-0

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10:00–17:00 Uhr

Montags ist nur an Feiertagen geöffnet.

Bei einer Inzidenz unter 50 besteht derzeit keine Test- und Reservierungspflicht!

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wandern auf kraftvollen Wegen | Ursula Weber wandert auch wieder in Schliersee

„Wandern auf kraftvollen Wegen | 15 Touren und 30 Geschichten aus dem südlichen Oberbayern | Der neue Wanderführer der professionellen Märchenerzählerin Ursula Weber mit Geschichten aus der örtlichen Sagenwelt.“

 

 

Die Autorin Ursula Weber hat ihr zweites Wanderbuch herausgebracht. Diesmal hat es Schliersee sogar auf die Titelseite geschafft. Aber unsere Wasserfälle sind auch ein echter Klassiker. Deshalb solltet ihr diese Tour auch vielleicht nicht unbedingt am Wochenende machen. Im Josefstal gibt es nur sehr wenige Parkplätze ‒ und immer wieder werden hier Rettungswege zugeparkt. Deshalb bitte beispielsweise einen der kostenpflichtigen Parkplätze am Bahnhof in Fischhausen-Neuhaus wählen oder noch besser gleich mit der Bayerischen Regionalbahn anreisen. TIPP: Alle Schlierseer Übernachtungsgäste können kostenlos mit dem Bus von Schliersee ins Josefstal fahren. Vom Bahnhof ist es nur ein kleiner Spaziergang bis ans Ende des Josefstals. Von dort geht es entlang der Wasserfälle und über die Stockeralm hinauf an den Spitzingsee. Zurück nimmt Ursula den beliebten Bockerlbahnweg. Eine perfekte Wanderung für die ganze Familie (12 km|405 hm|4 h). Lass dir nicht die Geschichte vom Holzbauern von Ursula entgehen. Im Video fürs Schliersee Magazin erzählt sie den Anfang der Geschichte, im Buch erfährst du, wie es ausgeht.

 

Wer „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ geliebt hat, der wird auch das zweite Buch von Ursula sehr genießen. Über 30 Geschichten und Sagen haben es diesmal in das Buch geschafft. Ursula lässt mich durch die vielen Geschichten die Gegend, durch die ich wandere, anders betrachten. Das ist sehr inspirierend.

 

 

TIPP: Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch „Wandern auf kraftvollen Wegen“ erwerben möchte, hat Glück. Das Buch gibt es bei uns vor Ort in Schliersee im HoamatGfui, dem Treffpunkt für Regionales im Herzen von Schliersee. www.hoamatgfui.de/

HoamatGfui Lautererstraße 4, 83727 Schliersee

 

Online bekommst du das Buch direkt hier beim Verlag:  Wandern auf kraftvollen Wegen ‒ Volk Verlag

 

Wer Ursula Weber bei ihren Wanderungen und Stadtführungen „live“ erleben will, findet immer wieder Termine unter:  www.erzaehlzauber.de/

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps Juni 2021: Testzentrum an der Schlierseer Vitalwelt auch für Urlauber

Servus aus Schliersee,

auch wenn das Wetter es noch nicht so richtig vermuten lässt: Der Sommer steht vor der Tür.

Sommer? Endlich wieder Urlaub in Schliersee? Ja, die Inzidenzzahlen sind auch bei uns im Landkreis Miesbach gesunken und seit Samstag können uns Urlaubsgäste endlich wieder besuchen.

Die Außengastronomie und die touristischen Einrichtungen haben wieder geöffnet. Einem Urlaub in Schliersee steht nichts mehr im Weg. Für die Anreise brauchen Sie einen negativen PCR-, POC- Antigen- oder einen Selbsttest unter Aufsicht, der nicht älter als 24 Stunden ist.

Dieser Test muss während Ihres Urlaubs derzeit alle 48 Stunden erneuert werden. Wenn Sie vollständig geimpft sind oder als genesen gelten, sind Sie davon befreit. Als Hotelgast können Sie den Innenbereich des Hotelrestaurants und den Kur-, Therapie- und Wellnessbereich nutzen. Bitte halten Sie sich an die aktuell geltenden Hygienevorschriften wie Maskenpflicht und Abstand. Um Ihnen die Testpflicht zu erleichtern, haben wir an der Vitalwelt Schliersee ein Corona-Schnelltestzentrum eingerichtet.

 

 

Die Öffnungszeiten sind sehr umfangreich. Hier können Sie sich kostenlos per Rachen-, Nasen- und Lolli-Test testen lassen, auch wenn Sie aus dem Ausland anreisen. Sie sollten sich vorher unter www.reihentestung.de registrieren, um den Ablauf zu erleichtern. Per QR-Code können Sie dann im Testzentrum einchecken und erhalten kurze Zeit später das Testergebnis auf Ihr Smartphone. Den negativen Test können Sie ebenfalls im Einzelhandel, in der Gastronomie und etwa bei Bergbahnen nutzen, falls dies noch notwendig sein sollte.

Ich hoffe, dass Sie uns bald besuchen und die Schönheit sowie das entspannte Lebensgefühl von Schliersee wieder genießen können. Um Stress vor Ort zu vermeiden, empfehle ich Ihnen, den ÖPNV zu nutzen.

 

 

Parkplatzsuche am Ausgangspunkt der Wanderung? Das muss nicht sein. Sie als Schlierseer Urlaubsgast können Busse kostenfrei nutzen. Ab sofort sind auch die Wendelstein-Ringlinie und der Bus vom Spitzingsee in die Valepp wieder in Betrieb.

Der Bus rund um den Wendelstein bringt Sie jeweils zweimal täglich vom Bahnhof in Neuhaus im und gegen den Uhrzeigersinn 100 Kilometer um den Wendelstein bequem durch die Region. Um 8:46 Uhr und 15:36 Uhr fährt Sie die Wendelsteinringlinie (Kurs A) in Richtung Fischbachau und um 8:35 Uhr und 15:45 Uhr (Kurs B) in Richtung Bayrischzell.

Der Bus vom Spitzingsee ist auch wieder unterwegs. Siebenmal am Tag fährt er Sie von Spitzingsee in die Valepp (9560B).

Ich freue mich nach so langer Zeit auf ein gemütliches Beisammensein mit Freunden, einen Feierabendplausch, eine Brotzeit auf der Alm oder unten am Schliersee und vor allem auf Sie, wenn Sie uns jetzt endlich wieder besuchen dürfen.

 

Viele Grüße aus Schliersee

 

 

PS.: Wussten Sie, dass die Autorin Ursula Weber gerade ihr zweites Wanderbuch „Wandern auf kraftvollen Wegen“ herausgebracht hat? Ein Schlierseer Klassiker, der „Wasserfall-Rundweg“, hat es in das Buch geschafft ‒ und natürlich auch wieder eine „sagenhafte“ Geschichte zur Wanderung.

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Was ist und macht eigentlich der DAV

Und für wen macht eine Mitgliedschaft Sinn

Immer wieder hört man vom DAV, dem Deutschen Alpenverein. Mal geht es um Naturschutz, mal geht es um die Beschreibung der schönsten Touren in einer Region oder um eine Übernachtungsmöglichkeit auf einer Hütte. Ich möchte heute etwas Licht ins Dunkel bringen, dir den DAV vorstellen und erklären, was sich der Verein auf die Fahne geschrieben hat und weshalb und für wen eine Mitgliedschaft Sinn macht.

 

 

Ich starte mit einem kurzen historischen Rückblick. 2019 feierte der Deutsche Alpenverein seinen 150. Geburtstag. Seit über 150 Jahren überzeugt er mit Bergleidenschaft und ehrenamtlichem Engagement, kümmert sich um Hütten und Wegebau und begleitet Jung und Alt in unseren Alpen.

Fasziniert von den Alpen, ist der Wunsch, gemeinsam Erlebnisse in den Bergen zu schaffen, heute noch genauso präsent wie damals. Der große Unterschied: Heute ist es einfacher, Gleichgesinnte zu finden ‒ über die sozialen Kanäle ist man schnell in Kontakt und kann gemeinsam ausrücken. Früher, als es noch kein Internet und keine Handys gab, war man dankbar, mit der Gründung des DAV eine Anlaufstelle zu haben, Bergpartner zu finden und gemeinsam die Natur unserer Alpen zu erkunden und zu genießen, Synergien zu nutzen, Wissen und Leidenschaft zu teilen.

Der Alpenverein hat viele Sektionen. Darunter auch die Sektion Schliersee.

Ich habe mich mit Toni Gerber getroffen, er ist 2. Vorstand der Sektion Schliersee und Familiengruppenleiter. Er hat mir erzählt, wie er eigentlich zum Alpenverein gekommen ist und was ihn motiviert, sich ehrenamtlich zu engagieren.

Als Familienvater möchte er vor allem junge Familien ansprechen, die Natur zu entdecken und gemeinsam Erlebnisse zu schaffen. Neben Kletterkursen bietet er als Gruppenleiter vor allem Mountainbiken für Kinder und Jugendliche an.

Als DAV-Mitglied sind diese Kurse oft kostenfrei bzw. es ist nur ein kleiner Unkostenbeitrag zu entrichten.

Ich habe mit ihm auch über die generellen Aufgaben des DAV gesprochen und ab wann es für den einzelnen sinnvoll ist, Mitglied zu werden.

An erster Stelle fällt hier die Bergversicherung. Und das ist auch ganz klar ein Plus für die Mitgliedschaft. Als Mitglied bin ich am Berg versichert und muss im Fall einer Bergrettung oder -bergung die Kosten nicht selbst tragen. Das heißt, jeder, der häufiger am Berg unterwegs ist ‒ und wir haben da oben nun mal einige Risiken, die lauern ‒, für den lohnt es sich schon allein wegen der Versicherung, eine Mitgliedschaft abzuschließen.

Neben diesem Vorteil gibt es aber noch einige weitere Dinge, von denen ich profitieren kann.

Der Deutsche Alpenverein besitzt einige Hütte im gesamten Alpenraum. Hier kannst du als Vereinsmitglied wirklich kostengünstig übernachten. Toni erwähnt auch die DAV-Hütte oben im Spitzinggebiet, bei der Oberen Firstalm, die der Sektion Schliersee gehören und wo schon wunderbare Grillabende und Treffen stattgefunden haben.

Jede Sektion bietet unterschiedlichste Touren und Kurse an, bei denen du dich als Mitglied anmelden kannst. Vom Klettern über Mountainbiken bis hin zu Skitouren und hochalpinem Bergsport. Es gibt auch spezielle Angebote für Kinder und Familien. Da ist für jeden etwas dabei ‒ vom Anfänger bis hin zum erfahrenen Bergsteiger. Du kannst deinen Horizont erweitern, neue Dinge kennenlernen und von der Erfahrung und dem Wissen anderer profitieren.

Daneben betreibt der DAV auch Kletterhallen, in denen Mitglieder einen Rabatt auf den Eintrittspreis erhalten. Und wer nicht genügend Ausrüstung besitzt für ein Bergabenteuer, der kann sich vieles für kleines Geld ausleihen, etwa Schlafsack, Tourenski, ein Klettersteig-Set oder Steigeisen.

Nach den ganzen Schmankerln und Vorteilen für dich als Einzelperson hat der Alpenverein auch noch andere Aufträge, wegen derer es sich zusätzlich lohnt, den Verein mit dem Mitgliedsbeitrag zu unterstützen. Er ist in bestimmten Gebieten zuständig für den Bau und Erhalt von Wanderwegen, denn ohne Wege würden die meisten von uns nicht auf den Gipfel kommen. Auch für den Naturschutz tut der DAV einiges. „Klar, Bergsport, aber naturverträglich, schließlich wollen wir unsere schöne Natur erhalten“, könnte da eine Aussage lauten. Mit Kampagnen wie „Obacht geben!“ oder „Natürlich auf Tour“ versucht der Alpenverein, die Massen, die inzwischen in die Berge pilgern, zu sensibilisieren sowie zu leiten, unserer Flora und Fauna zu einem Mindestmaß an Achtsamkeit zu verhelfen und eine gegenseitige Rücksichtnahme zu propagieren, damit Bergabenteuer noch ganz lange schöne Erinnerungen schaffen.

Auch in der digitalen Welt ist der DAV inzwischen zu Hause. Auf alpenvereinaktiv.com finden sich Tourenvorschläge und Kartenmaterial sowie Infos zu tagesaktuellen Bedingungen, Bergwetter und Lawinenlage.

Der Aufruf der Sektion München Oberland spiegelt alles, was ich in Erfahrung gebracht habe, ganz gut wider: „Du bist leidenschaftlich gerne in den Bergen? Du möchtest Gemeinschaft erleben und dich alpin beraten und weiterbilden?  Dann bist du bei uns genau richtig: Wir sind der Alpenverein für den Großraum München – und Heimat für alle, die die Berge lieben. Unsere Mitglieder erleben die Berge nach ihren eigenen Vorstellungen, individuell oder gemeinschaftlich, jedenfalls ökologisch und sicher – heute und in Zukunft. Gemeinsam setzen wir uns dafür ein, das Ökosystem und die Wildnis der Gebirge als unser primäres Betätigungsfeld dauerhaft zu erhalten.“

 

 

 

Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Community Managerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.

 

 

 

schöne zeiten – Jubiläumsausgabe

Auch in der Jubiläumsausgabe von „schöne zeiten“ findest du ganz viel Schliersee.

 

 

„Das beliebte Bürger- und Gästemagazin ist eine Herzensangelegenheit für mich!“, sagt Mathias Schrön. Seit 20 Jahren ist er bereits Kuramtsleiter in Schliersee. Die 50. Ausgabe von „schöne zeiten“ ist für ihn ein ganz besonderes Jubiläum. Zu seiner Anfangszeit in Schliersee gab es das Gästemagazin „Urlausdreieck“, das gemeinsam von Bayrischzell, Fischbachau und Schliersee herausgegeben wurde. Im Jahr 2003 entstand die Idee, die Gästezeitschrift um Thiersee zu erweitern und sich mit dem neuen Heft „schöne zeiten“ für das grenzüberschreitende EU-Interreg-Projekt zu bewerben. „Gesina Stärz und Sylvia Kaufmann entwickelten ein Konzept für ein neues Magazin, denn aus drei Partnern wurden nun vier aus zwei Ländern“, erklärt Mathias Schrön. Das erste Heft kam im Winter 2004/2005 heraus. Als das EU-Projekt auslief und Thiersee dem Tourismusverband Kufsteiner Land zugeordnet wurde, hielten die bayerischen Herausgeber an den „schönen zeiten“ fest. Neue Partner wie Miesbach, die Alpenregion Tegernsee Schliersee und Bad Feilnbach wurden gefunden. „Mich persönlich freut es sehr, dass wir uns mit unseren ‚schönen zeiten‘ in all diesen Jahren weiterentwickelt haben, mit der Zeit gegangen und uns trotzdem treu geblieben sind“, sagt Mathias Schrön. Er freut sich besonders, dass sich die Zeitschrift von einem reinen Gästemagazin auch zu einem Begleiter durch das Jahr für viele Einheimische entwickelt hat. Er bezeichnet sich selbst als letzten amtierenden Gründer und hofft, dass die Erfolgsgeschichte „schöne zeiten“ noch lange andauern wird.

 

In der 50. Ausgabe findest du Informationen über die Menschen – Herausgeber, Layout, Redaktion und Produktion ‒ hinter „schöne zeiten“. Vorgestellt wird auch Elisabeth Anzinger, Mitarbeiterin der Gäste-Info Schliersee seit 35 Jahren. Sie berichtet, was sich in all den Jahren alles verändert hat. Die Geschichte des Café Brunnhof wird zu Ehren des Doppeljubiläums erzählt. Der Brunnhof wird seit 115 Jahren als Café betrieben, Familie Gasteiger bewirtschaftet ihn seit zehn Jahren. Wer kennt sie nicht, die verführerischen Windbeutel der Gasteigers? Außerdem werden die Projekte „Schliersee liest“ und „Sehenswertes Schliersee“ sowie der Schlierseer Fotograf Florian Bachmaier präsentiert.

 

Ein Highlight im Heft ist der große Fotowettbewerb. Redaktionsleiterin Sandra Wild wird euch den Fotowettbewerb im Schliersee Magazin bald vorstellen. Wer gleich zum Fotoapparat greifen möchte, blättert einfach durchs Heft. Auf Seite 56/57 wird alles ausführlich erklärt. Oder online: Fotogalerie Schöne Zeiten (schoene-zeiten.de)

 

 

Du hast noch keine Jubiläumsausgabe? Wer das Heft wegen der Corona-Beschränkungen nicht wie gewohnt in den Geschäften und Restaurants des Landkreises mitnehmen kann, sendet einfach seine Kontaktdaten an tourismus@schliersee.de und lässt sich von der Gäste-Information Schliersee die Jubiläumsausgabe kostenfrei zusenden.

 

Du kannst unter www.tegernsee-schliersee.de/schoene-zeiten auch online das Magazin durchblättern. Viel Spaß!

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

MEIN Schlierseer Osterkörbchen

Ich packe in mein Schlierseer Osterkörbchen …

Als ich anfange, zu recherchieren, wie mein persönliches Osterkörbchen aus Schliersee dieses Jahr ausschauen könnte, stelle ich schnell fest, dass es unendlich viele Möglichkeiten gibt.

 

 

Ich entscheide mich für einen Gutschein für den Ratskeller Schliersee, ein Samenpackerl vom Markus Wasmeier Freilichtmuseum und den Eierlikör der Familie Hinterseer.

 

+++ Ratskeller Schliersee

Leider darf der Ratskeller Schliersee noch immer keine Gäste bewirten, aber das To-go-Geschäft läuft jeden Tag. An den Ostertagen vom 01. April bis 05. April 2021 sind Petra und Matthias sogar durchgehend von 11:30‒20:00 Uhr für dich da. Als Osterschmankerl findest du ‒ neben den beliebten Ratskeller-Klassikern ‒ eine Kaninchenkeule auf mediterranem Gemüse mit Kartoffel-Hirse-Gnocchi und eine fein geschmorte Osterlamm-Keule mit einem leichtem Kartoffel-Bärlauch-Püree und Speckbohnen auf der Speisekarte. Passend zur Jahreszeit werden sich alle Vegetarier und Bärlauch-Liebhaber über Spaghetti mit Bärlauch-Pesto mit geschmorten Cocktailtomaten und Parmesan freuen. Mein persönlicher Tipp: Südtiroler Backhendl in der Heubox in einer feinen Schüttelbrot-Panade mit kleinen Bauernkartoffeln. Das ist mein Favorit!

Gutscheine zum Verschenken bekommst du direkt vor Ort im Ratskeller Schliersee.

Ratskeller Schliersee: Das Gasthaus mit bayerischer Küche ‒ Ratskeller Schliersee (ratskeller-schliersee.de)

 

 

+++ Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum hat derzeit wegen der Cororna-Pandemie noch geschlossen, trotzdem kannst du die beliebten Schmankerl aus dem Museum und auch kleine Geschenke online bestellen. Hast du schon mal den Onlineshop besucht? Museumsshop • Markus Wasmeier Freilichtmuseum Mir fallen sofort die verschiedenen Anzuchtpackerl ins Auge. Die passen wunderbar ins Osternest. Enthalten sind eine Anzuchtanleitung mit Informationen zu den einzelnen Samen, Erd-Tabs zum Aufquellen, unbeschriftete Holzsteckerl und natürlich die Samen. Das Angebot reicht von Brotgewürzen, Heilpflanzen, dem Schnecken-Schreck über einen Bienengarten, Bauerngarten, Teekräuter und Gemüsegarten bin hin zu einem Mansbuid-Garten. Samen-Anzucht-Packerl • Markus Wasmeier Freilichtmuseum Aber auch die beliebten Wasmeier Biere, kleine Geschenke, Bücher und kulinarische Sets kannst du online bestellen.

 

 

+++ Hühnerhof Schliersee

Der Hühnerhof Schliersee der Familie Hinterseer liegt gleich am Ortseingang von Schliersee nach dem Kirchbichl. Neben dem Hühnerhof mit kleinem Hofladen wird normalerweise auch ein Almcafé betrieben. Dieses ist leider derzeit aufgrund der Pandemie geschlossen. Aber die Familie Hinterseer überrascht in ihrem Hofladen mit verschiedenen Osterüberraschungen für zu Hause. Außerdem kannst du online Liköre, Fruchtaufstriche und Nudeln bestellen. Onlineshop Hühnerhof Schliersee (huehnerhof-schliersee.net) In meinem Osterkörbchen landet der Klassiker: der Gourmet Eiertrunk. „Das fulminante Zusammenspiel von Eiern, Vanille, Milch und Edelbrand ist ein wahrer Genuss für die Sinne. Wir verwenden ausschließlich hochwertige Zutaten sowie Eier von unseren glücklichen Freilandhühnern. ‒ Und das schmeckt man auch.“

 

Eine Zwiebel mit frischem Grün, etwas Heu und ein selbst bemaltes Schliersee-Ei machen mein Schlierseer Osterkörbchen komplett. Wenn du Tipps für dein Schliersee-Ei brauchst ‒ die Redakteurin Kathrin Zott hat einen Beitrag dazu gemacht. Schliersee auf dem Ei – Schliersee Magazin

 

 

Wie schaut dein Schliersee Osterkörbchen aus?

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Kulinarische Osterbräuche in Schliersee

Der Frühling ist da, auch wenn es bei uns momentan noch ein wenig  winterlich aussieht. Allein schon der Gedanke an das Frühjahr lässt Kinder- und auch Erwachsenenherzen höher schlagen. Wie war es denn mit den besagten kulinarischen Osterbräuche in Schliersee? Ich erzähle euch heute, wie ich es als Kind gelernt und erlebt habe ‒ und diese Osterbräuche möchte ich gern weitergeben.

 

 

Übrigens, Ostern ist das höchste christliche Fest, noch vor Weihnachten. Wir feiern die Wiedergeburt des neuen Lebens, die Auferstehung. Die Natur erwacht.

 

Die Ostereier als Sinnbild des Lebens stehen in allen verschiedenen Variationen natürlich an erster Stelle. Ob gefärbt, aus Schokolade oder als Kuchenform ‒ wir alle lieben Ostereier. Am Morgen des Ostersonntag mit den Kindern Eier zu suchen ist einer der schönsten Bräuche. Im Weihekörbchen hat mein Vater, der auch Mesner war, immer die Eier angepiekt, damit die Weihe des Pfarrers besser ins Ei kann.

 

Das Osterlamm. Die Schlierseer Familien backen zu Ostern gern das zuckersüße Osterlamm. In den Schlierseer Bäckereien wie Zanger, Gritscher und Guggenbichler gibt es auch sehr schöne zu kaufen. In der christlichen Tradition steht das Lamm als Zeichen des Lebens. Jesus Christus ist das Lamm Gottes, das den Tod überwunden hat. Symbolisch wird ein Osterlamm geschlachtet oder eben gebacken.

 

Das Osterbrot. In meiner Kindheit hatten wir in der 40-tägigen Fastenzeit ganz auf Süßigkeiten und süße Leckereien verzichten müssen. So war Ostern stets ein ganz besonderes Schmankerlfest und wir freuten uns sehr darauf. So ist in Schliersee das Osterbrot süßlich. Wir brauchen Mehl, Eier, Milch,  Rosinen, Mandeln, Salz, Schmand, Zucker und Hefe ‒ und viel Liebe.

Wir backen aber auch für unsere Tiere ein herzhaftes Osterbrot, das sie zusammen mit Salz am Ostersonntag ins Futter gemischt bekommen. Es bringt Segen und Gesundheit für das ganze Jahr und außerdem lieben die Tiere dieses ganz besondere Zuckerl.

 

Osterschinken oder Osterfleisch genannt. Unser Osterschinken hängt momentan noch im Räucherschrank. Von der eigenen Haussau, schmeckt er ganz besonders gut. Nach dem Räuchervorgang wird der Schinken im Brotteig eingeschlagen und nochmals gebacken. Ein köstliches Schmankerl, das es auch ab Karfreitag in unserem Hofladen am Hennererhof zu kaufen gibt.

 

Die Osterkerze gehört natürlich auch dazu. Gerne basteln wir unsere eigene Osterkerze, die am Osterfrühstückstisch für die Familie brennt. In der Osternacht, am Osterfeuer, wird sie das erste Mal angezündet.

 

 

Alles zusammen wird dann am Ostersonntag im Körbal in die Kirche getragen, um es weihen zu lassen. Das gemeinsame Osterfrühstück mit den Osterschmankerln ist für uns ein ganz besonderer Höhepunkt an Ostern.

 

Wir vom Schliersee Magazin wünschen euch allen eine ganz besonders schöne Osterzeit.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Schliersee auf dem Ei

Das Bemalen von Ostereiern ist nicht nur ein jahrhundertealter Brauch, es ist auch eine Kunst. Kurz vor Ostern finden regelmäßig Ostereiermärkte statt, auf denen man den Künstlern beim Verzieren der Eier über die Schulter schauen und die zerbrechlichen Kunstwerke käuflich erwerben kann.

 

 

Für Hedwig „Hedi“ Zweckstätter waren diese Ostereiermärkte immer das Highlight des Jahres, denn dort konnte sie sich stets neue Anregungen für ihr liebstes Hobby holen. Mittlerweile ist Hedi 73 Jahre alt, die Sehkraft lässt nach und die Hand ist nicht mehr so ruhig wie früher. Nur noch selten greift sie deshalb zu Pinsel und Farbe. Im Laufe der Jahre hat Hedi aber eine beachtliche Sammlung von fast 200 Ostereiern zusammengetragen, auf die sie sichtlich stolz ist. Ein paar der Ostereier sind gekauft, den größten Teil davon hat sie aber selbst kunstvoll verziert. Die Eier sind bemalt, aufgeschnitten, gefräst oder gekratzt. Sogar Spieluhren und andere technische Spielereien hat sie in die Eier eingebaut. Vom winzigen Wellensittich-Ei bis zum riesigen Straußen-Ei ist alles vertreten.

 

 

Einen besonderen Stellenwert haben aber die Ostereier, deren Motive Hedis Heimat Schliersee abbilden, wie zum Beispiel ein Gänse-Ei, das Hedi mit einem kleinen Dremel aufgeschnitten hat, um eine Spieluhr mit Zugband einzubauen. Vorder- und Rückseite zeigen die kleine Kapelle an der Josefstalerstraße, an der Hedi als kleines Kind jeden Tag auf ihrem Schulweg vorbeigegangen ist.

 

 

Die Schlierseer Leonhardifahrt, die jedes Jahr am ersten Sonntag nach Allerheiligen in Fischhausen stattfindet, ist ein wichtiges Fest in unserer Gemeinde und auch überregional bekannt. Kein Wunder also, dass diese Prozession zu Ehren der Pferde einen Platz auf einem ganz besonderen Ei gefunden hat, nämlich einem etwa 12 cm großen Nandu-Ei. Ebenfalls darauf abgebildet ist der Almabtrieb der prunkvoll geschmückten Kühe, die nach einem Sommer auf der Alm ins Tal geführt werden, um dort den Winter im warmen Stall zu verbringen.

 

 

Hast du Lust bekommen, DEIN Schliersee auf einem Ei zu verewigen? Dann hat Hedi für dich eine relativ einfache Technik, die auch für Anfänger bestens geeignet ist: die Aquarelltechnik

Du brauchst dafür:

1 ausgeblasenes weißes Ei

Bleistift und Radiergummi

1 Aquarellfarbkasten (ein normaler Wasserfarbkasten geht aber auch)

Pinsel unterschiedlicher Stärke

1 Glas Wasser

Etwas Küchenpapier

Transparenter Bastellack

 

Du kannst dein Schliersee-Ei entweder ganz abstrakt malen, dann kannst du deiner Fantasie einfach freien Lauf lassen und sofort loslegen.

 

 

Oder du nimmst dir dein Lieblings-Schliersee-Foto als Vorlage und zeichnest dir die Konturen erst mal zart mit Bleistift vor. So kannst du auch noch mal radieren, wenn dir etwas noch nicht gefällt. Sobald du mit deinem Motiv zufrieden bist, kannst du mit dem Anmalen anfangen.

 

 

Wichtig bei der Aquarelltechnik ist, dass du für den Hintergrund, z. B. den Himmel, die Wiese, den See und die Berge, relativ viel Wasser und vergleichsweise wenig Farbe benutzt, sodass die Farben zart ineinander verlaufen. Du solltest zügig arbeiten, damit die Farbe nicht antrocknet, bevor du mit dem Abschnitt fertig bist, an dem du gerade arbeitest. Bei der Nass-in-Nass-Technik ist es erst mal nicht so wichtig, dass jeder Pinselstrich akkurat an der richtigen Stelle sitzt, also trau dich einfach und leg los!

Sobald der Hintergrund getrocknet ist, kommen die Details an die Reihe, etwa die Bäume und Sträucher. Du solltest mit dem Wasser nun etwas sparsamer umgehen, damit die Farben nur noch leicht ineinander verlaufen. Die Bäume und Sträucher sind eigentlich ganz einfach zu malen, sie werden nämlich mit dem Pinsel gestupft. Für das Malen sehr kleiner Details oder eines Schriftzugs brauchst du eine möglichst ruhige Hand und du solltest viel Farbe, wenig Wasser und einen sehr feinen Pinsel benutzen, um klare und farbintensive Linien malen zu können. Am Schluss kannst du dein Schliersee-Motiv noch schwarz umranden ‒ und ganz wichtig: Vergiss deine Initialen nicht!

 

 

Wenn die Farbe gut durchgetrocknet ist, steckst du das Ei vorsichtig auf einen dünnen Holzspieß, dann kannst du es zum Lackieren besser halten und es liegt nirgendwo auf, während der Lack trocknet.

 

 

Du wirst sehen, es ist gar nicht so schwer ist! Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen und frohe Ostern!

 

 

 

Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.