Saisoneröffnung der Taubensteinbahn ‒ Seilbahn-Nostalgie

Die Taubensteinbahn ist in die Sommersaison gestartet. Nach einem langen Winter fährt sie endlich wieder, die nostalgisch anmutende Bahn von 1972. Damals rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in München in Betrieb genommen, hat sie noch heute den gleichen liebevollen Charme wie damals. In etwa zwölf Minuten bringt sie euch in Vierergondeln zur Bergstation in 1.616 m Höhe.

 

 

„Normalerweise öffnen wir schon am 1. Mai, aber da konnten wir noch nicht aufmachen, da so viel Schnee war“, sagt mir Sepp von den Alpenbahnen Spitzingsee. Oben an der Bergstation liegt immer noch einiges an Schnee. Wer jetzt zum Wandern geht, sollte unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten, da man in den höheren Lagen noch auf große Schneefelder treffen kann. Auch die umliegenden Berge leuchten weiß in der Sonne ‒ im Kontrast zum hellen Grün des Frühlings sieht das wunderschön aus.

Heute schaue ich ins Taubensteingipfelstüberl. Kata begrüßt mich freundlich und erzählt mir von ihren hausgemachten Spinatknödeln und Kuchen, und sie empfiehlt mir ihre hausgemachte Limonade, die wirklich sehr gut schmeckt. Dass das Taubensteingipfelstüberl die höchste Essendorfer Schmankerl-Station von Deutschland ist, sehe ich sofort. Katas Mann trägt ein „Kraut Gegen Dummheit“-T-Shirt. Ich muss schmunzeln. Ich erinnere mich, wie mir Andi Essendorfer vor zwei Jahren erzählt hat, dass das „Kraut Gegen Dummheit“ hier oben im Taubensteingebiet entstanden ist (https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/). Kata sagt mir, dass sie mit den Essendorfer Gläschen kocht – sie nimmt unter anderem „Native Man“ für ihre Salatsoßen, was himmlisch schmeckt, versichert sie mir.

„Immer Sommer haben wir viele Kinder hier oben“, sagt Kata und freut sich, dass nach so einem langen Winter endlich die Sommersaison anfängt. Ein Kinderspielplatz ist direkt vor dem Haus, die Aussicht für die Erwachsenen ist atemberaubend, und der liebe Dalmatiner freut sich auch schon auf euch. Zum Taubensteingipfel sind es nur 25 Minuten. Momentan liegt noch einiges an Schnee auf dem Weg.

 

 

Eine Fahrt mit der nostalgischen Taubensteinbahn ist schon fast Kult. Für mich viel schöner als die neuen, modernen Bahnen. Einfach einmal hinauf fahren und die Aussicht genießen.

 

Taubensteinbahn

Alpenbahnen Spitzingsee

Spitzingseestraße 12

83727 Schliersee-Spitzingsee

Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Saisonstart im Strandbad Schliersee

Am 26. Mai 2019 ist es wieder soweit: Das Strandbad Schliersee startet ab 17:00 Uhr in die neue Saison! Wegen des Hochwassers ist zwar momentan kein Badebetrieb möglich, aber die überdachte Terrasse mit verschließbaren Glaspanelen und herrlichem Blick auf den See ist auf jeden Fall geöffnet, so dass Ihr die gewohnten und auch neuen Spezialitäten des Hauses genießen könnt.

Der neue Barmann Jonas bringt zwei neue spritzige Drinks mit, auf die Ihr Euch freuen könnt: den Moscow Mule und den Munich Mule, Wodka bzw. Gin mit Gingerbeer. Lasst Euch überraschen!

Eine weitere Neuerung ist ein großer Kinderspielplatz aus Naturholz mit Wasserspiel, Schaukel und Klettermöglichkeiten. Außerdem erwartet die Kinder ein Aquapark mit Rutsche, Wassertrampolin, Drehkreisel sowie 3-Meter-Sprungturm. Selbstverständlich gibt es eine ständige Badeaufsicht für den Nichtschwimmerbereich.

Der Steg wurde umgestaltet, so dass nun rundherum ein Seezugang möglich ist und in der Mitte wie bisher der beliebte Gastro-Bereich auf dem Wasser vorhanden ist.

Die Badegäste finden auf 12.000 qm Liegefläche sowohl sonnige, als auch schattige Plätzchen unter großen Bäumen. Neue bequeme Liegestühle und Sonnenschirme können ausgeliehen werden, so dass alle Wünsche für einen erholsamen Badetag erfüllt werden können.

Wer sich sportlich betätigen will, mischt sich einfach unter die Beachvolleyballspieler auf dem Sandplatz, oder spielt Tischtennis. Genießer nehmen in der Sonnen- & Ufer- Lounge Platz, wo 30 chillige Sitzsäcke bereit stehen. Des Weiteren könnt Ihr Euch an der Außen-Bar direkt am See oder einem der Tische im Seegarten von Jonas einen Longdrink mixen lassen. Wunderschön an dieser Stelle ist es, einen tollen Tag mit Blick auf den Sonnenuntergang in den umliegenden Bergen zu beschließen.

Ein langer Badetag macht hungrig… Was gibt es Schöneres, als im schattigen Biergarten, auf der Sonnenterrasse, oder dem Schwimmsteg Platz zu nehmen und eine der vielen Schmankerln des Hauses zu sich zu nehmen. An der Grillstation werden ab 12:00 Uhr verschiedene Fisch- und Fleischspezialitäten zubereitet. Es gibt frische Salate mit Putenbrust, Rindfleisch, Garnelen oder Mozzarella. In der Burgerhöhle könnt Ihr zwischen den unterschiedlichsten Burgern wählen und die Asia-Station bereitet verschiedene Gerichte aus dem Wok vor. Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Spareribs vom Holzofengrill. Selbstverständlich gibt es auch Kaffee und Kuchen. Es ist also bestimmt für jeden etwas Schmackhaftes dabei…

Um auch sicher einen Tisch zu erhalten, empfehle ich besonders bei schönem Wetter rechtzeitig bei Nicole einen Platz zu reservieren.

Mein Tipp: Nehmt Euch frei, packt die Badesachen ein und freut Euch auf schöne sonnige Tage am Schliersee.

 

 

Strandbad Schliersee | Seestraße 29a | 83727 Schliersee

Öffnungszeiten (abhängig von der Witterung):
10:00 – 22:00 Uhr

Reservierungen und Fragen gerne telefonisch unter: 08026 – 209 495

Ein Eintrittspreis wird nur für die Liegefläche erhoben. Der Gastro-Bereich kann selbstverständlich ohne Eintritt besucht werden!

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Mit dem Rollstuhl barrierefrei durch die Vitalwelt

Till Raab aus Creglingen ist durch einen Arbeitsunfall vor 12 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Seit der Eröffnung der Vitalwelt vor etwa elf Jahren ist er regelmäßig mehrmals im Jahr zur Reha im OsteoZentrum und trainiert dann gleichzeitig auch immer fleißig im Medius bei uns in Schliersee.

 

 

Als mir unser Kuramtsleiter Mathias Schrön von der neuen Zertifizierung durch Bayern Tourismus „Reisen für Alle“ (auf Barrierefreiheit geprüft) der Vitalwelt erzählte, kam mir sofort Till in den Kopf. Ich hatte ihn vor ein paar Jahren beim Training im Medius kennengelernt. Seine Verbundenheit zum Sport, trotz oder gerade eben wegen seines Handicaps, hat mich gleich fasziniert. Till ist sportlich sehr aktiv. Wer Glück hat, kann ihn mit dem Rollstuhl auf dem SUP auf dem Schliersee beobachten.

Im Winter ist er beim Skifahren und im Sommer bei Veranstaltungen wie dem „Wings For Life Worldrun“ in München. Auf die Feststellung von mir, dass er offensichtlich sportlicher unterwegs ist als die meisten Menschen, die ich kenne, sagt er: „Ich mach halt das, was möglich ist!“ Er möchte diese positive Einstellung, dass man immer etwas machen kann, gerne weitergeben, was mich sehr inspiriert. Um herauszufinden, was eine solche Zertifizierung eines Gebäudes wirklich für die Betroffenen bedeutet, habe ich mich mit Till in der Vitalwelt verabredet, und wir sind zusammen durchs Haus gezogen. Till schätzt ganz besonders den Parkplatz für Menschen mit Handicap, der direkt vor dem Eingang der Vitalwelt liegt. Ich selber habe den Parkplatz noch nie richtig wahrgenommen.

Für Till erleichtert er den Besuch in der Vitalwelt enorm. Die etwas schwereren Brandschutztüren überall in der Vitalwelt sind für den Rollstuhlfahrer nicht optimal, aber stellen für den sportlichen Till kein Problem dar. Da die Vitalwelt über mehrere Etagen verfügt, sind die Aufzüge, die es zu jeder Ebene gibt, unverzichtbar. Der eine Aufzug führt ins Schwimmbad und die Sauna und der andere hoch zur Gäste-Information, zum Restaurant Charivari mit Sonnenterasse und zum Forum, einem Veranstaltungsraum, und runter zur See-Ebene zum Kurpark, wo sich auch das OsteoZentrum und das Medius befinden. Rollstuhlgerechte Toiletten auf jeder Ebene erleichtern dem Rollstuhlfahrer das Leben und sind auch nicht überall selbstverständlich, also ein großes Plus für die Vitalwelt. Wenn Till auf Reha in Schliersee ist, freut er sich besonders, wenn er seine „Geh-Übungen“ ganz früh am Morgen, direkt am Schliersee, im menschenleeren Kurpark machen kann. Die Lage der Vitalwelt ist einfach ein besonderes Zuckerl. Auch im Kurpark kann man sich mit dem Rollstuhl wunderbar barrierefrei bewegen.

 

 

Wer Näheres über die Zertifizierung lesen möchte, findet Informationen in einem Artikel von meiner Kollegin und Gäste-Informationsmitarbeiterin Uschi Höllerl -> https://magazin.schliersee.de/barrierefreiheit-in-schliersee/

 

Vielen lieben Dank Till! Bis bald bei uns in Schliersee.

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

„Am Baba sei Männer-Handdaschen“ – Andi Greipl über die perfekte Vatertags-Ausstattung.

Bald ist wieder Vatertag und den feiert man natürlich auch bei uns am Schliersee. Wie Vatertag auf Oberbayerisch geht und was man für einen zünftigen Vatertag so alles braucht, verrät Andi Greipl von www.bavariashop.de – Heimat des weiß-blauen Lebensgefühls. Ich habe Andi im wunderschönen Slyrs Caffee & Lunchery in Schliersee-Neuhaus getroffen. Ein augenzwinkerndes Gespräch zum Vatertag.

 

 

 

Andi, du weihst mich heute in die Geheimnisse des Vatertags ein. Was unternimmt man da in Oberbayern?

 

Andi Greipl: Bei uns in Bayern läuft das eigentlich nicht anders als woanders auch. Am Vatertag sind wir Väter natürlich erst einmal für die Familie da. Man steht auf. Mit ein bisschen Glück ist das Frühstück schon angerichtet. Man bekommt ein Ständchen von den Kindern. Und unternimmt noch eine Kleinigkeit mit der Familie. Und dann geht’s bei uns in Bayern auf eine Wellnesstour.

 

Erklär mal, wie so eine Wellnesstour zum Vatertag abläuft.

 

Andi Greipl: Man trifft sich mit anderen Vätern oder solchen, die das noch werden wollen. Vorher zieht man seine Wellnessbekleidung an. Im übertragenen Sinne ist das eine Lederhose, ein Trachtenhemd und ein Hut. Und dann geht man von Wellnessoase zu Wellnessoase und lässt es sich einfach mal gut gehen. (schmunzelt) Diese Wellnessoasen, das können zum Beispiel Wirtschaften sein, Almhütten oder Bars. Und am Schluss des Vatertages ist man total entspannt und kann den Rest des Jahres wieder mit Vollgas für die Familie da sein.

 

Was für eine Ausstattung braucht es für den perfekten Vatertag?

 

Andi Greipl: Da haben wir natürlich jede Menge passende Accessoires in unserem Bavariashop. Da wäre zum Beispiel „Am Baba sei Männer-Handdaschen“. Die Damen haben ja auch immer ihre Handtaschen dabei. Das Pendant für Männer ist ein Biertragerl gefüllt mit Hopfen-Smoothie. Ganz wichtig zum Thema Wellness auch: Man soll sich nicht verschlucken. Drum gibt’s obendrauf noch die Bierflaschen-Zinndeckel.

 

Wenn man unterwegs ist am Vatertag, braucht man ab und an auch eine Sitzgelegenheit. Dazu eignet sich unser Bierkasten-Brettl mit integriertem Flaschenöffner. Das kann man auf seinen Bierkasten drauftun und sich hinsetzen. Und ist somit perfekt ausgestattet für den Vatertag.

 

Jetzt mal ehrlich: Muss man denn Vater sein, um den Vatertag gebührend zu feiern?

 

Andi Greipl: Das ist wie überall im Leben – Übung macht den Meister. Ich vertrete die These: Je eher damit begonnen wird, für den Vatertag zu üben, desto souveräner wird man später auch sein, wenn’s wirklich soweit ist. Daher würde ich allen raten, die noch kein Papa sind, den Vatertag früh genug einzustudieren. Also: üben, üben, üben!

 

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß am Vatertag, lieber Andi.

 

https://www.bavariashop.de

 

https://www.instagram.com/bavariashop/

 

Facebook: https://www.facebook.com/schliersee/videos/574084196434198

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Drei Ausflugsziele für einen abwechslungsreichen Vatertag in Schliersee 2019

1. Reif für die Insel? Mit dem Boot zum Inselfestl auf die Insel Wörth im Schliersee

Der Insel-Michi und sein Team warten mit Bier, Burger und Livemusik auf euch. Warum immer in die Ferne schweifen. Macht euch doch einen schönen Tag auf einer Insel im bayerischen Paradies.
Für die Trink-Stärksten unter euch gibt es Legenden-Shirts vom Insel-Michi.
Beim Torwandschießen und Bierkrug-Tischtennis könnt ihr so richtig Gas geben.

 

 

Das Schiff fährt ab 11:05 stündlich vom Steg an der Vitalwelt zur Insel Wörth.

www.insel-schliersee.de

 

2. Grillen mit Blasmusik in der Spitzing Alm mit Blick auf den schönen Spitzingsee

Am Vatertag (30. Mai 2019) wird ab 12:30 Uhr bei gutem Wetter auf der Terrasse der Spitzing Alm gegrillt und ab 14 Uhr spielt Blasmusik. Das ist natürlich nicht nur für Väter! Hier könnt ihr die bayerische Gemütlichkeit erleben.

Im Preis von 29 Euro pro Person ist das Salatbuffet, verschiedene Grillspezialitäten, Grillgemüse, verschiedene Grillsaucen und eine leckere Nachspeise enthalten.

Parkplatz direkt an der Alm. Lage direkt am See.

www.spitzing-alm.de

 

3. Auf die Plätze, Fertig … Los! Seifenkisten-Gaudi-Rennen im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Zum vierten Mal bereits findet im altbayrischen Museumsdorf ein lustiges Seifenkisten-Gaudi-Rennen statt. Gestartet wird vom Buckel bei der Dorfkapelle, und die rund 150 Meter lange Rennstrecke auf Schotter endet am Biergarten vom altbayrischen Wirtshaus „Zum Wofen“. Hier könnt ihr euch wie gewohnt mit Museumsbier und bayerischen Spezialitäten stärken.

Die Teilnahme am Seifenkisten-Gaudi-Rennen erfolgt auf eigene Gefahr. Eigene Seifenkisten werden nach Rücksprache mit der Rennleitung zum Wettbewerb zugelassen, jedoch ohne Wertung.

Startzeit: 10:30 Uhr Erwachsene, 12:30 Uhr Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre)

Anmeldung: ab 09:30 Uhr am Renntag (keine Voranmeldung notwendig)

Änderungen vorbehalten – aktuell unter www.wasmeier.de/veranstaltungen

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Sixtus Lauf Schliersee

Am 18. Mai 2019 findet in Schliersee bereits die achte Auflage des beliebten Breitensport-Events „Sixtus Lauf Schliersee“ statt. Eine gute Möglichkeit ‒ auch für Hobbysportler ‒, Wettkampfluft zu schnuppern.

 

 

Auf geht’s ‒ raus an die frische Luft!

„Wir haben bereits 1.200 Anmeldungen, und die aktuelle Wettervorhersage mit 19 Grad und Wolken ist ideal“, sagt mir Marion Wachsmann von flowmotion. Auch dieses Jahr setzt die flowmotion GmbH auf Altbewährtes. Bei acht Jahren kann man ja schon fast von „Tradition“ reden. Die Strecken bleiben gleich: Sie führen euch über satte Wiesen und durch das oberbayerische Idyll – Berg- und Seeblick natürlich inklusive. Zur Auswahl stehen 7,5 km (rund um den Schliersee), 10 km (rund um den Schliersee und durchs Markus Wasmeier Freilichtmuseum) und der sportlichere Halbmarathon mit 21,1 km (rund um den Schliersee, durchs Markus Wasmeier Freilichtmuseum und nach Hammer).  Alle Teilnehmer erhalten regionale „Goodies“, wie etwa einen Tageseintritt ins Monte Mare Schliersee, eine Führung in der Slyrs Whisky Destillerie mit anschließendem Espresso, ein Getränk (für 4,- Euro) in der Spitzing Alm am Spitzingsee, Vergünstigung bei der Schliersee Schifffahrt, Vergünstigung bei der Schliersberg Sommerrodelbahn und vieles mehr. „Bunt und reich“, beschreibt Marion Wachsmann dieses „echte Schliersee-Paket“. Und wie im letzten Jahr wird es im Ziel als Belohnung für die fleißigen Läufer auch wieder den leckeren Kaiserschmarrn geben. Ihr könnt euch auch kurzfristig noch anmelden und eure persönlichen Grenzen testen. Am Wettkampftag um 13:00 Uhr ist allerdings Anmeldeschluss.

Mein persönliches Highlight des Rahmenprogramms als Berichterstatterin im letzten Jahr war das Sixtus-Smoothie-Bike. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer hat sich persönlich darum gekümmert, dass ich eine extra Portion Vitamine bekomme. Er hat fleißig in die Pedale getreten und mir einen leckeren Smoothie erstrampelt. Danke noch mal dafür, Franz!

➡ Sixtus wird mit seinem Smoothie-Bike auch dieses Jahr wieder vor Ort sein. Probiert es doch mal aus.

Kinder und Jugendliche können sich bereits ab 12:30 Uhr bei verschiedenen Läufen über 500, 1.000 und 2.000 Meter messen. Die Stiftung Ambulantes Kinderhospiz München veranstaltet zusätzlich ein Kinderschminken, um die kleinen Sportler zu unterhalten.

Mein Tipp: Fahrt doch mit der BOB zum Sixtus Lauf Schliersee. Der Bahnhof Schliersee befindet sich gleich an der Vitalwelt ‒ dem Start und Ziel der Wettkampfs. Die BOB bringt euch schnell und bequem von München nach Schliersee. Das Hin- und Rückfahrtticket für 13 € könnt ihr gleich bei der Anmeldung dazukaufen. So kommt ihr entspannt und ausgeruht zu einer der attraktivsten Laufveranstaltungen in Süddeutschland.

 

 

Strecken:

Die Halbmarathon-Distanz mit Start und Ziel an der Vitalwelt Schliersee verläuft durch das Markus Wasmeier Freilichtmuseum, führt die Teilnehmer durch das urige Filzenmoos bei Aurach und weiter auf der Westseite des Schliersees zurück zur Vitalwelt Schliersee. (Lauf)

Die 10-km-Strecke startet und endet an der Vitalwelt Schliersee. Sie führt rund um den Schliersee mit einem Schlenker durch das Markus Wasmeier Freilichtmuseum. (Lauf und Walk)

Die 7,5-km-Strecke startet und endet an der Vitalwelt Schliersee und verläuft einmal rund um den bezaubernden Schliersee. (Lauf)

Alle Infos und Anmeldung:

www.schliersee-lauf.de/

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Garten- und Genussmarkt Kastelbell – Schliersee zu Besuch bei Freunden in Südtirol

Kastelbell-Tschars liegt im mittleren Vinschgau, kurz nach der Einfahrt ins Schnalstal in Südtirol. Schliersee hatte dieses Jahr die Möglichkeit, sich auf der vierten Ausgabe des Garten- und Genussmarktes in Kastelbell zu präsentieren. Nach der ausgiebigen Berichterstattung vom Schlierseer Gartenzauber im letzten Jahr war ich neugierig, ob es wohl auf dem Garten- und Genussmarkt genauso schön ist, und hab mich auf den Weg nach Südtirol gemacht.

 

 

Zusammen mit der Genussschmelzerei Essendorfer und einer Verkostungsstation von der Slyrs Whisky Destillerie hatte Schliersee mitten in der Südtiroler „Genussinsel“ einen Stand. „Ein schönes Gefühl, Schliersee in ,die Welt‘ hinauszutragen“, sagte die Schlierseer Eventmanagerin Marion Riedl zufrieden. Ansonsten verkauften hier regionale Produzenten aus Kastelbell von 8:00 bis 14:00 Uhr ihre hofeigenen Produkte, wie Blütenhonig, verschiedene Käsesorten, Speck und Wurstwaren, Weine und Edelbrände sowie Handgefertigtes. Wusstet ihr, dass Kastelbell Spargelregion ist? Marion Riedl hat die Spargelsuppe probiert und war begeistert. Dazu empfiehlt sich der Kastelbeller Weißburgunder. Ebenso wie auch auf dem Schlierseer Gartenzauber im letzten Jahr waren die Tipps und die Moderation von Gartenexperte Andreas Modery einer der Höhepunkte. Sein Wissen rund um das Thema Garten begeistert. Außerdem verpackt er das so unterhaltsam, dass es auch Besuchern ohne „grünen Daumen“ interessiert, und macht wirklich Lust aufs Garteln.

Schliersee war nach Südtirol gekommen, um sich zu präsentieren, aber auch, um Freunde zu finden. Wir wurden von allen so herzlich empfangen, dass wir uns schon freuen, wenn uns einige „Kastelbeller“ zum Seefest und auch auf dem Schlierseer Gartenzauber 2020 besuchen. Wir waren uns alle einig, dass die Bayern und die Südtiroler sich in vielen Dingen sehr ähnlich sind. „Wenn die Schönheit von Südtirol und von Oberbayern zusammenwächst, ist das ein Traum“, beschrieb es Andreas Modery sehr treffend.

Mein kurzer Ausflug ins sonnige Kastelbell war wirklich wie ein Besuch bei Freunden. Danke dafür.

 

 

Wir freuen uns auf euch im Sommer!

Hier in Kastelbell könnt ihr auch wunderbar Urlaub machen: https://www.vinschgau.net/de/kastelbell-tschars.html

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Skiclub Schliersee: Leistungssportler-Schmiede

Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier, Olympia-Silbermedaillengewinner Peter Schlickenrieder (Langlauf) und Weltmeister Gustl Berauer (Nordische Kombination) ‒ sie alle stammen aus der Schmiede des SC Schliersee. Hier wird die Liebe zum Skisport vermittelt, und die erfolgreichen Sportler sind Vorbilder und vor allem Anreiz für den Nachwuchs, noch besser zu werden. Jedes Jahr werden die Clubmeisterschaften ausgetragen, und auch schon die ganz Kleinen kämpfen beim Pfanni-Lift-Rennen um den Markus-Wasmeier-Pokal. Unermüdlich wird trainiert. Vor etwa einem Monat fand die Siegerehrung der Clubmeisterschaft im Markus Wasmeier Freilichtmuseum statt. Die Spitzensportler des SC Schliersee sollten zusätzlich eine besondere Ehrung erhalten. So veranstaltete der Skiclub Schliersee zusammen mit der Gemeinde eine „Welcome Party“ in der Bar im Gasthof Terofal. Schon vor der Tür wiesen riesige Plakate und Fahnen auf die Sportgrößen hin. Viele Clubmitglieder und Gemeinderäte waren der Einladung von SC Schliersee und Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer gefolgt, um die herausragenden Wintersportler zu feiern.

 

 

Lukas Wasmeier | Ski Alpin

Lukas erreichte dieses Jahr den dritten Platz bei den Internationalen Deutschen Meisterschaften in Garmisch-Partenkirchen und ist trotz einer etwas zu wenig konstanten Saison zufrieden mit den Ergebnissen.

Vanessa Hinz | Biathlon

Vanessa erreichte unter anderem den zweiten Platz bei der Mixed-Staffel bei der Weltmeisterschaft in Östersund, den ersten Platz in der Staffel beim Weltcup in Canmore und den dritten Platz im Massenstart beim Weltcup in Antholz.

Cheyenne Loch | Snowboard

Cheyenne erlebte dieses Jahr ein Comeback. Sie kam sieben Mal unter die Top Ten und erreichte dabei zweimal den dritten und zweimal den vierten Platz.

Elisabeth Schicho | Langlauf

Lisi hat sich entschieden, ihre Karriere zu beenden und in Oslo die Universität zu besuchen. Ihre größten Erfolge waren 2014 die Goldmedaille im Sprint und die Bronzemedaille über zehn Kilometer Langlauf bei der Junioren-Weltmeisterschaft in Val di Fiemme.

Gerd Müller, der erste Langlauftrainer von Lisi, hielt eine Laudatio, schilderte ihren Werdegang und erzählte von der Liebe zum Langlauf schon vom Kindesalter an. Auch Vanessa Hinz, als Weggefährtin und Freundin, ließ es sich nicht nehmen, ein paar Worte an sie zu richten. Insgesamt haben sie miteinander 24 Jahre ‒ schon seit dem Kindergarten ‒ die Leidenschaft für den Sport geteilt. Sie haben zusammen mit Gerd Müller trainiert, sind zusammen im Kader gefahren und haben zusammen in Ruhpolding gewohnt und das Skigymnasium besucht. „Wir haben das Langlaufen beide geliebt, wir haben es geliebt, uns zu quälen, bis an die Grenzen zu gehen. Wir beide wissen, wie geil das Gefühl war und das Kribbeln, wenn man nach einem geilen Wettkampf ins Ziel kommt“, sagte Vanessa Hinz und bedankte sich bei Lisi für die tolle gemeinsame Zeit. „Du bist im Weltcup gestartet, bist bei Olympia dabei gewesen – jetzt ist es Zeit für den Kopf!“, lachte Vanessa Hinz Bezug nehmend auf Lisis neuen Wirkungskreis an der Uni in Oslo. Gerd Müller fasste zusammen:

„Herzlichen Dank, liebe Lisi, für die viele Freude, die du uns gemacht hast mit deinen Erfolgen, mit deinem positiven Auftreten, deiner liebenswürdigen Art – du bist eine begeisternde Vertreterin unserer Sportart!“, fasste ihr Trainer noch mal zusammen und sprach irgendwie für alle im Raum.

 

 

Schliersee kann wirklich stolz sein.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Barrierefreiheit in Schliersee

Vor eineinhalb Jahren durfte ich schon einmal einen Artikel zur Barrierefreiheit in Schliersee schreiben. (https://magazin.schliersee.de/barrierefrei-in-schliersee/)

   

In der Zwischenzeit hat sich viel getan und so sind wir hier in der Vitalwelt Schliersee besonders stolz darauf, dass seit letztem Jahr das monte mare Schliersee und das Restaurant Charivari auf Barrierefreiheit geprüft und zu teilweise barrierefrei für Rollstuhlfahrer bzw. zu teilweise barrierefrei für Menschen mit Gehbehinderung erfolgreich zertifiziert wurden. Beide Betriebe dürfen die entsprechenden Urkunden und die dazugehörigen Piktogramme bis einschließlich August 2021 führen.

 

Die Gäste-Information Schliersee hat ihr Angebot an Hilfsmitteln zur Barrierefreiheit ebenfalls erweitert, und so sind seit Neuestem auch Lesebrillen in den Sehstärken 1,5 / 2,0 / 2,5 und 3,0 Dioptrien für Kurzsichtige zum Ausleihen in der Gäste-Information verfügbar (gegen Kaution). Seit ein paar Jahren schon stehen ein Rollstuhl und ein Standardrollator für unsere Urlaubsgäste zum Ausleihen (gegen Kaution) in der Gäste-Information bereit. Hier bitten wir vorher um telefonische Anfrage und Reservierung (Tel. 08026/60650).

 

Die angefügten Bilder sind der aktualisierten Alpenregion-Tegernsee-Schliersee Broschüre „Reisen für Alle“ entnommen und stellen einige Beispiele für die einzelnen Kategorien (http://barrierefrei.tegernsee-schliersee.de/) dar.

Die Gäste-Information Schliersee, der Wanderweg um den Spitzingsee (teilweise für Rollstuhlfahrer barrierefrei) und der Wanderweg um den Schliersee sind nach den Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für Alle“ in Bezug auf „Barrierefreiheit geprüft“ bzw. „Information zu Barrierefreiheit“ eingestuft und berechtigt, bis Mai 2019, Oktober 2019 bzw. Juni 2019 die Auszeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ sowie die dazu gehörigen Piktogramme zu führen und vertragsgemäß zu nutzen. Die Rezertifizierung für weitere drei Jahre ist für alle drei barrierefreien Angebote bereits beantragt.

 

 

Fazit: Auch für Reisende mit eingeschränkter Mobilität ist die Alpenregion Tegernsee-Schliersee ein lohnendes und attraktives Reiseziel mit vielfältigen zertifizierten Angeboten und Betrieben.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Schlierseer Frühling für zu Hause – ein Gartenbesuch bei Marille Neu

„Den perfekten Garten?“ – „Gibt es nicht“, sagt Marille Neu, langjährige Vorsitzende des Schlierseer Gartenbauvereins. Ganz im Gegenteil, gerade das Unperfekte, das organische Wachstum, seine Wildheit machten einen Garten liebenswert. Die beiden Enkel der 71-Jährigen sehen das genauso: Während unseres Besuchs tollen die beiden Kleinkinder durch das frische Grün, bestaunen die vier Laufenten im Garten und genießen kichernd vor Glück das Auf und Ab der Schaukel.

 

 

Frühlingsboten in Gelb, Weiß und Lila

Hausbesuch in einem der schönsten Gärten von Schliersee-Neuhaus: Während die Frühlingssonne in der einen Ecke noch die letzten Reste des Winterschnees zum Schmelzen bringt, hat sie in den Beeten schon die ersten farbigen Frühlingsboten aus dem Boden gelockt: gelbe Winterlinge, weiße Schneeglöckchen und Schneerosen, blasslila Krokusse, gelbe Narzissen und das erste Grün der Tulpen zaubern Farbe in die noch junge Frühlingslandschaft. Marille Neu geht durch ihren Garten, zupft hier einen abgeknickten Zweig ab, lockert dort Erde und Laub auf.

 

Schon als Kind hat die gebürtige Schlierseerin ihren Eltern im Garten geholfen. Ihr Vater kehrte verletzt aus dem Krieg zurück nach Hause. So brauchte Marille Neus Mutter jede helfende Hand im Garten – zum Obst ernten und Setzlinge pflanzen, Schnecken einsammeln und Rasen kürzen. „Ein Garten bedeutet sehr viel Handarbeit“, sagt Marille Neu. „Und ich hatte irgendwie schon immer einen grünen Daumen.“

 

Gartenpflege intuitiv erlernt

Die Aufgaben sind geblieben, der Garten auch. Bis heute bewirtschaftet Marille Neu den Garten ihrer Kindheit – und nicht nur das. Im Team von Schliersees Gemeindegärtner Reiner Pertl pflegt sie öffentliche Grünflächen wie etwa den Bauerngarten am Schlierseer Dorfanger – direkt neben der Sankt-Sixtus-Kirche. Wässern, schneiden, jäten – ihr Gartenwissen hat sich Marille Neu ganz intuitiv angeeignet. „Und ein paar Kurse rund um Schnitt und Gartenpflege habe ich auch besucht“, erzählt sie in der ihr typischen Bescheidenheit.

 

Neben klassischen Zierblumen pflegt Marille Neu auch Jahr für Jahr ihr eigenes Gemüsebeet: „Tomaten und Gurken pflanze ich aber erst nach den Eisheiligen im Mai“, sagt sie. „Außerdem gibt’s Salat, Porree, gelbe Rüben und Zucchini bei mir.“

 

Reiche Obsternte

Auch zahlreiche Obstbäume und -sträucher fühlen sich im Garten der 71-Jährigen wohl: Es gibt Apfel- und Birnbäume, Zwetschgenbäume und Johannisbeersträucher, die reichlich Ertrag abwerfen. „Meine Äpfel bringe ich größtenteils zur Obstpresse nach Gotzing. Im vergangenen Jahr haben wir mehr als 300 Liter Apfelsaft von vier Bäumen erhalten“, verrät Marille Neu. „Das konnten wir gar nicht alles selbst trinken.“

 

Eine besondere Faszination übt die Pflanzenwelt der Berge auf Marille Neu aus: „Die Freunde, die mit mir zum Wandern gehen, sind oft schon ganz ungeduldig“, erzählt die Schlierseerin. „Denn ich schaue mir total gerne die Wildblumen an, die rechts und links vom Weg so wachsen. Wenn jemand da raufhetzt mit Pulsuhr und Zeitmesser – das kann ich nicht verstehen. Eine Bergtour ist doch kein Wettrennen.“

 

Mit dem Fluss der Natur gehen

Statt an Tempovorgaben hält Marille Neu sich lieber an den Rhythmus der Natur: „Kaum ist der Schnee weg, fängt auch schon das Blühen an bei uns – meist bis in den November hinein. Das ist ein ständiges Wachsen und wieder Vergehen. Wenn die Schneerosen verblühen, gucken schon die grünen Blätter der Tulpen aus dem Boden raus. Das ist alles im Fluss.“

 

Für die Leser des Schliersee Magazins hat Marille Neu ihre besten Gartenpflegetipps verraten.

 

 

Hier sind Marilles zehn Schlierseer Gartenregeln:

 

#1 Einen Überblick verschaffen

„Viele Menschen pflanzen ihre Frühblüher schon im Herbst. Ich lege meine Blumenzwiebeln erst im Frühjahr in die Erde. Dann kann ich genau sehen, wo schon was blüht und wo vielleicht noch ein paar Farbtupfer fehlen im Garten.“

 

#2 Mit Gartenabfällen düngen

„Bei mir kommen eigentlich nur Unkraut und (überschüssige) Samen in die Biotonne. Alles andere – Äste, Zweige, Laub – geht zurück auf die Erde. Im Herbst und im Frühjahr gibt’s jeweils eine große Häckselaktion. Dann streue ich die zerkleinerten Gartenabfälle auf die Beete zurück. Das ist der beste Dünger.“

 

#3 Perfektionismus verabschieden

„Ein Garten muss nicht perfekt sein. Ich habe keine gerade abgezirkelten Beete. Ich sammle nicht einzelne Laubblätter vom Boden auf. Im Gegenteil: Ich streue Laub in meine Beete ein. Durch das gute ‚Futter‘ von oben bekommen meine Blumen reichlich Nahrung.“

 

#4 Gelassen bleiben und auf die Natur vertrauen

„Im Garten geht auch manchmal was kaputt – so wie heuer im Winter. Mein weißer Seidelbast war so groß, und jetzt ist alles abgebrochen durch den vielen Schnee. Ich versuche dann, gelassen zu bleiben. Der beste Gartentrick ist doch: Geht eine Pflanze kaputt oder verwelkt, wächst gleich die nächste wieder nach.“

 

#5 Hecken meiden

„Hecken sind tödlich fürs Ortsbild. Die Schneebeerenhecke, die noch aus der Zeit meiner Eltern stammte, habe ich irgendwann rausgenommen. Die sah die Hälfte des Jahres einfach nur dürr und kahl aus. Dass andere unseren Garten ohne Hecke einsehen können? “Ja mei, mia san ja ned so schiach, dass ma uns ned oschaugn lassen kenna.“

 

#6 Die Jahreszeiten auskosten

„Mit Freunden habe ich mal Madeira besucht, eine ausgesprochene Blumeninsel. Die meinten dann zu mir: ‚Das wäre doch was für dich, Marille, hier könntest du leben.‘ – Könnte ich eben nicht! Ich möchte unsere vier Jahreszeiten miterleben, jede Saison mit ihren eigenen Reizen.“

 

#7 Pflanzen schneiden – zum richtigen Zeitpunkt

„Obstbäume müssen nicht jedes Jahr beschnitten werden, alle zwei bis drei Jahre reicht aus. Denn ‚Schnitt‘ bedeutet auch immer ‚Trieb‘, also Wachstum. Und das soll ja nicht unbegrenzt stattfinden. Beim Schneiden darauf achten, dass es tagsüber schon frostfrei ist. Dieses Jahr hatten wir übrigens so viel Schnee, dass ich von den Schneebergen aus in die Äste meiner Obstbäume reichen konnte.“

 

„Bei Beetrosen entferne ich im Frühjahr alles, was erfroren und abgebrochen ist.  Ziersträucher immer nach der Blüte schneiden. Johannisbeeren schneide ich direkt beim Pflücken. Dann ist das ein Arbeitsgang. Narzissen sollte man übrigens erst dann abschneiden, wenn sie richtig vertrocknet und unansehnlich sind. Die Blumenzwiebeln brauchen das wohl.“

 

#8 Schädlinge natürlich bekämpfen

„Vor einigen Jahren hatte ich eine echte Schneckenplage in meinen Garten. Jeden Tag habe ich Schnecken aufgelesen in dem Sommer – bei 5.000 Stück habe ich aufgehört zu zählen. Danach habe ich mir Laufenten angeschafft. Die übernehmen die Arbeit jetzt für mich, indem sie die Schnecken fressen.“

 

#9 Mit Augenmaß gießen

„Balkonpflanzen müssen täglich gewässert werden, die haben ja viel zu wenig Erde. Bei meinen Gartenpflanzen vertraue ich – auch im Sommer – immer erst einmal auf die Natur. Gartenpflanzen wurzeln tief und kommen so in der Regel an Wasser. Und wenn es doch nicht ausreicht, sieht man es sofort und kann wässern. Mein Gießwasser sammle ich in Regenwassertonnen, die ich rundum in meinem Garten aufgestellt habe.“

 

#10 Schlechtwetter fürs Anpflanzen nutzen   

„Auch wenn ich neu pflanze, nutze ich die Ressourcen der Natur. Mein Tipp: Am besten eine Schlechtwetterperiode abwarten. Und kurz vorm Regenwetter auspflanzen. Dann haben Blumen und Sträucher eine gute Möglichkeit zu wurzeln.“

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.