Die schönsten Bräuche rund um Ostern

Jedes Jahr am ersten Sonntag nach dem ersten Vollmond im Frühling feiern die Christen mit dem Osterfest die Auferstehung Christi. Dem wichtigsten Fest der Christen voraus gehen 40 Tage Fastenzeit, die nach der wilden Faschingszeit am Aschermittwoch beginnen. In der letzten Woche vor Ostern beginnt mit dem Palmsonntag die Karwoche (Trauerwoche), auch „Stille Woche“ genannt. Die verschiedenen Bräuche rund um das Osterfest haben ihren Ursprung sowohl in christlichen als auch in älteren heidnischen Traditionen, als noch das Fest Ostara gefeiert wurde. Vor Jahrhunderten wurde die germanische Fruchtbarkeitsgöttin Eostre mit den Frühlingsfest Ostara geehrt. Das ursprünglich altgermanische Fest wurde im Laufe der Jahrhunderte vom Osterfest abgelöst, wobei einige Bräuche durchaus erhalten blieben.

Das Ei gilt bei den Christen als Symbol für die Auferstehung. Schon Jahrhunderte früher wurde es als Symbol des Lebens und der Fruchtbarkeit angesehen. Der Brauch, Ostereier zu verschenken geht auf den Gründonnerstag zurück, an dem früher ein Teil der Eier als Zehnt an die Lehensherren abgegeben wurde. Außerdem durften während der Fastenzeit keine Eier gegessen werden, weshalb man sie hart kochte, um sie haltbar zu machen. Um die gekochten von den rohen Eiern zu unterscheiden, wurden sie gefärbt. Lange Zeit wurde dafür traditionell nur die rote Farbe verwendet.

Heutzutage gibt es verschiedenste Färbetechniken und Ostereier aus den unterschiedlichsten Materialien, wie zum Beispiel aus ausgeblasenen Eiern, Holz, Kunststoff, Pappe …

Die Bezeichnung für den Gründonnerstag stammt übrigens nicht von der Farbe Grün, sondern vom Wort „greinen“, was „klagen“ bedeutet. Am Gründonnerstag nahm Jesus das letzte Abendmahl mit seinen Jüngern ein und wusch ihnen laut der Überlieferung die Füße. Mancherorts wird neben der Abendmahlsfeier in der Kirche auch eine symbolische Fußwaschung durchgeführt. Am Ende der Messe wird das Kreuz verhüllt und der Hostienkelch entfernt.

Am Palmsonntag feiern Christen den Einzug Jesu in Jerusalem, bei dem ihm zur Begrüßung mit Palmzweigen zugejubelt wurde. Traditionell werden daher am Palmsonntag Sträuße aus Palmkatzerl zusammen mit Buchs, Efeu oder Wachslaba (Stechpalme) gebunden, mit bunten Seidenbändern, bemalten Eiern, oder Holzkreuzen verziert, an Haselnussstecken befestigt und in der Kirche geweiht. Danach werden die Palmbuschen über die Felder getragen und dann zu Hause oder im Garten zum Schutz von Haus und Hof bis zum Osterfeuer des darauffolgenden Jahres aufgestellt.

Der Osterhase wurde erstmals schriftlich 1678 vom Heidelberger Medizinprofessor Georg Franck von Franckenau erwähnt. Bevor sich der Osterhase als Gabenbringer durchsetzte, wurden den Kindern die Eier je nach Region vom Kuckuck, Hahn, Fuchs oder auch dem Storch gebracht. In Byzanz war der Hase ein Symbol für Christus, weshalb er eventuell letztendlich das Rennen machte.

Am Karfreitag als Todestag Jesu wird mit Kreuzwegandachten und Karfreitagsprozessionen an dessen Leidensweg erinnert. In manchen Orten finden sogenannte Passionsfestspiele statt. Was viele gar nicht wissen: Die Brezel ist eigentlich ein Symbol für den Karfreitag, da ihre Form an die Fesseln Jesu erinnert.

Am Karsamstag endet die Fastenzeit, die letzten Ostereier werden bemalt und das Osterlamm für den Osterkorb gebacken. Das Osterlamm entstammt ursprünglich dem jüdischen Brauch, zum Passahfest ein Lamm zu Ehren Gottes zu schlachten. Bei den Christen besteht es aus Mehl, Nüssen, Butter, Zucker und Rum und wird mit einer Fahne als Kennzeichen des Triumphs über den Tod geschmückt.

Der Ostersonntag ist der wichtigste Feiertag. Die Auferstehung Jesu vom Tod wird gefeiert. Traditionell lassen die Katholiken am frühen Ostersonntag einen Korb mit Eiern, Speck, Osterschinken und Osterbrot, Salz und einem gebackenen Osterlamm in der Ostermesse weihen und verzehren die geweihten Speisen anschließend zum Osterfrühstück. Diesem folgt häufig nach dem Eiersuchen der Kinder in Garten und Haus ein Osterspaziergang im Rahmen der Familie.

Zu Beginn der Messfeier in der Osternacht wird das Osterfeuer angezündet und geweiht. Hier werden auch die Palmbuschen des letzten Osterfestes verbrannt. Auch der Brauch eines Feuers, mit dem in den Jahrhunderten zuvor die Heiden die Sonne begrüßten und als Lebensbringerin ehrten, wurde von den Christen etwa im 8. Jahrhundert adaptiert.

In der Osternacht wird die Osterkerze am Osterfeuer entzündet. Die Flamme, welche als Sinnbild für das Leben steht, wird dann an die Menschen weitergegeben.

Der Ostermontag ist traditionell der Familie vorbehalten. Häufig werden Spiele gespielt, wie etwa das „Oarpecka“, auch „Eier düfpen“ genannt, bei dem gekochte Eier mit den Spitzen aufeinanderschlagen werden. Derjenige, dessen Ei als Erstes beschädigt wird, muss es an den Gewinner abgeben. Ein weiteres Spiel ist das Eierlaufen auf einem Hindernis-Parcours. Oder auch das „Oarscheim“ (Eierschieben), bei dem die gekochten Eier über die schräg verlaufenden Stiele zweier parallel verlaufender Rechen kullern. Jeder hat zwei Eier. Nach dem ersten Durchlauf wird auf jedes Ei eine Münze gelegt. Wessen zweites Ei die Münze von einem anderen Ei schubst, der darf das Geld behalten. Sieger ist natürlich, wer am Ende die meisten Münzen ergattert hat.

 

 

In diesem Sinne wünsche ich Ihnen schöne Osterfeiertage und viel Erfolg beim Eiersuchen.

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Wo ihr in Schliersee frischen Fisch für Karfreitag bekommt!

… warum essen viele Menschen an Karfreitag Fisch?

Am Karfreitag wird in vielen Familien in Schliersee Fisch gegessen, da der lange Brauch, als Christ am Karfreitag Fisch zu essen, bis heute Bestand hat. In der christlichen Lehre wird an Fasttagen generell auf Fleisch “der Tiere des Himmels und der Erde” verzichtet – Fisch hingegen ist erlaubt. Christen gedenken am Karfreitag des Leidens und Sterbens Jesu.

 

 

… auf der Suche nach frischem Fisch in Schliersee?

Seit zwei Wochen haben wir einen kleinen Fischladen, die „Fischerei in Schliersee“, gleich neben dem Rathaus in der Seestraße. Lukas, Marc und Adriano verkaufen frischen Fisch aus der eigenen Fischzucht. Mittwochs und freitags gibt es hier auch frische Meeresfische. Lukas hat sich die Zeit genommen und mir gezeigt, wie man fachmännisch filetiert. Das schaut gar nicht so schwierig aus. Wie es geht, könnt ihr euch im Video anschauen.

Hier findet ihr sicher etwas für das Fischessen am Karfreitag. Und wenn ihr etwas Zeit habt, gönnt euch doch ein Glaserl Wein und probiert den Krabbensalat. So macht Einkaufen richtig Spaß!

 

 

Fischerei in Schliersee

https://www.fischereischliersee.de/

 

… ihr wollt Fisch direkt aus dem Schliersee?

Der Schlierseer Fischereiverein verkauft ab Karfreitag jeden Freitag Fisch aus der kleinen Fischereihütte neben dem großen Bootshaus der Schlierseeschifffahrt direkt am See. Geöffnet ist von 16:00 bis 18:00 Uhr, und verkauft wird, was gefangen wurde. Neben dem Fang des Tages vom Vormittag werden auch Regenbogenforellen und Saiblinge aus der eigenen Zucht verkauft.

 

Fischereiverein Schliersee
https://www.fv-schliersee.de/

 

… ihr wollt euch lieber bedienen lassen und in Schliersee essen gehen?

Unter dem Motto „Genuss trotz Verzicht. Fisch kann so lecker sein!“ findet ihr im Ratskeller eine bunte Karte mit Fischspezialitäten. Der Ratskeller direkt im Rathaus ist ein wahrer Fischexperte. Deshalb gibt es auch am Karfreitag ganz viel Fisch auf der Karte. Geschäftsführer Matthias Gercken empfiehlt für Karfreitag „Dorschbäckchen geschmort mit grünem Spargel und Kräuter-Kartoffelstampf“. Das hört sich wirklich sehr gut an.

(PDF) Empfehlung Ratskeller Karfreitag

Reservierungen online unter www.ratskeller-schliersee.de oder telefonisch unter 0 80 26 / 92 05 800

TIPP: Konzert im Heimatmuseum – Stabat Mater von Giovanni Battista Pergolesi. Abwechselnd sind Sologesänge mit Duetten und Fugen aneinandergereiht und drücken musikalisch in typischer Barockmanier den übergroßen Schmerz des Geschehenen aus. Karten für dieses vielversprechende Klangerlebnis zur musikalischen Sterbestunde gibt es über die Gäste-Information Schliersee oder auch an der Abendkasse (24 Euro).

https://www.tegernsee-schliersee.de/e-konzert-am-karfreitag-stabat-mater-von-pergolesi

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Inselbrunch: Genießen mit allen Sinnen mitten im bayerischen Paradies Schliersee

Sieben Jahre habe ich auf der Insel Wörth im Schliersee gearbeitet, und sie ist immer noch ein ganz besonderer Lieblingsplatz von mir. An über 200 Sonntagen habe ich den Brunch miterlebt ‒ bei strahlendem Sonnenschein genauso wie bei strömendem Regen und Schneegestöber. Schön ist es dort immer.

 

 

Am vergangenen Sonntag hätte es nicht schöner sein können!

Inselwirt Michael Sechehaye startete bestens gelaunt und voller Vorfreude auf den Sommer in die Saison 2019. Bei traumhaftem Frühlingswetter bin ich mit meinem Kajak zu ihm hinübergepaddelt. Natürlich könnt ihr statt dem Kajak auch das Linienschiff auf die Insel nehmen. Dieses legt fahrplanmäßig um 11:05 Uhr vom Steg an der Schlierseer Vitalwelt ab. Auf der Insel angekommen, wartet ein tolles Frühstücksbüfett auf euch. Später am Tag wird das Angebot durch Hauptspeisen wie etwa Schweinbraten, Ente oder Fisch erweitert und als Zuckerl am Nachmittag das Oberland-Kuchenbüfett aufgebaut. Da ist sicher für jeden etwas dabei. Der Ausblick von der Sonnenterrasse auf See und Berge ist atemberaubend schön.

Für musikalische Untermalung auf Bayerisch sorgte Da Waitler, den sich Michi schon jetzt für jeden Sonntag wünscht. Für mich hat er die angenehme Atmosphäre mit seiner „Ziach“ hervorragend abgerundet.

Das ist Genießen mit allen Sinnen!

Nach dem Essen könnt ihr noch in einem der vielen Liegestühle Platz nehmen und euch einen Aperol Spritz gönnen. Für mich ist es eher der Cappuccino aus der Siebträgermaschine, der das Glück perfekt macht. Stündlich fährt das Schiff von der Insel wieder zurück. Zurück heißt in dem Fall, dass ihr die Runde um den See fertig fahren dürft. Erst nach Fischhausen und dann am Ostufer entlang nach Schliersee. Die Rundfahrt mit dem Schiff ist ein zusätzliches Highlight des Insel-Brunch-Tages.

 

 

Mein Tipp: Donnerstag und Freitag ab sofort bei schönem Wetter ab 11:00 Uhr geöffnet. Einem Traum-Badetag auf der „eigenen Insel“ steht also nichts mehr im Weg. Der Sommer kommt!

Insel-Schliersee
Insel Wörth 1
83727 Schliersee
Tel.: 01706206106

https://www.insel-schliersee.de/sonntagsbrunch/

 

Insel-Schliersee: Sie wollen erst mal sonntags ausgiebig schlafen und in aller Ruhe brunchen? Dann sind Sie zu unserem Sonntagsbrunch herzlich willkommen – ab sofort, bis der Schliersee zufriert.

Infos:

€ 33,00 pro Person

Reichhaltiges Frühstücksbüfett, dreierlei Hauptgänge und Oberland-Kuchenbüfett inklusive Kaffee, Tee, Wasser und Orangensaft (ohne Schifffahrt)

Es wird um Reservierung gebeten.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

OsteoZentrum Schliersee: „Unser Beruf ist absolute Leidenschaft.“

Röntgenaufnahmen, Kernspin-Bilder, seitenweise Arztbriefe: Wenn Martin „Mascht“ Auracher und Max Merkel, Leiter und Inhaber des OsteoZentrums Schliersee, einen neuen Patienten aufnehmen, erhalten sie meist auch jede Menge Lesestoff: „Natürlich studieren wir zu Beginn einer Therapie alle Befunde“, sagt Max Merkel. „Aber manche Dinge sind auf einem Kernspin-Bild einfach nicht zu sehen. Die kann man nur mit den Händen erfühlen.“

Genau dieses Fingerspitzengefühl – die Verbindung aus Schul- und Komplementärmedizin – ist es, was die Patienten von Martin Auracher und Max Merkel so schätzen. In die Praxis in unmittelbarer Nähe der Schlierseer Seewiese kommen Leistungssportler aus unterschiedlichsten Disziplinen – vom alpinen Skisport übers Eishockey und Rennrodeln bis hin zum (Bahn-)Radfahren.

 

Spitzensportler zu Besuch am Schliersee

Unter anderem Laura Dahlmeier, Natalie Geisenberger, Marcel Hirscher, Felix Neureuther und Viktoria Rebensburg vertrauen auf die heilenden Hände der beiden Schlierseer Praxisleiter. Aber auch zahlreiche Einheimische zählen zu den Patienten – sowie Touristen, die ihren Jahresurlaub auf ihre Behandlungstermine im OsteoZentrum Schliersee abstimmen.

„Im Mittelpunkt unserer Arbeit steht das zentrale Nervensystem“, erzählt Martin Auracher. „Denn diese Steuerungszentrale ist ein lohnenswerter Zugang, um herauszufinden, was wirklich los ist im Körper. Wir sprechen hier von funktioneller Neurologie.“ Mithilfe von Muskel- und Funktionstests, so die beiden Sportmediziner, könne man feststellen, wo genau im Körper das Problem liege.

 

Individuelle Herausforderungen, individuelle Trainingspläne

„Ein solcher Test ist zum Beispiel das Finger-Tapping“, erzählt Max Merkel. „Der Patient tippt mit den einzelnen Fingern einer Hand so schnell wie möglich hintereinander auf seinen Daumen. Wenn das nur sehr langsam, eingeschränkt oder gar nicht geht, haben wir schon einen Hinweis auf eine Herausforderung und auch auf die Seite, auf der sie auftritt.“ Je nach Ergebnis entwickle das Team dann spezielle Trainings für den Patienten.

Aber die Übungen in der Praxis seien längst nicht alles, so Martin Auracher: „Die Berge, der See, die Ruhe, die Natur – hier wirkt natürlich die ganze Umgebung positiv auf die Behandlung mit.“ Kein Wunder, dass manche der Praxisbesucher gleich für mehrere Tage oder Wochen an den Schliersee reisen – wie zuletzt die italienische Skirennläuferin Johanna Schnarf.

 

Osteopathie, Physiotherapie und Naturheilkunde unter einem Dach

Ganzheitlich ist auch die Ausrichtung der Praxis: „Wir bringen unter unserem Dach Osteopathie, Physiotherapie und Naturheilkunde zusammen“, so Martin Auracher. Seit 2008 sind er und sein Partner Max Merkel in den Räumen der Vitalwelt zu Hause. Entscheidend für den Standort Schliersee sei damals die Zusammenarbeit mit benachbarten Einrichtungen wie dem Medius Schliersee oder dem Monte Mare Schliersee gewesen.

„Wir können hier eine komplette Reha anbieten mit optimalen Trainingsbedingungen für unsere Patienten“, sagt Max Merkel. „Für unsere Wassertherapie nutzen wir das Schwimmbad im Monte Mare, für den Muskelaufbau sind wir an unseren Trainingsgeräten. Und nach der Behandlung können sich unsere Gäste und ihre Begleiter bei einem Café auf der Terrasse des Charivari-Restaurants entspannen.“

 

Dauerstress im Alltag als größte Herausforderung

Apropos Entspannung: Eine der bedeutendsten Herausforderungen in der Praxis sei das Thema Stress. „Da müssen wir uns alle ganzheitlich dafür sensibilisieren, wie Stress sich auf unsere Gesellschaft und unsere Gesundheit auswirkt“, sagt Max Merkel. Denn Stress sei bei Weitem kein Problem von Spitzensportlern: „Klar, der Sportler hat Stress in der Qualifikation oder im Rennen. Aber viel nachhaltiger wirkt sich der permanente Dauerstress im Alltag aus, der letztendlich zum Burnout führt. Da nicht hinzugelangen, ist eine unserer größten Aufgaben.“

Wie lässt sich diese lösen – was raten Martin Auracher und Max Merkel ihren Patienten in der Praxis? „Unser Tipp: sich ein- bis zweimal am Tag eine Minute Zeit nehmen und tief durchatmen“, empfiehlt Martin Auracher. „Dabei können wir uns richtig runterregulieren und erzielen einen regenerativen Effekt. Und natürlich: ausreichend Wasser trinken, in die Bewegung kommen – dann ist schon mal ganz viel getan, um Stress vorzubeugen.“

 

„Da gibt es keine 40-Stunden-Woche.“

Sie selbst müssten sich Pausen auch immer wieder bewusst nehmen, sagen Martin Auracher und Max Merkel, denn: „Unser Beruf ist unsere absolute Leidenschaft, da gibt es keine 40-Stunden-Woche. Wir sind dann im Einsatz, wenn Unfälle passieren oder Verletzungen entstehen, auch sonntags oder an Feiertagen.“

Ständig auf Abruf, wenn’s brennt beziehungsweise schmerzt. Wie bleibt man da motiviert? „Wenn sich ein Sportler verletzt hat und bei mir zur Behandlung war, dann ist es das schönste und dankbarste Gefühl, zu sehen: Der steht wieder auf dem Stockerl – und du selbst durftest ein kleines Puzzleteil dieses Erfolgs sein“, so Max Merkel. „Dadurch wird Leistungssport messbar, meine Arbeit ebenso.“

„Genauso freut es uns natürlich, wenn der verletzte Landwirt von nebenan zur Behandlung kommt – und nach der Therapie wieder selbst auf dem Schneepflug sitzt“, ergänzt Martin Auracher. „Ich glaube, in unserem Job muss man von Haus aus gerne helfen.“

 

Berufliche Wurzeln in der deutschen Ski-Nationalmannschaft

Dass das Helfen und der Leistungssport tief in ihrer DNA verwurzelt sind, bewiesen die Schlierseer Praxisleiter schon zu Beginn ihrer Karrieren: Bereits 1985 betreute Martin Auracher als Physiotherapeut hauptberuflich die deutsche Ski-Nationalmannschaft der Herren. Max Merkel war in gleicher Funktion von 1998 bis 2002 für die deutsche Ski-Nationalmannschaft der Damen tätig.

Gibt es denn Karrieren oder Erfolgsgeschichten, die die beiden nachhaltig beeindruckt haben? „Wir dürfen in unserer Praxis so viele tolle Sportler auf ihrem Weg begleiten – da gibt es nicht die EINE Geschichte“, so Martin Auracher. „Besonders lange und intensiv arbeiten wir schon mit Felix Neureuther zusammen. Seit mehr als 15 Jahren haben wir uns über viele Erfolge von ihm gefreut und sind gemeinsam durch Verletzungsphasen gegangen. Inzwischen ist Felix Papa und Familienvater, da nimmt man schon Anteil dran, wenn ein Mensch sich so entwickelt.“

 

Die Praxisphilosophie: Wissen teilen, als Team wachsen  

Und wenn mal nichts vorangeht? Die Genesung holpert? „Gravierende Fälle – also wenn jemand schon in die Praxis kommt und sich kaum mehr bewegen kann – beraten wir immer gemeinsam“, verrät Martin Auracher. „Da schauen wir zu zweit drauf. Auf diese Weise und mit unseren regelmäßigen Teamschulungen können wir unser Wissen auch weitergeben.“ „Wichtig ist uns und unseren Mitarbeitern immer die Frage: Haben wir unser Bestes gegeben?“, so Max Merkel.

Dass die beiden Praxisleiter und ihre zwölf Mitarbeiter das täglich tun, daran lassen die vielen handsignierten und gerahmten Bilder in der Praxis keinen Zweifel: „Danke, Max! Du warst hier wirklich GOLD wert!“, steht etwa auf einem Plakat von den Olympischen Winterspielen 2010. Und unter einer Schwarzweiß-Fotografie von Rosi Mittermaier und Christian Neureuther haben die beiden Skirennläufer notiert: „Lieber Mascht, lieber Max, auch für die ‚Alten‘ seid Ihr unersetzlich!“

 

 

 

OsteoZentrum Schliersee
Perfallstraße 4
83727 Schliersee

Tel.: 08026/9229888
Fax: 08026/9229887

E-Mail: info@osteo-zentrum.de
Web: www.osteo-zentrum.de

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Saisonstart 2019 im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Das altbayerische Dorf in Schliersee-Neuhaus zeigt das Landleben, wie es einst war. Es ist ein belebtes Dorf und eine Begegnungsstätte für Kultur, Tradition und Handwerk. Eine Vielzahl von Festen und Feiern erwartet Sie dieses Jahr zu den verschiedensten Anlässen. Diverse Handwerker, die ihre Handwerkskunst zeigen, sowie Hofbetreuer, die den Alltag am Hof wie vor 300 Jahren leben, und viele Tiere, unter anderem vom Aussterben bedrohte Weiße Bergschafe, füllen das altbayerische Dorf mit Leben. Lassen Sie sich mitreißen und fühlen Sie sich einen Tag lang in die bayerische Bergwelt wie vor 300 Jahren zurückversetzt.

 

 

Genießen Sie hausgemachte Spezialitäten im Wirtshaus „Zum Wofen“. Lassen Sie bei einem selbst gebrauten Museumsbier die Seele vor einem atemberaubenden Bergpanorama baumeln.

Kinder finden hier das reinste Paradies: Sie rollen die grasbewachsenen Hügel runter, angeln im Brunnen, werfen Ringe und vieles mehr. In allen bayerischen Schulferien erwartet die kleinen Besucher die Feriengaudi im altbayerischen Dorf mit Spielaktionen wie zu Zeiten unserer Groß- und Urgroßeltern.

Es gibt Bierbraukurse in der Schöpfbrauerei, Kräuter-, Museums- und Handwerkerführungen, Filzkurse, Wuiderer-Wettkämpfe und Weißwurstseminare, um nur einige der vielfältigen Aktivitäten zu nennen.

 

Der 31. März startet mit dem Altbayerischen Schafkopfturnier.

Am 13. und 14. April findet der Trachten- und Handwerkermarkt statt.

Am 28. April geht es auf dem Picherfest um die Kunst des Bierbrauens.

Der 19. Mai ist der Tag des Volkstanzes.

Am 26. Mai ist der Tag der Bienen mit einem Blick hinter die Kulissen eines traditionellen Bienenhauses.

Am 30. Mai findet am Vatertag das Seifenkistl-Rennen statt.

Von 31. Mai bis 02. Juni kommen die Wikinger.

Von 20. bis 23. Juni sind die Kelten zu Gast.

Am 30. Juni ist das Musikantentreffen.

Von 05. bis 07. Juli sind die Bauerngartentage.

Am 14. Juli ist das Kasperltheaterfestival.

Am 04. August findet das Ross- und Schmiedetreffen statt.

Am 25. August treffen sich starke Frauen und Männer zu den IX. Highland Games.

Am 13. Oktober geht es am Kinderkulturherbst-Kindertag um die kleinen Besucher.

Am 20. Oktober zeigen zahlreiche Handwerker auf dem historischen Handwerkermarkt ihr Können.

Am 13., 14. und 15. Dezember öffnet das altbayerische Dorf zum Weihnachtsmarktl seine Pforten.

 

Das ist nur ein Teil der kommenden Veranstaltungen im Jahr 2019. Informieren Sie sich im Veranstaltungskalender über sämtliche Feste und Feiern zu den verschiedenen Themen und Anlässen.

 

 

Im Markus Wasmeier Freilichtmuseum wird Geschichte fühlbar. Erleben Sie Brauchtum sowie Tradition und machen Sie sich ein Bild über den ländlichen Alltag vor 300 Jahren. Genießen Sie eine Auszeit vom Alltag und tauchen Sie ein in eine ganz besondere Zeitreise.

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Brunnbichl 5

83727 Schliersee-Neuhaus

Tel.: 08026/929220

E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

Öffnungszeiten:       Di.‒So. von 10:00‒17:00 Uhr

Mo. Ruhetag (außer an Brücken- und Feiertagen)

Sonderöffnungszeiten finden Sie auf der Homepage.

Saison 2019: 30. März bis zum 03. November

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

In der Welt zu Hause, am Schliersee daheim – der Fotograf Florian Bachmeier und seine Passion

Eine mädchenhaft wirkende Frau in einem roten Umhang sitzt im Gras, im Hintergrund droht ein mächtiges und unwirtlich wirkendes Bergmassiv. Ihr Blick: leidvoll und zugleich stolz. Das Foto berührt, weil es eine schlichte Erhabenheit ausstrahlt und zugleich fremd und seltsam traurig wirkt. Das Porträt der jungen kirgisischen Nomadin ist ein Werk des Schlierseer Fotografen Florian Bachmeier und eines seiner Lieblingsfotos. Entstanden ist es in einem abgelegenen Tal in Afghanistan.

 

 

Ich treffe Florian Bachmeier in seinem kleinen Atelier in der Nähe der Gemeinde Schliersee. Das Erste, was mir auffällt, sind die vielen Bücher und Zeitschriften, die auf Regale, Tische und dem Schreibtisch verteilt sind. In vielen von ihnen findet man Fotostrecken meines Gastgebers. Die Mitte des Raumes dominiert ein großer Tisch, auf dem Florian seine Schätze ausgebreitet hat: Fotos, Fotos und noch mal Fotos. Auch das Mädchen aus Afghanistan ist darunter. „Ich arbeite gerade an meinem Portfolio“, antwortet er auf meine stumme Frage.

Ein Atelier voller Fotografien aus aller Welt

Ein Portfolio, das mit Porträts, Landschaftsaufnahmen, Straßenszenen und vielen anderen Motiven aus verschiedenen Kontinenten, Ländern, Städten und Dörfern dieser Erde reich gefüllt ist. Seit seiner fotografischen Ausbildung im spanischen Pamplona und einem Geschichtsstudium in München ist Florian viel herumgekommen. Als freier Fotograf bereiste er nicht nur Afrika, Afghanistan sowie große Teile des Balkans und Osteuropas – seine jüngste Reise führte sogar bis nach Venezuela: „Ich habe zwar schon viel von der Welt gesehen, aber in Südamerika war ich bis dato noch nie“, erzählt er freimütig. „Da kam mir der Auftrag einer meiner Kunden, eine Reportage über die Lebensumstände der Einheimischen während der Regierungskrise zu machen, gerade recht.“

Eine Reise in den Donbass

Sein „Spezialgebiet“ aber ist die Ukraine. Seit sechs Jahren fliegt der Schlierseer regelmäßig in das politisch gebeutelte Land, spricht mit den Menschen vor Ort und fängt mit seiner Kamera das ganze Elend des Krisengebiets, aber auch immer wieder ganz banale Alltagsszenen ein. Besonders im Donbass, jener nach wie vor von der ukrainischen Regierung und unbeirrbaren Separatisten hart umkämpften Region zwischen den ukrainischen und russischen Fronten. Dabei ist er nie „nur“ der Mensch hinter der Kamera, der auf den Auslöser drückt und dann wieder seiner Wege geht. „Empathie gehört zu meinem Beruf“, bekräftigt er.

„Es gab auch schon brenzlige Situationen“

Einer seiner Auftraggeber ist das journalistische Netzwerk N-Ost, das zahlreiche Medien in Deutschland, Österreich und der Schweiz mit  kritischer, unabhängiger und differenzierter Berichterstattung aus Osteuropa versorgt. In der Regel reagieren die Menschen, die Florian fotografiert, positiv auf Recherchen ausländischer Journalisten. Doch es gab auch schon brenzlige Situationen: „Im Februar 2015 war ich mal in einer Gefahrensituation“, erinnert er sich. Florian und seine Begleiterin, eine Journalistin von einem extrem pro-ukrainischen Medium, waren unterwegs zum Gefecht von Debalzewe, wo  sich trotz des Waffenstillstandsabkommens „Minsk II“ ukrainische Soldaten und aufständische Milizen ein heftiges Scharmützel lieferten. „Kurz vor der Ankunft gerieten wir in einen Hinterhalt prorussischer Separatisten, das war schon ziemlich haarig“, berichtet er.

Schreckgespenst Tuberkulose

Solche Erlebnisse sind aber zum Glück die Ausnahme und hindern den Schlierseer Kosmopoliten nicht daran, noch viele weitere Reisen in den Osten Europas zu unternehmen. Sein neuestes Projekt ist ein Buch über die Ukraine, das er mir der Unterstützung eines Bekannten aus dem Landkreis Miesbach plant. Sein erstes Buch „Der weiße Tod. Tuberkulose in Moldawien“ zeigt und erzählt in eindringlichen Fotos und Texten die geradezu endemische Ausbreitung der todbringenden Erkrankung nach dem Zerfall der Sowjetunion, die Hilflosigkeit der Ärzte und den erschreckenden Leidensweg Betroffener.

Für seine Arbeiten hat Florian Bachmeier in den vergangenen Jahren zahlreiche auch internationale Preise, Auszeichnungen und Nominierungen erhalten. Die meisten davon hängen ordentlich gerahmt an der Wand in seinem Atelier. Besonders freut er sich über die Auszeichnung „Pressefoto des Jahres  2015“  seiner Heimat Bayern.

 

 

Bodenständiger Kosmopolit

Privat lebt Florian ganz bodenständig mit seiner spanischen Frau und seinen beiden Kindern abwechselnd in Schliersee und  Spanien. Trotz seines Globetrotter-Daseins kehrt er immer wieder gerne in seine bayerische Heimat zurück und genießt das Zusammensein mit seiner Familie und seinen Freunden.  Doch egal, ob beim sommerlichen Baden in Fischhausen oder bei einer Tour mit seinen Kindern in die Schlierseer Berge – die Kamera ist seine ständige Begleiterin. Interessante Motive gibt es schließlich überall.

Mehr über Florian Bachmeier, seinen Lebensweg und sein fotografisches Œuvre gibt’s im Netz unter www.florianbachmeier.com.

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Verleihung des Bayerischen Wirte- und Unternehmerbriefs an Angelika Prem vom Hennererhof

Meiner Kollegin, Angelika Prem vom Schliersee Magazin und gute Seele des Hennererhofs in Schliersee, wurde am 22. März 2019 der Bayerische Wirte- und Unternehmerbrief verliehen. Bayerns Wirtschafts- und Tourismusstaatssekretär Roland Weigert und DEHOGA Bayern-Präsidentin Angela Inselkammer zeichneten insgesamt zehn bayerische Unternehmer aus.

 

 

Ziel und Zweck des Bayerischen Wirte- und Unternehmerbriefs ist die Förderung der bayerischen Gastlichkeit und des bayerischen Wirtestandes. Die Förderung besteht in der besonderen betriebswirtschaftlichen Fortbildung, bei der auch fachpraktische Kenntnisse vermittelt werden. So umfasst die Aus- bzw. Weiterbildungsmaßnahme Pflichtseminare in den Bereichen der gastgewerblichen Betriebswirtschaft, beschäftigt sich mit moderner Mitarbeiterführung sowie Personalwesen und beinhaltet einen speziellen Marketing-Workshop. Ebenfalls obligatorisch ist ein mehrtägiger Workshop zum Thema Qualitäts- und Konfliktmanagement.

Träger des Bayerischen Wirte- und Unternehmerbriefs ist der Bayerische Hotel- und Gaststättenverband DEHOGA Bayern e. V. Die Durchführung geschieht durch die BTG Bayern Tourist GmbH in München.

Der Wirtebrief ist ein Qualitätsmerkmal für hohe Qualität und bayerische Gastlichkeit – Kriterien, die der Gast auch auf dem Hennererhof in Schliersee sehen, erleben und spüren kann.

Das Motto vom Hennererhof lautet: „Mit der Natur zurück zur Natur.“ Die Wirtsleute Hans und Angelika Prem haben den Hof inzwischen an ihren Sohn Alois übergeben, wirken aber immer noch sowohl hinter als auch vor den Kulissen fleißig am Erfolg des Bauernhofcafés und des Hofladens mit. In Letzterem können Sie Spezialitäten vom eigenen Hof und Garten sowie regionale Produkte von heimischen Direktvermarktern erstehen. Besonders empfehlenswert sind übrigens Angelikas selbstgemachte Kuchen und die “blühenden Torten“ – oder auch die liebevoll zubereiteten Suppen und Brotzeiten aus hofeigenen Zutaten.

 

 

Mein Tipp:

Fahren Sie hinter zum Hennererhof (am Ortseingang von Miesbach kommend rechts über den Bahnübergang und dann immer der Straße nach, bis es nicht mehr weitergeht), setzen Sie sich in den gemütlichen Biergarten am Waldrand und lassen Sie Ihre Seele bei einer deftigen Brotzeit baumeln. Danach bieten sich noch eine Wanderung oder eine Radltour in die Berge an.

 

Hennererhof

Familie Prem
83727 Schliersee
Tel.: 08026 / 922 99 64

E-Mail: info@hennerer.com

 

Hofladen und Bauernhofcafe
Freitag – Sonntag, sowie Feiertage
jeweils 12:00 – 17:00 Uhr
und nach Vereinbarung
Ferienwohnung ganzjährig!

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Schlierseer Frühlingsanfang – die Tage werden länger und die Röcke wieder kürzer

Endlich ist er da, der Frühling. Ein Spaziergang um den See wärmt die Seele. Überall sprießt es grün, und Krokusse, Schlüsselblumen und Schneeglöckchen schauen aus der Erde.
 


 

Wenn ihr eine Runde um den See dreht: Die Rixner Alm hat wieder die ganze Woche (außer Montag und Dienstag = Ruhetag) geöffnet, und Jackl und Sepp freuen sich mit hausgemachten Kuchen und Brotzeiten auf euch. Auch im Schlierseer Hof ist der Biergarten bereit, sobald die Sonne genügend wärmt, damit ihr gemütlich draußen sitzen könnt. Im Café Jennerwein sind die ersten Frühjahrsblumen gepflanzt, und die Terrasse wartet auf euch. Habt ihr schon einmal den guten Kuchen von der Bäckerei Gritscher probiert? Das Café Jennerwein ist definitiv einen Besuch wert. Hier unten in Schliersee könnt ihr auch schon fast schneefrei spazieren gehen. Oben an unserem Spitzingsee sieht das auch jetzt am Frühlingsanfang noch anders aus. Hier, auf über 1000 m, findet ihr immer noch top Wintersportbedingungen. www.alpenbahnen-spitzingsee.de

Aber zurück zum Frühling: Ich freue mich jetzt auf die warmen, sonnigen Tage am Schliersee. Traumhaftes Frühlingswetter mit strahlend blauem Himmel und einem leckeren Cappuccino auf einer unserer zahlreichen Sonnenterrassen.
 


 

Rixner Alm

Westerbergstraße 40
83727 Schliersee
0160/95812204

Schlierseer Hof

Seestraße 21
83727 Schliersee
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Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee


 
 
 

Gipfeltreffen der besonderen Art: Gela Allmann auf Oberland-„Reibn“

Grenzen zu überwinden und sich selbst immer wieder herauszufordern – im besten Sinne dieses Wortes: Das zählt zur Lebensphilosophie von Gela Allmann, Motivationsreferentin und Sportmodel. Einer Herausforderung der besonderen Art stellte sich die 34-Jährige unlängst in den Schlierseer und Spitzingseer Bergen. Mit dabei: ihre sportbegeisterten Kolleginnen Johanna Hiemer, Nina Koch und Sylvia Schweinberger, alle drei erfahren in Skitourenrennen und Ultraläufen. Mit der Oberland-„Reibn“, also Oberland-Rundtour, gingen Gela Allmann und ihre Mitstreiterinnen eine Skitour der besonderen Art – über fünf Gipfel, 30 Kilometer Strecke und gute 3.000 Höhenmeter (hm).

 

 

Fotogrüße vom Jägerkamp

Welche Power vier absolute Profis am Berg gemeinsam entwickeln können, zeigte sich gleich zu Beginn der Rundtour: Schon zum Sonnenaufgang schickten Gela, Johanna, Nina und Sylvia gut gelaunte Fotogrüße vom Jägerkamp. Weiter ging’s über Spitzingsee, Anstieg Richtung Brecherspitz, Firstalm, Bodenschneid, Sutten, Risserkogel und Setzberg hinab ins Tegernseer Tal.

 

Der Fotograf und Videofilmer Philipp Reiter hat die Tagestour der vier im Auftrag von Sponsor und Bergsportausrüster Dynafit in spektakulären Bildern dokumentiert. Wir dürfen seine Eindrücke hier teilen. Und haben Gela Allmann fürs Schliersee Magazin gefragt, wie es zu dem außergewöhnlichen „Gipfeltreffen“ kam – und was ihre Highlights auf dem Weg waren.

 

Gela, wie bist du auf die Idee gekommen, eine Oberland-„Reibn“ zu unternehmen?

 

„Ich wollte unbedingt eine sportliche Herausforderung im Winter auf Skitouren-Ski angehen heuer. Wir sind dann auf die Idee gekommen, bei mir vor der Haustür zu starten und quasi rüber zu meiner Freundin Nina zu marschieren, die am Tegernsee wohnt. Und dabei alle unsere Hausberge mitzunehmen, die wir lieben.

 

Heuer hatten wir eh so viel Schnee, da muss man gar nicht höher hinaus, sondern hat einen riesen Skitouren-Spielplatz direkt vor der Haustür. Klar war für mich, dass ich so eine lange Tour aber nur mit meinen Freundinnen machen möchte.“

 

Wie hat sich das für euch vier angefühlt, gemeinsam die Tour zu gehen?

 

„Es war eine coole Stimmung, am frühen Morgen mit Stirnlampe zu viert loszumarschieren. Wir wussten alle vier, dass wir uns aufeinander verlassen können, da wir schon öfter gemeinsam miteinander unterwegs waren und jede die andere im Gelände ganz gut einschätzen kann. Das ist für so eine lange Tour wirklich wichtig.

 

Das Vertrauen muss unbedingt passen, und das Tempo sollte auch halbwegs das gleiche sein, damit nicht eine hinterherhinkt. Für mich war es ganz besonders, nach meinem Unfall das erste Mal wieder so eine lange Tour zu machen, gemeinsam mit meinen guten Freundinnen.“

 

Was war für euch die größte Herausforderung auf der Tour?

 

„Ich glaube, Herausforderungen sind immer individuell. Nina und Sylvia haben tatsächlich an diesem Tag etwas mit einer Erkältung gekämpft. Johanna musste zwischendrin immer wieder ihr Baby stillen, welches der Papa zu den vorab vereinbarten Treffpunkten am Spitzingsee und in der Sutten gebracht hat. Und ich musste einfach schauen, dass ich mein rechtes kaputtes Knie bei den Abfahrten möglichst wenig belaste.

 

Tatsächlich war es für mich auch psychisch besonders herausfordernd beim Aufstieg zum Risserkogel. Dort ist es recht steil, und wir haben die Ski auf den Rücken geschnallt und sind zu Fuß nach oben marschiert. Da ich in genau so einer Situation vor fünf Jahren auf Island abgestürzt bin, war das für mich vom Kopf her nicht ganz easy. Aber die Bedingungen waren an diesem Tag wirklich top, und ich war am Ende super stolz, dass ich es – vor allem auch mit der emotionalen Unterstützung meiner Mädels – zu diesem Gipfel geschafft habe.“

 

Gab es einen Moment, den ihr nicht missen wollt?

 

„Für mich war der erste Gipfel ganz besonders: zum Sonnenaufgang zu viert am Jägerkamp zu stehen, mit den ersten 1000 Höhenmetern (hm) in den Beinen. Die Stimmung war einfach nur toll und wir schwer motiviert, unsere „Reibn“ fortzusetzen. Auch der Bodenschneid-Gipfel war toll, mit dem Blick auf Spitzingsee und Tegernsee. Das neue Tal macht sich vor einem auf, und man realisiert, dass man schon ein Stück weit gegangen ist.“

 

Was war die wichtigste Erfahrung, die ihr von der Oberland-„Reibn“ mitgebracht habt?

 

„Ich weiß einmal mehr, dass es sich immer lohnt, seiner Passion zu folgen. Sich einfach Dinge zu trauen – auch mit der Angst im Hinterkopf, vielleicht zu scheitern oder etwas abbrechen zu müssen. Scheitern gibt es ja eigentlich gar nicht, weil man aus jeder Sache, die man am Ende nicht durchziehen kann, auch wieder etwas lernt und mitnimmt. Und Freundschaften leben durch solche gemeinsamen Erlebnisse, die verbinden.

 

Das Ganze an einem Tag durchzuziehen, empfehlen wir allerdings nur geübten und sehr fitten Tourengehern. Wir Vver haben alle auch schon Erfahrungen mit größeren Skitourenrennen gemacht. Unser Tipp: Die Tour auf zwei Tage aufteilen und pro Tag ca. 1.500 Höhenmeter (hm) im Aufstieg und in der Abfahrt einplanen. Harsch- und/oder Steigeisen je nach Bedingungen nicht vergessen und genügend zum Trinken und Essen einpacken. Und natürlich: Auf keinen Fall das LVS-Gerät plus Sonde und Schaufel zu Hause vergessen!“

 

Vielen Dank für deine Einblicke, liebe Gela.

 

Achtung: Diese Tour ist konzipiert für absolute Bergsportprofis und erfahrene Skitourengeher auf Profiniveau. Nur mit entsprechender Ausrüstung und Vorkenntnissen nachmachen. Haftung ausgeschlossen.

 

 

Mehr von Gela Allmann

https://magazin.schliersee.de/gela-allmann-die-schlierseer-berge-sind-mein-kraftplatz/

www.gelaallmann.de

www.instagram.com/gelaallmann/

 

Alle Fotos und Filmmaterial „Oberland-Reibn“ © Philipp Reiter

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Bierbrauen wie vor 300 Jahren im Markus Wasmeier Freilichtmuseum – Starkbierfest am 22. März 2019

Im Januar im tiefsten Winter haben wir uns zu elft im altbayerischen Dorf getroffen. „Wir“, das sind alles Mitarbeiter vom Markus. Unsere Mission: Bierbrauen nach altbewährter Tradition wie vor 300 Jahren!

Im Markus Wasmeier Freiluftmuseum erwartet uns schönstes Winterwetter mit Sonnenschein und viel Schnee. Um 9:00 Uhr geht’s los. Wir werden von unserem Braumeister Olaf abgeholt, um in das Handwerk des Bierbrauens eingeführt zu werden. Aber wir wollen nicht einfach so Bier brauen. Das kann ja jeder … Wir brauen das Bier in der traditionellen Bierschöpf-Brauerei, so, wie es schon vor 300 Jahren gemacht wurde. Da ist einiges an Muskelkraft nötig. Da wir keine technischen Hilfen haben und alles von Hand machen, bedeutet das: rühren, rühren und noch mal rühren und schöpfen und schöpfen und schöpfen …

Aber noch mal zurück zum Anfang: Wir brauen heute das altbayerische Helle. Es soll neben dem altbewährten Märzen und dem starken Wasinator am Freitag, den 22. März 2019, zum 1. Starkbierfest im Museum ausgeschenkt werden. Da haben wir was vor. Bei Temperaturen zwischen -8 und -12 Grad wird’s uns beim Einmaischen recht schnell warm. Das Rühren ist anstrengend, weil nichts anbrennen darf, und unsere zwei Heizerinnen heizen uns ganz schön ein. Da dampft die ganze Hütte. Danach wird der Sud vom Kessel in den Läuterbottich umgeschöpft. 1.100 Liter wechseln das Gefäß! Das gibt bestimmt Armmuskeln … Während der Läuterrast dürfen wir uns mit einem Weißwurstfrühstück stärken. Schon jetzt wird deutlich, dass gemeinsames Bierbrauen ein wunderbarer Event zur Teamentwicklung ist und außerdem unglaublich Spaß macht. Und schon geht’s weiter, und der gefilterte Sud wird zurück in den Kessel geschöpft. Wir geben die Schöpfeimer weiter und wechseln uns mit der Arbeit ab. Jetzt haben auch die Heizerinnen einiges zu tun, denn es gilt, den Sud auf über 90 Grad zu erhitzen. Und dann versammeln sich alle um den Kessel und geben gemeinsam den Hopfen dazu. Der Sud muss jetzt eine Zeit lang kochen, was uns die Möglichkeit gibt, die Sonne zwischen den verschneiten Gebäuden zu genießen und die zwei Museumsschweinderl zu füttern, die den Winter im altbayerischen Dorf verbringen und auch ein Sonnenbad nehmen. Dann wird der Trebern auf den Anhänger geladen, welchen Flori abholt. Seine Kühe freuen sich schon auf das heiß ersehnte Mahl, und wir freuen uns, nachhaltig zu arbeiten. Nachdem wir den Läuterbottich gereinigt und dadurch die Brauerei unter Eis gesetzt haben (das über die Steine laufende Wasser ist sofort gefroren), geht es wieder ans Schöpfen. Die 1.100 Liter werden in das Kühlschiff umgeschöpft. Insgesamt haben wir heute also 3.300 Liter geschöpft und sind nach dem allgemeinen Saubermachen redlich hungrig und geschafft. Beim abschließenden Brennholzaufrichten helfen uns Gitti und Markus. Gabriel hat uns eine tolle Brotzeit zur Stärkung gemacht, und wir lassen den Tag bei einem Bierchen ausklingen. Es war ein toller Tag und ein einmaliges Erlebnis! Und „unser“ Helles haben wir übrigens „Eis-Sud“ genannt.

 

 

Am Starkbierfest ist es eines der drei Biere, das Ihr im Wirtshaus „Zum Wofen“ zu hausgemachten Schmankerln genießen könnt. Überzeugt Euch selbst vom köstlichen Geschmack des erfrischenden, selbst gebrauten Bieres. Vorher habt Ihr die Möglichkeit, die Bierschöpf-Brauerei zu besichtigen. Nach dem Abendessen führt die Biermösl Blosn durch einen vergnüglichen Abend.

 

Für den Kartenverkauf wendet Euch bitte an: office@wasmeier.de oder auch telefonisch unter 08026/929220.

Der Kartenpreis von 64 € beinhaltet:

Reservierte Plätze im altbayrischen Wirtshaus „Zum Wofen“ in der Tenne im 1. OG

Brauereibesichtigung ab 17:00 Uhr

Abendessen im Wirtshaus „Zum Wofen“

Musik und Unterhaltung mit der Biermösl Blosn

Ein Flascherl 0,33 l der limitierten Auflage „Wasinator 2019“ zum Mitnehmen

Einlass: 17:00 Uhr

Ende ca. 23:00 Uhr

 

Übrigens: Wer Lust auf das Erlebnis des gemeinsamen Bierbrauens bekommen hat, kann den Event im Museum buchen.

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee

Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Tel.: 08026/92922-0
Fax: 08026/92922-29
E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.