Raus aus dem Büro und ab in die Berge | Out of office in Schliersee

Du machst auch schon seit Wochen Homeoffice und dir fällt zu Hause die Decke auf den Kopf? Hast du dir schon einmal überlegt, dein Büro in die Berge zu verlegen? Stell dir vor, du sitzt beispielsweise auf der Terrasse der Spitzing Alm mit Blick auf den See und in die Berge. Lauter neue Reize prasseln auf dich ein und geben dir ganz neue Impulse für deine Arbeit. Der neue Trend heißt: Workation ‒ Arbeit mit Urlaub verbinden.

 

 

Am besten, du mietest dich gleich in einen unserer Übernachtungsbetriebe in Schliersee ein. So kannst du tagsüber in traumhafter Umgebung arbeiten, lässt dich kulinarisch verwöhnen und brichst nach getaner Arbeit zu einer kleinen Wanderung auf. Oder du springst in den See, bevor du dich an dein Laptop setzt, und startest völlig erfrischt in deinen Arbeitstag. So kannst du auch dem Wochenendtrubel aus dem Weg gehen. Ein weiterer Vorteil, wenn die Ablenkungen des Alltags wegfallen und du eben einmal nicht neben deinem Homeoffice die Spülmaschine ausräumen und die Blumen gießen musst: Du kannst dich besser auf deine Arbeit konzentrieren und wirst viel produktiver. Probiere es einfach einmal aus.

 

Drei Tipps, wo du in den Schlierseer Bergen in die Arbeitswelt eintauchen kannst

# LUXUS Wenn es etwas luxuriöser sein darf, ist das Arabella Alpenhotel direkt am Spitzingsee die Adresse für deine Workation. Starte mit einem reichhaltigen Frühstück in den Tag. Das Arabella Alpenhotel bietet ein Midweek Special für einen Kurztrip ohne Wochenende an. Du kannst neben deiner Arbeit das AlpenSPA benutzen oder es dir auf der Liegewiese direkt am Spitzingsee gemütlich machen.

Spitzing Alm Mittwoch bis Sonntag kannst du beispielsweise auf der Terrasse der Spitzing Alm, die zum Arabella Alpenhotel gehört, in toller Atmosphäre arbeiten. Du bekommst das WLAN-Passwort (es gibt sogar eine Steckdose an der Hauswand), kannst sofort loslegen und dich nebenbei mit regionaler Küche verwöhnen lassen. Dazu musst du kein Übernachtungsgast sein, das kann jeder machen. Aber natürlich kannst du bei einem Mehrtagestrip besser abschalten.

Spitzing Alm

Tipp: Immer freitags frischer, geräucherter Fisch von der Fischerei Schliersee

Montag und Dienstag: Ruhetag

Mittwoch bis Sonntag: 12:00‒20:00 Uhr (Küche bis 19:00 Uhr)

Samstag: 12:00‒22:00 Uhr (Küche bis 21:00 Uhr)

Reservierungen gerne unter: 08026/798 813

Kostenloser Parkplatz an der Alm verfügbar

 

Arabella Alpenhotel | Hotelbuchungen:

https://www.arabella-alpenhotel.com/de

 

# Auf die Alm

Du möchtest dem Himmel noch näher sein, um auf andere Gedanken zu kommen? Die Obere Firstalm auf 1375 m ist auch ein idealer Ort, um Arbeit und Freizeit miteinander zu verbinden. Vor rund zwei Jahren renoviert, erwartet dich eine moderne bayerische Alm, deren Charme liebevoll erhalten geblieben ist. 2018 habe ich den Betreiber Marcus Votteler auf der Oberen Firstalm besucht. https://magazin.schliersee.de/obere-firstalm-am-spitzingsee-neuer-glanz-in-uriger-berghuette/ Wenn du das Gefühl der bayerischen Gemütlichkeit in deinen Arbeitstag integrierst und dein Laptop mit dem WLAN verbindest, dann kann es auf der Oberen Firstalm der perfekte Arbeitstag werden. Und das mitten in der Natur. Natürlich kannst du als Tagesgast auf der Terrasse sitzen, arbeiten und dich verwöhnen lassen, aber um abzuschalten, ist es sicher schöner, dir ein paar Tage Abstand vom Alltag zu gönnen. http://www.firstalm.de/index.php/zimmer-preise

Die Obere Firstalm ist täglich von 10:00‒20:00 Uhr geöffnet (warme Küche bis 19:00 Uhr).

 

# WLAN für zwischendurch Hier kannst du dich kostenlos in das Netz der Schlierseer Gäste-Information einloggen und nach Herzenslust surfen. Die Lounge steht während der Öffnungszeiten der Vitalwelt für dich zur Verfügung. Wenn du Lust auf einen Kaffee bekommst: Das Restaurant Charivari ist gleich daneben und hat bei schönem Wetter für dich geöffnet. https://www.monte-mare.de/schliersee/restaurant3

 

 

Gäste-Information Schliersee

Perfallstraße 4

83727 Schliersee

 

Tel.: 08026/60650

Webseite: www.schliersee.de

E-Mail: tourismus(at)schliersee.de

 

 

Bitte beachte die jeweiligen aktuellen Hygieneregeln und etwaige Beschränkungen.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schliersee vor 100 Jahren: „Holztod“ ‒ ein Roman über den Föhnsturm am Spitzingsee

Holztod ist kein Sachbuch, ich wollte einen historischen Roman schreiben, angelehnt an die reale Geschichte von Schliersee“, erzählt Peter Augustin aus dem Landkreis Ebersberg. Er hat als Kriminalhauptkommissar gearbeitet. Nach seiner Pensionierung inspirierte ihn eine Wanderung auf dem Bockerlbahnweg dazu, einen Roman über das Leben der Schlierseer nach dem Föhnsturm 1919 und die Bockerlbahn zu schreiben. Zahlreiche Schautafeln entlang der ehemaligen zwölf Kilometer langen Bahntrasse von Neuhaus über den Spitzingsattel bis hinter zur Waitzinger Alm geben mit Geschichten und Fotos einen Eindruck über den Bau der Bockerlbahn und die harte Arbeit, die damit verbunden war.

 

 

Eine Meisterleistung

Vor 100 Jahren fegte im Januar ein Föhnsturm über das Spitzingseegebiet und riss sehr viele Bäume nieder. Bereits im Februar, nur sechs Wochen nach dem Jahrhundertsturm, lag ein Plan für den Bau einer Schmalspurbahn vor. Der Bau der Bockerlbahn war damals eine technische Meisterleistung. Mit dem Föhnsturm hatte sich das Leben in Schliersee schlagartig geändert. 4.000 Menschen kamen in den Ort, um das Holz möglichst schnell vom Spitzingsee herunterzuholen, damit es nicht vom Borkenkäfer befallen wurde. Mehr als 300.000 Holzstämme wurden mit der Bockerlbahn ins Tal befördert.

 

Schurken und Halunken

Ausgangspunkt ist für Peter Augustin die reale Geschichte von Schliersee. Aber er schreibt nicht nur über Tatsachen und Fakten, sondern erzählt vielmehr mit liebevollen Details Geschichten über das Leben der Menschen in der damaligen Zeit. „Damals waren auch etliche kriminelle Halunken unterwegs“, lacht er. „Das Interessante für mich war, einen Protagonisten nach dem anderen zu entwickeln“, erzählt mir Peter Augustin.

Mit dem Buch „Holztod“ kann man eintauchen in die Zeit nach dem großen Sturm, der in Schliersee alles veränderte.

Ergänzt wird das Ganze mit einem Auszug aus dem Buch „Neuhauser Bockerlbahn“ von Gerald Wehrmann, der sich rein auf Fakten über die Bockerlbahn bezieht. Die vielen schönen historischen Fotos gestalten den Roman noch anschaulicher.

„Selbstvergessen saßen sie nach der erschütternden Nachricht still vor ihren Bierkrügen. Allerdings begannen sich alsbald aufgeregte Diskussionen zu entwickeln. Alles drehte sich um die wütende Naturgewalt, um das tote Holz und den genauso toten Mann zwischen den zerschmetterten Bäumen. Die dralle Traudl, beliebte Stammkellnerin seit Jahren, musste noch einige Halbe und Schnäpse mehr auftragen als sonst zu der Zeit. Die Männer zündeten neue Zigarren an und Pfeifen wurden mit frischem Tabak gefüllt. Die Luft in der Gaststube war bald von dichten Rauchschwaden schwanger. Vom Qualm wie mit Watte umhüllt, verloren die Lampen beträchtlich an ihrer Leuchtkraft. Im Moment dachte keiner ans Heimgehen, zu schwer hatte die Nachricht vom Holztod, dem unbekannten Mann ihre eigene, gleichwohl auch die dörfliche Ruhe aus dem Gleichgewicht gebracht. Ungeachtet aller Biermüdigkeit fiel es den Dörflern nach später Heimkehr schwer ruhigen Schlaf zu finden. Mancher lag lange wach, wälzte sich im Bett herum, hatte unruhige und dunkle Träume.“ („Holztod“ von Peter Augustin)

 

 

Tipp: Begib dich selbst auf die Spuren der Bockerlbahn und wandere vom Bahnhof in Neuhaus bis zur Waitzinger Alm. https://www.tegernsee-schliersee.de/a-bockerlbahnweg Reise nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Wenn du mit dem Auto kommst, kannst du am Neuhauser Bahnhof parken.

 

Das Buch ist im Bauer Verlag erschienen, in der Gäste-Information Schliersee und überall im Handel erhältlich.

https://www.verlag-bauer.de/index.php?pg=oberbayerisches_seenland.php&artid=327&todo=show_details

 

Reinblättern? https://www.verlag-bauer.de/flippingbook/holztod/files/assets/basic-html/index.html#52

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Regentag in der Valepp

Die Sonne kann selbst in Schliersee nicht immer scheinen. Außerdem braucht die Natur dringend den Regen. Nutze den Regentag bei uns für einen Ausflug in die Valepp und entdecke die kleinen Dinge am Wegesrand.

 

 

Seltene Schönheit

Besonders schön ist der Gelbe Frauenschuh, der momentan in den lichten Wäldern entlang der Valepp blüht. Die Blütezeit ist Mai und Juni. Im Regen leuchtet der Gelbe Frauenschuh besonders schön. Sie gilt als die attraktivste und spektakulärste Orchidee Deutschlands und steht unter Naturschutz. Beeindruckend an dieser Pflanze ist die große pantoffelförmige, gelb gefärbte Blüte. Bis zu acht Zentimeter groß kann sie werden und gehört so zu den größten Blüten, die bei unseren heimischen Blühpflanzen vorkommen. Der Gelbe Frauenschuh wird auf der Roten Liste Deutschlands und Bayerns als gefährdet eingestuft und wird in allen Ländern Europas streng geschützt. Der Frauenschuh bildet nach vier Jahren das erste Blatt und oft erst nach 16 Jahren die erste Blüte. Einen blühenden Frauenschuh am Wegesrand zu entdecken, ist ein besonderes Erlebnis. Bitte halte ein bisschen Abstand, um den Boden rund um die Pflanze nicht zu verdichten und keine weiteren Exemplare in der Nähe zu zertreten.

Aber es muss ja auch nicht immer der extravagante Frauenschuh sein. Auch das kleine Vergissmeinnicht am Wegesrand oder die kriechende Schnecke auf der Straße können begeistern. Die Teerstraße in die Valepp eignet sich besonders für einen Wanderung oder einen kleinen Spaziergang bei tagelangem Regen. Normalerweise nervt mich das Gehen auf der Teerstraße, wenn es aber gar nicht mehr aufhört zu regnen und Wanderwege und Pfade rutschig sind, kann es auch mal ganz angenehm sein.

 

 

Natura 2000

Um den Besuchern der Valepp den sehr hohen naturschutzfachlichen Wert bewusst zu machen, wurde direkt an der Spitzingsee-Schranke ein Informationsschild zum Mangfallgebirge aufgestellt. Es informiert dich über den Schutzstatus sowie über die Naturschätze des Spitzingsee-Gebiets. Das Schild wurde bewusst an dieser stark frequentierten Stelle aufgestellt. Die Beschilderung zeigt neben allgemeinen Informationen zu Natura 2000 (Netz von Schutzgebieten in der EU) kurze Informationen zu zwei charakteristischen Arten des Gebietes – zum Birkhuhn und zum Gelben Frauenschuh.

Für ein erfolgreiches Nebeneinander von Erholungssuchenden sowie Tieren und Pflanzen ist es unbedingt notwendig, dass du die Wege nicht verlässt. Auch du bist verantwortlich dafür, dass der Gelbe Frauenschuh für die nächsten Generationen erhalten bleibt.

Lass dich vom Regen nicht abschrecken und genieße einen erlebnisreichen Regentag bei uns am Spitzingsee.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Übern Schlierseer Gartenzaun g‘schaut

Für alle Schlierseer und Gäste lohnt es sich momentan ganz besonders, aufmerksam durch Schliersee, Fischhausen und Spitzingsee zu spazieren.

Die Schlierseer Gärten stehen in voller Blüte, die Beerenernte ist in vollem Gange, und natürlich soll die Freude nicht zu kurz kommen.

 

 

Ich habe mir heute drei Gärten rausgepickt und den Hobbygärtnerinnen und -gärtnern mal über den Zaun geschaut. Die Begeisterung ist einfach grandios. Diese Liebe zur Natur, zu den Blumen und Pflanzen spiegelt sich im Garten wider. Meine Oma hat immer gesagt, der Garten sei das große Wohnzimmer, deshalb solle sich jeder die Zeit nehmen und das Genießen nicht vergessen. Wie schön ist es, einfach mal auf der Hausbank oder im Strandkorb zu sitzen und den Herrgott „an guadn Mo sei lassen“.

Der erste Besuch war in Fischhausen bei Elfriede und Maria Gerold. Elfriede hat hier ein kleines blühendes Paradies geschaffen. Ein wunderschöner Bauerngarten, wie er früher ganz selbstverständlich zu jedem Bauernhaus gehörte.

Als Zweites besuchte ich Renate und Peter in ihrem Reich. Sie freuten sich sehr, und ich bekam eine Führung durch das Gartenreich. Vor dem Haus ist ein kleiner Staudengarten zum Wohlfühlen und Entspannen. Hinterm Haus der Gemüse- und Beerengarten. Seit über 50 Jahren wird das kleine Paradies gehegt und gepflegt. Beide sitzen sehr gerne in ihrem Strandkorb und können sich für alles, was sich im Garten bewegt und dort blüht, begeistern.

Der dritte Garten ist mein eigener Kräutergarten am Hennererhof. Für manche schaut er wild aus, für mich ist er ein Rückzugsort. Hier kann ich viel ernten und verarbeiten, etwa zu Kräutersalz, Blütensirups, Nudeln, Kuchen usw. Wer ein Kräuterseminar mitmachen möchte, ist herzlich gerne eingeladen (Termine siehe auch unter www.hennerer.de).

 

 

Jetzt wünsche ich euch viele schöne Momente beim Spazierengehen durch Schliersee, Fischhausen und Spitzingsee, beim Zeitnehmen zum Genießen ‒ wenn ihr über den Schlierseer Gartenzaun schaut.

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Es duftet nach Heu auf der Unteren First

Wie schön, dass es bei uns noch Almen gibt, auf denen das Heu traditionell mit Handarbeit gemacht wird. Zugegeben, gemäht hat Hartl die Weide an seiner Alm auf der Unteren First mit seinem Motormäher. Da das Sonnenwetter dieses Jahr ständig von Regentagen unterbrochen wurde, war es gar nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt zu finden, damit das Gras auch ausreichend trocknen konnte. Am Freitag war es dann so weit.

 

 

Mit der ganzen Familie

Mit seinen Kindern fährt Hartl zu seiner Alm, und zusammen mit Sennerin Irmi und ihrer Familie wird das Heu von Hand zusammen gerecht, in der Schaufel des Traktors gesammelt und hinauf zur Alm gefahren. Das Heu wird hier noch traditionell mit dem Rechen von der Wiese geholt. Durch die kleine Luke im Dachboden kommt das Heu mit dem Traktor auf den Heuboden. Armin, Irmis Mann, nimmt das Heu in Empfang und verstaut es dann platzsparend. Eine staubige Angelegenheit in dem engen Dachboden. Das Heu wird als Zufütterung für die Kälber verwendet. Wenn die sieben Kälber morgens und abends reinkommen, bekommen sie erst mal Milch. Dann wäscht Irmi ihnen die Füße, damit sie sieht, ob sie sich aufgekratzt haben, und dabei bekommen sie dann Heu. „Das ist auch gut für den Magen“, erklärt mir Irmi. Die Arbeit in der brütenden Sonne ist schweißtreibend, trotzdem kann Hartl die Liebe zur Landwirtschaft seinen Kindern vermitteln. Nach getaner Arbeit bringt die Oma Kaffee und Kuchen aus dem Tal, und die Kinder veranstalten mit viel Geschrei eine Wasserschlacht. „Darauf haben sich die Kinder am meisten gefreut“, sagt die Oma.

 

Traditionelles Heumachen

Hartl erzählt mir, dass viele Almbauern heute ihr maschinell geerntetes Heu aus dem Tal auf ihre Almen bringen und so die anstrengende Handarbeit umgehen. Er selbst möchte für seine Alm die Tradition erhalten. „Wenn ich im Tal mit meiner Arbeit fertig bin, dann mache ich das hier oben richtig gerne“, sagt er. „Da ist schon sehr viel Individualismus dabei“, ergänzt er lachend. Er macht die Arbeit mit Leidenschaft. Auch dass die ganze Familie zusammenhilft, zeigt, dass hier Tradition erhalten bleibt.

Für Irmi und ihre Familie ist es der zweite Almsommer. Sie betreuen sieben kleine Kälber, die noch Milch bekommen, 68 Jungrinder, zwei Pferde, zwei Schweine, 14 große Schafe, sieben kleine Lämmer und 16 Hühner.

 

 

Tipp: Urlaub auf dem Bauernhof | Ein Urlaub auf dem Anderlbauernhof ist etwas ganz Besonderes. Hier lernst du das unverfälschte Bauernhofleben kennen. Große Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, ein Ausflug zur Alm oder der tägliche Umgang mit den Tieren. Du kannst sogar im Stall dabei sein und mithelfen. Bitte informiere dich vor der Buchung über eventuelle Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

 

https://magazin.schliersee.de/almauftrieb-vom-anderlbauernhof-in-fischhausen-auf-die-untere-first-im-spitzingseegebiet/

https://anderlbauer-am-see.de/

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Guten Morgen, Schliersee ‒ Aufwachen auf unserem neuen Campingplatz in Schliersee

Ich bin leidenschaftliche Camperin und normalerweise jedes Jahr mit meinem Zelt in Kanada unterwegs. Letztes Jahr bin ich sogar einen Fernwanderweg in Wales mit meinem Mini-Zelt im Rucksack gewandert. In meinem Zelt fühle ich mich einfach überall zu Hause.

 

 

 

Aufwachen direkt am Schliersee

Umso mehr habe ich mich gefreut, einmal direkt am Ufer des Schliersees aufzuwachen und bei Sonnenaufgang über dem Schliersberg einen Kaffee zu genießen. Natürlich musst du ein bisschen Glück haben, einen Platz direkt am Ufer des Schliersees zu ergattern, denn dort ist das Erlebnis am schönsten. Für mich gibt es nichts Schöneres, als im Zelt aufzuwachen, den Reißverschluss aufzumachen und irgendwo in der Welt zu sein. In meinem Zelt bin ich immer und überall zu Hause. Dieses Erlebnis war in meiner Heimat Schliersee besonders schön. Schon das Rauschen vom Gaskocher und das Blubbern vom Kaffee geben mir ein Gefühl von Freiheit und Geborgenheit gleichzeitig. Der Geruch von frischem Kaffee steigt mir in die Nase, die Sonne schickt ihre ersten Strahlen über den Schliersberg. Schöner geht es für mich nicht.

Einen der beiden neuen Campingplatzbetreiber, Mark und Christian, habe ich dir ja in meinem letzten Beitrag schon vorgestellt. https://magazin.schliersee.de/kia-ora-herzlich-willkommen-auf-dem-campingplatz-in-schliersee/

Es ist ein sehr lässiger Campingplatz entstanden. Da der Campingplatz nicht so groß ist, ist es jetzt in der Ferienzeit besonders empfehlenswert, einen Platz zu reservieren.

Gemütliche Sonnenterrasse

Für ein spätes Frühstück setzen wir uns unter die Bäume auf die neue Terrasse und lassen uns mit Wurstsalat, frischen Gritscher-Brezen und einem Cappuccino verwöhnen. Wir genießen die Urlaubsstimmung, die sich gleich einstellt. Das kannst du natürlich auch, ohne auf dem Campingplatz zu übernachten. Mark und Christian haben ab 8:00 Uhr für alle Gäste geöffnet. Die in der kurzen Zeit schon sehr beliebte Bulli-Beach-Bar mit Liegestühlen direkt am Ufer des Schliersees öffnet jeden Tag um 14:00 Uhr. Ein perfektes Platzerl, um einen Sundowner zu genießen.

Ich hoffe, du kommst uns bald in Schliersee besuchen.

Fakten: Am nordwestlichen Seeufer des Schliersees | 60 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen | 20 Zeltplätze | Kiosk | Brötchenservice | Regionale Produkte| Bulli-Beach-Bar | Stromversorgung | Renovierte Sanitäranlagen | Moderne Entsorgungsstation | SUP-Verleih

 

 

Campingplatz Schliersee

Mark Linke und Christian Bremm

Westerbergstraße 27

83727 Schliersee

E-Mail: info@camping-schliersee.de

Tel.: 08026/9298998

https://www.camping-schliersee.de/

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ausblick, Fernblick und Weitblick – Taubenstein-Momente

Die Aussicht vom Taubenstein bei uns in Schliersee ist atemberaubend. Bequem bringt dich die Taubensteinbahn in wenigen Minuten zur Bergstation. Die Sonne scheint, die Landschaft fliegt vorbei, ganz schnell vergesse ich den Alltag. Die warme Luft strömt in die kleine nostalgische Gondel. Ich brauche heute eine Auszeit, und diese nehme ich mir am Gipfel des Taubensteins. Du hast auch einen persönlichen Taubenstein-Moment? Ich freue mich, wenn du mir schreibst. magazin@schliersee.de

 

 

 

Kraxelei auf den Taubensteingipfel

Wenn du von der Bergstation loslaufen möchtest, brauchst du unbedingt Bergschuhe, egal, wohin dein Weg gehen soll. Ich möchte heute auf den Taubenstein. Für den Weg zum Gipfel brauchst du nur 15 Minuten. Ein kleiner Pfad führt dich zum Taubensteinsattel, von dort geht es in nur wenigen Minuten hinauf zum Gipfelkreuz. Ab hier solltest du über alpine Erfahrung verfügen und unbedingt trittsicher sein. Es geht über Schrofen durch eine Rinne nach oben. [Der Schrofen (verwandt mit schroff) ist ein Begriff aus der Bergsteigersprache, der steiles, felsiges, mit Gras und häufig auch mit Geröll durchsetztes Gelände bezeichnet | Wikipedia] Die Steinrinne ist mit Drahtseilen gesichert. Der Gipfel bricht nach Westen hin ab. Um deine Zeit hier oben entspannt genießen zu können, solltest du auch schwindelfrei sein. Der Ausblick ist atemberaubend. Sogar die Gondeln der Taubensteinbahn kannst du beobachten.

 

Gewusst? Hier oben am Taubensteingipfel ist die Idee für das „Kraut gegen Dummheit“ von der Essendorfer Genussschmelzerei entstanden. Schon mal probiert? https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/

Ich brauche ein paar Ideen für ein neues Projekt – und so wie für Andreas Essendorfer – ist das auch für mich ein sehr inspirierender Ort. Meinen Block und Stift habe ich dabei, und mit ganz viel Weitblick notiere ich fleißig, was mir einfällt. Manchmal ist es gut etwas Abstand zu nehmen und Dinge von oben zu betrachten. Ich genieße den Fernblick in die Bayrischen Voralpen und ganz besonders die Zeit für mich.

 

 

 

Alpenbahnen Spitzingsee

Zieladresse fürs Navi |Taubensteinbahn: Spitzingstraße 12, 83727 Schliersee

Die bahneigenen Parkplätze an der Taubensteinbahn sind für alle Benutzer gebührenpflichtig (Tagesticket 5 Euro). Beim Kauf eines Bahntickets und gegen Vorlage des Parkabschnitts vom gleichen Tag werden zwei Euro zurückerstattet. Gästekarten werden nicht akzeptiert.

Du bist Übernachtungsgast in Schliersee? Mit deiner Gästekarte kannst du kostenlos mit dem RVO (Linie 9562) zum Spitzingsee fahren. Die Haltestelle, an der du aussteigen musst, heißt „Spitzing Taubensteinbahn“.

 

Genussschmelzerei Andreas Essendorfer

Bayrischzeller Str. 11

83727 Schliersee/Neuhaus

E-Mail: info@essendorfers.de

Tel.: 08026/9225672

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Ulli´s Schlierseer Rosenblütensirup

Duftender Sirup von der Königin der Blumen: der Rose …

 

 

Im Juni beginnen in den Gärten die Rosen zu blühen und uns mit ihrem betörenden Duft zu verzaubern. Bis in den September hinein dürfen wir uns an ihrer Schönheit erfreuen. Kletterrosen bieten einen unvergleichlichen Anblick dank der prachtvollen Blütenkaskaden, die wirken, als würden sie vom blauen Himmel auf den Boden regnen. Strauchrosen, deren schwerer Duft die Luft schwängert …

 

Rosen begleiten die Menschen seit vielen Jahrhunderten. Sie sollen einst die Terrassen der Hängenden Gärten der Semiramis, eines der sieben Weltwunder, geschmückt haben. Bereits 500 v. Chr. füllten Rosen die kaiserlichen Gärten in Peking. Und im Mittelalter wurden Rosen als Heilpflanzen in den Klostergärten der Benediktinerabteien angepflanzt.

 

Es gibt über 30.000 Rosensorten, die verschiedenen Rosenklassen wie den Wildrosen, Gartenrosen, alten Rosen, modernen Rosen, Strauchrosen, Beetrosen und Kletterrosen zugeordnet werden können.

 

Auch Johann Wolfgang von Goethe verewigte die Rose in seinem „Faust, Der Tragödie zweiter Teil“:

 

„Rosen, ihr blendenden,

Balsam versendenden!

Flatternde, schwebende,

heimlich belebende,

zweigleinbeflügelte,

knospenentsiegelte,

eilet zu blühn!“

 

Heute möchte ich dir mein Rezept von einem geschmackvollen Rosenblütensirup vorstellen. Die süße Essenz verfeinert Desserts, Obstsalate und Getränke. Sie verhilft einem eisgekühlten Prosecco zu einem ganz besonderen Geschmack und macht den Eisbecher zu einem Gaumenerlebnis.

 

Zur Herstellung ist es wichtig, ausschließlich Blüten von ungespritzten Rosen zu verwenden, die du am besten in Gärten und nicht beim Blumenhändler findest. Achte weiterhin darauf, Duftrosen, wie beispielsweise die Rose de Resht, zu verwenden. Um eine schöne Farbe des Sirups zu erhalten, ist außerdem eine gewisse Farbstabilität der Blütenblätter hilfreich. Lass dich einfach von deiner Nase leiten, welche dich sicher zu Rosen mit einem intensiven, guten Duft führen wird.

 

Zutaten:

5 – 6 Handvoll Rosenblütenblätter

1 l Wasser

1 kg Zucker

1 unbehandelte Zitrone

20 g Zitronensäure

 

Als Erstes gilt es die Blüten auszuschneiden. Hierbei wird der weiße, oder grünliche Blütenansatz entfernt, da dieser Bitterstoffe enthält, die nicht im Sirup landen sollten.

Dann werden die Blütenblätter unter fließendem Wasser abgespült, um Staub und kleine Käferchen zu entfernen. Der Sirup wird übrigens geschmacksintensiver, wenn du zwei bis drei Rosensorten mischt.

Die gesäuberten Blütenblätter gebe ich in eine hitzebeständige Schüssel.

Nun wird das Wasser zusammen mit dem Zucker unter ständigem Rühren so lange aufgekocht, bis die Flüssigkeit klar ist.

Lass sie etwas abkühlen, bis sie nicht mehr kochend ist, und gieße sie erst dann über die Rosenblüten, damit das ätherische Öl der Rosen sein Aroma vollständig entfalten kann.

Nachdem das Gemisch etwas abgekühlt ist, reibe ich die Schale einer unbehandelten Zitrone hinein und rühre sie unter.

Dann deckst du das Gefäß mit der Rosenblütenmischung ab und lässt es zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur stehen. Je länger die Rosenblüten einwirken und je mehr rote Blütenblätter in der Mischung enthalten sind, desto intensiver wird das Geschmacks- und Farbergebnis.

Nach der Einwirkzeit wird der Ansatz durch ein Mull- oder Baumwolltuch gefiltert. Mit dem Tuch lege ich ein Sieb aus und gieße die Flüssigkeit samt den Rosenblüten hinein. Die Blütenblätter darfst du beim Abseihen leicht auspressen.

Nun wird der Sud zusammen mit der Zitronensäure nochmal unter Rühren zum Kochen gebracht.

Und schon ist dein Rosenblütensirup fertig und du kannst ihn in heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

 

 

Der Sirup sollte an einem dunklen, kühlen Platz gelagert werden. Im Kühlschrank ist er mehrere Monate haltbar.

In einer schönen Flasche, verziert mit einem Etikett, ist der Rosenblütensirup ein schönes Geschenk aus der eigenen Küche.

 

Viel Freude bei der Zubereitung!

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Sonnenaufgangstour zum Jägerkamp

Ich habe mich dazu entschieden, dir meine absolute Lieblingstour zu zeigen. Nämlich zum Jägerkamp (1.746 m), von dem man die beste Aussicht auf unseren Schliersee hat. Noch dazu in einem ganz besonderen Moment: wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Als kleine Motivation: Ich bin selbst kein Frühaufsteher, und man braucht etwas Überwindung, um in der Dunkelheit loszuwandern. Aber: Es lohnt sich! Am besten gehst du am Abend zuvor früh ins Bett und richtest dir dein Gepäck schon fertig zusammen. So sparst du dir Zeit und kannst noch etwas länger schlafen. Das Wichtigste ist ausreichend Essen und Trinken, ein weiteres Must-have ist eine helle Stirnlampe. Wenn du gerne fotografierst, brauchst du eine Kamera. Bitte rechne genügend Gehzeit mit ein, da du ja pünktlich zum Sonnenaufgang da sein möchtest. Ich bin um 03:00 Uhr losgegangen und war um circa 05:00 Uhr oben am Gipfel. Du brauchst also jeweils circa zwei Stunden. Erkundige dich vorher im Internet, wie das Wetter wird, und informiere dich über die genaue Zeit des Sonnenaufgangs.

 

Aufstieg

Ausgangspunkt ist linker Hand der Parkplatz am Spitzingsattel (Parkgebühr 5 €).

Es ist insgesamt eine mittelschwere Wanderung, da man oft auf steinigen Wegen unterwegs ist. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind also Voraussetzung!

Du startest in südlicher Richtung und steigst den Hang über viele Serpentinen hinauf. Du gelangst in den Wald, von dem der Pfad weiterhin bergauf führt, bis du den Wald verlässt und dann den oberen Weg Richtung Schönfeldhütte wählst. Du folgst dem Weg, bis du ein paar kleinere Almhütten erreichst, und gehst weiter bis zur Schönfeldhütte. Von da aus nimmst du die linke Verzweigung zu den oberen Schönfeldalmen, die unterhalb des Jägerkamps liegen. Nach den Almen geht es deutlich bergauf. Nun müsste es auch schon dämmern ‒ leg deine Stirnlampe aber erst ab, wenn es hell genug ist. Die Steigung und die schroffe Beschaffenheit des Pfades solltest du nicht unterschätzen.

Bei der Verzweigung biegst du links ab und wanderst in die Einsattelung von Benzingspitz und Jägerkamp hinauf Richtung Gipfel. Mit etwas Glück kannst du wie ich sogar Gämse sehen! Hast du alles zeitlich gut geplant, schaffst du es pünktlich zum Sonnenaufgang.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Mach es dir am Gipfelkreuz gemütlich und genieße die Aussicht. Ich habe mir selbst einen Kaffee mitgenommen und etwas Obst. Auf solchen Höhenmetern ist es recht windig, weshalb ich mir noch etwas Wärmeres angezogen habe. Dann heißt es warten, bis endlich die Sonne blutrot emporsteigt und der Himmel in warmen Orange- und Rosatönen zu brennen scheint.

Du kannst den Schliersee von oben sehen, den Wendelstein und die Aiplspitz in der Richtung, wo die Sonne aufgeht, und hinter dir das ganze Karwendelgebirge und noch viel mehr. Dieses Naturschauspiel wird dich sicher genauso beeindrucken wie mich.

 

Abstieg

Beim Abstieg kannst du den gleichen Weg wieder zurückgehen oder alternativ als Rundweg über den Südwestgrat und über die Jägerbauernalm. Möchtest du eine anspruchsvolle Bergwanderung machen, kannst du auch die Aufstiegsroute zum Jägerkamp über die Schönfeldhütte mit der Aiplspitz kombinieren.

 

 

 

 

Anna Menhart Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

Geocaching – Auf digitaler Schatzsuche durch Schliersee

Schätze wurden zur Zeit der Hohenwaldecker oben auf der Burg, hoch über dem Schliersee, aufbewahrt. Heute steht dort nur noch eine Ruine, und ein vermuteter Goldschatz wurde nie gefunden. Aber Schätze sind in Schliersee immer noch viele versteckt. Digitale Schatzkarten dazu findest du im Internet. Ja, ich rede vom Geocaching.

Um eine kleine Einführung in die Welt des Geocachens zu bekommen, treffe ich mich mit dem Schlierseer Geocaching-Experten Peter. Mit dabei sind Kuramtsleiter Mathias Schrön und Gemeindegärtner Reiner Pertl. Peter liebt die digitale Schatzsuche und konstruiert eigene Caches. Er führt uns durch Schliersee und zeigt uns an Beispielen, wie viel Spaß Geocaching macht und wie es funktioniert.

 

 

 

Das prämierte Schlierseer Buchstaben-Sudoku

Mit dem Schlierseer Buchstaben-Sudoku hat Peter 2019 den ersten Platz beim Geocaching Wettbewerb in München belegt. Darauf ist er besonders stolz.

Und das Schlierseer Buchstaben-Sudoku probiere ich dann am nächsten Tag auf eigene Faust auch gleich mal aus. Es ist eine digitale Schnitzeljagd durch Schliersee, bei der du 81 abgebildete Fotomotive in der Wirklichkeit finden musst. Es helfen dir dabei die angegebenen Koordinaten. Du musst mindestens 17 Fotos richtig zuordnen, um das Sudoku lösen zu können. Je mehr „Fotos“ du findest, desto leichter wird das Rätsel. Hast du das Sudoku und deine „Matheaufgaben“ richtig gelöst, bekommst du die Koordinaten zu einem geheimen Ort und kannst den Schatz heben. Es hat tatsächlich wahnsinnig viel Spaß gemacht, und ich kann es nur empfehlen. Wir haben sogar das geplante Abendessen ausfallen lassen, nur schnell ein paar Brote geschmiert und sind noch mal los, bis es dunkel war. Der Ehrgeiz hatte uns gepackt. Wir hatten bis zum Abend genügend Buchstaben gesammelt, um das Sudoku zu lösen. Die ermittelte Zahl war richtig, und wir bekamen die Koordinaten des Verstecks. So konnten wir am nächsten Morgen direkt zum „Final“ gehen und uns voller Stolz ins hinterlegte Buch eingetragen. Das war sicher nicht unser letztes Geocaching-Erlebnis.

 

Was brauchst du für ein Geocaching-Abenteuer?

Ich habe vor vielen Jahren den Cache auf der Insel Wörth gesucht und gefunden. Damals war das GPS von meinem Handy noch sehr ungenau. Den Schatz zu heben, war mehr Glückssache. Heute kannst du die Wegpunkte auch mit dem Smartphone perfekt finden.

Melde dich unter https://www.geocaching.com/ mit einem kostenlosen Account an. Dann eröffnen sich beim Eingeben von SCHLIERSEE im Suchfeld unzählige Vorschläge. Zum Finden der Wegpunkte brauchst du eine GPS-App. Du kannst beispielweise in der App Karten Koordinaten für Android oder GPS&Maps für Apple die Koordinaten eingeben, dann wird dir der entsprechende Wegpunkt angezeigt. Wenn du dich mit deiner App vertraut gemacht hast, geht das einfach. Am Anfang musste ich ein bisschen ausprobieren, wie man die Koordinaten richtig eingibt. Also nicht verzweifeln. Durchhaltevermögen und Pioniergeist sind beim Geocaching grundsätzlich gefragt.

 

 

Tipp von Peter: Du kannst, wenn du dir die Caches aus Schliersee anschaust, viel über die Gegend erfahren. In den Kommentaren kannst du lesen, wo etwa ein Kuchen besonders gut geschmeckt hat. Auf den hochgeladenen Fotos siehst du, wie schön es bei uns ist, und du erfährst auch viel über wenig begangene Wanderwege, oder wo du kostenlos parken kannst. Einfach mal ein bisschen stöbern.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee