Die Königsperchten in Schliersee 2026

Gestern waren die Königsperchten zu Besuch in Schliersee. Als ich am Markus Wasmeier Freilichtmuseum ankomme, ist der Parkplatz bereits fast voll. Ich muss lächeln, denn ich freue mich. Es ist einer dieser Abende, an denen man sofort spürt, dass hier etwas Besonderes passiert.

Der Schnee knirscht unter den Schuhen, alles ist weiß und es herrscht klirrende Kälte. Markus Wasmeier sagt lachend zu mir: „Ich fühle mich schon fast wie beim Weihnachtsmarkt!“ Und er hat recht. Ich schau auf den Hügel, oben leuchtet der Weihnachtsbaum und die Kinder sausen mit ihren Schlitten den Hang hinunter. Und das, obwohl das Freilichtmuseum eigentlich im Winterschlaf ist und nur heute für diese besondere Veranstaltung geöffnet hat. Lukas Wasmeier steht gemeinsam mit seiner Oma am Glühweinstand. Jeder Besucher wird mit einem freundlichen Lächeln bedient. Vroni und Monika machen frische Crêpes. Perfekt! Man merkt sofort, dass hier niemand einfach nur einen Job macht. Markus selbst ist mittendrin. Er begrüßt die Gäste und posiert für das ein oder andere Selfie. Auch viele der Mitarbeiter des Museums, die im Sommer als Hofbetreuer, in der Gastronomie, in der Verwaltung oder an der Kasse arbeiten, sind heute gekommen. Als es dunkel wird, beginnt das Singspiel. Der Stern sagt: „Was machen Menschen, wenn sie eine Sternschnuppe sehen? Sie wünschen sich etwas, weil in dem Moment der Himmel ein Stück näher ist.“ Für einen Augenblick ist es ruhig, fast andächtig. Rundherum stehen die Besucher, schauen ins Feuer, hören das Knacken und Knistern der Holzscheite.

Und dann passiert es. Plötzlich poltern die wilden Perchten mitten in den Kreis. Die lauten Glocken scheppern, Felle schwingen, Masken leuchten im Feuerschein und wilde Geräusche durchbrechen die Stille. Der Kontrast könnte größer kaum sein. Genau das macht den Reiz aus. Das Singspiel der Königsperchten zieht alle in seinen Bann. Die Heiligen Drei Könige singen und segnen das Haus. Danach stehen Familien, Paare, Freunde, Nachbarn und Urlauber noch zusammen, trinken Glühwein und lassen den Abend auf sich wirken.

Zum Schluss bleibt nur eines zu sagen: Danke. Danke liebe Königsperchten für den wunderschönen Abend! Aber Danke auch an Markus, Gitti, Lukas, Vroni und das gesamte Museums-Team, dass ich jedes Mal so herzlich bei euch empfangen werde. Unkompliziert, offen und liebevoll. Vielen Dank für die tolle Zusammenarbeit und für die vielen wunderbaren Bilder und Videos, die ihr mir mit dem Freilichtmuseum an sich und den vielen Veranstaltungen ermöglicht. Das ist grandios. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist eine riesige Bereicherung für Schliersee. Nicht nur an solchen besonderen Winterabenden, sondern das ganze Jahr über. Ich freu mich schon auf die Saisoneröffnung im Frühling.

Kirchliche Termine zu Weihnachten in Schliersee

Was machst du an Weihnachten? Gehört ein Kirchenbesuch für dich zum Fest dazu? In Schliersee und in den Ortsteilen Westenhofen, Neuhaus, Fischhausen und Spitzingsee kannst du dir genau das aussuchen, was zu dir passt. Es gibt Feiern für Familien, Christmetten am Abend und in der Nacht und am ersten Weihnachtstag die Hochämter. Du kannst einfach kommen, auch wenn du sonst nicht regelmäßig in der Kirche bist. Begleitet werden die Feiertage von Pfarrer Hans Sinseder, Pfarrer i. R. Herbert Weingärtner und Diakon Joachim Baumann, die in den verschiedenen Kirchen in Schliersee die Gottesdienste feiern und gestalten.

Am Heiligabend beginnt der Tag mit einer ökumenischen Christmette um 10:30 Uhr im Altenheim St. Elisabeth. Am Nachmittag stehen die Familien im Mittelpunkt. Um 16:00 Uhr finden Kinderkrippenfeiern in St. Josef Neuhaus und in St. Sixtus Schliersee statt. Hier wird die Weihnachtsgeschichte einfach erzählt und viele Familien nutzen diese Feiern als festen Bestandteil ihres Tagesablaufs am Heiligen Abend.

Feierliche Christmetten

Um 18:00 Uhr wird in Westenhofen in der Kirche St. Martin Christmette gefeiert. Um 22:00 Uhr beginnt die Christmette in Fischhausen St. Leonhard, musikalisch gestaltet von Victoria Rothholz an der Orgel.

Das könnte dir gefallen: In Schliersee St. Sixtus startet um 23:00 Uhr die Christmette mit Ilona Mayr an der Harfe, die Leitung hat Diakon Joachim Baumann. In dieser Feier wird auch die Krippe niedergelegt. Dabei wird das Jesuskind feierlich in die leere Krippe gelegt. Dieser Moment gehört für viele fest zum Heiligen Abend und macht die Weihnachtsbotschaft sichtbar.

 

Wer eine ganz besondere Atmosphäre erleben möchte, kann um Mitternacht die Christmette in St. Bernhard oben am Spitzingsee besuchen. Sie wird von Pfarrer Hans Sinseder gefeiert und musikalisch von Kathi und Anna Fichtner an Harfe und Hackbrett sowie Victoria Rothholz an der Orgel gestaltet.

Auch über die Feiertage hinaus ist in Schliersee einiges geboten

Das könnte dir gefallen: Der Förderkreis Kirchenmusik St. Sixtus lädt am Sonntag, 28. Dezember um 18:00 Uhr zum Konzert „Ohrenschmaus zwischen den Jahren“ in St. Sixtus ein, mit gregorianischem Gesang sowie Musik für Orgel und Harfe.

Zum Jahresausklang gibt es am Dienstag, 30. Dezember um 19:00 Uhr in St. Sixtus Schliersee ein Weihnachtssingen mit dem Schlierseer Alpenchor. Am 1. Januar um 18:00 Uhr wird dort eine Eucharistiefeier mit Weihnachtsliedern für Solo und Orchester gefeiert, begleitet vom Kammerorchester St. Sixtus.

Wer unsere Kirchen einmal genauer kennenlernen möchte, hat dazu am Montag, 29. Dezember und 5. Januar 2026 um 14:00 Uhr Gelegenheit. Die Dreiklang-Kirchenführung von Mechtild Manus führt durch die Christus Kirche, St. Sixtus und St. Georg. Anmeldung in der Gäste-Information Schliersee. Schlierseer Kirchendreiklang – Schliersee Magazin

Bitte informiere dich vorab, ob die Veranstaltungen wie angegeben stattfinden: Aktuelle Hinweise findest du unter https://www.pv-schliersee-neuhaus.de/index.php?id=51

 

 

Hohenwaldeck-Runde

Heute ist dein Herbsttag in Schliersee. Die Luft ist klar, das Licht weich und warm. Viele Bäume haben schon ihr Laub verloren, doch die wenigen Kronen mit Restblättern leuchten jetzt umso intensiver. Nutze diese Tage, bevor der erste Schnee kommt, für eine kleine Wanderung.

 

Hohenwaldeck-Runde

Starte am Unterleiten-Parkplatz und gehe über die Teerstraße zur Oberleiten und weiter über die Almwiesen in Richtung Hohenwaldeck. Ich bin erst nach Mittag unterwegs. Das ist erstmal kein Problem, da die Sonne herrlich die Almwiesen anleuchtet. Im Wald wird es schattig und der Pfad steigt stetig an, bevor er dann am Hang entlangführt. Du solltest hin und wieder stehen bleiben und zurückschauen, denn zwischen den Ästen blitzt immer wieder Schliersee durch. Dann erreichst du die Burgruine Hohenwaldeck. Sie wurde vor einem Jahr nach einer längeren Sanierungsphase wiedereröffnet und auch die Informations-Tafeln, die Geschichte erklären und Geschichten erzählen, stehen nun. Es ist spannend ein wenig in die Geschichte einzutauchen. Plötzlich zieht Nebel durch die Bäume. Die herrliche Novembersonne scheint nur noch auf die Kirche St. Martin in Westenhofen. Das Lichtspiel ist vom Aussichtspunkt besonders schön anzuschauen. Der mystische Nebel in den Bäumen passt zur Burgruine. Der Abstieg nach Fischhausen ist steil, deshalb sind feste Schuhe sind Pflicht. Mit Stöcken gehst du entspannter und sicherer, besonders wenn feuchtes Laub die Wurzeln verdeckt. Unten gehst du am See entlang zurück nach Schliersee. Die Dämmerung kommt schneller als gedacht. Pack dir eine kleine Stirnlampe ein, wenn du wie ich erst nach Mittag losgehst.

Und nimm dir eine Brotzeit mit. Ich habe diesmal bei Cristian im Jennerwein am Schlierseer Bahnhof belegte Semmeln gekauft und sie am Aussichtspunkt an der Hohenwaldeck mit Blick über den Schliersee gegessen. In der Natur schmeckt eine Brotzeit doch immer besonders gut. Dazu am besten ein heißer Tee oder Kaffee aus der Thermosflasche.

In Zahlen: Du kommst auf etwa sechs Kilometer, rund 250 Höhenmeter und ungefähr zweieinhalb Stunden Gehzeit mit Fotostopps. Diese Runde verbindet Almwiesen, einen Waldpfad über Wurzeln, eine Prise Geschichte und den Uferweg am Schliersee.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Zehn Jahre Schliersee Magazin: Geschichten für Urlaubsgäste und Einheimische

Zum 10-jährigen Jubiläum unseres Schliersee Magazins habe ich mit unserer Redakteurin Judith gesprochen, stellvertretend für das gesamte Redaktionsteam. Vor zehn Jahren wurde das Magazin von der Gäste-Information Schliersee entwickelt. Was ursprünglich als Angebot für unsere Gäste gedacht war, ist heute auch für viele Einheimische eine feste Adresse im Netz.

Judith, wenn du auf zehn Jahre Schliersee Online-Magazin zurückblickst: Welche Artikel oder Online-Projekte sind dir bis heute am meisten im Kopf geblieben und warum?

Besonders hängen geblieben ist mir der Artikel „Almbutter von der Oberen First“. An diesem Drehtag war ich von Anfang an dabei: erst beim Melken, dann beim Buttern. Zum Abschluss habe ich mit Margareth auf der Oberen First bei einer Brotzeit die frische Almbutter genossen. Überhaupt bedeuten mir alle Geschichten viel, in denen es um Traditionen und Landwirtschaft in Schliersee geht. Sehr gerne denke ich aber auch an das Skijöring zurück, über das ich zweimal berichten durfte. Trotzdem wäre es nicht richtig, mich auf ein Thema zu begrenzen, weil ich über so viele unterschiedliche und spannende Menschen und Dinge berichten durfte. Mein Jubiläums-Reel von A – Z zeigt die große Bandbreite. Gerade diese Vielfalt macht für mich den Reiz am Schliersee Magazin aus. Als Projekt ist auf jeden Fall der Online-Adventskalender für mich etwas Besonderes. Er hat mir noch mehr Freiheit gegeben, mir selbstständig die Themen zu erarbeiten und die Adventskalendertürchen mit Leben zu füllen. Heuer schon zum siebten Mal.

Wie hat sich deine Arbeit als Redakteurin in diesen zehn Jahren verändert, zum Beispiel durch neue Technik und Social Media?

Seit Ende 2016 hat sich meine Arbeit stark verändert. Damals haben wir begonnen, zu den Artikeln vermehrt Videos zu produzieren. Nach und nach sind aus Beiträgen mit Text und Fotos Beiträge geworden, zu denen fast immer auch ein Video gehört. Mein erstes Video habe ich im Schlierseer Strandbad gedreht. Wir posten die Artikel auf Social Media, was oft große Reichweiten bringt. Ich mache gerne Fotos und ich schreibe auch sehr gerne Texte, aber Videos mache ich am liebsten. Sobald ich von einem Videodreh nach Hause komme, setze ich mich ans Laptop und schneide, einfach weil ich es gerne mache.

Inzwischen begleitest du das Schliersee Magazin seit zehn Jahren. Wie hat sich das Magazin in dieser Zeit entwickelt?

Unser erstes Redaktionsmeeting fand vor zehn Jahren im Forum der Vitalwelt statt. Damals hatten die Ideengeber des Schliersee Magazins, Kuramtsleiter Mathias Schrön sowie Daniel und Karl, in die Gäste-Information eingeladen. Ich bin seit diesem ersten Treffen dabei und habe Schritt für Schritt miterlebt, wie sich das Schliersee Magazin entwickelt hat. Auch die Anzahl der Redakteure hat sich im Laufe der Jahre immer wieder verändert, insgesamt waren wir über fünfzehn. Ich freue mich, dass vor etwa einem Jahr Simon Pertl von der Gäste-Information Schliersee, unterstützt von der Auszubildenden Franziska Greil, die Redaktionsleitung übernommen hat. Die beiden bringen frische Gedanken ein und gemeinsam entwickeln wir die Ideen weiter. Vor zehn Jahren hatten wir vor allem unsere Urlaubsgäste im Blick. Inzwischen folgen uns auch viele Einheimische, weil wir beispielsweise aktuell über Veranstaltungen und Neueröffnungen berichten. Das freut mich sehr.

Was bedeutet dir persönlich das Schliersee Magazin? Gibt es Erfahrungen oder Begegnungen aus diesen zehn Jahren, die du ohne das Magazin nie gemacht hättest?

Im Laufe der zehn Jahre durfte ich viele Schlierseer kennenlernen. Mich begeistert, mit wie viel Freude die Menschen ihre Berufe ausüben und unsere Traditionen leben. Ich bin sehr dankbar, dass ich das dokumentieren darf. Ganz besonders möchte ich mich bei Kuramtsleiter Mathias Schrön bedanken, der mir sein Vertrauen geschenkt hat und mit dem ich viele der Themen erarbeitet habe. Seine Art, Schliersee zu denken und zu erzählen, hat mich geprägt und begleitet mich bis heute in meiner Arbeit.

Vielen lieben Dank für das Gespräch, Judith.

Ich bedanke mich beim gesamten Redaktionsteam für zehn Jahre Schliersee Magazin. Es ist zu einem festen Bestandteil unseres Gemeindelebens geworden und begleitet hoffentlich weiterhin viele Menschen in Schliersee und unsere Urlaubsgäste.

 

Franz Schnitzenbaumer

Franz Schnitzenbaumer

Erster Bürgermeister von Schliersee seit 2006

Gelungene Leonhardifahrt trotz Regen

Danke an alle für diese großartige Leonhardifahrt von Schliersee nach Fischhausen heute. 42 Gruppen waren dabei und haben, trotz starker Regenschauer, für einen sehr schönen und würdigen Tag gesorgt.

Es war nicht nur für mich mit der Fotoausrüstung eine Herausforderung. Auch für alle Teilnehmer mit ihren schönen Gewändern und Fahnen und ganz besonders für die Musikanten war es im Regen nicht leicht auszuhalten. Umso größer war die Freude, als der Regen nachließ und sogar kurz die Sonne herausblitzte, auch wenn es nur für einen Moment war.

Aus Liebe zur Tradition

Bei der Ankunft in Fischhausen, beim Umritt und vor der Heimfahrt Richtung Schliersee sowie in Richtung Bayrischzell und Fischbachau wurden Pferde, Reiter und Trachtler von Pfarrer Hans Sinseder und Diakon Joachim Baumann gesegnet. Der Gottesdienst auf der Wiese hinter der Kirche wurde von unserer Schlierseer Blasmusik musikalisch begleitet. Zum Abschluss haben viele Teilnehmer den Tag im Schlierseer Bauerntheater ausklingen lassen, bei einem gemeinsamen Essen vom Restaurant Xaver/Terofal und Musik der Schlierseer Blasmusik. Mir wurde erzählt, dass die ersten Teilnehmer bereits um 3:00 Uhr in der Früh in den Ställen standen, um die Pferde zu striegeln und alles vorzubereiten. Auch unsere Trachtlerinnen stehen sehr früh auf, um sich für diesen besonderen Tag fertig zu machen. Auf diese Liebe zur Tradition sind wir in Schliersee sehr stolz.

Ein besonderer Dank gilt auch unseren Blaulichtorganisationen: Die Mitarbeiter von Polizei und Feuerwehr an den Straßensperren waren sehr freundlich und hilfsbereit und haben für einen reibungslosen Ablauf gesorgt. Das BRK war sofort zur Stelle, wenn Hilfe benötigt wurde. Ein herzliches Dankeschön geht außerdem an alle Helfer sowie die Zugordner, die den Zug abgesichert und im Hintergrund viel Arbeit übernommen haben.

Wenn du die Leonhardifahrt von Schliersee nach Fischhausen heute verpasst hast, solltest du dir den Termin für 2026 gleich vormerken: 8. November 2026

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Eröffnung des Schlierseer Kulturherbstes 2025

Wenn das rote „K“ vom Kirchbichl grüßt, weiß man es ist wieder Kulturherbstzeit. Gestern fand die feierliche Eröffnung des Schlierseer Kulturherbstes in der Vitalwelt statt und ich durfte als offizielle Fotografin von Anfang an dabei sein. Als ich mich der Vitalwelt näherte, wusste ich sofort: dieser Abend wird besonders.

Kamera raus, Klick. Gänsehaut

Der rote Teppich gehört traditionell zur Eröffnung, aber dieses Mal war es irgendwie noch schöner als sonst. Die Fassade der Vitalwelt war in ein leuchtendes Rot getaucht, bewegte Muster zogen sich über die große Fassade, als würde das bekannte Gebäude selbst in Feierlaune sein. Ich blieb kurz stehen, um diesen Moment festzuhalten. In der Vitalwelt warteten Prosecco, Orangensaft und liebevoll vorbereitete Häppchen vom Restaurant Charivari auf die geladenen Gäste. Schon bald trat Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ins Rampenlicht und begrüßte das Publikum. Und er hatte Recht mit dem, was er sagte: Der Schlierseer Kulturherbst ist ein besonderes Festival. Es bietet Raum für Kunst, für Austausch und Begegnung. Besonders spannend war es, als sich die Türen zum Forum öffneten und den Blick auf die Ausstellung „Schein und Sein“ freigaben. Die Werke von Hans-Günther Kaufmann und Andreas Kuhnlein könnten unterschiedlicher nicht sein und doch sprechen sie eine gemeinsame Sprache. Begeisternd!

Kunst öffnet den Geist, regt an zu diskutieren, führt zueinander

Es wurde nicht nur geschaut, sondern auch geredet, diskutiert und gelacht. Und ja, ich habe mich in so mancher Skulptur selbst wiedergefunden. Franz Schnitzenbaumer brachte es auf den Punkt: „Schein und Sein, das sind wir alle! Schein – ist das, was wir nach außen zeigen. Sein – ist das, was wir nur selbst wissen.“ Die Werke von Andreas Kuhnlein zeigen genau das: zwei Figuren, ein Mensch. Einmal mit Maske und einmal mit Wahrheit. Und auch Hans-Günther Kaufmanns Bilder fordern dazu auf, genauer hinzusehen. Was ist Realität, was Wirklichkeit? Wie wollen wir gesehen werden, und was davon ist echt? Am Rande der Ausstellung gab es viele Gespräche, neue Ideen wurden gesponnen (Danke Ursula!), Bekanntschaften vertieft und auch einfach geratscht.

Danke lieber Johannes!

Besonders schön war die herzliche Begrüßung von Johannes Wegmann. Es war spürbar, wie sehr er als Initiator und Herzstück des Kulturherbstes geschätzt wird. „Schön, dass du da bist“, sagte Franz. Ich glaube, das ging vielen so.

Die Ausstellung „Schein und Sein“ ist noch bis 31. Oktober in der Vitalwelt zu sehen. Wer sich intensiver mit den Gedanken der Künstler beschäftigen möchte, sollte sich den Abend „Glamour und Licht“ am 30. Oktober vormerken. Da sprechen Kuhnlein und Kaufmann noch einmal über die Skulpturen und Bilder. Heute Abend geht es direkt weiter mit Gerhard Polt und den nouWell cousines im Bauerntheater. Die Veranstaltung ist ausverkauft, aber für das Wochenende gibt es noch Karten: Am Samstag erwartet uns das Live-Hörspiel „Jennerwein“ mit Musik vom Art Ensemble of Passau, und am Sonntagvormittag die Matinee „Routiniers der Blasmusik“ unter der Leitung von Gottfried Veit. Es geht also gleich grandios weiter.

Karten bekommst du in der Gäste-Information Schliersee, online bei München Ticket oder an der Abendkasse. Tickets für Kulturherbst Schliersee 2025 | München Ticket

Gestern war mehr als ein Auftakt. Es war ein Abend, der zeigt, wofür der Schlierseer Kulturherbst steht: Für Tiefe, Begegnung, Vielfalt und Inspiration. Ich freue mich auf alles, was noch kommt.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Fleckerls Blumenweg: ein leichtes Gipfelerlebnis für die ganze Familie

Heute bin ich am Spitzingsee mit der Stümpflingsesselbahn raufgefahren und habe Fleckerls Blumenweg ausprobiert. Der Weg ist angenehm breit und in etwa 20 Minuten bergauf war ich am Roßkopf. Für Familien mit Kindern ist er damit genau richtig, weil er kurzweilig ist, ohne anstrengend zu sein. Und das Schöne daran: Mit der Stümpflingbahn kommt ihr bequem nach oben und habt so ein relativ einfaches Gipfelerlebnis.

 

Tipp: Feste Schuhe gehören in den Bergen immer dazu.

Stempel-Spaß

Entlang des Weges sind kleine grüne Geocache-Dosen versteckt, die ihr mit einer Schatzkarte suchen könnt. Die Karte gibt es an der Tal- und Bergstation. Zur Unterstützung sind Fotos und Koordinaten abgebildet, die euch näher an die richtige Stelle führen. In jeder Dose steckt ein Stempel, mit dem ihr eure Schatzkarte füllen könnt. So bleibt ihr immer wieder stehen, schaut genauer hin und entdeckt kleine Blumen und Pflanzen, die euch sonst vielleicht entgehen würden. Dieses Innehalten und genaue Hinschauen machen für mich den besonderen Reiz von Fleckerls Blumenweg aus. Oben am Roßkopf öffnet sich der Rundumblick auf die umliegenden Berge. Herrlich!

Kleine Belohnung

Und wenn eure Kinder es schaffen, die Schatzkarte komplett zu stempeln, wartet an der Bergstation eine kleine Überraschung. Ich verrate nicht, was es ist, nur so viel: Sie können die Belohnung gleich oben gebrauchen.

Einkehr in der Jagahüttn

Zur Freude der Kinder gibt es an der Bergstation eine Kugelbahn. Holzkugeln können an einem Automaten gekauft werden. Ich habe mich auf die Terrasse der Jagahüttn gesetzt, einen Cappuccino getrunken und die Sonne genossen. Wer gerne rasant unterwegs ist, fährt mit den Mountaincarts ins Tal. Ihr könnt natürlich auch auf dem Wanderweg hinuntergehen. Ich habe den Sessellift genommen.

Die Stümpflingbahn ist das ideale Ziel für Familien, die jetzt nach Ferienende Lust auf einen Ausflug haben. Der Weg ist leicht und mit Fleckerls Blumenweg voller kleiner Entdeckungen. Dazu kommen die Kugelbahn an der Bergstation der Stümpflingbahn, die Jagahüttn und die Mountaincarts. Eine herrliche Auszeit für die ganze Familie!

Die Stümpflingbahn fährt regulär bis 5. Oktober 2025, danach im Oktober nur an den Wochenenden.

Aktuelle Infos: Alpenbahnen Spitzingsee

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Almabtrieb von der Ankelalm 2025

Gestern war Almabtrieb von der Ankelalm (1311 Meter) bei uns in Schliersee. Die drei Landwirte und ihre Helfer machten sich mit ihren festlich geschmückten Tieren auf den Weg ins Tal zum Probsthof, Ehardhof und Schnapperwirt. Mit etwas Abstand sind die Gruppen gut im Tal angekommen. Da der Almsommer unfallfrei verlaufen ist und es keine Todesfälle gab, wurden die Tiere feierlich „aufgebuscht“. Das ist eine besondere Freude!

Die erste Gruppe (Probsthof) kam über die Waldschmidtstraße zum Bahnhof Fischhausen- Neuhaus.

Hier noch ein Short von der zweiten Gruppe (Familie Stöger): Almabtrieb von der Ankelalm

Leider habe ich die letzte Gruppe der Familie Leitner vom Ehardhof verpasst. Ein herzliches Dankeschön an alle, die diese wertvolle Tradition bewahren und lebendig erhalten.

Judith Musterfrau

Judith Weber

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Ein neues Gipfelkreuz für den Rohnberg

Wann warst du das letzte Mal auf dem Rohnberg? Für mich war es am Mittwoch und es war ein besonderer Anlass. Am Nachmittag wurde das neue Gipfelkreuz aufgestellt.

Zuerst wurde es in der Zimmerei Gruber verladen und ich durfte mit hinauffahren. Kurz vor dem Gipfel war allerdings Schluss. Nun musste das Kreuz von Hand den stellenweise steilen Pfad hinaufgetragen werden. Die acht Männer packten gemeinsam an und meisterten die letzten Höhenmeter mit ihrem schweren, aber besonderen Transport.

Einmal im Leben bei so einem Moment dabei zu sein, ist etwas ganz Besonderes. Dieses Gefühl haben alle gespürt, die dabei waren. Wann hat man schon die Möglichkeit, ein Gipfelkreuz aufzustellen – noch dazu in der Heimat?

Oben angekommen wurde geschraubt, mit der Wasserwaage geprüft und das Rohnbergschild angebracht. Die ersten Urlauber waren auch schon vor Ort und zeigten sich begeistert. Sie hatten sich gerade über die Holzreste des alten Gipfelkreuzes gewundert, die neben einem Baum am Boden lagen. Dieses war 30 Jahre am Rohnberg gestanden und inzwischen stark verwittert und morsch und auch bereits zersägt. Umso überraschter waren die Urlauber, als vor ihren Augen ein neues Kreuz aufgestellt wurde. Für sie sicher ein ganz besonderes Urlaubserlebnis.

Vielen Dank, lieber Karl Hiermeyer
Die Idee für das neue Gipfelkreuz hatten Karl Hiermeyer und seine Freunde. Sie wollten einfach Danke sagen, dass alle in ihrer Runde wohlauf und am Leben sind. Das Kreuz haben sie komplett selbst organisiert, finanziert und mit viel Eigenleistung umgesetzt. Oft heißt es, vom Rohnberg habe man vor lauter Bäumen keine Sicht. Ganz stimmt das nicht. Der Blick in Richtung Wendelstein ist frei und Karl Hiermeyer träumt davon, dass vielleicht irgendwann ein paar Bäume gefällt werden, um auch den herrlichen Blick auf den Schliersee mit der Insel Wörth zu öffnen.

Das neue Kreuz ist schlicht, aus Eichenholz gefertigt, stabil und wetterfest. Die Bank daneben, frisch vom Schlierseer Bauhof gefertigt, lädt zum Verweilen ein.

Tipp: Diese Woche, am Mittwoch, 13. August 2025, um 17:00 Uhr, wird Diakon Alois Winderl das Kreuz, wenn das Wetter mitspielt, in einem kleinen Festakt segnen. Das solltest du nicht verpassen.

Vom Bahnhof Schliersee aus erreichst du den 1257 Meter hohen Rohnberg in etwa zwei Stunden. Auf den drei bis fünf Kilometern (je nach Aufstiegsroute) sind knapp 500 Höhenmeter zu überwinden. Wer den Aufstieg verkürzen möchte, kann mit der Schliersbergbahn zur Schliersbergalm fahren und von dort in gut 45 Minuten die verbleibenden 200 Höhenmeter bis zum Gipfel gehen. Denke an festes Schuhwerk – das letzte Stück zum Gipfel kann matschig sein.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.