Schlagwortarchiv für: Weihnachten

Nachhaltig schenken – mit Arktis-Expertin Birgit Lutz aus Schliersee

Was macht ein Geschenk nachhaltig wertvoll: Dass es Freude bereitet? – Definitiv! Dass es von Herzen kommt? – Absolut! Für Autorin und Arktis-Expertin Birgit Lutz bedeutet nachhaltiges Schenken zum Weihnachtsfest aber mehr als das: Die Wahl-Schlierseerin hat für uns einen Gabentisch gedeckt, der auf regionale Produkte und Angebote setzt, auf nachhaltige Materialien und auf handgemachte Geschenke.

 

 

„Ich wohne in Schliersee und bin sehr viel in der Arktis unterwegs, wo ich auch ein Plastikforschungsprojekt für das Alfred-Wegner-Institut begleite“, sagt Birgit Lutz. „Ich war oft ziemlich traurig, als ich gesehen habe, wie viel Plastikverpackung wir gerade dieses Jahr wieder verbrauchen.“ Was tun? Für das Schliersee Magazin hat Birgit Lutz darüber nachgedacht, wie wir gerade zu Weihnachten mit Bedacht schenken können.

 

Regional, selbst gemacht, aus guten Materialien

 

Drei Punkte sind der Vortragsrednerin und Expeditionsleiterin dabei wichtig: „Ich finde es super, Produkte aus der Region zu kaufen, damit wir unsere lokalen Läden unterstützen“, sagt sie. „Ich achte auf gute, langlebige Materialien – und versuche, Plastik zu vermeiden. Und: Ich empfehle immer, etwas Selbstgemachtes zu verschenken. Denn damit verschenkt ihr schließlich eure Zeit – was gibt es Wertvolleres?“

 

Hier kommen Birgit Lutz‘ Tipps für den nachhaltigen Gabentisch:

 

 

#1 Semmel- und Brotsackerl zum Wiederbefüllen

 

„Meine Mama hat mir ein Semmel- und ein Brotsackerl selbst genäht und mit so schönen Schriftzügen bestickt. Wenn ich damit morgens zur Bäckerei Zanger komme, freuen die sich richtig, dass ich keine Papiertüte brauche. Mittlerweile denke ich fast immer dran, dass ich die Sackerl mitnehme. Und ich find’s auch einfach schön, denn ich hab immer was von meiner Mama dabei.“

 

 

#2 Selbst genähte Picknickdecken und Servietten

 

„Servietten für den Biergarten, kleine Platzdeckerl oder auch eine Picknickdecke für den nächsten Sommer am See. Auch wenn man kein Nähmeister ist: Quadratische Formen sind ja wirklich einfach zu nähen. Und mit dem „valiebt“ gibt‘s bei uns in Schliersee einen richtig schönen Stoffladen, in dem es sich lohnt, zu stöbern.“

 

 

#3 Stofftaschentücher mit Monogramm

 

„Taschentücher mit Monogramm drauf – die besitze ich in vielen verschiedenen Farben. Selbst genäht und bestickt von meiner Mama. Die sind sehr nachhaltig, weil man plastikverpackte Zellstofftaschentücher dadurch vermeidet. Plus: So ein Stofftuch mit Monogramm ist auch ein schönes Geschenk für Herren. Mein Tipp: Auch hier könnt ihr euch von der tollen Auswahl in unserem Schlierseer Stoffladen „valiebt“ inspirieren lassen.“

 

 

#4 Spüllappen aus Baumwolle

 

„Bei einem Wegwerf-Spüllappen aus Plastik gelangen bei jedem Spülen Plastikfasern ins Abwasser. Und irgendwann landet der ganze Spüllappen auch wieder im Müll. In meiner Küche nutze ich gestrickte oder gehäkelte Spüllappen. Zusammen mit einer Holzbürste. Die Besten sind die ganz dünnen, zum Beispiel aus einer Babybaumwolle von Schachenmayr. Die Baumwoll-Spüllappen lassen sich bei 60 Grad waschen – und sind danach wieder einsatzbereit.“

 

 

#5 Wachstücher statt Frischhaltefolie

 

„Seitdem ich meine Baumwollwachstücher habe, spare ich Unmengen an Frischhalte- oder Alufolie ein. Die Tücher gibt’s in allen möglichen Größen, Farben und Formen – und man kann wirklich sehr viel darin einwickeln. Oder sie zum Abdecken von Schalen nutzen. Super für die Brotzeit unterwegs sind kleine Sackerl aus Bienenwachstuch. Sie lassen sich immer wieder verwenden und ganz einfach sauber machen – mit einem feuchten Tuch.“

 

 

#6 Gutscheine aus der Region …

 

… für Genießer

 

„Bislang galten Gutscheine an Weihnachten als Verlegenheitsgeschenk, wenn einem wirklich gar nichts mehr eingefallen ist. Dieses Jahr finde ich das überhaupt nicht. Wann, wenn nicht dieses Jahr, ist ein Gutschein wirklich eine gute Idee, um lokale Unternehmungen zu unterstützen? Zum Beispiel mit einem Gastronomiegutschein, wie hier von der Bar Schliersee: Wenn die Restaurants und Bars wieder aufmachen dürfen, ist es doch toll, gleich mal zum Essen zu gehen!“

 

… für Gesundheitsbewusste

 

„Super für alle Homeoffice-Geplagten: Wenn die Fitnessstudios wieder offen haben, ist es Zeit, etwas für den Rücken und für die eigene Gesundheit zu tun. Das medius Schliersee hat auch in diesem Jahr schöne Gutscheinideen – inklusive Personal Training.“

 

… für Bergfexe

 

„Ein tolles Geschenk für einen passionierten Tourengeher oder jemanden, der viel in der Natur unterwegs ist: eine Fördermitgliedschaft bei der Schlierseer Bergwacht. Das macht ab 25 Euro pro Jahr Sinn, nach oben hin seid ihr natürlich unbegrenzt. Und ich glaube, unsere Bergwachtler können das sehr gut gebrauchen mit dem Winter, der jetzt kommt.“

 

 

#7 Skisocken aus zertifizierter Merino-Wolle

 

„Wir haben viele tolle Sportläden in Schliersee. Für die Skifahrer unter uns sind Merino-Wollsocken ein tolles Geschenk. Wichtig bei Merino ist, dass die Schafe gut gehalten werden. Von Smartino weiß ich zum Beispiel, dass sie darauf achten, viel zertifizierte Merino-Wolle zu wählen.“

 

 

#8 Gipfelgwands Herzerl mit Herz

 

„Corinna Hofmann von Gipfelgwand Schliersee fertigt unter anderem Schals aus zertifiziertem Bioleinen. Aus den Stoffresten ist in Kooperation mit den Caritas Wendelstein Werkstätten ein wunderschönes Recyclingprodukt entstanden: die Stoffherzerl. Super zum Dranhängen an ein Geschenk. Für die Nachbarin oder andere liebe Menschen. Besonders toll: 2 Euro des Verkaufserlöses werden an die Miesbacher Tafel gespendet.“

 

 

#9 Kunst aus Krickerl

 

„Cornelia Heinzel-Lichtwark vom Atelier am Schliersee fertigt ganz tolle Kunstwerke. Aus einem Krickerl ist zum Beispiel ein Tänzer aus der Installation „Bayrisches Rundfunkballett“ entstanden. Das klassische Geweih mal ganz anders interpretiert – ich finde die super!“

 

Wir wünschen euch viel Freude beim Schenken und Beschenktwerden!

 

Mehr über Birgit Lutz und ihre Arbeit erfahrt ihr auf ihrer Website unter http://www.birgit-lutz.de

 

 

>> Die Bücher der Schlierseer Autorin über ihre Expeditionen in der Arktis und quer durch Grönland sind in der Bücheroase Schliersee (http://buecheroase-schliersee.de) oder im HoamatGfui Schliersee (https://www.hoamatgfui.de/de) erhältlich. 

 

>> Anbieter auf einen Klick: 

 

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Den Heiligabend in Schliersee verbringen: Meine Tipps zu Weihnachten

Weihnachten steht vor der Tür, und ich gehe am Schliersee entlang. Ich überlege, was ich an Weihnachten in meiner Heimat unternehmen kann. Nun möchte ich euch meinen Heiligabend in Schliersee vorstellen.

 

 

Mein Tag beginnt mit einem späten Weihnachtsfrühstück beim Slyrs – Caffee & Lunchery in Neuhaus. Schon die Fahrt um den Schliersee bis zur Ankunft lässt Weihnachtsstimmung aufkommen. Ich freue mich auf ein regionales Essen und ein gemütliches Ambiente. Und ich werde nicht enttäuscht – ganz im Gegenteil: die Pancakes, für die ich mich entschieden habe, sind ein wahrer Genuss! Man kann sogar einen hausgemachten Glühwein bestellen, passend zur Weihnachtszeit. Die Aussicht ist ebenfalls ein Highlight, der Blick auf die Berge ist wunderschön. Das Café hat von 09:00 Uhr bis 13:00 Uhr geöffnet. Wer noch ein Geschenk sucht, kann von 10:00 Uhr bis 13:00 Uhr im Slyrs Store noch etwas stöbern.

 

Nun geht es weiter mit meinem nächsten Tipp: ein Spaziergang in der Gegend. Doch wo genau? Natürlich kann man sich jede beliebige Strecke aussuchen, beispielsweise zu den Josefstaler Wasserfällen, den Spitzingsee und vielen weiteren schönen Plätzen. Ich gehe gerne durch den Wald in Richtung Schliersbergalm. Dort angekommen wird man mit einer schönen Aussicht belohnt. Und auch wenn wir dieses Jahr grüne und regnerische Weihnachten haben, ist das kein Grund, Trübsal zu blasen: Unser Schliersee bietet bei jedem Wetter für jeden das richtige. Und wer sich trotzdem nach dem Schnee sehnt, wird diesen oberhalb von 1000 Metern sicherlich finden.

 

Für mich ist die traditionelle Bescherung zu Hause sehr wichtig. Unterm Christbaum liegen die Geschenke, alles glitzert und funkelt. Vorher wird noch gegessen und geratscht, und danach fahre ich zur Christmette in der Sankt-Sixtus-Kirche in Schliersee. Sie beginnt um 22:00 Uhr und ist für mich am Heiligen Abend ein besinnlicher Abschluss. Passend zum Fest strahlt die Kirche prunkvoll und golden, so ist für mich das Weihnachtsfest jedes Jahr aufs Neue etwas ganz Besonderes.

 

Ich wünsche frohe Weihnachten und besinnliche Feiertage

 

 

P.S.: Wer noch gerne feiern gehen möchte: Das Spinnradl am Spitzingsee hat an Weihnachten ab 22:00 Uhr geöffnet!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Tipps: Wundervolle Adventszeit beim Schlierseer Weihnachtszauber 2019

die „stade Zeit“ bricht an. Aber gönnen Sie sich in der hektischen Vorweihnachtszeit tatsächlich auch etwas Ruhe und Besinnlichkeit? Bei uns in Schliersee können Sie das. Wenn der erste Schnee gefallen ist, kehrt ein wenig Ruhe ein. Die Autos fahren langsamer, Geräusche werden vom frischen Schnee absorbiert, und mit der Weihnachtsbeleuchtung glitzert es weihnachtlich. Nehmen Sie sich eine Auszeit vom Alltag und brechen Sie zu einem langen Spaziergang in der schönen Schlierseer Winterlandschaft auf. Nach einem ausgiebigen „Ausflug in die Stille“ haben Sie vielleicht Lust auf eine heiße Schokolade mit Sahne oder einen Glühwein?

Am ersten Adventswochenende starten wir mit der Museumsweihnacht am Schlierseer Heimatmuseum in unseren Weihnachtszauber. Der Duft von süßen Baumstriezeln, ein kleines Lagerfeuer, der Nikolaus und ausgesuchtes Kunsthandwerk werden Sie sofort in Ihre Kindheit zurückversetzen.

Besonders weihnachtlich wird es am Samstag um 19:00 Uhr beim Konzert „Advent is a Leucht’n“ im neuen Saal des Heimatmuseums. Mit Harfe, Hackbrett und Gesang entführen Sie Christine Horter, Lisa Schöttl und Uschi Bommer mit adventlichen Klängen in die Heimat und verschiedene Länder dieser Welt. Karten erhalten Sie für 8 Euro bei uns in der Gäste-Information Schliersee.

 

Am nächsten Wochenende stimmen wir Sie am 8. Dezember 2019 mit der Lesung „Heiliger Abend ‒ abgesagt!“ von Helmfried von Lüttichau im Heimatmuseum ein wenig anders auf das Weihnachtsfest ein. Unterstützt wird Helmfried von Lüttichau von dem großartigen Multi-Instrumentalisten Heinz Grobmeier mit seinen exotischen und selbst gebauten Instrumenten.

 

 

Am dritten Adventswochenende verwandelt sich das Markus Wasmeier Freilichtmuseum von Freitag bis Sonntag in eine Weihnachtswunderwelt. Der beliebte „Historische Weihnachtsmarkt“  präsentiert zahlreiche Aussteller wie Weber, Stoffdrucker und Krippenbauer, die ihr traditionelles Handwerk zeigen. Ihre Kinder haben sicher Spaß im Kasperltheater, in der Weihnachtsbäckerei und der Bastelstube mit Glasbläserei.

 

 

Das Wochenende vor Heilig Abend ist für unsere „Romantische Weihnacht“ am Maibaum vor dem Gasthof Terofal im Herzen von Schliersee reserviert. Die Schlierseer Blasmusik spielt Weihnachtslieder vom Balkon des Bauerntheaters, während Sie sich an einer der Feuerstellen bei einem Punsch und einer Bratwurst wärmen können.

 

 

Am 21.12.2019 habe ich noch ein ganz besonderes Weihnachts-Highlight für Sie: Die Band Luz Amoi spielt um 20:00 Uhr in der Pfarrkirche St. Sixtus mit „In dulci jubilo“ die schönsten und stimmungsvollsten Advents- und Weihnachtslieder.

Weihnachten kann eben mehr sein als das hektische Treiben vor Jahresschluss. Sie sind noch auf der Suche nach einem Christbaum? Unsere Freiwillige Feuerwehr verkauft am zweiten und dritten Adventswochenende Christbäume in allen Größen – solange der Vorrat reicht. Wenn Sie dieses Jahr einen echten Schlierseer Weihnachtsbaum haben möchten, geht unser Förster Alfons Rauch mit Ihnen am 21.12.2019 in den Wald und Sie können Ihren Wunschbaum direkt vor Ort selbst schlagen. Ein echtes Erlebnis. Bitte melden Sie sich vorher an.

Sie sind über Silvester bei uns? Am 30.12.2019 feiern wir die Wintersonnenwende mit Schmankerln und einem großen Feuer auf der Seefestwiese und am 31.12.2019 mit Musik und guter Laune die Silvesterfeier im Kurpark am Musikpavillon

 

Jetzt kann Weihnachten kommen. Lassen Sie sich von uns auf die stade Zeit einstimmen und besuchen Sie uns in Schliersee. Ich hoffe, wir sehen uns.

 

[tourim-redakteur]

 

P. S.: Sie wollen 2019 sportlich beenden? Starten Sie doch beim Silvesterlauf und nehmen Sie bei einer Runde um den Schliersee Anlauf für das neue Jahr. 

 

 

 

Tipp für Naturfreunde: Schaufütterung am Spitzingsee

Majestätisch und elegant, stark und mächtig: Rothirsche werden auch die Könige der Berge genannt.

Bei meinen Recherchen für Veranstaltungen in Schliersee im Dezember bin ich auf die Schaufütterung am Spitzingsee im Wintergatter Valepp gestoßen:

Vollpension im Winterquartier ‒ In den kalten und schneereichen Monaten finden die Tiere in höheren Lagen nicht mehr genug Nahrung und machen sich auf den Weg in flachere Gefilde. Diese für Rotwild typischen Wanderungen über zum Teil Hunderte Kilometer sind heute oft nicht mehr möglich, da die dichte Besiedelung des Menschen die Wanderwege immer wieder durchkreuzt. Um zu verhindern, dass Tiere im Winter verhungern oder durch Verbiss große Schäden an den wichtigen Bergwäldern anrichten, werden von einigen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten Wintergatter eingerichtet, um dort das Rotwild zu füttern. Hier kann man sie alle sehen: mächtige Hirsche, junge Kälber, erfahrene Alttiere und natürlich die männlichen Junghirsche, Spießer genannt“, heißt es im Faltblatt der Bayerischen Staatsforsten.

Und das findet auch am Heiligen Abend statt? Hört sich gut an. Ich hatte gleich das romantische Bild von Schnee, Hirschen, Dämmerung und dem Einläuten der Feiertage vor Augen. Und ich wurde nicht enttäuscht: Während unten am Schliersee der „Heilig-Abend-Schnee“ schnell wieder in Regen übergegangen war, schneite es oben am Spitzingsee. Eine traumhafte Winterlandschaft erwartete mich – so, wie man es sich an Weihnachten vorstellt. Im Schneegestöber wanderte ich die für Autos gesperrte Valepperstraße herunter, vorbei an der Albert-Link Hütte vorbei in Richtung Valepp. Nach etwa 30 Minuten befindet sich auf der linken Seite das Valepper Wintergatter. Das Auto des Försters parkte schon davor, es war nicht zu verfehlen. Durch das aufgesperrte Tor ging es weiter noch mal fünf Minuten bergauf im Wald durch den Schnee (nicht für Kinderwagen geeignet), bis wir die Aussichtskanzel erreichten. Förster Holzer verteilte bereits fleißig das Futter in die Tröge. Das kleine Beobachtungs-Holzhäuschen füllte sich langsam. Etwa 15 „Schaulustige“ hatten sich zur Schaufütterung versammelt. Für die Wartezeit ist es ratsam, eine Decke oder ein Sitzkissen mitzunehmen. Nach etwa 45 Minuten entdeckten wir das erste Rotwild sich vorsichtig der Futterstelle nähern. Wir flüsterten nur noch, um auf keinen Fall die Vierbeiner aufzuschrecken. Es war ein bisschen wie Weihnachten – falsch, es war ja an dem Tag tatsächlich Weihnachten. Kinder wie Erwachsene waren begeistert, ein wenig aufgeregt, und alle hatten ein Strahlen in den Augen. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Tiere zu beobachten. Zu sehen waren bestimmt 20 Tiere verschiedenen Alters mit teilweise imposanten Geweihen. Die Zeit verging schnell, es wurde langsam auch zu dunkel für die Beobachtung, und wir machten uns wieder zurück auf den Heimweg. Ein wirklich tolles Erlebnis, nehmt euch mal Zeit dafür!

Tipps, um die Tierwelt im Winter zu schützen: Bitte bleibt auf den üblichen Wegen oder ausgewiesenen naturverträglichen Routen. In den Monaten Dezember bis Februar meidet bitte Gipfel, Rücken, Grate und abgelegene Gebiete vor 10:00 Uhr und nach 16:00 Uhr. Nach Möglichkeit Abstand zu Waldrändern sowie zu Baum- und Strauchgruppen halten. Einfach den Wildtieren im Winter noch ein bisschen mehr Raum geben, um sie zu schützen.

 

 

Infos von den Bayerischen Staatsforsten:

Daten zum Gatter:

  • Die eingezäunte Fläche beträgt 27 Hektar, und der schneestabile Zaun hat eine Höhe von zwei Metern.
  • Drei Tore und fünf Einsprünge ermöglichen es dem Wild, bei zunehmender Schneelage in das Gatter hineinzukommen und im Frühjahr wieder in die freie Wildbahn hinauszugelangen.
  • Im Gatter überwintern ca. 50 Stück Rotwild, somit steht jedem Tier eine rechnerische Fläche von 5.000 Quadratmetern zur Verfügung.
  • Im geschlossenen Gatter und im Umkreis von 200 Metern findet keine Bejagung statt.
  • Auf einer großen Vorlagefläche für Futtermittel wird täglich zur gleichen Zeit gefüttert.
  • Faltblatt

Öffnungszeiten:

  1. Dezember bis 6. Januar täglich etwa 15:00‒17:00 Uhr
  2. Januar bis Faschingswoche Do.‒So. etwa 15:00‒17:00 Uhr

in der Faschingswoche täglich etwa 15:00‒17:00 Uhr

Schaufütterung erfolgt nur bei geschlossener Schneedecke!

 

 

Kontakt

Bayerische Staatsforsten
Forstbetrieb Schliersee
Mesnergasse 3
83727 Schliersee
Tel.: 08026/9293-0

info-schliersee@baysf.de

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wintersonnenwende – der Beginn des neuen Sonnenjahres

am 30. Dezember 2018 ab 14:00 Uhr Wintersonnenwendfeier auf der Seewiese

 

Das Wintersonnenwende-Neujahrsfest war einst das Hauptfest der Germanen. Es war ein alter germanischer Brauch im Mittwinter ein Sonnenwendfeuer abzubrennen. Damals glaubten die Menschen, dass die Sonne im Winter stirbt und wiedergeboren wird. Mit einem lodernden Feuer erlangten unsere Vorfahren einen Sieg über Dunkelheit und Kälte. Der Winter war eine Zeit der Entbehrungen und des Hungers. Das Feuer stimmte auf die Wintersonnenwende, auch „Jul-Fest“ genannt, ein. Die Wintersonnenwende und die folgenden Rauhnächte galten für die germanischen und keltischen Völker in vorchristlicher Zeit als magischer Wendepunkt und Neubeginn. Wann genau das „Jul-Fest“ entstand, ist geschichtlich nicht eindeutig hinterlegt.

Unsere Urahnen erhofften, dass die Sonne wieder mehr Licht und längere Tage bringen möge. Das Fest war etwas ganz Besonderes: das Jahreskreisrad fing erneut an sich zu drehen und Mutter Natur erwachte langsam aus ihrem Winterschlaf… Das Licht des Tages kommt zurück und haucht der Natur neues Leben ein.

Das Wintersonnenwende-Neujahrsfest war in damaligen Zeiten ein Fest der Hoffnung und des Überlebens – eine Begrüßung des neuen Lichts.

 

Die Nacht vom 21. auf den 22. Dezember ist die längste Nacht des Jahres und die Sonne hat den niedrigsten Stand am Himmel. Nach dem kürzesten Tag des Jahres nimmt die Kraft der Sonne wieder zu und die Tage werden länger. Ein neues Sonnenjahr wird geboren.

Die Wintersonnenwende wurde schon immer in den verschiedenen Kulturen gefeiert. Mit der Verbreitung der Christlichen Religion verlor das Wintersonnenwendfest allerdings an Bedeutung, da es als heidnisches Fest galt. Später ist das „Jul-Fest“ mit dem christlichen Weihnachtsfest verschmolzen und der beleuchtete Weihnachtsbaum entstand als neue Tradition.

 

Bei uns im bayerischen Oberland sind die alten Bräuche erhalten geblieben. Wir feiern nach wie vor – oder wieder –  ein Fest zur Wintersonnenwende und entzünden ein großes Feuer, um welches sich die Menschen versammeln, es gemeinsam anschüren und miteinander die „Jahreszeitenwende“ begrüßen.

Auch die Rauhnächte mit ihren Gebräuchen werden hier bei uns immer noch zelebriert, siehe

https://magazin.schliersee.de: „Die Rau(ch)nächte – seit Jahrhunderten eine ganz besondere Zeit“ von Angelika Prem und

https://magazin.schliersee.de: „Rauhnächte… old rituals are alive in Schliersee“ von Laura Boston-Thek.

 

In Schliersee feiern wir das Wintersonnenwendfest am 30. Dezember 2018 ab 14:00 Uhr auf unserer großen Seewiese neben der Vitalwelt.

Ziehen Sie sich warm an, nehmen Sie rutschfeste Schuhe mit und feiern Sie mit uns gemeinsam. Es gibt Standln mit Brotzeit, heißer Gulaschsuppe und Würsteln und natürlich Glühwein. Und außerdem viel Spaß, Freude, gute Unterhaltungen und ein gemütliches Beisammensein.

 

„So wie das Rad des Jahres sich immer weiter dreht, die Sonne nun wieder auf´s Neue erscheinen wird. So soll es sein! Die Nächte wurden immer dunkler und alles Leben scheint gefroren. Doch heute zur Wintersonnenwendnacht, zieht sich die große Dunkelheit zurück und das Licht wird wieder geboren.“

Altes Ritual

 

 

Ich wünsche Ihnen und uns Schlierseern eine ganz besonders friedliche, ruhige und besinnliche Zeit zum Jahresende und Zuversicht, innere Zufriedenheit, Gesundheit und immer ein Lächeln auf den Lippen im neuen Jahr.

 

 

https://magazin.schliersee.de/die-rauchnaechte-%E2%80%92-seit-jahrhunderten-eine-ganz-besondere-zeit/

 

https://magazin.schliersee.de/rauhnaechteold-rituals-are-alive-in-schliersee/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ich wünsch euch entspannte Weihnachten

Liebe Frauchen, liebe Herrchen, liebe Menschenwelpen,

ich bin’s mal wieder, Eure superliebnette Lilly, überwältigende Weisheit auf 4 Pfoten und wie immer von Zurückhaltung, Respekt und Etikette inspiriert … (Herrchen lacht an dieser Stelle eigentlich immer – wahrscheinlich weiß nur er, warum).

Aber zur Sache! Tadaaaaaah, es weihnachtet sehr!

Endlich wieder. Der Hund von Welt wartet ja eigentlich das ganze Jahr darauf, weil’s da nach empirischen hochwissenschaftlichen Untersuchungen eine gravierend erhöhte Leckerchendichte gibt.

Der Schnee knirscht, Weihnachtsdeko in Schliersee soweit das Auge reicht, nach dem Besuch auf dem Weihnachtsmarkt Glühwein-Duftpfoten, lange staade Nächte mit Träumen von Laufen, Wuffen und Schlemmen. Frauchen und Herrchen haben einen Baum von draußen reingeholt, den ich allerdings nicht benutzen darf. Und sie tuscheln, überlegen und machen Weihnachtseinkäufe, kaufen Dinge, die mir wichtig sind. Ja genau, sie verstecken etwas vor mir. Ich bin ja nicht blöd und nasentaub!

Schon als sie mit Einkäufen heimkamen, war’s leider nicht der größte Geschenk-Karton aber schön blau mit weißem Schleiferl und – randvoll mit wohlriechendem Pansen, aromatischem Ochsenziemer und und und … ich denke, alles Dinge, die sie eigentlich so gern selbst gar nicht essen mögen, also wird diese Leckerchen-Orgie wohl wieder an mir hängenbleiben. Ja, ich hab’s echt schwer. Vor allem, weil das alles jetzt hinter der verschlossenen Kellertüre lagert, die ich auf gar keinen Fall aufmachen darf. Selbst dann nicht, wenn ich vor lauter Appetit mit dem Magenknurren ringe.

Liebe Menschenwelpen, ich verstehe euch voll!

Die letzten Tage vor Weihnachten, endlos warten, die Zeiger der Uhr scheinen eingefroren, im Radio schreit eine dicke Frau ständig nach ihrem „Grissmess“ und ewig schaust auf Deine Leute, wann die sich endlich gut anziehen, das Glöckchen rausholen und verlockend rufen „Lilly komm rein, der Baum brennt“! Aber bis dahin ist ja noch ein Weilchen hin.

Man kann sich die Zeit bissl damit vertreiben, neue Schlafstellungen und daraus folgende Verspannungen auszuprobieren, Herrchen und Frauchen bei den jämmerlichen Versuchen, den reingeholten Baum mit Glitzerwerk und tonnenweise Lichterketten zu verschandeln, zuzuschauen. Es scheint auch ganz besonderes Menschenfutter zu geben. Es brutzelt, zischt und blubbert in der Küche und es riecht gewaltig danach, dass auch ich das – in einem unbeobachtetem Moment – probieren sollte.

In mich gekehrt, in stoischer Ruhe (passend zur staaden Zeit), liege ich vor mich hin und male mir aus, was das alles soll. Dabei weiss ich doch längst, daß ein supergutes großes Fest kommt – sie wollen Geburtstag feiern von einem kleinen Schreihals in einer Krippe, der ganz berühmt geworden ist. Das ist so seriös und überaus wichtig, daß ich mich da lieber nicht einmische. Ich weiss nur, daß ich den Typen, wenn ich mal in den Hundehimmel komme, von da aus wahrscheinlich mal sehen werden kann – es sei denn, Herrchens Prophezeihung, daß ein Himmel keine artgerechte Haltung für mich wäre, erfüllt sich wider Erwarten doch noch.

Jedenfalls haben sie ein kleines, bissl armseelig wirkendes Häuschen aufgestellt und beleuchtet. Davor eine Krippe für ein Kleinkind, Maria und Sepp schaun da rein. Hirten und Mädels mit Vogel-Ärmchen. Ein Esel, der mich wenig interessiert, und einen Ochsen, den ich – wie ihr ja wisst – bereits in Ziemer-Form oder als Rinderkopfhaut zu schätzen gelernt habe.

Dann – liebe Menschenwelpen – bitte niemals nachmachen! – habe ich in einem heimlichen Moment – ich konnte wirklich vor lauter Fresschen-Sehnsucht nicht mehr widerstehen – den Ochsen überwältigt und, nachdem der nun wirklich überhaupt nicht schmeckte (nur eine stark holzige Note im Abgang), draußen pfotentief verbuddelt.

Herrchen hat das natürlich mal wieder bemerkt und nun muß ich höchstpersönlich die Konsequenzen tragen – wir haben wieder einen Ochsen …

O du fröhliche …

Weihnachten wird wohl heuer für mich etwas anders, als erwartet.
Dennoch wünsch ich euch von ganzem großen Hundeherzen ein friedliches, harmonisches, geruhsames Weihnachtsfest mit tollen Wohlfühlmomenten.

 

Eure Lilly

https://www.facebook.com/Lilly-471576856376817/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Die Rau(ch)nächte ‒ seit Jahrhunderten eine ganz besondere Zeit

Die Zeit zwischen den Jahren, die Rau(ch)nächte, galten bei uns in der Familie als Quelle der Ruhe und Kraft, Zeit für sich und die Familie zu haben. Es wurde nur das Notwendigste erledigt, wie Stallarbeit und Nahrungszubereitung. In dieser heiligen Zeit durfte keine Wäsche gewaschen werden, alles wurde auf Sparflamme zurückgefahren. Allerdings sollte zuvor alles in Ordnung gebracht werden, damit das alte Jahr in Frieden gehen kann.

Am 21. Dezember, auch Thomastag genannt, ist Wintersonnwende. Es ist der kürzeste Tag des Jahres und Beginn der zwölf Raunächte. Die Natur und auch die Menschen ziehen sich zurück und halten inne. Gebet, Meditation, räuchern und orakeln, gemütliches Beisammensein und Geschichten erzählen erfüllen die ganz besondere Zeit zwischen den Jahren.

Das Räuchern zu den Rau(ch)nächten ist eine Art von Orakeln. Man nimmt getrocknete heimische Kräuter und Harze, die mithilfe von Feuer (glühende Kohle oder Teelicht mit Sieb) verräuchert werden. Dabei wird das ätherische Öl der Pflanzen oder Harze freigesetzt und wirkt stimmungsaufhellend für Geist und Seele ‒ je nach Einsatz der Pflanzen. Salbei beispielsweise löst Spannungen, Rose ist für die Liebe, Styrax ist herzöffnend und gehört auch in die Liebesräucherung …

In den zwölf Nächten (ausgenommen sind die Weihnachtstage vom 24. bis 26. Dezember) ist das Tor zu den Ahnen ganz besonders geöffnet. In diesen Tagen ist nichts wie sonst. Man bediente sich ganz bewusst der Energie der Ahnen, um sich neu zu orientieren und persönliche Anliegen zu klären. Eine heilsame Chance auch in unserer heutigen schnelllebigen Zeit. Das Innehalten zwischen dem alten und dem neuen Jahr. Dieser Raum bietet uns die Möglichkeit, um zu reflektieren, nachzudenken, nachspüren und gleichzeitig neue Impulse und Ideen für das kommende Jahr wahrzunehmen. Mit dieser ganz besonderen Auszeit ‒ liebevoll gestaltet ‒ kommen wir wieder schneller in unser Gleichgewicht von Körper, Geist und Seele.

Jede Nacht der zwölf Raunächte steht für einen Monat des kommenden Jahres. Jeder kann das ganz unterschiedlich für sich selber gestalten. Die ersten sechs Nächte, um das Vergangene abzuschließen, um dann die zweiten sechs Nächte das Kommende zu visionieren.

Mein Vater hatte sein ganz persönliches Wetterorakel. Er nahm eine Zwiebel, schnitt sie auseinander und legte sie in eine kleine Glasschüssel. Je nachdem, wie viel Wasser sich während der Raunächte in jeder Schüssel gesammelt hat, so viel Regen würde es in dem zugeordneten Monat geben.

 

 

Zum Abschluss der Rau(ch)nächte wird am Morgen des Dreikönigstags oder am Abend zuvor mit der ganzen Familie noch mal durch das ganze Haus und den Stall gegangen. Mit einem alten Bügeleisen oder einer Kohleschaufel mit glühender Kohle (Vorsicht!!!, die glühende Kohle sollte auch wirklich in den Gefäßen bleiben), darauf Weihrauch, Myrrhe und Lavendel. Ein Schutzritual, das heute nach Kaspar, Melchior und Balthasar benannt ist. Dabei wird mit Kreide an den Türstock „K+M+B“ geschrieben, was auch heißt: „Herrgott, segne dieses Haus, diesen Stall und alle, die hier gehen ein und aus.“ Das Weihwasser darf dabei nicht fehlen. Diese Aufgabe übernimmt meist das jüngste Familienmitglied.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Endlich wieder Skifahren: Saisoneröffnung Skigebiet Spitzingsee

Ihr wollt dem Weihnachtsstress entfliehen?

Der Schnee ist da, und die Alpenbahnen Spitzingsee beschneien fleißig, damit ihr gute Pisten vorfindet. Seit Samstag, 15.12.2018, sind die Stümpflingbahn, der Roßkopflift, der Lyralift und der Kurvenlift in Betrieb. Die Suttenbahn fährt nur als Zubringer. Richtig viel Schnee haben wir noch nicht, aber für einen ersten Skiausflug in der Saison ist es durchaus ausreichend. Während am Morgen noch der Nebel in den Bergen lag, kämpfte sich ab Mittag die Sonne durch und verwöhnte alle Ski- und Snowboard-Begeisterten mit einem Traumtag.

Ein ganz besonderes Angebot: Flexibel hoch fünf ‒ der Alpen Plus Skipass „5 Tage aus der Saison“

Beim Kauf bis 24.12.2018 ist der Alpen Plus Skipass „5 Tage aus der Saison“ zum weihnachtlichen Sonderpreis von 155 Euro für Erwachsene, 145 Euro für Senioren, 140 Euro für Jugendliche und Senioren sowie 75 Euro für Kinder erhältlich. Mit ihm kann man an fünf frei wählbaren Tagen während der Wintersaison nach Lust und Laune Skifahren oder Snowboarden. Erhältlich ist der Skipass an den Kassen oder unter www.alpenbahnen-spitzingsee.de/.

Schneetelefon
Tel.: 08026/7099

 

 

Lifte

10 Bahnen und Lifte
2 Vierer-Sesselbahnen mit Wetterschutzhaube (Stümpflingbahn, Suttenbahn)
1 Doppel-Sesselbahn (Roßkopf-2er-Sesselbahn)
7 Schlepplifte

 

2018-2019_Winter_Spitzingsee-Tegernsee PDF

 

Pisten

10 präparierte Abfahrten
1 Variantenabfahrt am Roßkopf
4 voll beschneite Abfahrten/insgesamt 7,45 km beschneite Pisten und Abfahrten
Aufteilung: 2 schwarze, 5 rote und 2 blaue Pisten
Längste Abfahrten: Grünsee-Abfahrt 3,5 km, Suttenabfahrt 2,5 km

 

 

Skipassgemeinschaft Spitzingsee GbR
Spitzingseestraße 12
83727 Schliersee-Spitzingsee
Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

s´is Advent – s´Krippal is aufgschtellt

… und s´Christkindl is a nimma weit ….

Ich steh an deiner Krippen hier,
o Jesu, du mein Leben;
ich komme, bring und schenke dir,
was du mir hast gegeben.
Nimm hin, es ist mein Geist und Sinn,
Herz, Seel und Mut, nimm alles hin
und laß dir’s wohlgefallen.

(Paul Gerhardt)

 

Heuer wurde mir eine besondere Ehre zuteil: Ich durfte mir die fertig aufgestellte, große Krippe von der Familie Pertl anschauen.

Jedes Jahr kurz vor dem ersten Advent herrscht im Hause Pertl Hochbetrieb: Das südseitige Wohnzimmerfenster, das sich in geschickter Weise in einer Nische befindet, wird mit einer extra angefertigten, bemalten Leinwand zugehängt, und von außen werden die Fensterläden geschlossen. Die Landschaft, die von Karl Wiedemann aufgemalt wurde, ist ein lieb gewordener Blick über einen kleinen Wald mit Vorhügeln zur Brecherspitz und zur Jägerkamp hin. Es herrscht eine stimmungsvolle Nebelszenerie, und über den Berggipfeln leuchten die Sterne.

Im Vordergrund steht über zwei Ebenen hinweg die wunderschöne Krippe mit fein geschnitzten Holzfiguren aus Südtirol. Maria und Josef, Hirten, Schafe, Esel und Ochs, Kühe und Kälbchen, sogar ein paar Hunde sind dabei. Bei den Figuren, die Menschen darstellen, sind nur Kopf, Hände und Füße geschnitzt, sodass sie recht filigran sind. Kostbare Kostüme – vor allem bei den Heiligen Drei Königen sehr schön zu sehen – und liebevoll selbst gestrickte und genähte Gewänder schmücken die wertvollen Figuren.

Die Krippe wirkt sehr lebendig durch die verschiedenen dargestellten Szenen: Handwerker werkeln – Brotbäcker, Scherenschleifer, Holzträger, eine strickende Frau –, und nebenbei überraschen einen viele kleine Details: Hier steht ein Ziehbrunnen mit Schindeldach, dort gibt es eine offene Feuerstelle, an der gekocht wird, da tummeln sich auf dem Stalldachboden zwei kleine weiße Mäuse, und ein bisschen abseits stehen ein paar Rehe und kleine Hasen erwartungsvoll vor dem Verkündigungsengel, der geschickt im Hintergrund angebracht ist. Es gibt so viel zu sehen und zu entdecken – eine wahre Pracht! Moos, Wurzelwerk, kleine Zweige und Stroh bilden einen natürlichen Untergrund und vervollständigen das von einem selbst gezimmerten Zaun umgebene Krippal sehr passend.

Schon seit Jahrzehnten wird bei Pertls (wie bestimmt bei vielen anderen Familien auch) die Krippe traditionell kurz vor dem ersten Advent aufgestellt. Sie bleibt bis einschließlich Heilige Drei Könige, also bis zum 6. Januar, stehen. Im Laufe des Advents und der Weihnachtszeit werden verschiedene Szenen dargestellt: Herbergssuche, Geburt Christi und schließlich die Anbetung und Überbringung von Gold, Weihrauch und Myrrhe durch die Heiligen Drei Könige.

 

Sogar in der Krippenausstellung in der Gschwandbachalm, die alle zwei Jahre stattfindet, wurde die Krippe schon ausgestellt. Die nächste, sehr sehenswerte Krippenausstellung in der Gschwandbachalm findet im kommenden Jahr vom 22. November bis zum 1. Dezember 2019 statt.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wasmeiers Weihnachtsmarktl – der historische Christkindlmarkt im altbayrischen Museumsdorf

Einer der schönsten und romantischsten Christkindlmärkte in Bayern ist sicherlich Markus Wasmeiers historisches Weihnachtsmarktl.

Das altbayrische Dorf erstrahlt in weihnachtlichem Glanz. Zahlreiche Windlichter hängen in den Bäumen und schaffen ‒ besonders, wenn es schon dunkel wird ‒ eine atemberaubende, romantische Atmosphäre. Und wenn es dann auch noch leicht schneit, ist die vorweihnachtliche Stimmung perfekt.

Zahlreiche Aussteller zeigen ihr traditionelles Kunsthandwerk. Sie können beispielsweise einem Glasbläser oder Uhrenmacher über die Schulter schauen, sich vom Weber die Feinheiten des Webens erläutern lassen oder beim Schmied ein Stachelbier trinken. Hierbei wird das kalte Bier mit dem im Ofen zum Glühen gebrachten Stachel aufgewärmt. Dabei entsteht ein cremiger Schaum, und der Restzucker im Bier wird karamellisiert, was den Geschmack abrundet.

Außerdem können Sie hier unter anderem handbedruckte Stoffe, Krippen, Christbaumschmuck, Töpfer- und Korbwaren, traditionell hergestellte Einzelstücke und wahre Raritäten, wie zum Beispiel Heilig-Geist-Kugeln, erstehen. Die Verkaufsstände sind in Standln im Freien und auch in den historischen Höfen untergebracht. So haben Sie die Gelegenheit, neben den Weihnachtseinkäufen das altbayrische Dorf in der Winterzeit kennenzulernen.

Für die Kinder sorgt der Kasperl in verschiedenen Aufführungen für Unterhaltung. Außerdem haben die Kleinen den größten Spaß mit den Ponys und Alpakas, und auch die Weihnachtsbäckerei und die Bastelstube sorgen für Abwechslung. Ein großes Vergnügen für Groß und Klein bietet die Eisstockbahn vor dem Wirtshaus „Zum Wofen“. In Letzterem können Sie bayerische Schmankerl genießen und das in der Schöpfbrauerei selbst gebraute Bier verkosten. Bitte reservieren Sie unbedingt einen Platz im Vorhinein unter Telefon 08026 92922-0 oder office@wasmeier.de.

Wer lieber im Freien bleibt, kann sich mit heißem Glühwein und Punsch an einem der offenen Feuer aufwärmen und dazu diverse Köstlichkeiten über Maronen bis hin zu süßen „Versuchungen“ naschen.

Erleben Sie die Adventszeit wie in der guten alten Zeit auf dem Weihnachtsmarktl, versteckt in den Schlierseer Bergen, inmitten der historischen Gebäude und mit dem See in Laufnähe.

 

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Tel.: 08026/92922 0
E-Mail: office@wasmeier.de

 

Öffnungszeiten:
Freitag, 14. Dezember 2018, 15:00‒20:00 Uhr
Samstag, 15. Dezember 2018, 12:00‒20:00 Uhr
Sonntag, 16. Dezember 2018, 12:00‒20:00 Uhr

 

Eintrittspreise:
2,00 Euro pro Person, Kinder und Jugendliche bis 17 Jahre haben freien Eintritt.
Der Eintritt für Mitglieder und Saisonkarteninhaber ist kostenfrei.

 

 

[tourim-redakteur]