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Gut für Herz und Seele: Nordic Walking im Schnee bezahlt nun die Krankenkasse

Es macht Spaß und ist dabei noch so richtig gesund: Schneeschuhwandern wirkt unterstützend für Herz und Kreislauf, Muskelaufbau, Gewichtsverlust und Balance. Erstmals in Deutschland ist diese sanfte Wintersportart nun quasi als Schneevariante des Nordic Walkings auf Krankenschein erhältlich. Der Landkreis Miesbach ist dabei Vorreiter für Deutschland.

„Das ist für uns eine Premiere, die gleich zwei Stärken des Landkreises Miesbach Rechnung trägt: der ausgezeichneten touristischen Struktur und der großen Wintersporttradition.“ Das sagt der Rottacher Reiseveranstalter Wolfgang Sareiter, der für dieses deutschlandweit einzigartige Pilotprojekt im Landkreis Miesbach den Deutschen Skiverband (DSV) und die Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS) an einen Tisch brachte.

Der Startschuss für das neue Programm steht kurz bevor: Je zwei einwöchige Termine zum Schneeschuhwandern („Nordic Snowshoeing“) auf Krankenschein werden am Schliersee und am Tegernsee angeboten. „Vom DSV nordic aktiv Ausbildungszentrum Bayern erhält am Ende jeder Teilnehmer der vier Kurse ein Zertifikat, mit dem man sich von der Krankenkasse die Kursgebühr erstatten lassen kann“, sagt Alexander Wörle (DSV).

Die Beteiligung des DSV stellt sicher, dass nur zertifizierte Trainer die Kurse leiten – eine der Vorgaben, um die Krankenkassenzulassung zu erhalten. Im Gegensatz zu den üblichen geführten Schneeschuhwanderungen, die im Landkreis Miesbach eine jahrzehntelange Tradition haben, gehen die neuen Kurse deutlich stärker in die Tiefe.

Untergebracht sind die Teilnehmer der ersten Runde im Wiesseer Hotel Schnitzer und im Landhotel Terofal in Schliersee.

Ausführliche Informationen zu diesem Angebot finden Sie auf:

www.schneeschuh-wandern.eu

Die Termine:

Tegernsee: 22.1. bis 27.1. sowie 19.2. bis 24.2.2017
Schliersee: 12.2. bis 17.2. sowie 12.3. bis 17.3.2017

Anmeldung über Feuer und Eis Gesundheits- und Präventionsreisen,
Telefon 0 80 22 / 6 63 64 24

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Motorrad-Skijöring in Fischhausen – spektakuläres Erlebnis für Motorsportbegeisterte

Am 29. Januar 2017 ist es wieder so weit: In Fischhausen-Neuhaus am Schliersee, direkt neben der B307, findet in einer Woche wieder das Skijöring statt. Die Schneeverhältnisse ermöglichen eine vom Veranstalter, dem MSC Schliersee, perfekt präparierte Piste für die erwarteten mehr als 60 Gespanne. Auf dem über 400 m langen Rundkurs im Schnee treffen in mehreren Klassen Motorräder mit und ohne Seitenwagen, unter anderem 125er- und 250er-Motocrosser und 500er-Bahnmaschinen, aufeinander.

„Skijöring oder Skikjøring (auf Norwegisch kjøring: Fahrsport) ist eine Wintersportart, bei der sich ein Skifahrer an einem Seil von einem Pferd, Schlittenhunden oder einem Motorfahrzeug ziehen lässt.“ (Wikipedia)

Der Lärm der Motoren, die Gischt vom Schnee sowie der Geruch nach Methanol liegen in der Luft. Hunderte von Menschen stehen am Rand des Eisovals und folgen begeistert dem spannenden Geschehen auf der Piste. Wie man auf den Bildern sieht, liefern sich die Fahrer einen unerbittlichen Kampf um den ersten Platz im Rennen und geben alles. Viele Gespanne sind selbst gebaut und können vor und nach den Wettkämpfen ausgiebig von Nahem bestaunt und bewundert werden. An den Rennen selbst sind sämtliche Altersklassen sowie Männer und auch ein paar Frauen vertreten. Aufgabe der Skifahrer ist es, sich mit einem Seil an die Gefährte zu hängen, die Fliehkraft möglichst effizient zu nutzen und den Motorradfahrer zu stabilisieren. Der Skifahrer muss mit ins Ziel kommen und darf nicht auf dem Weg dorthin verloren werden. Die Beifahrer auf den Seitenwagen tragen durch gezielt eingesetzte Gewichtsverteilung ebenfalls zur Stabilisierung bei. Hierbei sind die wundersamsten Verrenkungen zu beobachten. Es ist gar nicht so leicht, bei den hohen Geschwindigkeiten und dem eisigen Untergrund das Gespann am Ausbrechen zu hindern, und den Fahrern wird einiges an Können und auch Kraft abverlangt. Wegen des Verletzungsrisikos sind natürlich ein Rettungswagen und ein Notarzt vor Ort.

Die Zuschauer können den Nervenkitzel mit einem heißen Glühwein und einer kleinen Brotzeit entspannt genießen und sich vom Enthusiasmus der Beteiligten und der ganz besonderen Stimmung anstecken lassen. Auch Teenager finden übrigens ihren Spaß daran, dem „Winter-Motorradsport auf Reifen mit dicken Stollen“ zuzuschauen und mitzueifern. Wichtig sind festes, wärmendes Schuhwerk und dicke Winterkleidung, um dem frostigen Wintertag trotzen zu können. Damit steht einem Riesenspaß und einem großartigen Motorsportspektakel nichts entgegen!

Motorsporttermine 2017:
https://www.adac.de/sp/sport-sby/_mmm/pdf/70_30_00%20T_SBY_Skij%C3%B6ring_115414.pdf

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wann kommen die Hirsche? Erlebnis Schaufütterung!

Wann kommen die Hirsche? ‒ Das ist die häufigste Frage, die Revierjäger Engelbert Holzner bei den öffentlichen Rotwild-Schaufütterungen im Wintergatter Valepp hört. Und genau das ist die Frage, die er am wenigsten beantworten kann, denn wann und ob die Hirsche noch bei Tageslicht zur Fütterung kommen, das weiß er selber nicht.

Der Hirsch – der König der Berge – ist normalerweise ein Wandertier, das im Winter von den Hochlagen der Berge in tiefere Lagen zieht. Durch die zunehmende Verbauung und den stetig ansteigenden Straßenverkehr ist es dem Wildtier aber unmöglich geworden, in die weniger verschneiten Talgebiete zu ziehen. Sie müssen im Hochgebirge überwintern. Damit das Wild wegen Nahrungsmangel vor allem im Frühjahr keine Schälschäden an den wertvollen Bergbäumen verursacht, wird es bei uns in sogenannten Wintergattern gefüttert. Im Wintergatter am Spitzingsee in der Valepp verbringen ca. 50 Stück Hirsche die Wintermonate.

Alle Wildtiere ‒ ob Schneehase, Auer- und Birkhuhn, oder Gämsen, Rehe und Hirsche ‒ fahren im Winter ihren Energiehaushalt auf ein Minimum herunter, da sie bei der hohen Schneelage und den kalten Temperaturen kaum Futter finden. Jede unnötige Energieverschwendung wird vermieden, sie bewegen sich langsam und ruhen viel, einige Tierarten graben sich zudem in den Schnee ein, um eine gewisse Isolierung zu haben.

In den vergangenen Jahren stieg gerade der Druck auf die Gebirgstierwelt durch den zunehmenden Wintertourismus in den Alpen sehr an. Wird ein Hirsch im Winter aufgeschreckt, flüchtet er sofort. Dabei verbraucht er ungleich viel mehr Energie als im Sommer, da sein runtergefahrener Energiehaushalt von praktisch 0 auf 100 in kürzester Zeit hochgefahren wird. Zudem dauert die Regenerierungsphase viel länger als im Sommer, und er verbraucht weitere lebenswichtige Energie, die er nicht hat.

Die gezielte Lenkung von Skitouren- und Schneeschuhgehern auf ausgewiesenen Tourenrouten ist eine der wenigen Maßnahmen die, unter anderem vom DAV und den Bayerischen Staatsforsten initiiert, helfen soll, die Wildtiere im freien Gelände besser vor unnötiger Störung zu schützen. Jeder einzelne Mensch, der in der freien Natur unterwegs ist, kann mit dem richtigen Verhalten dazu beitragen, dass die dringend erforderlichen Ruhezonen nicht gestört werden. Dazu gehört auch, dass Hunde an der Leine geführt werden.

Manchem Winterwanderer ist es gar nicht bewusst, dass er sich in einer Schutzzone befindet oder dass gerade in den Tagesrandzeiten die Tiere auf Futtersuche sind und jegliche Störung dabei für sie lebensgefährlich sein kann. Schon allein, dass man zu den tagesüblichen Zeiten zwischen 09:00 und 16:00 Uhr unterwegs ist und dabei auf dem Weg bleibt und nicht willkürlich durch den Wald streift, hilft den Wildtieren dabei, ihre dringend benötigten Ruhephasen einhalten zu können.

Der Besuch im Wintergatter hat sich nicht nur wegen des Betrachtens der wunderschönen, anmutigen Hirsche gelohnt, sondern auch, weil dort viel über die Lebensweise unseres größten heimischen Säugetieres erzählt wird und wie wir alle zum Erhalt unserer heimischen Tierwelt beitragen können. „Was man kennt, das schützt man.“

Schaufütterung (nur bei geschlossener Schneedecke, bitte beachten Sie die Hinweistafeln am Eingang zur Valepp): Donnerstag bis Sonntag täglich ab 15.00 Uhr. In der Faschingswoche täglich. Letzte Schaufütterung am Sonntag, 18. Februar 2018.

Tipp, damit man bei Warten nicht friert: warme Kleidung, Schuhe mit guter Profilsohle, ein Kissen und eine Decke. Fernglas nicht vergessen.

Die Bilder mit den Hirschen darauf wurden mir freundlicherweise von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) – Forstbetrieb Schliersee zur Verfügung gestellt.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Nur 356.000 Kilometer von Schliersee zum Mond

Als wäre es erst gestern gewesen, so erinnere ich mich gerne zurück an den Montag, den 14. November im Jahre 2016, da berichteten die Medien von einem „Supermond“, denn an diesem Tag sei der Mond „wieder einmal“ der Erde am nächsten. Ich dachte noch darüber nach, dass der Mond der Erde vermutlich erst wieder in 18 Jahren so nah kommen würde, und wer weiß, ob ich da überhaupt noch lebe.

Doch ausgerechnet an diesem Tag überzog Deutschland eine dichte Wolkendecke, und so blieb uns in Schliersee zunächst jede Sicht verwehrt, wenn da nicht noch spät nachts unser Hund Riggi hätte Gassi gehen müssen.

Für einen kurzen Augenblick öffnete sich ausgerechnet dann die Wolkendecke über Schliersee. Ich schnappte mir schnellstmöglich meine Fotoausrüstung und rannte nach draußen, und so entstanden doch noch Fotos vom „Supermond 2016“ ‒ betrachtet von Schliersee aus.

 

Und so waren wir uns ‒ trotz der riesigen Weiten des Weltalls ‒ noch nie so nah, Schliersee, der Mond, ich und „für einen Moment das Glück Schliersee“.

 

Text+Fotos 14.11.2016:  Helmut Jenne sen.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

Helmut Jenne – „Schliersee, des is‘ mei‘ Heimat!“

„Aus de‘ Berg‘ fliaßt des Wasser, frischkalt ins Tal, und sammelt sich in am See, und beim Blick hinüber zur Insel, bleibt mei‘ Herz vor Sehnsucht fast steh‘. Schliersee, des is‘ mei‘ Heimat …“

Die zwei Stunden, die ich mit Helmut Jenne auf seinem Bankerl im Kurpark in Schliersee verbringe, sind superschön. Das, was Helmut singt, berührt mich gleichermaßen wie die anderen Besucher des Kurparks. Die einen lassen sich in der Nähe auf einer Bank oder auf der Wiese nieder, um seiner Musik zu lauschen, andere bleiben stehen. Aber auch die, die vorbeiziehen, halten einen kleinen Moment inne und nehmen etwas mit. Die Kulisse spielt in Helmuts Hände. Es ist ein traumhafter Herbsttag, und der Blick auf den See und die umliegenden Berge ist atemberaubend. Es gibt in diesem Moment kein perfekteres Lied als „Schliersee, des is‘ mei‘ Heimat“ – eine Hymne auf Schliersee. „Das Lied ist aus meinem Herzen heraus entstanden!“, erzählt er mir. Das nehme ich ihm ab. Als Helmut es singt, spüre auch ich, wie sehr Schliersee in den letzten 15 Jahren zu meiner Heimat geworden ist. Immer wieder bleiben Menschen stehen, sagen „Servus“, bedanken sich, werfen als Wertschätzung ein paar Euro in den Gitarrenkoffer, und eine Dame kauft seine selbst produzierte CD „i‘ zupf di‘“. Man spürt deutlich, dass Helmut sich hier wohlfühlt. Er ist tatsächlich Schliersees einziger Straßenmusikant mit einer offiziellen Erlaubnis. Er spielt seit sieben Jahren im Kurpark, und sein Repertoire ist vielfältig ‒ wie die Menschen, die vorbeigehen.

Neben einer Vielzahl eigener Lieder spielt er auch gut ausgesuchte Hits, Schlager, Country- und Folksongs. Der bayerische Liedermacher spielt einfach alles, was zu seiner Stimme und seiner „Band“ – bestehend aus Gitarre und der Mundharmonika – passt. „Das Musizieren hier am See bedeutet für mich Lebensqualität!“, erzählt mir Helmut weiter. Und auch für mich ist das ein ganz besonderer Nachmittag – mit viel Musik und etwas Einblick in Helmuts Leben als Musiker.

Haltet doch einfach mal Ausschau nach Helmut, wenn er mit seiner Gitarre im Kurpark sitzt. Vielleicht kann er auch euch ein wenig verzaubern.

 

 

Helmut Jenne
http://www.helmutjenne.com

 

Veranstaltungstipp: Helmut Jenne ganz gemütlich und ungezwungen am 28. Oktober 2016 im Glückselig (http://www.bistro-glueckseelig.de/) erleben.

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Herbstspaziergang zur Burgruine Hohenwaldeck

Es ist ein warmer Spätsommertag. Ein laues Lüftchen streicht über den Schliersee, und die Morgensonne steht schon tief. Ein idealer Tag also, um einem geschichtsträchtigen Platzerl hoch über dem Schliersee einen Besuch abzustatten: der Burgruine Hohenwaldeck.

Ihre letzten Mauerreste thronen 209 Meter über dem Seespiegel auf einem Felsen. Der Weg hinauf ist kurz, aber steil. Anfangs führt der Pfad über einen Wiesenhang, auf dem in der schönen Jahreszeit Kühe weiden. Nach einem misstrauischen Blick auf die grasende Herde, unter der ich auch ein paar Jungstiere erkennen kann, beschleunigen sich meine Schritte, und ich überquere die Wiese rasch. Erleichtert lasse ich die freie Fläche hinter mir und tauche in die Kühle des Bergwaldes ein. Hier wird der Weg merklich steiler. Zur besseren Begehbarkeit wurden in den Untergrund hie und da Holzbalken verankert, sodass eine Art Treppe entstanden ist. Immer wieder mache ich kurz Halt, um die Informationen auf den zahlreichen Hinweistafeln zu studieren, die entlang des Weges aufgestellt wurden.

Hier finden sich interessante Fakten zu den heimischen Bergbäumen, wie beispielsweise die Vogelkirsche oder die Weißtanne. Ein paar Meter weiter stehen auch schon die ersten Schilder, die Details aus der Geschichte der Burgruine verraten.

Eine eigenartige Atmosphäre herrscht in dem Hochwald, der trotz der frühen Stunde und des schönen Sommertages düster wirkt. Es scheint, als ob mit dem Betreten des Weges zur Ruine auch die Epoche gewechselt hätte. Bilder von Edelmännern und Burgfräulein kommen mir in den Sinn, und einen kurzen Augenblick lang spüre ich die hoffnungsvolle Erwartung, statt verfallene Mauern der einstigen Festung eine prachtvolle Ritterburg auf dem Gipfel vorzufinden. Meine Vorfreude wird jedoch durch den Anblick der moosbewachsenen Felsbrocken, die sich plötzlich seitlich des Weges auftürmen, jäh zerstört.

Sie sind die letzten Zeugnisse eines verheerenden Felssturzes, der Ende des 15. Jahrhunderts große Teile der Burg zerstört und sie damit endgültig unbewohnbar gemacht hat. Angesichts der unglaublichen Kräfte, die hier gewirkt haben müssen, schaudere ich kurz und setze meinen Weg zügig fort. Nach circa einer dreiviertel Stunde bin ich am Ziel. Von der einstigen stattlichen Burg, die im Laufe der Jahrhunderte mehrfach den Besitzer wechselte, sind lediglich Teile der Umfassungsmauer und Reste des Turms übriggeblieben.

Eine schmale Holzbrücke führt an der Südmauer entlang in das ehemalige Innere der Burg. Die Natur hat sich freilich schon längst ihr Terrain zurückerobert, doch an manchen Stellen sind die Mauern erstaunlich gut erhalten.

Die Belohnung für den Aufstieg wartet auf einem Felsvorsprung: Unter dem mächtigen Gipfelkreuz laden zwei Bänke zum Verweilen ein und bieten einen grandiosen Ausblick auf den Schliersee, die Berge und das Umland. An klaren Tagen kann man weit ins Land hineinblicken und in der Ferne den einen oder anderen Kirchturm benachbarter Gemeinden erspähen. Die Ruine Hohenwaldeck lockt aufgrund ihrer wildromantischen Lage auch viele Verliebte auf den Berg. Unzählige Herzen, Liebesschwüre und Initialen sind in den Stamm der sogenannten Liebesbuche – eine Buche, die von einem dicht daneben stehenden kleineren Baum eng umschlungen wird –  für die Ewigkeit eingeritzt. Der prächtige Baum scheint es nicht übel zu nehmen.

Die Geschichte der Burgruine Hohenwaldeck ist wechselvoll: Über ihre Entstehung sind sich die Geschichtsschreiber uneins. Große Buckelquader an den Kanten des verfallenen Turms deuten auf eine Errichtung gegen Ende des 13. Jahrhunderts hin. Eine der Hinweistafeln berichtet gar von römischen Ursprüngen. Doch diese These ist in Historikerkreisen mittlerweile umstritten. Sicher ist jedenfalls, dass sich die Burg zur damaligen Zeit im Besitz der Grafen zu Waldeck befand. Sie fungierten als Vögte des Chorherrenstiftes Schliersee und residierten über 200 Jahre lang im Miesbacher Land.

Der letzte ritterliche Bewohner der Burg war wohl Georg von Waldeck. Nach seinem Tod 1380 blieb die Burg unbewohnt. 1516 erwarb Wolfgang von Maxlrain die Besitzrechte. Die Maxlrainer galten damals als eines der reichsten Adelshäuser Oberbayerns. Nachdem auch dieses Geschlecht ausstarb, wurde die Herrschaft über die Burg 1734 dem Kurfürstentum Bayern übergeben.

Für eine Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck sollte man eine gute Kondition haben. Außerdem ist festes Schuhwerk zu empfehlen, da der Weg an manchen Stellen ausgewaschen und rutschig ist.

Ausgangspunkt: Hinter der Gaststätte „Schnapperwirt“ in Fischhausen am südlichen Ende des Schliersees zweigt ein Weg nach links ab. Der Weg zur Burgruine ist ab dort ausgeschildert. Parkmöglichkeiten gibt es auf einer Wiese neben der B 307.

 

[tourim-redakteur]

 

 

Buchtipps: Schliersee fürs Sofa

Susanne Rößners Roman „Nur einen Sommer lang“ spielt am Schliersee und in seiner Umgebung.

Laura lebt in Berlin und ist dort recht glücklich. Aber dann passiert etwas, das ihr ganzes Leben auf den Kopf stellt: Die junge Frau erhält einen Brief von einer Anwaltskanzlei und erfährt von einer überraschenden Erbschaft. Dafür soll sie jedoch für ein halbes Jahr in ihre oberbayerische Heimat zurückkehren. Laura nimmt die Herausforderung an und zieht an den Schliersee. Dort ist sie jedoch nicht bei jedem willkommen. Besonders abweisend verhält sich der junge Tierarzt Anton. Aber ausgerechnet den findet Laura ziemlich interessant.

Der Schliersee und seine umliegenden Berge spielen in dem Roman von Susanne Rößner eine tragende Rolle. „Nur einen Sommer lang“ ist der Titel ihres Werkes, das im Frühsommer im Piper-Verlag erschienen ist. Überhaupt hat ihre Schlierseer Heimat bei der Autorin einen hohen Stellenwert: „Heimat – das ist sehr viel Gefühl“, versucht sie ihre Empfindungen in Worte zu fassen, „das ist einfach ‚dahoam‘.“ Aus diesem Grund siedelt Susanne Rößner auch den Schauplatz ihrer Geschichten meist in den Landkreisen Miesbach und Rosenheim an. Auch in ihren Krimis „Fangermandl“, „Diridari“ und „Sparifankerl“, die in den vergangenen zwei Jahren veröffentlicht worden sind, erkennt der ortskundige Leser viele Orte und Plätze im Schlierseer und Tegernseer Tal wieder.

kf_schliersee_fuers_sofa_2Mit „Nur einen Sommer lang“ hat sich die sympathische Münchnerin, deren Vater seit vielen Jahren am Schliersee lebt, auf unbekanntes Terrain gewagt. Gedanklich mit Mordfällen, falschen Spuren und pfiffigen Ermittlern beschäftigt, kam das Angebot, einen Liebesroman zu verfassen, überraschend. „Die Idee hatte eigentlich meine Literaturagentin“, erzählt Susanne Rößner. Über „love and landscape“ solle sie schreiben. Was also lag näher, als eine gefühlvolle Liebesgeschichte mit ihrer Schlierseer Heimat zu verknüpfen. Am Schliersee liebt und mordet es sich eben besonders schön!

Susanne Rößner baut ihre Geschichten um einzelne Szenen, die ihr ganz plötzlich in den Sinn kommen. Eine Begebenheit in Namibia war es, die den Ausschlag fürs Bücherschreiben gab. „Da hatte ich auf einmal eine Szene vor Augen, wie man jemanden auf außergewöhnliche Weise um die Ecke bringen kann“, erzählt sie schmunzelnd. Aus der gedanklichen Szene wurde ein Text im Computer, und aus diesem Text entstand innerhalb von drei Monaten ihr erster Krimi „Fangermandl“. Und da sie lieber über Orte schreibt, wo sie sich auskennt, spielt die Geschichte eben im Oberland und nicht in Afrika.

Susanne Rößner liebt und lebt ihre Geschichten und das Schreiben. Den Auftrag fürs nächste Buch hat sie schon in der Tasche. „Das wird wieder ein Roman, kein Krimi“, verrät sie. Und an welchem Ort wird er spielen? Natürlich im Oberland – wo sonst?

„Nur einen Sommer lang“ (ISBN 978-3-492-30902-8, 8,99 Euro) von Susanne Rößner ist im Piper-Verlag erschienen.

Die Krimis „Fangermandl“ (ISBN 978-3-95451-448-9, 11.90 Euro), „Diridari“ (ISBN 978-3-95451-690-2, 11,90 Euro) und „Sparifankerl“ (ISBN 978-3-95451-964-4, 12,90 Euro) sind im emons-Verlag erschienen. Die Bücher sind im Buchhandel wie z.B. in der Bücheroase in Schliersee erhältlich.

[tourim-redakteur]

 

 

Veranstaltungstipp: Wunderbar wanderbar

„Wandern ist eine Tätigkeit der Beine und ein Zustand der Seele“ – Josef Hofmiller

Einfach wunderbar wanderbar in Miesbach und Schliersee

Am Sonntag, 25. September 2016, haben Einheimische und Gäste wieder die Möglichkeit, das Miesbacher Oberland bis nach Schliersee zu Fuß zu erkunden. Das Kulturamt der Stadt Miesbach veranstaltet in Zusammenarbeit mit der Gäste-Information Schliersee ein Wandererlebnis, bei dem sich das herrliche Panorama des Voralpenlandes genießen lässt.

Die kleine Route ist „Dem Miesbacher Fleckvieh auf der Spur“ und führt auf Feldwegen und entlang der Schlierach vorbei an saftigen grünen Wiesen und Hagen. Auf der 6 km langen Strecke genießt man die herrliche Landschaft des Miesbacher Oberlandes, und mit ein bisschen Glück kann man so manches Prachtexemplar des Miesbacher Fleckviehs bestaunen. Mit 50 Höhenmetern ist die Route auch für Familien geeignet, allerdings nicht kinderwagentauglich.

Die große Route verspricht einen „Ausblick ins Bilderbuch-Bayern“. Sie führt durch die wunderbare Hag- und Hügellandschaft des Oberlandes bis an den Schliersee. Mit ca. 25 km und 660 Höhenmetern ist der Weg teilweise anspruchsvoll, doch die traumhaften Panoramablicke unter anderem vom Stadlberg, von der Schliersbergalm und am Schliersee entlohnen die Mühen.

funky-welanskiMöchte man die Traumlage am Schliersee ausgiebig genießen, so spielt im Schlierseer Kurpark von 11:00 Uhr bis 15:00 Uhr die Band Funky Welanski. Die Bandmitglieder Josef Pötzinger am Bass, Anh Nguyen Quoc am Keyboard, Axl Thienelt an der Gitarre und Werner Welanski am Schlagzeug sorgen hier mit Funk, Latin und Jazz für gute Stimmung und laden zum Verweilen ein. Für Verpflegung sorgt das Team vom Restaurant Charivari.

Der Rückweg kann alternativ auch mit dem Wandertags-Shuttle-Service zurückgelegt werden. Dieser fährt jede volle und halbe Stunde ‒ ab 11:30 Uhr ‒ von der Vitalwelt Schliersee zurück zum Waitzinger Keller – Kulturzentrum Miesbach.

Jeder Teilnehmer kann sich die Wanderung auch für das Internationale Volkssportabzeichen durch den DVV – Deutschen Volkssportverbund werten lassen. In der Zeit von 8:00 Uhr bis 10:00 Uhr kann gestartet werden. Die Startgebühr beträgt 2,00 €. Mit dem Eintrittsband, das man am Start erhält, bekommt man an den Verpflegungsstellen auf der Strecke kostenlose isotonische Getränke sowie die Möglichkeit, den Shuttle-Service in Anspruch zu nehmen.
Für die IVV-Wertung sind Hin- und Rückweg zu Fuß zu erwandern, der Zielschluss ist um 17:00 Uhr.

morgenpansmall

Nähere Informationen zur Veranstaltung gibt‘s bei uns in der Gäste-Information Schliersee unter der Telefonnummer 08026/60650.

 

[tourim-redakteur]

 

 

Kuriose und romantische Fleckerl in Schliersee

Ganz im Sinne einer Lebensweisheit von Ernst Ferstl: „Wer mit offenen Augen und Ohren durchs Leben geht, findet immer wieder Grund zum Staunen“, bin ich heute mal durch meinen Lieblingsort Schliersee gelaufen und habe vor allem meine Augen offen gehalten. Dabei habe ich viele mehr oder weniger versteckte Kuriositäten gefunden, an denen man als unaufmerksamer Spaziergänger schon mal vorbeigeht, ohne deren Schönheit und Charme überhaupt zu bemerken.

„Wer mit offenen Augen durch Schliersee geht, kommt aus dem Staunen gar nicht mehr heraus.“

Das trifft es viel besser, finde ich.
Ich habe mich bei meinem gemütlichen Spaziergang hauptsächlich auf ungewöhnliche und nicht alltägliche Besonderheiten konzentriert und davon jede Menge allein nur im Ortskern gefunden. Angefangen beim Hygrometer (Messinstrument zur Bestimmung der Luftfeuchtigkeit) in Form eines mit Schindeln gedeckten Pilzes. Dann sticht mir eine Hauswand mit dem sinnigen Spruch „Leb’n – und leb’n lass’n!“  ins Auge: eine schöne und wie ich finde gerade in der heutigen Zeit wertvolle Lebensphilosophie.

Zwischen den Hausdächern mandelt sich eine katzenbuckelnde Katze vor einem zwitschernden Vogel auf. Liebevoll arrangierte Blumen hängen ungewöhnlich angebracht an Fensterläden. Allein die Hinweisschilder enthalten entzückende Details, wie z. B. eine hölzerne Kaffeekanne, wie bereitgestellt zum Ausschenken eines köstlichen Kaffees.

Rund um den See findet man diverse Frösche, die man auch gerne küssen darf … Wer weiß schon, welche Wunder es gibt, vielleicht findet man so seinen Traumprinzen …

Ein aus Holz geschnitzter Männerkopf mit Laterne und Schlüssel in der Hand schaut mich aus einem imaginären Fenster an der Hauswand an ‒ und vieles, vieles mehr …

Machen Sie sich doch einfach selbst die Freude und gehen mit offenen Augen durch unseren wunderschönen oberbayerischen Ort. Vielleicht versuchen Sie, die abgebildeten Fleckerl selbst zu finden und zusätzlich dazu weitere ungewöhnliche und nicht alltägliche Ecken aufzuspüren …

 

[tourim-redakteur]

 

 

Chillen für Genießer – das Strandbad Schliersee

Gin Chilla (ist erfrischend wie ein Sprung in den Schliersee, heißt es. Das Trend Getränk wurde von den Strandbad Jungs zusammen mit der Lantenhammer Destillerie entwickelt.

Hier im Strandbad trifft man bspw. Schliersees Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer oder auch Skilegende Markus Wasmeier genauso wie viele Einheimische. Darunter mischen sich Erholungssuchende aus aller Welt. Es herrscht eine sehr lockere Atmosphäre. Die Jungs wissen, wie es geht: Qualitativ hochwertiges Essen, Gin Chilla und jede Menge gute Laune gepaart mit frechen Sprüchen. Zum Essen gibt es herzhafte und deftige Schmankerl vom Holzkohlengrill, Fisch und andere Meeres-Köstlichkeiten, Asiatische Spezialitäten aus dem Wok und Steckerlfisch.

Mein ganz persönlicher Tipp: Rinderfilet vom Holzkohlegrill mit gebratenem Gemüse und kleinen Kartoffeln. Danach unbedingt einer der täglich wechselnden, hausgemachten Nachspeisen probieren. Weltklasse.

Man fühlt sich im Strandbad einfach immer wie im Urlaub – weit weg vom Alltag – selbst wenn man nur schnell einen Cappuccino in der Mittagspause genießt. Südseefeeling pur.

Bitte unbedingt reservieren! 08026 /209495

http://www.strandbad-schliersee.de/

Strandbad Schliersee
Seestraße 29a
83727 Schliersee

Öffnungszeiten: 10-22 Uhr bei schönem Wetter im Sommer

[tourim-redakteur]