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Bärlauch, das Kraftpaket aus der Schlierseer Kräuterküche

Bärlauch – schon in dem Wort steckt die Bärenkraft. Nach der Wintersaison ist der Schlierseer Bärlauch das erste Grün, das die Küche verzaubert und gleichzeitig gesund ist. Für die Gesundheit sorgen vor allem seine schwefelhaltigen Verbindungen wie Allicin, Alliin und Flavonoide. Die stecken vornehmlich in den Zwiebelwurzeln und in den Blättern und sorgen für den typischen Bärlauchgeruch.

Wenn ich zurzeit auf meinen Waldspaziergängen unterwegs bin, sieht man überall die schönen grünen Bärlauch-Felder. Auch das Wild bedient sich reichlich, was an den Spuren zu erkennen ist.

 

 

Bärlauch wirkt antibiotisch, pilzhemmend und immunstärkend und ist für mich ein Radikalfänger in meinem Körper. Er räumt auf, fördert die Verdauung, regt die Leber, Galle und den Magen an und ‒ wie mein Vater immer sagte ‒ putzt den Darm. Früher wurde er deswegen auch bei Wurmbefall eingesetzt. Bärlauch enthält unglaublich viel von dem Chlorophyll und verbessert die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung. Außerdem hilft er sehr gut bei der Frühjahrskur, der Entgiftung im Körper.

Durch die vielen Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Vitamin B1, Kalium, Mangan, Magnesium, Calcium usw.  verhilft er uns wieder zu „Bärenkräften“.

Um den Bärlauch wirklich zu kennen, ist es ratsam, mal eine Kräuterführung mitzumachen. Hier lernt jeder die Bestimmungsmerkmale und wie vielseitig er in der Küche zum Einsatz kommt.

Heute habe ich euch ein altes Schlierseer Rezept der Oma ausgegraben. Sie hat immer „Bärlauchnudän“ gesagt, heute heißen die begehrten Begleiter „Gnocchi“.

 

Schlierseer Bärlauch-Gnocchi

Rezept für 4 Personen:

  • 500 g gekochte mehlige Kartoffeln
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • ½ TL Salz
  • Muskat
  • 2 Eier
  • 100 g frischer Bärlauch

Zubereitung:

Pellkartoffeln kochen, schälen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken. Mehl und Gewürze dazugeben und locker vermischen. Inzwischen die Eier in ein hohes Gefäß aufschlagen, den frischen, gewaschenen Bärlauch dazugeben und mit einem Mixstab mixen. Diese Ei-Bärlauchmasse zu den abgekühlten Kartoffeln geben und daraus einen schönen Teig verkneten. Daraus Stränge formen und mit einer bemehlten Gabel die Rillen in den Teig drücken. Ins kochende Salzwasser geben. Wenn sie nach ca. vier Minuten an die Oberfläche  steigen, sind sie fertig.

Mit einem Seihlöffel rausnehmen. Mein Favorit ist eine schöne Putenkeule dazu. Die Vegetarier können auch einen Frühlingskräutersalat dazu genießen.

Ganz liebe Frühlingsgrüße aus der Schliersee Kräuterküche und guten Appetit.

 

Übrigens ist dieses Rezept ganz leicht mit Kindern zu machen – viel Freude und gutes Gelingen.

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Grünes Gold – Schlierseer Bärlauchpesto

Wenn du momentan durch die Schlierseer Wälder wanderst, strömt dir überall eine kräftige Knoblauchnote entgegen. Der Bärlauch wächst in Hülle und Fülle.

Vitaminreich, gesund und einfach bei uns in der Natur zu ernten. Der Bärlauch enthält sogar Substanzen, die das Immunsystem stärken.

 

 

Nicht mit Maiglöckchen verwechseln

 Wer den Bärlauch selbst sammeln möchte, sollte jedoch aufpassen. Er kann leicht mit den giftigen Maiglöckchen und den ebenso giftigen Herbstzeitlosen verwechselt werden. Und das kann richtig gefährlich werden. Wer also zweifelt, sollte lieber zum Gemüsehändler seines Vertrauens gehen. Auch im gut sortierten Supermarkt findest du Bärlauch.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Bärlauch zu verwenden. Ich mag am liebsten Bärlauchpesto. Das kannst du wirklich leicht selbst herstellen und dir so den Schlierseer Frühling nach Hause holen.

 

Mein Lieblingsrezept:

2 Bund Bärlauch
50 g Pinienkerne (oder Walnüsse)
100 g Parmesan
100 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Den Bärlauch waschen und trocken tupfen, die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett leicht anrösten und den Parmesan mit einer Reibe frisch hobeln. In einem Mixer alle Zutaten zu Pesto verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Gläschen abfüllen.

Das Bärlauchpesto schmeckt zu Pasta genauso wie zu einem frischen Bauernbrot.

 

 

Besonderer Tipp: Andreas Essendorfer hat Bärlauch-Meerrettich im Programm. Das ist der Kick für deine Sahnesoße zum Tafelspitz. https://www.essendorfer.de/search?sSearch=b%C3%A4rlauch

Viele Produkte rund um den Bärlauch bekommst du auch bei Angelika im Hennererhof in Schliersee. Auch Bärlauchpesto! https://www.hennerer.com/

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Aus der Schlierseer Kräuterküche

Kommt mit, ich zeige euch heute die Frühlingskräuter. Ganz einfach könnt ihr sie ganz leicht selbst in eurem Garten finden und einen wunderschönen Frühlingskräutersalat zubereiten. Ein Gedicht für alle Sinne.

 

 

Die Schlüsselblume sperrt für uns das Frühjahr auf, und alles fängt an zu sprießen. Die Schlüsselblume steht unter Naturschutz und ist für mich eine Seelenpflanze, wunderschön zum anzuschaun.

Im fließenden Gewässer wächst die Brunnenkresse, sie schmeckt a bissal scharf und ist sehr wichtig als Radikalfänger und für unser Immunsystem.

Für die Bienen gibt es das erste Futter, das Scharbockskraut. Es blüht gelb, hat an den Wurzeln kleine Knollen.

Unser Gänseblümchen kann man nicht verwechseln und ist für Kinder ein sehr schönes Einstiegserlebnis in die Kräuterwelt. Gänseblümchen auf Kuchen, im Wildkräutersalat, in Suppen  … es wertet die Küche sehr gut auf und schmeckt leicht bitter.

Die gefleckte Taubnessel ist nicht verwandt mit der guten Brennnessel, sie ist ein Lippenblütler und schleimlösend. Für mich gehört sie auf jeden Fall in die Frühlingskräuterküche.

Giersch ist unser Klassiker. Jeder schimpft, da er ganz sicher in jedem Hausgarten zu finden ist. Er ist unser Wildspinat und kann das ganze Jahr geerntet werden. Der krautige Geschmack nach Möhren, der dreikantige Stiel, drei mal drei Blätter sind die Erkennungsmerkmale. Verwechslungsmöglichkeiten gibt es mit anderen Doldenblütlern. Bitte einmal genauer mit dem Giersch beschäftigen, dann wird er schnell zum Liebling im Garten.

Die hohe Brennnessel, die Königin unter den Wildkräutern, liefert viel Magnesium und Eisen und ist gleichzeitig die Einschleußpflanze für diese Mineralien. Brennnessel dient als Entgiftungspflanze im Rahmen von Frühjahrskuren

Hornveilchen ist wunderschön anzuschauen und kann auch Kuchen und Salate aufwerten. Das Hornveilchen blüht sehr dankbar fast das ganze Jahr und ist sehr anspruchslos.

Löwenzahn, unser Bitterstofflieferant, ist in der Küche sehr vielseitig einsetzbar. Ob im Wildkräutersalat, Suppen, Knödeln …

Die Schafgarbe enthält alle zwölf Schüsslersalze , gehört wie der Löwenzahn zu den Korbblütlern, schmeckt bitter und wächst auf sehr mageren Böden. Schafgarbenbutter für das erste Grillen, eine ganz besondere Delikatesse.

Die Knoblauchsrauke, schmeckt, wie der Name schon sagt, nach Knoblauch. Die feinen Blättchen sollten in keinem  Frühjahrssalat fehlen.

Huflattich, auch die kleine Pestwurz genannt blüht gelb und ist eine der ersten Blüten überhaupt. Die Blüten hat unsere Oma immer für ihren Hustentee geerntet.

Bärlauch, der Klassiker im Frühjahr, ist sehr vielseitig einsetzbar und schmeckt ausgezeichnet. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Bärlauchbutter, Bärlauchpesto, Suppen, Bärlauchspatzen, Bärlauchnudeln usw. Zu erkennen ist der Bärlauch wie folgt: Jedes Blatt steht einzeln an einem Stil, an der Unterseite ist er matt und hat eine Rippe. So kann er nicht mit Maiglöckchen, Aronstab oder Herbstzeitlose verwechselt werden.

 

 

Hier habe ich euch einen kurzen Auszug aus den Frühlingskräutern zusammengestellt. Wer mehr erfahren möchte, kann nach der Ausgangsbeschränkung bei  Kräuterführungen in Schliersee gerne sein Wissen erweitern.

Kräuterpädagogin Fesl Rita, Tel 08026-6739

Bei Interesse an mehr Kräuterwissen können auch Heilkräuterseminare am Hennererhof gebucht werden. (siehe auch www.hennerer.com).

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

„Jahreszeiten-Küche“: Bärlauchcremesuppe mit gerösteten Mandeln und einem Rosmarin-Scampi-Spieß von Georg von Uckermann

Der Georg, unser Küchenchef vom SLYRS Caffee & Lunchery, verrät Euch exklusiv ein schnelles Gericht passend zur Jahreszeit und dem momentan bei uns wachsenden Bärlauch. Dieser gilt als WildgemüseGewürz– und Heilpflanze und wird in unserer Gegend sehr gerne in der Frühjahrsküche genutzt.

Immer im Frühjahr sprießt er fast überall in Schliersee: der Bärlauch. Bevorzugt wächst er zwischen Bäumen, Büschen und an Flussläufen, und da er sich stark vermehrt, findet man ihn inzwischen auch in den meisten Gärten. Die Blütezeit reicht in unseren Höhen von Mitte April bis Ende Mai. Sobald die Blätter etwas größer sind, liegt bei einem leichten Windzug bereits ein an Knoblauch erinnernder Duft in der Luft. Wer den Bärlauch in der Küche nutzen will, sollte ihn noch vor der Blüte schneiden. Dann ist er vom Geschmack her milder. Die beste Erntezeit ist von März bis Mitte Mai ‒ je nach Außentemperatur.

Bitte größte Vorsicht bei der Ernte, da der Bärlauch bei Unkenntnis leicht mit stark giftigen Pflanzen verwechselt werden kann. „Trotz der leichten Identifikation durch den typischen Geruch, der beim Reiben der Blätter entsteht, wird Bärlauch beim Sammeln immer wieder mit dem Maiglöckchen, den im Frühjahr austreibenden Blättern der Herbstzeitlosen, oder den meist ungefleckten Blättern jüngerer Pflanzen des Gefleckten Aronstabs verwechselt.“ (Wikipedia)

 

Darauf solltest Du beim Pflücken achten:
Der Bärlauch hat einen Stiel, ist an der Unterseite matt und riecht nach Knoblauch. Am besten jedes Blatt einfach mit dem Fingernagel anritzen und daran riechen. Ein weiteres wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Mittelrippe, welche hörbar knackt, wenn man sie bricht.

Georg hat sich extra für Euch eine gschmackige Suppe erdacht, die auch für den Hobbykoch ohne großen Aufwand nachzukochen ist.

 

Außerdem hat er noch ein paar hilfreiche Tipps für Euch:
Zum Abbinden von Soßen und Suppen kann man gut einen Natur-Frischkäse mit einem hohen Fettgehalt statt anderer Abbinder nutzen.
Zitronensäure in der Suppe macht den Geschmack leichter und frischer. Die Suppe kommt einem dann nicht so schwer vor.
Eine ca. 1 cm breite, dünne Schicht Butter am Topfrand verhindert ein Überkochen.
Die Bärlauchpaste besteht aus klein gehäckseltem Bärlauch und Olivenöl ohne weitere Zutaten. Sie hält sich locker ein halbes Jahr.

 

Rezept für 2 Portionen:

Zutaten:

200 ml Sahne
200 ml Milch
1/2 Zitrone
40‒50 g Bärlauchpaste
Ca. 100 gr Frischkäse mit hohem Fettgehalt
Olivenöl
4 frische, rohe Scampi
2 Rosmarinzweige
Geröstete Mandelsplitter
Tomatenflocken (getrocknetes Tomatenmark), wenn vorhanden
Salz, Pfeffer, Muskat

 

Zubereitung:

Zuerst kommt die Milch-Sahne-Mischung in den Kochtopf.

Während des langsamen Aufkochens die Mischung mit Salz, Pfeffer und Muskat würzen und ca. einen halben Teelöffel Zitronensaft dazugeben. Bitte ständig mit dem Schneebesen rühren, um ein Anbrennen oder Überkochen zu vermeiden.

Dann so viel Frischkäse darunter rühren, bis die gewünschte Konsistenz erreicht ist, und vom Herd nehmen.

Nun werden immer zwei Scampi auf einen Rosmarinzweig gespießt, in der Pfanne das Olivenöl erhitzt und die Scampispieße kurz von beiden Seiten angebraten. Optimal sind sie, wenn sie innen glasig aussehen. Am Schluss die Hitze wegnehmen und die Scampi kurze Zeit ziehen lassen.

Jetzt wird die Bärlauchpaste in die langsam wieder erhitzte Suppe untergerührt.

Und schon seid Ihr fast fertig. Es muss nur noch angerichtet werden:

Die Suppe in einen schönen Teller geben, dann die Scampispieße hineinlegen, Tomatenflocken und Mandelsplitter darüber geben und …

 

 

… guten Appetit!

 

 

SLYRS Caffee & Lunchery
Bayrischzeller Straße 13
D-83727 Neuhaus/Schliersee
Tel.: +49 (0) 80 26 / 922 89 20
E-Mail: lunchery@slyrs.de

Internet: https://slyrs.com/de/slyrs-caffee-lunchery

Öffnungszeiten:       Mo.‒So.: 9:00‒17:00 Uhr
Frühstück von 9:00‒13:00 Uhr

Mittagessen von 12:00‒16:00 Uhr
Dienstag Ruhetag

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Schlierseer Osterbräuche

Palmsonntag
Am Palmsonntag endet die Fastenzeit, es beginnt die Karwoche. Im Mittelpunkt der Bräuche am Palmsonntag steht die Palmweihe. In Schliersee werden Palmkatzal (Weidekätzchen) mit Wachslaba (Steckpalme) und Buchszweige zu kleinen Palmbüschal gebunden. Diese werden an einem langen Haselnussstock befestigt und von „starken Buam“ in die Messe getragen, um sie weihen zu lassen. Nach der Weihung in der Kirche werden sie anschließend bei der Prozession um die Felder getragen, um Segen für die Ernte zu erbitten. Zu Hause werden sie vor die Tür oder in den Herrgottswinkel des Hauses gestellt ‒ so werden Haus und Hof vor Krankheit und Blitz geschützt. Im Osterfeuer des folgenden Jahres werden sie verbrannt und diese Asche wieder auf die Felder gestreut. Je nach Region hat sich der Brauch in unterschiedlicher Form erhalten.

Gründonnerstag
Ratschen: An den Kartagen schweigen die Glocken, der Volksmund sagt auch: „Sie fliegen nach Rom.“ Beim traditionellen Karfreitagsratschen ersetzen Ratschen aus Holz das Glockenläuten. „Das Ratschen ist ein typischer Brauch in Oberbayern. Das Ratschen beginnt mit dem Gloria am Gründonnerstag und endet am Karsamstag in der Osternacht. An diesem Tag werden auch den auserwählten Männern (zwölf ‒  als Vertreter der Apostel) vom Bischof die Füße gewaschen. Dabei zu sein, ist eine ganz besondere Ehre. Die heiligen Öle, die in der katholischen Kirche für das ganze Jahr gebraucht werden für Salbungen wie Firmung, Krankensalbung etc., werden in dieser besonderen Messe vom Bischof geweiht und an die einzelnen Kirchengemeinden verteilt.

Gründonnerstagssuppe:
Das erste Grün hat ganz besonders viel Kraft. Wir bereiten aus den frischen Kräutern wie Bärlauch, Brunnkresse, Löwenzahnblättchen, Spitzwegerichblättchen, Gänseblümchen, Vogelmiere und anderen eine schmackhafte Gründonnerstagssuppe zu.  An den drei Kartagen gibt es kein Fleisch zu essen, es sollte sich auch nicht sattgegessen werden. Die gelegten Eier an diesem Tag sind ganz besonders lange haltbar. Aus diesen werden auch unsere gefärbten Eier für das Osterkörbchen gekocht und zur Weihe in die Kirche mitgenommen ‒ dies verleiht eine ganz besondere Gesundheit.

Karfreitag
In der katholischen Kirche ist der Hauptgottesdienst an Karfreitag die sogenannte Feier vom Leiden und Sterben Christi. Der Gottesdienst findet um 15 Uhr zur überlieferten Todesstunde Jesu statt. An diesem Tag wird keine Heilige Messe gefeiert, und so besteht der Gottesdienst aus einem Wortgottesdienst, der Kreuzverehrung

Der Karfreitag sollte auch für uns ein Tag der Besinnung und Ruhe sein. Es gibt an diesem Tag nur ein spärliches Essen. Butterbrot oder eben eine Suppe reichen. Wir mussten als Kinder immer sehr still sein, kein Fernseher, kein Radio.

Karsamstag
Osterfeuer: Das Osterfeuer wird in den meisten Gemeinden in der Osternacht entzündet und steht symbolisch für die Auferstehung Jesu. In Schliersee spricht man der Flamme auch schützende Kräfte zu. In der Osternacht werden Baumschwämme (Zundeln) über dem Feuer zum Schwelen gebracht und dann an einem Eisenhaken von den Buben von Haus zu Haus getragen. Zum Schutz des Hauses und der Bewohner wird dann in jedem Haus ein Stück Schwamm ins Herdfeuer  geworfen. Auch die Asche des Osterfeuers hat ganz spezielle Eigenschaften ‒ mein Vater verteilte die Asche in alle vier Himmelsrichtungen der Felder und erhoffte sich dadurch eine ganz besonders ergiebige Ernte im neuen Jahr.

Am Osterfeuer wird auch die neue Osterkerze angezündet und geweiht. Danach beginnt die lange Osterliturgie in der Kirche. Die Entstehungsgeschichten werden gelesen usw.

Osterwasser: Das sagenumwobene Osterwasser, so heißt es im Volksglauben, verhindert das Altern. Säuglinge, die mit Osterwasser getauft werden, sollen einmal besonders intelligent werden.

Ostersonntag
Weihkörbal für das gemeinsame Osterfamilienfrühstück
Inhalt: Osterschinken, gekochte gefärbte Eier vom Gründonnerstag, Salz und Brot für Mensch und Tier, Osterbrot, Lämmchen
Am frühen Morgen des Ostersonntags trägt die Mutter oder älteste Tochter das Weihekörbchen zur Messe. Das anschließende gemeinsame Osterfrühstück sorgt für Gesundheit für die ganze Familie.

Osterspiele:
Ostereiersuche“ ‒ in unserer Familie werden nach dem Frühstück die Osterschätze gesucht. Bunte Eier sind überall im Garten und auf den Wiesen versteckt. Wer die meisten findet, ist Sieger.

Am Nachmittag werden zwei Rechen ineinandergesteckt und damit „Oarscheim“ gespielt. Jeder hat ein Ei, lässt es runterrollen und legt ein Centstück obendrauf. Der nächste Spieler versucht mit seinem Ei, das Ei des Vorgängers zu treffen, damit das Centstück runterfällt, dann darf er natürlich das Geld behalten. Das Spiel geht so lange, bis die Eier angeschlagen sind und dann natürlich gegessen werden.

„Oarpecka“ (Eieranschlagen) ‒ zwei Spieler, jeder bekommt ein Ei, nimmt es in die geformte Hand und versucht beim Gegenspieler, „Spitz auf Spitz“ das andere Ei aufzuschlagen. Derjenige, der das erste kaputte Ei hat, hat verloren.

 

 

Empfehlung:

Am Samstag, 24. März 2018, und Sonntag, 25. März 2019, findet in Schliersee der traditionelle Ostermarkt bei uns in der Vitalwelt statt. Beginn: 11:00 Uhr/Ende: 18:00 Uhr

Regionale Anbieter zeigen Produkte rund ums Osterfest. „Alles rund um Ostern“, Kunsthandwerk, Aktionen für Kinder, heimische Aussteller, regionale Spezialitäten …
Der Eintritt ist an beiden Tagen frei.

Neuhauser Ostermarkt: 17.  März von 10:00–18:00 Uhr und 18. März 2018 von 10:00‒13:00 Uhr  im kath. Pfarrheim Sankt Josef. Der Nachmittagstreff Neuhaus verkauft viele österliche Basteleien.

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Wildkräuterspaziergang und Wiesen-Smoothies

Schön langsam fängt die Natur nach dem Winter wieder an zu wachsen. Es entstehen neue Triebe und Blüten …

Jetzt fängt die Zeit an, nach wilden Kräutern zu suchen, mit welchen wir unsere Mahlzeiten verfeinern können. Aber nicht nur zum Würzen eignen sie sich hervorragend, sie sind außerdem auch noch richtig gesund.

Da ich selbst nur über ein marginales „Kräuterwissen“ verfüge, habe ich mich entschlossen, bei einem Wildkräuterspaziergang mit Claudia Bernhardt mitzugehen. Sie ist eine Kräuterpädagogin BNE (Bildung für nachhaltige Entwicklung) und lehrt uns eine Menge neuer und wichtiger Dinge über die Kräuter, welche hier im Bayerischen Oberland wachsen. Es ist gar nicht so leicht, und man muss einiges beachten, um essbare von ungenießbaren oder gar giftigen Pflanzen zu unterscheiden.

  • Der Bärlauch z. B. hat einen Stiehl, ist an der Unterseite matt und riecht nach Knoblauch. Ein wichtiges Unterscheidungsmerkmal ist die Mittelrippe, welche hörbar knackt, wenn man sie bricht. Bärlauch wächst im Moment, und es gibt einige giftige ähnliche Pflanzen, u. a. das Maiglöckchen.
  • Die Knoblauchsrauke ist eine gute Alternative bei einer Unverträglichkeit von Knoblauchsgewächsen. Sie ist mit unseren Kohlgewächsen verwandt und enthält Senföle.
  • Das Scharbockskraut ist nur bis zur Blüte essbar und ist ein hervorragender sowie köstlicher Vitamin-C-Lieferant.
  • Der Giersch hat einen dreikantigen Stängel, einen „Geißfuß“ unten sowie keine Härchen. Viele kennen ihn als Unkraut in ihren Gärten. Aber statt ihn herauszureißen, sollte man ihn lieber essen, weil er ein wirklich wohlschmeckendes Wildgemüse ist. Er erinnert ein bisschen an Petersilie und gekocht an Spinat.
  • Der Löwenzahn enthält Bitterstoffe. Er hat glatte Blätter. Die gelben Blüten können roh gegessen oder aber auch zu Sirup verarbeitet werden. Die jungen Blätter eignen sich hervorragend als Salat. Sogar die Wurzel kann genutzt werden. In den Nachkriegsjahren wurde aus ihr Ersatzkaffee hergestellt.
  • Das Wiesenschaumkraut und Gänseblümchen eignen sich sehr gut als essbare Deko.

Nachdem wir über einige der gerade wachsenden Kräuter aufgeklärt wurden und wir einiges an Blättern und Blüten gesammelt haben, wurde uns von Claudia gezeigt, wie man köstliche Wiesen-Smoothies zubereitet. Dazu kann man der Fantasie freien Lauf lassen. Wir haben als „Vorspeise“ einen Tomaten-Gurken-Smoothie mit Giersch und Kefir sowie Salz und Pfeffer gemixt. Anschließend gab es einen Löwenzahn-Vitamintrunk mit Joghurt, Honig, Orangen, Bananen, Äpfeln und etwas Apfelsaft.

Ich kann nur sagen, es war ein sehr lehrreicher, interessanter Spaziergang, und die Smoothies waren einfach toll! Und das Beste daran ist: Die Kräuter lassen sich alle rund um den Schliersee finden!

 

http://miesbacher-kraeuterpaedagogen.de/

Claudia Bernhardt
www.kräuterspaziergang.de
Tel.: 08026 2059182

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Schlierseer LandKüche – Wildkräuter lieben Nudeln

Frühlingssonne am Hennerer- der letzte Schnee wird von ihr geschmolzen, die Frühlingskräuter lassen sich nicht mehr aufhalten. Brunnenkresse, Bärlauch, Gänseblümchen usw. die ersten Kraftspender wurden heut gleich gesammelt- eine Wohltat- diese Frühlingskraft für alle Sinne. Was daraus entstand: mmmhhh

Unsere Schlierseer Nudeln, sie werden nur mit reinen Naturprodukten ohne chemische Zusatzstoffe in unserer kleinen Nudelmanufaktur am Hennerer zubereitet. Es gibt die Nudeln  in verschiedenen Formen (Herzal, Bauernhoftiere, unser Klassiker die Bandnudel usw) und Größen, sowie mit geschmacklich abgestimmten Zugaben wie Wildkräuter, z.Z. Bärlauch, Tomaten, eßbaren Blüten, rote Beete, ….

Hochwertige Inhaltsstoffe: Bester Gries von der Leitzachmühle und die frischen Eier vom Hennererhof, sowie die liebevolle Freude beim Zubereiten, geben unseren Nudeln den einzigartigen Geschmack.

Foto: Dinkelbandnudeln mit unserer Wildkräuterschaumsoße, garniert mit zusätzlichen Frühlingskräutern.  

Hennererhof
Angelika und Johann Prem
Hennererstr. 36
83727 Schliersee/Westenhofen
www.hennerer.de

 

Schliersee Spring Pesto

While the final snow melts each Spring, the bright green, very fragrant leaves of the wild garlic plants.  Bärlauch as it is called in German carpet the forest floors in the Schliersee.  The clean color for me is the perfect crisp springtime color but don’t forget the flavor.  Can you believe with a little bit of knowledge you too can enjoy this amazing ingredient all for free.  Foraging for “free range” fruits, nuts, herbs and spices is a great pleasure of mine.

One of my favorite and easiest things to make with the bärlauch leaves is a classic pesto.  In most cases you could just use a basil pesto recipe with great results.  It is incredible to freeze and enjoy as a treat in the deepest darkest times in Winter….just spread it on some crusty bread and voila…Springtime.I have had great success using it to rub on a chicken before roasting or toss some potatoes with a few heaping spoonfuls of pesto and roast until crisp.  Imagine this addition to your Easter buffet.

One bit of warning before you go out exploring to discover your own patch of wild garlic, please familiarize yourself with the details of the leaves and the plants.  Lily of the Valley is quite the imposter of Wild garlic and can be a dangerous mistake so please take a moment and read this article explaining the differences of each.

http://paulkirtley.co.uk/2012/lily-of-the-valley-convallaria-majalis-ramsons-allium-ursinum/

 

Here is also a great simple Bärlauch (wild Garlic)  Pesto recipe:

ingredients:

1 bunch of ramps (about 10 stalks)

1/2 cup toasted walnuts

1/2 cup grated Parmesan

1/3 to 1/2 cup olive oil (I used about 1/2 cup)

Salt & pepper

Squirt of lemon

Directions:

Wash the ramps and cut the hairy ends off the bulbs. Roughly chop the leaves and remainder of the bulbs. Also roughly chop the walnuts, then place both the ramps and walnuts in a food processor. Pour in the cheese and start processing, slowly pouring in olive oil until you’ve reached a consistency you like. Taste for salt and pepper, and squirt in some lemon juice to taste.

I put my pesto in jars and coat with a layer of very good olive oil and keep them in the freezer to enjoy all year long.  They make wonderful gifts as well.

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).