Seefest in Schliersee

Each July in both Tegernsee-Schliersee there are numerous colorful summer festivals celebrating life, summer and the tranquil waters of our alpine lakes. Locals and tourists alike gather on beer benches and soak in the summer sunshine.

Starting at 5PM in the evening of 28 July thru 30 July, brightly colored umbrellas and twinkling festival lights illuminate the tranquil turquoise lake edge in the Kurpark of Schliersee. You can find the complete festival schedule here:

http://www.schliersee.de/sommer/kultur-lebensart/feste/

Not only is Seefest chock full of delicious treats and various traditional dancing, martial arts and acrobatic groups. On Friday, opening night there will be the musical stylings of Nirwana. You can find their home page here:

http://nirwana-online.de

Saturday night, after a full day of sipping cool drinks and sun there will be alpine horns and their haunting sounds echoing across the lakes and into the mountains. Our recording holding   Goaßlschnalzer (Traditional Bullwhip performers) will do an exciting exhibition. That is always a crowd pleasure.

Once the sun has set at 10 pm there will be a brilliant firework display over the dark lake waters. It is such a beautiful way to end a Seefest Saturday in Schliersee. Always great to grab a chair and a drink and take it in.

Sunday, the final day, continues the energy of the festival with delicious food, music and dancing. Don’t forget your sunscreen and swimsuit as this lovely fest is one not to be missed.

 

 

Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

 

Seefest Schliersee vom 28. Juli – 30. Juli 2017 – 3 Tage Musik, Show und Spaß

Am Freitag, 28. Juli  um 17:00 Uhr geht’s auf zum Schlierseer Seefest. Zum Auftakt, ab 20:00 Uhr heißt es dann Keep on Rockin.

NIRWANA… DAS PARTYORIGINAL AUS OBERBAYERN ist heuer zu Gast beim Seefest!

Und von welcher Coverband kann man schon behaupten, über Generationen hinweg für coole Partys, aktuelle Songs und vor allem für eine gigantische Bühnenshow bekannt zu sein? Deren Ziel es war und ist, einen unvergesslichen Partyabend zu bescheren und jedes Fest zum Kochen zu bringen.

Der Samstag ist ganz der Tradition gewidmet. Ein abwechslungsreiches  Programm mit Fischerstechen, Auftritten des Trachtenverein Schliersee, den Schlierseer Alphornbläser, der Schlierseer Blasmusik, der Schlierseer Goaßlschnalzer und der Gästeehrung laden die Besucher zum Verweilen ein. Die Standlbetreiber runden den Tag mit viele kulinarischen Spezialitäten, deftigen Brotzeiten, einer kühlen, frischen Maß Bier oder einem gepflegten Glas Wein ab, auch heuer wird wieder im  Biergarten am Musikpavillon ein ganzer Ochse gegrillt.

Gegen 22:00 Uhr am Samstag wird das erlebenswerte, musiksynchronisierte Brillant-Feuerwerk über dem See glitzern und eine eindrucksvolle bengalische Beleuchtung über und um den Schliersee die Besucher begeistern. Falls das Wetter einen Strich durch die Rechnung machen sollte, findet das Feuerwerk am Sonntag statt.

Das Kinderland bleibt in den bewährten Händen der Schlierseer Pfadfinder und bietet den gewohnten Kinder-Spaß und vielleicht ein bisschen mehr. Ob bei Pferdekutschenfahrten, Kinderschminken,  Karussell, Eisenbahn oder Stockbrot grillen am Lagerfeuer die Kleinen werden vergnügliche Stunden haben. Alle Kinderaugen zum Leuchten bringt sicherlich das gigantische Dschungelabenteuer in Form einer überdimensonalen Hüpfburg, ob klettern, kriechen und rutschen hier kann keine Langeweile aufkommen.

Der Sonntag steht ganz im Zeichen der Jugend. Tanz-, Turn- und Sportgruppen unterhalten mit ihren Darbietungen die Zuschauer.

Bitte beachten Sie, dass dieses Jahr erhöhte Sicherheitsvorkehrungen bestehen. Deshalb die Bitte an alle Besucher: Verzichten Sie auf die Mitnahme von großen Taschen und Rucksäcke!

Die Gäste-Information Schliersee wünscht allen Besuchern und Teilnehmern ein schönes und vor allem sonniges Seefest 2017.

 

Programm Seefest 2017

Freitag, 28. Juli 2017

17:00 Uhr               Öffnung der Schmankerlstände
19:30 Uhr               Offizielle Eröffnung des Seefestes
20:00 Uhr              Nirwana – Das Partyoriginal aus Oberbayern
01:00 Uhr               Ende der Veranstaltung

Samstag, 29. Juli 2017

12:00 Uhr               Öffnung der Schmankerlstände
14:00 Uhr               Fischerstechen auf dem See mit Gastmannschaften
15:00 Uhr               Abenteuercamp der Pfadfinder Schliersee
– 19:00 Uhr             *Hüpfburg *Pferdekutschen-Fahrten * Kinderschminken * Kinder Eisenbahn

Attraktionen auf der Bühne

16:30 Uhr               Siegerehrung Fischerstechen
17:00 Uhr               Gästeehrung mit den Schlierseer Unterleiten Musikanten
19:30 Uhr               Schlierseer Abend mit der Schlierseer Blasmusik, Schlierseer Alphornbläser, Goaßlschnalzer, Schlierseer Plattler, usw.
21:30 Uhr               Fire Act der Cross-Over Team Stiftung
22:00 Uhr               Großes Brillant-Feuerwerk über dem Schliersee und Ausklang
02:00 Uhr               Ende der Veranstaltung

Sonntag, 30. Juli 2017

12:00 Uhr               Öffnung der Schmankerlstände
15:00 Uhr               Abenteuercamp der Pfadfinder Schliersee
– 19:00 Uhr             *Hüpfburg *Pferdekutschen-Fahrten * Kinderschminken *  Kinder Eisenbahn
16:00 Uhr               Auftritt der Jugendblaskapelle Schliersee
17:00 Uhr               Auftritt der Chearleader des Cross Over Teams
17:30 Uhr               Auftritt der Schlierseer Turner
18:00 Uhr               Auftritt der Tanzgruppe Cares
18:30 Uhr               Auftritt des Tae Kwon Do Center Hausham
19:00 Uhr               Auftritt der Dancing Souls
19:30 Uhr               Auftritt der Showgarde der Crachia Hausham
20:00 Uhr               Auftritt der Chearleader des Cross Over Teams
20:30 Uhr               Ende des Bühnenprogramm und Ausklang an den Ständen
24:00 Uhr               Ende der Veranstaltung

Sollte der Samstag, 29. Juli verregnet sein, findet das Feuerwerk am Sonntag, 30. Juli statt.

 

Marion Riedl

Heimatverliebte Original Schlierseerin, Dipl. Eventmanagerin bei der Gäste-Information Schliersee, war als Musical Journalistin weltweit unterwegs - Tourismus und Kultur mit bodenständiger Leidenschaft und mit dem gewissen Blick über den Tellerrand.

 

 

 

Kultur schafft Verbindungen Start der Kulturkooperation Holzkirchen – Miesbach – Schliersee

Vor einmalig schöner Kulisse – am Weinberg mit zauberhaftem Blick auf den Schliersee – wurde am 18. Juli 2017 eine neue Kulturkooperation begründet.

 

Eingeflochten haben diese Allianz Ingrid Huber und Alexander Harlander (Kultur im Oberbräu Holzkirchen), Isabella Krobisch und Max Kalup (Waitzinger Keller – Kulturzentrum Miesbach) sowie Marion Riedl und Mathias Schrön (Gäste-Information Schliersee). Die Stärken der drei Kulturveranstalter liegen insbesondere im Theaterbereich. Holzkirchen verfügt alleine über 8 Theaterensembles. Im Freigelände, im Foolstheater und im Oberbräusaal finden jährlich etwa 170 Veranstaltungen statt. Schliersee kann mit 25 Aufführungen des Bauerntheater-Ensembles aufwarten und ebenfalls mit einer Vielzahl von Gastspielen, sowie im Oktober mit seinem Kultur-Herbst. Das Kulturzentrum Waitzinger Keller in Miesbach glänzt mit dem Stammsitz des renommierten Freien Landestheaters Bayern und hat ebenfalls einen regen Gastspielbetrieb.
Gegenseitige Werbung, gegenseitiger Kartenverkauf

 

Sichtbar wird diese Allianz erstmals anlässlich des Kulturherbstes Schliersee. Diese Veranstaltungen sind in einem Programmheft zusammengefasst, werden aber ebenso in der Kulturzeitung von „Kultur im Oberbräu Holzkirchen“ und im Programmheft des Waitzinger Kellers beworben. Gleichzeitig werden im Schlierseer Programm die Highlights von Holzkirchen und Miesbach angekündigt. Alle drei Spielorte sind auch Verkaufsstellen von München Ticket und können daher Kartenwünsche für sämtliche Kulturveranstaltungen erfüllen.

 

Wichtigste Voraussetzung für eine tragfähige Kooperation sind freilich die menschlichen Verbindungen. Weil die Chemie zwischen den Kulturakteuren stimmt und die Ideen bei den regelmäßigen Treffen nur so sprudeln, können sich die Kulturfreunde auf weitere gemeinsame Aktion freuen.

 

Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ließ es sich nicht nehmen, zur Vorstellung des Schlierseer Kulturherbstprogrammes auch die Partner aus Holzkirchen und Miesbach einzuladen. „Wir sind zwar Tourismusort, möchten aber neben klassischen Brauchtumsveranstaltungen auch Kultur für die einheimische Bevölkerung bieten. Gleichzeitig ist uns an Kooperationen sehr gelegen.“

 

RZ.Kultur-Herbst-2017_Plakat_A1-06-7-17

 

www.kulturherbst-schliersee.de

www.kultur-im-oberbraeu.de

www.waitzinger-keller.de

www.schliersee.de

 

Text: Marion Riedl

Fotos: Alexander Harlander

Bildunterschrift, von links: Franz Schnitzenbaumer (Bürgermeister Schliersee), Johannes Wegmann, Marion Riedl, Timm Tzschaschel (Organisatoren und Mitwirkende des Schlierseer Kulturherbstes), Isabella Krobisch (Leiterin des Kulturzentrums Waitzinger Keller), Paul Fertl (2. Bürgermeister Miesbach) Ingrid Huber (Leiterin Kultur im Oberbräu Holzkirchen), Olaf von Löwis (Bürgermeister Holzkirchen)

 

 

Marion Riedl

Heimatverliebte Original Schlierseerin, Dipl. Eventmanagerin bei der Gäste-Information Schliersee, war als Musical Journalistin weltweit unterwegs - Tourismus und Kultur mit bodenständiger Leidenschaft und mit dem gewissen Blick über den Tellerrand.

 

 

 

 

Stefan Hütter ‒ der „Ironman“ vom Schliersee, oder wer oder was ist denn bitte „Bikebase“?

Wer oder was ist denn bitte „Bikebase“? Meine achtjährige Tochter Lena meldet sich aus ihrer Neuhauser Grundschule: „Papa, du kannst mich nachher bei ,Bikebase‘ abholen.“ Ich überlege, wer oder was ist denn bitte „Bikebase“? ‒ „Könntest du mir bitte etwas genauer erklären, was du meinst?“ Allmählich lichtet sich meine „geistige Umnebelung“. Lena meint das neue Geschäft namens „Bike Base“ neben dem bestehenden Bäckerladen. Erst viel später erfahre ich ganz nebenbei, was es mit dem neuen Geschäft auf sich hat.

Im Dezember 2010 realisiert sich der Schlierseer Stefan Hütter einen langjährigen Traum und eröffnet in der Josefstaler Straße in Neuhaus sein erstes Fahrrad-Fachgeschäft (https://www.bikebase-schliersee.de). Für Stefan Hütter ist die berufliche Neuorientierung allerdings weit mehr als eine neue Geschäftsidee. Er möchte seine besondere Kompetenz und langjährige Leidenschaft für den Ausdauersport und im Besonderen für den Radsport seinen Kunden weitergeben und ihnen bestmöglichen Service bieten und beratend zur Seite stehen. In seinem Hauptberuf als Industriemeister für das Metallhandwerk in der Produktionsplanung tätig, sind mit der zusätzlichen Ausbildung zum Fahrradmechaniker die Voraussetzungen ideal.

Wer meint, mit dieser beruflichen Veränderung seien Stefans Ambitionen und insbesondere sein sportlicher Ehrgeiz befriedigt, der irrt gehörig. Stefan: „Ganz gleich, ob Skifahren, Skitouren, Laufen oder Radfahren ‒ es muss sich bei mir immer etwas bewegen.“ Sein Bruder war es, der ihn während seines ersten Triathlons im Jahr 1997 – Stefan war damals 31 Jahre alt ‒ mit dem Triathlon-Virus infiziert hat. „Seitdem schlägt mein Herz für die drei Disziplinen Schwimmen, Radfahren und das Laufen.“ Doch es gibt anfangs einige Vorbehalte, besonders Stefans Vater sieht das neue Vorhaben seines Sohnes eher skeptisch. Stefan leiht sich im Schlierseer Surfladen spontan einen Neoprenanzug, schwimmt allein durch den Schliersee die 2,5 Kilometer nach Fischhausen und sieht damit seine Fähigkeiten und seinen Plan bestätigt. Wenig später meldet er sich für seinen ersten Schlierseer Triathlon an.

Im Dezember 2014 werden neue Geschäftsräume bezogen. Während meines langen Gesprächs mit Stefan Hütter in seinem neueren Domizil in der Neuhauser Straße bestätigt sich meine Vermutung ‒ Triathleten verfügen über ganz besondere Charaktereigenschaften. Neben den wichtigen mentalen Voraussetzungen und einer besonderen Leidensfähigkeit verfügen sie über einen außerordentlichen Enthusiasmus für ihren Sport. Der Zeitaufwand für das extreme Kraft- und Ausdauertraining (Stefan Hütter spricht von etwa 14 bis 15 Stunden pro Woche!), die Trainingseinheiten im Fitnessstudio, oftmals auch im hauseigenen Kraftraum, die sportmedizinischen und psychologischen Aspekte, die besondere Ernährung und weitere Faktoren machen deutlich: Hier gelangen die Athleten zwangsläufig in die Grauzone zwischen Amateur- und Profistatus. Mit seinem Hinweis, zu Trainingszwecken von Schliersee ohne nennenswerte Unterbrechungen etwa 360 km nach Italien an den Gardasee zu radeln, sehe ich meine persönliche Annahme bestätigt. Außenstehende oder am allgemeinen Sportgeschehen weniger Interessierte dürften sich bei derartigen Ausdauerhöchstleistungen immer wieder die Frage stellen, vor wem oder was Leistungssportler dieser Kategorie eigentlich davonfahren oder -laufen … Stefans Begeisterung und sein großer Trainingsaufwand sollten jedenfalls nicht ohne Folgen bleiben.

Beim alljährlich stattfinden Schliersee Alpentriathlon mit dem Anforderungsprofil 1,5 km schwimmen im Schliersee, 40 km Rad fahren mit einem Gesamthöhenunterschied von 853 Metern (inklusive dem extrem kräftezehrenden Anstieg über die steile Spitzingstraße zum gleichnamigen Sattel!) und 10 km laufen im Bereich des fast 1.100 Meter hochgelegenen Spitzingsees bei einem Höhenunterschied von 176 Metern konnte er in den zurückliegenden Jahren die jeweiligen Bestzeiten fast immer entscheidend mitbestimmen, war oftmals bester Triathlet im hiesigen Landkreis und immer schnellster Schlierseer. (Der diesjährige Termin 2017 ist am 15. und 16. Juli.)

Doch auch Triathleten werden leider älter. Vor einigen Jahren gründete er das „Team Geiger-Medius-Bike Base“ mit der Zielsetzung, bevorzugt junge talentierte und aufstrebende Triathleten bzw. Fahrer/-innen zu unterstützen und sie an deren Höchstleistungen heranzuführen. Heute ist Stefan Hütter 50 Jahre alt. Seinen runden Geburtstag feierte er im vergangenen Oktober im spanischen Barcelona – ein Tag, den er in seinem ganzen Leben sicherlich nie vergessen dürfte. Am Folgetag gelingt ihm im Kreise seiner Schlierseer Freunde die Qualifikation für seinen Lebenstraum: Er erkämpft sich unter 260 Teilnehmern seiner Altersklasse mit der zweitbesten Zeit die Startberechtigung für den „Ironman“ auf Hawaii, dem sicher bekanntesten und spektakulärsten Triathlon der Welt! (https://www.ironman.com)

Unterstützt wurde dieser großartige Erfolg durch einen eigens von der Sporthochschule Köln engagierten Trainer, der für ihn u. a. in Zusammenarbeit mit der Firma Medius in Schliersee (https://www.medius-fitness.de) neben spezieller Leistungsdiagnostik auch entsprechende Trainingspläne erstellt. Exakt 3,86 km schwimmen im offenen Meer, danach 180,2 km Rad fahren und abschließend einen Marathonlauf über 42,195 km sind die Eckpunkte dieses weltberühmten Ereignisses in Kailua-Kona auf Big Island, Hawaii. Am 14. Oktober 2017 ist es so weit. Die Anspannung und seine Vorfreude auf dieses sportliche Großereignis sind unbeschreiblich ‒ die Vorbereitungen laufen bereits.

 

Drei wichtige Triathlon-Termine im Sommer 2017:

Weitere Triathlon-Termine erhält man bei der Deutschen Triathlon Union e. V. (Infos unter http://www.dtu-info.de).

 

 

Eckehard Radehose

Eckehard Radehose In Schliersee zuhause, extrem berg- und reisesüchtig seit seinem 6. Lebensjahr. Dipl. Kartograph, Journalist und langjähriger Trekking- und Expeditionsleiter mit Vorliebe für besonders hohe Gipfelziele. An die 2.500 Gipfelbesteigungen weltweit und weit über 1.000 Skitouren. Mein bevorzugter Ort: Gipfel der Baumgartenschneid bei Sonnenuntergang mit einem Glas Rotwein.

 

 

 

Unser Schlierseer Edelweißschnitzer ‒ Sepp Fürst

Eine jahrhundertealte traditionelle bayerische Handwerkskunst

Den Sepp finden Sie an den meisten Tagen im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Dort sitzt er seit inzwischen zehn Jahren bei schönem Wetter draußen neben dem Seiteneingang zum Wirtshaus „Zum Wofen“ und schnitzt Edelweiß. Ansonsten macht er es sich mit seinem Werkzeug in der Wirtsstube gemütlich. Hier haben Sie die Möglichkeit, eine fast vergessene Handwerkskunst und jahrhundertealte bayerische Tradition live zu erleben.

Nach seinem Lieblingsplatz in Schliersee gefragt, hat Sepp ihn genau dort gefunden. Der vor 80 Jahren geborene Schlierseer kann hier seiner Passion, dem Edelweißschnitzen, nachgehen, mit den Gästen ratschen und ihnen seine Schnitzkunst vorführen. Sepp hat sich diese Kunst selbst beigebracht. Vor zwölf Jahren hat er bereits als Rentner auf dem Miesbacher Handwerkermarkt einem Edelweißschnitzer zugeschaut und sich gedacht „Das kann ich auch!“ So fing alles an. Er hatte die Zeit und das künstlerische Talent, um das Edelweißschnitzen für sich zu perfektionieren. Über Günther Wasmeier ist er dann im Altbayrischen Dorf gelandet. Inzwischen ist Sepp über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt, und viele Besucher kommen extra, um ihn zu erleben. Dieses Jahr fand übrigens der 6. Edelweißschnitzer-Wettbewerb statt, den Sepp ins Leben gerufen hatte.

Mit einem Taschen- oder auch Teppichmesser schnitzt er aus etwa 15-20 cm langen Holzstücken seine wunderschönen Edelweiße. Das Holz muss trocken, fein und langfaserig sein, verrät er mir. Dazu eignen sich besonders Fichten- und Eibenholz. Für die Anstecknadeln und den Hutschmuck nutzt er Lindenholz, weil es robuster ist und auch nass werden kann, ohne kaputt zu gehen. Auch Hirschhorn verwendet er zum Schnitzen. Um ein Edelweiß fertigzustellen, benötigt Sepp sechs bis acht Minuten. Das Edelweiß für den Hut dauert bis zu zwei Stunden. Wer mag, darf sich gerne zu ihm setzen und ihm über die Schulter schauen. Seinen boarischen Humor bekommt man gratis dazu.

Am 04.07.2017 wird im Bayerischen Fernsehen von 16:15‒17:30 Uhr die Sendung „Wir in Bayern“ mit Sepp Fürst als Talkgast ausgestrahlt. Hier haben Sie die Möglichkeit, erste Eindrücke von ihm und seinem künstlerischen Wirken zu erhalten.

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/index.html

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Brunnbichl 5
D-83727 Schliersee/Neuhaus

Telefon: +49 (0) 8026 – 92922-0
Telefax: +49 (0) 8026 – 92922-29
E-Mail: office(at)wasmeier.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10:00‒17:00 Uhr
Montag Ruhetag (außer an Feiertagen)
1. April bis zum ersten Sonntag im November

 

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Die Wikinger sind los!

Der Fenrisfyrd hat sein Lager in Schliersee aufgeschlagen…

Der Fenrisfyrd ist ein Kriegerbund, welcher sich aus mehreren Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen zusammensetzt. Eines haben alle der im altbayerischen Dorf lagernden Wikinger gemeinsam: sie sind allesamt aus Bayern.

Das Heerlager beherbergt sowohl Krieger, als auch Frauen und Kinder sowie Händler und Handwerker. Das dargestellte Lagerleben orientiert sich an einer militärischen Einheit in der Zeit um 850 n. Chr.

Als Besucher des Heerlagers kann man die Wikinger bei ihren alltäglichen Tätigkeiten beobachten. Es gibt beispielsweise einen Schmied, welcher mit seinem Blasebalg sein Feuer in Gang hält. Die Frauen spinnen Garn und färben Wolle sowie Textilien, wofür sie den Sud von Zwiebeln und Walnussschalen nutzen. Es werden Helme und Schmuck hergestellt. Es wird gekocht und die Väter spielen mit ihren Kindern mit einem selbst hergestellten Ball.

Wunderschön sind die Kostüme anzusehen, welche in Handarbeit genäht wurden. Originalen nachgebildete Broschen halten die Kleider zusammen und können bewundert werden. Es gibt bemalte Schilder zu sehen sowie verschiedenste Waffen. Die Mahlzeiten werden über einem offenen Feuer gekocht und zum Schlafen decken sich die Wikinger mit Fellen zu, um den noch kühlen Nächten zu trotzen.

Selbstverständlich kommt auch das Training der Krieger nicht zu kurz und die Zuschauer können sich zu den Frauen mit Kindern gesellen, um sich die Kämpfe mit Schildern und Speeren anzusehen.

Die bayerischen Wikinger sind unglaublich freundlich und erläutern bereitwillig den Lebensstil der Wikinger zur damaligen Zeit. Mein Ausflug ins Heerlager fühlt sich an wie eine Zeitreise und ich kann sie nur jedem empfehlen, der einen Sinn für das damalige Leben hat. Besonders auch Kinder haben ihre helle Freude daran.

 

Der Fenrisfyrd – Ein Wikingerlager direkt im altbayerischen Dorf vom 25.05. bis 27.05.2017

Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Telefon: 08026-92922-0

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr, Montag Ruhetag (außer an Feiertagen)

Internet

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

24 h Trophy: Alpenregion Tegernsee Schliersee – Wanderfestival

Eilmeldung: Es gibt noch die allerletzten Restplätze ‒ schnell anmelden!

www.24h-trophy.de
Das bayerische Voralpenland bei uns hier zwischen Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee bildet die traumhafte Kulisse für die erste Etappe der 24 h Trophy vom 26. Bis 28. Mai.

Nach dem Motto „Auf geht‘s, pack ma‘s!“ startet die 24 h Trophy in eine neue Saison.

Highlights sind unter anderem der Start im Kurgarten Tegernsee, der Mittagsstopp auf der Oberen Firstalm in Spitzingsee sowie der Zieleinlauf der 12 h-Wanderer bzw. die große Abendpause der 24 h-Wanderer im Kurpark Schliersee. Für faszinierende Eindrücke sorgen zudem die Mitternachtspause auf der Schliersbergalm, die frühmorgendliche Stärkung im Berggasthof Neureuth sowie das Finisher-Frühstück im Kurgarten Tegernsee. Die 24 h Trophy garantiert unvergessliche Momente für die Teilnehmer ebenso wie eindrucksvolle Szenen für Begleitpersonen und Zuschauer.

Achtung: Aufgrund der guten Wetterprognosen mit 16 h Sonnenstunden und Temperaturen weit über der 20-Grad-Celsius-Marke bittet Masterguide Eddy darum, dass sich jeder Teilnehmer auf einen Badestopp in einer der wunderschönen Seen einstellt und sich entsprechend Badeutensilien einpackt (Badehose/-anzug/Bikini und ein kleines leichtes Mikrofaserhandtuch). Das wiegt nicht viel und ermöglicht jedem, der mag, eine wunderbare Abkühlung.

Auf einer 12 h- oder 24 h-Tour erleben die Teilnehmer alle Highlights der Region im Rundum-Sorglos-Paket. Sie lernen die eigenen Grenzen kennen und diese gemeinsam mit den anderen in der Gruppe zu überwinden.

12 h-Tour: Zwei-Seen-Wanderung extrem
Die 12 h-Tour führt vom Kurgarten Tegernsee über 37 Kilometer und rund 1.700 Höhenmeter bis nach Schliersee. Vom Start geht es zunächst auf den 1.200 Meter hohen Riederstein und zur Kapelle, von der aus sich ein fantastischer Rundumblick eröffnet. Anschließend führt der Weg weiter bergauf zur Baumgartenschneid auf 1.444 Meter, vorbei am Bodenschneidhaus bis zur Oberen Firstalm (1.370 Meter), wo die Mittagspause stattfindet. Frisch gestärkt geht es danach zum höchsten Punkt der Wanderung, dem 1.579 Meter hohen Roßkopf. Nach einer kurzen Rast beginnt der Abstieg zum Spitzingsee. Nach einer Umrundung des Sees verläuft die letzte Etappe an den Josefsthaler Wasserfällen und dem Ufer des Schliersees entlang bis zum Ziel im Kurpark Schliersee. Dort werden die Teilnehmer empfangen und mit einer Finisher-Urkunde geehrt.

24 h-Tour: Drei-Seen-Wanderung
Bei der 24 h-Variante legen die Teilnehmer insgesamt 72 Kilometer und 3.340 Höhenmeter zurück. Die Tagesetappe entspricht der 12 h-Route. Nach der großen Abendpause im Kurpark Schliersee – wo zeitgleich der Zieleinlauf der 12 h-Wanderer stattfindet – führt der Weg weiter zum ersten Nachtziel, der Schliersbergalm (1.061 Meter). Dort können sich die Teilnehmer auf einen Snack am Lagerfeuer und beeindruckende Weitblicke ins illuminierte Schliersee-Tal freuen. Im Licht der Sterne wandert die Gruppe weiter über die Huabaoim und die Huberspitz bis zum Berggasthof Neureuth, wo es auf 1.264 Metern ein erstes Frühstück im Morgengrauen gibt. Es folgen der Abstieg zum Oberbuchberghof und die morgendliche Idylle auf dem Tegernseer Höhenweg. Mit Musik und einem großen Finisher-Frühstück im Kurgarten Tegernsee werden die Wanderer schließlich gebührend im Ziel empfangen.

 

 

Eckdaten

Datum: 26.05. bis 28.05.2017
Akkreditierungsort: Kurgarten Tegernsee
Akkreditierungszeiten: Freitag, 26.05., von 16 bis 20 Uhr | Samstag, 27.05., von 6.30 Uhr bis 7.45 Uhr

www.24h-trophy.de

Freitag, 26.05.2017

Kurpark Tegernsee

16 Uhr Beginn des Alpenregion Tegernsee Schliersee Wanderfestivals
16–20 Uhr Anmeldung & Akkreditierung der Teilnehmer

Samstag, 27.05.2017

Kurpark Tegernsee

6.30‒7.45 Uhr Nachmeldung und Akkreditierung Teilnehmer
ab 7.15 Uhr Sponsorenausstellung mit Musik
7.45 Uhr Warm-up zur 24 h-Wanderung
8.00 Uhr Start der 24 h-Wanderung & Warm-up zur 12 h-Wanderung
8.15 Uhr Start der 12 h-Wanderung

Kurpark Schliersee

19.15 Uhr Große Abendpause der 24 h-Wanderer
20.15 Uhr Zieleinlauf und Ehrung der 12 h-Wanderer
21.30 Uhr Rückshuttle zum Kurpark Tegernsee für 12 h-Wanderer

Sonntag, 28.05.2017

Kurpark Tegernsee

8.00 Uhr Zieleinlauf und Ehrung der 24 h-Wanderer &
Finisher-Frühstück mit Musik
10.00 Uhr Ende der Veranstaltung

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Impressionen vom 6. Sixtus Lauf in Schliersee am 20. Mai 2017

Entgegen aller Wettervorhersagen und Prophezeiungen hat das Wetter den ganzen Tag gut mitgespielt. Gegen Nachmittag hat sich zwar die Sonne hinter ein paar Wolken versteckt, was es aber für die fleißigen Läufer sicherlich temperaturmäßig angenehmer gestaltete.

Um 12:00 Uhr startete der Sixtus Lauf bei schönstem Sonnenschein, und um 17:00 Uhr war dann auch der letzte Läufer wieder zurück an der Vitalwelt Schliersee. Insgesamt waren rund 1.300 Teilnehmer am Start und haben an folgenden Läufen teilgenommen: Jugendlauf (2.000 m), Zwergerl-Lauf (500 m), Kinder-Lauf (1.000 m), 21,1 km /10 km/7,5 km Lauf // 10 km / 7,5 km Walken.

Die Walker und Läufer waren je nach Wegstrecke rund um den Schliersee oder zusätzlich durch das Markus Wasmeier Freilichtmuseum und in die „Auracher Fuizn“ unterwegs.

Die Doppel-Weltmeisterin im Biathlon, Vanessa Hinz, wuchs in Schliersee auf und ließ es sich nicht nehmen, den Startschuss für den Jugend-, Zwergerl- und Kinder-Lauf abzugeben, diese eifrig anzufeuern und ausführlich für ihre Leistungen zu loben. Stolz ließen sich die Kinder von ihr die Medaillen umhängen, wobei Vanessa persönliche Worte für jedes einzelne Kind fand.

Wunderbar mitzuerleben war, wie sich selbst die Kleinsten ehrgeizig ins Zeug legten und, wie man auch auf den Fotos sehen kann, quasi über die Strecke „flogen“. Die stolzen Mamas und Papas applaudierten, und einige davon liefen bei den Zwergerln mit, um sie zu unterstützen. Es gab viele strahlende und vor Stolz leuchtende Gesichter an diesem Tag.

Auch die erwachsenen Läufer und Walker wurden lautstark angefeuert, und im Markus Wasmeier Freilichtmuseum standen die Zuschauer am Rand der Strecke und haben die Vorbeilaufenden abgeklatscht. Super war auch die von Sixtus organisierte Verpflegung der Teilnehmer. Auf der Strecke gab es Stände mit Wasser, isotonischen Getränken und geschnittenem Obst. Vor dem Autohaus Pusl in Fischhausen spielte eine Band und sorgte für Stimmung.

Ich war den gesamten Tag über dabei, habe die Läufe verfolgt und kann sagen: Es war ein durch und durch gelungener Tag! Bemerkenswert war, dass wirklich alle Altersklassen vertreten waren. Großer Respekt an jeden Einzelnen!

Herzlichen Dank und großes Lob an die Sixtus Werke Schliersee GmbH und insbesondere an Frau Petra Reindl mit ihren Kolleginnen und Kollegen, die diesen Tag organisiert und sehr engagiert durchgeführt haben.

Ergebnisliste: http://my2.raceresult.com/67778/

Sixtus Werke Schliersee GmbH
Industriestraße 8-9
83734 Hausham

 

Telefon: +49.8026.6096.0
Fax: +49.8026.6096.60
E-Mail: info@sixtus.de

https://www.sixtus.de/home.html

 

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Start in die Almsaison

Auf den Bergen liegt noch ‒ beziehungsweise wieder ‒ reichlich Schnee, und unten im Tal stehen erst seit Kurzem die Kühe und Kalbinnen auf den satten grünen Wiesen.

Dennoch kommen viele Leute bei uns in der Gäste-Information vorbei und fragen nach, ob schon Hütten/Almen geöffnet haben. Mit dem Start der Wandersaison im Mai ist dies eine der am meisten gestellten Fragen, die wir natürlich gerne beantworten.

Hier in der Schlierseer Region haben um diese Zeit – die Almsaison hat noch nicht begonnen – nur die Hütten auf, die zum Teil ganzjährig geöffnet haben. Bitte immer vor der Wanderung auf der Homepage der Hütte nachschauen, ob auch geöffnet ist, bzw. einfach dort anrufen (ohne Gewähr auf Vollständigkeit):

Mit Beginn der Almsaison, das heißt, wenn das Vieh auf die Almen aufgetrieben worden ist, öffnen weitere kleine Hütten. Der Almauftrieb findet meist von Mitte/Ende Mai bis Mitte Juni statt. Ein genaues Datum gibt es nicht, die Bauern treiben einzeln auf, je nach Vegetationszustand auf der Alm. Die Tiere verbringen dann den ganzen Sommer auf der Alm und werden gegen Mitte/Ende September bis Anfang/Mitte Oktober abgetrieben. Solange das Vieh auf der Alm ist, solange haben auch diese Almen/Hütten auf und bewirten mit einfachen Speisen, Brotzeiten, eventuell mit selbstgemachtem Kuchen oder manchmal auch nur mit Getränken die vorbeikommenden Wanderer und Mountainbiker. Einige Almen sind reine Hütealmen und bewirten überhaupt nicht.

Ohne Gewähr auf Vollständigkeit hier ein kurzer Überblick der nur während der Almsaison bewirtschafteten Almen in den Schlierseer Bergen:

  • Brecherspitz: Anklalm, Ehardalm, Freudenreichalm
  • Tufttal/Bodenschneid: Krainsbergeralm, Raineralm,
  • Jägerkamp: Jagabauernalm
  • Prinzenweg/Richtung Tegernsee: Kreuzbergalm

Nachdem Wandern die mit Abstand beliebteste Aktivität in den Oberbayerischen Alpen ist, hat das Staatsministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten einen kleinen Ratgeber über das richtige Verhalten im Umgang mit Weidetieren auf der Alm herausgegeben. Sie können sich diese wichtige Informationsbroschüre hier als PDF herunterladen.

In der Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt, Perfallstr. 4, 83727 Schliersee, liegen zudem verschiedene Publikationen zu Hüttentouren und Wanderungen in unseren schönen Bergen aus. Ein paar sind kostenlos, andere sind kostenpflichtig.

Schauen Sie einfach bei uns vorbei, wir beraten Sie gerne und versorgen Sie mit wichtigen Informationen zu Ihren geplanten Unternehmungen. Wir freuen uns auf Sie und wünschen Ihnen schon jetzt schöne, erlebnisreiche Wandertage mit genussreichen Hüttenbesuchen.

 

Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Schliersee und die Geschichte vom kleinen Maibaum

Die Gemeinde Schliersee hat doch tatsächlich für 2017 keinen Maibaum!

Meine Frau Birgit arbeitet in der Gästeinformation Schliersee, und nachdem dort die Osterdekoration abgebaut werden musste, sah es anschließend im Büro etwas leer aus. Deshalb kam ihr spontan der lustige Gedanke, „Schliersee ohne Maibaum ‒ das geht doch nicht! Wir könnten doch als Dekoration einen eigenen Maibaum aufstellen.“ Auch ihre Arbeitskolleginnen Ursula Höllerl und Magdalena Weber waren sofort von der Idee begeistert. Dann „erstand“ in solidarischer Teamarbeit auf wundersame Weise nach und nach „der kleine Maibaum von Schliersee“, den meine Frau Birgit und ich dann einige Tage später pünktlich und feierlich am Morgen des 1. Mai 2017 in der Gästeinformation Schliersee ‒ „mit letzter Muskelkraft“ ‒ aufstellen konnten.

Anfangs wusste allerdings noch keiner der Beteiligten, wie der vermeintliche „Schliersee-Ersatzmaibaum“ überhaupt aussehen könnte, doch Ursula Höllerl hatte vorsorglich schon mal einen Kranz für einen eventuellen Maibaum gebunden (Innenmaß 18 cm, Außenmaß 37 cm). Den Baum sollte Birgit noch besorgen, Magdalena Weber und Rafef Debei malten unterdes Maibaummotive.

Sechs Motivschilder mit je zwei Motiven als Vorder- und Rückseite sollten es werden, und das hieß, zwölf Motive aussuchen, zeichnen, ausmalen, laminieren und auf Wellpappe aufkleben, in einer einheitlichen Breite von 16 cm, einer Höhe in der Mitte von 20 cm und einer Höhe an den Seiten von 15 cm zurechtgeschnitten, die Ränder mit blauweißem Klebeband umfassen und als Aufhängung je Schild zwei gelbe Aufhängeschlaufen ankleben (Länge zusammengedrückt 3,5 cm, Breite 2,5 cm), um insgesamt an drei Querstangen (Länge 50 cm, Durchmesser 15 mm) jeweils links und rechts ein Motivschild einhängen zu können.

Bis zum Schluss herrschte großes Rätselraten, was denn als Stamm für den Maibaum infrage käme,  denn natürlich durfte „der kleine Schliersee-Ersatzmaibaum“ auch nicht zu teuer werden. Am Samstag, dem Tag der letzten Einkaufsmöglichkeit vor dem 1. Maifeiertag, wurden meine Frau, mein Sohn und ich dann in einem Baumarkt im letzten Moment fündig. In der Pflanzenabteilung stand zufällig eine Palette (Länge 80 cm, Breite 60 cm), die vom Baumarkt sowieso entsorgt werden sollte, und wir durften diese dann tatsächlich kostenlos mitnehmen. Da kam mir die Idee, das sei doch die richtige Plattform für den Maibaum, man müsste nur die Mittelleiste von der Palettenoberseite entfernen, darauf einen 2,5 m langen Zaunpfosten (8 Euro) mit 7 cm Durchmesser, gekürzt auf eine Länge von 2,4 m (Raumhöhe beachten!), stellen und von unten verschrauben. Obendrauf kommt dann als Maibaumspitze ein Tennisball, befestigt mit einer 12-cm-Schraube, alles natürlich mit weißer Acrylfarbe gestrichen, den Stamm dann mit kräftigen vier Querleisten (Kantholz 7 cm x 3,5 cm, 2 x in Länge 80 cm, 2 x in Länge 60 cm, und 2 x in Länge 14 cm) jeweils mittig mit gegenseitigem Abstand von 7 cm als Lücke für den Stamm geschickt und stabilisierend mit Palette und Stamm verschrauben, ein schönes breites Zierband in bayerischem Rautenmuster (Breite 6 cm) von oben bis unten schräg umwickelt ‒ das könnte zumindest „rein theoretisch“ klappen.

Am darauffolgenden Sonntag bastelten wir ‒ meine Frau Birgit, unser Sohn Helmut jun. und ich ‒  zu Hause dann insgesamt sieben Stunden: anzeichnen, schneiden, vorbohren, sägen, messen, schrauben, kleben, malen, hämmern, improvisieren, improvisieren und noch mal improvisieren, dann war der Maibaum fertig. Unglaublich, es hatte funktioniert!

Als Aufhängung für die Querstangen, die die Motivschilder tragen sollten, habe ich mir extra Schellen angefertigt. Dazu schnitt ich mit einer stabilen Blechschere aus einer Blechdose drei Blechstreifen aus (Länge 8 cm, Breite 3 cm). Diese habe ich dann passend um die Querstangen zurechtgebogen. Schließlich wurden sie mit vier Schrauben am Maibaumstamm angeschraubt ‒ natürlich per Augenmaß. Die erste Querstange setzten wir von oben bei 58 cm, die beiden anderen folgen im Abstand von je 35 cm nach unten. Als Kranzaufhängung dienen zwei unscheinbare Schrauben unter der Tennisballspitze. Damit der Maibaum nicht über Nacht „traditionell“ geklaut werden konnte, wurde er über Nacht lieber schon mal vorsichtig im Auto verstaut.

Am 1. Mai fuhren meine Frau und ich den „kleinen Schlierseer Maibaum“ mit dem Auto direkt zum Schliersee und stellten ihn dort kurz zum Fotografieren ab. Anschließend trugen wir ihn durch den Kurpark bis in die Gästeinfo und stellten ihn dort auf.

Insgesamt waren sechs Personen beteiligt: Ursula Höllerl, Magdalena Weber, Rafef Debei, meine Frau Birgit, mein Sohn Helmut und ich. Insgesamt kamen wir mit ca. 30 Euro aus!

Wer möchte, der kann den kleinen Maibaum gerne nachbauen oder ihn in der Gästeinformation Schliersee in der Perfallstraße 4 in voller Größe bewundern.

Zu Schliersee gehört einfach ein Maibaum, und zumindest uns macht er jetzt große Freude. Ja … ganz schön verrückt kann es manchmal sein, „für einen Moment das Glück Schliersee“

Text+Fotos: 01.05.2017 Helmut Jenne sen.

Helmut Jenne

Auf seinen Streifzügen durch die Natur ist sein Fotoapparat ein ständiger Begleiter. Helmut Jenne, wohnhaft in Schliersee, ist Musiker und EDV-Fachmann, Fotokünstler und Naturliebhaber. Mit seinen Fotos dokumentiert er seine Erlebnisse auf sehr natur- und heimatverbundene Weise, und so entstehen - trotzdem weltoffen - tief empfundene Momente und Blicke auf Landschaften, Pflanzen und Tiere der Berg- und Seenwelt rund um Schliersee.