Music Tribe goes Seefest

Aller guten Dinge sind drei ‒ so die bekannte Redensart, die auch auf „Music Tribe goes Seefest“ zutrifft …

 

Music Tribe goes festa del lago

La terza volta è quella buona’, così dice un detto tedesco che vale anche per ‘Music Tribe goes festa del lago’…

 

Wer oder was ist Music Tribe?

Music Tribe ist eine Musikschule aus unserer Partnergemeinde Barberino-Tavarnelle in der Toskana, die im Jahr 2011 gegründet wurde, um einen Anlaufpunkt für Musikbegeisterte der Region zu schaffen. Den mehr als 150 Schülern und zahlreichen Lehrern stehen dort unter anderem Übungsräume und sogar ein Aufnahmestudio zur Verfügung. Seit 2014 steht die Schule unter der Leitung des Kulturvereins „The Tribe“, einem Zusammenschluss von Freiwilligen, der sich nicht nur um den Kursbetrieb und die Unterrichtsinhalte kümmert, sondern auch Seminare, Workshops und kulturelle Veranstaltungen unterschiedlichster Art organisiert. Außerdem bietet die Schule national und international bekannten Künstlern Raum, ihre Tourneen vorzubereiten.

 

Chi o cosa è Music Tribe?

Music Tribe è una scuola di musica all’interno della nostra comunità gemellata Barberino-Tavarnelle in Toscana, nata nell’anno 2011 per creare un punto di contatto per tutti coloro che, all’interno della regione, hanno una grande passione per la musica. Per i più di 150 allievi ed i numerosi insegnanti sono a disposizione, tra l’altro, sale prova e persino uno studio di registrazione. Dall’anno 2014, la scuola si trova sotto gestione dell’associazione culturale “The Tribe”, un insieme di volontari che, non solo si occupa di gestire i corsi e la didattica, ma anche dell’organizzazione di seminari, workshop ed eventi culturali di varia natura. Inoltre, la scuola ospita artisti di fama nazionale ed internazionale per la preparazione dei loro tour.

 

Erster Auftritt in Schliersee im Jahr 2016

Den ersten Auftritt in Schliersee hatten einige Lehrer und Schüler im Jahr 2016 anlässlich der Jubiläumsfeier zum 30-jährigen Bestehen der Städtepartnerschaft zwischen Barberino-Tavarnelle und Schliersee im Bauerntheater. Francesco Ceccarelli, Saxofonist bei Music Tribe, erinnert sich: „Damals waren viele Lehrer und auch minderjährige Schüler beteiligt. Es war für alle eine wirklich lehrreiche Reise, dank derer zahlreiche junge Leute unterschiedlichsten Alters und Leistungsniveaus auf dieser beeindruckenden Bühne auftreten konnten.“

Lorenz Knabel, Vorstand des Barberino-Vereins Schliersee, ergänzt: „Sie hatten dort einen phänomenalen Auftritt in ständig wechselnden Besetzungen. Damals wurde auch schon eine Einladung ausgesprochen, mal beim Schlierseer Seefest aufzutreten.“

La prima esibizione a Schliersee nell’anno 2016

La prima esibizione a Schliersee di alcuni insegnanti ed allievi si è svolta nell’anno 2016, in occasione della festa del trentesimo anniversario del gemellaggio tra Barberino-Tavarnelle e Schliersee all’interno del teatro storico (‘Bauerntheater’). Francesco Ceccarelli, sassofonista di Music Tribe, ricorda: “In quell’occasione parteciparono molti insegnanti e anche allievi minorenni. Fu un vero e proprio viaggio di studio per tutti, grazie al quale si esibirono molti ragazzi di tutte le età, con vari livelli di studio, su un così suggestivo palco.”

Lorenz Knabel, presidente dell’associazione ‘Barberino-Verein Schliersee’, aggiunge: “Fu un’esibizione fenomenale, con un continuo cambio di musicisti. Già allora furono invitati ad esibirsi alla festa del lago di Schliersee.”

 

Music Tribe am Schlierseer Seefest 2019

Und so kam es, dass sich 2019 „eine richtige Band formierte, bestehend aus volljährigen Schülern auf hohem Leistungsniveau, die ein komplettes Konzert bestritten hätte“, sagt Francesco Ceccarelli, Sprecher der Schule. Etwa 30 Musiker waren aus Barberino-Tavarnelle angereist. Inklusive der Schüler des jährlichen Schüleraustauschs waren etwa 55 Italiener zu Gast bei uns in Schliersee.

Das Music-Tribe-Konzert sollte am Sonntagabend, den 28. Juli 2019, stattfinden. Doch ein heftiger Dauerregen führte dazu, dass der Auftritt kurzfristig abgesagt werden musste. Die Enttäuschung bei den Musikern, die sich lange auf das Konzert vorbereitet hatten und ihr Können natürlich gerne unter Beweis gestellt hätten, war verständlicherweise riesig. „Sie hatten sogar bedruckte T-Shirts für ihren Auftritt dabei, mit Datum und allem Drum und Dran“, so Lorenz Knabel.

Um nicht ganz vergebens angereist zu sein, hat Music Tribe am selben Abend noch ein kleines Ersatzkonzert in der Schlierseer Turnhalle gegeben – vor kleinem Publikum, bestehend aus den Jugendlichen des Schüleraustauschs und einigen Mitgliedern des Barberino-Vereins. „Wir hatten das Konzert vorbereitet, um auf der wunderbaren Seefestbühne aufzutreten. Leider ließ der Regen das nicht zu, aber die Tage, die wir mit Sprüngen in den See, Völlereien auf dem Fest und den Nächten in der Turnhalle mit Schlafsaal-Flair verbracht haben, waren magisch. Es war ein bewegender Moment, zu sehen, wie groß der Wille der jungen Leute war, aufzutreten und die Früchte ihrer Arbeit beim kleinen Konzert in der Turnhalle zu präsentieren“, fasst Francesco zusammen.

 

Music Tribe alla festa del lago di Schliersee 2019

Così, nell’anno 2019, “si formò una vera e propria band che avrebbe gestito l’intero concerto, formata da allievi maggiorenni con un buon livello di studio”, dice Francesco Ceccarelli, portavoce della scuola. I musicisti, venuti da Barberino-Tavarnelle, erano in 30. Ad essi si sono uniti i ragazzi del consueto scambio, per un totale di 55 ospiti italiani qui da noi a Schliersee.

Il concerto di Music Tribe si doveva svolgere domenica sera, il 28 luglio 2019. Per un diluvio però, l’esibizione è stata annullata. La delusione dei musicisti, che si erano preparati da molto tempo e volevano dimostrare la loro abilità, era comprensibilmente immensa. “Avevano persino portato delle magliette stampate per la loro esibizione, con la data e tutti gli annessi e connessi”, così Lorenz Knabel.

Per non essere venuti completamente invano, Music Tribe ha fatto un piccolo concerto la stessa sera nella palestra di Schliersee – davanti ad un pubblico limitato, formato dai ragazzi dello scambio e qualche membro dell’associazione ‘Barberino-Verein’. “Avevamo preparato il concerto per esibirci sul bellissimo palco della festa del lago. Purtroppo la pioggia non ha permesso la cosa, ma passare quei giorni tra tuffi al lago, abbuffate alla festa e notti in palestra in stile camerata è stato magico. Commovente il momento in cui i ragazzi hanno mostrato la volontà di esibirsi, presentando comunque il frutto del nostro lavoro con il concertino in palestra”, riassume Francesco.

 

Aller guten Dinge sind drei

Lässt man die Enttäuschung über die Konzertabsage außen vor, hat sich Music Tribe ansonsten pudelwohl gefühlt in Schliersee und viele schöne Erinnerungen mit nach Hause genommen. An eine davon erinnert sich Francesco besonders gerne: „An einem regenfreien Abend waren wir zu mehreren an einem Stand des Seefestes. In der Menschenmenge haben einige von uns angefangen, bekannte italienische Lieder anzustimmen, und es war eine großartige Sache, dass sich uns viele einheimische junge Leute angeschlossen und diese Lieder mit uns gesungen haben. In diesem lockeren und vergnüglichen Moment hatten wir die Gelegenheit zu einem kleinen kulturellen Austausch mit fremden jungen Leuten.“

Und so war es ganz klar, dass Music Tribe auch dieses Jahr wieder zum Seefest anreisen würde, um endlich auf der großen Bühne auftreten zu können. Diesmal steht dem Konzert jedoch leider die Corona-Krise im Weg. Als kleinen Vorgeschmack auf das Konzert und vor allem als lieben Gruß aus Italien haben uns ein paar Mitglieder von Music Tribe ein Video geschickt, in dem sie für uns die italienische Nationalhymne anstimmen.

 

 

Und nachdem ja aller guten Dinge drei sind, hoffen wir nun ganz fest darauf, im Sommer 2021 endlich alle gemeinsam ‒ am besten mit einem Gläschen Chianti aus Barberino-Tavarnelle in der Hand ‒ die großen italienischen Hits beim Music-Tribe-Konzert singen zu können.

 

La terza volta è quella buona

Lasciando fuori la delusione per l’annullamento del concerto, la band Music Tribe si è sentita a suo agio a Schliersee, portando a casa tanti bei ricordi. Uno di questi, Francesco lo ricorda con tanto piacere: “Durante una delle sere senza pioggia, molti di noi erano in uno degli stand della festa. Nella folla generale alcuni dei nostri hanno iniziato ad intonare canzoni famose italiane e fu grandioso il fatto che tanti ragazzi del luogo seguirono i cori cantando con noi quelle canzoni. In un momento di leggerezza e di divertimento abbiamo avuto modo di fare un piccolo scambio culturale con dei ragazzi sconosciuti.”

Così, era chiarissimo che anche quest’anno Music Tribe sarebbe tornata alla festa del lago per esibirsi finalmente sul palco grande. Questa volta per il concerto però è d’intralcio l’emergenza di Coronavirus. Come piccolo assaggio del concerto, e soprattutto, come caro saluto dall’Italia, qualche membro di Music Tribe ci ha inviato un video in cui intona l’inno nazionale italiano per noi.

Proprio perché ‘la terza volta è quella buona’, speriamo che nell’estate 2021 finalmente potremo cantare insieme, magari con un bicchiere di Chianti di Barberino-Tavarnelle in mano, le famose canzoni italiane al concerto di Music Tribe.

 

 

http://www.music-tribe.it/it/Scuola-Di-Musica-Studio-Di-Registrazione-Valdelsa-Firenze-c1.aspx

https://www.facebook.com/MusicTribe/?ti=as

https://www.youtube.com/channel/UCSWcUsb_00m4gqTKyQ9uCzw

 

 

 

Kathrin Zott Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Mit Museumsbiene Pauline durchs Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Die Museumbiene Pauline nimmt dich mit auf eine Reise durch das Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Schliersee. Da kannst du nicht nur die historischen Höfe entdecken, sondern auch ganz viele traditionelle Spiele ausprobieren. Anschließend lockt der gemütliche Biergarten, um ein wenig auszuruhen und dich wieder zu stärken. Die Lage des Wirtshauses „Zum Wofen“ mitten im altbayrischen Dorf ist wunderschön. Du kannst zusammen mit deinen Kindern die gute alte Zeit genießen und vielleicht auch ein wenig in Erinnerungen schwelgen.

 

 

Wann bist du das letzte Mal auf Stelzen gelaufen?

Die Museumsbiene Pauline führt dich durch das Freilichtmuseum: zum Baumstamm-Kraxln, in den Schafstall, in den Kinderstadl, in den Schweinestall, zur Kegelbahn, zu den Stelzen und Skibrettln, zum Hühnerstall, in das Bienenhaus, zum Ringewerfen, zum Angeln, zum Schussern und zum Kastlhupfen. Das sind alles Stationen, die du mit deinen Kindern entdecken kannst. Ich habe heute beobachtet, dass die Erwachsenen mindestens so viel Spaß haben wie ihre Kinder. Eine Riesengaudi für Groß und Klein.

 

Urlaub dahoam in Schliersee

Während der Pfingstferien kannst du, unter Einhaltung der derzeit geltenden Kontaktbeschränkungen (Familien oder zwei Haushalte), eine exklusive Familienführung im altbayrischen Dorf und ein Eis für jedes Kind buchen. Erlebe das altbayrische Dorf mit allen Sinnen und erhalte bei der Museumführung faszinierende Einblicke in den Alltag der Bauern des 18. und 19. Jahrhunderts. Die Museumsführer erzählen interessante und unterhaltsame Geschichten und gehen dabei individuell auf dich und deine Kinder ein.

Dauer: 1 Stunde Uhrzeit: 10:00 Uhr | 11:30 Uhr | 13:00 Uhr | 14:30 Uhr

 

Reservierung erforderlich! https://www.wasmeier.de/

Bitte beachte die aktuellen Abstands- und Hygieneregeln. Im Eingangsbereich, Museumsladen und im Inneren der Höfe ist ein Mund-Nase-Schutz zu tragen. Auch wenn du in das Wirtshaus „Zum Wofen“ mit seinem urigen Biergarten einkehren willst, brauchst du bis zu deiner Platzierung einen solchen Schutz. Am Tisch selbst und im restlichen Außenbereich ist keine Tragepflicht.

Ich wünsche dir einen schönen Tag im Markus Wasmeier Freilichtmuseum bei uns in Schliersee!

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

https://www.wasmeier.de

 

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

Tel.: 08026/92922-0

 

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10:00–17:00 Uhr.

Montags ist nur an Feiertagen geöffnet.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Hoch hinaus am Spitzingsee

Endlich haben die Bergbahnen wieder geöffnet. Die Alpenbahnen Spitzingsee sind täglich von 9‒17:00 Uhr für dich da. In den Gebäuden, dem Bereich der Stationen und in den Kabinen oder Sesseln besteht die Pflicht, einen Mund-Nase-Schutz zu tragen.

 

 

Taubensteinbahn

In den Kabinen ist während der ganzen Fahrt das Tragen eines Mund-Nase-Schutzes vorgeschrieben. Bitte lass die Fenster der Kabinen während der Fahrt geöffnet. Es dürfen nur Personen zusammen eine Kabine belegen, die in häuslicher Gemeinschaft leben (wie etwa Familien).

 

Stümpflingsesselbahn

Bei der Stümpfling-Vierersesselbahn werden nur die äußeren beiden Sessel belegt. Die beiden inneren Sessel werden als Sicherheitsabstand freigehalten. Personen, die in häuslicher Gemeinschaft leben (wie etwa Familien), sind von dieser Regelung ausgenommen und dürfen in einem Sessel nebeneinandersitzen.

 

Mountaincarts

Bist du am Spitzingsee schon einmal Mountaincart gefahren? Die Strecke geht von der Bergstation der Stümpflingbahn 3,5 Kilometer ins Tal. Der tiefe Schwerpunkt und der breite Radstand sorgen für hohe Fahrstabilität, denn die Sicherheit ist mindestens genauso wichtig wie der Spaß. Die Go-Carts für die Berge stehen an der Bergstation für dich bereit. Gefahren wird selbstverständlich nur mit Helm. Den Helm kannst du ausleihen, oder du bringst deinen eigenen mit. Jetzt steht einer rasanten Abfahrt nichts mehr im Wege.

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/tickets/berg-und-talfahrten/

Halt, doch! Bevor du dich auf den Weg ins Tal machst, solltest du unbedingt vorher in der Jagahüttn einkehren.

 

Über den Dingen stehen und dich verwöhnen lassen

Die Sonnenterrasse der Jagahüttn ist ein wunderbarer Platz zum Genießen und Relaxen. Otto Riegger und sein Team freuen sich auf deinen Besuch. „Endlich geht es wieder los!“, sagt Otto Riegger erleichtert.

„Manchmal kann es zu kurzen Wartezeiten kommen, da die Gäste platziert werden müssen, aber mal abgesehen von den Abstands- und Hygieneregeln ist alles wie sonst“, versichert er mir. Die Lage direkt an der Bergstation von Stümpfling- und Suttenbahn ist traumhaft. Das Essen schmeckt. Lass dich mit Hüttenkasknödeln, einem deftigen Wurstsalat bis hin zu Apfel- oder Topfenstrudel verwöhnen ‒ und der Alltag ist für einen Moment vergessen.

http://www.jagahuettn.de/

Und wer zu Fuß auf die Jagahüttn gehen möchte: Direkt am Ende des Parkplatzes der Stümpflingbahn geht ein markierter Wanderweg unterhalb der Lifttrasse auf einem Pfad auf der Skipiste in etwa einer Stunde Gehzeit nach oben. Das Begehen der Mountaincart-Strecke ist nicht erlaubt.

 

 

Parken

Die Parkplätze am Spitzingsee sind ‒ auch für Besitzer der Schlierseer Gästekarte ‒ kostenpflichtig. Wenn du in Schliersee Urlaub machst und im Besitz einer Gästekarte bist, kannst du kostenlos mit dem Bus zum Spitzingsee hochfahren. Da die Parkplätze am Spitzingsee sehr begrenzt sind, ist das Busfahren sicher die entspanntere Variante.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schliersee ist für dich da

Heute geht es endlich wieder los. Du darfst wieder bei uns in Schliersee übernachten, die Bergbahnen fahren und Restaurants und Berghütten sind auch für dich geöffnet.

Ich war heute in Schliersee unterwegs und habe mich für dich ein wenig umgeschaut. Am Lauber Beach habe ich unseren Kuramtsleiter Mathias Schrön getroffen, der sich ganz besonders freut, dass die Sommersaison 2020 endlich starten kann. „Als Kuramtsleiter war es für mich sehr traurig, Schliersee so leer und ohne Gäste zu sehen. Jetzt geht es endlich wieder los“, sagt er erleichtert. Aber er bittet auch alle Gäste und Einheimischen Eigenverantwortung zu übernehmen, Abstand zu halten und rücksichtsvoll zu sein.

 

 

Eine Seefahrt, die ist lustig

Michael Lauber von der Schlierseeschifffahrt vermietet ab sofort wieder Tret-, Elektro- und Ruderboote. Sein Biergarten „Lauber-Beach“ mit Südsee-Ambiente ist täglich von etwa 10 Uhr bis 22 Uhr geöffnet. Auch das Rundfahrtschiff darf wieder in (den Schlier)See stechen. Allerdings mit einer reduzierten Personenzahl. Bitte den „Lauber-Beach“ nur mit Maske betreten. Am Tisch oder im Boot darfst du die Maske abnehmen. Direkt neben dem Bootsanleger befindet sich einer unserer schönen Kinderspielplätze. Hier kannst du mit deinen Kindern toben und zugleich die Aussicht über den See in die Schlierseer Berge genießen.

 

Neue Eismanufaktur in Schliersee

Wenn du jetzt Lust auf ein Eis hast, empfehle ich dir das neue Eiscafé Dolomiti. Corrado Soccol kommt aus den Dolomiten. Aus dem Val di Zoldo kamen ursprünglich fast alle italienischen Eismacher. Corrado ist schon seit ein paar Monaten bei uns in Schliersee und freut sich, dass es jetzt endlich richtig losgeht. Von 10 Uhr bis 22 Uhr kannst du dich durch die verschiedenen Eissorten probieren, leckere Eisbecher genießen oder einfach nur einen Cappuccino trinken. An manchen Tagen möchte Corrado auch unten am See Eis verkaufen. Der Generator steht schon bereit.

 

 

Ich hoffe du genießt deinen Urlaub bei uns in Schliersee.

 

 

Schlierseeschifffahrt https://www.schlierseeschifffahrt.de/

Eiscafé Dolomiti https://www.facebook.com/EiscafeDolomitiSchlierseeBayern

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schliersee fürs Ohr: Mein Soundtrack der Seen-sucht

Musik und Emotionen sind eng verbunden. Wir wählen Lieder aus, die zu unserer Stimmung passen: Hören fröhliche Songs, wenn wir vor Glück strahlen. Und ruhiges Chill-out, wenn uns nach einer Pause zumute ist. Auch die Sehnsucht nach dem See lässt sich in Liedern ausdrücken. Denn Schliersee ist nicht nur ein Ort. Schliersee ist ein Gefühl.

 

 

Wie sich diese Seen-sucht für mich anfühlt, möchte ich euch mit meinem kleinen Soundtrack zeigen. Hier gibt’s den Schliersee fürs Ohr:

https://open.spotify.com/playlist/2oMItbNwtUEIQuovhPOShG?si=Tm2N4ffFSI-bdk0vHlFVGw

 

Songs für Strandbad, SUP und Schwimmen

Aber Achtung: Wer jetzt traditionell boarische Musi erwartet, wird hier nicht fündig. Mein persönlicher Schliersee-Soundtrack erinnert an lange Sommerabende im Strandbad, die Morgensonne über dem See, einen SUP-Ausflug auf die Sandbänke vor der Insel Wörth oder den wunderbaren Kühle-Kick, wenn man sich nach einer langen Radltour endlich ins kühle Nass stürzt. Aber hört selbst …

 

 

#1 Jack Johnson: Sitting, Waiting, Wishing

Denn Seen-sucht ein Song wäre, dann sicher dieser. Mit „Sitting, Waiting, Wishing“ erzählt Jack Johnson die Geschichte einer unerwiderten Liebe. Der Gitarrensound und sein Singer-Songwriter-Charme machen das Lied zum perfekten Begleiter für einen herrlich faulen Nachmittag am Schliersee-Ufer. Inspirierende Mischung aus Lebensfreude, Gelassenheit und Vermissen.

 

 

#2 Die Toten Hosen: Wannsee

Rock trifft Reggae-Rhythmen. Die ultimative See-Hymne der Toten Hosen ist eine Ode an den Berliner Wannsee. Und erzählt die Geschichte einer jungen Liebe. Ob Berlin oder Bayern: Die Seen-sucht ist überall die gleiche. Oder wie die Campino und Co. singen: „Will mein Herz in ihrem tiefblauen Swimmingpool versenken“. Hach …

 

 

#3 Freischwimmer feat. Dionne Bromfield: Ain’t No Mountain High Enough

 

Kein hoher Berg. Kein tiefes Tal. Kein breiter Fluss. Nichts kann mich abhalten, zu dir zu kommen. Das ist die Botschaft dieses Soul-Songs aus den 1960er-Jahren. Auch heute noch absolut Playlist-tauglich in der Version von Freischwimmer feat. Dionne Bromfield. Gute-Laune-Sound für eine Tour in die Schlierseer/Spitzingseer Berge.

 

 

#4 Tom Waits: Long Way Home

Vom „langen Weg nach Hause“ erzählt die raue, kratzige Stimme von Tom Waits. Und während der Protagonist dieses Songs den „Way Home“ möglicherweise niemals findet, ist das Lied dennoch der perfekte Reisebegleiter auf dem Weg an den Schliersee. Lautsprecher aufdrehen und mitsummen. Weil wir den Weg an den See immer finden, egal, wie lang die Route nach dahoam auch sein mag …

 

 

#5 Louis Armstrong & Ella Fitzgerald: Summertime

 

Weil im Sommer am See alles leichter geht. Zumindest vordergründig. Denn „Summertime“ lebt von der Spannung zwischen dem positiven Text – „Summertime and the livin’ is easy // Fish are jumpin’ and the cotton is high“ – und dem Grundton in Moll. Bis heute ist der Jazz-Song unzählige Male gecovert worden – und einfach herrlich ambivalent. Wie ein Sommerabend bei Gewitterstimmung.

 

 

#6 Triggerfinger: I Follow Rivers

Alles im Fluss – dafür steht dieser Song in der Version der belgischen Rockband Triggerfinger. Die Musik fließt, das Schlierseewasser plätschert. Wasser ist Frische, ist Energie – und was könnte belebender sein als ein Kühle-Kick im Schliersee nach einer anstrengenden Bergtour oder einem herausfordernden Moutainbike-Trip. „Be the ocean, where I unravel // Be my only, be the water where I’m wading“, singen Triggerfinger. Ja, bitte!

 

 

#7 JORIS: Herz über Kopf

„Und immer, wenn es Zeit wird zu gehen // Verpass ich den Moment und bleibe stehen // Das Herz sagt bleib, der Kopf schreit geh.“ Diesen Zwiespalt von Singer-Songwriter JORIS dürften schon viele erlebt haben, die das Schlierseer Strandbad besuchen. Denn angesichts süffiger Getränke, frisch zubereiteter Tellergerichte und herrlich kitschiger Sonnenuntergänge fällt der Abschied von diesem besonderen Ort am See jedes Mal schwer. Mein Tipp: Einfach eurem Herzen folgen. Macht JORIS in diesem Song ja auch 😉

 

 

#8 R.E.M.: Nightswimming

Nachtschwimmen. Gibt es etwas Romantischeres? Ein Foto erinnert den Protagonisten dieses R.E.M.-Klassikers an vergangene Erlebnisse, besondere Momente. Die für immer bleiben. Aber nicht wiederholbar sind. Und was habt ihr schon Besonderes am Schliersee erlebt? Welcher Schliersee-Moment macht euren Erinnerungsschatz reicher?

 

 

#9 Dinah Washington: What a Diff‘rence a Day Makes

„Twenty-four little hours // brought the sun and the flowers // where there used to be rain“, singt Dinah Washington. Und auch für mich ist der Schliersee ein Garant für „Tschüss Regen, hallo Sonnenschein!“. Weil die Natur mich innerlich auftanken lässt. Wenn sich das Sonnenlicht auf den Wellen bricht und die ersten Meter auf dem SUP gepaddelt sind, dann zählt nur noch der Moment auf dem Wasser. Und spätestens am Abend eines Schliersee-Tages lässt sich sagen: „What a Diff‘rence a Day Made.“

In diesem Sinne: Macht es wie Jack Johnson: Schliersee-Soundtrack aufrufen, Füße ins Wasser strecken und dann Tagträumen mit „Sitting, Waiting, Wishing …“. Hier geht’s zur Playlist:

 

https://open.spotify.com/playlist/2oMItbNwtUEIQuovhPOShG?si=Tm2N4ffFSI-bdk0vHlFVGw

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

Almauftrieb vom Anderlbauernhof in Fischhausen auf die Untere First im Spitzingseegebiet

Heute Morgen klingelt mein Wecker früh. „Um 5 Uhr ist der Kaffee fertig, und dann geht es los!“, steht in der Nachricht von Hartl Markhauser vom Anderlbauernhof. Die Eisheiligen sind gerade vorbei, die Wiesen sogar oben am Spitzing sattgrün ‒ Zeit, die Tiere auf die Alm zu bringen. Von der Weide in Fischhausen werden die Kälber durch Neuhaus die Spitzingstraße hinauf getrieben und vom Sattel weiter zur Unteren Firstalm.

 

 

Für Hartl, aber auch für seine Sennerin Irmi, die mit ihrer Familie den Sommer über oben auf der Alm lebt und die Tiere versorgt, ist der Almauftrieb ein besonderer Tag im Jahr. Nach einem langen Winter geht es jetzt wieder hinauf. Für Irmi ist es der zweite Almsommer. Spontan war sie vor drei Jahren eingesprungen, nachdem eine Sennerin ausgefallen war. Jetzt freut sich die ganze Familie auf einen weiteren Almsommer.

 

Endlich wieder Kuhglocken auf der Weide

Manchmal bin ich mir nicht sicher, wer wen treibt. Die Kälber legen ein enormes Tempo vor. „Die wollen unbedingt rauf auf die Alm, weil es dort so schön ist“, lacht Hartl. Da es noch sehr früh ist, sind kaum Autos unterwegs. Nur das Läuten der Glocken durchbricht die Stille. Etwa zehn Kilometer und etwas mehr als 500 Höhenmeter müssen zurückgelegt werden – von Mensch und Tier. Ausgestattet mit Stöcken, leiten die Helfer die Kälber in die richtige Richtung. Geschickt springen die Kinder dem Almvieh hinterher, wenn eines ausbüchsen will. Nach knapp zwei Stunden kommen wir oben an. Die Kälber kommen zuerst für zwei Wochen zum Eingewöhnen in eine eingezäunte Weide. Dann dürfen sie zusammen mit dem Milchvieh vom Nachbarbauern die große, weite Weide entdecken. Alle sind froh, die Kälber sicher auf ihre Almwiese gebracht zu haben. Die Sennerin Irmi und Hartl laden alle Helfer noch zu einer Brotzeit in die Alm ein. Von der Terrasse können wir die ersten Wanderer beobachten. Es ist Wanderwetter, und alle zieht es in die Berge. Ich bin ehrlich gesagt ein bisschen müde und freue mich auf einen Nachmittag auf dem Balkon in meiner Hängematte.

 

 

Tipp: Urlaub auf dem Bauernhof | Ein Urlaub auf dem Anderlbauernhof ist etwas ganz Besonderes. Hier lernst du das unverfälschte Bauernhofleben kennen. Große Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, ein Ausflug zur Alm oder der tägliche Umgang mit den Tieren. Du kannst sogar im Stall dabei sein und mithelfen. Bitte informiere dich vor der Buchung über eventuelle Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

https://anderlbauer-am-see.de/

 

Danke, Agnes und Hartl Markhauser, für die Verpflegung und den Einblick in eure Arbeit als Almbauern.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wildromantische zerklüftete Schlucht in Schliersee ‒ der Pfanngraben

Heute nehme ich dich mit in den Pfanngraben unterhalb der Rotwand im Spitzingsee-Gebiet. Oft hört man vom Pfanngraben als Auf- oder Abstiegsvariante zur oder von der Rotwand (1.884 m). Aber auch ohne eine lange Bergtour auf den höchsten Berg im Landkreis ist der Pfanngraben ein echtes Highlight.

 

 

Festes Schuhwerk

Der Weg ist breit und nicht schwierig. Ein wenig Schwindelfreiheit und feste Schuhe solltest du trotzdem mitbringen. Auf Kinder bitte besonders aufpassen, es gibt keine Geländer oder Ähnliches ‒ und es geht stellenweise 30 Meter senkrecht bergab in den Bachlauf. Eine Gumpe, wie die beckenartigen Strudeltöpfe bezeichnet werden, reiht sich an die andere, dazwischen kleine Wasserfälle und schroffe Felswände. Das ist ein echtes Naturschauspiel und gleichermaßen schön bei Sonne und Regen. Für mich also auch ein Tipp für einen Regentag.

 

Ob Regen oder Sonnenschein – eine Traumtour

Auf der Teerstraße geht es vom Spitzingsee zur Waitzinger Alm, wahlweise kannst du auch den schöneren Wanderweg am Blecksteinhaus vorbei nehmen (bitte eventuell geänderte Öffnungszeiten wegen Corona beachten, Stand: 08.Mai 2020: nur „to go“ am Wochenende). Nach etwa einer Stunde erreicht man die Waitzinger Alm (unbewirtschaftet). Ab jetzt geht es entlang des Bachlaufs in Richtung Rotwand bergauf. Das ist landschaftlich so schön, dass ich kaum gemerkt habe, dass es ständig bergauf geht. Du musst am Anfang keine waghalsigen Wegerl runter ans Wasser ausprobieren, du kommst auf dem Wanderweg von ganz allein ans Wasser, falls du dich erfrischen möchtest. Wer mit dem Fotoapparat unterwegs ist, wird nur sehr langsam weiterkommen. Auf der rechten Seite des Wanderwegs fällt das Wasser in vielen Stufen in tiefgrüne Gumpen. Auf der anderen Seite findest du zahlreiche Bäche und saftige Almwiesen, die gerade übersät sind mit Enzian. Wirklich ein beeindruckendes Bild. Wenn du nach einer weiteren Stunde eine kleine Holzhütte erreichst, geh noch etwa fünf bis zehn Minuten weiter, dann kommst du zum beeindruckendsten Teil der Klamm. Hier kannst du vier Kaskaden gleichzeitig sehen. Zurück geht es auf dem gleichen Weg. In diesem Fall kein Problem, denn den Gumpenweg in die andere Richtung zu gehen, ist alles andere als langweilig. Im Gegenteil, es ist wieder ein Erlebnis und wunderschön. Insgesamt würde ich etwa fünf Stunden einplanen.

 

 

Landschaftsschutzgebiet: Bitte beachte, dass du befindest dich in einem Landschaftsschutzgebiet befindest. Das Abreißen und Ausgraben von Pflanzen ist verboten.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum – Abschalten, durchatmen und die Ruhe genießen

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist ein wunderbarer Ort zum Krafttanken. Ich war für dich vor der Eröffnung dort und durfte bei den letzten Vorbereitungen dabei sein. Es wurden Zäune gebaut, Betten ausgeschüttelt, den Höfen noch mal der letzte Schliff verpasst und im Biergarten die Tische geschrubbt. Markus Wasmeier hat für dich persönlich mit der Sense die Ruhebänke freigeschnitten. Dort kannst du jetzt entspannt Platz nehmen.

 

 

Es ist schön, zu sehen, mit viel Liebe Markus Wasmeier sein Freilichtmuseum betreibt. Gerne springt er über den Zaun, um die Schafe mit Leckerlis zu versorgen. Diese sind auch sofort entzückt, ihn zu sehen, und blöken ihn freudig an. Es ist fast ein wenig kitschig, Bilderbuch-Bayern – eine heile Welt. Die Gänse Gustav und Agathe schnattern auch ganz aufgeregt, als sie Markus sehen. Die Hühner spazieren glucksend über den Hof. Die Wiesen und Almflächen, die das Museumsdorf einrahmen, leuchten wunderschön grün, und das sonnige warme Wetter lässt auf einen bezaubernden Sommer hoffen. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist – vor allem unter der Woche – der perfekte Platz zum Abschalten, Durchatmen und um die Ruhe zu genießen.

 

 

19.Mai 2020: Endlich wieder geöffnet

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist ab dem 19. Mai 2020 wieder für dich geöffnet, und auch der gemütliche Biergarten lädt zum Verweilen ein. Ab dem 26. Mai 2020 ist auch die Innengastronomie geöffnet. Bitte, wenn möglich, unter office@wasmeier.de oder 08026 – 929 22 0 reservieren.

 

 

Hinweise für deinen Besuch

Jetzt, während der Corona-Pandemie, gelten überall besondere Regeln. Auch das Markus Wasmeier Freilichtmuseum hat ein Hygienekonzept erstellt.  Am Eingang musst du, für eventuelle Rückverfolgungen, deine Kontaktdaten hinterlassen, die nach vier Wochen automatisch wieder gelöscht werden. Im Eingangsbereich, im Museumsladen und im Inneren der Häuser ist ein Mund-Nase-Schutz verbindlich zu tragen. Auch wenn du im Gasthof zum Wofen einkehren möchtest, ist er bis zur Platzierung erforderlich. Am Tisch selbst und im restlichen Außenbereich besteht keine Tragepflicht. Bitte halte beim Rundgang den empfohlenen Mindestabstand von 1,5 Metern ein und vermeide Gruppenbildungen. Da in den meisten Häusern nur wenig Raum zur Verfügung steht: Bitte die Räume nur einzeln oder als Familie betreten. Nimm Rücksicht und warte vor dem Haus, falls sich bereits andere Besucher im Raum aufhalten. Desinfektionsmittel ist vorhanden.

Viele Veranstaltungen sind bereits abgesagt, aber manche, wie zum Beispiel die Bauerngartentage, können unter Einhaltung der Auflagen stattfinden. Auf der Internetseite findest du unter „Veranstaltungen“ aktuelle Informationen. https://www.wasmeier.de/veranstaltungen/

 

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

https://www.wasmeier.de/

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

Tel.: +49 (0) 8026 – 92922-0

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag von 10:00 – 17:00 Uhr.
Montags ist nur an Feiertagen geöffnet.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Mit einem Fuß im Ausland – zu Fuß vom Spitzingsee nach Österreich

Dass Wanderwege bei uns über die grüne Grenze nach Österreich führen, ist ganz normal. Jetzt, während der Corona-Pandemie, sind die Grenzen geschlossen. Natürlich darf man dann auch nicht einfachmal so nach Österreich wandern. Ich habe schon davon gehört, dass die Grenzpolizei sogar Wanderwege kontrolliert.

Aber hin zur Grenze zu wandern, ist erlaubt ‒ und dahin nehme ich dich heute mit.

 

 

Los geht es am Spitzingsee, dann an der Albert-Link-Hütte und dem Blecksteinhaus vorbei durch die Valepp. Wunderschön schlängelt sich der Bach durch das Gebirgstal. Nach etwa zwei Stunden erreichst du das Gasthaus Valepp (geschlossen). Dann folgst du der Beschilderung zur Erzherzog-Johann-Klause. Ich mache noch einen Abstecher zur katholischen Bergkapelle Maria Hilf von 1710. Pfarrlich gehört die Kapelle zum Gebiet der Pfarrei St. Josef in Neuhaus. Sie thront auf einem Felssporn über der Valepp. Weiter geht es in Richtung Österreich vorbei an der Ochsenalm. Die Alm liegt wunderschön inmitten der bunten Almwiesen. Ich durfte letztes Jahr den Regisseur des BR-Films „Die Sennerin“ kennenlernen. Der Film wurde auf der Ochsenalm gedreht, und ich finde ihn sehenswert.

 

Zu meinem Beitrag:
https://magazin.schliersee.de/tag/ochsenalm/

Direkt zum Film:
https://www.br.de/mediathek/video/bayern-erleben-09022020-die-sennerin-av:5dfb5c4f3d7366001a21d6a5

 

 

Von Schliersee zu Fuß nach Österreich

Von der Ochsenalm sind es noch etwa 30 Minuten bis zur österreichischen Grenze. Zuerst geht es über die Almwiesen und dann noch ein kleines Stück durch einen Wald. Normalerweise würde ich eher achtlos an dem Grenzstein vorbeilaufen. Jetzt ist es ein besonderer Moment für mich. Ich beschließe, hier einen Kaffee zu trinken – aus der Thermoskanne. Ich laufe ein paar Schritte nach Österreich, es fühlt sich seltsam an, aber besonders.

Auf dem gleichen Weg geht es wieder zurück nach Spitzingsee.

Mit einigen Pausen und genießerischen Momenten würde ich etwa sechs Stunden einrechnen.

Die Almwiesen der Valepp kurz vor dem Spitzingsee leuchten bei meiner Rückkehr golden im Abendlicht. Ein Traum.

 

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Das Frühlingsgetränk für die Kinder ‒ Löwenzahnschorle

Aus der Schlierseer Kräuterküche

Löwenzahn – die Heilpflanze mit langer Tradition

 

Bei Gartenbesitzern ist der Löwenzahn eigentlich recht unbeliebt, in der Volksheilkunde dagegen genießt der Löwenzahn ein sehr hohes Ansehen.

Momentan leuchten die gelben Blüten auf den grünen Schlierseer Bergwiesen und zeigen uns den Frühling mit der vielfältigen Farbenpracht in vollen Zügen. Für mich ist der Löwenzahn ein treuer Begleiter und symbolisiert pure Lebensfreude und geballte Lebensenergie.

 

Für Mensch und Tier ist der Löwenzahn eine wertvolle Pflanze zum Stärken des Immunsystems. Sie dient als stoffwechselanregende sowie leberstärkende Kraft und bringt neuen Schwung in den Körper. Was ganz besonders hervorzuheben ist, sind die Bitterstoffe. Mein Lieblingsspruch während meiner Kräuterführungen lautet: „Gib dem Körper Bitteres, damit er süß wird.“ Für die Leute, die immer grantig sind, ist Löwenzahn ganz besonders gut. Hier gilt der Spruch: „Was ist denn dem über die Leber gelaufen“ ‒ Löwenzahn ist für die Verdauung super und regt Leber und Galle an. Bei meinen Kräuterführungen erlebe ich immer wieder, dass gerade die Teilnehmer, die Verdauungsprobleme haben, immer wieder zum Löwenzahn greifen. Alles, was wir für unsere Gesundheit brauchen, wächst direkt vor unserer Haustür und im Garten.

Über den Löwenzahn und wie vielseitig er ist, durfte ich schon mal für die Zeitschriften „LandAPOTHEKE und LandIDEE einen sehr schönen Beitrag verfassen. Von der Blüte bis zu den Wurzeln kann vieles verwendet werden.

Damit das Beschäftigen mit unseren heimischen Kräutern auch Spaß macht und das Endprodukt dabei noch schmeckt, habe ich heute ein ganz besonderes Rezept zum Nachmachen.

 

 

Die Löwenzahnschorle – ein süßes Frühlingsgetränk, das Kinder lieben.

Löwenzahnsirup Grundrezept:

20 schöne geöffnete Löwenzahnblüten

750 ml frisches Quellwasser

250 ml Orangensaft

1 frische Bio-Zitrone

1 kg Bio-Rohrohrzucker

 

Zubereitung:

Um die Mittagszeit ernte ich auf unserer Wiese oder im Garten die wunderschön leuchtenden gelben wunderschön Löwenzahnblüten. Anschließend zupfe ich die Blütenblätter vom Blütenboden ab (damit sie nicht ganz so bitter sind). In der Zwischenzeit wird das Quellwasser mit dem Orangensaft, dem Saft der Bio-Zitrone und dem Bio-Rohrzucker in einem Topf gegeben und zum Kochen gebracht. Diese kochende Zuckerlösung gießen wir über die vorbereiteten Löwenzahnblütenblätter und legen sofort einen Deckel darauf, damit die ätherischen Öle nicht verloren gehen. Nach 48 Stunden wird der Ansatz durch ein Baumwolltuch gegossen. Jetzt kann der fertige Löwenzahnsirup für die Frühlings-Limo sofort verwendet werden. Je nach Geschmack ein wenig Löwenzahnsirup in ein Glas geben und mit Wasser aufgießen. Ein köstlicher Durstlöscher. Für die großen Kinder und Genießer ein wenig Sekt dazugeben ‒ und fertig ist der Aperitif.

 

 

Für die Vorratshaltung wird der Sirup nochmals  kurz auf 80 °C erhitzt und in sauber sterilisierte Flaschen abgefüllt und sofort mit Twist-off-Deckel verschlossen. Er hält sich mindestens ein Jahr, bis es wieder neuen Löwenzahn gibt.

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Verarbeiten des Löwenzahns wünscht euch aus der Schlierseer Kräuterküche eure Angelika vom Schliersee Magazin.

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen