Vorlesen in der Gemeindebücherei Schliersee

Einmal im Monat wird die Gemeindebücherei Schliersee zum Treffpunkt für kleine Geschichtenfreunde. Immer am letzten Donnerstag im Monat um 16:00 Uhr sind Kinder ab vier Jahren zum „Abenteuer Vorlesen“ eingeladen. Ich habe Marion Wernthaler kurz vor einer ihrer Vorlesestunden in der Gemeindebücherei besucht. Während sie sich auf die kleinen Zuhörer vorbereitet, erzählt sie mir, wie so ein Nachmittag abläuft.

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Die Kinder sitzen gemeinsam im Stuhlkreis. Zuerst stellt sie den Autor und die Figuren der Geschichte vor, dann beginnt sie vorzulesen. Besonders schön findet sie, wie unterschiedlich die Kinder reagieren. „Manche erzählen, manche fragen und manche hören einfach nur ganz still zu.“

Vorlesen ist wichtig

Die Auswahl der Geschichten ist bunt gemischt. Mal geht es um Pippi Langstrumpf oder Pumuckl, mal um Pettersson und Findus oder das kleine Gespenst. Auch Märchen stehen auf dem Programm. Bei meinem Besuch hat Marion Wernthaler den „Gestiefelten Kater“ für die nächste Vorlesestunde ausgesucht. Warum Vorlesen so wichtig ist, erklärt sie mit Überzeugung. Es erweitert den Wortschatz, vermittelt Wissen und regt die Fantasie an. Besonders gefällt ihr ein Satz von Astrid Lindgren: „Lesen und Vorlesen ist ein grenzenloses Abenteuer der Kindheit.“ Neben den regelmäßigen Vorlesestunden organisiert das ehrenamtliche Büchereiteam auch besondere Veranstaltungen. Ein Beispiel ist die jährliche Geisterstunde an Halloween, bei der mutige Kinder ab acht Jahren im Kerzenlicht schaurigen Geschichten lauschen und anschließend gemeinsam basteln und ein gruseliges Buffet genießen.

Natürlich gibt es in der kleinen Gemeindebücherei auch jede Menge Lesestoff zum Ausleihen. Neben Kinder- und Jugendbüchern stehen Romane, Krimis, Sachbücher und Tonies zur Verfügung. Kinder und Jugendliche bis 18 Jahre können kostenlos ausleihen. Auch für Urlauber mit der Schlierseer Gäste-Karte ist das Ausleihen kostenlos. Erwachsene zahlen eine Jahresgebühr von acht Euro.

Eine kleine Bücherei mit viel Engagement

Dass die Gemeindebücherei Schliersee so lebendig ist, liegt vor allem am ehrenamtlichen Engagement des Teams. Sechs Mitarbeiter kümmern sich um die Bücher, beraten die Leser und organisieren Veranstaltungen. Und das Angebot wird angenommen. Zum 21. Oktober 2026 zählte die Bücherei 235 aktive Leser. Erst kürzlich wurde die Gemeindebücherei vom Sankt Michaelsbund mit dem Büchereisiegel in Silber ausgezeichnet. Bei seinem Besuch gratulierte Bürgermeister Florian Reinthaler persönlich zu dieser Auszeichnung und würdigte die Arbeit des Teams. „Ihr sorgt dafür, dass die Bücherei wieder einen neuen Schwung bekommen hat“, lobte er. Besonders schön ist seine Ankündigung, Anfang 2027 selbst einmal bei einer Vorlesestunde vorzulesen.

Wie wichtig die Unterstützung von außen ist, betont Marion Wernthaler. Sie bedankt sich ausdrücklich bei Bürgermeister Florian Reinthaler und dem Gemeinderat sowie beim katholischen Pfarrverband Schliersee und dessen Pfarrverbandsbeauftragter Barbara Kainz. Ohne diese Unterstützung wäre die Arbeit in dieser Form nicht möglich.

Und natürlich freut sich das Büchereiteam über jeden, der den Weg in die kleine Bücherei findet. Ob zum Stöbern, zum Ausleihen oder einfach, um bei einer Geschichte zuzuhören. Neue Leser, große wie kleine, sind jederzeit herzlich willkommen.

Öffnungszeiten (Stand November 2026)

Dienstag von 15:00 bis 17:00 Uhr
Donnerstag von 16:00 bis 18:00 Uhr
Sonntag von 10:45 bis 12:15 Uhr

https://schliersee-360.de/vereine/gemeindebuecherei

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.

 

Über den Wolken am Spitzingsee

November 2026: Geschenkte Novembertage in Schliersee: Wenn die Sonne den Herbst verlängert.

Servus aus Schliersee,

was für ein Kulturherbst! Waren Sie bei einer der 23 Veranstaltungen im Oktober dabei? Ich hoffe, Sie konnten den einen oder anderen besonderen Abend bei uns in Schliersee genießen. Mich freut es sehr, wie viele Menschen der Schlierseer Kulturherbst auch in diesem Jahr wieder zusammengebracht hat. Ein herzliches Dankeschön an alle, die vor und hinter den Kulissen zum Gelingen unseres Festivals beigetragen haben. Unsere Redakteurin Judith Weber war bei allen Veranstaltungen dabei und hat einen Rückblick verfasst.

https://magazin.schliersee.de/schlierseer_kulturherbst_2026/

Am Samstag, 7. November, lädt die Nachbarschaftshilfe Schliersee unter dem Motto „Mit Pauken und Trompeten“ zu einem Benefiznachmittag mit der Schlierseer Blasmusik ins Bauerntheater ein. Ich freue mich, dafür die Schirmherrschaft übernehmen zu dürfen. Am Sonntag steht mit unserer traditionellen Leonhardifahrt nach Fischhausen schon der nächste besondere Tag bevor. Ich freue mich jedes Jahr auf die festlich geschmückten Pferde und Wagen und die vielen Menschen, die diese Tradition mit Leben füllen. Besonders schön finde ich, dass unser Brauchtum auch an die nächste Generation weitergegeben wird. So übernimmt heuer Hartl Markhauser junior von seinem Vater das Gespann mit dem Tafelwagen der Schlierseer Schalkfrauen. Schon seit 1974 ist die Familie bei der Leonhardifahrt dabei. Unsere Redakterin Judith Weber war bei der Familie Markhauser auf dem Hof.

Hartl Markhauser junior und Hartl Markhauser senior auf dem Anderlbauernhof in Fischhausen bei den Vorbereitungen zur Leonhardifahrt 2026.

https://magazin.schliersee.de/die-vorbereitungen-fuer-die-leonhardifahrt-nach-fischhausen-laufen/

Oft gibt es im November diese geschenkten Tage. Wenn die Nächte schon frostig sind, die Sonne tagsüber aber noch einmal richtig wärmt und sich der Herbst fast wie Spätsommer anfühlt. Für mich sind das die kleinen Geschenke des Novembers, die man besonders genießt, weil man zu dieser Jahreszeit nicht mehr unbedingt mit ihnen rechnet. Vielleicht nutzen Sie ja einen dieser Tage für einen spontanen Besuch bei uns in Schliersee. Wer mit dem Wohnmobil anreist, findet im Schliersee Magazin eine aktuelle Übersicht über die offiziellen Wohnmobil-Stellplätze.

https://magazin.schliersee.de/mit-dem-wohnmobil-nach-schliersee/

Ende November, am ersten Adventswochenende, wird es dann vorweihnachtlich in Schliersee. Am Samstag um 16:00 Uhr lesen Sepp Schauer und Heinz-Josef Braun „Finale SturmWarnung“ im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Außerdem lädt der Christkindlmarkt am Terofal mit Live-Musik, Feuerschalen, Schmankerln und Kunsthandwerk am ersten Adventswochenende zum gemütlichen Beisammensein ein.

Ich wünsche Ihnen einen schönen November bei uns.

Herzliche Grüße aus Schliersee

Ihr Florian Reinthaler
Erster Bürgermeister

P.S. Wussten Sie schon, dass mit unserer Gästekarte einmal pro Aufenthalt zwei Stunden Eintritt in die monte mare Vitaltherme Schliersee inklusive sind? Gerade an kühleren Novembertagen eine schöne Gelegenheit, sich etwas Wärme und Entspannung zu gönnen.  https://www.tegernsee-schliersee.de/gaestekarte

Porträt von Florian Reinthaler

Florian Reinthaler

Seit Mai 2026 ist Florian Reinthaler Erster Bürgermeister der Marktgemeinde Schliersee. Im Schliersee Magazin informiert er regelmäßig über aktuelle Entwicklungen, Projekte und Themen aus dem Rathaus.

Drei Wochen Schlierseer Kulturherbst 2026: Mein ganz persönlicher Rückblick

23 Veranstaltungen an sieben Spielstätten, unzählige Begegnungen und ganz viel Kultur. Der Schlierseer Kulturherbst 2026 ist nun Geschichte. Ich war bei allen Veranstaltungen dabei und nehme viele schöne Erinnerungen mit. Im Reel siehst du einen kleinen Rückblick auf drei abwechslungsreiche Wochen Schlierseer Kulturherbst.

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Weitere Informationen

Seit der Eröffnung am 8. Oktober war ich jeden Tag mit meiner Kamera unterwegs. Ich habe gefilmt, fotografiert, zugehört, gelacht und manchmal auch einfach nur gestaunt.

Festival der Vielfalt

Besonders schön war, wie immer, die Vielfalt des Programms. Die Vielfalt zeichnet den Schlierseer Kulturherbst einfach aus. Ein Abend mit Josef Hader im Schlierseer Bauerntheater war natürlich etwas ganz anderes als ein Konzert mit Philippe Loli in der Christuskirche oder die Matinee mit Gerhard Polt und Markus Ederer. Helmfried von Lüttichau brachte das Publikum zum Lachen, bei „Tannöd“ mit Johanna Bittenbinder und Heinz-Josef Braun wurde es spannend und beim sinfonischen Festkonzert mit Timm Tzschaschel stand die Musik im Mittelpunkt. Dazu kamen viele weitere Veranstaltungen, von denen jede ihren eigenen Charakter hatte. Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum gehört zu meinen Lieblingsplätzen in Schliersee. Die beiden Veranstaltungen in der Tenne waren grandios, und die Kinderspiele sind für mich sowieso jedes Jahr ein Höhepunkt. Den fulminanten Abschluss bildete gestern Carl Orffs „Carmina Burana“, die den Schlierseer Kulturherbst eindrucksvoll ausklingen ließ.

Was mir besonders in Erinnerung bleiben wird, sind aber auch die vielen Begegnungen. Die kurzen Gespräche mit den Künstlern, die Stimmung vor und nach den Vorstellungen und die vielen Menschen, die ich im Laufe der drei Wochen immer wieder getroffen habe.

Ganz Schliersee wurde zur Bühne

Auch die drei Schlierseer Bürgermeister waren beim Kulturherbst regelmäßig auf der Bühne zu sehen. Bei fast jeder Veranstaltung übernahm einer von ihnen die Begrüßung. Ich finde es schön, dass sie den Kulturherbst nicht nur offiziell unterstützen, sondern auch persönlich so präsent sind. Danke Florian, Philipp und Wolfgang.

Bürgermeister Florian Reinthaler zieht ein positives Fazit. „Ein wunderbarer Schlierseer Kulturherbst geht zu Ende“, sagt er und bedankt sich bei allen Mitwirkenden, Organisatoren, Sponsoren und besonders beim Publikum. Auch Marion Riedl, die für die Umsetzung des Kulturherbstes verantwortlich war, ist mit dem Verlauf und dem Ergebnis „mehr als zufrieden“.

Natürlich waren diese drei Wochen auch ganz schön intensiv. Fotos auswählen, Videos schneiden, Beiträge schreiben und dann schon wieder zur nächsten Veranstaltung aufbrechen. Aber genau das hat mir wieder auch unglaublich viel Spaß gemacht. Bilder von allen Veranstaltungen findest du unter: https://www.instagram.com/schlierseer_kulturherbst/

Danke für drei besondere Wochen

Ein ganz herzliches Dankeschön geht an Johannes Wegmann, der den Schlierseer Kulturherbst mit seinen Ideen und seinem Engagement seit Beginn an prägt und an Marion Riedl, die sich um die Organisation der Veranstaltungen kümmert. Danke auch an alle, die vor und hinter den Kulissen mitgeholfen haben. Danke an Reiner Pertl und sein Bodenpersonal. Ebenso an die Künstler, die Schliersee in diesen drei Wochen mit ihren Auftritten bereichert haben, und natürlich an das Publikum und die Sponsoren.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.

Leonhardifahrt

Die Vorbereitungen für die Leonhardifahrt nach Fischhausen laufen

Die Vorfreude auf die Leonhardifahrt am 8. November 2026 steigt. Am Freitag habe ich die Schlierseer Schalkfrauen auf dem Anderlbauernhof in Fischhausen besucht. Sie waren fleißig damit beschäftigt, ihren traditionellen Wagen für den großen Tag zu schmücken.

Am Sonntag, 8. November, ziehen die festlich geschmückten Pferdegespanne wieder von Schliersee zur Leonhardikirche in Fischhausen. Um 10:00 Uhr beginnt dort der Gottesdienst auf der Wiese hinter der Kirche, den Weihbischof Rupert Graf zu Stolberg zelebriert. Anschließend folgen der traditionelle Umritt und die Segnung der Pferde.

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Für die Familie Markhauser ist die Leonhardifahrt in diesem Jahr etwas Besonderes. Hartl Markhauser junior führt das Gespann mit den Schalkfrauen schon seit einiger Zeit unter Begleitung seines Vaters. Heuer wird er aber erstmals offiziell als verantwortlicher Fahrer geführt. Hartl Markhauser senior bleibt weiterhin an seiner Seite. Der Wechsel hat sich über viele Jahre entwickelt.

Hartl Markhauser junior und Hartl Markhauser senior auf dem Anderlbauernhof in Fischhausen bei den Vorbereitungen zur Leonhardifahrt 2026.

Bei der Familie Markhauser wird die Tradition weitergegeben

„Du wirst ja nicht als Leonhardi-Fahrer geboren. Das musst du erst lernen“, erzählt Hartl Markhauser senior. Mit Pferden konnte sein Sohn schon früh umgehen. Doch das Einspannen, das Fahren mit den Schalkfrauen und die Abläufe während der Wallfahrt musste er erst kennenlernen. Bereits mit etwa 14 Jahren begann Hartl junior, sich Schritt für Schritt mit diesen Aufgaben vertraut zu machen. Bei der Leonhardifahrt war er schon als Kind dabei, zunächst bei den Plattlern, später beim Verkauf der Festzeichen. Irgendwann durfte er selbst ein Stück fahren, dann die Strecke vor der Kirche und schließlich auch danach. Schließlich stellte Hartl senior fest, dass sein Sohn inzwischen mehr fuhr und mehr Aufgaben übernahm als er selbst. Damit war für ihn der Zeitpunkt gekommen, die Verantwortung auch offiziell an seinen Sohn weiterzugeben und dies schriftlich festzuhalten. Er selbst bleibt weiterhin Leiter des Leonhardi-Komitees und begleitet seinen Sohn, doch der Junior hat inzwischen „mehr in der Hand“, wie er es ausdrückt. Irgendwann kommt schließlich die Zeit, in der die Älteren nicht mehr dabei sein werden. Dann soll sein Sohn mit einem eigenen Gespann die Tradition weiterführen können. Dass die nächste Generation mit genauso viel Begeisterung dabei ist, freut Hartl senior ganz besonders.

Die Schalkfrauen bereiten sich auf Leonhardi vor

Auf dem Anderlbauernhof sind die Schalkfrauen schon mehr als eine Woche vor der Leonhardifahrt mit dem Schmücken ihres Wagens beschäftigt. Dabei ist viel Handarbeit gefragt, bis der Wagen für den Festtag fertig ist. Auch ihrem jungen Fuhrmann vertrauen die Frauen. Nina Hopps, Leiterin der Schlierseer Schalkfrauen, erzählt, dass Hartl junior bereits zweimal unter Aufsicht seines Vaters gefahren sei. Sie bezeichnet ihn als sehr vorsichtigen Fahrer und betont: „Wir fühlen uns sehr sicher auf dem Wagen.“

Und wie sieht Hartl junior selbst die Leonhardifahrt? „Für mich bedeutet das natürlich schon viel“, erzählt er. Schon immer hätten bei seiner Familie am Hof die Pferde und das Fahren eine wichtige Rolle gespielt. „Das mit de Ross, des is einfach Brauchtum.“ Bereits seit 1974 führt die Familie Markhauser das Gespann mit den Schlierseer Schalkfrauen bei der Leonhardifahrt.

Ablauf der Leonhardifahrt am 8. November 2026

Ab 8:30 Uhr stellen sich die Gespanne am Bahnhof Schliersee und in der Lautererstraße auf. Um 9:00 Uhr setzt sich der Festzug in Bewegung und zieht nach Fischhausen, wo die Gespanne zunächst die Leonhardikirche umrunden. Von 10:00 bis 10:45 Uhr findet der Festgottesdienst statt. Ab etwa 11:00 Uhr folgt die zweite Umfahrt um die Kirche mit anschließender Heimfahrt der Fuhrwerke.

Nach der Wallfahrt treffen sich die Teilnehmer zum geselligen Beisammensein im Schlierseer Bauerntheater. Die Schlierseer Handwerker feiern traditionell im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Das Museum ist zum Saisonabschluss von 10:00 bis 17:00 Uhr bei freiem Eintritt geöffnet.

Die B307 ist zwischen Edeka Schliersee und dem Bahnübergang Fischhausen-Neuhaus von etwa 8:30 bis 14:00 Uhr vollständig gesperrt. Auch im übrigen Ortsgebiet und auf den Zufahrtsstraßen muss mit Verkehrsbehinderungen und Staus gerechnet werden. An diesem Tag haben die Pferde Vorfahrt. Du solltest ausreichend Zeit für die Anreise einplanen und nach Möglichkeit öffentliche Verkehrsmittel nutzen. Hunde bleiben am besten zu Hause. Wer seinen Hund dennoch mitbringt, muss ihn an der Leine führen und ausreichend Abstand zu den Pferden halten.

Auch die Schliersee Schifffahrt bietet am Leonharditag wieder eine direkte Verbindung nach Fischhausen an. Die genauen Abfahrtszeiten und Fahrpreise sind dem Fahrplan zu entnehmen.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.

Stellplatz am Spitzingsee

Mit dem Wohnmobil nach Schliersee: Hier findest du die offiziellen Stellplätze

Susann und Simon von der Gäste-Information Schliersee zeigen mir die offiziellen Wohnmobil-Stellplätze in Schliersee. Gemeinsam sind wir unterwegs vom Ortszentrum bis hinauf zum Spitzingsee. Dabei entdecken wir ganz unterschiedliche Übernachtungsmöglichkeiten, vom einfachen Stellplatz am Wanderparkplatz bis zum Campingplatz direkt am Schliersee.

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Unsere kleine Tour beginnt am Waldfestplatz. Hier gibt es 20 offizielle Wohnmobil-Stellplätze direkt neben dem großen Spielplatz. Auch der Fischerplatz liegt zentral. Gleich neben dem Parkplatz fließt die Schlierach. Von beiden Stellplätzen aus lohnt sich ein Spaziergang ins Schlierseer Ortszentrum. Oder wie wäre es mit einer Runde um den Schliersee? Für den etwa sieben Kilometer langen Seerundweg solltest du ungefähr zwei Stunden einplanen. Etwas außerhalb von Schliersee liegt der Stellplatz Hennerer. Der Wanderparkplatz mit Platz für fünf Wohnmobilen ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen auf die Bodenschneid, zu den Gindelalmen oder über den aussichtsreichen Prinzenweg bis zum Tegernsee. Und einen Besuch beim Hennererhof gleich neben dem Stellplatz empfehle ich dir selbstverständlich auch. Im gemütlichen Bauernhofcafé oder im Biergarten lässt es sich wunderbar einkehren. Am Stellplatz Laubenbach in Westenhofen kannst du die Einrichtungen des nahe gelegenen Campingplatzes Schliersee mitnutzen. Dazu gehören unter anderem Duschen sowie Möglichkeiten zur Ver- und Entsorgung. Auch in Neuhaus gibt es eine Übernachtungsmöglichkeit für Wohnmobilfahrer. Der Stellplatz Dürnbach ist ein idealer Ausgangspunkt für Wanderungen zu den Ankelalmen, zur Freudenreichalm oder hinauf auf die Brecherspitz. Während die Wanderungen in die Almgebiete vergleichsweise einfach sind, erfordert die Gipfeltour zur Brecherspitz Trittsicherheit und Bergerfahrung.

Am Spitzingsee werden wir bei unserem Dreh überraschend von dichtem Nebel empfangen. Meist ist es ja gerade im Herbst eher umgekehrt. Während am Schliersee unten der Nebel hängt, scheint hier oben am Spitzingsee die Sonne.

Vom Stellplatz aus kannst du zu einer gemütlichen Runde um den Spitzingsee aufbrechen oder einen Ausflug zu den Firstalmen oder zur Albert-Link-Hütte unternehmen. Die Taubensteinbahn, gleich gegenüber vom Stellplatz, bringt dich hinauf in die Bergwelt. Rundherum warten zahlreiche weitere Wandermöglichkeiten, von gemütlichen Spaziergängen bis zu anspruchsvollen Bergtouren. Und für ein gutes Frühstück am Morgen ist ebenfalls gesorgt. Die Bäckerei Gritscher aus Neuhaus bietet am Spitzingsee einen Semmelservice an. Ob frische Semmeln, Brezen oder Croissants, du bestellst ganz bequem bis 22:00 Uhr am Vorabend auf berg-semmel.de. Ab 8:00 Uhr warten deine bestellten Backwaren in einer kleinen Semmelbox auf dich. Den Öffnungscode erhältst du per E-Mail. Außerdem gibt es am Stellplatz kostenloses WLAN und eine Ver- und Entsorgungsmöglichkeit für Wohnmobile.

Und wenn du lieber alle Vorteile eines richtigen Campingplatzes genießen möchtest? Camping Schliersee liegt herrlich am See und bietet alles, was du für einen entspannten Campingurlaub brauchst. Neben der Gastronomie gibt es Duschen, einen Automaten für die Versorgung mit Kleinigkeiten, eine (buchbare) Sauna, Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten sowie WLAN. Und der Blick auf den Schliersee, den Ort und die umliegenden Berge ist natürlich etwas ganz Besonderes. Weitere Informationen zum Campingplatz findest du bei Camping Schliersee. Dort kannst du auch direkt buchen. Besonders in den Sommermonaten empfiehlt es sich, frühzeitig zu reservieren.

Wohnmobil-Stellplätze online bezahlen

Die öffentlichen Wohnmobil-Stellplätze findest du auf campen-schliersee.de. Dort kannst du dich über die Standorte, Preise und jeweiligen Bedingungen informieren und deinen Aufenthalt online bezahlen. Bitte beachte, dass nicht alle Stellplätze über eine eigene Infrastruktur verfügen und auch die zulässigen Fahrzeuglängen unterschiedlich sind.

Besonders praktisch ist die Gästekarte, die du nach der Online-Bezahlung und Angabe deiner persönlichen Daten per E-Mail erhältst. Damit kannst du unter anderem die Busse und Bahnen in den MVV-Zonen 6 bis 9 kostenlos nutzen. Auch ein einmaliger zweistündiger Besuch der monte mare Vitaltherme Schliersee ist während deines Aufenthalts inklusive. An Wochenenden und Feiertagen fällt lediglich ein Zuschlag an. Weitere Vorteile und Vergünstigungen findest du in der offiziellen Übersicht zur Gästekarte.

Der Stellplatz „Seestraße“ ist noch in Planung. Du kannst dein Wohnmobil aber bereits jetzt dort abstellen und übernachten. Der Platz ist kostenpflichtig, verfügt derzeit allerdings noch über keine Infrastruktur wie Toiletten oder Ver- und Entsorgungsmöglichkeiten. Die aktuellen Informationen findest du ebenfalls auf campen-schliersee.de.

Danke, liebe Susann und lieber Simon für die abwechslungsreiche Rundreise zu den Stellplätzen in Schliersee.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.

Beim sinfonischen Festkonzert - Schlierseer Kulturherbst

Der Schlierseer Kulturherbst ist in vollem Gange!

Der 18. Schlierseer Kulturherbst ist in vollem Gange und hat bereits für viele schöne Momente gesorgt. Doch bis zum 31. Oktober warten noch zahlreiche Höhepunkte auf die Besucher. Bürgermeister Florian Reinthaler freut sich auf die kommenden Veranstaltungen und empfiehlt, den Kulturgenuss mit ein paar erholsamen Tagen in Schliersee zu verbinden.

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Was für ein schöner Auftakt! Der 18. Schlierseer Kulturherbst begeistert bereits seit einer Woche mit einem abwechslungsreichen Programm. Von der feierlichen Eröffnung mit den beiden Kunstausstellungen in der Vitalwelt über das Sinfonische Festkonzert bis hin zum italienischen Abend „Viva La Tosca“ anlässlich der 40-jährigen Städtepartnerschaft mit Barberino Tavarnelle war schon einiges geboten. Auch das Schlierseer Bauerntheater und der Bayerische Robin Hood im Markus Wasmeier Freilichtmuseum sorgten für beste Unterhaltung.

Und das war erst der Anfang! Bis zum 31. Oktober stehen noch zahlreiche Veranstaltungen auf dem Programm.

Schon am Donnerstag, 15. Oktober, kommt Helmut Schleich ins Schlierseer Bauerntheater. Am Samstag treten die Mehlprimeln mit „Happy Endzeit“ im Heimatmuseum auf. In den kommenden Wochen darfst du dich unter anderem auf Gerhard Polt, Helmfried von Lüttichau, Josef Hader und viele weitere Künstler freuen. Den krönenden Abschluss bildet am 31. Oktober Carl Orffs „Carmina Burana“ in der Kirche St. Antonius in Hausham.

Auch Bürgermeister Florian Reinthaler freut sich auf die kommenden Veranstaltungen beim Schlierseer Kulturherbst.

Kultur und Natur verbinden

„Und wenn Sie Lust haben, bleiben Sie doch einfach ein paar Tage länger in Schliersee. Unser goldener Herbst verspricht wunderschöne Wanderungen, viele besondere Momente und Zeit, um einfach mal die Seele baumeln zu lassen“, empfiehlt Bürgermeister Florian Reinthaler. Denn der Schlierseer Kulturherbst lässt sich wunderbar mit einem kleinen Urlaub verbinden. Tagsüber die herbstliche Bergwelt erkunden oder am Schliersee spazieren gehen und abends eine der vielen Kulturveranstaltungen besuchen.

Florian Reinthaler

Du suchst noch eine passende Übernachtungsmöglichkeit? Die Gäste-Information Schliersee hilft dir gerne bei der Suche nach einer Unterkunft und gibt dir Tipps für deinen Aufenthalt.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

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Sanierung der B 307

B307-Sanierung in Neuhaus: Fahrbahndecke soll Anfang November eingebaut werden

Die Sanierung der B307 in Neuhaus kommt voran. Bürgermeister Florian Reinthaler und Matthias Kreuz vom Staatlichen Bauamt Rosenheim haben sich vor Ort ein Bild vom Baufortschritt gemacht und geben ein aktuelles Update. Der Einbau der Fahrbahndecke ist für die erste Novemberwoche vorgesehen.

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Seit zwei Wochen ist eine zweite Baukolonne im Einsatz. Das zusätzliche Personal macht sich bemerkbar. In den vergangenen Wochen ist viel passiert. Die Bordsteine und Randeinfassungen sind bereits gesetzt. Noch in dieser Woche soll die Mittelinsel der neuen Querungshilfe gepflastert werden.

Einbau Fahrbahndecke für die erste Novemberwoche geplant

Allerdings haben sich während der Sanierungsarbeiten zusätzliche Arbeiten ergeben. Beim Öffnen der Fahrbahn zeigte sich, dass der Straßenaufbau nicht überall gleich ist. Während in manchen Bereichen eine ausreichend starke Frostschutzschicht vorhanden ist, fehlt der Frostschutzkies an anderen Stellen nahezu vollständig. Dort muss der bestehende Fahrbahnaufbau komplett ausgebaut und durch neues Frostschutzmaterial ersetzt werden. Dieser zusätzliche Vollausbau nimmt mehr Zeit in Anspruch als ursprünglich vorgesehen. Der Einbau der neuen Fahrbahndecke auf der Bundesstraße ist für die erste Novemberwoche geplant. Damit sind die Arbeiten allerdings noch nicht abgeschlossen. Anschließend müssen die Geh- und Radwege fertiggestellt und weitere Restarbeiten erledigt werden. Wenn alles nach Plan läuft, soll der aktuelle Bauabschnitt einige Wochen später vollständig abgeschlossen und für den Verkehr freigegeben werden.

Bürgermeister Florian Reinthaler hofft, dass die Arbeiten trotz der Verzögerungen weiterhin gut vorankommen und die Sanierung bald abgeschlossen werden kann. Gleichzeitig bedankt er sich bei allen Anwohnern für ihre Geduld und ihr Verständnis während der Bauarbeiten.

Bitte weiträumig umfahren

Wer nicht direkt nach Neuhaus muss, sollte die Baustelle weiterhin möglichst großräumig über das Leitzachtal umfahren. Damit wird auch der Verkehr auf den innerörtlichen Ausweichstrecken entlastet. Bitte beachte die ausgeschilderten Umleitungen und plane etwas mehr Fahrzeit ein.

Wichtig ist aber auch, dass die Geschäfte und Betriebe in Neuhaus trotz der Bauarbeiten weiterhin erreichbar sind. Gerade während der Sanierung freuen sich die Geschäftsleute über jeden Kunden. Ein Einkauf oder Besuch in Neuhaus lohnt sich also auch während der Bauzeit.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

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Christine Falken von „Pfoten in Szene“ fotografiert Sabine und ihren Schweizer Schäferhund Sully auf dem Steg am Schliersee.

Hundeshooting in Schliersee: Mit Christine Falken am Freudenberg

Noch bevor der Tag richtig beginnt, treffe ich Christine Falken von „Pfoten in Szene“ für ein Hundeshooting am Fischer-Parkplatz in Schliersee. Es geht zur Halbinsel Freudenberg, einer besonderen Location: ruhig, geschützt und mit einem herrlichen Blick über den See. Wenig später dürfen wir am Strand stehen und zusehen, wie der Schliersee erwacht.

Mit dabei sind Sully und sein Frauchen Sabine. Der kleine Schweizer Schäferhund heißt eigentlich Veit O’Sullivan vom Pilsensee, gerufen wird er Sully. Erst vor kurzem ist er in sein neues Zuhause eingezogen. Christine nimmt sich viel Zeit, ihn kennenzulernen. Sully darf erst einmal ankommen, schnuppern und die Umgebung erkunden. Christine geht auf Augenhöhe, spielt mit ihm, wartet ab und hat natürlich auch ihre berühmten Leckerlis dabei.

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Mit viel Geduld

Genau das macht ein Hundeshooting bei Christine Falken so besonders. Wenn du bei ihr buchst, bekommst du nicht nur schöne Bilder von deinem Hund. Du kommst auch an besondere Orte. Christine darf beispielsweise auf der Freudenberghalbinsel fotografieren und sie weiß auch genau, wie sie Hunde ins richtige Licht setzt. Hundefotografie ist ihre große Leidenschaft. Das merkt man in jedem Moment: an ihrer Ruhe, an ihrem Blick für Licht und Landschaft und an ihrer Geduld mit dem Hund vor der Kamera. Für Christine sind die Augen der wichtigste Punkt. „Die Augen des Hundes sind wie der Spiegel seiner Seele“, sagt sie. Deshalb wartet sie auf den Moment, in dem Sully wirklich zu ihr schaut. Nicht die perfekte Pose zählt, sondern der echte Blick, die Bewegung, das Vertrauen.

Ein Fototermin für besondere Bilder

Ein Hundeshooting bei „Pfoten in Szene“ kannst du direkt bei Christine Falken buchen. Dafür gibt es verschiedene Pakete, je nachdem, wie viel Zeit du dir nehmen und welche Erinnerungen du am Ende mit nach Hause nehmen möchtest. So entstehen persönliche Bilder von dir und deinem Hund.

Weitere Informationen: www.pfoteninszene.de

Wie die Fotos von Sully am Freudenberg geworden sind, zeigt Christine Falken auf ihrer Webseite „Pfoten in Szene“. Hier kannst du dir das Ergebnis des Fotoshootings anschauen.

Am Freudenberg passt an diesem Morgen alles zusammen: der Schliersee, die Berge, das weiche Licht und ein kleiner Hund, der neugierig die Welt entdeckt.

Mehr über Christine Falkens ehrenamtliche Arbeit mit Tierschutzhunden liest du in der aktuellen Ausgabe von „schöne zeiten“, Ausgabe #66 Sommer/Herbst 2026.

Zum E-Paper: www.tegernsee-schliersee.de/schoene-zeiten-epaper

Wie die Fotos von Sully am Freudenberg geworden sind, zeigt Christine Falken auf ihrer Webseite „Pfoten in Szene“. Hier kannst du dir das Ergebnis des Fotoshootings anschauen.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

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Beim Eintrag ins goldne Buch im Schlierseer Rathaus

Barberino und Schliersee setzen ein goldenes Zeichen der Freundschaft

Ein herzliches „Buongiorno“ im Schlierseer Rathaus! Zum 40-jährigen Bestehen der Partnerschaft mit Barberino Tavarnelle begrüßte Bürgermeister Florian Reinthaler die italienischen Freunde im Rathaussaal. Schlierseer Gemeinderäte und langjährige Wegbegleiter waren dabei, ebenso Lorenz Knabel, Vorsitzender des Schlierseer Barberino-Vereins, und Elena Rossi, Präsidentin des Partnerschaftskomitees in Barberino.

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„Aus einer Partnerschaft von zwei Orten ist über die Jahre eine echte Freundschaft zwischen Menschen geworden und genau das macht sie so wertvoll“, sagte Florian Reinthaler. Bereits im Mai hatte eine Schlierseer Delegation das Jubiläum in der Toskana gefeiert.

Eintrag ins goldene Buch

Ein besonderer Moment war der Eintrag von Bürgermeister David Baroncelli ins Goldene Buch des Marktes Schliersee. Aus der Partnergemeinde kamen Wein und eine Anstecknadel als Geschenke, Florian Reinthaler überreichte eine silberne Sixtus-Nadel und Bürgermeister-Sekt.

Kulturherbst-Initiator Johannes Wegmann begrüßte die Gäste mit ein paar Worten auf Italienisch und erzählte von seinem Besuch in Barberino drei Wochen zuvor. Silke Jeshen von der Gäste-Information Schliersee begleitete den Empfang als Dolmetscherin und half bei der Verständigung. Anschließend wurde ein Fassl Tegernseer Bier angezapft. Bei Brezen und Musik der Unterleiten-Musik blieb Zeit für Gespräche.

Viva la Toscana

Am Abend ging es im Schlierseer Bauerntheater bei „Viva la Toscana“ im Rahmen des Schlierseer Kulturherbstes weiter. Die Bürgermeister Florian Reinthaler und David Baroncelli eröffneten gemeinsam mit Lorenz Knabel und Elena Rossi den Abend. Anschließend richtete Gerhard Polt einige Worte über die Verbindung zwischen den beiden Gemeinden auf Italienisch an die Gäste.

Dann spielte die „Società Filarmonica Giuseppe Verdi“ aus Marcialla. Zum Abschluss ihres Auftritts erklangen zuerst die italienische und danach die deutsche Nationalhymne.

Im Küchenzelt neben dem Bauerntheater liefen unterdessen die Vorbereitungen für die toskanischen Antipasti-Teller auf Hochtouren. Nach der Vorspeise folgten Pasta all’amatriciana und Porchetta, ein toskanischer Schweinebraten, mit weißen Bohnen in Olivenöl. Zum süßen Abschluss gab es Cantuccini und Vin Santo. Ich habe diese Zeit im Küchenzelt verbracht. Es war herrlich, dem Team zuzuschauen und die Action rund um die Kochtöpfe mitzuerleben. Dabei wurde ich selbst sehr liebevoll mit allen Gängen versorgt. Es war wirklich eine Freude!

Nach dem Essen traten Bettina und Timm Tzschaschel mit dem Barberino-Lied auf. Für die Zugabe, die Europahymne „Ode an die Freude“, holten sie Florian Reinthaler auf die Bühne. Anschließend wurden noch Geschenke übergeben.

Ein herzliches Dankeschön an Silke, die auch am Abend unermüdlich weiter übersetzte und bei der Verständigung half. Schön, dich dabei zu haben!

Danke an alle, die diesen gemeinsamen Tag ermöglicht haben! Und: Grazie di cuore per la vostra visita a Schliersee!

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.

 

Feierlicher Gottesdienst in Westenhofen

Barbara Kainz übernimmt die Leitung des Pfarrverbands Schliersee

Mit einem festlichen Gottesdienst wurde Barbara Kainz offiziell als Pfarrverbandsbeauftragte für Schliersee und Neuhaus beauftragt. Schon der Auftakt war so, wie sie ihn sich gewünscht hatte. Vom Feuerwehrhaus aus ging es im Kirchenzug mit einer Delegation der Gebirgsschützen, Trommlern und Ministranten zur Kirche. Ihre Familie, viele Gemeindemitglieder, Vertreter der Vereine und Bürgermeister Florian Reinthaler feierten diesen besonderen Tag mit ihr.

Dekan Michael Mannhardt leitete die Messe und fand persönliche, ermutigende Worte für Barbara Kainz. Sie ist die erste Frau, die im Dekanat Miesbach einen Pfarrverband leitet. Damit schreibe sie ein Stück Geschichte, betonte er. Mit einer symbolischen Schlüsselübergabe vertraute er ihr die Verantwortung für den Pfarrverband an. Für ihre Aufgabe fand er ein schönes Bild. Barbara Kainz sei eine Hirtin, die Menschen begleitet, zusammenführt und für sie da ist.

„Du darfst Türen öffnen, Türen offen halten, du darfst einladen“, gab er ihr mit auf den Weg. Auch Menschen, die mit Kirche wenig anfangen können, Fragen haben oder einfach jemanden brauchen, der ihnen zuhört, sollen bei ihr einen Platz finden. Bei aller Verantwortung müsse sie nicht alles allein tragen. Künftig wird ein Priester aus Indien das Team ergänzen. Gemeinsam mit ihm, der Verwaltungsleitung und den Ehrenamtlichen wird Barbara Kainz das Leben im Pfarrverband gestalten.

Barbara Kainz selbst griff den Gedanken der Einladung auf. Gemeinschaft trägt, davon ist sie überzeugt. Jeder darf kommen, unabhängig von Alter oder Lebenssituation. Besonders freute sie sich über die Ministranten, die den Gottesdienst mitgestalteten. Sie hofft, dass ihre Gemeinschaft wieder wächst und neben dem Dienst in der Kirche auch schöne gemeinsame Erlebnisse entstehen.

Seit September ist Barbara Kainz im Pfarrverband tätig. Die in Agatharied geborene Theologin bringt 13 Jahre Erfahrung aus dem Pfarrverband Holzkirchen-Warngau mit. Florian Reinthaler freute sich darüber, dass sie die Menschen und ihre Mentalität bereits kennt. Mit einem Augenzwinkern merkte er an, in Schliersee sei man grundsätzlich aufgeschlossen gegenüber Neuem, solange sich nicht allzu viel verändere. „In einer Pfarrgemeinde braucht man nicht nur einen festen Glauben, sondern manchmal auch starke Nerven“, sagte er. Geduld und Humor seien auch im Bürgermeisteramt gefragt. Für ihre neue Aufgabe wünschte er Barbara Kainz offene Türen und Herzen, Freude und Zuversicht. „Als Bürgermeister freue ich mich auf eine gute und vertrauensvolle Zusammenarbeit.“

Für den anschließenden Stehempfang im Pfarrhaus hatte der katholische Frauenbund alles vorbereitet. Barbara Kainz lud alle ein, den festlichen Vormittag gemeinsam ausklingen zu lassen, ins Gespräch zu kommen und sich näher kennenzulernen.

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.