Bärlauch, das Kraftpaket aus der Schlierseer Kräuterküche

Bärlauch – schon in dem Wort steckt die Bärenkraft. Nach der Wintersaison ist der Schlierseer Bärlauch das erste Grün, das die Küche verzaubert und gleichzeitig gesund ist. Für die Gesundheit sorgen vor allem seine schwefelhaltigen Verbindungen wie Allicin, Alliin und Flavonoide. Die stecken vornehmlich in den Zwiebelwurzeln und in den Blättern und sorgen für den typischen Bärlauchgeruch.

Wenn ich zurzeit auf meinen Waldspaziergängen unterwegs bin, sieht man überall die schönen grünen Bärlauch-Felder. Auch das Wild bedient sich reichlich, was an den Spuren zu erkennen ist.

 

 

Bärlauch wirkt antibiotisch, pilzhemmend und immunstärkend und ist für mich ein Radikalfänger in meinem Körper. Er räumt auf, fördert die Verdauung, regt die Leber, Galle und den Magen an und ‒ wie mein Vater immer sagte ‒ putzt den Darm. Früher wurde er deswegen auch bei Wurmbefall eingesetzt. Bärlauch enthält unglaublich viel von dem Chlorophyll und verbessert die Blutbildung und die Sauerstoffversorgung. Außerdem hilft er sehr gut bei der Frühjahrskur, der Entgiftung im Körper.

Durch die vielen Inhaltsstoffe wie Vitamin C, Vitamin A, Eisen, Vitamin B1, Kalium, Mangan, Magnesium, Calcium usw.  verhilft er uns wieder zu „Bärenkräften“.

Um den Bärlauch wirklich zu kennen, ist es ratsam, mal eine Kräuterführung mitzumachen. Hier lernt jeder die Bestimmungsmerkmale und wie vielseitig er in der Küche zum Einsatz kommt.

Heute habe ich euch ein altes Schlierseer Rezept der Oma ausgegraben. Sie hat immer „Bärlauchnudän“ gesagt, heute heißen die begehrten Begleiter „Gnocchi“.

 

Schlierseer Bärlauch-Gnocchi

Rezept für 4 Personen:

  • 500 g gekochte mehlige Kartoffeln
  • 1 EL Kartoffelmehl
  • ½ TL Salz
  • Muskat
  • 2 Eier
  • 100 g frischer Bärlauch

Zubereitung:

Pellkartoffeln kochen, schälen und noch warm durch die Kartoffelpresse drücken. Mehl und Gewürze dazugeben und locker vermischen. Inzwischen die Eier in ein hohes Gefäß aufschlagen, den frischen, gewaschenen Bärlauch dazugeben und mit einem Mixstab mixen. Diese Ei-Bärlauchmasse zu den abgekühlten Kartoffeln geben und daraus einen schönen Teig verkneten. Daraus Stränge formen und mit einer bemehlten Gabel die Rillen in den Teig drücken. Ins kochende Salzwasser geben. Wenn sie nach ca. vier Minuten an die Oberfläche  steigen, sind sie fertig.

Mit einem Seihlöffel rausnehmen. Mein Favorit ist eine schöne Putenkeule dazu. Die Vegetarier können auch einen Frühlingskräutersalat dazu genießen.

Ganz liebe Frühlingsgrüße aus der Schliersee Kräuterküche und guten Appetit.

 

Übrigens ist dieses Rezept ganz leicht mit Kindern zu machen – viel Freude und gutes Gelingen.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Auf stillen Wegen über dem Schliersee – Kühpass (1109 m)

Heute nehme ich dich mit auf einen ruhigen Weg über dem Schliersee, den Westerberg Höhenweg. Während man auf den meisten Wanderwegen in Schliersee immer Menschen trifft, bin ich auf dem Höhenweg zum Kühpass oberhalb des Sees ganz allein unterwegs. Ich treffe nur ein Reh, das durch die mit Bärlauch bewachsenen Wälder springt.

 

 

Im Frühling mag ich den Höhenweg besonders gern. Es ist nicht mehr so grau und kahl wie im Winter, aber trotzdem kannst du immer wieder einen Blick durch die Bäume auf den See erhaschen, der heute ganz besonders schön türkis leuchtet. Der Ausblick vom Kühpass ist atemberaubend.

Ich starte am Campingplatz und folge der Beschilderung zum Westerberg Höhenweg. Es geht zuerst in Richtung Hennerer, nach dem Stauweiher aber folgst du der Beschilderung links bergauf. Der Weg verläuft einfach, unkompliziert und gut beschildert den Berg hinauf und dann weiter durch den Wald vorbei am Krainsbergkogel. Hier kannst du immer wieder Teile des Schliersees zwischen den Bäumen sehen. An der Abzweigung nach Schliersee zur Rixner Alm (eine Möglichkeit, die Tour spontan abzukürzen) folgst du weiter der leicht steigenden Forststraße. Nach einiger Zeit geht diese in einen schmalen Pfad über und steil hinauf zum Kühpass (1109 m). Hier an der Bank solltest du unbedingt eine Pause einplanen, um den Ausblick zu genießen. Hinunter geht es über den Kühpasssteig zum Dürnbach und weiter auf der Forststraße in Richtung Fischhausen. Von dort kannst du den Weg entlang des Schlierseer Westufers zurück zum Campingplatz wählen.

 

 

Nimm dir genügend Zeit, um die Natur zu genießen. Ich habe vier Stunden gebraucht, aber viele Pausen zum Fotografieren eingelegt.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wandern mit Kindern ‒ ein Nachmittag auf der Stockeralm

Heute nehme ich euch mit auf einen Ausflug auf die Stockeralm. Das ist eine wunderschöne Lichtung oberhalb der Josefstaler Wasserfälle in Schliersee-Neuhaus. Die zirka halbstündige Wanderung bietet viele Entdeckungen am Wegesrand und ist besonders mit Kindern gut zu gehen. Wichtig zu wissen: Ihr solltet trittsicher sein und benötigt festes Schuhwerk – am besten Wanderschuhe –, da einzelne steile Anstiege und enge Wegpassagen zu meistern sind.

 

 

Los geht’s im Josefstal im Schlierseer Ortsteil Neuhaus. Einfach der Josefstaler Straße bis zum Ende folgen.


Immer am Wasser entlang

Schon auf den ersten Schritten des Weges begleitet euch das Rauschen des Hachlbachs. Kleine Wasserratten werden jetzt schon die erste Pause einlegen wollen – und runter ans Flussufer klettern. Ich spreche da aus Erfahrung 😉

Weiter geht es über eine sonnenbeschienene Lichtung, bevor ihr eintaucht in die Kühle des Waldes. Hier umfängt euch der feine Wassernebel des Hachlbachs. Millionen von Wassertröpfchen ‒ in dieser Intensität nur entlang fließender Gewässer zu erleben. Zeit, eure Lungen mit frischer Luft zu füllen. Der Energie des Wassers nachzufühlen. Und selbst in den Fluss zu kommen.

 

Kraftvolles Schauspiel der Natur

Nach etwa zehn Minuten Fußweg erreicht ihr den ersten der Wasserfälle. Er ist auch gleich der imposanteste. Wenn ihr ganz nah rangeht, könnt ihr die Kraft des Wassers spüren, dem ohrenbetäubenden Rauschen des herabstürzenden Hachlbachs lauschen. Besonders für Kinder ist das ein beeindruckendes Naturschauspiel. Auch hier gilt wieder: stehen bleiben und staunen.

 

Steiler Aufstieg mit lohnendem Ausgang

Direkt vom Fuße des ersten Wasserfalls führt euch der Wanderweg W14 über einige steile Abschnitte hoch auf die Stockeralm. Je nach Fitness benötigt ihr noch mal 15 bis 20 Minuten für diesen Abschnitt. Es gibt viel zu sehen: Wasserbecken und Stromschnellen, steil abfallende Felswände, über die das Wasser springt, Felsfurchen, in die sich der Hachlbach tief eingegraben hat.

Am Ende des Weges tretet ihr aus dem Schatten des Waldes hinaus aufs Weidegebiet der Stockeralm. Sie ist zwar nicht bewirtschaftet. Die breiten grünen Wiesen bieten aber ausreichend Platz für eine kleine Brotzeit – und für ganz viel Wasservergnügen. Denn der Hachlbach verläuft an dieser Stelle super flach über die Lichtung und ist – mal abgesehen von seiner eisigen Kälte im Frühjahr – sehr gut zugänglich.

 

Steinmännchen im Flussbett

Zum Spielen und Träumen verlocken auch die Steinmännchen, die Besucher aus den Kieseln des Bachs im Wasser gestapelt haben. Das ist eine wunderbar meditative Beschäftigung. Ihr konzentriert euch auf den Moment und kommt zur Ruhe.

Die Kinder und ich haben auch einige Steine aufeinander gestapelt – natürlich immer mit Augenmaß und mit Rücksicht auf die Natur. Denn wir wollen ja weder Bodenerosion auslösen noch den natürlichen Lebensraum der Alpen zerstören.

 

 

Jetzt wünschen wir euch all das Glück der Steinmännchen für diese wilde Zeit. Bleibt gesund ‒ und vielleicht bis bald auf der Stockeralm!

 

Anreise

Um zu den Josefstaler Wasserfällen zu gelangen, folgt ihr der Josefstaler Straße im Schlierseer Ortsteil Neuhaus bis fast zum Ende. Nach der Bäckerei Gritscher (rechte Seite) ist linkerhand der Weg zu den Wasserfällen ausgeschildert.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Grünes Gold – Schlierseer Bärlauchpesto

Wenn du momentan durch die Schlierseer Wälder wanderst, strömt dir überall eine kräftige Knoblauchnote entgegen. Der Bärlauch wächst in Hülle und Fülle.

Vitaminreich, gesund und einfach bei uns in der Natur zu ernten. Der Bärlauch enthält sogar Substanzen, die das Immunsystem stärken.

 

 

Nicht mit Maiglöckchen verwechseln

 Wer den Bärlauch selbst sammeln möchte, sollte jedoch aufpassen. Er kann leicht mit den giftigen Maiglöckchen und den ebenso giftigen Herbstzeitlosen verwechselt werden. Und das kann richtig gefährlich werden. Wer also zweifelt, sollte lieber zum Gemüsehändler seines Vertrauens gehen. Auch im gut sortierten Supermarkt findest du Bärlauch.

Es gibt unzählige Möglichkeiten, den Bärlauch zu verwenden. Ich mag am liebsten Bärlauchpesto. Das kannst du wirklich leicht selbst herstellen und dir so den Schlierseer Frühling nach Hause holen.

 

Mein Lieblingsrezept:

2 Bund Bärlauch
50 g Pinienkerne (oder Walnüsse)
100 g Parmesan
100 ml Olivenöl
Salz und Pfeffer

Den Bärlauch waschen und trocken tupfen, die Pinienkerne in der Pfanne ohne Fett leicht anrösten und den Parmesan mit einer Reibe frisch hobeln. In einem Mixer alle Zutaten zu Pesto verarbeiten, mit Salz und Pfeffer abschmecken und in ein Gläschen abfüllen.

Das Bärlauchpesto schmeckt zu Pasta genauso wie zu einem frischen Bauernbrot.

 

 

Besonderer Tipp: Andreas Essendorfer hat Bärlauch-Meerrettich im Programm. Das ist der Kick für deine Sahnesoße zum Tafelspitz. https://www.essendorfer.de/search?sSearch=b%C3%A4rlauch

Viele Produkte rund um den Bärlauch bekommst du auch bei Angelika im Hennererhof in Schliersee. Auch Bärlauchpesto! https://www.hennerer.com/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schliersee am Screen: Vorfreude tanken am Bildschirm

Ob Wanderung oder Mountainbiketour, ob Familienausflug oder Seeromantik zu zweit: Noch immer verhindern umfassende Ausgangsbeschränkungen, dass ihr den Schliersee derzeit live genießen könnt. Für alle, die die SEEN-sucht plagt, zeige ich hier die besten Tipps, wie ihr zumindest digital zum Schliersee reisen könnt. Also: Mixt euch noch schnell einen Gin Chilla nach dem Rezept des Schlierseer Strandbads – https://magazin.schliersee.de/gin-chilla-un-aperitivo-bavarese-das-kultgetraenk-am-schoenen-schliersee/ –, klappt den Bildschirm auf und genießt eure Lieblingsplätze am See auf dem Screen.

 

 

#1: Tripadvisor – der „ultimative Reisebegleiter“

Tripadvisor ist eine Bewertungsplattform für Restaurants, Hotels und Freizeitaktivitäten. Klar, dass die Destination „Schliersee“ nicht fehlen darf: Dieser Artikel listet die sieben Top-Sehenswürdigkeiten am See auf – von der Destillerie Slyrs über das Markus Wasmeier Freilichtmuseum und die Josefsthaler Wasserfälle bis hin zum Strandbad Schliersee. Lasst euch von den vielen schönen Bildern inspirieren, lest euch die Bewertungen durch – und sammelt schon einmal die eine oder andere Idee für euren nächsten Ausflug an den See.

 

https://www.tripadvisor.de/Attractions-g198555-Activities-Schliersee_Upper_Bavaria_Bavaria.html

 

#2: Webcams – der See im Echtzeit-Stream

Der April hat uns am See schon mit sommerlichen Temperaturen um die 20 Grad verwöhnt. Und uns nach dem Osterwochenende noch einmal mit schneeüberzuckerten Wiesen bis hinunter zum Seeufer überrascht. Wer wissen möchte, wie es jetzt gerade bei uns ausschaut, der wirft am besten einen Blick auf die Webcams rund um den Schliersee.

Einen meiner liebsten Ausblicke, das klassische See-Berge-Panorama, genießt ihr mit der Webcam des Schlierseer Cafés Milchhäusl aus Blickrichtung Kurpark: https://www.milchhaeusl-schliersee.de/#7

Einen wunderschönen Überblick von oben bekommt ihr mit der Webcam der Schliersbergalm: https://www.schliersbergalm.de/thewebcam.html

Und auf dieser Seite hat die Touren- und Wanderplanungsplattform Bergfex noch einmal alle Webcams der Region Schliersee-Neuhaus-Spitzingsee gesammelt. Einfach aufrufen, auswählen und ins Schwärmen geraten: https://www.bergfex.de/sommer/schliersee-neuhaus-spitzingsee/webcams/

 

#3: Facebook – Austausch mit Gleichgesinnten

Wenn wir über „online“ sprechen, dürfen natürlich auch die sozialen Netzwerke nicht fehlen. Bei Facebook gibt es unterschiedliche öffentliche Gruppe von und mit Schliersee-Fans. In der offiziellen „Schliersee“-Gruppe teilen wir regelmäßig inspirierende Bilder sowie alle neuen Videobeiträge des Schliersee Magazins Online: https://www.facebook.com/schliersee/

Eine zweite spannende Gruppe ist die „Schliersee.Bayern“. Hier treffen sich Touristen, Einheimische und Schliersee-Fans, um Videos, Bilder, Ideen und Themen rund um den See zu teilen: https://www.facebook.com/groups/schliersee.bayern/

Und in Corona-Zeiten wichtig: die Gruppe „Schliersee Lieferservice und Online-Einkauf“. Zum einen interessant für alle, die nahe Schliersee zu Hause sind – und sich ab und an mit kulinarischen Schmankerln zum Mitnehmen eindecken möchten. Zum anderen natürlich für alle, die den Schlierseer Einzelhandel mit Gutscheinkäufen oder Online-Bestellungen unterstützen möchten: https://www.facebook.com/groups/352652825638793/

 

#4: Instagram – inspirierende Bildwelten vom See

Bilder, Videos und Stories aus der Region findet ihr bei Instagram unter dem Hashtag #Schliersee. Hier kommen meine drei spannendsten Accounts aus der Region:

 

Sonja Gruber ist als @berghex_ rund um Schliersee und Spitzingsee unterwegs – oft mit ihrem Moutainbike. Sonja ist absolute Romantikerin und zeigt euch die schönsten Plätze und Impressionen vom und am Wasser: https://www.instagram.com/berghex_/

Laura Boston Thek alias @laurabostonthek ist eine wunderbare Fotografin aus der Region. Sie hat einen ganz eigenen Stil, den ich sehr liebe. Laura ist täglich mit ihrem Hund Bärli rund um See und Berge unterwegs. Alle ihre Fotos atmen eine ganz besondere Atmosphäre, seht selbst: https://www.instagram.com/laurabostonthek/

Silke Kreuz betreibt den Account für die Bergliebhaber unter euch. Unter @gipfel.s_kreuz macht sie die Gipfel der Schlierseer und Spitzingseer Berge unsicher und liefert euch die besten Bergpanoramen auf Instagram: https://www.instagram.com/gipfel.s_kreuz/

 

Übrigens: Die schönsten Instagram-Accounts rund um Schliersee und Spitzingsee habe ich euch ausführlich in einem eigenen Beitrag vorgestellt: https://magazin.schliersee.de/die-vier-spannendsten-instagram-accounts-vom-see/

 

#5: Das Schliersee Magazin – digitales Zuhause am See

Nicht zuletzt möchte ich euch natürlich unser eigenes Angebot ans Herz legen, das Schliersee Magazin Online. Meine Kolleginnen und Kollegen zeigen euch die Region Schliersee/Spitzingsee aus ihrer ganz persönlichen Sicht:

Mit dabei ist zum Beispiel Angelika Prem, Kräuterpädagogin und Seniorwirtin am Hennererhof. Angelika kennt sich ganz besonders mit der Pflanzen- und Kräuterwelt aus – und teilt immer wieder schmackhafte Rezepte aus ihrer Schlierseer Kräuterküche mit euch: https://magazin.schliersee.de/author/angelika/

Judith Weber, Redakteurin und Fotografin, nimmt euch mit auf wunderschöne Spaziergänge rund um Schliersee und Spitzingsee. Und hat außerdem alle Neuigkeiten aus der Gemeinde für euch: https://magazin.schliersee.de/author/judith-weber/

Katharina Fitz, freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin, widmet sich den kulturellen Themen rund um Schliersee und Spitzingsee – vom Big-Band-Konzert bis hin zu den besten Büchern aus der Region: https://magazin.schliersee.de/author/katharina/

Susanne Viehweger, Dipl. Sportwissenschaftlerin mit eigenem Outdoor-Unternehmen, bringt euch mit sportlichen Aktivitäten rund um See und Berge in Bewegung. Und hält euch gerade auch indoor fit: https://magazin.schliersee.de/author/susanne-viehweger/

 

Das ist natürlich nur eine kleine Auswahl unserer vielen spannenden Themen. Unter https://magazin.schliersee.de berichten noch mehr fantastische Kolleginnen und Kollegen für euch aus der Region. Vorbeischauen lohnt sich, denn es gibt beinahe täglich neue Beiträge und Videos für euch.

 

Ich wünsche euch viel Spaß mit Schliersee am Screen. Und hoffe auf ein baldiges Wiedersehen „in echt“ am See!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schlierseer Weinberg – Ein Platz zum Durchatmen

Heute nehme ich dich mit auf den Schlierseer Weinberg. Du kannst dabei bequem auf dem Sofa sitzen bleiben.

 

 

Die einfachste Art, in Schliersee einen anderen Blickwinkel auf die Dinge zu bekommen, ist ein kurzer Spaziergang auf den Weinberg mitten im Ort. Gegenüber vom Rathausführt von der Hans-Miederer-Straße ein kleiner Pfad in Serpentinen hinauf. Zu jeder Jahreszeit einfach zu bewältigen und nur ein Katzensprung. Der Blick hinunter ist einmalig und fast kitschig. Oben auf dem Hügel befindet sich das kleine gotische Kirchlein St. Georg aus dem 14. Jahrhundert, das gerade im Sommer für Hochzeiten sehr beliebt ist. Du brauchst keine fünf Minuten, um Schliersee aus einer anderen Perspektive zu erleben.

 

Ein Kraftplatz

Gleich, wenn du oben bist, stehst du vor einer mindestens 200 Jahre alten Linde, die 1942 von einem Blitzschlag getroffen wurde. Die Gemeinde Schliersee bemüht sich sehr darum, diesen wunderbaren Baum zu erhalten.

Denn man sagt: Alle Monarchen des Königsreichs Bayern von 1806 – 1918 hat die Alte Linde am Weinberg schon gesehen. Selbst der Märchenkönig Ludwig II. lehnte an ihrem jahrhunderte alten Stamm.

Ich nehme auf einer der Bänke Platz und genieße den Ausblick hinüber zum Maibaum, auf die St.-Sixtus-Kirche, über den Schliersee und weiter in die Berge. Es ist ein Platz zum Durchatmen und Kraft tanken.

 

 

Ich wünsche dir auch viel Kraft – und bleib gesund. Bis bald!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

„DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“

Die Schlierseerin Susanne Ehlert hat einen spirituellen Roman geschrieben

Alles begann in einer kleinen Hütte oberhalb des Schliersees. In einer Frühlingsnacht im Jahr 2011 hatte Susanne Ehlert dort einen Traum. Ein Traum, der so packend und kraftvoll, aufwühlend und wegweisend war, dass er die Schlierseerin nie wieder losließ. Heute hat Susanne Ehlert diese gedankliche Vision zu einem Buch verarbeitet: Der spirituelle Roman „DANACH“ ist im Eigenverlag erschienen – und beschreibt eine Gedankenreise in eine neue Zeit.

 

 

Überlebende und Suchende in einer neuen Zeit

 

Die Handlung in Susanne Ehlerts Roman beginnt in Schliersee und spielt in der nahen Zukunft. Diese entfaltet sich mit einem großen Knall. Denn „DANACH“ heißt: nach dem Meteoriteneinschlag. Dieser hat die Erde, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt, zu Überflutungen und Naturkatastrophen geführt. In diesem apokalyptischen Setting folgt der Roman der Studentin Surya ‒ Überlebende und Suchende in einer neuen Zeit. „Die Hauptfigur stelle ich mir als meine Urenkelin vor“, sagt Susanne Ehlert. „Sie lebt in Karlsruhe und macht sich mit ihren Kommilitonen Gedanken: Wie wollen wir leben? Wie soll es bei uns ausschauen?“

 

 

Den Blick nach innen richten

Und genau das ist das eigentliche Thema von „DANACH“. Susanne Ehlert beschreibt einen „grundlegenden Bewusstseinswandel“ – geleitet von Fragen wie: Was sind die Werte, auf denen eine ideale Gesellschaft basiert? Was wäre, wenn wir unsere Zukunft selbst erschaffen könnten? „Apokalypse kommt vom griechischen Wort ‚Entschleierung‘, ‚Enthüllung‘. In meinem Roman wird den Menschen enthüllt, wie sie wirklich sind“, sagt Susanne Ehlert. „Surya und meine anderen Protagonisten dürfen ihren Blick nach innen richten, sie bekommen die Möglichkeit, ihr Herz zu öffnen – für die anderen, für die Liebe.“

 

Neues Zeitalter vs. Menschen von früher

Alte Strukturen sind zusammengebrochen. Surya und ihre Freunde beginnen, eine Gesellschaft zu gründen, die auf inneren Werten basiert sowie dem Grundsatz der praktischen Ethik: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Dabei stoßen sie auf Widerstand: Denn in einem Bunker hat eine Handvoll Menschen die Apokalypse überlebt – ohne den gedanklichen Sprung in die neue Zeit zu vollziehen.

 

Studenten mit paranormalen Fähigkeiten

„Diese Leute kämpfen in der Wildnis ums Überleben und schrecken nicht davor zurück, Menschen zu ermorden“, sagt Susanne Ehlert. Altes und neues Bewusstsein ringen um die Vorherrschaft. Da fügt es sich gut, dass Surya und ihre Kommilitonen keine gewöhnlichen Studenten sind, sondern über paranormale Fähigkeiten verfügen: So kann Protagonistin Surya Dinge dematerialisieren und im Nichts verschwinden lassen. Oder mittels Telekinese die Schwerkraft aufheben.

 

Schlüsselszenen an realen Schauplätzen

Susanne Ehlerts Roman ist ein interessantes Gedankenexperiment, ein Zukunftsentwurf – der besonders Menschen mit einem Interesse für Spiritualität und Esoterik in seinen Bann ziehen dürfte. Und auch Ortskundige dürften das Buch aufmerksam lesen: „Wer sich in der Schlierseer Gegend auskennt, findet Parallelen zu den Schauplätzen im Buch“, sagt Susanne Ehlert. So spielen einige Schlüsselszenen des Romans auf dem Wendelstein oder an der Wallfahrtskapelle Maria Birkenstein.

 

Der Schliersee und die Natur seien auch eine ihrer wichtigsten Inspirationsquellen beim Schreiben gewesen, sagt Susanne Ehlert: „Der See hat etwas Spiegelhaftes. Das hilft mir, mich in einen Zustand erweiterten Bewusstseins zu versetzen. Gleichzeitig geben mir die Berge Geborgenheit und schirmen mich von den Geschehnissen in der Großstadt ab.“

 

Von der Vorstellung zur Wirklichkeit

Ein idealer Ort also, sagt Susanne Ehlert, um sich der Selbsterforschung und Meditation zu widmen. Die studierte Bauingenieurin, die lange Jahre für verschiedene Bauträger arbeitete, begegnete schon mit 19 Jahren einem indischen Guru – die Initialzündung für ihre spirituelle Reise. Sie begann zu meditieren, ernährte sich vegetarisch und lebte sogar eine Weile in einem Ashram in Dortmund.

Bis heute, sagt Susanne Ehlert, empfange sie immer wieder Visionen, die „eine Alternative aufzeigen zu einer rein an technologischem Fortschritt ausgerichteten Welt“. Ihre wichtigste Botschaft sei es deshalb, die eigene geistige Vorstellungskraft zu nutzen: „Ich bin überzeugt: Alles, was der Mensch sich vorstellen kann, kann Wirklichkeit werden – auch das Gute und Schöne.“

 

Über das „DANACH“ lesen

 

Susanne Ehlerts Buch „DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“ (ISBN: 978-3-7497-5181‑5) ist im Eigenverlag tredition erschienen und kostet 18,99 Euro in der Taschenbuch-Ausgabe. Gerne könnt ihr das Buch über die Schlierseer Bücheroase bestellen – per E-Mail (info@buecheroase-schliersee.de), telefonisch (08026/69 04) oder über den Online-Shop unter https://www.genialokal.de/buchhandlung/schliersee/buecheroase-schliersee/.

Außerdem ist „DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“ über Amazon oder den Verlag tredition online erhältlich.
© Fotos: Bilder 1 & 2 mit freundlicher Genehmigung von Susanne Ehlert

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Rund um den Schliersee – bleibt gesund und optimistisch.

Für alle, die Schliersee gerade vermissen, habe ich mal wieder ein Video gemacht. Heute nehme ich euch mit auf einen Spaziergang rund um unseren schönen Schliersee.

 

 

Es war wunderschön frühlingshaft in den letzten Tagen. Der Schnee auf der Brecherspitz wird langsam weniger. Auch die Wiesen rund um den Schliersee werden langsam immer grüner, und die Kühe grasen wieder auf der Weide. Die Bäume treiben aus, es blüht und summt am Wegesrand. Die Obstbäume blühen genauso, wie die Forsythien oder die Schlüsselblumen am Wegesrand.

Die Parkplätze an der Vitalwelt sind leer, Polizeiautos patrouillieren die Straßen. Wer sich aufmacht zu einer Seeumrundung, ist zu Fuß oder mit dem Fahrrad unterwegs. Es gespenstisch ruhig bei uns in Schliersee. Es fahren auch nur wenige Autos auf der Seestraße entlang des Sees. Wäre diese Stille „natürlich“, wäre sie wahrscheinlich sogar ganz schön. Da die Stille aber „verordnet“ ist und nur durch die Ausgangsbeschränkung zustande kommt, ist sie für mich bedrückend. Ich freue mich schon jetzt auf die Zeit, wenn ihr alle wieder hier sein dürft und Schliersee wieder zum Leben erwacht.

 

 

Der Spaziergang um den Schliersee ist trotzdem wie immer wunderschön. Die wärmende Sonne, die tollen Ausblicke und die Bewegung an der frischen Luft stimmen mich positiv.

Bleibt gesund!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Vom kleinen Glück in einer schwierigen Zeit ‒ Tagebuch einer Katzengeburt

Manchmal können auch in den eigenen vier Wänden Wunder geschehen. Und das tut in schwierigen Zeiten wie diesen besonders gut! Unsere Katze „Zenzi“ hat uns am Osterwochenende solch ein Wunder geschenkt: Sie hat fünf kleine Kätzchen auf die Welt gebracht.

 

 

Meine Tochter und ich durften als „Hebammen“ bei der Geburt hautnah dabei sein. Wir haben uns bemüht, unsere Zenzi so gut es ging zu unterstützen, ihr Mut zuzusprechen und sie bei jeder Wehe anzufeuern. Doch obwohl es ihre erste Geburt war, hat sie es fast ganz allein geschafft, und wir waren unglaublich stolz auf dieses tapfere kleine Tier! Als Geburtsort hat sie sich ausgerechnet das Bett meiner Tochter ausgesucht! Sämtliche Schachteln, Körbe und Schrankfächer, die wir in den letzten Tagen liebevoll ausgeräumt, ausgepolstert und präpariert hatten, wurden naserümpfend ignoriert. Das weiche Kinderbett wurde auserkoren. Katzen haben eben ihren eigenen Kopf! Als das erste Kätzchen geboren war, flossen bei meiner Tochter und mir erst mal ein paar Freudentränchen. Obwohl ich selbst zwei Kinder auf die Welt gebracht habe, war diese Tiergeburt auch für mich ein berührendes Erlebnis.

Mittlerweile haben wir die Katzenfamilie in ein gemütliches Körbchen umgebettet, und Zenzi kümmert sich rührend um ihren Nachwuchs. Den Kleinen beim Trinken, Schlafen und ersten Rangeleien um die beste Zitze  zuzuschauen, ist besser als jede Netflix-Serie!

 

 

Wir freuen uns auf die kommenden Wochen, auf die Fortschritte, die unsere Tigerchen machen werden, und über das kleine Glück, das bei uns Einzug gehalten hat!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Aus der Schlierseer Kräuterküche

Kommt mit, ich zeige euch heute die Frühlingskräuter. Ganz einfach könnt ihr sie ganz leicht selbst in eurem Garten finden und einen wunderschönen Frühlingskräutersalat zubereiten. Ein Gedicht für alle Sinne.

 

 

Die Schlüsselblume sperrt für uns das Frühjahr auf, und alles fängt an zu sprießen. Die Schlüsselblume steht unter Naturschutz und ist für mich eine Seelenpflanze, wunderschön zum anzuschaun.

Im fließenden Gewässer wächst die Brunnenkresse, sie schmeckt a bissal scharf und ist sehr wichtig als Radikalfänger und für unser Immunsystem.

Für die Bienen gibt es das erste Futter, das Scharbockskraut. Es blüht gelb, hat an den Wurzeln kleine Knollen.

Unser Gänseblümchen kann man nicht verwechseln und ist für Kinder ein sehr schönes Einstiegserlebnis in die Kräuterwelt. Gänseblümchen auf Kuchen, im Wildkräutersalat, in Suppen  … es wertet die Küche sehr gut auf und schmeckt leicht bitter.

Die gefleckte Taubnessel ist nicht verwandt mit der guten Brennnessel, sie ist ein Lippenblütler und schleimlösend. Für mich gehört sie auf jeden Fall in die Frühlingskräuterküche.

Giersch ist unser Klassiker. Jeder schimpft, da er ganz sicher in jedem Hausgarten zu finden ist. Er ist unser Wildspinat und kann das ganze Jahr geerntet werden. Der krautige Geschmack nach Möhren, der dreikantige Stiel, drei mal drei Blätter sind die Erkennungsmerkmale. Verwechslungsmöglichkeiten gibt es mit anderen Doldenblütlern. Bitte einmal genauer mit dem Giersch beschäftigen, dann wird er schnell zum Liebling im Garten.

Die hohe Brennnessel, die Königin unter den Wildkräutern, liefert viel Magnesium und Eisen und ist gleichzeitig die Einschleußpflanze für diese Mineralien. Brennnessel dient als Entgiftungspflanze im Rahmen von Frühjahrskuren

Hornveilchen ist wunderschön anzuschauen und kann auch Kuchen und Salate aufwerten. Das Hornveilchen blüht sehr dankbar fast das ganze Jahr und ist sehr anspruchslos.

Löwenzahn, unser Bitterstofflieferant, ist in der Küche sehr vielseitig einsetzbar. Ob im Wildkräutersalat, Suppen, Knödeln …

Die Schafgarbe enthält alle zwölf Schüsslersalze , gehört wie der Löwenzahn zu den Korbblütlern, schmeckt bitter und wächst auf sehr mageren Böden. Schafgarbenbutter für das erste Grillen, eine ganz besondere Delikatesse.

Die Knoblauchsrauke, schmeckt, wie der Name schon sagt, nach Knoblauch. Die feinen Blättchen sollten in keinem  Frühjahrssalat fehlen.

Huflattich, auch die kleine Pestwurz genannt blüht gelb und ist eine der ersten Blüten überhaupt. Die Blüten hat unsere Oma immer für ihren Hustentee geerntet.

Bärlauch, der Klassiker im Frühjahr, ist sehr vielseitig einsetzbar und schmeckt ausgezeichnet. Der Fantasie sind keine Grenzen gesetzt: Bärlauchbutter, Bärlauchpesto, Suppen, Bärlauchspatzen, Bärlauchnudeln usw. Zu erkennen ist der Bärlauch wie folgt: Jedes Blatt steht einzeln an einem Stil, an der Unterseite ist er matt und hat eine Rippe. So kann er nicht mit Maiglöckchen, Aronstab oder Herbstzeitlose verwechselt werden.

 

 

Hier habe ich euch einen kurzen Auszug aus den Frühlingskräutern zusammengestellt. Wer mehr erfahren möchte, kann nach der Ausgangsbeschränkung bei  Kräuterführungen in Schliersee gerne sein Wissen erweitern.

Kräuterpädagogin Fesl Rita, Tel 08026-6739

Bei Interesse an mehr Kräuterwissen können auch Heilkräuterseminare am Hennererhof gebucht werden. (siehe auch www.hennerer.com).

 

 

[tourim-redakteur]