Das Frühlingsgetränk für die Kinder ‒ Löwenzahnschorle

Aus der Schlierseer Kräuterküche

Löwenzahn – die Heilpflanze mit langer Tradition

 

Bei Gartenbesitzern ist der Löwenzahn eigentlich recht unbeliebt, in der Volksheilkunde dagegen genießt der Löwenzahn ein sehr hohes Ansehen.

Momentan leuchten die gelben Blüten auf den grünen Schlierseer Bergwiesen und zeigen uns den Frühling mit der vielfältigen Farbenpracht in vollen Zügen. Für mich ist der Löwenzahn ein treuer Begleiter und symbolisiert pure Lebensfreude und geballte Lebensenergie.

 

Für Mensch und Tier ist der Löwenzahn eine wertvolle Pflanze zum Stärken des Immunsystems. Sie dient als stoffwechselanregende sowie leberstärkende Kraft und bringt neuen Schwung in den Körper. Was ganz besonders hervorzuheben ist, sind die Bitterstoffe. Mein Lieblingsspruch während meiner Kräuterführungen lautet: „Gib dem Körper Bitteres, damit er süß wird.“ Für die Leute, die immer grantig sind, ist Löwenzahn ganz besonders gut. Hier gilt der Spruch: „Was ist denn dem über die Leber gelaufen“ ‒ Löwenzahn ist für die Verdauung super und regt Leber und Galle an. Bei meinen Kräuterführungen erlebe ich immer wieder, dass gerade die Teilnehmer, die Verdauungsprobleme haben, immer wieder zum Löwenzahn greifen. Alles, was wir für unsere Gesundheit brauchen, wächst direkt vor unserer Haustür und im Garten.

Über den Löwenzahn und wie vielseitig er ist, durfte ich schon mal für die Zeitschriften „LandAPOTHEKE und LandIDEE einen sehr schönen Beitrag verfassen. Von der Blüte bis zu den Wurzeln kann vieles verwendet werden.

Damit das Beschäftigen mit unseren heimischen Kräutern auch Spaß macht und das Endprodukt dabei noch schmeckt, habe ich heute ein ganz besonderes Rezept zum Nachmachen.

 

 

Die Löwenzahnschorle – ein süßes Frühlingsgetränk, das Kinder lieben.

Löwenzahnsirup Grundrezept:

20 schöne geöffnete Löwenzahnblüten

750 ml frisches Quellwasser

250 ml Orangensaft

1 frische Bio-Zitrone

1 kg Bio-Rohrohrzucker

 

Zubereitung:

Um die Mittagszeit ernte ich auf unserer Wiese oder im Garten die wunderschön leuchtenden gelben wunderschön Löwenzahnblüten. Anschließend zupfe ich die Blütenblätter vom Blütenboden ab (damit sie nicht ganz so bitter sind). In der Zwischenzeit wird das Quellwasser mit dem Orangensaft, dem Saft der Bio-Zitrone und dem Bio-Rohrzucker in einem Topf gegeben und zum Kochen gebracht. Diese kochende Zuckerlösung gießen wir über die vorbereiteten Löwenzahnblütenblätter und legen sofort einen Deckel darauf, damit die ätherischen Öle nicht verloren gehen. Nach 48 Stunden wird der Ansatz durch ein Baumwolltuch gegossen. Jetzt kann der fertige Löwenzahnsirup für die Frühlings-Limo sofort verwendet werden. Je nach Geschmack ein wenig Löwenzahnsirup in ein Glas geben und mit Wasser aufgießen. Ein köstlicher Durstlöscher. Für die großen Kinder und Genießer ein wenig Sekt dazugeben ‒ und fertig ist der Aperitif.

 

 

Für die Vorratshaltung wird der Sirup nochmals  kurz auf 80 °C erhitzt und in sauber sterilisierte Flaschen abgefüllt und sofort mit Twist-off-Deckel verschlossen. Er hält sich mindestens ein Jahr, bis es wieder neuen Löwenzahn gibt.

Gutes Gelingen und viel Spaß beim Verarbeiten des Löwenzahns wünscht euch aus der Schlierseer Kräuterküche eure Angelika vom Schliersee Magazin.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Premiere: 1. Virtual Sixtus Lauf Schliersee am 16. Mai 2020

Der Sixtus Lauf Schliersee ist zu einer echten Tradition geworden. Er gehört zu Schliersee wie der Alpentriathlon, das Seefest oder das Waldfest. Leider musste der Sixtus Lauf Schliersee dieses Jahr wegen der Corona-Pandemie auf den 12. September 2020 verschoben werden. Veranstalter Flori Hornsteiner und sein Team von flowmotion wollen so lange nicht warten und veranstalten am Originaltermin, dem 16. Mai 2020, den 1. Virtual Sixtus Lauf Schliersee.

 

 

Teilnahme weltweit möglich

 

Dazu musst du nicht nach Schliersee kommen – du läufst einfach da, wo du möchtest. Egal, ob in Miesbach, Hamburg, New York oder auf der Insel Cape Breton in Kanada. Das ist ein historischer Moment, denn jeder auf der Welt hat dieses Jahr die Möglichkeit, am Sixtus Lauf Schliersee teilzunehmen. Gerne kannst du auch kurzfristig noch Freunde einladen. „Wir haben bereits 80 Anmeldungen“, freut sich Flori Hornsteiner.

Die Anmeldung ist kostenlos

Du kannst dich über die App viRACE virtuell mit anderen Sportlern auf den drei Original-Distanzen des Sixtus Lauf Schliersee über 7,5 km, 10 km oder 21,1 km messen. Alles, was du dazu brauchst, ist die App viRACE für dein Smartphone. Unter allen Finishern werden je Distanz zwei wertvolle Gewinne, etwa zwei Paar nagelneue Craft-Laufschuhe von Laufschuh-Spezialist Martin Mitterer mit Laufschuhanalyse, verlost.

 

Wann geht’s los? Der Lauf findet am 16. Mai 2020 statt. Die 7,5-km-Strecke startet um 10:00 Uhr, die 10-km-Strecke um 12:00 Uhr und die 21,1-km-Strecke um 14:00 Uhr.

 

 

Mehr Infos:

https://www.schliersee-lauf.de/virtual-sixtus-lauf-schliersee/

https://www.instagram.com/p/B_zxRRUp0IF/?utm_source=ig_web_copy_link

https://www.facebook.com/SchlierseeLaufundWalk/posts/3047918828598979

 

 

Wie funktioniert ein virtueller Laufwettkampf ‒ und was brauchst du dafür?

Die Teilnahme bei den viRACE-Laufwettkämpfen ist einfach. Lade die App aus dem App Store/bei Google Play auf dein Mobiltelefon herunter. Bei der Registrierung gibst du Name, Vorname, E‑Mail-Adresse und dein Geschlecht an. Dir entstehen durch die Registrierung weder Kosten noch Verpflichtungen. Gleich nach dem Öffnen der App kommst du auf den weltweiten Feed. Hier werden dir alle kommenden Wettkämpfe (Datum, Startzeit, Anzahl angemeldeter Läufer/-innen und Distanz) angezeigt. Wenn du auf einen der Wettkämpfe klickst, gelangst du auf die Detailseite. Hier gibt es ausführliche Informationen zum jeweiligen Lauf. Weiterhin besteht die Möglichkeit, Freunde einzuladen und die eigene Teilnahme auf Social-Media-Kanälen zu posten.

Ganz unten in der App findest du die Anmeldemaske – hier kannst du dich für den Sixtus Lauf Schliersee anmelden.

 

Viel Spaß!

 

Wichtig! Halte dich bitte an die derzeit bei dir gültigen Vorgaben der Behörden bezüglich Social Distancing.

 

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Bergwiesen, Waldpfade, alte Gemäuer und Badestrand – eine sehr abwechslungsreiche Wanderung zur Burgruine Hohenwaldeck in Schliersee

Heute wandere ich mit dir vom Ufer des Schliersees zu den ältesten Gemäuern bei uns – zur Burgruine Hohenwaldeck.

 

 

Vom Strandbad geht es über eine Teerstraße zu den Höfen der Oberleiten. Hier folgst du der Beschilderung nach rechts über wunderschöne Almwiesen mit einem traumhaften Ausblick über den Schliersee. Hier solltest du unbedingt eine kleine Pause einlegen und die Landschaft genießen. Danach führt der Weg stetig steigend durch den Wald. Bei 1058 m ist der höchste Punkt erreicht. Jetzt geht es leicht bergauf und bergab zur Ruine. Die alten Mauern der Burgruine Hohenwaldeck verführen zum Klettern, aber das ist nicht nur gefährlich, sondern inzwischen auch vom Forstbetrieb Schliersee verboten. Die Verletzungsgefahr durch loses Mauerwerk ist zu groß. Der Anblick der hohen Mauern versetzt mich sofort zurück ins 13. Jahrhundert, in dem die Herren von Waldeck die Burg auf dem Bergsporn 209 m über dem Schliersee errichtet haben. Leider wurde die Burg Hohenwaldeck 1480 durch einen Felssturz zerstört, und so kannst du nur noch die Überreste der Burganlage bewundern. Ebenfalls beeindruckend ist der Aussichtspunkt mit zwei Bänken und einem Kreuz, der etwas unterhalb der Ruine liegt und einen atemberaubenden Ausblick bietet. Es gibt kaum einen schöneren Platz für eine Brotzeit direkt über dem Schliersee. Von der Ruine folgst du jetzt der Beschilderung nach Neuhaus, der Pfad führt steil und ausschließlich durch den Wald bergab. Entlang des Weges stehen mehrere Tafeln des „Geschichts- und Naturwanderwegs zur Burgruine“. Wenn du aus dem Wald herauskommst, geht es über Wiesen runter zur Straße und zum Ufer des Schliersees. Jetzt kannst du entscheiden, ob du der kürzeren Strecke des Ostufers folgst oder den längeren Weg auf der Westseite des Sees abseits der Straße wählst. Nach insgesamt etwa drei Stunden bist du wieder am Strandbad.

 

 

Das ist für mich eine der abwechslungsreichsten kurzen Wanderungen bei uns in Schliersee.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Drei Tipps zum Muttertag 2020

Geschichte und Herkunft des Muttertags

Die Idee Mütter zu ehren und zu feiern, lässt sich bis ins alte Griechenland zurückverfolgen. Dort wurde die Göttin Rhea verehrt, die für Behaglichkeit, Fruchtbarkeit und Mutterschaft stand. Bei den Römern wurden Kybele und Attis verehrt. In diesem Mysterienkult musste der himmlische Attis die Mutter Erde Kybele mit seinem Blut befruchten, um die Welt entstehen zu lassen, was beide zu Fruchtbarkeitsgöttern machte.

 

 

Quellenverweis: https://www.philognosie.net/kunst-kultur/muttertag-seine-geschichte-herkunft-und-bedeutung

 

Muttertag 2020 geht sicher in die Geschichte ein.

Nach der langen Ausgangsbeschränkung wegen den Corona-Maßnahmen können sich ab dem 09. Mai, also pünktlich zum Muttertag 10. Mai 2020, die Familien wieder treffen. Die Freude ist sehr groß.

 

Tipp 1: die Mama mit der Schliersee Maibowle zu verwöhnen

https://magazin.schliersee.de/einfach-nachmachen-die-schlierseer-maibowle-vom-hennererhof/

Rezept:           250g frische Erdebeeren

100 ml Waldmeistersirup (gibt’s im Hofladl Hennererhof)

1,5 l stilles Quellwasser

0,5 l Silvaner

0,2 l Sekt und Eiswürfel nach Belieben

Variante für die Kinder, einfach den Wein und Sekt mit Mineralwasser oder Apfelsaft ersetzen.

 

Tipp 2: ein Schlierseer Erdbeerherz, z.B. Erdbeerjoghurtsahne oder einfach als Erdbeerkuchen

Diese können bestellt und gekauft werden beim

Bäcker Zanger, Tel. 08026- 4659

Bäckerei Gritscher, Cafe Jennerwein Tel. 08026 – 9769376 oder 08026 – 71152

Gasthof Brunnhof Tel.08026 – 7283

Hennererhof. Tel 08026 – 9229964

 

Tipp 3: evtl einen Wellnessgutschein im Arabella Hotel Spitzingsee 08026 – 7980 alpenhotel@arabella-hotel.com

Wir vom Schliersee Magazin wünschen allen Mamas, Omas, Ur-omas, alles Liebe zum Muttertag. Genießt die ganz besondere Zeit.

Viel Freude beim Feiern des Muttertags 2020

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Spaß ohne Spielplatz: Elf kindgerechte Aktivitäten in der Natur am Schliersee

Höhlen bauen, Insekten beobachten, über Baumstämme kraxeln: Die Natur rund um Schliersee und Spitzingsee ist ein fantastischer Spielplatz. In den vergangenen Wochen durften wir ganz neu entdecken, was für ein inspirierender Tummelplatz die Seeufer, Almwiesen, Wälder und Flussbetten sind. Hier kommen elf kindgerechte Aktivitäten in der Natur. Nachmachen ausdrücklich erwünscht – natürlich nicht nur bei uns an Schliersee und Spitzingsee, sondern auch bei euch daheim!

 

 

#1 Schätze suchen

Waldspaziergang? Laaangweilig! Eine Schatzsuche vermittelt kleinen Waldläufern einen Hauch von Abenteuer. Alles, was eure Kinder dafür brauchen, ist ein kleiner Eimer oder Korb. Variante 1: Ihr denkt euch selbst konkrete Suchaufträge aus, etwa: Finde ein leeres Schneckenhaus. Finde eine interessante Wurzel. Finde einen dekorativen Tannenzapfen. Finde einen interessanten Baumstumpf. Alles, was für euch und eure Kindern brauchbar und spannend erscheint, landet im Eimer oder Mitnahme-Körbchen.

 

Variante 2: Ihr googelt die Stichworte „Naturbingo“ oder „Waldschatzsuche“ und ladet euch eine der zahlreichen Vorlagen dazu herunter. Wir fanden zuletzt diese hier besonders brauchbar: https://www.weltwunderer.de/wp-content/uploads/2020/04/Weltwunderer-Wald-Bingo-Druckvorlage.pdf Einfach Blatt ausdrucken und Stift mitnehmen. Jeden Gegenstand, den eure Kinder entdecken, dürfen sie in ihrer Liste markieren. Wer zuerst alle „Waldschätze“ entdeckt und abgehakt hat, ist der Schatzmeister bzw. die Schatzmeisterin des Waldes.

Extra-Tipp: Wer mag, kann die gefundenen Schätze daheim zu einer kleinen Naturausstellung arrangieren und bestaunen lassen.

 

#2 Fährten lesen

Wessen Pfotenabdruck ist das? Wer hat die Nussschalen zurückgelassen? Und wessen Schnabelspuren sind auf der Baumrinde zu sehen? Beim Fährtenlesen ist Detektivarbeit von euren Kindern gefragt. Und damit meine ich nicht nur, die Hufabdrücke von Kühen im matschigen Almboden zu entdecken. Sondern jede Art von Spur, die ein Tier hinterlassen hat. Wer aufmerksam durch Wald und Wiesen geht, kann so einiges entdecken.

 

#3 Farben finden

Nicht nur für ermüdend lange Autofahrten gut geeignet, sondern auch bei der Bewegung in der Natur: Mit „Ich sehe was, was du nicht siehst“ erschließt ihr lange Wegstrecken spielerisch und schärft darüber hinaus die Aufmerksamkeit und die botanischen Kenntnisse eurer Kinder: Wer entdeckt als Erstes den gelben Löwenzahn oder das violette Leberblümchen? Wer sieht zuerst das weiße Windröschen oder den auffällig roten Fliegenpilz?

 

#4 Pflanzen bestimmen

Wer die bunten Waldschönheiten aus Tipp #3 entdeckt hat, kombiniert dies im Idealfall mit einem kindgerechten Sachbuch zum Pflanzenbestimmen. Ob Huflattich, Schlüsselblumen oder Kuhschellen: Viele Pflanzenkundebücher zeigen nicht nur, wie Blumen und Blüten aussehen. Sie vermitteln auch Zusatzwissen: Wie viel Wasser, Licht und Wärme brauchen Bäume, um zu wachsen? Welcher Strauch trägt welche Früchte und Samen? Wann blüht das Springkraut – und welche seiner Teile sind essbar? Sofern sie nicht unter Naturschutz stehen, können die Kinder besonders interessante Blüten und Blätter pflücken und daheim in einer Blumenpresse konservieren.

 

#5 Steine springen lassen

Fünfmal, siebenmal oder nur zweimal: Wie oft hüpft der von der Strömung flach gewaschene Kiesel? Als Kind war „Steine springen lassen“ eine meiner liebsten Beschäftigungen am Bonner Rheinufer. Am Schliersee muss man ein wenig länger suchen, um passende, flache Steine zu finden. Wer noch mal an seiner Technik feilen möchte: Die Wissenssendung Galileo hat dem Wurfvergnügen am Wasser einen kompletten Beitrag gewidmet: https://www.youtube.com/watch?v=dDJAmbuPxC8

 

#6 Steinmännchen stapeln

Steine aufeinanderzustapeln, hat etwas Meditatives. Ob im seichten Wasser oder an Land: Die sogenannten Steinmännchen schauen nicht nur schön aus, sondern bringen der Legende nach auch Glück. Und das können wir angesichts von Corona alle gerade gut gebrauchen. Wichtig: Immer mit Augenmaß stapeln, bitte ohne die Natur drastisch zu verändern oder zur Bodenerosion beizutragen. Denn steinige Schönheit fasziniert gerade als Ausnahmeerscheinung – und nicht als Massenphänomen.

 

#7 Eine Höhle aus Ästen bauen

Der Klassiker unter den kindergerechten Aktivitäten im Wald. Ein beliebter Höhlenbauplatz rund um Schliersee und Spitzingsee ist zum Beispiel das Plateau zwischen den Josefsthaler Wasserfällen und der Stockeralm in Schliersee-Neuhaus. Wer selbst kein Baugeschick besitzt, kann hier auch mal vorübergehend eine fremde Höhle beziehen oder an sie anbauen. Ansonsten gilt: Zum Versteckbauen immer herabgefallene Äste und Zweige verwenden, niemals frisches Grün abknicken.

 

#8 Auf Bäume klettern

Wer sich lieber in der Krone eines Baums statt rund um seinen Stamm aufhält, sollte gut klettern können. Besonders ältere, stabile Bäume, die sich schon in Bodennähe verzweigen und viele Seitenäste besitzen, sind ideal für kleine Kraxler. Das Klettern schult Koordinationsfähigkeit und Selbstvertrauen. Eine schöne Alternative sind gefällte Baumstämme, auf denen Klein und Groß ihre Balance trainieren.

 

#9 Insekten anschauen

Eine Waldameise, die ein Mehrfaches ihres Körpergewichts auf dem Rücken transportiert. Eine Biene, die Nektar aus einer Blüte saugt. Eine Spinne, die silbrige Fäden zieht. Wer genau hinsieht, entdeckt, wie faszinierend und vielfältig Insekten, Spinnen und andere Krabbeltiere sind. Ein toller Nebeneffekt: Wer Tiere beobachtet, muss sich ruhig verhalten, um sie nicht zu verschrecken. Das bringt auch quirlige Kinder in die Ruhe.

 

#10 Vogelstimmen erkennen

Frühaufsteher sind klar im Vorteil! Denn rund um den Sonnenaufgang ist der Gesang der Vögel am intensivsten. Vor allem im Frühjahr und im Sommer können Nachwuchs-Ornithologen ein wahres Vogelstimmenkonzert erleben. Welche Art wann von sich hören lässt und mit welchen Rufen, das könnt ihr zum Beispiel mit der interaktiven Vogeluhr des Naturschutzbunds Deutschland herausfinden: https://www.nabu.de/tiere-und-pflanzen/voegel/vogelkunde/voegel-bestimmen/20663.html Erst reinhören, dann selbst bestimmen!

 

#11 Wolken beobachten

„Schau mal, da galoppiert ein Pferd am Himmel!“ – „Nee, das ist doch ein Huhn.“ – In der Almwiese liegen und Wolken beobachten: Dabei gewinnen kleine und große Abenteurer ganz neue Perspektiven, können ihrer Fantasie freien Lauf lassen und einfach mal kräftig rumspinnen. Neue Ein- und Ausblicke gibt es auch, wenn ihr die Welt durch das Dach eines alten, knorrigen Baums betrachtet. Wichtigste Grundregel dabei: sich einlassen, ganz in den Moment kommen.

 

Natur mit allen Sinnen

Ob sehen, hören, fühlen, riechen oder schmecken: Ein Spaziergang in der Natur ist immer dann am schönsten, wenn ihr ihn mit allen Sinnen genießt. Extra-Tipp: Bringt Abwechslung in eure Wald- und Wiesenroutine – und geht zu wechselnden Tageszeiten auf Erkundungstour. Warum nicht mal zum Sonnenaufgang am See unterwegs sein? Oder den Zauber der Dämmerung im Wald erleben?

Das Beste an all diesen kindgerechten Spielen in der Natur: Bewegung an der frischen Luft macht euch und dem Nachwuchs nicht nur gute Laune, sondern stärkt auch euer Immunsystem. In diesem Sinne: Bleibt gesund und entdeckt eure liebsten Naturspielplätze – bald hoffentlich auch wieder bei uns vor Ort an Schliersee und Spitzingsee.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schliersee und Barberino Val d’Elsa – eine Städtepartnerschaft in Zeiten des Coronavirus

In diesen Tagen hätten wieder eine Handvoll Mitglieder des Barberino-Vereins Schliersee ihre Koffer gepackt, um für ein verlängertes Wochenende nach Barberino Val d’Elsa, unsere Partnergemeinde in der Toskana, zu fahren und den Wein für den Weinstand am Schlierseer Seefest zu holen. Vielleicht wäre auch ich wieder dabei gewesen, so wie schon vor zwei Jahren, als ich für das Schliersee Magazin darüber berichten durfte, wo der Wein für das Schlierseer Seefest herkommt. Doch das Coronavirus hat alle Planungen für dieses Jahr komplett über den Haufen geworfen.

 

 

Lorenz Knabel, Vorstand des Barberino-Vereins Schliersee, sagt: „Unsere Planungen für dieses Jahr sind momentan offiziell auf ‚hold‘.“ Die Grenzen sind geschlossen, das Weinholen im Moment unmöglich, und aufgrund des Verbots von Großveranstaltungen bis Ende August ist es auch sehr unwahrscheinlich, dass das Schlierseer Seefest stattfinden wird – und ohne Seefest natürlich auch kein Weinstand. Mit einem Augenzwinkern fügt Lorenz Knabel dann aber noch den einzig positiven Effekt des Ganzen hinzu: „Beim Entfall des Seefests hätten wir länger Zeit, an unserer neuen Weinlaube zu basteln.“ Denn letztes Jahr wurde das Zelt des Vereins durch den Starkregen schwer beschädigt und soll nun durch eine Weinlaube aus Holz ersetzt werden.

Auch der jährliche Schüleraustausch zwischen den Partnergemeinden wird höchstwahrscheinlich nicht stattfinden können, denn selbst dann, wenn es sowohl in Deutschland als auch in Italien demnächst Lockerungen geben wird, werden die Grenzen wohl noch eine ganze Weile geschlossen bleiben.

Wichtiger als alle abgesagten Aktivitäten ist aber, dass es unseren Freunden in Barberino Val d‘Elsa gutgeht, schließlich ist Italien eines der am stärksten vom Coronavirus betroffenen Länder Europas. Da macht man sich verständlicherweise Sorgen um die Freunde dort. Aber zum Glück gehört die Toskana nicht zu den Hotspots in Italien, und so bestätigt Elena Rossi vom Partnerverein „Barberino and friends“: „Per fortuna gli amici del gemellaggio stanno tutti bene e sono con le proprie famiglie a casa.“ – „Zum Glück geht es allen Partnerschafts-Freunden gut und sie sind mit ihren Familien daheim.“

Und „daheim bleiben“ hat in Italien derzeit noch mal eine ganz andere Bedeutung als bei uns. Denn während wir uns hier in Schliersee noch relativ frei bewegen können und zum Beispiel an unseren heiß geliebten Seen spazieren gehen oder Sport treiben dürfen, sind unsere italienischen Freunde an viel strengere Auflagen gebunden. Eva Anichini hat uns ein Video geschickt, in dem sie für uns kurz zusammenfasst, wie die Lage derzeit in Barberino Val d’Elsa aussieht. Die Fallzahlen halten sich in unserer Partnerstadt glücklicherweise in Grenzen, trotzdem müssen sich aber alle an die offiziellen Anordnungen halten. Eva berichtet, dass sie das Haus nur verlassen dürfen, wenn es unbedingt nötig ist oder um zur Arbeit zu gehen. Außerdem müssen sie jedes Mal eine sogenannte „autocertificazione“ bei sich tragen, eine Selbstauskunft zum Ausdrucken, auf der sie schriftlich ausweisen müssen, woher sie kommen, wohin sie gehen und aus welchem Grund. Auch Eva bedauert sehr, dass die Partnerschaftsaktivitäten in diesem Jahr vermutlich nicht stattfinden werden können, hofft aber, dass sich die Lage bald bessern wird und schickt uns allen „un grande abbraccio da parte di tutta la comunità di Barberino-Tavarnelle.” – „eine dicke Umarmung von allen aus der Gemeinde Barberino-Tavarnelle“.

So ärgerlich die Einschränkungen für uns alle in dieser Zeit auch sein mögen und so sehr wir uns ein Wiedersehen gewünscht hätten, sollten wir trotzdem positiv in die Zukunft schauen, denn die Hoffnung stirbt bekanntlich zuletzt, oder wie Lorenz Knabel es ausdrückt: „Falls doch eine substanzielle Besserung der Lage eintritt, können wir immer noch kurzfristig reagieren. Wein fürs Seefest ist schnell geholt, und auch ein Schüleraustausch ist mit zwei Wochen Vorlauf sicher möglich.“ Die Daumen sind also gedrückt ‒ und die Vorfreude auf das hoffentlich baldige Wiedersehen ist riesig.

 

In diesem Sinne: Bleibt‘s alle gesund, andrà tutto bene ‒ alles wird gut! A presto!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Mundschutz quick & easy – ganz ohne Nähen

Auch wir in Schliersee haben seit Anfang der Woche die Mundschutzpflicht beim Einkaufen. Wir wollen uns gegenseitig schützen. Überall wird fleißig genäht.

 

 

Du hast noch keinen Mundschutz, kannst aber leider nicht nähen und hast schon gar keine Nähmaschine zur Hand? Kein Problem. Ich zeige dir heute eine Mundschutz-Variante ganz ohne Nadel und Faden: quick & easy.

 

 

Du brauchst dafür lediglich eine Schere und ein Stück Stoff, am besten ein altes aussortiertes T-Shirt, das etwas elastisch ist. Der Stoff ist später bequemer zu tragen und franst an den Rändern nicht aus.

 

 

Schneide zuerst ein Rechteck mit den Maßen 18 cm x 36 cm aus. Dann schneide an den Seiten einen etwa 2 cm breiten Streifen, aber bitte nicht ganz durchschneiden. Das werden die Bänder, um den Mundschutz hinter dem Kopf zu binden. Nun brauchst du noch die Löcher für die Ohren. Wähle hier den richtigen Abstand, den auch deine Ohren voneinander haben. Fertig!

Bleib gesund!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

 

Schliersee: Zeitlang „noch da guadn oidn Zeit“ ‒ NEUERÖFFNUNG

Ender Sarbalkan betreibt sein Mode-Label Zeitlang bereits seit 2018 in Schliersee. Bisher verkaufte er seine T-Shirts, Hoodies und Accessoires online sowie auf Festen und Märkten. Vielleicht hast du ihn letztes Jahr auf dem Seefest gesehen? Ab sofort findest du ihn auch im Bulli-Laden in Schliersee. Enders Mode ist inspiriert von der Schönheit unserer Landschaft mit frischen und bunten Farben. Hol dir den Schlierseer Frühling nach Hause!

 

 

Die gute alte Zeit

Schöne Erinnerungen sind in der momentanen Situation besonders wichtig. Der Name seines Schlierseer Mode-Labels Zeitlang ‒ „noch da guadn oidn Zeit“ ‒ soll an erfreuliche vergangene Momente erinnern und diese ins Gedächtnis zurückholen. „Unsere Generation hat die Chance, die Welt zu verändern. Mit der Kraft der schönen Erinnerungen in unseren Herzen ist dies möglich“, sagt Ender voller Zuversicht.

Neueröffnung im „Bulli-Laden“ in Schliersee am 2. Mai 2020

Hoffnungsvoll ist er auch mit seinem neuen Laden, auch wenn die Situation gerade nicht einfach ist. Die geplante feierliche Eröffnung möchte er zu einem späteren Zeitpunkt nachholen. Er ist erst mal jeden Samstag von 9‒14:00 Uhr im Bulli-Laden neben der Kirche für dich da. Die Öffnungszeiten sind noch nicht endgültig. Du kannst dich aktuell auf Facebook informieren: https://www.facebook.com/zeitlangschliersee Ein persönlicher Besuch im Laden lohnt sich auf jeden Fall – zum Stöbern und auf einen netten Ratsch.

Bitte derzeit nur mit Maske.

Tipp: Wer nicht in Schliersee wohnt oder momentan lieber zu Hause bleibt, kann sich alle Zeitlang-Artikel bequem nach Hause bestellen. Klick dich in den Online Shop: https://zeitlang-schliersee.de

Zeitlang-Produkte werden nachhaltig produziert. Die Stoffe in Bio-Qualität sind fair gehandelt. Beflockt und bedruckt wird regional.

 

 

Zeitlang

Seestraße 6A

83727 Schliersee

Tel.: 08026/3873044

www.zeitlang-schliersee.de

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schlierseer Frühling im Glas ‒ eingelegte Löwenzahnknospen

Der Frühling zeigt sich in Schliersee gerade von seiner schönsten Seite. Die Wiesen sind wunderbar grün, und überall blüht Löwenzahn. Während sich die meisten Gärtner über den Löwenzahn im eigenen Garten ärgern, leuchtet er auf den Wiesen erfrischend gelb und erfreut das Auge.

 

 

Löwenzahn ist auch gesund

Von der Blüte bis zur Wurzel – du kannst alle Teile des Löwenzahns in der Küche verwerten. Löwenzahn ist sogar gesund, denn er enthält reichlich Vitamin C und Magnesium. Ich sammle heute nur die noch verschlossenen Knospen des Löwenzahns und lege diese in Essig ein. Sauer eingelegte Löwenzahnknospen ‒ ein Schmankerl, das jeden bayerischen Antipasti-Teller aufpeppt. Das geht einfach und ist dennoch etwas Besonderes.

 

Zutaten:

1 Handvoll Löwenzahnknospen
100 ml Wasser
100 ml naturtrüber Apfelessig

Salz, Pfeffer

Einweckglas

 

So geht’s: Wenn du genügend Löwenzahnknospen gesammelt hast, musst du sie waschen und trocken tupfen. Dann kannst du sie mit Salz bestreuen und über Nacht ziehen lassen. Am nächsten Tag das Salz abspülen und die Mischung aus Wasser und Apfelessig kurz aufkochen. Wenn du magst, kannst du auch noch Zwiebeln, Knoblauch oder Kräuter hinzufügen. Dann die Löwenzahnknospen kurz in der Essig-Wasser-Mischung blanchieren und in sterile (ausgekochte) Weckgläser füllen. Kühl lagern.

Etwa zwei Wochen später sind die Knospen durchgezogen und der Frischekick für deine Brotzeit oder deinen Vorspeisenteller.

So kannst du dir den Schlierseer Frühling konservieren und zu einem späteren Zeitpunkt genießen. Viel Spaß!

 

 

TIPP: Wenn du schon Löwenzahnknospen sammelst, nimm doch ein paar mehr mit und schwenke sie ganz kurz in Butter. Mit Salz und Pfeffer würzen – das schmeckt auf frischem Bauernbrot himmlisch.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ruhig und verwunschen – das Tufttal in Schliersee

Heute nehme ich dich mit durch das grüne und verwunschene Tufttal. Wir parken auf dem Hennerer Parkplatz und laufen in Richtung Bodenschneid. Langsam, aber stetig geht es bergauf entlang des Bachs.

 

Feen, Elfen und Kobolde

Ich habe selten so viele verschiedene Grüntöne gesehen. Gestern hat es geregnet, und gerade kommt die Sonne heraus. Die moosbewachsenen Bäume sind eine Faszination für sich. Stundenlang könnte ich hier fotografieren und die verwunschenen Bäume entdecken. Ich glaube nicht an Feen, Elfen oder Kobolde. Aber wenn es sie doch gibt, dann leben sie sicher hier in diesem Wald. Das Gurgeln, Glucksen und Rauschen des Bachs und die wenigen einzelnen Sonnenstrahlen, die durch den Wald dringen, verstärken die mystische Atmosphäre.

Zurück über den Lahner Höhenweg

Nach einiger Zeit gelangen wir zur Unteren Krainsbergeralm. Auf einer Bank machen wir Brotzeit. Wir lauschen dem Vogelgezwitscher und genießen die Sonne auf der Almwiese. Von hier geht es entlang der Weide weiter bergauf in Richtung Bodenschneid. Wenig später im Wald zweigen wir allerdings nach rechts in Richtung Hennerer über den Lahner Höhenweg ab. Der höchste Punkt liegt auf 1.150 m Höhe. Aussicht gibt es hier nur wenig, aber der Bergwald ist herrlich. Die frischen hellgrünen Blätter leuchten in der Sonne. Runter geht es durch das Stadeltal zurück zum Hennerer. Nach etwa zweieinhalb Stunden sind wir zurück am Parkplatz. Die Strecke ist ungefähr sieben Kilometer lang. Eine einfache Wanderung, die du auch gut bei schlechtem Wetter machen kannst. Alle Wege sind gut beschildert.

 

 

TIPP: Wenn du jetzt noch Schmankerl vom Schliersee mit nach Hause nehmen willst, solltest du bei Angelika in ihrem Hennerer-Hofladen reinschauen. https://www.hennerer.com/

 

 

[tourim-redakteur]