Beiträge

Alperie – der Alpenbiergarten in Neuhaus

Junge Idee und junges Team

Entstanden ist die „Alperie“ aus einer Idee während der Corona-Zeit, einen Pop-up-Biergarten auf der Fläche neben dem ehemaligen Restaurant „Sachs“ einzurichten. „Da sich das Restaurant ebenfalls im Familienbesitz befindet, hat es sich angeboten, das mit einzubauen“, sagt Sebastian. Schließlich regnet es auch in Schliersee hin und wieder. In den letzten acht Wochen hat das Betreiberteam mit Nici, Sebastian, Fabian und Marco ein Konzept erarbeitet. Die Alperie ist ein Restaurant mit Saal, gemütlicher Galerie mit Bar und Gastgarten direkt am Haus. Zusätzlich entstehen der weitläufige Alpenbiergarten mit Blick auf Jägerkamp und Brecherspitz, der sich an die Topografie der Landschaft anpasst, die Eventfläche „Alpinium“ und der kleine Schliersee mit Insel. In dem kleinen See werden bald auch „Little-Schliersee-Forellen“ schwimmen.

 

 

„Aus dem Ort und für den Ort“

Gekocht wird frisch und regional unter der Leitung von Küchenchef Jan. „Bioqualität und Regionalität sind uns wichtig“, unterstreicht der Küchenchef. „Nach dem Motto von Monaco bis Neuhaus sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. “Unsere Speisekarte wird lebendig sein“, sagt Sebastian. Du kannst etwa Fische von der Fischerei Schliersee probieren, und auch fast alle anderen Produkte kommen aus der Region. Avocados oder Thunfisch sucht man vergebens auf der Karte. „Auch die Getränkekarte haben wir entsprechend angepasst“, sagt Marco. So findest du beispielsweise das Bier von Markus Wasmeier, dessen Museum ja in direkter Nachbarschaft liegt, oder „The Duke Gin“ aus München auf der abwechslungsreichen Getränkekarte.

Ziel: Einen schönen Platz schaffen

Besonders stolz ist das Alperie-Team auf den Alpengarten mit seinen vielen „Sitznischen“, in denen du bald Platz nehmen und dich verwöhnen lassen kannst. Die Eröffnung wird im Juli sein. Da sitzt du praktisch mittendrin im Kräutergarten. „Ich finde es schade, dass das Wissen über heimische Kräuter mehr und mehr verloren geht“, sagt Kräuterpädagoge Sebastian. Deshalb werden in der Alperie auch immer wieder Schwerpunkte auf bestimmte Kräuter oder heimische Pflanzen gesetzt. Zu Beginn ist das der Holunder. Die Fotografin Cordula Flegel stellt aus diesem Anlass vier Holunder-Bilder in der Galerie mit Bar aus. Dies soll in Zukunft eine Plattform für lokale Künstler oder Produzenten werden. Die grüngestrichene Wand bietet eine „lebendige Fläche“ für kreative Projekte.

 

 

Die Alperie an sich ist auch lebendig, ebenfalls ein kreatives Projekt und wird sich mit jedem Tag weiterentwickeln. Du darfst gespannt sein.

 

Alperie

https://alperie.de/

Neuhauser Straße 45

83727 Schliersee

geöffnet Mo. – So.: 12:00 – 23:00 Uhr

+49 8026 78097 50

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

Das neue Schlierseer Glöckerl

Das Glöckerl, wie es die Schlierseer seit jeher liebevoll nennen, ist eine urbayerische Institution in Schliersee. Seit vielen Jahrzehnten bietet das alteingesessene Wirtshaus vor allem gut bürgerliche bayerische Kost an.

 

 

Am 20. Dezember 2018 eröffneten die Wirtsleute Julia und Manfred Nerz das Schlierseer Glöckerl. Zuvor war es den Einheimischen und auch vielen Gästen als „Weißwurstglöckerl“ bekannt.

Das Gasthaus wurde neu renoviert, und Manni und Julia haben einige optische Veränderungen vorgenommen. Die Gaststube wirkt hell und freundlich, „blühende“ Kissen und Vorhänge sorgen für ein frisches, gemütliches Ambiente, und der Tresen lädt zu einem kleinen Schnapserl oder einer Tasse Kaffee ein. Alles ist geschmackvoll aufeinander abgestimmt, und der Hirsch am Glöckerl, welches über dem Tresen hängt, findet sich in der Deko immer wieder.

Die Wirtsleute, Sven, der Koch, und die Küchenhilfe Sara kümmern sich hingebungsvoll um das Wohl der Gäste, was sich auch in den Rezensionen auf Facebook widerspiegelt:

„Waren zu zweit da und haben eine gute Hausmannskost gesucht. Wir waren mehr als zufrieden!!! Service sowie Ambiente absolut empfehlenswert!! Jederzeit wieder.“  29. Dezember 2018

„Essen spitze und super freundlich … urig klein, aber fein.“ 24. Februar 2019

„Super freundliche Truppe! Essen qualitativ und geschmacklich hervorragend. Dazu noch extrem schnell. Absolute Empfehlung. Kommen gerne wieder.“ April 2019

… um nur einige zu nennen.

Im Glöckerl werden bayerische Spezialitäten zubereitet. Auf einer festen und einer täglich wechselnden Tageskarte werden Sie sicherlich fündig. Alle Speisen sind hausgemacht und ohne Geschmacksverstärker zubereitet. Das Besondere am Glöckerl ist, dass jeder dem Koch bei der Zubereitung über die Schulter schauen kann, da unter einem großen Abzug im Gastraum selbst gekocht wird. Besonders beliebt bei den Gästen ist übrigens der Glöckerlteller – ein Grillteller mit Rinderlende, Pute, Würstl und Speck.

Die Gaststube bietet ca. 40 Gästen Platz, im sogenannten „Saal“ können acht Personen in abgeschiedener Ruhe einvernehmlich speisen, und bei schönem Wetter finden 16 – 20 Gäste vor dem Schlierseer Glöckerl unter einer großen Markise im Freien Platz.

Ich empfehle Ihnen, vorab telefonisch einen Tisch zu reservieren.

 

 

Mein Tipp an Einheimische und Gäste in unserem schönen Schliersee:
Rufen Sie bei Julia und Manni an, reservieren Sie sich ein schönes Plätzchen und genießen Sie urbayerische gute Hausmannskost. Absolut empfehlenswert ist momentan übrigens die Spargelkarte.

 

Schlierseer Glöckerl
Seestraße 11
83727 Schliersee
Tel.: 08026/6784

Facebook: https://www.facebook.com/pg/Schlierseer-Gl%C3%B6ckerl-222489301973596/about/?ref=page_internal

Öffnungszeiten: Di – So. 11:00 – 20:00 Uhr warme Küche, Mo. Ruhetag

 

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Erste Blicke in das neue Schmuckstück von Schliersee

Das Ensemble Heimatmuseum und Kindergarten „Kleine Heimat“ nimmt Formen an. Ein Tag der offenen Tür wird folgen, damit sich jeder ein Bild machen kann. Architekt Johannes Wegmann hat sich die Zeit genommen, mir den Neubau an das Heimatmuseum in der Schlierseer Ortsmitte zu zeigen. Die Kombination aus modern und geschichtsträchtig ist sehr spannend und, wie ich finde, sehr gelungen. Der neue Kindergarten ist schon fast fertig, es ist hell und riecht nach Holz. Holz soll tatsächlich bei diesem Bau im Vordergrund stehen. „Auch draußen kommen bald die Lamellen, die dem Gebäude noch mehr ursprünglichen Charakter geben“, erklärt mir Johannes Wegmann. Schließlich stand an dieser Stelle vor 1930 eine alte Holztenne, die für das Schlierseer Postamt hatte weichen müssen. Im Zuge dessen wurde ein 7 m x 2,50 m großes Loch in der Wand (Ursache für das Loch bis heute unbekannt) mit Holzbohlen verkleidet und die (Holz-)Blockwand daneben durch eine etwas waghalsig gebaute, freistehende Mauer geschützt. Die schöne Blockwand kann nur vom Heimatmuseum aus bewundert werden – auf der Neubau-Seite wurde diese aus Brandschutzgründen verkleidet.

Im Obergeschoss des Neubaus entsteht ein toller Saal für Veranstaltungen aller Art. Der Blick durch die großen Fenster geht von der Sixtus-Kirche über den See bis hin zum Bahnhof. Hell, groß und im Herzen von Schliersee, bieten sich mit dem Saal für die Zukunft viele Möglichkeiten ‒ auch für Ausstellungen. Direkten Zugang zum Waldecker-Saal im Altbau Heimatmuseum hat man in Zukunft durch eine Glastür. Man soll auch vom neuen Gebäude aus die Geschichte von Schliersee spüren. Zwischen den beiden Häusern befindet sich das von Wegmann als „Fuge“ bezeichnete Zwischenstück. Früher war dies die Einfahrt in die Tenne gewesen. Heute dient es als Treppenhaus der besonderen Art. Ein Lichtsystem wird hier die Steinmauer, echte Schlierseer Geschichte, in Szene setzen. Eins steht fest: Bayerns besterhaltenes Blockhaus steht bei uns in Schliersee. Das Heimatmuseum wurde in den letzten Jahren durch den Anbau sehr genau unter die Lupe genommen. Die Blockwand stammt von 1406. Das restliche Haus wurde 1450 gebaut. Ob nun der Steinbau oder die Blockwand zuerst gebaut wurde, konnte bisher nicht belegt werden.

Es gibt noch viele spannende Fragen:

Was war im Steinbau?
Man vermutet, dass er als Gefängnis genutzt wurde.

Wofür wurde der Waldeckersaal verwendet?
Wahrscheinlich war er Versammlungssaal für die Chorherren des Stifts. Er besitzt noch heute die ursprüngliche gotische Decke und ist ein echtes Schmuckstück.

Nachgelesen: Seit 1916 wird das bauliche Denkmal als Heimatmuseum im “Herzen Schliersees” genutzt. Das Gebäude wurde im 14. Jahrhundert als sogenanntes „Schredl“-Haus erbaut. Die Fassade wurde aus Natursteinen angefertigt und gehörte zur damaligen Grafschaft “Hohen Waldeck”. Noch heute sind die Felder- und Balkendecken der einzelnen Räume, die sogenannte “Raachkuchä” (Rauchküche), mit ihren Gebrauchsgegenständen sowie das Tonnengewölbe (Waldeckerbau) im Originalzustand erhalten. Im 15. Jahrhundert errichtete man direkt am Ursprungsgebäude ein Bauernhaus. Das Museum wird vom Verein “Heimatfreunde e. V.” betreut. Quelle: Webseite der Tourist-Info Schliersee

Bei münchen.tv gibt es einen interessanten Beitrag von Christopher Griebel über das Heimatmuseum. Einfach mal reinschauen: http://www.muenchen.tv/mediathek/video/heimatmuseum-schliersee/

TIPP: Einen Ausflug ins Heimatmuseum machen und echte Schlierseer Geschichte erleben! Für Erwachsene kostet der Eintritt 2,- Euro, mit Gästekarte 1,50 Euro. Kinder bis 6 Jahre haben freien Eintritt, für Jugendliche bis 16 Jahre wird eine Gebühr von 1,- Euro erhoben.

 

Heimatmuseum Schliersee
Lautererstraße 8
83727 Schliersee
Tel.: +49(0)8026 7343

 

Öffnungszeiten in der Saison:
Di.‒Sa.: 14:00‒17:00 Uhr

 

Führungen ganzjährig nach Anmeldung, Hr. Berndt +49(0)8026 4397

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee