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Ein Leben für die Kunst – Rückblick auf das künstlerische Schaffen des Malers Leonhard Leitner

Vom 25. November 2023 bis 12. Januar 2024 sind in der Vitalwelt Schliersee Werke des in Schliersee geborenen und im vergangenen Jahr verstorbenen Kunstmalers Leonhard Leitner zu sehen. Die Ausstellung gibt einen Überblick über seine künstlerischen Techniken und Ausdrucksweisen.

 

 

 

Paradetechnik: Aquarell

 

Ich habe mich bei der Vernissage am Samstag, den 25. November 2023, mit Steffi Obermayer unterhalten, der Tochter des Künstlers Leonhard Leitner. Sie hat die Bilder ihres Vaters ausgewählt und in der Ausstellung thematisch geordnet. Mir persönlich gefällt die große „Schliersee-Wand“ im Forum der Vitalwelt mit vielen Landschaftsaquarellen aus Schliersee am besten. Die Paradetechnik von Leonhard Leitner war die Aquarellmalerei, das sieht man beim Betrachten der Bilder gleich. Neben Bildern aus Schliersee findest du auch Stillleben, Blumenbilder, Bilder aus München und von Urlaubsreisen, beispielsweise nach Elba.

 

 

Kunst ist Kommunikation

 

„Mein Vater wollte aber nicht nur schöne Bilder malen“, erzählt mir Steffi Obermayer. Er griff auch zeitkritische Themen auf. „Gerade in seinen Airbrush-Technik-Bildern zu politischen, ökologischen und sozialen Themen kommt dies deutlich zum Ausdruck.“ Er wollte sich mit seinen Bildern ausdrücken und mit seiner Umwelt darüber kommunizieren. „Die Diskussion über bestimmte Themen anregen – das war ihm wichtig“, erinnert sich Steffi Obermayer. Großen Erfolg konnte Leonhard Leitner auch mit seinen Karikaturen verzeichnen – diese druckte er in kleinen Heftchen ab. Als Bauingenieur wusste der Schlierseer mit dem Zeichenstift umzugehen, was er in vielen Landschafts- und Architekturzeichnungen zum Ausdruck brachte. Auch eine Auswahl an Leitners Karikaturen findest du in der Ausstellung. „Die Vitalwelt Schliersee bietet immer wieder Raum für Kunstausstellungen und fördert damit auch die Künstler insbesondere aus der Region. Wir freuen uns sehr, die Kunstwerke eines Schlierseer Künstlers den Besuchern kostenfrei zu ermöglichen“, erklärt Schliersees Kuramtsleiter Mathias Schrön.

 

 

Jetzt echtes Schliersee Unikat erwerben!

 

Die Ausstellung in der Schlierseer Vitalwelt ist eine Verkaufsausstellung und der Erlös wird von Steffi Obermayer gespendet. Die eine Hälfte des Erlöses geht an den Landesbund für Vogelschutz und die andere Hälfte an den Verein Horizont e. V. für obdachlose Mütter und Kinder in München. Du suchst noch ein Weihnachtsgeschenk für einen Schliersee-Liebhaber? Ein Bild von Leonhard Leitner ist ein echtes Unikat!

 

 

Die Ausstellung ist während der Öffnungszeiten der Gäste-Information Schliersee geöffnet.

 

Vitalwelt Schliersee

Perfallstr. 4

83727 Schliersee

 

 

Zur Person Leonhard Leitner:

Leonhard Leitner wurde am 6.11.33 als zweiter Sohn des Rotmesner-Bauerns in der Ortsmitte Schliersee geboren. In seiner Jugend blieb ihm neben der Arbeit auf dem Hof, dem Feld und auf der Alm allerdings nur wenig Zeit für die Kunst. Trotzdem zeichnete und malte er, wann immer es ging. Er machte eine Ausbildung zum Schäffler und Zimmerer, und nachdem er sein Diplom als Bauingenieur in München erlangt und einige Jahre erfolgreich als Statiker gearbeitet hatte, führte er zusammen mit seiner Frau einen Geschenkeladen am Münchner Marienplatz. In seinem Münchner Atelier gab er jahrzehntelang Mal- und Zeichenunterricht. Sein Leben war geprägt vom künstlerischen Schaffensdrang.

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Wenn aus Kuhfladen Ku(h)nst wird

Werner Härtl – Künstler und gelernter Illustrator – hat sich auf eine ganz besondere Art und Weise in der Kunstwelt einen Namen gemacht, denn er malt seine Bilder mit den Hinterlassenschaften von Kühen. Ja, Sie haben richtig gelesen: mit Kuhmist.

 

 

Ein Material, das die meisten Menschen eher mit der Landwirtschaft in Verbindung bringen.

Als landwirtschaftlicher Helfer kam Werner im Stall mit dem Kuhmist in Verbindung und auf die Idee, dieses Naturprodukt als Farbe zu verwenden.

Werner war bereits als Almerer in den Schlierseer Bergen tätig – eine Zeit, die seine künstlerische Tätigkeit maßgeblich beeinflusst hat.

In unserer schönen Berglandschaft fand er Inspiration für viele seiner Werke. So brachte er nicht nur die Schönheit der Region in Form einiger Almen auf die Leinwand, sondern auch eine besondere Geschichte sowie die Legende des Wildschütz Jennerwein aus Schliersee, der im Jahre 1877 in der Bodenschneidregion sein plötzliches Ende fand.

Im Bodenschneidhaus kann man nun das „Jennerwein-Panorama“ bestaunen.

Der Künstler selbst stammt aus Reichersbeuern. Seine Verbundenheit zur Natur und der Landwirtschaft spiegelt sich in jedem seiner Werke wider.

In einigen seiner Bilder sind Kühe, die oft als Symbol der billigen Fleischproduktion dienen, die Hauptdarsteller. Doch in ihren Augen erkennt man eine Botschaft der Würde und des Respekts. Die Werke erinnern uns daran, dass Tiere nicht bloß Produktionsmaschinen sind, sondern fühlende Wesen, die unsere Achtung verdienen. So ist es auch Werners Ziel, bei der Betrachtung sein eigenes Konsum- bzw. Essverhalten zu überdenken und nicht zum Billigfleisch aus dem Supermarkt zu greifen.

Seit dem 12.10.2023 kann eine Vielzahl an Werken des Künstlers im Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (Grünes Zentrum) im Rudolf-Diesel-Ring 1 A in Holzkirchen von der Öffentlichkeit zu den regulären Öffnungszeiten noch für ein ganzes Jahr besichtigt werden.

Wenn Sie also die Gelegenheit haben, nach Holzkirchen zu kommen, sollten Sie sich diese einzigartigen Werke nicht entgehen lassen. Einige der Bilder sind auch käuflich zu erwerben.

 

 

 

 

Silke Sontheim

Ursprünglich aus Unterfranken ist sie seit 2015 mit Ihrem Mann und beiden Kindern am Schliersee verwurzelt. Nebenberuflich widmet sie sich dem Upcycling und schenkt vor allem ausgedienten Trachten unter dem Logo „UpArt Schliersee“ ein neues Dasein.

 

 

 

Was soll denn die Bahnhofsuhr im Schlierseer Kurpark?

Selbstverständlich handelt es sich bei der riesigen Uhr im Schlierseer Kurpark nicht um eine Bahnhofsuhr. Es ist eine Installation von Thomas Huber und Wolfgang Aichner im Rahmen des Schlierseer Kulturherbstes mit dem Namen „UND ENDLICH“. Sechs Wochen hast du Zeit, auf den Hockern vor der Uhr Platz zu nehmen und die Zeit stillstehen zu lassen. Danach zieht die Uhr weiter nach Bordeaux in Frankreich.

 

 

„Mit zunehmender Belegung der vier präparierten Sitzwürfel verlangsamt sich die Zeigerbewegung bis zum Stillstand, sodass sich vier Personen hier gemeinsam eine eigene ,Zeitblase‘ erschaffen und erleben können. Beim Verlassen der Hocker holt die Uhr auf Echtzeit auf“, steht es im Programmheft des Schlierseer Kulturherbstes.

Bereits gestern habe ich die Uhr „ausprobiert“. Es ist tatsächlich ein besonderes Gefühl, wenn du mit guten Freunden im Schlierseer Kurpark sitzt, den wunderschönen Ausblick in die Berge genießt und dabei die Zeit stillsteht. Nach dem Aufstehen springen die Zeiger wieder auf Echtzeit und bringen dich zurück in die Realität.

Heute bin ich ein wenig traurig und nachdenklich, da gestern ein langjähriger Freund von mir verstorben ist, der viele Jahre auch mein Chef auf der Insel Wörth in Schliersee war. Sofort kommt mir die Uhr im Schlierseer Kurpark in den Sinn. Die Zeit zurückdrehen mit Blick auf die Insel? Das erscheint mir eine gute Idee. Leider kann niemand die Zeit zurückdrehen, aber der Hocker vor der Uhr ist für mich ein guter Platz, um meinen Gedanken ein wenig nachzuhängen und Erinnerungen an die Insel-Zeit aufleben zu lassen. „Danke, Heiko, für die wunderschöne Zeit mit dir auf der Insel!“

 

Die Zeit steht still

Es dauert nicht lange, da kommt ein Herr vorbei und erzählt einem Ehepaar, wie er voller Erwartung gewesen sei, als er letzte Woche nur das Gestänge gesehen habe – ohne Uhr –, und wie enttäuschend dieses „Ding“ jetzt sei. Ich mische mich ein, erkläre ihm den Hintergrund, er nimmt Platz und lässt sich auf die Uhr ein. Das Ehepaar gesellt sich neugierig zu uns. Jetzt sitzen wir auf den vier Hockern und genießen die Zeitblase miteinander. Die Zeit steht still. Wir schauen in die Berge und unterhalten uns. Als wir aufstehen und die Zeiger der Uhr wieder ins „Hier und Jetzt“ springen, bedankt sich der Herr bei mir. „Vielen Dank, dass Sie mir das erklärt haben. Ich bin begeistert!“, sagt er strahlend.

Ein wenig später bleiben wieder Passanten stehen. „Na, so ganz stimmt die Uhr aber nicht!“, sagt ein Herr und schaut prüfend auf seine Armbanduhr. Klar, ich sitze ja schon wieder eine Weile. Wieder erkläre ich, warum das so ist, und wieder setzen sich die beiden neben mich auf die freien Hocker. Auch sie sind begeistert. Eine weitere Dame wusste von ihrem Sohn, der gestern die Vorstellung des Bauerntheaters im Rahmen des Kulturherbstes besucht hatte, dass das keine Bahnhofsuhr, sondern eine Installation ist. „Aber gefallen tut sie mir nicht“, sagt sie ablehnend. Auch sie setzt sich zu mir. Auf einmal lächelt sie und schwärmt: „Wenn wir jetzt alle zur Brecherspitze und zum Jägerkamp schauen, vergeht die Zeit langsamer. Das ist wunderbar!“ Jeder, der sich auf die Uhr einlässt, ist begeistert. Das mag ich.

 

Nimm Platz!

Die vier Hocker vor der Uhr mit Blick über den See in die Berge sind für mich besondere Plätze. Hast du Ähnliches an der Uhr im Schlierseer Kurpark erlebt? Gemeinsame Zeit mit Freunden, ein Gespräch mit Fremden? Ich freue mich, deine Geschichte zu hören. Schick mir einfach eine E-Mail an magazin@schliersee.de.

 

 

Ich hoffe, dass es mir gelingt, dir hier auch bald die Künstler vorstellen zu können!

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

[AKTION] Schliersee geht unter die Haut – und das meinen wir wörtlich

Du möchtest Deine Verbundenheit mit dem Schliersee auf eine ganz besondere Art zum Ausdruck bringen? Dann bist Du genau richtig hier – wir schenken Dir eine bleibende Erinnerung an unseren wunderschönen See!

JETZT BEWERBEN ➡ https://form.jotform.com/232591516024047

 

Was wird Dich erwarten?

Ein individuell gestaltetes Schliersee-Tattoo: Unser renommierter Tattoo-Künstler Dani wird gemeinsam mit Dir in seinem Tattoo Studio, „Writecore Tattoo Schliersee“ ein Kunstwerk für Dich schaffen, das die Schönheit des Schliersees einfängt. Dieses Tattoo wird nicht nur ein dauerhaftes Symbol für deine Verbundenheit mit unserem bezaubernden See sein, sondern auch ein ewiges Kunstwerk. Den letzten Stich des Schliersee-Tattoos wird unser Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer persönlich machen. Das Tattoo wird am Samstag, den 04.11.2023, gestochen.

Ein unvergessliches Wochenende (vom 03.11.2023-05.11.2023) für zwei Personen in Schliersee: Du und Deine Begleitung könnt ein Wochenende voller Erlebnisse in Schliersee genießen. Unsere Heimat hat so viel zu bieten, von malerischen Wanderungen bis hin zu entspannten Stunden am Seeufer. Wir übernehmen die Kosten für Eure Unterkunft inklusive Frühstück im Gasthof Terofal, damit du dieses Wochenende in vollen Zügen genießen kannst.

Ein entspannender Wellness-Aufenthalt für Dich und Deine Begleitung in der Saunawelt des Monte Mare in der Vitalwelt Schliersee am Anreisetag (Freitag, 03.11.2023)

 

Wie kannst du teilnehmen?

Der Bewerbungszeitraum beginnt am 01.10.2023 und endet am 20.10.2023 um 23:59 Uhr.
Die Teilnahme an unserer einmaligen Aktion ist einfach:

 

 

Bewirb Dich noch jetzt und lass uns gemeinsam eine bleibende Erinnerung an einen der schönsten Orte Deutschlands schaffen.

Wir freuen uns auf Dich!

 

Silke Sontheim

Ursprünglich aus Unterfranken ist sie seit 2015 mit Ihrem Mann und beiden Kindern am Schliersee verwurzelt. Nebenberuflich widmet sie sich dem Upcycling und schenkt vor allem ausgedienten Trachten unter dem Logo „UpArt Schliersee“ ein neues Dasein.

 

 

 

Der goldene Oktober in Schliersee: Kulturherbst 2022

Schlierseer Kulturherbst, 06. bis 30. Oktober 2022

Ich treffe mich mit Johannes Wegmann und Mathias Schrön am Schlierseer Heimatmuseum. Johannes winkt schon von Weitem mit den diesjährigen rotblauen Programmheften. Der Vorverkauf des Schlierseer Kulturherbstes hat bereits begonnen – und da verteilt Johannes unermüdlich die kleinen Heftchen, um möglichst viele Kunst- und Kulturinteressierte zu erreichen.

 

 

Online findest du den Schlierseer Kulturherbst unter https://www.kulturherbst-schliersee.de/.

Aber auch auf Facebook https://www.facebook.com/schlierseer.kulturherbst und Instagram https://www.instagram.com/schlierseer_kulturherbst/ ist das Festival der Vielfalt vertreten. Tickets erhältst du ab sofort in der Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt und online bei www.muenchenticket.de.

 

 

Das Kulturherbst-Gespräch 2022

Johannes Wegmann erzählt im Gespräch mit Kuramtsleiter Mathias Schrön von seinem neuen Projekt heuer, einer Kunstwanderung mit Manfred Mayerle (bildender Künstler) und Hubert Maier (Bildhauer). „Das ist eine Ausstellung auf Wanderschaft“, erklärt er. An den sechs Spielstätten stellen die beiden Künstler in Farbe und Stein aus. Immer donnerstags wird es die Gelegenheit geben, mit den Künstlern den Kunstpfad zu erleben. Treffpunkt ist jeweils um 17:00 Uhr in der Vitalwelt. Johannes Wegmann und Mathias Schrön unterhalten sich weiter über die verschiedenen Künstler, die beim diesjährigen Kulturherbst dabei sein werden. Außerdem stehen verschiedene Jubiläen an. Gerhard Polt, Timm Tzschaschel, das Bauerntheater und last but not least die Schwiegermutter von Johannes. „Da freue ich mich sehr, sie hat auch einen runden Geburtstag – und sie macht ja auch Volksmusiksendungen“, sagt er. Rund um die Jubilare ist einiges geplant. Auch wir im Schliersee Magazin werden über verschiedene Kulturherbst-Veranstaltungen berichten.

Ich habe für dich ein paar Ausschnitte aus dem Gespräch von Johannes Wegmann und Mathias Schrön zu einem Highlight-Video zusammengestellt.

 

 

Da das 25-minütige Gespräch für Kulturherbst-Interessierte einen tollen Überblick mit vielen Hintergrundinformationen bietet, kannst du das Video auch in voller Länge anschauen.

 

 

 

Tipp für alle Familien: 9. Oktober ab 10:00 Uhr: Kinderkulturherbst mit historischen Kinderspielen und Kasperls Spuikastl im Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Neuhaus

„An diesem Tag dürfen sich alle Familien auf eine Zeitreise in Sachen Kinderspiele freuen. Hast du schon einmal auf einer echten Holzkegelbahn gekegelt? Bist du schon einmal auf Stelzen gelaufen? Wer erinnert sich an einen Skibrettl-Lauf? Außerdem wird gebastelt und gemalt. Verschiedene Spielstationen können besucht werden. Auch Kasperls Spuikastl mit lustigen Theaterstücken ist vor Ort. Laufenten, Schweine, Katzen und Kühe begeistern die Kinder – und die Erwachsenen freuen sich auf einen Besuch im gemütlichen Biergarten!“

 

 

Wir freuen uns auf einen goldenen Oktober in Schliersee!

Danke an den Schlierseer Kulturherbst für die Bereitstellung der Fotos.

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Schlierseer Frischluftatelier | Malerin Stephanie Paula zu Besuch in Schliersee

Stephanie Paula ist Berufsmalerin und bevorzugt es – ganz nach den impressionistischen Vorbildern –, draußen in der Natur zu malen. Ich treffe sie am Bootsanleger der Schlierseeschifffahrt. Sofort gefällt mir, was ich sehe. Das Bild vermittelt mir genau das, was ich schon den ganzen Tag empfinde: Es ist ein herrlicher Frühlingstag. Die Farben sind gerade einfach besonders schön. Stephanie Paula ist heute von Neuburg an der Donau nach Schliersee gekommen, um zu malen. Eigentlich wollte sie spielende Kinder am Bach malen. Ein Motiv, das sie von einem vorangegangenen Besuch in Schliersee noch im Kopf hatte. „Heute spielen dort aber keine Kinder“, lacht sie. Kurzerhand hat sie sich dann für den Anleger samt Schiff und Bergblick entschieden. „Ich komme hier einfach gerne her, weil das Licht und die Farben hier am Schliersee besonders sind“, erzählt sie mir.

 

 

„Der Impressionismus ist eine Stilrichtung der Kunst des 19. Jahrhunderts, der sich durch stimmungsvolle Darstellung flüchtiger Momentaufnahmen auszeichnet. Das Revolutionäre am Impressionismus ist, dass die Künstler anfingen, ihre Wahrnehmung zu beobachten.“ 

Quelle: https://www.kunsthaus-artes.de/magazin-blog/was-ist-impressionismus

 

Sie malt in Öl und auf Leinwand. „Das Besondere ist wirklich, dass ich vom Leben male“, sagt sie. Für sie ist es wichtig, nach draußen zu gehen und die Atmosphäre richtig aufzunehmen. Sie erzählt mir, dass sie die Jungs der Fischerei Schliersee kennengelernt und heute Morgen bereits in der Fischerei beim „Fischzerlegen“ gemalt hat. Dass sie vom Leben malt, stimmt wohl. Morgen früh darf sie Lukas von der Fischerei bei seiner täglichen Bootstour auf dem Schliersee begleiten. Ihre Ölfarben selbstverständlich im Gepäck. Sie freut sich schon auf diese morgendliche Impression mit den Fischern. Stephanie zeigt mir ein Bild von zwei jungen Mädels, die auf einem Waldfest am Walchensee eine gelbe Kiste tragen. Der Begriff „flüchtige Momentaufnahme“ trifft die Bilder von Stephanie Paula für mich sehr gut. Die hellen und fröhlichen Farben geben ein gutes Gefühl beim Betrachten des Bildes. Für die Zukunft plant Stephanie Paula eine Ausstellung hier bei uns in Schliersee. Das wäre tatsächlich sehr schön.

„Danke dir, Stephanie, dass du dir Zeit genommen hast, mich ein wenig über deine Schultern schauen zu lassen!“

 

 

Stephanie Paula

https://www.stephanie-paula.de/

„Wenn ich Ihr Interesse für meine Kunst geweckt habe, Sie ein Porträt in Auftrag geben oder eine Einladung zu meiner nächsten Ausstellung erhalten möchten, dann können Sie mich gerne kontaktieren.“

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Georg Brinkies | Kunst aus Neuhaus auf dem Schlierseer Gartenzauber

Sicher kennst du die hölzernen Stehlen im Schlierseer Kurpark, oder? Dieses Kunstwerk, „Zwei unter einem Himmel“, hat der Neuhauser Bildhauer Georg Brinkies gemacht. Es ist seit 2018 Teil des Schlierseer Skulpturen-Parks im Schlierseer Kurpark.

 

 

 

Ein Besuch in der Freihand-Werkstatt für Kunst in Neuhaus

Ich bin heute wieder mit Reiner Pertl, Vorstand des Gartenbauvereins und Veranstalter des Schlierseer Gartenzaubers, unterwegs. Heute treffen wir uns im Josefstal in Neuhaus und besuchen den Holzbildhauer Georg Brinkies in seinem Atelier. Schon vor der Werkstatt stapeln sich kleine und große Holzstämme. „Vor einer Woche habe ich erst die letzte Lieferung Holz bekommen“, erzählt Georg Brinkies. Es ist spannend, das Atelier zu betreten und die vielen verschiedenen Kunstwerke und Hölzer zu betrachten. Bereits vor der Tür stehen kleine, aber auch große Skulpturen.

 

Verschiedene Exponate auf dem Schlierseer Gartenzauber 2022 | https://www.schlierseer-gartenzauber.de/

Der gelernte Bildhauer Georg Brinkies ist dieses Jahr beim Schlierseer Gartenzauber vom 26. bis 29. Mai mit dabei. Seinen Stand findest du auf dem Schlierseer Gartenzauber sofort, wenn du weißt, wo sein Kunstwerk im Schlierseer Kurpark „Zwei unter einem Himmel“ steht. Zu diesem bekannten Exponat gesellt sich während des Schlierseer Gartenzaubers noch das Stehlenpaar mit dem Namen „Das Paar“. Es ist bereits im vergangenen Jahr auf der Landesgartenschau in Ingolstadt zu betrachten gewesen. Jetzt kommt „Das Paar“ in den Schlierseer Kurpark. Zusätzlich stellt Georg Brinkies auf dem Gartenzauber auch Zeichnungen auf Alu-Dibondplatten aus, die im Freien stehen bleiben können. Selbstverständlich wird es viele Dinge geben, die du käuflich erwerben und in deinen Garten stellen kannst. Du solltest Georg Brinkies unbedingt an seinem Stand besuchen und ihn kennenlernen. Er hat viel über seine Exponate zu erzählen.

 

 

Künstler Georg Brinkies: Der ausgebildete Holzbildhauer wurde 1953 in München geboren und lebt und arbeitet heute im Josefstal in Neuhaus. Seine Ausbildung zum Holzbildhauer absolvierte er in Berchtesgaden. Danach schloss er das Studium zum Bildhauer an der Kunstakademie in München ab.

„Jeder vom Menschen geschaffene Raum ist plastisches Ereignis, jedes Haus ist eine begehbare Skulptur, jeder Garten, jeder Weg, jeder Tisch, jeder Stuhl ist menschliche Sprache, in deren Mitte zunächst die schöpferische Idee steht …“ Quelle: Aus dem Programm des Schlierseer Kulturherbstes 2018

 

 

FREIHAND

Werkstatt für Kunst

Georg Brinkies

Hachlbachstr. 9

83727 Schliersee

www.brinkies.com

 

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Es gibt noch Karten! Kulturherbst Schliersee 2021

Endlich thront das große rote K wieder auf dem Kirchbichl. Das Herbstlicht taucht Schliersee in wunderbare Farben, Nebel zieht auf und die Blätter fallen von den Bäumen.

Es ist wieder so weit: Der Herbstanfang kündigt den Schlierseer Kulturherbst an.

www.kulturherbst-schliersee.de

 

 

 

Vom 07. bis 30. Oktober 2021 dreht sich in Schliersee alles um Musik, Kunst und Kultur. Los geht es am 07. Oktober 2021 um 18:00 Uhr in der Vitalwelt Schliersee mit der offiziellen Eröffnung für geladene Gäste und der Eröffnung der Kunstausstellung von Nele von Mengershausen. Sie stellt ihr Kunstbuch „Hommage an den Wendelstein“ vor. Um 20:00 Uhr geht es weiter mit der Eröffnung der Fotoausstellung „Berg“ in der „Fuge“ des Heimatmuseums. Hier stellen Moritz Attenberger „Extremkletterer“, Florian Bachmeier „Gletscher“ und Cordula Flegel „Alpenflora“ aus. „Berge sind fester Bestandteil unserer Heimat, welche man selbstverständlich gerne ansieht und ihre Schönheit oft nicht mehr aktiv wahrnimmt“, sagt Landrat Olaf von Löwis im Grußwort des Kulturherbst-Flyers. Er als Schirmherr freut sich auf neue künstlerische Perspektiven der Berge.

„Es gibt noch zu fast allen Veranstaltungen Karten“, sagt Kuramtsleiter Mathias Schrön. Die Karten können online unter www.muenchenticket.de oder persönlich in der Gäste-Information Schliersee in der Vitalwelt bestellt werden.

# Programm Kulturherbst Schliersee #

7. Oktober | 18:00 Uhr: Eröffnung Kulturherbst und Kunstausstellung Nele von Mengershausen (Malerei, Grafik, Buchkunst) in der Vitalwelt (nur geladene Gäste)

 

7. Oktober | 20:00 Uhr: Eröffnung Fotoausstellung „BERG“ im Heimatmuseum

 

8. Oktober | 20:00 Uhr: Black Patti (American Blues and Roots Music)

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: Klassik-Eröffnungskonzert mit Timm Tzschaschel

 

  1. Oktober | 11:00 Uhr: Raffaello Converso und Franco Ponzo „Die vergessenen Lieder Neapels“

 

  1. Oktober | 18:00 Uhr: Florian Bachmeier Fotografie (H) (Eintritt frei)

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: „Klingender Weinberg“ mit der Schlierseer Blasmusik (Eintritt frei)

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: Franz Hohler „Spaziergang durch sein Lebenswerk“

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: Wiener Klezmer Kapelye

 

  1. Oktober | 11:00 Uhr: Gerhard Polt und Markus Ederer „Russland und der Westen“

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: Andreas Rebers „Ich helfe gern“

 

  1. Oktober | 18:00 Uhr: Cordula Flegel „Alpenflora“ Fotografie (Eintritt frei)

 

  1. Oktober | 19:30 Uhr: Johannes Berger mit Ensemble Concerto München in St. Sixtus

 

  1. Oktober | 11:00 Uhr: Südamerikanisches Gitarrenduo Philippe Loli & Leo Giannola

 

  1. Oktober | 10‒17:00 Uhr: Historische Kinderspiele im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

 

  1. Oktober | 18:00 Uhr: Moritz Attenberger „Extremkletterer“ Fotografie im Heimatmuseum

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: Volksmusikabend mit dem Kohlhauf-Ensemble und dem Lindmair Dreigsang

 

  1. Oktober | 20:00 Uhr: Jazz-Konzert Matthias Gmelin Quintett

 

 

Auch Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer freut sich auf ein gewohnt buntes Kulturprogramm in Schliersee. Er hebt den Auftritt der Schlierseer Blasmusik hervor: „Wir kommen in den Genuss der Blasmusik für ganz Schliersee!“

Tatsächlich wird die Schlierseer Blasmusik auf dem Weinberg spielen und die Musik über ganz Schliersee hallen.

 

Tipp: Donnerstag | 14. Oktober 2021 | 20:00 Uhr | Klingender Weinberg bis ins Tal | Schlierseer Blasmusik

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Der Schlierseer Skulpturengarten

Seit Oktober 2018 – seit dem 11. Kulturherbst – stehen im Kurpark am See Skulpturen von verschiedenen Künstlern und begeistern viele Gäste und Einheimische gleichermaßen mit ihrem abwechslungsreichen Ausdruck. Die Kunstwerke wirken jeden Tag und zu jeder Tageszeit unterschiedlich auf den Betrachter ‒ sei es bei Mairegen, herbstlicher Nebelstimmung, mit Schneehauben versehen, je nachdem, wie die Sonne steht, oder bei stürmischer Wolkenstimmung, die über den See hinwegzieht.

Alle aufgestellten Kunstwerke stammen von Bildhauern, die in den vergangenen Jahren während des Kulturherbstes Ausstellungen gezeigt haben. Die Skulpturen, die im Kurpark zu sehen sind, stammen von Tobel (Steinbildhauer), Georg Brinkies (Holzbildhauer), Otto Wesendonck (Bildhauerei in Bronze und Edelstahl) und Stefan von Reiswitz (Bronze).

 

 

Hier die Beschreibungen der Ausstellungen von 2018 und 2019:

TOBEL, 2 Steinskulpturen „Pirouette“ (Kalkstein, direkt am Seeufer) und „Eternity“ (Granit, im Gras)

Steinbildhauer

„Um Stille in meinen Skulpturen zu erzeugen, muss ich eine Menge Krach machen!“

Tonnenschwere, Millionen Jahre alte Steinblöcke – das ist die Welt des Bildhauers TOBEL. TOBELs Arbeiten unterscheiden sich grundlegend von der traditionellen und industriellen Steinbearbeitung. TOBEL gestaltet nicht die äußere Form, sondern bearbeitet die monolithischen Steine in ihrem Inneren. So schafft er materialentleerte, reduzierte Hohlräume, die gleichzeitig Positivform und Negativabdruck sind. TOBEL ist ein international preisgekrönter Künstler. Unter anderem hat er 2018 in Argentinien den großen Preis der Bildhauer-Biennale „Gran Ganador“ gewonnen. Seine Werke stehen in taiwanesischen Museen, chinesischen Städten oder koreanischen Gärten. Mittlerweile finden sich TOBELs Skulpturen in 25 Ländern dieser Erde.

Zu Hause in Valley veranstaltet TOBEL zusammen mit seiner Frau Christiane Ahlhelm seit 2013 internationale Bildhauer-Symposia. Das Gelände, die SKULPTUR-LICHTUNG, ist das ganze Jahr über zu besichtigen.

 

 

 

Georg Brinkies Holzskulptur „Zwei unter einem Himmel“

Bildhauer

„Jeder vom Menschen geschaffene Raum ist plastisches Ereignis, jedes Haus ist eine begehbare Skulptur, jeder Garten, jeder Weg, jeder Tisch, jeder Stuhl ist menschliche Sprache, in deren Mitte zunächst die schöpferische Idee steht …“

Der 1953 geborene Münchener Georg Brinkies lebt und arbeitet heute in Neuhaus. Nach seiner Ausbildung zum Holzbildhauer in Berchtesgaden entschloss er sich, an der Kunstakademie München bei Prof. Ladner ein Studium der Bildhauerei zu absolvieren. Brinkies ist Mitglied des BBK (Berufsverband Bildender Künstlerinnen und Künstler) München und Oberbayern. Neben seinen öffentlichen und privaten Aufträgen begann er 2003 mit seiner Ausstellungsarbeit.

 

 

 

Otto Wesendonck, Bildhauerei in Bronze und Stahl „Feuervogel im Spiegel von Helios“

Meine bildhauerische Arbeit entsteht aus meiner Leidenschaft zum lebensvollen Raum. Ich forme Abläufe und Entladungen von plastischen Energien und gieße und baue sie in rhythmischer Gestalt. Bronze und Edelstahl bilde ich so zu Trägern von Licht, Bewegung und Zeit aus dem Bedürfnis, der Zeit einen Leib, ein Maß, einen Körper zum Anfassen und Begreifen zu geben – anders als in der Musik, aber wohl aus ähnlichen Beweggründen.

 

 

 

Stefan von Reiswitz, Bronze „Esel“

Der Bildhauer Stefan von Reiswitz (1931‒2019) ist aufgewachsen in Ruhpolding und München mit Feriensitz in Neuhaus. Er lebte und wirkte seit Jahrzehnten in Málaga. Leider ist er in diesem Sommer verstorben.

Stefan von Reiswitz verband in seinen Arbeiten als Maler und Bildhauer den Schalk und das Fröhliche seiner bayerischen Heimat mit dem Schwermütig-Eleganten des spanischen Südens. Wenn er im Sommer aus seiner andalusischen Wahlheimat Málaga nach München kam, verbrachte er auch immer Zeit in Schliersee. Sein Verständnis von einem bildenden Künstler beschreibt von Reiswitz wie folgt: „Ein Maler muss dumm sein, sonst wäre er nicht Maler geworden, sagte mein Vater. Ich war da anderer Ansicht. Ein Maler kann fast alles. Er baut Wohnhäuser, errichtet Triumphbögen, zeichnet verantwortlich für Kirchen und Paläste. Selbst die Kuppel von Sankt Peter in Rom hat ein Maler entworfen.“

Rom führte Stefan zu Plastik. Als Ehrengast 1986 in die Villa Massimo eingeladen, begeisterten ihn die antiken Statuen bei seinem dortigen Aufenthalt. Es entstanden im Anschluss zahllose Arbeiten in Bronze. Die Stadt Málaga ließ ihn einen großen öffentlichen Park mit seinen Figuren gestalten. Namhafte Galerien u. a. in Salzburg, München, Madrid sowie Museen im In- und Ausland stellten ihn aus.

 

 

 

http://www.tobel.org/

http://brinkies.com/

http://www.wesendonck.de/

http://www.stefanvonreiswitz.com/

 

Mein Tipp: Einfach mal um die Skulpturen rumgehen, stehen bleiben und Details entdecken, die Perspektive ändern und die Licht- und Schattenspiele auf sich wirken lassen.

 

 

Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Back to the roots – Faszination Handwerk ist wieder „dahoam“

Christine Falken strahlt. Kein Wunder, denn im Oktober erfüllt sich für „d‘Nahterin“ aus Schliersee ein Herzenswunsch: Der Handwerkermarkt des Vereins „Faszination Handwerk“, dessen Vorsitz die Schneidermeisterin innehat, kehrt nach 16 Jahren Abstinenz an den Schliersee zurück. Nach dem ersten Handwerkermarkt an Lichtmess auf der Insel Wörth kurz nach der Gründung des Vereins, der sich der Förderung und Erhaltung althergebrachter Handwerkstechniken verschrieben hat, musste der Markt viele Jahre lang aus Platzgründen in andere Orte ausweichen. Insgesamt 32-mal veranstalteten Christine Falken und ihre Mitstreiter den Markt an alten bayerischen Feiertagen wie Lichtmess und Leonhardi.

 

 

Zwei Standorte und ein „kulinarischer Weg“

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Anlässlich der 100-jährigen Markterhebung der Gemeinde Schliersee hat der Verein mit der Unterstützung von Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ein neues, innovatives Konzept entwickelt. Statt lokal an einem Ort findet der Markt nun an zwei Standorten im Herzen von Schliersee statt. Rund 30 Handwerksbetriebe aus Bayern und Südtirol präsentieren ihre Kunstwerke und ihr Können im Saal des Schlierseer Heimatmuseums sowie in der Vitalwelt direkt am See. Als Verbindung dieser beiden Ausstellungsorte dient ein „kulinarischer Weg“ mit einem bunten Angebot an regionalen Spezialitäten.

Die Vielfalt der teilnehmenden Handwerksbetriebe ist immens: Vom Orientteppichrestaurator über einen Feintäschner bis zur Goldschmiedemeisterin und Porzellanmalerin sind Gewerke aus nahezu allen Bereichen vertreten. Eine Buchrestauratorin gewährt Einblick in ihre Tätigkeit, eine Handweberei und eine Modistin zeigen ihre Modelle und ihre Arbeitsweise. Die Besucher dürfen außerdem erleben, wie Lampenschirme hergestellt werden und Hinterglasbilder entstehen.

Das Besondere und Einzigartige

Christine Falken und ihre Vereinskollegen legten bei der Auswahl der Teilnehmer großen Wert auf Authentizität und das Besondere. „Wer bei uns ausstellen möchte, muss den Meistertitel seines Fachs in der Tasche haben“, bekräftigt die Schlierseer Nahterin.

Gin, Räucherfisch und Schokolade

Neu in diesem Jahr ist das Angebot an Ständen mit kulinarischen Schmankerln. Der TSV Schliersee ist hierbei ebenso vertreten wie die Neuhauser Genussschmelzerei Essendorfer, die Fischerei Schliersee, die Rafaels Kaffeerösterei, ein Nudelmacher, die Zahlersberg Distillers mit ihren Gin-Kreationen, Clement Chococult mit feinsten Schokoladenvariationen, der Schlierseer Bäcker Zanger, der Tölzer Kasladen sowie Mark Linke und sein Unternehmen „Bulli Events“.

 

 

Der Handwerkermarkt des Vereins „Faszination Handwerk“ findet von Freitag, 25. Oktober, bis Sonntag, 27. Oktober, statt. Geöffnet ist der Markt am Freitag von 12:00‒17:00 Uhr, am Samstag und Sonntag von 10:00‒17:00 Uhr. Der Eintritt beträgt pro Person 3 Euro, für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

 

Fotos: Thomas Plettenberg

 

 

Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!