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2. Teil vom Pistengeher zum Skitourengeher am Spitzingsee/Schliersee

2. Teil vom Pistengeher zum Skitourengeher am Spitzingsee/Schliersee im Taubenstein-Gebiet! Die zahlreichen Gipfel und Tourenvarianten machen das möglich!

Die Lifte am Taubenstein haben in der Saison 2015/16 den Winterbetrieb eingestellt und das Gebiet uneingeschränkt den Tourengehern überlassen. Dieses Angebot wird sehr gut angenommen. Der Parkplatz an der Taubensteinbahn ist immer gut gefüllt. Auch ohne Liftbetrieb, oder gerade deshalb? Über die ehemalige Skipiste geht es hinauf und am Ende wieder runter. Durch die Abfahrenden Tourengeher ist die Abfahrt fest eingefahren, allerdings mit Buckeln eine „wilde“ Piste. Nach dem ersten steilen Hang, der uns schon ein bisschen Technik abverlangt, trennen sich bereits das erste Mal die Wege. Oft sind in diesem Bereich Harscheisen sehr hilfreich.

→ Hier finden Sie Teil 1 für Einsteiger und Genießer (HIER KLICKEN)

Die Pistengeher bleiben am besten auf der ehemaligen Skipiste des Taubensteins. Diese Abfahrt ist auch nach ergiebigen Schneefällen meist schnell wieder eingefahren. Sie ist auch gleichzeitig die Abfahrt von zwei sehr gemütlichen Hütten. Das Taubensteinhaus, eine Alpenvereinshütte mit Übernachtungsmöglichkeit, oder direkt am Sattel in der Bergstation der Taubensteinbahn – das Taubensteingipfelstüberl.

Der Aufstieg bis dahin sind knapp 500 Höhenmeter. Wer also noch Kraft und Motivation hat, kann auf der südseitigen Abfahrt zur Oberen Maxlraineralm mal etwas üben, im freien Gelände zu fahren. Der Hang ist nicht so steil und meist nicht so zerfahren, ideal für erste Trainingseinheiten. Diesen Hang müsst Ihr dann natürlich auch wieder hochspuren. Wenn Ihr dort etwas Vertrauen gefasst habt, könnt Ihr auch bei der Talabfahrt, mal etwas weiter links oder rechts der Hauptspur, Abseitserfahrungen sammeln.

Dazu kann ich nur sagen – Üben, üben … Denn es ist so schön, seine eigene Spur in den frischen „Powder“ zuziehen.

Wenn Ihr Euch dabei sicher fühlt, steht einer „richtigen“ Skitour mit Abfahrt im freien Gelände fast nichts mehr entgegen.

 

BITTE! Wer den gesicherten Skiraum verlässt, sollte sich auf jeden Fall vorher über die Lawinensituation informieren und den Wetterbericht anschauen, seine LVS-Ausrüstung dabeihaben und eine Tourenplanung machen!

Lawinensituation – Wetter – Kondition aller Teilnehmer an der geplanten Tour

Den richtigen Umgang mit der LVS-Ausrüstung und was zu einer Tourenplanung gehört, lernt Ihr bei einem Lawinenkurs der zahlreichen Anbieter (z. B. Alpenverein, Bergschulen).

Das Lawinen-Camp Bayern bietet jedes Wochenende Kurse am Spitzingsee/Taubenstein an. Informiert Euch: http://www.lawinenkurse.de/konzepte/lvs-kurse/

Skitouren im Taubensteingebiet

Wenn Ihr nach dem ersten steilen Anstieg die „Piste“ verlasst und Richtung Schönfeldhütte weitergeht, habt Ihr einige Gipfel zur Auswahl: Jägerkamp, Benzingspitz, Tanzeck und Rauhkopf und nach einer Abfahrt weiter zur Aiplspitz. Ganz nach Tagesverfassung und Schneelage lassen sich auch einige Gipfel aneinanderreihen.

Eine der bekanntesten Touren in diesem Gebiet ist sicher die „Rotwand Reibn“ Die Einheimischen gehen diese Tour etwas anders als in den meisten Beschreibungen. Wir folgen vom Parkplatz der Taubensteinbahn der ehemaligen Piste bis zur Taubensteinbergstation. Bis dahin ist es eher noch eine Pistentour. Jetzt beginnt die „richtige“ Skitour. Meistens finden wir schon eine Aufstiegsspur zum Taubenstein, weiter über Lämpersberg und Kirchstein zum Rotwandhaus und natürlich zum Rotwandgipfel. Zeit für eine Pause und eine kleine Stärkung am Gipfel. Wem es dort zu windig ist, schnell die Felle runter, und nach ein paar Schwüngen seid Ihr am Rotwandhaus. Oder wer lieber seine eigene Brotzeit isst, dem empfehle ich, gleich noch weiter runterzufahren ‒ in die Senke zwischen Rotwandhaus und dem Aufstieg zur Auerspitz. Dort ist es schön windgeschützt. Mit neuer Energie seid Ihr auch gleich oben am Gipfel der Auerspitz. Jetzt kommt meine Lieblingsabfahrt auf der Tour. Der Hang vorbei an den Ruchenköpfen ist nordseitig und nicht so steil und breit genug. Heißt: guter Schnee und Platz für schöne Schwünge im Powder! Meistens! An oder besser etwas oberhalb der Großtiefentalalmen ziehen wir die Felle wieder auf. Aufstieg zum Miesingsattel. Wer jetzt noch Kraft und Zeit hat, kann den Hochmiesing noch besteigen. Vom Sattel geht es wieder runter. An den Kleintiefentalalmen vorbei und zum letzten Mal wieder rauf zum Taubensteinhaus. Da habt Ihr Euch dann eine Stärkung wirklich verdient. Hmm, Spinatknödel und ein Weißbier und hinterher noch ein Stück von Toms Kuchen.

Das letzte Stück leicht bergauf bis zum Sattel an der Taubensteinbahn schafft Ihr dann auch noch ganz leicht. Jetzt geht es die alte Piste, die wir morgens rauf kamen, wieder runter bis zum Ausgangspunkt ‒ der Taubensteinbahn. Eine schöne, aber lange Tour. Bitte früh starten! Die Tour hat ca. 1.200 Höhenmeter, und Ihr solltet mit 4 bis 4 ½ Stunden reiner Gehzeit rechnen.

 

 

Einkehr- und Übernachtungsmöglichkeit:

Schönfeldalm/DAV-Hütte: Der Kaiserschmarrn ist sensationell gut, wird immer frisch gemacht, das Warten lohnt sich. Auch die herzhaften Gerichte sind super abgeschmeckt! – Gruß an die Küche auf diesem Weg. Übernachtungsmöglichkeit: insgesamt 36 Betten in verschiedenen Zimmern aufgeteilt; weitere Infos und Reservierung: https://www.davplus.de/schoenfeldhuette

Das Taubensteinhaus/DAV-Hütte: Seit letztem Sommer ist ein neues Team auf der Hütte. Martina mit ihrem Mann Tom und Sohn Dennis erwarten Euch freudig. Übernachtungsmöglichkeit: 2 Mehrbettzimmer und 2 Bettenlager für gesamt knapp 50 Personen; weitere Informationen und Reservierung: http://www.taubensteinhaus.de/

Taubensteingipfelstüberl: der schönste Wintergarten, mit der besten Aussicht, die ich kenne. Wenn das Gebäude der Bergstation auch den geschmackvollen Scharm der 70er ausstrahlt, kann ich den Wintergarten wärmstens empfehlen ‒ bei sonnigem Wetter ein toller Platz, um das Bergpanorama zu genießen

Rotwandhaus/DAV-Hütte: ideale Rast auf der „Rotwand Reibm“ oder auch mal ein schönes Ziel für einen Rodl-Ausflug. Kulinarisch werdet Ihr mit bayerisch-tirolerischer Küche verwöhnt. Übernachtungsmöglichkeit; weitere Infos und Reservierungen: http://www.rotwandhaus.de/rotwandhaus/startseite/

Obere Maxlraineralm: Fr.–So. geöffnet, liegt die Hütte südseitig am Fuße des Taubsteingipfelfelsens. Bei klarer Sicht habt Ihr von der Terrasse aus einen ganz tollen Blick bis zum Alpenhauptkamm. Die Hütte wird oft für Feiern gebucht. Ob Geburtstag, Hochzeit, Firmen-Event ‒ informiert Euch einfach unter: http://obere-maxlraineralm.de/

 

Verleih:

Ingo‘s Skiverleih im Ort, direkt neben der Kirche, ist Dynafit Test Center: www.skiverleih-spitzingsee.de

 

 

BergMadl Julia Zilken BergMadl Julia Zilken

Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin, Verkaufstrainerin Sporttextil und -Hardware, aus Schliersee. Ich liebe die Berge! Bei meinen Touren die Faszination Berg mit allen Sinnen erleben! Freude mit anderen Menschen teilen. www.bergmadl-schliersee.de

 

 

 

Märchenhochzeit am Schliersee

Drum prüfe, wer sich ewig bindet, ob sich‘s Herz zum Herzen findet“, heißt es in einem Zitat von Friedrich Schiller. Der Schliersee und seine Umgebung eignen sich hervorragend dazu, den schönsten Tag im Leben zu feiern und mit allen Sinnen zu genießen.

Standesamtliche Hochzeit

Alfred_Schmidt_hochzeitsfotograf-schliersee-072In der Gemeinde Schliersee gibt es zwei „gewidmete“ Orte, an denen heiratswillige Paare vor dem Bürgermeister oder den Standesbeamten den Bund fürs Leben schließen können. Der historische Saal im Rathaus, erbaut im 15. Jahrhundert, bietet Platz für rund dreißig Personen. Wer lieber unter freiem Himmel vor der Kulisse des tiefblauen Sees und den ihn umgebenden Bergen Ja sagen möchte, ist herzlich zu einer Zeremonie im Rosenpavillon im Kurpark eingeladen. In punkto Heiraten kennen die Schlierseer sich aus: „Wir haben rund 200 Hochzeiten pro Jahr“, erzählt Standesbeamtin Christine Neundlinger. Eine frühzeitige Anmeldung im Rathaus Schliersee ist deshalb unbedingt erforderlich.

Kirchliche Trauung

Alfred_Schmidt_hochzeitsfotograf-2015-172Für viele Verlobte ist die Hochzeit fest mit dem kirchlichen Segen verbunden. Die beliebteste Schlierseer „Hochzeitskirche“ ist zweifelsohne St. Sixtus im Ortskern. 1740 von Johann Baptist Zimmermann fertiggestellt, wartet sie mit bayerisch-barocker Pracht auf und hat Platz für große Hochzeitsgesellschaften. Wer es individueller bevorzugt, sollte der Weinbergkapelle einen Besuch abstatten. Seit dem 14. Jahrhundert thront sie auf dem gleichnamigen Hügel hoch über dem Schliersee und bietet ein atemberaubendes Panorama. Brautpaare, die hier um Gottes Segen bitten, werden vom Patron des Kirchleins, dem heiligen St. Georg, gut behütet. Weitere Auskünfte zur katholischen oder evangelischen Hochzeit erteilen die katholischen Pfarrämter St. Sixtus in Schliersee und St. Josef im Ortsteil Neuhaus sowie die evangelisch-lutherische Kirchengemeinde Neuhaus.

Hochzeitskutsche

Welches Brautpaar träumt nicht davon, den schönsten Tag im Leben mit einer Fahrt in einer prächtigen Hochzeitskutsche zu beginnen. Bei Peter Sprenger in Schliersee wird dieser Traum Wirklichkeit. Pferdekutschen und Pferdeschlitten stehen in der Remise für zweispännige Ausfahrten bereit. Die Preise richten sich nach Aufwand und Dauer der Kutschfahrt.

Hochzeitsgwand

Alfred_Schmidt_hochzeitsfotograf-schliersee-118Heiraten in Weiß geht auch in der Tracht. Und in Schliersee besonders gut! Zahlreiche Schneiderinnen rund um den See fertigen Brautdirndl nach Maß und den Wünschen ihrer Kundinnen an. „Ich freue mich sehr, wenn ich den Auftrag für ein Brautdirndl erhalte“, sagt Stephanie von Oelhafen aus Schliersee. Seit 1992 betreibt die geprüfte Trachtenschneiderin ihre Werkstatt in der Gemeinde. Bei ihren Kreationen richtet sie sich nach den Wünschen ihrer Kundinnen. Aber: „Es gibt einfach ein paar Details, die auch beim Brautdirndl stimmen sollten.“ Ein „Disney-Dirndl“ kommt bei Stephanie von Oelhafen nicht über die Ladentheke. Für die Anfertigung sollte man mindestens ein Dreivierteljahr einplanen. Und der Preis? „Ein einfaches Dirndlgwand fängt bei rund 600 Euro zuzüglich Material an.“

Der Ring als Symbol der Zusammengehörigkeit

Wer eine lebenslange Bindung mit einem anderen Menschen eingeht, möchte das meist auch durch ein Symbol der Zusammengehörigkeit ausdrücken. Deshalb gibt es Eheringe. Die gehören beim Heiraten einfach dazu. Bei den Ringen gilt: Erlaubt ist, was gefällt. Ob schlichte goldene Eheringe oder moderne Silber- oder Platinringe ‒ die Bedeutung steht im Vordergrund. In der „kleinen Goldschmiede“ von Elisabeth Lindner-Grimm werden Trauringe individuell gefertigt und auf Wunsch graviert.

Hochzeitsfotos

Perfekte Fotos von der eigenen Hochzeit sind schöne Erinnerungen. Deshalb sollte man das Fotografieren einem Profi überlassen. Der Schlierseer Fotograf Alfred Schmidt bannt seit 17 Jahren unvergessliche Momente auf Zelluloid und kennt fast jedes romantische Motiv am Schliersee. Sein Honorar richtet sich nach den Vorstellungen und Wünschen des Brautpaars.

Feiern mit Stil

Alfred_Schmidt_hochzeitsfotograf-schliersee-138Besonders wichtig für eine gelungene Hochzeit ist die Feier nach der Trauung.
Ob im großen oder kleinen Rahmen ‒ am Schliersee gibt es unzählige Lokalitäten für Festlichkeiten. Ein ganz besonderes Highlight ist die Insel Wörth. Nur per Schiff zu erreichen, bietet sie ein unvergleichliches Ambiente. Wetterunabhängig stehen in der Inselgaststätte verschiedene Räume für Veranstaltungen zur Verfügung. Bei schönem Wetter lädt die Sonnenterrasse zum entspannten Feiern ein. Sogar freie Trauungen, also Zeremonien, die von einem Redner unabhängig von Konfession und Nationalität des Brautpaars abgehalten werden, können dort durchgeführt werden. Ein spezielles Hochzeitsangebot ist dort schon für 159 Euro pro Person mit vielen Inklusivleistungen zu buchen. Und damit das Brautpaar nach dem Feiern die Hochzeitsnacht ungestört genießen kann, gibt es sogar ein eigenes Hochzeitszimmer mit persönlichem Service.

Rustikaler, aber nicht minder romantisch lässt sich eine Hochzeitsfeier im Markus Wasmeier Freilichtmuseum im Schlierseer Ortsteil Neuhaus ausrichten. Das historische Wirtshaus „Zum Wofen“ verfügt über entsprechende Räumlichkeiten im ersten Stock. Aber auch der renommierte Gasthof Terofal mit dem angrenzenden Theatersaal begrüßt gerne Hochzeitsgesellschaften. Mondäner geht es im Hotel „Schlierseer Hof“ zu. Dort lockt vor allem die direkte Seelage. Und wer zum Feiern hoch hinaus möchte, fährt am besten zum Spitzingsee. Im Arabella Alpenhotel kann man nach der anstrengenden Hochzeit gleich die Flitterwochen verbringen.

Wie auch immer der schönste Tag im Leben aussehen soll – am Schliersee zu heiraten, ist mit Sicherheit ein märchenhaftes Erlebnis!

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Schlierseer Dirndlschneiderinnen, die Brautdirndl anfertigen:

D‘Nahterin Christine Falken, Miesbacherstr. 18a, Tel.: 08026/4468
Gwand und Tracht Anna Mühlhuber, Pürstling 2, Tel.: 0176/41164577
Trachtenausstatter Annamirl Raab, Rathausstr. 12a, Tel.: 08026/9279727
Von Oelhafen Stephanie, Ortererstr. 18, Tel.: 08026/6926

Juwelier:

Die kleine Goldschmiede, Elisabeth Lindner Grimm, Tel.: 08026-924611

Katholisches und evangelisches Pfarramt:

www.pv-schliersee.de
www.neuhaus-schliersee-evangelisch.de
Standesamt Schliersee, Tel.: 08026-6009-18

Hochzeitsfotos:

Hochzeitsfotograf Alfred Schmidt, www.hochzeitsfotograf-schliersee.de

Ausgewählte Locations für die Hochzeitsfeier

Markus Wasmeier Freilichtmuseum, www.wasmeier.de
Insel Wörth im Schliersee, www.dieinselimschliersee.de
Arabella Alpenhotel am Spitzingsee, www.arabella-alpenhotel.com
Hotel Schlierseer Hof, www.schlierseerhof.de
Hotel Terofal www.hotelterofal.de

Hochzeitskutsche:

Peter Sprenger, kutschfahrten.schliersee.de

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!