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Die Fischerlisl vom Schliersee: Nicht nur für ihre Zeit eine ganz besondere Frau

Ich treffe Autorin Ulrike Tress im Gasthof Terofal. Sie hat diesen Sommer das Buch „Die Fischerlisl vom Schliersee – Ikone des Mythos Bayern“ herausgebracht. Dass wir uns im Gasthof Terofal treffen, ist kein Zufall. Denn weit bevor Xaver Terofal 1891 das Haus kaufte, war die Besitzerin der Tafernwirtschaft „Neuwirt“ (das heutige „Terofal“) die berühmte Fischerlisl vom Schliersee.

 

 

Bereits vor zehn Jahren hat die Volkskundlerin und Naturwissenschaftlerin Ulrike Tress die Fischerlisl als Thema für ihr Buch entdeckt. Damals lebte sie in Schliersee, hatte einen kleinen Laden und engagierte sich im Schlierseer Heimatmuseum. „Ich musste über die Fischerlisl vom Schliersee ein Buch schreiben“, erzählt sie. Nach langer Recherche war die Quellenlage so gut und diese Frau so besonders und ungewöhnlich, dass sie unbedingt ein Buch herausbringen wollte.

 

 

Eine beeindruckende Gstanzlsängerin

Die Fischerlisl vom Schliersee, Elisabeth Elgraser, lebte von 1790 bis 1865. „Sie war eine besondere charismatische Sängerin“, erzählt Ulrike Tress. Die Fischerlisl versprühte nicht nur derartig ihren Esprit, dass die Männer in Scharen nach Schliersee kamen, sie verkörperte auch das Ideal der „Schönen vom Oberland“. Dieses Ideal findet man bereits im 18. Jahrhundert bei Gelehrten und Reiseliteraten. „Und die Maler entdeckten mit ihr, der Fischerlisl, die perfekte Personifikation.“ Sie wurde über die Grenzen Bayerns hinaus bekannt, sie heiratete, führte ein Wirtshaus und die Maler schenkten ihr ein besonderes Wirtshausschild, das jetzt im Heimatmuseum Schliersee ausgestellt ist. Das Wirtshaus hieß: Zur Fischerlisl – „Ala Donna del Lago“. 1817 entdeckte sie der bayerische König Max Joseph und dann wollten alle die Fischerlisl und ihre Lebensfreude und Gstanzl erleben. Es waren neun Reiseschriftsteller, die sie in ihren Büchern beschrieben. Und es gibt mehrere Porträts der Fischerlisl von hochkarätigen Malern. In der Zeit des Biedermeiers war es für eine Frau nicht so einfach, ein selbstständiges und unabhängiges Leben als Künstlerin zu führen. „Aber durch ihr Charisma und ihre Wohlhabenheit blieb sie eine unabhängige, freie und starke Frau“, schwärmt Ulrike Tress.

 

 

Das Buch ist im Eigenverlag erschienen und in der Bücheroase Schliersee erhältlich.

Mehr Infos unter https://ulriketress.de/

 

 

Bücheroase Schliersee

 

Mo. Ruhetag

Di., Do. und Fr. 9:00‒18.00 Uhr

 

Onlineshop: Bücheroase Schliersee, Schliersee bei genialokal – Buchhandlung

Lautererstraße 10

83727 Schliersee

Tel.: 08026/6904

www.buecheroase-schliersee.de

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

NEU! Das Schlierseer Bücherregal in der Vitalwelt Schliersee

Das Schlierseer Bücherregal wurde auf der Empore in der Vitalwelt Schliersee installiert. Ab sofort können dort Bücher gelesen, mitgenommen, abgegeben oder getauscht werden.

 

 

 

Eine nachhaltige Idee

Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer freut sich über die Kooperation mit dem Lions Club Miesbach-Holzkirchen. Die Idee für das Schlierseer Bücherregal kam von Christoph Seidenfus. „Wir haben diese sehr schöne Empore in der Vitalwelt – für Ausstellungen beispielsweise“, sagt Christoph. Für ihn der optimale Platz für ein Büchertauschregal. Bereists gelesene Bücher sollen nicht mehr achtlos beiseitegelegt werden, sondern hier im öffentlichen Bücherregal einen neuen Leser finden. Der Lions Club Miesbach-Holzkirchen veranstaltet regelmäßig Büchermärkte und ist so der perfekte Partner für ein Büchertauschregal. https://www.lc-mb-hk.de/activitys/lions-b%C3%BCcherm%C3%A4rkte/

 

Spannende Bücher in hochwertigen Regalen

Der Gemeinde Schliersee gefiel die Idee, und sie beauftragte ihren Gemeinde-Schreiner Thomas Löw. „Wie Sie sehen, hat er das genauso gemacht, wie es in der Vitalwelt sein sollte. Sehr hochwertig, sehr edel und sehr fein!“, lobt Franz Schnitzenbaumer. Die Regale passen zum „Look und Feel“ der Schlierseer Vitalwelt und können auch bei Bedarf noch mal erweitert werden. „Zuerst wollen wir aber schauen, wie es angenommen wird“, sagt Kuramtsleiter Mathias Schrön. Gepflegt wird die neue „Bücherecke“ vom Lions Club Miesbach-Holzkirchen. Das ist wichtig für Franz Schnitzenbaumer. „Es bringt nichts, etwas einzuführen und sich dann nicht mehr zu kümmern“, sagt er. Christoph Seidenfus ist stolz darauf, schon bei der Erstbestückung Bücher für verschiedene Lesergruppen anbieten zu können. „Wir haben eine Menge Angebote für Kinder und Erwachsene“, sagt er.

 

„Es ist ein Büchertauschregal. Wenn Sie also ein Buch mitnehmen, das Sie gerne lesen möchten – nur zu! Und wir freuen uns, wenn Sie an uns denken und das, was sie selbst an Aktuellem zu Hause auf dem Nachtkastl oder im Kinderzimmer haben, mitbringen und ins Regal stellen. Sie sorgen so dafür, dass viele Menschen Freude am Lesen haben.“ So steht es auf dem Bücherregal.

 

 

Schöner Gedanke: Sie sind in Schliersee zu Besuch und nehmen sich ein Buch mit. Zu Hause denken Sie während des Lesens immer wieder an Schliersee. Sie kommen daraufhin erneut zu uns und bringen das Buch oder vielleicht auch ein anderes Buch wieder mit. Das klingt nach einem guten Kreislauf.

 

 

Bis bald in Schliersee!

Vitalwelt Schliersee

Perfallstr. 4

83727 Schliersee

 

Gäste-Information Schliersee

Tel.: 08026/6065-0

E-Mail: tourismus@schliersee.de

www.schliersee.de

 

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

„Talgeschichte(n)“ – ein Heimatbuch von Andreas Estner

Ich kann das Buch „Talgeschichte(n)“ sehr empfehlen. Die vielen Erzählungen im Buch lassen die Geschichte des Oberen Leitzachtals lebendig werden. Zahlreiche Fotos machen die damalige Zeit bildlich greifbar.

Perfekt für einen Schneetag auf dem Sofa: Mach dich auf die Reise in die Vergangenheit unserer Heimat.

Rundfunkjournalist Andreas Estner, bekannt von „BR Heimat“, kommt aus Fischbachau. Aber auch in Schliersee ist er kein Unbekannter. Erst im Oktober habe ich ihn auf der Bühne im Bauerntheater erlebt. Beim Kulturherbst-Abschluss mit dem Lindmair Dreigesang und dem Kohlhauf-Ensemble führte Andreas Estner mit seinen Geschichten über unsere Heimat unterhaltsam durch den Abend. Jetzt hat er ein dickes Heimatbuch herausgebracht. Entstanden ist das Buch „Talgeschichte(n)“ über die Kultur, die Historie und die Lebensart im Oberen Leitzachtal. Vor Weihnachten habe ich mich im Rahmen des Schlierseer Adventskalenders mit Andreas Estner vor dem Heimatmuseum in Schliersee getroffen und er hat mir von seinem neuen Buch erzählt.

 

 

Wichtig ist es ihm, Bewusstsein für unsere schöne Heimat zu schaffen. „Denn nur was man kennt, liebt man. Nur was man liebt, schützt man!“, sagt er. Das Buch handelt hauptsächlich vom Oberen Leitzachtal, aber auch ein paar Geschichten von Schliersee und Spitzingsee wirst du finden. Andreas Estner erzählt vom Telefonkabel auf die Rotwand, über die Erweiterung der Bahnstrecke von Schliersee nach Bayrischzell und sogar vom Besuch des Königs in der Valepp.

In „Talgeschichte(n)“ tauchst du in die Vergangenheit des Oberen Leitzachtals ein. Es zeigt die ältesten Bauernhäuser und Almhütten, die früheren Arbeits- und Lebenswelten von Holzknechten, Bergbauern und Dienstboten, die Kunstwerke von Möbel- und Lüftlmalern, aber auch seltene und vergessene Bräuche. Das Buch hat 552 Seiten und ist mit vielen historischen Bildern illustriert.
Erhältlich ist das Buch „Talgeschichte(n)“ auch in der Bücheroase Schliersee.

 

 

Bücheroase Schliersee

Lautererstr. 10

83727 Schliersee

Tel.: 08026/6904

E-Mail: info@buecheroase-schliersee.de

 

Öffnungszeiten

Mo. Ruhetag

Di., Do. und Fr. 9:00–13.00 und 14:00–18:00 Uhr

Mi. und Sa. von 9:00–13:00 Uhr

(Stand: 22.01.2022)

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schliersee vor 100 Jahren: „Holztod“ ‒ ein Roman über den Föhnsturm am Spitzingsee

Holztod ist kein Sachbuch, ich wollte einen historischen Roman schreiben, angelehnt an die reale Geschichte von Schliersee“, erzählt Peter Augustin aus dem Landkreis Ebersberg. Er hat als Kriminalhauptkommissar gearbeitet. Nach seiner Pensionierung inspirierte ihn eine Wanderung auf dem Bockerlbahnweg dazu, einen Roman über das Leben der Schlierseer nach dem Föhnsturm 1919 und die Bockerlbahn zu schreiben. Zahlreiche Schautafeln entlang der ehemaligen zwölf Kilometer langen Bahntrasse von Neuhaus über den Spitzingsattel bis hinter zur Waitzinger Alm geben mit Geschichten und Fotos einen Eindruck über den Bau der Bockerlbahn und die harte Arbeit, die damit verbunden war.

 

 

Eine Meisterleistung

Vor 100 Jahren fegte im Januar ein Föhnsturm über das Spitzingseegebiet und riss sehr viele Bäume nieder. Bereits im Februar, nur sechs Wochen nach dem Jahrhundertsturm, lag ein Plan für den Bau einer Schmalspurbahn vor. Der Bau der Bockerlbahn war damals eine technische Meisterleistung. Mit dem Föhnsturm hatte sich das Leben in Schliersee schlagartig geändert. 4.000 Menschen kamen in den Ort, um das Holz möglichst schnell vom Spitzingsee herunterzuholen, damit es nicht vom Borkenkäfer befallen wurde. Mehr als 300.000 Holzstämme wurden mit der Bockerlbahn ins Tal befördert.

 

Schurken und Halunken

Ausgangspunkt ist für Peter Augustin die reale Geschichte von Schliersee. Aber er schreibt nicht nur über Tatsachen und Fakten, sondern erzählt vielmehr mit liebevollen Details Geschichten über das Leben der Menschen in der damaligen Zeit. „Damals waren auch etliche kriminelle Halunken unterwegs“, lacht er. „Das Interessante für mich war, einen Protagonisten nach dem anderen zu entwickeln“, erzählt mir Peter Augustin.

Mit dem Buch „Holztod“ kann man eintauchen in die Zeit nach dem großen Sturm, der in Schliersee alles veränderte.

Ergänzt wird das Ganze mit einem Auszug aus dem Buch „Neuhauser Bockerlbahn“ von Gerald Wehrmann, der sich rein auf Fakten über die Bockerlbahn bezieht. Die vielen schönen historischen Fotos gestalten den Roman noch anschaulicher.

„Selbstvergessen saßen sie nach der erschütternden Nachricht still vor ihren Bierkrügen. Allerdings begannen sich alsbald aufgeregte Diskussionen zu entwickeln. Alles drehte sich um die wütende Naturgewalt, um das tote Holz und den genauso toten Mann zwischen den zerschmetterten Bäumen. Die dralle Traudl, beliebte Stammkellnerin seit Jahren, musste noch einige Halbe und Schnäpse mehr auftragen als sonst zu der Zeit. Die Männer zündeten neue Zigarren an und Pfeifen wurden mit frischem Tabak gefüllt. Die Luft in der Gaststube war bald von dichten Rauchschwaden schwanger. Vom Qualm wie mit Watte umhüllt, verloren die Lampen beträchtlich an ihrer Leuchtkraft. Im Moment dachte keiner ans Heimgehen, zu schwer hatte die Nachricht vom Holztod, dem unbekannten Mann ihre eigene, gleichwohl auch die dörfliche Ruhe aus dem Gleichgewicht gebracht. Ungeachtet aller Biermüdigkeit fiel es den Dörflern nach später Heimkehr schwer ruhigen Schlaf zu finden. Mancher lag lange wach, wälzte sich im Bett herum, hatte unruhige und dunkle Träume.“ („Holztod“ von Peter Augustin)

 

 

Tipp: Begib dich selbst auf die Spuren der Bockerlbahn und wandere vom Bahnhof in Neuhaus bis zur Waitzinger Alm. https://www.tegernsee-schliersee.de/a-bockerlbahnweg Reise nach Möglichkeit mit öffentlichen Verkehrsmitteln an. Wenn du mit dem Auto kommst, kannst du am Neuhauser Bahnhof parken.

 

Das Buch ist im Bauer Verlag erschienen, in der Gäste-Information Schliersee und überall im Handel erhältlich.

https://www.verlag-bauer.de/index.php?pg=oberbayerisches_seenland.php&artid=327&todo=show_details

 

Reinblättern? https://www.verlag-bauer.de/flippingbook/holztod/files/assets/basic-html/index.html#52

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

„DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“

Die Schlierseerin Susanne Ehlert hat einen spirituellen Roman geschrieben

Alles begann in einer kleinen Hütte oberhalb des Schliersees. In einer Frühlingsnacht im Jahr 2011 hatte Susanne Ehlert dort einen Traum. Ein Traum, der so packend und kraftvoll, aufwühlend und wegweisend war, dass er die Schlierseerin nie wieder losließ. Heute hat Susanne Ehlert diese gedankliche Vision zu einem Buch verarbeitet: Der spirituelle Roman „DANACH“ ist im Eigenverlag erschienen – und beschreibt eine Gedankenreise in eine neue Zeit.

 

 

Überlebende und Suchende in einer neuen Zeit

 

Die Handlung in Susanne Ehlerts Roman beginnt in Schliersee und spielt in der nahen Zukunft. Diese entfaltet sich mit einem großen Knall. Denn „DANACH“ heißt: nach dem Meteoriteneinschlag. Dieser hat die Erde, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt, zu Überflutungen und Naturkatastrophen geführt. In diesem apokalyptischen Setting folgt der Roman der Studentin Surya ‒ Überlebende und Suchende in einer neuen Zeit. „Die Hauptfigur stelle ich mir als meine Urenkelin vor“, sagt Susanne Ehlert. „Sie lebt in Karlsruhe und macht sich mit ihren Kommilitonen Gedanken: Wie wollen wir leben? Wie soll es bei uns ausschauen?“

 

 

Den Blick nach innen richten

Und genau das ist das eigentliche Thema von „DANACH“. Susanne Ehlert beschreibt einen „grundlegenden Bewusstseinswandel“ – geleitet von Fragen wie: Was sind die Werte, auf denen eine ideale Gesellschaft basiert? Was wäre, wenn wir unsere Zukunft selbst erschaffen könnten? „Apokalypse kommt vom griechischen Wort ‚Entschleierung‘, ‚Enthüllung‘. In meinem Roman wird den Menschen enthüllt, wie sie wirklich sind“, sagt Susanne Ehlert. „Surya und meine anderen Protagonisten dürfen ihren Blick nach innen richten, sie bekommen die Möglichkeit, ihr Herz zu öffnen – für die anderen, für die Liebe.“

 

Neues Zeitalter vs. Menschen von früher

Alte Strukturen sind zusammengebrochen. Surya und ihre Freunde beginnen, eine Gesellschaft zu gründen, die auf inneren Werten basiert sowie dem Grundsatz der praktischen Ethik: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Dabei stoßen sie auf Widerstand: Denn in einem Bunker hat eine Handvoll Menschen die Apokalypse überlebt – ohne den gedanklichen Sprung in die neue Zeit zu vollziehen.

 

Studenten mit paranormalen Fähigkeiten

„Diese Leute kämpfen in der Wildnis ums Überleben und schrecken nicht davor zurück, Menschen zu ermorden“, sagt Susanne Ehlert. Altes und neues Bewusstsein ringen um die Vorherrschaft. Da fügt es sich gut, dass Surya und ihre Kommilitonen keine gewöhnlichen Studenten sind, sondern über paranormale Fähigkeiten verfügen: So kann Protagonistin Surya Dinge dematerialisieren und im Nichts verschwinden lassen. Oder mittels Telekinese die Schwerkraft aufheben.

 

Schlüsselszenen an realen Schauplätzen

Susanne Ehlerts Roman ist ein interessantes Gedankenexperiment, ein Zukunftsentwurf – der besonders Menschen mit einem Interesse für Spiritualität und Esoterik in seinen Bann ziehen dürfte. Und auch Ortskundige dürften das Buch aufmerksam lesen: „Wer sich in der Schlierseer Gegend auskennt, findet Parallelen zu den Schauplätzen im Buch“, sagt Susanne Ehlert. So spielen einige Schlüsselszenen des Romans auf dem Wendelstein oder an der Wallfahrtskapelle Maria Birkenstein.

 

Der Schliersee und die Natur seien auch eine ihrer wichtigsten Inspirationsquellen beim Schreiben gewesen, sagt Susanne Ehlert: „Der See hat etwas Spiegelhaftes. Das hilft mir, mich in einen Zustand erweiterten Bewusstseins zu versetzen. Gleichzeitig geben mir die Berge Geborgenheit und schirmen mich von den Geschehnissen in der Großstadt ab.“

 

Von der Vorstellung zur Wirklichkeit

Ein idealer Ort also, sagt Susanne Ehlert, um sich der Selbsterforschung und Meditation zu widmen. Die studierte Bauingenieurin, die lange Jahre für verschiedene Bauträger arbeitete, begegnete schon mit 19 Jahren einem indischen Guru – die Initialzündung für ihre spirituelle Reise. Sie begann zu meditieren, ernährte sich vegetarisch und lebte sogar eine Weile in einem Ashram in Dortmund.

Bis heute, sagt Susanne Ehlert, empfange sie immer wieder Visionen, die „eine Alternative aufzeigen zu einer rein an technologischem Fortschritt ausgerichteten Welt“. Ihre wichtigste Botschaft sei es deshalb, die eigene geistige Vorstellungskraft zu nutzen: „Ich bin überzeugt: Alles, was der Mensch sich vorstellen kann, kann Wirklichkeit werden – auch das Gute und Schöne.“

 

Über das „DANACH“ lesen

 

Susanne Ehlerts Buch „DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“ (ISBN: 978-3-7497-5181‑5) ist im Eigenverlag tredition erschienen und kostet 18,99 Euro in der Taschenbuch-Ausgabe. Gerne könnt ihr das Buch über die Schlierseer Bücheroase bestellen – per E-Mail (info@buecheroase-schliersee.de), telefonisch (08026/69 04) oder über den Online-Shop unter https://www.genialokal.de/buchhandlung/schliersee/buecheroase-schliersee/.

Außerdem ist „DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“ über Amazon oder den Verlag tredition online erhältlich.
© Fotos: Bilder 1 & 2 mit freundlicher Genehmigung von Susanne Ehlert

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Märchenhafte Pfade in Schliersee entdecken

Das märchenhafte Schliersee zu entdecken, dabei hilft Autorin und Geschichtenerzählerin Ursula Weber. Sie beschreibt in ihrem Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ 15 Wanderungen im ganzen Oberland und kommt dabei natürlich auch bei uns in Schliersee vorbei. Sie erklärt die Touren nicht nur sehr detailliert, sie erzählt zusätzlich alte Sagen und Geschichten zu den jeweiligen Orten und Schauplätzen.

 

 

Die Schlierseer Wanderung führt vom Parkplatz Unterleiten zur Burgruine Hohenwaldeck, um unseren schönen Schliersee herum und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Natürlich kennt Ursula Weber eine Geschichte zur verwunschenen Ruine Hohenwaldeck. Ein kleines Stück liest sie mir vor:

„Er sei ein übler Hitzkopf gewesen, heißt es, und jähzornig noch dazu, der Ritter von Waldeck. Als Kreuzfahrer zog er ins gelobte Land und gab seine Ehefrau in die Obhut des Schlossvogtes. Doch dieser nutzte seine Macht alsbald für eigene Zwecke. Denn angesichts der schönen Waldeckerin erwachte in ihm die Leidenschaft und die grenzenlose Begierde, diese Frau zu besitzen.“ (aus „Wandern auf märchenhaften Pfaden“, Volk Verlag München 2019)

Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr natürlich im Buch nachlesen. Am schönsten ist das sicher, wenn man zwischen den alten Gemäuern der Burgruine Hohenwaldeck, mit herrlichem Blick über den Schliersee, sitzt. Wer lieber lustige Geschichten mag, der sollte unbedingt ein wenig weiterblättern und „Der Pilger im Bärenpelz“ lesen – diese Geschichte spielt auch in Schliersee und handelt von einem Pilger aus Österreich, der in Fischhausen mit einem Bären verwechselt wurde. Am besten ist es natürlich, wenn ihr die Gelegenheit bekommt, Ursula Weber persönlich zu treffen. Sie ist eine wunderbare Geschichtenerzählerin und wird euch sofort in ihren Bann ziehen. Ich hoffe, dass sie einmal mit ihrem „Erzählzauber“ nach Schliersee kommt. Wir werden euch natürlich hier im Schliersee Magazin darüber informieren.

TIPP: Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ erwerben möchte, hat Glück. Das Buch gibt es bei uns vor Ort in Schliersee im Hoamat Gfui, dem Treffpunkt für Regionales im Herzen von Schliersee.

www.hoamatgfui.de/

Inh. Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

 

Öffnungszeiten

Mo., Di., Do. und Fr. 10:00‒18:00 Uhr
Mi. Ruhetag
Sa. 10:00‒14:00 Uhr

 

 

Ursula Weber

www.erzaehlzauber.de/

Das Buch ist im Volk Verlag München erschienen und auch online unter www.volkverlag.de erhältlich.

Über das Buch:

Wandern auf märchenhaften Pfaden

5 Touren und 30 Geschichten vom Werdenfelser Land bis zum Wendelstein von Ursula Weber

Was gibt es Schöneres, als in der Natur unterwegs zu sein? Bei strahlendem Sonnenschein hoch auf den Bergen, bei Regen auf einer windgeschützten Runde im Wald oder bei Schnee mitten durch glitzernden Winterzauber. Versteckt zwischen malerischen Anhöhen und verwunschenen Pfaden liegt auch so mancher sagenumwobene Ort, der seine Geschichte nur Eingeweihten preisgibt, …

15 herrliche Touren stecken in diesem Wanderführer für Klein und Groß, für Rucksack und Hosentasche. Und er hält eine Besonderheit bereit: außergewöhnliche Märchen und Sagen, die von der fantastischen Vergangenheit und den Traditionen Oberbayerns erzählen, passend zu jeder Tour ausgewählt und verortet.

Entdecken Sie die Schönheit des bayerischen Oberlands auf märchenhafte Weise neu.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Gela Allmann: „Die Schlierseer Berge sind mein Kraftplatz“

Berge sind Gela Allmanns Sehnsuchtsort. Ob Rauhkopf, Taubenstein, Jägerkamp, Bodenschneid oder Brecherspitz – auf den Gipfeln rund um Schliersee und Spitzingsee fühlt sich die 34-Jährige zu Hause. Auf ihrem Instagram-Account sieht man die Bilder einer jungen, strahlenden Frau beim Skitourengehen und Bergwandern. „Ich bin ein sehr empathischer Mensch. Ich lasse mich gerne auf andere ein“, sagt die Motivationsreferentin, die auch als Sportmodel gebucht wird. „Deshalb tut es mir so gut, in den Bergen mal nur für mich zu sein und zur Ruhe zu kommen.“

 

Sturz über 800 Meter in die Tiefe

Aber nicht nur als Kraftplatz haben die Berge das Leben von Gela Allmann beeinflusst. Sie sind auch ihr Schicksalsort: 2014 – die damalige Bergläuferin und Skibergsteigerin befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – stürzt sie während eines Fotoshootings in Island 800 Meter in die Tiefe. Auf dem vereisten Grat eines rund 1.000 Meter hohen Berggipfels rutscht die junge Frau ab und verliert den Halt.

 

Dramatische Rettungsaktion über dem Fjord

Auf dem Weg nach unten nimmt sie immer mehr Geschwindigkeit auf, schleudert über eine Felskante, prallt gegen den Berg. Knapp 100 Meter über dem Fjord kann sie ihren Sturz mit letzter Kraft und unbändigem Überlebenswillen abbremsen. Schwer verletzt und in höchster Lebensgefahr – die Oberschenkelarterie in ihrem rechten Bein ist abgerissen – bleibt Gela Allmann im Schnee liegen. Was dann folgt, ist ein kleines Wunder. Und ein körperlicher sowie mentaler Kraftakt für die junge Frau: Rettung via Hubschrauber, Notoperation in Islands Hauptstadt Reykjavík. Die Ärzte kämpfen um ihr Leben. Und um ihr rechtes Bein.

 

Mit Optimismus und mentaler Stärke zurück ins Leben

Dass sie diesen Kampf gewonnen haben, liegt nicht zuletzt an Gela Allmanns unbändigem Optimismus und ihrer mentalen Stärke: „Das Kämpfen ist mir nicht schwergefallen, denn ich bin ja vom Kämpfen im Sport gekommen“, sagt die 34-Jährige heute. „Ich habe sofort gewusst: Ich bin mir und meinem Körper das schuldig. Wenn ich in fünf oder zehn Jahren zurückblicke, dann will ich sicher sein: Ich habe alles getan!“

 

Operationen, Klinikaufenthalte, Rehabilitation, Physiotherapie, Coaching und immer wieder Training bis an die Grenzen ihrer Kraft. Heute ist der Kampf zurück in den Alltag zu Gela Allmanns Lebensmotto geworden: „Fight. Smile. Love“ lautet ihr Mantra, mit dem sie als Motivationsreferenten andere Menschen inspirieren möchte.

 

Rauhkopf – der erste Gipfel nach dem Sturz

Bereits vier Monate nach ihrem schweren Sturz zieht es die junge Frau wieder auf ihren ersten Gipfel: Mit der Seilbahn geht es auf den Taubenstein und von dort aus auf den 1.689 Meter hohen Rauhkopf in den Schlierseer Bergen. 80 Meter arbeitet sich Gela Allmann mit Krücken dem Gipfelkreuz entgegen. „Das war das ultimative Zwischenziel für mich. Einfach mega motivierend“, erinnert sich die junge Frau.

 

Das Mentaltraining, das einst ihren Weg als Sportlerin unterstützte, trägt sie auch jetzt zurück ins Leben: „Gefühle sind unser größter Motor. Im Wettbewerb habe ich mir immer den Moment vorgestellt, in dem ich im Ziel ankomme. Wie ich mich fühle, die Endorphine, die Freude. Das hat mich dann über die Strecke getragen.“

 

Zeit zum Schreiben – auf einer Spitzingseer Alm

Doch nicht nur dieser erste kleine Etappensieg verbindet Gela Allmann mit der Region. Auch ihr Buch – „Sturz in die Tiefe: Wie ich 800 Meter fiel und mich zurück ins Leben kämpfte“ – ist in großen Teilen in den Schlierseer Bergen entstanden: Im August 2015 zog sie sich eine Woche lang auf eine private Alm zurück, zum Nachdenken und Schreiben.

 

„Dort konnte ich zur Ruhe kommen, reflektieren und habe ganz viel von meinem Buch geschafft. Die Schlierseer Berge sind für mich ein mega Geschenk, mein ultimativer Kraftplatz“, sagt Gela Allmann und ergänzt: „Ich wünsche jedem Menschen, dass er so eine Begeisterung in seinem Leben hat.“

 

„Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch!“

Auf fast 300 Buchseiten verarbeitet die 34-Jährige ihren Sturz, erzählt von ihrem Weg zurück ins Leben, den körperlichen Herausforderungen, Tränen und Schmerz, aber auch mentalen Entwicklungssprüngen: „Das alles aufzuschreiben, war wie eine Therapie für mich“, sagt Gela Allmann. „Die ersten zwei Wochen nach meinem Unfall war ich vollkommen bewegungslos. Danach habe ich sofort angefangen, auf dem Computer zu tippen ‒ mit dem einen Finger, den ich gerade bewegen konnte.“

 

Am meisten motiviert bei ihrem Buchprojekt habe sie der Gedanken, damit anderen Menschen zu helfen: „Ich wünsche mir immer, dass alles gut ist. Dass etwas Gutes daraus entsteht. Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch – das ist die Einsicht, die ich mit meinen Lesern teilen möchte.“

 

Lebenseinstellung? – Fight. Smile. Love.

Ihre positive Energie gibt die 34-Jährige heute als Speakerin in Motivationsvorträgen weiter: „Die Leute hören mir vor allem zu, weil ich diese gigantische körperliche Entwicklung gemacht habe“, sagt Gela Allmann. „Viel wichtiger für mich ist aber meine seelische Entwicklung als Mensch.“ Fight. Smile. Love. – Mit diesem Motto bringt die 34-Jährige ihre Lebenshaltung auf den Punkt.

 

„Fight – das war schon vor meinem Unfall mein Motto: einfach mehr schaffen, über meine Grenzen hinaus. Smile – steht für eine freudige Gelassenheit, dafür, an sich selbst zu glauben, auch wenn es mal nicht so läuft, wie man sich das vorstellt. Love – ist dieses Mehr an Respekt und Liebe für sich selbst. Die Fähigkeit, ganz doll auf sich selbst zu schauen. Erst wenn das geschieht, können wir unsere Liebe überhaupt an andere weitergeben.“

 

Mit Orthese auf den Berg

Zum Thema „Love“ gehöre es für sie auch, sich selbst anzunehmen, sagt Gela Allmann: „Auch, wenn nichts mehr perfekt ist an diesem Körper.“ Bis heute trägt die 34-Jährige eine Orthese am rechten Bein, wenn sie am Berg unterwegs ist. Denn ihr rechtes Knie habe noch immer „kein einziges Band, keinen Meniskus, einen kaputten Knorpel, und mein Bewegungsnerv funktioniert zu zirka 50 Prozent.“

 

„Ich habe meinen persönlichen Wettkampf längst gewonnen.“

Höher, schneller, weiter – was früher im Wettkampf gezählt habe, sei heute unwichtig für sie, sagt Gela Allmann: „Im Training bin ich damals fünfmal hintereinander den Roßkopf hochgelaufen. Und habe 25 Wettkämpfe im Jahr bestritten. Heute habe ich meinen persönlichen Wettkampf längst gewonnen. Ich bin mein eigener Maßstab, nicht die anderen.“

 

In den Bergen zu Hause.  

Dazu beigetragen hat sicher auch die tolle Begleitung, die Gela Allmann heute auf ihren Touren in die Schlierseer Berge hat. Außer ihrem Freund, dem E-Bike-Profi Andi Wittmann, kommt seit dem vergangenen Jahr auch Söhnchen Felix (1) mit auf Taubenstein und Rotwandhaus. Natürlich noch nicht eigenfüßig, sondern in der Trage oder im Anhänger. „Ich wusste schon immer: Ich bin kein Stadtmädchen“, resümiert Gela Allmann. „Wir gehören in die Berge. Und wollen, dass unser Kind berg- und naturnah aufwächst.“

 

Die Schlierseer Berge – Gelas Empfehlungen

 

Gut vorbereitet und ausgerüstet.  

„Ich habe immer ein Handy dabei, um selbstständig einen Notruf absetzen zu können. Außerdem ein kleines Erste-Hilfe-Set und eine Rettungsdecke, sollte ich einmal von schlechtem Wetter überrascht werden. Und für Skitouren im Winter gehören unbedingt für mich dazu: Piepser (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät), Lawinensonde und Schaufel.“

 

Respekt vor dem Berg.

 „Berge darf man nie unterschätzen: Auch, wenn man bei den Schlierseer Bergen immer liebevoll von den ‚Münchener Hausbergen’ spricht: Es geht dort echt alpin zu: Es sind Trittsicherheit und alpines Können gefragt. Denn das Wetter kann so ultraschnell umschlagen. Erst neulich sind Andi und ich auf einer Skitour im totalen Whiteout (https://de.wikipedia.org/wiki/Whiteout) gelandet. Dabei kannst du schnell die Orientierung verlieren, auch wenn du eigentlich jedes Eckchen kennst. Ich persönlich mag keine Gefahr mehr am Berg.“

 

Für trainierte Tourengeher: Die Rotwand-Reib’n.

Die Rotwand-Reib’n ist eine richtig coole Tour für geübte Bergsteiger. Sie lässt sich im Sommer zu Fuß wandern. Oder im Winter mit Tourenski fahren. Da ich selbst bergab Probleme mit meinem Knie habe, laufe ich in der Regel zu Fuß hoch zur Rotwand, nehme ein paar Gipfel mit und laufe dann rüber zum Taubensteinhaus. Dort kann man schön einkehren. Und anschließend wieder mit der Taubensteinbahn nach unten fahren. Im Winter ist man recht lange unterwegs. Das macht Spaß, aber man muss natürlich immer auf die aktuelle Lawinenlage aufpassen.“

Hier hat Eckehard Radehose die Skitour über die Rotwand-Reib’n im Detail beschrieben: https://magazin.schliersee.de/die-rotwand-reibn-‒-ein-oberbayerischer-skitourenklassiker-ueber-dem-spitzingsee/

 

Brecherspitz: Drei Seen auf einen Blick.

„Im Sommer ist für mich der Weg auf die Brecherspitz ein absolutes Highlight. Denn unterwegs gibt es einen Punkt, an dem man auf alle drei Seen blickt: den Schliersee, den Spitzingsee und den Tegernsee. Da hat man einen traumhaften Ausblick ziemlich weit oben. Man kann entweder vom Schlierseer Ortsteil Neuhaus aus losgehen. Oder vom Spitzingseesattel über die Obere Firstalm raufsteigen. Auch hier gilt: Alpine Trittsicherheit und Vorsicht sind gefragt!“

Hier stellt BergMadl Julia Zilken die Wanderung auf die Brecherspitz vor: https://magazin.schliersee.de/wanderung-auf-den-hausberg-der-schlierseer-die-brecherspitz/

 

Achtung: Alle Touren auf eigene Gefahr – Haftung ausgeschlossen!

 

 

Mehr zu Gela Allmann

Website: www.gelaallmann.de
Instagram: https://www.instagram.com/gelaallmann/
Facebook: https://www.facebook.com/gela.allmann/
Buch: Sturz in die Tiefe. Wie ich 800 Meter fiel und mich zurück ins Leben kämpfte.

 

 

Fotos 5‒10 © Gela Allmann

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

„Dahoam“ – ein ganz persönlicher Abend in der Tenne – Markus Wasmeier liest und erzählt aus seiner Biografie

„Dahoam“ heißt das neue Buch von unserem Doppel-Olympiasieger Markus Wasmeier. Vier Jahre lang hat er an seiner Biografie geschrieben, und im September dieses Jahres ist sie herausgekommen. Das Buch soll Denkanstöße geben und vermittelt unter anderem die große Verbundenheit von Markus mit der Natur sowie die Notwendigkeit von Werten in unserer heutigen Welt. Es erzählt auch vom gemeinsamen Leben der Familie Wasmeier mit mehreren Generationen und enthält überraschende Einzelheiten aus dem Leben des erfolgreichsten deutschen Skifahrers bis heute. Der gebürtige Schlierseer hat hier in der Nähe des gleichnamigen Sees ein Freilichtmuseum errichtet: das altbayerische Dorf, welches das bäuerliche Leben wie vor 300 Jahren widerspiegelt. Es ist ein idyllisches Fleckchen und strahlt gerade in unserem weiß verschneiten Winter eine ganz besondere Atmosphäre aus. Und genau hier in der Tenne des Wirtshauses „Zum Wofen“ findet die Lesung mit Talk statt.

 „Heimat ist etwas Positives. Wir müssen wissen, wo wir herkommen, um zu verstehen, wo wir hinwollen“, sagt Markus Wasmeier. Dies ist ein zentrales Thema in seinem Buch „Dahoam“, aus dem der Olympiasieger an diesem Abend in der urgemütlichen Tenne erzählen wird.
Es geht um die Kraft einer Familie. Um die Bedeutung der Natur, um persönliche Integrität und die Rückbesinnung auf das Wesentliche. „Dahoam“ ist eine Biografie mit 158 Stundenkilometern Abfahrtstempo, einem wilden Abenteuer auf den Fiji-Inseln, dem Ratschlag eines kanadischen Indianerhäuptlings und einem Adler, der für Wasmeier ein Zeichen setzte.

Nehmen Sie sich die Zeit und gönnen Sie sich einen interessanten, geruhsamen und gleichzeitig spannenden Abend in der urigen Atmosphäre im Markus Wasmeier Freilichtmuseum.

Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee
Brunnbichl 5
83727 Schliersee

 

Datum:                 Donnerstag, 07.12.17

Uhrzeit:                 19:00–21:00 Uhr

Einlass:                 ab 18:30 Uhr

Eintrittspreis:         15,- €

Reservierung:       Kartenreservierung: office@wasmeier.de oder Tel.: 08026/929 22 0

Keine Sitzplatzreservierung möglich

Gastronomie von 17:00–24:00 Uhr geöffnet

Bezahlung:           An der Abendkasse

 

 

Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Harte Tage, gute Jahre – Live-Stream aus Schliersee

Ich hatte Patrick Edler von Hoessle schon im Januar bei seiner Eröffnung kennengelernt. Heute sitzt er mit einem Cappuccino vor seiner Bücheroase in der Oktobersonne. Er scheint angekommen zu sein. Fröhlich grüßt er vorbeigehende Schlierseer, immer mit einem netten Spruch auf den Lippen. „Ich fühle mich inzwischen sehr wohl in Schliersee“, verrät er mir. Inspiriert von seiner Frau, hatte er Anfang des Jahres den Laden übernommen. Eines seiner Ziele waren damals Lesungen und kleinere Veranstaltungen gewesen.

„Am 3. November findet sogar eine richtig große Veranstaltung statt – über das Buch ‚Harte Tage, gute Jahreʻ“, berichtet er stolz. In der Gschwandbachalm Schliersee hat er eine Lesung für 100 Teilnehmer organisiert. Diese war nach kurzer Zeit ausverkauft.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Live-Stream von der machwerk Film- und TV-Produktion Stephan Guntli.

 

Am 03.11.2017 ab 19.30 Uhr auf der Facebook-Seite der Bücheroase

 

Patrick Edler von Hoessle freut sich riesig, dass er durch den Live-Stream praktisch alle einladen kann, an der Lesung teilzunehmen. Ganz bequem von zu Hause aus.

 

Christiane Tramitz – wohnhaft in Schliersee – stellt Ihr Buch „Harte Tage, gute Jahre“ über die Sennerin vom Geigelstein zusammen mit Helmfried von Lüttichau (bekannt aus „Hubert und Staller“) vor. Als musikalische Begleitung spielt die Zitherhex, und es wird ein Kurzfilm gezeigt.

70 Jahre auf einer Alm in den bayerischen Bergen – die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau. Es ist eine Geschichte vom einfachen Leben im Gleichmaß der Jahreszeiten und in Achtsamkeit vor der Natur und von der Geborgenheit inmitten einer vertrauten Heimat, spannend und unterhaltsam erzählt von Christiane Tramitz.

„Christiane Tramitz hat gerade ihr erstes Dirndl gekauft und freut sich riesig auf die Buchvorstellung über eine Alm auf einer Alm“, sagt Patrick Edler von Hoessle.

 

 

 

 

Weitere Lesungen:

Birgit Lutz – Heute gehen wir Wale fangen

Wie mich die Grönländer mit in ihre Welt nahmen. Eine Reise zum entlegensten Ort der Welt. Eine Reise in eine vergessene Welt. Auch Birgit Lutz wohnt am Schliersee.

  1. November ab 19:30 UhrOrt: SLYRS – Caffee & Lunchery

Bayrischzeller Straße 13, 83727 Schliersee
(Einlass ab 19:00 Uhr)

 

Mein Tipp für Urlauber: Wer in Schliersee Urlaub macht, kann im Online-Shop der Bücheroase Bücher vorbestellen und diese dann nach Ankunft im Buchladen abholen. Bequemer geht es nicht!

 

Bücheroase

Lautererstraße 10

83727 Schliersee

08026 6904

 

Die Bücheroase bietet eine große Auswahl aktueller Belletristik als Taschenbuch und in gebundener Form und zudem eine sehr umfangreiche Kinder- und Jugendbuchabteilung, Reiseführer mit Schwerpunkt auf Wanderkarten und -führer rund um den Schliersee und das Oberland. Garten- und Kochbücher, Bildbände und Sachbücher aus den Themenfeldern Politik und Geschichte sowie Ratgeber verschiedenster Bereiche kommen ebenfalls nicht zu kurz.

Für jeden Anlass runden ausgesuchte Postkarten, Gruß- und Glückwunschkarten, Papeterieartikel und ein kleines Sortiment an Gesellschaftsspielen das Bild ab.

Einfach alles, was Sie von einer guten Buchhandlung erwarten dürfen.

Vor dem Geschäft befindet sich eine kleine Ruheoase mit einem freien WiFi-Hotspot. Hier können Sie direkt in der Lektüre schmökern oder Ihr eBook im Webshop der Bücheroase selbst auftanken.

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

„Nikolaustratzen“ in Schliersee

Ein rechter Lausbub muss er in seiner Kindheit schon gewesen sein, der Karl Wiedemann aus Schliersee. In seinem Buch „Nikolaustratzen“ hat er seine Kindheitserinnerungen niedergeschrieben.

Karl Wiedemann ist ein echtes Schlierseer „Gwachs“. Als Dritter von acht Geschwistern ist er mitten im historischen Ortskern aufgewachsen und heckte als kleiner Bub dort einige Streiche aus. In den kargen Nachkriegsjahren gab es kaum Spielzeug für die Kinder zu Weihnachten, geschweige denn elektronische Amusements. Die Familie stand im Vordergrund, und davon weiß Karl Wiedemann in seinem Buch anschaulich und unprätentiös zu berichten. Vor allem die Adventszeit war geprägt von Bräuchen und Riten, die heute zum Teil in Vergessenheit geraten sind. Damals trat der Nikolaus noch als Bischof und nicht als Weihnachtsmann auf und flößte den Kindern einen gehörigen Respekt ein. Doch wer ein rechter Lausbub war, der konnte der Verlockung, dem heiligen Mann einen Streich zu spielen, wenn sich die Gelegenheit bot, trotzdem nicht widerstehen.

Karl Wiedemann ist eine allseits bekannte Schlierseer Persönlichkeit. Viele Jahre lang trug er seine Geschichten mit großem Erfolg beim „Schlierseer Advent“ vor. Mittlerweile gastiert er zusammen mit seinen Schlierseer Hirtenkindern und einem von ihm jährlich verfassten und einstudierten Krippenspiel an renommierten Veranstaltungsorten in München wie der Blutenburg oder dem Löwenbräukeller. Zudem singt er seit vielen Jahren die Baritonstimme im bekannten „Schlierseer Viergesang“. Als Mitbegründer des Altschlierseer Trachtenvereins, Vorsitzender der „Vereinigung Historische Trachten in Altbayern“ und Präsidiumsmitglied des Münchner Festrings darf er jedes Jahr Ende September den großen Oktoberfest-Trachtenzug durch München mitgestalten.

Wer den umtriebigen Rentner und sein umfassendes Wissen über seine Heimatgemeinde Schliersee einmal kennenlernen möchte, hat dazu jede Woche bei einer historischen Führung durch den Ort Gelegenheit. Karl Wiedemann kennt jeden Steig und jedes Haus und weiß zahlreiche interessante Geschichten über seine Heimat zu erzählen.

Seit rund 20 Jahren lebt er zwar in Miesbach, doch im Herzen ist und bleibt er Schlierseer.

Das Buch „Nikolaustratzen ‒ Wie ein bayerischer Bub einst die Adventszeit erlebte“ ist illustriert mit eigenen Ölgemälden des Autors. Die Schlierseer Landschafts- und Ortsansichten machen das Buch zu etwas Besonderem. Erschienen ist es im Verlag von Dr. Alexander Bronisch, Con-Text, und unter anderem in der Schlierseer Buchhandlung „Bücher-Oase“ erhältlich.

 

 

Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!