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Inselbrunch: Genießen mit allen Sinnen mitten im bayerischen Paradies Schliersee

Sieben Jahre habe ich auf der Insel Wörth im Schliersee gearbeitet, und sie ist immer noch ein ganz besonderer Lieblingsplatz von mir. An über 200 Sonntagen habe ich den Brunch miterlebt ‒ bei strahlendem Sonnenschein genauso wie bei strömendem Regen und Schneegestöber. Schön ist es dort immer.

 

 

Am vergangenen Sonntag hätte es nicht schöner sein können!

Inselwirt Michael Sechehaye startete bestens gelaunt und voller Vorfreude auf den Sommer in die Saison 2019. Bei traumhaftem Frühlingswetter bin ich mit meinem Kajak zu ihm hinübergepaddelt. Natürlich könnt ihr statt dem Kajak auch das Linienschiff auf die Insel nehmen. Dieses legt fahrplanmäßig um 11:05 Uhr vom Steg an der Schlierseer Vitalwelt ab. Auf der Insel angekommen, wartet ein tolles Frühstücksbüfett auf euch. Später am Tag wird das Angebot durch Hauptspeisen wie etwa Schweinbraten, Ente oder Fisch erweitert und als Zuckerl am Nachmittag das Oberland-Kuchenbüfett aufgebaut. Da ist sicher für jeden etwas dabei. Der Ausblick von der Sonnenterrasse auf See und Berge ist atemberaubend schön.

Für musikalische Untermalung auf Bayerisch sorgte Da Waitler, den sich Michi schon jetzt für jeden Sonntag wünscht. Für mich hat er die angenehme Atmosphäre mit seiner „Ziach“ hervorragend abgerundet.

Das ist Genießen mit allen Sinnen!

Nach dem Essen könnt ihr noch in einem der vielen Liegestühle Platz nehmen und euch einen Aperol Spritz gönnen. Für mich ist es eher der Cappuccino aus der Siebträgermaschine, der das Glück perfekt macht. Stündlich fährt das Schiff von der Insel wieder zurück. Zurück heißt in dem Fall, dass ihr die Runde um den See fertig fahren dürft. Erst nach Fischhausen und dann am Ostufer entlang nach Schliersee. Die Rundfahrt mit dem Schiff ist ein zusätzliches Highlight des Insel-Brunch-Tages.

 

 

Mein Tipp: Donnerstag und Freitag ab sofort bei schönem Wetter ab 11:00 Uhr geöffnet. Einem Traum-Badetag auf der „eigenen Insel“ steht also nichts mehr im Weg. Der Sommer kommt!

Insel-Schliersee
Insel Wörth 1
83727 Schliersee
Tel.: 01706206106

https://www.insel-schliersee.de/sonntagsbrunch/

 

Insel-Schliersee: Sie wollen erst mal sonntags ausgiebig schlafen und in aller Ruhe brunchen? Dann sind Sie zu unserem Sonntagsbrunch herzlich willkommen – ab sofort, bis der Schliersee zufriert.

Infos:

€ 33,00 pro Person

Reichhaltiges Frühstücksbüfett, dreierlei Hauptgänge und Oberland-Kuchenbüfett inklusive Kaffee, Tee, Wasser und Orangensaft (ohne Schifffahrt)

Es wird um Reservierung gebeten.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Vorbereitung zum politischen Gipfeltreffen in Schliersee

Am 01. August 2018 findet in Schliersee die Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern statt.

Ministerpräsident Markus Söder und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner haben ihre Teilnahme zugesagt.

Heute mache ich, Prem Angelika vom Schliersee Magazin, meine persönliche Vorbegehung zur Hauptalmbegehung. Um fünf Uhr beginne ich am Ausgangspunkt ‒ dem Hennererhof.

Herrlich, diese Ruhe am Morgen, die Waldbewohner wachen langsam auf, die ersten Vögal zwitschern, und ich mittendrin. Bepackt mit Frühstück und Kamera geht’s los.

Ich bin voller Vorfreude, was mich heut so alles erwartet. Der Weg führt mich auf dem Prinzenweg in Richtung erste Station. Nach der Steigung bieg ich die zweite Weggabelung nach links ab zum Lahner Höhenweg. Nach etwa 200 m geht’s dann rechts ab zur Oberen Krainsberger Alm.

Das Gatter zeigt mir, dass ich ab jetzt auf dem Almgelände bin. Bei herrlichem Sonnenaufgang, mit Wolken durchzogen, erreiche ich das Almgebäude. Hund Seppi schlägt Alarm, und die Oimarin (Sennerin) Monika streckt sich in der aufgehenden Sonne und zieht sich an, um sich ums Vieh zu kümmern.

Ein kurzer Ratsch, und weiter geht’s in Richtung Baumgartenalm. Der Weg führt mich durch den Wald, vorbei an der Standlhütte. Ein schmaler Steig, mit Steinen und Holzscheiben von den Almbauern hergerichtet, ist momentan sehr schön zu gehen.

Allerdings sind richtiges Schuhwerk und eine gute Kondition sehr wichtig.

Durch die Waldlichtung höre ich jetzt das Geläut von den Kälbern der Almerin Monika, und auch ihre Kalbinnen fangen an zu grasen. Im Hintergrund beginnt der Berufsverkehr im Tal.

Ich bin so angetan von der himmlischen Ruhe am Morgen und gönne mir eine kleine Pause. Ein kleines Frühstück mit Butterzopf und Frühstücksei … mmmmhhhh

Jetzt spitzt auch die Sonne hinter den Wolken hervor, und meine Wanderung geht weiter.

Nach ca. 30 Minuten erreiche ich den Gipfel der Baumgartenschneid, dem höchsten Punkt der Hauptalmbegehung. Herrlich, dieser Ausblick.

 

 

Ein „Rundblick“ von Kreuth über den Tegernsee, dann weiter über das Albachtal, die Baumgartenalmen. Im Hintergrund die Kreuzbergalm und ein Blick Richtung Miesbach und Rosenheim. Friedlich unten im Tal der Hennererhof, Breitenbach und der wunderschöne Schliersee ‒ ein bayerisches Paradies.

Mein Blick geht weiter … der Attenberg, die Riesbauern, weiter zur Schliersbergalm und zum Oberleiten. Rechts daneben das Auracher Köpferl, Breitenstein und Wendelstein.

Ich kann dem Wildschütz Jennerwein sehr gut nachempfinden, warum er so gerne auf der Baumgartenschneid und in den Schlierseer Bergen unterwegs war …

Vorbei mit Träumen, jetzt geht’s weiter hinunter zu den Baumgartenalmen. Über den Parcours erreiche ich die Hütten, keiner da, also gehe ich weiter.

Am Ende der Almfläche überquere ich den Übersteig und marschiere über den Wald und den Wurzel-parcours runter zum Sogfleck.

Am Unterstand links vorbei den Steig zur Kreuzbergalm. Am Viehgatter angelangt, biege ich rechts auf die Forststraße und die breite Almstraße, die mich direkt zur Kreuzbergalm führt. Ab jetzt kommt der angenehme Teil der Begehung.

An der Kreuzbergalm angelangt, genieße ich wieder den wunderbaren Ausblick in die umliegende Bergwelt. Weiter geht’s bergab und dann über die Weidefläche wieder bergauf. Die Wanderwege hat die Schlierseer Gemeinde hervorragend erneuert.

Über den Überstieg, der ein wenig sportliche Aktivität fordert, dann angelangt an der Gindelalm, schau ich noch einmal zurück, bevor ich weitergeh.

Jetzt befinde ich mich schon auf den Gindelalmen. Auch hier ist der Weg sehr schön von den Gemeindemitarbeitern von Schliersee bestens hergerichtet worden. Der Weg führt mich entlang der Gindelalmschneid zum Gipfelkreuz. Wieder ein herrlicher Blick in Richtung München und ins flache Oberland. Begleitet vom Glockengeläut der Almtiere, gehe ich beschwingt bergab Richtung Almgebäude.

Hier wird fleißig vorbereitet für die Tageswanderer und natürlich für den großen Tag am 01. August.

Nach einer kleinen Pause geht es weiter Richtung Hennerer ins Tal. Die Forststraße ist neu aufgekiest und sehr gut zu gehen.

Nach fünf Stunden bin ich wieder zurück am Ausgangspunkt, und es erwartet mich ein wunderbares Frühstück vom Hennererwirt Hans, das bereits am Tisch steht. Köstlich!

 

 

Eckdaten zu den Almen:

Obere Krainsberger Alm

Die Obere Krainsberger Alm von Manhart Sepp und Monika, zum Hinterköck, in Westenhofen hat eine Lichtweidefläche von 31,9 ha. Die Weideflächen liegen zwischen 1100 m und 1400 m in einem Kessel nach Nordwesten und reichen im Osten bis auf den Lahnerkopf. In der Weidezeit vom 01. Juni bis Ende September werden 46 Stück Jungvieh aufgetrieben. Das Almgebäude liegt auf 1131 m und wurde 2009 neu erbaut. Die Alm wird von festem Almpersonal betreut.

 

Baumgartenschneid

Die Baumgartenalm, direkt unter der Baumgartenschneid, von Eham Josef, zum Pfleger, Hausham, ist nicht erschlossen. Sie hat eine Lichtweidefläche von 17,9 ha und wird mit 33 Stück Pensionsvieh bestoßen. Die Weideflächen liegen zwischen 1000 m und 1444 m bis hinauf zur Baumgartenschneid. Die Alm wurde vor einigen Jahren renoviert und wird von ständigem Personal behirtet.

 

Kreuzbergalm

Die Kreuzberalm von Eham Josef und Andrea, zum Köpfer, Miesbach. Sie hat eine Lichtweidefläche von 19 ha, liegt zwischen 1200 m und 1376 m auf dem Rücken des Kreuzbergs. Die Alm wird ab Mitte Mai mit 38 Stück eigenem Jungvieh und Pensionsvieh bestoßen. Ein Ehepaar kümmert sich liebevoll ums Vieh.

 

Gindelalm

Die Gindelalm wird von Grimm Annelies, zum Lex, Hausham und Leitner Johanna, zum Braun, Hausham bewirtschaftet. Der Anteil von Georg Fritzmeier wird von Annelies Grimm in Pacht mitbewirtschaftet. Die Weideflächen liegen auf 1240 m bis 1340 m. Die gesamte Lichtweidefläche beträgt 24,7 ha, und es werden insgesamt 37 Stück Jungvieh aufgetrieben (Eigen- und Pensionsvieh).  Im anliegenden Staatswald besteht ein Waldweiderecht auf 276 ha. Das Almgebäude von Fritzmeier ist verpachtet. An allen drei Almhütten erfolgt eine Bewirtung. Die Almdauer ist vom 01. Mai bis zum Kirchweihmontag (3. Wochenende im Oktober).

 

Hinweis:

13. und 14. Oktober 2018 großer Almbauerntag in Schliersee

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

A little Nip of Courage – Schnapserei Spitzingsee

I love Schnapps, there I’ve said it.  I am not sure if it is my Irish ancestry but my Grandmother and my mother were both known to have made various alcoholic concoctions.  Their favorite being a simple mixture of honey, lemon and whisky to fight a cold.  These magical, herbal mixtures have been handed down through time.

So on a chilly dark day while hiking on Spitzingsee my girlfriend mentioned she discovered a new locally produced Schnapserei we had to make a slight detour and try a few out.

The shop is located near the church directly in the village of Spitzingsee.  Its rather hard to miss with the life size plastic cow reproduction out front.  Insidetypically historic Bavarian interior, you might almost miss the shop owner behind the counter through all the copious beautifully hand decorated bottles.

A former restauranteur, he now plays with his hobby of Schnapps and liquor manufacturing.   The shop offers you such creative combinations like Lemon-Pepper, Chili-honey and Bauernbrot Schnapps.  I personally am going back for a bottle of his homemade Gin.  Which he makes very traditionally with Juniper berries and “none of those fancy boutique things.”  This is really Gin made as it should be.

So, next time you up on Spitzingsee and are looking for just the right nip of courage to help you get to the Rotwand Gipfel.  Stop by and tuck a bottle or two in your backpack.  One for encouragement and the other for recovery.

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).