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Sheep Shearing Time in Schliersee

We arrived bright and early on the mountain. Its surface, still dotted about with the last of Winter’s heavy snow with golden spring blossoms carpeting all the sunny patches. The air was fragrant with alpine herbs carried about on the breeze. The only sounds that greeted us was a lone Cuckoo bird calling out the hour.

It is still early in the season for the cows to make their long climb up and no animals except a few high climbing mountain goats were visible with the naked eye. We stood intently scanning the mountain and trees, looking for the guests of honor for our visit today. We had made the trip up to Firstalm on Spitzingsee with our local farmer, Hartl Markhauser of Anderl bauerhof. We were invited to watch an itinerant sheep shearer work his magic on Hartl’s small herd.

Armed with nothing other than a pail of molasses scented sweet mash and his particular cattle call, he brought out from the shady tree cover up near the craggy peaks, his herd of 20 sheep. What a sight for sore eyes they were, prancing about both young and old. A brilliant flash of white, (and a particularly special speckled brown and white called “Spot” of course), on the pale green and yellow flower dotted meadow. The Bavarian White Mountain Sheep or Bayerische Weißes Bergschaf are a local breed. The rams weigh about 80 to 100 kg and the ewes weigh 65 to 75 kg. The breed was developed by breeding local sheep with Bergamasca and Tyrol Mountain breeds. They are a dual-purpose sheep meaning they can be bred for both their wool as well as for eating.

In what seemed like a timeless manner, one by one the sheep bounded happily behind Hartl, right down the mountain and directly into his beautiful newly constructed Alm. On this day, Hartl had hired a young professional sheep shearer to give his herd a spa day, or at least that was my own personal interpretation of events.

The Sheep Shearer, or Schafschärer in German, trained in New Zealand, exuded confidence. He deftly began setting up his shearing station outside of Hartl’s barn. The nervously excited sheep could be heard “discussing” what was possibly going on outside. The Shearer’s equipment had a purpose for everything, from his clipper blades which he described as “Bone Sharp” to the lanolin impregnated leather moccasins he wore on his feet. Being just one of only twenty Sheep Shearers in Bavaria he has gained a lot of experience in the past 6 years he has been doing this as a part time job. Even though Hartl knew his flock was in great hands he kept a watchful eye on each and every sheep, whispering soothing words, like a proud papa.

Inside the cozy stall, the little herd huddled together completely aware as animals always are that something big was about to happen. Animals, just like people, generally don’t enjoy being interfered. Just like with children though, there are times when you must step in and do what is best for their heath and general wellbeing. It is during these grooming sessions that old, worn, or lost bells are replaced, ear tags checked and hooves trimmed. All is accomplished quickly with great efficiency.

A professional sheep shearer, who has honed his skills and has a silent confidence, can make all the difference. The sheep could just relax and submit to the process. I am not saying every animal was happy about the experience but again this is where having a professional comes in handy.  Each sheep was quickly relieved of their wooly coat and tucked safely back into the herd inside the barn. It seemed like each sheep took only minutes and then suddenly Hartl, bucket of food in hand once more was leading them back up to the peace of the blooming alpine meadow.

As a footnote, I would like to say a warm thank you to my friend and colleague Ulrike McCarthy for extending and invitation to me to join her and Hartl on this amazing experience.

 

 

To visit Anderl Bauerhof for yourself:
http://anderlbauer.schliersee.de

 

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Iglu bauen mit Blick auf den Taubenstein – ein Heidenspaß!

Letztes Wochenende war es so weit: Ich durfte beim Iglu-Bauen mit dabei sein. Acht Freundinnen aus dem Landkreis Ebersberg sind extra zu uns rausgefahren mit dem Ziel, gemeinsam ein Iglu zu bauen.

„Schon seit 4000 Jahren beherrschen die Eskimos die Kunst, einen Iglu zu bauen. Die in kleinen Gruppen zerstreut lebenden Indianer bewohnten entgegen der allgemeinen Meinung nur während der Jagd und auf Reisen Iglu genannte Schneehütten.“

Wiktionary

Horst Jenicek, der Inhaber der Erlebniswerkstatt WILDPFADE, betreut den Event und führt die Mädels in die hohe Kunst des Iglu-Bauens ein. Und dass den Erbauern tatsächlich einiges an Können, aber auch an Kraft und Ausdauer abverlangt wird, kann ich im Laufe des Tages miterleben.

Zunächst muss durch Feststampfen der nötige Untergrund geschaffen werden, um überhaupt daraus Schneeblöcke sägen zu können – jawohl, es wird mit Schneesägen gesägt! Um sie komprimieren zu können, muss die Schneedecke mindestens einen Meter hoch sein. Je mehr Luft in den Kristallen und damit den Blöcken eingeschlossen ist, desto wärmer ist es später im fertigen Iglu, lerne ich heute. Und je mehr Eis durch beispielsweise Regen entstanden ist, desto schwerer werden die Blöcke. In unserem Fall wiegen sie je nach Größe im Durchschnitt 25 kg. Damit das kuppelförmige „Schneezelt“ tatsächlich rund wird und die notwendige Wölbung nach innen erhält, wird bei jedem Block mit einer in der Mitte des Baus an einem Stab befestigten Schnur ein gleichmäßiger Abstand sichergestellt. Weiterhin wichtig ist das Drei-Punkte-System, nach welchem die Schneeblöcke jeweils an drei Punkten miteinander verbunden sein müssen. Und los geht‘s: Stein für Stein bzw. Block für Block wächst der Iglu. Oder ist es das Iglu? Darüber ist sich selbst der Rechtschreibduden nicht einig …

Wir haben sozusagen „Steinbrucharbeiterinnen“, welche mit dem Abbau der Blöcke beschäftigt sind, Architektinnen, die auch die Ästhetik des Gebildes im Blick haben, einen Statiker, der auf die Stabilität achtet, und „Maurerinnen“, die Stein für Stein den Iglu in einer geneigten Spirale aufbauen, bis sich am Ende eine Kuppel bildet. „Einer für alle und alle für einen“, hieß der Schlachtruf zu Beginn, und tatsächlich geht es nicht ohne Teamwork. Dafür ist die Arbeit zu anstrengend. Zwischendurch werden wir alle von Lisa mit Schokolade gestärkt, und schon geht‘s wieder mit neuen Kräften voran. Durch das lange Stehen und Laufen im Schnee werden die Füße kalt, und es werden mehrere Paare Handschuhe pro Person benötigt, um trockene Finger zu bewahren. Aber es ist eine Riesengaudi, und das Lachen der Freundinnen unterstreicht die gute Laune und Freude daran, gemeinsam etwas zu erschaffen. Der Eingang muss unterhalb der Liegefläche liegen, damit die warme Luft nicht entweichen kann. Daher wird unterhalb der Schneemauern ein Loch als Einstieg gegraben, und alle acht Frauen samt Horst finden Platz im Inneren des Iglus.

 

 

Nach einem Abendessen auf der Alm und einem nächtlichen Abstieg mit Schneeschuhen durch vor Kälte knirschenden Schnee und die dunkle, inzwischen schlafende Berglandschaft sind sich alle einig: Das Iglu-Bauen war eine tolle Erfahrung und ein Riesenspaß.

 

 

WILDPFADE
Horst Jenicek
Tratberg 19
83734 Hausham

Telefon: 08026 9288945

E-Mail: info@wildpfade.eu

Internet: http://wildpfade.eu/

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Närrische Tage in Schliersee – Faschingspartys für Kinder und Erwachsene

Dieses Jahr ist der Fasching nur kurz, am 14. Februar ist bereits alles wieder vorbei. Daher heißt es jetzt kräftig feiern auf einer oder sogar mehreren der vielen verschiedenen Faschingsfeiern in Schliersee und Spitzingsee. Da ist sicherlich für jeden etwas dabei.

Faschingstermine in Schliersee:

31.01.2018 14:30 Uhr – offen Seniorennachmittag Kaffeekranzl im Pfarrheim Schliersee, Lautererstraße 1 mit einem Auftritt der Crachia Hausham. Wenn Sie abgeholt werden wollen, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro unter 08026 6578.

04.02.2018 14:00 Uhr – 17:00 Uhr Kinderfasching mit dem Motto „Auf in den Dschungel“ im Forum der Vitalwelt Schliersee mit einem Auftritt der Prinzengarde und der Tanzgruppe Butterflies.
Es gibt Kaffee und Kuchen sowie kunterbunte Cocktails. Der Eintritt beträgt für Kinder 1 € und für Erwachsene 2 €.

07.02.2018 14:30 Uhr – offen Faschingskranzl „A narrische Zeit“ im Pfarrzentrum St. Josef in Neuhaus, Josefstalerstraße 2 mit musikalischer Begleitung von Peter Dopfer. Der Eintritt beträgt 3 € inklusive Kaffee und Kuchen. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 08026 1821 an.

11.02.2018 10:00 Uhr – 17:00 Uhr  Faschingsgaudi auf der Unteren Firstalm im Skigebiet Spitzingsee. Ein lustiges, buntes Faschingstreiben mit fantasievollen Kostümen rund um die Alm.

12.02.2018 14:30 Uhr – 17:00 Uhr  Kinderfasching St. Sixtus Schliersee in der Lautererstraße 1 mit den Gardemäusen der Crachia Hausham und tollen Überraschungen. Der Eintritt beträgt 1 € für Groß und Klein.

12.02.2018 Rosenmontag Party im Karma Bavaria in Schliersee, Kirchbichlweg 18 Ab 17 Uhr mit Kinderschminken und DJ Johnny aus Rosenheim. Kommen Sie während der Faschingszeit verkleidet in die Wolpertinger Bar und Sie erhalten einen Shot auf´s Haus.

13.02.2018 15:00 Uhr – offen Faschingskranzl des Katholischen Frauenbundes im Café Jennerwein in Schliersee, Bahnhofstraße 11a.

 

 

Ich wünsche Ihnen eine tolle närrische Zeit im bayerischen Oberland. Genießen Sie einfach ein paar unbeschwerte Tage!

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Harte Tage, gute Jahre – Live-Stream aus Schliersee

Ich hatte Patrick Edler von Hoessle schon im Januar bei seiner Eröffnung kennengelernt. Heute sitzt er mit einem Cappuccino vor seiner Bücheroase in der Oktobersonne. Er scheint angekommen zu sein. Fröhlich grüßt er vorbeigehende Schlierseer, immer mit einem netten Spruch auf den Lippen. „Ich fühle mich inzwischen sehr wohl in Schliersee“, verrät er mir. Inspiriert von seiner Frau, hatte er Anfang des Jahres den Laden übernommen. Eines seiner Ziele waren damals Lesungen und kleinere Veranstaltungen gewesen.

„Am 3. November findet sogar eine richtig große Veranstaltung statt – über das Buch ‚Harte Tage, gute Jahreʻ“, berichtet er stolz. In der Gschwandbachalm Schliersee hat er eine Lesung für 100 Teilnehmer organisiert. Diese war nach kurzer Zeit ausverkauft.

Die gute Nachricht: Es gibt einen Live-Stream von der machwerk Film- und TV-Produktion Stephan Guntli.

 

Am 03.11.2017 ab 19.30 Uhr auf der Facebook-Seite der Bücheroase

 

Patrick Edler von Hoessle freut sich riesig, dass er durch den Live-Stream praktisch alle einladen kann, an der Lesung teilzunehmen. Ganz bequem von zu Hause aus.

 

Christiane Tramitz – wohnhaft in Schliersee – stellt Ihr Buch „Harte Tage, gute Jahre“ über die Sennerin vom Geigelstein zusammen mit Helmfried von Lüttichau (bekannt aus „Hubert und Staller“) vor. Als musikalische Begleitung spielt die Zitherhex, und es wird ein Kurzfilm gezeigt.

70 Jahre auf einer Alm in den bayerischen Bergen – die außergewöhnliche Lebensgeschichte einer bemerkenswerten Frau. Es ist eine Geschichte vom einfachen Leben im Gleichmaß der Jahreszeiten und in Achtsamkeit vor der Natur und von der Geborgenheit inmitten einer vertrauten Heimat, spannend und unterhaltsam erzählt von Christiane Tramitz.

„Christiane Tramitz hat gerade ihr erstes Dirndl gekauft und freut sich riesig auf die Buchvorstellung über eine Alm auf einer Alm“, sagt Patrick Edler von Hoessle.

 

 

 

 

Weitere Lesungen:

Birgit Lutz – Heute gehen wir Wale fangen

Wie mich die Grönländer mit in ihre Welt nahmen. Eine Reise zum entlegensten Ort der Welt. Eine Reise in eine vergessene Welt. Auch Birgit Lutz wohnt am Schliersee.

  1. November ab 19:30 UhrOrt: SLYRS – Caffee & Lunchery

Bayrischzeller Straße 13, 83727 Schliersee
(Einlass ab 19:00 Uhr)

 

Mein Tipp für Urlauber: Wer in Schliersee Urlaub macht, kann im Online-Shop der Bücheroase Bücher vorbestellen und diese dann nach Ankunft im Buchladen abholen. Bequemer geht es nicht!

 

Bücheroase

Lautererstraße 10

83727 Schliersee

08026 6904

 

Die Bücheroase bietet eine große Auswahl aktueller Belletristik als Taschenbuch und in gebundener Form und zudem eine sehr umfangreiche Kinder- und Jugendbuchabteilung, Reiseführer mit Schwerpunkt auf Wanderkarten und -führer rund um den Schliersee und das Oberland. Garten- und Kochbücher, Bildbände und Sachbücher aus den Themenfeldern Politik und Geschichte sowie Ratgeber verschiedenster Bereiche kommen ebenfalls nicht zu kurz.

Für jeden Anlass runden ausgesuchte Postkarten, Gruß- und Glückwunschkarten, Papeterieartikel und ein kleines Sortiment an Gesellschaftsspielen das Bild ab.

Einfach alles, was Sie von einer guten Buchhandlung erwarten dürfen.

Vor dem Geschäft befindet sich eine kleine Ruheoase mit einem freien WiFi-Hotspot. Hier können Sie direkt in der Lektüre schmökern oder Ihr eBook im Webshop der Bücheroase selbst auftanken.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

Aufbuschen auf der Unteren Firstalm – und vom Leben einer Sennerin

Bei meiner Ankunft auf der Unteren Firstalm werde ich von Anna-Lena, der jungen Sennerin, begrüßt. Sie ist von Beruf her eigentlich Schreinerin, kommt ursprünglich aus einer Landwirtschaft vom Irschenberg und hat diesen Sommer mit 56 Jungviechern, 2 Stuten und einem Fohlen, 24 Schafen, 2 Schweinen, 3 Hühnern und einem Gockel auf der Alm verbracht. Es war schon immer ihr Traum Almerin zu sein, erzählt sie mir, den sie sich durch eine Freistellung von der Arbeit heuer verwirklichen konnte. Besonders gereizt hat sie der enge Kontakt mit den Tieren, mal raus aus dem Alltag zu kommen und in der Natur zu sein.

So ein Sennerinnen-Leben ist gar nicht so leicht, erfahre ich. Ihr Arbeitstag ist angefüllt mit:

Im Stall die kleinen Kälber füttern und waschen.

Die Säue versorgen.

Nach den Kälbern auf der Weide schauen, ob alle gesund und ruhig sind.

Im schweren Rucksack Mineralfutter und Salz sowie Flickzeug für die Zäune mit sich führen.

Zäune kontrollieren und ausbessern.

Tränken säubern und vieles mehr.

Seit Mitte August bindet Anna-Lena außerdem Papierröschen zum Schmücken der Buschen für den Almabtrieb.

Außerdem hat sie in den letzten 14 Tagen Almrausch gepflückt und gebunden.

Auch die Buschen zum Schmücken der Tiere hat sie gebunden und mit bunten Reserln (dt. Röschen) geschmückt.

Zu ihren schönsten Erlebnissen gehören die Geburten der 7 Lamperl (dt. Lämmer). Aber Anna-Lena wurde auch vom Schafbock umgeworfen, ein Jungvieh hatte sich vertreten, ein Kalb hatte eine Kolik und der Gockel wurde böse von einem frei laufenden Hund gebissen. „Die Hunde sind tatsächlich ein Problem“, erzählt mir die Sennerin, bzw. eher die Hundehalter, welche die Tiere nicht anleinen und es dadurch immer wieder zu einer Jagd auf Schafe und Hühner kommt.

Die Kälber kennen einen mit der Zeit, erfahre ich. „Angst muss man nicht vor den Tieren haben, aber Respekt sollte man schon haben“, sagt die Almerin.

Sie musste sich erst daran gewöhnen sich allein zum Essen zu setzen, erzählt sie mir. Aber wenn dann am Abend die Ruhe auf der Alm einkehrt, die Wanderer wieder im Tal sind und man besonders im August noch lange draußen sitzen bleiben kann, ist es ein Traum.

Für den Almabtrieb werden die Kühe mit Buschen, Kreuzen, einer Krone, Stirnkranzl sowie sogenannten Fotzenkranzl, welche um Maul und Hörner drapiert werden, geschmückt. 40 Blumen werden etwa pro Buschen benötigt. Außerdem kommen hier die wunderschönen Glocken zum Einsatz, welche zum Teil seit Generationen in der Familie weitergegeben werden. Hartl Markhauser, welcher die Alm bewirtschaftet, zeigt mir die Glocken, welche er und sein Vater zu ihrer Hochzeit und besonderen Geburtstagen geschenkt bekommen haben. Er sitzt neben mir auf der Bank und poliert sie, damit sie am kommenden Samstag wunderschön glänzen. Im normalen Almbetrieb tragen die Kühe übrigens kleine Glocken, welche den Sinn haben, sie wiederzufinden, falls sie sich verirrt haben. Die großen Glocken sind dem Almabtrieb vorbehalten. „Die Kühe stehen übrigens auf ihre „Alltags“-Glocken und verteidigen sie sogar“, verrät mir Hartl.

 

 

Morgen (30. September 2017) findet der Almabtrieb von der Unteren Firstalm über die alte Spitzingseestraße bis nach Fischhausen zum Anderl-Bauernhof der Familie Markhauser statt. 7-8 Erwachsene und 5-6 Kinder sind daran beteiligt. Besonders die Kinder sind schon ganz aufgeregt und freuen sich darauf. Je nach Dauer des Schmückens geht es kurz vor 11 Uhr los mit dem Abtrieb ins Tal und damit dem Einläuten der Herbstsaison.

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Freundliche Übernahme – Sepp und Jackl haben die Rixner Alm übernommen

Viel ändern soll sich nicht. „Wir müssen das Radl ja nicht neu erfinden!“, lacht Sepp. „Die Mädels haben das bisher super gemacht, und so soll es auch weitergehen. Und es war ja eine freundliche Übernahme.“

Ein Blick auf die Angebotstafeln im Gastraum lässt mich doch ein wenig Veränderung erkennen. Neben den gewohnten leckeren Brotzeiten gibt es jetzt im Sommer zusätzlich noch verschiedene Salate. Als besonderes Schmankerl empfiehlt mir Sepp das saure Rindfleisch mit Zwiebeln und Schnittlauchbrot. Ich setze mich nach draußen auf die Sonnenterasse mit Blick auf Berge und Schliersee mitten im Paradies ‒ im Herzen der Natur. Denn hier ist kein Verkehr. Autos dürfen hier keine fahren. Das saure Rindfleisch passt optimal zu einem heißen Sommertag.

Als Nachtisch muss ich unbedingt einen Kuchen probieren. Der schmeckt superlecker – wie immer. Sepp lacht: „Liesi kommt jeden Tag her und macht weiterhin die Kuchen für uns. Die sind einfach unschlagbar!“ Da hat er tatsächlich recht. Für einen großen Ansturm sind Sepp und Jackl mit langer Erfahrung in der Gastronomie und insgesamt sechs Töchtern, vier im unterstützungsfähigen Alter, sehr gut aufgestellt. „Die stehen an starken Tagen mit an der Front“, strahlt Jackl zufrieden.

Man merkt gleich, dass die beiden sich schon nach ein paar Monaten richtig wohlfühlen in ihrer Alm. „Wir freuen uns jeden Tag, wenn wir herfahren – es ist einfach unsere Seeperle!“ Das Lächeln in den Gesichtern der Gäste lässt sie die viele Arbeit vergessen. „Zufriedene Gäste brauchen wir ‒ dann ist unsere Mission erfüllt!“ Zum Abschluss empfiehlt mir Sepp noch den Rixner-Spritz – nicht so süß, sondern genau richtig für den Sommer. „Frizzante auf Eis mit frischer Zitronenmelisse und einem Spritzer Wasser.“ Das probiere ich das nächste Mal aus.

Eine Pause in der Rixner Alm ist für mich bei jeder Seeumrundung obligatorisch. Mein persönlicher Logenplatz bei einem Cappuccino für Aus- und Weitblicke auf den Schliersee.

 

Öffnungszeiten:
10-17 Uhr
Montag und Dienstag Ruhetag

Rixner Alm
Westerbergstraße 40
83727 Schliersee

Die bewirtschaftete Alm liegt direkt am Westufer des Schliersees und ist bequem in 20 Minuten zu Fuß erreichbar.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Urlaub auf dem Bauernhof – ein abwechslungsreiches Erlebnis für Familien, aber auch für Ruhesuchende

In Schliersee gibt es viele Möglichkeiten, Urlaub auf dem Bauernhof zu machen.

Ich möchte Ihnen zwei Biohöfe vorstellen, die jeder für sich wunderschöne Erholungsorte darstellen und trotzdem sehr gegensätzlich sind.

Beim Sonnenstatter der Familie Hirtreiter lädt ein bunt blühender Bauerngarten direkt vor der Tür zum Eintreten ins Haus Schlierseeblick ein. Und der Name hält, was er verspricht! Hier findet sich ein Paradies für Familien mit Kindern, die einen Spielplatz mit Rutsche gleich im Garten vor dem Haus vorfinden und dort sowie im extra eingerichteten Spielzimmer oder der Spielscheune mit Kletterwand und Trampolin nach Lust und Laune toben können. Auf dem Hof werden neben vielen anderen Tieren u. a. seit über 30 Jahren süddeutsche Kaltblutpferde gezüchtet. Das sind schwere, bäuerliche Arbeitspferde unserer Region, die im Herbst an der Leonhardifahrt teilnehmen und dort gesegnet werden. Der Hof wird erstmals 1473 erwähnt. Hier wird Gemütlichkeit, aber auch Abenteuer und Erlebnis großgeschrieben. Urlaub ist auch im Berghäusl oder auf der eigenen Alm möglich.

Wer Ruhe und Erholung fernab von jeglichem Trubel sucht, ist auf dem Biohof Schwaig genau richtig. Auf dem Weg zum Hof kommt einem eine Katze geruhsam entgegengeschlendert, und hinter dem Haus grasen zahme, neugierige Kälber einer alten bayerischen Rasse, die hier zurückgezüchtet wird. Es gibt eine weitläufige Liegewiese mit schattenspendenden Bäumen, einer kleinen Kapelle, duftenden Rosen und einem wunderschönen Grillplatz. Die Einrichtung der Räumlichkeiten ist maßgeschreinert und besteht aus eigenen Hölzern. Hinter einem alten, knorrigen Apfelbaum findet man ein uriges Saunahaus. Seit 1822 ist die Schwaige aus dem Jahre 1200 in Familienbesitz. Ruhe und Erholung sowie Achtung vor allen Lebewesen werden hier gelebt. Mir kommt es vor wie ein Stück Garten Eden, und würde ich nicht bereits in dieser Region leben, würde ich hier meine Auszeit verbringen wollen.

Bio-Hof Schwaig, Markus und Notburga Hofberger
Schwaig 2
83727 Schliersee
Telefon: 08026 2118
E-Mail: info@biohof-schwaig.de

Internet: http://www.biohof-schwaig.de

 

Beim Sonnenstatter

Familie Hirtreiter
Schießstättstraße 7
83727 Schliersee
Telefon: 08026 20011
E-Mail: info@gaestehaus-sonnenstatter.de

Internet: http://gaestehaus-sonnenstatter.de

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Autumn Traditions and Time Travel – part 2

I met Hartl once more at his breathtaking lake side farm early in the morning while the dew was still glistening on the grass and the fog was beginning to lift revealing the mountains once more. After our long jeep ride up the mountain passing several groups of hikers heading up Bodenschneid in this perfect wandering weather.

We arrived at the Alm early that Sunday morning and Anna and the other Hirteren (herders), Sennerin and farmers were calmly preparing the cows for their festive procession down the mountain, through the town and back to the farm. It is rather amazing how calm the cows remain even once they have received their large ceremonial bells and the head pieces. The calmness is attributed to the care and calmness of the Sennerin and her many helpers. If the humans remain calm, the animals follow suit…for the most part. They are animals after all and can be very unpredictable. Like humans each animal has it’s own distinct character.

Looking timelessly beautiful in her Trachten (traditional clothing), hair braided in the traditional way and decorated with Edelweiss. It was very obvious Anna was leading this show and with pride, as she should be. Very few famers in our region had a successful season this summer due to extreme weather. Once all the selected cows received their decorations, and everything was put just right, Anna began to lead them home. Of course the cows had ideas of their own and ran in different directions but through the skill of Anna and her many helpers the cows were once again quickly organized and down the mountain, through the forest they went.

Their journey took the group along ancient wandering forest paths of which I can only imagine hundreds of years of farmers traveled before. For over two hours they negotiated these mountain paths cheered on by the many hikers and cyclists they passed until they reached the edge of Schliersee and we on the homestretch to the picturesque farm in Hausham.

Once everyone had entered the farm and the cows were brought once again into their lush green pastures the business of deftly removing the decorations began. They are removed quickly and with care even if the cows seem to have difficulty giving up the pretty decorations. Part of the history of Almabtrieb as being a way to give thanks for a successful season but also it is important to hang the decorated bushes, head pieces, on the outside of the stalls to continue to bring the herd good luck.

The Baurernhof or farmhouse was situated with the mountains in the distance and was truly spectacular. Hartl and I were given the great honor to join the family and all the helpers in a magnificent meal on the sun soaked terrace surrounded by the delicious scent of warm vine tomatoes ripening. For this time traveling wanderer it was a life long dream.

If you would like to visit Rainer-Alm
http://www.bergwandern-für-senioren.de/huetten/index.php?gebiet=2&huette=213

For a wonderful farm house vacation or amazing cabin in ski season:
http://anderlbauer.schliersee.de/unser_hof/unser_hof.php

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).