Gela Allmann: „Die Schlierseer Berge sind mein Kraftplatz“

Berge sind Gela Allmanns Sehnsuchtsort. Ob Rauhkopf, Taubenstein, Jägerkamp, Bodenschneid oder Brecherspitz – auf den Gipfeln rund um Schliersee und Spitzingsee fühlt sich die 34-Jährige zu Hause. Auf ihrem Instagram-Account sieht man die Bilder einer jungen, strahlenden Frau beim Skitourengehen und Bergwandern. „Ich bin ein sehr empathischer Mensch. Ich lasse mich gerne auf andere ein“, sagt die Motivationsreferentin, die auch als Sportmodel gebucht wird. „Deshalb tut es mir so gut, in den Bergen mal nur für mich zu sein und zur Ruhe zu kommen.“

 

Sturz über 800 Meter in die Tiefe

Aber nicht nur als Kraftplatz haben die Berge das Leben von Gela Allmann beeinflusst. Sie sind auch ihr Schicksalsort: 2014 – die damalige Bergläuferin und Skibergsteigerin befindet sich auf dem Höhepunkt ihrer Karriere – stürzt sie während eines Fotoshootings in Island 800 Meter in die Tiefe. Auf dem vereisten Grat eines rund 1.000 Meter hohen Berggipfels rutscht die junge Frau ab und verliert den Halt.

 

Dramatische Rettungsaktion über dem Fjord

Auf dem Weg nach unten nimmt sie immer mehr Geschwindigkeit auf, schleudert über eine Felskante, prallt gegen den Berg. Knapp 100 Meter über dem Fjord kann sie ihren Sturz mit letzter Kraft und unbändigem Überlebenswillen abbremsen. Schwer verletzt und in höchster Lebensgefahr – die Oberschenkelarterie in ihrem rechten Bein ist abgerissen – bleibt Gela Allmann im Schnee liegen. Was dann folgt, ist ein kleines Wunder. Und ein körperlicher sowie mentaler Kraftakt für die junge Frau: Rettung via Hubschrauber, Notoperation in Islands Hauptstadt Reykjavík. Die Ärzte kämpfen um ihr Leben. Und um ihr rechtes Bein.

 

Mit Optimismus und mentaler Stärke zurück ins Leben

Dass sie diesen Kampf gewonnen haben, liegt nicht zuletzt an Gela Allmanns unbändigem Optimismus und ihrer mentalen Stärke: „Das Kämpfen ist mir nicht schwergefallen, denn ich bin ja vom Kämpfen im Sport gekommen“, sagt die 34-Jährige heute. „Ich habe sofort gewusst: Ich bin mir und meinem Körper das schuldig. Wenn ich in fünf oder zehn Jahren zurückblicke, dann will ich sicher sein: Ich habe alles getan!“

 

Operationen, Klinikaufenthalte, Rehabilitation, Physiotherapie, Coaching und immer wieder Training bis an die Grenzen ihrer Kraft. Heute ist der Kampf zurück in den Alltag zu Gela Allmanns Lebensmotto geworden: „Fight. Smile. Love“ lautet ihr Mantra, mit dem sie als Motivationsreferenten andere Menschen inspirieren möchte.

 

Rauhkopf – der erste Gipfel nach dem Sturz

Bereits vier Monate nach ihrem schweren Sturz zieht es die junge Frau wieder auf ihren ersten Gipfel: Mit der Seilbahn geht es auf den Taubenstein und von dort aus auf den 1.689 Meter hohen Rauhkopf in den Schlierseer Bergen. 80 Meter arbeitet sich Gela Allmann mit Krücken dem Gipfelkreuz entgegen. „Das war das ultimative Zwischenziel für mich. Einfach mega motivierend“, erinnert sich die junge Frau.

 

Das Mentaltraining, das einst ihren Weg als Sportlerin unterstützte, trägt sie auch jetzt zurück ins Leben: „Gefühle sind unser größter Motor. Im Wettbewerb habe ich mir immer den Moment vorgestellt, in dem ich im Ziel ankomme. Wie ich mich fühle, die Endorphine, die Freude. Das hat mich dann über die Strecke getragen.“

 

Zeit zum Schreiben – auf einer Spitzingseer Alm

Doch nicht nur dieser erste kleine Etappensieg verbindet Gela Allmann mit der Region. Auch ihr Buch – „Sturz in die Tiefe: Wie ich 800 Meter fiel und mich zurück ins Leben kämpfte“ – ist in großen Teilen in den Schlierseer Bergen entstanden: Im August 2015 zog sie sich eine Woche lang auf eine private Alm zurück, zum Nachdenken und Schreiben.

 

„Dort konnte ich zur Ruhe kommen, reflektieren und habe ganz viel von meinem Buch geschafft. Die Schlierseer Berge sind für mich ein mega Geschenk, mein ultimativer Kraftplatz“, sagt Gela Allmann und ergänzt: „Ich wünsche jedem Menschen, dass er so eine Begeisterung in seinem Leben hat.“

 

„Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch!“

Auf fast 300 Buchseiten verarbeitet die 34-Jährige ihren Sturz, erzählt von ihrem Weg zurück ins Leben, den körperlichen Herausforderungen, Tränen und Schmerz, aber auch mentalen Entwicklungssprüngen: „Das alles aufzuschreiben, war wie eine Therapie für mich“, sagt Gela Allmann. „Die ersten zwei Wochen nach meinem Unfall war ich vollkommen bewegungslos. Danach habe ich sofort angefangen, auf dem Computer zu tippen ‒ mit dem einen Finger, den ich gerade bewegen konnte.“

 

Am meisten motiviert bei ihrem Buchprojekt habe sie der Gedanken, damit anderen Menschen zu helfen: „Ich wünsche mir immer, dass alles gut ist. Dass etwas Gutes daraus entsteht. Wenn ich das schaffe, schaffst du das auch – das ist die Einsicht, die ich mit meinen Lesern teilen möchte.“

 

Lebenseinstellung? – Fight. Smile. Love.

Ihre positive Energie gibt die 34-Jährige heute als Speakerin in Motivationsvorträgen weiter: „Die Leute hören mir vor allem zu, weil ich diese gigantische körperliche Entwicklung gemacht habe“, sagt Gela Allmann. „Viel wichtiger für mich ist aber meine seelische Entwicklung als Mensch.“ Fight. Smile. Love. – Mit diesem Motto bringt die 34-Jährige ihre Lebenshaltung auf den Punkt.

 

„Fight – das war schon vor meinem Unfall mein Motto: einfach mehr schaffen, über meine Grenzen hinaus. Smile – steht für eine freudige Gelassenheit, dafür, an sich selbst zu glauben, auch wenn es mal nicht so läuft, wie man sich das vorstellt. Love – ist dieses Mehr an Respekt und Liebe für sich selbst. Die Fähigkeit, ganz doll auf sich selbst zu schauen. Erst wenn das geschieht, können wir unsere Liebe überhaupt an andere weitergeben.“

 

Mit Orthese auf den Berg

Zum Thema „Love“ gehöre es für sie auch, sich selbst anzunehmen, sagt Gela Allmann: „Auch, wenn nichts mehr perfekt ist an diesem Körper.“ Bis heute trägt die 34-Jährige eine Orthese am rechten Bein, wenn sie am Berg unterwegs ist. Denn ihr rechtes Knie habe noch immer „kein einziges Band, keinen Meniskus, einen kaputten Knorpel, und mein Bewegungsnerv funktioniert zu zirka 50 Prozent.“

 

„Ich habe meinen persönlichen Wettkampf längst gewonnen.“

Höher, schneller, weiter – was früher im Wettkampf gezählt habe, sei heute unwichtig für sie, sagt Gela Allmann: „Im Training bin ich damals fünfmal hintereinander den Roßkopf hochgelaufen. Und habe 25 Wettkämpfe im Jahr bestritten. Heute habe ich meinen persönlichen Wettkampf längst gewonnen. Ich bin mein eigener Maßstab, nicht die anderen.“

 

In den Bergen zu Hause.  

Dazu beigetragen hat sicher auch die tolle Begleitung, die Gela Allmann heute auf ihren Touren in die Schlierseer Berge hat. Außer ihrem Freund, dem E-Bike-Profi Andi Wittmann, kommt seit dem vergangenen Jahr auch Söhnchen Felix (1) mit auf Taubenstein und Rotwandhaus. Natürlich noch nicht eigenfüßig, sondern in der Trage oder im Anhänger. „Ich wusste schon immer: Ich bin kein Stadtmädchen“, resümiert Gela Allmann. „Wir gehören in die Berge. Und wollen, dass unser Kind berg- und naturnah aufwächst.“

 

Die Schlierseer Berge – Gelas Empfehlungen

 

Gut vorbereitet und ausgerüstet.  

„Ich habe immer ein Handy dabei, um selbstständig einen Notruf absetzen zu können. Außerdem ein kleines Erste-Hilfe-Set und eine Rettungsdecke, sollte ich einmal von schlechtem Wetter überrascht werden. Und für Skitouren im Winter gehören unbedingt für mich dazu: Piepser (Lawinen-Verschütteten-Suchgerät), Lawinensonde und Schaufel.“

 

Respekt vor dem Berg.

 „Berge darf man nie unterschätzen: Auch, wenn man bei den Schlierseer Bergen immer liebevoll von den ‚Münchener Hausbergen’ spricht: Es geht dort echt alpin zu: Es sind Trittsicherheit und alpines Können gefragt. Denn das Wetter kann so ultraschnell umschlagen. Erst neulich sind Andi und ich auf einer Skitour im totalen Whiteout (https://de.wikipedia.org/wiki/Whiteout) gelandet. Dabei kannst du schnell die Orientierung verlieren, auch wenn du eigentlich jedes Eckchen kennst. Ich persönlich mag keine Gefahr mehr am Berg.“

 

Für trainierte Tourengeher: Die Rotwand-Reib’n.

Die Rotwand-Reib’n ist eine richtig coole Tour für geübte Bergsteiger. Sie lässt sich im Sommer zu Fuß wandern. Oder im Winter mit Tourenski fahren. Da ich selbst bergab Probleme mit meinem Knie habe, laufe ich in der Regel zu Fuß hoch zur Rotwand, nehme ein paar Gipfel mit und laufe dann rüber zum Taubensteinhaus. Dort kann man schön einkehren. Und anschließend wieder mit der Taubensteinbahn nach unten fahren. Im Winter ist man recht lange unterwegs. Das macht Spaß, aber man muss natürlich immer auf die aktuelle Lawinenlage aufpassen.“

Hier hat Eckehard Radehose die Skitour über die Rotwand-Reib’n im Detail beschrieben: https://magazin.schliersee.de/die-rotwand-reibn-‒-ein-oberbayerischer-skitourenklassiker-ueber-dem-spitzingsee/

 

Brecherspitz: Drei Seen auf einen Blick.

„Im Sommer ist für mich der Weg auf die Brecherspitz ein absolutes Highlight. Denn unterwegs gibt es einen Punkt, an dem man auf alle drei Seen blickt: den Schliersee, den Spitzingsee und den Tegernsee. Da hat man einen traumhaften Ausblick ziemlich weit oben. Man kann entweder vom Schlierseer Ortsteil Neuhaus aus losgehen. Oder vom Spitzingseesattel über die Obere Firstalm raufsteigen. Auch hier gilt: Alpine Trittsicherheit und Vorsicht sind gefragt!“

Hier stellt BergMadl Julia Zilken die Wanderung auf die Brecherspitz vor: https://magazin.schliersee.de/wanderung-auf-den-hausberg-der-schlierseer-die-brecherspitz/

 

Achtung: Alle Touren auf eigene Gefahr – Haftung ausgeschlossen!

 

 

Mehr zu Gela Allmann

Website: www.gelaallmann.de
Instagram: https://www.instagram.com/gelaallmann/
Facebook: https://www.facebook.com/gela.allmann/
Buch: Sturz in die Tiefe. Wie ich 800 Meter fiel und mich zurück ins Leben kämpfte.

 

 

Fotos 5‒10 © Gela Allmann

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Veranstaltungsvorschau 2019 – ausgewählte Höhepunkte über das Jahr verteilt

Der Markt Schliersee und seine rührigen Vereine blicken auf eine lange Tradition mit verschiedenen Festen, Sportveranstaltungen, Konzerten, Theateraufführungen, kirchlichen Festtagen, Märkten und, und, und.

Die Veranstalter freuen sich über viele Besucher aus Nah und Fern. Gäste und Einheimische sind herzlich willkommen, mitzufeiern und zu erleben, wie lebendig und abwechslungsreich Schliersee ist.

3. und 04. März (Faschingssonntag und Rosenmontag) Wir feiern Fasching!

Am 03.03. findet ab 11:00 Uhr der traditionelle Firstalmfasching auf der Unteren First statt. Entgegen allen anders lautenden Gerüchten ist die Hochburg des Karnevals keinesfalls im Rheinland, sondern hier in den Oberbayerischen Bergen im Skigebiet Spitzingsee.

Und am Rosenmontag, 04.03., findet im Kurpark am Pavillon ein buntes Faschingstreiben, eine Benefizveranstaltung zugunsten vom Sportheim des TSV Schliersee, statt: Ab 14:00 Uhr gibt es Faschingsgaudi pur ‒ mit Musik und guter Laune, Essen und Trinken. Barbetrieb! Das Motto der Faschingsfeiernden lautet: TIERPARK.

 

21. April (Ostersonntag) und PREMIERE Bauerntheater

Derzeit wird gerade im Bauerntheater Schliersee die Saison 2019 vorbereitet. Am Ostersonntag, 21. April, wird die Theatersaison mit dem Stück „2 Bauern im ¾ Takt unter der Regie von Girgl Floßmann eröffnet. Kartenvorverkauf für alle Vorstellungen vom Bauerntheater Schliersee in 2019 voraussichtlich ab Mitte Februar bei der Gäste-Information Schliersee oder unter muenchenticket.de. Weitere Informationen finden Sie zu gegebener Zeit unter https://www.schlierseer-bauerntheater.de/.

 

18. Mai (Samstag) Sixtus Lauf und Walk ‒ Laufen kann jeder!

Der Sixtus Lauf Schliersee geht in die nächste Runde! Die achte Auflage des beliebten Breitensport-Events findet am Samstag, 18. Mai 2019, statt. Drei Strecken stehen den Erwachsenen zur Wahl:

Die Halbmarathon-Distanz (21.1 km) führt von der vitalwelt schliersee auf der gesperrten Bundesstraße von Schliersee nach Neuhaus, durch das Markus Wasmeier Freilicht Museum und weiter in die ,Auracher Fuizn‘. Von Aurach aus geht es zurück durch Neuhaus, Fischhausen, am Westufer des Schliersees entlang Richtung Hausham und von dort zurück ins Ziel an der vitalwelt schliersee.

Der 10 km Lauf & Walk führt ebenfalls durch das Markus Wasmeier Freilicht Museum, weiter durch Fischhausen und am Westufer des Schliersees entlang zurück ins Ziel an der vitalwelt schliersee.

Der 7.5 km Lauf & Walk führt einmal rund um den Schliersee. Auch hier liegen Start und Ziel an der vitalwelt schliersee.

Zusätzlich finden noch Zwergerl-, Kinder- und Jugendläufe mit einer Länge von 500 m, 1.000 m und 2.000 m direkt an der vitalwelt schliersee statt.

https://www.schliersee-lauf.de/

 

29. Juni (Samstag) Schlierseer Straßenfest in der Lautererstraße

Nach einigen Jahren Pause findet heuer an diesem Tag ab 14:00 Uhr wieder ein bunter, abwechslungsreicher Nachmittag mit vielen Verkaufsständen, Livemusik, Kinderland und Genussmeile im Herzen Schliersees statt. Das beliebte Straßenfest geht bis spät in den Abend ‒ so lässt sich der Sommer in Schliersee genießen!

 

26. bis 28. Juli (Freitag bis Sonntag) Schlierseer Seefest, Kurpark und Seefestwiese

Ganze drei Tage dauert das große Schlierseer Seefest. Es findet fast immer am letzten Wochenende im Juli statt. Dieses Fest sollten Sie auf keinen Fall verpassen! Schuhplatteln, Goaßlschnalzen, Trachten und das traditionelle Fischerstechen gehören zu den Highlights des Schlierseer Seefestes. Krönung der Feierlichkeiten ist das große, musiksynchronisierte Brillant-Feuerwerk; dieses beginnt samstags um 22:00 Uhr und zieht viele Seefestbesucher jedes Jahr aufs Neue in seinen Bann (Ausweichtermin für das Feuerwerk ist der Sonntag).

 

4. August (Sonntag) Alt-Schlierseer Kirchtag

Der Alt-Schlierseer Kirchtag ist ein ganz besonderes Fest, das jedes Jahr Anfang August gefeiert wird. Fast wäre die jahrhundertealte Tradition, die am Kirchtag der Pfarrkirche St. Sixtus in Schliersee veranstaltet wurde, verloren gegangen. Doch seit vielen Jahren lassen die Mitglieder der Alt-Schlierseer Trachtengruppe diesen Brauch wieder aufleben. Um 10:00 Uhr werden die Plätten, die die prachtvoll angezogenen Trachtler von Fischhausen über den See nach Schliersee rudern, im Kurpark bei Blasmusik erwartet. Gegen 10:30 Uhr beginnt der Festzug zur Pfarrkirche St. Sixtus. Hier findet um 11:00 Uhr der Patroziniumsgottesdienst statt. Die anschließende Prozession geht über Lautererstraße, Bahnhofstraße und zum Bauerntheater am Terofalplatz. Hier beginnt dann das Kirchweihfest mit bayerischer Tanzmusik, das bis in den späten Nachmittag gefeiert wird.

 

03.–27. Oktober                   

12. Kulturherbst Schliersee, verschiedene Veranstaltungsorte

 

Auszug aus dem Grußwort zum 10. Kulturherbst: „Als die Idee geboren wurde, hätten wir nicht geglaubt, eines Tages den zehnten Geburtstag unseres Festivals feiern zu können. Und wenn wir zurückblicken, erleben wir die ungebrochene Freude an der Vielfalt des Programms, der Attraktivität unserer Spielstätten und das wachsende Netzwerk aus Künstlern und Freunden, die das Festival prägen und fördern. Und schließlich freut uns die steigende Zahl an Besuchern, die das Kulturschaffen in Schliersee interessiert begleiten.

So gilt es auch dieses Jahr, all diese bestimmenden Elemente weiter zu pflegen und wieder der bildenden Kunst, der Musik in vielen Facetten, dem Kabarett und der Rede, dem Theater und der Lesung Raum zu geben.“

http://www.kulturherbst-schliersee.de/

3. November (Sonntag) Leonhardifahrt Fischhausen

Jedes Jahr am ersten Sonntag im November findet eine der schönsten Pferdewallfahrten der Region statt – die Leonhardifahrt von Schliersee nach Fischhausen. Es handelt sich hierbei um einen der ältesten traditionellen christlichen Bräuche Bayerns. Hierfür reisen nicht nur Reiter und Gespanne aus der naheliegenden Umgebung mit ihren Pferden an, sondern auch Besucher aus dem Großraum München. Sie alle wollen am Feldgottesdienst an der Leonhardikirche teilnehmen. An diesem Tag werden die Pferde besonders herausgeputzt, die Gespanne geschmückt, und die Menschen sind in Festtagstracht gekleidet. Der Festzug zum Gedenken des Heiligen Leonhard, dem Beschützer des Viehs und der Patron von Ross und Reiter, startet um 9:00 Uhr. Die Strecke verläuft am See entlang bis zur Kirche St. Leonhard in Fischhausen. Im Anschluss an die Leonhardifahrt beginnt der Gottesdienst. Die spätherbstliche Wallfahrt endet mit der Segnung der Pferde, Fuhrleute und Reiter.

01. – 31. Dezember                

Schlierseer Weihnachtszauber, verschiedene Veranstaltungsorte

Auch 2019 lädt die Marktgemeinde Schliersee zum Schlierseer Weihnachtszauber herzlich ein. Genießen Sie unbeschwerte Stunden mit Freunden und der Familie auf einem der Schlierseer Weihnachtsmärkte an den vier Adventswochenenden. Auch nach den Weihnachtsfeiertagen freuen wir uns auf viele Besucher bei der Wintersonnwende auf der Seefestwiese am 30.12., beim traditionellen Silvesterblasen um 18:00 Uhr am Heimatmuseum und bei der Silvesterparty am Kurpavillon am 31.12. (jeweils freier Eintritt).

http://www.schlierseer-weihnachtszauber.de/

 

Sie finden alle unsere Veranstaltungen aktuell und informativ auf unserer Homepage: http://www.schliersee.de/winter/service-information/veranstaltungen/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ein Blick ins Schlierseer Paradies

Ein Blick ins Schlierseer Paradies

„Frau Holle macht für drei Stunden Pause“

Nachdem wir schon einige Tage im Schneechaos versunken sind, hat sich Frau Holle mal eine Pause gegönnt. Sie hat den Vorhang weggeschoben und hat nachgesehen, wie es denn jetzt in Schliersee ausschaut.

Ein Winterparadies ist entstanden.

Eine Schneepause für alle Menschen im Katastrophengebiet rund um Schliersee. Sie wurden belohnt mit ein paar Stunden herrlichstem Sonnenschein. Ich schnappte mir die Kamera und fing diese wunderschönen Momente ein.

Zitat der Gäste, die ich am Schliersee traf: „Eines muss man den Schlierseern lassen: Kaum ist die Sonne da, schon ist die Plagerei vergessen ‒ und alle sind sofort in bester Laune.“

Hiermit möchte ich im Auftrag der Schlierseer für alle örtlichen und aus ganz Bayern angereisten helfenden Einsatzkräfte einfach mal ein herzliches Vergelt’s Gott sagen. Wir sind so froh, so viele Helfergruppen zu haben.

Sie hängen sich rein, opfern ihre Zeit, sind so fleißig und unermüdlich bis spät in die Nacht hinein.  Diese Aktion hat auch was Gutes ‒ die Gemeinschaft wird gestärkt, es geht Hand in Hand.

Langsam, aber sicher entschärft sich die Lage, und wir freuen uns schon sehr auf die hervorragenden Wintersport-Bedingungen im „Schlierseer Paradies“.

 

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Frau Holle has been Shaking the Bedding in Schliersee

So today, we are going to learn something that is very german. Every winter I hear all the local Germans either thanking a woman called Frau Holle or begging her to stop. So I had to ask myself, just who is Frau Holle and what is her story? Is she saint or sinner?

My research has led me back to the old tales of the Brothers Grimm and one of their many children’s stories. Actually it has been said to be a tale even older than the Brothers Grimm and possibly a local legend in a part of Central Germany called Hesse.

Frau Holle has many names and in English we might know her at Mother Frost. The little story comes from a volume of books by the Grimm brothers, Jacob and Wilhelm, called “Kinder- und Hausmärchen” in English it is called „Children’s and Household Tales„.

In short, the tale in which we discover Frau Holle seems to be a version of the Cinderella story, where a little girl, or stepdaughter, is forced by an evil widow to do all the hard housework, while the older biological daughter is allowed to become very spoiled. Everyday the stepdaughter would sit outside the cottage and do the spinning by a well.

„One day she pricked her finger on the point of the spindle. Leaning over the well to wash the blood away, the spindle fell from her hand and sank out of sight. The stepdaughter feared that she would be punished for losing the spindle, and in a panic she leapt into the well after it. The girl found herself in a meadow where she came upon an oven full of bread. The bread asked to be taken out before it burned. With a baker’s peel she took all the loaves out and then walked on. Then she came to an apple tree that asked that its apples be harvested. So she did so and gathered them into a pile, before continuing on her way. Finally she came to a small house of an old woman, who offered to allow the girl to stay if she would help with the housework”. (https://www.pitt.edu/~dash/grimm024.html)

The woman identified herself as Frau Holle, and cautioned the girl to shake the featherbed pillows and coverlet well when she made the bed, as that would make it snow in the girl’s world. The girl agreed to take service with Frau Holle, and took care to always shake the featherbed until the feathers flew about like snowflakes”.

I love this analogy of snow being like feather bedding being shaken out. I now have a better understanding why the locals talk about Frau Holle when we either have too little or too much snow. With our weather warnings and extreme snowfall conditions, this year so far Frau Holle has been incredibly generous and we are all asking her to spread her generosity out a bit throughout our winter and not all at once.

Before I go, I learned something else that might help you if you are visiting Schliersee in the winter months. Another way to say it is snowing in Germany is to say “Frau Holle schüttelt ihre Betten aus” or Frau Holle is shaking out her bedding”. I do not know about you but I am going to memorize that tidbit of information.

I absolutely love to learn as many of these little local idioms as possible, they make me feel more a part of the wonderful German life here in Schliersee.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

„Frostschutz“ für Körper und Seele – Wintertipps von den Schlierseer „Weinberg-Frauen“

Der Schnee knirscht unter den Füßen, und die Winterluft ist frisch und kalt – eine Spaziergang am Ufer des winterlichen Schliersees tut Seele und Körper gut. Doch unsere Haut und manchmal auch unsere Seele leiden unter den frostigen Temperaturen und der früh einsetzenden Dunkelheit. Deshalb sollten Körper und Seele in der kalten Jahreszeit besonders gehegt, gepflegt und vor allem geschützt werden. Ursula Wagner, Birgit Holzwarth und Sabine Vocklinger vom „Haus am Weinberg“ sind nicht nur bestens bewandert, was das Wohlbefinden für Körper und Geist betrifft, sie haben auch einige praktische Tipps für samtweiche Winterhaut und seelischen Einklang parat.

Ursula Wagner bietet in den liebevoll und geschmackvoll gestalteten Räumen des historischen Schlierseer „Hauses am Weinberg“ neben Kinesiologie, Massagen und Fußpflege auch Behandlungen mit Naturkosmetik an. Ihr Rat für gepflegte Haut von Kopf bis Fuß lautet: „Weniger duschen und viel cremen“:

 

 

Birgit Holzwarth ist die Heilpraktikerin im Frauen-Trio und gibt ihr Wissen zum Thema Pflanzenheilkunde und Homöopathie gerne an ihre Kunden weiter. Ihr „Wundermittel“ für den Winter ist eine reichhaltige Creme für Gesicht und Körper – selbst hergestellt und garantiert ohne künstliche Inhaltsstoffe:

 

 

Doch ohne seelisches Wohlbefinden schafft es auch die gepflegteste Winterhaut nicht, von innen heraus zu strahlen. Um das innere Gleichgewicht ihrer Patienten kümmert sich im „Haus am Weinberg“ Sabine Vocklinger. Als ausgebildete Yoga-Therapeutin und Psychotherapeutin im Bereich „kontemplative Psychologie“ möchte sie die Menschen auch mental gut durch den Winter bringen.

 

 

Bei den drei „Weinberg-Frauen“ ist man auch im Winter in den besten Händen – echte Schlierseer Frauen-Power mit Herz und Verstand.

 

 

„am Weinberg“
Gesund.Schön.Beweglich
Hans-Miederer-Straße 6
83727 Schliersee

Tel.: 08026/3874252

www.haus-weinberg-schliersee.de

Termine nach Vereinbarung

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Der Pfannilift oder: Was haben Knödel und ein Skilift gemeinsam?

Ja, was haben Knödel und ein Skilift denn jetzt gemeinsam? – Den Namen! Aber wie kommt’s?

Der Schlepplift am Heukreuth-Hang in Fischhausen, der 1977 im Auftrag der Gemeinde Schliersee gebaut wurde, ist nach den Pfanni-Werken der Familie Eckart benannt, die in unserer Gemeinde sehr engagiert war und vor allem den Musikbegeisterten im Ort ein Begriff sein dürfte.

Seit der Inbetriebnahme Weihnachten 1977/78 kümmert sich das Pächter-Ehepaar Johanna und Günther Maier, das gleich nebenan das Gästehaus Maier-Schmotz betreibt, mit Herzblut um die Liftanlage und den Liftbetrieb.

Sobald genug Schnee liegt, steht Günther Maier zwischen vier und fünf Uhr in der Früh auf, um den Hang mit der hauseigenen Pistenraupe zu präparieren – so lange, bis die Piste perfekt ist für die kleinen und großen Skifahrer – und das kann je nach Schneelage auch mal drei Stunden dauern. Danach wird nur noch schnell ein Kaffee getrunken und der Hof des Gästehauses geräumt, bevor es zurück an die Liftanlage geht. „Oft amoi is er siebeneinhalb Stunden draußn gstanden, bei bis zu minus dreißg Grod. Mit sieben Schichten Gwand überanand – wia a Zwiebel“[1], erzählt Johanna Maier über ihren Mann und lacht. Und wie viel Arbeit tatsächlich dahintersteckt, ist vielen wahrscheinlich gar nicht bewusst …

Günther Maier betont: „Bei uns ko ma oft no bis in April nei Skifahrn, zum Teil länger wia am Spitzing. Mia ham a super Schneelage!“[2] Das hat der Skihang seiner Nord-Ost-Lage zu verdanken. Die etwa 300 Meter lange und relativ flache Piste eignet sich vor allem für Skianfänger, Kinder und Genussfahrer. Nicht umsonst haben hier unzählige Kinder ihre ersten Versuche auf Brettln[3] gewagt, denn bis vor wenigen Jahren wurden auf dem „Knödel-Hang“ in Zusammenarbeit mit der Skischule Spitzingsee Kindergarten-Skikurse angeboten. Und vor allem bei den Kindern sind Johanna und Günther Maier wegen ihrer herzlichen und lustigen Art sehr beliebt – das zeigen auch die Bastelarbeiten und Briefe im „Aufwärm-Stüberl“ ihres Gästehauses.

Seit etwa zehn Jahren kommen auch die Schlittenfahrer voll auf ihre Kosten. Damit sich die Rodler und die Ski-Zwerge nicht in die Quere kommen, wurde extra auf der anderen Seite des Hangs eine Schlittenbahn ausgewiesen.

Am kommenden Samstag, den 19.01.2019, findet am Pfannilift auch wieder der alljährliche Gemeinde-Kinderskitag statt. Kinder bis einschließlich Jahrgang 2008 können um den Wasmeier-Pokal wetteifern. Die Anmeldung ist bis 9:30 Uhr möglich, gestartet wird das Rennen um 10:00 Uhr. Weitere Informationen gibt es hier:

Mit dem Pfannilift zeigt sich eindrucksvoll, dass man auch im Tal ganz wunderbar und entspannt Skifahren kann – und noch dazu mit einem herrlichen Ausblick auf den Schliersee. Ein herzliches Dankeschön an die Familie Maier, die uns diesen Spaß mit ihrem unermüdlichen Einsatz ermöglicht!

Anfahrt, Preise und Betriebszeiten unter:

https://www.maier-schmotz.de/skilift.php

[1] Oftmals ist er siebeneinhalb Stunden draußen gestanden, bei bis minus 30 Grad. Mit sieben Schichten Kleidung übereinander – wie eine Zwiebel.

[2] Bei uns kann man oft noch bis in den April hinein Ski fahren, zum Teil länger als am Spitzing. Wir haben eine super Schneelage.

[3] Ski.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wintersport für Anfänger

Jetzt haben wir ihn, den Schnee, und zwar reichlich! Zu Recht können wir sagen, dass wir derzeit hier in Schliersee im Winterwunderland leben. Die weiße Pracht lädt zu allen möglichen Aktivitäten im Freien ein, und deshalb erhalten Sie hier einen Überblick ‒ als Hilfe und Anregung für alle, die noch keinen Wintersport betreiben, jetzt aber damit anfangen möchten, können, müssen …

 

Winterwandern und Fackelwanderungen:

Ziehen Sie sich warme Schuhe mit einer guten Profilsohle und eine atmungsaktive Winterjacke an. Falls Sie Stöcke haben, nehmen Sie diese mit. und schon kann’s losgehen. Schliersee bietet Ihnen eine ganze Anzahl abwechslungsreicher Winterwanderwege an. Als nicht so bekannte Beispiele sind hier die Kirchbichl-Runde und der Dr.Brodführer-Weg mit Filzenrunde (jeweils ca. 3,5 km) genannt.

http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/erlebenswert/

Bei einer abendlichen Winterwanderung mit Fackeln entlang des Westufers des Schliersees können Sie die wunderschöne winterliche Landschaft in einer ganz anderen Atmosphäre auf sich wirken lassen. Folgende Termine sieht die Gäste-Information Schliersee hierfür vor: 31.01.2019 und 28.02.2019.

Eine kulinarische Erweiterung erleben Sie bei den Schmankerl-Fackelwanderungen: Die Wanderung in die Valepp/Spitzingsee führt Sie an zwei Stationen durch ein Drei-Gänge-Menü. Termine für 2019 (jeweils donnerstags): 17.01., 14.02. und 14.03.

 

Schneeschuhwandern:

Die Gäste-Information Schliersee veranstaltet Schneeschuhwanderungen für Einsteiger: Mit Schneeschuhen können Sie selbst auf Strecken wandern, die sonst im Winter nicht zugänglich sind. Die Route für die Schneeschuhwanderung wählt der Wanderführer je nach Schneelage aus. Die Termine sind: 23.01., 06.02., 20.02., 07.03. und 21.03.2019. Schneeschuhe und Stöcke können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

Ebenso bietet das Bergmadl Julia Zilken geführte Schneeschuhtouren an und verleiht auch Schneeschuhe: https://www.zilken.de/schneeschuh-wanderungen/.

 

Ein weiterer Anbieter von Schneeschuhwanderungen ist Wildpfade https://wildpfade.eu/. Das umfangreiche Programm bietet unter anderem eine Schneeschuh-Mondscheinrunde, Iglubau und Fährtenlesen an.

 

erLeben Lernen – Schneeschuh-Verleih:

Das erLeben – Lernen – Team verleiht den „Mercedes“ unter den Schneschuhen:

TUBBS VRT flex 22/24

erLeben Lernen, Gbr, Rotwandstr. 7a, 83727 Schliersee, tel.08026/925841

erleben-lernen(at)t-online.de und www.erleben-lernen-aktiv.de

 

Skilanglauf:

Haben Sie im neuen Jahr auch einen guten Vorsatz gefasst und sich gesagt: 2019 wird mehr Sport gemacht?! Dann probieren Sie es gleich am besten mit Skilanglauf klassisch. Bei diesem Kurs, der von der Gäste-Information Schliersee veranstaltet wird, haben Sie die Gelegenheit, bei Gerd Müller, der den Silbermedaillen-Gewinner Peter Schlickenrieder trainierte, die Technik des klassischen Skilanglaufs zu erlernen. Termine im Januar: 24. und 31., im Februar: 7., 21. und 28.2. Langlaufski und -stöcke können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

Bei allen von der Gäste-Information Schliersee veranstalteten Winteraktivprogrammen (Schneeschuhwanderung, Skilanglauf, Fackel- und Schmankerl-Fackelwanderung) ist eine Anmeldung erforderlich: Tel. 08026/60650 oder E-Mail an tourismus@schliersee.de. Die Programme sind für Gäste mit der Schlierseer Gästekarte kostenfrei, sonst belaufen sie sich auf 5 Euro. Eine Ausnahme bildet die Schmankerl-Fackelwanderung, die sich auf 25 Euro beläuft (ohne Getränke; bei Anmeldung zu bezahlen).

 

Rodeln:

Auf http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/wintersport/ haben wir für Sie die drei sehr beliebten Rodelbahnen „Alte Spitzingstraße“, „Untere First“ und „Obere First“ im Detail beschrieben. Bei den beiden Firstalmen können Sie sich einen Rodel für 5 Euro ausleihen, bei der „Alten Spitzingstraße“ müssen Sie Ihren eigenen Rodel die ca. 2 km bergauf hinter sich her ziehen. Dafür ist die Schlittenfahrt bergab umso schöner!

 

Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen:

Das in den Jahren von 1946‒1948 errichtete Oberlandstadion liegt am Fuße des Freudenberges in Schliersee und ist ein reines Natureisstadion ohne Kälteanlage. Das Stadion wird für den Trainings- und Freundschaftsspielbetrieb sowie für den öffentlichen Eislauf und Eisstockschießen genutzt.

Öffentlicher Eislauf ist, natürlich witterungsabhängig, täglich von 14:00‒17:00 Uhr.

Abendlauf Dienstag und Freitag von 19:00‒21:30 Uhr.

Schlittschuhe in gängigen Größen können für 3 Euro ausgeliehen werden. Selbstverständlich kann das Eis auch durch fremde Vereine und Hobbymannschaften gemietet werden.

https://www.eisstadion-schliersee.de/

 

Seit diesem Winter steht mitten im Biergarten vom Ratskeller Schliersee eine Eisstockbahn: „Unsere neue Eisstockbahn mitten in unserem Biergarten sorgt ab sofort täglich bis Ende März 2019 von 15:00‒21:00 Uhr für Eisstock-Gaudi pur! Und das alles unabhängig von Wetter und Temperatur dank dem perfekten Eisstockbelag LIKE ICE aus Spezial-Kunststoff.“ Die Eisstockbahn kann stundenweise für 30,00 Euro pro Stunde gemietet werden. Die dafür vorgesehenen Eisstöcke stehen gegen eine Leihgebühr von 3,00 Euro pro Eisstock zur Verfügung. Insgesamt gibt es 8 Eisstöcke.

Reservierungen telefonisch unter 08026/9205800 oder per E-Mail an office@ratskeller-schliersee.de.

 

Auch am Spitzingsee steht direkt neben dem Arabella Alpenhotel eine Eisstockbahn. Für 5 Euro pro Eisstock kann man eine Stunde lang die Bahn für ein ausgelassenes Spiel nutzen.

 

Bitte beachten Sie: Die Seen Schliersee und Spitzingsee werden  n i e  zum Begehen oder Befahren von der Marktgemeinde Schliersee freigegeben. Das Begehen und/oder das Befahren der Seen geschehen stets auf eigenes Risiko und eigene Gefahr.

 

Zu guter Letzt: Skifahren

Der perfekte Hang fürs Anfängerskifahren befindet sich im Ortsteil Neuhaus und ist der schon zu meiner Kindheit beliebte Pfannilift-Hang mit einer gut gepflegten und schneesicheren Nord-Ost-Skipiste. Fernab vom Pistenstress macht das Skilaufen hier richtig Spaß. Hausgäste vom Gästehaus Maier-Schmotz haben am Skilift freie Fahrt. Der Pfannilift ist ausgestattet mit einem ca. 300 m langen T-Schlepp-Lift und ist ideal geeignet für Genuss-Fahrer, Anfänger und Kinder. Hier geht es noch nicht allzu rasant zu, und deshalb können besonders Skianfänger in Ruhe die Technik und Sicherheit auf Skiern üben und sich an das zunächst ungewohnte Gefühl gewöhnen.

https://www.maier-schmotz.de/skilift.php

 

Das weithin bekannte Skigebiet am Spitzingsee mit Stümpfling und Sutten bietet für jeden etwas: Vom Anfänger bis zum Könner mit den schwarzen Pisten am Roßkopf und der Grünseeabfahrt fühlen sich alle Ski- und Snowboardfahrer bestens aufgehoben und genießen gut präparierte Pisten und schnelle Aufstiegshilfen, unter anderem mit den drei Sesselbahnen.

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/

 

 

Bei folgenden Skischulen können Sie Kurse buchen; alle Schulen bieten die Kurse mit und ohne Ausrüstung an.

 

Ski- & Snowboard-Schule, Verleih & Service Martina Loch (direkt am 4er-Sessel-Lift der Stümpflingbahn)

Lyraweg 6, 83727 Spitzingsee, Tel.: 08026/920908,

info@snowcamp-martina-loch.de, www.snowcamp-martina-loch.de

 

Beni’s Skischule und Verleih, Spitzingstr. 4, 83727 Schliersee/Spitzingsee,

Tel.: 08026/71224, info@skischule-beni.de, www.skischule-beni.de  

 

Aktiv Skischule Spitzingsee am Kurvenlift, 83727 Schliersee/Spitzingsee, Tel.: 08026/7662, info@skischule-spitzingsee.de, https://www.skischule-spitzingsee.de/

 

Weiteren Ski-, Langlaufski- und Snowboardverleih, z. T. auch Schneeschuh- und Rodelverleih, sowie Skiaufbereitungsservice am Spitzingsee bieten:

 

Intersport Berauer, Rathausstr. 17 und Rosskopfweg 1, 83727 Schliersee, Tel.: 08026/60690, berauer.schliersee@intersport.de, www.intersport-berauer.de

 

Ingo’s Skiverleih Spitzingsee, Seeweg 1, 83727 Schliersee/Spitzingsee, Tel.: 08026/7721, info@skiverleih-spitzingsee.de, www.skiverleih-spitzingsee.de

 

Alle Informationen zum Wintersport in Schliersee finden Sie unter

http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/wintersport/

 

Wir wünschen allen Kindern und Enkelkindern, Jugendlichen und Familien, Eltern und Großeltern, Einzelreisenden und Gruppen einen schönen schnee- und erlebnisreichen Winter mit viel Spaß und großartigen Schneeaktivitäten!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Winterwunderland Schliersee und Spitzingsee

Winterwunderland

 

Weißer Reif auf den Bäumen

Und der Schnee lädt ein zum Träumen,

die Äste glitzern frostbizarr

und der See glänzt kälteklar,

die Sonne strahlt in sattem Blau

des Himmels und wohin ich schau‘,

erblick ich Schnee am Waldesrand,

oh, du Winterwunderland.

 

Oskar Stock (*1946, deutscher Schriftsteller und Aphoristiker)

 

Die letzten Tage und Nächte brachten viel Schnee und ließen Schliersee und Spitzingsee unter einer weichen, weißen Decke verschwinden. Die Schritte sind gedämpft, Wolken hängen teilweise in den Tälern zwischen den Berggipfeln, und ein beständiger Wind bringt eisige Böen mit sich. Warm eingemummelt, mit schweren Stiefeln an den Füßen und meiner Kamera bewaffnet, mache ich mich auf den Weg, um die Schönheit unseres Winterwunderlandes in Bildern einzufangen. Das Weiß des Schnees strahlt auch an wolkenverhangenen Tagen, und glitzernde Eiskristalle leuchten um die Wette. Eine ruhige Stimmung empfängt mich an den Ufern unserer beiden Seen, und auch in den umliegenden Wäldern und Weiten der Valepp scheint das Leben einen Tick gemächlicher zu verlaufen. Die Ruhe verleitet zu Tagträumen und wirkt sich entspannend auf Körper und Seele aus. Vereinzelt ist der Ruf eines Vogels in der Stille umso lauter zu hören, und das Plätschern noch nicht zugefrorener Bachläufe ist beruhigend.

Folgen Sie mir und machen auch Sie sich auf den Weg, unsere geheimnisvolle Winterlandschaft mit ihren ganz eigenen Farben und bisweilen fast bizarr anmutenden Formationen zu entdecken. Egal, ob am See, in den Bergen oder im Hinterland ‒ Sie werden erstaunt sein, mit welcher Schönheit sich die Natur gerade jetzt präsentiert.

Und zum Aufwärmen zwischendurch gönnen Sie sich in einer der Almhütten oder einem Café eine unserer alpenländischen Spezialitäten.

 

 

 

Wir heißen Sie herzlich willkommen in unserem Winterwunderland!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Mit der Schneefräse durch Schliersee

Ich bin ein bisschen aufgeregt. Jürgen Höltschl hat mir angeboten, mich auf seiner Schneefräsen-Tour durch Schliersee mitzunehmen. In einer Schneefräse mitfahren ‒ das kommt für mich gleich hinter Pistenraupen-Fahren: Spaß!

Natürlich ist es in erster Linie eine sehr wichtige Aufgabe. Und man braucht, wie ich ganz schnell merke, Konzentration und Ausdauer. Der Schnee wird nicht wie mit einem normalen Schneepflug einfach zur Seite geschoben, sondern gefräst, aufgenommen und seitlich in einem Bogen wieder ausgestoßen. Langsam in Schrittgeschwindigkeit fräsen wir uns erst einmal die Perfallstraße entlang. Jürgen arbeitet schon seit 19 Jahren bei der Gemeinde Schliersee. Mit der großen Schneefräse ist er seit zwölf Jahren unterwegs. Ein echter Profi, er kennt sich aus in seinem Gebiet. So nah, wie er an den Zäunen, Hecken und Autos vorbeifährt, muss er das auch. Ständig stellt sich die Frage, wohin der Schnee gefräst werden darf. Dort, wo Jürgen keine Möglichkeit hat, den Schnee irgendwo hinzublasen, kommt ein Kollege mit einem Lkw, fängt den Schnee auf und bringt den Schnee zur Sammelstelle am Waldfestplatz. Eine sehr zeitintensive Mehrarbeit, die natürlich nicht in ganz Schliersee möglich ist. Also fräst Jürgen den Schnee geschickt entlang der Zäune, auf Freiflächen oder in große Gärten. Wir treffen auf Schlierseer, die kopfschüttelnd auf dem Balkon stehen, sogar einen, der für eventuelle spätere Beschwerden alles mit seinem Fotoapparat festhält, und auch einige, die mit der Schneeschaufel in der Hand etwas zweifelnd oder auch ein wenig ängstlich zuschauen und genau beobachten, wohin der Schnee geblasen wird. Aber die meisten Schlierseer lächeln, winken und freuen sich, dass Jürgen kommt und die Straße verbreitert. Ein freundlicher Gruß, ein Lächeln ‒ so macht Arbeiten Spaß. Wir fahren sogar in die entlegenen Ecken von Schliersee, bis nach hinten zum Hennerer Hof. Eine traumhafte Winterlandschaft erwartet uns dort. Und die Straße ist hinterher perfekt geräumt. Die Jungs in Schliersee machen einen tollen Job. Wenn der Schneefall ganz frisch ist, können sie natürlich nicht überall gleichzeitig sein. Aber an solchen Tagen fangen sie sogar schon um drei Uhr nachts an, um die Wege für alle freizumachen.

 

Eines hab ich gelernt: Wenn ihr einen Schneeräumer seht, schenkt ihnen ein Lächeln oder sagt danke – das erleichtert jedem die Arbeit.

 

 

Danke, liebe Schlierseer Bauhof-Mitarbeiter! Ihr seid super!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Tipp für Naturfreunde: Schaufütterung am Spitzingsee

Majestätisch und elegant, stark und mächtig: Rothirsche werden auch die Könige der Berge genannt.

Bei meinen Recherchen für Veranstaltungen in Schliersee im Dezember bin ich auf die Schaufütterung am Spitzingsee im Wintergatter Valepp gestoßen:

„Vollpension im Winterquartier ‒ In den kalten und schneereichen Monaten finden die Tiere in höheren Lagen nicht mehr genug Nahrung und machen sich auf den Weg in flachere Gefilde. Diese für Rotwild typischen Wanderungen über zum Teil Hunderte Kilometer sind heute oft nicht mehr möglich, da die dichte Besiedelung des Menschen die Wanderwege immer wieder durchkreuzt. Um zu verhindern, dass Tiere im Winter verhungern oder durch Verbiss große Schäden an den wichtigen Bergwäldern anrichten, werden von einigen Forstbetrieben der Bayerischen Staatsforsten Wintergatter eingerichtet, um dort das Rotwild zu füttern. Hier kann man sie alle sehen: mächtige Hirsche, junge Kälber, erfahrene Alttiere und natürlich die männlichen Junghirsche, Spießer genannt“, heißt es im Faltblatt der Bayerischen Staatsforsten.

Und das findet auch am Heiligen Abend statt? Hört sich gut an. Ich hatte gleich das romantische Bild von Schnee, Hirschen, Dämmerung und dem Einläuten der Feiertage vor Augen. Und ich wurde nicht enttäuscht: Während unten am Schliersee der „Heilig-Abend-Schnee“ schnell wieder in Regen übergegangen war, schneite es oben am Spitzingsee. Eine traumhafte Winterlandschaft erwartete mich – so, wie man es sich an Weihnachten vorstellt. Im Schneegestöber wanderte ich die für Autos gesperrte Valepperstraße herunter, vorbei an der Albert-Link Hütte vorbei in Richtung Valepp. Nach etwa 30 Minuten befindet sich auf der linken Seite das Valepper Wintergatter. Das Auto des Försters parkte schon davor, es war nicht zu verfehlen. Durch das aufgesperrte Tor ging es weiter noch mal fünf Minuten bergauf im Wald durch den Schnee (nicht für Kinderwagen geeignet), bis wir die Aussichtskanzel erreichten. Förster Holzer verteilte bereits fleißig das Futter in die Tröge. Das kleine Beobachtungs-Holzhäuschen füllte sich langsam. Etwa 15 „Schaulustige“ hatten sich zur Schaufütterung versammelt. Für die Wartezeit ist es ratsam, eine Decke oder ein Sitzkissen mitzunehmen. Nach etwa 45 Minuten entdeckten wir das erste Rotwild sich vorsichtig der Futterstelle nähern. Wir flüsterten nur noch, um auf keinen Fall die Vierbeiner aufzuschrecken. Es war ein bisschen wie Weihnachten – falsch, es war ja an dem Tag tatsächlich Weihnachten. Kinder wie Erwachsene waren begeistert, ein wenig aufgeregt, und alle hatten ein Strahlen in den Augen. Es hat wirklich Spaß gemacht, die Tiere zu beobachten. Zu sehen waren bestimmt 20 Tiere verschiedenen Alters mit teilweise imposanten Geweihen. Die Zeit verging schnell, es wurde langsam auch zu dunkel für die Beobachtung, und wir machten uns wieder zurück auf den Heimweg. Ein wirklich tolles Erlebnis, nehmt euch mal Zeit dafür!

Tipps, um die Tierwelt im Winter zu schützen: Bitte bleibt auf den üblichen Wegen oder ausgewiesenen naturverträglichen Routen. In den Monaten Dezember bis Februar meidet bitte Gipfel, Rücken, Grate und abgelegene Gebiete vor 10:00 Uhr und nach 16:00 Uhr. Nach Möglichkeit Abstand zu Waldrändern sowie zu Baum- und Strauchgruppen halten. Einfach den Wildtieren im Winter noch ein bisschen mehr Raum geben, um sie zu schützen.

 

 

Infos von den Bayerischen Staatsforsten:

Daten zum Gatter:

  • Die eingezäunte Fläche beträgt 27 Hektar, und der schneestabile Zaun hat eine Höhe von zwei Metern.
  • Drei Tore und fünf Einsprünge ermöglichen es dem Wild, bei zunehmender Schneelage in das Gatter hineinzukommen und im Frühjahr wieder in die freie Wildbahn hinauszugelangen.
  • Im Gatter überwintern ca. 50 Stück Rotwild, somit steht jedem Tier eine rechnerische Fläche von 5.000 Quadratmetern zur Verfügung.
  • Im geschlossenen Gatter und im Umkreis von 200 Metern findet keine Bejagung statt.
  • Auf einer großen Vorlagefläche für Futtermittel wird täglich zur gleichen Zeit gefüttert.
  • Faltblatt

Öffnungszeiten:

  1. Dezember bis 6. Januar täglich etwa 15:00‒17:00 Uhr
  2. Januar bis Faschingswoche Do.‒So. etwa 15:00‒17:00 Uhr

in der Faschingswoche täglich etwa 15:00‒17:00 Uhr

Schaufütterung erfolgt nur bei geschlossener Schneedecke!

 

 

Kontakt

Bayerische Staatsforsten
Forstbetrieb Schliersee
Mesnergasse 3
83727 Schliersee
Tel.: 08026/9293-0

info-schliersee@baysf.de

 

 

[tourim-redakteur]