Eröffnung der Schlierseer Wandersaison

Wir freuen uns auf die Eröffnung der Schlierseer Wandersaison 2019.

Heuer hatten wir einen sehr, sehr langen Winter mit viel Schnee, deshalb freuen wir uns ganz besonders auf die Frühlingssonnenstrahlen und die schmeichelnde Wärme.

 

 

Mensch, Tier und die Pflanzenwelt  blühen auf, und die Freude ist besonders groß. Heute war ich am Morgen schon unterwegs und hatte viele wunderschöne Begegnungen auf meiner ersten richtig schönen Frühlingstour. Ich möchte euch drei Tipps mit auf den Weg geben, um gerüstet zu sein für ein schönes Wandererlebnis.

Tipp 1

Bitte sorgt für eine gute Wanderausrüstung ‒ richtige Wanderschuhe, Zwiebelkleidung etc. ‒, denn auf den Bergen liegt immer noch Schnee, aber die Wanderungen sind sehr gut möglich. Wer sich noch mit speziellen Wanderschuhen ausstatten möchte, findet bei uns in Schliersee ein super Schuhgeschäft: das Schuhhaus Riepl. Dort wird der Fuß vermessen, und eine ganz persönliche Beratung ist hier beim Einkauf ebenfalls inklusive.

Siehe auch:

Für die spezielle Bekleidung der Wanderfans haben wir in Schliersee sehr gute Fachgeschäfte wie,

Intersport Berauer
Rathausstraße 17
83727 Schliersee

Tel.: 08026/60690

Smartino GmbH & Co.KG

Wendelsteinstr. 6

83727 Schliersee OT Neuhaus

Tel.: 08026/9221810

 Tipp 2

Auf den Wanderwegen kann es immer noch sein, dass umgestürzte Bäume liegen. Der Schneebruch im Winter war bei uns ganz besonders viel. Wenn ihr solchen Hindernissen begegnet, bitte großräumig umgehen, so gut es geht. Eventuell vielleicht auch mal die Route wechseln, wenn ihr die Waldarbeiter hört und sie arbeiten seht. Unsre Spezialisten von den Bayerischen Staatsforsten und auch die privaten Waldbesitzer danken es von ganzen Herzen. Denn sie haben einen Gehörschutz auf (Unfallverhütungsvorschriften) und können die  Wanderbegeisterten nicht hören. Herzlicher Dank für das Verständnis.

 

Tipp 3

Die Wanderer sollten immer eine Trinkflasche und eine kleine Brotzeit dabeihaben, denn alle Almen sind noch nicht geöffnet. Spätestens ab Pfingsten sind sie dann wieder alle geöffnet.

Einkehrtipps: Beispiele:

Gindelalm 1, Fam. Leitner

Gindelalm 2, Fam. Köpferl, Tel.: 0173/9439384

Gindelalm 3, Annelies Grimm Tel.: 08026/9209088

Bodenschneidhaus, http://www.bodenschneidhaus-schliersee.de/

Spitzing Alm am See, Tel.: 08026/798 813

Albert-Link-Hütte, Tel.: 08026/71264

 

 

Wir vom Schliersee Magazin wünschen euch von ganzem Herzen eine schöne Sommerwandersaison 2019 mit vielen schönen Eindrücken, unfallfrei und sehr viel Erholung. Hier in Schliersee könnt ihr wirklich mit allen Sinnen erleben. Wir freuen uns auf euch!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

E-Biken in Schliersee: Feierabend-Tipp von Kuramtsleiter Mathias Schrön

Ich habe Ihnen in meiner letzten Email einen E-Bike Tourenvorschlag versprochen. An einem Freitagnachmittag, nach meiner Arbeit, bin ich von der Gäste-Information in der Vitalwelt kurzerhand runter ins Medius und habe mir dort ein E-Bike ausgeliehen. Da bei uns in den höheren Lagen immer noch Schnee liegt, habe ich mir überlegt auf den Schliersberg zu radeln.

 

 

Zuerst bin ich auf der Teerstraße bis zum Schlierseer Schatzelweg gefahren – ganz gemütlich. Genau richtig um warm zu werden. Von dort führt die Forststraße mit stetiger Steigung hinauf. Die Forststraße „Hochweg“ hintenrum auf den Schliersberg zu fahren, ist für mich die beste Wahl. Wenn die Sonne scheint, ist es schön schattig und es ist auch nicht viel los. 37 Minuten später bin ich schon oben. Der Blick von der Schliersbergalm über den See und auf die Berge ist einfach gigantisch. Die Abendsonne taucht Schliersee zusätzlich in ein ganz besonderes Licht. Hier oben kann man nach der Auffahrt bei einem alkoholfreien Weißbier (ich mag es gerne mit Holundersirup) den Tag Revue passieren lassen. Auch wenn ich als Kuramtsleiter mich täglich mit den Schönheiten von Schliersee beschäftige, der Ausblick von hier oben ist einmalig und auch für mich immer wieder atemberaubend. Nach der Abfahrt hinunter ins Tal, lasse ich den Tag in der Saunawelt vom monte mare Schliersee in der Vitalwelt ausklingen. So können auch Sie optimal in ein entspanntes Wochenende starten.

 

 

Wenn Sie jetzt Lust bekommen haben, es selber einmal auszuprobieren, wir haben mehrere E-Bike Verleih-Stationen in Schliersee und werden diese in den nächsten Wochen in unserem Schlierseer Online Magazin vorstellen.

Viele Grüße aus Schliersee

Ihr Kuramtsleiter Mathias Schrön

E-Bike Verleih-Stationen in Schliersee

medius Schliersee

Perfallstraße 4
83727 Schliersee

08026 9293841

www.medius-fitness.de/

 

Fahrradverleih Schliersee

Werner-Bochmann-Str. 2

83727 Schliersee

01717131031

www.fahrradverleih-schliersee.de

 

erLeben Lernen

Rotwandstr. 7a

83727 Schliersee

08026 925 841

www.erleben-lernen-aktiv.de

 

➡ neu ab Pfingsten:

 

Radsport Rebel

Miesbacher Str. 14

83727 Schliersee

08026 2727

www.radsport-rebel.de/

 

Weitere Fahrradexperten in Schliersee:

Schlierseer Radhaus

Miesbacher Str. 26

83727 Schliersee

08026 6800

http://schlierseer-radhaus.de/

 

Bike Base Schliersee

Neuhauser Str. 36

83727 Schliersee

08026 9279441

www.bikebase-schliersee.de/

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Saisoneröffnung der Taubensteinbahn ‒ Seilbahn-Nostalgie

Die Taubensteinbahn ist in die Sommersaison gestartet. Nach einem langen Winter fährt sie endlich wieder, die nostalgisch anmutende Bahn von 1972. Damals rechtzeitig zu den Olympischen Sommerspielen in München in Betrieb genommen, hat sie noch heute den gleichen liebevollen Charme wie damals. In etwa zwölf Minuten bringt sie euch in Vierergondeln zur Bergstation in 1.616 m Höhe.

 

 

„Normalerweise öffnen wir schon am 1. Mai, aber da konnten wir noch nicht aufmachen, da so viel Schnee war“, sagt mir Sepp von den Alpenbahnen Spitzingsee. Oben an der Bergstation liegt immer noch einiges an Schnee. Wer jetzt zum Wandern geht, sollte unbedingt auf die richtige Ausrüstung achten, da man in den höheren Lagen noch auf große Schneefelder treffen kann. Auch die umliegenden Berge leuchten weiß in der Sonne ‒ im Kontrast zum hellen Grün des Frühlings sieht das wunderschön aus.

Heute schaue ich ins Taubensteingipfelstüberl. Kata begrüßt mich freundlich und erzählt mir von ihren hausgemachten Spinatknödeln und Kuchen, und sie empfiehlt mir ihre hausgemachte Limonade, die wirklich sehr gut schmeckt. Dass das Taubensteingipfelstüberl die höchste Essendorfer Schmankerl-Station von Deutschland ist, sehe ich sofort. Katas Mann trägt ein „Kraut Gegen Dummheit“-T-Shirt. Ich muss schmunzeln. Ich erinnere mich, wie mir Andi Essendorfer vor zwei Jahren erzählt hat, dass das „Kraut Gegen Dummheit“ hier oben im Taubensteingebiet entstanden ist (https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/). Kata sagt mir, dass sie mit den Essendorfer Gläschen kocht – sie nimmt unter anderem „Native Man“ für ihre Salatsoßen, was himmlisch schmeckt, versichert sie mir.

„Immer Sommer haben wir viele Kinder hier oben“, sagt Kata und freut sich, dass nach so einem langen Winter endlich die Sommersaison anfängt. Ein Kinderspielplatz ist direkt vor dem Haus, die Aussicht für die Erwachsenen ist atemberaubend, und der liebe Dalmatiner freut sich auch schon auf euch. Zum Taubensteingipfel sind es nur 25 Minuten. Momentan liegt noch einiges an Schnee auf dem Weg.

 

 

Eine Fahrt mit der nostalgischen Taubensteinbahn ist schon fast Kult. Für mich viel schöner als die neuen, modernen Bahnen. Einfach einmal hinauf fahren und die Aussicht genießen.

 

Taubensteinbahn

Alpenbahnen Spitzingsee

Spitzingseestraße 12

83727 Schliersee-Spitzingsee

Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Saisonstart im Strandbad Schliersee

Am 26. Mai 2019 ist es wieder soweit: Das Strandbad Schliersee startet ab 17:00 Uhr in die neue Saison! Wegen des Hochwassers ist zwar momentan kein Badebetrieb möglich, aber die überdachte Terrasse mit verschließbaren Glaspanelen und herrlichem Blick auf den See ist auf jeden Fall geöffnet, so dass Ihr die gewohnten und auch neuen Spezialitäten des Hauses genießen könnt.

Der neue Barmann Jonas bringt zwei neue spritzige Drinks mit, auf die Ihr Euch freuen könnt: den Moscow Mule und den Munich Mule, Wodka bzw. Gin mit Gingerbeer. Lasst Euch überraschen!

Eine weitere Neuerung ist ein großer Kinderspielplatz aus Naturholz mit Wasserspiel, Schaukel und Klettermöglichkeiten. Außerdem erwartet die Kinder ein Aquapark mit Rutsche, Wassertrampolin, Drehkreisel sowie 3-Meter-Sprungturm. Selbstverständlich gibt es eine ständige Badeaufsicht für den Nichtschwimmerbereich.

Der Steg wurde umgestaltet, so dass nun rundherum ein Seezugang möglich ist und in der Mitte wie bisher der beliebte Gastro-Bereich auf dem Wasser vorhanden ist.

Die Badegäste finden auf 12.000 qm Liegefläche sowohl sonnige, als auch schattige Plätzchen unter großen Bäumen. Neue bequeme Liegestühle und Sonnenschirme können ausgeliehen werden, so dass alle Wünsche für einen erholsamen Badetag erfüllt werden können.

Wer sich sportlich betätigen will, mischt sich einfach unter die Beachvolleyballspieler auf dem Sandplatz, oder spielt Tischtennis. Genießer nehmen in der Sonnen- & Ufer- Lounge Platz, wo 30 chillige Sitzsäcke bereit stehen. Des Weiteren könnt Ihr Euch an der Außen-Bar direkt am See oder einem der Tische im Seegarten von Jonas einen Longdrink mixen lassen. Wunderschön an dieser Stelle ist es, einen tollen Tag mit Blick auf den Sonnenuntergang in den umliegenden Bergen zu beschließen.

Ein langer Badetag macht hungrig… Was gibt es Schöneres, als im schattigen Biergarten, auf der Sonnenterrasse, oder dem Schwimmsteg Platz zu nehmen und eine der vielen Schmankerln des Hauses zu sich zu nehmen. An der Grillstation werden ab 12:00 Uhr verschiedene Fisch- und Fleischspezialitäten zubereitet. Es gibt frische Salate mit Putenbrust, Rindfleisch, Garnelen oder Mozzarella. In der Burgerhöhle könnt Ihr zwischen den unterschiedlichsten Burgern wählen und die Asia-Station bereitet verschiedene Gerichte aus dem Wok vor. Fehlen dürfen natürlich auch nicht die Spareribs vom Holzofengrill. Selbstverständlich gibt es auch Kaffee und Kuchen. Es ist also bestimmt für jeden etwas Schmackhaftes dabei…

Um auch sicher einen Tisch zu erhalten, empfehle ich besonders bei schönem Wetter rechtzeitig bei Nicole einen Platz zu reservieren.

Mein Tipp: Nehmt Euch frei, packt die Badesachen ein und freut Euch auf schöne sonnige Tage am Schliersee.

 

 

Strandbad Schliersee | Seestraße 29a | 83727 Schliersee

Öffnungszeiten (abhängig von der Witterung):
10:00 – 22:00 Uhr

Reservierungen und Fragen gerne telefonisch unter: 08026 – 209 495

Ein Eintrittspreis wird nur für die Liegefläche erhoben. Der Gastro-Bereich kann selbstverständlich ohne Eintritt besucht werden!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Künstler Andreas Leitner: Alpine Kuhmotive mit Augenzwinkern.

Wo heute seine Bilder ausgestellt sind, hat Künstler Andreas Leitner große Teile seiner Kindheit verbracht: in einer Häuserzeile an der Schlierseer Lautererstraße. „Hier gab’s einen Bauernhof mit kleiner Milchwirtschaft. Ich habe der Oma im Stall beim Melken über die Schulter geschaut. Und ab und an auch mitbekommen, wie ein Kälbchen zur Welt kam – das ist als Kind natürlich schon der Hammer“, erinnert sich der 47-jährige Münchner.

 

 

Heute lässt Andreas Leitner diese Kindheitserinnerungen in seine Bilder einfließen. Acrylfarben auf Leinwand – im Schlierseer HoamatGfui (https://magazin.schliersee.de/hoamatgfui-schliersee/), Treffpunkt für Regionales, zieren zeitgenössische, bunte Kuhbilder die Wände. „Farbig, groß, wild – das ist meins“, sagt Andreas Leitner.

 

Bayerische Kuh trifft amerikanischen Rugbyspieler

„Schliersee Cowboys“ heißt eine seiner Kreationen: „Dazu habe ich Bildelemente wie in einer Kollage zusammengefügt, den Kuhkopf auf den Körper eines Rugbyspielers gesetzt“, erklärt Leitner. „Die Trikotnummer 19 steht für das Entstehungsjahr des Bildes. Und der Schliersee-Schriftzug auf dem Helm stellt den lokalen Bezug her.“

 

„Sitting Bull“ nennt sich ein weiteres Lieblingsmotiv des Künstlers. In kraftvollen Rottönen, mit majestätischem Blick thront der Bulle auf der Leinwand über der Kassenzeile des HoamatGfui. Tatsächlich wirkt das Tier wie ein stolzer Indianerhäuptling, der seinen Stamm überblickt.

 

Figürliche Motive auf wildem Hintergrund

„Meistens fange ich mit einem relativ frei gestalteten Hintergrund an“, erklärt Andreas Leitner sein Vorgehen. „Hier habe ich zwei Farben – Weiß und Rot – über einen gespachtelten Hintergrund geschüttet. Danach suche ich mir ein Motiv, das sich in die schon vorhandenen Strukturen schön einfügt.“ Bei „Sitting Bull“ gehen die Farbverläufe des Hintergrunds in die Fellzeichnung des Tieres über.

 

Warum ausgerechnet Kühe? „Die großen Augen, die Plüschohren: Eine Kuh erweckt unglaublich viel Sympathie“, verrät Andreas Leitner. Außerdem mache ihn das Arbeiten ohne konkrete menschliche Vorlage freier: „Bei einem Porträt sucht jeder nach Ähnlichkeiten mit der gezeigten Person und schaut ob der- oder diejenige wiedererkennbar ist. Bei einer Kuh hast du diesen Vergleich nicht.“

 

Schlüsselerlebnis setzt Kreativität frei

Tatsächlich ist Andreas Leitner erst vor drei Jahren zur Acrylmalerei gekommen. Seine Freundin, die Münchner Künstlerin Susanne Würdig, hatte ihn zu einem Malkurs eingeladen. „Das war ein Schlüsselerlebnis für mich“, verrät der 47-Jährige: „Denn, dass ich die Fähigkeit zum Malen habe, das war schon immer als Ahnung in mir drinnen.“ Ein Talent, das offenbar in der Familie liegt: Der Vater des Künstlers, Leonhard Leitner, ist in Schliersee und darüber hinaus bekannt für seine Aquarelle und Tuschezeichnungen.

 

Übers Zeichnen in der Kindheit kam Andreas Leitner zunächst zu Comic und Karikatur – er schmunzelt: „Während meiner Schul- und Studienzeit habe ich schon den einen oder anderen Lehrer und Professor verewigt.“

 

Zeitgeist mit Augenzwinkern

Auch heute noch malt Andreas Leitner gerne figürlich: Etwa eine „Lady Madonna“ mit sphärisch-abstraktem Strahlenkranz und entrücktem Blick. Oder den kürzlich verstorbenen Karl Lagerfeld, dem der Künstler posthum eine rosa Hose gezeichnet hat. Ein Anblick – von dem der Lagerfeldschen Lieblingskatze Choupette erschrocken die Haare zu Berge stehen. Andreas Leitners augenzwinkernder Kommentar dazu auf Facebook: „Fürchte dich nicht, petite Choupette. Es ist nur eine Hose …“

 

Mit Queen-Songs in den kreativen Flow

Die Inspiration für Andreas Leitners vielfältige Motive entsteht im Kopf des Künstlers: „Ich bin ein Intuitionsmaler. Ich gestalte, worauf ich Lust habe. Meine Motive kommen von innen heraus, das ist nicht planbar“, verrät er. Immer wieder nutzt er auch Musik, um in den kreativen Flow zu kommen: Der Soundtrack zu seinem Bild „Freiheit“ – einem imposanten Adler – sei etwa der Queen Song „Spread Your Wings“ gewesen.

 

Kein Wunder, dass die gestalterische Unabhängigkeit auch das Leitmotiv von Andreas Leitners Schaffen ist: „Kunst ist Freiheit“ lauten sein Motto sowie seine Internetdomain www.kunst-ist-freiheit.com. „Damit meine ich auch den Schaffensprozess an sich“, sagt Andreas Leitner. „Ich halte mich nicht an vorgegebene Techniken, Materialien oder Motive, sondern finde meinen eigenen kreativen Ausdruck.“ Ein weiterer wichtiger Teil dieser Freiheit sei auch, dass er nicht von seiner Kunst leben müsse, sagt der 47-Jährige, der als Wirtschaftsingenieur hauptberuflich in der IT zu Hause ist.

 

Freude beim Schaffen, Freude beim Betrachten

Was möchte er den Menschen mitgeben, die sich einen echten „Andreas Leitner“ an die Wand hängen? „Mein Lebensgefühl, wenn ich in Schliersee bin, ist: Kommunikation, Freude. Genuss. Letztendlich speichert man jede Erfahrung im Leben ab, und die findet sich dann – in welcher Form auch immer – in einem entsprechenden Werk wieder“, sagt der kreative Autodidakt: „Ich habe einen Riesenspaß beim Schaffen meiner Bilder. Da wünsche ich mir natürlich, dass der Betrachter ebenso viel Freude beim Ansehen hat.“

 

 

Andreas Leitners Bilder sind im HoamatGfui Schliersee, in der Lautererstraße 4, erhältlich. Je nach Größe und Motiv kosten sie zwischen 800 und 1.800 €. Bestellungen und Auftragsarbeiten auch über die E-Mail-Adresse info@kunst-ist-freiheit.com

 

Andreas Leitner Artworx

www.kunst-ist-freiheit.com

https://www.facebook.com/Andreas.Leitner.ArtworX/

 

HoamatGfui Schliersee

Inh. Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

www.hoamatgfui.de

 

Fotos 3-13: © Andreas Leitner Artworx

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Mit dem Rollstuhl barrierefrei durch die Vitalwelt

Till Raab aus Creglingen ist durch einen Arbeitsunfall vor 12 Jahren auf den Rollstuhl angewiesen. Seit der Eröffnung der Vitalwelt vor etwa elf Jahren ist er regelmäßig mehrmals im Jahr zur Reha im OsteoZentrum und trainiert dann gleichzeitig auch immer fleißig im Medius bei uns in Schliersee.

 

 

Als mir unser Kuramtsleiter Mathias Schrön von der neuen Zertifizierung durch Bayern Tourismus „Reisen für Alle“ (auf Barrierefreiheit geprüft) der Vitalwelt erzählte, kam mir sofort Till in den Kopf. Ich hatte ihn vor ein paar Jahren beim Training im Medius kennengelernt. Seine Verbundenheit zum Sport, trotz oder gerade eben wegen seines Handicaps, hat mich gleich fasziniert. Till ist sportlich sehr aktiv. Wer Glück hat, kann ihn mit dem Rollstuhl auf dem SUP auf dem Schliersee beobachten.

Im Winter ist er beim Skifahren und im Sommer bei Veranstaltungen wie dem „Wings For Life Worldrun“ in München. Auf die Feststellung von mir, dass er offensichtlich sportlicher unterwegs ist als die meisten Menschen, die ich kenne, sagt er: „Ich mach halt das, was möglich ist!“ Er möchte diese positive Einstellung, dass man immer etwas machen kann, gerne weitergeben, was mich sehr inspiriert. Um herauszufinden, was eine solche Zertifizierung eines Gebäudes wirklich für die Betroffenen bedeutet, habe ich mich mit Till in der Vitalwelt verabredet, und wir sind zusammen durchs Haus gezogen. Till schätzt ganz besonders den Parkplatz für Menschen mit Handicap, der direkt vor dem Eingang der Vitalwelt liegt. Ich selber habe den Parkplatz noch nie richtig wahrgenommen.

Für Till erleichtert er den Besuch in der Vitalwelt enorm. Die etwas schwereren Brandschutztüren überall in der Vitalwelt sind für den Rollstuhlfahrer nicht optimal, aber stellen für den sportlichen Till kein Problem dar. Da die Vitalwelt über mehrere Etagen verfügt, sind die Aufzüge, die es zu jeder Ebene gibt, unverzichtbar. Der eine Aufzug führt ins Schwimmbad und die Sauna und der andere hoch zur Gäste-Information, zum Restaurant Charivari mit Sonnenterasse und zum Forum, einem Veranstaltungsraum, und runter zur See-Ebene zum Kurpark, wo sich auch das OsteoZentrum und das Medius befinden. Rollstuhlgerechte Toiletten auf jeder Ebene erleichtern dem Rollstuhlfahrer das Leben und sind auch nicht überall selbstverständlich, also ein großes Plus für die Vitalwelt. Wenn Till auf Reha in Schliersee ist, freut er sich besonders, wenn er seine „Geh-Übungen“ ganz früh am Morgen, direkt am Schliersee, im menschenleeren Kurpark machen kann. Die Lage der Vitalwelt ist einfach ein besonderes Zuckerl. Auch im Kurpark kann man sich mit dem Rollstuhl wunderbar barrierefrei bewegen.

 

 

Wer Näheres über die Zertifizierung lesen möchte, findet Informationen in einem Artikel von meiner Kollegin und Gäste-Informationsmitarbeiterin Uschi Höllerl -> https://magazin.schliersee.de/barrierefreiheit-in-schliersee/

 

Vielen lieben Dank Till! Bis bald bei uns in Schliersee.

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

„Am Baba sei Männer-Handdaschen“ – Andi Greipl über die perfekte Vatertags-Ausstattung.

Bald ist wieder Vatertag und den feiert man natürlich auch bei uns am Schliersee. Wie Vatertag auf Oberbayerisch geht und was man für einen zünftigen Vatertag so alles braucht, verrät Andi Greipl von www.bavariashop.de – Heimat des weiß-blauen Lebensgefühls. Ich habe Andi im wunderschönen Slyrs Caffee & Lunchery in Schliersee-Neuhaus getroffen. Ein augenzwinkerndes Gespräch zum Vatertag.

 

 

 

Andi, du weihst mich heute in die Geheimnisse des Vatertags ein. Was unternimmt man da in Oberbayern?

 

Andi Greipl: Bei uns in Bayern läuft das eigentlich nicht anders als woanders auch. Am Vatertag sind wir Väter natürlich erst einmal für die Familie da. Man steht auf. Mit ein bisschen Glück ist das Frühstück schon angerichtet. Man bekommt ein Ständchen von den Kindern. Und unternimmt noch eine Kleinigkeit mit der Familie. Und dann geht’s bei uns in Bayern auf eine Wellnesstour.

 

Erklär mal, wie so eine Wellnesstour zum Vatertag abläuft.

 

Andi Greipl: Man trifft sich mit anderen Vätern oder solchen, die das noch werden wollen. Vorher zieht man seine Wellnessbekleidung an. Im übertragenen Sinne ist das eine Lederhose, ein Trachtenhemd und ein Hut. Und dann geht man von Wellnessoase zu Wellnessoase und lässt es sich einfach mal gut gehen. (schmunzelt) Diese Wellnessoasen, das können zum Beispiel Wirtschaften sein, Almhütten oder Bars. Und am Schluss des Vatertages ist man total entspannt und kann den Rest des Jahres wieder mit Vollgas für die Familie da sein.

 

Was für eine Ausstattung braucht es für den perfekten Vatertag?

 

Andi Greipl: Da haben wir natürlich jede Menge passende Accessoires in unserem Bavariashop. Da wäre zum Beispiel „Am Baba sei Männer-Handdaschen“. Die Damen haben ja auch immer ihre Handtaschen dabei. Das Pendant für Männer ist ein Biertragerl gefüllt mit Hopfen-Smoothie. Ganz wichtig zum Thema Wellness auch: Man soll sich nicht verschlucken. Drum gibt’s obendrauf noch die Bierflaschen-Zinndeckel.

 

Wenn man unterwegs ist am Vatertag, braucht man ab und an auch eine Sitzgelegenheit. Dazu eignet sich unser Bierkasten-Brettl mit integriertem Flaschenöffner. Das kann man auf seinen Bierkasten drauftun und sich hinsetzen. Und ist somit perfekt ausgestattet für den Vatertag.

 

Jetzt mal ehrlich: Muss man denn Vater sein, um den Vatertag gebührend zu feiern?

 

Andi Greipl: Das ist wie überall im Leben – Übung macht den Meister. Ich vertrete die These: Je eher damit begonnen wird, für den Vatertag zu üben, desto souveräner wird man später auch sein, wenn’s wirklich soweit ist. Daher würde ich allen raten, die noch kein Papa sind, den Vatertag früh genug einzustudieren. Also: üben, üben, üben!

 

 

Vielen Dank für das Gespräch und viel Spaß am Vatertag, lieber Andi.

 

https://www.bavariashop.de

 

https://www.instagram.com/bavariashop/

 

Facebook: https://www.facebook.com/schliersee/videos/574084196434198

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Drei Ausflugsziele für einen abwechslungsreichen Vatertag in Schliersee 2019

1. Reif für die Insel? Mit dem Boot zum Inselfestl auf die Insel Wörth im Schliersee

Der Insel-Michi und sein Team warten mit Bier, Burger und Livemusik auf euch. Warum immer in die Ferne schweifen. Macht euch doch einen schönen Tag auf einer Insel im bayerischen Paradies.
Für die Trink-Stärksten unter euch gibt es Legenden-Shirts vom Insel-Michi.
Beim Torwandschießen und Bierkrug-Tischtennis könnt ihr so richtig Gas geben.

 

 

Das Schiff fährt ab 11:05 stündlich vom Steg an der Vitalwelt zur Insel Wörth.

www.insel-schliersee.de

 

2. Grillen mit Blasmusik in der Spitzing Alm mit Blick auf den schönen Spitzingsee

Am Vatertag (30. Mai 2019) wird ab 12:30 Uhr bei gutem Wetter auf der Terrasse der Spitzing Alm gegrillt und ab 14 Uhr spielt Blasmusik. Das ist natürlich nicht nur für Väter! Hier könnt ihr die bayerische Gemütlichkeit erleben.

Im Preis von 29 Euro pro Person ist das Salatbuffet, verschiedene Grillspezialitäten, Grillgemüse, verschiedene Grillsaucen und eine leckere Nachspeise enthalten.

Parkplatz direkt an der Alm. Lage direkt am See.

www.spitzing-alm.de

 

3. Auf die Plätze, Fertig … Los! Seifenkisten-Gaudi-Rennen im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Zum vierten Mal bereits findet im altbayrischen Museumsdorf ein lustiges Seifenkisten-Gaudi-Rennen statt. Gestartet wird vom Buckel bei der Dorfkapelle, und die rund 150 Meter lange Rennstrecke auf Schotter endet am Biergarten vom altbayrischen Wirtshaus „Zum Wofen“. Hier könnt ihr euch wie gewohnt mit Museumsbier und bayerischen Spezialitäten stärken.

Die Teilnahme am Seifenkisten-Gaudi-Rennen erfolgt auf eigene Gefahr. Eigene Seifenkisten werden nach Rücksprache mit der Rennleitung zum Wettbewerb zugelassen, jedoch ohne Wertung.

Startzeit: 10:30 Uhr Erwachsene, 12:30 Uhr Kinder und Jugendliche (bis 16 Jahre)

Anmeldung: ab 09:30 Uhr am Renntag (keine Voranmeldung notwendig)

Änderungen vorbehalten – aktuell unter www.wasmeier.de/veranstaltungen

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Alois Wolf – ein großer Schlierseer Name

Volksschullehrer, Brauchtumsbewahrer, Chorleiter, Komponist und Schriftsteller – Alois Wolf hat sich Zeit seines Lebens um die kulturelle Entwicklung der Gemeinde Schliersee verdient gemacht. Für diesen Einsatz erhielt er im Jahre 1985 die Ehrenbürgerwürde. Die Krönung eines Lebens voller Höhen und Tiefen.

Heimat Radspieler-Haus

„Er war ein strenger aber sehr gerechter Mann“, erinnert sich Irmingard Findeiss  an ihren Vater.  Zusammen mit ihrem Bruder Reinhard wuchs die kleine Irmingard in liebevoller Obhut ihrer Eltern Susi und Alois im geschichtsträchtigen Radspieler-Haus im Herzen von Schliersee auf.  Ihre Mutter hatte das Haus von ihrer Großmutter Klara Ashton geerbt, einer Tochter des Münchner Kommerzienrats Franz Radspieler. Unbeschwert und glücklich erlebte Irmingard ihre Kindheit, obwohl der Vater mitunter ein strenges Regiment führte: „Wir mussten immer die Haare ordentlich nach seinen Vorstellungen geschnitten haben“, erzählt sie mit einem Lächeln. Im Radspieler-Haus wurde auch die Tradition der Hausmusik gepflegt.  Die Familie traf sich regelmäßig zum gemeinsamen Singen und Musizieren wobei Alois Wolf Klavier oder Violoncello spielte. Auf dem meist akkurat ausgearbeiteten Programm standen Volksmusikstücke, Klassik und barocke Weisen.

Unkonventionelle Unterrichtsmethoden

Die Leidenschaft fürs Lehren kam nicht von ungefähr. Nach Studium und Kriegsteilnahme in Russland – wo er seinen rechten Arm verlor –  war Alois Wolf von 1943 bis 1972 als Oberlehrer an der Schlierseer Volksschule in der Lautererstraße tätig. Seine Unterrichtsmethoden waren für die damalige Zeit revolutionär:  Wenn das Wetter es erlaubte, unternahm er mit seinen Schülern Ausflüge ins Freie und erklärte Ihnen die Flora und Fauna, die Architektur und den Baustil der Häuser ihrer Heimatgemeinde. Dies trug ihm bei seinen Schülern den Spitznamen „Blasi“ ein –  eine Neckerei, die sich auf  die   Zeitungskolumne „Blasius, der Spaziergänger“  des Münchner Autors  Sigi Sommer bezog . Auf seinem Stundenplan standen auch bayerische Volkslieder und die Förderung  individueller Talente einzelner Schüler, wie Zeichnen oder Musizieren. Eine Unterrichtsmethode, mit der er bei seinen Vorgesetzten nicht immer auf Verständnis stieß.

Das Heimatmuseum in neuem Glanz

Zu den größten Verdiensten dieses außergewöhnlichen Schlierseer Bürgers zählt aber vor allem sein Einsatz für das damals stark vernachlässigte Schlierseer Heimatmuseum. Im Jahre 1960 beauftragte der damalige Bürgermeister Eugen Minholz den Lehrer Alois Wolf mit der Leitung des Gemeindemuseums. Mit viel Akribie und Leidenschaft gelang es dem heimat- und brauchtumsverbundenen Wolf, das Heimatmuseum mit der Unterstützung des Bayerischen Landesamtes für Denkmalpflege in ein wahres Schmuckkästchen der Vergangenheit zu verwandeln. Dank seines Engagements konnte das Museum 1966 seine feierliche Wiedereröffnung feiern.

Komponist der „Schlierseer Messe“

Auch musikalisch hat Alois Wolf in Schliersee seine Spuren hinterlassen. Als Leiter des Schlierseer Alpenchors verhalf er dem Chor zu neuer Popularität. Er bearbeitete eine Vielzahl von Volksliedern, die noch heute zum Standard-Repertoire gehören. Im Jahr 1980 komponierte er die „Schlierseer Messe“. Sie wurde am 25. Dezember 1980 in  der Schlierseer Sixtus-Kirche uraufgeführt.  Ein großer Tag für Alois Wolf und seine Familie.

1977 veröffentlichte Alois Wolf sein erstes Buch „Aus alten Stuben und Kammern“.  In dem aufwändig bebilderten Band beschreibt er die Möblierung alter Bauernhäuser, steuert mundartliche Bezeichnungen der einzelnen Möbelstücke bei und erklärt anschaulich deren Funktion und Nutzen in damaliger Zeit.

Familienchronik der anderen Art

Bei all seinen Ämtern und Aufgaben nahm er sich jedoch stets Zeit für seine Familie. Wie wichtig ihm Frau und Kinder waren, verdeutlicht die einzigartige Familienchronik „Unser Buch“, die Irmingard Findeiss wie einen Schatz hütet. In ordentlicher Handschrift hat er darin fortlaufende Begebenheiten der Familie niedergeschrieben und mit Zeichnungen, Postkarten, Skizzen und Fotos liebevoll verziert – ein Tagebuch und Zeitzeugnis par excellence. Vor allem seiner 17 Jahre jüngeren Frau Susi galt seine Dankbarkeit und Liebe. „Ohne meine Mutter wäre mein Vater nicht so erfolgreich gewesen“, bekräftigt Tochter Irmingard.  Neben Beruf und Ehrenamt fand Alois Wolf auch Zeit für sportliche Unternehmungen wie Skifahren, Wandern, Radeln und Segeln. „Und gefeiert hat er auch gerne“, verrät seine Tochter lächelnd, „am liebsten im Fasching“.

Nach einem langen, erfüllten Leben starb Alois Wolf im Alter von 85 Jahren am 18. März 1995 an den Folgen eines Schlaganfalls. Doch sein Wirken in Schliersee bleibt unvergessen.

 

 

Die verwendeten Fotos stammen aus dem Privatbesitz von Irmingard Findeiss.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Tradition und Bräuche einer Schlierseer Bauernhochzeit

Aufwecka des Bräutigams

Nach altem Brauch wird morgens um 5:00 Uhr der Bräutigam mit  Böllerschüssen von seinen Spezln aufgeweckt. Bei frischen Weißwürsten, Brezen und Weißbier fängt der ganz besondere Tag an.

Abholen der Braut

Der Bräutigam holt seine Braut von ihrem Elternhaus ab, dabei wird er von den Brauteltern gesegnet.

 

 

Hochzeitslader

Der Hochzeitslader hilft bei der Planung einer Hochzeit und übernahm früher die Rolle des Einladers. Dabei ging der Hochzeitslader von Tür zu Tür und überbrachte die Einladung in Versform. Heute wird mit Post oder persönlich eingeladen. Der Ehrvater, wie der Hochzeitslader auch liebevoll genannt wird, führt den Bräutigam zur Kirche. Während der Hochzeitsfeier übernimmt der Hochzeitslader die Organisation und kümmert sich um den Ablauf des Tages. Er kennt die typischen Bräuche, die auf einer Bauernhochzeit nicht fehlen dürfen, und kann sie auch umsetzen. Ganz besonders beim Aufstellen des Hochzeitszuges sorgt er in kürzester Zeit für Ordnung. Er passt auf, dass auch der zeitliche Plan eingehalten wird.

Ständiger Begleiter des Hochzeitsladers ist ein mit Bändern verzierter Stock (Dirigierstock). Die Farben haben auch eine ganz besondere Bedeutung: Rot (Liebe), Blau (Treue), Grün (Hoffnung), Weiß (Jungfräulichkeit).

Der Ehrvater ist auch für die Gstanzl am Abend beim Abdanken zuständig. So ist es wichtig, am Tag die vielen kleinen Geschichten oder Begebenheiten einzufangen und relativ schnell daraus die Gstanzl zu machen.

Ehrmutter

Die Ehrmutter ist die Taufpatentante der Braut. Sie führt die Braut in die Kirche und trägt die Hochzeitskerze. Während der Feierlichkeiten kümmert sich die Ehrmutter auch um die Braut: Passt noch alles, sitzt die Frisur noch …? Am Abend kümmert sie sich um die Kuverts mit Geldgeschenken, sammelt sie in einem großen Korb und übergibt diesen am Ende der Feier um Mitternacht den Brautleuten.

Kranzlpaar

Eine schöne Tradition bei uns in Schliersee ist das Kranzlpaar. Ein unverheirateter Freund des Bräutigams und eine unverheiratete Freundin der Braut, die beide sehr gut tanzen können, übernehmen gemeinsam bestimmte Aufgaben und unterstützen das Brautpaar. Beim Morgendank verteilen und stecken sie den ankommenden Gäste ein selbst gebasteltes Hochzeitssträußchen aus Buchs oder Rosmarin an. Hierbei erhält das Kranzlpaar Geld für die Unkosten, das es meist am Ende der Feier dem Brautpaar als „Kindswäschgeld“ übergibt.

Eine sehr wichtige Tradition ist das Aufziehen des Tanzes. Das heißt, das Kranzlpaar geht so lange auf der Tanzfläche in einem  großen Kreis, bis die Blasmusik wieder spielt. Verpasst sie es, muss das Kranzlpaar den Musikern eine Runde Schnaps spendieren.

 

 

Der Morgendank

Dieser Brauch ist meiner Meinung auch ein sehr schöner.

Meist treffen am Hof oder schon in der Wirtschaft die Gäste langsam ein, werden vom Hochzeitslader begrüßt, bekommen vom Kranzlpaar das Hochzeitssträußchen angesteckt. Es gibt Weißwurscht, Brezen, Bier und Wein, also ein gemeinsames Frühstück.

Jetzt findet auch der „Ausdank“ statt. Er ist meist sehr emotional, dabei fließen auch schon mal die Tränen. Der Hochzeitslader wendet sich mit feierlichen Worten der Braut an deren Eltern. Beispiel: „Teuerste Eltern, jetzt ist der Augenblick gekommen, wo ich das mütterliche und väterliche Haus verlassen muss, in dem ich erzogen wurde. Ich danke euch für all die Mühen und Plagen, die ihr für mich aufgebracht habt. Wenn ich dem einen oder anderen mal Leid zugefügt habe, bitte ich hiermit um Verzeihung.“ Danach wendet sich der Hochzeitslader an die Eltern des Bräutigams und wiederholt den Dankesvers für den Bräutigam.

Danach betet man gemeinsam ein Vaterunser ‒ auch für die bereits verstorbenen Familienangehörigen.

Aufstellung des Hochzeitszuges zur christlichen Einsegnung

Reihenfolge:

Allen voran die Blasmusik,

der Ehrvater geht neben dem Bräutigam, die Ehrmutter geht mit der Braut,

Eltern, Geschwister und Kranzlpaar,

der Trachtenverein, die Feuerwehr, die Rosserer … und

die restlichen Gäste.

Christliche Einsegnung mit Weingang in der Kirche

Der Pfarrer empfängt den Hochzeitszug an der Kirchenpforte. Ab hier darf die Braut links vom Bräutigam stehen. Die Hochzeitsgesellschaft geht voraus in die Kirche und nimmt Platz. Dann marschiert das Brautpaar feierlich zum Altar ‒ voraus die Ministrantenschar und der Pfarrer. Wenn die Hochzeitszeremonie vorbei ist, gibt es in Schliersee nach altem Brauch den Weingang. Jeder Hochzeitsgast marschiert am Brautpaar vorbei zum Pfarrer, nimmt ein Weinglas gefüllt mit Messwein und prostet dem Brautpaar zu.

Beim Auszug aus der Kirche geht jetzt die Braut rechts neben dem Bräutigam, deshalb auch der Spruch: „Die Frau zu meiner Rechten“.

Besuch des Familiengrabes

Um auch an die Ahnen der Familie zu denken, wird anschließend das Familiengrab besucht.

Die Hochzeitskutsche

Jetzt darf die Braut beim Bräutigam auf der Hochzeitskutsche Platz nehmen, gemeinsam mit dem Ehrvater und der Ehrmutter. Mit der zweiten Kutsche dürfen die Eltern des Brautpaares fahren.

Hochzeitsfestzug zum schönem Festsaal ‒ bei uns das Schlierseer Bauerntheater

Reihenfolge:

Allen voran wieder die Blasmusik,

die beiden Kutschen,

die Vereine … und

die restlichen Gäste.

Hungertanz

Angekommen im Festsaal, steht das Brautpaar und lässt sich beglückwünschen.

Bevor es aber das Hochzeitsmahl gibt, wird erst noch der Hungertanz vollführt.

Der Ehrvater tanzt mit der Ehrmutter, und das Brautpaar eröffnet den sogenannten Hungertanz.

Anschließend bittet der Ehrvater den Pfarrer zum Essensgebet.

Hochzeitsmahl ‒ Mahlgeld

Jetzt wird reichlich gegessen und getrunken, denn die Hochzeitsgesellschaft hat großen Appetit.

Hochzeitssuppe (Rindsbouillon mit Pfannkuchen, Bratnockerl, Schnittnudeln),

verschiedene Braten (Rind, Schwein) mit Knödel und Blaukraut.

Der Schlierseer Brauch ist das Mahlgeld, das heißt, jeder Gast gibt das festgelegte Mahlgeld ‒ die Getränke zahlt jeder selbst.

Blasmusik

Die Blasmusik sorgt für den feierlichen Rahmen und spielt bis Mitternacht zum Tanz und Unterhaltung auf.

Hochzeitstorte

Eine schöne Hochzeitstorte darf natürlich nicht fehlen. Gemeinsam schneidet das Brautpaar die Torte an und eröffnet das Kuchenbüfett.

Weingang

Braut stehlen (Braut entführen): Während Kaffee und Kuchen muss der Bräutigam natürlich aufpassen, dass seine Braut nicht „gestohlen“ wird. Geschickt wird er von seinen Spezln abgelenkt, und es gelingt eigentlich immer: Schwups, die Braut ist weg. So lange es dauert, bis der Bräutigam seine Braut wiederfindet, muss er alle Weine bezahlen. Das kann ganz schön viel sein. Dieser Weingang kann sich oft in die Länge ziehen, und es gibt Spiele, Witze … Der Hochzeitslader kümmert sich darum, dass die Zeiten eingehalten werden, denn das Programm dauert noch lange.

 

Ehrtänze

Nach dem Abendessen werden die Ehrtänze abgehalten. Der Trachtenverein etwa tanzt den Sternentanz.

Abdanka (Zeremonie der Geschenkübergabe)

Hier kommt noch ein ganz besonderer Höhepunkt der Feier: das „Schenken“ mit dem „Abdanken“.

Der Hochzeitslader steht mit den Musikern am Brauttisch. Die Ehrmutter hält einen großen Korb mit Tuch, Weinflaschen und die Ehrguadln (süßes Gebäck) werden bereitgestellt.

Jetzt ruft der Hochzeitslader je nach Verwandtschaftsgrad zum Schenken auf. Beispiel: „Und wiederum lässt sich das ehrwürdige Brautpaar aufs Allerschönste bedanken beim … Ihm zu Ehren, Musikanten, lasst eure Instrumente hören.“

Jetzt kommen die Gstanzl des Ehrvaters zum Einsatz. Es ist immer sehr spannend, was er am ganzen Tag so mitbekommen hat.

Ausspielen des Brautpaares um Mitternacht

 

 

[tourim-redakteur]