Der Schlierseer Kulturherbst 2022 in zwei Minuten

Geht das überhaupt? Unseren Schlierseer Kulturherbst preist Initiator sowie „Herz und Motor“ Johannes Wegmann immer als Festival der Vielfalt an. Die rund 20 Veranstaltungen in zwei Minuten in ein Video zu packen, geht, aber es kann wirklich nur einen ganz kurzen Eindruck vermitteln.

 

 

 

Ein abwechslungsreiches Programm

Dass wir im Oktober so viele verschiedene Kulturveranstaltungen in Schliersee haben, dafür müssen wir dankbar sein. Die Mischung aus den verschiedensten Genres macht den Schlierseer Kulturherbst wahrlich zu einem Festival der Vielfalt. Johannes Wegmann und das gesamte Kulturherbst-Team versuchen immer wieder, neue Impulse zu bekommen und Veranstaltungen zu integrieren. So feierte der Bereich „Tanz“ dieses Jahr Premiere in Schliersee. Beim Barocktanz in historischen Kostümen wurden Szenen aus dem „Carnaval de Venice“ gezeigt. Selbst für weniger „Tanzinteressierte“ war es ein sehr abwechslungsreicher Abend. Das Ensemble La Danza München präsentierte die hohe Kunst des Barocktanzes vom Hof des französischen Sonnenkönigs in Original-Choreografien. Immer wieder erklärte Jadwiga Nowaczek, die Leiterin des Ensembles, die Szenen. Im zweiten Teil des Programms gab es eine Auswahl historischer Tanztheater-Szenen, die 1716 von Gregorio Lambranzi in Nürnberg veröffentlicht wurden.

 

 

Neu dieses Jahr: Kunstwanderung mit den Kulturherbst-Künstlern

Selbstverständlich gehören auch echte Klassiker wie Gerhard Polt und die Wellbrüder aus dem Biermoos und das legendäre Festkonzert von Timm Tzschaschel zum Schlierseer Kulturherbst. Zusätzlich profitiert unser Festival von den Ideen und dem Netzwerk von Tini und Gerhard Polt und Timm Tzschaschel. Es ist ein bisschen wie eine große Kulturherbst-Familie. Für mich waren heuer Helmfried von Lüttichau mit seinem „Plugged“-Soloprogramm und Christl Sittenauer, Sebastian Fritz und Frank Klötgen von der Münchner Lach- und Schießgesellschaft mit „Aufgestaut“ die Highlights. Alle Veranstaltungen hier aufzuzählen, würde zu weit führen. Aber eines möchte ich noch erwähnen: Neu dieses Jahr waren die Kunstwanderungen jeden Donnerstag. Die waren gut besucht und eine wunderbare Gelegenheit, die beiden Künstler Hubert Maier und Manfred Mayerle kennenzulernen. Die beiden harmonieren als Person und künstlerisch sehr gut. So ist die besondere Kunstausstellung „Farbe und Stein“ entstanden. Ein Spaziergang durch Schliersee mit dem Trio Wegmann, Maier und Mayerle ist unvergesslich. Die Kunst nicht nur in einer Ausstellung zu zeigen, sondern auch an besonderen Orten in Schliersee zu präsentieren, ist wunderbar. Zum Abschluss der drei Wanderungen fand immer ein kleines Konzert statt. Einmal auf dem Weinberg, einmal im Heimatmuseum und einmal in der Christuskirche. In der Christuskirche habe ich von Pfarrerin Ilka Huber gelernt, dass es wichtig ist, „leer zu sein“, um Neues aufzunehmen. Wenn du offen für Neues bist und dich darauf einlässt, kannst du überraschend gute Veranstaltungen erleben. Da ich (gezwungenermaßen – lach) jede Veranstaltung des Schlierseer Kulturherbstes besucht habe, weiß ich das am allerbesten.

 

 

Lass dich auf das Unbekannte ein!

Es ist wunderbar, sich von Kunst und Kultur überraschen zu lassen. Vielleicht probierst du das nächstes Jahr auch einmal aus. Das Schöne am Schliersee Kulturherbst ist, dass nicht nur Künstler von Agenturlisten auftreten, sondern auch Künstler im Bereich Musik, Lesungen und Kabarett aus Nischen zu finden sind.

 

 

Ich konnte in den vergangenen Wochen mein Vitamin „K(ultur)“-Depot wieder auffüllen.

Danke, Schliersee!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Tradition in Schliersee erleben: Leonhardifahrt am 06. November 2022

Die Vorbereitungen für die Leonhardifahrt 2022 in Schliersee laufen auf Hochtouren. Ich habe die Schlierseer Schalkfrauen auf dem Anderlbauernhof besucht. Gemeinsam schmücken sie eine Woche vor der Leonhardifahrt ihren Tafelwagen. Das heißt, sie binden die zuvor gesammelten Latschen, den Almrausch, Fichten, Stechpalmenblätter, Erika, Moos, Judenstrick und Hagebutten zu einem wahren Kunstwerk. Die Pflanzen werden auf sogenannte (Holz-)Leitern gebunden und später am Tafelwagen befestigt. Heuer brauchen die Schalkfrauen zwei Tage zum Schmücken. Nach zweijähriger Pause freuen sie sich besonders auf den Leonhardiritt am Wochenende.

 

 

Wer bei der Leonhardifahrt in Schliersee am 06. November 2022 dabei sein kann, sollte sich den wunderschön geschmückten Tafelwagen der Schlierseer Schalkfrauen aus der Nähe anschauen. Er ist mit sehr viel Liebe zum Detail und Präzision gestaltet und sehenswert!

 

Der Tafelwagen steht (ungeschmückt) das ganze Jahr über auf dem Anderlbauernhof und die Familie Markhauser fährt die Schalkfrauen seit fast 50 Jahren. Leonhard Markhauser ist besonders stolz auf seine Pferde: Das Oma-Pferd ist seit 16 Jahren beim Leonhardiritt dabei, das Mama-Pferd seit zehn Jahren und auch die Tochter könnte heuer dabei sein. „Dann haben wir drei Generationen beim Leonhardiritt dabei“, sagt Leonhard Markhauser stolz.

In Schliersee gehört die Leonhardifahrt zu den wichtigsten Tagen im Brauchtumsjahr. Eine gute Gelegenheit, echte Schlierseer Tradition zu erleben: Herausgeputzte Rösser, festlich gekleidete Trachtler und feierlich geschmückte Tafelwägen und wunderschöne Truhenwägen erwarten dich. Von der Schlierseer Ortsmitte startet der Festzug um 9:00 Uhr entlang des Sees nach Fischhausen zur Wallfahrtskirche Sankt Leonhard. Es werden Gespanne aus dem ganzen Landkreis erwartet, um sich den Segen für ihre Rösser abzuholen. Bei der Ankunft in Fischhausen werden Rösser und Reiter bei einem zweimaligen Umritt um die Leonhardikirche gesegnet. Um 10:00 Uhr wird auf der Wiese hinter der Kirche ein feierlicher Gottesdienst gefeiert. Zum Abschluss zieht die Prozession ein weiteres Mal um die Wallfahrtskirche, die Pferde werden erneut gesegnet und der Festzug teilt sich dann, je nach Heimatort, in Richtung Bayrischzell und Fischbachau oder Schliersee.

 

Wo kann ich die Schlierseer Leonhardifahrt am schönsten fotografieren? Wenn du eine Schliersee-Kulisse mit der Pfarrkirche Sankt Sixtus auf deinen Bildern haben möchtest, stehst du am besten am Maibaum. Am wenigsten los ist auf der Strecke entlang des Schliersees. In Fischhausen kannst du die Segnung durch den Pfarrer direkt an der Bundestraße auf Höhe der Leonhardikirche fotografieren, für Details empfehle ich dir die Zeit während des Gottesdienstes, da stehen die Wägen und Pferde auf der Wiese hinter der Leonhardikirche.

 

 

Bitte beachten: Die Bundesstraße B307 ist an diesem Sonntag von 8:00 bis 13:00 Uhr zwischen Schliersee und Fischhausen gesperrt. Die Umleitung führt durch das Leitzachtal. Aber auch vor und nach der Straßensperre ist mit Behinderungen durch Pferdegespanne zu rechnen, die aus den Nachbargemeinden an- und abreisen. Perfekt ist die Anreise mit der Bayerischen Regiobahn, da die Haltestellen Schliersee und Fischhausen unmittelbar am Start- und Endpunkt der Wallfahrt liegen. Bitte lassen Sie beim Besuch der Leonhardifahrt Ihren Hund am besten zu Hause oder leinen Sie ihn auf jeden Fall an, um Unfälle durch aufgeschreckte Pferde zu vermeiden.

 

Lust auf Schlierseer Gemütlichkeit? Gegen Mittag treffen sich die verschiedenen Trachtengruppen im Schlierseer Bauerntheater, um den Tag bei gutem Essen vom Gasthof Terofal, Bier, Musik und Tanz ausklingen zu lassen. Für die gute Stimmung sorgt die Schlierseer Blasmusik.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Herbstwanderung oberhalb des Schliersees

Das schöne Herbstwetter zieht mich raus in die Natur. Die Bäume leuchten bunt in der Sonne. Da die Burgruine Hohenwaldeck derzeit wegen Baufälligkeit und Sanierungsmaßnahmen gesperrt ist, bin ich den Höhenweg über die Oberleiten schon länger nicht gegangen. Aber wenn man die Runde vom Unterleiten-Parkplatz über die Oberleiten nach Fischhausen geht, bieten sich auch ohne die Ruine Hohenwaldeck und dem beliebten Aussichtspunkt dort herrliche Ausblicke auf den See und den Ort Schliersee. Auch die Aussicht von der Almwiese an der Oberleiten auf die Schlierseer Herbstlandschaft ist ein Traum!

 

 

 

Herrliche Aussicht auf den Schliersee

Ich starte am Unterleiten-Parkplatz (gebührenpflichtig) und wandere auf direktem Weg über die geteerte Straße zur Oberleiten zum schönen Oberleitenhof. Der Blick auf den Schliersee von hier oben ist perfekt. Ein paar Bankerl laden zur Rast ein. Hier gönne ich mir eine kleine Brotzeit, die ich im Rucksack habe, genieße die herrliche Aussicht und die warme Herbstsonne. Der Pfad über das Almgelände führt zum Waldrand und schlängelt sich dann stetig in Serpentinen nach oben. Ich halte mich rechts in Richtung Burgruine Hohenwaldeck. Der Weg ist gut ausgeschildert.

 

Burgruine Hohenwaldeck leider noch gesperrt

Der Weg geht jetzt im Wald hauptsächlich bergab. Die Ruine ist mit großen Bauzäunen abgesperrt. Wir hoffen, dass die Burgruine Hohenwaldeck im Laufe des Jahres 2023 wieder für die Öffentlichkeit zugänglich gemacht werden kann. Der Forstbetrieb Schliersee arbeitet daran. Wer aufmerksam weitergeht, kann auf der rechten Seite die Südmauer der Ruine sehen. Unten in Fischhausen kannst du beim Schnapperwirt https://www.schnapperwirt.de/ einkehren, falls du eine Stärkung brauchst.

Zurück geht es am See entlang. Wer die Tour verlängern möchte, kann auch noch eine Schliersee-Runde anhängen und über die Westseite des Sees zurück nach Schliersee laufen.

 

Tourdaten

Rundweg: 6 Kilometer, 300 Höhenmeter, ca. 2,5 Stunden

 

Variante

Verlängerung der Tour mit Seeumrundung: 10 km, 300 Höhenmeter, ca. 3,5 Stunden

 

Startpunkt

Parkplatz Unterleiten (gebührenpflichtig) https://goo.gl/maps/xdfNeWJQ3kAbB6Bm8

 

 

Der Weg ist nicht schwierig, trotzdem empfehle ich Bergschuhe und auch Wanderstöcke, da es gerade jetzt durch das Herbstlaub sehr rutschig sein kann.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ursula Weber: Die schönsten Sonntagsspaziergänge für alle Jahreszeiten

Auch eine Schliersee-Runde ist wieder dabei!

Nach ihren ersten beiden Wanderbüchern „Märchenhafte Pfade“ und „Wandern auf kraftvollen Wegen“ hat Ursula Weber nun ihr drittes Buch „Die schönsten Sonntagsspaziergänge für alle Jahreszeiten“ herausgebracht. Ein Buch mit 20 Ausflügen ins südliche Oberbayern – ohne große Höhenunterschiede.

 

 

Entstanden ist die Idee für ihr neues Buch mit leichten Sonntagsspaziergängen auf einer ihrer geführten Touren durch Schliersee. Bereits seit zwei Jahren ist sie regelmäßig in den Sommermonaten bei uns als Märchenerzählerin mit Gästen und Einheimischen unterwegs. Auf ihrer zweistündigen Runde durch Schliersee lässt die Märchenerzählerin Ursula Weber Geschichten von damals auf amüsante und spannende Weise lebendig werden.

 

 

Tipp: Weihnachtszeit = Märchenzeit. Du kannst dich freuen. Es sind ein paar Touren durch Schliersee mit Ursula Weber in der Adventszeit in Planung. Sobald die Termine feststehen, erfährst du das natürlich hier bei uns im Schliersee Magazin.

Ich habe schon über die ersten beiden Wanderbücher von Ursula im Schliersee Magazin berichtet:

Märchenhafte Pfade in Schliersee entdecken – Schliersee Magazin

Wandern auf kraftvollen Wegen | Ursula Weber wandert auch wieder in Schliersee – Schliersee Magazin

 

Auch ihr drittes Buch ist im Volk Verlag erschienen. „Dieses Büchlein steckt voller anregender Spaziergänge, die sinnenreich zu den Kostbarkeiten der Natur führen – durch würzig riechende Moose über lichtgeflutete Wiesen und zu den malerischen Dörfern“, sagt Ursula. Immer wieder kombiniert sie die Spaziergänge mit Gedichten und Geschichten. Die Schliersee-Runde handelt von Wilderern, Grafen und einer Prinzessin. Ein Spaziergang mit Ursulas Beschreibungen ist einfach schön. Am liebsten mit einer Führung vor Ort in Schliersee. Aber außerhalb der Saison ist das jetzt auch wunderbar mit ihrem aktuellen Buch möglich. „Ursula to go“ – einfach losziehen und mit ihrem neuen Buch die schönen Winkel und interessante(n) Geschichte(n) von Schliersee entdecken.

Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch „Die schönsten Sonntagsspaziergänge für alle Jahreszeiten“ erwerben möchte, hat Glück. Das Buch gibt es bei uns vor Ort in Schliersee im Hoamat Gfui, dem Treffpunkt für Regionales im Herzen von Schliersee.

 

 

www.hoamatgfui.de/

Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

PS.: Wir vom Schliersee Magazin haben „unsere“ Märchenerzählerin Ursula Weber als Tourismusheldin nominiert – und sie ist es geworden: Unsere Tourismusheldin: Ursula Weber – Tourismus Oberbayern Partnernetz

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

„Indian Summer“ – goldener Oktober am Schliersee

Man muß nicht erst nach Kanada fliegen, um traumhafte Herbstfärbungen des Laubs zu erleben. Mit dem Regionalverkehr seid Ihr viel schneller und günstiger  in einer völlig anderen Welt.

 

 

Der goldene Oktober am Schliersee hält gerade, was er verspricht-warme Herbsttage mit rot-goldener Traumkulisse in den Schlierseer Bergen.

 

Dabei lohnt es sich, beim Fotografieren nicht immer die große Weitwinkeltotalaufnahme zu machen, sondern sich die herrlichen Laubblätter auch mal aus der Nähe anzusehen.

 

Die fein verästelte Blattstruktur gibt einen tollen grafischen Effekt, und auch mit dem Teleobjektiv kann man mal in die geballte Farbenpracht der verschiedenen Laubbäume hineinzoomen und so ganz neue Aspekte des Herbstwalds bildlich darstellen.

 

Gerade morgens, wenn auch noch die Reste des Nebels über den See wabern, bilden sich wiederum ganz neue Motive. Vielleicht spiegeln sich dann die bunten Blätter auch noch im See? Hat der Herbstregen vielleicht eine Pfütze hinterlassen? Sogar in einer banalen Pfütze könnt Ihr tolle kreative Reflexionen der Farbpracht einfangen

 

Gerade sind Buchen und Ahorn dabei, ihre Blätter abzuwerfen. Wenn gegen Ende Oktober die klassischen Laubbäume dann schon kahl sind, bilden die Lärchen sehr schöne gelbe Farbtupfer inmitten der meist im Bergwald vorherrschenden Fichten.

 

Mit etwas Glück hört Ihr auf Eurer Fotowanderung aus den Bergwäldern sogar die Brunftschreie des Rothirschs-die Brunft ist gerade in vollem Gang!

 

Das Wetter im Herbst ist oft stabiler als im Sommer und es ist naturgemäß auch nicht mehr so heiß, wenn man auf den Berg geht.

 

Überall am und um den Schliersee herum findet Ihr gerade herbstliche Ansichten, der Kreativität sind keine Grenzen gesetzt. Jeder Tag gibt neue Ansichten, Perspektiven und Farbschattierungen- in Schliersee, dem bayrischen Paradies!

 

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wanderung zur Ankelalm

Heute mache ich mich auf zu einer Wanderung auf die Ankelalm.

Ich gehe morgens von Schliersee los und mein Ziel liegt ca. 6,5 km voraus. Am See entlang hat man die schönsten Perspektiven zum See, die immer wieder einladen, ein Foto zu machen.

 

 

So geht es Richtung Bahnhof Schliersee. Dort befindet sich ein Wanderparkplatz und man kann die Tour auch dort beginnen. Direkt am Wegesrand befinden sich etliche Wegweiser für einige schöne Wandertouren.

 

Da mein Ziel die Ankelalm ist, orientiere ich mich an der Beschilderung „Brecherspitz über Ankelalm oder Spitzingsattel“. Von dort gestartet, sind es ca. 3,5 bis 4 km bis zur Alm.

Entlang des Dürnbachs geht es langsam hoch und ich folge den weiteren Wegweisern Richtung Brecherspitz.

Am Forstweg entlang kommt ein kleiner Bachlauf, den ich überquere.

Kurz danach gelange ich an eine Verzweigung und nehme dort den rechten oberen Weg.

Nun merkt man auch den stetigen Anstieg des Forstweges.

Durch viele Kehren wandere ich nach oben. Unterwegs lege ich immer mal wieder kurze Pausen ein, um einmal kurz durchzuatmen und die Natur zu genießen.

Langsam komme ich den Baumkronen immer näher und die Sonne bricht immer mehr durch. Kaum bin ich aus dem Waldweg raus, bietet sich mir eine wunderbare Perspektive über die Berge. Die Luft ist klar und die Sicht einzigartig.

Von Weitem erblicke ich bereits die Ankelalm. Schritt für Schritt komme ich meinem Ziel näher.

Oben angekommen, sehe ich schon die Brecherspitz, aber ich bin am Ziel angekommen und genieße nun die Natur und eine Brotzeit.

Auf der Ankelalm gibt es viele Leckereien – von Geräuchertem über Käse bis zu Buttermilch und selbst gebackenem Kuchen.

Da die Alm nur in der Almsaison bewirtschaftet wird, sollte man sich vorher erkundigen oder sich eine Brotzeit für die Pausen mitnehmen.

 

Für Geübte bietet sich der ca. einstündige Aufstieg zur Brecherspitz an. Diesen bitte aber nur mit gutem/festem Schuhwerk und Trittsicherheit sowie geeigneter Kondition begehen.

 

Nach meiner Brotzeit nehme ich den Weg zurück Richtung Neuhaus/Schliersee. Ich muss euch sagen: Es war ein herrlicher Tag.

 

Gern könnt ihr auch noch den Beitrag von meiner Kollegin Susi bezüglich Wandern und Ankelalm ansehen. Dort findet ihr auch Tipps rund ums Herbstwandern.

 

Vielleicht macht der eine oder andere diese schöne Wanderung jetzt im goldenen Herbst. Dabei wünsche ich euch viel Spaß und schöne Eindrücke.

 

 

 

Bis bald

 

P:S.: Egal, welche Tour ihr macht: Denkt bitte immer an festes Schuhwerk und eine wetterbedingte Ausrüstung

 

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Milchstraße

Bei uns am Schliersee gibt es einige schöne Ecken, an denen wir die Milchstraße beobachten und auch fotografieren können.

 

 

Das Wichtigste ist, möglichst wenig Lichtverschmutzung in der Umgebung zu haben.

Als Lichtverschmutzung werden künstliche Lichtquellen bezeichnet, die zum Beispiel unsere Wahrnehmung der Sterne stören, aber auch nachtlebende Tiere wie Fledermäuse, Nachtfalter usw. negativ beeinflussen.

Unter www.lightpollutionmap.info kann man die Areale sehen, wo wenige künstliche Lichtquellen den Blick auf den Nachthimmel beeinträchtigen.

 

Aber selbst mit ziemlich viel Störlicht kann man mit entsprechendem Equipment beeindruckende Aufnahmen unserer Galaxie auf den Sensor bannen, wie ihr an meinem Beispiel vom Seeufer des Schliersee seht.

Am relevantesten ist ein Stativ, um verwacklungsfreie Aufnahmen über mehrere Sekunden durchführen zu können. Außerdem benötigt man optimalerweise ein lichtstarkes Weitwinkelobjektiv (ihr könnt aber auch mit einfachen Objektiven schon schöne Ergebnisse erreichen) sowie eine Kamera, bei der ihr manuell die Belichtungsparameter eingeben könnt. Ich nutze für diesen Zweck zwei spiegellose Vollformatkameras, die auch Zeitrafferaufnahmen ermöglichen.

Zunächst stellt man die Sterne manuell scharf – der Autofokus schafft das nicht, es ist zu dunkel. Entweder ihr macht das tagsüber und fokussiert ein sehr weit entferntes Objekt am Horizont an oder ihr nutzt den Live View der Kamera, bei dem ihr zehnfach vergrößern könnt und so die Sterne scharf eingestellt bekommt.

Ich verwende meistens eine ISO-Zahl (Lichtempfindlichkeit) zwischen 1600 und 3200, hier kommt das technikbedingte Farbrauschen der Kamera noch nicht so zum Tragen. Die Blende wird ganz geöffnet, also die kleinste Blendenzahl und eine Belichtungszeit von ca. 10–25 Sekunden eingestellt. Verwendet zum Auslösen den Selbstauslöser, selbst durch den leichten Druck auf den Sensor verwackelt sonst das Bild!

 

Die fertigen Fotos sehen meist noch nicht so beeindruckend aus, die Nachbearbeitung mit Photoshop oder Lightroom kann die Kontraste und Leuchtkraft der Milchstraße noch mal deutlich steigern. Es gibt auch einige kostenfreie Programme zur Bildbearbeitung, etwa www.gimp.org.

 

 

Ihr findet rund um den Schliersee einige Ecken, wo wenig Restlicht die Fotografie der Sterne beeinträchtigt. Ganz vermeiden lässt es sich jedoch nicht, selbst der Schein von kleineren Dörfern hinterm Berg ist meist auf den Bildern zu sehen.

Passt bei der Suche nach der geeigneten Location auf, dass ihr keine nachtaktiven Tiere stört, haltet euch an die offiziellen Wege – und dann steht eurem tollen Milchstraßenfoto am Schliersee nichts mehr im Wege!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Sonnenaufgang am Schliersee

Heute hieß es für mich früh aufstehen.

In meiner App sah ich: Sonnenaufgang 6:13 Uhr und somit war für mich klar: Da bin ich doch dabei.

Ein Sprung in die Radklamotten, schnell das Rad raus und los.

 

 

Einen Tag vorher war ich schon unterwegs und merkte sehr schnell, dass ich noch nicht die richtige Perspektive gefunden hatte.

Daher fuhr ich heute Richtung Fischhausen/Neuhaus und bog an den Bootshäusern Richtung See ab. Immer wieder mit Blick zu den Bergen, den dahinter war sie – die Sonne am Aufgehen.

 

Vorbei an der Rixner Alm Richtung Fitnessparcours.

Dort schob ich mein Fahrrad vor bis zu den Grillplätzen, und siehe da, hier kam sie ganz langsam hervor.

Schnell packte ich meine Kamera aus und wartete.

Es gibt nichts schöneres als einen Sonnenaufgang am Schliersee.

Der See ist frisch und still, die Natur duftet und die ersten Menschen schwimmen, joggen oder gehen mit ihren Hunde ihre Gassirunde.

Man kann hier seine Zeit verbringen, genießt die Ruhe und die langsam immer wärmer werdenden Sonnenstrahlen.

 

Weiter ging es Richtung Campingplatz Schliersee. Von dort zeigt sich die Sonne mittlerweile in ihrem vollen Gewand.

Langsam ist sie auch Richtung Kurpark angekommen und lässt den See in ihren Farben erstrahlen.

 

Es ist 8:00 Uhr und der See erwacht. Langsam wird es lebendiger und man merkt: Die Stille schwindet und der Ort beginnt zu leben.

 

Natürlich ändern sich die Sonnenaufgangszeiten und die Perspektiven. Jeder Tag und jeder Moment ist wunderschön am Schliersee.

 

Ein Tipp von mir: Das frühe Aufstehen wird wirklich belohnt. Der See am Morgen mit seinen Sonnenglitzern und die Stille wie auch der Morgenduft sind unbezahlbar schön.

 

Und wer weiß, vielleicht trifft man sich mal zufällig am Morgen … an unserem wunderschönen Schliersee.

 

 

In diesem Sinne

 

Guten Morgen, Schliersee!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Almenrundweg: duftender Schweinebraten und cremiger Schmandkuchen

8,5 Kilometer – etwa 300 Höhenmeter – rund drei Stunden

Der Almenrundweg zur Unteren und Oberen Firstalm ist eine bequeme Wanderung auf breiten Forststraßen für die ganze Familie. Sie ist zu jeder Jahreszeit möglich. Dafür musst du auch kein Frühaufsteher sein oder lange planen. Der schöne Rundweg ist sogar mit dem Kinderwagen möglich.

 

 

Wenn du mit dem Bus von Neuhaus anreist, startest du am Spitzingsattel. Du umrundest zuerst den Spitzingsee und am Kurvenlift geht es zuerst zur Unteren und dann zur Oberen Firstalm und von dort zurück zum Sattel. Ich bin mit dem Auto zum Spitzingsee raufgefahren und parke auf dem Parkstreifen kurz vor der Stümpflingbahn. Den Parkplatz kannst du bequem mit der ParksterApp bezahlen oder am Automaten. Das Tagesticket kostet 5 Euro (Stand: 08/2022). Der Parkplatz liegt direkt am Wanderweg und (großer Vorteil) im Schatten. Wenn du nicht runter zum See gehst, sondern den Höhenweg oberhalb des Spitzingsees nimmst, kommst du direkt zum Kurvenlift. Von dort geht es über eine Forststraße bergauf, zuerst durch den Wald und dann über die Almwiesen.

 

 

Rücksicht auf der Alm

Bitte respektiere die Kühe und schau sie dir nur mit Abstand an. Auch die Kuhtränken sollten für dich tabu sein. „Bitte keine Schuhe waschen, keine Hunde baden und keine Steine reinwerfen“, steht auf einem Schild. Aber selbst das Abkühlen der Arme, die beispielsweise vorher mit Sonnencreme eingecremt wurden, solltest du bitte lassen. Die Tränken gehören den Tieren auf der Alm. Kurz vor der Unteren Firstalm wird es ein wenig steil, aber es dauert nicht lange, dann kannst du dich schon für alle Anstrengungen belohnen.

 

 

Life is short – eat desert first

„Life is short – eat desert first“, habe ich heute Morgen gelesen. Also starten wir mit einem Mandarinen-Schmandkuchen und einem Cappuccino. Die Bedienung ist sehr freundlich und Kaffee und Kuchen schmecken sehr gut. Wir teilen uns beides, da wir an der Oberen Firstalm gleich die nächste Pause einlegen wollen. Der Weg zur Oberen Firstalm ist tatsächlich ein Katzensprung. Du kannst den schönen Bergpfad nehmen, um die 70 Höhenmeter zu überwinden. Wenn du mit dem Kinderwagen oder Mountainbike unterwegs bist, nimmst du besser die etwas längere Forststraße. Wir entscheiden uns für Schweinebraten mit Knödel und Krautsalat von der Tageskarte. Perfekt! Wir genießen die Sonne und den Ausblick über das Almgebiet. Das ist einfach superschön. Auch hier sind alle sehr freundlich und beim Bezahlen erkennt mich die Bedienung als „die vom Schliersee Magazin“, worüber ich mich wirklich freue. Ich sage noch schnell dem Wirt Marcus „Servus“ und dann machen wir uns wieder auf den Weg ins Tal.

 

 

Vorfreude auf den Winter

Wir nehmen die Forststraße zum Spitzingsattel. Normalerweise bin ich hier eher im Winter unterwegs. Ein bisschen Vorfreude auf den Winter kommt auf: „Mondscheinrodeln“ – mit dem Rodel wäre ich jetzt tatsächlich schneller im Tal. Am Spitzingsattel nehmen wir den kleinen Pfad direkt runter zum See. Wer mit dem Kinderwagen unterwegs ist, sollte (vorsichtig) ein kleines Stück (etwa 100 m) auf der Bundesstraße gehen und erst dann auf dem breiteren Weg zum See abbiegen. Dann laufen wir noch um den See, durch den Ort Spitzingsee und zurück zum Auto.

 

 

Wir haben mit Pausen und Foto- und Videostopps vier Stunden gebraucht. „Schee war’s!“

 

 

Bitte denk an feste Schuhe und Wanderausrüstung.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Durch und durch Schottisch – die 10. Highland Games im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Die wolkenverhangenen Hügel rund um das Markus Wasmeier Freilichtmuseum, die nahegelegene Singlemalt Whiskey Destillerie und schottische Dudelsack-Klänge am Eingang des Museums: Das stimmt perfekt auf die Schlierseer Highland Games ein.

 

 

 

Starke Frauen und Männer im Kilt

Stilecht ziehen die Wettkampfteilnehmer im Kilt in die Arena ein. „Wir haben schottisches Wetter bestellt – und wir haben schottisches Wetter bekommen“, sagt Moderator Michi Riedl lachend. Markus Wasmeier erzählt, dass die Highland Games 2010 durch einen Kulturaustausch mit Schottland zu uns ins Freilichtmuseum gekommen sind. Inzwischen sind sie fester Bestandteil des Veranstaltungsjahres. Neun Teams traten heuer gegeneinander an. Folgende Disziplinen waren zu absolvieren:

 

#1 Baumstammwerfen: Ziel ist es, den Baum zum Überschlag zu bringen. Es stehen jeweils zwei Bäume in unterschiedlichen Längen und Gewichten zur Verfügung. Es gibt keine Abwurflinie, sondern einen Abwurfbereich (zur Sicherheit) und somit auch kein Übertreten.

 

#2 Gewicht hochwerfen: Ein Gewicht wird rückwärts und einarmig über vorgegebene Höhen geworfen. Jeder Athlet hat max. drei Versuche, der beste wird gewertet. (6,25 bis 19 kg)

 

#3 Steinstoßen (Putting the Stone): Ein Stein wird einarmig und aus dem Stand so weit wie möglich gestoßen. Angleiten und Drehbewegungen jeder Art sind verboten! (4,5 bis 8 kg)

 

#4 Bayerisches Steinheben: Jeder Athlet wählt sein Anfangsgewicht und hat dann insgesamt drei Versuche, der beste wird gewertet. Das Gewicht kann von Versuch zu Versuch erhöht, aber nicht reduziert werden. (85 bis 250 kg)

 

#5 Baumstamm ziehen: Eine Baumstammhälfte wird, an einem Seil befestigt, von jedem Teammitglied eine vorgegebene Runde gezogen und dann „fliegend“ an den nächsten übergeben. Der Start erfolgt aus dem Stand und auf Kommando.

 

#6 Koffertragen (Farmers Walk): Zwei kofferähnliche Gewichte werden von jedem Athleten so weit getragen, bis sie abgestellt werden müssen oder maximal fünf Runden gelaufen wurden. (30 bis 60 kg)

 

#7 Gewicht weitwerfen (Weight for Distance): Ein Gewicht wird aus dem Stand und einarmig in das Zielfeld geworfen. Seitliches Anschwingen ist erlaubt. Ein Fuß muss die ganze Zeit über am Boden stehen! (8 bis 12,5 kg)

 

#8 Axtwerfen: Eine Doppelaxt wird dreimal je Teilnehmer auf eine Zielscheibe mit etwa 50 cm Durchmesser und fünf farbig gekennzeichneten Zielkreisen geworfen. Der Teil der Schneide, der in der Scheibe steckt und dem Mittelkreis am nächsten ist, wird gewertet.

 

#9 Stone of Manhood: Ein schwerer Stein bzw. eine schwere Steinkugel wird vom Boden aufgenommen, eine Strecke von ein bis drei Meter (gewichtsabhängig) getragen und auf ein Podest gelegt. Fällt das Gewicht vorher zu Boden, ist erneut von der Startposition zu beginnen. (30 bis 120 kg)

 

#10 Strohsack: Ein Strohsack wird mithilfe einer Gabel so hoch wie möglich über gespannte Seile geworfen. (3 bis 7,5 m Höhe)

 

 

Die Highland Games 2022 wurden wieder in enger Kooperation mit der 1. Bayrischen Highland Game Vereinigung (1. BHGV e. V.) organisiert.

 

 

 

[tourim-redakteur]