Einer der artenreichsten Hänge in den Bayerischen Alpen: Untere First

Ich treffe mich mit Gebietsbetreuer Mangfalltal Florian Bossert, Almbauer Hartl Markhauser und Ulrich Berkmann vom Landschaftspflegeverband an der Unteren First im Spitzingseegebiet. Wir gehen zusammen den steilen Osthang der Bodenschneid hinauf. Dieser Hang ist einer der artenreichsten in den Bayerischen Alpen. Gemäht wird er von Hartl Markhauser mit der Sense.

 

 

Bedrohter Storchenschnabelbläuling entdeckt

Florian Bossert ist zuständig für Natur- und Artenschutz im Gebirgsraum im Landkreis Miesbach. Das Steilhangmahd-Projekt mit Hartl Markhauser ist eines der Projekte, die er betreut. Hier oben blüht allerlei. „Und das, obwohl die eigentliche Blütezeit schon vorbei ist“, betont Hartl. Dass dieser Hang sehr artenreich ist, habe er schon immer gewusst. Aber wie besonders, das habe er erst von Florian Bossert gelernt. Er hat vor einiger Zeit hier den Storchenschnabelbläuling entdeckt. Ein Schmetterling, der deutschlandweit stark gefährdet und bei uns im Landkreis inzwischen nur noch hier zu finden ist.

 

Mit der Sense im Steilhang

So freut es Florian Bossert, dass der Almbauer mit viel Engagement hilft, den Storchenschnabelbläuling zu erhalten. Beispielsweise durch seine Mahd. „Wir haben bereits vor ein paar Jahren wieder angefangen, den Steilhang mit der Sense zu mähen“, berichtet Hartl. „Aus der Tradition heraus. Das wurde früher immer gemacht“, sagt er. Florian Bossert ist begeistert von der Motivation, die der Landwirt mitbringt: „Mit der Sense im Steilhang zu mähen, ist ja nicht einfach!“ Hartl Markhauser lacht: „Steil ist ja auch eine Herausforderung!“ Da muss die ganze Familie mit anpacken, um das Heu zusammenzurechen und vom Steilhang abzutransportieren.

Der Schmetterling legt Ende Juni seine Eier. „Wir mähen nicht vor August!“, sagt Hartl Markhauser. In der Zwischenzeit kann sich die Raupe prächtig entwickeln. Sie ernährt sich von den Samenanlagen des Storchenschnabels und wandert dann Ende Juli hinunter, um am Fuße der Pflanze zu überwintern. Durch das Mähen mit der Sense bleibt immer der untere Teil der Pflanzen stehen – das sichert den Lebensraum der Raupe. Es gibt viele Faktoren, warum der Storchenschnabelbläuling hier an der Unteren First noch vorkommt: Der Lebensraum passt, die Pflanze ist in ausreichender Menge vorhanden und die Wiese wird erst spät und mit der Sense gemäht.

 

Perfekte Zusammenarbeit

Das Schöne an dem Projekt ist der Erfolg. „Wir hatten in diesem Jahr sehr viele Eiablagen“, sagt Florian Bossert zufrieden. Das jährliche Monitoring gehört zu so einem Projekt selbstverständlich dazu. Bei der Förderung solcher Projekte hilft der Landespflegeverband. Trotzdem ist sehr viel Idealismus gefragt. „Wir sind froh um jede kleine Fläche“, sagt Ulrich Berkmann. Die Zusammenarbeit von Naturschutz, Landschaftspflegeverband und der Almwirtschaft funktioniert perfekt – ein echtes Vorzeigeprojekt im Landkreis. Dem Schmetterling ist so geholfen und nebenbei duftet das spezielle Heu aus dem Steilhang auch ganz besonders gut. „Wie in einem Wellnessbad oder Kräuterstudio“, sagt Hartl begeistert.

Hartl Markhauser macht seine Mahd nicht nur im Steilhang, sondern auch auf den etwas tiefer gelegenen Almwiesen von Hand. Ich habe ihn vor drei Jahren besucht: Es duftet nach Heu auf der Unteren First – Schliersee Magazin

 

 

Danke an Florian Bossert und Hartl Markhauser für den Einblick in das Projekt und die bereitgestellten Fotos und Videos!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Drei Schliersee-Sommertipps

Hurra, der Sommer ist da. Du bist im Urlaub in Schliersee? Ich habe heute drei von mir ganz persönliche Tipps für dich ausgewählt.

 

 

#1 Bei einer Wanderung auf die Schliersbergalm immer Badesachen dabeihaben

Viele Urlauber in Schliersee machen einen Ausflug auf die Schliersbergalm. Du auch? Egal ob mit der Seilbahn oder zu Fuß – du solltest immer Badesachen dabeihaben. Warum? Weil es für mich dort einen der schönsten Pools Bayerns gibt. Du erreichst die Schliersbergalm bequem mit der Seilbahn in nur vier Minuten von Schliersee aus. Zu Fuß kannst du zwischen dem Panoramaweg von der Talstation aus oder der Runde über den Kalkgraben (Forststraße) durch den Wald wählen. Tickets für den kleinen Pool bekommst du an der Bergstation der Schliersbergbahn oder auch online unter Schwimmbad (schliersbergalm.de). Der Pool ist momentan schön warm und ein echter Genuss nach einer Wanderung hinauf zur Schliersbergalm. Die atemberaubende Aussicht vom Pool aus ist einfach perfekt.

 

#2 Mittagessen im Strandbad

In unser Strandbad geht man nicht nur für einen Badetag, dort kannst du auch sehr gut essen und den Sonnenuntergang genießen. Das Strandbad Schliersee ist bekannt für seine gute Küche. Abends wird die Terrasse schnell voll. Das kannst du umgehen, wenn du einfach mittags dort zum Essen gehst. Für alle, die auf Fleisch verzichten wollen: Es gibt auch vegetarische Burger und verschiedene Salate. Der Burger auf meinem Foto ist ein Beef-Burger und er hat sehr gut geschmeckt! Wer „nur“ zum Essen ins Strandbad geht, muss keinen Strandbad-Eintritt bezahlen. Cooles Gadget: Es gibt kleine Tresore, wo du dein Handy aufladen kannst. Beachte, dass das Strandbad bei schlechter Witterung nicht immer geöffnet hat. https://www.strandbad-schliersee.de/

 

#3 Wanderung zum Grünsee

Während den Schliersee und den Spitzingsee bei uns jeder kennt, ist der Grünsee eher unbekannt. Er liegt unterhalb des Roßkopfgipfels und leuchtet in der Sonne smaragdgrün. Du kannst ihn von der Talstation der Stümpflingbahn (kostenpflichtige Parkplätze) über die Grünsee-Alm in rund einer Stunde erreichen. Der Grünsee ist ein perfekter Brotzeitplatz. Ich möchte diesen Sommer unbedingt einmal wieder raufgehen. Ich habe 2019 einen Beitrag über den Grünsee gemacht und habe ihn seither im Herzen. Es war ein wunderbarer Tag. Fazit: Heuer muss ich mal wieder hin! Smaragdgrüne Oase oberhalb vom Spitzingsee – der Grünsee – Schliersee Magazin

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Aus Liebe zur Tradition: Alt-Schlierseer Kirchtag 2023

Schon am Samstag hatte die Alt-Schlierseer Trachtengruppe die Überfahrt mit den Plätten (Schifferl) von Fischhausen nach Schliersee abgesagt. Regen, aber vielmehr der vorhergesagte Wind, machen eine sichere Überfahrt nicht möglich. Ein großer Wehrmutstropfen auch für die Trachtengruppe. Gerade heuer wollten sie die Jugend aus dem Verein ans Ruder lassen und haben eigens dafür Trachten geschneidert.

 

 

 

Aber woher kommt die Tradition der Überfahrt von Fischhausen nach Schliersee?

Früher gab es keine Straße nach Schliersee, nur einen kleinen Weg. „Da war man mit den Schifferln einfach schneller“, erklärt mir Korbinian Leitner von der Alt-Schlierseer Trachtengruppe. Und um Kirchweih zu feiern, kamen die Menschen eben auch von Fischhausen oder vom Freudenberg nach Schliersee zur Sankt Sixtus Kirche. Diese lange in Vergessenheit geratene Tradition hat der Verein zur 1200-Jahrfeier von Schliersee wieder aufleben lassen. Und der Alt-Schlierseer Kirchtag ist seither einer der Höhepunkte im Schlierseer Veranstaltungsjahr und auch definitiv ein Besuchermagnet. Es ist bezaubernd, wie die geschmückten Schifferl über den See gleiten.

 

Wunderschöne historische Trachten

Als ich am Samstag von der Absage erfahre, binden die Mitglieder der Alt-Schlierseer Trachtengruppe gerade die Bögen für die Plätten. Ich wundere mich, warum sie das trotzdem machen. „Es ist unser Brauch und es gehört einfach dazu“, sagt Korbinian Leitner. Sie wollen damit die Kirche und das Bauerntheater schmücken. Die Schifferl liegen bereits im Kurpark und werden wieder aufgeräumt.

Am Sonntag gegen 10:00 Uhr regnet es in Strömen. Die Entscheidung die Überfahrt abzusagen war definitiv richtig. Aber der Regen trübt die Stimmung nicht. Die befreundeten Trachtengruppen treffen ein und alle versammeln sich unter dem Dach der Vitalwelt und unter ein paar Pavillons. Die Musikkapelle Niklasreuth spielt in der offenen Garage. Der Umzug zur Kirche soll wie geplant stattfinden, die Wetter-App verspricht eine Regenpause. Und tatsächlich: Punkt 11:00 Uhr hört es auf zu regnen und die Sonne kommt raus. Das ist wie ein kleines Wunder. Leider waren dieses Jahr nur wenige Zuschauer im Kurpark. Schade, denn die historischen Trachten der verschiedenen Gruppen sind wunderschön anzuschauen.

Nach dem Patroziniumsgottesdienst in der Sankt Sixtus Kirche geht es für die Trachtengruppen in einem Festzug noch einmal durch Schliersee zum Bauerntheater. Dort wird gemeinsam Mittag gegessen und die Musikkapelle Niklasreuth ruft den ein oder anderen musikalisch zum Tanz auf. Einfach ein geselliger Nachmittag.

 

 

Vielen Dank, liebe Alt-Schlierseer Trachtengruppe für euer Engagement zum Erhalt der Traditionen in Schliersee!

https://www.alt-schlierseer-tracht.de/

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Zum Käs‘n auf der Raineralm

Frische Bergluft, Glockenläuten der Kühe, keine Hektik, atemberaubende Aussicht und Ruhe vom Alltagsstress in einer herrlichen Natur – eine schöne Vorstellung vom Almleben.

Dass dieses aber auch mit körperlich anstrengender, wenn auch erfüllender Arbeit verbunden ist, sehen die meisten Besucher einer Alm jedoch selten.

 

 

Über die VHS Oberland (hier geht es zur Homepage) lud Elisabeth Kainz, die selbst bereits vier Almsommer verbracht hat, auf die Raineralm im Bodenschneidgebiet zu einem traditionellen Herstellungskurs für Käse ein.

Da der erste Kurs bereits eine sehr hohe Nachfrage und eine lange Warteliste hatte, wurde kurzerhand ein weiterer Kurs angeboten.

Einen Vormittag lang konnten die Teilnehmer alles über die Herstellung von Käse erfahren, selbst Hand anlegen und die verschiedenen Schritte der Käseherstellung kennenlernen.

Zunächst wird die Milch mit etwas Naturjoghurt angesäuert und langsam erwärmt.

Nach Zugabe von Lab und einer Wartezeit, in der die Mich „dick liegt“, kann durch eine Schnittprobe der Gallerte die Entwicklung beobachtet werden.

Dann ist es Zeit, den Käsebruch durch Zerschneiden der Masse herzustellen. Je kleiner der Käsebruch ist, desto fester wird später der Käse.

Jetzt trennt sich die Molke aus dem Käsebruch.

In Käseformen gefüllt, kann der Bruch jetzt abtropfen (für Mozzarella) oder gepresst (für Schnittkäse) werden.

Nach 24 Stunden ist der Mozzarella schon bereit zum Verzehr mit Salz oder getrockneten Kräutern.

Der Schnittkäse braucht noch weitere Pflege (Salzbad, Lagerung mit Schmierungen), bevor er verköstigt werden kann.

Ein Höhepunkt des Tages war zweifellos die Verkostung der von der Sennerin Chrissi selbst gemachten Käse. Herrlicher Naturschnittkäse, würziger Kräuterkäse, pikanter Pfefferkäse, cremiger Mozzarella und handgemachte Almbutter gehören zu ihrem Repertoire.

 

 

Chrissi, die mit ihren beiden kleinen Kindern Marie und Paula zwei Monate die Raineralm bewirtschaftet, erzählt uns mit Stolz von ihrem Alltag mit Höhen und Tiefen auf der Alm.

Die Milch der beiden Milchkühe verarbeitet sie täglich zu leckerem Käse, der im Käsekeller der urigen Alm lagert.

Die Raineralm befindet sich im Bodenschneidgebiet und ist fußläufig über den etwas steileren Weg vom Wanderparkplatz Dürrnbach in Neuhaus oder etwas flacher, dafür aber länger vom Hennerer Parkplatz in Schliersee erreichbar.

 

 

Wer sich selbst für einen Kurs bei Elisabeth interessiert, kann sich über die Homepage der VHS Oberland informieren. Weitere Kurse sind bislang geplant, aber noch nicht online.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Neu: Das besondere Golferlebnis hoch über Schliersee

Wann warst du zum letzten Mal auf der Schliersbergalm? Seit dieser Woche gibt es dort eine neue Attraktion: eine Adventure-Golf-Anlage. Das ist wohl einer der höchstgelegenen, wenn nicht sogar der höchstgelegene Minigolfplatz Deutschlands.

 

 

Die Schliersbergalm liegt auf 1061 Metern und ist mit der Seilbahn in nur vier Minuten bequem zu erreichen. Selbstverständlich kannst du auch zu Fuß raufgehen. Dafür brauchst du etwa eine Stunde. Entweder gehst du die Serpentinen direkt von Schliersee rauf – auf diesem Weg hast du durchgehend einen traumhaften Panoramablick auf Schliersee, den See und in die Berge. Oder du nimmst alternativ die Forststraße über den Kalkgraben – dieser Weg führt hauptsächlich durch den Wald.

 

Adventure-Golf-Spaß

Ingo Bauer, Geschäftsführer der Schliersbergalm, zeigt mir heute den frisch angelegten Adventure-Golfplatz mit neun Bahnen. „Das muss natürlich alles noch zuwachsen“, sagt er. „Aber spielen kann man schon!“ Die Adventure-Golf-Anlage ist ans Gelände angepasst und man spielt auf Kunstrasen. Die Bahnen sind nicht wie beim traditionellen Minigolf aus Beton, das Regenwasser kann durch eine Kieselsteinschicht unter dem Kunstrasen schnell versickern. „Deshalb kann man auch bei schlechterem Wetter Adventure-Golf spielen“, erklärt Ingo. Er verspricht mehr Spielspaß und abenteuerlichere Bahnen als beim Minigolf. Auch weil man abwechselnd spielt und so den Ball des Gegners in eine ungünstigere Lage bringen kann – wie beim Eisstockschießen. „Ob das Freundschaften fördert, weiß ich nicht!“, sagt Ingo und lacht. Auf jeden Fall wird es so spannender. Selbstverständlich kann man die Ergebnisse wie beim Minigolf auf einen Zettel schreiben, aber wer möchte, kann sich auch eine App runterladen und die Ergebnisse digital eintragen. „Und dann per WhatsApp an seine Freunde schicken“, ergänzt Ingo. Auch Victor Golke, Geschäftsführer des Hotels, gesellt sich zu uns und spielt ein paar Bahnen. Die Adventure-Golf-Anlage ist also offiziell eingeweiht: Jetzt bist du dran! Bezahlen musst du an der Seilbahnkasse, dort erhältst du auch Schläger und Bälle und den QR-Code für die App.

Und nach der Adventure-Golf-Runde kannst du dann wieder mit der Sommerrodelbahn nach Schliersee runterrodeln. Viel Spaß!

 

 

Schliersberg Alm Hotel & Gastronomie GmbH

Schliersberg 1

83727 Schliersee

Tel.: 08026/67 22

 

info@schliersbergalm.de

 

 

 

Hotel und Seilbahn Betriebs GmbH

Schliersbergalm

83727 Schliersee

 

Tel.: 08026/20 94 52

 

hotel@schliersbergalm.de

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

(M)Ein Sommertag am Schliersee

So ein Sommertag am Schliersee ist einfach einzigartig.

 

 

Morgens mach ich mich auf, es geht Richtung Café Jennerwein, wo man wieder wunderbar und lecker frühstücken kann.

Sehr schön sitzt man da und genießt die ersten Stunden am Morgen mit Joghurt und Früchten oder besser gesagt das Fitnessfrühstück „für schneidige Berggamsen“.

 

Rund um den See kommt Leben auf, die Ersten leihen sich Tretboote am Lauber Beach oder an einigen anderen Bootsverleihen rund um den See. Die Schlierseer Bootsfahrt dreht auch schon ihre ersten Runden um den See.

Ich verweile im Kurpark unter den Bäumen und beobachte im Schatten das Leben. Viele Touristen sind hier und zeigen sich begeistert von den unzähligen schön gepflegten Blumenbeeten. Perfekt verweilt man auch im Restaurant Charivari auf der Terrasse mit dem schönen Ausblick.

 

Einige Zeit später geht’s Richtung Eiscafé Dolomiti. Ich schwanke wieder zwischen den Eissorten, da ich alle Sorten mag. Okay, die Entscheidung fällt schnell und ich gönne mir Stracciatella und Joghurt-Mango.

 

Danach zieht es mich auf den Weinberg. Von hier aus hat man einen der schönsten Ausblicke auf den Schliersee inklusive Schatten und Ruhe. Dort lässt es sich wunderbar verweilen, man kann ein Buch lesen sowie hin und wieder den Blick über den See schweifen lassen. Hier hält man es aus und kann den Booten, Paddlern und Schwimmern aus der Ferne zusehen.

 

Nach einem Spaziergang am See entlang setze ich mich gern in die neue Seebar – Seppi’s Seebar. Eine wunderbare familiengeführte Location mit nettem und freundlichem Service. Und als es ums Getränk ging, kam ich vom alkoholfreien Weißbier ab und probierte kurzerhand den hauseigenem Sprizz. Ein echter Geheimtipp.

 

Zu später Stunde überfiel mich ein kleiner bis mittelgroßer Hunger, und so gab es lecker Essen im Gasthof Terofal. In diesem Biergarten sitzt man herrlich und kann sehr gut speisen. Überhaupt findet man rund um den See zahlreiche Leckereien, weshalb einem die Wahl oft schwerfällt.

Zum Tagesausklang ging es am Seeufer nach Hause, und ich sage euch, ich kann mich an Sonnenuntergängen einfach nicht sattsehen. Geht es euch auch so?

Noch ein Bild und noch ein Bild, ein Video – bis die Sonne schlafen geht.

 

HACH, der Schliersee ist einfach zum Verlieben.

 

 

Vielleicht probiert ihr das auch mal aus, so einen Sommertag am Schliersee. Es gäbe noch viel mehr darüber zu erzählen.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Come rain or shine: Schliersee feiert!

„Können wir nicht jedes Wochenende im Sommer Seefest feiern?“, fragt mich ein Schlierseer, als wir darauf warten, dass der Regen wieder aufhört und die Sonne wieder rauskommt. Ich überlege kurz. „Warum?“, frage ich zurück.  Weil’s einfach so schee is!“, antwortet er begeistert.

 

 

 

 

 

Wenn’s mal bisserl regnet, macht uns das gar nichts aus

Mein Seefestwochenende startet damit, dass ich die Begrüßungsrunde der Organisatoren Hias, Reiner und Simon zusammen mit Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer begleiten darf. Eine gute Gelegenheit für einen kurzen Ratsch an jedem Stand. Wir sind fast zweieinhalb Stunden unterwegs. Um etwa 19:30 Uhr eröffnet Franz Schnitzenbaumer das Seefest offiziell von der Seefestbühne aus. Er betont, wie stolz er darauf sei, dass das Seefest hauptsächlich von den Mitgliedern der Schlierseer Vereine mit ehrenamtlicher Arbeit getragen wird. „Ihr habt bestimmt mitbekommen, dass ein Seefest im Nachbartal hat abgesagt werden müssen, weil man es personaltechnisch nicht geschafft hat“, sagt er. Bei uns werde fast alles von Vereinen mit ehrenamtlicher Arbeit gestemmt und der Erlös fließe in die Jugendarbeit. Franz Schnitzenbaumer freut sich, wie sehr sich die Schlierseer einerseits für ihre Vereine, aber andererseits auch für das Seefest engagieren und alles geben. „Das freut mich sehr!“, sagt er. Der Bereich vor der Seefestbühne ist gut gefüllt und die Musiker rund um Erich Kogler starten ihr Konzert. Leider erreicht uns noch vor 9:00 Uhr ein Gewitter mit viel Regen und Wind und beschert dem Konzert von Kogler & Friends ein plötzliches Ende. In den verschiedenen Zelten wird aber selbstverständlich fröhlich weitergefeiert. So wie Franz Schnitzenbaumer bei der Eröffnung auf der Bühne gesagt hat: „Wenn’s mal a bisserl regnet, das macht uns gar nichts – wir feiern weiter!“

 

Tradition hat in Schliersee einen hohen Stellenwert

Der Samstag startet für mich mit dem traditionellen Fischerstechen. Die Sonne brennt vom Himmel und der Biergarten der Eishackler direkt am Seeufer mit lauter Logenplätzen fürs Fischerstechen ist voll. Wie jedes Jahr macht es Spaß, die „Kämpfe auf dem Wasser“ zu beobachten. Als eine Regenfront mit Hagel über Schliersee zieht, drängen sich die Zuschauer in die Bar der Eishackler, um einen trockenen Platz zu ergattern. Der Regen dauert aber gar nicht lange und im Anschluss beginnt die Siegerehrung. Die „Schlierseer Buam“ freuen sich über den ersten Platz und den Wanderpokal. Gratulation! Nach der Siegerehrung drehe ich eine Runde mit Peter Sprenger in seiner Pferdekutsche. Er fährt unermüdlich den ganzen Nachmittag die Kinder ums Seefest. Ebenso beliebt bei den Kindern sind die Hüpfburg und die Aktivitäten mit den Pfadfindern wie Stockbrotbacken am Lagerfeuer und Kinderschminken. Am Nachmittag unterhält die Huabaoim Musi die Gäste und am Abend beim „Schlierseer Abend“ die Schlierseer Blasmusik zusammen mit den verschiedenen Schlierseer Plattlergruppen und den Goaßlschnalzern. Welchen Stellenwert die Tradition in Schliersee hat, erkennt man an der großen Anzahl an Plattlern auf der Bühne, so Moderator Franz Weiss. Und die Bühne ist wirklich voll! Um 22:00 Uhr startet das musiksynchronisierte Brillantfeuerwerk, das von einem Floß im Schliersee abgeschossen wird. Ein Traum! Und danach geht die Party auf dem Schlierseer Seefest erst richtig los!

 

Das Schlierseer Seefest ist ein Familienfest

Am Sonntag sitze ich um 13:00 Uhr im Biergarten vor der Seefestbühne und die LakeSide Big Band spielt. Ich mag die lockere Atmosphäre. Als spätes Frühstück gönne ich mir heute eine Currywurst mit Pommes (lach!). Ich freue mich, als ich Uschi Bommer auf der Bühne sehe. Sie singt ein paar Lieder mit der LakeSide Big Band wie im vergangenen Jahr. Auch Sängerin Anna Müller tritt noch auf. Am Nachmittag gehört die große Seefestbühne den Kleinen. Also besser gesagt dem Nachwuchs. Es treten die Schlierseer Turner, Mitglieder des Taekwon-Do- und Allkampf-Jitsu-Centers Hausham, die Rock’n‘Roller aus Hausham und die Crachia Hausham auf. Es sind sehr viele Zuschauer da, darunter viele stolze Eltern und Großeltern. Nach dem starken Regenguss bei den Schlierseer Turnern zu Beginn spielt dann auch das Wetter wieder mit und zeigt sich von seiner schönsten Seite. „Es war das 21. Seefest für mich und es war wieder eines, das ich abhefte unter genial“, sagt Franz Weiss zum Abschied. Um etwa 20:00 Uhr beendet er zusammen mit unserem Kuramtsleiter Mathias Schrön sowie Reiner und Simon Pertl das Bühnenprogramm und die Besucher lassen den Tag auf dem Seefest noch gemütlich bei einem Bier ausklingen.

 

 

Alle hier aufzuzählen, denen ich für ein so gelungenes Seefest 2023 danken wollen würde, würde zu weit führen. Denn das Schlierseer Seefest ist eine Gemeinschaftsleistung. Also: Danke euch allen!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Das kleine Glück – eine einfache Wanderung auf die Freudenreichalm

Als Wanderer mag man schmale Pfade, gern auch grandiose Ausblicke und erhebende Gipfelkreuze. Aber die Natur ist nie langweilig, auch nicht, wenn es mal nur über eine Forststraße nach oben geht. Spätestens auf der Almwiese finde ich das kleine Glück: Die Jungrinder grasen, die Glocken bimmeln und es duftet wunderbar nach einem Potpourri aus Kräutern. Auf der Almhütte bekommst du, falls die Sennerin sich nicht gerade um ihre Tiere kümmern muss, eine Brotzeit und eine kleine Kuchenauswahl.

 

 

Jetzt aber los!

Ich habe mich heute für eine kleine Tour zur Freudenreich entschieden. Die Wanderung starte ich am Wanderparkplatz Dürnbach – Google Maps. Die Parkgebühr kann bequem mit Parkster (Android/Apple) oder am Automaten bezahlt werden. Mit der Schlierseer Gästekarte kannst du hier kostenfrei parken (Zettelziehen nicht vergessen!). Vom Wanderparkplatz aus brauchst du zur Freudenreichalm etwa ein bis eineinhalb Stunden. Der Weg verläuft hauptsächlich auf einer Forststraße und ist gut ausgeschildert. Du brauchst also keine schweren Bergstiefel, eine einfache Wanderausrüstung genügt. Wanderstöcke können, vor allem bergab, hilfreich sein, denn die Forststraße kann man durchaus als steil bezeichnen. Hin und zurück sind es etwa 7,5 Kilometer und fast 400 Höhenmeter. Falls du einen Hund mitbringst, vergiss bitte nicht, diesen anzuleinen. Bleib bitte auf den Wegen und behandle Tiere rücksichtsvoll und beobachte sie nur mit Abstand. Dass du deinen Müll wieder mit ins Tal nimmst, ist selbstverständlich. Als Krönung der kleinen Wanderung gönne ich mir eine Almbrotzeit. Die Freudenreichalm ist klein und hat auch keine Innenplätze. Du bekommst Brotzeiten, Getränke und Filterkaffee sowie eine kleine Auswahl an Kuchen. Die Freudenreichalm ist keine Großgastronomie, sondern ein echter Almbetrieb. Hier trifft man sich bei einer Brotzeit und einem Getränk auf einen Ratsch: Das kleine Glück!

 

 

Der Nachmittag war für mich – wie der Name bereits verspricht – freudenreich!

Aktuelle Öffnungszeiten erhalten Sie hier: Freudenreich Alm

[tourim-redakteur]

 

 

 

Über den Wolken …

… muss die Freiheit wohl grenzenlos sein. Wer kennt ihn nicht, Reinhard Meys Hit aus den 70er-Jahren, und sehnt sich dabei nach der Freiheit eines Vogels und der unendlichen Ferne am Himmel.

Für die rund 60 Mitglieder (wobei ca. 40 davon aktive Piloten sind) des LSC Schliersee ist der Traum vom Fliegen Realität geworden.

 

 

Am Flugplatz in Geitau starten die Piloten meist am Wochenende bei schönem Wetter und der damit verbundenen Thermik in die Lüfte.

Mit einer Seilwinde werden die Segelflugzeuge in rund 350 Meter Höhe gezogen, von wo man einen wunderschönen Ausblick auf die Alpenregion Schliersee/Tegernsee genießen kann.

 

Aus der Vereinsgeschichte

In den 30er-Jahren gab es bereits einen Vorläufer des jetzigen Vereins. Der Zweite Weltkrieg zerstörte jedoch alle Vereinsaktivitäten. 1951 wurde der LSC Schliersee von Flugbegeisterten aus Schliersee, Hausham und Bayrischzell gegründet. Anschließend wurde im Bauerntheater Schliersee durch die Mitglieder der Doppelsitzer „Mü 13 E“ selbst gebaut (siehe Archivbilder des LSC Schliersee).

1937 wurde der Schlierseer Verein vom nationalsozialistischen Fliegerkorps übernommen und im August aufgelöst. Damit endete vorläufig die Fliegerei in Schliersee.

Bevor man 1963 den Flugbetrieb am Flugplatz in Geitau wiederaufnahm, starteten die Segelflieger teils in Schliersee (wie man auf den Archivbildern sehen kann, wurde der zugefrorene See als Start und Landeplatz genutzt).

 

1000 km unter 10 Std. mit dem Segelflugzeug

Am 9. Juni 2023 absolvierte der LSC-Pilot Hans Fitterer (Gewinner des Barron Hilton Cup 1994/1995) einen in Segelflugkreisen besonderen Flug von 1000 Flugkilometern in unter zehn Stunden. Hierbei startete er gegen 10:45 Uhr in Geitau und flog bis zur westlichen Wiener Neustadt, dann Richtung Arlberg und zurück Richtung Geitau, wo er gegen 20:40 Uhr wieder wohlbehalten landete.

 

Gastflüge

Der LSC Schliersee besitzt neben einigen einsitzigen Segelflugzeugen auch Doppelsitzer, die sowohl im Rahmen flugsportlicher Aktivitäten als auch in der Aus- und Weiterbildung zum Einsatz kommen. Bei geeigneten Bedingungen können mit den Doppelsitzern darüber hinaus auch Gastflüge durchgeführt werden, sodass Interessierte die Möglichkeit haben, mit einem erfahrenen Piloten zu einem kleinen Rundflug zu starten und die Faszination Segelflug selbst im Cockpit zu erleben.

 

 

Alle am Segelflug Interessierten (ab 14 Jahren ist das Fliegen bereits möglich) finden auf der Homepage des LSC Schliersee e. V. weitere Informationen.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

TC Neuhaus am Hachlbach e. V. – Offene Kreismeisterschaften vom 4. bis 6. August 2023 – neue Trainerin

Nach dem regen Zuspruch im vergangenen Jahr lädt der TC Neuhaus auch dieses Jahr zu den offenen Kreismeisterschaften (powered by AignerKarner) ein. Vom 4. bis 6. August 2023 können Tennisspieler/-innen aus nah und fern wieder um die heiß begehrten Titel kämpfen und ihr Talent unter Beweis stellen. Ausgeschrieben sind zwölf Konkurrenzen, was ein breites Teilnehmerfeld in allen Leistungsklassen verspricht (Meldeschluss: 31. Juli 2023). Um einen reibungslosen Ablauf ohne lange Wartezeiten für die Spieler/-innen zu gewährleisten, finden einige Matches auf den benachbarten Anlagen der Tennisclubs Bayrischzell, Fischbachau und Schliersee statt.

Für das leibliche Wohl der Spieler/-innen sowie der Gäste ist bestens gesorgt und ein buntes Rahmenprogramm (Players‘ Night, Bar-Betrieb, Tombola etc.) rundet das sommerliche Sportfest harmonisch ab – nicht nur Tennisbegeisterte werden sich hier wohlfühlen.

In diesem Jahr veranstaltet der TC Neuhaus ferner noch ein DTB Jugendranglistenturnier (25.–27.08.2023) sowie einige LK-Turniere.

 

In der letzten Saison mussten sich die Spieler/-innen des TC Neuhaus schweren Herzens von ihrem langjährigen Trainer Ante Bilić verabschieden. Gemeinsam mit der Tennisschule Aigner&Karner ist es nun aber gelungen, eine absolut hochkarätige Trainerin für den Verein zu finden. Tatiana Perebiynis stand bereits im Viertelfinale von Wimbledon und hat in ihrer Jugend sogar einen Wimbledon-Sieg im Doppel verbuchen können. Die topausgebildete Ukrainerin unterrichtet die Spieler/-innen des TC Neuhaus ab sofort auf höchstem Niveau. Ganz gleich, ob Anfänger oder Profi – die sympathische und humorvolle Trainerin stellt sich mühelos auf alle Spielstärken ein und sorgt mit ihrem reichen Erfahrungsschatz sowie ihren individuellen Trainingsmethoden für die sportliche Weiterentwicklung auf dem Tenniscourt.

 

 

Wer Lust hat, Tennis zu lernen oder sein Spiel zu verbessern, kann sich an die Tennisschule AignerKarner (Tel.: 0174/9322535, E-Mail: play@aignerkarner.com) oder an den TC Neuhaus wenden.

 

TC Neuhaus am Hachlbach e. V.

Aurachstraße 30

83727 Schliersee

https://www.tennisclub-neuhaus.de

E-Mail: schriftfuehrer@tennisclub-neuhaus.de

 

 

 

[tourim-redakteur]