Back to the roots – Faszination Handwerk ist wieder „dahoam“

Christine Falken strahlt. Kein Wunder, denn im Oktober erfüllt sich für „d‘Nahterin“ aus Schliersee ein Herzenswunsch: Der Handwerkermarkt des Vereins „Faszination Handwerk“, dessen Vorsitz die Schneidermeisterin innehat, kehrt nach 16 Jahren Abstinenz an den Schliersee zurück. Nach dem ersten Handwerkermarkt an Lichtmess auf der Insel Wörth kurz nach der Gründung des Vereins, der sich der Förderung und Erhaltung althergebrachter Handwerkstechniken verschrieben hat, musste der Markt viele Jahre lang aus Platzgründen in andere Orte ausweichen. Insgesamt 32-mal veranstalteten Christine Falken und ihre Mitstreiter den Markt an alten bayerischen Feiertagen wie Lichtmess und Leonhardi.

 

 

Zwei Standorte und ein „kulinarischer Weg“

Doch in diesem Jahr ist alles anders. Anlässlich der 100-jährigen Markterhebung der Gemeinde Schliersee hat der Verein mit der Unterstützung von Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer ein neues, innovatives Konzept entwickelt. Statt lokal an einem Ort findet der Markt nun an zwei Standorten im Herzen von Schliersee statt. Rund 30 Handwerksbetriebe aus Bayern und Südtirol präsentieren ihre Kunstwerke und ihr Können im Saal des Schlierseer Heimatmuseums sowie in der Vitalwelt direkt am See. Als Verbindung dieser beiden Ausstellungsorte dient ein „kulinarischer Weg“ mit einem bunten Angebot an regionalen Spezialitäten.

Die Vielfalt der teilnehmenden Handwerksbetriebe ist immens: Vom Orientteppichrestaurator über einen Feintäschner bis zur Goldschmiedemeisterin und Porzellanmalerin sind Gewerke aus nahezu allen Bereichen vertreten. Eine Buchrestauratorin gewährt Einblick in ihre Tätigkeit, eine Handweberei und eine Modistin zeigen ihre Modelle und ihre Arbeitsweise. Die Besucher dürfen außerdem erleben, wie Lampenschirme hergestellt werden und Hinterglasbilder entstehen.

Das Besondere und Einzigartige

Christine Falken und ihre Vereinskollegen legten bei der Auswahl der Teilnehmer großen Wert auf Authentizität und das Besondere. „Wer bei uns ausstellen möchte, muss den Meistertitel seines Fachs in der Tasche haben“, bekräftigt die Schlierseer Nahterin.

Gin, Räucherfisch und Schokolade

Neu in diesem Jahr ist das Angebot an Ständen mit kulinarischen Schmankerln. Der TSV Schliersee ist hierbei ebenso vertreten wie die Neuhauser Genussschmelzerei Essendorfer, die Fischerei Schliersee, die Rafaels Kaffeerösterei, ein Nudelmacher, die Zahlersberg Distillers mit ihren Gin-Kreationen, Clement Chococult mit feinsten Schokoladenvariationen, der Schlierseer Bäcker Zanger, der Tölzer Kasladen sowie Mark Linke und sein Unternehmen „Bulli Events“.

 

 

Der Handwerkermarkt des Vereins „Faszination Handwerk“ findet von Freitag, 25. Oktober, bis Sonntag, 27. Oktober, statt. Geöffnet ist der Markt am Freitag von 12:00‒17:00 Uhr, am Samstag und Sonntag von 10:00‒17:00 Uhr. Der Eintritt beträgt pro Person 3 Euro, für Kinder bis 14 Jahre ist der Eintritt frei.

 

Fotos: Thomas Plettenberg

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Drei Tipps für Regentage in Schliersee

 

Tipp #1 Markus Wasmeier Freilichtmuseum

An Regentagen das Markus Wasmeier Freilichtmuseum zu besuchen, ist schon deshalb eine gute Idee, weil es etwas ruhiger ist als sonst. Das altbayrische Dorf ist einfach ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. In den Höfen könnt ihr euch auch immer wieder aufwärmen oder unterstellen. Bei meinem Spaziergang am Sonntag brannte sogar das offene Feuer im Lukashof. Im gemütlichen Wirtshaus „Zum Wofen“ könnt ihr es euch so richtig gutgehen lassen. Das selbst gebraute Museumsbier solltet ihr unbedingt versuchen.

Aktuelle Veranstaltungen:

  1. Oktober | Erntedankfest mit Messe

 

Tipp #2 Einfache Wanderungen rund um Schliersee

Bergpfade können im Regen rutschig sein und sind auch nicht empfehlenswert bei nassem Wetter. Aber wir haben viele Wanderwege in Schliersee, die gut begehbar sind, wie etwa Forststraßen oder asphaltierte Strecken.

Schliersbergalm | Gehzeit von Schliersee etwa 1:15 h (Seilbahnfahrt möglich)

Obere Firstalm |Gehzeit vom Spitzingsattel etwa 45 Minuten

Untere Firstalm | Gehzeit vom Spitzingsattel etwa 45 Minuten

Albert-Link-Hütte | Gehzeit von Spitzingsee Ort etwa 20 Minuten

An Regentagen ist eine gemütliche Hütte am Ziel für mich noch wichtiger als bei Sonnenschein. Zum einen als Belohnung und zum anderen zum Aufwärmen. Die heiße Schokolade und der Kuchen schmecken nach einer Wanderung im Regen gleich doppelt gut.

Tipp #3 Eine kostenlose Busfahrt mit der Schlierseer Gästekarte

Warum an einem Regentag nicht einfach in einen Bus einsteigen, die vorbeifliegende Landschaft beobachten und einfach mal nichts tun?

Für unsere Schlierseer Gäste, die eine Gästekarte besitzen, ist das sogar kostenlos. Ihr könnt mit der Wendelstein Ringlinie von Neuhaus aus zweimal mit und zweimal gegen den Uhrzeigersinn um den Wendelstein fahren. Die Fahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden, dann seid ihr wieder zurück in Neuhaus. www.wendelstein-ringlinie.de

Auch die Buslinie nach Kufstein bietet sich für eine Schlechtwettertour an. Allerdings braucht ihr dafür den ganzen Tag Zeit. Zweimal am Tag fährt der „Kufstein-Bus“ in beide Richtungen. Der Probebetrieb geht noch bis 29. September 2019. https://www.rvo-bus.de/oberbayernbus/view/freizeittipps/ausflugsbusse/ausflugsbus_schliersee_kufstein.shtml

Was ihr dann in Kufstein alles machen könnt, habe ich zusammen mit Kuramtsleiter Mathias Schrön diesen Sommer schon für euch ausprobiert. https://magazin.schliersee.de/buslinie-von-schliersee-nach-kufstein-gestartet-einsteigen-bitte/

 

 

➡️ Und wer jetzt nass und durchgefroren ist, der geht am besten in die Vitalwelt Schliersee ins monte mare Schliersee: Sauna, Wellness und Schwimmbad/Vitaltherme!

https://www.monte-mare.de/de/schliersee.html

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Die Alt-Schlierseer-Trachtengruppe beim Oktoberfest: So a scheena Dog!

Große Ehre für die Alt-Schlierseer-Trachtengruppe: Sie durfte heuer beim traditionellen Trachten- und Schützenzug auf dem Münchner Oktoberfest dabei sein – bereits zum wiederholten Mal. Gemeinsam mit anderen historischen und traditionellen Trachtengruppen aus dem In- und Ausland, Blaskapellen und Spielmannszügen, Festwägen und Brauereigespannen, Gebirgs- und Sportschützen zogen die Schlierseer Trachtler am ersten Wiesn-Sonntag durch die Münchner Innenstadt.

 

 

Tolles Gefühl der Zusammengehörigkeit

Von der Maximilianstraße über Odeonsplatz und Stachus bis zur Oktoberfestwiese: Angeführt vom „Münchner Kindl“ hoch zu Ross, präsentierten sich die Schlierseer Trachtler um Manfred Tschirner und Bernhard Findeiss den zahlreichen Zuschauern. „Die rund sieben Kilometer Strecke mitzulaufen, das ist schon eine große Ehre und ein ganz tolles Gefühl“, schwärmt Manfred Tschirner, Vorsitzender der Alt-Schlierseer-Trachtengruppe. „Für unseren Trachtenverein entsteht da immer ein ganz toller Moment der Zusammengehörigkeit.“

 

Um die 9.000 Mitwirkende nehmen jedes Jahr am Trachten- und Schützenzug teil. Er zählt zu den traditionsreichen Highlights des ersten Wiesn-Wochenendes. 1835 fand der Trachten- und Schützenzug erstmals statt – Anlass waren damals das 25-jährige Bestehen des Oktoberfests sowie die Silberhochzeit von König Ludwig I. und Therese von Bayern.

 

Tracht vom Beginn des 19. Jahrhunderts

Aus der Zeit zwischen 1810 – dem Jahr des allerersten Oktoberfests – und 1835 stammen auch die Gewänder der Alt-Schlierseer-Trachtengruppe: „Unsere Tracht passt perfekt in die damalige Zeit“, sagt Manfred Tschirner. „Unsere Mitglieder tragen Festtags- und Alltagstracht – ganz bunt gemischt.“ Typische Merkmale der Alt-Schlierseer Tracht sind der charakteristisch hohe „Stopselhut“ aus Wollfilz und der „Flor“, ein Halstuch, typischerweise in Schwarz oder Dunkelrot. Für die jungen Mädchen gibt es eine sogenannte Maschlhaube – engmaschig gestrickt aus schwarzer Wolle.

 

Auch der Wagen der Alt-Schlierseer-Trachtler, liebevoll handbemalt von Lüftlmaler und Restaurator Günther Wasmeier, ist der Zeit zu Beginn des 19. Jahrhunderts nachempfunden: „Die Bemalung mit den typischen Barockformen orientiert sich an alten Stichen sowie an den Bauernmöbeln, die man damals gehabt hat“, verrät Günther Wasmeier. „Bei den Farben haben wir Blau, was immer eine königliche Farbe ist. Und zusammen ergeben das Blau und das Gelb dann die Farben des Schlierseer Gemeindewappens.“

 

Immergrüner Schmuck aus Daxen, Buchs und Waxlawa

Und das ist noch nicht alles: Selbstverständlich lassen es sich die Schlierseer Trachtler nicht nehmen, ihrem Wagen einen dem Anlass entsprechenden Festschmuck zu verpassen. „Die geraden Metallstäbe haben wir mit Daxen, das heißt Tannenzeigen, geschmückt“, verrät Stephanie von Oelhafen. „Auf die runden Bögen kommt Buchsbaum. Und den Wagenrand ziert Waxlawa, das ist Stechpalme.“ Am Ende werden die immergrünen Gebinde noch mit blau-gelbem Taftband in den Farben von Schliersee dekoriert. „Für die Vorbereitung brauchen wir viele helfende Hände“, verrät Manfred Tschirner. „Da starten wir gut drei bis vier Wochen vorher.“

 

Am ersten Wiesn-Sonntag ging‘s schon um 8:00 Uhr früh los – die Alt-Schlierseer-Trachtler fuhren gemeinsam mit dem Reisebus in die Stadt. „Das ist schon eine einmalige Stimmung dort“, sagt Bernhard Findeiss, der in diesem Jahr erstmals mit seiner ganzen Familie – Frau Kathrin sowie den beiden Kindern – beim Trachtenzug vertreten ist. „Es sind immer wahnsinnig viele Zuschauer dabei, die stehen in Fünfer- oder Sechserreihen – ohne dass irgendwann mal eine Unterbrechung zu sehen wäre.“

 

Perfekter Tagesausklang auf der Oidn Wiesn

Nach dem Trachtenzug ging’s für die Schlierseer dann gemeinsam ins Oktoberfest-Vergnügen – selbstverständlich ganz traditionell auf der „Oidn Wiesn“. „Eine kurze Brotzeit– dann geht’s schon weiter zu den sehr schönen Fahrgeschäften auf der Oidn Wiesn“, verrät Bernhard Findeiss. „Die Kinder freuen sich immer riesig darauf – und schauen sich noch lange Zeit danach die Fotos von diesem besonderen Tag an.“

 

 

Mehr Informationen zur Alt-Schlierseer-Trachtengruppe

https://www.alt-schlierseer-tracht.de

 

 

© Fotos: Bilder 8‒16 mit freundlicher Genehmigung von Kathrin und Bernhard Findeiss

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Geführte Wanderung mit Jürgen Koschyk durch die Schlierseer Berge

Heute darf ich den Wanderleiter, oder besser gesagt die Wanderlegende, Jürgen Koschyk bei einer seinen geführten Erlebniswanderungen begleiten. In der Saison ist Jürgen jeden Dienstag und Donnerstag mit Urlaubern in den Schlierseer Bergen unterwegs.

 

 

Heute geht es mit einem Pärchen aus dem Ruhrgebiet, einem aus Nordrhein-Westfalen und einer Dame aus Unterfranken auf die Burgruine Hohenwaldeck. Kuramtsleiter Mathias Schrön verabschiedet uns offiziell an der Vitalwelt Schliersee und wir fahren, mit der Gästekarte kostenlos, mit dem Bus nach Fischhausen. Von dort aus führt ein Steig in etwa 45 Minuten steil bergauf zur Burgruine. Die kleinen Verschnaufpausen, in denen uns Jürgen die umliegenden Berge erklärt, weitere Tipps für Ausflüge und Wanderungen bereithält und viele lustige Geschichten erzählt, sind dabei sehr willkommen. Oben angekommen bekommen wir von Jürgen ein „RITTERmahl“. Was bei echten Hohenwaldeck-Rittern auf den Tisch kommt, verrate ich an dieser Stelle nicht, dass müsst ihr selbst miterleben. Bei der Pause am Aussichtspunkt mit Kreuz, direkt über dem Schliersee, nimmt sich Jürgen viel Zeit die Berge und den Schliersee mit seiner Insel und auch den Ort Schliersee zu erklären. Weiter geht es für uns über den Höhenweg in Richtung Schliersee. Unterwegs hat Jürgen weitere Tipps für die nächste Wanderung allein. Die Urlauber saugen die Informationen, die er auf seine lockere und humorvolle Art rüberbringt, begeistert auf und sogar ich erfahre neue Schlierseer Geschichten. Unsere kleine Gruppe hat Spaß. Das Wetter passt auch. Es ist ein perfekter Tag. Unser Ziel ist der Weinberg in Schliersee. Versprochen hatte uns schon Mathias Schrön eine Weinprobe vom Schlierseer Weinberg. Jürgen holt sein „Sixtus-Tröpferl“ aus seinem geheimen „Weinkeller“ und alle sind überrascht, dass er tatsächlich Wein herzaubert. Ein wirklich lustiger Abschluss einer sehr kurzweiligen Wanderung.

Die Wanderungen mit Jürgen sind immer ein echtes Erlebnis. Auf geht’s, lasst euch von Jürgen durch die Berge führen.

Der Herbst ist die schönste Zeit zum Wandern bei uns am Schliersee. Vom 23. bis 27. September 2019 veranstalten wir wieder die sehr beliebte Schlierseer Wanderwoche.

In dieser Zeit können ihr euch jeden Tag zu einem anderen Ziel in unseren schönen Schlierseer Bergen entführen lassen. Unser erfahrener Wanderleiter Jürgen Koschyk kennt nicht nur die schönsten Fleckerl und Routen, er führt euch auch in die urigsten Almhütten und hat immer eine besondere Überraschung parat. Anmeldung in der Gäste-Information Schliersee erforderlich.

 

 

Mit der Gästekarte kostenlos, alle anderen bezahlen nur 5 Euro.

www.schliersee.de

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Bäckerei Gritscher – Schlierseer Bäckerei mit Tradition und Leidenschaft

In dritter Generation und selbst bereits seit 18 Jahren im Betrieb, betreibt Jakob Gritscher junior die Traditions-Bäckerei Gritscher im Josefstal. „Schon als Kind habe ich mich in der Backstube immer wohlgefühlt“, erinnert er sich an seine Kindheit. Seine Eltern haben ihm immer vorgelebt, dass das Bäckerhandwerk Spaß macht, und so war es für ihn auch keine Frage den elterlichen Betrieb zu übernehmen.

Jakob Gritscher liebt was er tut

Echtes Handwerk, Tradition und Regionalität sind ihm wichtig. Seine Zutaten bezieht er, soweit möglich, aus der Gegend. Kein Wunder, dass er bei der letzten Qualitätsprüfung durch das Deutsche Brotinstitut im Juni diverse Auszeichnungen erhalten hat. „Sehr gut“ erhielt er für das Dinkelbrot, die Sternsemmel, das Sportlerbrot und die Vollkornsemmel. Das Sportlerbrot ist aufgrund der Nüsse besonders beliebt. Jakob Gritscher hat mich in seine Backstube im Josefstal eingeladen, um mir zu zeigen, wie sein Sportler Brot entsteht.

 

 

Ihr solltet das Sportler Brot unbedingt probieren, es wir mit ganz viel Liebe und Leidenschaft gebacken.

Die Bäckerei Gritscher hat einen Laden bei der Backstube und eine weitere Filiale in Neuhaus in der Josefstaler Straße 2. In Schliersee betreibt Jakob Gritscher das Café Jennerwein. Sein Vater hat es 2010 umgebaut, und es ist ein schnuckliges Café direkt am Bahnhof entstanden – ein beliebter Treffpunkt für Schlierseer und auch Urlauber. Gritscher-Brot bekommt ihr dort natürlich auch.

 

 

Café Jennerwein
Bahnhofstraße 11 a
83727 Schliersee

+49 8026 9769376

 

Filiale Neuhaus
Josefstalerstraße 2
83727 Schliersee

 

Backstube
Josefstalerstraße 24
83727 Schliersee

Ihr könnt auch bei den Gritschers übernachten: http://www.gaestehaus-gritscher.de/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Eine Zeitreise in unsere Vergangenheit – historisches Leben!

Historische Bewohner im altbayerischen Dorf

 

Kommendes Wochenende, am 21. und 22. September 2019, haben Sie die Möglichkeit mit vielen Darstellern des historischen Lebens in die verschiedenen Epochen unserer Heimat einzutauchen.

 

 

Das altbayerische Dorf im Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Schliersee ist ein belebtes Dorf mit Hühnern, Gänsen, Enten, Schweinen und Schafen. Und natürlich treffen Sie hier auch den einen, oder anderen Hofbewohner, wie z.B. den Bäcker, der extra für Sie frisches Holzofenbrot und herzhafte Vinschgerl backt. Der Bäuerin, oder dem Bauern können Sie bei ihrer alltäglichen Arbeit in den Höfen zuschauen. Es werden die Tiere versorgt, der Stall gesäubert, Samen aus den Pflanzen in den Bauerngärten gewonnen, Heu gemacht und vieles mehr. Im altbayerischen Dorf erleben Sie das Landleben in unserer oberbayerischen Heimat wie es vor 300 Jahren einmal war.

Auf der Wiese vor dem Dorf lässt sich am kommenden Wochenende eine Sippe nieder, deren Akteure das Leben aus noch früheren Epochen darstellen, als die Einwohner unserer Breiten noch in ihren Zelten auf Heu und Fellen schliefen. Das Feuer wird mit Hilfe von Feuersteinen entfacht und Kettenhemden werden in mühevoller Kleinstarbeit gefertigt. Die Speisen werden über dem offenen Feuer gekocht und mit Gewürzen verfeinert, welche im Mörser zerstoßen wurden.

Für Erwachsene, aber auch besonders für Kinder ist die Reise in die Vergangenheit ein lehr- und abwechslungsreiches Erlebnis, an welches sie noch lange zurückdenken werden.

 

 

 

21. und 22. September zwischen 10:00 und 17:00 Uhr im

Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee

Brunnbichl 5
D-83727 Schliersee/Neuhaus
Telefon: +49 (0) 8026 – 92922-0
Telefax: +49 (0) 8026 – 92922-29
E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Film Preview, Samstag, 14:00 Uhr ‒ Die Sennerin im neuen Saal des Heimatmuseums

Preview: 21.09.2019, 14:00 Uhr, im neuen Saal des Heimatmuseums in Schliersee, Eintritt frei

Sendetermin: 23.9.2019 im Bayerischen Fernsehen, Bayern erleben, 21:00 Uhr

Regie und Kamera: Ralph-Jürgen Schoenheinz

Redaktion: Ulrike Lovett

 

 

Die Sennerin

Ein ganz besonderer Film, der behutsam intensive und intime Einblicke in das Leben einer jungen Frau gibt. Ein bayerisches Madl, das sich aus dem „normalen“ Leben rausnimmt und wochenlang weit entfernt von allem, abgeschieden, sich selbst kennenlernen will, bevor es den nächsten Schritt im Leben geht. Weit weg vom Elternhaus, als 20-jähriges Mädchen allein in den Bergen, ohne Internet, als Selbstversorgerin, verantwortlich für das Wohlergehen Dutzender junger Rinder ‒ und das Ganze monatelang nur für ein Taschengeld. Josefa Leitner sucht bewusst nach dieser Erfahrung: als Sennerin auf der uralten Ochsenalm bei Rottach-Egern. Bevor sich die junge Frau, raus aus dem Elternhaus, an einen Lebenspartner bindet, vielleicht eine eigene Familie gründet, will sie wissen, wie sie mit sich selbst auskommt. Sie will sich selbst besser kennenlernen. Alleine und in Ruhe ohne den Trubel unten.

Ein kleines Stück Heimat freilich nimmt sie mit hoch: zwei eigene Pferde, mit denen sie täglich rund um die Alm galoppiert. Pferde sind ihre große Leidenschaft, die sie Kraft und Lebendigkeit spüren lassen. Aber bald werden ihr auch die sanften Rinder immer vertrauter, und sie denkt nach, warum überhaupt Tiere, selbst die kleine Spinne auf der Hand, für sie so wichtig sind: „Tiere zwingen mich, präsent zu sein, im Moment zu leben, nicht in der Vergangenheit und nicht in der Zukunft.“ Tiere seien ihr eine große Hilfe, denn es zähle das „Jetzt“, der Augenblick: Sind wirklich alle Rinder da nach dem Wolkenbruch? Hat sich keines verlaufen oder wurde vom Blitz erschlagen? Was tun mit der verletzten Kuh?

Der Autor begleitet Josefa mit einer kleinen Kamera und schafft es so, Josefa natürlich und authentisch zu zeigen. Dennoch sind die Bilder hochwertig und zeigen die ursprüngliche Schönheit der bayerischen Berge und den Reiz der Einsamkeit.

 

 

Die Sennerin

Buch, Regie und Kamera: Ralph-Jürgen Schoenheinz

Idee und Ton: Cornelia Schoenheinz

Editor: Erec Brehmer

Sprecher: Udo Wachtveitl

Multicopter-Aufnahmen: Julian Scholz

Redaktion: Ulrike Lovett

Leitung: Christine Peters

Bayerischer Rundfunk 2019

44 Minuten

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Unsa Herzbluad-Schlierseer – Helmfried von Lüttichau

Heut ist für mich ein ganz besonderer Tag – ich bekomm Besuch von unserem „Herzblut“-Schlierseer.

Helmfried von Lüttichau, bekannt durch seine Filme wie „Hubert und Staller“, ist mittlerweile mit Leib und Seele in Schliersee angekommen.

 

 

Lieber Helmfried, was hat dich bewegt, nach Schliersee zu ziehen?

Mei… des war eigentlich  Zufall, dass ich hier gelandet bin.

Was inspiriert dich in Schliersee ganz besonders? Fallen dir hier besonders neue Geschichten ein, die du erzählen kannst?

Auf jeden Fall. Mir fällt hier das Arbeiten viel leichter. Entweder liegt es an der Natur, dem Wald. Ist eine andere Ruhe wie in der Stadt.  Hier bin ich sofort fokussiert auf meine Arbeit beim Schreiben. Ich kann hier tagelang am Stück schreiben, sitz am Computer, geh mit meinem Hund mal raus und kann anschließend gleich wieder weitermachen.

Was magst du ganz besonders in Schliersee?

Die Mischung aus See und Berge, man hat so viele Möglichkeiten. Ich mag des ganz gerne, einfach um den Schliersee zu latschen.

Hast du in Schliersee schon dei Lieblingsplatzal gefunden?

Schon … ich mag auch bei nicht so schönem Wetter das Stück … die wie eine alte Promenade ist, bei der Bootsanlegestelle, wo diese Laternen sind. Das mag ich wahnsinnig gerne.

Macht Schliersee glücklich?

Doch … meistens schon …

 

Vielen herzlichen Dank für das sehr schöne Gespräch. Wir freuen uns sehr, dich als unseren Schauspieler Helmfried in Schliersee zu haben.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Emil Sogor ‒ Inspirationen aus verschiedenen Kulturen

Emil Sogor, der in Ungarn geboren wurde und seine Kindheit sowie Jugend hier bei uns am Schliersee verbracht hat, eröffnete 1964 mit seiner Frau, Gundel Sogor, sein erstes Atelier in Schliersee. Nach der Zeit hier lebte er 20 Jahre lang in Nürnberg, bevor er 1999 seine neue Heimat in Südafrika fand. Durch seine fundierte Kunstausbildung, jahrzehntelange Erfahrung in vielen Bereichen der Kunst und der Offenheit verschiedenen Kulturen gegenüber ist aus Emil Sogor ein etablierter internationaler Künstler geworden. Seine Werke finden Anerkennung in der ganzen Welt und wurden auch immer wieder preisgekrönt. „Die Vielfalt ist es, die mich fasziniert und beflügelt“, sagt Emil Sogor. Vielfältig ist er selbst auch. Er zeichnet, er malt, macht Holzschnitte, gestaltet Skulpturen und hat sich darauf spezialisiert, zusammen mit Architekten, Raumkonzepte zu entwickeln.

 

 

„Jede Bildfindung entspricht der Selbstfindung auf der Fahrt ins Unbekannte“, sagt Sogor.

Eine Fahrt ins Unbekannte ist die weite Reise von Südafrika nach Bayern dagegen nicht. „Großer Dank geht an Johannes Wegmann, der uns nach Schliersee eingeladen hat und uns mit dem Kulturherbst die Möglichkeit einer Ausstellung gibt“, sagt Gundel Sogor voller Vorfreude auf eine Reise in ihre alte Heimat Schliersee. Sicher kennen viele Schlierseer die Wandgemälde von Emil Sogor im Ort, etwa die Malerei am Schlierseer Hof. Doch er ist 40 Jahre später nicht mehr der „bayerische Lüftlmaler“, wie viele vielleicht denken.

Kulturherbst 2019: Das erwartet euch in der Ausstellung von Emil Sogor

„Der Fokus der geplanten Ausstellung ist eine Darstellung, wie sich Emil künstlerisch seit den 70er-Jahren weiterentwickelt hat und wo er heute mit 81 Jahren steht“, erklärt mir Gundel Sogor. „Demonstriert werden soll der jahrelange ernsthafte Prozess zur Abstraktion“, sagt sie weiter. Figürlich zu arbeiten, hat Emil Sogor in verschiedenen Ausbildungen gelernt und jahrelang praktiziert. „Es gibt ja viele ‚Abstrakte‘, die nicht mal einen Hund zeichnen können. Dies ist anders bei Emil, was seine frühen Holzschnitte und Fassadenmalereien im ganzen Landkreis und weit darüber hinaus belegen. Die Meisterschaft einer gekonnten Abstraktion hat immer den Ursprung in der Beherrschung traditioneller Maltechniken“, sagt seine Frau.

Emil Sogor selbst sieht sich als Grenzgänger zwischen den Welten von Malerei, Zeichnung, Grafik, Design und Skulptur. Fläche, Raum, Zeichnung und Licht sind Inspiration für seine variantenreichen Werke. „Der Bogen meiner frühen Arbeiten reicht von spätexpressiven Figurationen in den späten 70er-Jahren bis hin zu einer Phase des Experimentierens, die zu den ersten abstrakten Bildern und Zeichnungen führte“, sagt Emil Sogor.

In der Vitalwelt Schliersee ausgestellt werden großformatige, abstrakte Acrylmalereien auf diversen Bildträgern, Collagen auf Karton, original Holzschnitt-Handdrucke von Druckstöcken aus den Jahren 1970 bis 2019 sowie original Zeichnungen mit Kohle und Acryl auf Papier, die überwiegend in den letzten zwei Jahren geschaffen wurden. Unterwegs von Südafrika nach Schliersee sind etwa 60 Arbeiten, aus denen hier vor Ort eine Auswahl getroffen wird.

„Die Besucher der Ausstellung sollten gespannt sein!“, sagt Gundel Sogor ein wenig aufgeregt.

Ich freue mich auch schon. Ihr solltet die Ausstellung auf keinen Fall verpassen.

 

 

 

Emil Sogor

www.sogorart.com

 

Kunstausstellung in der Vitalwelt mit Emil Sogor – Malerei und Grafik
Eröffnung am 3.10.2019 um 19:00 Uhr

Öffnungszeiten der Ausstellung während des Kulturherbstes:

Mo.‒Fr. 9:00–18:00 Uhr

Sa. und So. 9:30–13:00 Uhr

Eintritt frei

 

www.kulturherbst-schliersee.de/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Märchenhafte Pfade in Schliersee entdecken

Das märchenhafte Schliersee zu entdecken, dabei hilft Autorin und Geschichtenerzählerin Ursula Weber. Sie beschreibt in ihrem Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ 15 Wanderungen im ganzen Oberland und kommt dabei natürlich auch bei uns in Schliersee vorbei. Sie erklärt die Touren nicht nur sehr detailliert, sie erzählt zusätzlich alte Sagen und Geschichten zu den jeweiligen Orten und Schauplätzen.

 

 

Die Schlierseer Wanderung führt vom Parkplatz Unterleiten zur Burgruine Hohenwaldeck, um unseren schönen Schliersee herum und wieder zurück zum Ausgangspunkt. Natürlich kennt Ursula Weber eine Geschichte zur verwunschenen Ruine Hohenwaldeck. Ein kleines Stück liest sie mir vor:

„Er sei ein übler Hitzkopf gewesen, heißt es, und jähzornig noch dazu, der Ritter von Waldeck. Als Kreuzfahrer zog er ins gelobte Land und gab seine Ehefrau in die Obhut des Schlossvogtes. Doch dieser nutzte seine Macht alsbald für eigene Zwecke. Denn angesichts der schönen Waldeckerin erwachte in ihm die Leidenschaft und die grenzenlose Begierde, diese Frau zu besitzen.“ (aus „Wandern auf märchenhaften Pfaden“, Volk Verlag München 2019)

Wie die Geschichte weitergeht, könnt ihr natürlich im Buch nachlesen. Am schönsten ist das sicher, wenn man zwischen den alten Gemäuern der Burgruine Hohenwaldeck, mit herrlichem Blick über den Schliersee, sitzt. Wer lieber lustige Geschichten mag, der sollte unbedingt ein wenig weiterblättern und „Der Pilger im Bärenpelz“ lesen – diese Geschichte spielt auch in Schliersee und handelt von einem Pilger aus Österreich, der in Fischhausen mit einem Bären verwechselt wurde. Am besten ist es natürlich, wenn ihr die Gelegenheit bekommt, Ursula Weber persönlich zu treffen. Sie ist eine wunderbare Geschichtenerzählerin und wird euch sofort in ihren Bann ziehen. Ich hoffe, dass sie einmal mit ihrem „Erzählzauber“ nach Schliersee kommt. Wir werden euch natürlich hier im Schliersee Magazin darüber informieren.

TIPP: Wer jetzt neugierig geworden ist und das Buch „Wandern auf märchenhaften Pfaden“ erwerben möchte, hat Glück. Das Buch gibt es bei uns vor Ort in Schliersee im Hoamat Gfui, dem Treffpunkt für Regionales im Herzen von Schliersee.

www.hoamatgfui.de/

Inh. Julia Zilken
Lautererstraße 4
83727 Schliersee

 

Öffnungszeiten

Mo., Di., Do. und Fr. 10:00‒18:00 Uhr
Mi. Ruhetag
Sa. 10:00‒14:00 Uhr

 

 

Ursula Weber

www.erzaehlzauber.de/

Das Buch ist im Volk Verlag München erschienen und auch online unter www.volkverlag.de erhältlich.

Über das Buch:

Wandern auf märchenhaften Pfaden

5 Touren und 30 Geschichten vom Werdenfelser Land bis zum Wendelstein von Ursula Weber

Was gibt es Schöneres, als in der Natur unterwegs zu sein? Bei strahlendem Sonnenschein hoch auf den Bergen, bei Regen auf einer windgeschützten Runde im Wald oder bei Schnee mitten durch glitzernden Winterzauber. Versteckt zwischen malerischen Anhöhen und verwunschenen Pfaden liegt auch so mancher sagenumwobene Ort, der seine Geschichte nur Eingeweihten preisgibt, …

15 herrliche Touren stecken in diesem Wanderführer für Klein und Groß, für Rucksack und Hosentasche. Und er hält eine Besonderheit bereit: außergewöhnliche Märchen und Sagen, die von der fantastischen Vergangenheit und den Traditionen Oberbayerns erzählen, passend zu jeder Tour ausgewählt und verortet.

Entdecken Sie die Schönheit des bayerischen Oberlands auf märchenhafte Weise neu.

 

 

[tourim-redakteur]