Unser Schlierseer Edelweißschnitzer ‒ Sepp Fürst

Eine jahrhundertealte traditionelle bayerische Handwerkskunst

Den Sepp finden Sie an den meisten Tagen im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Dort sitzt er seit inzwischen zehn Jahren bei schönem Wetter draußen neben dem Seiteneingang zum Wirtshaus „Zum Wofen“ und schnitzt Edelweiß. Ansonsten macht er es sich mit seinem Werkzeug in der Wirtsstube gemütlich. Hier haben Sie die Möglichkeit, eine fast vergessene Handwerkskunst und jahrhundertealte bayerische Tradition live zu erleben.

Nach seinem Lieblingsplatz in Schliersee gefragt, hat Sepp ihn genau dort gefunden. Der vor 80 Jahren geborene Schlierseer kann hier seiner Passion, dem Edelweißschnitzen, nachgehen, mit den Gästen ratschen und ihnen seine Schnitzkunst vorführen. Sepp hat sich diese Kunst selbst beigebracht. Vor zwölf Jahren hat er bereits als Rentner auf dem Miesbacher Handwerkermarkt einem Edelweißschnitzer zugeschaut und sich gedacht „Das kann ich auch!“ So fing alles an. Er hatte die Zeit und das künstlerische Talent, um das Edelweißschnitzen für sich zu perfektionieren. Über Günther Wasmeier ist er dann im Altbayrischen Dorf gelandet. Inzwischen ist Sepp über die Grenzen des Landkreises hinaus bekannt, und viele Besucher kommen extra, um ihn zu erleben. Dieses Jahr fand übrigens der 6. Edelweißschnitzer-Wettbewerb statt, den Sepp ins Leben gerufen hatte.

Mit einem Taschen- oder auch Teppichmesser schnitzt er aus etwa 15-20 cm langen Holzstücken seine wunderschönen Edelweiße. Das Holz muss trocken, fein und langfaserig sein, verrät er mir. Dazu eignen sich besonders Fichten- und Eibenholz. Für die Anstecknadeln und den Hutschmuck nutzt er Lindenholz, weil es robuster ist und auch nass werden kann, ohne kaputt zu gehen. Auch Hirschhorn verwendet er zum Schnitzen. Um ein Edelweiß fertigzustellen, benötigt Sepp sechs bis acht Minuten. Das Edelweiß für den Hut dauert bis zu zwei Stunden. Wer mag, darf sich gerne zu ihm setzen und ihm über die Schulter schauen. Seinen boarischen Humor bekommt man gratis dazu.

Am 04.07.2017 wird im Bayerischen Fernsehen von 16:15‒17:30 Uhr die Sendung „Wir in Bayern“ mit Sepp Fürst als Talkgast ausgestrahlt. Hier haben Sie die Möglichkeit, erste Eindrücke von ihm und seinem künstlerischen Wirken zu erhalten.

http://www.br.de/br-fernsehen/sendungen/wir-in-bayern/index.html

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Brunnbichl 5
D-83727 Schliersee/Neuhaus

Telefon: +49 (0) 8026 – 92922-0
Telefax: +49 (0) 8026 – 92922-29
E-Mail: office(at)wasmeier.de

Öffnungszeiten:

Dienstag bis Sonntag von 10:00‒17:00 Uhr
Montag Ruhetag (außer an Feiertagen)
1. April bis zum ersten Sonntag im November

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Yoga: „Pratyahara“ ‒ das Zurückziehen der Sinne

Meine allererste Yogastunde hat so aufgehört, wie sie begonnen hat: entspannt und entspannend.

Nachdem wir hier in der Vitalwelt nicht nur die Gästeinformation Schliersee, das Schwimmbad monte mare mit dem angegliederten Restaurant Charivari und das Osteo Zentrum Schliersee, sondern auch das medius Schliersee ‒ ein Fitnessstudio mit dem Schwerpunkt der medizinischen Fitness ‒ haben, wollte ich einmal medical Yoga mit Ann-Katrin Ranft als versierte Yogalehrerin ausprobieren. Ich habe mich für die Stunde am Dienstagmorgen von 07:30–08:30 Uhr entschlossen (http://www.medius-fitness.de/wp-content/uploads/2017/05/Kurse-Schliersee-Mai-2017.pdf ).

Wir waren neun Teilnehmerinnen und Ann-Katrin. Nach einem kurzen „Guten Morgen“ leitete Ann-Katrin uns an in entspannter Haltung – im Schneidersitz oder die ausgestreckten Beine leicht angewinkelt und geöffnet, die Unterarme auf den Oberschenkeln abgelegt und Daumen und Zeigefinger zum Kreis geschlossen –, die Augen zu schließen und bewusst das „Zurückziehen der Sinne“ zu erleben. Da das Auge dasjenige Sinnesorgan ist, das uns die meisten Eindrücke beschert, werden mit dem Augenschließen die anderen Sinne Hören, Riechen, Spüren und Schmecken verstärkt wahrgenommen, und die äußeren Eindrücke, die uns die Augen vermitteln, treten komplett in den Hintergrund. Der Blick wird nach innen gerichtet.

So losgelöst vom Alltag, konnten wir uns sehr gut auf die folgenden Übungen ‒ Transmissionen für einen fließenden Bewegungsablauf ‒ einlassen, die sich in dieser Stunde vorrangig auf Beine, Hüfte und Beckenboden konzentrierten. Ich war sehr erstaunt, dass sogar ich als völlig Yoga-Unerfahrene alle Übungen, egal, ob kniend im Vier-Füßer-Stand auf der Matte oder stehend mit Zuhilfenahme des sog. Slider, z. B. die Figuren Krieger 1 und Krieger 2 mitmachen konnte. Bei diesen Übungen war das Knie das „Bindu“: das Schlüsselelement bei einer Yogaübung. Das muss nicht immer der dominante Teil einer Bewegung sein, sondern kann oft einen anderen Bereich im Körper darstellen.

Sehr hilfreich habe ich die aufmunternden und informativen Ansagen von Ann-Katrin empfunden, z. B. beim Strecken/Dehnen wie eine Katze zu sein, die sich nach dem Aufstehen immer dehnt und streckt ‒ ein einfacher und wirkungsvoller Tipp.

Die Stunde mit vielen unterschiedlichen Übungen war sehr kurzweilig und verging ausgesprochen schnell. Sehr positiv finde ich, dass einige Übungen gut in den alltäglichen Bewegungsablauf integriert werden können. Man muss das zwar am Anfang bewusst tun, mit der Zeit ergibt sich dann aber wirklich ein Automatismus, und die Bewegungsabläufe werden fließender und weicher.

Die letzten fünf Minuten waren wieder der Entspannung gewidmet: Mit geschlossenen Augen ruhig gestreckt auf dem Rücken liegend, die Arme mit den Handflächen nach oben locker neben dem Körper abgelegt und tiefe, bauchfüllende Atemzüge machend, fühlte ich bald eine angenehme, wohlige Wärme im Körper und ein Entspannen meiner beanspruchten Muskulatur.

Was für ein angenehmer Start in den Arbeitstag, bei dem man noch dazu etwas Gutes für sich und seinen Körper gemacht hat!

Namaste! Ich achte dich und akzeptiere dich so, wie du bist!

Wenn jemand erfahren will, was Yoga eigentlich ist und warum Yoga praktiziert wird: Am Sonntag, 2. Juli, findet von 15:00–18:00 Uhr ein kostenpflichtiger Workshop für alle – auch für Neueinsteiger ‒ im medius Schliersee, Perfallstr. 4, statt. Nähere Informationen gibt es über info@inyou-beratung.de oder an der medius-Rezeption.

Weitere Yoga-Höhepunkte sind die Schlierseer Yogatage (https://yoga-am-schliersee.de/index.php/die-events.html).

Die Bilder wurden mir freundlicherweise von Ann-Katrin Ranft zur Verfügung gestellt.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Hubert Schmidbauer – Bescheidenheit, Dankbarkeit und Ehrfurcht vor der Natur ist der Königsweg für ein glückliches Leben

Auch im Zeitalter des heute oftmals sehr professionell und kommerziell ausgerichteten Extrembergsteigens gibt es sie noch, die „ganz großen“ Bergsteiger früherer Jahre, die besondere Bescheidenheit praktizierten, deren Namen deswegen heute kaum jemand kennt und die damals in den 60er- und 70er-Jahren großartige und zukunftsweisende alpinistische Höchstleistungen vollbrachten. Sehr viele von ihnen waren oder sind im Landkreis Miesbach beheimatet. Toni Kinshofer aus Bad Wiessee (er starb 1964 nach einem Kletterunfall am Battert bei Baden-Baden), Anderl Mannhardt aus Rottach-Egern (ihm gelang 1962 zusammen mit Toni Kinshofer und Sigi Löw erstmalig die Besteigung des Achttausenders Nanga Parbat über die schwierige Diamirflanke), Hans Engl aus Waakirchen (er erreichte 1978 als dritter Mensch den Gipfel des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff!) und viele mehr. Einer von ihnen ist der 83-jährige Schlierseer Hubert Schmidbauer. Nachdem ich ihn kürzlich bei einer Vortragsveranstaltung der „Norbert-Kerkel-Stiftung“ (www.norbert-kerkel-stiftung.de) in Miesbach kennenlernte (Hubert und sein nur geringfügig jüngerer Freund und Kletterpartner Anderl Mannhardt kamen direkt von einem Kletterausflug von den Ruchenköpfen!), durfte ich ihn kürzlich zu Hause in Schliersee besuchen.

Engagiert erzählt er mir von seinem ereignisreichen Leben und ganz besonders leidenschaftlich natürlich von seinem Leben als Kletterer und Bergsteiger. Nach seiner Geburt im Januar 1934 in Hausham sind seine ersten Jahre geprägt durch familiären Konsumverzicht und besondere Bescheidenheit. Ein sicher einschneidendes Erlebnis ist für ihn seine erste Bergtour als Fünfjähriger – zusammen mit seinen Eltern, seinem Großvater und dem zwei Jahre älteren Bruder ‒ auf den Gipfel der heimischen Bodenschneid. Dann beginnt der Zweite Weltkrieg und für seine Familie eine schwierige und entbehrungsreiche Zeit, geprägt von Verzweiflung, Hilflosigkeit und lebensbedrohlichen Ängsten. Nach Kriegsende 1945 ‒ Hubert ist jetzt elf Jahre alt – muss er helfen, die katastrophale Ernährungssituation seiner Familie zu verbessern.  Er muss sie unterstützen, wird Hüterbub, anfangs auf einer kleinen Alm bei Bad Wiessee unterhalb des Fockenstein, später dann auf einer Hochalm am Sudelfeld. Bezahlung gibt‘s keine, einzig einige wenige Nahrungsmittel sind der Lohn. Während einer kurzen Arbeitsunterbrechung steigt der Hubert auf den Wendelstein. Sein Blick wird frei auf die hohen, weißen Gletscherberge am Horizont und auf die beeindruckenden Felsberge des Wilden Kaiser, von denen sein Großvater ihm zuvor schon erzählt hatte. Diese Fernsichten dürften ihn glücklich gestimmt und nachhaltig tief beeindruckt haben …

Nach seinem Schulabschluss folgt eine Ausbildung zum Bergmann im Kohlebergwerk Hausham. Bald kann sich Hubert von seinem sehr mühevoll ersparten Geld ein Fahrrad kaufen und gewinnt damit etwas mehr an Mobilität. Als 17-Jähriger tritt Hubert Schmidbauer 1951 in die Bergwachtbereitschaft Hausham ein. Hier lernt er die Grundbegriffe des Felskletterns. Anfangs noch etwas unbeholfen, folgt bald seine erste Kletterei im Vorstieg an den Ruchenköpfen unweit der Rotwand. Ein Jahr später wird er Mitglied bei der Sektion Leitzachtal des Deutschen Alpenvereins (www.dav-leitzachtal.de) und lernt hier einige sehr erfahrene Kletterer bzw. Alpinisten kennen, die besonders einflussreich und prägend für seine Entwicklung als Bergsteiger werden sollten. Ein Jahr später klettert Hubert mit den Kameraden vom Alpenverein im Wilden Kaiser den „Lucke/Strobl-Riss“ (Schwierigkeitsgrad V bis VI-) an der Bauernpredigtstuhl-Westwand seine erste „richtig große“ Kletterroute. Seit diesem Zeitpunkt gibt‘s für ihn kein Halten mehr. Die Felswände des Wilden Kaiser werden für Hubert Schmidbauer sein zweites Zuhause. Bald kann ein Motorrad angeschafft werden, und die bergsteigerischen Ziele verlagern sich immer häufiger in die Dolomiten oder gar in die Westalpen. Im Sommer 1955 gelingt Hubert Schmidbauer zusammen mit seinem Partner Hans Killer die 20. Begehung der damals berühmtberüchtigten Piz-Badile-Nordostwand im schweizerischen Bergell. Es beginnt für Hubert eine großartige Epoche des Kletterns und Bergsteigens, die mich beim Betrachten seiner zahlreichen, akribisch geführten Tourenbücher in Anspannung versetzt. Eine schier unüberschaubare Anzahl von großartigen Kletterfahrten und Bergtouren sind hier sorgfältig aufgelistet. Fast alle der damals großen Unternehmungen wie beispielsweise die Civetta-Nordwestwand, die „Comici“ durch die Nordwand der Großen Zinne oder die Sass-Moar-Ostwand in den Dolomiten sind in seinen Aufzeichnungen vermerkt. Sie verdeutlichen, dass das extreme Bergsteigen für Hubert endgültig zum Lebensinhalt geworden ist.

Im Jahr 1959 heiratet Hubert seine Freundin Bärbel. Im folgenden Jahr kommt die Tochter auf die Welt, 1962 ‒ zwei Jahre später ‒ wird Sohn Martin geboren. Im selben Jahr folgt Hubert Schmidbauer einer Einladung von dem bekannten Münchner Arzt und Organisator Karl Maria Herrligkoffer zu einer Expedition in den Himalaya auf den 8.125 m hohen Nanga Parbat in Pakistan. In der damaligen Zeit war dies die einzige Möglichkeit, als Bergsteiger mit herausragenden Leistungen die ganz hohen Berge der Erde besuchen zu können. Die Expedition endete zwar mit einem Gipfelerfolg und der zweiten Besteigung überhaupt. Es gelang sogar eine Erstbegehung einer neuen Route über die 4.000 m hohe Diamirflanke, doch Sigi Löw stürzte beim Abstieg vom extrem kalten und sturmumtosten Gipfel in den Tod, und die beiden anderen Gipfelbesteiger Toni Kinshofer und Anderl Mannhardt zogen sich sehr schwere Erfrierungen zu. Umso mehr ist es für Barbara Schmidbauer eine übergroße Erleichterung, als ihr Mann nach wochenlanger Abwesenheit und Ungewissheit endlich wieder unversehrt und wohlbehalten zurück nach Schliersee kommt. Zwei Jahre später ergibt sich eine berufliche Veränderung. Hubert Schmidbauer beginnt beim Miesbacher Vermessungsamt seine neue Arbeit im Außendienst. Im selben Jahr folgt eine erneute Expedition ‒ dieses Mal nach Peru zum Nevado Siula Grande (6.356 m), dessen Gipfel über die 1.400 m hohe und schwierige Ostwand erreicht wird.

Die folgenden Jahre bilden die ganz große Bühne für so manche bergsteigerische Sternstunde. Es glücken ihm großartige Fels- und kombinierte Touren, wie etwa der Walkerpfeiler an der Grandes Jorasses, der Bonattipfeiler an der Aiguille du Dru und der besonders lange, großartige Peutereygrat zum höchsten Gipfel der Alpen, dem 4.810 m hohen Mont Blanc. Doch es gibt auch immer wieder sehr traurige Stunden: Nicht selten muss ein tödlicher Absturz eines Bergkameraden verkraftet werden. Bei seinen zahlreichen Reisen und den weniger schwierigen Touren ist oftmals seine Frau mit ihm unterwegs. Im Jahr 1984 leitet er die deutsche Pakistan-Expedition zum Achttausender Broad Peak (8.047 m). Seiner großen Bergleidenschaft ist er bis zum heutigen Tag treu geblieben. Im Alter von 66 Jahren steigt er allein über den Hörnligrat auf das Matterhorn, als 71-Jähriger zusammen mit seinen drei Freunden über den Mittellegigrat auf den 3.970 m hohen Eiger. Allein umrundet er im Alter von 76 Jahren den Gipfel der Sorapiss in den Dolomiten. Seine langjährigen Freunde und Weggefährten trifft er auch heute noch regelmäßig. Meistens beim Klettern oder sonst in den Bergen, manchmal auch nur zu spontanen Festen oder Geburtstagsfeiern. Es sind in den meisten Fällen sehr gute und vertraute Freunde für das ganze Leben.

Für mich wird das Zusammentreffen mit dem Schlierseer Hubert Schmidbauer in seinem liebevoll gepflegten Garten in besonders guter Erinnerung bleiben. Das extreme Bergsteigen über viele Jahrzehnte hat sein langes Leben sicher in besonderem Maße geprägt. Seine sehr positive Lebenseinstellung und der außergewöhnliche Optimismus haben mich tief beeindruckt. Hubert Schmidbauer praktiziert auffallend Bescheidenheit, er wirkt auf mich zufrieden und dankbar. Seine Anmerkung zum Schluss: „Das Emporsteigen auf die Berge war für mich immer etwas Ehrwürdiges und Erhabenes und auch mit großem Respekt und großer Ehrfurcht vor der Natur verbunden“ ‒ dies sollte auch im heutigen Zeitalter von moderner Kommunikation und Social Media für all jene, die draußen in den Bergen oder in der Natur unterwegs sind, auch zukünftig der wichtigste Leitgedanke sein.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Die drei Lieblingsplätze des Bürgermeisters Franz Schnitzenbaumer in Schliersee

Die schönsten Ausblicke, ganz viel Ruhe, Sommerfeeling am See, auf den höchsten Gipfeln ‒ es gibt viele herrliche Plätze in Schliersee.

Hier die persönlichen Lieblingsplätze von Schlierseers Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer:

„Im Sommer auf jeden Fall das Strandbad in Schliersee, weil es einfach Flair hat. Direkt am See sitzen, den Sonnenuntergang genießen und sich immer wie im Urlaub fühlen. Was will man mehr?

 

Auch eine kurze Wanderung führt zu einem meiner Lieblingsplätze, der Burgruine Hohenwaldeck, mit ihrem traumhaften Aussichtspunkt. Hier sollte jeder Urlauber einmal gewesen sein. Erhaben über dem Schliersee, mit dem wunderbaren Blick in die Berge, spürt man hier sogar durch die alten Gemäuer die Geschichte der alten Ruine. Ein magischer Ort.

 

Noch etwas weiter oben, auf dem Rauhkopf (1689 m), fühle ich mich auch sehr wohl. Der Rundumblick in die Berge ist atemberaubend, und der Abstieg zu den Schönfeldalmen zwischen den Kühen mit Kuhglockenläuten ist richtig kitschig und gleichzeitig Heimat.

 

Ich könnte noch viele weitere Lieblingsplätze nennen, denn in Schliersee sind wir wirklich gesegnet mit traumhafter Landschaft und kleinen, versteckten, friedlichen Plätzen. Aber ich kann ja auch nicht alles verraten und möchte Raum lassen, die Geheimnisse von Schliersee selber zu entdecken. Viel Spaß bei uns!“

Vielen Dank für das Gespräch, Herr Schnitzenbaumer.

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Der Schliersee von oben – ein unvergessliches Erlebnis

Der Traum vom Fliegen beschäftigt die Menschheit schon seit Anbeginn. Was muss es für ein Erlebnis sein, hoch über den Berggipfeln und Tälern sanft dem blauen Himmel entgegenzuschweben, unter sich den tiefblauen Schliersee. Karl Hiermeyer hat sich diesen Traum erfüllt: Er ist Gleitschirmflieger aus Leidenschaft. Wenn das Wetter es erlaubt, zieht es ihn mit seinem Gleitschirm in den Sommermonaten mindestens einmal pro Woche auf einen der Berge rund um den Schliersee.

Einer seiner Lieblingsstartplätze befindet sich kurz unterhalb des Jägerkamp-Gipfels. Der rund 1.700 Meter hohe Jägerkamp erhebt sich über dem westlichen Ufer des Sees. Zahlreiche Wanderpfade führen auf den landschaftlich eindrucksvollen Berg, manche länger, manche kürzer, aber dafür umso steiler.

Auf einem dieser kurzen und steilen Pfade, der auf halbem Weg zum Spitzingsattel abzweigt, darf ich Karl und seinen Freund und Gleitschirmkollegen Tilo Siebold nach oben begleiten, um den Abflug der beiden versierten Luftpiloten hautnah mitzuerleben.

Die Gleitschirme der beiden Männer sind in großen Rucksäcken verstaut, die jeweils zwischen 12 und 15 Kilogramm wiegen. Dennoch erreichen wir nach gut einer Stunde den markanten „Krater“ des Jägerkamp. Ein frischer Ostwind pfeift über die Bergkämme und saftig grünen Almwiesen ‒ die Aussicht ist grandios. Tief unten im Tal grüßt der Schliersee mit der Insel Wörth und seinen teilweise unverbauten Ufern, in der Ferne erahnt man die Münchner Schotterebene, über der an diesem Tag ein bläulicher Dunst liegt. Der Himmel über dem Jägerkamp dagegen präsentiert sich im schönsten Hellblau – ein idealer Flugtag, wie ich von den beiden Gleitschirmfliegern erfahre. Über dem Gipfel der Brecherspitz nebenan erspähen wir auch schon zwei Kollegen, die langsam ihre Runden drehen.

Der perfekte Startplatz ist schnell gefunden. Eine Familie mit zwei Kindern hat es sich dort bei einem Picknick gemütlich gemacht. Als Karl und Tilo ihre Ausrüstung auspacken, machen die Kinder große Augen. Da es in den oberen Luftschichten auch im Sommer empfindlich kalt werden kann, steigt Karl in einen Anzug, der ihn vor dem scharfen Wind schützen soll. Auch Handschuhe und Helm sind unerlässlich. „Aktives Fliegen“ nennt sich das. Im Prinzip folgt man der Windrichtung, doch Höhe und Kurven kann man mithilfe der verschiedenen Leinen, an denen der Schirm befestigt ist, gut beeinflussen. Bis über 3.000 Meter hoch fliegt der Gleitschirm an guten Tagen, in der Regel liegt die Flughöhe aber bei rund 1.000 Metern. „Gleitschirmflieger müssen die Thermik perfekt ausnutzen und einschätzen können“, erzählt Tilo Siebold. Auch er übt diesen Sport schon sein halbes Leben lang aus und bietet zahlenden Kunden Doppelsitzerflüge rund um den Schliersee an. Je nachdem, wo man hinfliegt, kann ein Flug schon mal sechs Stunden dauern.

Karl Hiermeyer hat sich kürzlich einen neuen Gleitschirm zugelegt, an den er sich erst noch gewöhnen muss. Deshalb dauert es ein bisschen, bis der Abflug klappt. Doch dann geht es plötzlich ganz schnell: Er läuft ein paar Meter den Hang hinunter, der Wind bauscht das ultraleichte Gewebe des Gleitschirms auf, und schon erheben sich Mann und Schirm in die Lüfte. Kurz darauf folgt Tilo. Sein Start gelingt auf Anhieb. Eine Weile folgt mein Blick den grünen und roten Schirmen meiner beiden Begleiter, bis sie sich im blauen Himmelsdunst verlieren. Ein festes Ziel hatten beide nicht, denn landen dürfen Gleitschirmflieger überall. Mir bleiben nur der Weg zurück ins Tal und der Wunsch, es den beiden irgendwann gleichzutun und den Schliersee und seine Umgebung aus der Luft zu erkunden.

 

Tilo Siebold
tilomann@gmail.com

 

Fotos: Karl Hiermeyer, Katharina Fitz

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Wenn ich den See seh, brauch ich kein Meer mehr – endlich Sommer!

Wenn in Schliersee das Strandbad in die Saison startet, ist das ein untrügliches Zeichen für den tatsächlichen Sommeranfang. Endlich können wir den See wieder in vollen Zügen genießen. Urlaubsfeeling. Einen Cappuccino am Nachmittag auf der Terrasse, einfach die Seele baumeln lassen.

Die frechen Sprüche von Lutz, gefolgt von einem lauten „Salat Pute NEU!“, das über den ganzen See hallt. Wer hat das nicht vermisst?

Am Tisch neben mir freut man sich nach dem langen Winter, wieder aufeinanderzutreffen, die Spareribs schmecken wunderbar. Das schon macht Sommerfeeling in Schliersee. Auch wenn die Temperaturen noch nicht ganz zum Baden einladen, gibt es mediterranes Flair jetzt wieder direkt bei uns zu Hause am Schliersee. Die Terrasse ist eröffnet – dieses Jahr sogar mit 50 weiteren Plätzen direkt neben der Lounge am See.
Der sommerliche Wind zaubert kleine Wellen auf die Seeoberfläche. Malerisch ringsum die bewaldeten Schlierseer Berge. Kristallklar und erfrischend lädt das Wasser zum Baden ein. Abtauchen. Eintauchen.

Mit allen Sinnen bei uns in Schliersee den Sommer genießen!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

Die Wikinger sind los!

Der Fenrisfyrd hat sein Lager in Schliersee aufgeschlagen…

Der Fenrisfyrd ist ein Kriegerbund, welcher sich aus mehreren Vereinen, Gruppen und Einzelpersonen zusammensetzt. Eines haben alle der im altbayerischen Dorf lagernden Wikinger gemeinsam: sie sind allesamt aus Bayern.

Das Heerlager beherbergt sowohl Krieger, als auch Frauen und Kinder sowie Händler und Handwerker. Das dargestellte Lagerleben orientiert sich an einer militärischen Einheit in der Zeit um 850 n. Chr.

Als Besucher des Heerlagers kann man die Wikinger bei ihren alltäglichen Tätigkeiten beobachten. Es gibt beispielsweise einen Schmied, welcher mit seinem Blasebalg sein Feuer in Gang hält. Die Frauen spinnen Garn und färben Wolle sowie Textilien, wofür sie den Sud von Zwiebeln und Walnussschalen nutzen. Es werden Helme und Schmuck hergestellt. Es wird gekocht und die Väter spielen mit ihren Kindern mit einem selbst hergestellten Ball.

Wunderschön sind die Kostüme anzusehen, welche in Handarbeit genäht wurden. Originalen nachgebildete Broschen halten die Kleider zusammen und können bewundert werden. Es gibt bemalte Schilder zu sehen sowie verschiedenste Waffen. Die Mahlzeiten werden über einem offenen Feuer gekocht und zum Schlafen decken sich die Wikinger mit Fellen zu, um den noch kühlen Nächten zu trotzen.

Selbstverständlich kommt auch das Training der Krieger nicht zu kurz und die Zuschauer können sich zu den Frauen mit Kindern gesellen, um sich die Kämpfe mit Schildern und Speeren anzusehen.

Die bayerischen Wikinger sind unglaublich freundlich und erläutern bereitwillig den Lebensstil der Wikinger zur damaligen Zeit. Mein Ausflug ins Heerlager fühlt sich an wie eine Zeitreise und ich kann sie nur jedem empfehlen, der einen Sinn für das damalige Leben hat. Besonders auch Kinder haben ihre helle Freude daran.

 

Der Fenrisfyrd – Ein Wikingerlager direkt im altbayerischen Dorf vom 25.05. bis 27.05.2017

Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Telefon: 08026-92922-0

Öffnungszeiten: Dienstag bis Sonntag von 10 Uhr bis 17 Uhr, Montag Ruhetag (außer an Feiertagen)

Internet

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

24 h Trophy: Alpenregion Tegernsee Schliersee – Wanderfestival

Eilmeldung: Es gibt noch die allerletzten Restplätze ‒ schnell anmelden!

www.24h-trophy.de
Das bayerische Voralpenland bei uns hier zwischen Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee bildet die traumhafte Kulisse für die erste Etappe der 24 h Trophy vom 26. Bis 28. Mai.

Nach dem Motto „Auf geht‘s, pack ma‘s!“ startet die 24 h Trophy in eine neue Saison.

Highlights sind unter anderem der Start im Kurgarten Tegernsee, der Mittagsstopp auf der Oberen Firstalm in Spitzingsee sowie der Zieleinlauf der 12 h-Wanderer bzw. die große Abendpause der 24 h-Wanderer im Kurpark Schliersee. Für faszinierende Eindrücke sorgen zudem die Mitternachtspause auf der Schliersbergalm, die frühmorgendliche Stärkung im Berggasthof Neureuth sowie das Finisher-Frühstück im Kurgarten Tegernsee. Die 24 h Trophy garantiert unvergessliche Momente für die Teilnehmer ebenso wie eindrucksvolle Szenen für Begleitpersonen und Zuschauer.

Achtung: Aufgrund der guten Wetterprognosen mit 16 h Sonnenstunden und Temperaturen weit über der 20-Grad-Celsius-Marke bittet Masterguide Eddy darum, dass sich jeder Teilnehmer auf einen Badestopp in einer der wunderschönen Seen einstellt und sich entsprechend Badeutensilien einpackt (Badehose/-anzug/Bikini und ein kleines leichtes Mikrofaserhandtuch). Das wiegt nicht viel und ermöglicht jedem, der mag, eine wunderbare Abkühlung.

Auf einer 12 h- oder 24 h-Tour erleben die Teilnehmer alle Highlights der Region im Rundum-Sorglos-Paket. Sie lernen die eigenen Grenzen kennen und diese gemeinsam mit den anderen in der Gruppe zu überwinden.

12 h-Tour: Zwei-Seen-Wanderung extrem
Die 12 h-Tour führt vom Kurgarten Tegernsee über 37 Kilometer und rund 1.700 Höhenmeter bis nach Schliersee. Vom Start geht es zunächst auf den 1.200 Meter hohen Riederstein und zur Kapelle, von der aus sich ein fantastischer Rundumblick eröffnet. Anschließend führt der Weg weiter bergauf zur Baumgartenschneid auf 1.444 Meter, vorbei am Bodenschneidhaus bis zur Oberen Firstalm (1.370 Meter), wo die Mittagspause stattfindet. Frisch gestärkt geht es danach zum höchsten Punkt der Wanderung, dem 1.579 Meter hohen Roßkopf. Nach einer kurzen Rast beginnt der Abstieg zum Spitzingsee. Nach einer Umrundung des Sees verläuft die letzte Etappe an den Josefsthaler Wasserfällen und dem Ufer des Schliersees entlang bis zum Ziel im Kurpark Schliersee. Dort werden die Teilnehmer empfangen und mit einer Finisher-Urkunde geehrt.

24 h-Tour: Drei-Seen-Wanderung
Bei der 24 h-Variante legen die Teilnehmer insgesamt 72 Kilometer und 3.340 Höhenmeter zurück. Die Tagesetappe entspricht der 12 h-Route. Nach der großen Abendpause im Kurpark Schliersee – wo zeitgleich der Zieleinlauf der 12 h-Wanderer stattfindet – führt der Weg weiter zum ersten Nachtziel, der Schliersbergalm (1.061 Meter). Dort können sich die Teilnehmer auf einen Snack am Lagerfeuer und beeindruckende Weitblicke ins illuminierte Schliersee-Tal freuen. Im Licht der Sterne wandert die Gruppe weiter über die Huabaoim und die Huberspitz bis zum Berggasthof Neureuth, wo es auf 1.264 Metern ein erstes Frühstück im Morgengrauen gibt. Es folgen der Abstieg zum Oberbuchberghof und die morgendliche Idylle auf dem Tegernseer Höhenweg. Mit Musik und einem großen Finisher-Frühstück im Kurgarten Tegernsee werden die Wanderer schließlich gebührend im Ziel empfangen.

 

 

Eckdaten

Datum: 26.05. bis 28.05.2017
Akkreditierungsort: Kurgarten Tegernsee
Akkreditierungszeiten: Freitag, 26.05., von 16 bis 20 Uhr | Samstag, 27.05., von 6.30 Uhr bis 7.45 Uhr

www.24h-trophy.de

Freitag, 26.05.2017

Kurpark Tegernsee

16 Uhr Beginn des Alpenregion Tegernsee Schliersee Wanderfestivals
16–20 Uhr Anmeldung & Akkreditierung der Teilnehmer

Samstag, 27.05.2017

Kurpark Tegernsee

6.30‒7.45 Uhr Nachmeldung und Akkreditierung Teilnehmer
ab 7.15 Uhr Sponsorenausstellung mit Musik
7.45 Uhr Warm-up zur 24 h-Wanderung
8.00 Uhr Start der 24 h-Wanderung & Warm-up zur 12 h-Wanderung
8.15 Uhr Start der 12 h-Wanderung

Kurpark Schliersee

19.15 Uhr Große Abendpause der 24 h-Wanderer
20.15 Uhr Zieleinlauf und Ehrung der 12 h-Wanderer
21.30 Uhr Rückshuttle zum Kurpark Tegernsee für 12 h-Wanderer

Sonntag, 28.05.2017

Kurpark Tegernsee

8.00 Uhr Zieleinlauf und Ehrung der 24 h-Wanderer &
Finisher-Frühstück mit Musik
10.00 Uhr Ende der Veranstaltung

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Kosmetik aus Garten und Natur

Wer sich etwas Gutes tun will und Freude am Umgang mit Kräutern, Tinkturen und Ölen hat, der kann sich seine Kosmetik aus den Kräutern und Pflanzen, welche im Bayerischen Oberland wachsen und gedeihen, selbst herstellen.

Dazu habe ich heute einen Kurs der Volkshochschule Schliersee besucht. Von Frau Veronika Bernlochner, einer Kräuterpädagogin, haben wir einiges über die Wirksamkeit und Nutzung von verschiedenen Kräutern, wie beispielsweise der Zitronenmelisse und dem Spitzwegerich, gelernt. Beide wirken entzündungshemmend und heilend zum Beispiel als Gesichtswasser bei einem unreinen Hautbild oder als Haaressenz bei einem irritierten Haarboden nach einer Tönung.

Wir erfahren auch, dass man Kräuter ‒ um die bestmögliche Heilwirkung zu erhalten ‒ vor der Blüte und am besten zwischen 11:00 und 13:00 Uhr ernten soll. Auch sollten sie erst kurz vor Gebrauch zermahlen werden, wenn man sich etwa einen Tee aufbrühen will.

Wir schneiden Spitzwegerich, zupfen Zitronenmelissenblätter ab, schäumen Schafsmilch auf, verflüssigen Bienenwachs im Wasserbad, mischen nach verschiedenen Rezepten die Zutaten zusammen und füllen die Mixturen in diverse Glasbehälter ab. So entstehen innerhalb von nur zwei Stunden ein Gesichtswasser mit Zitronenmelisse, ein Kamillen-Deodorant mit Rosen- und Hamameliswasser (Zaubernuss), welches herrlich duftet, ein Spitzwegerich-Kräuteressig fürs Haar und eine Blütenmilchcreme mit Johanniskraut-, Ringelblumen- und Mandelöl. Die Glasbehälter verzieren wir mit einem Schleiferl, wodurch sie auch zu schönen, selbstgemachten Mitbringseln und Geschenken werden.

Tipp für einen Wellnessnachmittag:

Ganz leicht zu machen ist eine Gesichtsmaske mit Zitronenmelisse.

Dazu hacken Sie eine Handvoll Zitronenmelisse klein und vermengen sie mit 150 g Naturjoghurt und einem Esslöffel Honig. Die Maske auf dem Gesicht verteilen und 10-15 Minuten einwirken lassen. Danach mit lauwarmem Wasser abwaschen. Und schon haben Sie eine gereinigte, streichelzarte Haut.

Viele Rezepte sind ganz einfach im Internet zu finden, oder Sie machen es wie ich und buchen einen Kurs bei einer Kräuterpädagogin. Eigene Kosmetik herzustellen, macht Spaß, man weiß, was darin enthalten ist, und die Herstellung führt zu einem bewussteren Umgang mit der Natur und ihren Gaben. Probieren Sie es einfach mal aus …

Volkshochschule Schliersee e. V.
Telefon: 08026 – 71503
E-Mail: vhs@schliersee.de

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Impressionen vom 6. Sixtus Lauf in Schliersee am 20. Mai 2017

Entgegen aller Wettervorhersagen und Prophezeiungen hat das Wetter den ganzen Tag gut mitgespielt. Gegen Nachmittag hat sich zwar die Sonne hinter ein paar Wolken versteckt, was es aber für die fleißigen Läufer sicherlich temperaturmäßig angenehmer gestaltete.

Um 12:00 Uhr startete der Sixtus Lauf bei schönstem Sonnenschein, und um 17:00 Uhr war dann auch der letzte Läufer wieder zurück an der Vitalwelt Schliersee. Insgesamt waren rund 1.300 Teilnehmer am Start und haben an folgenden Läufen teilgenommen: Jugendlauf (2.000 m), Zwergerl-Lauf (500 m), Kinder-Lauf (1.000 m), 21,1 km /10 km/7,5 km Lauf // 10 km / 7,5 km Walken.

Die Walker und Läufer waren je nach Wegstrecke rund um den Schliersee oder zusätzlich durch das Markus Wasmeier Freilichtmuseum und in die „Auracher Fuizn“ unterwegs.

Die Doppel-Weltmeisterin im Biathlon, Vanessa Hinz, wuchs in Schliersee auf und ließ es sich nicht nehmen, den Startschuss für den Jugend-, Zwergerl- und Kinder-Lauf abzugeben, diese eifrig anzufeuern und ausführlich für ihre Leistungen zu loben. Stolz ließen sich die Kinder von ihr die Medaillen umhängen, wobei Vanessa persönliche Worte für jedes einzelne Kind fand.

Wunderbar mitzuerleben war, wie sich selbst die Kleinsten ehrgeizig ins Zeug legten und, wie man auch auf den Fotos sehen kann, quasi über die Strecke „flogen“. Die stolzen Mamas und Papas applaudierten, und einige davon liefen bei den Zwergerln mit, um sie zu unterstützen. Es gab viele strahlende und vor Stolz leuchtende Gesichter an diesem Tag.

Auch die erwachsenen Läufer und Walker wurden lautstark angefeuert, und im Markus Wasmeier Freilichtmuseum standen die Zuschauer am Rand der Strecke und haben die Vorbeilaufenden abgeklatscht. Super war auch die von Sixtus organisierte Verpflegung der Teilnehmer. Auf der Strecke gab es Stände mit Wasser, isotonischen Getränken und geschnittenem Obst. Vor dem Autohaus Pusl in Fischhausen spielte eine Band und sorgte für Stimmung.

Ich war den gesamten Tag über dabei, habe die Läufe verfolgt und kann sagen: Es war ein durch und durch gelungener Tag! Bemerkenswert war, dass wirklich alle Altersklassen vertreten waren. Großer Respekt an jeden Einzelnen!

Herzlichen Dank und großes Lob an die Sixtus Werke Schliersee GmbH und insbesondere an Frau Petra Reindl mit ihren Kolleginnen und Kollegen, die diesen Tag organisiert und sehr engagiert durchgeführt haben.

Ergebnisliste: http://my2.raceresult.com/67778/

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[tourim-redakteur]