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Winterfreude – Impressionen vom Spitzingsee

Es ist Ende November, und der erste Schnee beginnt zu fallen. Am frühen Vormittag glitzert der Reif auf den Rohrkolben im Schilf und auf den Spielgeräten für die Kinder. Der See ist bereits zu einem großen Teil von einer dünnen Eisschicht bedeckt, und auf dem offenen Wasser spiegeln sich die verschneiten Berggipfel. Durch die Eisoberfläche lassen sich Seerosenblätter erkennen … Und aus den Schornsteinen der Almhütten sieht man Rauch aufsteigen.

Am späten Nachmittag ist die Sonne bereits hinter den Bergen verschwunden, und leichter Schneefall sowie erste Nebelfelder tauchen die Landschaft in ein bläuliches Licht. Die Stimmung am See mutet mystisch und verträumt an.

Lassen Sie sich mitreißen von den Bildern und zu einem Spaziergang verführen.

Im Anschluss lässt es sich wunderbar in einer der Hütten und Gasthöfe einkehren.

Wer rodeln will, sollte zur Unteren Firstalm oder zur Oberen Firstalm wandern. Beide Almen sind ganzjährig geöffnet. Einen Wahnsinns-Kaiserschmarrn bekommen Sie auf der Albert-Link-Hütte, und die Alte Wurzhütte ist urgemütlich, und Sie werden dort mit allerlei Köstlichkeiten verwöhnt. Damit habe ich nur einen kleinen Teil der vielfältigen Einkehrmöglichkeiten erwähnt. Machen Sie sich einfach selbst ein Bild …

 

Obere Firstalm 1
83727 Spitzingsee
Tel.: +49 8026 7302

Berggasthof Untere Firstalm
Kratzerweg
83727 Schliersee
Tel.: +49 8026 7676

Alte Wurzhütte
Roßkopfweg 1
83727 Spitzingsee
Tel.: +49 8026 6068 0

Albert-Link-Hütte
Valepperstraße
83727 Schliersee
Ute Werner & Uwe Gruber
Tel.: +49 8026 71264

Ab 25.12.2017 wieder geöffnet!

 

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Start in die Wintersaison

An der Unteren Firstalm im Skigebiet Spitzingsee kann man sich bei Anderl Thurner seine Ski (12,- €) oder das geliebte Snowboard (15,- €) professionell präparieren lassen. Wer das richtig einteilt, kann in der Unteren Firstalm währenddessen eine Pause einlegen und eine Brotzeit machen, während Anderl die Skier oder das Snowboard herrichtet. Praktischer geht es nicht.

Der richtige Winkel macht’s! Natürlich kann man es auch zu Hause selber machen: Die Belagkante 0,5 Grad abhängen und die Seitenkanten 2 Grad hinterschleifen. Das Abhängen der Belagkante ermöglicht dem Ski eine bessere Drehfreudigkeit und minimiert das Verschneiden. Das Hinterschleifen der Seitenkante gibt dem Ski den optimalen Seitenhalt in der Schräglage. Klingt erst mal kompliziert, ist aber keine Hexerei. Lediglich die Anschaffungskosten für Werkzeug, Halterungen und Wachse sind kostenintensiv. Hat man alles bereit und den inneren Schweinehund überwunden, kann es losgehen. Allerdings sollte man bedenken, dass Selbermachen sehr zeitaufwendig und schmutzintensiv ist. Und gerade dann, wenn keine Zeit ist, müssen die Skier präpariert werden. Carving Skier leben von einer scharfen Kante von der Schaufel bis zum Auslauf. Mit einem richtig geschliffenen Ski spart man Kraft in den Oberschenkeln und wird nicht so schnell müde.

Profi-Tipp: Sofort nach dem Skifahren, auch noch im nassen Zustand, auf die Stahlkanten etwas Wachs (ein Teelicht geht auch!) auftragen. Der leichte Wachsfilm verhindert das Ansetzen von Flugrost. Unbedingt zu Hause die Skier abtrocknen, d. h., aus dem Skisack rausnehmen, abtrocknen und lüften lassen.

Was manche vergessen: Auch neue Skier sollten vor dem ersten Gebrauch einen Skiservice erhalten. Neue Skier sind Rohlinge aus einer Massenproduktion – die Kanten sind weder abgehängt noch hinterschliffen. Außerdem ist auf dem Belag eine Art Silikon, damit sich der Ski leichter aus der Pressform lösen lässt. Dieser Silikonbelag läuft sehr gut. Leider nur für die ersten zwei, drei Abfahrten. Die Hersteller sparen sich das Wachsen aus Kostengründen.

Haltbarkeit: Ausschlaggebend für die Haltbarkeit ist die Schneeart. Kunstschnee und Graupel sind Eiskristalle und führen dazu, dass die Skier stärker beansprucht werden und man sie schneller wieder wachsen muss. Wenn im Bindungsbereich der Belag weiß oder grau wird, sollte man seine Skier wieder präparieren lassen.

Ein regelmäßig gewachster Skibelag lässt die Skier nicht nur besser gleiten, sondern verleiht ihnen auch eine längere Lebensdauer. Daher sollten sie regelmäßig zum Skiservice!

Und wo geht das schöner und bequemer als an der Unteren Firstalm?

 

 

Skiwachs-Profi an der Unteren Firstalm: Anderl Thurner 0170/3455703

Einkehrmöglichkeit:

Untere Firstalm
Spitzingsee

08026/7676
info@firstalm.de

Berggasthof mit bayerischen Schmankerln, Hüttenklassikern sowie internationaler Küche.

Auf die Verwendung frischer Produkte aus der Region wird großen Wert gelegt.

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Start der Rodelsaison auf der Oberen Firstalm

Es ist wieder so weit: Die Rodelsaison hat begonnen!

Der erste Schnee am Spitzing lockt, und ich entscheide mich für eine Wanderung zur Oberen Firstalm. Warm eingepackt, fahre ich zum Spitzingsattel, um dort mein Auto zu parken und von da aus zur Oberen Firstalm zu laufen. Der Weg ist schneebedeckt, und auch die Bäume tragen schon eine leichte Last. Kaum unterwegs, kommen mir schon die ersten Rodler entgegen. Auch ein paar wenige Skifahrer nutzen die verschneite Bergstraße, und ich mache ihnen lieber den Weg frei. Die Straße windet sich durch den Wald nach oben, und wenn ich stehen bleibe und lausche, höre ich: NICHTS! Der Schnee dämpft alle Geräusche, mich umgibt vollkommene Ruhe. Befreit atme ich die herrliche kalte Bergluft ein und freue mich über ein paar Stunden Auszeit. Hin und wieder überholen mich andere Bergwanderer auf dem Weg nach oben. Ein Rodler jodelt um die Kurven, um rechtzeitig auf sich aufmerksam zu machen. Noch ein kurzes Stück geradeaus, dann ein letzter Anstieg – und schon sehe ich die Obere Firstalm vor mir liegen. Der „Almhund“ begrüßt mich schwanzwedelnd, und jetzt freue ich mich erst mal auf einen großen Teller heiße Gulaschsuppe in der gemütlichen Wirtsstube …

Statt den Weg zurückzulaufen, entscheide ich mich, einen Rodel zu mieten, und wage mich an meine erste Schlittenfahrt in diesem Winter. Es fühlt sich einfach gut an … Der Rodel lässt sich gut lenken. Die Steigung ist optimal, um nicht zu schnell, aber trotzdem mit ordentlich Wumms den Berg runterzufahren. Fast hätte ich geschrieben, zu fliegen … Rodeln ist eben doch nicht nur etwas für Kinder. Tatsächlich sehe ich an diesem Nachmittag nur Erwachsene, die mit ihren Schlitten unterwegs sind. Viel zu schnell bin ich wieder unten am Spitzingsattel angekommen. Hier darf ich den Schlitten einfach stehenlassen.

 

 

Mein Tipp: Nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit. Packen Sie sich dick ein und vergessen Sie Ihren Fotoapparat nicht. Von der Terrasse der Oberen Firstalm gibt es einen tollen Ausblick auf die Brecherspitz und die Untere Firstalm. Im weißen Schnee sieht man bereits die ersten Spuren der Skifahrer. Nehmen Sie einen Schlitten mit, oder leihen Sie sich einen aus. Es macht einen Heidenspaß, den Weg runterzurodeln und erinnert den einen oder anderen Erwachsenen sicherlich an eine unbeschwerte Kindheit.

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

April, April, der weiß nicht, was er will…

… bald lacht der Himmel klar und rein,
Bald schaun die Wolken düster drein…
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!
Und schneit mir in den Blütenbaum,
In all den Frühlingswiegentraum…
Heut Frost und gestern Hitze,
Heut Reif und morgen Blitze;
Das sind so seine Witze.
O weh! O weh!
Nun kommt er gar mit Schnee!“

 

(Kurzfassung nach Heinrich Seidel)

 

April, April, der macht was er so will, ist wohl eine der bekanntesten Bauernregeln.

Auch hier am Schliersee hat uns der Schnee nach ein paar sehr warmen Tagen mal wieder „besucht“, oder vielmehr „heimgesucht“. Aber ganz so unerwartet kommt er gar nicht. Wir befinden uns immerhin 777 m. ü. NN. (Höhe über dem Meeresspiegel). Wer hier daheim ist, weiß genau, dass er vor den Eisheiligen Mamertus, Pankratius, Servatius, Bonifatius und Sophia keine empfindlichen Frühlingspflanzen setzt. Und diese Wetterheiligen kommen erst im Mai (11. bis 15.05.2017).

Trotzdem ist es natürlich vor allem für den ein oder anderen Urlauber erstmal ein Schreck, wenn er einen Frühlingsurlaub geplant hat und sich auf einmal im Winter wiederfindet. Nichtsdestotrotz hat diese Jahreszeit auch ihre schönen Seiten. Der verschneite April mit den schon helleren Abendstunden lässt die Berglandschaft nochmal in einem ganz anderen Licht erscheinen. Wer einen Sinn für diese fast unwirklich wirkende, traumhafte Schneelandschaft entwickeln kann, findet sich in einem „April-Frühlings-Winter-Wonderland“ wieder.

Mein Tipp: nutzen Sie die Zeit, um die schönen Seiten zu entdecken. Machen Sie dick eingemummelt einen Spaziergang am Schliersee, hoch zur St. Georgskapelle auf dem Weinberg, oder rund um den Spitzingsee. Auch ein Besuch im Markus Wasmeier Freilichtmuseum in Neuhaus ist empfehlenswert. Noch sind dort nicht so viele Besucher und Sie haben die Möglichkeit, das altbayerische Dorf sehr idyllisch und ruhig kennenzulernen und die Stille auf sich wirken zu lassen.

„Die Kunst zu Leben besteht momentan darin, zu lernen, im Schnee zu tanzen, anstatt auf die Sonne zu warten…“ Aber diese lässt sich immer mal wieder blicken.

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Frühlingserwachen – eine Bilderreise durch das Blütenmeer am Schliersee

Frühling

Was rauschet, was rieselt, was rinnet so schnell?
Was blitzt in der Sonne? Was schimmert so hell?
Und als ich so fragte, da murmelt der Bach:
,Der Frühling, der Frühling, der Frühling ist wach!‘

Was knospet, was keimet, was duftet so lind?
Was grünet so fröhlich? Was flüstert im Wind?
Und als ich so fragte, da rauscht es im Hain:
,Der Frühling, der Frühling, der Frühling zieht ein!‘

Was klingelt, was klaget, was flötet so klar?
Was jauchzet, was jubelt so wunderbar?
Und als ich so fragte, die Nachtigall schlug:
,Der Frühling, der Frühling!‘ — da wusst‘ ich genug!“

Von Heinrich Seidel
(1842−1906)

Der Winter ist vorbei, und die Natur erwacht aufs Neue … Der Frühling ist da! Wer mit offenen Augen durch unsere schöne Landschaft wandert, sieht es überall sprießen. Kleine Wunder blühen auf! Die Sonne scheint schon warm, und es ist eine Freude, in die bunte Farbenwelt einzutauchen und dabei die frische Luft einzuatmen.

Noch sind es eher die kleinen Blüten, die erscheinen, sich auf den Wiesen und unter Büschen verbreiten und mit ihrem Charme verzaubern. Aber bald schon werden sich auch die Bäume in ihrer vollen Blütenpracht zeigen.

Machen Sie es wie ich und nehmen Sie sich eine Auszeit in dieser wunderschönen Frühjahrszeit. Öffnen Sie sich für die Schönheit der Natur, schnuppern Sie den Duft, der in der Luft liegt. Lassen Sie sich das laue Lüftchen um die Nase wehen … und Sie werden erleben, um wie viel entspannter Sie danach wieder dem Alltag trotzen können!

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Buchtipps: Schliersee fürs Sofa – Slyrus – Severin Hofers abenteuerliche Reisen

Ja, wir haben in Schliersee einen Berggeist! Und ja, man kann ihn sogar tatsächlich sehen! Leider lässt er sich nur zur Winterzeit entdecken, wenn die Hänge bereits verschneit sind. Links vom Spitzingsattel blickt dann das Gesicht von Slyrus, unserem Berggeist, so, als würde er uns beschützen wollen, über den Ort Schliersee.

Auf das seltsame Naturschauspiel wurde der Autor, Bernhard Hoffmann, Ende 2012 von seinem Freund Buale aufmerksam gemacht. Dieser zeigte ihm ein Foto, welches von der Perfallstraße aus aufgenommen wurde und das Gesicht des Berggeistes zeigt. „Was für ein toller Zufall“, nennt es Herr Hoffmann, dem sofort Ideen für einen Roman durch den Kopf geisterten. Durch das Bild inspiriert, entstand dann die Buchreihe

  • Slyrus – Der Berggeist –
  • Slyrus – Die Gebirgsmonster –
  • Slyrus – Feuer im Berg – Herausgabedatum: 20.03.2017

Den Namen „Slyrus“ erhielt unser Berggeist von dem Physiotherapeuten Severin Hofer, dem Protagonisten der Bücher. Der Name erinnert an den Ort „Sliersee“ bzw. „Slyrsee“, wie Schliersee vor vielen Jahrhunderten noch genannt wurde.

Nachdem Bernhard Hoffmann bereits einige Bücher und CDs zu den Themen Meditation und Pendeln veröffentlicht hatte, begann er 2013 mit dem Schreiben dieser Fantasy-Reihe. Herr Hoffmann führte bis vor einigen Jahren seine eigene Apotheke, bis er dann in Rente ging. In seinen Büchern „steckt viel Eigenes drin“, wie er mir anvertraut. Sie enthalten spirituelle Riten, wie z. B. eine geführte Meditationsreise. Auch mystische Tierwesen, Helfertiere, wie sie Bernhard Hoffmann nennt, begleiten Severin Hofer auf seinen Reisen. Und natürlich sind Wichtel und Zwerge als Freunde und Helfer immer mit dabei. Die Fantasy-Reihe richtet sich an jung gebliebene Erwachsene, die einen Sinn für Märchen, Legenden und Sagen haben. Aber auch den Enkelkindern von Herrn Hoffmann haben die Bücher sehr gut gefallen, wie er mir erzählt. In den Büchern finden sich nähere und weitere Örtlichkeiten rund um den Schliersee wieder. Außerdem lässt Bernhard Hoffmann viele Weisheiten und eigene Erfahrungen einfließen. „Nicht, weil es schwer ist, wagen wir es nicht, sondern weil wir es nicht wagen, ist es schwer. Wohin du auch gehst, geh mit deinem ganzen Herzen.“ Am Ende dieser chinesischen Weisheit stupste ihn der Drache liebevoll mit der Schnauze an und verschwand (Slyrus, Band 2 – Die Gebirgsmonster). Es geht in den drei Bänden auch um Selbstfindung, die Reise zu sich selbst, seine Fähigkeiten und Stärken zu erkennen und Wege zu erlernen, um diese zu aktivieren. Severin Hofer wird immer wieder an seine Grenzen geführt und muss über sich selbst hinauswachsen. Seine Reise bringt ihn im ersten Band bis nach China, wo Meister Zhong Shi zu ihm sagt: „Junger Mann, du magst ungewöhnliche Anlagen besitzen, sonst wärst du kein Drachenreiter. Du hast schon einiges gelernt, aber dir fehlt sowohl der Zugang zu deiner wahren Stärke wie die Praxis, die Kräfte zu steuern“ (Slyrus, Band 1 – Der Berggeist). Die Bücher lesen sich flüssig, und es ist ein Leichtes, in die Märchenwelt abzutauchen und die Erlebnisse des Severin Hofer zu teilen. Der Berggeist Slyrus begleitet Severin wie ein Mentor und unterstützt ihn darin, seine Aufgaben zu bewältigen.

Sogar eine eigene Wichtelsprache hat Herr Hoffmann erfunden. „Bitterschön“, flehte der kleine Mann erneut, „es ist sich enorm eiliger und es geht sich um unseriges Volk ums Leben und ums Todsein. Nur du als edliger Drachenverreiter und Freundlicher vom Berggeist kannst uns verhelfen!“ (Slyrus, Band 1 – Der Berggeist).

Im ersten Band lernt Severin den Berggeist und seine tierischen Helfer kennen. Seine Reise führt ihn bis ins Land der Mitte. Es ist eine Visionenreise, auf der Severin sein wahres Selbst finden soll.

Im zweiten Band wird er von den Wichteln zur Hilfe in den heimatlichen Bergen gerufen. Hier geht es um Spionage, Geheimdienste, eine Rebellion der Zwerge sowie ein geheimes Forschungslabor.

Im dritten Band reist Severin bis in die Toskana. Auch in diesem Band spielt der Geheimdienst eine Rolle, genauso wie die Rettung eines Zwergenvolkes und ein ominöses Drogenlabor. Er muss außerdem lernen, sich wieder aus einer selbst verschuldeten Misere zu befreien. So will es der Berggeist. Auch im aktuellen Band geht es unter anderem darum, auf sich selbst und seine Stärken zu vertrauen und seine Entwicklungsfelder zu kennen sowie bewusst damit umzugehen.

Der Autor greift in allen drei Bänden auch gesellschaftskritische und aktuelle Themen auf und schafft es, die Realität mit mystischen Märchenfiguren zu vereinen. Da die Romanfigur Severin Hofer einen Hang zu gutem Essen hat, kommt auch dieses nicht zu kurz. Im Anhang findet der Leser in allen drei Bänden diverse Rezepte von Brezenknödeln über Topfennockerln bis hin zu Rhabarber-Reisauflauf etc.

Herr Hoffmann produziert die Fantasy-Reihe im Eigenverlag (Synergicum Verlag). Die Bücher sind sowohl in der Gästeinformation als auch in der Bücheroase Schliersee sowie in weiteren Buchhandlungen im Landkreis ausgestellt. Die Bücher kosten 10,80 Euro und sind in sämtlichen Buchläden im Landkreis als auch unter www.slyrus.de erhältlich.

 

 

Bernhard Hoffmann
Synergicum Verlag
Naturfreundestr.4a
83734 Hausham
Telefon: +49 (0) 8026 58158
behaus@t-online.de
http://www.synergicum.de

 

Markt Schliersee
Gästeinformation Schliersee
Perfallstr. 4
83727 Schliersee
Telefon: +49 (0)8026 6065 – 0
tourismus@schliersee.de
http://www.schliersee.de

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

Never a Shortage of Winter Fun

On many snowy winter’s days in Schliersee we are faced with an important decision: “What are we going to play today?”  Should we go sledding, skiing, snowshoeing, cross country, ice skating or just take a beautiful hike. What a wonderful plethora of outdoor adventures await us each day.

This year we were treated to not just one, but two of our local lakes freezing completely over.  After approximately two weeks of sub-zero temperatures, Spitzingsee iced over and was quickly followed by Schliersee in the valley.  It was as if we had reclaimed land mass. Absolutely everyone cautiously started taking the first steps onto the ice.  Within days there were people playing hockey, ice skating behind baby carriages, curling and just walking their dogs.  There were times I couldn’t tell who was enjoying the ice more, man or beast. Tables and chairs were set about for sitting and sipping and enjoying the sunshine, while gazing upon the lakes icy surface.

For me, watching all the people gathering to share warm drinks and experience walking on the lake’s surface was a wonderful treat.  On one Saturday morning on Spitzingsee, there was even an alpine band playing.  The energy was infectious.  As the day progressed the long shadows grew across the ice and the fog rolled in and created incredible hoar frost in thick patterns like feathers.

Once the fresh snow fell so heavy that it covered Spitzingsee the ice became impossible to skate upon and at that time the cross country skiers and snowshoe walkers began to flood the lake’s surface.  Following the paths that formed like highways felt like you were discovering new lands.  Being able to see the mountains from this new perspective offered different views as well.  It’s wonderful how this well known landscape continues to change and offer new experiences through out the seasons.

 

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Winterwanderung über den Bockerlbahnweg zu den Josefstaler Wasserfällen

An einem schönen Winternachmittag Anfang Februar habe ich mich auf den Weg von Neuhaus-Josefstal über einen Teil des Bockerlbahnweges zu den Josefstaler Wasserfällen gemacht.

In Neuhaus biege ich in die Josefstaler Straße ein und parke am Beginn des Buchenwegs, um dann zu Fuß die ansteigende Straße nach oben zu gehen. Dort steht auch bereits ein Wegweiser zu den Wasserfällen, der mir eine Gehzeit von 50 Minuten voraussagt. Weit gefehlt, bei den winterlichen Schneeverhältnissen benötige ich für die Strecke – inklusive einiger Fotopausen – fast doppelt so lange.

Ich laufe zunächst einige Zeit eine leichte Steigung durch den Wald den Berg hinauf und halte mich dann links auf dem Bockerlbahnweg. Der zuvor tiefe Schnee ist durch einige Tage Tauwetter in sich zusammengesunken und dadurch schwer geworden. Beim Laufen sinke ich immer wieder 10-20 cm ein, was meine Geschwindigkeit reduziert und etwas Kondition benötigt. Bei Neuschnee empfehle ich, den Weg mit Schneeschuhen zu begehen, was die Wanderung durchaus erleichtert. Schneeschuhe können im Sportgeschäft, beim Skiverleih geliehen werden.

Auf meiner Wanderung sehe ich immer links von mir im Tal die Häuser des Josefstals durch die Bäume blitzen. Außerdem komme ich an einem Originalwaggon der Bockerlbahn vorbei.

Was hat es eigentlich mit der Bockerlbahn auf sich?

„Die Neuhauser Bockerlbahn war eine schmalspurige bayerische Waldbahn. Sie verband von 1919 bis 1922 den Bahnhof Fischhausen-Neuhaus an der Bahnstrecke Schliersee–Bayrischzell mit den ausgedehnten Waldgebieten in den Hochlagen beiderseits des Spitzingsattels.

Die Strecke wurde ausschließlich im Güterverkehr genutzt. Einziger Zweck der kurzlebigen Bahn war der Abtransport des durch schwere FöhnStürme am 5. und 6. Januar 1919 sowie am 16. März und 8. Juli verursachten 290.000 Festmeter Sturmholzes. Besonderheit der 600 mm-Bahn war der Bau in topografisch schwierigem Gelände, was unter anderem zur Anlage von insgesamt drei Bremsbergen, zwei Spitzkehren und einer Schienenseilbahn führte.“

(Quelle: Wikipedia, https://de.wikipedia.org/wiki/Neuhauser_Bockerlbahn)

Im Winter würde ich diese Wanderung nicht für Kinder empfehlen. Außerdem ist trittsicheres, schneefestes Schuhwerk unbedingt erforderlich, vor allem dann, wenn es im späteren Verlauf an den Wasserfällen entlang bergab geht. Es kann glatt und rutschig werden, und man muss, verursacht durch das Tauwetter, einige durchaus auch mal breitere Rinnsale überqueren. An einer Stelle im Wald geht jedes Jahr eine kleinere Lawine nieder, was unbedingt berücksichtigt werden sollte. Gegebenenfalls muss man an dieser Stelle umkehren. Eine Überquerung des Lawinenfeldes sollte nur von kundigen Personen angedacht werden und erfolgt auf eigene Gefahr.

Als ich den Wald verlasse und auf der schneebedeckten Almwiese stehe, ist es bereits später Nachmittag, und das etwas diffuse Licht offenbart eine weiße Landschaft mit einem kleineren Fluss, der sich unterhalb meines Standorts über die Wiese schlängelt. Hier beginnt der Abstieg durch den Wald an der Seite mehrerer größerer und kleinerer Wasserfälle, die sich ihren Weg ins Tal bahnen. Die Wanderung hierher hat sich auf jeden Fall gelohnt! Rauschend stürzt das Wasser in die Schlucht, und ein paar letzte vereinzelte Eiszapfen verschönern noch den Anblick.

Im Tal angekommen, sehe ich noch eine Dame im Schwimmanzug, die sich in die kalten Fluten stürzen will, und einen Zwerg, der vom Balkon aus in die schöne Berglandschaft blickt. Eigentümliche Einwohner hat es hier im Ort 🙂

Meine Winterwanderung war anstrengend, aber wunderschön. Mir sind nur vier weitere Wanderer begegnet, und ich kann sagen, dass diese Tour (noch) ein Geheimtipp und auch im Sommer sehr empfehlenswert ist.

Intersport Berauer
Rathausstraße 17
83727 Schliersee

Ingo’s Skiverleih Spitzingsee
Seeweg 1 ‒ neben der Kirche
83727 Spitzingsee
Tel.: 08026-7721
Mobil: 0160-94692832
info@skiverleih-spitzingsee.de

Beni’s Skischule
Harry Kaiser
Spitzingstr. 4
83727 Spitzingsee
Tel.: +49 (8026) 71224
Fax: +49 (8026) 925007
info@skischule-beni.de

MARTINA LOCH SCHNEE-AKTIVITÄTEN
Ski- & Snowboardschule · Verleih & Service
Lyraweg 6
83727 Spitzingsee
direkt am 4er-Sessel-Lift der Stümpfling-Bahn
Tel.: +49. (0) 171 825 07 35
http://www.snowcamp-martina-loch.de

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Wenn das Eis die Herzen der Menschen erwärmt

Es war Sonntag, der 29. Januar 2017, und damit voraussichtlich die letzte gute Gelegenheit in diesem Jahr, den Schliersee auf Eis zu genießen. „Mama, heute kann man auf dem Schliersee wandern gehen“, verkündet ein kleiner Junge glückselig und voller Stolz seiner Mutter. Für ihn ist es das erste Mal. Wer schlau war, hat seinen Schlitten mitgebracht ‒ viele Eltern ziehen damit ihre Kinder über das Eis, und er dient als bequemer Sitzplatz zum Anziehen der Schlittschuhe. Schlittschuhfahren und Eishockeyspielen sind nirgendwo so frei und unbeschwert möglich wie auf einem See wie diesem ‒ und welch ein erhabenes Gefühl ist es, auf dem See zu wandern.

Die Sonne erstrahlt heute mit zunehmender Kraft und spendet mollige Wärme. Das Eis gluckst und rumpelt, doch niemanden stört es, niemand zeigt Angst, dass die Eisfläche brechen könnte, sie ist an den meisten Stellen über 15 cm dick tiefgefroren und wird schon halten.

Inzwischen tummeln sich schon mehrere Hundert Menschen auf dem See, und sie ziehen dadurch immer mehr Besucher auf die Eisfläche nach. Doch Vorsicht und Wachsamkeit sind stets geboten, es gibt keine Garantie für Sicherheit! Der Schliersee kann auch tückisch sein, besonders an Stellen unterirdischer Quellen und in den Bereichen seiner Zuläufe. Es gilt deshalb weiterhin überall: „Betreten der Eisfläche ist verboten! Betreten auf eigene Gefahr!“

Pferdekutschen traben gemütlich durch den Schlierseer Kurpark, und aus sicherer Höhe beobachten Heißluftballonfahrende das Treiben da unten auf dem Eis.

Den Eisseglern fehlt heute der nötige Wind, erst ab Mittag ist eine laue Briese zu spüren. Nach den vergangenen frostigen Wochen, welche den Schliersee zu dickem Eis erstarren ließen, atmen die Menschen nun auf, denn die „Eiszeit“ hat heute für jeden deutlich spürbar ihren Höhepunkt überschritten, und die Eisdecke des Sees wird schon in wenigen Tagen nicht mehr tragen. Jeder fühlt es ‒ nur noch zwei Monate, und dann wird es Frühling.

An manchen Stellen bilden sich schöne Eismuster, und der schnell gefrostete Schnee am Ufer ist überzogen mit fächerförmigen Eiskristallen, die bei Berührung zerfallen wie kleine Dominosteinchen.

In den glücklichen Gesichtern der zahlreichen „Eismenschen“ lässt es sich ablesen, in Hunderten  von Selfies wird es festgehalten: Der letzte Tag auf dem Eis in diesem Jahr ‒ sonnenüberflutet unter tiefblauem Himmel und mitten auf dem Schliersee ‒ erwärmt das Eis in unser aller Herzen, und so viele Menschen verspüren heute unvergesslich „für einen Moment das Glück Schliersee“.

Fotos+Text: 29.1.2017 Helmut Jenne sen.

 

 

Helmut Jenne Helmut Jenne

Auf seinen Streifzügen durch die Natur ist sein Fotoapparat ein ständiger Begleiter. Helmut Jenne, wohnhaft in Schliersee, ist Musiker und EDV-Fachmann, Fotokünstler und Naturliebhaber. Mit seinen Fotos dokumentiert er seine Erlebnisse auf sehr natur- und heimatverbundene Weise, und so entstehen - trotzdem weltoffen - tief empfundene Momente und Blicke auf Landschaften, Pflanzen und Tiere der Berg- und Seenwelt rund um Schliersee.

 

 

 

Skating am Schliersee – ein überaus sportliches Wintervergnügen

Endlich herrscht Winter am Schliersee. Der Schnee liegt hoch, und die Wintersportbedingungen sind optimal. Das ist die Gelegenheit, um in einen Sport hineinzuschnuppern, der mich schon seit Längerem interessiert: das Skating. Bei dieser Art des Skilanglaufs fährt man nicht diagonal, sondern gleitet wie beim Schlittschuhlaufen über eine gewalzte Bahn.

An diesem sonnigen Januartag habe ich mich mit Jürgen Koschyk, der Kurse im Langlaufen und Skating am Schliersee anbietet, an der Fischhausener Loipe am südlichen Ende des Schliersees verabredet. Der Rundkurs neben dem „Pfanni-Skilift“ ist etwa zwei Kilometer lang und an diesem frischen Morgen noch menschenleer. Gott sei Dank, denn bei meinen ersten Versuchen in der ungewohnten Technik möchte ich mich ungern blamieren!

Zum Skating braucht man eine spezielle Ausrüstung. Die Skier sind zwar auf den ersten Blick kaum von klassischen Langlaufskiern zu unterscheiden, sollten aber etwas kürzer sein. Da sie vollständig auf das Gleiten ausgelegt sind, tut man sich mit kürzeren Skiern einfach leichter. Die Schuhe sind etwas höher geschnitten, und die Sohle ist relativ hart. Mittlerweile findet man aber auch Kombischuhe auf dem Markt, die für beide Langlauftechniken geeignet sind. Die Stöcke sind ebenfalls etwas kürzer als bei der diagonalen Technik. Als Faustregel für die optimale Stocklänge gilt: etwa bis Achselhöhe.

Jürgen Koschyk erklärt mir kurz den Bewegungsablauf ‒ und schon kann es losgehen. Die ersten Meter geht es etwas bergab, was mich schon vor die erste Herausforderung stellt: Bremsen! „Im Pflug wie beim Ski alpin“, ruft mir Jürgen zu. Der Tipp funktioniert, und ich gleite unbeschadet den kleinen Abhang hinunter. So, und jetzt auf ebener Fläche weiter im Schlittschuhschritt. „2:1“ nennt sich die Bewegungstechnik auf ebener Fläche. Das heißt, die Stöcke werden gleichzeitig nach jedem zweiten Schritt in den Schnee gesetzt. Somit stößt man sich ab und bekommt den richtigen Schwung, um den restlichen Körper folgen zu lassen. Klingt kompliziert? Ist es auch. Man benötigt definitiv ein bisschen Übung, um Beine, Arme und Körper richtig zu koordinieren.

Wir sind kaum fünf Minuten unterwegs, und schon beginnen meine Arme zu schmerzen. Skating ist anstrengend und kraftaufwendig. Vor allem, wenn die Strecke bergauf führt. Hier empfiehlt Jürgen mir die sogenannte Pendeltechnik. Dabei sollten die Stöcke nicht symmetrisch, sondern abwechselnd bei jedem Schritt eingesetzt werden. Ich stelle mir eine watschelnde Ente mit Stöcken vor.

Nach rund einer Stunde bin ich außer Atem und nassgeschwitzt. Der Fitnesseffekt ist beim Skating auf jeden Fall vorhanden, und wenn man es gut beherrscht, macht es sicherlich großen Spaß, über die Loipen zu gleiten und dabei richtig elegant auszusehen.

Aber man muss sich nicht gleich eine eigene Ausrüstung zulegen, um Skating auszuprobieren. Bei Ingos Skiverleih und der Ski- und Snowboardschule Martina Loch am Spitzingsee können Interessierte sich Ski, Schuhe und Stöcke ausleihen.

Skating ist auf allen Loipen rund um den Schliersee und am Spitzingsee möglich. In der Regel steht neben der klassischen Loipenspur eine gewalzte Bahn zur Verfügung.

Wer Lust an der Bewegung in der herrlichen Winterlandschaft rund um den Schliersee hat, sollte diese Alternative zum klassischen Langlaufen unbedingt ausprobieren!

Verleihservice

Skiverleih Spitzingsee
Seeweg 1, 08026-7721
www.skiverleih-spitzingsee.de

Schnee-Aktivitäten Martina Loch
Lyraweg 6, 0802-928908
www.snowcamp-martina-loch.de

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!