Beiträge

Des Menschen Freud, des Tieres Leid – Wenn’s dem Vierbeiner im Urlaub zu heiß wird

Die Sonne lacht über saftig grüne Wiesen, und aus dem mit einem Staketenzaun umrandeten Bauerngarten grüßen üppige Stauden und Blüten. Es ist ein kleines Paradies, das sich die Tierärztin Dr. Regina Seemüller am Schliersee für sich und ihre Patienten geschaffen hat. Seit mehreren Jahren empfängt und versorgt die renommierte Medizinerin in dem prächtigen Bauernhof kranke und verletzte Vierbeiner vom Hamster, Hund und Katze bis zum edlen Rassepferd. Auf den Wiesen vor dem Anwesen grasen friedlich ihre zwei Pferde, und die beiden schneeweißen Schutzhunde aus den italienischen Abruzzen patrouillieren gemächlich an der Grundstücksgrenze entlang.

 

 

Symbiose zwischen Regulationsmedizin und alternativen Heilmethoden

Regina Seemüller bietet in ihrer Praxis neben sämtlichen Behandlungen und chirurgischen Eingriffen der klassischen Regulationsmedizin vor allem auch naturheilkundliche Behandlungen und Akupunktur an. „Dazu hatte ich schon immer eine Affinität“, erzählt die naturverbundene Veterinärin. Nach einem Studium der Tiermedizin an der Ludwigs-Maximilian-Universität in München eröffnete Regina Seemüller zunächst eine Tierarztpraxis für Kleintiere in Miesbach. „Damals steckte die Akupunktur bei Tieren noch in den Kinderschuhen“, berichtet sie von ihren vorsichtigen Anfängen in diesem Bereich. Vorreiter in Sachen Akupunktur waren damals die USA. Also packte die junge Tierärztin ihren Koffer und reiste nach Amerika, um dort sowohl Ausbildungen an der berühmten Cornell University in New York sowie ein Studium der traditionellen chinesischen Medizin zu absolvieren. Während dieser Zeit bildete sie sich auch im Rahmen diverser Praktika, so genannter „Internships“ weiter. Solch ein „Internship“ führte sie auch für drei Jahre ins italienische Grosseto, wo sie in einer Kleintierpraxis und später in der eigenen Praxis arbeitete. Heimatverbunden wie sie ist, kehrte sie jedoch 2011 ins Oberland zurück.

 

 

 

Das Wohl des Tieres steht an erster Stelle

Dr. Regina Seemüller verbindet in ihrem Beruf bodenständige Pragmatik und feinfühlige Achtsamkeit auf einzigartige Weise. Meist kombiniert sie die Schul- und Alternativmedizin in ihren Diagnosen und Behandlungen – je nach Zustand ihrer Patienten. Ihre oberste Maxime lautet: Das Wohl des Tieres hat immer Priorität – dafür steht sie mit ihrer Erfahrung, ihrem Wissen und ihrem ganzem Herzen.

Wer also den Urlaub mit dem Haustier am Schliersee verbringt, ist im Notfall bei der „Tierarztpraxis Dr. Regina Seemüller“ in Schliersee-Althausham an der richtigen Adresse.

 

Tierarztpraxis Dr. Regina Seemüller
Pürstling 1
83727 Schliersee (Alt-Hausham)
Tel.: 08026 4604
Mobil: 0172 863 85 65

E-Mail info@tierarztpraxis-seemueller.de
Internet www.tierarztpraxis-seemueller.de

 

SPRECHSTUNDEN
Mo. 9:00 – 11:00 und 17:00 – 19:00 Uhr
Mi.  9:00 – 11:00 und 17:00 – 20:00 Uhr
Do. 9:00 – 11:00 Uhr
Fr.  9:00 – 11:00 und 16:00 – 19:00 Uhr

 

Um Wartezeiten zu vermeiden, wird um telefonische Terminvereinbarung gebeten. Termine außerhalb der Sprechstunden sind nach vorheriger telefonischer Vereinbarung möglich.

In Notfällen bitte zuerst die Mobilnummer von Dr. Regina Seemüller wählen: +49 172 8638565!

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Saisonstart 2019 im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Das altbayerische Dorf in Schliersee-Neuhaus zeigt das Landleben, wie es einst war. Es ist ein belebtes Dorf und eine Begegnungsstätte für Kultur, Tradition und Handwerk. Eine Vielzahl von Festen und Feiern erwartet Sie dieses Jahr zu den verschiedensten Anlässen. Diverse Handwerker, die ihre Handwerkskunst zeigen, sowie Hofbetreuer, die den Alltag am Hof wie vor 300 Jahren leben, und viele Tiere, unter anderem vom Aussterben bedrohte Weiße Bergschafe, füllen das altbayerische Dorf mit Leben. Lassen Sie sich mitreißen und fühlen Sie sich einen Tag lang in die bayerische Bergwelt wie vor 300 Jahren zurückversetzt.

 

 

Genießen Sie hausgemachte Spezialitäten im Wirtshaus „Zum Wofen“. Lassen Sie bei einem selbst gebrauten Museumsbier die Seele vor einem atemberaubenden Bergpanorama baumeln.

Kinder finden hier das reinste Paradies: Sie rollen die grasbewachsenen Hügel runter, angeln im Brunnen, werfen Ringe und vieles mehr. In allen bayerischen Schulferien erwartet die kleinen Besucher die Feriengaudi im altbayerischen Dorf mit Spielaktionen wie zu Zeiten unserer Groß- und Urgroßeltern.

Es gibt Bierbraukurse in der Schöpfbrauerei, Kräuter-, Museums- und Handwerkerführungen, Filzkurse, Wuiderer-Wettkämpfe und Weißwurstseminare, um nur einige der vielfältigen Aktivitäten zu nennen.

 

Der 31. März startet mit dem Altbayerischen Schafkopfturnier.

Am 13. und 14. April findet der Trachten- und Handwerkermarkt statt.

Am 28. April geht es auf dem Picherfest um die Kunst des Bierbrauens.

Der 19. Mai ist der Tag des Volkstanzes.

Am 26. Mai ist der Tag der Bienen mit einem Blick hinter die Kulissen eines traditionellen Bienenhauses.

Am 30. Mai findet am Vatertag das Seifenkistl-Rennen statt.

Von 31. Mai bis 02. Juni kommen die Wikinger.

Von 20. bis 23. Juni sind die Kelten zu Gast.

Am 30. Juni ist das Musikantentreffen.

Von 05. bis 07. Juli sind die Bauerngartentage.

Am 14. Juli ist das Kasperltheaterfestival.

Am 04. August findet das Ross- und Schmiedetreffen statt.

Am 25. August treffen sich starke Frauen und Männer zu den IX. Highland Games.

Am 13. Oktober geht es am Kinderkulturherbst-Kindertag um die kleinen Besucher.

Am 20. Oktober zeigen zahlreiche Handwerker auf dem historischen Handwerkermarkt ihr Können.

Am 13., 14. und 15. Dezember öffnet das altbayerische Dorf zum Weihnachtsmarktl seine Pforten.

 

Das ist nur ein Teil der kommenden Veranstaltungen im Jahr 2019. Informieren Sie sich im Veranstaltungskalender über sämtliche Feste und Feiern zu den verschiedenen Themen und Anlässen.

 

 

Im Markus Wasmeier Freilichtmuseum wird Geschichte fühlbar. Erleben Sie Brauchtum sowie Tradition und machen Sie sich ein Bild über den ländlichen Alltag vor 300 Jahren. Genießen Sie eine Auszeit vom Alltag und tauchen Sie ein in eine ganz besondere Zeitreise.

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Brunnbichl 5

83727 Schliersee-Neuhaus

Tel.: 08026/929220

E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

Öffnungszeiten:       Di.‒So. von 10:00‒17:00 Uhr

Mo. Ruhetag (außer an Brücken- und Feiertagen)

Sonderöffnungszeiten finden Sie auf der Homepage.

Saison 2019: 30. März bis zum 03. November

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Fasching in Schliersee 2019 – die Tiere sind los!

„See you later alligator, after a while crocodile!“ Ich bin in Köln geboren und mit Karneval aufgewachsen. Karnevalsumzüge sind in Köln in der Schule so etwas wie Pflichtprogramm. Jetzt lebe ich seit 20 Jahren in Bayern, und zum ersten Mal schlüpfe ich ‒ nach dieser langen Zeit ‒ wieder in ein Kostüm und laufe damit durch Schliersee. Die Kinder am Kindergarten „Kleine Heimat“ rufen gleich: „Oh, da ist ein Krokodil“, und im Kurpark winkt mir eine Gruppe Jugendlicher zu und will wissen, was ich denn da eigentlich mache. Es ist ein riesiger Spaß, verkleidet durch Schliersee zu laufen.

Auch die Gäste-Information Schliersee zusammen mit dem TSV Schliersee haben sich dieses Jahr entschieden, mal wieder eine richtige Faschingsveranstaltung zu machen. Am Rosenmontag geht es um 14:00 Uhr unter dem Motto „Tierpark“ am Bahnhofsplatz los mit Musik und einem Fass Freibier, gesponsort von unserem Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer. Um die Kindergetränke kümmert sich der Schlierseer Ratskeller. Für die süßen Momente im Leben bekommen die ersten hundert Maskierten auch noch einen Faschingskrapfen dazu. Um 15:00 Uhr zieht der „Tierpark“ um in den Kurpark. Als kleiner Faschingsumzug geht es runter an den See. Dann steigt eine Faschingsparty mit Barbetrieb für Jung und Alt. Der Erlös geht zu 100 % an die Bausteinaktion des TSV Schliersee, mit der der Verein sein neues Vereinsheim finanziert.

Das Schlierseer Faschings-Highlight: Rosenmontag 04. März 2019 um 14:00 Uhr am Bahnhofsplatz und ab 15:15 Uhr im Kurpark Schliersee

Faschingstermine 2019 in Schliersee im Überblick:

24.02.2019 | 14:00 Uhr | Kinderfasching mit Clown Rudolfo

Motto: Superhelden

Es gibt Kaffee, leckere Kuchen, Cocktails und mehr! Viel Spaß und Musik! Ausgerichtet vom Förderverein Kinder in Schliersee e. V.

Forum Vitalwelt

 

27.02.2019 | 14:30 Uhr | Faschingskranzl „Narrische Zeit“
Neuhauser Nachmittags Treff: Faschingskränzchen in geselliger Runde mit Kaffee und Kuchen
Kath. Pfarrzentrum St. Josef
Josefstaler Str. 2
83727 Schliersee

 

02.03.2019 | 20:00 Uhr | Pfarrfasching
Pfarrfasching mit der AGB-Band
St. Josef Neuhaus

 

03.03.2019 | 11:00 Uhr | Firstalmfasching
Traditioneller Firstalmfasching auf der Unteren Firstalm
Untere Firstalm Skigebiet Spitzingsee

 

04.03.2019 | 14:00 Uhr | Die Tiere sind los!
Motto: Tierpark
Faschingstreiben am Bahnhofsplatz und danach im Schlierseer Kurpark

 

05.03.2019 | 14:00 Uhr | Faschingskranzl des Katholischen Frauenbundes
Café Jennerwein

 

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

Schlierseer Frühlingspower

Blühender Schlierseer Frühling

Eine Frühlingswanderung in der Schlierseer Natur ist momentan ein Genuss für alle Sinne. Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, ist ein Neustart in Schliersee garantiert.

Körper, Geist und Seele können jetzt aus dem Vollen schöpfen. Die vielen kleinen Frühlingswunder, umgeben von Ruhe, klarer Luft und purer Natur, lassen die Einheimischen und Gäste neue Lebensfreude spüren.

Kulinarischer Schlierseer Frühling
Schlierseer Dinkelkräuternudeln mit Bärlauchpesto

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Dinkelkräuternudeln im Salzwasser ca. 8 Min. kochen, anschließend abschrecken und in heißer Butter schwenken
200 g frischer Bärlauch
250 g gutes Olivenöl
Saft von 1 Bio-Zitrone
Eine Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
100 g Obermooser Bio-Käse gerieben

Zubereitung:

  1. Frischen Bärlauch waschen, abtropfen und kleinschneiden
  2. Die restlichen Zutaten dazugeben
  3. Mit dem Pürierstab mixen
  4. Mit den Nudeln genießen

Guten Appetit!

Tierischer Schlierseer Frühlingsanfang

Die Tiere beobachten oder ihnen einfach begegnen ‒ wenn man Glück hat, zeigt sich auch der Auerhahn „Schorschi“. Frösche sind im Liebesrausch, Vögel singen und freuen sich über die warmen Frühlingssonnenstrahlen, der Specht, der Kuckuck, die kleinen Rehe, die jungen Gamsen usw. Täglich können Sie Neues entdecken ‒ einfach herrlich!

Würzige Schlierseer Frühling

Ab sofort stehen die kraftvollen Frühlingkräuter für unsere Küche bereit. Frische Brunnenkresse, Spitzwegerich, Brennnessel, Giersch … sie bringen uns wieder in Schwung.

Traumhaft sportlicher Schlierseer Frühling

Genießen und Auftanken sind jetzt angesagt. Die vielen kleinen Frühlingswunder in Schlierseer, umgeben von Ruhe, klarer Luft und purer Natur, lassen die Gäste und Einheimischen aus dem Vollen schöpfen. Ausgedehnte Spaziergänge rund um den See, Radltouren, Bergtouren ‒ einfach in der Sonne verweilen, bewusst genießen und regenerieren

Kräuterwanderungen in und um Schliersee mit den Schlierseer Kräuterpädagoginnen Fesl Rita und Prem Angelika.

Termine nach Vereinbarung
Fesl Rita, Tel.: 08026/6739, E-Mail: rita.fesl@t-online.de
Prem Angelika, Tel.: 08026/9229964, E-Mail: info@hennerer.de

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

„Brückentage“ im Markus Wasmeier Freilichtmuseum – Landleben, wie es einst war …

Am Montag, den 02.10.2017, ist es so weit: Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum öffnet erstmalig zum Brückentag!

Und damit möglichst viele Besucher das altbayerische Dorf erleben können, wird das Museum auch am zweiten Brückentag im Oktober, am Montag, den 30.10.2017, geöffnet.

An beiden Tagen erwartet Inhaber der Schlierseer Gästekarte mit etwas Glück eine Museumsführung von ca. 60 Minuten. Frei nach dem Motto „Der frühe Vogel fängt den Wurm“ erhalten die ersten 25 Gäste sowohl am Vormittag als auch am Nachmittag die Führung kostenlos.

Mein Tipp: Gönnen Sie sich ein frühes, aber gutes Frühstück. Nehmen Sie Ihre Schlierseer Gästekarte mit (!) und kommen Sie rechtzeitig ab 10:00 Uhr ins Markus Wasmeier Freilichtmuseum.

Es gibt zwei Führungszeiten: 10:00 Uhr + 14:30 Uhr. Die maximale Belegung der Führung sind 25 Gäste – die jeweils ersten 25 Gäste kommen also in den Genuss einer kostenlosen Führung.

Ferner besteht eine Eintrittsreduzierung mit der Schlierseer Gästekarte und der Tegernsee Card.

Weiterhin gibt es natürlich köstliche bayerische Schmankerln im Wirtshaus „Zum Wofen“.

Sie können dem einen oder anderen Handwerker über die Schulter schauen und sehen, wie früher gearbeitet wurde und wie lebensnotwendige Dinge produziert wurden.

Ein ganz besonderes Erlebnis sind Bier- oder Schnapsverkostungen, Filzen, Buttern, Bedrucken von Kräutersackerln oder Taschen, Brotbackkurse und der Wuiderer-Vierkampf. Diese Erlebnisse sind für Gruppen gedacht und müssen rechtzeitig gebucht werden.

Das altbayerische Dorf ist von den sogenannten Hauserinnen und Bauern belebt, und auch diverse Tiere laufen frei herum und freuen sich über die Brösel, welche manchmal ungewollt von den Tischen im Biergarten fallen …

Es kann u. a. gekegelt und auf Stelzen gelaufen werden, sodass kleine und große Kinder ihre Freude haben.

 

 

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist an den zwei Brückentagen von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr geöffnet.

 

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum
Brunnbichl 5
83727 Schliersee-Neuhaus

Telefon: 08026 92922 0

E-Mail: office@wasmeier.de
https://de-de.facebook.com/wasmeier/
http://www.wasmeier.de/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Schlierseer Tierleben – pure Lebensfreude

Wir hier in Schliersee leben in einer engen Gemeinschaft mit den uns umgebenden Tieren auf den Wiesen und am See. Wir sind deren Anblick gewohnt ‒ und trotzdem erstaunen sie uns immer wieder.

Die pure Lebensfreude der kleinen und großen Lebewesen ist einfach mitreißend!

Wie Paloma und Valentino, die gerade erst einmal zwei Wochen alten Fohlen, über die Wiese tollen und Luftsprünge machen … Oder Löckchen und Struwwelpeter, so habe ich die zwei Woll-Schweinderl im Markus Wasmeier Freilichtmuseum getauft, die mit ihren Schnauzen im Matsch nach Wurzeln wühlen und ein Schlammbad nehmen … Agathe, die Gans, sucht nach Köstlichkeiten im Gras, und Hanni und Nanni, die weißen Enten, nutzen jede Möglichkeit, um ins kühle Nass zu springen – und wenn es die Hundetränke ist. Egal, Hauptsache es trägt zur Federpflege bei.

Die Kühe stehen mit ihren Kälbern auf der Weide und beobachten einen aus faszinierend schönen großen Augen mit ihren langen, geschwungenen Wimpern. Die meisten von ihnen sind neugierig und schnuppern an der warmen Haut. Da kann es passieren, dass man plötzlich von einer langen, rauen Zunge „gewaschen“ wird.

Katzen streunen herum und lassen sich oft erst nach einem ausgiebigen Ausflug in die Natur wieder zu Hause blicken. Die Hühner wälzen sich in der Erde und nehmen ein Sandbad, um im Anschluss mit ausgebreiteten Flügeln die Sonne zu genießen. Und wenn es frischen Biertreber gibt, findet sich die ganze Schar auf dem Anhänger ein, um davon zu naschen.

Auch im See tobt das Leben … Die Enten gründeln und suchen sich frische Nahrung am Grund. Die Blesshühner watscheln auf ihren riesigen Füßen vom Kiesstrand ins Wasser und tauchen gekonnt ab …

Unsere Tierwelt hier im Bayerischen Oberland ist natürlich noch um ein Vielfaches vielfältiger. Eine Freundin und Kollegin von mir hat beispielsweise in der Früh beim Blick aus dem Küchenfenster eine Gams in ihrem Garten entdeckt. Und bei mir lag einmal eine Hirschkuh auf der Terrasse … Aber das sind eher die ungewöhnlichen Begebenheiten.

 

 

Mein Tipp: Gehen Sie raus, schauen Sie den Tieren auf den Weiden eine Weile zu und lassen sich von deren Freude am Leben inspirieren …

Freddie – die raffinierte Rabenkrähe vom Schliersee

Vor acht Jahren ‒ es war gerade Winter und bitterkalt ‒ bemerkte ich an der Schlierach eine junge Rabenkrähe, die im Schnee nach Nahrung suchte. Ich war damals wieder einmal mit meinem Hund unterwegs und hatte deshalb Leckerlis dabei. Ich legte für die Krähe ein Leckerli auf einen der Weidezaunstempen am Schlierachwegerl, und als ich weit genug entfernt war, holte es sich die Krähe und flog davon. Seit Jahren gehe ich dort regelmäßig mit dem Hund spazieren, und im Laufe vieler Jahre entwickelte sich so ein persönliches Vertrauensverhältnis zwischen der Krähe, mir und meinem Hund.

Bis heute ist mir unklar, ob es sich bei der Krähe um ein Männchen oder um ein Weibchen handelt, aber irgendwann sprach ich sie spontan und ohne großes Nachdenken mit „Freddie“ an, einer Kurzform, die sowohl für Friedrich als auch für Friederike steht. Durchaus zutreffend wäre ebenso eine Wortkombination aus „frech“ + „ready“ = „Freddy“.

Freddie sieht mich längst mit dem Auto kommen, noch bevor ich auf dem Schlierachparkplatz parke, um dort wie gewöhnlich an der Schlierach mit Hund Riggi Gassi zu gehen. Freddie wartet irgendwo versteckt, bis ich ausgestiegen bin, und umflattert und begleitet mich bei meinem Spaziergang so lange, bis ich wieder ins Auto einsteige und nach Hause fahre.

Nach all den Jahren traut sich Freddie nun bis auf einen halben Meter an mich heran, aber nur wenn ich alleine bin ‒ und so mancher Passant wird im Vorübergehen bestimmt von mir annehmen, dass ich verrückt sei, wenn ich gerade irgendwo stehe und mich wie selbstverständlich mit einer Krähe unterhalte: „Da isser ja, der Freddie, der alte Bazi, geh halt amoi her …“ (siehe Video …)

Freddie hat sich gut entwickelt und sich ein eigenes Revier ringsum den Parkplatz an der Schlierach erobert. Von seinem Nistbaum aus behält er stets alles „unter Kontrolle“, und Eindringlinge wie Elster oder Wanderfalke entdeckt er sofort und vertreibt sie. Da hat er dann verständlicherweise plötzlich auch keine Zeit mehr für mich.

Nach wenigen Jahren wurden aus einer Krähe schnell mal bis zu sechs Familienmitglieder, die mir Freddie natürlich allesamt vorgestellt hat. Übrigens, ein Krähenpaar bleibt ein Leben lang zusammen. Rabenkrähen können gut 15 Jahre alt werden und gehören trotz ihrer Größe zur Gruppe der Singvögel.

Freddies neuester Spaß ist es, mich von hinten dicht anzufliegen und mich beim Überfliegen kaum spürbar an meinem Hut zu streifen, dann setzt er sich souverän auf einen Aussichtspunkt und schaut mich recht frech-amüsiert an ‒ vielleicht lacht er mich insgeheim aus, weil ich in seinen Augen „immer noch nicht fliegen kann“. Ähnliche Scherze erlaubt er sich auch mit meinem Hund Riggi, welcher dies – inzwischen in die Jahre gekommen ‒ gelassen duldet. Beispielsweise landet Freddie gerne geschickt hinter Hund Riggi, hüpft dann schelmisch gebückt von hinten auf ihn zu und tut so, als wolle er ihn in den Hintern zwicken (siehe Video).

Bis heute hält Freddie respektvollen Abstand vor fremden Personen, seine natürliche Scheu vor den Menschen hat er Gott sei Dank nie verloren, er ist ein Wildtier geblieben.

Durch Unkenntnis und aus finstersten Fantasien menschlicher Abgründe heraus entstanden in grauer Vorzeit üble Schauergeschichten über Rabenvögel, Galgenvögel, Pechvögel, die sich bis in unsere Zeit zu halten scheinen. Aus eigener Erfahrung kann ich überzeugt sagen: Alles nur dummes Geschwätz ‒ nur weil sie schwarz gefärbt sind, manchmal im Müll wühlen oder für manche Menschen unheimlich und laut krähen! Erst wenn man sich unvoreingenommen mit Rabenkrähen beschäftigt, wird man schnell feststellen, wie intelligent sie sind und dass sie ein sehr ausgeprägtes Sozialverhalten leben. Und so bin ich durch selbst erlebte Beobachtungen zu einem verständnisvollen Freund dieser außergewöhnlichen Vogelart geworden.

Wie viele Jahre werden wir uns wohl noch an der Schlierach begegnen, der Freddie und ich?
Ob der Freddie es wohl auch spürt ‒ „für einen Moment das Glück Schliersee“?

Fotos+Text: 27.3.2017 Helmut Jenne sen.

Weiterführende links:

LBV-Oberbayern über Rabenkrähen:

http://oberbayern.lbv.de/voegel-und-artenschutz/rabenvoegel/die-rabenkraehe.html

 

 

Helmut Jenne Helmut Jenne

Auf seinen Streifzügen durch die Natur ist sein Fotoapparat ein ständiger Begleiter. Helmut Jenne, wohnhaft in Schliersee, ist Musiker und EDV-Fachmann, Fotokünstler und Naturliebhaber. Mit seinen Fotos dokumentiert er seine Erlebnisse auf sehr natur- und heimatverbundene Weise, und so entstehen - trotzdem weltoffen - tief empfundene Momente und Blicke auf Landschaften, Pflanzen und Tiere der Berg- und Seenwelt rund um Schliersee.