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Tipps März 2019: Schlierseer Gipfelglück mit Frühjahrssonne

in drei Wochen ist Frühlingsanfang. Die Sonne erwärmt schon jetzt immer wieder unsere Herzen. Wir in Schliersee haben aber auch immer noch beste Wintersportbedingungen. Wussten Sie, dass Skifahren glücklich macht?

Machen Sie es doch wie meine Redakteurin Judith Weber und genießen Sie das Gipfelglück oben am Roßkopf mit einer traumhaften Aussicht. Alle meine Redakteurinnen waren in den letzten Wochen im Schnee unterwegs: Katharina beim Langlaufen, Angelika beim Rodeln und Schneeschuhwandern, Laura beim Biathlon, Uschi beim Après-Ski und Ulrike in der Fun Slope. Lassen Sie sich für einen Kurzurlaub im Schnee inspirieren und entdecken Sie viele Schlierseer Wintersportmöglichkeiten in unserem Schliersee Magazin. 

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Gipfelglück bei uns im Skigebiet Spitzingsee

Skifahren macht glücklich! Das hat eine Studie der Universität Klagenfurt bereits 2010 belegt. Die große Leichtigkeit, die man beim Skifahren empfindet, macht glücklich. Jedenfalls, solange man die Geschwindigkeit seinem Fahrkönnen anpasst. Ich war in unserem Skigebiet Spitzingsee unterwegs, und ich bin mir sicher, dass zu meinem persönlichen Skifahrerglück auch der richtige Einkehrschwung gehört. Wir haben momentan echte Traumbedingungen hier in Schliersee, und wenn das Wetter mitspielt, steht einem zauberhaften Tag im Schnee nichts mehr im Wege. Mich treibt es diesmal hoch hinaus. Ich fahre mit dem Sessellift auf den Roßkopf (1580 m), den höchsten Punkt im Skigebiet. Die Aussicht vom Gipfelkreuz ist atemberaubend. Obwohl ich mit dem Lift nach oben gefahren bin, empfinde ich echtes Gipfelglück. Ich kann mich gar nicht sattsehen. Hinunter geht es über die schwarze Piste, die schon ein wenig anspruchsvoll und definitiv nicht für Anfänger geeignet ist.

Einkehrschwung auf der Sonnenterrasse

Den ersten Einkehrschwung mache ich in der Jagahütt’n, am „Verkehrsknotenpunkt“ im Skigebiet, die direkt zwischen den beiden Bergstationen der Stümpfling- und der Suttenbahn liegt. Der Wirt der Jagahütt’n verrät mir, dass die Spareribs von seiner Karte ein echter Renner sind. Heute gönne ich mir nur eine schnelle Currywurst, und die Spareribs behalte ich für einen nächsten Besuch im Kopf. Obwohl die Sonnenterrasse zur Mittagszeit sehr gut gefüllt ist, kommt mein Essen wahnsinnig schnell ‒ und es schmeckt auch. Nach der Pause genieße ich die Abfahrt in der Sonne am Osthanglift. Es ist heute unter der Woche gar nicht viel los, und die Piste ist bestens präpariert. Immer wieder fahre ich auf die Osthangalm zu. Nach der vierten Abfahrt biege ich nicht wieder in Richtung Lift, sondern schwinge direkt auf der Terrasse der Osthangalm ab. Von Weitem schon höre ich Lutz ‒ wer kennt ihn nicht von lauen Sommernächten am See im Schlierseer Strandbad … Hier oben im Schnee ist es aber mindestens genauso schön wie am Ufer des Schliersees, und die warmen „Aus’zogenen“ und der Cappuccino sind fantastisch. Meinen Platz in der Sonne gebe ich so schnell nicht wieder her.

Natürlich gibt es viele Möglichkeiten, einen perfekten Skitag in unserem Skigebiet Spitzingsee zu erleben. Das nächste Mal möchte ich unbedingt den frischen Kaiserschmarrn an der Unteren Firstalm ausprobieren, von dem mir Wirt Marcus Votteler so vorgeschwärmt hat. Meine Ski müssen auch mal wieder präpariert werden. Am besten von Anderl, der seine Ski-Service-Station direkt an der Unteren Firstalm hat. Außerdem habe ich schon lange kein Brot mehr in der Albert-Link-Hütte gekauft, das schmeckt, frisch aus dem Holzbackofen, wunderbar. Also, ihr seht, es gibt viel zu entdecken.

Mein besonderer Tipp für alle Mädels: Jeden Mittwoch ist Ladies Day. Da kostet die Tageskarte für Damen nur 18 Euro ‒ ein echtes Schnäppchen.

 

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wintersport für Anfänger

Jetzt haben wir ihn, den Schnee, und zwar reichlich! Zu Recht können wir sagen, dass wir derzeit hier in Schliersee im Winterwunderland leben. Die weiße Pracht lädt zu allen möglichen Aktivitäten im Freien ein, und deshalb erhalten Sie hier einen Überblick ‒ als Hilfe und Anregung für alle, die noch keinen Wintersport betreiben, jetzt aber damit anfangen möchten, können, müssen …

 

Winterwandern und Fackelwanderungen:

Ziehen Sie sich warme Schuhe mit einer guten Profilsohle und eine atmungsaktive Winterjacke an. Falls Sie Stöcke haben, nehmen Sie diese mit. und schon kann’s losgehen. Schliersee bietet Ihnen eine ganze Anzahl abwechslungsreicher Winterwanderwege an. Als nicht so bekannte Beispiele sind hier die Kirchbichl-Runde und der Dr.Brodführer-Weg mit Filzenrunde (jeweils ca. 3,5 km) genannt.

http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/erlebenswert/

Bei einer abendlichen Winterwanderung mit Fackeln entlang des Westufers des Schliersees können Sie die wunderschöne winterliche Landschaft in einer ganz anderen Atmosphäre auf sich wirken lassen. Folgende Termine sieht die Gäste-Information Schliersee hierfür vor: 31.01.2019 und 28.02.2019.

Eine kulinarische Erweiterung erleben Sie bei den Schmankerl-Fackelwanderungen: Die Wanderung in die Valepp/Spitzingsee führt Sie an zwei Stationen durch ein Drei-Gänge-Menü. Termine für 2019 (jeweils donnerstags): 17.01., 14.02. und 14.03.

 

Schneeschuhwandern:

Die Gäste-Information Schliersee veranstaltet Schneeschuhwanderungen für Einsteiger: Mit Schneeschuhen können Sie selbst auf Strecken wandern, die sonst im Winter nicht zugänglich sind. Die Route für die Schneeschuhwanderung wählt der Wanderführer je nach Schneelage aus. Die Termine sind: 23.01., 06.02., 20.02., 07.03. und 21.03.2019. Schneeschuhe und Stöcke können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

Ebenso bietet das Bergmadl Julia Zilken geführte Schneeschuhtouren an und verleiht auch Schneeschuhe: https://www.zilken.de/schneeschuh-wanderungen/.

 

Ein weiterer Anbieter von Schneeschuhwanderungen ist Wildpfade https://wildpfade.eu/. Das umfangreiche Programm bietet unter anderem eine Schneeschuh-Mondscheinrunde, Iglubau und Fährtenlesen an.

 

erLeben Lernen – Schneeschuh-Verleih:

Das erLeben – Lernen – Team verleiht den „Mercedes“ unter den Schneschuhen:

TUBBS VRT flex 22/24

erLeben Lernen, Gbr, Rotwandstr. 7a, 83727 Schliersee, tel.08026/925841

erleben-lernen(at)t-online.de und www.erleben-lernen-aktiv.de

 

Skilanglauf:

Haben Sie im neuen Jahr auch einen guten Vorsatz gefasst und sich gesagt: 2019 wird mehr Sport gemacht?! Dann probieren Sie es gleich am besten mit Skilanglauf klassisch. Bei diesem Kurs, der von der Gäste-Information Schliersee veranstaltet wird, haben Sie die Gelegenheit, bei Gerd Müller, der den Silbermedaillen-Gewinner Peter Schlickenrieder trainierte, die Technik des klassischen Skilanglaufs zu erlernen. Termine im Januar: 24. und 31., im Februar: 7., 21. und 28.2. Langlaufski und -stöcke können gegen eine Gebühr ausgeliehen werden.

 

Bei allen von der Gäste-Information Schliersee veranstalteten Winteraktivprogrammen (Schneeschuhwanderung, Skilanglauf, Fackel- und Schmankerl-Fackelwanderung) ist eine Anmeldung erforderlich: Tel. 08026/60650 oder E-Mail an tourismus@schliersee.de. Die Programme sind für Gäste mit der Schlierseer Gästekarte kostenfrei, sonst belaufen sie sich auf 5 Euro. Eine Ausnahme bildet die Schmankerl-Fackelwanderung, die sich auf 25 Euro beläuft (ohne Getränke; bei Anmeldung zu bezahlen).

 

Rodeln:

Auf http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/wintersport/ haben wir für Sie die drei sehr beliebten Rodelbahnen „Alte Spitzingstraße“, „Untere First“ und „Obere First“ im Detail beschrieben. Bei den beiden Firstalmen können Sie sich einen Rodel für 5 Euro ausleihen, bei der „Alten Spitzingstraße“ müssen Sie Ihren eigenen Rodel die ca. 2 km bergauf hinter sich her ziehen. Dafür ist die Schlittenfahrt bergab umso schöner!

 

Schlittschuhlaufen und Eisstockschießen:

Das in den Jahren von 1946‒1948 errichtete Oberlandstadion liegt am Fuße des Freudenberges in Schliersee und ist ein reines Natureisstadion ohne Kälteanlage. Das Stadion wird für den Trainings- und Freundschaftsspielbetrieb sowie für den öffentlichen Eislauf und Eisstockschießen genutzt.

Öffentlicher Eislauf ist, natürlich witterungsabhängig, täglich von 14:0017:00 Uhr.

Abendlauf Dienstag und Freitag von 19:0021:30 Uhr.

Schlittschuhe in gängigen Größen können für 3 Euro ausgeliehen werden. Selbstverständlich kann das Eis auch durch fremde Vereine und Hobbymannschaften gemietet werden.

https://www.eisstadion-schliersee.de/

 

Seit diesem Winter steht mitten im Biergarten vom Ratskeller Schliersee eine Eisstockbahn: „Unsere neue Eisstockbahn mitten in unserem Biergarten sorgt ab sofort täglich bis Ende März 2019 von 15:00‒21:00 Uhr für Eisstock-Gaudi pur! Und das alles unabhängig von Wetter und Temperatur dank dem perfekten Eisstockbelag LIKE ICE aus Spezial-Kunststoff.“ Die Eisstockbahn kann stundenweise für 30,00 Euro pro Stunde gemietet werden. Die dafür vorgesehenen Eisstöcke stehen gegen eine Leihgebühr von 3,00 Euro pro Eisstock zur Verfügung. Insgesamt gibt es 8 Eisstöcke.

Reservierungen telefonisch unter 08026/9205800 oder per E-Mail an office@ratskeller-schliersee.de.

 

Auch am Spitzingsee steht direkt neben dem Arabella Alpenhotel eine Eisstockbahn. Für 5 Euro pro Eisstock kann man eine Stunde lang die Bahn für ein ausgelassenes Spiel nutzen.

 

Bitte beachten Sie: Die Seen Schliersee und Spitzingsee werden  n i e  zum Begehen oder Befahren von der Marktgemeinde Schliersee freigegeben. Das Begehen und/oder das Befahren der Seen geschehen stets auf eigenes Risiko und eigene Gefahr.

 

Zu guter Letzt: Skifahren

Der perfekte Hang fürs Anfängerskifahren befindet sich im Ortsteil Neuhaus und ist der schon zu meiner Kindheit beliebte Pfannilift-Hang mit einer gut gepflegten und schneesicheren Nord-Ost-Skipiste. Fernab vom Pistenstress macht das Skilaufen hier richtig Spaß. Hausgäste vom Gästehaus Maier-Schmotz haben am Skilift freie Fahrt. Der Pfannilift ist ausgestattet mit einem ca. 300 m langen T-Schlepp-Lift und ist ideal geeignet für Genuss-Fahrer, Anfänger und Kinder. Hier geht es noch nicht allzu rasant zu, und deshalb können besonders Skianfänger in Ruhe die Technik und Sicherheit auf Skiern üben und sich an das zunächst ungewohnte Gefühl gewöhnen.

https://www.maier-schmotz.de/skilift.php

 

Das weithin bekannte Skigebiet am Spitzingsee mit Stümpfling und Sutten bietet für jeden etwas: Vom Anfänger bis zum Könner mit den schwarzen Pisten am Roßkopf und der Grünseeabfahrt fühlen sich alle Ski- und Snowboardfahrer bestens aufgehoben und genießen gut präparierte Pisten und schnelle Aufstiegshilfen, unter anderem mit den drei Sesselbahnen.

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/winter/

 

 

Bei folgenden Skischulen können Sie Kurse buchen; alle Schulen bieten die Kurse mit und ohne Ausrüstung an.

 

Ski- & Snowboard-Schule, Verleih & Service Martina Loch (direkt am 4er-Sessel-Lift der Stümpflingbahn)

Lyraweg 6, 83727 Spitzingsee, Tel.: 08026/920908,

info@snowcamp-martina-loch.de, www.snowcamp-martina-loch.de

 

Beni’s Skischule und Verleih, Spitzingstr. 4, 83727 Schliersee/Spitzingsee,

Tel.: 08026/71224, info@skischule-beni.de, www.skischule-beni.de  

 

Aktiv Skischule Spitzingsee am Kurvenlift, 83727 Schliersee/Spitzingsee, Tel.: 08026/7662, info@skischule-spitzingsee.de, https://www.skischule-spitzingsee.de/

 

Weiteren Ski-, Langlaufski- und Snowboardverleih, z. T. auch Schneeschuh- und Rodelverleih, sowie Skiaufbereitungsservice am Spitzingsee bieten:

 

Intersport Berauer, Rathausstr. 17 und Rosskopfweg 1, 83727 Schliersee, Tel.: 08026/60690, berauer.schliersee@intersport.de, www.intersport-berauer.de

 

Ingo’s Skiverleih Spitzingsee, Seeweg 1, 83727 Schliersee/Spitzingsee, Tel.: 08026/7721, info@skiverleih-spitzingsee.de, www.skiverleih-spitzingsee.de

 

Alle Informationen zum Wintersport in Schliersee finden Sie unter

http://www.schliersee.de/winter/schliersee-erleben/wintersport/

 

Wir wünschen allen Kindern und Enkelkindern, Jugendlichen und Familien, Eltern und Großeltern, Einzelreisenden und Gruppen einen schönen schnee- und erlebnisreichen Winter mit viel Spaß und großartigen Schneeaktivitäten!

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Sonnenaufgang auf dem Roßkopf

Für Donnerstag, 9. August 2018 ist die diesjährige Bergtour „Sonnenaufgang auf dem Roßkopf“ geplant.

Anmeldung erforderlich bei der Gäste-Information Schliersee, Telefon 08026-60650

Treffpunkt: 04:30 Uhr Parkplatz Stümpflingbahn (Anreise mit eigenem Pkw).

Lesen Sie hier nochmal den Bericht von der Bergwanderung von 2016, vielleicht bekommen Sie ja Lust und wandern mit. Ich bin auch wieder mit von der Partie und freue mich auf dieses besondere Erlebnis.

 

 

Sonnenaufgangstour zum Roßkopf am Donnerstag, 7. Juli 2016

Geführte Wanderung frühmorgens mit Jürgen Koschyk

Mein Wecker klingelt: 3.15 Uhr früh. Wo bin ich? Wieso klingelt mein Wecker? Jetzt!? Es ist stockfinster und mitten in der Nacht!

Da fällt es mir ein und plötzlich bin ich hellwach: heute ist die Sonnenaufgangstour zum Roßkopf und in einer ¾ Stunde, um 4 Uhr, muß ich am Treffpunkt, am Lyraparkplatz / Stümpfling am Spitzingsee sein. Schnell raus aus dem Bett, kurz frischgemacht, in die bereitgelegten Wanderhosen und ins T-Shirt geschlüpft und den bereits am Vorabend gepackten Rucksack geschultert. Jetzt noch schnell eine Banane für meinen Kreislauf/Blutzucker essen und los geht´s.

Auf der Fahrt zum Spitzingsee schaue ich immer wieder auf die Temperaturanzeige von meinem Auto und mit jedem Höhenmeter sinkt sie weiter ab. Als ich aussteige sind es gerade einmal + 10 Grad. Macht nichts, ich bin nach dem Zwiebelsystem gekleidet, die Luft ist herrlich und ganz hinten am Horizont zeigt sich schon ein grauer Schimmer. Wir sind 7 Wanderer, die sich alle auf die Tour und vor allem auf den Sonnenaufgang am Gipfel freuen. Obwohl so früh am Morgen sind wir leichten Schrittes unterwegs und der Aufstieg auf dem breiten Sommerweg zum Stümpfling rauf vergeht – fast – wie im Flug. Die Augen haben sich schnell an die Dunkelheit gewohnt und schon nach den ersten paar Kurven beginnen sogar die Vögel ihr morgendliches Pfeifkonzert. So eine schöne Stimmung! An der Bergstation der Stümpflingbahn angekommen machen wir in der Morgendämmerung eine kurze Rast. Jetzt sind es nur noch etwa 20 Minuten bis zum Roßkopfgipfel und um uns herum erwacht mit zunehmendem Tag immer mehr das Leben. Kurz vor Sonnenaufgang, der für 5.28 Uhr angesagt ist, erreichen wir bei bewölktem Himmel das Gipfelkreuz vom Roßkopf (1.580 m). Schafft es die Sonne durch die Wolken durch? Sehen wir überhaupt den Sonnenaufgang? Alle sind gespannt und dann – die Sonne spitzt zum ersten Mal an diesem Tag durch die Wolken hindurch! Ein ganz besonderer Moment! Gut eingepackt genießen wir den Sonnenaufgang für ein paar Minuten direkt am windumwehten Gipfelkreuz, gehen zur wohlverdienten Brotzeit aber ein paar Höhenmeter hinab und lassen uns von den ersten richtigen Sonnenstrahlen wärmen. Für den Abstieg wählen wir den mit Blumen übersäten Steilhang runter Richtung Grünsee und Valepper Almen. So wird die Wanderung eine Rundtour und vorbei an Jungrindern, Pferden und Schafen kommen wir um kurz vor 8 Uhr wieder zurück zum Parkplatz. Was für ein erfrischender, lohnender und gelungener Start in den Tag.

Termine der Wanderungen unter der fachkundigen Führung von Jürgen Koschyk: in der Sommersaison jeweils dienstags und donnerstags mit unterschiedlichen Zielen.

Voranmeldung unbedingt erforderlich. Witterungsbedingte Änderungen vorbehalten, max. 10 Personen, das Mitführen von Hunden ist nicht erwünscht. Mit Gästekarte frei, ohne Gästekarte € 5,00 pro Person.

Anmeldung bei der Gästeinformation Schliersee, tel. 08026-60650

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

„Elisabeths Lieblingsplatzerl“ am Schliersee: Sonnenuntergang auf dem Rosskopf

Romantischer geht‘s kaum: Ein Sonnenuntergang auf einem der Berggipfel rund um den Schliersee ist im Winter ein ganz besonderes Erlebnis. Wenn die Sonne langsam hinter den verschneiten Berggipfeln untergeht und die Welt ringsum in mattgoldenes Licht taucht, das vom weißen unberührten Schnee fast magisch reflektiert wird, geht selbst abgebrühten Bergfexen das Herz auf.

Elisabeth Schwojer weiß um diese speziellen Momente in den Schlierseer Bergen und verbringt dort fast jede freie Minute ihrer raren Freizeit. Als Inhaberin des Cafés „Elisabeth‘s Platzerl“ in Miesbach hat sie auch in Schliersee längst Kultstatus erreicht. Ihre Events und Aktionen sind legendär, und wenn sie mit ihrem pinkfarbenen Bus – die knallige Farbe ist ihr Markenzeichen – durch Schliersee kurvt, weiß jeder: Die „Lisi“ ist auf dem Weg in die Berge. Oft an ihrer Seite: der Mountainbike-Profisportler Vitus Wagenbauer.

Es ist einer dieser sonnigen Wintertage, an denen man vor Glück platzen könnte, einfach, weil es so schön um einen herum ist. Elisabeth und Vitus brechen vom Stümpfling-Parkplatz am Spitzingsee zu einer rund 40-minütigen „After-Work-Skitour“ zum Gipfel des Rosskopfs auf. Elisabeth wäre nicht Elisabeth, wenn sie in ihrem Rucksack nicht allerlei besondere Gerätschaften dabeihätte, um den bevorstehenden Sonnenuntergang zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Am Ziel angekommen, packt die passionierte Gastronomin einen Gaskocher, eine Pfanne, einen Schaber und die köstlichen Zutaten für einen waschechten „Gipfel-Sonnenuntergang-Kaiserschmarrn“ aus. Flugs wird der Gaskocher gezündet, Butter in der Pfanne geschmolzen und der vorbereitete Teig in die heiße Pfanne gegossen. Apfelschnitzel, Rosinen und ein paar Tröpfchen Rum geben den letzten Pfiff. Verfeinert mit einem Klecks Mango-Mousse, dampft und duftet der frische Kaiserschmarrn verführerisch in der frostigen Bergluft.

Kaiserschmarrn, Sonnenuntergang und als Krönung einen Kuss vom Liebsten vor der grandiosen Kulisse von Rotwand, Brecherspitz und Co. – ein winterliches Erlebnis der Extraklasse.

Rezept „Elisabeth‘s Platzerl-Kaiserschmarrn“

3 Eier (getrennt in Eigelb und Eiweiß)

25 g Butter

1 EL Zucker

150 g Mehl

Eine Prise Salz

 

Mehl, Eigelb, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen, das Eiweiß zu Eischnee schlagen und zum Schluss unterheben. Butter in einer Pfanne zerlassen, den Teig langsam backen und dabei vorsichtig in Stücke zerreißen. Nach Geschmack Rosinen und Rum hinzufügen und genießen!

Der Kaiserschmarrn schmeckt natürlich auch im Tal und ohne Sonnenuntergang vorzüglich.

 

 

Elisabeth’s Platzerl
Stadtplatz 1
83714 Miesbach
Öffnungszeiten: Mo.‒Sa., 7:00‒18:00 Uhr

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Trendsportart Pistenskitour im Skigebiet Schliersee/Spitzingsee

Teil 1: für Einsteiger und Genießer

Das Skitourengehen erfreut sich immer größerer Beliebtheit. Inzwischen sprechen der Sporthandel sowie die Ski- und Bekleidungsindustrie von einer separaten Zielgruppe innerhalb der Skitourengeher ‒ den Pistentourengehern!

Das Skitourengehen auf Pisten hat einige Vorteile. Man braucht keine jahrelange Erfahrung und Können, um über eine Piste nach oben zu gelangen und um in Anschluss bequem über die Piste wieder nach unten zu fahren. Es ist also auch ideal für Neueinsteiger. Außerdem kann man ohne großes Risiko allein auf Tour gehen, und ein weiterer, für viele wichtiger Vorteil ist die Lawinensicherheit. Man muss keine große Tourenplanung machen.

Im Skigebiet Spitzingsee wurde zusammen mit dem Deutschen Alpenverein (DAV) eine sehr schöne Tour mit zwei Varianten ausgearbeitet: über den Grünsee auf den Rosskopf ‒ den höchsten Punkt im Skigebiet.

Mein Tipp für Euch:

Ausgangspunkt ist der Parkplatz an der Stümpflingbahn. Erst mal schnallt Ihr Euch die Skier an und macht ein paar Schwünge runter bis zum Einstieg des Valepper Schlepplifts. Am besten nehmt Ihr noch etwas Schwung mit und fahrt auf der Piste hinter dem Einstieg noch etwas weiter. ACHTUNG: Ab hier ist dann mit Gegenverkehr zu rechnen. Die Skifahrer haben Vorfahrt! Dort lassen sich dann am Pistenrand gut die Felle aufziehen. Entlang der Piste steigt Ihr auf und habt gleich nach wenigen Metern noch mal die Wahl:

Variante 1: Auf der Piste bleiben und ihrem Verlauf bis zum Gipfel folgen. Ich empfehle den linken Pistenrand, der ist etwas flacher und besser einsehbar für die von oben kommenden Skifahrer. BITTE: Solltet Ihr als Gruppe unterwegs sein, geht hintereinander ‒ die Piste ist nicht so breit!

Variante 2: An der Stelle, an welcher der Wanderweg die Piste kreuzt, kurz nach links abzweigen über die Brücke und dann gleich wieder rechts. Dort führt meist schon eine Skispur hinauf ‒ nach ergiebigem Schneefall vielleicht schlecht zu sehen. Wer keine oder nur geringe Erfahrung mit Wetter, Schneelage und Lawinensituation hat, sollte bitte auf der Piste bleiben. Diese Aufstiegsroute folgt dem Wanderweg. Erst etwas steiler durch den Wald, dann über Almen vorbei an der Haushamer Alm unterhalb eines steileren Hangs rüber zu den Grünseealmen. Dort trefft Ihr wieder auf die Piste und folgt dieser bis zum Gipfel.

Geschafft! Das waren 530 Höhenmeter Aufstieg. Vom Rosskopf (1.580 m) hat man einen herrlichen Rundum-Blick auf den Spitzingsee und alle umliegenden Gipfel, die Tegernseer Berge und bei guter Sicht bis nach München und Richtung Süden zum Alpenhauptkamm.

Nach ca. eineinhalb Stunden Aufstieg freut man sich auf eine Einkehr. Ich verbinde des gerne mit einem Mittagessen auf einer der Hütten.

Die Jagahütten direkt am Ausstieg der beiden 4er-Sesselbahnen lockt mit leckeren Spinatknödeln oder Spareribs; etwas unterhalb in der Osthangalm gibt es coole Burger oder Folienkartoffeln. Natürlich haben beide Hütten noch viele weitere Gerichte, Suppen und Süßspeisen auf der Karte.

Das ist meine kleine Auszeit – Bewegung – frische Luft – gutes Essen – nette Leute – Skifahren und am besten noch schönes Wetter!

Bitte haltet Euch an die Regeln „Skitouren auf Pisten“

https://www.alpenverein.de/chameleon/public/4099feda-1394-a513-a5df-0ac574cecfe6/Skitouren-auf-Pisten_2013_23063.pdf

 

 

Verleih:
Ingo‘s Skiverleih im Ort, direkt neben der Kirche, ist Dynafit Test Center: www.skiverleih-spitzingsee.de

 

2. Teil folgt demnächst ….

 

 

BergMadl Julia Zilken BergMadl Julia Zilken

Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin, Verkaufstrainerin Sporttextil und -Hardware, aus Schliersee. Ich liebe die Berge! Bei meinen Touren die Faszination Berg mit allen Sinnen erleben! Freude mit anderen Menschen teilen. www.bergmadl-schliersee.de

 

 

 

24 h Trophy: Alpenregion Tegernsee Schliersee – Wanderfestival

Eilmeldung: Es gibt noch die allerletzten Restplätze ‒ schnell anmelden!

www.24h-trophy.de
Das bayerische Voralpenland bei uns hier zwischen Tegernsee, Schliersee und Spitzingsee bildet die traumhafte Kulisse für die erste Etappe der 24 h Trophy vom 26. Bis 28. Mai.

Nach dem Motto „Auf geht‘s, pack ma‘s!“ startet die 24 h Trophy in eine neue Saison.

Highlights sind unter anderem der Start im Kurgarten Tegernsee, der Mittagsstopp auf der Oberen Firstalm in Spitzingsee sowie der Zieleinlauf der 12 h-Wanderer bzw. die große Abendpause der 24 h-Wanderer im Kurpark Schliersee. Für faszinierende Eindrücke sorgen zudem die Mitternachtspause auf der Schliersbergalm, die frühmorgendliche Stärkung im Berggasthof Neureuth sowie das Finisher-Frühstück im Kurgarten Tegernsee. Die 24 h Trophy garantiert unvergessliche Momente für die Teilnehmer ebenso wie eindrucksvolle Szenen für Begleitpersonen und Zuschauer.

Achtung: Aufgrund der guten Wetterprognosen mit 16 h Sonnenstunden und Temperaturen weit über der 20-Grad-Celsius-Marke bittet Masterguide Eddy darum, dass sich jeder Teilnehmer auf einen Badestopp in einer der wunderschönen Seen einstellt und sich entsprechend Badeutensilien einpackt (Badehose/-anzug/Bikini und ein kleines leichtes Mikrofaserhandtuch). Das wiegt nicht viel und ermöglicht jedem, der mag, eine wunderbare Abkühlung.

Auf einer 12 h- oder 24 h-Tour erleben die Teilnehmer alle Highlights der Region im Rundum-Sorglos-Paket. Sie lernen die eigenen Grenzen kennen und diese gemeinsam mit den anderen in der Gruppe zu überwinden.

12 h-Tour: Zwei-Seen-Wanderung extrem
Die 12 h-Tour führt vom Kurgarten Tegernsee über 37 Kilometer und rund 1.700 Höhenmeter bis nach Schliersee. Vom Start geht es zunächst auf den 1.200 Meter hohen Riederstein und zur Kapelle, von der aus sich ein fantastischer Rundumblick eröffnet. Anschließend führt der Weg weiter bergauf zur Baumgartenschneid auf 1.444 Meter, vorbei am Bodenschneidhaus bis zur Oberen Firstalm (1.370 Meter), wo die Mittagspause stattfindet. Frisch gestärkt geht es danach zum höchsten Punkt der Wanderung, dem 1.579 Meter hohen Roßkopf. Nach einer kurzen Rast beginnt der Abstieg zum Spitzingsee. Nach einer Umrundung des Sees verläuft die letzte Etappe an den Josefsthaler Wasserfällen und dem Ufer des Schliersees entlang bis zum Ziel im Kurpark Schliersee. Dort werden die Teilnehmer empfangen und mit einer Finisher-Urkunde geehrt.

24 h-Tour: Drei-Seen-Wanderung
Bei der 24 h-Variante legen die Teilnehmer insgesamt 72 Kilometer und 3.340 Höhenmeter zurück. Die Tagesetappe entspricht der 12 h-Route. Nach der großen Abendpause im Kurpark Schliersee – wo zeitgleich der Zieleinlauf der 12 h-Wanderer stattfindet – führt der Weg weiter zum ersten Nachtziel, der Schliersbergalm (1.061 Meter). Dort können sich die Teilnehmer auf einen Snack am Lagerfeuer und beeindruckende Weitblicke ins illuminierte Schliersee-Tal freuen. Im Licht der Sterne wandert die Gruppe weiter über die Huabaoim und die Huberspitz bis zum Berggasthof Neureuth, wo es auf 1.264 Metern ein erstes Frühstück im Morgengrauen gibt. Es folgen der Abstieg zum Oberbuchberghof und die morgendliche Idylle auf dem Tegernseer Höhenweg. Mit Musik und einem großen Finisher-Frühstück im Kurgarten Tegernsee werden die Wanderer schließlich gebührend im Ziel empfangen.

 

 

Eckdaten

Datum: 26.05. bis 28.05.2017
Akkreditierungsort: Kurgarten Tegernsee
Akkreditierungszeiten: Freitag, 26.05., von 16 bis 20 Uhr | Samstag, 27.05., von 6.30 Uhr bis 7.45 Uhr

www.24h-trophy.de

Freitag, 26.05.2017

Kurpark Tegernsee

16 Uhr Beginn des Alpenregion Tegernsee Schliersee Wanderfestivals
16–20 Uhr Anmeldung & Akkreditierung der Teilnehmer

Samstag, 27.05.2017

Kurpark Tegernsee

6.30‒7.45 Uhr Nachmeldung und Akkreditierung Teilnehmer
ab 7.15 Uhr Sponsorenausstellung mit Musik
7.45 Uhr Warm-up zur 24 h-Wanderung
8.00 Uhr Start der 24 h-Wanderung & Warm-up zur 12 h-Wanderung
8.15 Uhr Start der 12 h-Wanderung

Kurpark Schliersee

19.15 Uhr Große Abendpause der 24 h-Wanderer
20.15 Uhr Zieleinlauf und Ehrung der 12 h-Wanderer
21.30 Uhr Rückshuttle zum Kurpark Tegernsee für 12 h-Wanderer

Sonntag, 28.05.2017

Kurpark Tegernsee

8.00 Uhr Zieleinlauf und Ehrung der 24 h-Wanderer &
Finisher-Frühstück mit Musik
10.00 Uhr Ende der Veranstaltung

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Fotoausflug mit Hunden in die Valepp

Trübes Wetter, sechs Grad Temperatur ‒ was kann man da unternehmen? Vielleicht in die Vitaltherme oder in ein Museum?

Als Hundeherrchen stellt sich die Frage nicht, natürlich geht es raus in die Natur, meinezwei Labradore wollen sich bewegen! Es gibt kein schlechtes Wetter, nur falsche Kleidung …

Wir fahren hinauf zum Spitzingsee und wollen uns von dort in die Valepp begeben. Meine Kamera ist sowieso immer dabei, damit ich, wenn sich ein schönes Motiv zeigt, nicht vor der Situation stehe: Hätte ich nur meine Kamera dabei!

Postkartenfotos werde ich heute wohl eher nicht hinbekommen; wolkenverhangene Berge und eine weitgehend graue Landschaft nach dem Winter sind da nicht die besten Voraussetzungen ‒ Zeit, ins Detail zu gehen. Bei genauem Hinsehen entdeckt man, wie die ersten Blütenstände vom Pestwurz aus der Erde kommen, das Gras streckt seine grünen Sprösslinge durch die verdorrten Überreste vom Vorjahr und vieles mehr.

Mit den Hunden habe ich ohnehin immer ein lebendiges Motiv dabei, und wenn die Natur nicht viele Farben zu bieten hat, dann mache ich eben grafisch interessante Schwarzweiß-Aufnahmen.

Meine Ausrüstung besteht heute aus der Canon EOS 5D Mark III und dem 50 mm 1,4 Normalobjektiv, also kein Zoom, kein Weitwinkel, kein Tele, einfach nur der Blickwinkel, der sich ungefähr unserem Auge bietet. Diese Reduktion auf das Wesentliche hat seinen eigenen fotografischen Reiz ‒ ich bin gezwungen, mir über den geeigneten Bildausschnitt mehr Gedanken zu machen und mich auch mal zu Fuß in die richtige Position zu begeben.

Die Ausrüstung spielt aber eigentlich gar keine so große Rolle, auch mit einfachen Kameras und mittlerweile sogar mit dem Handy lassen sich schöne Fotos machen. Wenn man den Blick auch mal von den plakativen Motiven weglenkt und sich genauer umsieht, kommen spannende Aufnahmen heraus, egal bei welchem Wetter.

Ich habe heute vorwiegend mit geöffneter Blende 1,4 bis 2,8 fotografiert. Man erhält so nur einen kleinen Bereich des Bildes, der wirklich scharf ist, lenkt aber den Blick auf das Wesentliche.

Wir begeben uns vom Parkplatz am Spitzingsee auf den Fußweg Richtung Valepp. Den Hunden ist das Wetter egal, es gibt viel zu schnuppern und zu erkunden. 200 Meter, nachdem wir an der Klausenhütte links abgebogen sind, öffnet sich vor den Augen die Valepp mit ihren Almen ‒ immer wieder ein imposanter Blick! Heute sieht man die Berge halt nicht so gut, wir verharren immer wieder und suchen nach Motiven im Kleinen. Das ist übrigens gelebte Entschleunigung, ich glaube, den meisten Wanderern entgeht so manches liebenswerte Detail, wenn sie nur schnell von A nach B hetzen.

Arnie und PeeWee, so heißen meine beiden Foxred-Labradore, entdecken die allerletzten Schneefelder und jagen durch den Firn ‒ Hunde lieben Schnee einfach! (Uns Menschen ist es langsam ganz recht, wenn der Winter vorbei ist.)

Wir biegen direkt da, wo die Abfahrt vom Roßkopf den Berg herunterkommt, links ab und folgen dem kleinen Bachlauf. In kleinen Kaskaden fließt er Richtung Valepp, vereinzelt sind da auch Gumpen zu finden. Die Hunde stürzen sich in die Fluten, ich warte lieber noch sechs bis acht Wochen, bis die Temperatur nicht mehr ganz so arktisch ist.

Die kleinen Wasserfälle lichte ich in zwei verschiedenen Belichtungszeiten ab, einmal ganz kurz mit 1/1000 sec. einmal lang mit ¼ sec. Mit der kurzen Belichtungszeit friere ich die Bewegung des Wassers ein, mit der langen entsteht ein milchiger Fluss ‒ da muss jeder selbst entscheiden, was ihm besser gefällt.

Normal bräuchte ich für die lange Belichtungszeit ein Stativ, moderne Kameras haben allerdings Bildstabilisatoren eingebaut, sodass man es bei ruhiger Hand noch einigermaßen hinbekommt. Sehen tut man es allerdings, unweigerlich wackelt man immer etwas, auch mit ruhigen Chirurgenhänden.

Eine alte Holzbrücke kreuzt unseren Weg, der Zahn der Zeit hat seine Geschichten in das Holz geschrieben ‒ schon wieder tolle Ansichten und etwas Zeit zum Verweilen.

Es lohnt sich auch, sich die über die Valepp verteilten Almhütten genauer anzusehen, hier entdeckt man so manches interessante „alpenländische“ Motiv.

Über die Wiesen geht es zur Albert-Link-Hütte. Wer mag, kann sich hier von der anstrengenden Fotografiererei erholen und sich stärken. Über die Teerstraße geht es dann wieder hinauf zum Spitzingsee, den wir nach zehn leichten Minuten bergauf wieder erreichen. Ich denke, ich habe einige ganz spannende Bilder im Kasten!

Es lohnt sich, nicht nur die Szenen abzulichten, die schon Tausende vor einem in mehr oder minder guter Qualität fotografiert haben, sondern gerade an Tagen mit Schmuddelwetter kann man, auch durch die weniger ausgeprägten Lichtkontraste, sein fotografisches Auge schulen.

Es lohnt sich übrigens genauso, die Fotos nicht in Rekordzeit durchzuklicken, sondern auch hier etwas zu verweilen und zu schauen 🙂

Zur Wanderung: Entfernung 3-4 km, leichtes Gelände, festes Schuhwerk empfehlenswert

Dauer: je nachdem, bei wie vielen Motiven man stehen bleibt, 45 Min. bis 1 ½ Stunden

Man kann den Weg an der Valepp auch bis zum Blecksteinhaus weitergehen und dann auf dem Rückweg auf den Wiesen am Fluss neben der Teerstraße nach weiteren Motiven Ausschau halten; die Route beträgt dann 5-6 km

 

 

Jens Pohl Jens Pohl

Jens Pohl ist selbstständiger Tierarzt in der Kleintierpraxis Hausham. In seiner Freizeit ist er viel mit seinen beiden Foxred-Labradoren PeeWee und Arnie in der heimischen Natur unterwegs, die Kamera ist immer dabei. Er ist Mitglied im Tennisclub Schliersee, im Fischereiverein Schliersee und in der Skizunft Neuhaus. Viele seiner Bilder sind auf seinem Blog SEHSTÄRKE bei Facebook zu sehen.

 

 

 

Walter Alkofer – fast 5 Jahrzehnte Einsatz für die Lawinenkommission Schliersee

Oft hatte ich zuvor seinen Namen gehört oder gelesen, heute darf ich ihn endlich persönlich kennenlernen: Walter Alkofer, der 74-jährige Schlierseer, sitzt neben mir am Tisch und erzählt von seinem erlebnisreichen Leben und seiner langjährigen Tätigkeit als ehrenamtlicher Leiter der Lawinenkommission Schliersee. Walter Alkofer erklärt mir zunächst die Aufgaben der Lawinenkommission. Sie sei ein ortskundiges und besonders bergerfahrenes Expertenteam, welches den jeweiligen bayerischen Gemeinden und Landratsämtern in Bezug auf Sicherung der lokalen Verkehrswege vor Lawinenabgängen beratend zur Seite steht und ggf. Sperrungen von Straßen und sonstigen öffentlichen Verkehrswegen empfiehlt. Hört sich sehr interessant an.

Als gebürtiger Niederbayer kommt er als junger Polizeibeamter in den Landkreis Miesbach und wird wenig später „Sachbearbeiter und Beauftragter für gebietsbezogene Bergunfälle“. Als Ehemann und Vater von drei Söhnen und mit erheblich eingeschränkter Freizeit für seine Bergleidenschaft wirkt er 23 Jahre als Verkehrserzieher für Kinder und Jugendliche im Landkreis. Nicht selten untersucht er – oftmals sogar in seiner Freizeit ‒ Schulwege auf ihre Verkehrssicherheit, gibt den Kommunen Empfehlungen zur Verbesserung derselben und veranstaltet auch entsprechende Fortbildungen für Erwachsene.

Bei einem Motorradausflug zum Spitzingsee kommt er im August 1969 nach dem Absturz eines jungen Bergwanderers an der Brecherspitz durch Zufall als Erster zum Unfallopfer. Spontan, ohne angemessenes Schuhwerk und sonstige Bergausrüstung leistet er im sehr steilen Absturzgelände des Brechspitzkars erste Hilfe und benachrichtigt umgehend die Schlierseer Bergwacht, die wenig später nur noch eine Totenbergung durchführen kann. Die Schlierseer Bergretter überreden Walter, Mitglied in ihrer Bergwachtbereitschaft zu werden. Ein Jahr später gehört er zur Lawinenkommission Schliersee, die bereits 1966, also drei Jahre zuvor, gegründet wurde ‒ sicherlich als Folge der furchtbaren Lawinenkatastrophe im Mai 1965 am Schneefernerhaus unterhalb der Zugspitze, bei der damals zehn Menschen starben und 21 unter meterhohen Schneemassen schwer verletzt wurden. Im Jahr 1967 wird in München der Lawinenwarndienst Bayern gegründet, der bis zum heutigen Tag während der Wintersaison täglich sehr detaillierte Informationen über die aktuelle Lawinensituation veröffentlicht (http://www.lawinenwarndienst-bayern.de).

Walter Alkofer wirkt jetzt etwas nachdenklich; er erzählt mir von Problemen, die verordnete Straßensperrungen aufgrund akuter Lawinengefahr nach sich ziehen. Im Besonderen sind hier die Sperrungen der Spitzingstraße zu erwähnen. Auf die Menschen und speziell die Gastronomie des Schlierseer Ortsteils Spitzingsee stießen sie damals auf gar kein oder nur sehr wenig Verständnis. So muss Alkofer nicht selten auch vor seiner Ernennung zum Obmann der Lawinenkommission Schliersee ‒ quasi vertretend für andere ‒ gegenüber der Marktgemeinde diese ziemlich unbeliebte Empfehlung aussprechen, die ihm oft viel Kritik, Ablehnung oder gar Anfeindungen einbringt. Alkofer: „Straßensperrungen sind bis zum heutigen Tag sehr unpopulär und daher problematisch.“ Anfang der 1980er-Jahre kommt endlich die angeforderte stabile Schrankensicherung zur Spitzingstraße, die erhebliche Proteste der Anwohner im Ortsteil Spitzingsee nach sich zieht.

Während der vielen Jahre als Obmann der Kommission wird die Sicherung der Verkehrswege kontinuierlich verbessert. Mittlerweile verfügt die Straße hinauf zum Spitzingsee über mehrere Sprengvorrichtungen, die als die modernsten Lawinensprenganlagen Bayerns gelten. In manchen speziellen Veröffentlichungen werden sie sogar als die fortschrittlichsten Europas bezeichnet, sodass lawinenbedingte Sperrungen dieser Straße in aller Regel der Vergangenheit angehören. Neben der regelmäßigen Beobachtung der Schnee- und Wettersituation, neben Geländebegehungen, dem Graben von Schneeprofilen zur Überprüfung des Schneedeckenaufbaus und sonstigen notwendigen Arbeiten draußen gibt Walter Alkofer auch Lawinenkurse in Theorie und Praxis. Sein Arbeitsgebiet ist ziemlich groß: Neben der erwähnten Spitzingstraße liegen neben weiteren Verkehrswegen wie z. B. der Trautweinweg hinauf zur Oberen Firstalm und auch die Straße entlang der Valepp bis zur Gemeindegrenze Rottach-Egern sowie das gesamte Schlierseer Pistengebiet einschließlich Roßkopf und Grünseeabfahrt in der Zuständigkeit der Lawinenkommission Schliersee.

Seine langjährigen Erfahrungen in den Bereichen „Lawinenschutz und Schutzwaldsanierungsmaßnahmen“ vermittelt er gelegentlich auch an Geografiestudenten für ihre bevorstehenden Studienabschlüsse. Fast ein wenig stolz erklärt er, dass die Münchner Zentrale des Lawinenwarndienstes für Versuche und Tests von innovativen Verbesserungen ihn bzw. seine winterlichen Schlierseer Berge bevorzugt. Auch für die Gäste-Information Schliersee ist er einige Jahre bis zum Herbst 2010 als Wanderführer im Einsatz.

Mit etwas Wehmut beobachtet er gegenwärtig nicht nur den extremen Skitourenboom und die Entwicklung des winterlichen Tourengehens allgemein, sondern auch das Verhalten der dazugehörigen Protagonisten. „Mir scheint, als sei der notwendige Respekt vor den Gefahren der winterlichen Natur den Menschen ein wenig verloren gegangen. Sie schalten Pulsuhr und GPS ein, danach den Ohrhörer ihres Handys, und dann geht‘s schnellstmöglich in Richtung Gipfel.“ Alkofer weiter: „Auch in unserer dreizehnköpfigen Lawinenkommission Schliersee wird es allmählich etwas schwieriger. Nur noch wenige haben bei dieser ehrenamtlichen Tätigkeit genügend Zeit und auch die Fitness, regelmäßig zum Check ins Gelände zu gehen. Eigentlich ist dieses Ehrenamt nur für rüstige Rentner/Pensionäre oder Angestellte/Beamte des öffentlichen Dienstes geeignet.“

Kurz vor Weihnachten, im Dezember 2011, erhält Walter Alkofer als Leiter der Lawinenkommission Schliersee im Innenministerium der Bayerischen Staatskanzlei das „Bundesverdienstkreuz am Bande“ – eine besondere Auszeichnung des Bundespräsidenten. Ich denke, der Schlierseer Walter Alkofer hat sich diese großartige Auszeichnung ganz besonders verdient!

 

Eckehard Radehose Eckehard Radehose

Eckehard Radehose In Schliersee zuhause, extrem berg- und reisesüchtig seit seinem 6. Lebensjahr. Dipl. Kartograph, Journalist und langjähriger Trekking- und Expeditionsleiter mit Vorliebe für besonders hohe Gipfelziele. An die 2.500 Gipfelbesteigungen weltweit und weit über 1.000 Skitouren. Mein bevorzugter Ort: Gipfel der Baumgartenschneid bei Sonnenuntergang mit einem Glas Rotwein.

 

 

 

Das muss man erlebt haben: Sonnenaufgangstour zum Roßkopf

Mein Wecker klingelt: 3.15 Uhr früh. Wo bin ich? Wieso klingelt mein Wecker? Jetzt?! Es ist stockfinster und mitten in der Nacht!

Da fällt es mir ein ‒ und plötzlich bin ich hellwach: Heute ist die Sonnenaufgangstour zum Roßkopf, und in einer Dreiviertelstunde, um vier Uhr, muss ich am Treffpunkt am Lyraparkplatz/Stümpfling am Spitzingsee sein. Schnell raus aus dem Bett, kurz frischgemacht, in die bereitgelegten Wanderhosen und ins T-Shirt geschlüpft und den bereits am Vorabend gepackten Rucksack geschultert. Jetzt noch schnell eine Banane für meinen Kreislauf/Blutzucker essen, und los geht‘s.

Auf der Fahrt zum Spitzingsee schaue ich immer wieder auf die Temperaturanzeige von meinem Auto, und mit jedem Höhenmeter sinkt sie weiter ab. Als ich aussteige, sind es gerade einmal +10 °C. Macht nichts, ich bin nach dem Zwiebelsystem gekleidet. Die Luft ist herrlich, und ganz hinten am Horizont zeigt sich schon ein grauer Schimmer. Wir sind sieben Wanderer, die sich alle auf die Tour und vor allem auf den Sonnenaufgang am Gipfel freuen. Obwohl so früh am Morgen, sind wir leichten Schrittes unterwegs, und der Aufstieg auf dem breiten Sommerweg zum Stümpfling rauf vergeht – fast – wie im Flug. Die Augen haben sich schnell an die Dunkelheit gewohnt, und schon nach den ersten paar Kurven beginnen sogar die Vögel ihr morgendliches Pfeifkonzert.

So eine schöne Stimmung! An der Bergstation der Stümpflingbahn angekommen, machen wir in der Morgendämmerung eine kurze Rast. Jetzt sind es nur noch etwa 20 Minuten bis zum Roßkopfgipfel, und um uns herum erwacht mit zunehmendem Tag immer mehr das Leben. Kurz vor Sonnenaufgang, der für 5.28 Uhr angesagt ist, erreichen wir bei bewölktem Himmel das Gipfelkreuz vom Roßkopf (1.580 m). Schafft es die Sonne durch die Wolken durch? Sehen wir überhaupt den Sonnenaufgang? Alle sind gespannt, und dann – die Sonne spitzt zum ersten Mal an diesem Tag durch die Wolken hindurch! Ein ganz besonderer Moment!

Gut eingepackt genießen wir den Sonnenaufgang für ein paar Minuten direkt am windumwehten Gipfelkreuz, gehen zur wohlverdienten Brotzeit aber ein paar Höhenmeter hinab und lassen uns von den ersten richtigen Sonnenstrahlen wärmen. Für den Abstieg wählen wir den mit Blumen übersäten Steilhang runter Richtung Grünsee und Valepper Almen. So wird die Wanderung eine Rundtour, und vorbei an Jungrindern, Pferden und Schafen kommen wir um kurz vor acht Uhr wieder zurück zum Parkplatz. Was für ein erfrischender, lohnender und gelungener Start in den Tag!

Termine der Wanderungen unter der fachkundigen Führung von Jürgen Koschyk: in der Sommersaison jeweils dienstags und donnerstags mit unterschiedlichen Zielen. Voranmeldung unbedingt erforderlich. Witterungsbedingte Änderungen vorbehalten, max. 10 Personen, das Mitführen von Hunden ist nicht erwünscht. Mit Gästekarte frei, ohne Gästekarte € 5,00 pro Person.

Anmeldung bei der Gästeinformation Schliersee, Tel.: 08026-60650

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."