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Schlierseer Striezl

Original Schlierseer Striezl  nach dem Rezept von da Schlierseer Oma – die Besten!!!

Nachmachen empfohlen und erlaubt!

Eigentlich kann man die  Striezl des ganze Jahr backen und genießen. Eine Spezialität, die viel zu schade wäre, um sie nur an bestimmten Tagen zu genießen. Aber ganz besonders dürfen sie nicht fehlen an Fasching, Kirchweih und natürlich während der Almzeit im Sommer.

 

 

Rezept:

Zutaten:

1 kg        Dinkelmehl

10 g        Salz

1 TL        echter Vanillezucker

50 g        Zucker

60 g        frische Hefe

100 g      Weinbeeren

50 g        Butterschmalz

200 g     frische Eier

500 ml   frische Vollmilch

 

Zubereitung:

Das zimmerwarme Dinkelmehl  in eine Schüssel sieben, in der Mitte eine Mulde machen für den Vorteig. Die frische Hefe mit etwas lauwarmer Milch zu einem kleinen Vorteig anrühren und ca. 20 Minuten gehen lassen. Die restlichen Zutaten, bitte alle Zimmerwarm, in die Teigschüssel geben und ca. acht Minuten gleichmäßig kneten, damit viel Luft in den Teig kommt. Anschließend ca. 30 Minuten nochmal gehen lassen, dabei mit einem Küchentuch zudecken.

Auf einer Arbeitsfläche den Teig geben und zu einem langen Strang ziehen. Mit der Teigkarte kleine Striezel abstechen und auf  ein Brett legen, zudecken und ca. 30 Minuten gehen lassen. Inzwischen die Fettpfanne vorbereiten mit gutem Butterschmalz.

Jetzt werden die Teiglinge vorsichtig in heißes Fett gegeben, die Pfanne wird mit einem Deckel zugedeckt. Wenn sie schon a bissal bräunlich schimmern, Deckel abnehmen und die Striezel im Fett umdrehen und fertigbacken. Mit einem Seihlöffel aus der Pfanne nehmen und auf einem Tuch abtropfen lassen. Mit Puderzucker bestäuben und genießen.

 

 

Backseminare gibt es am Hennererhof nach Vereinbarung

 

Hennererhof-Café
Hennererstraße 36
83727 Schliersee
Telefon 08026-9229964

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Schlierseer „Superfood“ – Meerrettich-Kartoffelsuppe

Der erste Schnee, draußen ist es jetzt wieder kalt ‒ Zeit für eine warme, wohlschmeckende Suppe.

Meerrettich-Kartoffelsuppe wirkt wie ein Zaubertrank.

Gerade diese Schärfe macht den Meerrettich und die Kapuzinerkresse zum natürlichen Keimbekämpfer, warum wir hier auch vom natürlichen Antibiotika sprechen. In der Wurzel des Meerrettichs und in dem Blütenboden der Kapuzinerkresse stecken viele gesunde Inhaltsstoffe wie Kalium, Vitamine usw.; außerdem sind die Pflanzen reich an sekundären Pflanzenstoffen. Besonders die Menge an sogenannten Senfölglykosiden ist hier besonders bemerkenswert, die antioxidativ und zellschützend wirken und das Immunsystem stärken. Die Senfölglykoside entziehen den Viren und Bakterien den Nährboden ‒ somit hat die Erkältung keine Chance, oder ich kann sie schnell abfangen.

 

Für mich gehört eine gute Suppe zum „Superfood“.

Sie vertreibt schnell schlechte Laune, Sorgen und vor allem großen Hunger auf ganz einfache Weise und wärmt außerdem von innen.

Wie in meiner Kindheit habe ich noch immer einen wunderbaren Suppengeschmack auf den Lippen. Da wurde aus den Resten vom Vortag oder wenigen anderen Zutaten, die gerade im Haus sind, eine köstliche Suppe zubereitet.
Beim Kochen einer leckeren Suppe sind Fantasie und Kreativität gefragt.

 

 

Mein persönliches Rezept für die Meerrettich-Kartoffelsuppe:

Zutaten für 4 Pers.

80 g Butter
1 kleine Zwiebel
1‒2 EL Mehl
600 g mehlige Kartoffeln
1 Liter Wasser
200 g Sahne-Meerrettich
1/8 l Schlagsahne
Salz, Pfeffer, Chili, Brennnesselfrüchte
Evtl. Kapuzinerkresseblüten

Butter in einem Topf erhitzen, klein geschnittene Zwiebel darin andünsten.

1‒2 EL Mehl dazugeben und anschwitzen lassen, anschließend mit dem Wasser aufgießen und umrühren.

Die klein gewürfelten Kartoffelstücke dazugeben und ca. 15 Min. weichkochen.

Den Sahnemeerrettich und die Sahne dazugeben, mit dem Mixstab schaumig schlagen, anschließend würzen und mit den Kapuzinerkresseblüten (wenn noch vorhanden) garnieren und genießen.

Guten Appetit!

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Beerig-fruchtige Zeiten in Schliersee

Schlierseer Sommer im Glas

Erntezeit ist Einmachzeit

Beerige Zeiten in Schliersee ‒ die schönste Erntezeit des Jahres. Jetzt im Hochsommer ist für mich ein Genuss der ganz besonderen Art.

Die Auswahl beginnt mit den Erdbeeren und dem Rhabarber. Mit den wilden Konsorten im Kräutergarten oder auch am Waldesrand kann die Ernte verfeinert werden, bevor sie im Glas oder eben in der Flasche konserviert wird.

Momentan bin ich sehr gut beschäftigt, da die Schlierseer Ernte heuer ganz besonders üppig ausfällt.  Die süßen Kirschen, mmmhhhh, eine ins Töpfchen, eine ins Kröpfchen. Ich kann es leider nicht lassen, bis der Bauch voll ist. Unsere Gäste hatten die beste Gaudi mit bis spät in die Nacht Kirschenessen. Wer kann den Kern am weitesten spucken? Wundert euch nicht, wenn im Biergarten der eine oder andere Kern des „Spuck-Wettbewerbs“ zu finden ist …

Die Kirschmarmelade ist fertig im Glas und wartet auf die Schleckermäuler und Genießer. Der Rest wurde für zukünftige Kuchen eingefroren oder eingeweckt.

 

 

Weiter geht’s mit den Johannisbeeren. Schwarze, weiße und rote ‒ auch hier bogen sich die Äste und warteten auf uns, um geerntet zu werden. Johannisbeerschorlen, verschiedene Marmeladen verfeinert mit dem Auszug unserer alten Rosensorte „Hansa“ ‒ ein Traum.  Die Tage sind lang und die Nächte kurz, um den Beerenberg zu schaffen. Aber es lohnt sich und macht riesig Spaß. Dabei denkt man gerne zurück an Omas Zeiten. Oft schliefen wir beim Abzupfen der Beeren ein. Es war und ist ja auch anstrengend und sehr meditativ.

Johannisbeeren ‒ da steckt Gesundheit drin

Die roten schmecken säuerlich, die weißen süßlich, und besonders die schwarzen haben einen ganz eigenen Geschmack und sehr viel Vitamine, Mineral- und Ballaststoffe. Mehr Gesundheit aus der Heimat geht nicht. Vitamin C, Kalium, Eisen, Ballaststoffe und das rot färbende Anthocyan stärken das Immunsystem und bringen unseren Körper ins Gleichgewicht.

 

 

Zwischendrin, während der Ernte der Beeren, muss ja auch noch das Heu gemacht werden, damit die Tiere für den Winter auch ihren Vorrat haben. Hält das Wetter oder nicht ‒ es ist immer wieder spannend, und wir sind sehr erfreut, wenn die Ernte ohne Regen eingebracht werden kann.

Geschafft …

 

 

Jetzt sind auch die Himbeeren reif. Die Ernte geht weiter, die Marmeladenberge werden immer größer und die Gefriertruhe langsam voll.

Leuchtend rot und mit einem wunderbaren süßen Geschmack ‒ wer kann da widerstehen und nascht nicht gleich vom Himbeerstrauch? Die Himbeere hat ganz besonders viel Provitamin A und B sowie Vitamin C. Auch Mineralstoffe und Spurenelemente wie Eisen, Kalzium, Kalium und Magnesium stecken in den roten Lieferanten.

 

Mein Lieblingsrezept:

Himbeer-Heidelbeer-Joghurt-Dessert

Zutaten für 4‒6 Personen

250 g Bio-Joghurt natur

100 g Cristallino-Zucker

Saft einer Bio-Zitrone

250 g frische Himbeeren oder Heidelbeeren aus dem Garten

250 g Sahne

Baiserstücke

Joghurt mit Cristallino-Zucker und Zitronensaft verrühren

Sahne steif schlagen

Kleine Dessertschüsseln bereitstellen, schichtweise Joghurtcreme, frische Früchte, Baiserstücke und Sahne einfüllen und kühl stellen oder gleich genießen. Mmmmhhhhh …

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Schlierseer Frühlingspower

Blühender Schlierseer Frühling

Eine Frühlingswanderung in der Schlierseer Natur ist momentan ein Genuss für alle Sinne. Wenn die Natur zu neuem Leben erwacht, ist ein Neustart in Schliersee garantiert.

Körper, Geist und Seele können jetzt aus dem Vollen schöpfen. Die vielen kleinen Frühlingswunder, umgeben von Ruhe, klarer Luft und purer Natur, lassen die Einheimischen und Gäste neue Lebensfreude spüren.

Kulinarischer Schlierseer Frühling
Schlierseer Dinkelkräuternudeln mit Bärlauchpesto

Zutaten für 4 Personen:

1 kg Dinkelkräuternudeln im Salzwasser ca. 8 Min. kochen, anschließend abschrecken und in heißer Butter schwenken
200 g frischer Bärlauch
250 g gutes Olivenöl
Saft von 1 Bio-Zitrone
Eine Prise Salz
200 g gemahlene Mandeln
100 g Obermooser Bio-Käse gerieben

Zubereitung:

  1. Frischen Bärlauch waschen, abtropfen und kleinschneiden
  2. Die restlichen Zutaten dazugeben
  3. Mit dem Pürierstab mixen
  4. Mit den Nudeln genießen

Guten Appetit!

Tierischer Schlierseer Frühlingsanfang

Die Tiere beobachten oder ihnen einfach begegnen ‒ wenn man Glück hat, zeigt sich auch der Auerhahn „Schorschi“. Frösche sind im Liebesrausch, Vögel singen und freuen sich über die warmen Frühlingssonnenstrahlen, der Specht, der Kuckuck, die kleinen Rehe, die jungen Gamsen usw. Täglich können Sie Neues entdecken ‒ einfach herrlich!

Würzige Schlierseer Frühling

Ab sofort stehen die kraftvollen Frühlingkräuter für unsere Küche bereit. Frische Brunnenkresse, Spitzwegerich, Brennnessel, Giersch … sie bringen uns wieder in Schwung.

Traumhaft sportlicher Schlierseer Frühling

Genießen und Auftanken sind jetzt angesagt. Die vielen kleinen Frühlingswunder in Schlierseer, umgeben von Ruhe, klarer Luft und purer Natur, lassen die Gäste und Einheimischen aus dem Vollen schöpfen. Ausgedehnte Spaziergänge rund um den See, Radltouren, Bergtouren ‒ einfach in der Sonne verweilen, bewusst genießen und regenerieren

Kräuterwanderungen in und um Schliersee mit den Schlierseer Kräuterpädagoginnen Fesl Rita und Prem Angelika.

Termine nach Vereinbarung
Fesl Rita, Tel.: 08026/6739, E-Mail: rita.fesl@t-online.de
Prem Angelika, Tel.: 08026/9229964, E-Mail: info@hennerer.de

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

„Elisabeths Lieblingsplatzerl“ am Schliersee: Sonnenuntergang auf dem Rosskopf

Romantischer geht‘s kaum: Ein Sonnenuntergang auf einem der Berggipfel rund um den Schliersee ist im Winter ein ganz besonderes Erlebnis. Wenn die Sonne langsam hinter den verschneiten Berggipfeln untergeht und die Welt ringsum in mattgoldenes Licht taucht, das vom weißen unberührten Schnee fast magisch reflektiert wird, geht selbst abgebrühten Bergfexen das Herz auf.

Elisabeth Schwojer weiß um diese speziellen Momente in den Schlierseer Bergen und verbringt dort fast jede freie Minute ihrer raren Freizeit. Als Inhaberin des Cafés „Elisabeth‘s Platzerl“ in Miesbach hat sie auch in Schliersee längst Kultstatus erreicht. Ihre Events und Aktionen sind legendär, und wenn sie mit ihrem pinkfarbenen Bus – die knallige Farbe ist ihr Markenzeichen – durch Schliersee kurvt, weiß jeder: Die „Lisi“ ist auf dem Weg in die Berge. Oft an ihrer Seite: der Mountainbike-Profisportler Vitus Wagenbauer.

Es ist einer dieser sonnigen Wintertage, an denen man vor Glück platzen könnte, einfach, weil es so schön um einen herum ist. Elisabeth und Vitus brechen vom Stümpfling-Parkplatz am Spitzingsee zu einer rund 40-minütigen „After-Work-Skitour“ zum Gipfel des Rosskopfs auf. Elisabeth wäre nicht Elisabeth, wenn sie in ihrem Rucksack nicht allerlei besondere Gerätschaften dabeihätte, um den bevorstehenden Sonnenuntergang zu einem unvergesslichen Erlebnis zu machen.

Am Ziel angekommen, packt die passionierte Gastronomin einen Gaskocher, eine Pfanne, einen Schaber und die köstlichen Zutaten für einen waschechten „Gipfel-Sonnenuntergang-Kaiserschmarrn“ aus. Flugs wird der Gaskocher gezündet, Butter in der Pfanne geschmolzen und der vorbereitete Teig in die heiße Pfanne gegossen. Apfelschnitzel, Rosinen und ein paar Tröpfchen Rum geben den letzten Pfiff. Verfeinert mit einem Klecks Mango-Mousse, dampft und duftet der frische Kaiserschmarrn verführerisch in der frostigen Bergluft.

Kaiserschmarrn, Sonnenuntergang und als Krönung einen Kuss vom Liebsten vor der grandiosen Kulisse von Rotwand, Brecherspitz und Co. – ein winterliches Erlebnis der Extraklasse.

Rezept „Elisabeth‘s Platzerl-Kaiserschmarrn“

3 Eier (getrennt in Eigelb und Eiweiß)

25 g Butter

1 EL Zucker

150 g Mehl

Eine Prise Salz

 

Mehl, Eigelb, Zucker und Salz in einer Schüssel vermengen, das Eiweiß zu Eischnee schlagen und zum Schluss unterheben. Butter in einer Pfanne zerlassen, den Teig langsam backen und dabei vorsichtig in Stücke zerreißen. Nach Geschmack Rosinen und Rum hinzufügen und genießen!

Der Kaiserschmarrn schmeckt natürlich auch im Tal und ohne Sonnenuntergang vorzüglich.

 

 

Elisabeth’s Platzerl
Stadtplatz 1
83714 Miesbach
Öffnungszeiten: Mo.‒Sa., 7:00‒18:00 Uhr

 

 

Katharina Fitz Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Steinpilze – direkt vom Berg in die Pfanne. Frischer geht es nicht.

Natürlich macht Schwammerlsuchen im Wald richtig Spaß, aber es ist auch nicht ganz ungefährlich. Nicht jeder Pilz ist essbar. Besteht auch nur ein Zweifel an der Genießbarkeit, sollte ein Pilz auf gar keinen Fall verzehrt werden. Besser man verlässt sich auf echte Profis.

Früchte Jähne in Schliersee bietet im Moment frische Steinpilze von der Huberspitz an.

„Ganz frisch von heute Vormittag“, erzählt mir Sepp Jähne stolz. Frischer geht es nicht. „Manchmal haben wir auch Steinpilze aus dem Spitzingseegebiet, kommt ganz darauf an, wo gerade welche zu finden sind!“ Plätze werden natürlich keine verraten.

Aber mein Freund, Küchenchef und ehemaliger Schlierseer Inselwirt Heiko Baier verrät mir ein besonderes Steinpilzrezept, damit ich sie auch gleich mal probieren kann:

  • 250 g frische Schlierseer Steinpilze von Früchte Jähne
  • 2 Schalotten
  • 2 cl SLYRS
  • Schlagsahne
  • Petersilie
  • Butterschmalz
  • Salz, Pfeffer

Die Kuppel der Steinpilze abrubbeln, den Stiel mit einem scharfen Messer abschaben und die erdigen Enden abschneiden.

„Nicht mit Wasser waschen, sonst geht der Geschmack verloren“, erklärt mir Heiko.

Die Steinpilze würfeln und in Butterschmalz anbraten. Die kleingeschnittenen Schalotten glasig dünsten und für den besonderen „Schlierseegeschmack“ das Ganze mit 2 cl SLYRS ablöschen und nach Belieben mit Sahne auffüllen. Frische Petersilie drüberstreuen und mit Semmelknödeln servieren.

Ein Schlierseer Steinpilztraum!

 

Früchte Jähne ist ein Familienbetrieb in zweiter Generation und seit 34 Jahren im Herzen von Schliersee ansässig. Ein kleiner, netter Laden mit richtig viel Auswahl an frischem Obst und Gemüse. Freundliche Beratung wird hier ganz großgeschrieben. Optimal auch für die gesunde Verpflegung auf Ihrer nächsten Wanderung.

Früchte Jähne
Rathausstr. 16, Schliersee
Telefon 08026-4106

 

Öffnungszeiten:
Mo.‒Do. 8:00‒12:00 und 14:00‒18:00 Uhr
Fr. 8:00‒18:00 Uhr
Sa. 8:00‒12.30 Uhr

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Schlierseer Eier(-Schoko-)likör

Schlierseer Eier(-Schoko-)likör –

ein gschmackiges Weihnachtsmitbringsel zum Selbermachen

Jedes Jahr aufs Neue die leidige Suche nach einem passenden und möglichst ganz besonderen Weihnachtsgeschenk.

In den sozialen Netzwerken wird momentan viel darüber geschrieben, was das wertvollste Geschenk sei: Zeit zu schenken! Ich habe mir dieses Jahr vorgenommen, meine Zeit an die mir liebsten Menschen zu verschenken. Und anfangen will ich mit etwas Selbstgemachtem, was mich natürlich auch Zeit kostet … Aber ich bin sicher, dass ich damit den einen oder anderen meiner Verwandten und Freunde erfreuen kann.

Von meiner Mama habe ich noch ein altes Rezept für die Herstellung eines wirklich guadn Eierlikörs. Es ist einfach, geht relativ schnell und schmeckt tausendmal besser als jeder gekaufte Likör.

Was man dazu benötigt:

6 Eigelbe von glücklichen Hühnern
250 g Puderzucker
160 ml Kondensmilch (10 % Fett)
500 ml Doppelkorn

  • Als Erstes muss der Puderzucker gesiebt werden, damit er schön locker flockig ist.
  • Wer es schokoladig mag, der rührt 5-6 Esslöffel gesiebtes Kakaopulver dazu.
  • Dann wird der Puderzucker (mit dem Kakaopulver) zusammen mit den sechs Eigelben mit dem Rührgerät dickschaumig geschlagen.
  • Nun wird die Kondensmilch langsam dazugegeben, und am Schluss kommt der Alkohol dazu.
  • Mithilfe eines Trichters wird der fertige Likör in Flaschen gefüllt und verkorkt. Außergewöhnliche Flaschen kann man entweder übers Internet bestellen, oder man sucht sie sich auf Flohmärkten.
  • Damit der Likör dickflüssiger wird, sollte man ihn ein paar Tage stehen lassen.
  • Durch das Rühren sind Luftblasen entstanden, die sich nach und nach auflösen und den Flascheninhalt scheinbar schrumpfen lassen. Ich fülle die Flasche zwei- bis dreimal mit Likör nach, damit ich zum Verschenken eine volle Flasche habe.

Jetzt noch eine schöne Schleife um den Flaschenhals gebunden, und schon ist das Weihnachtsmitbringsel fertig.

Lasst Euch den Likör schmecken! Auf Euch und eine erholsame Adventszeit mit ganz viel Zeit für alle, die Euch wichtig sind!

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

Ur-Ur-Ur-Großmutters Weihnachtsplatzerl – Vanillekipferl und Agnesenplätzchen

Wenn ich früher in der Vorweihnachtszeit meine Oma besucht habe, hat‘s im ganzen Haus verführerisch nach Platzerl gerochen. Meine Oma und mein Opa hatten einen Bauernhof und haben ihr Mehl noch selbst gemahlen und ihre Butter im Butterfass gestampft. Dadurch hatten sie einige der Backzutaten bereits vorrätig ‒ und alles war reine Bio-Qualität, wie man heute so schön sagt.

Meine Oma hatte ein von Hand geschriebenes Rezeptbücherl, in welchem sie viele der Rezepte von ihrer Mutter und deren Mutter und so fort notiert hatte. Dieses wurde immer wieder überarbeitet und neue Rezepte hinzugefügt. Es wird in unserer Familie von Mutter zu Tochter weitergereicht, und so ist‘s auch bei mir gelandet.

Ganz im Sinne von Karin Heinrichs Gedicht über das Plätzchenbacken:

Oh, wie lieb ich die Gerüche
aus der warmen Weihnachtsküche!
Zieht der süße Duft hinaus,
riecht man ihn im ganzen Haus …

lade ich Euch heute ein, gemeinsam mit mir zwei der einfachen, aber köstlichen Plätzchensorten zu backen.

 

Vanillekipferl

560 g Mehl
250 g Butter
70 g Fett (vom Schwein oder auch pflanzlich)
140 g Zucker
1 Pck. Vanillezucker
100 g Mandeln oder andere Nüsse (ich nehme 50 g Mandeln und 50 g Walnüsse)
etwas Milch zum Binden

Alle Zutaten miteinander vermengen und gut durchkneten. Die Milch wird nach Bedarf zugegeben. Aber Vorsicht, nicht zu viel davon. Der Teig soll griffig und nicht dünnflüssig sein. Damit er besser zu verarbeiten ist, sollte er mind. 1 Stunde in Folie gewickelt in den Kühlschrank gelegt werden. In der Zwischenzeit 100 g Zucker und 4 Pck. Vanillezucker vermengen. Den Kipferlteig zu Rollen formen (ca. 4 cm Durchmesser) und 1 cm dicke Scheiben abschneiden. Aus diesen dann die Kipferl formen und auf ein mit Backpapier belegtes Blech legen. Vorsicht, dass die Spitzen nicht schlanker sind als die Mitte der Kipferl, da sie ansonsten beim Backen zu braun werden. Im Umluftherd bei 175 Grad so lange backen, bis sie anfangen zu bräunen (ca. 20 Min.). 3 Min. auskühlen lassen (nicht mehr, da die Puderzuckermischung sonst nicht haften bleibt!) und dann in der Puderzuckermischung drehen.

 

Agnesenplatzerl

140 g Puderzucker
280 g Butter
350 g Mehl
Marmelade
etwas Zitronensaft

Puderzucker, Butter und Mehl werden auf dem Backbrett abgebröselt und fein durchgeknetet. Der Teig wird nach dem Abkühlen im Kühlschrank federkieldick ausgerollt und Plätzchen ausgestochen. Diese etwas ruhen lassen und dann bei mäßiger Hitze (170 Grad) auf einem ungefetteten Blech hellgelb backen (mit Backpapier auslegen). In der Zwischenzeit (selbstgemachte) Marmelade (z. B. Pfirsich oder Aprikose) mit einem Schuss Zitronensaft glattrühren. Wenn die Platzerl ausgekühlt sind, werden sie mit der süßen Masse bestrichen und zu 2er- oder 3er- Terrassen zusammengeklebt. Die fertigen Platzerl werden am Schluss mit Puderzucker bestreut.

Viel Spaß beim Backen und an den großen Augen Eurer Lieben beim Verzehren!

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.