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Ich habe heute einen besonderen Tipp für dich. Warst du im Winter schon einmal an unserem schönen Wasserfall im Josefstal?

Dann weißt du sicher, dass es schwierig ist, im Josefstal einen Parkplatz zu finden. Wenn Schnee liegt, ist noch weniger Platz als im Sommer. Wer keinen der wenigen Parkplätze ergattert, muss wenden und verstopft die Straße, ohne etwas erreicht zu haben. Deshalb hat die Gemeinde Schliersee beschlossen, die Josefstalerstraße ab der Bäckerei Gritscher in Zukunft in eine Anliegerstraße umzuwandeln. Dann darfst du ohnehin nicht mehr nach hinten fahren.

 

 

Aus Rücksicht wird Zufriedenheit: Du möchtest den Wasserfall besuchen, um die Natur und die Ruhe zu genießen, oder? Dann gönne doch den Anwohnern diese Ruhe auch. Mach aus deinem Wasserfallbesuch eine schöne kleine Wanderung.

Ich parke auf dem öffentlichen Parkplatz „Bannholz“ an der Auffahrt zum Spitzingsee. Der Parkplatz ist gebührenpflichtig; eine Stunde kannst du, wie auf allen Parkplätzen der Gemeinde, kostenlos parken. Ich folge der Beschilderung „Filzenrundweg“ in Richtung Bundesstraße. An der Abzweigung nach Neuhaus (Breitensteinstraße/Kirche) biege ich rechts ab und komme zum „Wasi-Platz“. Dort geht es links die Straße leicht bergauf und gleich wieder rechts in die Sackgasse. Die Straße mündet in einen kleinen Pfad und bringt mich zur Josefstalerstraße. Diese gehe ich bis ans Ende und folge der Beschilderung zum Wasserfall. Für das letzte Stück zum Wasserfall empfehle ich dir im Winter unbedingt Grödel oder Stöcke. Der Weg ist oft glatt und hängt ein wenig – und wer will schon gerne im Bach landen? Der Platz am Wasserfall ist magisch, egal bei welchem Wetter. Zurück gehe ich die Alte Spitzingstraße bergauf, aber nur bis zum Waldrand. An der Bank am Waldrand geht ein kleiner Pfad links in den Wald und langsam bergab zur Aurachstraße, die direkt zurück zum Parkplatz führt.

Länge: 5,3 km

Dauer: 1 bis 1,5 Stunden

Höhenunterschied: 100 m

Schwierigkeit: leicht (Winterausrüstung für den Pfad zum Wasserfall notwendig)

 

 

TIPP: In der Josefstalerstraße 21 hängt ein Schaukasten mit selbst gestrickten coolen bunten Mützen, die du dort jederzeit kaufen kannst. Im Josefstal ist es ja immer ein bisschen schattig, da kann eine Mütze nicht schaden.

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Schliersee: Rodelbahnen-Check 2022

Rodeln ist eine Riesengaudi. Es macht Spaß, den Schlitten mit Freunden oder der Familie gemütlich bei einem Ratsch bergauf zu ziehen. Nach einer Wanderung durch den Schnee freue ich mich immer besonders auf den Einkehrschwung. Die Obere Firstalm ist dafür perfekt geeignet. Nach einer Stärkung geht’s dann rasant (aber mit Vorsicht und Rücksicht!) bergab. Ich habe für dich drei Rodelstrecken in Schliersee getestet. Achte auf die richtige Ausrüstung im Winter. Auch ein Helm sollte beim Rodeln nicht fehlen.

 

 

 

Obere Firstalm – sportlich, aber für die ganze Familie

Aufstieg: etwa eine Stunde

Strecke: 2,5 km mäßig steil ohne gefährliche Kurven durch den Wald

Höhendifferenz: 250 Meter

Einkehrschwung: Obere Firstalm

Besonderheiten: bis 22:30 Uhr beleuchtet + Rodelverleih + schneesicher

Achtung: Bitte Gegenverkehr und Ampelsystem für Versorgungsfahrzeuge beachten

Parkplatz: Spitzingsattel (gebührenpflichtig)

Alternative: Für weniger entgegenkommende Schlitten wähle den Aufstieg über die Untere Firstalm vom Kurvenlift-Parkplatz (gebührenpflichtig).

http://www.mondscheinrodeln.de/

2020 habe ich für dich das Nachtrodeln ausprobiert. Meine Erfahrungen kannst du hier nachlesen: https://magazin.schliersee.de/nachtrodeln-rodelvergnuegen-von-der-oberen-firstalm/

 

Alte Spitzingstraße – kurvenreich für viel Rodelspaß!

Aufstieg: 40 Minuten

Strecke: etwa 1,5 km kurvenreich über die Alte Spitzingstraße ins Josefstal

Höhendifferenz: 180 m

Einkehrschwung: Café Brunnhof https://www.cafe-brunnhof.de/

Parkplatz: Startpunkt etwa zwei Kilometer vom öffentlichen Parkplatz „Bannholz“ (gebührenpflichtig)

Am Start der Rodelbahn sind die Parkmöglichkeiten sehr eingeschränkt. Bitte nimm Rücksicht auf die Anwohner. Parke niemals vor Einfahrten und bedenke: Der Rettungsdienst, die Feuerwehr, der Winterdienst und der RVO-Bus müssen unbedingt durch die kleinen Straßen kommen. Die Josefstalerstraße ist ab der Bäckerei Gritscher in Zukunft nur noch für Anlieger erlaubt, die wenigen Parkplätze entlang der Straße dort fallen dann auch weg.

 

Kirchbichl – Rutschhügel am Ortseingang in Schliersee

Kleiner Hügel am Ortseingang. Spaß für Kinder.

Einkehrschwung: Gastronomie in Schliersee

Parkplatz: Parkplatz an der Kirche St. Martin (kostenfrei) in Westenhofen – von dort sind es nur 500 m zu Fuß auf dem Gehsteig entlang der Bundestraße.

 

Pfanni-Lift: 

 

Rodelstrecke Rotwand: Die 4,5 km lange (800 Höhenmeter!) Rodelstrecke vom Rotwandhaus befindet sich im alpinen Gelände und ist keine einfache Familientour. http://rotwandhaus.de/

 

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Eisgenuss im Schlierseer Natureisstadion

Schlierseer Natureisstadion macht heute auf!

 

 

Nachdem die letzten Nächte klirrend kalt waren, konnte Stefan mit dem Eismachen anfangen. Als ich ihn am Nachmittag im Natureisstadion des TSV Schliersee (Sparte Eishockey) besuche, ist es bereits kalt genug zum Eismachen. Die Lage im Schatten des Freudenbergs hat man vor über 70 Jahren gut gewählt. Hier ist es oft ein bisschen kälter als an anderen Orten in Schliersee. Die Kälte braucht Stefan unbedingt. Da das Natureistadion keine Kälteanlage besitzt, muss er mit dem Frost des Winters auskommen. Zuerst spritzt er Wasser, bis eine zwei Zentimeter Deckschicht entsteht, dann dreht er mit der Zamboni Eismaschine seine Runden und macht das Eis schön glatt. Je mehr Eis er aufbaut, desto besser kann er Wärmeeinbrüche überbrücken. Stefan ist der Eisprofi in Schliersee. Als Eismeister ist er seit mehr als zehn Jahren tätig und schon als Kind hat er immer gerne beim Eismachen geholfen. Um für dich das beste Eis zu bereiten, legt Stefan auch gerne mal eine Nachtschicht ein oder fährt schon ganz in der Früh. Unter https://www.eisstadion-schliersee.de/webcam/bild.jpg kannst du schauen, ob er fleißig ist.

 

Tipp für Urlauber: Alle Gäste mit der Schlierseer Gästekarte erhalten freien Eintritt!

Der beste Parkplatz für das Natureisstadion ist der P2 in Schliersee. Am einfachsten der Perfallstraße (Vitalwelt) folgend zum Parkplatz “P2” beim Segel-/Fischerhafen fahren. Dann zu Fuß über die Brücke der Schlierach, weiter nach links in etwa drei Minuten zum Eisstadion laufen. Den Parkplatz kannst du mit der ParksterApp bezahlen. Eine Stunde parken ist kostenlos.

Neben der Eisfläche hat Stefan einen kleinen Glühweinstand aufgebaut. Hier bekommst du Glühwein, Cappuccino und Kinderpunsch, aber auch Wiener und andere Kleinigkeiten.

 

Täglicher Eislauf – wenn es das Wetter zulässt

Eislaufen kannst du täglich von 14 Uhr bis 17 Uhr. Am Dienstag und auch am Freitag findet zusätzlich ein Nachtlauf mit Flutlicht statt. Bitte beachte die aktuellen Hygieneregeln. Am Glühweinstand, im Vereinsheim und auch auf der Eisfläche gilt aktuell die 2G-Regel. Bring bitte die entsprechenden Nachweise mit und zeige sie unaufgefordert vor. Kinder bis 16 Jahre sind von der Regelung ausgenommen.

 

 

Falls du Fragen hast, kannst du unter der Telefonnummer 08026/2177 im Eisheim anrufen oder dich unter www.eisstadion-schliersee.de informieren.

Eintritt: Erwachsene 3 Euro, Kinder 2 Euro – mit der Schlierseer Gästekarte ist der Eintritt frei.

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Vollsperre in Neuhaus? Zufahrt zum Markus Wasmeier Freilichtmuseum frei!

Du hast von der Vollsperre am Bahnübergang in Fischhausen-Neuhaus vom 27. September bis 09. Oktober gehört?

 

 

Wenn du das Markus Wasmeier Freilichtmuseum besuchen willst, steht dir die Vollsperre nicht im Weg. Du kannst bequem, wie gewohnt, von Schliersee aus zum Parkplatz fahren. Von Süden herkommend kannst du den gesperrten Bahnübergang in Neuhaus nicht überqueren. Du kannst aber einen geeigneten Parkplatz suchen und dann durch die kleine Unterführung und an der Leonhardikirche vorbei zum Freilichtmuseum zu Fuß gehen. Vollsperre am Bahnübergang in Neuhaus – Schliersee Magazin Wenn du mit der BRB aus München oder Bayrischzell kommst, musst du ebenfalls über den kleinen Umweg durch die Unterführung auf die andere Seite zum Museum laufen.

Im Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist es gewohnt entspannt. Es ist für mich immer ein wahrer Ort der Ruhe und Erholung. Du kannst die Höfe anschauen und es dir im Biergarten gemütlich machen. Deine Kinder werden die vielen Tiere lieben. Es gibt immer etwas Neues zu entdecken im altbayerischen Dorf. Für mich lohnt sich der Besuch jederzeit, auch bei regnerischem Wetter.

 

 

Ein Schmankerl für alle Familien: Freier Eintritt für Kinder! Kinder bis einschließlich 15 Jahre haben diese Saison freien Eintritt ins Markus Wasmeier Freilichtmuseum.

Eintritt momentan nur mit 3G!

Öffnungszeiten

Dienstag bis Sonntag

von 10:00 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum

 

https://www.wasmeier.de

 

Brunnbichl 5

83727 Schliersee/Neuhaus

Tel.: 08026/92922-0

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Stressfrei parken und zu Fuß zum See

Der Sommer steht vor der Tür. Bereits jetzt lockt der Schliersee viele Naturliebhaber und wasserbegeisterte Gäste an. Die Parkplatzsituation in der Gemeinde Schliersee ist gerade an sonnigen Wochenendtagen unbefriedigend. Viele kommen mit dem Auto und möchten am See spazieren gehen oder durch den Ort schlendern. Es wird dann ärgerlich, wenn man am Seeufer entlangfährt und alle Parkplätze bereits belegt sind.

 

 

Um euch das zu ersparen, habe ich heute einen Tipp, der euch vor allem an besucherstarken Tagen das Leben deutlich erleichtert.

Der Parkplatz vor dem Gasthof Glückauf in Hausham bietet reichlich Platz und ist nie voll belegt. (Alpengasthof Glückauf)

Von dort aus lässt es sich wunderbar an der Schlierach entlangspazieren, auf einer Anliegerstraße bis zum See. Die Strecke beträgt 2,5 km und liegt fernab von der Hauptstraße. Wer möchte, kann auf dem Hühnerhof Schliersee bei Familie Hinterseer einen Boxenstopp einlegen und im Almcafé einen hausgemachten Eierlikör trinken oder ein Schmankerl oder Souvenir aus dem kleinen Shop mitnehmen.

Der Hühnerhof am Schliersee. Das perfekte Ei und vieles mehr. (huehnerhof-schliersee.de)

In nur wenigen Minuten erreicht man dann den Kurpark und ist bereits mitten im Zentrum von Schliersee und direkt am Wasser.

Wer ans etwas ruhigere Seeufer möchte, zweigt früher ab und läuft westlich Richtung Campingplatz, der bereits direkt am Seeufer liegt und ebenfalls ein kulinarisches Angebot (u. a. auch vegane Gerichte) bereitstellt.

Willkommen – Camping Schliersee (camping-schliersee.de)

Also bis bald in Schliersee!

 

 

 

Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Sportlehrerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.

 

 

 

Frische Luft aus dem Moor| Schlierseer Filzen-Rundweg

Der Duft von Regen, Herbstlaub und Tannen an einem lauen, regnerischen Herbsttag liegt in der Luft. Du bist auf der Suche nach einer kurzen Spazierstrecke für die ungemütlichen Tage kurz vor dem Winter? Bewegung an der frischen Luft steht momentan für alle ganz oben auf der Liste.

 

 

Spektakuläre Ausblicke, traumhafte Wanderpfade oder atemberaubende Gipfelerlebnisse – Highlights findest du in Schliersee viele. Aber manchmal sucht man das Einfache. Als kurzen Spaziergang empfehle ich dir den Schlierseer Filzen-Rundweg. Parken kannst du kostenfrei (Stand: 10/2020) auf dem Parkplatz unten bei der Auffahrt rechts zum Spitzingsee (Ecke Spitzingstraße/Aurachstraße). Ich gehe den Schlierseer Filzen-Rundweg gegen den Uhrzeigersinn. Der kleine Weg führt erst in Richtung Bundesstraße und dann entlang des Dürnbachs. Weiter geht es am Rande der Wohnbebauung und zurück entlang des Hachlbachs. Es ist nur ein kurzer Spaziergang, genau das Richtige für einen Regentag. Du kannst frische Luft tanken und dich ein bisschen bewegen. Die etwa zwei Kilometer schaffst du auch mit kurzen Pausen in 30 bis 45 Minuten. Immer wieder hast du Ausblicke auf das Moorgebiet, und wenn der Herbstnebel nicht drinhängt, dann auch auf die umliegenden Berge.

 

Was ist ein Filz? Als Filz bezeichnet man in Bayern ein Hochmoor. Hochmoore sind mineralsalzarme, saure und nasse Lebensräume. Sie bieten Platz für seltene Tiere und Pflanzen und bilden sich nur an Orten mit viel Wasser.

 

Anreise mit der BRB

Wenn du mit der Bayerischen Regiobahn anreist, steigst du in Fischhausen-Neuhaus aus. Geh dann vom Bahnhof in Richtung Markus Wasmeier Freilichtmuseum (noch bis 08. November 2020 geöffnet) und folge der Beschilderung „Dr. Brodführerweg“. Der Weg führt am Bahndamm entlang. Du gehst durch die zweite Bahnunterführung hinunter zur Bundesstraße und überquerst diese dann vorsichtig. So triffst du direkt auf den Filzen-Rundweg.

 

 

Der Spaziergang ist einfach und auch für Kinderwagen geeignet. Viel Spaß!

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Alpiner Premiumweg Spitzing Panorama ‒ ein fordernder, spannender Steig

Es gibt über 600 Premiumwanderwege in Europa. Der erste Premiumweg der Alpenpfade Alpin Tegernsee Schliersee ist nun beschildert, markiert und zertifiziert: Er heißt Spitzing Panorama. Der Weg ist bestens geeignet für den trittsicheren Wanderer. Wer Premiumweg hört und einen komfortablen Spazierweg erwartet, liegt allerdings falsch. Es gibt keine richtigen Kletterstellen, aber der Wanderweg ist anspruchsvoll. Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und die richtige Ausrüstung sind Pflicht. Bei Regen solltest du nicht gehen, da einige rutschige Steilstücke vorhanden sind. Der Weg ist, weil er als Premiumweg zertifiziert ist, perfekt ausgeschildert. Sogar Schilder mit einer Wanderkarte hängen an verschiedenen Stellen. Trotzdem empfehle ich, immer eine Wanderkarte im Rucksack zu haben, um flexibel zu bleiben, wenn du dich bei uns nicht so gut auskennst.

 

 

Höhenmeter, die sich lohnen

Entweder reist du mit öffentlichen Verkehrsmitteln (Bus von Neuhaus zum Spitzingsee ‒ Linie 9562) an oder du parkst dein Auto auf dem Parkplatz der Stümpflingbahn. Einstieg in den Weg ist die Bergstation der Stümpflingbahn. Von dort aus geht es über den Suttenstein zur Bodenschneid. Vorbei am Bodenschneidhaus und der Unteren Freudenreichalm, führt der Pfad auf der anderen Seite wieder steil hinauf zur Freudenreichkapelle St. Leonhard. Über den Ankelgrat geht es dann in Richtung Brecherspitze. Am Brecherspitzvorgipfel hast du die Möglichkeit, einen Abstecher auf die Brecherspitze zu machen. Der Premiumweg geht aber direkt hinunter zur Oberen Firstalm. Hier würde ich eine Pause einlegen und beispielsweise Spinatknödel genießen, die ich wirklich empfehlen kann. Von der Firstalm ist es nicht mehr weit zum Ausgangspunkt, der Bergstation der Stümpflingbahn. Für den erfahrenen Wanderer mit guter Kondition ein lohnender Rundweg in den Bergen am Spitzingsee.

Für den etwa 10 km langen Premiumweg solltest du 5 Stunden einplanen (etwa 900 Hm).

Die Gemeinde Schliersee hat diesen Weg in Zusammenarbeit mit der Alpenregion Tegernsee Schliersee (ATS), dem Kompetenzzentrum für Tourismus im Landkreis Miesbach, vom Deutschen Wanderinstitut e. V. zertifizieren lassen. Tim Coldewey ist Teil des Teams der ATS und Experte für Produktentwicklung Rad und Wandern sowie Erlebnisraumdesign ‒ und er kümmert sich auch um Zertifizierungen von Wanderwegen.

 

 

Bitte achte auf das Wetter, im Herbst kann es bei uns kurzfristig zu einem Wintereinbruch kommen und der Premiumweg schneebedeckt sein. Dann raten wir von dieser Wanderung dringend ab.

 

Aber was bedeutet das Wandersiegel: Premiumweg?

„Premium-Wanderwege sind Strecken- und Randwanderwege, die nicht nur hervorragend markiert sind, sondern darüber hinaus einen besonders hohen Erlebniswert aufweisen. Hier ist ein ausgewogen schönes Wandererlebnis garantiert. Angenehme Wegbeläge und Pfade gestalten diese Wege ebenso wie viele Details: Aussichten, Waldbilder, Gewässer, Felsstrukturen, kulturhistorische Kleinode und vieles mehr können zu abwechslungsreichen Wanderungen beitragen.“ (Quelle: https://www.wanderinstitut.de/deutsches-wanderinstitut/premiumwandern/zertifikate/)

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Familienwanderung zum Roßkopf

Der Herbst nähert sich mit großen Schritten ‒ und damit auch die beliebteste Jahreszeit zum Wandern. Ich möchte euch heute eine Wanderung vorstellen, die auch für Familien mit kleinen Kindern und ungeübte Wanderer sehr gut geeignet und leicht zu bewältigen ist, und zwar von der Stümpflingbahn-Bergstation zum Roßkopf.

 

 

Gegen 9:00 Uhr kommen wir – mein Mann, meine beiden Kinder und ich – am Parkplatz der Stümpflingbahn am Spitzingsee an. Noch ist der Parkplatz so gut wie leer, außer uns sind nur wenige andere Wanderer unterwegs. Wir kaufen das Familienticket für die Berg- und Talfahrt und können ohne Wartezeit in den 4er-Sessellift einsteigen. In weniger als zehn Minuten bringt uns die Bahn bequem zur Bergstation auf etwa 1480 m. Von hier aus können wir das Gipfelkreuz des Roßkopfs schon sehen. Das ist toll, gerade auch für kleine oder wenig lauffreudige Kinder ‒ das Ziel immer im Blick, ist die Motivation doch gleich viel höher. Der Höhenunterschied bis zum Gipfel beträgt nur knappe 100 m, und die Steigung ist wirklich moderat. Obwohl der Weg breit und gut begehbar ist, ist er nicht für den Kinderwagen geeignet. Wer trotzdem schon die ganz Kleinen mit auf den Berg nehmen möchte, dem empfehle ich eine sogenannte Kraxe oder eine andere Tragehilfe. Außerdem sollte man auf jeden Fall festes Schuhwerk tragen. Zusätzlich sind bei schönem Wetter ein Sonnenschutz und Sonnencreme empfehlenswert, denn der Weg liegt dann komplett im Sonnenschein.

 

Am Wegrand entdecken meine Kinder, beide im Grundschulalter, sofort interessante Alpenpflanzen, zum Beispiel das schmalblättrige Weidenröschen, die Silberdistel oder auch die Alpendistel. Und wo bunte Blumen blühen, sind auch die Krabbeltiere nicht weit. Jede Menge Kreuzspinnen haben zwischen den Pflanzen große Netze gespannt und warten regungslos auf ihre Beute. Man kann die Tiere aus nächster Nähe wunderbar beobachten und die filigrane Zeichnung auf ihren Körpern bestaunen. (Eine wichtige Bitte an dieser Stelle: Bitte keine Blumen pflücken, und seien sie auch noch so hübsch, und die Tiere nicht stören.) So macht der Aufstieg auch den Kindern großen Spaß, und die kleinen Forscher-Pausen inbegriffen, sind wir nach nur 30 Minuten schon am Ziel.

 

Die letzten paar Meter müssen wir den breiten Weg verlassen und über einen Wiesenpfad zum Gipfelkreuz hinaufsteigen. Die Freude der Kinder ist riesig, als sie die Pferde entdecken, die dort oben gemütlich auf der Wiese grasen. Am Gipfel thront ein beachtliches hölzernes Gipfelkreuz mit Herrgott. Außerdem bietet sich uns ein spektakulärer Ausblick – auf der einen Seite bis nach München, auf der anderen Seite bis weit nach Österreich hinein.

 

Nach einer kurzen Rast auf der Bank unter dem Gipfelkreuz ‒ die Kinder haben jetzt vor allem Durst ‒ machen wir uns langsam auf den Rückweg. Zurück an der Stümpflingbahn-Bergstation, spielen die Kinder erst noch ein bisschen auf dem kleinen Spielplatz mit Rutsche, Schaukel, Tarzanbahn und Klettergerüst. Im Anschluss kehren wir zum Mittagessen in die Jagahütt’n ein. Nach einem Wiener Schnitzel und Pommes frites sind die Kinder satt und zufrieden, und wir können mit der Sesselbahn zurück zur Talstation fahren. Für uns war es ein wirklich gelungener Halbtagesausflug, bei strahlendem Sonnenschein und mit viel Spaß für die Kinder!

 

Der Schwierigkeitsgrad lässt sich je nach Fitnessgrad und eigenem Zutrauen beliebig steigern, erfordert dann aber, sich über die jeweiligen Anforderungen weiter zu informieren. Denkbar wäre zum Beispiel, den Auf- und den Abstieg anstatt mit der Sesselbahn zu Fuß zu bewältigen oder die Tour vom Roßkopf-Gipfel zunächst bis zum Rotkopf und weiter bis zum Stolzenberg auszudehnen. Für Action-Freunde wäre von der Stümpflingbahn-Bergstation aus auch die Abfahrt zur Talstation mit Mountaincarts denkbar.

 

Zu guter Letzt wünsche ich uns allen einen sonnigen, goldenen Herbst – für viele schöne Wanderungen in den Schlierseer Bergen!

 

Stümpflingbahn

Lyraweg 6

83727 Schliersee

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/sommer/

 

Parken für Wanderer und Tourengeher: Tagesticket 5 € (reduziert beim Kauf eines Bahntickets)

Familienticket Stümpflingbahn (Kinder bis einschließlich 15 Jahre) für Berg- und Talfahrt: 38 €

 

(In Betrieb bis 11. Oktober 2020)

 

 

 

Jagahütt’n am Stümpfling

Am Stümpfling

83727 Schliersee-Spitzingsee

www.jagahuettn.de

 

 

 

Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Sonnenaufgangstour zum Jägerkamp

Ich habe mich dazu entschieden, dir meine absolute Lieblingstour zu zeigen. Nämlich zum Jägerkamp (1.746 m), von dem man die beste Aussicht auf unseren Schliersee hat. Noch dazu in einem ganz besonderen Moment: wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Als kleine Motivation: Ich bin selbst kein Frühaufsteher, und man braucht etwas Überwindung, um in der Dunkelheit loszuwandern. Aber: Es lohnt sich! Am besten gehst du am Abend zuvor früh ins Bett und richtest dir dein Gepäck schon fertig zusammen. So sparst du dir Zeit und kannst noch etwas länger schlafen. Das Wichtigste ist ausreichend Essen und Trinken, ein weiteres Must-have ist eine helle Stirnlampe. Wenn du gerne fotografierst, brauchst du eine Kamera. Bitte rechne genügend Gehzeit mit ein, da du ja pünktlich zum Sonnenaufgang da sein möchtest. Ich bin um 03:00 Uhr losgegangen und war um circa 05:00 Uhr oben am Gipfel. Du brauchst also jeweils circa zwei Stunden. Erkundige dich vorher im Internet, wie das Wetter wird, und informiere dich über die genaue Zeit des Sonnenaufgangs.

 

Aufstieg

Ausgangspunkt ist linker Hand der Parkplatz am Spitzingsattel (Parkgebühr 5 €).

Es ist insgesamt eine mittelschwere Wanderung, da man oft auf steinigen Wegen unterwegs ist. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind also Voraussetzung!

Du startest in südlicher Richtung und steigst den Hang über viele Serpentinen hinauf. Du gelangst in den Wald, von dem der Pfad weiterhin bergauf führt, bis du den Wald verlässt und dann den oberen Weg Richtung Schönfeldhütte wählst. Du folgst dem Weg, bis du ein paar kleinere Almhütten erreichst, und gehst weiter bis zur Schönfeldhütte. Von da aus nimmst du die linke Verzweigung zu den oberen Schönfeldalmen, die unterhalb des Jägerkamps liegen. Nach den Almen geht es deutlich bergauf. Nun müsste es auch schon dämmern ‒ leg deine Stirnlampe aber erst ab, wenn es hell genug ist. Die Steigung und die schroffe Beschaffenheit des Pfades solltest du nicht unterschätzen.

Bei der Verzweigung biegst du links ab und wanderst in die Einsattelung von Benzingspitz und Jägerkamp hinauf Richtung Gipfel. Mit etwas Glück kannst du wie ich sogar Gämse sehen! Hast du alles zeitlich gut geplant, schaffst du es pünktlich zum Sonnenaufgang.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Mach es dir am Gipfelkreuz gemütlich und genieße die Aussicht. Ich habe mir selbst einen Kaffee mitgenommen und etwas Obst. Auf solchen Höhenmetern ist es recht windig, weshalb ich mir noch etwas Wärmeres angezogen habe. Dann heißt es warten, bis endlich die Sonne blutrot emporsteigt und der Himmel in warmen Orange- und Rosatönen zu brennen scheint.

Du kannst den Schliersee von oben sehen, den Wendelstein und die Aiplspitz in der Richtung, wo die Sonne aufgeht, und hinter dir das ganze Karwendelgebirge und noch viel mehr. Dieses Naturschauspiel wird dich sicher genauso beeindrucken wie mich.

 

Abstieg

Beim Abstieg kannst du den gleichen Weg wieder zurückgehen oder alternativ als Rundweg über den Südwestgrat und über die Jägerbauernalm. Möchtest du eine anspruchsvolle Bergwanderung machen, kannst du auch die Aufstiegsroute zum Jägerkamp über die Schönfeldhütte mit der Aiplspitz kombinieren.

 

 

 

 

Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

Ein Sonntagsspaziergang

Wenn man am Sonntag nicht viel Zeit hat, aber dennoch die Natur um Schliersee genießen möchte, bietet sich der Hennerer an.

 

 

Auf dem großen Parkplatz vor der Tür findet man sicher eine Abstellmöglichkeit für das Kraftfahrzeug.

Nun kann es losgehen, wir entscheiden uns für den Weg Richtung Bodenschneid über die Krainsberger Almen. Immer am Arzgraben entlang gehen wir aufwärts.

 

 

Beeindruckend war auf dem Rückweg die große Zahl der Wanderer, die uns mit einem Schlitten entgegenkamen. Der Weg ist wohl ein Rodel-Geheimtipp in der Region.

Nach zwei Stunden waren wir zurück am Parkplatz und gingen direkt zur Hennerer-Alm, um uns für die Anstrengung zu belohnen. Bei der Auswahl an hausgemachten Kuchen fiel die Entscheidung schwer, aber die Wahl der Walnusssahne und des Aprikosenkäsestreusels, erwies sich als absolut richtig.

 

 

Hier schmeckt man das Herzblut von Angelika, die mit ihrem Mann die Alm bewirtschaftet.  Mit wie viel Herzblut die beiden das machen, sieht man auch an der Einrichtung des Hofes und des Hofladens.

 

 

Dass wir uns dann noch die Dinkelnudeln mitgenommen haben, versteht sich von selbst. Und dass die super geschmeckt haben, auch.

Der Hennerer ist sicher eine Reise wert.

 

 

Sabine Hartmann

Geboren in Ingolstadt als echte Schanzerin. Zweitheimat Schliersee. Naturmensch mit Leidenschaft zur Fotografie