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Vom Sofa zu den schönsten Plätzen in Schliersee: auf die Insel Wörth

Ich bringe euch vom Sofa zu den schönsten Plätzen in Schliersee. Der Aufruf, zu Hause zu bleiben, ist deutlich. Deshalb nehme ich euch jetzt in den nächsten Wochen immer wieder virtuell mit, um eure Vorfreude auf euren nächsten Besuch bei uns in Schliersee zu steigern und die Zeit bis dahin zu überbrücken.

 

 

Als Erstes fahre ich mit meinem Kajak auf die Insel Wörth. Die Insel im Schliersee ist schon immer ein Lieblingsplatz von mir, schließlich habe ich dort acht Jahre im damaligen Wirtshaus im See gearbeitet.

Den Wechsel der Jahreszeiten habe ich auf der Insel immer als ganz besonders empfunden. Wenn das Eis des Schliersees nach einem langen Winter endlich wieder verschwand, verwandelte sich die Insel in ein grünes Paradies mit kleinen bunten Blumen, Bienen und Schmetterlingen. Dann konnten wir wieder in die Saison starten – ein kleiner Neubeginn jedes Jahr, Frühlingserwachen eben.

Als ich mit dem Kajak an der Insel ankomme, genieße ich im Windschatten erst einmal die Sonne und denke zurück an die vielen schönen Tage, die ich dort verbracht habe. Meine Freunde „Breeze & Wilson“, ein Singer-Songwriter-Duo aus England, kommen mir in den Kopf. 2009 hatten wir sie eingeladen, ein Konzert auf der Insel zu spielen. Ich erinnere mich, wie sie von unserer atemberaubenden Landschaft beeindruckt waren und ihre Musik über die Insel hallte. Das war tatsächlich ein Glücksmoment für mich damals. Ein komisches Gefühl, dass sie mich momentan nicht besuchen können. Ich freue mich schon jetzt, sie so bald wie möglich wieder bei uns begrüßen zu können. Ausgemacht ist es schon.

Ich paddle mit meinem Kajak weiter am See entlang und sehe, dass auf dem Steg ein junger Bursche mit einer Gitarre sitzt und spielt. Ansonsten ist es absolut still. Nur ein paar Enten quaken. Die umliegenden Berge sind noch weiß, die Sonne trotzdem schon warm. Ich höre, dass er „Golden Leaves“ von Passenger spielt. Als großer Passenger-Fan trifft das mitten in mein Herz. Für einen Augenblick vergesse ich alles. Dieser Moment hätte schöner nicht sein können. Vielen Dank dafür.

Behaltet euch die schönen Momente im Herzen, und ich hoffe, wir sehen uns ganz bald bei uns in Schliersee.

 

 

Als Nächstes nehme ich euch virtuell mit hinauf an den Spitzingsee.

Passt auf euch auf!

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

DSDS-Top-Ten-Finalist Isa Martino spielt am 24. August 2019 auf der Schliersee Insel

Isa Martino war 2018 Top-Ten-Kandidat bei DSDS. Von der Musik gelebt hat er schon vorher. Ich darf ihn heute bei seiner “Venue”-Besichtigung zur Insel begleiten. “Natürlich ist es ein großer Unterschied, ob dich jetzt 50.000 Leute kennen oder mehrere Millionen”, lacht Isa und erzählt von seinem Abenteuer im letzten Jahr. „DSDS war echt eine geile Sache“, ergänzt er – bereut hat er es definitiv nicht. Der 31-jährige Halbspanier ist zwar in Bayern geboren, hat aber jede Menge „Fuego“ im Blut. Eigentlich möchte er am liebsten seine eigenen Lieder komponieren und spielen. “Bei DSDS wurde ja nur gecovert”, fügte er hinzu. Dass „Covern“ nichts Negatives ist, erfahre ich kurze Zeit später, als er neben mir in dem kleinen Elektroboot, mit dem wir auf die Insel fahren, einfach mal so “Despacito” trällert und Gitarre dazu spielt. Da wundert es mich auch nicht, dass er damit im letzten Jahr beim Casting die DSDS Jury überzeugt hat. Er hat wirklich eine beeindruckende Stimme.

 

 

Jetzt die gute Nachricht für euch alle: Isa wird am 24. August 2019 auf unserer Insel im Schliersee ein Konzert geben. Der Eintritt ist frei.

 

„Isla Latina – una noche de verano“

 

Eine spanische Nacht auf der Insel Schliersee mit heißer Livemusik von ISA MARTINO.

Ein „Sommernachtsfestl“ auf der idyllischen Insel Wörth mit bayerischen Tapas und coolen Drinks. Erreichbar mit der Schliersee-Schifffahrt (Sonderfahrplan folgt) ab Anleger Vitalwelt Schliersee, mit SUP-Board oder Brustschwimmen. Der Eintritt (ab 17:00 Uhr) ist frei. https://insel-schliersee.de/.

 

 

Ich freu mich schon jetzt auf den 24. August 2019. Das wird sicher ein schöner Abend mit richtig guter Musik. Und das dann auch noch an meinem Lieblingsplatzl in Schliersee, auf der Insel Wörth.

 

Nicht verpassen!

 

Wer nochmal sehen möchte wie Isa Martino zu DSDS kam: Hier ist der Link zum Casting: https://youtu.be/a4mKcfKUP58

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Mein Lieblingsplatzal – die Bodenschneid

Heute bin ich ganz besonders früh aufgestanden, um an mein Lieblingsplatzal zu kommen.

Am Hennererhof  ging es los, noch war es relativ dunkel. Der Weg führt mich durch das Tufftal, dort kann ich schon das Gipfelziel sehen. Ich marschiere durch das Almgelände von der Unteren Kraisberger Alm und gönne mir das erste Frühstück. Das Almvieh ist noch nicht wach, die Vögel singen ihre Morgenlieder.

 

 

Am Stachus vorbei, höre ich schon das erste Rascheln im Wald … ein Hirsch. Ich freue mich so sehr, ihn zu sehen, dass ich ganz vergesse, meine Kamera zu zücken ‒ ein sehr schönes Erlebnis am Morgen.

Der Weg führt weiter nach dem ersten Abzweig Richtung Bodenschneid, links geht der Weg zur Freudenreichalm. Jetzt wird es ein bisschen steiler, und ich höre schon die Rinder der Rainer Alm. Plötzlich zischen ein paar E-Biker an mir vorbei ‒ die haben es aber eilig! Ich lasse mich jedoch nicht aus der Ruhe bringen und entdecke ein weiteres Naturschauspiel: Ein großes Rudel Gamsen grast friedlich rechts am Berg vor sich hin. Unterhalb die Kalbinnen von der Rainer Alm. Die Sennerin ist gerade mit dem Melken fertig und erledigt ihre restliche Stallarbeit.

Ich marschiere weiter zur nächsten Alm, der Rettenbeckalm und der Bodenschneid-Wirtschaft. Dort angekommen, stehen die Radler beisammen zum Morgengebet. Aha, denke ich mir, deshalb hatten sie es so eilig. Ein kurzer Ratsch mit ihnen, dann werde ich überrascht mit einem Kiachä (Schmalzgebäck) vom Diakon, mmmhhhh, so gut.

Weiter geht’s Richtung Gipfel. Der Anstieg ist ab jetzt schon anspruchsvoll, und es ist sehr ratsam, auch ein paar Wanderstöcke dabeizuhaben. Hier ist die Pflanzenwelt so vielfältig, da kann man sich gar nicht sattsehen. Thymian, Oimarausch, Trollblume, Bergrose, Silberfrauenmantel, um nur einige zu nennen.  Mittlerweile ist auch schon die Sonne aufgegangen, ganz schön heiß ist es mittlerweile. Immer wieder musste ich stehen bleiben und die wunderschöne Aussicht genießen.

Der letzte Anstieg führt mich durch ein steiniges Gelände hinauf zum Gipfelkreuz der Bodenschneid.  Boahhh … angekommen. „Mein Lieblingsplatzal“, es hat sich wieder mal gelohnt. Ich bin ganz allein und genieße die wunderschöne Aussicht.

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Inselbrunch: Genießen mit allen Sinnen mitten im bayerischen Paradies Schliersee

Sieben Jahre habe ich auf der Insel Wörth im Schliersee gearbeitet, und sie ist immer noch ein ganz besonderer Lieblingsplatz von mir. An über 200 Sonntagen habe ich den Brunch miterlebt ‒ bei strahlendem Sonnenschein genauso wie bei strömendem Regen und Schneegestöber. Schön ist es dort immer.

 

 

Am vergangenen Sonntag hätte es nicht schöner sein können!

Inselwirt Michael Sechehaye startete bestens gelaunt und voller Vorfreude auf den Sommer in die Saison 2019. Bei traumhaftem Frühlingswetter bin ich mit meinem Kajak zu ihm hinübergepaddelt. Natürlich könnt ihr statt dem Kajak auch das Linienschiff auf die Insel nehmen. Dieses legt fahrplanmäßig um 11:05 Uhr vom Steg an der Schlierseer Vitalwelt ab. Auf der Insel angekommen, wartet ein tolles Frühstücksbüfett auf euch. Später am Tag wird das Angebot durch Hauptspeisen wie etwa Schweinbraten, Ente oder Fisch erweitert und als Zuckerl am Nachmittag das Oberland-Kuchenbüfett aufgebaut. Da ist sicher für jeden etwas dabei. Der Ausblick von der Sonnenterrasse auf See und Berge ist atemberaubend schön.

Für musikalische Untermalung auf Bayerisch sorgte Da Waitler, den sich Michi schon jetzt für jeden Sonntag wünscht. Für mich hat er die angenehme Atmosphäre mit seiner „Ziach“ hervorragend abgerundet.

Das ist Genießen mit allen Sinnen!

Nach dem Essen könnt ihr noch in einem der vielen Liegestühle Platz nehmen und euch einen Aperol Spritz gönnen. Für mich ist es eher der Cappuccino aus der Siebträgermaschine, der das Glück perfekt macht. Stündlich fährt das Schiff von der Insel wieder zurück. Zurück heißt in dem Fall, dass ihr die Runde um den See fertig fahren dürft. Erst nach Fischhausen und dann am Ostufer entlang nach Schliersee. Die Rundfahrt mit dem Schiff ist ein zusätzliches Highlight des Insel-Brunch-Tages.

 

 

Mein Tipp: Donnerstag und Freitag ab sofort bei schönem Wetter ab 11:00 Uhr geöffnet. Einem Traum-Badetag auf der „eigenen Insel“ steht also nichts mehr im Weg. Der Sommer kommt!

Insel-Schliersee
Insel Wörth 1
83727 Schliersee
Tel.: 01706206106

https://www.insel-schliersee.de/sonntagsbrunch/

 

Insel-Schliersee: Sie wollen erst mal sonntags ausgiebig schlafen und in aller Ruhe brunchen? Dann sind Sie zu unserem Sonntagsbrunch herzlich willkommen – ab sofort, bis der Schliersee zufriert.

Infos:

€ 33,00 pro Person

Reichhaltiges Frühstücksbüfett, dreierlei Hauptgänge und Oberland-Kuchenbüfett inklusive Kaffee, Tee, Wasser und Orangensaft (ohne Schifffahrt)

Es wird um Reservierung gebeten.

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Wie lebt es sich als Zuagroaste (Zugezogene) in Schliersee? – Interview

Wir haben uns in der Redaktionssitzung überlegt, wie es sich als zugezogener Nichtbayer in unserem schönen oberbayerischen Dorf lebt.

Man sagt den Bayern ja einiges nach, und das Schlimmste davon ist nicht die ungewöhnliche, für manches Ohr schwer verständliche Sprache …

Als Fremder stellt einen der hier übliche Dialekt vor so manche Herausforderung – angefangen mit der doppelten Verneinung „Des war no nia ned anders“ („Das war noch nie anders“) bis hin zu für manchen Nicht-Bayern deftigem Fluchen „Zupf di, du Rindviech“ („Lass mich in Ruhe, du …“). Allerdings sollte man dazu wissen, dass „du damischer Depp“ durchaus liebevoll frotzelnd gemeint sein kann.

Und dann die Essensgewohnheiten: weiße, blasse Würste und süßer Senf – eine bayerische Tradition. Da die Weißwurst das Zwölfuhrläuten nicht hören darf, wird sie als spätes Frühstück verzehrt ‒ nein: ausgezuzelt (beim Zuzeln wird nicht abgebissen, die Wurst wird nur aus der Haut herausgesaugt). Als Nicht-Einheimischer darf man sie aber auch mit Messer und Gabel essen.

Ab wann ist man hier eigentlich Einheimischer?

Dazu habe ich Franco und Marion befragt. Franco stammt aus Sizilien, und Marion ist aus der Nähe von Köln. Franco ist schon ein bisschen länger hier im Bayerischen Oberland. Marion ist ihm nachgezogen.

„Am Anfang war es gar nicht so leicht, Anschluss zu bekommen“, erzählt sie, aber als rheinländische Frohnatur hat sie sich rasch von ihren Arbeitskollegen akzeptiert gefühlt und konnte so über diesen Weg erste Kontakte aufbauen. Franco bevorzugt den unkonventionellen Stil und liebt Biergartenbesuche, wo man sich einfach an einen Tisch dazusetzen und mitratschen kann. Er hält uns Obalandla für ungezwungen, manchmal ein bisserl grantelnd (übers Wetter, die Politik und das Leben schlechthin), aber durchaus für ein lustiges, geselliges Völkchen.

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Bei ihrem Lieblingsplatz sind sich beide einig: die Insel Wörth mitten im Schliersee. Ein idyllisches Platzerl, um seine Seele baumeln zu lassen oder an einem schönen Sonntagvormittag einen deftigen Brunch zu genießen. Auch die Rixner Alm hat es ihnen angetan: „Lauter gute Sachen haben die dort: Kaffee, selbst gebackenen Kuchen, Brotzeitplatten … Und eine spektakuläre Aussicht auf den See noch dazu!“

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„Fremd ist der Fremde nur in der Fremde“, sagte schon Karl Valentin (gespr.: Falentin).

„Man muss offen für die Menschen und Gebräuche in Schliersee und Umgebung sein“, erklärt Marion. „Ohne sich darauf einzulassen und die Menschen hier wirklich kennenlernen zu WOLLEN, wird eine Eingliederung nur schwer funktionieren. Man muss damit rechnen, zunächst kritisch betrachtet und genau studiert zu werden. Aber wenn man die Menschen hier so nimmt, wie sie wirklich sind ‒ ein durchaus friedliebendes, immer noch ziemlich urwüchsiges Volk ‒, dann kann man Freundschaften fürs Leben schließen. Und es wird immer Nachbarn geben, die einen zu einem spontanen Kaffee oder Feierabendbier einladen.“

„Wichtig ist auch, die Natur rundherum zu achten“, meint Franco. „Die meisten Einheimischen, die ich hier kennengelernt habe, sind unglaublich stolz auf ihre Berge, den See und die sie umgebende Natur überhaupt. Übrigens ist der Schliersee ein Paradies für Angler“, fügt er aus eigener Erfahrung sprechend an.

Franco lebt schon lange hier und fühlt sich „fast“ wie ein Einheimischer. Und auch für Marion ist die Fremde nicht mehr fremd, und daher ist sie laut der Weisheit Karl Valentins nicht mehr fremd hier in Schliersee. Das wiederum bedeutet, dass sie keine Fremde mehr ist und immer mehr zu einer („Quasi“-)Einheimischen wird.

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.