In den vergangenen Wochen war rund um Schliersee viel los. Viele kleine und größere Ereignisse haben wir vom Schliersee Magazin zeitnah auf Social Media begleitet. Damit nichts verloren geht und du nichts verpasst, fasse ich sie hier gesammelt zusammen.
Mit dem Anbaden am 1. Januar 2026 am Campingplatz Schliersee begann das neue Jahr mutig und gemeinschaftlich. Bei eisigen Temperaturen wagten zahlreiche Teilnehmer den Sprung ins kalte Wasser. Redakteurin Silke war dabei: https://youtube.com/shorts/mjCuSC99Ugk
Am 3. Januar habe ich Günther am Pfannilift besucht. Perfekt für die ersten Schwünge im Schnee und mit herrlichem Ausblick auf den Schliersee.
Auch überregional war Schliersee präsent. Am 5. Januar startete die neue Rekordstaffel der Landarztpraxis mit neuen Gesichtern. Viele Zuschauer kannten die ersten beiden Folgen bereits von der Fan-Premiere im November hier bei uns im Schlierseer Bauerntheater. Täglich unter der Woche um 19:00 Uhr auf Sat.1 oder als Stream bei Joyn!
Ein besonderer Höhepunkt folgte am 6. Januar mit dem Neujahrsempfang im Rathaus Schliersee. Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer lud an Heilig Drei König zum Austausch ein. Für ihn war es der letzte Neujahrsempfang nach fast zwanzig Jahren im Amt. Mit der Sixtusnadel der Gemeinde wurden Ilse Faltermeier und Margot Wolf für ihr langjähriges Engagement in der Nachbarschaftshilfe ausgezeichnet.
Vielen Dank auch an die Sternsinger. Mit viel Einsatz sammelten sie fast 6000 Euro unter dem Motto „Schule statt Fabrik – Sternsingen gegen Kinderarbeit“ und brachten den Segen in viele Häuser.
Sportlich wurde es am 17. Januar beim Eisstock-Gemeindepokal im Natureisstadion Freudenberg. 19 Teams aus Schliersee traten gegeneinander an. Die Gemeinde Schliersee verteidigte ihren Titel erfolgreich und alle feierten anschließend gemeinsam im Ratskeller Schliersee.
Am 22. Januar stand noch einmal die Sicherheit im Mittelpunkt. Am Schnapperbeach übten die Wasserwacht Schliersee, die Wasserwacht Miesbach und die Feuerwehr Schliersee gemeinsam den Ernstfall auf dem Eis. Vielen Dank für den interessanten Einblick in eure ehrenamtliche Arbeit für uns alle!
Ich bin gespannt auf dein Feedback. Je nachdem, wie der Rückblick ankommt, werden wir solche Monatszusammenfassungen künftig regelmäßig im Schliersee Magazin veröffentlichen. Schreib mir gerne eine E-Mail: magazin@schliersee.de
Judith Weber
Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2026/01/Natureisstadion-c-JW-scaled.jpg14412560Judith Weberhttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngJudith Weber2026-01-29 14:00:222026-01-29 14:00:22Gemeinsam durch den Januar in Schliersee – ein Rückblick
Ein besonderer Tag in Schliersee: Mit einem feierlichen Festakt wurde heute das neue Bootshaus der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee offiziell eingeweiht.
„Für uns als freiwillige Feuerwehr ist das ein bedeutender Tag, an dem wir mit Freude ein großes Projekt abschließen dürfen“, sagte Stefan Führer, Erster Vorstand der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee. Er unterstrich die große Bedeutung des Neubaus für Einsätze auf dem Schliersee. Ein besonderer Dank gilt dem Dritten Kommandanten Michi Wunderle, der sich mit außergewöhnlichem Engagement für das Projekt eingesetzt hat.
Mosaikstein für die Sicherheit
Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer sprach in seiner Ansprache von einem wichtigen Mosaikstein für die Sicherheit in Schliersee. Er bedankte sich bei allen Beteiligten – von den Planern über die Handwerker bis zur Feuerwehr – für die schnelle und reibungslose Umsetzung und sagte: „Ihr seid 365 Tage im Jahr für uns da. Dafür ein ganz großes Dankeschön!“
Polizeiboot auch im neuen Bootshaus untergebracht
Auch Kreisbrandrat Toni Riblinger war unter den Gästen. In seiner Rede hob er die Bedeutung dieses Bootshauses hervor, besonders im Hinblick auf die Insel Wörth. Die Zusammenarbeit zwischen Feuerwehr, Polizei und weiteren Organisationen funktioniere in Schliersee auf vorbildliche Weise. Katharina Schreiber, Leiterin der Polizeiinspektion Miesbach, erinnerte daran, dass das Polizeiboot über 20 Jahre bei Markus Sachs untergebracht war. Sie bedankte sich herzlich für diese Unterstützung und freut sich, dass das Polizeiboot nun im neuen Bootshaus der Feuerwehr ein neues Zuhause gefunden hat.
Tag der offenen Tür mit Rahmenprogramm
Den ökumenischen Segen spendeten Diakon Alois Winderl und Pfarrerin Ilka Huber. Im Anschluss marschierten Feuerwehrleute und Gäste, begleitet von Blasmusik, zum Feuerwehrhaus. Dort begann der Tag der offenen Tür mit vielen interessanten Programmpunkten. Befreundete Feuerwehren waren mit Fahrzeugen vertreten. Ich durfte mit dem Feuerwehrboot eine Runde über den Schliersee drehen – ein unvergessliches Erlebnis. Vielleicht noch beeindruckender war für mich die Fahrt mit der 32 Meter langen Drehleiter, hoch über den Dächern von Schliersee, mit traumhaftem Blick über See und Ort. Danke an die Feuerwehr Tegernsee für diesen kurzen Ausflug!
Danke, liebe Feuerwehr Schliersee!
Danke für euren großartigen Einsatz – an diesem Tag, an unzähligen Tagen im Jahr und oft ganz still im Hintergrund.
Ihr seid ein unverzichtbarer Teil unserer Gemeinschaft.
Danke, dass es euch gibt!
Judith Weber
Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2025/05/Einweihung-Bootshaus-Feuerwehr-Schliersee-2025-c-Judith-Weber-2-scaled.jpg14412560Judith Weberhttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngJudith Weber2025-05-03 15:49:372025-05-03 15:49:37Neues Feuerwehr-Bootshaus in Schliersee feierlich eingeweiht
Das 150-jährige Jubiläum der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee wurde mit einem festlichen Gottesdienst am malerischen Ufer des Schliersees eingeläutet. Der Gottesdienst brachte die Gemeinde zusammen, um für das langjährige Engagement und den unermüdlichen Einsatz der Feuerwehrleute zu danken. Es war ein Moment der Besinnung und des Stolzes, der den Auftakt zu einem unvergesslichen Festumzug bildete.
Nach dem Gottesdienst folgte ein Festumzug, der die Straßen von Schliersee in eine farbenfrohe Parade verwandelte. Historische Feuerwehrfahrzeuge, Pferdekutschen und Vereine lockten zahlreiche Zuschauer an. Die Beteiligung der verschiedenen Gruppen zeigte die starke Verbundenheit innerhalb der Gemeinde und den Respekt vor der Arbeit der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee.
Ein weiterer Höhepunkt der Feierlichkeiten war der Besuch von Ilse Aigner, Präsidentin des Bayerischen Landtags, die in ihrer Rede die Bedeutung der Freiwilligen Feuerwehr für das Gemeinwesen hervorhob. Mit klaren Worten und großer Wertschätzung sprach sie über die Einsatzbereitschaft der Feuerwehrleute. Besonders erfreulich war, dass sie von der Kabarettistin Monika Gruber begleitet wurde. Gruber, bekannt für ihren scharfsinnigen Humor, brachte mit ihrer humorvollen Art Leichtigkeit in die Feier.
Die Vorbereitungen und die viele Arbeit haben sich gelohnt
Vier Tage voller Feierlichkeiten, Gemeinschaft und Dankbarkeit liegen hinter der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee. Die Jubiläumsveranstaltung bot nicht nur Gelegenheit, auf die vergangenen 150 Jahre zurückzublicken, sondern auch, um die Zukunft zu feiern und den Zusammenhalt in der Gemeinde zu stärken. Mit einem abwechslungsreichen Programm, das neben dem Umzug und den Reden auch Musik, Tanz und kulinarische Genüsse beinhaltete, wurde das Jubiläum zu einem gelungenen Fest, das noch lange in Erinnerung bleiben wird.
Die Freiwillige Feuerwehr Schliersee hat in diesen Tagen gezeigt, dass Tradition und Fortschritt Hand in Hand gehen können. Dank des Engagements und der Unterstützung der gesamten Gemeinde blicken wir zuversichtlich auf die nächsten 150 Jahre.
[tourim-redakteur]
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2024/06/jubilaeum_150_jahre_freiwilloge_feuerwehr_schliersee.jpg15362048Sarah Nohynekhttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngSarah Nohynek2024-06-19 16:29:422024-06-19 16:29:42150 Jahre Freiwillige Feuerwehr Schliersee – ein Fest der Gemeinschaft und Tradition
1864 wurde die Gemeinde Schliersee vom Bezirksamt Miesbach aufgefordert, eine Feuerwehr auf freiwilliger Basis zu gründen. Dies war ein Wendepunkt, der die zweckmäßige Verwendung der Geräte durch eine geübte Mannschaft sicherstellen sollte. So wurde am 27. Dezember 1874 im Gasthof zur Post in Schliersee eine freiwillige Feuerwehr gegründet.
Ich treffe Markus Angler, einen der beiden stellvertretenden Kommandanten, am Feuerwehrhaus in Schliersee eine Woche vor dem Jubiläumsfest. Er erzählt mir, dass er persönlich sich besonders auf den Festsonntag freut. „Bereits 35 Feuerwehren aus dem Landkreis haben für den Festumzug zugesagt und einige haben historische Löschfahrzeuge dabei“, sagt er begeistert. Markus Angler hofft auf schönes Wetter, auf viele Zuschauer beim Festumzug und auch auf zahlreiche Besucher bei den Veranstaltungen im Festzelt auf der Seefestwiese. „Wir sind das ganze Jahr für Schliersee da, jetzt können die Schlierseer und Schlierseerinnen mal für die Feuerwehr Schliersee da sein“, sagt er schmunzelnd.
Diese Art der Unterstützung sollte ja leichtfallen, oder? Prost!
Festzelt auf der Seefestwiese vom 13. bis 16. Juni 2024
Donnerstag, 13. Juni 2024 | Bieranstich mit Roland Hefter und den Oache Brothers
Der Auftakt des Jubiläumsfestes beginnt mit einer Kombi, die es in sich hat. Zuerst besingt Liedermacher und Musik-Kabarettist Roland Hefter das Leben in all seinen Facetten und im Anschluss spielen die Oache Brothers ihren unverkennbar rauchigen Country-Rock. Tickets sind in der Gäste-Information Schliersee erhältlich oder online bei München Ticket und an der Abendkasse. Festzelt mit Schlaucherlbar, Prosecco-Stadel und Bierstand ab 18:00 Uhr geöffnet.
Freitag, 14. Juni 2024 | Partyabend mit den Bandits
Am Freitag fliegen die Fetzen, bis die Sirenen heulen. Die bekannte Münchner Partyband Bandits heizt so richtig ein! Mit ihrem Cover-Mix quer durch die bekannten Partylieder werden sie das Festzelt der Freiwilligen Feuerwehr Schliersee zum Kochen bringen!
„Bandits – the wild way of party music”
Bewirtung im Festzelt durch den Festwirt! Festzelt mit Schlaucherlbar, Prosecco-Stadel und Bierstand ab 18:00 Uhr geöffnet.
Samstag, 15. Juni 2024 | Spanferkelessen mit der Tegernseer Tanzlmusi
Festwirt, Anian Kurz, kocht heute „sauguad” auf! Es gibt Spanferkel vom Grill, serviert auf einem Holzbrett mit Knödel, Kraut und Soße. Die 10-Personen-Tische sind schon alle vergeben. Im Zelt sind jedoch noch 200 Sitzplätze, welche nicht reserviert sind, vorhanden! Wer hier einen Platz findet, kann zwischen einer Portion Spanferkel, Käsespätzle, Sparerips oder Currywurst mit Pommes wählen. Einlass, so lange Sitzplätze vorhanden sind. Zur Unterhaltung spielt die Tegernseer Tanzlmusi gut bayrisch auf. Festzelt mit Schlaucherlbar, Prosecco-Stadel und Bierstand ab 18:00 Uhr geöffnet.
Sonntag, 16. Juni 2024 | Festsonntag mit Gottesdienst und Festumzug
08:00 Uhr Empfang der Gastvereine im Festzelt 10:00 Uhr Festgottesdienst im Kurpark Im Anschluss großer Festzug durch Schliersee mit einer Ehrentribüne vor dem Feuerwehrhaus Schliersee Nach dem Festzug Ansprachen, Danksagungen und gemütliches Beisammensein im Festzelt
Die Schlierseer Blasmusik sorgt für Unterhaltung im Festzelt. Für die Kinder gibt es bei schönem Wetter eine Hüpfburg und einen Maltisch im Freien – unterstützt durch den Verein Kinder in Schliersee e. V.. Der Trachtenverein Schliersee und der Gartenbauverein Schliersee unterstützen am Bierstand und beim Verkauf von Kaffee und hausgemachten Kuchen.
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2024/06/50-Jahre-Schlierseer-Feuerwehr-c-Schlierseer-Feuerwehr.jpg14342048Judith Weberhttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngJudith Weber2024-06-07 15:08:342024-06-07 15:08:34Die Freiwillige Feuerwehr Schliersee feiert vom 13. Juni bis 16. Juni 2024 das 150-jährige Jubiläum
„Seid ihr alle da?“ – „Jaaaaaaaa!“ Am Sonntag, den 23. Juli 2023, fand im Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum zum achten Mal das Kasperltheater-Festival unter der Schirmherrschaft von Gerhard Polt statt. Das Wetter war sonnig und warm und so konnten die kleinen und großen Kasperl-Fans den Tag im Museum so richtig genießen!
Im Behamhof, wo auch die meisten Theatervorführungen stattfanden, wurden wunderschöne, ein wenig gruselige und witzige Handpuppen und Kasperlfiguren aus Bayrischzell ausgestellt, die das dortige Museum vor ein paar Jahren gestiftet bekommen hat. Renate König-Geiger las außerdem um 12:00, 14:00 und 16:00 aus ihrem Kinderbuch „Renate und ihre Lämmerbande – Auf der Kindergartenweide“ vor. Das Buch gibt es nicht im Buchhandel, kann aber unter anderem über das Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum oder über die Autorin selbst bezogen werden. Von 11:00 Uhr bis 15:30 Uhr wurden insgesamt fünf Kasperl-Stücke aufgeführt – in bayrischer, oberösterreichischer und neapolitanischer Sprache. Der Kasperl ist nämlich polyglott!
Ich kann mich gar nicht erinnern, wann ich zuletzt im Kasperltheater war. Das ist schon etliche Jahre her, aber das Festival hat mich davon überzeugt, dass Kasperltheater nicht nur was für Kinder ist!
Den Anfang machte Maria Bernlochner von „Marias Puppentheater“ aus München. Sie sprang kurzfristig für die „Puppenbühne Zappelfetzn“ aus Österreich ein, die krankheitsbedingt absagen musste. Mit einfachsten Mitteln – zwei Leitern und ein paar Bahnen Stoff – entstand die Bühne für den Auftritt vom Kasperl, seiner Oma und der Hexe, bei denen sich alles um die Feuerwehr und einen Feuerlöscher drehte: Damit seiner Oma auch wirklich nichts passieren kann, besorgt ihr der Kasperl einen Feuerlöscher. Während der Kasperl unterwegs ist, hält die Oma ein Zwiegespräch mit Maria:
„I ruaf jetzt bei da Feierwehr o!“
„Ham dir ned olle gsogt, des derf ma ned?“
„Ja und? I mach, wos i wui! Wähl du!“
„Naaa, I wähl ned! I mach mi hier nicht zum Mittäter!“
Wie alle anderen fange ich unweigerlich an zu lachen. Ganz schön stur, die Oma! Aber der Seppl von der Feuerwehr rückt ihr den Kopf schon zurecht! Dann klaut die Hexe Omas Feuerlöscher. Der Kasperl muss ihn zurückholen – und jubelt der Hexe kurzerhand eine umetikettierte Flasche Sprühsahne unter: „Des merkt die eh ned!“ Den größten Spaß hatten aber die Kinder, als der Kasperl und die Oma den Feuerlöscher getestet haben. „Ja wos schrein denn die alle so?“, fragt die Oma den Kasperl. Und der antwortet: „I glaub, die san a bisserl nass worn …“ Schade, dass ich nicht auch in der ersten Reihe saß. Eine kleine Abkühlung wäre nicht schlecht gewesen!
Die zweite Aufführung „È tutta `rrobba `bbona“ war ein ganz besonderes Schmankerl im Stil der „guarattelle“, wie in Neapel die Aufführungen mit den typisch neapolitanischen Handpuppen genannt werden. Der Puppenspieler Ciro Arancini hat Pulcinella mitgebracht, der unsterblich in Teresina verliebt ist und ihr das unter ihrem Balkon mit einem Ständchen im Tarantella-Rhythmus lauthals kundtut. Das ruft einige arrogante Gestalten auf den Plan, gegen die sich Pulcinella zur Wehr setzen muss. „Uè uè! Qui non si canta. Voglio dormire!“, bekommt Pulcinella von „Capa janca“ zu hören: „Hier wird nicht gesungen. Ich will schlafen!“ Danach wird Pulcinella von einem Hund, der die Ängste eines jeden Menschen repräsentiert, angegriffen. Ihn gilt es zu bändigen, bevor Pulcinella mit seinem Ständchen fortfahren kann. Hilfe bekommt Pulcinella vom Hundebesitzer Don Pasquale, der den Hund aber nur dazu benutzt hat, Pulcinella Geld abzuknöpfen: „Devi pagare!“: „Du musst bezahlen!“ Doch Pulcinella lässt sich nicht unterkriegen und schafft alle Störenfriede aus dem Weg. Endlich erhört ihn Teresina und er kann ihr gestehen, dass er sie schön findet und gerne „abbusseln“ würde, was Teresina dann auch geschehen lässt. Die Kinder, obwohl sie vom Text nicht viel verstanden haben, waren ganz begeistert und ließen sich am Ende nur allzu gerne selbst von Pulcinella abbusseln: „Smackete!“ Auch mir war Pulcinella gleich sympathisch – sicherlich auch, weil er mich an meinen Urlaub in Neapel erinnerte, wo eine kleine Pulcinella-Büste in der Via dei Tribunali steht. Reibt man an Pulcinellas Nase, soll das Glück bringen!
Als sich der Vorhang des dritten Kasperltheaters öffnete, war ich überrascht. Ich hatte nicht mit einem so aufwendigen Bühnenbild aus kleinen Häusern gerechnet, in die die Puppen sogar hineingehen konnten. Michaela und Rainer Lenzenweger vom „Zwettler Kasperlhaus“ in Oberösterreich haben hier viel Liebe zum Detail bewiesen. Ihre Geschichte heißt „Kasperl will was werden“ und erzählt davon, dass sich der Kasperl auf Drängen seiner Oma einen Beruf suchen will:
„Oh mei, oh mei! Entweder isst du oder du schläfst oder du machst Späße. Aber was G‘scheites machst du eigentlich nie in dei’m Leben. Ich finde es aber Zeit, dass du auch mal was Ordentliches machst. Du solltest amal was Richtiges arbeiten!“
„Ja, Großmutti, das ist eine gute Idee. Das mach ich. Ich such mir gleich einen schönen Beruf. Baba, Großmutti!“
Zuerst versucht sich der Kasperl als Automechaniker, dann als Bäcker und schlussendlich als Arzt – und verärgert mit seinen unkonventionellen Behandlungsmethoden die Hexe so sehr, dass sie aus Rache einen Zaubertrank braut, der den Kasperl in ein Krokodil verwandeln soll. Anstatt ihn selbst trifft es aber durch Zufall die echte Ärztin und jetzt muss der Kasperl in den Wald zur Hexe, um die Ärztin zu retten. Mit einer List schafft er es schließlich, das Gegenmittel von der Hexe zu bekommen, verwandelt die Ärztin zurück und die Hexe wird vertrieben.
Danach war wieder ein Kasperltheater aus Bayern an der Reihe. Seit 2013 treten Traudl und Peter Schröder mit ihrem „Kasperls Spuikastl“ schon im Freilichtmuseum auf und begeistern mit ihren Geschichten Klein und Groß. Im Jahr 2016 haben sie das Kasperltheater-Festival ins Leben gerufen, haben seither auch die künstlerische Leitung inne und kümmern sich um die Organisation. In ihrem diesjährigen Stück geht es um einen dummen Räuber. Der Teufel möchte, dass der Räuber die Kuchenform der Großmutter klaut und verspricht ihm einen Sack Geld, dessen Inhalt sich mit etwas Glück verzehnfachen soll, wenn der Räuber ihn in den magischen Automaten steckt. Doch aus dem Automaten kommt nichts raus. Der dumme Räuber lässt sich einen zweiten Auftrag aufschwatzen – angeblich mit dem tausendfachen Verdienst von vorher. Diesmal soll er die Großmutter entführen, die den Räuber nach ihrer Entführung noch warnt:
„Der Deifi haut di übers Ohr, glaub mir des!“
„Warum sollt mi der Deifi aufs Ohrwaschl haun?“
„Bist du deppert! Übers Ohr! B’scheißn duat er di, glaab’s ma!“
Der Teufel kommt, gibt dem Räuber wieder einen Sack Geld und trägt ihm auf, das Geld in den magischen Automaten zu stecken. Als wieder nichts rauskommt, klärt die Großmutter, die sich inzwischen mithilfe des Kasperls, des Seppl und der Frau Eule befreien konnte, den dummen Räuber auf: „Wia vui is tausendmoi nix?“ Da fällt endlich der Groschen beim dummen Räuber: „Tausendmoi nix is a nix!“ Was soll ich sagen? Am liebsten hätte ich dem Räuber tatsächlich „aufs Ohr gehaun“, um seinem Verstand ein wenig auf die Sprünge zu helfen!
Und mit einer weiteren Maria schließt sich der Kasperltheater-Kreis fast so, wie er begonnen hatte. Der Kasperl von „Marias Kasperltheater“ sucht nach seinem Talent! Maria Reiser beteiligt die Kinder ganz viel am Stück, indem sie mit ihnen singt! Vor allem die Kleinsten haben großen Spaß daran und singen fleißig mit, zum Beispiel „Bruder Kasperl“ – dirigiert vom Seppi. Dann trifft der Kasperl auf den Polizisten, dessen Talent das Jodeln ist. Er versucht, es dem Kasperl beizubringen, aber außer „Knödeli, Dödeli“ kommt nicht viel dabei raus. Der schüchterne, ängstliche Hahn erzählt dem Kasperl vom Yoga und macht mit den Kindern Atemübungen. Aber der Kasperl stellt fest, dass weder Jodeln noch Yoga zu seinen Talenten gehören. Als Nächstes trifft er auf eine Schildkröte, die Kinderlieder pfurzen kann, was sie dann auch gleich geräusch- und geruchvoll vorführt. Der Kasperl ist entsetzt: „Ja pfui deifi!“, und fragt lieber die Eule nach ihrem Talent. Die lässt doch tatsächlich den Kasperl mit ihren Schlafliedern innerhalb weniger Sekunden wegnicken – und schon hat der Kasperl sein persönliches Talent entdeckt: Er kann ganz besonders gut schlafen! Und dann verabschiedet sich auch der letzte Kasperl vom Festival mit den Worten: „Und diese Kasperlgeschichte ist jetzt aus. Pfiat eich, Kinder! Pfiat eich!“
Auf ein Wiedersehen im nächsten Jahr zum neunten Kasperltheater-Festival im Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum Schliersee!
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2023/07/Zwettler-Kasperlhaus-5.jpg11522048Kathrin Zotthttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngKathrin Zott2023-07-29 09:15:102023-08-06 11:28:23Seid ihr alle da? – Kasperltheater-Festival im Markus-Wasmeier-Freilichtmuseum
Das war er, der diesjährige Sixtus Lauf am Schliersee 2023.
Am Samstag, den 20. Mai 2023, fand die 11. Auflage der beliebten Lauf-Veranstaltung am Schliersee statt.
Es waren etwa 1.650 Teilnehmer am Start bei den bekannten drei landschaftlich reizvollen Strecken von 7,5 km, 10 km und 21,1 km zwischen See und den umliegenden Bergen. Es waren auch wieder viele Kids dabei beim Kinder- und Jugendlauf. Sehr zur Freude der Organisatoren starteten 180 Kinder und Jugendliche auf den drei Distanzen 500 m, 1.000 m und 2.000 m. Jeder bekam von Kuramtsleiter Mathias Schrön eine Medaille umgehängt.
Moderatorin Sabine Kirchmair begleitete das Event gelungen am Mikrofon und sorgte für durchgehende Information und Unterhaltung. Gemeinsam mit Bürgermeister Franz Schnitzenbaumer und Thomas Neubourg von Sixtus begrüßte sie die Sportler*innen und Zuschauer*innen.
Um 14:00 Uhr war der Startschuss für die Erwachsenen, zum ersten Mal neu dieses Jahr rhythmisch begleitet von der Saxophonhorde von Andreas Hüüs. Groß war die Schlange am Massagestand nach dem Rennen, an dem die Teilnehmer*innen sich kostenfrei auf Spendenbasis massieren lassen konnten.
Pünktlich um 17:00 Uhr startete die Siegerehrung. Die Bestzeiten auf der Halbmarathon-Distanz sicherten sich Lennart Nies mit einer Zeit von 1:15:29 Stunden und Nelly Raßmann, die die Strecke in nur 1:25:34 Stunden absolvierte.
„Das alles ist nur möglich dank der großartigen Unterstützung unserer Partner und Sponsoren, der Gemeinde Schliersee und den vielen Helferinnen und Helfern von Feuerwehr, BRK und den unterstützenden Sportvereinen“, so Veranstalter Florian Hornsteiner von flowmotion.
Besonders auffällig war das Printdesign des diesjährigen Laufshirts, das von Illustratorin Katharina Bourjau gestaltet wurde und von den Sportlerinnen und Sportlern gern getragen wurde.
Weitere Informationen zur Veranstaltung und Ergebnisse gibt es auf www.schliersee-lauf.de.
Eine Kuh, die baden geht, ein brennendes Elektroboot und ein Heißluftballon, der auf dem Schliersee notwassert: Dass die Arbeit als Wasserretter eintönig wäre – darüber können sich die Mitglieder der Wasserwacht Schliersee nun wahrlich nicht beschweren. In den vergangenen Jahren waren die Helfer in zahlreichen herausfordernden und spannenden Fällen rund um das kühle Nass im Einsatz. Zeit, die Arbeit der rund 40 aktiven Ehrenamtlichen der Ortsgruppe Schliersee einmal genauer vorzustellen.Weiterlesen
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2018/06/KW25_Wasserwacht-Schliersee_Motiv-12.jpg15362048Sandra Leuhttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngSandra Leu2018-06-22 11:11:272018-06-22 11:11:27Einsatz rund ums kühle Nass: Die Wasserretter vom Schliersee
Nicht nur, dass Schliersee eine ausgezeichnete Wander- und Freizeitsportdestination ist – Stichwort „Erlebnispfad“ ‒ (weitere Informationen), auch für Kinder gibt es zahlreiche und vielfältige Angebote während der bayerischen Sommerferien.
Sehr beliebt, auch bei den einheimischen Kindern, ist das Ferienprogramm Schlierachtal 2017 der Gemeinden Miesbach, Schliersee und Hausham. „Das kunterbunte Angebot reicht vom Waldabenteuer, Töpfern bis hin zu erlebnisreichen Ausflügen. Auch Sportbegeisterte kommen auf ihre Kosten. Ein Graffiti-Workshop ist genauso angesagt wie Blicke hinter die Kulissen von Apotheke, Krankenhaus, Tierarzt, Feuerwehr und Polizei.“ (Christian Mittermaier – Jugendreferent der Stadt Miesbach). Das ganze Programm und die Anmeldebedingungen finden sich unter www.ferienprogramm-schlierachtal.de.
Familien-Pferdewanderung zur Stadlbergalm: Viele Kinder sind Wandermuffel, aber Pferdeliebhaber. Diese Pferdewanderung kombiniert beides: die schöne Voralpenlandschaft und das Erlebnis mit den Tieren. Unser Pferdewanderwagen transportiert Rucksack und Getränke und hat zur Not auch ein paar Plätze für „müde“ Kinder. Nach der Einkehr auf der Alm geht es wieder zurück nach Schliersee. Kosten: 15,00 € für Erwachsene, 10,00 € für Kinder, vorab zahlbar direkt beim Veranstalter; Einkehr in die Alm auf eigene Kosten. Ausrüstung: Wanderschuhe, Getränk, Regenschutz. Maximal 16 Teilnehmer, Anmeldung bei der Gäste-Information Schliersee, Tel. 08026-60650. Die Familien-Pferdewanderung zur Stadlbergalm findet an folgenden Terminen statt (jeweils donnerstags von 11:00–15:00 Uhr): 10.08., 31.08. und 07.09.
Pferdekutschenfahrt für die Kleinen: Auf einer Pferdekutsche durch die alpine Landschaft brausen ‒ das ist ein tolles Abenteuer. Die Tour führt nach Althausham und dauert ungefähr eine Stunde. Kosten: Gäste mit Gästekarte (Schliersee, Fischbachau und Bayrischzell) kostenfrei, sonst 10,00 €. Kinder ab 6 Jahre, jüngere in Begleitung eines Erwachsenen. Kinder haben Vorrang! Maximal 10 Teilnehmer. Anmeldung bei der Gäste-Information Schliersee, Tel. 08026-60650. Die Pferdekutschfahrten für die Kleinen finden an folgenden Terminen statt (jeweils mittwochs von 14:00–15:00 Uhr): 02.08., 16.08. und 30.08.
Fischers Fritz fischt frische Fische: Wie das geht, das erfahren Sie und Ihre Kinder von erfahrenen Fischern an deren Bootsplatz in Schliersee. Welche Fische sich im Schliersee tummeln und sich vor den Badegästen verstecken, oder wie man sie vom Bootssteg bzw. vom Boot aus auf dem See fängt, wird hier erklärt, und Sie dürfen beim Fang zusehen. Ein kleiner Spaziergang führt dann zur Bootshütte der Berufsfischer, und zum Abschluss gibt‘s eine Kostprobe vom geräucherten Fisch. Kosten: Gäste mit Gästekarte (Schliersee, Fischbachau und Bayrischzell) kostenfrei, sonst 5,00 €.Fischers Fritz fischt frische Fische findet an folgenden Terminen statt (jeweils montags 9:00–11:00 Uhr): 31.07., 07.08., 14.08., 21.08., 28.08. und 04.09.
Wie wäre es mit einer Bootsfahrt über den See? (weitere Informationen) Mit der MS Schliersee III oder aus eigener Kraft mit einem Ruder- oder Tretboot? Oder sogar angetrieben, allein durch den Wind, mit einem Segelboot? Die Gäste-Information Schliersee bietet NEU in diesem SommerSchnuppersegeln an. Natur pur erleben! Segeln ist ein naturverbundenes Freizeitvergnügen für jedes Alter, das immer einen Hauch von Abenteuer aufkommen lässt, wenn das Boot mit dem Wind im Segel durchs Wasser gleitet. Zweistündiger Schnuppersegelkurs für mind. 2 bis max. 4 Personen. Treffpunkt: Segelsport Oberland, Segelschule am Milchhäusl, Schliersee. Kosten: Gäste mit Gästekarte (Schliersee, Fischbachau und Bayrischzell) 10,00 €, sonst 25,00 €. Anmeldung unbedingt erforderlich bei der Gäste-Information Schliersee, Tel. 08026-60650. Die Termine werden wetterbedingt kurzfristig bekanntgegeben.
Ein kurzweiliger Wanderspaß für Kinder sind die „Tegernseer Spürnasen“, bei denen der Kraxl Maxl auf zehn Kinderabenteuerrouten die Alpenregion Tegernsee-Schliersee spielerisch näherbringt. Bereits mit drei erwanderten Zielen wird man Bronze-Entdecker, bei fünf Touren Silber-Entdecker, und bei sieben Wanderungen wird man als Gold-Entdecker ausgezeichnet. Für Kinder von vier bis zwölf Jahren.
Wir wünschen allen Familien, Eltern, Großeltern, Kindern und Enkelkindern einen schönen und erlebnisreichen Urlaub und schöne Ferien in und am Schliersee!
[tourim-redakteur]
https://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2017/07/csm_Familienwanderung_Seerundweg_3dc1abfa61.jpg6751200Ursula Höllerlhttps://magazin.schliersee.de/wp-content/uploads/2015/12/Logo-Magazin-300x158.pngUrsula Höllerl2017-08-03 09:00:482018-04-24 11:36:40Ferien mit Kindern ‒ Freizeitgestaltungstipps
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