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Korndrescher im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Erntedank im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Im Takt der Dreschflegel

Am vergangenen Wochenende konntest du im Markus Wasmeier Freilichtmuseum erleben, wie früher Korn gedroschen wurde. Die Korndrescher aus Ainring bei Freilassing zeigten mit Dreschflegeln, wie die Körner aus den Ähren geschlagen wurden.

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Weitere Informationen

Die Korndrescher kommen nach Schliersee ins Freilichtmuseum, um diese alte Arbeit vorzuführen und damit in Erinnerung zu halten. Gedroschen wurde auf diese Weise noch bis in die 1960er-Jahre hinein. Besonders wichtig war beim Dreschen der gemeinsame Rhythmus. Mehrere Dreschflegel schlugen abwechselnd auf das ausgebreitete Getreide. Damit niemand aus dem Takt kam, wurden früher Sprüche aufgesagt. Musik gab es bei der Arbeit nicht. Für die Besucher im Freilichtmuseum wurde die Vorführung diesmal musikalisch begleitet.

Auch die Kinder durften selbst einen Dreschflegel in die Hand nehmen und ausprobieren, wie sich diese Arbeit anfühlt. Dabei merkt man schnell, dass es nicht nur Kraft braucht. Auch Bewegung und Rhythmus müssen stimmen. Mit dem Dreschen allein war die Arbeit früher noch nicht beendet. Zwischen den Körnern blieben Spreu, kleine Strohteile und Staub zurück. Wie einer der Korndrescher erklärte, wurde das Getreide deshalb anschließend gesiebt und mit einer Windfege weiter gereinigt. Dabei wurden die leichteren Bestandteile vom schwereren Korn getrennt. Was heute Maschinen übernehmen, bedeutete damals viel Handarbeit und gehörte ganz selbstverständlich zum bäuerlichen Jahreslauf.

Feierliche Feldmesse

Am Vormittag wurde außerdem an der Kapelle im Freilichtmuseum Erntedank gefeiert. Mit dabei waren auch drei Generationen der Familie Wasmeier. Spürbar war dabei wieder, wie viel Liebe im Detail steckt, von der Organisation bis zum liebevoll gestalteten Erntedankkorb. Den Gottesdienst leitete Barbara Kainz, die neue Pfarrverbandsbeauftragte für Schliersee. Ihre offizielle Einführung findet am kommenden Sonntag um 10:00 Uhr in Westenhofen statt. Für die musikalische Begleitung der Feldmesse sorgte Monika Eckl.

Eindrücke von der Erntedankmesse siehst du in unserem Reel: https://youtube.com/shorts/V5dboD6Hzds

Porträt von Judith Weber

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin seit mehr als zehn Jahren für das Schliersee Magazin unterwegs. Ich erzähle von den Menschen, Orten und Neuigkeiten rund um Schliersee und halte besondere Begegnungen in Texten, Fotos und Videos fest.

Markus Wasmeier Freilichtmuseum: Erntedank 2024

Erntedank ist das Fest der Dankbarkeit. Heute besuche ich bei strahlendem Sonnenschein das Erntedankfest im Markus Wasmeier Freilichtmuseum: Allein das ist ein guter Grund, dankbar zu sein.

 

 

Stimmungsvolle Feldmesse

Als Diakon Alois Winderl zum Beginn der Feldmesse erzählt, wie er die Herfahrt zum Markus Wasmeier Freilichtmuseum am Morgen erlebt habe und wie dankbar er sei, das alles erleben zu dürfen, habe auch ich schöne Bilder im Kopf: das rote Kulturherbst K auf dem Kirchbichl – meine Vorfreude auf den Schlierseer Kulturherbst ist groß –, die Fahrt am See entlang mit Blick auf die Insel Wörth – mit Freude erinnere ich mich an die Zeit, als ich dort gearbeitet habe – und im Hintergrund die herrlich in den Herbstfarben leuchtenden Berge. Es ist einfach perfekt.

Und ja, ich bin dankbar, dass ich als Redakteurin für das Schliersee Magazin unterwegs sein darf. Diakon Alois Winderl zelebriert eine stimmungsvolle Feldmesse, bringt die Zuhörer immer wieder zum Nachdenken, aber auch zum Schmunzeln. Die Dankbarkeit, die an Erntedank im Mittelpunkt stehen sollte, hat sicher jeder im Kopf – jeder auf seine Weise. Besonders schön ist auch die gefühlvolle musikalische Begleitung von Monika Eckl mit dem Akkordeon. Markus Wasmeiers Vater, Günther, ein begabter Restaurator und Lüftlmaler, hat damals die wunderschöne Heilig-Kreuz-Kapelle eigenhändig erbaut. Schön, dass auch er heute dabei ist. Für die Erntedank-Messe ist der Altar vor der Kapelle liebevoll mit Sonnenblumen und Kerzen geschmückt und daneben steht ein großer Korb voller frischem Obst und Gemüse. Die Herbstsonne blitzt durch die bunten Blätter der Bäume und verleiht dem altbayerischen Dorf eine besonders stimmungsvolle Atmosphäre.

Nach der Messe trafen sich alle im Biergarten des Restaurants „Zum Wofen“.  Auch für Kinder war einiges geboten. Neben den verschiedenen Tieren und den Spielstationen kam am Nachmittag zusätzlich noch Wurlitz, der kleine Troll, der sogar die Großen begeisterte.

 

Dankbarkeit an Erntedank

„Ein geschenkter Tag ist das heute“, sagt ein Freund zu mir. Diese Redewendung verwendet man, wenn ein Herbsttag bei uns schöner ist, als man es selbst erwartet hat. Der Tag heute im Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist wahrlich ein Geschenk.

Danke, Gitti und Markus!

 

 

Das Markus Wasmeier Freilichtmuseum ist diese Saison noch bis zur Leonhardifahrt von Schliersee nach Fischhausen, am 3. November 2024, geöffnet. https://www.wasmeier.de/

 

 

 

[tourim-redakteur]