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Mehrtagestour mit Hüttenübernachtung

Wandern am Schliersee

Die Monate September und Oktober sind fantastische Wandermonate. Tagsüber nicht mehr so heiß wie im Hochsommer, noch kein Schnee und noch relativ lange Tage.

Wenn du schon immer mal mit dem Gedanken einer Mehrtageswanderung gespielt hast, solltest du es unbedingt ausprobieren.

Hier kommt ein Vorschlag für eine anspruchsvolle Dreitagestour mit Übernachtungen in Berghütten.

 

Was packe ich in meinen Rucksack:

Du solltest einen Rucksack mit einem Volumen von ca. 25‒30 Litern auswählen, damit du alle wichtigen Utensilien reinbekommst und nicht jeden Morgen Tetris spielen musst.

Für die Übernachtungen auf der Hütte benötigst du einen Schlafsack (hier reicht dieses Jahr wegen der Corona-Bestimmungen leider kein Hüttenschlafsack), deinen Kulturbeutel mit kleinem Handtuch, Zahnputzzeug und persönlichen Hygieneartikeln. Zudem solltest du dicke Socken oder Hüttenschuhe als Hausschuhe einpacken, denn es ist nicht nur angenehm, nach einem langen Wandertag abends die Bergschuhe auszuziehen ‒ diese müssen sogar abgelegt werden.

Du solltest unbedingt eine Regenjacke und eine warme Jacke (Daune, Primaloft) dabeihaben, das Wetter in den Bergen kann sich schnell ändern. Lange Hose, kurze Hose, zwei T-Shirts und ein Longsleeve.

Ich würde dir einen Satz trockene Klamotten für die Hütte nahelegen und was zum Schlafen. Generell empfiehlt sich Kleidung aus Merinowolle, denn diese neutralisiert ihren Geruch unterwegs.

Dünne Handschuhe und Mütze sollten auch im Rucksack sein, genauso wie eine Stirnlampe, Sonnencreme und ein kleines Erste-Hilfe-Set. Ein Handy gehört auch zur Notfallausrüstung und bietet zusätzlich die Option als Fotoapparat für bleibende Erinnerungen.

Du solltest einen Ausweis bei dir haben und etwas Bargeld, da man auf vielen Hütten nicht mit Karte bezahlen kann.

Für deine Tagesetappen solltest du mindestens einen Liter zum Trinken dabeihaben. Deine Flasche kannst du ‒ wann immer möglich ‒ zwischendurch auffüllen.

Du solltest dir überlegen, mit Wanderstöcken zu gehen. Das entlastet deine Beine und bietet Sicherheit und Stabilität, vor allem, wenn die Beine langsam müde werden.

Vergiss nicht einen Regenschutz für den Rucksack!

Auch wenn du vorhast, mittags einzukehren, würde ich etwas Proviant als Notreserve einpacken (Riegel, Nüsse oder Ähnliches).

Am wichtigsten sind die Wanderschuhe. Es ist weniger ratsam, mit ganz neuen Schuhen auf eine Tour dieser Größenordnung zu gehen. Trage bequeme, möglicherweise wasserdichte Schuhe mit gutem Profil. Auch ordentliche Socken sind nicht zu vernachlässigen (hier reichen dir zwei Paar).

 

Die Route:

Schwierigkeit: schwer

Länge: 38,2 km

Höhendifferenz: 2600 Hm

Empfohlene Jahreszeit: Mai‒Oktober

Ausgangspunkt: Bahnhof Neuhaus

Endpunkt: Bahnhof Neuhaus

   

 

Gesamt: 38,2 km, 2600 Hm

  • Tag 7 km, 900 Hm
  • Tag 11 km, 770 Hm
  • Tag 20,2 km, 930 Hm

 

 

1. Tag: 7 km, 900 Hm

Wir starten am Bahnhof in Neuhaus (kostenpflichtige Parkplätze sind am Bahnhof verfügbar). Wir suchen uns den Weg durch Neuhaus bis zum Beginn des Forstwegs durch den Dürnbachwald, der uns recht steil in Serpentinen zur Ankl-Alm (1311 m) bringt. Hier gibt es momentan nur Getränke zur Selbstbedienung.

Weiter geht es über den Nordgrat auf einem alpinen Steig (Trittsicherheit erforderlich) auf die Brecherspitz (1685 m), einen der markantesten Gipfel der Region und bereits vom Schliersee aus sichtbar. Hier erleben wir unser erstes Gipfelglück mit hochragendem Gipfelkreuz und einer Aussicht auf zwei Seen: den Schliersee und den Spitzingsee. Der Eintrag ins Gipfelbuch sollte nicht vergessen werden.

Hier haben wir mit den höchsten Punkt unserer Tagesetappe erreicht, und es geht nun nur noch bergab. Wir folgen dem Weg Richtung Westen. Nun ist ein kurzer Abstecher zu Freudenreichkapelle möglich (tolles Fotomotiv), bevor wir hinabsteigen zur Oberen Firstalm, wo wir die erste Nacht „am Berg“ verbringen.

 

2. Tag: 11 km, 770 Hm

Der zweite Tag startet gemütlich. Zuerst geht es bergab vorbei an der Unteren Firstalm und weiter bergab bis zum Spitzingsee. Entlang des Nordufers gelangen wir zum Spitzingsattel, bevor es wieder anstrengender wird.

Hier beginnt der Anstieg hinauf zur Schönfeldhütte (1410 m) ‒ einer lohnenden Einkehr ‒ und weiter zum ersten Gipfel des Tages: dem Taubenstein (1692 m). Hier sind die größten Strapazen des Tages schon hinter uns. Der Panoramaweg führt uns ohne große Höhenunterschiede bis zum Rotwandhaus und zum Rotwandgipfel (1884 m), dem höchsten Punkt unserer gesamten Tour. Die zweite Nacht verbringen wir im Rotwandhaus. Die Aussicht ist wirklich beeindruckend.

 

3. Tag: 20,2 km 930 Hm

Der letzte Tag hat es noch mal in sich. Am Morgen des dritten Tages geht es wieder zuerst gemütlich bergab zurück zum Ort Spitzingsee auf einer Forststraße, die im Winter eine hervorragende Rodelbahn ist. Kurz der Valepp flussabwärts folgend, zweigt schon bald der Wanderweg zum Stolzenberg (1609 m) ab. Steil bergauf, zuerst auf einem Forstweg zu den Haushamer Almen, bald frei bis auf den Stolzenberg, der tolle Ausblicke bietet. Von dort folgen wir dem Wanderweg über den Rotkopf, die Jagahüttn, Stümpfling, Suttenstein bis zum Bodenschneidgipfel (1669 m). Hier bietet sich uns ein beeindruckender Blick ins Nachbartal auf den Tegernsee.

Letzte Einkehrmöglichkeit ist dann das Bodenschneidhaus (1365 m), bevor wir uns auf den Weg zurück ins Tal machen. Der Rückweg ist nicht mehr schwierig oder technisch, hauptsächlich Forststraße und am Ende am Dürnbach entlang bis zum Ausgangspunkt Bahnhof Neuhaus.

Der Bach bietet sich an, um die erschöpften Füße nach dieser langen Tour zu kühlen.

Wem die letzte Etappe zu lang ist, kann diese noch aufteilen, eine Nacht im Bodenschneidhaus verbringen und die Runde am vierten Tag beenden.

Die Übernachtungshütten müssen unbedingt vorher kontaktiert und ein Bett vorab reserviert werden!

 

Ich wünsche dir viel Spaß bei deinem Wanderabenteuer und Berg heil!

 

 

Susanne Viehweger Susanne Viehweger

Dipl. Sportwissenschaftlerin & Outdoor Enthusiast. Arbeitet als Community Managerin & Outdoorguide. Mit ihrem eigenen Unternehmen 'Happy Moving Outdoors' (www.happymovingoutdoors.de) vermittelt sie Leidenschaft für den Sport an der frischen Luft.

 

 

 

Einfach magisch: Nebelstimmung am Spitzingsee

Schon tausendmal gesehen, aber plötzlich ganz neu wahrgenommen. Kenn ihr das? Nebel gibt altbekannten Orten ein ganz neues Gesicht. Dieser weiße Schleier, der die Natur einhüllt, verleiht ihr einen ganz besonderen Zauber. So geschehen neulich am Spitzingsee. Warum die Spitzingseerunde unterhalb von Brecherspitz, Rotwand und Stümpfling auch bei Nebel einen Spaziergang wert ist, zeige ich euch in dieser magischen Momentaufnahme.

 

 

Wir folgen den Hinweisschildern in Richtung Stümpflingbahn – und parken das Auto in einer der ausgewiesenen Haltebuchten entlang des Lyrawegs am Südufer des Sees. Von dort aus führen verschieden Pfade direkt runter zum Seeufer. Wir starten am Bootsverleih Spitzing und genießen den nebelverhangenen Ausblick in Richtung Nordspitze sowie die bunten Farbkleckse der Tretboote. Für herbstlich nasse Regentage empfehlen sich in jedem Fall Gummistiefel, damit ihr trockenen Fußes um den Spitzingsee kommt.

 

Genau hinsehen, die Natur entdecken

 

Weiter geht’s auf Waldpfaden entlang der Uferpromenade. Wer kleine Entdecker dabei hat, genießt die Ein- und Ausblicke in den herbstlichen Wald. Entlang der sumpfigen Kuhweiden im Nordwesten des Sees wächst im Spätsommer pinkes und hellrosafarbenes Springkraut. Wer auf die prallen, geschlossenen Blütenköpfe drückt, kann miterleben, wie kraftvoll diese Pflanze ihre Samen wegschleudert ‒ ein Effekt, den meine Kinder lieben. Auch Insekten, Schnecken und andere Kleintiere lassen sich am Wegesrand bestaunen.

 

Begegnung mit Kuhglocken und Weidetieren

 

Unter dem Geläut der Kuhglocken quert ihr die Almwiese im Nordwesten des Sees. Mein Tipp für eine Mini-Meditation im Alltag: Einfach mal die Augen schließen und dem sanften Kling-Klong der Kuhglocken lauschen. Übrigens: Wenn ihr unsicher seid, wie ihr euch den Weidetieren gegenüber verhalten sollt, findet ihr hier die wichtigsten Verhaltensregeln auf der Alm – auf den Punkt gebracht von meiner Kollegin Angelika Prem: https://magazin.schliersee.de/verhaltensregeln-auf-der-alm/

 

Einen herrlichen Ausblick auf den nebelverhangenen See genießt ihr vom Nordufer aus. Dunkel und ein wenig mystisch liegt der Spitzingsee da. Der dichte, weiße Dunst über Wasser und Boden verleiht der Szenerie etwas Märchenhaftes, Unwirkliches. Zeit, um tagzuträumen und euren Gedanken nachzuhängen.

 

Faszinierende Zuflüsse für kleine Entdecker

 

Besonders schön für Kinder sind die zahlreichen kleinen Zuflüsse zum See. Hier immer mal stehen bleiben und staunen, wie alles im Fluss ist, sich Berg- und Seewasser vermischen. Auch die Pflanzen und Gewächse am Ufer des Sees sind faszinierend zu beobachten. Die magische Nebelkulisse verleiht den kunstvollen Naturgebilden ihren ganz eigenen Charme.

 

Nach eurem Rundweg um den Spitzingsee dürft ihr euch natürlich noch ein wenig ausruhen und entspannen. Einfach an der Seepromenade am Ostufer Platz nehmen und den Ausblick in die nebelverhangene Landschaft genießen. Tief einatmen und die unzähligen kleinen Wassertropfen in der feuchten Luft spüren.

 

Zu guter Letzt: einkehren und austoben

 

Wer mag, kehrt auf ein Jausenbrettl oder eine Portion Kaiserschmarrn in der Spitzing Alm des Arabella Alpenhotels ein. Kleine Abenteurer, die noch genug Power haben, können sich unterdessen auf dem Seespielplatz austoben.

 

Dauer

Der Rundweg um den Spitzingsee ist etwa 3,5 Kilometer lang. Für eine gemütliche Wanderung mit einigen Panorama-Pausen benötigt ihr ca. 60‒90 Minuten.

 

 

Spitzing Alm am See

Seeweg 7a
83727 Schliersee

Tel.: 08026/79 88 13
Web: https://www.spitzing-alm.de

 

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Alperie – der Alpenbiergarten in Neuhaus

Junge Idee und junges Team

Entstanden ist die „Alperie“ aus einer Idee während der Corona-Zeit, einen Pop-up-Biergarten auf der Fläche neben dem ehemaligen Restaurant „Sachs“ einzurichten. „Da sich das Restaurant ebenfalls im Familienbesitz befindet, hat es sich angeboten, das mit einzubauen“, sagt Sebastian. Schließlich regnet es auch in Schliersee hin und wieder. In den letzten acht Wochen hat das Betreiberteam mit Nici, Sebastian, Fabian und Marco ein Konzept erarbeitet. Die Alperie ist ein Restaurant mit Saal, gemütlicher Galerie mit Bar und Gastgarten direkt am Haus. Zusätzlich entstehen der weitläufige Alpenbiergarten mit Blick auf Jägerkamp und Brecherspitz, der sich an die Topografie der Landschaft anpasst, die Eventfläche „Alpinium“ und der kleine Schliersee mit Insel. In dem kleinen See werden bald auch „Little-Schliersee-Forellen“ schwimmen.

 

 

„Aus dem Ort und für den Ort“

Gekocht wird frisch und regional unter der Leitung von Küchenchef Jan. „Bioqualität und Regionalität sind uns wichtig“, unterstreicht der Küchenchef. „Nach dem Motto von Monaco bis Neuhaus sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. “Unsere Speisekarte wird lebendig sein“, sagt Sebastian. Du kannst etwa Fische von der Fischerei Schliersee probieren, und auch fast alle anderen Produkte kommen aus der Region. Avocados oder Thunfisch sucht man vergebens auf der Karte. „Auch die Getränkekarte haben wir entsprechend angepasst“, sagt Marco. So findest du beispielsweise das Bier von Markus Wasmeier, dessen Museum ja in direkter Nachbarschaft liegt, oder „The Duke Gin“ aus München auf der abwechslungsreichen Getränkekarte.

Ziel: Einen schönen Platz schaffen

Besonders stolz ist das Alperie-Team auf den Alpengarten mit seinen vielen „Sitznischen“, in denen du bald Platz nehmen und dich verwöhnen lassen kannst. Die Eröffnung wird im Juli sein. Da sitzt du praktisch mittendrin im Kräutergarten. „Ich finde es schade, dass das Wissen über heimische Kräuter mehr und mehr verloren geht“, sagt Kräuterpädagoge Sebastian. Deshalb werden in der Alperie auch immer wieder Schwerpunkte auf bestimmte Kräuter oder heimische Pflanzen gesetzt. Zu Beginn ist das der Holunder. Die Fotografin Cordula Flegel stellt aus diesem Anlass vier Holunder-Bilder in der Galerie mit Bar aus. Dies soll in Zukunft eine Plattform für lokale Künstler oder Produzenten werden. Die grüngestrichene Wand bietet eine „lebendige Fläche“ für kreative Projekte.

 

 

Die Alperie an sich ist auch lebendig, ebenfalls ein kreatives Projekt und wird sich mit jedem Tag weiterentwickeln. Du darfst gespannt sein.

 

Alperie

https://alperie.de/

Neuhauser Straße 45

83727 Schliersee

geöffnet Mo. – So.: 12:00 – 23:00 Uhr

+49 8026 78097 50

 

 

 

Judith Weber Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

Die Josefstaler Wasserfälle: Winterwanderung im Josefstal

Wenn du Lust auf eine erholsame und leichte Wanderung im Winter hast, kannst du dich, so wie ich es getan habe, auf den Weg zu den Josefstaler Wasserfällen machen. Der Besuch dort bietet mehrere einzigartige Stationen, welche jedes Mal abhängig von Tages- und Jahreszeit auf neue Art und Weise die Faszination der Natur zeigen. Ich bin nach der Arbeit noch dort hingefahren ‒ du  kannst also auch nach Lust und Laune aufbrechen, wann du gerade Zeit hast.

 

 

Die Anfahrt

Ganz vorneweg: Wenn du mit dem Auto kommen möchtest, darfst du nur auf gekennzeichneten Flächen parken, aber du hast auch die Möglichkeit, mit dem Zug oder dem Bus zu fahren. Daher empfehle ich dir, wenn du mit dem Auto kommst, eher an einem ruhigen Nachmittag die Wanderung anzutreten. Die Josefstaler Wasserfälle befinden sich in Neuhaus, am Ende vom Josefstal. Von dort, wo ich geparkt habe, waren es nur einige Minuten bis zum Wegweiser.

 

Die Wanderung

Entlang des Hachlbachs gehe ich durch den wundervollen Wald den Wasserfällen entgegen. Fast komme ich mir vor wie in einem Zauberwald, die Gegend lädt zum Träumen ein. Es dauert nicht lange, da erreiche ich den ersten und  größten der Wasserfälle. Ich bin erstaunt über das laute Rauschen und die gewaltigen Wassermassen, die den zwölf Meter hohen Felsen hinunterstürzen. Nach einer kleinen Pause gehe ich weiter den Weg, der mich oberhalb der Wasserfälle entlangführt. Ich komme aus dem Staunen gar nicht mehr heraus, als ich die vielen weiteren Kaskaden sehe. Relativ am Ende entdecke ich noch einen recht eindrucksvollen Wasserfall, zu dem ich ein kleines Stück hinabsteige. Direkt davor setze ich mich eine Weile hin und spüre ab und an ein paar Tropfen, die mir durch den kühlen Bergwind ins Gesichts geweht werden. Vielleicht findest auch du diese Stelle und verweilst dort einen Augenblick.

 

Das Ziel

Nach einem etwas steileren Abschnitt bin ich auf einer Freifläche oben angekommen. Idyllisch plätschert der Bach vor der beeindruckenden Bergkulisse entlang. Wenn du dort ebenfalls angelangt bist, hast du viele Möglichkeiten. Entweder gehst du den gleichen Weg wieder zurück, oder du wanderst über eine Brücke noch zur Stockeralm. Diese ist zwar unbewirtschaftet, aber dennoch ein schönes Ziel. Von dort aus kannst du über die Spitzingstraße einen Rundweg machen oder ‒ wenn du eine längere Wanderung unternehmen möchtest ‒ auch Richtung Spitzingsattel und Brecherspitz gehen. Da es bald dunkel wird, spaziere ich wieder zurück und trete erfrischt meinen Heimweg an.

 

 

Meine Tipps

Ich rate dir, selber Essen und Trinken mitzunehmen, im Winter zum Beispiel einen warmen Tee. Außerdem ist es optimal, feste Schuhe zu tragen, da der Weg zu Beginn recht vereist und rutschig ist. Zudem ist eine Anfahrt mit öffentlichen Verkehrsmitteln zu empfehlenes ist umweltschonend und außerdem praktischer.

 

Mein Fazit

Egal, ob du viel oder wenig Zeit zur Verfügung hast: Diese Wanderung kann zeitlich beliebig geplant werden. Auch denn du eine Familie mit kleineren Kindern hast oder im Rentenalter bist, ist diese Route perfekt. Unabhängig von Zeit und Alter: Mit dieser Winterwanderung kannst du nichts falsch machen!

 

 

Anna Menhart Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

Meine Hot Spots am Schliersee und Spitzingsee!

Griaß eich!

Am Samstagmorgen hab ich mich aufg‘macht, um euch zu meinen persönlichen Hot Spots am Schliersee und am Spitzingsee mitzunehmen.

 

 

Die erste Station ist morgens um 9:00 Uhr der Spitzingsee, und was soll ich sagen: Man merkt langsam, wie der Tag mit Spaziergängern und Wanderern am See erwacht. Ich ging etwas am Ufer entlang, und egal, wo ich mich befand, ich sah immer interessante Perspektiven. Rund um den See war auf einmal Leben, was natürlich auch das tolle Wetter bewirkte. Der Spitzingsee ist mit seinen ca. 3,33 km Umfang für fast jeden zu bewältigen und bietet von jeder Seite wunderschöne Naturperspektiven.

Weiter ging‘s zu den Josefstaler Wasserfällen. Herrlich, wenn man den kurzen Weg durch den Wald rauf geht und von Weitem schon das Rauschen des Wassers hört. Diese Wasserfälle sind für Jung und Alt und sommers wie winters schön anzusehen. Wenn man weiter die Natur genießen möchte, geht man den schmalen Weg ca. 100 m weiter rauf, wo man dem zweiten Wasserfall begegnet. Etwas weiter oben kommt man auf eine herrliche Almwiese, die im Sommer zum Picknick einlädt. Gleich dort findet man auch den Bockerlbahn-Weg. Wer sich für eine längere Wanderung entscheidet, kann hier abbiegen Richtung Spitzingsattel und Brecherspitz.

Danach radelte ich Richtung Stögeralm. Der Weg dort rauf ist etwas steil, mithilfe meines E‑Bikes aber schaffbar. Oben angekommen, wird man mit einem tollen Ausblick belohnt.

Man sieht herrlich über den See, und auch die Natur ist einfach traumhaft von dort oben.

Mein Weg führt mich weiter Richtung Kurpark und Lauber Beach. Dort findet man immer Ansichten, die sich festzuhalten lohnen. Mein Favorit ist derzeit die Skulptur von Otto Wesendonck ‒ der Feuervogel im Spiegel von Helios. Egal, von welcher Perspektive man ihn betrachtet, er sieht immer anders aus.

Am Lauber Beach ist es herrlich, in der Sonne einen Kaffee zu trinken und am Bootssteg über den See zu blicken.

Dann ging‘s weiter zum Kirchbichl. Dort oben muss man einfach mal sein, der Blick über Schliersee ist einfach traumhaft.

Ich radelte weiter die Straße Richtung Hennerer Hof. Kurz davor links bin ich gern und lege mich in die Hängematten bei der kleinen Krainsberg-Kapelle. Dort oben sieht man auch schön zum See und kann die Ruhe und Stille genießen.

Ein Muss ist natürlich auch die Schliersbergalm. Der Blick von dort oben ist einzigartig. Ich weiß gar nicht, wie oft ich da schon war, aber man findet immer neue Blickwinkel zum Fotografieren.

Man kann den Schliersberg gut mit einer Wanderung verbinden oder wie ich mit der Bergbahn „erklimmen“.

Eine meiner Lieblingsperspektiven ist natürlich auch St. Leonhard in Fischhausen-Neuhaus. Eine kleine Kirche mitten im Grünen, umgeben von Kühen.

Rundherum um den Schliersee findet das Auge immer was, was einen zum Fotografieren inspiriert. Ich liebe es am Tag wie auch in der Dämmerung bei Sonnenuntergang, wenn alles langsam schlafen geht und die Sonne hinterm See „gute Nacht“ sagt.

Und wenn man dann noch den Ort bei Nacht sehen möchte, geht man noch auf den Weinberg. Die Kapelle St. Georg bietet einen herrlichen Blick rund um den See.

Natürlich gibt es noch viele Perspektiven zu erwähnen, ganz wichtig natürlich auch die Burgruine Hohenwaldeck, die ich leider nicht mehr geschafft habe, die aber einen Abstecher wert ist.

Ich hoffe, euch haben meine Ansichten und Perspektiven gefallen.

Wenn ihr das nächste Mal am See seid, fangt mal eure persönlichen Perspektiven ein, und ihr werdet sehen: Jeder sieht sie anders, aber alle sind gleich schön.

 

 

Der Schliersee und Spitzingsee laden einfach ein zum Festhalten.

 

Pfiats eich, bis demnächst

 

 

Sabine Hartmann Sabine Hartmann

Geboren in Ingolstadt als echte Schanzerin. Zweitheimat Schliersee. Naturmensch mit Leidenschaft zur Fotografie

 

 

 

100 Jahre Bergrettungsdienst in den Schlierseer Bergen: Die Tipps der Alpin-Experten.

„Bergsteigerinnen“ auf High Heels, eBiker am Steilhang und Wanderer, die bei einem Wadenkrampf die Rettung rufen: Quirin Loher und Sebastian Weidenthaler von der Bergwacht Schliersee haben schon so manches Abenteuer am Berg zu einem glücklichen Ende gebracht. Anlässlich des 100-jährigen Bestehens des Bergrettungsdiensts Schliersee im Roten Kreuz verraten uns die beiden ihre besten Tipps, um sicher und mit viel Spaß in den Schlierseer/Spitzingseer Bergen unterwegs zu sein.

 

 

Tag der Offenen Tür am Sonntag, 15. September

Übrigens: Wer die Arbeit der beiden und ihrer Bergwachtkollegen einmal live erleben will, ohne in einer Notsituation zu sein, der kommt am Sonntag ab 11.00 Uhr zur Bergrettungswache Schliersee in der Bahnhofstraße 15. Beim Tag der offenen Tür führen die Bergwachtler ihre Rettungsgeräte vor, zeigen ihre Wache und stellen Spezial- sowie Bergrettungsfahrzeuge aus. Für Essen, Getränke und musikalischen Unterhaltung ist gesorgt!

 

250 Notfälle im Jahr

42 aktive Bergwachtfrauen und -männer engagieren sich derzeit für die Sicherheit in den Schlierseer/Spitzingseer Bergen. Von der Brecherspitz über den Jägerkamp und die Rotwand bis hin zur Landesgrenze Österreich reicht das Einsatzgebiet der Schlierseer Bergwacht. Zu durchschnittlich 250 Notfällen im Jahr rücken die Schlierseer Bergretter aus. Im Winter sind sie außerdem von den Bergwachthütten Schönfeldalm und Stümpfling aus im Skigebiet Spitzingsee im Einsatz.

 

Notfall am Brecherspitz-Westgrat

„Im Grunde genommen sind die Schlierseer/Spitzingseer Berge ja Hügel – vergleicht man sie mal mit Gebieten wie der Watzmann-Ostwand“, sagt Quirin Loher, Ausbildungs- und Einsatzleiter. „Aber auch vermeintliche Hügel, können es in sich haben.“ Gerade am Westgrat der Brechspitz, so Quirin Loher, seien sie mehrmals pro Saison im Einsatz: „Hier gibt es einige Kletterstellen mit Stahlseil in alpinem Gelände. Dort ist Trittsicherheit, Schwindelfreiheit und festes Schuhwerk gefordert.“ Erst Ende August war es am Brecherspitz-Westgrat zu einem tragischen Unfall gekommen.

 

Spezialisiertes Team: Von Canyoning bis Krisenintervention

Zu solchen Gelegenheiten sind dann auch die Spezialisten der Bergwacht Schliersee im Einsatz, etwa die Notärzte oder die Mitarbeiter des Kriseninterventionsdiensts Berg (KID). Darüber hinaus gibt es Experten für Canyoning- und Höhlenrettung, einen Rettungs- und Vorsorgedienst im Skigebiet sowie die Helfer auf vier Pfoten von der Lawinenhundestaffel. „Die Menschen sind alle sehr dankbar, wenn wir kommen“, sagt Einsatzleiter Sebastian Weidenthaler. „Wir haben schon oft im Nachgang einen Brief erhalten, eine Brotzeit ausgegeben bekommen oder auch eine Geldspende.“

 

Anspruchsvolle Ausbildung für Nachwuchs-Bergretter

Damit im Notfall am Berg alles glatt läuft, absolviert der Bergrettungs-Nachwuchs eine anspruchsvolle Ausbildung über zwei Jahre lang: „In unsere sogenannte ‚Anwärtergruppe‘ nehmen wir interessierte Jugendlich ab 16 Jahren auf“, erzählt Ausbildungsleiter Quirin Loher. „Die haben dann einiges zu tun: Konditionstests im Sommer wie im Winter, einen Eignungstest – das ist ganz schön viel, was den jungen Leuten abverlangt wird.“

 

Rettungsanspruch steigt, Zahl der Einsätze ebenso

Während die sogenannte „bergferne“ Bereitschaft, etwa in der Landeshauptstadt München, einen großen Zuwachs erlebe, „darf’s bei uns in Schliersee ruhig noch etwas mehr sein“, so Quirin Loher. Denn: „Der Rettungsanspruch steigt!“, wissen die beiden Bergwachtler. So hätten etwa Einsätze mit eBike-Fahrern zugenommen: „Mit Akku bewältigt man Strecken, die man früher vielleicht nicht gefahren wäre, weil sie zu steil sind. Ungeübte kommen dann zum Teil nicht mehr runter vom Berg oder bleiben hängen.“ Auch mit schlecht ausgerüsteten Wanderern haben die beiden Bergretter schon ihre Erfahrungen gemacht: „High Heels am Berg – das glaubt man nicht, aber das gibt’s wirklich!“, so Quirin Loher.

 

„Wir freuen uns total, dass diese Bergfaszination da ist“, sagt Sebastian Weidenthaler. Aber: Im Zeitalter der Mobiltelefone sei „die Alarmierungsschwelle viel geringer“: „Wir hatten schon Anrufer, die uns wegen zittriger Knie am Rotwandhaus alarmiert haben.“ Grundsätzlich könne man jedoch sagen: „Die meisten sind vernünftig und bereiten sich gut auf die Berge vor.“

 

9 Tipps für eine sichere Tour in den Schlierseer/Spitzingseer Bergen

Wie man sicher und mit viel Spaß in den Schlierseer/Spitzingseer Bergen unterwegs ist, verraten uns Quirin Loher und Sebastian Weidenthaler in ihren Profi-Empfehlungen:

 

# 1: Gute Vorbereitung

„Bevor ich eine Bergtour angehen, mache ich mir Gedanken: Wo will ich hin? War ich in dem Gebiet schon einmal? Wie komme ich in diese Bergregion? Und habe ich eventuell geeignetes Kartenmaterial dabei, um mich auf die Strecke vorzubereiten?“

 

# 2: Angemessene Schuhe & Kleidung

„Das A und O für eine sichere Wanderung in den Bergen ist geeignetes Schuhwerk. Das heißt: überknöchelhohe Bergschuhe mit einem ordentlichen Profil, in denen ich mich wohlfühle und die optimal eingelaufen sind. Zudem empfehle ich je nach Witterung eine Kopfbedeckung, um einen Sonnenstich zu vermeiden. Im Sommer bei Gewitterneigung bitte Regenjacke nicht vergessen! Vielleicht Wechselklamotten oder ein Wechsel-T-shirt mitnehmen, um Verschwitztes abzulegen.“

 

# 3: Nahrhafte Brotzeit

„Immer eine kleine, ausgewogene Brotzeit mitnehmen: eine belegte Semmel, ein Stück Käse oder Schinken – je nach Länge der Route. Und vielleicht auch etwas Zuckerhaltiges für die Stärkung zwischendurch dabeihaben – Schokolade oder ein süßes Getränk. Außerdem ausreichend Wasser zum Trinken mitnehmen – bei heißen Temperaturen natürlich entsprechend mehr als an einem kühlen Herbsttag.“

 

# 4: Sichere Wetterlage

„Prüft die Wetterdaten, bevor ihr losgeht. Es gibt verschiedene Anbieter, die einem das Wetter relativ genau vorhersagen können. Bitte beachtet, dass das Wetter im Gebirge schnell umschlagen kann. Gerade, wenn es sehr warm ist und wir eine gewisse Gewitterneigung haben, darauf achten, dass ihr bei einem aufziehenden Gewitter möglichst schnell vom Berg absteigt, Bäume meidet und – falls möglich – in einer Hütte Unterschlupf findet.“

 

# 5: Individuelles Tempo

Passt das Tempo an euren eigenen Leistungs- und Trainingsstand an. Und natürlich daran, wie steil das Gelände ist. Legt regelmäßig Pausen ein und achtet darauf, ein möglichst gleichmäßiges Tempo zu gehen. Am Berg hat man Zeit oder sollte sich Zeit nehmen, damit man die Natur genießen kann.“

 

# 6: Markierte Wege

„Bleibt auf den markierten Wegen! Dabei geht es auch um das Thema Sicherheit, damit ihr nicht in einen Steinschlag geratet. Ein markierter Weg ist immer so gestaltet, dass er – auch mit Blick auf den Naturschutz – keine Erosionsschäden hervorruft. Außerdem findet man euch auf den gekennzeichneten Wegen im Notfall und ihr habt Angaben zu eurem Standort.“

 

# 7: Hilfreiche Stöcke

„Wanderstöcke unterstützen euch beim Aufstieg und helfen euch beim Abstieg, Gelenke und Knie zu schonen. Ihr erhaltet zusätzliche Stabilität auf eurem Weg.“

 

# 8: Hunde mit Leine

„Hunde am Berg unbedingt anleinen! Am besten Wasser für den Hund dabeihaben, damit er nicht durstig ist. Das Geschäft eures Vierbeiners bitte in einer Hundekot-Tüte wieder mitnehmen und entsorgen.“

 

# 9: Im Notfall

„Die wichtigsten Grundregeln bei einem Notfall am Berg lauten: Ruhe bewahren, erste Hilfe leisten und ggf. einen Notruf absetzen. Zusätzlich empfiehlt es sich, ein Erste-Hilfe-Paket mitzunehmen mit Pflastern, Verbänden, Desinfektionsspray und – unabdingbar! – mit einer Rettungsdecke. Wichtig ist, dass ihr Handyempfang habt. Falls nicht, geht dorthin, wo der Empfang besteht. Wenn ihr die Notrufnummer 112 wählt, bitte die wichtigen 5-W-Fragen zuerst beantworten:

  • Wo ist der Unfall passiert bzw. wo befindet ihr euch?
  • Wer ruft an?
  • Was ist geschehen?
  • Wie viele Menschen sind betroffen?
  • Warten auf Rückfragen, falls die Mitarbeiter der Leitstelle mehr Infos benötigen!

Die Leitstelle fordert dann umgehend die passende Hilfe für euch an.

 

 

Tag der Offenen Tür der Bergrettungswache Schliersee

am Sonntag, 15. September 2019

in der Bahnhofstraße 15 in 83727 Schliersee

um 10.00 Uhr Gottesdienst in der Pfarrkirche Sankt Sixtus

ab 11.00 Uhr Rahmenprogramm mit Vorführungen, Essen, Getränken und Musik

 

Notrufnummer Bergwacht

Die Bergwacht Schliersee ist jederzeit über die Notrufnummer 112 erreichbar.

 

Bergwacht Schliersee
Bahnhofstr. 15
83727 Schliersee

E-Mail: info@bergwacht-schliersee.org

Web: https://www.bergwacht-schliersee.org

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Bistro am Hachlbach

Dolce Vita in Neuhaus/Josefstal ‒ TC Neuhaus am Hachlbach e. V. hat einen neuen Wirt

Wer die Anlage des TC Neuhaus am Hachlbach e. V. betritt, dem weht sogleich ein verlockender Duft in die Nase ‒ der letzte Italienurlaub und Dolce Vita lassen grüßen. Zu verdanken ist dies Andrei Hiriza, dem neuen Pächter des Tennisstüberls des TC Neuhaus am Hachlbach e. V. Der 34-jährige Rumäne ist gelernter Koch und lebt seit 2004 mit seiner Familie in Deutschland.

Zuvor war er drei Jahre in Italien in der Nähe von Napoli tätig, um die Kunst der Pizzabäckerei von der Pike auf zu lernen. Und das schmeckt man: Seine selbst gemachte Pizza mit ihrem knusprig-krossen Boden ist ein Traum! Doch nicht nur das ‒ Andrei köchelt, brutzelt, brät und backt mit Herzblut und Leidenschaft sowie den allerfrischesten Zutaten nicht nur italienische Köstlichkeiten. Neben Pizza, Pasta & Antipasti begeistert er seine Gäste auch mit seinen schmackhaften Burgern, Salaten und selbst gebackenem Brot. Überhaupt kann der sympathische Rumäne fast jeden kulinarischen Wunsch erfüllen.

Dass es ihm mit seinem Unterfangen ernst ist, merkt man bereits bei der Küchenausstattung. Neben einem Hightech-Pizzaofen findet sich dort eine wunderschöne Siebträgermaschine von La Pavoni. Mit der aus Norditalien stammenden Signora macht Andrei hervorragenden Espresso und Cappuccino. Dazu schmeckt ein selbst gemachter Kuchen oder ein Dessert.

Das Ganze wird abgerundet durch eine reichhaltige Auswahl alkoholischer und nichtalkoholischer Getränke.

Der Gastraum bietet 40 Sitzplätze. Bei Sonnenschein und warmen Temperaturen lädt der Terrassenbereich mit seinen rund 30 Sitzplätzen und Lounge-Bereich unter der herrlichen Kastanie sowie einem Rundum-Blick auf die kämpfenden Tennisspieler und die atemberaubende Kulisse der Brecherspitz zum Verweilen ein.

Für Kinder ist ein kleiner Spielplatz mit Schaukel und Sandkasten vorhanden, und zwischendurch freuen sich die Kleinen sicherlich über ein Stück Kuchen oder ein Eis.

Andrei ist glücklich mit seiner neuen Aufgabe und bewirtet mit Freude nicht nur die Vereinsmitglieder ‒ Einheimische wie Touristen sind jederzeit herzlich willkommen!

Übrigens: Für private Events und Feiern kocht Andrei auf Wunsch. Alle Speisen sind auch ZUM MITNEHMEN.

 

 

Am Samstag, 20.07.2019, feiert Andrei ab 17:30 Uhr seine große Eröffnungsparty im Bistro des TC Neuhaus am Hachlbach e. V. und freut sich darauf, möglichst viele Gäste mit seinen Kochküsten begeistern zu können. An diesem Tag werden ab 10:00 Uhr außerdem einige Matches um die ersten drei Plätze der Clubmeisterschaft im Einzel ausgetragen, sodass nicht nur kulinarisch, sondern auch sportlich etwas geboten wird.

 

Bistro TC Neuhaus

Aurachstraße 30

83727 Schliersee

Tel.: 08026/71800

Mobil: 0151/29859708

Öffnungszeiten Bistro mit durchgehend warmer Küche:

Mo.‒S0. von 10:00‒22:30 Uhr

Mittagskarte Mo.‒Fr. (außer an Feiertagen): 11:00‒14:00 Uhr

 

 

Angela Braun Angela Braun

Freiberufliche Lektorin, aufgewachsen in Franken, lebt und arbeitet seit 2005 mit ihrem Mann und ihren zwei Kindern in Schliersee/Neuhaus, begeisterte Tennisspielerin, Leseratte und Liebhaberin alles Schönen („Deswegen sind wir ja am Schliersee gelandet!“)

 

 

 

Gipfeltreffen der besonderen Art: Gela Allmann auf Oberland-„Reibn“

Grenzen zu überwinden und sich selbst immer wieder herauszufordern – im besten Sinne dieses Wortes: Das zählt zur Lebensphilosophie von Gela Allmann, Motivationsreferentin und Sportmodel. Einer Herausforderung der besonderen Art stellte sich die 34-Jährige unlängst in den Schlierseer und Spitzingseer Bergen. Mit dabei: ihre sportbegeisterten Kolleginnen Johanna Hiemer, Nina Koch und Sylvia Schweinberger, alle drei erfahren in Skitourenrennen und Ultraläufen. Mit der Oberland-„Reibn“, also Oberland-Rundtour, gingen Gela Allmann und ihre Mitstreiterinnen eine Skitour der besonderen Art – über fünf Gipfel, 30 Kilometer Strecke und gute 3.000 Höhenmeter (hm).

 

 

Fotogrüße vom Jägerkamp

Welche Power vier absolute Profis am Berg gemeinsam entwickeln können, zeigte sich gleich zu Beginn der Rundtour: Schon zum Sonnenaufgang schickten Gela, Johanna, Nina und Sylvia gut gelaunte Fotogrüße vom Jägerkamp. Weiter ging’s über Spitzingsee, Anstieg Richtung Brecherspitz, Firstalm, Bodenschneid, Sutten, Risserkogel und Setzberg hinab ins Tegernseer Tal.

 

Der Fotograf und Videofilmer Philipp Reiter hat die Tagestour der vier im Auftrag von Sponsor und Bergsportausrüster Dynafit in spektakulären Bildern dokumentiert. Wir dürfen seine Eindrücke hier teilen. Und haben Gela Allmann fürs Schliersee Magazin gefragt, wie es zu dem außergewöhnlichen „Gipfeltreffen“ kam – und was ihre Highlights auf dem Weg waren.

 

Gela, wie bist du auf die Idee gekommen, eine Oberland-„Reibn“ zu unternehmen?

 

„Ich wollte unbedingt eine sportliche Herausforderung im Winter auf Skitouren-Ski angehen heuer. Wir sind dann auf die Idee gekommen, bei mir vor der Haustür zu starten und quasi rüber zu meiner Freundin Nina zu marschieren, die am Tegernsee wohnt. Und dabei alle unsere Hausberge mitzunehmen, die wir lieben.

 

Heuer hatten wir eh so viel Schnee, da muss man gar nicht höher hinaus, sondern hat einen riesen Skitouren-Spielplatz direkt vor der Haustür. Klar war für mich, dass ich so eine lange Tour aber nur mit meinen Freundinnen machen möchte.“

 

Wie hat sich das für euch vier angefühlt, gemeinsam die Tour zu gehen?

 

„Es war eine coole Stimmung, am frühen Morgen mit Stirnlampe zu viert loszumarschieren. Wir wussten alle vier, dass wir uns aufeinander verlassen können, da wir schon öfter gemeinsam miteinander unterwegs waren und jede die andere im Gelände ganz gut einschätzen kann. Das ist für so eine lange Tour wirklich wichtig.

 

Das Vertrauen muss unbedingt passen, und das Tempo sollte auch halbwegs das gleiche sein, damit nicht eine hinterherhinkt. Für mich war es ganz besonders, nach meinem Unfall das erste Mal wieder so eine lange Tour zu machen, gemeinsam mit meinen guten Freundinnen.“

 

Was war für euch die größte Herausforderung auf der Tour?

 

„Ich glaube, Herausforderungen sind immer individuell. Nina und Sylvia haben tatsächlich an diesem Tag etwas mit einer Erkältung gekämpft. Johanna musste zwischendrin immer wieder ihr Baby stillen, welches der Papa zu den vorab vereinbarten Treffpunkten am Spitzingsee und in der Sutten gebracht hat. Und ich musste einfach schauen, dass ich mein rechtes kaputtes Knie bei den Abfahrten möglichst wenig belaste.

 

Tatsächlich war es für mich auch psychisch besonders herausfordernd beim Aufstieg zum Risserkogel. Dort ist es recht steil, und wir haben die Ski auf den Rücken geschnallt und sind zu Fuß nach oben marschiert. Da ich in genau so einer Situation vor fünf Jahren auf Island abgestürzt bin, war das für mich vom Kopf her nicht ganz easy. Aber die Bedingungen waren an diesem Tag wirklich top, und ich war am Ende super stolz, dass ich es – vor allem auch mit der emotionalen Unterstützung meiner Mädels – zu diesem Gipfel geschafft habe.“

 

Gab es einen Moment, den ihr nicht missen wollt?

 

„Für mich war der erste Gipfel ganz besonders: zum Sonnenaufgang zu viert am Jägerkamp zu stehen, mit den ersten 1000 Höhenmetern (hm) in den Beinen. Die Stimmung war einfach nur toll und wir schwer motiviert, unsere „Reibn“ fortzusetzen. Auch der Bodenschneid-Gipfel war toll, mit dem Blick auf Spitzingsee und Tegernsee. Das neue Tal macht sich vor einem auf, und man realisiert, dass man schon ein Stück weit gegangen ist.“

 

Was war die wichtigste Erfahrung, die ihr von der Oberland-„Reibn“ mitgebracht habt?

 

„Ich weiß einmal mehr, dass es sich immer lohnt, seiner Passion zu folgen. Sich einfach Dinge zu trauen – auch mit der Angst im Hinterkopf, vielleicht zu scheitern oder etwas abbrechen zu müssen. Scheitern gibt es ja eigentlich gar nicht, weil man aus jeder Sache, die man am Ende nicht durchziehen kann, auch wieder etwas lernt und mitnimmt. Und Freundschaften leben durch solche gemeinsamen Erlebnisse, die verbinden.

 

Das Ganze an einem Tag durchzuziehen, empfehlen wir allerdings nur geübten und sehr fitten Tourengehern. Wir Vver haben alle auch schon Erfahrungen mit größeren Skitourenrennen gemacht. Unser Tipp: Die Tour auf zwei Tage aufteilen und pro Tag ca. 1.500 Höhenmeter (hm) im Aufstieg und in der Abfahrt einplanen. Harsch- und/oder Steigeisen je nach Bedingungen nicht vergessen und genügend zum Trinken und Essen einpacken. Und natürlich: Auf keinen Fall das LVS-Gerät plus Sonde und Schaufel zu Hause vergessen!“

 

Vielen Dank für deine Einblicke, liebe Gela.

 

Achtung: Diese Tour ist konzipiert für absolute Bergsportprofis und erfahrene Skitourengeher auf Profiniveau. Nur mit entsprechender Ausrüstung und Vorkenntnissen nachmachen. Haftung ausgeschlossen.

 

 

Mehr von Gela Allmann

https://magazin.schliersee.de/gela-allmann-die-schlierseer-berge-sind-mein-kraftplatz/

www.gelaallmann.de

www.instagram.com/gelaallmann/

 

Alle Fotos und Filmmaterial „Oberland-Reibn“ © Philipp Reiter

 

 

Sandra Leu Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Berät beruflich Heldinnen und bloggt unter countrykruemel.de über Familienleben und Freizeittipps am See.

 

 

 

Naturrodelbahn am Hennerer

Neulich habe ich ein neues „altes“ Hobby wiederentdeckt.

In unserer schnellen Zeit reden alle über Möglichkeiten zum Entschleunigen. In Schliersee werden all diese Personengruppen fündig.

Ausgangspunkt war der Hennerer-Parkplatz. Es war ein wunderschöner Wintertag, perfekt, um etwas Neues auszuprobieren. Hans, Seffa und ich haben uns in Schliersee im Schlierseer Radhaus (ja, da gibt es auch supergute Schlitten) ein perfektes Modell geholt ‒ toll gefedert und mit stoffbezogener Sitzfläche. Die Vorfreude wuchs, also gingen wir gleich los, Richtung Bodenschneid.

Die wunderbare Schlittenbahn war perfekt präpariert bis zur Unteren Krainsberger Alm. Die Anstrengung war schnell vergessen, denn das Naturerlebnis half uns, zur Ruhe zu kommen. Zeit hatte jetzt keinen Raum mehr. Der sonnige Weg machte beim Raufgehen schon sehr viel Spaß, auch war fast kein Mensch unterwegs. Nach ca. 2,5 km Strecke öffnete sich ein Sichtfenster … bis zur Bodenschneid, Brecherspitz und der Lahnerkopf konnten wir blicken und im Tuftal die Ruhe genießen. Hier gab es dann ein Sonnenbad und eine kurze Schneeballschlacht, bis wir uns mit den neuen Schlitten an die Bahn setzten.

Boahhh … Die Fahrt wurde immer schneller, kleine Sprungschanzen steigerten den Spaß am Fahren. Begleitet von dem herrlichen Sonnenschein und der Wärme gerieten wir ganz schön ins Schwitzen.

Der Weg ist ideal mit Kindern, nicht zu steil und gut überschaubar, dennoch flott. Die Schlitten fahren bis zum Ausgangspunkt, zur Abzweigung am Hennerer-Parkplatz. Jetzt noch an guadn Kaffee und Kuchen im Bauernhof-Café Hennerer genießen. Mmmmhhh …

 

 

Schlitten kaufen oder leihen:

Schlierseer Radhaus
Miesbacher Str. 26
83727 Schliersee
Tel.: 08026/6800
Mittwoch Ruhetag

Sport Berauer

Rathausstraße 17
83727 Schliersee
geöffnet: 09:00‒12:30 Uhr und 14:00‒18:30 Uhr

Tel.: 08026/60690

 

Einkehrschwung:

Hennererhof
Hennererstraße 36
83727 Schliersee
geöffnet: Fr.‒So. 12:00‒17:00 Uhr
Tel.: 08026/9229964

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Das etwas andere Après-Ski-Erlebnis

Ein Tag bei uns in den Bergen am Spitzingsee beim Skifahren ist wirklich etwas ganz Herrliches. Mittlerweile bin ich – wenn ich es mir aussuchen kann – eine „Schönwetter-Skifahrerin“ geworden und erfreue mich dann bei strahlendem Sonnenschein an unserer schönen Landschaft, der frischen Luft und der vielen Bewegung beim Skifahren. Die Brettl gleiten fast wie von allein über die gewalzten Pisten, das oft gesehene und lieb gewordene Bergpanorama Richtung Spitzingsee mit Brecherspitz, Jägerkamp und Rotwand oder Richtung Tegernseer Berge und Tirol liegt vor mir, und schon wird mir die Seele luftig leicht – ganz nach meinem Motto: Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub!

Was macht nun so einen besonderen Tag zu einem unvergesslichen Erlebnis?

Es ist der Abschluss des Tages, der dann das Tüpfelchen auf dem „i“ ist. Je nach Stimmung und Tag ist dieses etwas andere Après-Ski-Erlebnis dann:

ein Besuch bei der Rotwild-Schaufütterung in der Valepp (https://www.baysf.de/de/wald-erkunden/ausflugsziele-tipps/auf-der-pirsch-nach-hirsch-schaufuetterung-von-rotwild-am-spitzingsee.html ). Als naturverbundener Mensch faszinieren mich die Nähe zu den Hirschen und die erholsame Ruhe im Wintergatter sehr. Zur Schaufütterung der Bayerischen Staatsforsten, jeweils von Donnerstag bis Sonntag, gibt es im Schliersee Magazin schon einige lesenswerte Beiträge:

https://magazin.schliersee.de/wann-kommen-die-hirsche-erlebnis-schaufuetterung/

https://magazin.schliersee.de/wild-im-wintergatter/

https://magazin.schliersee.de/tipp-fuer-naturfreunde-schaufuetterung-am-spitzingsee/

 

 

ein entspannender, abendlicher Wohlfühl-Besuch im monte mare Schliersee zum Evening Chill Out (https://www.monte-mare.de/de/schliersee_evening_chillout_q_a-2882.html?p=2882) am Samstagabend. Die angenehme Atmosphäre im Schwimmbad mit einer wunderschönen farblichen Beleuchtung und bei stimmungsvollem Kerzenlicht, der warme, sprudelnde Whirlpool, in dem die Muskeln schön locker werden, dazu ein bisschen schwimmen und sich den Rücken von den Wasserdüsen am Rand vom Sole-Außenbecken durchmassieren lassen. Das ist Erholung pur:

https://magazin.schliersee.de/evening-chill-out-im-monte-mare-schliersee-ein-ganz-besonders-entspannendes-erlebnis/

 

 

oder

 

 

 

einfach ein paar stille Minuten auf einem Steg oder einer Bank am Schliersee sitzen, über den See in die Berge und den stimmungsvollen Himmel schauen und den schönen Skitag Revue passieren lassen.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."