Regentag in der Valepp

Die Sonne kann selbst in Schliersee nicht immer scheinen. Außerdem braucht die Natur dringend den Regen. Nutze den Regentag bei uns für einen Ausflug in die Valepp und entdecke die kleinen Dinge am Wegesrand.

 

 

Seltene Schönheit

Besonders schön ist der Gelbe Frauenschuh, der momentan in den lichten Wäldern entlang der Valepp blüht. Die Blütezeit ist Mai und Juni. Im Regen leuchtet der Gelbe Frauenschuh besonders schön. Sie gilt als die attraktivste und spektakulärste Orchidee Deutschlands und steht unter Naturschutz. Beeindruckend an dieser Pflanze ist die große pantoffelförmige, gelb gefärbte Blüte. Bis zu acht Zentimeter groß kann sie werden und gehört so zu den größten Blüten, die bei unseren heimischen Blühpflanzen vorkommen. Der Gelbe Frauenschuh wird auf der Roten Liste Deutschlands und Bayerns als gefährdet eingestuft und wird in allen Ländern Europas streng geschützt. Der Frauenschuh bildet nach vier Jahren das erste Blatt und oft erst nach 16 Jahren die erste Blüte. Einen blühenden Frauenschuh am Wegesrand zu entdecken, ist ein besonderes Erlebnis. Bitte halte ein bisschen Abstand, um den Boden rund um die Pflanze nicht zu verdichten und keine weiteren Exemplare in der Nähe zu zertreten.

Aber es muss ja auch nicht immer der extravagante Frauenschuh sein. Auch das kleine Vergissmeinnicht am Wegesrand oder die kriechende Schnecke auf der Straße können begeistern. Die Teerstraße in die Valepp eignet sich besonders für einen Wanderung oder einen kleinen Spaziergang bei tagelangem Regen. Normalerweise nervt mich das Gehen auf der Teerstraße, wenn es aber gar nicht mehr aufhört zu regnen und Wanderwege und Pfade rutschig sind, kann es auch mal ganz angenehm sein.

 

 

Natura 2000

Um den Besuchern der Valepp den sehr hohen naturschutzfachlichen Wert bewusst zu machen, wurde direkt an der Spitzingsee-Schranke ein Informationsschild zum Mangfallgebirge aufgestellt. Es informiert dich über den Schutzstatus sowie über die Naturschätze des Spitzingsee-Gebiets. Das Schild wurde bewusst an dieser stark frequentierten Stelle aufgestellt. Die Beschilderung zeigt neben allgemeinen Informationen zu Natura 2000 (Netz von Schutzgebieten in der EU) kurze Informationen zu zwei charakteristischen Arten des Gebietes – zum Birkhuhn und zum Gelben Frauenschuh.

Für ein erfolgreiches Nebeneinander von Erholungssuchenden sowie Tieren und Pflanzen ist es unbedingt notwendig, dass du die Wege nicht verlässt. Auch du bist verantwortlich dafür, dass der Gelbe Frauenschuh für die nächsten Generationen erhalten bleibt.

Lass dich vom Regen nicht abschrecken und genieße einen erlebnisreichen Regentag bei uns am Spitzingsee.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Übern Schlierseer Gartenzaun g‘schaut

Für alle Schlierseer und Gäste lohnt es sich momentan ganz besonders, aufmerksam durch Schliersee, Fischhausen und Spitzingsee zu spazieren.

Die Schlierseer Gärten stehen in voller Blüte, die Beerenernte ist in vollem Gange, und natürlich soll die Freude nicht zu kurz kommen.

 

 

Ich habe mir heute drei Gärten rausgepickt und den Hobbygärtnerinnen und -gärtnern mal über den Zaun geschaut. Die Begeisterung ist einfach grandios. Diese Liebe zur Natur, zu den Blumen und Pflanzen spiegelt sich im Garten wider. Meine Oma hat immer gesagt, der Garten sei das große Wohnzimmer, deshalb solle sich jeder die Zeit nehmen und das Genießen nicht vergessen. Wie schön ist es, einfach mal auf der Hausbank oder im Strandkorb zu sitzen und den Herrgott „an guadn Mo sei lassen“.

Der erste Besuch war in Fischhausen bei Elfriede und Maria Gerold. Elfriede hat hier ein kleines blühendes Paradies geschaffen. Ein wunderschöner Bauerngarten, wie er früher ganz selbstverständlich zu jedem Bauernhaus gehörte.

Als Zweites besuchte ich Renate und Peter in ihrem Reich. Sie freuten sich sehr, und ich bekam eine Führung durch das Gartenreich. Vor dem Haus ist ein kleiner Staudengarten zum Wohlfühlen und Entspannen. Hinterm Haus der Gemüse- und Beerengarten. Seit über 50 Jahren wird das kleine Paradies gehegt und gepflegt. Beide sitzen sehr gerne in ihrem Strandkorb und können sich für alles, was sich im Garten bewegt und dort blüht, begeistern.

Der dritte Garten ist mein eigener Kräutergarten am Hennererhof. Für manche schaut er wild aus, für mich ist er ein Rückzugsort. Hier kann ich viel ernten und verarbeiten, etwa zu Kräutersalz, Blütensirups, Nudeln, Kuchen usw. Wer ein Kräuterseminar mitmachen möchte, ist herzlich gerne eingeladen (Termine siehe auch unter www.hennerer.de).

 

 

Jetzt wünsche ich euch viele schöne Momente beim Spazierengehen durch Schliersee, Fischhausen und Spitzingsee, beim Zeitnehmen zum Genießen ‒ wenn ihr über den Schlierseer Gartenzaun schaut.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Es duftet nach Heu auf der Unteren First

Wie schön, dass es bei uns noch Almen gibt, auf denen das Heu traditionell mit Handarbeit gemacht wird. Zugegeben, gemäht hat Hartl die Weide an seiner Alm auf der Unteren First mit seinem Motormäher. Da das Sonnenwetter dieses Jahr ständig von Regentagen unterbrochen wurde, war es gar nicht so einfach, den richtigen Zeitpunkt zu finden, damit das Gras auch ausreichend trocknen konnte. Am Freitag war es dann so weit.

 

 

Mit der ganzen Familie

Mit seinen Kindern fährt Hartl zu seiner Alm, und zusammen mit Sennerin Irmi und ihrer Familie wird das Heu von Hand zusammen gerecht, in der Schaufel des Traktors gesammelt und hinauf zur Alm gefahren. Das Heu wird hier noch traditionell mit dem Rechen von der Wiese geholt. Durch die kleine Luke im Dachboden kommt das Heu mit dem Traktor auf den Heuboden. Armin, Irmis Mann, nimmt das Heu in Empfang und verstaut es dann platzsparend. Eine staubige Angelegenheit in dem engen Dachboden. Das Heu wird als Zufütterung für die Kälber verwendet. Wenn die sieben Kälber morgens und abends reinkommen, bekommen sie erst mal Milch. Dann wäscht Irmi ihnen die Füße, damit sie sieht, ob sie sich aufgekratzt haben, und dabei bekommen sie dann Heu. „Das ist auch gut für den Magen“, erklärt mir Irmi. Die Arbeit in der brütenden Sonne ist schweißtreibend, trotzdem kann Hartl die Liebe zur Landwirtschaft seinen Kindern vermitteln. Nach getaner Arbeit bringt die Oma Kaffee und Kuchen aus dem Tal, und die Kinder veranstalten mit viel Geschrei eine Wasserschlacht. „Darauf haben sich die Kinder am meisten gefreut“, sagt die Oma.

 

Traditionelles Heumachen

Hartl erzählt mir, dass viele Almbauern heute ihr maschinell geerntetes Heu aus dem Tal auf ihre Almen bringen und so die anstrengende Handarbeit umgehen. Er selbst möchte für seine Alm die Tradition erhalten. „Wenn ich im Tal mit meiner Arbeit fertig bin, dann mache ich das hier oben richtig gerne“, sagt er. „Da ist schon sehr viel Individualismus dabei“, ergänzt er lachend. Er macht die Arbeit mit Leidenschaft. Auch dass die ganze Familie zusammenhilft, zeigt, dass hier Tradition erhalten bleibt.

Für Irmi und ihre Familie ist es der zweite Almsommer. Sie betreuen sieben kleine Kälber, die noch Milch bekommen, 68 Jungrinder, zwei Pferde, zwei Schweine, 14 große Schafe, sieben kleine Lämmer und 16 Hühner.

 

 

Tipp: Urlaub auf dem Bauernhof | Ein Urlaub auf dem Anderlbauernhof ist etwas ganz Besonderes. Hier lernst du das unverfälschte Bauernhofleben kennen. Große Traktoren, landwirtschaftliche Geräte, ein Ausflug zur Alm oder der tägliche Umgang mit den Tieren. Du kannst sogar im Stall dabei sein und mithelfen. Bitte informiere dich vor der Buchung über eventuelle Einschränkungen durch die Corona-Pandemie.

 

https://magazin.schliersee.de/almauftrieb-vom-anderlbauernhof-in-fischhausen-auf-die-untere-first-im-spitzingseegebiet/

https://anderlbauer-am-see.de/

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Guten Morgen, Schliersee ‒ Aufwachen auf unserem neuen Campingplatz in Schliersee

Ich bin leidenschaftliche Camperin und normalerweise jedes Jahr mit meinem Zelt in Kanada unterwegs. Letztes Jahr bin ich sogar einen Fernwanderweg in Wales mit meinem Mini-Zelt im Rucksack gewandert. In meinem Zelt fühle ich mich einfach überall zu Hause.

 

 

 

Aufwachen direkt am Schliersee

Umso mehr habe ich mich gefreut, einmal direkt am Ufer des Schliersees aufzuwachen und bei Sonnenaufgang über dem Schliersberg einen Kaffee zu genießen. Natürlich musst du ein bisschen Glück haben, einen Platz direkt am Ufer des Schliersees zu ergattern, denn dort ist das Erlebnis am schönsten. Für mich gibt es nichts Schöneres, als im Zelt aufzuwachen, den Reißverschluss aufzumachen und irgendwo in der Welt zu sein. In meinem Zelt bin ich immer und überall zu Hause. Dieses Erlebnis war in meiner Heimat Schliersee besonders schön. Schon das Rauschen vom Gaskocher und das Blubbern vom Kaffee geben mir ein Gefühl von Freiheit und Geborgenheit gleichzeitig. Der Geruch von frischem Kaffee steigt mir in die Nase, die Sonne schickt ihre ersten Strahlen über den Schliersberg. Schöner geht es für mich nicht.

Einen der beiden neuen Campingplatzbetreiber, Mark und Christian, habe ich dir ja in meinem letzten Beitrag schon vorgestellt. https://magazin.schliersee.de/kia-ora-herzlich-willkommen-auf-dem-campingplatz-in-schliersee/

Es ist ein sehr lässiger Campingplatz entstanden. Da der Campingplatz nicht so groß ist, ist es jetzt in der Ferienzeit besonders empfehlenswert, einen Platz zu reservieren.

Gemütliche Sonnenterrasse

Für ein spätes Frühstück setzen wir uns unter die Bäume auf die neue Terrasse und lassen uns mit Wurstsalat, frischen Gritscher-Brezen und einem Cappuccino verwöhnen. Wir genießen die Urlaubsstimmung, die sich gleich einstellt. Das kannst du natürlich auch, ohne auf dem Campingplatz zu übernachten. Mark und Christian haben ab 8:00 Uhr für alle Gäste geöffnet. Die in der kurzen Zeit schon sehr beliebte Bulli-Beach-Bar mit Liegestühlen direkt am Ufer des Schliersees öffnet jeden Tag um 14:00 Uhr. Ein perfektes Platzerl, um einen Sundowner zu genießen.

Ich hoffe, du kommst uns bald in Schliersee besuchen.

Fakten: Am nordwestlichen Seeufer des Schliersees | 60 Stellplätze für Wohnmobile und Wohnwagen | 20 Zeltplätze | Kiosk | Brötchenservice | Regionale Produkte| Bulli-Beach-Bar | Stromversorgung | Renovierte Sanitäranlagen | Moderne Entsorgungsstation | SUP-Verleih

 

 

Campingplatz Schliersee

Mark Linke und Christian Bremm

Westerbergstraße 27

83727 Schliersee

E-Mail: info@camping-schliersee.de

Tel.: 08026/9298998

https://www.camping-schliersee.de/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Corrados Eiswagen – ein Stück italienische Eismacher-Geschichte am Schliersee

Wenn die Sonne hoch über dem Schliersee steht, die Wasseroberfläche zum Glitzern bringt und die Leute in Scharen ans Seeufer eilen, um sich zu sonnen, zu baden oder die Kinder am Spielplatz toben zu lassen, ist auch Corrado Soccol mit seinem Eiswagen nicht weit.

 

 

Seit er vor wenigen Monaten das Eiscafé „Dolomiti“ in Schliersee übernommen hat, macht sich der Eismacher aus dem Val di Zoldo bei schönem Wetter auf den Weg zum See. Im Bereich des Spielplatzes, unweit der Vitalwelt Schliersee, postiert er seinen Eiswagen mit dem beige-braun gestreiften Dach, um Groß und Klein mit seinem hausgemachten „Gelato“ zu verwöhnen. Vor allem die Kinder erwarten ihn dann schon sehnsüchtig, erzählt Corrado freudestrahlend: „Kaum aus dem Wasser, kommen sie zu mir, um sich ein Eis zu holen. Es ist einfach schön, die Zufriedenheit in den Augen der Kinder zu sehen!“

 

Etwa von März bis Oktober bleibt der Italiener bei uns in Schliersee. In den Wintermonaten zieht es ihn zurück in seine Heimat in den Dolomiten. Diese Art der Saisonarbeit hat eine lange Tradition. Schon Ende des 19. Jahrhunderts zogen Eismacher aus der Region Venetien den Sommer über in den Norden, um ihre Eiskreationen in ihren Eiskarren anzubieten – lange bevor nach dem Ersten Weltkrieg die ersten „Eisdielen“[1] eröffnet wurden.

 

Auch Corrados Urgroßvater Nikolaus Soccol zog als Eismacher in den Norden und ließ sich schließlich um 1894 in Wien nieder. Dort lernte auch Corrado als 16-Jähriger von seinem Cousin das Eismachen. Danach arbeitete er in verschiedenen Orten in ganz Deutschland. „Der Süden hat mir immer gefallen“, sagt Corrado, und deshalb ist er jetzt bei uns in Schliersee. „Es ist ein wunderbarer Ort. Ich habe mich sofort verliebt“, schwärmt er und verteilt weiter sein mit Liebe und Leidenschaft hergestelltes Eis. Sechs verschiedene Eissorten passen in den Eiswagen, der mit einem Stromaggregat und nicht mehr mit großen Eisblöcken wie die Eiskarren seines Urgroßvaters gekühlt wird – und doch führt Corrado mit dem etwa 20 Jahre alten Gefährt hier bei uns am Schliersee ein Stück weit die Tradition seiner Eismacher-Vorfahren fort. Sehr zur Freude der Badegäste am Ufer des Schliersees! An diesem Tag hat Corrado die Sorten Vanille, Stracciatella, Schokolade, Banane, Erdbeere und Maracuja dabei. Ich lasse mir eine Kugel Maracuja auf der Zunge zergehen und muss sagen, das Eis schmeckt wunderbar fruchtig! Einfach perfekt an diesem heißen Sommertag!

 

 

Wer mehr Auswahl sucht, einen „Caffè“ oder einen Eisbecher genießen möchte, der findet Corrado und seine Mitarbeiter im Eiscafé „Dolomiti“ in der Lautererstraße 10.

Und ganz egal, ob am Eiswagen am Seeufer oder in seiner Eisdiele – Corrado freut sich auf Ihr Kommen!

 

 

Eiscafé Dolomiti

Lautererstr. 10

83727 Schliersee

 

Geöffnet täglich 10:00–22:00 Uhr

https://www.facebook.com/EiscafeDolomitiSchlierseeBayern

 

[1] „Der Erste Weltkrieg hatte dem italienischen Eisverkauf in Deutschland ein vorläufiges Ende gesetzt. Erst Ende der 1920er-Jahre kehrten die italienischen Eismacher wieder zurück. Inzwischen war der Eisverkauf in mobilen Eiskarren jedoch durch Verordnungen eingeschränkt, sodass die Eiskonditoren gezwungen waren, ein eigenes Lokal zu eröffnen. Da sich die meisten Eisproduzenten ein solches allerdings nicht leisten konnten, fanden sie eine andere pragmatische Lösung: Sie meldeten kurzerhand Eisgeschäfte in ihren eigenen Wohnungen an. Dabei verkauften sie das Eis aus einem Fenster im Erdgeschoss und befestigten Holzdielen unterhalb des Fensters: Der Name „Eisdiele“ war geboren.“ Quelle: https://dah-bremerhaven.de/eismacher/, „Wie das Eis nach Deutschland kam …“.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ausblick, Fernblick und Weitblick – Taubenstein-Momente

Die Aussicht vom Taubenstein bei uns in Schliersee ist atemberaubend. Bequem bringt dich die Taubensteinbahn in wenigen Minuten zur Bergstation. Die Sonne scheint, die Landschaft fliegt vorbei, ganz schnell vergesse ich den Alltag. Die warme Luft strömt in die kleine nostalgische Gondel. Ich brauche heute eine Auszeit, und diese nehme ich mir am Gipfel des Taubensteins. Du hast auch einen persönlichen Taubenstein-Moment? Ich freue mich, wenn du mir schreibst. magazin@schliersee.de

 

 

 

Kraxelei auf den Taubensteingipfel

Wenn du von der Bergstation loslaufen möchtest, brauchst du unbedingt Bergschuhe, egal, wohin dein Weg gehen soll. Ich möchte heute auf den Taubenstein. Für den Weg zum Gipfel brauchst du nur 15 Minuten. Ein kleiner Pfad führt dich zum Taubensteinsattel, von dort geht es in nur wenigen Minuten hinauf zum Gipfelkreuz. Ab hier solltest du über alpine Erfahrung verfügen und unbedingt trittsicher sein. Es geht über Schrofen durch eine Rinne nach oben. [Der Schrofen (verwandt mit schroff) ist ein Begriff aus der Bergsteigersprache, der steiles, felsiges, mit Gras und häufig auch mit Geröll durchsetztes Gelände bezeichnet | Wikipedia] Die Steinrinne ist mit Drahtseilen gesichert. Der Gipfel bricht nach Westen hin ab. Um deine Zeit hier oben entspannt genießen zu können, solltest du auch schwindelfrei sein. Der Ausblick ist atemberaubend. Sogar die Gondeln der Taubensteinbahn kannst du beobachten.

 

Gewusst? Hier oben am Taubensteingipfel ist die Idee für das „Kraut gegen Dummheit“ von der Essendorfer Genussschmelzerei entstanden. Schon mal probiert? https://magazin.schliersee.de/in-schliersee-waechst-ein-kraut-gegen-dummheit/

Ich brauche ein paar Ideen für ein neues Projekt – und so wie für Andreas Essendorfer – ist das auch für mich ein sehr inspirierender Ort. Meinen Block und Stift habe ich dabei, und mit ganz viel Weitblick notiere ich fleißig, was mir einfällt. Manchmal ist es gut etwas Abstand zu nehmen und Dinge von oben zu betrachten. Ich genieße den Fernblick in die Bayrischen Voralpen und ganz besonders die Zeit für mich.

 

 

 

Alpenbahnen Spitzingsee

Zieladresse fürs Navi |Taubensteinbahn: Spitzingstraße 12, 83727 Schliersee

Die bahneigenen Parkplätze an der Taubensteinbahn sind für alle Benutzer gebührenpflichtig (Tagesticket 5 Euro). Beim Kauf eines Bahntickets und gegen Vorlage des Parkabschnitts vom gleichen Tag werden zwei Euro zurückerstattet. Gästekarten werden nicht akzeptiert.

Du bist Übernachtungsgast in Schliersee? Mit deiner Gästekarte kannst du kostenlos mit dem RVO (Linie 9562) zum Spitzingsee fahren. Die Haltestelle, an der du aussteigen musst, heißt „Spitzing Taubensteinbahn“.

 

Genussschmelzerei Andreas Essendorfer

Bayrischzeller Str. 11

83727 Schliersee/Neuhaus

E-Mail: info@essendorfers.de

Tel.: 08026/9225672

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Endlich wieder LIVE: Schlierseer Kurkonzertreihe gestartet!

Echte Schlierseer Tradition zu erleben, ist momentan gar nicht so einfach. Normalerweise lebt Schliersee von zahlreichen Brauchtumsveranstaltungen. Leider musste aufgrund der Corona-Pandemie diesen Sommer fast alles abgesagt werden. Es gab dieses Jahr keine Fronleichnamsprozession, es wird keinen Altschlierseer Kirchtag geben, und auch die Seefeste mussten leider abgesagt werden.

 

 

Aber ich habe einen Tipp für dich: Die Kurkonzert-Reihe im Schlierseer Kurpark hat wieder begonnen. Der Eintritt ist frei. Die Konzerte finden ausschließlich bei schönem Wetter statt, und die Hygiene- und Abstandsregeln sind zu beachten. Am Eingang musst du deine Kontaktdaten eintragen, und du brauchst eine Maske, um zu deinem Sitzplatz zu gehen ‒ so wie im Biergarten. Wenn du sitzt, kannst du die Maske abnehmen und das Konzert genießen.

 

Programm für Juli 2020

 

Letzte Woche spielte für dich die Schlierseer Blasmusik und heute, 12.7.2020,  ab 11:00 Uhr kannst du bei traumhaften Sommerwetter die Unterleiten Musik mit Karl B. Kögl erleben.

 

Am 15. Juli 2020 um 20:00 Uhr spielt für dich die Schlierseer Blasmusik

 

Wolfgang Mundel und die Musikanten der Schlierseer Blasmusik stehen für weißblaue Lebensfreude, bayerische Kultur und Musik. Mit einem mitreißenden Repertoire in Konzerten und anderen Auftritten erlebst du ein echtes Stück Bayern. http://www.schlierseer-blasmusik.de/

 

Am 19. Juli 2020 um 11:00 Uhr spielt für dich die Miesbacher Stadtkapelle

 

Der Stadtkapelle Miesbach ist der Spagat zwischen Tradition und Moderne gelungen. Weltliche und kirchliche Anlässe umrahmen die Musiker der Stadtkapelle, von Marschmusik bis zu konzertanter Blasmusik reicht ihr Repertoire – eine bewundernswerte Vielfalt! http://www.stadtkapelle-miesbach.de/

 

Am 22. Juli 2020 um 20:00 Uhr spielt für dich die Musikkapelle Elbach

 

In kleiner Besetzung tritt die Musikkapelle Elbach mit einer mehr als 170 Jahre alten Tradition bei uns in Schliersee auf. http://www.musikkapelle-elbach.de/

 

Am 26. Juli 2020 um 11:00 Uhr spielt für dich die Schlierseer Blasmusik

 

Wolfgang Mundel und die Musikanten der Schlierseer Blasmusik stehen für weißblaue Lebensfreude, bayerische Kultur und Musik. Mit einem mitreißenden Repertoire in Konzerten und anderen Auftritten erlebst du ein echtes Stück Bayern. http://www.schlierseer-blasmusik.de/

 

 

Am 29. Juli 2020 um 20:00 Uhr spielt für dich das Akkordeon-Orchester Hausham

 

Das 1. Akkordeon-Orchester Hausham bietet seinen Spielern die Möglichkeit, Musik der verschiedensten Stilrichtungen und Epochen sowohl in Form von Originalliteratur als auch in Bearbeitungen aus den Bereichen Konzertmusik und Unterhaltungsmusik zu erfahren und zu interpretieren. https://mvhausham.de/1-akkordeon-orchester/

 

 

 

 

Aktuelle Informationen: https://www.tegernsee-schliersee.de/veranstaltungskalender-schliersee

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ulli´s Schlierseer Rosenblütensirup

Duftender Sirup von der Königin der Blumen: der Rose …

 

 

Im Juni beginnen in den Gärten die Rosen zu blühen und uns mit ihrem betörenden Duft zu verzaubern. Bis in den September hinein dürfen wir uns an ihrer Schönheit erfreuen. Kletterrosen bieten einen unvergleichlichen Anblick dank der prachtvollen Blütenkaskaden, die wirken, als würden sie vom blauen Himmel auf den Boden regnen. Strauchrosen, deren schwerer Duft die Luft schwängert …

 

Rosen begleiten die Menschen seit vielen Jahrhunderten. Sie sollen einst die Terrassen der Hängenden Gärten der Semiramis, eines der sieben Weltwunder, geschmückt haben. Bereits 500 v. Chr. füllten Rosen die kaiserlichen Gärten in Peking. Und im Mittelalter wurden Rosen als Heilpflanzen in den Klostergärten der Benediktinerabteien angepflanzt.

 

Es gibt über 30.000 Rosensorten, die verschiedenen Rosenklassen wie den Wildrosen, Gartenrosen, alten Rosen, modernen Rosen, Strauchrosen, Beetrosen und Kletterrosen zugeordnet werden können.

 

Auch Johann Wolfgang von Goethe verewigte die Rose in seinem „Faust, Der Tragödie zweiter Teil“:

 

„Rosen, ihr blendenden,

Balsam versendenden!

Flatternde, schwebende,

heimlich belebende,

zweigleinbeflügelte,

knospenentsiegelte,

eilet zu blühn!“

 

Heute möchte ich dir mein Rezept von einem geschmackvollen Rosenblütensirup vorstellen. Die süße Essenz verfeinert Desserts, Obstsalate und Getränke. Sie verhilft einem eisgekühlten Prosecco zu einem ganz besonderen Geschmack und macht den Eisbecher zu einem Gaumenerlebnis.

 

Zur Herstellung ist es wichtig, ausschließlich Blüten von ungespritzten Rosen zu verwenden, die du am besten in Gärten und nicht beim Blumenhändler findest. Achte weiterhin darauf, Duftrosen, wie beispielsweise die Rose de Resht, zu verwenden. Um eine schöne Farbe des Sirups zu erhalten, ist außerdem eine gewisse Farbstabilität der Blütenblätter hilfreich. Lass dich einfach von deiner Nase leiten, welche dich sicher zu Rosen mit einem intensiven, guten Duft führen wird.

 

Zutaten:

5 – 6 Handvoll Rosenblütenblätter

1 l Wasser

1 kg Zucker

1 unbehandelte Zitrone

20 g Zitronensäure

 

Als Erstes gilt es die Blüten auszuschneiden. Hierbei wird der weiße, oder grünliche Blütenansatz entfernt, da dieser Bitterstoffe enthält, die nicht im Sirup landen sollten.

Dann werden die Blütenblätter unter fließendem Wasser abgespült, um Staub und kleine Käferchen zu entfernen. Der Sirup wird übrigens geschmacksintensiver, wenn du zwei bis drei Rosensorten mischt.

Die gesäuberten Blütenblätter gebe ich in eine hitzebeständige Schüssel.

Nun wird das Wasser zusammen mit dem Zucker unter ständigem Rühren so lange aufgekocht, bis die Flüssigkeit klar ist.

Lass sie etwas abkühlen, bis sie nicht mehr kochend ist, und gieße sie erst dann über die Rosenblüten, damit das ätherische Öl der Rosen sein Aroma vollständig entfalten kann.

Nachdem das Gemisch etwas abgekühlt ist, reibe ich die Schale einer unbehandelten Zitrone hinein und rühre sie unter.

Dann deckst du das Gefäß mit der Rosenblütenmischung ab und lässt es zwei bis drei Tage bei Zimmertemperatur stehen. Je länger die Rosenblüten einwirken und je mehr rote Blütenblätter in der Mischung enthalten sind, desto intensiver wird das Geschmacks- und Farbergebnis.

Nach der Einwirkzeit wird der Ansatz durch ein Mull- oder Baumwolltuch gefiltert. Mit dem Tuch lege ich ein Sieb aus und gieße die Flüssigkeit samt den Rosenblüten hinein. Die Blütenblätter darfst du beim Abseihen leicht auspressen.

Nun wird der Sud zusammen mit der Zitronensäure nochmal unter Rühren zum Kochen gebracht.

Und schon ist dein Rosenblütensirup fertig und du kannst ihn in heiß ausgespülte Flaschen abfüllen.

 

 

Der Sirup sollte an einem dunklen, kühlen Platz gelagert werden. Im Kühlschrank ist er mehrere Monate haltbar.

In einer schönen Flasche, verziert mit einem Etikett, ist der Rosenblütensirup ein schönes Geschenk aus der eigenen Küche.

 

Viel Freude bei der Zubereitung!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Sonnenaufgangstour zum Jägerkamp

Ich habe mich dazu entschieden, dir meine absolute Lieblingstour zu zeigen. Nämlich zum Jägerkamp (1.746 m), von dem man die beste Aussicht auf unseren Schliersee hat. Noch dazu in einem ganz besonderen Moment: wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Als kleine Motivation: Ich bin selbst kein Frühaufsteher, und man braucht etwas Überwindung, um in der Dunkelheit loszuwandern. Aber: Es lohnt sich! Am besten gehst du am Abend zuvor früh ins Bett und richtest dir dein Gepäck schon fertig zusammen. So sparst du dir Zeit und kannst noch etwas länger schlafen. Das Wichtigste ist ausreichend Essen und Trinken, ein weiteres Must-have ist eine helle Stirnlampe. Wenn du gerne fotografierst, brauchst du eine Kamera. Bitte rechne genügend Gehzeit mit ein, da du ja pünktlich zum Sonnenaufgang da sein möchtest. Ich bin um 03:00 Uhr losgegangen und war um circa 05:00 Uhr oben am Gipfel. Du brauchst also jeweils circa zwei Stunden. Erkundige dich vorher im Internet, wie das Wetter wird, und informiere dich über die genaue Zeit des Sonnenaufgangs.

 

Aufstieg

Ausgangspunkt ist linker Hand der Parkplatz am Spitzingsattel (Parkgebühr 5 €).

Es ist insgesamt eine mittelschwere Wanderung, da man oft auf steinigen Wegen unterwegs ist. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind also Voraussetzung!

Du startest in südlicher Richtung und steigst den Hang über viele Serpentinen hinauf. Du gelangst in den Wald, von dem der Pfad weiterhin bergauf führt, bis du den Wald verlässt und dann den oberen Weg Richtung Schönfeldhütte wählst. Du folgst dem Weg, bis du ein paar kleinere Almhütten erreichst, und gehst weiter bis zur Schönfeldhütte. Von da aus nimmst du die linke Verzweigung zu den oberen Schönfeldalmen, die unterhalb des Jägerkamps liegen. Nach den Almen geht es deutlich bergauf. Nun müsste es auch schon dämmern ‒ leg deine Stirnlampe aber erst ab, wenn es hell genug ist. Die Steigung und die schroffe Beschaffenheit des Pfades solltest du nicht unterschätzen.

Bei der Verzweigung biegst du links ab und wanderst in die Einsattelung von Benzingspitz und Jägerkamp hinauf Richtung Gipfel. Mit etwas Glück kannst du wie ich sogar Gämse sehen! Hast du alles zeitlich gut geplant, schaffst du es pünktlich zum Sonnenaufgang.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Mach es dir am Gipfelkreuz gemütlich und genieße die Aussicht. Ich habe mir selbst einen Kaffee mitgenommen und etwas Obst. Auf solchen Höhenmetern ist es recht windig, weshalb ich mir noch etwas Wärmeres angezogen habe. Dann heißt es warten, bis endlich die Sonne blutrot emporsteigt und der Himmel in warmen Orange- und Rosatönen zu brennen scheint.

Du kannst den Schliersee von oben sehen, den Wendelstein und die Aiplspitz in der Richtung, wo die Sonne aufgeht, und hinter dir das ganze Karwendelgebirge und noch viel mehr. Dieses Naturschauspiel wird dich sicher genauso beeindrucken wie mich.

 

Abstieg

Beim Abstieg kannst du den gleichen Weg wieder zurückgehen oder alternativ als Rundweg über den Südwestgrat und über die Jägerbauernalm. Möchtest du eine anspruchsvolle Bergwanderung machen, kannst du auch die Aufstiegsroute zum Jägerkamp über die Schönfeldhütte mit der Aiplspitz kombinieren.

 

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Geocaching – Auf digitaler Schatzsuche durch Schliersee

Schätze wurden zur Zeit der Hohenwaldecker oben auf der Burg, hoch über dem Schliersee, aufbewahrt. Heute steht dort nur noch eine Ruine, und ein vermuteter Goldschatz wurde nie gefunden. Aber Schätze sind in Schliersee immer noch viele versteckt. Digitale Schatzkarten dazu findest du im Internet. Ja, ich rede vom Geocaching.

Um eine kleine Einführung in die Welt des Geocachens zu bekommen, treffe ich mich mit dem Schlierseer Geocaching-Experten Peter. Mit dabei sind Kuramtsleiter Mathias Schrön und Gemeindegärtner Reiner Pertl. Peter liebt die digitale Schatzsuche und konstruiert eigene Caches. Er führt uns durch Schliersee und zeigt uns an Beispielen, wie viel Spaß Geocaching macht und wie es funktioniert.

 

 

 

Das prämierte Schlierseer Buchstaben-Sudoku

Mit dem Schlierseer Buchstaben-Sudoku hat Peter 2019 den ersten Platz beim Geocaching Wettbewerb in München belegt. Darauf ist er besonders stolz.

Und das Schlierseer Buchstaben-Sudoku probiere ich dann am nächsten Tag auf eigene Faust auch gleich mal aus. Es ist eine digitale Schnitzeljagd durch Schliersee, bei der du 81 abgebildete Fotomotive in der Wirklichkeit finden musst. Es helfen dir dabei die angegebenen Koordinaten. Du musst mindestens 17 Fotos richtig zuordnen, um das Sudoku lösen zu können. Je mehr „Fotos“ du findest, desto leichter wird das Rätsel. Hast du das Sudoku und deine „Matheaufgaben“ richtig gelöst, bekommst du die Koordinaten zu einem geheimen Ort und kannst den Schatz heben. Es hat tatsächlich wahnsinnig viel Spaß gemacht, und ich kann es nur empfehlen. Wir haben sogar das geplante Abendessen ausfallen lassen, nur schnell ein paar Brote geschmiert und sind noch mal los, bis es dunkel war. Der Ehrgeiz hatte uns gepackt. Wir hatten bis zum Abend genügend Buchstaben gesammelt, um das Sudoku zu lösen. Die ermittelte Zahl war richtig, und wir bekamen die Koordinaten des Verstecks. So konnten wir am nächsten Morgen direkt zum „Final“ gehen und uns voller Stolz ins hinterlegte Buch eingetragen. Das war sicher nicht unser letztes Geocaching-Erlebnis.

 

Was brauchst du für ein Geocaching-Abenteuer?

Ich habe vor vielen Jahren den Cache auf der Insel Wörth gesucht und gefunden. Damals war das GPS von meinem Handy noch sehr ungenau. Den Schatz zu heben, war mehr Glückssache. Heute kannst du die Wegpunkte auch mit dem Smartphone perfekt finden.

Melde dich unter https://www.geocaching.com/ mit einem kostenlosen Account an. Dann eröffnen sich beim Eingeben von SCHLIERSEE im Suchfeld unzählige Vorschläge. Zum Finden der Wegpunkte brauchst du eine GPS-App. Du kannst beispielweise in der App Karten Koordinaten für Android oder GPS&Maps für Apple die Koordinaten eingeben, dann wird dir der entsprechende Wegpunkt angezeigt. Wenn du dich mit deiner App vertraut gemacht hast, geht das einfach. Am Anfang musste ich ein bisschen ausprobieren, wie man die Koordinaten richtig eingibt. Also nicht verzweifeln. Durchhaltevermögen und Pioniergeist sind beim Geocaching grundsätzlich gefragt.

 

 

Tipp von Peter: Du kannst, wenn du dir die Caches aus Schliersee anschaust, viel über die Gegend erfahren. In den Kommentaren kannst du lesen, wo etwa ein Kuchen besonders gut geschmeckt hat. Auf den hochgeladenen Fotos siehst du, wie schön es bei uns ist, und du erfährst auch viel über wenig begangene Wanderwege, oder wo du kostenlos parken kannst. Einfach mal ein bisschen stöbern.

 

 

[tourim-redakteur]