Schliersee auf dem Ei

Das Bemalen von Ostereiern ist nicht nur ein jahrhundertealter Brauch, es ist auch eine Kunst. Kurz vor Ostern finden regelmäßig Ostereiermärkte statt, auf denen man den Künstlern beim Verzieren der Eier über die Schulter schauen und die zerbrechlichen Kunstwerke käuflich erwerben kann.

 

 

Für Hedwig „Hedi“ Zweckstätter waren diese Ostereiermärkte immer das Highlight des Jahres, denn dort konnte sie sich stets neue Anregungen für ihr liebstes Hobby holen. Mittlerweile ist Hedi 73 Jahre alt, die Sehkraft lässt nach und die Hand ist nicht mehr so ruhig wie früher. Nur noch selten greift sie deshalb zu Pinsel und Farbe. Im Laufe der Jahre hat Hedi aber eine beachtliche Sammlung von fast 200 Ostereiern zusammengetragen, auf die sie sichtlich stolz ist. Ein paar der Ostereier sind gekauft, den größten Teil davon hat sie aber selbst kunstvoll verziert. Die Eier sind bemalt, aufgeschnitten, gefräst oder gekratzt. Sogar Spieluhren und andere technische Spielereien hat sie in die Eier eingebaut. Vom winzigen Wellensittich-Ei bis zum riesigen Straußen-Ei ist alles vertreten.

 

 

Einen besonderen Stellenwert haben aber die Ostereier, deren Motive Hedis Heimat Schliersee abbilden, wie zum Beispiel ein Gänse-Ei, das Hedi mit einem kleinen Dremel aufgeschnitten hat, um eine Spieluhr mit Zugband einzubauen. Vorder- und Rückseite zeigen die kleine Kapelle an der Josefstalerstraße, an der Hedi als kleines Kind jeden Tag auf ihrem Schulweg vorbeigegangen ist.

 

 

Die Schlierseer Leonhardifahrt, die jedes Jahr am ersten Sonntag nach Allerheiligen in Fischhausen stattfindet, ist ein wichtiges Fest in unserer Gemeinde und auch überregional bekannt. Kein Wunder also, dass diese Prozession zu Ehren der Pferde einen Platz auf einem ganz besonderen Ei gefunden hat, nämlich einem etwa 12 cm großen Nandu-Ei. Ebenfalls darauf abgebildet ist der Almabtrieb der prunkvoll geschmückten Kühe, die nach einem Sommer auf der Alm ins Tal geführt werden, um dort den Winter im warmen Stall zu verbringen.

 

 

Hast du Lust bekommen, DEIN Schliersee auf einem Ei zu verewigen? Dann hat Hedi für dich eine relativ einfache Technik, die auch für Anfänger bestens geeignet ist: die Aquarelltechnik

Du brauchst dafür:

1 ausgeblasenes weißes Ei

Bleistift und Radiergummi

1 Aquarellfarbkasten (ein normaler Wasserfarbkasten geht aber auch)

Pinsel unterschiedlicher Stärke

1 Glas Wasser

Etwas Küchenpapier

Transparenter Bastellack

 

Du kannst dein Schliersee-Ei entweder ganz abstrakt malen, dann kannst du deiner Fantasie einfach freien Lauf lassen und sofort loslegen.

 

 

Oder du nimmst dir dein Lieblings-Schliersee-Foto als Vorlage und zeichnest dir die Konturen erst mal zart mit Bleistift vor. So kannst du auch noch mal radieren, wenn dir etwas noch nicht gefällt. Sobald du mit deinem Motiv zufrieden bist, kannst du mit dem Anmalen anfangen.

 

 

Wichtig bei der Aquarelltechnik ist, dass du für den Hintergrund, z. B. den Himmel, die Wiese, den See und die Berge, relativ viel Wasser und vergleichsweise wenig Farbe benutzt, sodass die Farben zart ineinander verlaufen. Du solltest zügig arbeiten, damit die Farbe nicht antrocknet, bevor du mit dem Abschnitt fertig bist, an dem du gerade arbeitest. Bei der Nass-in-Nass-Technik ist es erst mal nicht so wichtig, dass jeder Pinselstrich akkurat an der richtigen Stelle sitzt, also trau dich einfach und leg los!

Sobald der Hintergrund getrocknet ist, kommen die Details an die Reihe, etwa die Bäume und Sträucher. Du solltest mit dem Wasser nun etwas sparsamer umgehen, damit die Farben nur noch leicht ineinander verlaufen. Die Bäume und Sträucher sind eigentlich ganz einfach zu malen, sie werden nämlich mit dem Pinsel gestupft. Für das Malen sehr kleiner Details oder eines Schriftzugs brauchst du eine möglichst ruhige Hand und du solltest viel Farbe, wenig Wasser und einen sehr feinen Pinsel benutzen, um klare und farbintensive Linien malen zu können. Am Schluss kannst du dein Schliersee-Motiv noch schwarz umranden ‒ und ganz wichtig: Vergiss deine Initialen nicht!

 

 

Wenn die Farbe gut durchgetrocknet ist, steckst du das Ei vorsichtig auf einen dünnen Holzspieß, dann kannst du es zum Lackieren besser halten und es liegt nirgendwo auf, während der Lack trocknet.

 

 

Du wirst sehen, es ist gar nicht so schwer ist! Ich wünsche dir ganz viel Spaß beim Nachmachen und frohe Ostern!

 

 

 

Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Neuigkeiten von der Pizzeria und Gelateria Al Lago

Die Pizzeria und Gelateria Al Lago ist eine Institution in Schliersee. Bereits seit dem Jahr 2013 begrüßen Sabrina und Luigi hier ihre Gäste und verwöhnen sie mit heißen und eiskalten italienischen Köstlichkeiten. Im Jahr 2019 kam dann noch das Sapori Italiani in Neuhaus dazu.

Während der Lockdown den Gastronomen allgemein schwer zu schaffen macht, haben Luigi und sein Team entschieden: „Jetzt erst recht!“ Sie haben die Ärmel hochgekrempelt und die Zeit der Schließung genutzt, um etwas Tolles entstehen zu lassen – und ich durfte es mir als eine der Ersten ansehen.

 

 

Betritt man das Lokal, scheint zunächst alles wie immer. Direkt am Eingang empfängt mich nach wie vor die riesige Kühltheke mit einer schier unglaublichen Auswahl an leckeren Eissorten und anderen gekühlten Köstlichkeiten. Der Gastraum selbst wurde dagegen komplett renoviert. Die ehemals roten Lederbezüge der Sitzbänke sind jetzt in einem dezenten dunklen Grauton gehalten. Dieser Farbton wird auch an den Wänden wieder aufgenommen und lässt das Lokal moderner und offener wirken. Dank der großen hölzernen Tische bleibt die Atmosphäre aber einladend und gemütlich – kurzum, ein Ort zum Verweilen und zum geselligen Beisammensitzen auch in größerer Runde. Die neuen stylischen Lampen bilden kleine, von der Decke hängende Farbkleckse in Orange und Rot. Der Clou daran: Die gläsernen Zylinder sind mit kleinen Fläschchen bestückt, deren roter beziehungsweise orangefarbener Inhalt ein warmes Licht verströmt.

 

 

Auch auf der Speisekarte wurde ein wenig „renoviert“: Als nur noch Speisen zum Mitnehmen angeboten werden durften, wurden Burger ins Angebot aufgenommen und zum großen Renner bei den Kunden. „Wir haben die Hamburger ein bisschen modifiziert“, sagt Luigi, „es gibt sie zum Beispiel all’italiana mit Gorgonzola oder alla francese mit Brie, dann noch den brasiliano mit Mais und auch eine XXL-Version.“ Neu ist auch die sogenannte Pinsa, die der klassischen Pizza sehr ähnlich sieht, aber sich letztendlich doch deutlich von dieser unterscheidet: „Sie wird mit drei Sorten Mehl gemacht, aus Weizen-, Soja- und Reismehl. Der Teig muss dann 72 Stunden ruhen und ist dadurch bekömmlicher als der klassische Pizzateig“, erklärt Luigi fachmännisch. Anders als bei der Pizza wird der Teig nur flach gedrückt, daher auch der Name Pinsa, der sich vom lateinischen Wort pinsere ableitet und so viel wie „zerdrücken, zerquetschen“ bedeutet. Nach dem Backen wird die Pinsa nach Belieben belegt.

 

 

All diese Köstlichkeiten können auch weiterhin im Al Lago bestellt und abgeholt werden. Ganz besonders freuen sich Sabrina, Luigi und das gesamte Team aber darauf, die Türen hoffentlich schon bald wieder richtig für ihre Gäste öffnen zu dürfen!

Auf der linken Seite des Eingangs, im ehemaligen Stüberl, hat die größte Veränderung stattgefunden. Hier hat sich Luigi einen Traum erfüllt, einen kleinen, aber feinen Mini-Supermarkt mit ausschließlich italienischen Produkten. „Ich hatte das schon länger im Kopf, wir wollten den Raum auf eine andere Art nutzen“, erzählt er mir, während ich neugierig von einem Regal zum anderen gehe und mir ansehe, was es hier alles zu kaufen gibt. Der Lockdown hat ihm nun die nötige Zeit verschafft, seine Pläne in die Tat umzusetzen.

In der Mitte des Raums befindet sich ein großer Tresen, auf dem eine knallrote Aufschnittmaschine als Dekoration thront. Auf der linken Seite sind zwei große Regale voll mit Getränken verschiedenster Art, angefangen von Wein und Spirituosen über Softdrinks bis hin zu italienischem Bier. Auf der anderen Seite des Raums entdecke ich Soßen, allerlei Konserven, Süßwaren wie biscotti (Kekse) oder cornetti (Croissants) und vor allem Nudeln: Pasta aus Apulien, der Heimat von Sabrina und Luigi, Vollkornpasta und auch Biopasta. „Wir haben ein gemeinsames Projekt mit der Manufaktur Pasta fino, die hier in Bayern produziert und uns mit verschiedenen Bioprodukten beliefert“, erzählt Luigi und lächelt zufrieden. „Mit der Zeit werden wir sehen, was die Kunden wünschen, und dann werden wir das Sortiment entsprechend erweitern, aber auch schon jetzt kommen fast täglich neue Produkte dazu“, ergänzt er sichtlich stolz.

 

 

Eine feine Auswahl hat Luigi bereits zusammengestellt. Egal, ob man etwas für den italienischen Abend daheim, was zum Knabbern vor dem Fernseher oder ein exklusives Geschenk für einen Italienliebhaber sucht: Bei Luigi wird man sicher fündig! Schon jetzt kann man während der Öffnungszeiten der Pizzeria im italienischen Markt einkaufen. Also kommt vorbei und sucht euch eure italienischen Lieblingsprodukte aus!

 

Ristorante Gelateria Al Lago

Seestraße 8

83727 Schliersee

Tel.: 08026 9289110

E-Mail: info@allago-schliersee.de

Öffnungszeiten:

Mo. bis So.                11:00–22:00 Uhr

 

 

 

Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Pfand statt Müll | Ratskeller-Schmankerl in der Rebowl

Du sehnst dich auch nach leckeren Schmankerln aus den Schlierseer Restaurants? Zumindest für alle, die sich hier in der Gegend befinden, ist das kein Problem. Die meisten Restaurants bieten einen Abholservice an. Wer das einmal gemacht hat, weiß, dass dadurch echt viel Müll entsteht. Ein guter Anfang sind da kompostierbare Verpackungen. Aber was macht man mit denen, wenn man unterwegs ist? Die Schlierseer Mülleimer können eine solche Verpackungsflut nicht bewältigen. Die Bitte lautet also: Nimm deinen Müll, wenn möglich, bitte wieder mit!

 

Lösung: Müllvermeidung

Der Schlierseer Ratskeller hat jetzt die Lösung für dieses Müllproblem: die „Rebowl“ ‒ das Pfandsystem für Take-away-Mehrwegschalen. Der Ratskeller in Schliersee „serviert“ dir fast alle Gerichte auch in der Pfandschale (Pfand: 5 Euro). Die Mehrwegschale ist mikrowellentauglich, spülmaschinenfest und nachhaltig produziert. Die Rebowl ist dicht verschließbar und du kannst sie auch nach dem Essen ohne Probleme im Rucksack oder im Auto auslaufsicher transportieren. Zurückgeben kannst du die Schale deutschlandweit bei allen teilnehmenden Gastronomen ‒ in München genauso wie in Rosenheim. Im besten Fall kommst du wieder nach Schliersee und probierst ein weiteres Gericht im Ratskeller.

 

 

FISCH(für dahoam!)-WOCHEN im Ratskeller

Du magst gerne Fisch? Dann bist du im Ratskeller genau richtig. Es sind gerade Fisch-Wochen. Probiere doch mal die Ratskeller Fischsuppe mit Gemüse, Kartoffeln und Grün, das Lachsfilet vom Grill auf Kartoffel-Fenchel-Gratin oder das pikante Fisch-Curry mit Lachs, Barsch und Butt auf Bandnudeln. Wenn dich das nicht ins Schwärmen bringt, weil du kein großer Fisch-Fan bist, dann kannst du auch die gewohnt moderne bayerische Küche im Ratskeller genießen. Die Ratskeller-Klassiker wie Bauernente, hausgemachte Wildpflanzerl oder Bergschnitzel findest du genauso auf der Speisekarte wie etwa vegetarische Schmankerl, beispielsweise gebackenen Ziegenkäse mit Salat. Lass dich verwöhnen!

… und den Kaffee oder Cappuccino bekommst du im Ratskeller selbstverständlich auch im Recup zum Mitnehmen (Pfand: 1 Euro)!

 

 

Bestellen kannst du bequem im Internet https://www.ratskeller-schliersee.de/online-bestellung/ oder telefonisch.

Abholzeiten

Mo. bis So. 11:30‒14:00 Uhr und 17:00‒20:00 Uhr

Die Vorlaufzeit für Bestellungen beträgt etwa 15 Minuten.

 

 

RATSKELLER SCHLIERSEE

www.ratskeller-schliersee.de/

Gastgeber: Petra Schobel & Matthias Gercken

Rathausstraße 1a

83727 Schliersee

 

Tel.: 08026/92 05 800

E-Mail: office@ratskeller-schliersee.de

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Tipps März 2021: Der Frühling bringt Hoffnung in Schliersee

Servus aus Schliersee,

die Sonne schickt gerade ungewöhnlich warme Sonnenstrahlen nach Schliersee. Die Vögel zwitschern wie im Mai und die ersten Frühlingsblüher sprießen aus dem Boden. Die Freude über den Frühling ist dieses Jahr noch ein bisschen größer als sonst und voll gepackt mit Hoffnung. Hoffnung auf Tourismus, auf Urlauber und Restaurantbesuche – auf ein normaleres Leben.

 

Während hier unten am Schliersee die Sonne den ganzen Schnee hat verschwinden lassen, herrscht am Spitzingsee oben noch Winter. Ich habe die Redakteurin Susi Viehweger mit Alex Römer, einem der Schliersee Ranger, die seit diesem Jahr in den Schlierseer Bergen unterwegs sind, losgeschickt. Mit dem Auftrag „Sensibilisieren und positiv lenken“ sollen diese Ranger auf die Sportler in den Schlierseer Bergen zugehen. Ziel ist es, durch freundliche Appelle mehr Schutz für die Natur zu erreichen – das ist uns wichtig in Schliersee.

 

Sie vermissen einen Restaurantbesuch in Schliersee? Wir sehnen uns auch nach Schlierseer Gemütlichkeit bei einem geselligen Abendessen im Restaurant. Als kleinen Trost bieten viele Schlierseer Gastronomen einen Liefer- oder Abholservice an, damit wir uns ein Stück Schlierseer Lebensqualität nach Hause holen können. Meine Redakteurinnen haben das Angebot getestet. So sind Sie bestens vorbereitet, wenn Sie uns wieder besuchen können. Was mögen Sie am liebsten? Überraschende Poke Bowls, die Ihnen nach Hause geliefert werden?

 

 

Deftige, bayerische Schmankerl vom Ratskeller in der Rebowl – nachhaltig verpackt? Ein Frühstück ans Bett von der Whiskey Destillerie Slyrs, das in einem kompostierbaren Karton geliefert wird?  Oder lieber ein stilvolles italienisches Menü aus dem Aqua Ristorante in Schliersee? Sie haben die Wahl beim Mahl bei uns in Schliersee. Ich hoffe, ich kann Ihnen mit den vielen Schmankerl die Vorfreude auf Ihren Urlaub bei uns in Schliersee steigern.

Ich freue mich schon, wenn der Tourismus wieder starten kann. Die ersten Frühlingsboten machen mir Hoffnung.

Bleiben Sie gesund!

 

P.S.: Wussten Sie schon, dass egal auf welcher Seite Sie nach Schliersee reinfahren, ein Verkaufsbus der Albert-Link-Hütte steht und Sie mit frischen Backwaren, Wildsalami und Käse versorgt? Unsere Redakteurin Angelika Prem stellt das im Lockdown entwickelte Konzept vor.

 

 

 

Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Schlierseer Frühstück (fast) bis ans Bett

Die SLYRS Caffee & Lunchery in Neuhaus ist bekannt für das perfekte Frühstück auf der Sonnenterrasse mit traumhaftem Bergblick. Momentan ist der Genuss auf der Café-Terrasse leider nicht möglich. Doch auch im Lockdown ist die SLYRS Caffee & Lunchery für dich da. Wenn du magst, liefern sie dir das Frühstück am Wochenende sogar fast bis ans Bett ‒ aktuell im Raum Schliersee, Hausham und Fischbachau. Natürlich kannst du dir dein Frühstück auch abholen.

 

 

Reden ist SILBER ‒ Frühstücken ist GOLD

Schau einfach auf das Angebot unter https://slyrs.com/caffeeundlunchery/to-go/ und suche dir dein Lieblingsfrühstück aus. Zusätzlich zu den verschiedenen Frühstücksboxen kannst du auch aus einem Angebot aus Bageln, Vingschgerln und anderen Snacks wählen. In der SLYRS Caffee & Lunchery warten selbst gebackene Kuchen zum Mitnehmen in der Vitrine auf dich.

Mein Tipp: Besonders gut hat mir der frisch gepresste Granatapfelsaft geschmeckt. Wenn du dir dein Frühstück selbst abholst, kannst du auch eine Runde durch den Laden der SLYRS Whiskey Destillerie drehen. Der hat täglich geöffnet. Du kannst selbstverständlich auch Produkte aus dem ganzen SLYRS-Sortiment zu deiner Bestellung hinzufügen und dir liefern lassen.

 

Regionale Produkte – nachhaltig verpackt

Um dir ein Lächeln ins Gesicht zu zaubern, sind die Frühstücksboxen und „To-go“-Kaffeebecher mit ausgewählten Sprüchen beklebt. Zusätzlich erhältst du zu jeder Lieferung eine liebevoll handgeschriebene Karte. Denn das „SLYRS Caffee & Lunchery“-Team vermisst dich! Nachhaltigkeit ist wichtig. Durch die Frühstücksboxen entsteht mehr Müll. Deshalb war es dem Team der SLYRS Caffee & Lunchery ein Anliegen, eine Alternative zu Plastik zu finden. Fast alle Teile der Frühstücksboxen sind kompostierbar. Regionalität wird bei SLYRS immer großgeschrieben. Denn: „Regional schmeckt am besten!“ Das Sortiment enthält Produkte aus der benachbarten Genussschmelzerei Essendorfer, Brot und Semmeln vom Bäcker vor Ort, regionale Käsesorten und natürlich Leckereien aus dem umfangreichen SLYRS-Programm. Kennst du die Fruchtaufstriche mit Whiskey, den SLYRS-Whiskyspeck oder die BBQ-RYE-Whisky-Sauce?

 

 

Der Osterhase kommt auch zu SLYRS nach Neuhaus: An Ostern kannst du dich auf besondere Frühstücksboxen freuen. Lass dich überraschen!

 

Abholung: Donnerstag & Freitag von 9:00 bis 15:00 Uhr und Samstag & Sonntag von 9:00 bis 17:00 Uhr

 

Lieferung: Samstag & Sonntag von 9:00 bis 12:00 Uhr

 

 

SLYRS Caffee & Lunchery

Bayrischzeller Straße 13

83727 Neuhaus/Schliersee

Tel.: 08026/922 89 20

 

Anreise mit dem Auto

Anfahrt Schliersee am See vorbei zum Ortsteil Neuhaus über die Bahnlinie, am Ende des Ortsteils Neuhaus links.

 

Anreise mit der BRB

Am Bahnhof Fischhausen/Neuhaus aussteigen und der Bayrischzeller Straße etwa 1 km bergab folgen.

 

 

 

Judith Weber

Redakteurin/freie Mitarbeiterin bei “Das Gelbe Blatt Miesbach”, Webdesign und Fotografie – Freude an neuen Blickwinkeln mithilfe eines Quadrokopters. Reiselustig und heimatverliebt. Lieblingsplatzerl: Insel Wörth im Schliersee

 

 

 

Albert Link Hütte Spitzingsee

Krisen machen bekanntlich erfinderisch. Anstatt wegen der Corona-Pandemie die Flinte ins Korn zu werfen und seine Mitarbeiter evtl. sogar auszustellen, ließ sich Uwe Gruber was ganz Besonderes einfallen. Hier passt auch wieder mal das Sprichwort „Handwerk hat goldenen Boden“. Uwe Gruber ist Bäcker und Konditormeister,  Hüttenwirt der Albert-Link-Hütte und leidenschaftlicher Jäger.

Wir vom Schliersee Magazin wollten wissen, wie es denn den Bergwirten geht, die ihre Lokale ja schließen mussten. So hatte ich die ehrenvolle Aufgabe, Gruber Uwe von der Albert-Link-Hütte zu besuchen und nachzufragen.

 

 

Was mal klein anfing, entwickelte sich zu einem zweiten Standbein. Vor knapp 20 Jahren lernte ich Uwe Gruber im Rahmen des 18-tägigen Qualifizierungslehrgangs für Direktvermarkter und Gastronomen des Landwirtschaftsamts Miesbach kennen. Daraus entstand ein sehr schönes Netzwerk: „Regionale Zusammenarbeit zwischen Landwirtschaft, Gastronomie und Tourismus“. Wir waren die Pioniere in diesem Bereich, und der Anfang war wirklich nicht immer leicht. Heute boomt dieser Trend, und auch die momentane Situation bestätigt, dass sich unsere damaligen Ideen gut entwickeln konnten.

Das Brot der Albert-Link-Hütte ist ja bereits seit über 20 Jahren bekannt und beliebt bei seinen Gästen und Freunden sowie den Einheimischen. Besonders die Bergliebhaber deckten sich gerne nach der Einkehr mit den Schmankerln der Albert-Link-Hütte für zu Hause ein.

Uwe dachte sich: Wenn sie schon nicht mehr kommen dürfen, so komm ich halt mit meinen Spezialitäten zu ihnen ins Tal und in die Stadt. Was mit einem Verkaufsbus anfing, entwickelte sich schnell weiter und es mussten noch ein paar mehr Verkaufswagen organisiert werden. Es wird sehr, sehr gut angenommen. Somit können einige Mitarbeiter weiterarbeiten und mussten nicht alle in Kurzarbeit gehen.

Mein Besuch des Verkaufswagens am Ortsausgang Hausham in Richtung Schliersee zeigte mir die Freude von Alex, der eigentlich Kellner auf der Albert-Link-Hütte ist. Er strahlt und ist ein richtiges Verkaufstalent. Immer von Dienstag bis Samstag, jeweils von 10:00 bis 18:00 Uhr kann sich jeder die beliebten Schmankerln holen, solange der Vorrat reicht. Das sehr gute Mischbrot, Sechskornbrot, der geräucherte Speck, die Spinatknödel, Kaspressknödel, Dauergebäck, Kuchen und vieles mehr ‒ es ist sicher für jeden was dabei. Gleichzeitig wird die Albert-Link-Hütte unterstützt und kommt dementsprechend mit einem „blauen Auge“ gut durch die Corona-Pandemie.

Uwe Gruber möchte auch die Gelegenheit des Schliersee Magazins nutzen und danke sagen bei allen Gästen und Freunden der Albert-Link-Hütte für die wertvolle Unterstützung und den fleißigen Einkauf. Das ganze Team freut sich auf ein Wiedersehen auf der Albert-Link-Hütte am Spitzingsee.

 

 

Verkaufsstellen:

  • Ortsausgang Hausham von Richtung Schliersee
  • In Aurach ‒ von Schliersee in Richtung Fischbachau

Beide Verkaufsstellen von Dienstag bis Samstag jeweils von 10:00‒18:00 Uhr

 

  • Spitzingsee an der Schranke zur Albert-Link-Hütte ‒ nur bei schönem Wetter
  • Wochenmarkt in Gmund und Bad Feilnbach
  • München im Sport Schuster (wieder nach dem Corona-Lockdown)

 

Dringend wird ein/e Bäcker/-in zur Unterstützung gesucht

Albert-Link-Hütte

Valepper Straße 8

83727 Schliersee/Spitzingsee

Tel.: 08026/71 26 4

Fax: 08026/78 25 95

www.albert-link-huette.de

 

Ganz herzlichen Dank vom Schliersee Magazin, dass wir in Schliersee so besondere Lichtsäulen wie Gruber Uwe von der Albert-Link-Hütte haben.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Bei Bestellung: Bowl! Schlierseer liefert hawaiianisches Nationalgericht ins Bayerische Oberland.

Kurz gebratene Garnelen in Zitronengras. Dazu gedünstete Ananasscheiben mit Thymian. Oder ein mariniertes, rohes Lachsfilet mit einer Panade aus weißem und schwarzem Sesam. Serviert mit einer hausgemachten Guacamole. – Hmmm, wer jetzt Appetit bekommen hat, der braucht eine Poke Bowl! Das hawaiianische Nationalgericht kombiniert gewürfelten frischen Fisch mit Gemüse und Obst sowie einer Basis aus Reis, Quinoa oder Salat. Alles in einer Schüssel ‒ englisch: „Bowl“.

 

 

Fusion-Küche trifft Oberland

 

Seit Kurzem ist die frische Idee aus der internationalen Fusion-Küche auch in Schliersee und Umgebung erhältlich. Und zwar mit wenigen Klicks. orderfritz.de heißt die Plattform des Schlierseer Online-Unternehmers Thomas Langenberg. Und wie bei jeder guten Gründungsidee stand am Anfang von „orderfritz“ eine Herausforderung.

 

„Mittagessen? – Liefern wir selbst!“

 

„Jetzt ein leichtes, gesundes Mittagessen für uns und die Jungs! Das wär’s!“ – Jeden Tag zur Mittagszeit hatten Thomas Langenberg und seine Frau Kerstin den gleichen Gedanken. Wenn die fünfköpfige Familie sich nach Homeschooling und Homeoffice im Lockdown hungrig am Mittagstisch in Schliersee versammelte, stand den Langenbergs der Sinn nach einer frischen, stärkenden Mahlzeit. Pizza? Schnitzel? Leberkas? – „Schon zu oft gehabt. Und vor allem: Zu ungesund“, sagt Thomas Langenberg und hatte die zündende Idee: „Wir machen das einfach selbst!“

 

Kulinarische Reise in den Pazifik

 

Gesagt. Getan. Geliefert! Für orderfritz.de kombiniert Thomas Langenberg seine Expertise im Online-Marketing und die Ressourcen aus seinem eigentlich Business, den Gästehäusern „stayfritz“: „Wir haben eine leere Hotelküche. Wir haben einen Koch. Und wir haben die Idee, mit unseren Poke Bowls ein bisschen Schwung in den Schlierseer Essensmarkt zu bringen“, sagt Thomas Langenberg – und schwärmt: „Du nimmst die Bowls in die Hand – und du fühlst dich wie im Sommer auf Hawaii: Es riecht gut, es schmeckt gut – und es spricht dich farblich an.“

 

Frisch zubereitet, kalt verzehrt

 

Gemeinsam mit Koch René Schaumburg entwickelte der Schlierseer die Idee der „Geschmacksinseln“: kleine, kulinarische Leckerbissen mit Asia-Flair, liebevoll kombiniert in einer Schüssel. Und ganz einfach zu genießen: „Dadurch, dass wir alle Zutaten in mundgerechte Stücke schneiden, braucht ihr lediglich eine Gabel für euer Mittagessen“, sagt René Schaumburg. Und hat gleich noch einen entscheidenden Tipp für seine Kunden: „Wir bereiten alle Zutaten täglich frisch zu. Vom Salatblatt bis zum rohen Lachs: Unsere Poke Bowls dürft ihr deshalb kalt genießen.“

 

Viermal Hawaii in der Schüssel

 

Im Angebot der Schlierseer Gastro-Gründung sind inzwischen vier verschiedene Poke Bowls à la orderfritz: eine Reis-Bowl mit Garnelen, eine Fisch-Bowl mit rohem, marinierten Lachsfilet, eine fruchtige Quinoa-Bowl mit Räuchertofu, sowie eine Salat-Bowl mit hausgemachten Croutons und knackigen Edamame.

 

Die Experimentierfreude von Thomas Langenberg und René Schaumburg ist groß: Immer wieder testen die beiden neue kulinarische Ideen aus, mischen Gemüse, Gewürze und Fisch zu frischen Geschmackserlebnissen für ihre Kunden. „Es gibt Mittagessen, nach denen musst du dich erst mal auf die Couch legen – und eine Siesta halten“, sagt Thomas Langenberg schmunzelnd. „Nach unseren leichten Bowls kannst gleich produktiv weiterarbeiten.“

 

 

Poke Bowls bestellen – so geht’s

 

Ihr wünscht euch eine Portion Aloha-Feeling für euren Gaumen? Die Poke Bowls des Schlierseer Lieferservices www.orderfritz.de sind in wenigen Schritten online erhältlich:

 

  • Verfügbarkeit checken: Die Poke Bowls von orderfritz.de werden in ganz Schliersee kostenfrei zu euch nach Hause geliefert. Ebenfalls beliefert werden Hausham, Miesbach, Bayerischzell, Fischbachau, Waakirchen, Sachsenkam und das Tegernseer Tal. Wenn ihr sichergehen möchtet, dass euer Zuhause im Liefergebiet liegt, prüft eure Postleitzahl.
  • Bowls aussuchen: Auf die Bowl eurer Wahl klicken und Gericht in euren digitalen Warenkorb legen. Kalte Getränke sind ebenfalls verfügbar.
  • Liefertermin wählen: Die leckeren Poke Bowls von orderfritz.de werden derzeit von Montag bis Freitag jeweils zwischen 11:00 und 14:00 Uhr ausgeliefert. Bitte legt euer Wunschdatum und eure Wunschlieferzeit fest.
  • Auschecken: Beim Check-out zahlt ihr eure Bowls via PayPal, Kreditkarte oder Sofortüberweisung.
  • Genießen: Auf die Gabeln, fertig, los! Eure Bowls werden pünktlich zu euch nach Hause gebracht. Ans Lieblingsplatzerl oder in die Sonne setzen und Hawaii-Feeling auf der Zunge genießen.

 

 

Wer lieber telefonisch statt online bestellt, kann das ebenfalls tun – unter Tel. +49 1520.869 58 08.  

 

Wir wünschen euch von Herzen „Nanea i kāu pāʻina!“ – das ist Hawaiianisch und heißt: „Guten Appetit!“.

 

Poke Bowls von orderfritz.de

Thomas Langenberg

Web: www.orderfritz.de

Tel.: +49 1520.869 58 08

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Die Gourmet-Box to go des Aqua Ristorante Schliersee im Test

Abends schick beim Italiener essen zu gehen, ist derzeit leider nicht möglich. Damit die Liebhaber der mediterranen Küche trotzdem nicht auf diesen Genuss verzichten müssen, haben sich Marinela, Cristiano und Mama Elena vom Aqua Ristorante etwas ganz Besonderes einfallen lassen: die Gourmet-Box to go.

 

 

Das, was die Box von anderen To-go-Angeboten unterscheidet, ist, dass die Gerichte nur vorbereitet sind und erst zu Hause fertig zubereitet werden. Man könnte die Box daheim sogar noch bis zu zwölf Stunden im Kühlschrank aufbewahren. Auf jeden Fall kommt das Essen auf diese Weise immer frisch zubereitet und heiß auf den Teller. Auf der Website des Aqua Ristorante gibt es eine aktuelle Speisekarte mit mehreren Vorspeisen, Zwischengängen, Hauptgerichten und Desserts zur Auswahl. Daraus kann man einzelne Gerichte auswählen oder vergünstigte Drei- bzw. Vier-Gang-Menüs individuell zusammenstellen. Die Boxen können Donnerstag bis Sonntag zwischen 16:30 und 19:30 Uhr ‒ bei rechtzeitiger Bestellung auch schon zur Mittagszeit ‒ im Restaurant abgeholt werden. Unter bestimmten Voraussetzungen und gegen einen kleinen Aufpreis kann man sich die Gourmet-Box aber auch ganz bequem nach Hause liefern lassen. Alle wichtigen Informationen sowie einige Videos, die beim Anrichten der Speisen helfen, stehen auf der Homepage des Aqua Ristorante zur Verfügung: Gourmet-Box to go – Aquaristorante Schliersee

Gemeinsam mit meiner Familie durfte ich eine solche Box für euch testen. In unserem Ristorante „a casa“ haben wir sozusagen ein „Dinner for one“ für den Herrn des Hauses veranstaltet. Ich war für die Zubereitung und das Anrichten der Speisen zuständig, und die Kinder wollten unbedingt mal camerieri[1] sein, ganz so, wie sie es aus den zahlreichen Italienurlauben kennen. Eines vorneweg: Ci siamo divertiti tanto, oder wie man bei uns sagt: Mia ham a riesen Gaudi g’habt!

Wie abgesprochen, hole ich meine Box um 18:30 Uhr bei Marinela im Restaurant ab. Die Box aus weißem Karton ist mit einer Schleife in den italienischen Landesfarben und dem Logo des Aqua Ristorante verziert und sieht sehr ansprechend aus. Bestellt habe ich als Vorspeise Vitello tonnato, als Hauptgang Saltimbocca alla Romana und als Nachspeise Panna cotta mit Beeren. Als ich die Box daheim neugierig öffne, bin ich vom Inhalt positiv überrascht. Alle Komponenten sind fein säuberlich in wiederverwendbaren oder recycelbaren Behältern verpackt und beschriftet. Zusätzlich befinden sich in der Box noch ein Bonusheftchen – für jede Bestellung bekomme ich ab sofort einen Stempel, und beim fünften Stempel gibt es dann 10 € Rabatt im Restaurant – sowie eine Anleitung, wie die bestellten Speisen zubereitet und angerichtet werden sollten. Außer Geschirr und einem Backofen ist nichts Weiteres vonnöten – höchstens eine gute Portion Appetit!

 

 

Besonders gefreut haben wir uns über den Gruß aus der Küche, ein Stück hausgemachte Focaccia, ein paar Grissini und einen Dip mit Shrimps.

 

 

Die Vorspeise, das Vitello tonnato, wird kalt serviert und muss deshalb nur noch hübsch angerichtet werden. Das geht ganz leicht von der Hand, denn das fein aufgeschnittene Kalbfleisch ist bereits so auf einem Papier drapiert, dass es nur noch auf einen Teller gestürzt und das Papier vorsichtig abgezogen werden muss. Anschließend gibt man die Thunfischsoße darüber und dekoriert das Ganze noch mit Kapern. Wer ganz sicher gehen will, kann sich vorher auf der Homepage das Video dazu ansehen, dann kann ganz sicher nichts mehr schiefgehen.

 

 

Während der Papa am Wein nippt und zufrieden das Amuse-Bouche und das Vitello tonnato verspeist, heize ich den Ofen schon mal auf 230 °C vor und stelle dann die Aluschale mit der Hauptspeise hinein. Das Saltimbocca alla Romana muss laut Anleitung für acht bis zehn Minuten bei 230 °C fertig garen. Beim Anrichten duftet es herrlich, und mir läuft das Wasser im Mund zusammen. Ein klein wenig bereue ich es, dass der Papa heute der Testesser sein darf! Ich glaube, ich werde ihm ein Stückchen davon abluchsen … Der Schinken, das Salbeiblatt und die fein abgeschmeckte Weißweinsoße geben dem zarten Fleisch die besondere Note. Dazu gereicht werden Kartoffeln und buntes Gemüse.

 

 

Die Kinder warten indes ungeduldig zwischen den einzelnen Gängen auf ihren Einsatz als camerieri. Oberkellner „Antonio“ darf Wein, Amuse-Bouche und den Hauptgang servieren. „Giuseppina“ dagegen ist für die Vorspeise und das Dessert ‒ Panna cotta mit Beeren ‒ zuständig, das sie dann auch gleich selbst probiert und für „Mhmmmm“ befindet. Wie schon die Vorspeise ist auch das Dessert bereits fertig und muss nur noch hübsch angerichtet und serviert werden. Als ich meine beiden camerieri frage, ob es ihnen denn Spaß gemacht hätte, sind sie sich schnell einig: „Jaaaaa, das war cool! Heute haben wir Luigi gespielt!“ (Anm.: Luigi ist Oberkellner in unserem Lieblingshotel in Italien.)

Mein Fazit nach dem Test lautet: Die Gourmet-Box des Aqua Ristorante ist auf jeden Fall empfehlenswert. Alles schmeckt hervorragend und die Gerichte sind wirklich einfach zuzubereiten. Egal, ob man den Abend alleine verbringt, ein romantisches Dinner zu zweit genießt oder mit der ganzen Familie zu Abend isst: Die Gourmet-Box macht einfach Spaß und bringt zumindest kulinarisch ein bisschen italienisches Flair in die eigenen vier Wände.

[1] Cameriere, pl. camerieri, ital. für Kellner, Ober.

 

 

 

Kathrin Zott

Aufgewachsen und noch immer wohnhaft in Neuhaus am Schliersee, zweifache Mama, studierte Germanistin und Musikpädagogin, freiberufliche Lektorin und Korrektorin – mit anderen Worten: heimatverbundene, musikbegeisterte, kreative, tierliebe und vor allem komplett italienverrückte Leseratte.

 

 

 

Frühstück im Glas: Bloggerin Sarah Lausch zeigt ihren Schlierseer Beeren-Smoothie.

„Das Frühstück ist meine Lieblingsmahlzeit!“, sagt Sarah Lausch. Warum das so ist und wie gut Frühstücksgerichte schmecken, das beweist sie seit 2015 auf ihrem Foodblog. Unter www.oneslicemore.com und auf dem gleichnamigen Instagram-Account (@oneslicemore) teilt die Schlierseerin Rezepte und Bilder von Müsli-, Oatmeal- und Smoothie-Kreationen. Ihrem Publikum entlockt sie mit süßem Foccacia, veganen Orangenwaffeln oder fein-fruchtigen Energy Balls viele „Hmms“ und „Ohhhs“. Für das Schliersee Magazin hat sie einen Beeren-Smoothie kreiert, mit dem ihr garantiert munter und energiegeladen in den Tag startet.

 

 

Aus der Küche ins Netz

 

Beruflich war Sarah Lausch von Beginn an mit den Themen „Lebensmittel und Ernährung“ in Kontakt. In ihrem ersten Job arbeitete sie bei einem Hamburger Food-Unternehmen. „In meiner Freizeit habe ich schon immer gerne gebacken, Rezepte ausprobiert und nach meinem Geschmack abgewandelt“, verrät Sarah Lausch – und schmunzelt: „Meine Kollegen hat das natürlich gefreut. Denn ich war diejenige, die immer frischen Kuchen mit ins Büro gebracht hat.“ Den Anstoß, diese Leidenschaft auf professionelle Beine zu stellen, gab schließlich ihr Freund: „Warum machst du nicht einen Blog draus – und teilst deine Rezepte?“, fragte er.

 

„Noch ein Stück vom Kuchen!“

 

Gesagt, getan: 2015 ging Sarah mit ihrem Blog „oneslicemore“ (deutsch: „noch ein Stück“) online. Woher der Name stammt? Ihr ahnt es schon: „‚Gib mir noch ein Stück vom Kuchen‘ – das ist immer mein Spruch“, verrät Sarah Lausch lächelnd. Und auch die Online-Community der 33-Jährigen wollte mehr: mehr süße Rezeptanregungen, mehr pflanzenbasierte Frühstücksideen, mehr von ihrer liebevoll ausgestatteten Food-Fotografie. Heute zählt Sarah zu den bekannten Stimmen ihrer Branche – und hat schon zahlreiche spannende Kooperationen umgesetzt, unter anderem mit EUFIC, dem European Food Information Council. Allein auf Instagram folgen 69.000 Abonnenten ihren Rezeptanregungen. „Der Blog ist mein liebstes Hobby“, sagt Sarah Lausch, die im Hauptberuf für ein Tech-Unternehmen in Amsterdam arbeitet.

 

Inspirieren, nicht belehren

 

Das Besondere an Sarahs Tipps und Ideen: „Meine Rezepte sind alle pflanzenbasiert“, verrät die Foodbloggerin. Denn sie selbst isst schon seit einigen Jahren keine tierischen Produkte mehr. „Ganz wichtig ist mir, dass ich mit meinem Blog inspiriere und nicht belehre.“ In den Rezepten auf www.oneslicemore.com lassen sich deshalb alle veganen Zutaten ganz leicht ersetzen. „Ich bin da nicht dogmatisch“, sagt Sarah Lausch. „Statt mit Sojamilch klappen die Gerichte natürlich auch mit Kuhmilch.“

 

Neuer Wohlfühlort: Schliersee

 

Seit September ist die gebürtige Dortmunderin, die schon in Hamburg, München, London und Berlin gelebt hat, in Schliersee zu Hause. Und seit Kurzem begleitet eine Hündin namens „Hazel“ die Outdoor-Unternehmungen von Sarah Lausch und ihrem Freund. „Die Berge, der Schliersee – gerade die Kombination macht diesen Ort so einzigartig für uns“, schwärmt die 33-Jährige. Einen Lieblingsplatz hat Sarah Lausch auch schon gefunden: „Die Kreuzbergalm – da kann man super nach der Arbeit noch eine Runde Outdoor-Luft schnuppern.“

 

Oberbayerische Küche x internationaler Genuss

 

Hat ihr neuer Wohnort sie schon kulinarisch beeinflusst? – „Tatsächlich liebe ich auch deftiges Essen“, sagt Sarah Lausch. „Ich koche gerne Knödel in Pilzrahmsauce. Oder einen tollen veganen Kaiserschmarrn.“ Wenn die Foodbloggerin vom Outdoor-Sport im Winter heimkommt, darf es aber auch ein leckeres Wohlfühlessen sein: „Ein warmer Porridge gibt einem gleich auch ein warmes Gefühl“, schwärmt Sarah Lausch.

 

Netzwerken beim „Ladies Brunch“

 

Beruflich arbeitet die 33-Jährige überwiegend vom Homeoffice aus – nicht nur in Pandemiezeiten. Das Netzwerken unter kulinarisch Kreativen und Gleichgesinnten ist für Sarah Lausch deshalb besonders wichtig. Gemeinsam mit zwei Freundinnen organisiert sie den „Ladies Brunch“ in München – ein kulinarisches Event, um Frauen zu vernetzen, zu inspirieren und nicht zuletzt: gemeinsam hervorragend zu essen. „Wer weiß: Vielleicht gibt es ja auch bald einmal einen ‚Ladies Brunch‘ in Schliersee?!“, überlegt Sarah.

 

Reich an Kohlenhydraten und Eiweiß

 

Bis das so weit ist, könnt ihr Sarahs süße Köstlichkeiten schon einmal daheim kennenlernen – mit ihrem Schlierseer Beeren-Smoothie zum Nachmachen. „Der gibt richtig viel Energie, weil er vollgepackt ist mit Kohlenhydraten und Eiweiß“, sagt Sarah Lausch. „Ein super Frühstück, bevor ihr zum Beispiel zum Wandern in die schönen Schlierseer Bergen aufbrecht.“ Aber lest selbst …

 

Der Schlierseer Beeren-Smoothie

für zwei Gläser

 

Zutaten:

 

250 ml             Sojamilch (oder Milchvariante nach Wahl)

2 EL                 Haferflocken

2 TL                 Erdnussbutter, gerne ohne Zucker

125 g               gemischte Beeren, tiefgekühlt

eine                 Banane

 

Küchengeräte:

 

Für die Zubereitung benötigt ihr einen leistungsfähigen Standmixer.

 

Und so geht’s:

 

  • Banane in Stücke brechen und zusammen mit allen anderen Zutaten in einen Standmixer geben.
  • Etwa 30 Sekunden pürieren, bis die gewünschte Cremigkeit erreicht ist.
  • Ist der Smoothie noch zu dickflüssig, einen Schluck Milch oder Wasser dazugeben – und erneut durchmixen.
  • Fertig! Beeren-Smoothie in zwei dekorative Gläser füllen und frisch genießen.

 

Sarahs Tipp: „Wer frische Beeren verwenden möchte, ersetzt die Banane durch gefrorene Bananenstücke. Dazu die Banane schälen, in Scheiben schneiden, im Tiefkühlfach einfrieren – und bei Bedarf hervorholen. Die gefrorenen Bananenstücke geben eurem Smoothie eine cremige Konsistenz und machen ihn besonders frisch.“

 

 

Wir wünschen euch viel Genuss und Freude mit dem Schlierseer Beeren-Smoothie!

 

Noch mehr Inspiration und Rezeptideen von Sarah findet ihr in ihrem wunderschön fotografierten Kochbuch „BAKING WINTER WONDERLAND: Himmlische Rezepte“ (2019) oder online:

 

Sarah Lausch

One Slice More

Website: www.oneslicemore.com

Instagram: www.instagram.com/oneslicemore

E-Mail: oneslicemore@gmail.com

 

Übrigens: Eine große Auswahl an knackigen Beeren, frischem Obst und Gemüse gibt‘s bei:

 

Früchte Jähne

Rathausstraße 16

83727 Schliersee

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Aus der Schlierseer Kräuterküche – Heimisches Wintergemüse aus der Dunkelkammer

Sieht man die Zichorienpflanze auf dem Feld, erinnern ihre Blätter an einen großen Löwenzahn. Wir hatten früher einen wunderbaren Erdkeller, in dem wir die Chicorée-Wurzeln in Holzkisten einpflanzten. So konnten wir den ganzen Winter Chicorée ernten. Es dauerte immer ca. drei Wochen, bis die ersten Pflanzen geerntet werden konnten.

 

 

Vor über 150 Jahren geschah es bei belgischen Bauern aus Zufall, dass aus den eingelagerten Zichorien-Wurzeln plötzlich kräftige, bleiche Sprossen herauswuchsen ‒ der Chicorée., ein wichtiger Vitamin- und Mineralstofflieferant während des Winters. Wegen seiner basischen Wirkung ist Chicorée ein wunderbares Gemüse für Diabetiker und Rheumatiker. Darüber hinaus regen seine Bitterstoffe den Appetit und die Verdauung an, was während der Winterzeit oft vernachlässigt wurde. Meine Mutter hatte die übrigen Wurzeln im Herbst gewaschen, getrocknet und fein gemahlen und mit diesem Zichorienpulver das Gulasch verfeinert. Während der Kriegszeit wurde dieses Wurzelmehl sogar als Pflanzenkaffee verwendet.

Für mich muss in der Küche die Zubereitung einfach gehen, und es soll der Familie schmecken. So habe ich während meiner Kräuterpädagogen-Ausbildung dieses ganz einfache Rezept von Frau Dr. Klemme erhalten. Dieses kann wirklich jeder ganz leicht nachkochen.

 

 

Chicorée- Auflauf

Zutaten (für 4 Personen)

750 g schlanker Chicorée

500 g saure Sahne

Saft einer Bio-Zitrone

2 große frische Eier

200 g geriebener Bergkäse

Butterschmalz, Salz, Zucker, Pfeffer, Muskat frisch gerieben

 

Zubereitung:

Chicorée-Stauden vom Strunk befreien, halbieren und in eine mit Butterschmalz ausgefettete Bratform geben.

Die saure Sahne, in eine Schüssel geben, Zitronensaft und die aufgeschlagenen Eier sowie 150 g geriebenen Bergkäse dazugeben. Alles gut verrühren und über die vorbereiteten Chicorée-Stauden geben. Den Backofen auf 200 °C vorheizen. Die vorbereitete Bratform mit dem Chicorée-Auflauf in den vorgeheizten Ofen schieben und ca. 45 Min. backen. Zum Schluss noch den restlichen Käse darüberstreuen und bei Nachhitze ca. 10 Min. ruhen lassen.

Dazu passen Salzkartoffeln mit Petersilie oder Pellkartoffeln in Butter geschwenkt.

Das beschriebene Rezept ist vegetarisch.

 

 

Mein Tipp: Wer Lust hat, kann die Chicorée-Stauden noch mit gekochtem Schinken umwickeln ‒ das mag meine Familie besonders gern.

Euch wünsche ich gutes Gelingen und guten Appetit!

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen