Seefestzeit ist die schönste Zeit in Schliersee

Das Schlierseer Seefest ist legendär. Drei Tage lang feiern Schliersee und seine Gäste vom 27. bis 29. Juli 2018 auf der Seefestwiese und im Kurpark an der Vitalwelt direkt am Schlierseeufer.

Tradition und Vereine

Gelebte und ehrliche Tradition liegt Schliersee sehr am Herzen, deshalb treten auch die weit über die Landkreisgrenzen bekannten Schlierseer Goaßlschnalzer sowie Trachtlerinnen und Trachtler immer wieder gerne hier auf. Ein weiteres Highlight ist das jährliche, traditionelle Schlierseer Fischerstechen. Auf dem Seefest sind viele Vereine und Schlierseer Gastronomen vertreten.

Kulinarisch sind Sie bestens versorgt: Egal, ob Sie den frischen Steckerlfisch vom TSV Schliersee Fußball, den saftigen Ochsen vom Grill vom Ratskeller-Team, die knusprigen Hendl vom TSV Schliersee Eishockey, die Currywurst von der Wasserwacht, die Almsemmel von der Bergwacht, Paella vom Skiclub Schliersee oder den Döner von einem neuen Mitglied der Schliersee Gastronomen „Sivas Kebap“ probieren – Sie werden sicher etwas Leckeres finden. Ein paar Markstände mit Textil- und Keramikdruck, Holzdekoration, Sirup und Gewürzen, Taschen aus Filz runden das Angebot ab.

Schlierseer feiern zusammen

Deshalb ist es auch so schön auf dem Seefest ‒ es treffen sich einfach viele Freunde und Bekannte. Feiern Sie mit! Besonderes Highlight ist dieses Jahr die Bayern-1-Band. Sie wird am Freitag ab 20 Uhr mit den größten Hits der 70er- und 80er-Jahre auftreten. Am Samstag beim Schlierseer Abend zeigt Schliersee sich traditionell – mit der Schlierseer Blasmusik, den Schlierseer Alphornbläsern, Goaßlschnalzern und den Schlierseer Plattlern. Um 22 Uhr findet das beliebte „Brillant-Feuerwerk“ über dem See statt. Vor dem Bergpanorama spiegelt sich das Feuerwerk bunt leuchtend im See – das sollten Sie nicht verpassen. Am Sonntag dürfen sich am Nachmittag die Vereine auf der Bühne präsentieren. Cheerleader, Tanzgruppen, Turner, die Jungblaskapelle, das Cross-Over-Team ‒ alle finden Raum, ihr Können zu zeigen. Für die Kinder gibt es eine Hüpfburg, eine Eisenbahn und eine historische Schiffschaukel.

Ein Besuch auf dem Schlierseer Seefest gehört zum „Schliersee Jahr“ einfach dazu. Ganz egal, ob Sie gemütlich mit der Familie über den Platz schlendern, Kaffee und Kuchen oder eine Brotzeit genießen und das Treiben beobachten, oder ob Sie an einer der Bars so richtig feiern: Sie werden sich wohlfühlen bei uns.

Achtung: Bei schlechter Witterung wird das Feuerwerk von Samstag auf Sonntag verschoben.

 

 

Mein Tipp:

Bergseefest – das höchste Seefest in Bayern

Wem es auf dem Seefest so richtig gefallen hat, der sollte das Bergseefest (den „kleinen Bruder“ des Schlierseer Seefests) am 11. August am Spitzingsee auf keinen Fall verpassen.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Salute – wo der Wein für das Schlierseer Seefest herkommt (Barberino-Verein Teil 1)

Wer kennt es nicht, das „Chianti-Lied“, komponiert von Gerhard Winkler, der viele Jahre in Fischhausen am Schliersee gewohnt hat. Es weckt Erinnerungen an unser Sehnsuchtsland Italien, an die Toskana und laue Sommerabende in netter Gesellschaft – gemeinsam lachend und ein Gläschen Wein trinkend …

Gut gelaunt, voller Vorfreude und laut die italienische Musik im Autoradio mitträllernd, fahre ich auf dem raccordo autostradale 3 von Florenz aus in Richtung Siena. Meine Fahrt führt mich durch die typisch toskanische Landschaft: sanfte, grüne Hügel, so weit das Auge reicht, Zypressenalleen, die zu idyllisch gelegenen Bauernhöfen, den fattorie, führen, malerisch umgeben von Weinbergen und Olivenhainen. Auf etwa halber Strecke liegt mein heutiges Ziel: die Gemeinde Barberino Val d’Elsa, mit ihrem mittelalterlichen centro storico, geprägt von engen Gassen und steingemauerten Häusern.

Salute – da dove viene il vino per la festa del lago di Schliersee (Barberino-Verein parte 1)

Chi non conosce la “Chianti-Lied”, composta da Gerhard Winkler, il quale ha vissuto diversi anni a Fischhausen sul lago di Schliersee. Tale canzone risveglia il nostro ricordo dell’Italia, il paese dei nostri desideri, in particolar modo della Toscana e le tiepide serate estive trascorse in buona compagnia – ridendo e bevendo un bicchiere di vino insieme…

Di buon umore, piena di gioia dell’attesa e canticchiando ad alta voce la musica italiana dell’autoradio, percorro il raccordo autostradale 3, che da Firenze conduce verso Siena. Il mio viaggio passa lungo il tipico paesaggio toscano: dolci colline verdi, infinite, al punto da perdersi alla mia vista, i viali con i cipressi che portano ad idilliache fattorie circondate da un pittoresco paesaggio, caratterizzato dalla presenza di numerosi vigneti ed oliveti. Circa a metà strada si trova la mia destinazione: il Comune di Barberino Val d’Elsa, con il suo magnifico centro storico, nel quale si possono ammirare i tipici vicoli stretti e le case in pietra risalenti all’epoca medievale.

 

 

Seit 1986 sind Schliersee und Barberino Val d’Elsa offiziell Partnerstädte. Der Schlierseer „Verein zur Förderung der Partnerschaft der Gemeinden Barberino Val d’Elsa und Schliersee e. V.“, kurz Barberino-Verein, kümmert sich seither in enger Zusammenarbeit mit dem italienischen Partnerverein „Barberino and friends“ um die Pflege der langjährigen Freundschaft. Alles über die Anfänge der Partnerschaft und die regelmäßigen Aktivitäten der beiden Vereine können Sie in Kürze unter „Schliersee und Barberino Val d’Elsa – eine deutsch-italienische Freundschaft (Barberino-Verein Teil 2)“ hier im Schliersee Magazin nachlesen.

Seit vielen Jahren betreibt der Barberino-Verein einen Stand mit Spezialitäten aus der Toskana am Schlierseer Seefest, das dieses Jahr vom 27. bis 29. Juli 2018 stattfindet. Jedes Jahr im Frühling reist deshalb eine kleine Gruppe des Vereins nach Barberino Val d’Elsa, um dort den Wein für das Seefest zu holen. Heuer durfte ich mich der Gruppe anschließen und mir die beiden traditionsreichen Weingüter anschauen.

Schliersee e Barberino Val d’Elsa sono città gemellate dal 1986. Da allora l’associazione “zur Förderung der Partnerschaft der Gemeinden Barberino Val d’Elsa und Schliersee e.V.”, sita a Schliersee e nota come “Barberino-Verein”, si occupa, in stretta collaborazione con l’associazione italiana “Barberino and friends”, della conservazione di questa lunga amicizia. A breve, nella parte “Schliersee e Barberino Val d’Elsa – un’amicizia tedesca-italiana (Barberino-Verein parte 2)” potrete scoprire molte più cose riguardo l’origine del gemellaggio e le attività abituali svolte da ambedue le associazioni.

Da tanti anni, in occasione della festa del lago di Schliersee, la “Barberino-Verein” gestisce una bancarella di specialità provenienti direttamente dalla Toscana. Tale festa, quest’anno, si svolgerà dal 27 al 29 luglio. Ogni anno, in primavera, un piccolo gruppo dell’associazione si reca a Barberino Val d’Elsa per prendere del buon vino proprio per questa festa. Quest’anno ho avuto l’opportunità di accompagnare il gruppo e visitare un paio di cantine dalle ricche di tradizioni.

 

 

Unsere erste Station ist die Fattoria Villa Spoiano in Tavarnelle Val di Pesa, einem kleinen Ort nur wenige Kilometer vor Barberino, der zusammen mit Barberino Val d’Elsa eine Verwaltungsgemeinschaft bildet. Das Bio-Weingut liegt malerisch auf einer Anhöhe und ist umgeben von 68 Hektar Land, von dem 25 Hektar für den Olivenanbau und 17 Hektar für den Weinanbau genutzt werden. Die Familie Wäspi bietet auf ihrem Anwesen agriturismo an und produziert neben Wein und Olivenöl extra vergine auch Schinken, Salami und finocchiona aus dem Fleisch der eigenen Dexter-Rinder und der seit der Antike bekannten Schweinerasse Cinta senese – alle Produkte aus biologischer Erzeugung. Frau Wäspi lädt uns zunächst auf die Aussichtsterrasse ein, von der aus man einen herrlichen Blick über die umliegenden Weinberge und hinüber nach Barberino Val d’Elsa hat. Danach geht es in den Weinkeller, das kleine private Museum, die Hauskapelle und anschließend zur Wein- und Olivenölverkostung. Im Museum, das sich in einer angrenzenden Scheune befindet, kann man eine Zeitreise in die Anfangszeit der Villa Spoiano unternehmen, deren Tradition zurückgeht bis ins 17. Jahrhundert. In diesem Raum direkt unter dem Dach werden auch die Fässer für die Reifung des Vin Santo gelagert, die dort über mindestens drei Jahre der Sommerwärme ausgesetzt werden, um dem Dessertwein seine typische Note zu verleihen. Im Weinkeller vereinen sich dagegen Tradition und Moderne. Neben klassischen Holzfässern und alten Werkzeugen befinden sich große, glänzende Edelstahltanks. Hier wird auch der Wein produziert, den Sie auf dem Seefest genießen können: ein Rotwein mit fruchtiger Note, hergestellt aus der Sangiovese-Traube.

La nostra prima tappa è la Fattoria Villa Spoiano, a Tavarnelle Val di Pesa, un piccolo paesino situato a pochi chilometri da Barberino, che, insieme a Barberino stesso, ha avviato una collaborazione tra i due comuni. Questa particolare cantina biologica si trova in una splendida zona collinare, circondata da 68 ettari di terra di cui 25 ettari destinati all’olivocoltura e 17 ettari coltivati a vigneti. Oltre alla cantina, la famiglia Wäspi gestisce un agriturismo e produce una vasta gamma di prodotti che va dall’olio extra vergine di oliva ad insaccati vari, tra i quali prosciutti, salami e la famosa finocchiona, fatti con la carne dei propri bovini di razza Dexter e dei maiali appartenenti all’antica razza della cinta senese – tutti prodotti di provenienza biologica. Come benvenuto la Signora Wäspi ci invita nella terrazza, dalla quale si può ammirare un panorama meraviglioso sui vigneti circostanti e su Barberino Val d’Elsa. Poi ci accompagna a vedere la cantina, il piccolo museo privato, la cappella della casa ed alla fine ci offre una degustazione di vino e di olio d’oliva. Il museo, che si trova in un fienile, accompagna i suoi visitatori in un viaggio nel passato fino alle origini della fattoria Villa Spoiano, risalente al 17esimo secolo. Lì sono conservate anche delle botti per l’invecchiamento del Vin Santo, il quale viene esposto al calore dell’estate per un periodo minimo di 3 anni per dargli il suo gusto tipico. Nella cantina invece si uniscono tradizione e modernità. Oltre alle classiche botti di legno ed ai vecchi strumenti, ci sono anche dei grandi serbatoi di acciaio scintillante nei quali vengono prodotti diversi vini. Tra questi il vino rosso ricavato dalle uve del Sangiovese, con la sua nota fruttuosa, che viene degustato in occasione della nostra festa del lago.

 

 

Im Anschluss geht es weiter nach Barberino Val d’Elsa zur Fattoria Pasolini dall’Onda Borghese, die sich gleich neben dem südlichen Stadttor, der Porta Senese, befindet. Massimo Castagnozzi führt unsere Gruppe hinein in die kühlen, unterirdischen Gewölbe direkt unter den Gassen Barberinos. Dort befinden sich die Weinkeller mit riesigen Holzfässern und ein kleines, dafür aber umso beeindruckenderes Gewölbe, in dem viele jahrzehntealte Weinflaschen lagern. Die Weinproduktion der Fattoria Pasolini dall’Onda geht nachweislich zurück bis ins Jahr 1573. Durch die Heirat zwischen dem Conte Guido Pasolini dall’Onda und Caterina dei Principi Borghese vergrößerten sich die Ländereien auf etwa 270 Hektar, von denen über 40 Hektar für den Anbau der Weinreben zur Verfügung stehen. Neben der Weinproduktion hat sich die Fattoria Pasolini dall’Onda auch einen Namen mit ihrem Olivenöl extra vergine gemacht. Im Anschluss an die Kellerführung dürfen wir sowohl den Wein als auch das Olivenöl verkosten. Es macht Spaß, Massimo dabei zuzusehen, wie er den Wein im Glas zunächst ausführlich beschreibt, ihn dann leicht schwenkt, mit geschlossenen Augen daran riecht und schließlich einen Schluck davon nimmt. Tun Sie es ihm gleich, wenn Sie am Seefest den Weißwein der Fattoria Pasolini dall’Onda trinken.

Il viaggio continua verso Barberino Val d’Elsa. La nostra seconda meta è la Fattoria Pasolini dall’Onda Borghese che si trova proprio accanto alla porta Senese, nel sud della città. È Massimo Castagnozzi a guidare il nostro gruppo nei freschi sotterranei dei vicoli di Barberino. Lì si trovano le cantine con le loro botti di legno giganti ed un piccolo sotterraneo, molto suggestivo, in cui sono stoccate delle bottiglie di vino decennali. La produzione di vino della fattoria Pasolini dall’Onda risale al 1573. A seguito del matrimonio tra il Conte Guido Pasolini dall’Onda e Caterina dei Principi Borghese, la proprietà ha raggiunto un’estensione di 270 ettari di cui più di 40 ettari destinati alla coltivazione delle viti. Oltre al vino, la fattoria Pasolini è nota per il suo delizioso olio extra vergine d’oliva. Dopo la visita dei sotterranei, ci vengono offerti sia del vino che dell’olio d’oliva. È un piacere guardare Massimo descrivere nei dettagli il vino nel bicchiere, facendolo saltare leggermente, fiutandone l’odore ad occhi chiusi ed infine assaggiandone un sorso. Vi consiglio di fare lo stesso quando bevete il vino bianco della fattoria Pasolini dall’Onda alla festa del lago di Schliersee.

 

 

Gemeinsam mit der Vorstandschaft des Partnervereins „Barberino and friends“ lassen wir den Tag bei einem typisch toskanischen Abendessen ausklingen. Wir treffen uns in der urigen Osteria La sosta del Papa, die ihren Namen Papst Pius VII zu verdanken hat, der dort am 2. Juni 1815 für ein „dringendes Bedürfnis“ Halt gemacht haben soll. Die Barberinesen nehmen mich gleich herzlich in ihrer Mitte auf, und so verbringen wir einen wundervollen Abend mit netten Gesprächen, genießen landestypische Antipasti, Pasta mit Wildschweinragout, Grillspezialitäten und trinken einige Gläschen Chianti. Zum Dessert gibt es köstliche cantuccini, ein typisch toskanisches Mandelgebäck, zu denen ganz klassisch Vin Santo gereicht wird. Erst gegen Mitternacht, nach einem sehr interessanten Tag voller wunderbarer Erfahrungen und geprägt von der typischen Herzlichkeit der Italiener, falle ich müde, aber glücklich ins Bett.

Insieme al comitato dell’associazione “Barberino and friends” chiudiamo la giornata con una tipica cena toscana. Ci incontriamo all’Osteria La sosta del papa che ha preso il suo nome da Papa Pio VII il quale, secondo la leggenda, si sarebbe fermato lì per un “bisogno pressante” il 2 giugno 1815. I barberinesi mi accolgono con un caloroso benvenuto e così trascorriamo una serata meravigliosa conversando, gustando antipasti tipici, pasta al ragù di cinghiale, specialità alla griglia e bevendo qualche bicchiere di delizioso Chianti. E non può di certo mancare il Vin Santo ad accompagnare il nostro dessert, i tipici e squisiti cantuccini. Solo verso mezzanotte, dopo una giornata molto interessante e piena di splendide esperienze vado a letto – stanca ma felice e ripagata dalla cordialità degli italiani.

 

 

Schade, dass für den nächsten Tag bereits die Rückreise ansteht – aber eines ist sicher: Ich komme sehr gerne wieder und kann es jedem ans Herz legen, unsere wunderbare Partnerstadt Barberino Val d‘Elsa zu besuchen. Allen, die nicht so lange auf das Toskana-Feeling warten wollen, empfehle ich einen Besuch am Stand des Barberino-Vereins auf dem Seefest. Dort können Sie Ihren Gaumen mit Rot- und Weißwein, Grappa, Espresso und porchetta, der italienischen Version des Schweinerollbratens, verwöhnen. Der Erlös kommt den Partnerschaftsaktivitäten des Vereins zugute. Bis bald auf dem Seefest! Die Mitglieder des Barberino-Vereins freuen sich auf Sie …

Peccato dover rientrare il giorno successivo – ma una cosa è certa… tornerò molto volentieri a Barberino e raccomando vivamente a tutti una visita in questa stupenda località. E per quelli non possono aspettare il “Toscana-Feeling” così a lungo, consiglio una visita alla bancarella della “Barberino-Verein”, alla festa del lago di Schliersee. Lì potrete rinfrancare il palato assaporando il vino rosso e bianco, la grappa, il caffè espresso e la porchetta. Il ricavato va all’associazione per rendere possibili le sue iniziative anche in futuro. A presto – i membri della “Barberino-Verein” vi aspettano alla festa del lago…

 

 

https://barberino-verein.de/

https://www.facebook.com/barberinoandfriends/

http://www.barberinovaldelsa.net/

http://www.villaspoiano.com/de/

http://www.pasolinidallonda.com/barberinovaldelsa/

http://www.osterialasostadipiovii.it/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Alloa in de Berg* ‒ Wieso, weshalb, warum?

Letztens wurde ich gefragt, warum ich alleine auf den Berg gehe und ob ich dabei Angst habe. Es ist nicht so, dass ich immer alleine auf den Berg gehe, im Gegenteil: Das Bergwandern in einer Gruppe oder zu zweit mit Freunden und Familie ist eine meiner Lieblingsbeschäftigungen. Zwei der schönsten Bergerlebnisse, die ich hatte, waren die beiden Male, als ich die Almer Wallfahrt von Maria Alm im Pinzgau über das Steinerne Meer nach St. Bartholomä am Königssee mitgegangen bin. Das war anstrengend, lang, und es waren jeweils mehr als 1.200 Wallfahrer dabei.

 

Von Zeit zu Zeit aber gehe ich sehr gerne alleine auf den Berg. Und Angst habe ich keine, stattdessen einen großen Respekt, vor allem vor einem plötzlichen Wetterumschwung mit Gewitter oder rasch aufziehendem Nebel. Regen, Schneefall und ein Kälteeinbruch sind nicht so schlimm, dafür habe ich immer zusätzliche passende Kleidung dabei, aber ein Gewitter oder dichter Nebel am Berg – das ist lebensgefährlich.

Passieren kann immer was, ein blöder Sturz, Straucheln und dabei umknicken. Alle, die mich kennen, wissen: Das kommt bei mir auch im Flachland vor. Deshalb nicht in die Berge gehen? Dad bei mir ned ge*…

Und wie jeder weiß, der draußen in der Natur unterwegs ist: Alles geschieht auf eigenes Risiko und eigene Gefahr.

 

Für mich ist wichtig, dass ich mein eigenes Tempo gehen kann, stehen bleibe, um zu fotografieren – Blumen, fliegendes Getier oder meine Lieblingsmotive: Koima* auf der Alm ‒, oder ein paar Minuten einem Specht, direkt neben dem Weg, beim Zerhacken eines morschen Stammes auf der Suche nach Käferlarven zuzuschauen.

Einmal wäre ich fast gegen einen Baum gelaufen, weil ich einem Oachkatzl* zugeschaut habe, wie es gekonnt von Ast zu Ast und von Baum zu Baum gesprungen ist, mich dabei immer im Blick habend und keckernd schimpfend. Ich hab’s dann leider aus den Augen verloren, als ich wieder auf den Weg schauen musste.

 

 

 

Faszinierend für mich sind auch die Lichtspiele der Sonnenstrahlen, die durch den dichten Bergmischwald blitzen und mich erahnen lassen, wie strahlend und heiß es sein wird, wenn ich die Baumgrenze hinter mir gelassen habe. Komme ich zu den blumenbunten Almwiesen mit den glockenläutenden Jungrindern darauf, dann stelle ich mir gerne vor, dass so das Paradies ausschaut: herrliches Wetter, blauweißer Himmel, a laus Lüfterl*, wunderbares Bergpanorama, es summt und brummt vor lauter Bienen, Hummeln, Fliegen und Käfern, Schmetterlinge fliegen vor mir vom Boden auf, Grillen zirpen, Vögel zwitschern, der Greifvogel stößt seinen schrillen Schrei aus – oder war das doch der Warnpfiff von einem Mankei*?

Es gibt so viel zu sehen ‒ dort ein ausladender Wachholderstrauch übersät mit Hunderten von kleinen, noch grünen Wachholderbeeren, hier eine intensiv rot leuchtende Walderdbeere, von der ein süßlicher Duft ausgeht ‒, aber am meisten staune ich über die vielfarbige, üppige Bergblumen- und -gräserpracht von unzähligen Margeriten, gelbem und weißem Hahnenfuß, Ochsenauge, Vergissmeinnicht, Schusternagerl und Schwalbenwurz-Enzian, Silberdistel und Oimarausch*, die verschiedensten Kleesorten, Kugelblume, Akelei und so vieles mehr.

 

 

 

Ich kann nicht sagen, welche Jahreszeit ich in den Bergen am schönsten finde, da jede Saison etwas Besonderes an sich hat.

 

Der Frühling ist eine spannende Zeit: Im Tal grünt und blüht es, doch oben am Berg herrscht noch die weiße Pracht des Winters vor. Wann beginnt die Schneeschmelze, dauert es noch lange, bis ich ohne zusätzliche Ausrüstung für Passagen im Schnee auf den Berg kann? Sind die Latschen* noch recht eingeschneit? Werde ich tief einbrechen? Wieder bis zu den Oberschenkeln, wie beim letzten Mal? Wie gut trägt der Schnee noch? Spitzt schon irgendwo ein Krokus oder ein Leberbleame* hervor? Schlagen die Laubbäume schon aus?

 

 

 

Im Sommer finde ich es wunderschön, dass so viel Leben in den Bergen ist, allem voran das aufgetriebene Vieh (Rind, Pferd, Schaf und Ziege) und das Läuten der Kuhglocken. Dieses Geräusch und den dazugehörigen Duft, der von den Tieren und ihren Ausscheidungen ausgeht, verbinde ich mit meiner Kindheit in Neuhaus: An jedem schönen Tag, den Gott gegeben hat, sind unsere Eltern mit Hund und uns Kindern auf den Berg gegangen: Brecherspitz, Jägerkamp, Bodenschneid, Wasser- und Rinnerspitz, Dürnbachmauern, Valepp und Schinder, Rotwand, Aiplspitz, Stolzenberg, Roß- und Rauhkopf – des is mei Gei*. Die Luft im Sommer ist erfüllt von einer Reihe ganz eigener Düfte: Geht man an einem abgestorbenen, silbrig verwitterten Baumstamm, der in der gleißenden Sonne daliegt, vorbei, dann kann man die metallene Trockenheit des Holzes förmlich riechen. Überall steigt einem der intensive Blumenduft oder im Wald und bei den Latschen eine wohltuende harzige Würze in die Nase.

 

 

 

Kommt dann der Herbst, doudelt* es: kein Kuhglockenläuten mehr, viele Insekten sind verstummt, und es sind unter der Woche auch weniger Menschen beim Bergwandern unterwegs. Nach ein paar kalten Tagen mit Regen sprießen die Schwammerl, und der Waldboden ist wieder mit einem federnden Laubteppich bedeckt. Eine ganz besondere Stimmung herrscht jetzt: Unten im Tal wabert der kalte Nebel, der sich tagelang nicht auflöst, am Berg dagegen scheint die noch Wärme spendende Sonne vom stahlblauen Herbsthimmel auf die leuchtenden Blätter der bunt verfärbten Laubbäume: Bergahorn, Buche, Grünerle, aber auch Sträucher und Büsche wie Holler* sowie Schwarz- und Weißdorn und als Nadelbaum die Lärche, die jetzt satte Gelb- und Orangetöne trägt. Und die Herbstzeitlose lässt einen schon wieder den Frühling erahnen.

 

 

 

Mit zu den beeindruckendsten Erlebnissen, die ich am Berg habe, ist der Sonnenaufgang ‒ nach einer einsamen Nacht unterm Sternenzelt auf einem Gipfel übernachtend.

Allein am Gipfel den Sonnenuntergang betrachten, ist schon beeindruckend. Ist die Sonne dann weg, wird es noch mal stiller, die Sterne leuchten intensiver, und stetig streicht nun der Wind über den Berg. Da ist es gut, dass ich auch in einer Hochsommernacht warme Kleidung, Handschuhe und Mütze trage und mein Schlafsack hervorragend isoliert. Die Isomatte, auf der ich liege, hält die Kälte, die vom felsigen Steinboden aufsteigt, von mir fern. Jeder Laut, jedes Geräusch das jetzt zu hören ist, kommt mir wesentlich lauter vor als während des üblichen Tageslärms.

Lange spannende und gleichzeitig entspannende kurzweilige Stunden mit unruhigem Schlaf später: Der fast unwirkliche Farbschimmer im nachtblauen Himmel verrät, wo die Sonne am Horizont erscheinen wird. Das erste Vogelgezwitscher, bevor noch die Morgendämmerung kommt, nehme ich viel intensiver wahr als das letzte Vogelgezwitscher in der Abenddämmerung, kurz bevor die Nacht anbrach. Zuerst wagt sich nur ein einzelner Vogel ans Zwitschern, doch seine Beharrlichkeit zahlt sich aus, und nach einiger Zeit bekommt er eine Antwort. Bald darauf ist aus den Solostimmen ein vielstimmiger, klangvoller Chor verschiedenster Vogelgesänge geworden. Bis der Tag anbricht und Bienen, Mücken, Fliegen und Käfer zu fliegen anfangen, dauert es noch eine Weile. Die Farbe des Himmels und der Lichtstreif, den die aufgehende Sonne erzeugt, wechseln von satten, dunklen Farben bis hin zu pastelligen Rosa- und Blautönen, die schließlich in das gleißende Licht der aufgegangenen und strahlenden Sonne übergehen. Die Luft wird schlagartig warm und ist voller Düfte. Rundherum pulst wieder das Leben ‒ ein neuer Tag hat begonnen.

 

 

 

Frühzeitig am Abend auf den Gipfel gestiegen, Mond und unzählige Sterne betrachtet und lange am Morgen den malerischen Sonnenaufgang genossen. Diese Stunden allein mit mir und nur Natur um mich herum sind eine richtige Auszeit aus dem Alltag: Ein Tag beziehungsweise eine Nacht am Berg ist wie eine Woche Urlaub.

 

 

Textbeschreibung *:

Alloa in de Berg = Alleine am Berg unterwegs

Dad bei mir ned ge = das würde für mich nicht infrage kommen

a laus Lüfterl = eine leichte Brise

Koim/Koima = Kalbin/Kalbinnen (ein- und zweijährige weibliche Rinder, die noch kein Kalb haben), nicht verwechseln mit Kaiwe = Kalb/Kälbchen

Oachkatzl = Eichhörnchen

Mankei = Murmeltier

Oimarausch = Alpenrose

Latschen = Bergkiefer

Leberbleame = Leberblümchen

des is mei Gei = das ist meine Heimat

doudelt = sehr still, leise, leblos

Holler = Holunder

 

Bildbeschreibung x:

Oimarausch = Alpenrose

Koim und Ox = Kalbin und Ochse

do schaugst, Spezi = Was gibt es da zu sehen, Freund?

Broz = Kröte

Dostn = Rossminze

Mankei = Murmeltier

Aufbaggld zum Gipfebiwak = schwer bepackt für das Gipfelbiwak

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Erfrischender Rundweg für heiße Sommertage in Schliersee

Die Wasserfall-Runde ist angenehm schattig, und Ihr habt immer wieder die Möglichkeit, Euch mit dem kalten Wasser des Hachlbachs zu erfrischen. Das ist optimal für einen heißen Sommertag in Schliersee. Der Hachlbach braust kühl und frisch vom Spitzingsee ins Josefstal. Manchmal schlängelt er sich über Almwiesen, dann rast er wie ein temperamentvoller Sturzbach durch die Felsen und bremst in den Gumpen, bevor er sich am Ende als imposanter Wasserfall hinabstürzt.

Parken: Die Parksituation im Josefstal ist schwierig. Am einfachsten reist Ihr mit der Bayerischen Oberlandbahn (BOB) an und lauft die etwa 1,5 km vom Bahnhof über die Neuhauser und Josefstaler Straße bis zum Ende des Josefstals. Wenn Ihr mit dem Auto unterwegs seid, könnt ihr ebenfalls vom Bahnhof Neuhaus starten (dort gibt es kostenpflichtige Parkplätze), oder Ihr versucht, einen Parkplatz in der Aurachstraße oder im Buchenweg zu finden. Direkt am Ende der Josefstalerstraße gibt es nur ein paar wenige Parkplätze, vor allem am Wochenende. Bitte nehmt Rücksicht auf die Anwohner!

Der Wasserfall ist am Ende der Josefstaler Straße gleich gut ausgeschildert. Folgt einfach dem Wegweiser: „Wasserfall-Rundweg“. Kaum biegt man in den Wald, spürt man schon die Erfrischung. Der Weg führt entlang des Hachlbachs zum größten Wasserfall des Rundwegs. Tosendes Rauschen und feiner Sprühnebel kündigen den Wasserfall frühzeitig an. Vorsichtig kann man ganz nah an den Wasserfall hingehen und sich anspritzen lassen. Wer ganz mutig ist, stellt sich drunter – eine Freiluftdusche für den wagemutigen Wanderer. Empfehlen kann ich es allerdings nicht, es ist einfach zu kalt. Von hier schlängelt sich der Bergpfad neben dem Hachlbach hoch zu weiteren Kaskaden. Auch in der Gumpe weiter oben kann man sich erfrischen. Ein kurzes Fußbad reicht. Nach dem nächsten Wasserfall sieht man wieder Sonnenlicht. Der Weg führt zu einem sanften Wiesengrund, der sich wunderbar als Picknickplatz eignet. Kinder können hier im flachen, murmelnden und eiskalten Bach spielen. Weiter geht der Weg übers Brückerl und zum Bockerlbahn-Weg, der im Schatten des Waldes entlang der ehemaligen Bahntrasse bergab verläuft. Die Bockerlbahn war eine Schmalspurbahn zum Holzabtransport nach einem Windbruch im Spitzinggebiet von 1919‒1927. Auch an einem alten Zugwagon der Bockerlbahn kommt man vorbei. An der Abzweige „Wasserfall-Rundweg“ könnt Ihr wieder in Richtung Wasserfall über den Buchenweg abbiegen, oder Ihr folgt der Beschilderung nach Neuhaus – je nachdem, wo das Auto steht oder ob Ihr mit dem Zug unterwegs seid.

 

 

Mein Tipp: Viel Zeit und eine Brotzeit mitbringen! Für das Erfrischen im Hachlbach, zahlreiche Fotostopps und ein Picknick auf der Almwiese sollte man sich ganz viel Zeit lassen. Einfach mal die Seele baumeln lassen!

 

 

Der Rundweg vom Bahnhof Neuhaus ist etwa 7 km lang. Normalerweise braucht man etwa zwei Stunden. Ich würde mehr Zeit einplanen, um die Natur entspannt genießen zu können.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Minigolf ‒ der Jahrzehnte überdauernde Trendsport für Jung und Alt

Schon als Kind konnte ich an keinem Minigolfplatz vorbeigehen, ohne meine Eltern zu überreden, dort mit mir eine Runde zu spielen. Und auch heute noch hat das Minigolfspiel für mich einen ganz besonderen Reiz. Und für viele andere Menschen, ganz egal, welcher Altersklasse sie angehören, anscheinend auch …

 

Wissenswertes zum Minigolf:

„Als Geschicklichkeitsspiel gehört Minigolf zu den Präzisionssportarten und zugleich zu den Ballsportarten.

Minigolf im engeren Sinne bezeichnet jene Variante, die auf genormten Anlagen nach dem System des Schweizer Gartenarchitekten Paul Bongni gespielt wird. Die 18 Bahnen sind je 12 m lang und 1,25 m breit, mit Ausnahme der ca. 25 m langen Weitschlag-Bahn. 

Am 19. März 1954 wurde in Ascona am Lago Maggiore die erste genormte Minigolf-Anlage nach Plänen des Schweizer Gartenarchitekten Paul Bongni eröffnet. […] Seit 1991 werden alle zwei Jahre Minigolf-Weltmeisterschaften durchgeführt.“

(https://de.wikipedia.org/wiki/Minigolf)

 

Den Minigolfplatz in Schliersee hat Gregor Weidner seit Ende April gepachtet. Er führt ihn zusammen mit der sich in unmittelbarer Nachbarschaft befindenden Seebar.

Die 18 Minigolfbahnen sind frisch saniert und instand gesetzt. Die Pisten sind aus Beton und durch Flacheisen begrenzt. Außerdem wurde die gesamte Anlage gelichtet, und das Gelände besticht nun durch seine Weitläufigkeit und natürlich die idyllische Lage direkt gegenüber dem Schliersee. Es gibt Verweiloasen mit Gartenbänken, geschnitzten Sitzen aus einem Baumstamm und sogar einen Hängesessel, in dem man nicht nur die Beine, sondern auch die Seele baumeln lassen kann.

 

Wunderbar für die kleinen und großen Sportler ist der Kioskbetrieb mit ca. 35 schattigen Sitzplätzen. Besonders gut sind der Cappuccino und das original italienische Eis der Firma AnticA Gelateria del Corso. Außerdem gibt es für den kleinen Hunger zwischendurch verschiedene Brotzeiten mit Weißwürsten, Wienern, Debrezinern, selbst belegten Wurstsemmeln und weiteren kleinen Snacks. Am Wochenende wird frischer Kuchen serviert. Und für die ganz Kleinen gibt es natürlich auch ein Stangerleis.

Geöffnet ist die Anlage von 10:00 Uhr bis zum Sonnenuntergang gegen 21:00 Uhr.

Für Gruppen gibt es spezielle Angebote mit Ermäßigungen. Geburtstagsfeiern und andere Gruppen-Events können organisiert werden. Dazu wird um eine rechtzeitige Reservierung gebeten.

 

Gregor ist jederzeit offen für Ideen und Anregungen, um sein Angebot für Kinder und Familien noch zu optimieren. Außerdem würde er sich über Sponsoren für beispielsweise Kinderspielgeräte und Gartenbänke sehr freuen.

 

Mir gefällt der Minigolfplatz ausgesprochen gut. Er bietet Spiel und Spaß und ist außerdem ein perfekter Rückzugsort, um dem hektischen Alltag zu entfliehen. Auch das gemütliche Beisammensein mit Familie und Freunden ist hier wunderbar möglich.

 

 

Mini-Golfplatz Schliersee
Gregor Weidner
Seestraße in 83727 Schliersee

www.minigolf-schliersee.de

Öffnungszeiten: täglich von 10:00 Uhr bis Sonnenuntergang; bei Regen geschossen

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Auf dem See, am Berg, im Wald: Sechs Sommerferien-Highlights für Kinder in Schliersee

Endlich, bald sind Sommerferien! Reiseführer wälzen, Kulturdenkmäler besichtigen, Spaziergänge unternehmen: Was uns Erwachsenen Spaß macht, trifft beim Nachwuchs nicht immer auf Gegenliebe. Kinder und Jugendliche freuen sich, wenn sie in den Ferien auch einmal etwas alleine unternehmen dürfen – zum Beispiel die wunderschöne Natur rund um Schliersee und Spitzingsee zusammen mit Gleichaltrigen erkunden statt im Schlepptau von Mama und Papa. Genau dafür haben der Markt Schliersee, die Stadt Miesbach und die Gemeinde Hausham ein spannendes Sommerferien-Programm für Kinder aufgelegt. Wir haben sechs Sommerferien-Highlights in und am Schliersee für euch entdeckt. Weiterlesen

„Ich geh mal schnell auf den Berg“ – ein sommerlicher Kurztrip auf die Gindelalm

Donnerstagmorgen, 8:30 Uhr. Wetter: sonnig und warm. Spontaner Plan: Bergtour auf die Gindelalm. Rückkehr: spätestens um 12:00 Uhr. Geht nicht? Geht doch!

Das Wort „Bergtour“ mögen einige Zeitgenossen, die noch nicht so recht vertraut mit dem Erklimmen von Erhebungen jenseits der 300-Meter-Marke sind, mit stundenlangen, schweißtreibenden Fußwegen auf weit entfernte Almen assoziieren. Doch rund um den Schliersee gibt es zahlreiche kurze Touren, die auch für ungeübte Wanderer an einem Vormittag locker zu bewältigen sind.

Eine dieser Wanderungen führt auf die 1.254 Meter hoch gelegene Gindelalm. Startpunkt ist der Parkplatz am Gasthaus Hennerer-Hof in Schliersee. Rechts am Gasthaus vorbei schlängelt sich der gut ausgebaute und beschilderte Schotterweg durch lichten Hochwald rund 390 Höhenmeter zu den bewirtschafteten „Gindelalmen“ hinauf. Zwischen den Nadel- und Laubbäumen erhascht man beim Aufstieg immer wieder schöne Ausblicke auf die umliegenden Berggipfel. Bei flottem Tempo ist der Aufstieg in 45 Minuten zu schaffen, geht man es etwas gemächlicher an, erreicht man in etwa einer Stunde den Gipfel.

Gleich drei Almhütten thronen auf dem sonnigen Almplateau und begrüßen ihre Gäste mit urig-bayerischer Gastlichkeit und hausgemachten Schmankerln aus der Region. Für welche Hütte man sich auch immer entscheidet ‒ der Ausblick ist an klaren Tagen überall atemberaubend. Aneinandergereiht wie die Glieder einer Kette präsentieren sich die Gipfel der Schlierseer Berge in ihrer ganzen Pracht. Lohnenswert ist auch der kurze Aufstieg zur Kuppe der Gindelalmschneid mit ihrem Gipfelkreuz. Von hier aus öffnet sich der Blick gen Norden bis in die Münchener Tiefebene.

Ein gut verzweigtes Wegenetz führt von der Gindelalmschneid zu zahlreichen anderen Gipfeln, Tälern und Almen. Etwas anspruchsvoller und zudem landschaftlich reizvoll sind die Touren über Neureuth oder Galaun bis hinunter ins benachbarte Tegernseer Tal. Aber auch Hausham, Agatharied und sogar Miesbach sind von der Gindelalm aus in wenigen Stunden zu erreichen.

 

 

Am schönsten ist es freilich, einfach den Weg zurück nach Schliersee zu wandern. Denn hier warten noch eine Menge anderer, spannender Aktivitäten und Erlebnisse auf große und kleine Besucher!

 

 

Tipp: Da die Gindelalm ein sehr beliebtes und stark frequentiertes Ausflugsziel ist, empfiehlt sich ein Besuch an Wochentagen oder zu früher Morgenstunde. Den berühmten Kaiserschmarrn von Wirtin Anneliese auf Hütte Nr. 3 gibt’s allerdings erst ab 11:00 Uhr!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Confessions of a Self Professed Ignorant Animal Lover in Schliersee

I was inspired to write this article after a walk up Firstalm with friends last Saturday. Due to the beautiful weather, large groups of people were wandering up the to Firstalm for lunch. As locals call it, the “alpine lunch rush”. From the animals perspective the volume of noise and people increased by ten fold compared to the weekly 5 days of virtual isolation. Monday through Friday in most of the year tourism is very light so the 2 days of weekend can be rather a shock.

 

Every effort by the farmer is made to keep his animals protected. Where it is possible, a portable electric fence is installed but even that is not deterrent enough to keep people at a safe distance and not entering the animal’s “personal space”.

 

On our short hike I was shocked when I witnessed a man leave the path and approach a sleeping cow. The cow, not knowing what this human wanted, quickly stood up. Then the well meaning man called to his wife and young child to come join him for a photo. Another shocking sight was a family with a young child who were walking through a remote pasture area on Spitzingsee. I am not sure what they did to awaken the cow herd but they had not one but the entire herd racing behind them. In their defense they did keep their cool and did not scream or run. It was a scary thing to watch. There are more than enough safe paths that this cross country excursion was not necessary.

 

I too have made this same mistake when I first moved to Schliersee. My husband and my dog decided to take a walk in Valepp before we realized not every walk we did in winter is safe to take when the cows are free in the pastures. At one point I watched while my husband and dog were chased out of the pasture by 15 young bulls. My dog was so terrified he managed to defecate and run all at the same time. It is funny now but neither of them would trust me to lead a walk for a few years.

 

So let me lay out a few suggestions and opinions. We have to remember that our farms are not petting zoos. Also remember with the volume of visitors in tourist season heightens the fear and stress level of our animal residents.

 

Here are a few of my observations and lessons I have learned.

 

  1. We say we love animals but each time we approach them inappropriately, we put them in danger. They do not enjoy our affection as much as we enjoy giving them affection. We have to check our motivation. It is more about our needs than theirs.
  2. We want to protect the rights of animals to live freely during the Alm season and your “Selfie” is not worth them loosing their rights. Learn how to zoom with your camera phone to keep at a safe distance.
  3. Cows are not 600-800 kilo Teddy Bears. These are living, breathing, giant animals not stuffed animals waiting to be snuggled. They haven’t been raised to cuddle.
  4. We come to the country to experience farm life, we say we have a passion for all living things but we must respect our local farmers and protect their delicate way of living.
  5. Some advice from this Recovering Well Meaning Animal Lover, we all love the critters but in our excitement to have a close personal connection with the 4 legged residents, we endanger them.
  6. Another false belief I see expressed by the actions of visitors to our bucolic land is that when the people are on vacation so are the dogs.That dogs are safe to be off leash here because it is the country. This is very wrong for many reasons but I will give you just two. Your visiting dog may feel the need to chase or hunt one of our many free range 4 legged residents thus endangering both farm animal and dog. And another good reason to respect the leash law is that you are more aware when your dog decides to defecate. So you will know that you must pick up after your dog. I know for many dog owners, the idea that if cows can relieved themselves here then it must be ok for their canine side kick to also leave a little something behind. Just remember, your dog feces is much more dangerous than a cows waste. Dog droppings cause an illness in cows which causes miscarriages.
  7. Mama horses, Mama sheep and Mama cows, there is little difference from mama bears when there are young animals in the pastures. The protection instinct is strong in all animals and that includes our beautiful local Miesbacher Fleckvieh breed. Remember to give them their space so they never feel threatened.
  8. Now place yourself in a free range animals perspective. You are alone with your little family and community on a wild mountain top. Your senses are on full force to be aware of anything that proposes a threat to your group. Most of the week things go with the flow. It is peaceful and quiet but on those two days of the week, everything changes. Imagine this feeling of threat or danger with loud noises and laughter. Imagine the possible negative affect it can have on the milk and cheese products when the cows are unnerved and upset. The weather can be danger enough, lets not in our ignorance be added worries to our local farmer and his livestock.

 

 

So the key is RESPECT. Stay a safe distance and arrive to the Alms for your local cheese laden lunches and be thankful to our famers and their animals who make all this possible.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Gästeschießen bei der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Schliersee

Klingt irgendwie theatralisch, ist aber eine Riesengaudi mit lauter netten, geselligen Menschen. Über Freunde von mir, die seit dem letzten Jahr Mitglieder beim FSG Schliersee sind, habe ich vom Gästeschießen erfahren. Auch die Gästeinformation Schliersee informiert unsere Touristen während der Sommerzeit über die Möglichkeit des Gästeschießens. So kam ich auf die Idee, einen Artikel darüber zu schreiben, und habe ein Interview mit Christian Sänger, dem 1. Schützenmeister und Vorstand der Königlich privilegierten Feuerschützengesellschaft Schliersee, vereinbart.

Christian ist seit 25 Jahren beim Verein, welcher aktuell 170 Mitglieder verzeichnet. Seit zwei Jahren ist er 1. Schützenmeister und zeigt mir bereitwillig das Schützenhaus mit den verschiedenen Schießanlagen für Luftgewehr/Luftpistole (Gästeschießen), Kleinkaliber, Sportpistole, Großkaliber und Vorderlader. Das Gästeschießen gibt es seit 1960, wie mir ein Mitglied verrät. Um teilnehmen zu können, muss man mindestens zwölf Jahre alt sein. Es wird mit dem Luftgewehr geschossen. Eine erfahrene Standaufsicht zeigt einem, wie das Gewehr gehalten und geladen wird und achtet außerdem auf einen sicheren Ablauf. Für 5,00 Euro bekommt man 1 Probescheibe, 1 Ehrenscheibe, 1 Königsscheibe und 5 Ringscheiben, auf welche jeweils 3 x geschossen wird. Die Scheiben können bis auf die Königsscheibe nachgekauft werden. Ein Durchlauf dauert etwa 20-30 Min. Nachdem alle Gäste geschossen haben, werden die sogenannten Ringe gezählt und die Gewinner der Königsscheibe, Ehrenscheibe und der Ringscheiben ermittelt. In der gemütlichen, bewirtschafteten Stube treffen sich die Mitglieder und Gäste zum Ratschen, Brotzeitmachen und zur anschließenden Preisvergabe.

Christian besteht darauf, dass ich selbst auch am Gästeschießen teilnehmen soll, um möglichst authentisch darüber schreiben zu können. Also stehe ich am darauffolgenden Montag um 18:30 Uhr im Schützenhaus, gespannt und guter Laune. Mein Papa ist Jäger, und meine Schwester und ich haben bereits als Kinder mit dem Luftgewehr auf Gänseblümchen geschossen. Im Studium ging‘s ab und zu um ein Eis, und seither hatte ich kein Gewehr mehr in der Hand. Hier darf ich auflegen, und es geht um eine Distanz von zehn Metern. Vorsichtig lege ich die Patrone mit der flachen Seite nach vorne ein ‒ und nun kommt es darauf an: konzentrieren und das Ziel anvisieren und: NICHT zittern! Und dann abdrücken … und wieder nachladen …

Schießen ist eine hohe Anforderung an die Konzentration und auch an die Geduld. Es ist ein Sport, der sicherlich die Konzentrationsfähigkeit des Schützen fördert.

Ich hatte riesigen Spaß, und ich habe sogar den ersten Platz beim Ehrenschießen gemacht und ein wunderschönes, von der Kurverwaltung Schliersee gesponsertes Fotobuch erhalten. Außerdem kam ich stolz mit der Schützennadel und einer Urkunde nach Hause.

Die Schützen sind ein ganz besonderes, aufgeschlossenes Völkchen und haben mich vollständig in ihrer Runde aufgenommen. Hier entwickelt sich sehr schnell ein besonderes Zugehörigkeitsgefühl. Ich hatte die Möglichkeit, auch beim Kleinkaliber- und Großkaliberschießen zuzusehen und werde sicherlich den einen oder anderen Montag wieder mit dabei sein. Wer weiß, vielleicht werde ich sogar Mitglied … Empfehlen kann ich das Gästeschießen auf jeden Fall!

FSG Schliersee
Schießstättstraße 9
83727 Schliersee

Vertreten durch: Christian Sänger und Marinus Hinterseer

Telefon: 08026 4742
E-Mail: webmaster@fsg-schliersee.de
Internet: http://www.fsg-schliersee.de/

Termine zum Gästeschießen: 2. Juli bis 03. September 2018
Mindestalter: 12 Jahre
Kosten: 5,00 Euro

 

Zufahrt über den Dekan-Maier-Weg Richtung Talstation zur Schliersbergalm; kurz vorher geht es rechts in die Schießstättstraße, ein Schild am Eck weist den Weg.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Schweiß, Glück und Tränen in Schliersee – Sixtus Schliersee Alpentriathlon

Am 21.‒22. Juli ist es wieder so weit. Dann gilt es für knapp 1.000 Sportler/-innen, den „Sixtus Schliersee Alpentriathlon“ zu bezwingen. Triathleten, Triathletinnen, Triathlon-Größen und Hobbysportler kämpfen rund um den Schliersee seit Jahren vor schönster oberbayerischer Alpenkulisse gegen sich selbst, die Strecke und die Konkurrenz. Zuerst geht es 1,5 km durch den erfrischenden Schliersee. Der Start befindet sich vor der eindrucksvollen Bergkulisse des Schliersees neben dem Kurpark. Geschwommen wird auf einem Dreieckskurs im Uhrzeigersinn. Die traumhafte Radstrecke führt 40 km (und 853 Hm) durch das bayerische Voralpenland bis zum Spitzingsattel. Die anschließende Laufstrecke von 10 km verläuft über drei Schleifen und mit 176 Hm durch die fantastische Alpenwelt am Spitzingsee ‒ eine absolute Traumstrecke also.

Besonderes Schmankerl: Im Ziel gibt es für alle Teilnehmer/-innen frischen Kaiserschmarrn.

Auch für Zuschauer interessant: DIE EXPO ‒ Auf der Veranstaltungsfläche der Vitalwelt Schliersee, direkt neben der Wechselzone 1, bietet die Alpentriathlon Expo die Möglichkeit, sich bei verschiedenen Ausstellern über deren Produkte aus dem weitreichenden Triathlon- und Sportbereich zu informieren, zu testen und zu kaufen.

Zusätzlich auf dem Programm: Stand Up Paddling mit Chill-out-Area, gratis Tapen für alle Teilnehmer/‑innen, eine Bike-Service-Station von Bike Base, einen Neoprentest und -verleih bei Aquasphere.

 

 

Anmeldung
www.schliersee-alpentriathlon.com/index.php/anmeldung.html

 

Infos
www.schliersee-alpentriathlon.com

 

Zeitplan

Samstag, 21.07.2018

12:00‒19:00 Uhr Ausgabe Startunterlagen // Vitalwelt Schliersee

17:00‒19:00 Uhr Pasta-Party

19:00‒20:00 Wettkampfbesprechung

 

Sonntag, 22.07.2018

08:00‒10:00 Uhr Ausgabe Startunterlagen/Abgabe Wechselzonensack 2 und Straßenkleidung // Vitalwelt Schliersee

08:30‒10:30 Uhr Rad-Check-in // Kurpark

11:00 Uhr Start // Kurpark

13:45 Uhr Zeitlimit Auffahrt // Beginn Spitzingstraße

14:20 Uhr Zeitlimit für den 2. Wechsel // Spitzingsee

Ab 14:25 Uhr Rad-Check-out/Chip-Rückgabe // Wechselzone 2 Spitzingsee

Ab 14:40 Uhr Wechselzone 1 Check-out // Wechselzone 1 Schliersee

15:35 Uhr Zeitlimit Ziel // Seepromenade Spitzingsee

16:15 Uhr Ende Rad-Check-out // Wechselzone 2 Spitzingsee

17:00 Uhr Siegerehrung // Vitalwelt Schliersee

 

 

[tourim-redakteur]