Maria Lichtmess 02. Februar

„Schlenkerltag und Kerzenfest“ – wer weiß das noch?

Die Weihnachtszeit ist jetzt vorbei, bis heut durfte bei uns der Christbaum stehen bleiben. Die Tage werden wieder länger. Maria Lichtmess wird 40 Tage nach Weihnachten gefeiert, traditionell schloss dieses Fest den weihnachtlichen Festkreis ab.

Meine Vorfahren hatten ihren Schlenkerltag, die Mägde und Knechte feierten und hatten frei. Der Bauer wurde gefragt, ob man ein weiteres Jahr bleiben darf oder weiterziehen muss. Am Lichtmesstag hatten die Dienstboten ihren Jahreslohn erhalten mit  Zinsen wie Kleidung. Per Handschlag wurden die neuen Vereinbarungen besiegelt oder sich eben verabschiedet.  Ein neues Bauernwirtschaftsjahr hat angefangen, was wir auch heute noch hochhalten.

Unsere Familie deckt sich mit Kerzen für das ganze Jahr ein und lässt sie weihen, so wurde diesen Kerzen früher und heut eine ganz besondere Kraft zugeschrieben. Mensch und Tier bleibt vor Krankheit verschont. Dabei  durfte auch die schwarze Wetterkerze nicht fehlen. Sie wird bei starkem Gewittern angezündet, damit die Spannungen sich lösen, Haus und Hof sowie die Bewohner verschont bleiben vor Blitzschlag und Unwetter.

Mein Godä (Patin) hat mir zu Maria Lichtmess immer ein schönes Wachsstöckerl geschenkt.  Leider kommt dieser  wunderbare Brauch in Vergessenheit.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Winterspaziergang am Schliersee – eine Fotosafari

Nicht nur das Skifahren ist wunderschön hier bei uns im Mangfallgebirge, auch ein Spaziergang am Schliersee entlang und durch den idyllischen, kleinen Ort birgt seine ganz eigenen Reize. Besonders in der sogenannten blauen Stunde, wenn die Berge hinter dem aufziehenden Nebel versinken, kommt eine romantische, ja fast schon mystische Stimmung auf. Die Enten nutzen die letzten Sonnenstrahlen in der kalten Winterluft, um sich zu wärmen, und drehen ihre letzten Runden …

Lassen Sie sich einfach mal treiben, genießen Sie die Stille und die würzige Winterluft. Gönnen Sie sich einen Kaffee oder eine heiße Schokolade mit einem echt bayerischen Kaiserschmarrn mit gerösteten, karamellisierten Mandeln. Vielleicht haben Sie nach dem Spaziergang Lust auf ein bisschen Entspannung im monte mare mit Schwimmen, Sauna und Massagen. Einfach mal tun, was der Seele guttut …

Dazu muss nicht einmal immer die Sonne scheinen. Packen Sie sich warm ein. Ziehen Sie warme Winterstiefel an und ziehen Sie los. Sie werden erleben, was Ihnen ein Tag der Entschleunigung an Wohlgefühl bescheren kann.

 

Es muss nicht immer Skifahren sein.

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Olympiafieber: Elisabeth Schicho aus Schliersee fliegt nach Pyeongchang

Elisabeth Schicho (Langlauf) hat das Ticket nach Olympia gelöst und wird zusammen mit Biathletin Vanessa Hinz Schliersee in Südkorea gleich doppelt vertreten. Die Freude in Schliersee ist groß.

Elisabeth Schicho macht seit der zweiten Klasse die Langlaufloipen unsicher und freut sich riesig auf ihre Olympia-Teilnahme.

Die Einkleidung und Trainingsvorbereitung laufen auf Hochtouren, trotzdem hat Elisabeth Schicho Zeit gefunden, um unseren Kuramtsleiter Mathias Schrön zu besuchen.

 

 

Ganz Schliersee fiebert mit.

Wir drücken Dir die Daumen, Lisi – danke für den Besuch!

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Närrische Tage in Schliersee – Faschingspartys für Kinder und Erwachsene

Dieses Jahr ist der Fasching nur kurz, am 14. Februar ist bereits alles wieder vorbei. Daher heißt es jetzt kräftig feiern auf einer oder sogar mehreren der vielen verschiedenen Faschingsfeiern in Schliersee und Spitzingsee. Da ist sicherlich für jeden etwas dabei.

Faschingstermine in Schliersee:

31.01.2018 14:30 Uhr – offen Seniorennachmittag Kaffeekranzl im Pfarrheim Schliersee, Lautererstraße 1 mit einem Auftritt der Crachia Hausham. Wenn Sie abgeholt werden wollen, melden Sie sich bitte im Pfarrbüro unter 08026 6578.

04.02.2018 14:00 Uhr – 17:00 Uhr Kinderfasching mit dem Motto „Auf in den Dschungel“ im Forum der Vitalwelt Schliersee mit einem Auftritt der Prinzengarde und der Tanzgruppe Butterflies.
Es gibt Kaffee und Kuchen sowie kunterbunte Cocktails. Der Eintritt beträgt für Kinder 1 € und für Erwachsene 2 €.

07.02.2018 14:30 Uhr – offen Faschingskranzl „A narrische Zeit“ im Pfarrzentrum St. Josef in Neuhaus, Josefstalerstraße 2 mit musikalischer Begleitung von Peter Dopfer. Der Eintritt beträgt 3 € inklusive Kaffee und Kuchen. Bitte melden Sie sich telefonisch unter 08026 1821 an.

11.02.2018 10:00 Uhr – 17:00 Uhr  Faschingsgaudi auf der Unteren Firstalm im Skigebiet Spitzingsee. Ein lustiges, buntes Faschingstreiben mit fantasievollen Kostümen rund um die Alm.

12.02.2018 14:30 Uhr – 17:00 Uhr  Kinderfasching St. Sixtus Schliersee in der Lautererstraße 1 mit den Gardemäusen der Crachia Hausham und tollen Überraschungen. Der Eintritt beträgt 1 € für Groß und Klein.

12.02.2018 Rosenmontag Party im Karma Bavaria in Schliersee, Kirchbichlweg 18 Ab 17 Uhr mit Kinderschminken und DJ Johnny aus Rosenheim. Kommen Sie während der Faschingszeit verkleidet in die Wolpertinger Bar und Sie erhalten einen Shot auf´s Haus.

13.02.2018 15:00 Uhr – offen Faschingskranzl des Katholischen Frauenbundes im Café Jennerwein in Schliersee, Bahnhofstraße 11a.

 

 

Ich wünsche Ihnen eine tolle närrische Zeit im bayerischen Oberland. Genießen Sie einfach ein paar unbeschwerte Tage!

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Veranstaltungsvorschau 2018 – Ausgewählte Höhepunkte über das Jahr verteilt

Der Markt Schliersee und seine rührigen Vereine blicken auf eine lange Tradition mit verschiedenen Festen, Sportveranstaltungen, Konzerten, Theateraufführungen, kirchlichen Festtagen, Märkten etc. Die Veranstalter freuen sich über viele Besucher. Gäste und Einheimische sind herzlich willkommen, mitzufeiern und zu erleben, wie lebendig und abwechslungsreich Schliersee ist.

Hier finden sich neun ausgewählte Höhepunkte im Veranstaltungsjahr 2018:

12. Mai (Samstag) Sixtus Lauf und Walk – Laufen kann Jeder!

Der Sixtus-Lauf Schliersee geht in die nächste Runde! Die siebte Auflage des beliebten Breitensport-Events findet am Samstag, 12. Mai 2018, statt. Drei Strecken stehen zur Wahl:

  • Die Halbmarathon-Distanz (21.1 km) führt von der Vitalwelt Schliersee auf der gesperrten Bundesstraße von Schliersee nach Neuhaus durch das Markus Wasmeier Freilicht Museum und weiter in die „Auracher Fuizn“. Von Aurach aus geht es zurück durch Neuhaus, Fischhausen, am Westufer des Schliersees entlang Richtung Hausham und von dort zurück ins Ziel an der Vitalwelt Schliersee.
  • Der 10 km Lauf & Walk führt ebenfalls durch das Markus Wasmeier Freilicht Museum, weiter durch Fischhausen und am Westufer des Schliersees entlang zurück ins Ziel an der Vitalwelt Schliersee.
  • Der 7.5 km Lauf & Walk führt einmal rund um den Schliersee. Auch hier liegen Start und Ziel an der Vitalwelt Schliersee.

https://www.schliersee-lauf.de/

 

25.–27. Mai (Freitag–Sonntag) 24-Stunden-Wandertrophy

Gemeinsam über Grenzen gehen: 12-Stunden- und 24-Stunden-Wanderungen in der Alpenregion Tegernsee-Schliersee. Im Jahr 2018 ist der Schlierseer Kurpark Start- und Zielpunkt. Freunde des Langzeitwanderns können auf einer rundum organisierten 12-Stunden- oder 24-Stunden-Panoramawanderung die Besonderheiten des alpinen Sommerparadieses bei Tag und Nacht kennen- und lieben lernen. Die Touren verlaufen vorbei an markanten Kultur- und Natur-Highlights und sind gesäumt von diversen Verpflegungs- und Ruhestationen.

http://24h-trophy.de/austragungsorte/destinationen-2018/tegernsee-schliersee/

 

1.–3. Juni (Freitag–Sonntag)     Schlierseer Gartenzauber, Kurpark

Nach dem großen Erfolg vom ersten Schlierseer Gartenzauber 2016 findet auch heuer diese einzigartige und hochgelobte Veranstaltung wieder im Kurpark statt. Als Neuerung gibt es einen Landschaftsgärtner-Wettbewerb, und die Moderation dieser dreitägigen Ausstellung hat TV-Gartenexperte Andreas Modery inne. Wir sind stolz, sagen zu können, dass es sich um eine „reine“ Gartenausstellung handelt.

http://www.schlierseer-gartenzauber.de/

22. Juli (Sonntag) Sixtus Alpentriathlon

SCHWEISS. GLÜCK. TRÄNEN. DIE VORBEREITUNGEN FÜR 2018 LAUFEN.

Die Region um den Schliersee ist legendär bei Triathleten und Triathlon-Fans: Triathlon-Größen und Hobbyathleten kämpfen zwischen Schliersee und Spitzingsee seit Jahrzehnten vor schönster oberbayerischer Alpenkulisse gegen sich selbst, die Strecke und die Konkurrenz. Nach dem Schwimmen im Schliersee müssen sich die Teilnehmer der Radstrecke mit dem Anstieg hinauf zum Spitzingsattel stellen, die Laufstrecke führt Sportlerinnen und Sportler in die Valepp und um den Spitzingsee dem Ziel entgegen.

http://schliersee-alpentriathlon.com/

 

27.–29. Juli (Freitag–Sonntag)  Schlierseer Seefest, Kurpark und Seefestwiese

Ganze drei Tage dauert das große Schlierseer Seefest. Es findet fast immer am letzten Wochenende im Juli statt. Dieses Fest sollten Sie auf keinen Fall verpassen! Schuhplatteln, Goaßlschnalzen, Trachten und das traditionelle Fischerstechen gehören zu den Highlights des Schlierseer Seefestes. Krönung der Feierlichkeiten ist das große, musiksynchronisierte Brillant-Feuerwerk; dieses beginnt samstags um 22:00 Uhr und zieht viele Seefestbesucher jedes Jahr aufs Neue in seinen Bann (Ausweichtermin für das Feuerwerk ist der Sonntag).

 

15.–19. August (Mittwoch–Sonntag) 25 Jahre Schlierseer Blasmusik, im Zusammenhang mit dem Waldfest des Schlierseer Skiclub

Anlässlich der Feierlichkeiten zum 25-jährigen Jubiläum findet eine Neuauflage des großartigen Konzerts unter dem Motto „Blasmusik goes Rock“ statt (15.8., im Festzelt). Der Festtag selbst (Sonntag, 19. August) mit zahlreichen musikalischen Gästen beginnt mit einem feierlichen Gottesdienst im Kurpark und endet beim geselligen Beisammensein im Festzelt des Skiclubs Schliersee.

 

04.–28. Oktober 11. Kulturherbst Schliersee, verschiedene Veranstaltungsorte

Auszug aus dem Grußwort zum 10. Kulturherbst: „Als die Idee geboren wurde, hätten wir nicht geglaubt, eines Tages den zehnten Geburtstag unseres Festivals feiern zu können. Und wenn wir zurückblicken, erleben wir die ungebrochene Freude an der Vielfalt des Programms, der Attraktivität unserer Spielstätten und das wachsende Netzwerk aus Künstlern und Freunden, die das Festival prägen und fördern. Und schließlich freut uns die steigende Zahl an Besuchern, die das Kulturschaffen in Schliersee interessiert begleiten.

So gilt es auch dieses Jahr, all diese bestimmenden Elemente weiter zu pflegen und wieder der bildenden Kunst, der Musik in vielen Facetten, dem Kabarett und der Rede, dem Theater und der Lesung Raum zu geben.“

http://www.kulturherbst-schliersee.de/

 

4.11. (Sonntag) Leonhardifahrt

Jedes Jahr am ersten Sonntag im November findet eine der schönsten Pferdewallfahrten der Region statt – die Leonhardifahrt von Schliersee nach Fischhausen-Neuhaus. Es handelt sich hierbei um einen der ältesten traditionellen christlichen Bräuche Bayerns. Hierfür reisen nicht nur Reiter und Gespanne aus der naheliegenden Umgebung mit ihren Pferden an, sondern auch Besucher aus dem Großraum München. Sie alle wollen am Feldgottesdienst an der Leonhardikirche teilnehmen und die prächtig geschmückten Pferde und Gespanne sehen.

01.–31. Dezember Schlierseer Weihnachtszauber, verschiedene Veranstaltungsorte

Auch in diesem Jahr lädt die Marktgemeinde Schliersee herzlich zum Schlierseer Weihnachtszauber ein. Genießen Sie unbeschwerte Stunden mit Freunden und der Familie auf einem der Schlierseer Weihnachtsmärkte an den vier Adventswochenenden. Auch nach den Weihnachtsfeiertagen freuen wir uns auf viele Besucher bei der Wintersonnwende auf der Seefestwiese am 30.12. und bei der Silvesterparty am Kurpavillon am 31.12. (jeweils freier Eintritt).

http://www.schlierseer-weihnachtszauber.de/

 

Hier noch die Veranstaltungsvorschau Schliersee 2018 als PDF zum Download  (Stand: 4.1.2018).

→ Veranstaltungen 2018 in Schliersee

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Für Motorsportbegeisterte: Skijöring 27.1.2019 in Fischhausen

Am 27.01.2019 ist es geplant: Motorrad-Skijöring in Fischhausen am Schliersee! Schneegischt und laut dröhnende Motoren erwarten die Zuschauer.

Veranstalter ist der MSC Schliersee mit Florian Maier, dem Vorsitzenden. Das Skijöring in Fischhausen ist eine von mehreren Rennveranstaltungen, bei denen der Zugspitz-Lech-Pokal ausgefahren wird. Um 9:00 wird an diesem Tag mit dem Training begonnen, und um 10:00 Uhr starten die Rennen in den verschiedenen Klassen.

Auf dem 400 m langen Rundkurs – eigentlich ist es ein Oval – treten Motorräder mit und ohne Seitenwagen, wie z. B. 125e-r, 250er-Motocrosser und 500er-Bahnmaschinen, gegeneinander an. Beim Motorrad-Skijöring halten sich Skifahrer an einem Seil fest und werden von einem Motorfahrzeug gezogen. Der Skifahrer ist entscheidend für den Erfolg, da er im Wesentlichen zur Stabilisierung des Fahrzeugs auf der schneeglatten Fahrbahn beiträgt. Außerdem geht er ein erhöhtes Risiko ein, indem er ungeschützt zwischen den am Rennen beteiligten Maschinen seinen Platz finden muss. Auch für die Zuschauer ist es eine spannende Sache, und sie jubeln und bangen mit den Bikern und Skifahrern mit. Und selbstverständlich feuern sie die Fahrer nach allen Kräften an. Selbst Kinder werden von dem Geschehen in den Bann gezogen. Interessant ist es außerdem, sich die Motorräder und Gespanne von Nahem zu betrachten und dabei mit dem einen oder anderen Fahrer ins Gespräch zu kommen.

Auch dieses Jahr werden sich wieder Vater und Sohn, Helmut und Florian Maier, als Konkurrenten gegenüberstehen und sich ein heißes Rennen liefern. Die beiden unterstützen sich in ihrer gemeinsamen Werkstatt beim Bau ihrer Gespanne und bringen dabei ihr Wissen und ihre jahrelange Erfahrung ein. Beim Rennen treten sie dann gegeneinander an: Achten Sie auf das orange Gespann mit der Nummer 1 von Helmut und seiner Frau Manuela, der Beifahrerin. Helmut ist übrigens mit weit über 70 Jahren der älteste Teilnehmer am Skijöring. Das gelbe Gespann mit der Nummer 4 wird von Florian gelenkt.

Wichtig für das Rennen sind ausreichend Schnee und eine gut präparierte Piste, womit bereits Wochen im Voraus begonnen wird. Daher beachten Sie bitte die Ankündigung, falls das Skijöring witterungsbedingt verschoben werden muss.

 

Mein Tipp: Nehmen Sie sich ein paar Stunden Zeit und packen Sie sich warm ein. Schneesicheres Schuhwerk, Handschuhe und eine Mütze sind empfehlenswert. Und genießen Sie einen erlebnisreichen Tag beim nicht ganz alltäglichen, absolut spannenden Skijöring in Fischhausen, gleich neben der B 307, kurz oberhalb des Sees. Kommen Sie am besten rechtzeitig, da es mit den Parkplätzen auf der Wiese etwas eng werden kann.

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Margot Wolf – unsere gute Seele vom Schliersee

Es gibt nur wenige hier in Schliersee, welche die Margot Wolf nicht kennen. Sie hat Ausstrahlung, Charme und das Talent, Menschen miteinander zu verbinden. Die Margot ist eigentlich gar keine „echte“ Schlierseerin, sondern in Kempten im Allgäu geboren, was man durchaus noch ein bisschen hören kann.

Seit 1996 ist sie in Schliersee, wobei sie zunächst nur im Sommer dort war, weil sie in Gersthofen noch ihr eigenes Restaurant „Essen & Trinken“ führte. 2010 ist sie dann nach Schliersee gezogen, wo sie in ihrem Haus, dem „Seehäusl“, eine liebevoll eingerichtete, gemütliche Ferienwohnung betreibt. Sie sei schon immer gerne eine Gastgeberin gewesen, erzählt mir Margot. Das war auch der Grund dafür, warum sie sich nach über 30 Jahren als Chefsekretärin und rechte Hand ihres Vorgesetzten zunächst im Gastgewerbe und später mit einer Ferienwohnung selbstständig gemacht hat. Organisieren liegt ihr im Blut. Das hatte sie, bevor sie mit 55 Jahren in den Vorruhestand ging, bereits bewiesen, indem sie Events mit über 1.000 Personen bei der chemischen Fabrik Pfersee GmbH geplant und durchgeführt hatte.

Die Margot ist mehr Schlierseerin als viele der Einheimischen, obwohl sie eigentlich eine „Zuagroaste“ (dt. Zugezogene) ist. Sie liebt die Gegend hier und beteiligt sich äußerst engagiert am Gemeindeleben.

So ist sie beispielsweise 2. Vorsitzende der NachbarschaftsHilfe Schliersee e. V. und organisiert hier vor allem Ausflüge und Benefizveranstaltungen. Letztere finden im Schlierseer Bauerntheater statt, und Margot gelingt es, den ganzen Saal mit Zuschauern und Spendern für einen wohltätigen Zweck zu füllen. Dazu gewinnt sie Künstler, wie z. B. Karl Kögl, Bettina Schoeller, Carlo Schraml und Timm Tzschaschel.

Außerdem engagiert sich Margot im Katholischen Frauenbund, wo für einen guten Zweck gebastelt, gebacken oder Marmelade eingekocht wird. Die selbst hergestellten Produkte werden dann auf dem Oster- und Weihnachtsmarkt in Schliersee verkauft. Aus eigener Erfahrung kann ich sagen: Die Platzerl sind Weltklasse!

Außerdem organisiert die Margot Lesungen, welche sie alleine oder auch gemeinsam mit Christl Fitz durchführt. Besonders heimelig sind ihre Wohnzimmerlesungen, wozu sie ein paar Frauen zu sich nach Hause in ihr gemütliches Wohnzimmer einlädt. Etwaige Spenden gehen wieder an die NachbarschaftsHilfe.

Nicht zu vergessen: ihr Seehäusl, in dem sie viele Stammgäste beherbergt und mit ihrem wunderbaren Frühstück verwöhnt. Margot beweist Einfallsreichtum und bietet ihren Gästen je nach Jahreszeit Programme mit ausgesuchten Ausflügen in die nähere Umgebung an. Außerdem nimmt sie für einen Unkostenbeitrag jedes Jahr als Gastmutter mehrere Schülerinnen und Schüler aus dem Ausland bei sich auf. In diesem Jahr hat sie erstmals chinesische Schüler/-innen zu Besuch am Schliersee.

 

 

Margots Lieblingsplatz am Schliersee:
Runter zum See laufen und sich im Kurpark auf eine Bank setzen – am liebsten abends ab 21:00 Uhr, wenn nicht mehr so viel los ist und sie die Ruhe genießen und auf den See schauen kann.

Margots Empfehlungen an Gäste und Besucher:

  • um den Schliersee oder Spitzingsee spazieren gehen oder
  • am Westufer abseits der Straße bis Fischhausen am Schliersee entlangwandern und dann mit dem Schiff zurückfahren,
  • das Markus Wasmeier Freilichtmuseum besuchen,
  • auf den Weinberghügel und die Schliersbergalm laufen, um die Aussicht auf den See zu genießen,
  • die Werteproduzenten besuchen, beispielsweise die Destillerie Slyrs und die Vitalwelt Schliersee sowie noch einige Betriebe mehr in der Alpenregion Tegernsee Schliersee,
  • im monte mare zum Schwimmen oder in die Sauna gehen.

 

Margot Wolf
Seehäusl Schliersee
Gartenstraße 13
83727 Schliersee

Tel.: 08026/9293647

Website: http://www.margot-wolf-schliersee.de/

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Nachgehakt: Was ist eine Stockwurst? Wer kennt sie noch?

In der letzten Redaktionssitzung kam das Gespräch auf das Stockwurstessen am Schliersee. Völlig ahnungslos fragte ich in die Runde: „Was ist denn eigentlich eine Stockwurst?“ Klar, schnell fragt sich der Unwissende: „Die Stockwurst wird am Stock gegrillt?“ Nein, es ist eine Wurst aus der Familie der Weißwürste – eine Brühwurst. Die rustikale Schwester der Weißwurst, die Stockwurst, steht schon lange auf der roten Liste der gefährdeten Wurstsorten. „Die Stockwurst ist so gut wie erledigt“, hatte Gerhard Polt einmal bedauert. Glücklicherweise gibt es sie immer noch. Ihren Namen hat die Stockwurst von ihrer kurzen, gedrungenen Form, die man auf bayerisch „g’stockert“ nennt. Rezepte findet man kaum. Das ist bestimmt auch der Grund, warum ich in der Metzgerei Murr keine näheren Auskünfte auf Inhaltsstoffe erhalte. Alles geheim! Generell kann man sagen, die Stockwurst ist etwas „derber“ als die Weißwurst und hat mehr Biss – sofort spürt man eine stärkere Schnittfestigkeit, wenn man sie anschneidet.

Eins steht für mich fest: Die Stockwurst schmeckt! Ihr solltet sie unbedingt einmal ausprobieren.

Jeden Freitag könnt ihr die Stockwurst bei der Metzgerei Murr erhalten. Die Metzgerei stellt die Wurst selber her.

TIPP: Entweder seid ihr früh genug dran, oder ihr bestellt die Wurst einfach vor, damit ihr auch sicher in diesen besonderen Genuss kommt!

 

 

An Guadn!

Metzgerei Markus Murr
Miesbacher Str. 18A
83727 Schliersee

Telefon 08026-209379

http://www.metzgerei-murr.de

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Lilly’s Ansichten über Raten und Menschenfutter

Servus ihr lieben, ich bin’s mal wieder …
19 kg geballter Appetit auf 4 Pfoten und, glaubt mir, von Fresschen verstehe ich wirklich etwas!

Herrchen und Frauchen waren diese Woche in einem Keller, wo man raten muss. Ja, ihr habt richtig verstanden: ein Ratskeller! Sie sagen, dass es da Fresschen zu kaufen gibt, für Menschen, und das schon fertig in Menschennäpfchen.

Na das ist mir zu neumodisch – ich stehe eher auf das Feuchtfutter aus der Dose, die ich allerdings nicht allein aufbekomme – unfairerweise.

Herrchen meint, Feuchtfutter gibt’s da im Ratekeller auch, schaut gelb aus und prickelt, oben mit Schaum drauf, er trinkt dies Zeug andauernd, auch zuhause. Echt widerwärtig, mir ist da ein Wasser lieber- ein stilles!

Na, wie auch immer, diese Woche sind sie dahin in diesen Ratskeller. Weil ich nicht so gut im Raten bin, habe ich das Haus bewacht, solang sie unterwegs waren und gehofft, daß sie sich benehmen und das Essen und Trinken gut vertragen. Menschen sind ja manchmal so hilflos, wenn man sie nicht betreut.

Und es kam, wie es kommen musste. Ist mir echt peinlich, dass ich Euch das sagen muss: Sie fotografieren ihr Fresschen. Ja, ihr habt richtig gehört: Herrchen nimmt dafür sein kleines schwarzes Kästchen mit einem Apfel drauf, das nach Menschenohr riecht und mit dem er manchmal redet, obwohl niemand da ist. Und er fotografiert damit, macht Bilder. Bilder von Menschenfutter! Leute sind schon für viel weniger Unsinn für verrückt erklärt worden …

Nunja, sie haben ihre Marotten, da kannst nichts machen.

Herrchen und Frauchen waren ziemlich lange unterwegs in diesem Ratekeller und als sie zurückkamen, sahen sie ziemlich zufrieden und total satt aus.

Tuschel: Herrchen trägt ja seit einiger Zeit seinen mittleren Ring mit Stolz und hatte wohl eine große Portion – jedenfalls war sein Schatten unter der Deckenlampe erwähnenswert gewachsen. Auch Frauchen hatte … nein, das sage ich nicht, wir Mädels halten ja zusammen!

Lecker, ja lecker haben sie gesagt, preiswert und gut. Beim Raten waren sie wohl nicht so erfolgreich, jedenfalls haben sie nur vom Essen erzählt. Herrchen hatte eine Bauernente, die er wohl, ohne sich größere Verletzungen zuzuziehen, irgendwie in sich hineinbekommen hat. Total gefährlich! „Röhrenknochen“ sage ich da nur. Frauchen hatte wohl ein Kalbsschnipsel mit komischer Panade und Grünfutter. Sie haben wohl auch noch Freunde getroffen, die sich auch nicht Hund gerecht ernähren, ein österreichisches Schnipsel aus Wien und etwas aus der Backe vom Ochsen, wobei Ochsen offensichtlich ihre Backen nicht, wie jeder vernünftige Hund, hinten über den Hinterpfoten, sondern im Gesicht zu tragen pflegen … alles sehr, sehr merkwürdig.

 

 

Komischerweise waren sie mit all dem wohl sehr zufrieden – bitte, bitte, liebe Freunde, haltet sie deswegen nicht für völlig durchgeknallt und habt Verständnis. Ich hab Herrchen’s Bilder mal dazugelegt, damit ihr Euch selbst einen Eindruck verschaffen könnt und wenn ihr nur ein bissl so tickt, wie meine Menschen, dann wird’s Euch da im Ratekeller wahrscheinlich genauso gut gefallen.

 

Bis bald

Eure Lilly

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Ein kleiner Schatz – das Gästebuch vom „Haus Höllerl“

Bei einer unserer letzten Aufräumaktionen daheim fiel uns ein altes, vergilbtes Buch mit grünem, verschlissenem Ledereinband, das in einer alten Plastiktüte eingewickelt war, in die Hände. Die Überraschung war groß, als sich herausstellte, dass es sich dabei um das Gästebuch vom „Haus Höllerl“ aus den Jahren 1930 bis 1950 handelt. Meine Großeltern väterlicherseits, Anna und Heinrich Höllerl, haben zu der damaligen Zeit eine Pension in der Brecherspitzstraße 4 in Neuhaus am Schliersee betrieben. Leider sind beide schon lange vor meiner Geburt verstorben, sodass ich sie nicht kennenlernen durfte. In dem „Haus Höllerl“ bin ich aufgewachsen und habe dort gemeinsam mit meinen Eltern und fünf Geschwistern eine sehr schöne Kindheit erlebt. Zu meiner Zeit war es schon lange keine Pension mehr, sondern einfach unser Zuhause. Mittlerweile wurde es verkauft, abgerissen, und das Grundstück gehört nun zum „Landhaus am Schliersee“ der Münchner Rück.

In den kommenden zwölf Monaten stelle ich Ihnen 1 x im Monat einen Gästebucheintrag vor. Die Auswahl ist groß, die Feriengäste haben gedichtet, Fotografien eingeklebt, gezeichnet und immer wieder einen großen Dank an meine Großmutter für die sehr gute Verpflegung in kargen Zeiten und an meinen Großvater für die gute, lustige und kurzweilige Unterhaltung geschrieben. Ein paar Einträge sind von meinem Großvater selber geschrieben: Erzählungen aus dem Ersten Weltkrieg und Berg-Gedichte oder auch kritische Gedanken zum aktuellen Weltgeschehen.

Bei der „Übersetzung“ der verschiedenen Schriftbilder der Sütterlin- und der deutschen Schrift half mir meine Mutter (Jahrgang 1930), die diese Schriften noch als Kind in der Schule gelernt hat. Ohne sie hätte ich einen Großteil der Einträge nicht oder nur falsch wiedergeben können.

Auffällig ist, dass viele Urlauber damals zum großen Teil drei und manchmal sogar mehr Wochen am Schliersee verbracht haben. Gerade in den warmen Monaten des Jahres hatte das Wort „Sommerfrische in den Bergen“ gleich die richtige Bedeutung. Aber auch über die Wintermonate beherbergten meine Großeltern viele Gäste, vor und während der Kriegsjahre auch Soldaten, die zum Beispiel zum Skilaufen nach Neuhaus gekommen sind. Die Lage des Hauses, in unmittelbarer Nähe zur Dürnbachstraße, die Richtung Bodenschneid, Freudenreich und auch Brecherspitz führt, war idealer Ausgangspunkt für Bergwanderungen und Skitouren direkt ab der Haustür. Fischhausen und der Schliersee waren eine Viertelstunde Fußweg entfernt, und die schon damals sehr gute Erreichbarkeit von Schliersee und Neuhaus mit dem Zug tat ihr Übriges, dass in dem Gästebuch Urlauber aus ganz Deutschland – von Düsseldorf bis Berlin, von Plauen bis Hamburg und von Dresden bis Würzburg – verewigt sind.

Das Buch stellt 20 Jahre Zeitgeschichte dar, die uns Nachkommen im Großen und Ganzen völlig fremd ist. Vielleicht trägt es dazu bei, die Vergangenheit ein kleines bisschen besser zu verstehen und greifbarer zu machen.

 

[tourim-redakteur]