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Tipps Januar 2021: ❤ Starten Sie mit Schliersee im Herzen ins neue Jahr

Servus aus Schliersee,

es schneit bei uns in Schliersee und der Lichterglanz der Weihnachtszeit lässt unsere Marktgemeinde in den Abendstunden in einem romantischen Licht erstrahlen. Frisch verschneit, funkelt und leuchtet es noch mal schöner. Weihnachten ohne Gäste aus aller Welt war für uns sehr ungewohnt. Leider ist die Situation unverändert und unsere Gastgeber dürfen immer noch keine Gäste empfangen. Aber auch wenn Sie uns momentan nicht besuchen können, haben wir das Gastgeberverzeichnis fertiggestellt.

Haben Sie Ihren Sommerurlaub in Schliersee schon gebucht? Gerne schicken wir Ihnen das Gastgeberverzeichnis zum Schmökern auf Ihrem Sofa. Bestimmt finden auch Sie die richtige Unterkunft für Ihren Traumurlaub bei uns in Schliersee.

Gastgeberverzeichnis bestellen

 

 

Über die aktuelle Corona-Lage im Bereich Tourismus im Landkreis Miesbach informiert Sie unsere Tourismusorganisation Alpenregion Tegernsee-Schliersee (ATS KU) auf ihrer Webseite immer aktuell: https://www.tegernsee-schliersee.de/urlaub-in-corona-zeiten.

Zusätzlich hat die ATS KU auch einen Flyer zum Verhalten in diesem besonderen Winter (Naturregeln und Corona-Tipps) herausgebracht. Informieren Sie sich unbedingt, bevor Sie ins Gelände gehen.

 

 

Sie möchten sicher in die Wintersaison starten? Dann empfehle ich Ihnen einen Lawinenkurs. Jetzt ist genau die richtige Zeit, um sich mit einem Onlinekurs auf die Saison vorzubereiten. Auch wer „nur“ Schneeschuhwandern gehen möchte, sollte nicht ohne eine Ausbildung ins Gelände gehen. Alex Römer, staatlich geprüfter Ski- und Bergführer, hat im Lawinencamp Bayern Online-Kurse Theorie im Programm.

 

Beachten Sie unbedingt die Schutzzonen für das Wild, gehen Sie nicht ohne Notfallausrüstung ins Gelände und informieren Sie sich vorher über die Lawinensituation.

 

Wann die Alpenbahnen Spitzingsee wieder aufmachen dürfen, ist derzeit nicht absehbar, aber die Vorbereitungen sind in vollem Gange – die Schneekanonen laufen, um Ihnen dann, wenn Skifahren wieder möglich ist, beste Bedingungen zu ermöglichen.

Ich wünsche Ihnen einen guten Start ins neue Jahr, bleiben Sie zuversichtlich und passen Sie bitte auf sich auf. Hoffentlich bis bald bei uns in Schliersee!

 

P.S.: Wussten Sie, dass Sie unser beliebtes Bürger- und Gästemagazin „Schöne Zeiten“ auch im Internet lesen können? Die Winterausgabe jetzt online

 

 

 

Mathias Schrön Mathias Schrön

C. Mathias Schrön, Dipl.-Betriebswirt, Vater von 4 Kindern, geb. am 12.03.1966 in Tegernsee. Aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Abitur am Gymnasium Miesbach. Abgeschlossenes Studium in BWL sowie in Politikwissenschaften in München. Während und nach dem Studium selbständige Tätigkeit hauptsächlich als Begleiter ausländischer Gäste der Bundesregierung im Auftrag der Bayerischen Staatskanzlei. Seit 15.03.2001 Kuramtsleiter beim Markt Schliersee. In der Freizeit engagierter Fußballtrainer im Jugend- und Seniorenbereich. Mitglied in diversen Vereinen. Freude am Reisen und Sport.

 

 

 

Unglaublich guter Kaiserschmarrn und andere Spezialitäten

Unglaublich guter Kaiserschmarrn und andere Spezialitäten auf der Albert-Link-Hütte in der Valepp

Der Wahnsinns-Kaiserschmarrn von der Albert-Link-Hütte ist bei Liebhabern von Mehlspeisen bekannt. Ich musste ihn also unbedingt probieren. Mit einer österreichischen Mama sind meine Ansprüche an einen Kaiserschmarrn sehr hoch angesiedelt. Und meine Erwartungen werden tatsächlich noch übertroffen! Den karamellisierten Kaiserschmarrn gibt es mit und ohne in Rum eingelegte Rosinen. Dazu hat man die Wahl zwischen Apfel- und Pflaumenmus. Und als ganz besondere Spezialität gibt es einen Schokokaiserschmarrn auf Vanillesoße. Ein Gedicht! Zum Dahinschmelzen!

Ich hatte das Glück, bei der Herstellung des Kaiserschmarrns zusehen zu dürfen. Marian, der Koch, bereitet ihn seit nunmehr sechs Jahren in der Albert-Link-Hütte zu. Herr Gruber, der Hüttenpächter, ist selbst Bäcker- und Konditormeister und hat das „Kaiserschmarrnbrutzeln“ von seiner ehemaligen steirischen Köchin abgeschaut. Er weist mich in die Feinheiten ein und gibt auch ein paar Tipps weiter. Beispielsweise darf in der Albert-Link-Hütte der Vanillezucker im Teig nicht fehlen. Der Teig muss sich selbst vom Rührer lösen und sollte dabei richtig „klatschen“. Die Rosinen werden im Kühlschrank über Nacht bis zu 24 Stunden lang in Rum mit einem kleinen Schuss Wasser eingeweicht. Und die Mandeln werden mit Zucker karamellisiert. Wichtig für die Zubereitung ist eine schwere, gusseiserne Pfanne, weil sie die Energie am besten speichern kann. Außerdem wird eine große Menge Pflanzenschmalz, in unserem Fall Mariandlschmalz, verwendet. Aber auch Butterschmalz sei in Ordnung, wie ich von Herrn Gruber erfahre. Ein weiteres unabdingbares Utensil ist der Deckel. Ohne ihn würde der ebenfalls karamellisierte Teig zusammenfallen. Marian reißt den Teig in große Stücke. Zu kleine Stücke wären wegen des Karamellisierens zu knusprig. Mir läuft schon beim Zusehen das Wasser im Munde zusammen!

Außer dem Kaiserschmarrn gibt es hier auch noch andere Spezialitäten, wie z. B. im Backhaus gebackenes Holzofenbrot (Bauern-, Sechskorn- und Kastanienbrot). Dieses wird sogar bis nach München, z. B. in die Servicezentrale des DAV in der Bayerstraße, geliefert, genauso wie zum Globetrotter, in die Kletterzentren und zum Sport Schuster. Zum Glück gibt es das Brot donnerstags und samstags im Getränkemarkt Grob in Neuhaus und am Donnerstag auch in Hausham in der Fruchthalle. So ist der Weg für mich nicht ganz so weit. Im eigenen Räucherhaus werden Butter- und Bergkäse sowie Speck, Schinken und Salami geräuchert. Es gibt selbstgemachte Spinatknödel, die ich unbedingt empfehlen kann, sowie Gelee vom selbst gepflückten Löwenzahn. Natürlich sind auch die Kuchen aus eigener Herstellung. Besonders beliebt ist der Mohnkuchen, aber auch der Schoko-Käsesahne-Kuchen sieht unglaublich gut aus. Sämtliche Produkte kommen aus der Region, das Rindfleisch vom Gut Wallenburg, das Wild vom Förster und das Mehl aus der Leitzachmühle.

Leider kann ich heute nicht alles probieren. Daher werde ich wohl noch öfter von Spitzingsee aus in die Valepp zur Albert-Link-Hütte spazieren. Mit dem Auto kann man nur mit einer Sondergenehmigung hinfahren. Wenn man nicht den etwas längeren Fußweg durch den Wald über die Wiesen und an den Almhütten vorbei nehmen mag, dann kann man auf der Straße bis zur Hütte laufen, was bei entspanntem Gehen etwa 10-15 Minuten dauert.

Vielleicht treffen wir uns mal dort auf einen Kaiserschmarrn!

 

Albert-Link-Hütte
Uwe Gruber und Ute Werner
Valepper Straße 8
83727 Schliersee-Spitzingsee

Montag: Ruhetag

Telefon: +49 8026 712 64

albert-link-huette@t-online.de
https://www.davplus.de/albert-link-huette

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.

 

 

 

Wann kommen die Hirsche? Erlebnis Schaufütterung!

Wann kommen die Hirsche? ‒ Das ist die häufigste Frage, die Revierjäger Engelbert Holzner bei den öffentlichen Rotwild-Schaufütterungen im Wintergatter Valepp hört. Und genau das ist die Frage, die er am wenigsten beantworten kann, denn wann und ob die Hirsche noch bei Tageslicht zur Fütterung kommen, das weiß er selber nicht.

Der Hirsch – der König der Berge – ist normalerweise ein Wandertier, das im Winter von den Hochlagen der Berge in tiefere Lagen zieht. Durch die zunehmende Verbauung und den stetig ansteigenden Straßenverkehr ist es dem Wildtier aber unmöglich geworden, in die weniger verschneiten Talgebiete zu ziehen. Sie müssen im Hochgebirge überwintern. Damit das Wild wegen Nahrungsmangel vor allem im Frühjahr keine Schälschäden an den wertvollen Bergbäumen verursacht, wird es bei uns in sogenannten Wintergattern gefüttert. Im Wintergatter am Spitzingsee in der Valepp verbringen ca. 50 Stück Hirsche die Wintermonate.

Alle Wildtiere ‒ ob Schneehase, Auer- und Birkhuhn, oder Gämsen, Rehe und Hirsche ‒ fahren im Winter ihren Energiehaushalt auf ein Minimum herunter, da sie bei der hohen Schneelage und den kalten Temperaturen kaum Futter finden. Jede unnötige Energieverschwendung wird vermieden, sie bewegen sich langsam und ruhen viel, einige Tierarten graben sich zudem in den Schnee ein, um eine gewisse Isolierung zu haben.

In den vergangenen Jahren stieg gerade der Druck auf die Gebirgstierwelt durch den zunehmenden Wintertourismus in den Alpen sehr an. Wird ein Hirsch im Winter aufgeschreckt, flüchtet er sofort. Dabei verbraucht er ungleich viel mehr Energie als im Sommer, da sein runtergefahrener Energiehaushalt von praktisch 0 auf 100 in kürzester Zeit hochgefahren wird. Zudem dauert die Regenerierungsphase viel länger als im Sommer, und er verbraucht weitere lebenswichtige Energie, die er nicht hat.

Die gezielte Lenkung von Skitouren- und Schneeschuhgehern auf ausgewiesenen Tourenrouten ist eine der wenigen Maßnahmen die, unter anderem vom DAV und den Bayerischen Staatsforsten initiiert, helfen soll, die Wildtiere im freien Gelände besser vor unnötiger Störung zu schützen. Jeder einzelne Mensch, der in der freien Natur unterwegs ist, kann mit dem richtigen Verhalten dazu beitragen, dass die dringend erforderlichen Ruhezonen nicht gestört werden. Dazu gehört auch, dass Hunde an der Leine geführt werden.

Manchem Winterwanderer ist es gar nicht bewusst, dass er sich in einer Schutzzone befindet oder dass gerade in den Tagesrandzeiten die Tiere auf Futtersuche sind und jegliche Störung dabei für sie lebensgefährlich sein kann. Schon allein, dass man zu den tagesüblichen Zeiten zwischen 09:00 und 16:00 Uhr unterwegs ist und dabei auf dem Weg bleibt und nicht willkürlich durch den Wald streift, hilft den Wildtieren dabei, ihre dringend benötigten Ruhephasen einhalten zu können.

Der Besuch im Wintergatter hat sich nicht nur wegen des Betrachtens der wunderschönen, anmutigen Hirsche gelohnt, sondern auch, weil dort viel über die Lebensweise unseres größten heimischen Säugetieres erzählt wird und wie wir alle zum Erhalt unserer heimischen Tierwelt beitragen können. „Was man kennt, das schützt man.“

Schaufütterung (nur bei geschlossener Schneedecke, bitte beachten Sie die Hinweistafeln am Eingang zur Valepp): Donnerstag bis Sonntag täglich ab 15.00 Uhr. In der Faschingswoche täglich. Letzte Schaufütterung am Sonntag, 18. Februar 2018.

Tipp, damit man bei Warten nicht friert: warme Kleidung, Schuhe mit guter Profilsohle, ein Kissen und eine Decke. Fernglas nicht vergessen.

Die Bilder mit den Hirschen darauf wurden mir freundlicherweise von den Bayerischen Staatsforsten (BaySF) – Forstbetrieb Schliersee zur Verfügung gestellt.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."