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Fit auf dem neuen Schlierseer Panoramaweg

Wir, Karen Pracht aus Seattle und ich ‒ Prem Angelika ‒ vom Hennererhof Schliersee, sind heute unterwegs, die neuen Wanderwege über die Gindelalmen, Kreuzbergalm, Baumgartenschneid und zurück zum Hennererhof zu testen.

Voller Neugier und Vorfreude gehen wir bei herrlichem Sonnenschein am Hennererhof los. Die erste Etappe führt uns über die neue sanierte Forststraße (vom Forstbetrieb Schliersee-Bayerische Staatsforsten) zur Gindelalm hoch. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die erste Station und treffen auf Resi Gigl, sie erntet gerade Holunderbeeren. Bei einem kurzen „Almratsch“ mit ihr erfahren wir lustige Geschichten von früher. Voller Freude singt sie uns die „Gindlalmsage vom Zaunstempe“ vor. Gott sei Dank habe ich die Kamera an. Das sind die Geschichten, die das Leben ausmachen ‒ sehr schön.

An allen drei Gindelalmhütten gibt es Einkehrmöglichkeiten.

Der Weg führt uns weiter Richtung Neureuthalm, vorbei an den Rindern. Ganz wichtig für Hundebesitzer: Bitte die Hunde an die Leine nehmen, nur im Notfall die Leine loslassen. Denn die Kühe schützen ihre Kälber, weshalb man auch ein wenig Abstand zu den Tieren halten sollte.  Mittlerweile ist Mittagszeit, und die Kühe/Jungtiere genießen ihre Mittagsruhe.

Kurz vor dem Wald biegen wir links ab zur Gindelalmschneid. Die Wegtrassen sind neu, sie wurden von den Schlierseer Bauhofmitarbeitern in einen hervorragenden Zustand versetzt. Daher sind sie sehr schön zu gehen. Oben an der Gindelalmschneid entlang genießen wir die herrliche Aussicht bis München, Holzkirchen und die umliegenden Gemeinden Miesbach, Hausham und natürlich Schliersee. Am Gipfelkreuz angelangt, treffen wir jung gebliebene Wanderinnen, die sehr angetan sind und uns freudig mitteilen, wie schön es hier oben sei und dass die Wege jetzt auch für alle Altersstufen sehr, sehr gut begehbar seien.

Auf kurzen Rasenteilstücken geht es weiter zum Übergang Kreuzbergalm. Teilweise wurde der Weg mit starken Brettern ausgelegt, da auch nasse Stücke zu überwinden sind. Die Wegbretter eignen sich auch hervorragend als „Notbank“ für eine kurze Rast (siehe Bild). Am Überstieg vorbei sehen wir auch schon über die Gemeindegrenze nach Tegernsee. Das heißt, beide Seen, Tegernsee und Schliersee, sind gleichzeitig von dem Punkt aus zu sehen. Diesen Augenblick muss jeder selbst erleben.

Bergab über die Almwiesen erreichen wir die nächsten neuen Wanderwegstücke unterhalb der Kreuzbergalm. Ganz leicht im Schatten gehen wir entspannt weiter, bis wir die schöne Aussicht Richtung Wendelstein entdecken. Danach geht der Weg weiter Richtung Tegernsee. Vor dem nächsten Waldstück müssen wir uns entscheiden, ob wir gleich links Richtung Hennerer gehen oder eben nach dem Viehgatter links das Steigerl durch den Wald über das Sogfleckal zur Baumgartenschneid nehmen. Wir entscheiden uns für die zweite Möglichkeit und verlängern die Wandertour. Der Steig durch den Wald verläuft sehr spannend und ruhig, er ist sehr schön erneuert und leicht zu gehen. An der Almlichtung entdecken wir auch hier die schönen neuen Trassen. So erreichten wir nach etwa einer Stunde den Baumgartenschneidgipfel ‒ unseren höchsten Punkt der Tour. Karen macht ihre Yogaeinheiten, im Hintergrund der Tegernsee.

Glücklich und zufrieden gehen wir weiter ins Tal zum Ausgangspunkt, dem Hennererhof. Nach fünf Stunden Wandertour schmecken uns die Brotzeit und die Maß Bier. Schee war’s.

 

 

Meine Empfehlung: Einkehrtipps:

Gindelalmen (geöffnet 01. Mai bis zum dritten Wochenende im Oktober)

Kreuzbergalm (nur während der Weidezeit Ende Mai bis Ende September)

Hennererhof (Fr.‒So. und nach Vereinbarung, ganzjährig)

 

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Ein Traum geht in Erfüllung: ein Rundflug über den Schliersee

Ein Traum geht in Erfüllung: ein Rundflug über den Schliersee

In 16 ½ Minuten von Warngau über Mangfall-, Schlierach- und Leitzachtal nach Hundham und weiter zum Schliersee und zurück

Als ich im Juli das diesjährige Ferienprogramm Schlierachtal 2018 der Gemeinden Miesbach, Schliersee und Hausham durchblätterte und mich über das vielfältige und abwechslungsreiche Angebot informierte, fiel mir der Kurs #.113 „Rundflug übers Schlierachtal“ ins Auge.

Die Kurse, an denen auch Erwachsene (ohne Kinder) teilnehmen dürfen, sind rar gesät und außerdem: Einen Flug mit einem Kleinflugzeug wollte ich immer schon machen.

Ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt, mich angemeldet, 24 Euro bezahlt und mich den ganzen Sommer über auf mein großes Erlebnis gefreut. Den Sonntag, 2.9.2018, habe ich in meinem Kalender rot angestrichen, damit ja kein anderer Termin dazwischenkommen würde.

Was dazwischenkam, war das Wetter: Dauerregen von Freitag bis in die neue Woche hinein, genau an diesem Wochenende. Die Hoffnung stirbt zuletzt, und so kam die Absage, dass der Flug am 2.9. nicht stattfinden könne, erst einen Tag zuvor am Samstagvormittag. Gleichzeitig wurde mir aber schon der Ausweichtermin, Samstag 8.9., mit einem Zeitfenster von 13:00–15:00 Uhr mitgeteilt. So dauerte meine Vorfreude gleich eine ganze Woche länger!

Bei schönstem Sonnenschein-Sommerwetter bin ich am Flugtag gegen 13:30 Uhr am Flugplatz in Warngau eingetroffen. Mindestens zehn Kinder mit ihren Eltern waren schon da, und so bekam ich den Flug Nummer 12 von insgesamt 15 Flügen zugeteilt – und Flug Nummer 4 war gerade erst gestartet. Für die Flüge mit dem Ferienprogramm Schlierachtal standen die zwei clubeigenen einmotorigen, viersitzigen Propellermaschinen vom Motorfliegerclub Warngau bereit. Pro Flug durften drei Passagiere mitfliegen.

Nach einer etwas längeren Wartezeit – die Spannung stieg kontinuierlich – im sehr netten Biergarten vom „Propellerstüberl“, der für die Kinder glücklicherweise auch einen kleinen Spielplatz hat, waren wir an der Reihe: Die achtjährige Leni und ihr Papa, die aus Hundham sind, und ich. Dass wir drei alle aus der östlichen Ecke vom Landkreis Miesbach kamen, traf sich gut, denn wir konnten uns vom Piloten wünschen, wohin der Flug gehen sollte. Wir waren uns einig: Hundham, und wenn’s die Zeit dann noch erlaubt, eine kleine Runde über den Schliersee. Das würde ganz schön knapp werden, denn die Flugzeit ist auf 15 Minuten begrenzt. Und da zählen Start und Landung schon mit dazu!

Quer durch den Hangar zum parkenden Flugzeug gegangen, und schon durfte ich auf dem Co-Pilotensitz Platz nehmen. Nach einer kurzen Begrüßung durch unseren Piloten und einer Einweisung, wo und wie ich meine Füße zwischen den Pedalen platzieren sollte, ging es sofort rollend auf die Startbahn, und nach einer sehr kurzen, rasanten Fahrt mit Vollgas waren wir auch schon in der Luft. Kurz und schmerzlos war der Start. Den ganzen Flug über war die Stimmung im Flugzeug angenehm entspannt, wobei wir erwachsenen Passagiere wohl beeindruckter vom Flug waren als die kleine Leni, die ganz „cool“ in ihrem Sitz saß.

Gleich zu Beginn eine kleine Schleife nach Osten geflogen: So ging es quer über das Mangfalltal, vorbei an Müller am Baum und dem im Hintergrund silbrig glitzernden Tegernsee und übers Schlierachtal nach Miesbach. Von dort schräg geradeaus weiter über Parsberg und über die Leitzach nach Hundham, immer den Wendelstein direkt vor unserer Flugzeugnase. Nach einer 360-Grad-Schleife über dem Zuhause von Leni und ihrer Familie sowie einer anschließenden 180-Grad-Wendung sind wir wieder Richtung Westen geflogen. Links von uns der Rhonberg, und unmittelbar danach war auch schon Schliersee – der Ort und der See – unter unseren Tragflächen.

Traumhaft! Die Sonne glitzerte tausendfach im See, der sich in vielen verschiedenen hellen und dunklen Grün- und Blautönen präsentierte. Die kleinen bunten Punkte waren etliche Boote, die auf dem See fuhren, und die seichten Sandbänke mitten im See und um die Insel herum brachten zusätzlich beige-türkises, karibisches Flair in unsere herrliche oberbayerische Landschaft. Nur die Gipfel unserer Berge waren von ‒ im Hochsommer nicht unüblichen ‒ nachmittäglichen Quellwolken verhüllt. Wir flogen von Nordosten Richtung Südwesten am Ostufer vom See entlang, und kurz nachdem wir die Insel passiert hatten, drehte der Pilot am Steuerrad, und wir änderten unsere Richtung von Südosten gen Nordwesten. Über das westliche Schliersee und vorbei an Hausham ging’s auf der kürzesten Flugroute wieder zurück nach Warngau.

Alles ging so schnell und war ungemein beeindruckend, denn die vielen Ansichten aus der Vogelperspektive auf gut bekannte und oft besuchte/befahrene Straßen und Orte waren einmalig schön!

In Warngau angekommen, erwartete uns nach der einwandfreien Landung eine frisch gegrillte Bratwurst in der Semmel (im Preis inbegriffen) ‒ ein deftig-guter Abschluss eines ganz besonderen Erlebnis-Schmankerls!

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

Wanderung auf den Hausberg der Schlierseer ‒ die Brecherspitz (1.683 m)

Der wie ich finde schönste Weg führt von Neuhaus über die Nordseite hinauf. Da habt Ihr auch beim Raufgehen schon immer wieder tolle Ausblicke auf unseren Schliersee. Bei der letzten Wanderung habe ich diesen kleinen Film für Euch gemacht. 

 

Start:  am Bahnhof von Neuhaus. Den erreicht Ihr mit der BOB, dem Bus und habt die Möglichkeit dort Euer Auto zu parken.

Dauer: Aussage laut Wegweiser: „Brecherspitz 3 ½  Std.“. Wie lange Ihr dann wirklich braucht, ist natürlich von Eurer Fitness abhängig.

Wegbeschreibung: Vom Parkplatz aus folgt Ihr erst der Waldschmidtstraße und biegt an der zweiten Straßenkreuzung links in die Grünseestraße und folgt immer den gelben Wanderschildern. Nach ein paar Minuten folgt Ihr den Schilden nach rechts und kommt nach wenigen Metern auf einen Forstweg, der gleichzeitig auch der Bockerlbahn-Weg ist. Nach ca. 15 Min. verlasst Ihr den Bockerlbahn-Weg und folgt der Beschilderung „Brecherspitz 2 ½ Std.“.

Von nun an geht es bergauf! Laut Wegweiser folgt Ihr dieser Forststraße für 1 ½ Std. bis zur Ankelalm (aktuell nicht bewirtschaftet). In diesem Bereich ist der Weg weitestgehend im Schatten. Ab dem Almgebiet der Ankelalm habt Ihr die ersten richtig schönen Ausblicke runter ins Tal, auf den Schliersee und rüber bis zum Wendelstein. Bei guter Sicht sogar bis München.

Jetzt beginnt für mich der schönere Teil der Wanderung. Wir haben den Gipfel schon im Blick und folgen dem Pfad linker Hand erst über die Almwiesen und dann weiter durch die Latschen nach oben bis zum Gipfel.

Herrlich, geschafft! Von hier oben erstreckt sich ein grandioses Panorama: der Blick zurück auf die Ankelalm, nach Schliersee; weiter links haben wir dann den Tegernsee, den Wallberg, im Vordergrund noch die Freudenreichkapelle und bei guter Sicht auch noch die Zugspitze. Richtung Süden sieht man den Spitzingsee und das Skigebiet, weiter links die Rotwand, den Taubenstein und die Taubensteinbahn. Blickt Ihr weiter nach links, seht Ihr die Jägerkamp und im Hintergrund wieder den Wendelstein ‒ das ist der mit der Antenne.

Für den Gipfel packt Ihr Euch am besten eine schöne Brotzeit ein. Die schmeckt nach dem Aufstieg und dem herrlichen Panorama hervorragend.

BITTE denke daran, ausreichend Getränke mitzunehmen.
Empfehlung vom BergMadl: 1 ½ Liter pro Person. Ideal sind dünne Saftschorlen.
An sonnigen Tagen bitte auch an eine Kopfbedeckung denken.

Wichtig: Der Berg ist erst geschafft, wenn Ihr wieder unten seid. Deshalb oben Pause machen und die Energiespeicher wieder etwas füllen. Das dient auch Eurer Konzentration und somit Trittsicherheit.

 

Rückweg: den gleichen Weg zurück, wie Ihr gekommen seid, oder alternativ über die Firstalmen. Die Untere Firstalm ist bewirtschaftet. Die Obere Firstalm ist voraussichtlich bis Ende August wegen Umbaus geschlossen.

Von der Unteren Firstalm wandert Ihr zum Spitzingsee. Vom Ort Spitzingsee oder auch vom Spitzingsattel bringt Euch der Bus auch wieder zurück zum Bahnhof nach Neuhaus

Alternativer Aufstieg oder auch Abstieg und mit dem Bus wieder zurück zum Bahnhof Neuhaus:

http://www.schliersee.de/sommer/schliersee-erleben/wandern-und-berge/

 

 

Das BergMadl wünscht Euch einen schönen Tag und viele schöne Momente bei dieser Tour.

 

 

BergMadl Julia Zilken BergMadl Julia Zilken

Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin, Verkaufstrainerin Sporttextil und -Hardware, aus Schliersee. Ich liebe die Berge! Bei meinen Touren die Faszination Berg mit allen Sinnen erleben! Freude mit anderen Menschen teilen. www.bergmadl-schliersee.de

 

 

 

Wanderung in das Tal der Murmeltiere

Bei der letzten Wanderung unter der Leitung von Wanderleiter Jürgen Koschyk war ich mit dabei. Morgens um 8:30 Uhr trifft sich die Gruppe an der Gäste-Information Schliersee. Gemeinsam steigt sie in den Bus*, der sie hinauf an den Spitzingsee bringt. Haltestelle Taubenstein-Bahn. Dort warte ich auch schon auf die Gruppe. Es ist ein herrlicher Sommertag, noch nicht zu warm, und die Luft ist ganz klar.

Ich kaufe mir ein Ticket für die Berg- und die Talfahrt**, da ich nach der Wanderung nicht mehr hinunterlaufen möchte. Das kann aber jeder für sich entscheiden. Mit den kleinen Gondeln der Taubensteinbahn kommen wir ganz bequem in die Höhe, die Bergstation befindet sich auf 1.600 m. Oben angekommen, genießen wir erst einmal diese herrliche Fernsicht. Der Himmel ist strahlend blau, und die Wiesen leuchten sattgrün. Solch eine klare Sicht gibt es meistens nur früh am Morgen, da sich die Feuchtigkeit in der Nacht als Tau ablegt. Jürgen, unser Wanderführer, erklärt uns die umliegenden Gipfel: Jägerkamp, Aiplspitze, Wendlstein, Miesing und in der anderen Richtung Wallberg, Setzberg, Plankenstein, Risserkogel. Sogar bis zur Zugspitze können wir schauen. So schön!

 

 

Wir wandern los. Zunächst geht es etwas bergauf, aber nicht weit. Wir verlassen den Hauptwanderweg Richtung Rotwand und wandern auf einem kleinen, gut begehbaren Steig bergab. Bevor wir dort hinuntergehen, stimmt uns Jürgen mit einem tollen Referat seiner Enkelin auf die Murmeltiere ein.

Das Murmeltier wird in Oberbayern und Österreich auch Mankei genannt. Die Tiere werden ca. 50 bis 60 cm groß und leben in Kolonien in ihren unterirdischen Bauten. Sie halten Winterschlaf. Ihr Lebensraum ist oberhalb der Baumgrenze, und sie mögen es nicht zu heiß. Bei drohender Gefahr stößt das Mankei einen lauten Pfiff aus. Dann verschwinden sie schnell in ihren Höhlen oder bleiben wie versteinert stehen.

Hoffentlich haben wir Glück, denn aktuell ist der Sommer doch recht warm.

Weiter geht’s! Nach wenigen Minuten sehen wir bereits etwas oberhalb von uns zwei Gämse stehen. Ganz leise bleiben wir stehen und beobachten sie ‒ und die Gämse uns. Wir gehen weiter, und es dauert wieder nicht lange, dann ertönt ein schriller Pfiff. Achtung!, signalisiert das Murmeltier seinen Artgenossen. Wir bleiben stehen, sind ganz leise und schauen. Jürgen hat es entdeckt. Oben auf dem Felsen, gar nicht weit von uns. Dort sitzt es in der Sonne. Alle sind begeistert ‒ nach so kurzer Zeit haben wir bereits das erste Murmeltier gesehen.

Freudig wandern alle weiter, und kurz vor den Almhütten sehen wir noch eines. Es ist wieder keine fünf Meter von uns entfernt. Es hat uns sicher bemerkt, obwohl es diesmal nicht gepfiffen hat. Es setzt sich gemütlich auf dem Felsen in die Sonne und kehrt uns den Rücken zu. Schade, aber auch ein schöner Rücken kann entzücken.

So ziemlich am Talende legen wir eine kleine Rast ein. Hier, so Jürgen, sieht er eigentlich immer welche. Wir sind auf einer Almwiese mit einigen größeren Felsen und Steinen. Wir sind alle gespannt und beobachten die Hänge mit den Felsen sehr aufmerksam. Nichts! Vielleicht ist es etwas ungünstig, dass zu dem Zeitpunkt gerade auch die Kühe in dem Bereich umhermarschieren.

Wir verstauen unsere Brotzeit im Rucksack und wandern wieder los. Wieder ein Pfiff, weiter entfernt von uns. Nichts zu sehen, es kommen uns Wanderer mit ihrem Hund entgegen. Wieder ein Pfiff! Schnell wie ein Blitz ist ein Mankei über den Weg gerannt und in einem Loch verschwunden. Der Hund ist es, denn den fürchten sie mehr als uns Menschen. Das ist auch der Grund, warum bei dieser Wanderung Hunde nicht erwünscht sind.

Wir blicken nach wie vor aufmerksam auf die Hänge links und rechts vom Weg, sehen aber nichts mehr. Jetzt scheint es den Tieren doch zu warm zu werden. Nicht nur den Tieren, auch uns, vom Durst ganz zu schweigen! Auf direktem Weg steuern wir jetzt das Taubensteinhaus an.

 

 

Mit Erreichen der Hütte beendet Jürgen die heutige Wanderung offiziell, und es bleibt jedem selbst überlassen, was er jetzt tun möchte. Wir bleiben alle noch für ein kühles Getränk im Schatten zusammen. Die Stimmung in der Gruppe ist sehr gut, und die Teilnehmer sind sehr glücklich, denn sie haben gleich zwei Murmeltiere aus nächster Nähe gesehen. Anschließend trennt sich die Gruppe.  Jürgen und ich fahren mit der Gondel wieder zurück ins Tal, die anderen möchten auch den Nachmittag noch auf dem Berg verbringen.

Danke, lieber Jürgen, für diese tolle Führung ins Tal der Murmeltiere.

 

 

Wer jetzt Interesse bekommen hat, auch mal ins Tal der Murmeltiere oder bei einer anderen Wanderung teilnehmen möchte, erhält alle Informationen in der Gäste-Information Schliersee.

Termine der Wanderungen unter der fachkundigen Führung von Jürgen Koschyk: in der Sommersaison jeweils dienstags und donnerstags mit unterschiedlichen Zielen.

Voranmeldung unbedingt erforderlich. Witterungsbedingte Änderungen vorbehalten, max. 10 Personen, das Mitführen von Hunden ist nicht erwünscht.

Mit Gästekarte frei, ohne Gästekarte € 5,00 pro Person.

Anmeldung bei der Gäste-Information Schliersee, Tel.: 08026/60650

 

* Der Bus ist mit der Gästekarte kostenlos.

** Bei der Taubensteinbahn erhält man mit der Gästekarte eine Ermäßigung.

 

 

BergMadl Julia Zilken BergMadl Julia Zilken

Bergwander- und Schneeschuhwanderführerin, Verkaufstrainerin Sporttextil und -Hardware, aus Schliersee. Ich liebe die Berge! Bei meinen Touren die Faszination Berg mit allen Sinnen erleben! Freude mit anderen Menschen teilen. www.bergmadl-schliersee.de

 

 

 

Vorbereitung zum politischen Gipfeltreffen in Schliersee

Am 01. August 2018 findet in Schliersee die Hauptalmbegehung des Almwirtschaftlichen Vereins Oberbayern statt.

Ministerpräsident Markus Söder und stellvertretende Ministerpräsidentin Ilse Aigner haben ihre Teilnahme zugesagt.

Heute mache ich, Prem Angelika vom Schliersee Magazin, meine persönliche Vorbegehung zur Hauptalmbegehung. Um fünf Uhr beginne ich am Ausgangspunkt ‒ dem Hennererhof.

Herrlich, diese Ruhe am Morgen, die Waldbewohner wachen langsam auf, die ersten Vögal zwitschern, und ich mittendrin. Bepackt mit Frühstück und Kamera geht’s los.

Ich bin voller Vorfreude, was mich heut so alles erwartet. Der Weg führt mich auf dem Prinzenweg in Richtung erste Station. Nach der Steigung bieg ich die zweite Weggabelung nach links ab zum Lahner Höhenweg. Nach etwa 200 m geht’s dann rechts ab zur Oberen Krainsberger Alm.

Das Gatter zeigt mir, dass ich ab jetzt auf dem Almgelände bin. Bei herrlichem Sonnenaufgang, mit Wolken durchzogen, erreiche ich das Almgebäude. Hund Seppi schlägt Alarm, und die Oimarin (Sennerin) Monika streckt sich in der aufgehenden Sonne und zieht sich an, um sich ums Vieh zu kümmern.

Ein kurzer Ratsch, und weiter geht’s in Richtung Baumgartenalm. Der Weg führt mich durch den Wald, vorbei an der Standlhütte. Ein schmaler Steig, mit Steinen und Holzscheiben von den Almbauern hergerichtet, ist momentan sehr schön zu gehen.

Allerdings sind richtiges Schuhwerk und eine gute Kondition sehr wichtig.

Durch die Waldlichtung höre ich jetzt das Geläut von den Kälbern der Almerin Monika, und auch ihre Kalbinnen fangen an zu grasen. Im Hintergrund beginnt der Berufsverkehr im Tal.

Ich bin so angetan von der himmlischen Ruhe am Morgen und gönne mir eine kleine Pause. Ein kleines Frühstück mit Butterzopf und Frühstücksei … mmmmhhhh

Jetzt spitzt auch die Sonne hinter den Wolken hervor, und meine Wanderung geht weiter.

Nach ca. 30 Minuten erreiche ich den Gipfel der Baumgartenschneid, dem höchsten Punkt der Hauptalmbegehung. Herrlich, dieser Ausblick.

 

 

Ein „Rundblick“ von Kreuth über den Tegernsee, dann weiter über das Albachtal, die Baumgartenalmen. Im Hintergrund die Kreuzbergalm und ein Blick Richtung Miesbach und Rosenheim. Friedlich unten im Tal der Hennererhof, Breitenbach und der wunderschöne Schliersee ‒ ein bayerisches Paradies.

Mein Blick geht weiter … der Attenberg, die Riesbauern, weiter zur Schliersbergalm und zum Oberleiten. Rechts daneben das Auracher Köpferl, Breitenstein und Wendelstein.

Ich kann dem Wildschütz Jennerwein sehr gut nachempfinden, warum er so gerne auf der Baumgartenschneid und in den Schlierseer Bergen unterwegs war …

Vorbei mit Träumen, jetzt geht’s weiter hinunter zu den Baumgartenalmen. Über den Parcours erreiche ich die Hütten, keiner da, also gehe ich weiter.

Am Ende der Almfläche überquere ich den Übersteig und marschiere über den Wald und den Wurzel-parcours runter zum Sogfleck.

Am Unterstand links vorbei den Steig zur Kreuzbergalm. Am Viehgatter angelangt, biege ich rechts auf die Forststraße und die breite Almstraße, die mich direkt zur Kreuzbergalm führt. Ab jetzt kommt der angenehme Teil der Begehung.

An der Kreuzbergalm angelangt, genieße ich wieder den wunderbaren Ausblick in die umliegende Bergwelt. Weiter geht’s bergab und dann über die Weidefläche wieder bergauf. Die Wanderwege hat die Schlierseer Gemeinde hervorragend erneuert.

Über den Überstieg, der ein wenig sportliche Aktivität fordert, dann angelangt an der Gindelalm, schau ich noch einmal zurück, bevor ich weitergeh.

Jetzt befinde ich mich schon auf den Gindelalmen. Auch hier ist der Weg sehr schön von den Gemeindemitarbeitern von Schliersee bestens hergerichtet worden. Der Weg führt mich entlang der Gindelalmschneid zum Gipfelkreuz. Wieder ein herrlicher Blick in Richtung München und ins flache Oberland. Begleitet vom Glockengeläut der Almtiere, gehe ich beschwingt bergab Richtung Almgebäude.

Hier wird fleißig vorbereitet für die Tageswanderer und natürlich für den großen Tag am 01. August.

Nach einer kleinen Pause geht es weiter Richtung Hennerer ins Tal. Die Forststraße ist neu aufgekiest und sehr gut zu gehen.

Nach fünf Stunden bin ich wieder zurück am Ausgangspunkt, und es erwartet mich ein wunderbares Frühstück vom Hennererwirt Hans, das bereits am Tisch steht. Köstlich!

 

 

Eckdaten zu den Almen:

Obere Krainsberger Alm

Die Obere Krainsberger Alm von Manhart Sepp und Monika, zum Hinterköck, in Westenhofen hat eine Lichtweidefläche von 31,9 ha. Die Weideflächen liegen zwischen 1100 m und 1400 m in einem Kessel nach Nordwesten und reichen im Osten bis auf den Lahnerkopf. In der Weidezeit vom 01. Juni bis Ende September werden 46 Stück Jungvieh aufgetrieben. Das Almgebäude liegt auf 1131 m und wurde 2009 neu erbaut. Die Alm wird von festem Almpersonal betreut.

 

Baumgartenschneid

Die Baumgartenalm, direkt unter der Baumgartenschneid, von Eham Josef, zum Pfleger, Hausham, ist nicht erschlossen. Sie hat eine Lichtweidefläche von 17,9 ha und wird mit 33 Stück Pensionsvieh bestoßen. Die Weideflächen liegen zwischen 1000 m und 1444 m bis hinauf zur Baumgartenschneid. Die Alm wurde vor einigen Jahren renoviert und wird von ständigem Personal behirtet.

 

Kreuzbergalm

Die Kreuzberalm von Eham Josef und Andrea, zum Köpfer, Miesbach. Sie hat eine Lichtweidefläche von 19 ha, liegt zwischen 1200 m und 1376 m auf dem Rücken des Kreuzbergs. Die Alm wird ab Mitte Mai mit 38 Stück eigenem Jungvieh und Pensionsvieh bestoßen. Ein Ehepaar kümmert sich liebevoll ums Vieh.

 

Gindelalm

Die Gindelalm wird von Grimm Annelies, zum Lex, Hausham und Leitner Johanna, zum Braun, Hausham bewirtschaftet. Der Anteil von Georg Fritzmeier wird von Annelies Grimm in Pacht mitbewirtschaftet. Die Weideflächen liegen auf 1240 m bis 1340 m. Die gesamte Lichtweidefläche beträgt 24,7 ha, und es werden insgesamt 37 Stück Jungvieh aufgetrieben (Eigen- und Pensionsvieh).  Im anliegenden Staatswald besteht ein Waldweiderecht auf 276 ha. Das Almgebäude von Fritzmeier ist verpachtet. An allen drei Almhütten erfolgt eine Bewirtung. Die Almdauer ist vom 01. Mai bis zum Kirchweihmontag (3. Wochenende im Oktober).

 

Hinweis:

13. und 14. Oktober 2018 großer Almbauerntag in Schliersee

 

 

Angelika Prem Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Alpen Plus Season Ski Pass and So Much More

Last year, after about 25 years off skis, I met one of our local inspiring octogenarians who were celebrating her 80th birthday and the fact that she now skis for free in Schliersee. Meeting this energetic soul motivated me to once again get back on skis.

This year I decided to commit even more to skiing and purchased the Alpine Plus Season Ski Pass and I thought I would share some of the many things I have learned about having this pass.

Firstly, starting early in your seasonal ski plans will save you 50€. The Alpen Plus Season pass goes on sale 1 October for the discounted price of 350€. When possible, purchase your pass between 1 October and 15 November in order to take advantage of this savings. If you forget to purchase your pass early, have no fear you can still purchase your pass but it will cost you 50€ more. You have to think a day pass for an adult is 35€ so if you ski 10 times in one season your pass has paid for itself. Though with the Alpen Pass you also get loads of other discounts making your purchase so much more valuable than the 350€ price tag.

If you are a sledding enthusiast and not a skier, the incredible 6.5 kilometer sled run on Wallberg is also included in the Alpen Pass. No one ever does just one run on Wallberg and a 10 run card will cost you 92€ alone. For our family this is a great motivator for buying the pass.

http://www.wallbergbahn.de

Our beautiful spa and recreation center of Monte Mare also gives a 20% discount to all holders of the Alpen Pass Season or the Alpen Glacier card. I will post a link at the bottom for you to see which pass is best for you. This is good for the four hour passes as well as the day passes for sauna facilities and vitality spa.

http://www.monte-mare.de/de/schliersee.html

Alpen Pass holders receive a 20% discount on two way lift tickets at Spitzingsee, Sudelfeld, Wallberg and Brauneck-Wegscheid, throughout the winter season as well. They also get 50% off ski passes at Kössen (Tyrol), Wendelstein, Kampenwand (Ashau), Hochfellen (Bergen) Hocheck (Oberaudorf) when you show your pass.

Another great benefit is a 15% discount on purchases both in store and online at one of our local amazing outdoor stores, Smartino. Their beautiful new location is right next to the Neuhaus train station for serious convenience.

www.funktionelles.de

Not only is the pass good for our local slopes on Spitzingsee but also several other ski resorts of Sudelfeld and Brauneck-Wegscheid.

 

For me, having the pass has really motivated me to get out on the slopes more often. I am no longer discouraged by the 35€ day pass price and I can just come up to the slopes for an hour or so whenever I wish and without pressure.

 

 

Other great offers, if you don’t want to commit to a season pass on offer, are the Family day pass, which is available every day of the season. It costs 85€ and is valid for both parents and all their own children up to age 15. Also starting 10 January is the Ladies Day Pass offered every Wednesday during the season but Ash Wednesday, for only 17€.

 

 

For more info:
www.alpenplus.com/alpen-plus/alpen-plus-skipasspreise-uebersicht/saisonskipaesse/

 

Laura Boston-Thek Laura Boston-Thek

American artist, photographer and professional wanderer who, after 20 years of roaming, put down roots in a 100 year old Bavarian farmhouse and fell in love with the Alpine village and its residents (both 2-legged and 4-legged).

 

 

 

Barrierefrei in Schliersee

Passend zu der neuen Internetseite über barrierefreies Reisen in der Alpenregion Tegernsee-Schliersee (http://barrierefrei.tegernsee-schliersee.de/) haben wir Mitte September Besuch von einer vierköpfigen Reisegruppe aus England bekommen, bei denen die Besonderheit war, dass auch eine Rollstuhlfahrerin – Debbie North – mitgereist ist.

Die anderen Teilnehmer der siebentägigen Autoreise (mit Zwischenübernachtungen in Heidelberg bzw. Rothenburg ob der Tauber) waren Gina Bradbury Fox (Schwester von Julia Bradbury, bekannte britische Reisejournalistin), Holly Brega und der Ehemann von Debbie Andy North. Sie haben diese Reise unternommen, um auf der in England sehr bekannten Internet-Reiseseite http://theoutdoorguide.co.uk/ unter der eigenständigen Rubrik http://theoutdoorguide.co.uk/walks/wheelchair-friendly-walks/ einen Beitrag über eine rollstuhlfreundliche Reise in die Oberbayerischen Alpen zu veröffentlichen (noch nicht online, bitte zu einem späteren Zeitpunkt noch mal nachschauen).

Untergebracht war die Gruppe in Bad Wiessee bei Concordia Ferienwohnungen (http://barrierefrei.tegernsee-schliersee.de/uebernachten/ferienwohnungen-concordia ).

Ich hatte das große Vergnügen, die vier sehr freundlichen, aufgeschlossenen und an allem interessierten Engländer einen Vormittag lang zu begleiten und ihnen Schliersee sowie einen Teil seiner barrierefreien Gebäude und Anlagen zu zeigen.

Wir haben unsere Tour mit einem sehr kurzweiligen Spaziergang bei bestem Herbstwetter durch den Kurpark begonnen, vorbei am Kräutergarten und dem „Garten der Sinne“ (Riechen und Tasten, mit Informationsschildern in Brailleschrift) bis knapp vor das Freudenberg Natureisstadion und zurück. Der sehr geländegängige elektrische Rollstuhl von Debbie meisterte problemlos die unterschiedlichen Bodenbeschaffenheiten (Pflaster, Teer, Beton und Schotterweg). Auf dem Rückweg machten wir eine kleine Kaffeepause im Café Milchhäusl – Debbie benutzte den kleinen Weg durch den Garten links von den Stufen zur Terrasse, der nur eine ganz kleine Stufe am Anfang hat und somit kein Hindernis für sie darstellte.

Weiter ging es in der Vitalwelt: Nach einer kurzen Vorstellung der Gäste-Information Schliersee (Örtlichkeit, Aufgaben und Informationsmaterial in englischer Sprache) sind wir mit dem rollstuhl- und kinderwagentauglichen Lift gefahren, haben uns das Schwimmbad monte mare, das über eine Hebevorrichtung für gelähmte Personen verfügt, zeigen lassen, besichtigten eines der behindertengerechten WCs und haben uns die mit einem Rollstuhl unterfahrbaren Tische im Restaurant Charivari angesehen.

 

 

Den Abschluss der Tour im Gemeindegebiet Schliersee bildete ein Besuch bei der Slyrs Whiskydestillerie und der Slyrs Lunchery in Neuhaus: Wir haben die self-guided tour durch die Schaudestille gemacht; die Informationstafeln dort sind auf Deutsch sowie Englisch und in der richtigen Lesehöhe für Rollstuhlfahrer angebracht. Zum Teil über Rampen sind die verschiedenen Räume für Rollstuhlfahrer problemlos erreichbar. Nach einer kleinen Whiskyverkostung ging es mit einem Lift, der geräumig genug ist für einen Rollstuhlfahrer mit einer Begleitperson, in den ersten Stock zur Lunchery. Auf der geräumigen und eben gepflasterten Terrasse haben wir noch einen Kaffee und den Ausblick zum Wendelstein, dem nächsten Ziel der kleinen Reisegruppe, genossen.

Noch eine allgemeine Information: Die Gäste-Information Schliersee, der Wanderweg um den Spitzingsee (teilweise für Rollstuhlfahrer barrierefrei) und der Wanderweg um den Schliersee sind nach den Kriterien der bundesweiten Kennzeichnung „Reisen für Alle“ als „Barrierefreiheit geprüft“ bzw. „Information zu Barrierefreiheit“ eingestuft und berechtigt, bis Mai 2019, Oktober 2019 bzw. Juni 2019 die Auszeichnung „Barrierefreiheit geprüft“ sowie die dazugehörigen Piktogramme zu führen und vertragsgemäß zu nutzen.

 

 

Fazit: Auch für Reisende mit eingeschränkter Mobilität ist die Alpenregion Tegernsee-Schliersee ein lohnendes und attraktives Reiseziel.

 

Den Bericht der englischen Reisegruppe finden Sie hier.

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Berggottesdienste: dem lieben Herrgott ein Stück näher

Viele Menschen zieht es in die Berge ‒ zum Wandern, Abschalten vom Alltag, zum Bewundern der großartigen Natur, der bunten Flora und vielfältigen Fauna, zum Mountainbiken und um Zeit mit der Familie und Freunden zu verbringen. Das lohnende Ziel sind oftmals ein Gipfel mit einem weithin sichtbaren Gipfelkreuz und atemberaubender Fernsicht sowie auf dem Rückweg ins Tal eine Einkehr in einer bewirtschafteten Alm zur wohlverdienten Brotzeit.

Ein ganz besonderes Erlebnis bei uns in den Bergen sind sicherlich der Besuch und das Mitfeiern eines Berggottesdienstes. Während der Messfeier unter freiem Himmel und bei hoffentlich schönem Wetter, oftmals umrahmt von bayerischer/almerischer Musik, spürt man die Nähe zum lieben Herrgott gleich ein bisschen mehr.

Die Sektion Schliersee des Deutschen Alpenvereins feiert eine katholische Bergmesse mit Kreuzsegnung am Sonntag, 24. September 2017, um 13:30 Uhr auf der Oberen Firstalm/Spitzingsee. Zelebrant ist Herr Pfarrer Hans Sinseder, und die Messe wird vom „Oberlandler Doppelquartett“ mitgestaltet.

Alle Interessierten sind herzlich eingeladen! 

 

Regelmäßige katholische Berggottesdienste im Gemeindegebiet Schliersee:

Weinberg, St. Georg, mittwochs 19:00 Uhr vom 26.4. bis 4.10.,
Pfarramt Schliersee, Tel. 08026/6578

Fischhausen, Leonhardikirche, donnerstags 19:00 Uhr, von 4.5. bis 26.10.,
Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7280

Spitzing, St. Bernhard, sonntags 11:30 Uhr, von 4.6. bis 29.10.,
Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7280

 

Regelmäßige evangelische/ökumenische See-Gottesdienste im Gemeindegebiet Schliersee:

Musikpavillon, Kurpark Schliersee, donnerstags 20:00 Uhr (im Sommer)
Evang.-Luth. Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7332

 

Regelmäßige katholische Berggottesdienste in der näheren Umgebung:

Grafenherberg/Sudelfeld, St. Leonhard, sonntags 11:30 Uhr, 17.9.; am 6.11. Patrozinium um 14:00 Uhr,
Pfarramt Niederaudorf, Tel. 08033/3021613

Wallberg, sonntags 11:30 Uhr, von 4.6. bis 15.10.,
Pfarramt Rottach-Egern, Tel. 08022/92760

Wendelstein, sonntags 11:00 Uhr von 11.6. bis 15.10.,
Pfarramt Brannenburg, Tel. 08034/90710

 

Regelmäßige evangelische Berggottesdienste in der näheren Umgebung:

Wendelstein, am Restaurant, samstags 11:00 Uhr,
Evang.-Luth. Pfarramt Neuhaus, Tel. 08026/7332

 

https://www.erzbistum-muenchen.de/Gottesdienste-Veranstaltungen/Berggottesdienste
http://www.berggottesdienste.de/gottesdienste

 

 

Ursula Höllerl Ursula Höllerl

Mitarbeiterin in der Gäste-Information Schliersee, aufgewachsen in Neuhaus und Miesbach. Mein Motto: "Ein Tag am Berg ist wie eine Woche Urlaub – egal ob im Sommer zum Wandern oder im Winter beim Schneewandern, Skifahren und Rodeln."

 

 

 

Hubert Schmidbauer – Bescheidenheit, Dankbarkeit und Ehrfurcht vor der Natur ist der Königsweg für ein glückliches Leben

Auch im Zeitalter des heute oftmals sehr professionell und kommerziell ausgerichteten Extrembergsteigens gibt es sie noch, die „ganz großen“ Bergsteiger früherer Jahre, die besondere Bescheidenheit praktizierten, deren Namen deswegen heute kaum jemand kennt und die damals in den 60er- und 70er-Jahren großartige und zukunftsweisende alpinistische Höchstleistungen vollbrachten. Sehr viele von ihnen waren oder sind im Landkreis Miesbach beheimatet. Toni Kinshofer aus Bad Wiessee (er starb 1964 nach einem Kletterunfall am Battert bei Baden-Baden), Anderl Mannhardt aus Rottach-Egern (ihm gelang 1962 zusammen mit Toni Kinshofer und Sigi Löw erstmalig die Besteigung des Achttausenders Nanga Parbat über die schwierige Diamirflanke), Hans Engl aus Waakirchen (er erreichte 1978 als dritter Mensch den Gipfel des Mount Everest ohne künstlichen Sauerstoff!) und viele mehr. Einer von ihnen ist der 83-jährige Schlierseer Hubert Schmidbauer. Nachdem ich ihn kürzlich bei einer Vortragsveranstaltung der „Norbert-Kerkel-Stiftung“ (www.norbert-kerkel-stiftung.de) in Miesbach kennenlernte (Hubert und sein nur geringfügig jüngerer Freund und Kletterpartner Anderl Mannhardt kamen direkt von einem Kletterausflug von den Ruchenköpfen!), durfte ich ihn kürzlich zu Hause in Schliersee besuchen.

Engagiert erzählt er mir von seinem ereignisreichen Leben und ganz besonders leidenschaftlich natürlich von seinem Leben als Kletterer und Bergsteiger. Nach seiner Geburt im Januar 1934 in Hausham sind seine ersten Jahre geprägt durch familiären Konsumverzicht und besondere Bescheidenheit. Ein sicher einschneidendes Erlebnis ist für ihn seine erste Bergtour als Fünfjähriger – zusammen mit seinen Eltern, seinem Großvater und dem zwei Jahre älteren Bruder ‒ auf den Gipfel der heimischen Bodenschneid. Dann beginnt der Zweite Weltkrieg und für seine Familie eine schwierige und entbehrungsreiche Zeit, geprägt von Verzweiflung, Hilflosigkeit und lebensbedrohlichen Ängsten. Nach Kriegsende 1945 ‒ Hubert ist jetzt elf Jahre alt – muss er helfen, die katastrophale Ernährungssituation seiner Familie zu verbessern.  Er muss sie unterstützen, wird Hüterbub, anfangs auf einer kleinen Alm bei Bad Wiessee unterhalb des Fockenstein, später dann auf einer Hochalm am Sudelfeld. Bezahlung gibt‘s keine, einzig einige wenige Nahrungsmittel sind der Lohn. Während einer kurzen Arbeitsunterbrechung steigt der Hubert auf den Wendelstein. Sein Blick wird frei auf die hohen, weißen Gletscherberge am Horizont und auf die beeindruckenden Felsberge des Wilden Kaiser, von denen sein Großvater ihm zuvor schon erzählt hatte. Diese Fernsichten dürften ihn glücklich gestimmt und nachhaltig tief beeindruckt haben …

Nach seinem Schulabschluss folgt eine Ausbildung zum Bergmann im Kohlebergwerk Hausham. Bald kann sich Hubert von seinem sehr mühevoll ersparten Geld ein Fahrrad kaufen und gewinnt damit etwas mehr an Mobilität. Als 17-Jähriger tritt Hubert Schmidbauer 1951 in die Bergwachtbereitschaft Hausham ein. Hier lernt er die Grundbegriffe des Felskletterns. Anfangs noch etwas unbeholfen, folgt bald seine erste Kletterei im Vorstieg an den Ruchenköpfen unweit der Rotwand. Ein Jahr später wird er Mitglied bei der Sektion Leitzachtal des Deutschen Alpenvereins (www.dav-leitzachtal.de) und lernt hier einige sehr erfahrene Kletterer bzw. Alpinisten kennen, die besonders einflussreich und prägend für seine Entwicklung als Bergsteiger werden sollten. Ein Jahr später klettert Hubert mit den Kameraden vom Alpenverein im Wilden Kaiser den „Lucke/Strobl-Riss“ (Schwierigkeitsgrad V bis VI-) an der Bauernpredigtstuhl-Westwand seine erste „richtig große“ Kletterroute. Seit diesem Zeitpunkt gibt‘s für ihn kein Halten mehr. Die Felswände des Wilden Kaiser werden für Hubert Schmidbauer sein zweites Zuhause. Bald kann ein Motorrad angeschafft werden, und die bergsteigerischen Ziele verlagern sich immer häufiger in die Dolomiten oder gar in die Westalpen. Im Sommer 1955 gelingt Hubert Schmidbauer zusammen mit seinem Partner Hans Killer die 20. Begehung der damals berühmtberüchtigten Piz-Badile-Nordostwand im schweizerischen Bergell. Es beginnt für Hubert eine großartige Epoche des Kletterns und Bergsteigens, die mich beim Betrachten seiner zahlreichen, akribisch geführten Tourenbücher in Anspannung versetzt. Eine schier unüberschaubare Anzahl von großartigen Kletterfahrten und Bergtouren sind hier sorgfältig aufgelistet. Fast alle der damals großen Unternehmungen wie beispielsweise die Civetta-Nordwestwand, die „Comici“ durch die Nordwand der Großen Zinne oder die Sass-Moar-Ostwand in den Dolomiten sind in seinen Aufzeichnungen vermerkt. Sie verdeutlichen, dass das extreme Bergsteigen für Hubert endgültig zum Lebensinhalt geworden ist.

Im Jahr 1959 heiratet Hubert seine Freundin Bärbel. Im folgenden Jahr kommt die Tochter auf die Welt, 1962 ‒ zwei Jahre später ‒ wird Sohn Martin geboren. Im selben Jahr folgt Hubert Schmidbauer einer Einladung von dem bekannten Münchner Arzt und Organisator Karl Maria Herrligkoffer zu einer Expedition in den Himalaya auf den 8.125 m hohen Nanga Parbat in Pakistan. In der damaligen Zeit war dies die einzige Möglichkeit, als Bergsteiger mit herausragenden Leistungen die ganz hohen Berge der Erde besuchen zu können. Die Expedition endete zwar mit einem Gipfelerfolg und der zweiten Besteigung überhaupt. Es gelang sogar eine Erstbegehung einer neuen Route über die 4.000 m hohe Diamirflanke, doch Sigi Löw stürzte beim Abstieg vom extrem kalten und sturmumtosten Gipfel in den Tod, und die beiden anderen Gipfelbesteiger Toni Kinshofer und Anderl Mannhardt zogen sich sehr schwere Erfrierungen zu. Umso mehr ist es für Barbara Schmidbauer eine übergroße Erleichterung, als ihr Mann nach wochenlanger Abwesenheit und Ungewissheit endlich wieder unversehrt und wohlbehalten zurück nach Schliersee kommt. Zwei Jahre später ergibt sich eine berufliche Veränderung. Hubert Schmidbauer beginnt beim Miesbacher Vermessungsamt seine neue Arbeit im Außendienst. Im selben Jahr folgt eine erneute Expedition ‒ dieses Mal nach Peru zum Nevado Siula Grande (6.356 m), dessen Gipfel über die 1.400 m hohe und schwierige Ostwand erreicht wird.

Die folgenden Jahre bilden die ganz große Bühne für so manche bergsteigerische Sternstunde. Es glücken ihm großartige Fels- und kombinierte Touren, wie etwa der Walkerpfeiler an der Grandes Jorasses, der Bonattipfeiler an der Aiguille du Dru und der besonders lange, großartige Peutereygrat zum höchsten Gipfel der Alpen, dem 4.810 m hohen Mont Blanc. Doch es gibt auch immer wieder sehr traurige Stunden: Nicht selten muss ein tödlicher Absturz eines Bergkameraden verkraftet werden. Bei seinen zahlreichen Reisen und den weniger schwierigen Touren ist oftmals seine Frau mit ihm unterwegs. Im Jahr 1984 leitet er die deutsche Pakistan-Expedition zum Achttausender Broad Peak (8.047 m). Seiner großen Bergleidenschaft ist er bis zum heutigen Tag treu geblieben. Im Alter von 66 Jahren steigt er allein über den Hörnligrat auf das Matterhorn, als 71-Jähriger zusammen mit seinen drei Freunden über den Mittellegigrat auf den 3.970 m hohen Eiger. Allein umrundet er im Alter von 76 Jahren den Gipfel der Sorapiss in den Dolomiten. Seine langjährigen Freunde und Weggefährten trifft er auch heute noch regelmäßig. Meistens beim Klettern oder sonst in den Bergen, manchmal auch nur zu spontanen Festen oder Geburtstagsfeiern. Es sind in den meisten Fällen sehr gute und vertraute Freunde für das ganze Leben.

Für mich wird das Zusammentreffen mit dem Schlierseer Hubert Schmidbauer in seinem liebevoll gepflegten Garten in besonders guter Erinnerung bleiben. Das extreme Bergsteigen über viele Jahrzehnte hat sein langes Leben sicher in besonderem Maße geprägt. Seine sehr positive Lebenseinstellung und der außergewöhnliche Optimismus haben mich tief beeindruckt. Hubert Schmidbauer praktiziert auffallend Bescheidenheit, er wirkt auf mich zufrieden und dankbar. Seine Anmerkung zum Schluss: „Das Emporsteigen auf die Berge war für mich immer etwas Ehrwürdiges und Erhabenes und auch mit großem Respekt und großer Ehrfurcht vor der Natur verbunden“ ‒ dies sollte auch im heutigen Zeitalter von moderner Kommunikation und Social Media für all jene, die draußen in den Bergen oder in der Natur unterwegs sind, auch zukünftig der wichtigste Leitgedanke sein.

 

 

Eckehard Radehose Eckehard Radehose

Eckehard Radehose In Schliersee zuhause, extrem berg- und reisesüchtig seit seinem 6. Lebensjahr. Dipl. Kartograph, Journalist und langjähriger Trekking- und Expeditionsleiter mit Vorliebe für besonders hohe Gipfelziele. An die 2.500 Gipfelbesteigungen weltweit und weit über 1.000 Skitouren. Mein bevorzugter Ort: Gipfel der Baumgartenschneid bei Sonnenuntergang mit einem Glas Rotwein.

 

 

 

Paradies für Bergliebhaber – dem Himmel so nah! Eine Fotosafari …

Anfang Mai, Sonnenschein, blauer Himmel und ein paar Stunden Zeit …

Ich mache mich auf den Weg in die Berge, genauer gesagt auf den Taubenstein im Mangfallgebirge (Höhe 1.692 m). Kurz vor Spitzingsee biege ich links auf den Parkplatz an der Taubensteinbahn ab. Es ist mitten in der Woche und kaum ein Mensch unterwegs. Ich bin völlig allein in der Gondel und nutze die Fahrt, um meine Kamera vorzubereiten und die spektakuläre Aussicht zu bestaunen. Oben angekommen, finde ich mich im tiefsten Winter wieder und bereue es, keine Schneeschuhe mitgenommen zu haben.

Es ist einfach wunderschön! Ein perfekter Fernblick in die „blauen“ Berge rundherum und strahlend weißer Schnee, welcher das Licht der Sonne reflektiert und ein funkelndes Leuchten auf die frische Schneeoberfläche zaubert.

Hinter zwei Touristen aus München mache ich mich auf den Weg zum Gipfel. Gar kein leichtes Unterfangen, weil wir immer wieder bis zur Hüfte im Schnee versinken. So weit es geht, nutzen wir die Spuren unserer „Vorgänger“ …

Das nette Paar mit seinen zwei Hunden kehrt nach ein paar Höhenmetern wieder um, da sie den anstrengenden Abstieg fürchten. Ich laufe noch ein paar Kehren weiter und werde mit einem atemberaubenden Blick auf den Wendelstein und schließlich auch auf die steilen Felsen des Taubenstein belohnt. Weiter steige ich nun auch nicht mehr hinauf, da meine Ausrüstung hierfür nicht ausreichend ist. In den Bergen ist es unbedingt notwendig, keine unnötigen Risiken einzugehen und sich nicht zu überschätzen!

Wieder an der Bergstation angekommen, mache ich es mir in der Sonne gemütlich und gönne mir einen heißen Lumumba im Taubensteinstüberl. Es sind auch einige Tourenskifahrer da, die zu einer Almhütte abfahren. Und auch ein Mountainbiker macht sich auf den Weg bergab …

Wer die Bergwelt liebt und sich am Ausblick berauschen kann … und wer die Stille und Ruhe sucht, der ist hier genau richtig!

 

Alpenbahnen Spitzingsee GmbH
Spitzingseestraße 12
83727 Schliersee-Spitzingsee
Tel. +49 8026 9292230
info@alpenbahnen-spitzingsee.de

http://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/sommer/

 

 

Ulrike Mc Carthy Ulrike Mc Carthy

Geborene Münchnerin und seit vielen Jahren begeisterte „Wahl-Schlierseerin“ Personaldiagnostikerin, Trainerin, Seminarleiterin, Hypno- und Gesprächstherapeutin, Hofbetreuerin im altbayerischen Dorf und vor allem Hobby-Fotografin.