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1. Mai 2023 Neueröffnung: Restaurant RoBeSCH in Schliersee

Seit zwölf Jahren betreiben Marco Kretzin und Alexander Lohe die Sportalm in Bayrischzell. Auf der Suche nach einem weiteren Restaurant sind sie jetzt in Schliersee gelandet. „Man hat uns gefragt, ob wir nicht Lust hätten, das ,Wendelstein‘ zu pachten“, erzählt Marco. Wer wissen will, warum das Restaurant ab sofort „RoBeSCH“ heißt, fragt Marco am besten selbst.

 

 

Ab 1. Mai 2023 ist das RoBeSCH geöffnet. Seit Mitte Januar laufen die Vorbereitungen. Die weißen Wände leuchten jetzt taubenblau und der Barbereich wurde salbeigrün gestrichen. Das viele Holz wird mit Stoffen überzogen. Auffallend sind die bunten Bilder an der Wand.

Marco ist es wichtig, dass alle Menschen im RoBeSCH willkommen sind. Auch die, die nur mal schnell auf einen Espresso, eine Halbe oder einen Gin Tonic vorbeikommen möchten. Dazu bietet sich dann besonders der neue Lounge-Bereich und die Stehtische im Eingangsbereich an. „Wir werden ein großes Gin-Programm haben“, berichtet Marco. Es wird auch eine große Tonic-Water-Auswahl geben, sodass sich jeder Gast seinen ganz persönlichen Gin Tonic zusammenstellen kann. Sie arbeiten mit dem Winzer Dr. Koehler aus Rheinhessen zusammen und bekommen von dort einen eigenen Grauburgunder, und die Kaffeerösterei Azul röstet einen hochwertigen Kaffee für das RoBeSCH. Das neue Logo ziert die Weinflaschen und Kaffeetüten. „So kann man das Erlebnis RoBeSCH sogar mit nach Hause nehmen“, erklärt Marco.

 

Burger in den Schliersee-Farben?

„Unsere Küche ist bayerisch, deutsch und international“, sagt Marco. Er erzählt mir von Burger-Buns, die auch mal gelb oder blau (echt in Schliersee-Farben?) eingefärbt sein können. „Es darf auch mal etwas verrückter sein“, sagt er und lacht. Auf der anderen Seite wird beispielweise am Wochenende der bodenständige Schweinsbraten mit Kartoffelknödel und Krautsalat auf der Speisekarte zu finden sein.

 

 

Das RoBeSCH-Team freut sich, wenn es endlich losgeht, und vor allem natürlich auf: DICH!

Restaurant RoBeSCH

Bahnhofstr. 4

83727 Schliersee

 

Tel: +49(0) 8026/929 0 996

 

info@robesch-schliersee.de

 

ÖFFNUNGSZEITEN

Montag, Dienstag, Donnerstag, Freitag

ab 11:30 Uhr

 

Samstag, Sonntag & Feiertag

ab 11:00 Uhr

 

Mittwoch

Ruhetag

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Wandern im Spätherbst | Von Fischbachau nach Schliersee

Wenn du lieber von A nach B läufst als mit Rückwegen oder Rundwegen, dann empfehle ich dir die Tour von Fischbachau nach Schliersee. Bestenfalls nimmst du den Bus nach Fischbachau. Von der Ortsmitte in Fischbachau brauchst du für die rund zehn Kilometer (und 350 Höhenmeter) etwa drei Stunden nach Schliersee. Zuerst geht es die Teerstraße bergauf an der kleinen Ortschaft Faistenau vorbei. Ab jetzt lohnt sich immer wieder der Blick zurück: Herrlich thronen Breiten- und Wendelstein über dem Leitzachtal.

 

 

Im Spätherbst sind unsere höhergelegenen Wanderwege und Gipfel oft schon schneebedeckt. Selbst bei meiner Tour von Fischbachau über das Taferlmoos nach Schliersee gerate ich etwa bei Höhenmeter 1.000 in Schnee. Da ich gute Schuhe und Wanderstöcke dabeihabe, ist dies aber kein Problem. Denke auch an warme Kleidung, denn im schattigen Wald ist es feucht und kalt. Ich liebe den Geruch von feuchtem Herbstlaub. Auch das Geräusch von knirschendem Schnee unter meinen Schuhen hat etwas Meditatives. Dazu das bunte Herbstlaub ‒ das ist für mich die perfekte Mischung. Der Weg geht über Holzstufen zum Taferlmoos. Hier hilft dir ein Holzsteg, das Moos zu überqueren. Auf der anderen Seite des Breitenbergs erwartet dich Mischwald und wenn sie scheint, auch die Sonne. Ab und zu kannst du den Schliersee durch die Bäume glitzern sehen. Eine wahre Aussichtstour ist die Wanderung jedoch nicht. Der mit den üblichen gelben Schildern ausgeschilderte Weg führt abseits der Touristenströme und du kannst die Tour in Ruhe genießen. In Schliersee kommst du an der Unterleiten heraus und bist schnell am See, um die letzten Sonnenstrahlen des Spätherbstes zu genießen.

 

Der Bus von Schliersee nach Fischbachau ist der RVO 9552. Er braucht für die Strecke 20 Minuten. Falls kein Bus zu deiner gewünschten Abfahrtszeit fährt, kannst du auch die BRB (Bayerische Regiobahn) nehmen, die stündlich fährt. Allerdings brauchst du vom Bahnhof Fischbachau bis zum Startpunkt etwa 45 Minuten zu Fuß.

 

 

Viel Spaß!

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Herbstausflug mit der Taubensteinbahn

Die goldenen Herbsttage in Schliersee sind besonders schön. Du möchtest am Spitzingsee mit einer Bergbahn fahren? Die Stümpflingbahn befindet sich bereits in Revision, um sich fit für den Winter zu machen. Aber die Taubensteinbahn fährt bis zum Ende der bayerischen Herbstferien. Wenn das Wetter schön ist, vielleicht sogar noch länger.

 

 

Die nostalgische Taubensteinbahn aus dem Jahr 1972 fährt nur noch im Sommerbetrieb – das heißt, Mitte November geht sie in den Winterschlaf. Die gemütliche Fahrt durch die herbstliche Landschaft dauert etwa zwölf Minuten. In Vierergondeln geht es zur 1.616 Meter hoch gelegenen Bergstation. Von hier kannst du zahlreiche Wanderungen starten. Oder du nimmst einfach Platz im Taubensteingipfelstüberl, genießt die Aussicht auf Wendelstein und Zugspitze und lässt dich verwöhnen. Wenn du die Bergstation als Ausgangspunkt für deine Wanderung nehmen willst, achte bitte auf die richtige Ausrüstung. Einen kurzen Spaziergang mit Ballerinas oder Flipflops gibt es hier oben an der Bergstation der Taubensteinbahn nicht. Sobald du die Bergstation verlässt, befindest du dich im alpinen Gelände. Auch die Wanderung zum nur 25 Minuten entfernten Taubensteingipfel ist kein Spaziergang und nur etwas für geübte Wanderer. Besonders im Herbst sind die Wege schnell rutschig, und manchmal liegt auch schon Schnee. Beachte bei deiner Tourenplanung, dass es viel früher dunkel wird als im Sommer. Denk an warme Kleidung und nimm am besten auch eine Lampe mit.

Im November erlebst du bei uns immer wieder wunderbar warme Tage, die bestens für einen Ausflug in die Berge geeignet sind. Diese nennt man „geschenkte Tage“, weil man eigentlich nicht mehr mit ihnen rechnet. Der November ist bekannt für grau, nass und kalt. Deshalb fühlen sich „geschenkte Tage“ auch ganz besonders schön an. Genieße deine Zeit bei uns!

Einsteigen ‒ die Taubensteinbahn bringt dich nach oben!

 

 

Hier findest du eine Übersicht an Wanderungen im Spitzingseegebiet:

https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/fileadmin/user_upload/alpenbahnen-spitzingsee/Sommer/2021_Spitzingsee_Wanderflyer.pdf

 

 

Taubensteinbahn

Alpenbahnen Spitzingsee

Spitzingseestraße 12

83727 Schliersee-Spitzingsee

Tel.: 08026/9292230

info@alpenbahnen-spitzingsee.de

3G-, Abstands- und Hygieneregeln beachten!

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Kulturherbst 2021: Ausstellung im Forum der Vitalwelt | Nele von Mengershausen

In der Vitalwelt Schliersee stellt Nele von Mengershausen im Rahmen des Schlierseer Kulturherbstes noch bis Ende des Monats eine bunte Auswahl an ihren Werken aus. Inspiration holt sich die Künstlerin aus Bayrischzell immer wieder in der Natur. Sogar ihr Wintergarten ist für sie Vorlage: „Ich bin dort von meinen eigenen Exponaten umgeben!“

 

 

DAS SPIEL MIT DER NATUR | Das Aufspüren des Wesenhaften in der Natur ist eine immerwährende Herausforderung für meine Arbeit. Durch Zeichnen und Fotografieren entstehen freundschaftliche Verhältnisse zu den Dingen, da braucht es Geduld und Demut, bevor tieferes Verstehen aufscheint.“  Nele von Mengershausen

Geboren ist Nele von Mengershausen im Tannerhof in Bayrischzell. Nach 20 Jahren in Amerika und einiger Zeit in München kommt Nele von Mengershausen 2001 zurück nach Bayrischzell. Hier inspiriert sie der Wendelstein zu einem Künstlerbuch, das auch in der Ausstellung zu betrachten und käuflich zu erwerben ist. Die „Hommage an den Wendelstein“ ist angelehnt an das Meisterwerk „100 Ansichten des Berges Fuji“ des japanischen Holzschnittkünstlers Hokusai. Die Aufmachung des Künstlerbuchs ist sehr kunst- und wertvoll ‒ ein wahres Schmuckkästchen gefüllt mit Skizzen des Wendelsteins.

Die Künstlerin verbindet das Naturstudium ihres Hausbergs mit surrealen Einfällen und einer Vorliebe für östliche Bildgestaltung. Sie stimmt so den Blick des Betrachters ein auf eine neue Wahrnehmung des vermeintlich Altbekannten, so als sähe man einen alten Freund auf einmal mit neuen Augen.Wendelstein (nelevonmengershausen.com)

Es gibt viel zu entdecken in der Ausstellung im Forum der Vitalwelt Schliersee. An den Donnerstagen ist Nele von Mengershausen vor Ort und freut sich auf anregende Gespräche und auch darauf, Fragen zu beantworten.

Künstlerbegegnung: Nele von Mengershausen donnerstags 17:00 Uhr bis 20:00 Uhr

Wer im Internet ihre Kunst entdecken möchte, kann das unter: https://www.nelevonmengershausen.com/

 

 

Ausstellung im Forum der Vitalwelt Schliersee

(noch bis 30.10.2021)

Montag bis Freitag: 9:00 Uhr bis 18:00 Uhr

Samstag und Sonntag: 9:30 Uhr bis 17:00 Uhr

 

Vitalwelt Schliersee

Perfallstraße 4

83727 Schliersee

Tel.: 08026/6065-0

tourismus@schliersee.de

www.schliersee.de

 

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Der stille Riese im Schatten der Rotwand – eine Wanderung auf den Hochmiesing

Auf den ersten Blick schaut er ja nicht besonders einladend aus, der Hochmiesing in den Schlierseer Bergen. Ein latschenbewachsener Bergrücken, der ein etwas missmutiges Dasein im Schatten seiner berühmten Schwester Rotwand führt. Doch für den 1883 Meter hohen Hochmiesing gilt: Seine wahre Schönheit entpuppt sich erst bei genauerem Hinsehen und vor allem bei einem Besuch auf dem überraschend breiten und vor allem einsamen Gipfelplateau. Von den Einheimischen auch gerne nur als „Miesing“ bezeichnet, punktet er zudem mit einem abwechslungsreichen Aufstieg und fantastischem Gipfelpanorama!

 

 

 

Startpunkt Spitzingsattel

Den Miesing kann man von verschiedenen Seiten besteigen. Für meine Tour wähle ich die kürzeste Route vom Spitzingsattel über Taubensteinhaus und Kleintiefentalalm bis hinauf zum Gipfel.

Ein idealer Startpunkt ist der gebührenpflichtige Parkplatz am Spitzingsattel. Da von hier aus zahlreiche Wanderwege in die umliegende Bergwelt abgehen und die Parkplätze rasch belegt sind, empfiehlt sich eine möglichst zeitige Anreise.

Ein steiler Steig führt ab dem Parkplatz zunächst über einen Grashang und mündet dann in einen Waldpfad. Über Wurzeln und Felsen, aber technisch unschwierig, wandere ich circa 30 Minuten durch den schattigen Bergwald. Bald darauf erreiche ich freies Gelände. Von hier aus zweigen zahlreiche Wege unter anderem zum Jägerkamp und zur Aiplspitz ab. Ich folge dem Wegweiser Richtung Rotwand und Miesing und gelange über einen Forstweg nach rund 20 Minuten zur Skipiste des Taubensteins. Der Steig schlängelt sich zunächst moderat und dann etwas steiler werdend über den Hang bis zur Einsattelung zwischen Rauhkopf und Taubenstein. Von hier aus geht es wieder etwas bergab Richtung Taubensteinhaus, das zurzeit leider nicht bewirtschaftet wird.

Am Taubensteinhaus habe ich zwei Möglichkeiten: Entweder marschiere ich über die Forststraße bergab in einen Kessel und steige anschließend wieder zur Kleintiefentalalm auf oder ich folge einem schmalen Steig, der mich über das Wiesengelände ebenfalls zur Alm führt. Die Wahl fällt auf den Steig, immerhin spare ich mir laut Wegweiser damit 15 Minuten Gehzeit. Achtung: Bei Nässe bilden sich mitunter tiefe Schlammpfützen, die das Vorwärtskommen erschweren.

An der idyllisch gelegenen Kleintiefentalalm zweigt ein Wiesenweg zum Miesingsattel. Von dort aus geht es zügig zwischen dichtem Latschengestrüpp dem Gipfel entgegen.

 

Gipfelglück zwischen schattenspendenden Latschen

Oben angekommen, bewundere ich erst mal das hübsche Gipfelkreuz und danach die atemberaubende Aussicht: Das 360-Grad-Panorama bietet fantastische Ausblicke auf Breiten- und Wendelstein, das Kaisergebirge und den Alpenhauptkamm, die Auerspitz und das Hintere Sonnwendjoch, Rotwand, Guffert und das Schlierseer Tal. An klaren Tagen reicht die Sicht sogar bis in die Münchner Schotterebene.

Während es am Gipfel der prominenten Rotwand oftmals eng wird, findet man auf dem Miesing herrliche Ruhe. Das breite, gewellte Plateau bietet zwischen den Latschen zahlreiche lauschige und windgeschützte Rastplätze. Hier ist sogar genügend Platz für ein ausgedehntes Picknick mit der ganzen Familie ‒ eine Seltenheit auf den Gipfeln der Region.

Der Abstieg erfolgt ab Miesingsattel entweder über den gleichen Weg wie beim Aufstieg oder man wandert weiter zur Rotwand (ab Miesingsattel ca. 1 h) und geht von dort aus zurück zum Ausgangspunkt.

Insgesamt eine wunderschöne und landschaftlich abwechslungsreiche Tour, auf der man die Ruhe und Abgeschiedenheit der Berge in vollen Zügen genießen kann!

Tipp: Für die knapp 930 Höhenmeter sollten ca. 4,5 Stunden reine Gehzeit im Auf- und Abstieg eingerechnet werden. Wer möchte, kann den Abstieg durch die Talfahrt mit der Taubensteinbahn verkürzen. Bei großer Hitze kann der Aufstieg durch die Latschengassen am Miesing sehr schweißtreibend werden. Bitte auf entsprechenden Sonnenschutz und ausreichend Flüssigkeit achten. Festes Schuhwerk und Regenschutz sollten auch nicht fehlen!

 

 

Einkehrmöglichkeiten: Taubensteingipfelstüberl an der Bergstation Taubensteinbahn (https://www.alpenbahnen-spitzingsee.de/sommer/tickets/berg-und-talfahrten/)

Anfahrt: Autobahn München‒Salzburg, Ausfahrt Weyarn. Der B 307 über Weyarn, Miesbach und Schliersee nach Neuhaus folgen. 400 Meter nach dem Ortsende von Neuhaus rechts Richtung Spitzingsee abbiegen und zum Parkplatz Spitzingsattel hinauffahren.

Mit Bus & Bahn: Mit der BRB von München Hauptbahnhof bis Fischhausen-Neuhaus und von dort mit dem Bus 9562 zum Spitzingsattel (Fahrplan und Buchung).

 

 

 

 

Katharina Fitz

Wohnhaft in Warngau, geboren in Tegernsee, aber dem Schliersee herzlich zugetan. Zweifache Mama und als freiberufliche Redakteurin, Sprecherin und Schauspielerin viel unterwegs. Steckenpferde: Kunst und Kultur, Natur (vor allem Bäume) und Schuhe!

 

 

 

Nachhaltiger Anreisetipp mit dem E-Bike von Bad Feilnbach nach Schliersee

Meine heutige Testfahrt mit dem E-Bike führt mich von unserem Schliersee-Partnerort Bad Feilnbach nach Schliersee. Ein weiterer Tipp, um autofrei anzureisen, den berühmten Baustellenstau zu umfahren, dabei richtig Spaß zu haben und die Region besser kennenzulernen.

 

 

Das Beste daran: Der Radweg ist hervorragend ausgeschildert und besteht bereits seit vielen Jahren. Eigentlich ist er schon sehr berühmt, aber dennoch a bissal vergessen: der Bodensee-Königssee-Radweg.

 

Gestartet bin ich in Bad Feilnbach am Rathaus und Tourismusbüro, gleich neben der Kirche. Hier fahre ich in Richtung Naturpark den Jenbach entlang. Hier fand immer der berühmte Waldadvent statt. Es ist ein sehr schön ausgebauter Radweg neben dem Jenbach entlang bis zur Kreuzung. Hier fahre ich über die Hauptstraße in Richtung Campingplatz. Eigentlich braucht man nur den Schildern des Bodensee-Königssee-Radwegs folgen.

Auf diesem Wegstück habe ich den Body-2-Brain-Rundweg entdeckt ‒ zum Warmmachen eine lustige Idee. Der Weg zu guter Laune und Wohlbefinden, zu Spaß und Glück ‒ allein schon die Bezeichnung finde ich fantastisch und es ist der erste Weg weltweit seiner Art. So zumindest steht es auf den Tafeln. Durch einfache Leibesübungen wird die Gefühlswelt positiv beeinflusst.

Weiter führt der Weg durch die vielen blühenden Obstbaumgärten … einfach traumhaft schön. Bei den Einheimischen wird Bad Feilnbach auch das Klein-Meran genannt, da hier ein sehr warmes Klima herrscht und die Obstsorten sehr gut wachsen. Im Oktober findet hier Bayerns größter Apfelmarkt statt (siehe auch www.apfelmarkt-bayern.de).

Am Ende des Radwegs am Kornhuberhofs biege ich links ab auf die Staatsstraße in Richtung Niklasreuth. Dieses Stück geht stramm bergauf, da bin ich schon sehr froh, dass ich mit dem E-Bike unterwegs bin. Im Ort Niklasreuth biege ich links ab und fahre noch das letzte Stück bergauf. Oben angekommen, bietet sich mir ein sehr schöner Ausblick in die Berge, links davon der Wendelstein. In Sonnenreuth biege ich links ab und fahre nach Effenstätt. An der Kirche vorbei führt der Weg sehr schön flach geradeaus bis zum Schwarzenberg/Gemeinde Fischbachau.

In Elbach angekommen, biege ich in die Staatsstraße in Richtung Fischbachau ein und fahre weiter bis zur Kirche in Elbach. Hier rechts abbiegen und dem schönen Bodensee-Königssee-Radweg weiter folgen bis nach Fischbachau. Links davon kann man den Breitenstein sehen.

In Fischbachau an der Kirche vorbei ‒ vielleicht in Verbindung mit einem kleinen Abstecher zur Wallfahrtskirche Birkenstein ‒, bevor es weitergeht durch das Holler- und Kräutertal. Über Lehenpoint geht’s richtig schön bergab. Alles ist gut ausgeschildert, sodass man sich eigentlich gar nicht verfahren kann. Bei der nächsten Abzweigung entdecke ich einen sehr schönen Barfuß- und Meditationsweg. Eine kleine Pause hier tut richtig gut.

Mein Weg führt mich weiter von Trach/Mühlau nach Fischbachau-Hammer bis nach Aurach. In Aurach überquere ich die Hauptstraße beim Gasthof Mairhofer und fahre in den Filzenweg in Richtung Schliersee/Neuhaus. Wieder ein sehr schöner Forstweg mit viel Vogelgezwitscher … sehr schön. Jetzt bin ich schon an der nächsten Kreuzung und fahre über die Spitzingstraße ins Josefstal. Hier kann wieder ein kleiner Abstecher zu den Wasserfällen für Abwechslung sorgen.

Durch Fischhausen an den schönen Bauernhöfen vorbei sehe ich schon den Schliersee. Am See angekommen, werde ich mit einem wunderschönen Anblick belohnt.

 

 

Meine Empfehlung: Frühzeitig am Morgen starten, dann ist die Anreise von Bad Feilnbach mit dem Rad sehr schön und entspannt. Auf dem Weg befindet sich die Bäckerei Gritscher ‒ hier gibt es frische Frühstücksbrezen und Kaffee für ein frühes Picknick am See.

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen

 

 

 

Sonnenaufgangstour zum Jägerkamp

Ich habe mich dazu entschieden, dir meine absolute Lieblingstour zu zeigen. Nämlich zum Jägerkamp (1.746 m), von dem man die beste Aussicht auf unseren Schliersee hat. Noch dazu in einem ganz besonderen Moment: wenn die Sonne über den Bergen aufgeht.

 

 

 

Der frühe Vogel fängt den Wurm

Als kleine Motivation: Ich bin selbst kein Frühaufsteher, und man braucht etwas Überwindung, um in der Dunkelheit loszuwandern. Aber: Es lohnt sich! Am besten gehst du am Abend zuvor früh ins Bett und richtest dir dein Gepäck schon fertig zusammen. So sparst du dir Zeit und kannst noch etwas länger schlafen. Das Wichtigste ist ausreichend Essen und Trinken, ein weiteres Must-have ist eine helle Stirnlampe. Wenn du gerne fotografierst, brauchst du eine Kamera. Bitte rechne genügend Gehzeit mit ein, da du ja pünktlich zum Sonnenaufgang da sein möchtest. Ich bin um 03:00 Uhr losgegangen und war um circa 05:00 Uhr oben am Gipfel. Du brauchst also jeweils circa zwei Stunden. Erkundige dich vorher im Internet, wie das Wetter wird, und informiere dich über die genaue Zeit des Sonnenaufgangs.

 

Aufstieg

Ausgangspunkt ist linker Hand der Parkplatz am Spitzingsattel (Parkgebühr 5 €).

Es ist insgesamt eine mittelschwere Wanderung, da man oft auf steinigen Wegen unterwegs ist. Trittsicherheit und gutes Schuhwerk sind also Voraussetzung!

Du startest in südlicher Richtung und steigst den Hang über viele Serpentinen hinauf. Du gelangst in den Wald, von dem der Pfad weiterhin bergauf führt, bis du den Wald verlässt und dann den oberen Weg Richtung Schönfeldhütte wählst. Du folgst dem Weg, bis du ein paar kleinere Almhütten erreichst, und gehst weiter bis zur Schönfeldhütte. Von da aus nimmst du die linke Verzweigung zu den oberen Schönfeldalmen, die unterhalb des Jägerkamps liegen. Nach den Almen geht es deutlich bergauf. Nun müsste es auch schon dämmern ‒ leg deine Stirnlampe aber erst ab, wenn es hell genug ist. Die Steigung und die schroffe Beschaffenheit des Pfades solltest du nicht unterschätzen.

Bei der Verzweigung biegst du links ab und wanderst in die Einsattelung von Benzingspitz und Jägerkamp hinauf Richtung Gipfel. Mit etwas Glück kannst du wie ich sogar Gämse sehen! Hast du alles zeitlich gut geplant, schaffst du es pünktlich zum Sonnenaufgang.

 

Morgenstund hat Gold im Mund

Mach es dir am Gipfelkreuz gemütlich und genieße die Aussicht. Ich habe mir selbst einen Kaffee mitgenommen und etwas Obst. Auf solchen Höhenmetern ist es recht windig, weshalb ich mir noch etwas Wärmeres angezogen habe. Dann heißt es warten, bis endlich die Sonne blutrot emporsteigt und der Himmel in warmen Orange- und Rosatönen zu brennen scheint.

Du kannst den Schliersee von oben sehen, den Wendelstein und die Aiplspitz in der Richtung, wo die Sonne aufgeht, und hinter dir das ganze Karwendelgebirge und noch viel mehr. Dieses Naturschauspiel wird dich sicher genauso beeindrucken wie mich.

 

Abstieg

Beim Abstieg kannst du den gleichen Weg wieder zurückgehen oder alternativ als Rundweg über den Südwestgrat und über die Jägerbauernalm. Möchtest du eine anspruchsvolle Bergwanderung machen, kannst du auch die Aufstiegsroute zum Jägerkamp über die Schönfeldhütte mit der Aiplspitz kombinieren.

 

 

 

 

Anna Menhart

Heimatliebende und gebürtige Schlierseerin, angehende MFA, Hobby-Fotografin und am liebsten auf’m Berg, um sich jedes mal aufs Neue für die Heimat zu begeistern.

 

 

 

„DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“

Die Schlierseerin Susanne Ehlert hat einen spirituellen Roman geschrieben

Alles begann in einer kleinen Hütte oberhalb des Schliersees. In einer Frühlingsnacht im Jahr 2011 hatte Susanne Ehlert dort einen Traum. Ein Traum, der so packend und kraftvoll, aufwühlend und wegweisend war, dass er die Schlierseerin nie wieder losließ. Heute hat Susanne Ehlert diese gedankliche Vision zu einem Buch verarbeitet: Der spirituelle Roman „DANACH“ ist im Eigenverlag erschienen – und beschreibt eine Gedankenreise in eine neue Zeit.

 

 

Überlebende und Suchende in einer neuen Zeit

 

Die Handlung in Susanne Ehlerts Roman beginnt in Schliersee und spielt in der nahen Zukunft. Diese entfaltet sich mit einem großen Knall. Denn „DANACH“ heißt: nach dem Meteoriteneinschlag. Dieser hat die Erde, wie wir sie kennen, auf den Kopf gestellt, zu Überflutungen und Naturkatastrophen geführt. In diesem apokalyptischen Setting folgt der Roman der Studentin Surya ‒ Überlebende und Suchende in einer neuen Zeit. „Die Hauptfigur stelle ich mir als meine Urenkelin vor“, sagt Susanne Ehlert. „Sie lebt in Karlsruhe und macht sich mit ihren Kommilitonen Gedanken: Wie wollen wir leben? Wie soll es bei uns ausschauen?“

 

 

Den Blick nach innen richten

Und genau das ist das eigentliche Thema von „DANACH“. Susanne Ehlert beschreibt einen „grundlegenden Bewusstseinswandel“ – geleitet von Fragen wie: Was sind die Werte, auf denen eine ideale Gesellschaft basiert? Was wäre, wenn wir unsere Zukunft selbst erschaffen könnten? „Apokalypse kommt vom griechischen Wort ‚Entschleierung‘, ‚Enthüllung‘. In meinem Roman wird den Menschen enthüllt, wie sie wirklich sind“, sagt Susanne Ehlert. „Surya und meine anderen Protagonisten dürfen ihren Blick nach innen richten, sie bekommen die Möglichkeit, ihr Herz zu öffnen – für die anderen, für die Liebe.“

 

Neues Zeitalter vs. Menschen von früher

Alte Strukturen sind zusammengebrochen. Surya und ihre Freunde beginnen, eine Gesellschaft zu gründen, die auf inneren Werten basiert sowie dem Grundsatz der praktischen Ethik: „Behandle andere so, wie du von ihnen behandelt werden willst.“ Dabei stoßen sie auf Widerstand: Denn in einem Bunker hat eine Handvoll Menschen die Apokalypse überlebt – ohne den gedanklichen Sprung in die neue Zeit zu vollziehen.

 

Studenten mit paranormalen Fähigkeiten

„Diese Leute kämpfen in der Wildnis ums Überleben und schrecken nicht davor zurück, Menschen zu ermorden“, sagt Susanne Ehlert. Altes und neues Bewusstsein ringen um die Vorherrschaft. Da fügt es sich gut, dass Surya und ihre Kommilitonen keine gewöhnlichen Studenten sind, sondern über paranormale Fähigkeiten verfügen: So kann Protagonistin Surya Dinge dematerialisieren und im Nichts verschwinden lassen. Oder mittels Telekinese die Schwerkraft aufheben.

 

Schlüsselszenen an realen Schauplätzen

Susanne Ehlerts Roman ist ein interessantes Gedankenexperiment, ein Zukunftsentwurf – der besonders Menschen mit einem Interesse für Spiritualität und Esoterik in seinen Bann ziehen dürfte. Und auch Ortskundige dürften das Buch aufmerksam lesen: „Wer sich in der Schlierseer Gegend auskennt, findet Parallelen zu den Schauplätzen im Buch“, sagt Susanne Ehlert. So spielen einige Schlüsselszenen des Romans auf dem Wendelstein oder an der Wallfahrtskapelle Maria Birkenstein.

 

Der Schliersee und die Natur seien auch eine ihrer wichtigsten Inspirationsquellen beim Schreiben gewesen, sagt Susanne Ehlert: „Der See hat etwas Spiegelhaftes. Das hilft mir, mich in einen Zustand erweiterten Bewusstseins zu versetzen. Gleichzeitig geben mir die Berge Geborgenheit und schirmen mich von den Geschehnissen in der Großstadt ab.“

 

Von der Vorstellung zur Wirklichkeit

Ein idealer Ort also, sagt Susanne Ehlert, um sich der Selbsterforschung und Meditation zu widmen. Die studierte Bauingenieurin, die lange Jahre für verschiedene Bauträger arbeitete, begegnete schon mit 19 Jahren einem indischen Guru – die Initialzündung für ihre spirituelle Reise. Sie begann zu meditieren, ernährte sich vegetarisch und lebte sogar eine Weile in einem Ashram in Dortmund.

Bis heute, sagt Susanne Ehlert, empfange sie immer wieder Visionen, die „eine Alternative aufzeigen zu einer rein an technologischem Fortschritt ausgerichteten Welt“. Ihre wichtigste Botschaft sei es deshalb, die eigene geistige Vorstellungskraft zu nutzen: „Ich bin überzeugt: Alles, was der Mensch sich vorstellen kann, kann Wirklichkeit werden – auch das Gute und Schöne.“

 

Über das „DANACH“ lesen

 

Susanne Ehlerts Buch „DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“ (ISBN: 978-3-7497-5181‑5) ist im Eigenverlag tredition erschienen und kostet 18,99 Euro in der Taschenbuch-Ausgabe. Gerne könnt ihr das Buch über die Schlierseer Bücheroase bestellen – per E-Mail (info@buecheroase-schliersee.de), telefonisch (08026/69 04) oder über den Online-Shop unter https://www.genialokal.de/buchhandlung/schliersee/buecheroase-schliersee/.

Außerdem ist „DANACH – Aufbruch in ein neues Zeitalter“ über Amazon oder den Verlag tredition online erhältlich.
© Fotos: Bilder 1 & 2 mit freundlicher Genehmigung von Susanne Ehlert

 

 

 

Sandra Leu

Rheinländerin in Oberbayern. Ist der Liebe gefolgt und hat den Schliersee als Herzensort entdeckt. Freie Redakteurin, PR-Frau und Mama von Zweien. Zeigt Unternehmerinnen und Gründerinnen, wie sie mit Storytelling sichtbar werden und ihre besten Kunden anziehen. Ihr Business: Hallo Heldin! Ihre Kreativitätstechnik: die Joggingrunde um den See.

 

 

 

Drei Tipps für Regentage in Schliersee

 

Tipp #1 Markus Wasmeier Freilichtmuseum

An Regentagen das Markus Wasmeier Freilichtmuseum zu besuchen, ist schon deshalb eine gute Idee, weil es etwas ruhiger ist als sonst. Das altbayrische Dorf ist einfach ein beliebtes Ausflugsziel für die ganze Familie. In den Höfen könnt ihr euch auch immer wieder aufwärmen oder unterstellen. Bei meinem Spaziergang am Sonntag brannte sogar das offene Feuer im Lukashof. Im gemütlichen Wirtshaus „Zum Wofen“ könnt ihr es euch so richtig gutgehen lassen. Das selbst gebraute Museumsbier solltet ihr unbedingt versuchen.

Aktuelle Veranstaltungen:

  1. Oktober | Erntedankfest mit Messe

 

Tipp #2 Einfache Wanderungen rund um Schliersee

Bergpfade können im Regen rutschig sein und sind auch nicht empfehlenswert bei nassem Wetter. Aber wir haben viele Wanderwege in Schliersee, die gut begehbar sind, wie etwa Forststraßen oder asphaltierte Strecken.

Schliersbergalm | Gehzeit von Schliersee etwa 1:15 h (Seilbahnfahrt möglich)

Obere Firstalm |Gehzeit vom Spitzingsattel etwa 45 Minuten

Untere Firstalm | Gehzeit vom Spitzingsattel etwa 45 Minuten

Albert-Link-Hütte | Gehzeit von Spitzingsee Ort etwa 20 Minuten

An Regentagen ist eine gemütliche Hütte am Ziel für mich noch wichtiger als bei Sonnenschein. Zum einen als Belohnung und zum anderen zum Aufwärmen. Die heiße Schokolade und der Kuchen schmecken nach einer Wanderung im Regen gleich doppelt gut.

Tipp #3 Eine kostenlose Busfahrt mit der Schlierseer Gästekarte

Warum an einem Regentag nicht einfach in einen Bus einsteigen, die vorbeifliegende Landschaft beobachten und einfach mal nichts tun?

Für unsere Schlierseer Gäste, die eine Gästekarte besitzen, ist das sogar kostenlos. Ihr könnt mit der Wendelstein Ringlinie von Neuhaus aus zweimal mit und zweimal gegen den Uhrzeigersinn um den Wendelstein fahren. Die Fahrt dauert etwas mehr als zwei Stunden, dann seid ihr wieder zurück in Neuhaus. www.wendelstein-ringlinie.de

Auch die Buslinie nach Kufstein bietet sich für eine Schlechtwettertour an. Allerdings braucht ihr dafür den ganzen Tag Zeit. Zweimal am Tag fährt der „Kufstein-Bus“ in beide Richtungen. Der Probebetrieb geht noch bis 29. September 2019. https://www.rvo-bus.de/oberbayernbus/view/freizeittipps/ausflugsbusse/ausflugsbus_schliersee_kufstein.shtml

Was ihr dann in Kufstein alles machen könnt, habe ich zusammen mit Kuramtsleiter Mathias Schrön diesen Sommer schon für euch ausprobiert. https://magazin.schliersee.de/buslinie-von-schliersee-nach-kufstein-gestartet-einsteigen-bitte/

 

 

➡️ Und wer jetzt nass und durchgefroren ist, der geht am besten in die Vitalwelt Schliersee ins monte mare Schliersee: Sauna, Wellness und Schwimmbad/Vitaltherme!

https://www.monte-mare.de/de/schliersee.html

 

 

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

 

 

 

Fit auf dem neuen Schlierseer Panoramaweg

Wir, Karen Pracht aus Seattle und ich ‒ Prem Angelika ‒ vom Hennererhof Schliersee, sind heute unterwegs, die neuen Wanderwege über die Gindelalmen, Kreuzbergalm, Baumgartenschneid und zurück zum Hennererhof zu testen.

Voller Neugier und Vorfreude gehen wir bei herrlichem Sonnenschein am Hennererhof los. Die erste Etappe führt uns über die neue sanierte Forststraße (vom Forstbetrieb Schliersee-Bayerische Staatsforsten) zur Gindelalm hoch. Nach etwa einer Stunde erreichen wir die erste Station und treffen auf Resi Gigl, sie erntet gerade Holunderbeeren. Bei einem kurzen „Almratsch“ mit ihr erfahren wir lustige Geschichten von früher. Voller Freude singt sie uns die „Gindlalmsage vom Zaunstempe“ vor. Gott sei Dank habe ich die Kamera an. Das sind die Geschichten, die das Leben ausmachen ‒ sehr schön.

An allen drei Gindelalmhütten gibt es Einkehrmöglichkeiten.

Der Weg führt uns weiter Richtung Neureuthalm, vorbei an den Rindern. Ganz wichtig für Hundebesitzer: Bitte die Hunde an die Leine nehmen, nur im Notfall die Leine loslassen. Denn die Kühe schützen ihre Kälber, weshalb man auch ein wenig Abstand zu den Tieren halten sollte.  Mittlerweile ist Mittagszeit, und die Kühe/Jungtiere genießen ihre Mittagsruhe.

Kurz vor dem Wald biegen wir links ab zur Gindelalmschneid. Die Wegtrassen sind neu, sie wurden von den Schlierseer Bauhofmitarbeitern in einen hervorragenden Zustand versetzt. Daher sind sie sehr schön zu gehen. Oben an der Gindelalmschneid entlang genießen wir die herrliche Aussicht bis München, Holzkirchen und die umliegenden Gemeinden Miesbach, Hausham und natürlich Schliersee. Am Gipfelkreuz angelangt, treffen wir jung gebliebene Wanderinnen, die sehr angetan sind und uns freudig mitteilen, wie schön es hier oben sei und dass die Wege jetzt auch für alle Altersstufen sehr, sehr gut begehbar seien.

Auf kurzen Rasenteilstücken geht es weiter zum Übergang Kreuzbergalm. Teilweise wurde der Weg mit starken Brettern ausgelegt, da auch nasse Stücke zu überwinden sind. Die Wegbretter eignen sich auch hervorragend als „Notbank“ für eine kurze Rast (siehe Bild). Am Überstieg vorbei sehen wir auch schon über die Gemeindegrenze nach Tegernsee. Das heißt, beide Seen, Tegernsee und Schliersee, sind gleichzeitig von dem Punkt aus zu sehen. Diesen Augenblick muss jeder selbst erleben.

Bergab über die Almwiesen erreichen wir die nächsten neuen Wanderwegstücke unterhalb der Kreuzbergalm. Ganz leicht im Schatten gehen wir entspannt weiter, bis wir die schöne Aussicht Richtung Wendelstein entdecken. Danach geht der Weg weiter Richtung Tegernsee. Vor dem nächsten Waldstück müssen wir uns entscheiden, ob wir gleich links Richtung Hennerer gehen oder eben nach dem Viehgatter links das Steigerl durch den Wald über das Sogfleckal zur Baumgartenschneid nehmen. Wir entscheiden uns für die zweite Möglichkeit und verlängern die Wandertour. Der Steig durch den Wald verläuft sehr spannend und ruhig, er ist sehr schön erneuert und leicht zu gehen. An der Almlichtung entdecken wir auch hier die schönen neuen Trassen. So erreichten wir nach etwa einer Stunde den Baumgartenschneidgipfel ‒ unseren höchsten Punkt der Tour. Karen macht ihre Yogaeinheiten, im Hintergrund der Tegernsee.

Glücklich und zufrieden gehen wir weiter ins Tal zum Ausgangspunkt, dem Hennererhof. Nach fünf Stunden Wandertour schmecken uns die Brotzeit und die Maß Bier. Schee war’s.

 

 

Meine Empfehlung: Einkehrtipps:

Gindelalmen (geöffnet 01. Mai bis zum dritten Wochenende im Oktober)

Kreuzbergalm (nur während der Weidezeit Ende Mai bis Ende September)

Hennererhof (Fr.‒So. und nach Vereinbarung, ganzjährig)

 

 

 

Angelika Prem

Naturverliebte Schlierseerin, Kräuterpädagogin, Referentin und Seminarleiterin, Senior-Hennererwirtin, BBV Ortsbäuerin, liebt gutes regionales hausgemachtes Essen und entspannt beim Kuchen backen