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Starkbierfest: Eisgekühlter Wasinator im Markus Wasmeier Freilichtmuseum

Ich war heute für dich beim Starkbierfest im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Programmhöhepunkt war heuer Corinna Binzer. Das Starkbierfest ist ja auch immer ein Zeichen dafür, dass die Saison bald losgeht und der Frühling beginnt. Heute allerdings schneite es.

Bevor das Starkbier auf der kleinen Bühne angezapft wurde, begrüßte Markus die Gäste und erklärte, warum dieser Abend für das Museum etwas Besonderes ist. „Wir sind keine alltägliche Brauerei“, sagte er. In der kleinen Bierschöpf-Brauerei werde Bier noch wie vor Jahrhunderten von Hand gebraut. „Wir brauchen Muskelkraft, wir brauchen Menschen. Wir halten das Kulturgut Brauen so noch aufrecht.“

Saisonbeginn: 28. März

Das Starkbierfest ist für das Freilichtmuseum auch irgendwie der Auftakt für die kommende Saison, die am 28. März beginnt. Markus lud die Gäste ein, das altbayerische Dorf im Sommer wieder zu besuchen. Er erzählte, dass es hinter den Kulissen immer viel zu tun gebe. Dächer werden gedeckt, Gebäude repariert und das ganze Dorf gepflegt. „Das ist alles ziemlich aufwendig“, sagte er.

Starkbier hat eine lange Tradition

Schon die Mönche haben während der Fastenzeit kräftiges Bier gebraut. „Je mehr Zucker in der Würze ist, desto stärker wird das Bier“, erklärte der Braumeister Olaf. Früher habe das Bier weniger Alkohol gehabt, aber immer noch viel Restzucker. „Ein Abt hat am Tag ein Kilo Zucker gegessen. Flüssig, versteht sich“, lachte er. Beim Anzapfen des Starkbierfasses brauchte Markus zwei Schläge und setzte noch einen Sicherheitsschlag nach. Kurz darauf floss „eisgekühlter Wasinator“ in den ersten Krug.

Zu Besuch: Corinna Binzer

Corinna Binzer brachte ihr Programm „Fasten hat Gewicht! Fasten in allen Lebenslagen“ auf die Bühne. Statt einer klassischen politischen Fastenrede gab es eine humorvolle Lesung über die Probleme beim Fasten, also beim Abnehmen. Musikalisch begleitet wurde sie dabei von Michi Muggesser. Bekannte Melodien trafen auf überraschende Texte und sorgten immer wieder für schmunzelnde Gesichter, Lacher und Applaus.

Natürlich durfte auch der Wasinator selbst nicht fehlen. Mit einem Augenzwinkern besang Corinna Binzer das Starkbier gleich auf der Bühne:

„Eisgekühlter Wasinator, Wasinator eisgekühlt,
Märzen und altbayerisch Helles, Helles bayerisch a im März.
Und dazu hausgemachter Schweinebraten,
Schweinerei mit Knödelei.
Des is a Schweinerei zum Sattwer’n.
Mal mit Knödel, mal mit Ei!“

Tipp: Den Wasinator für zu Hause kannst du dir im Online-Shop des Museums bestellen.

Judith Musterfrau

Judith Weber

Heimatverliebt und reiselustig. Ich liebe Schliersee zu jeder Jahreszeit und bin immer auf der Suche nach neuen Blickwinkeln und Inspirationen. Mit einem Auge für das aktuelle Geschehen interessiere ich mich für alles, was in Schliersee los ist.

Traditionelles Starkbierfest im Markus Wasmeier Freilichtmuseum mit den Well-Brüdern aus‘m Biermoos

Ich durfte am Samstag das Starkbierfest im Markus Wasmeier Freilichtmuseum besuchen. Gern oute ich mich immer wieder als Freilichtmuseum-Fan. Bereits beim Betreten stellt sich bei mir eine gewisse Zufriedenheit ein. Heute sind es der Duft nach Frühling, die warme Luft, das Zwitschern der Vögel und die Vorfreude auf einen gemütlichen Abend mit Freunden.

 

 

 

Der heutige Star – der „Wasinator“

Zuerst besuche ich die traditionelle Schöpfbrauerei im Nebengebäude des altbayrischen Wirtshauses „Beim Wofen“. Die Brauerei kann heute besichtigt und auch das Bier verkostet werden. Hier braut Braumeister Olaf mit viel Handarbeit und Leidenschaft Bier wie vor 300 Jahren. Mittlerweile werden vier verschiedene Biersorten im Markus Wasmeier Freilichtmuseum hergestellt: das klassische Märzen, das altbayrische Helle, ein Rotbier und das Starkbier – der „Wasinator“. Nach alter Tradition wird für die Fastenzeit dieses gehaltvolle Starkbier gebraut – der Star des Abends mit 7,4 Prozent. Angezapft wird der Wasinator von Lukas Wasmeier, der seinen Vater am heutigen Abend würdig vertritt. Das Fest ist restlos ausverkauft und die Stimmung einfach großartig.

 

Einmarsch der Well-Brüder aus’m Biermoos mit dem Dudelsack

Die Well-Brüder aus‘m Biermoos begeistern das Publikum mit ihrer unverwechselbaren bayerischen Musik und ihrem Humor und sorgen für eine tolle Stimmung. „Die drei Brüder Stofferl, Michael und Karl Well haben schottische Vorfahren, bayerische Wurzeln und ein weltoffenes Gemüt. So wird die traditionelle Musik mit allerlei globalen Einflüssen veredelt und auf Akkordeon, Trompete, Alphorn, Brummtopf und weiß der Kuckuck was noch dargeboten.“  Home – Well-Brüder (well-brueder.de)

Neben dem Bier und der Musik wird eine Vielzahl an bayerischen Schmankerln angeboten. Da ich nur eine Kleinigkeit essen möchte, entscheide ich mich für die Spinatknödel, die sehr fein sind. Aber alles, was serviert wird, sieht sehr köstlich aus – auch die vielen Teller mit Apfelstrudel, die an mir „vorbeigehen“. Ich freu mich schon jetzt auf meinen nächsten Besuch im Markus Wasmeier Freilichtmuseum. Das ist schon bald, denn am 1. April 2023 startet das Museum in die Saison. Auch an Ostern wird einiges geboten. Was das genau ist, erfährst du bald hier im Schliersee Magazin.

 

 

Und: Das Starkbierfest im nächsten Jahr solltest du dir schon jetzt vormerken, da es ein echtes Freilichtmuseum-Highlight ist!

 

 

 

[tourim-redakteur]

 

 

 

Bierbrauen wie vor 300 Jahren im Markus Wasmeier Freilichtmuseum – Starkbierfest am 22. März 2019

Im Januar im tiefsten Winter haben wir uns zu elft im altbayerischen Dorf getroffen. „Wir“, das sind alles Mitarbeiter vom Markus. Unsere Mission: Bierbrauen nach altbewährter Tradition wie vor 300 Jahren!

Im Markus Wasmeier Freiluftmuseum erwartet uns schönstes Winterwetter mit Sonnenschein und viel Schnee. Um 9:00 Uhr geht’s los. Wir werden von unserem Braumeister Olaf abgeholt, um in das Handwerk des Bierbrauens eingeführt zu werden. Aber wir wollen nicht einfach so Bier brauen. Das kann ja jeder … Wir brauen das Bier in der traditionellen Bierschöpf-Brauerei, so, wie es schon vor 300 Jahren gemacht wurde. Da ist einiges an Muskelkraft nötig. Da wir keine technischen Hilfen haben und alles von Hand machen, bedeutet das: rühren, rühren und noch mal rühren und schöpfen und schöpfen und schöpfen …

Aber noch mal zurück zum Anfang: Wir brauen heute das altbayerische Helle. Es soll neben dem altbewährten Märzen und dem starken Wasinator am Freitag, den 22. März 2019, zum 1. Starkbierfest im Museum ausgeschenkt werden. Da haben wir was vor. Bei Temperaturen zwischen -8 und -12 Grad wird’s uns beim Einmaischen recht schnell warm. Das Rühren ist anstrengend, weil nichts anbrennen darf, und unsere zwei Heizerinnen heizen uns ganz schön ein. Da dampft die ganze Hütte. Danach wird der Sud vom Kessel in den Läuterbottich umgeschöpft. 1.100 Liter wechseln das Gefäß! Das gibt bestimmt Armmuskeln … Während der Läuterrast dürfen wir uns mit einem Weißwurstfrühstück stärken. Schon jetzt wird deutlich, dass gemeinsames Bierbrauen ein wunderbarer Event zur Teamentwicklung ist und außerdem unglaublich Spaß macht. Und schon geht’s weiter, und der gefilterte Sud wird zurück in den Kessel geschöpft. Wir geben die Schöpfeimer weiter und wechseln uns mit der Arbeit ab. Jetzt haben auch die Heizerinnen einiges zu tun, denn es gilt, den Sud auf über 90 Grad zu erhitzen. Und dann versammeln sich alle um den Kessel und geben gemeinsam den Hopfen dazu. Der Sud muss jetzt eine Zeit lang kochen, was uns die Möglichkeit gibt, die Sonne zwischen den verschneiten Gebäuden zu genießen und die zwei Museumsschweinderl zu füttern, die den Winter im altbayerischen Dorf verbringen und auch ein Sonnenbad nehmen. Dann wird der Trebern auf den Anhänger geladen, welchen Flori abholt. Seine Kühe freuen sich schon auf das heiß ersehnte Mahl, und wir freuen uns, nachhaltig zu arbeiten. Nachdem wir den Läuterbottich gereinigt und dadurch die Brauerei unter Eis gesetzt haben (das über die Steine laufende Wasser ist sofort gefroren), geht es wieder ans Schöpfen. Die 1.100 Liter werden in das Kühlschiff umgeschöpft. Insgesamt haben wir heute also 3.300 Liter geschöpft und sind nach dem allgemeinen Saubermachen redlich hungrig und geschafft. Beim abschließenden Brennholzaufrichten helfen uns Gitti und Markus. Gabriel hat uns eine tolle Brotzeit zur Stärkung gemacht, und wir lassen den Tag bei einem Bierchen ausklingen. Es war ein toller Tag und ein einmaliges Erlebnis! Und „unser“ Helles haben wir übrigens „Eis-Sud“ genannt.

 

 

Am Starkbierfest ist es eines der drei Biere, das Ihr im Wirtshaus „Zum Wofen“ zu hausgemachten Schmankerln genießen könnt. Überzeugt Euch selbst vom köstlichen Geschmack des erfrischenden, selbst gebrauten Bieres. Vorher habt Ihr die Möglichkeit, die Bierschöpf-Brauerei zu besichtigen. Nach dem Abendessen führt die Biermösl Blosn durch einen vergnüglichen Abend.

 

Für den Kartenverkauf wendet Euch bitte an: office@wasmeier.de oder auch telefonisch unter 08026/929220.

Der Kartenpreis von 64 € beinhaltet:

Reservierte Plätze im altbayrischen Wirtshaus „Zum Wofen“ in der Tenne im 1. OG

Brauereibesichtigung ab 17:00 Uhr

Abendessen im Wirtshaus „Zum Wofen“

Musik und Unterhaltung mit der Biermösl Blosn

Ein Flascherl 0,33 l der limitierten Auflage „Wasinator 2019“ zum Mitnehmen

Einlass: 17:00 Uhr

Ende ca. 23:00 Uhr

 

Übrigens: Wer Lust auf das Erlebnis des gemeinsamen Bierbrauens bekommen hat, kann den Event im Museum buchen.

 

Markus Wasmeier Freilichtmuseum Schliersee

Brunnbichl 5
83727 Schliersee/Neuhaus
Tel.: 08026/92922-0
Fax: 08026/92922-29
E-Mail: office@wasmeier.de

Internet: https://www.wasmeier.de/

 

 

[tourim-redakteur]